First Love (Lucy-chan & Uki)

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    • First Love (Lucy-chan & Uki)



      @Lucy-chan

      Langsam hatte es selbst Rinka begriffen. Sie hatte angefangen andere Gefühle als nur reine Freundschaft für Kenshin zu hegen und auch wenn sie es selbst lange verdrängt hatte so hatten einige Menschen doch schon Veränderungen an ihr wahrgenommen. Nichts besonderes und nicht viel, aber ganz langsam hatte es angefangen offensichtlicher zu werden für Mädchen, die ebenfalls verliebt waren.
      Es war der 1. April und somit begann das neue Schuljahr. Sicher hatte sie in der kurzen Pause von der Schule nicht grade wenig mit ihren Freunden gemacht, doch grade Ken hatte sie heimlich versucht auf Abstand zu halten und in den paar freien Tagen nur ganz selten gesehen. Ständig hatte sie etwas vorgeschoben und gesagt, dass sie schon etwas vorhatte. Bald würde auch er etwas bemerken, wenn sie sich so weiter benahm und das einzig Gute war, dass bis jetzt keiner wusste für wen sie sich interessierte. Es war ein bitter-süßer Schmerz gewesen ihn nicht zu sehen und doch hatte es sie entspannt, denn sie hatte keine Angst haben müssen sich versprechen zu können.
      Doch ab heute würde sie nicht mehr weglaufen können und auch würde für sie nun das zweite Jahr an das Highschool beginnen. Nervös schaute sie noch mal auf ihre Haare und strich ihre Kleidung erneut glatt als sie sich im Spiegel betrachtete. Erneut seufzte sie, gefühlt heute schon zum hundertsten Mal, ehe sie sich nun ihre Tasche nahm und dann zum Ausgang huschte. "Ich bin dann los.", rief sie zu ihrer Mutter in der Küche und schnappte sich noch schnell die Bento-Box, die sie vorhin schon vorbereitete hatte. Nach wenigen Schritten stand sie an der Ecke zu seinem Haus und wartete auf ihn, so wie immer und doch war es was anderes, denn heute war sie ziemlich nervös. Ob ihm auffallen würde, dass sie sich ihre Haare hatte kürzer schneiden lassen? Nervös strich sie noch mal über diese.
      Don‘t ignore that inner voice.
    • Kenshin

      Er war schon ein wenig nervös, als er sich die Kravatte vor dem Spiegel richtig hin richtete. Für heute gab es ein weißes Hemd ohne der Weste, es war auch viel zu warm für diese, aber die Schulordnung verbot so etwas nicht, darüber machte sich Ken auch keine Gedanken, sondern viel mehr um das Treffen mit Rinka. Sie war ihm die ganzen Sommerferien über aus dem Weg gegangen und das, obwohl er keine allzu viel freier Zeit hatte, denn dieses Jahr war der Schwarzhaarige mit seiner Mutter für eine Woche in den Urlaub gefahren, ehe er auch schon seinen Sommerjob in der Bibliothek an einer der Unis angetreten hatte. Natürlich konnte das Mädchen auch anderes vor haben, aber sie kannten sich schon so lange, dass Ken es bewusst wurde, dass irgendetwas nicht stimmte. Er seufzte, während er sich durch das dichte Haar fuhr und schüttelte selbst den Kopf. Ob er etwas falsches gesagt hatte? Vielleicht passte ihr irgendetwas nicht? Seine Mutter war ja der Meinung, dass Mädchen manchmal einfach eigen waren, immerhin war ihr auch aufgefallen, dass ihr Sohn vermehrt nichts mit seiner besten Freundin unternommen hatte, da hatte sie auch nachgefragt, aber auch wenn Ken anfangs nicht gerne mit ihr darüber reden wollte, irgendwann war es einfach aus ihm rausgesprudelt, dabei war er einfach nur verzweifelt. Seit er mit seiner Mutter hergezogen war und sich mit Rinka angefreundet hatte waren sie einfach nicht zu trennen, sie war doch seine beste Freundin und auch wenn er auch noch andere Freunde besaß, es konnte doch keiner genau sie ersetzen, das war unmöglich! Toya hatte es vor allem versucht, aber selbst der Flauschball war nicht süß genug, um die Laune des Mannes zu bessern, auch wenn sie es immer und immer wieder versuchte.
      Ken schmunzelte, als seine Hündin ihm ihr Lieblingsspielzeug brachte, um mit ihm zu spielen, aber diese Zeit war vorbei, die Schule fing ja wieder an. "Ich kann jetzt nicht mit dir spielen", sprach der Mann, aber Toya legte nur die schnauze ein wenig schief und verstand nicht, was er von ihr wollte. "Ich spiele nach der Schule mit dir, okay?", er lächelte und fuhr mit der Hand durch das dichte, weiße Fell, bevor sich der Mann seine Tasche schnappte und unten das Essen, welches seine Mutter schon früh Morgens für ihn vorbereitet hatte. Sie war schon im Büro, aber hinterließ ihm dennoch eine kleine Nachricht neben der Box, um ihm einen schönen Tag zu wünschen.
      Toya war bis zur Tür nachgelaufen, fast schon tat es Ken leid, dass er die Hündin alleine lassen musste, aber sie würde sich wieder daran erinnern, dass sie die paar Stunden alleine im Garten oder Zuhause spielen musste, wie vor den Sommerferien. Doch bevor er sich länger darüber Gedanken machen konnte fiel ihm schon die Person auf, auf die er gewartet hatte. Rinka stand wirklich an der Ecke, an der sie sich immer trafen, um zusammen zur Schule zu gehen. Das Lächeln war sofort breit auf seinen Lippen zu sehen, wurde jedoch noch viel breiter, als der Mann die kürzeren Haare erkannte. Er lief auf sie zu. "Wenn das der Grund ist, warum du mich die letzten Tage über gemieden hast.. Dann bin ich ganz schön böse". Aus dem Lächeln wurde ein Schmunzeln, bevor der Schwarzhaarige mag genug kam, um der Frau durch das kurze Haar zu wuscheln. Wie konnte es ihm nicht auffallen? So etwas war doch sofort zu sehen "Sieht gut aus", er betrachtete das Haar prüfend, bevor seine Augen zu ihren blickten. "So Fräulein, du erzählst mir jetzt aber, was so viel wichtiger war, als dein bester Freund!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Rinka

