A "Fake" Marriage? [Azenia & Shio]

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    • Mike

      Es war ein sehr merkwürdiges Gefühl für den jungen Mann als er heute Morgen aufwachte und ihm bewusst wurde was für ein Tag heute auf ihn zu kam. Er würde ein Mädchen heiraten was er kaum kannte. Flüchtig sahen sie sich nur auf Events oder Gaalen, wechselten kaum Worte miteinander und das alles nur damit sie zusammen schon einmal in der Öffentlichkeit gesehen wurden und niemand Verdacht schöpfen würde warum ausgerechnet die beiden heiraten würden. Von Liebe konnte man kaum reden.
      Warum war er es gerade dem sein Vater so etwas antun musste? Die halbe Nacht lag er deswegen wach und auch jetzt würde er lieber liegen bleiben und alles ungeschehen machen, doch die finazielle Krise seiner Eltern war nicht mehr gerade zu biegen.
      Aber warum sollte gerade eine Hochzeit alles retten?

      Etwas mürrisch stand Mike dann doch allmählich auf, ehe sein Vater ihn wieder unfreiwillig aus dem Bett zog.
      Das heiße Wasser unter der Dusche wusch all die Sorgen vorerst von seinem Körper und dann stand er vor seinem Anzug, welchen er heute tragen würde. Er war eher schlicht, dennoch elegant.
      Mike seufzte und sah auf die Uhr. Es war gegen 8 Uhr. Um 15 Uhr würden die Glocken läuten und er wird vermählt.
      Sollte er am liebsten flüchten? Einfach abhauen? Doch irgendwas sagte ihm er sollte die ganze Sache auf sich zukommen lassen.

      Ein Klopfen an der Tür riss ihn aus den Gedanken. "Ja bitte?" Die Tür öffnete sich einen Spalt und ein kleines Köpfchen schaute durch den Türspalt. "Guten Morgen Bruderherz."
      Der kleine Tom kam auf ihn zugerannt und sprang ihn an, sodass er beinhae das Gleichgewicht verlor. "He he immer langsam. Du scheinst ja gute Laune zu haben." Tom lächelte ihn an. "Du wohl nicht. Heute ist doch dein Tag." Mike täschelte ihm über den Kopf. "Ja du hast Recht.." "Na los komm das Frühstück wartet." Er zog Mike am Arm nach unten.
      "Guten Morgen Vater, Mutter.. Morgen Liz." "Guten Morgen." "Wir dachten schon du würdest verschlafen." Sein Vater schaute mit hochgezogener Augenbraue über der Zeitung hervor und sah ihn an. "Nein ich war nur etwas länger unter der Dusche."

      Das Frühstück war schnell beendet und dann wurde es Zeit das sich alle für den Tag zurecht machen.
      Die beiden Frauen fuhren schon einmal zu ihren persönlichen Stylisten und auch der Vater war verschwunden. Nur Mike und Tom blieben zurück. Tom wurde durch eine Bedinstete nach oben geleitet damit er sich fertig machen konnte. Mike hingegen blieb weiter sitzen und starrte an die Decke..
      Doch die Zeit verging schneller als gedacht und schließlich ging er auch nach oben um sich seinen Anzu anzuziehen und sich eine dunkelblaue Rose anzustecken. Er betrachtete sich im Spiegel und dann fuhr auch schon das Auto vor. Es war ein alter Oldheimer in Rot mit Ledersitzen.Mike und Tom stiegen zu ihrem Vater ein und schon fuhren sie zur Location.

      Alles war prunktvoll geschmückt, Blumen verzierten die Wege bis zum Pavillon hoch. Es sah atemberaubend aus. "Na Junge nervös?" "Es geht schon." "Sie ist ein Glücksgriff und ich hoffe das du sie glücklich machst." Der Blick wurde strenger und durchbohrte ihn faast. "Du weißt einen weiteren Fehltritt dürfen wir uns nicht mehr erlauben." "Ja Vater.." Er klopfte seinen Sohn auf die Schulter und begrüßte die Gäste die nach und nach eintrafen.
      Mike fühlte sich nicht wohl. Er wollte das alles schnell hinter sich bringen..