      Auch wenn sie nicht wirklich viel früher da war als sonst so fühlte es sich doch wie eine Ewigkeit an. Sie war unendlich nervös ihn heute wieder zu sehen und hatte ziemlich Angst, doch auch freute sie sich sehr darauf ihn wiederzusehen. Es war ja nicht so, dass sie nicht heimlich nach ihn Ausschau gehalten hatte während der Ferien und auch hatte sie ihre Zeit damit verbracht von ihm zu träumen und sein Bild anzusehen. Es war ihr so peinlich wie albern sie sich benommen hatte in den Tagen und doch hatte sie sich nicht dagegen wehren können. War Liebe immer so? Sie fragte sich es schon die ganze Zeit, aber wenn sie jemanden dazu fragte, dann würden Gegenfragen kommen. Sie hörte nun seine Stimme noch bevor sie ihn überhaupt wirklich gesehen hatte, dies passierte nun mal, wenn man vor sich hinträumte. Sogleich machte ihr Herz einen Satz und sie starrte ihn mit einem verträumten Lächeln an. War er etwas schon immer so süß gewesen wie er ihr nun erschien? Rinka ertappte sich bei dem Gedanken und auch wenn es schwer war, so musste sie sich nun wieder zusammennehmen, denn sonst würde die ganze Sache noch schneller auffliegen als sie blinzeln konnte. „Ähm…“, mehr schaffte sie ihm ersten Moment dann aber doch nicht zu sagen und da war er auch schon direkt bei ihr und wuschelte ihr durch die Haare. Die Wärme stieg in ihre Wangen und auch wenn es sie etwas störte wegen ihrer Frisur, so war es doch auch schon, dass er sie anfasste. Für diesen Moment vergaß die Schülerin das Atmen und genoss einfach die Berührung seiner Hand, die kurz darauf auch schon vorbei war. Ihre Blicke trafen sich und Rinka verfluchte seine schönen Augen, die sie nach all den Jahren auf einmal so nervös machten. „Ach… Quatsch.“, kam es etwas zögerlich von ihr als sie sich ihre Haare wieder sortierte und richtete. „Ich hatte eben andere Sachen zu tun oder sind wir siamesische Zwillinge?“ Es kam etwas schärfer raus als geplant und doch war sie immerhin auch in Panik. Wieso hatte sie auch nicht vorher daran gedacht sich eine Ausrede zu überlegen? „Meine Mutter musste viel arbeiten und da war ich eben für alles zuständig und dann waren wir eben auch noch Verwandte besuchen… außerdem warst du ja auch beschäftigt, also tu mal nicht so.“ Rinka machte einige Schritte vor und drehte sich dann zu Ken mit einem breiten Lächeln. „Sag mir lieber auf dem Weg zur Schule wie dein Ferienjob und der Urlaub waren. Ich will doch hoffen, dass du dir keine Studentin angelacht hast… und wie geht es meiner liebsten Toya?“ Auch wenn sie allgemein interessiert wie sein Sommer gewesen war und natürlich auch wie es Toya ging, so hatte sich ihr eigentliches Interesse dazwischen versteckt: Hoffentlich hatte er sich nicht in ein Mädchen verliebt.
    • Kenshin

      Es war gar nicht Mal so schlimm, dass Rinka eine Veränderung wagte, denn es stand ihr wahnsinnig gut. Die kurzen Haare betonten jetzt noch mehr ihre Augen, als es bisher der Fall gewesen sei, aber vielleicht sollte Ken nicht allzu viel darüber nachdenken, sonst wird er später wieder mit Herzschmerzen zu kämpfen haben. Er mochte seine beste Freundin, er mochte sie auch vielleicht ein klein wenig zu sehr, mehr, als er eigentlich sollte, aber wie sollte er es nicht? Sie war witzig, klug und für jeden Spaß zu haben, außerdem haben die beiden doch schon so viel miteinander erlebt! Aber der Mann stoppte sich bei seinem Gedanken, er war sich nämlich nicht einmal sicher, ob sie überhaupt irgendetwas mehr von ihm wollen würde, als nur die Freundschaft.
      Er wuschelte ihr durch das Haar, wie es Freunde taten, auch wenn die Frau gleich schon wieder dazu griff, die Haare wieder in Ordnung zu kriegen, typisch Frauen halt, ihnen was das Aussehen so wichtig.. Aber Ken wollte kurz darauf auch wissen, warum sie ihn eigentlich den Sommer über mied, denn genau das war ihm aufgefallen! Doch die Antwort darauf tat auch schon fast weh, sie hatte andere Sachen zu tun, ja gut .. er auch, aber sie wollten doch eigentlich auch was zusammen machen, bevor seine Arbeit anfangen würde, was jedoch nicht so ganz geklappt hatte, jedenfalls nicht so, wie er es sich gewünscht hatte. Eigentlich hatte sich der Mann vorgenommen gehabt RInka vielleicht zu sagen, dass er sie eben gern hatte, um es hinter sich zu bringen, dafür wollte er vor allem ein wenig Zeit mit ihr alleine verbringen, aber jetzt fing sie Schule auch wieder an und alles verkomplizierte sich wieder.
      Ken kratzte sich ein wenig verlegen am Nacken, als RInka weiter fortfuhr, er war auch nicht ganz unschuldig, aber sie mied ihn doch! "Ich habe dich einfach vermisst, okay?", er schmunzelte ein wenig, solch einen Satz durfte wohl der beste Freund auch sagen. "Und nein, wir sind keine siamesische Zwillinge, aber wir hatten doch Pläne!". Er beließ es aber auch schon dabei, denn man konnte die Vergangenheit nicht ändern, leider, sonst hätte er einiges anders gemacht. Stattdessen konzentrierte er sich auf den Weg, denn die beiden mussten ja zur Schule! Er sollte von dem Urlaub und dem Ferienjob erzählen, vor allem aber auch von Toya, da schmunzelte der Mann breit. "Toya vermisst dich.. Und zwar wahnsinnig", sprach der Mann und schüttelte schmunzelnd den Kopf. "Immer wieder liegt sie im Korb mit dem Spielzeug von dir und seufzt dann, während sie mich so ansieht, als wäre es meine Schuld!", da musste Ken aber auch lachen. "Der Urlaub war okay, meine Mom musste zwischendurch arbeiten, aber sonst war es recht angenehm.. und der Job.. Ich weiß nicht.. Studenten sind komische Wesen, sie haben mich meistens gar nicht erst betrachtet oder gefragt, ob ich nicht zu jung dafür wäre, hier zu arbeiten.. Dann bejahte ich aber immer ganz stolz, dass ich es vermutlich bin". Er zuckte mit den Schultern, es war ein kleiner Spaß.. "Die Mädchen auf der Uni sind auch alle komisch.. Sie haben mich nicht einmal wirklich wahr genommen, glaube ich, was mir auch egal ist", aber den Grund dafür wollte er auch nicht laut aussprechen. "Wie war es bei dir? Darauf bin ich deutlich gespannter!".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."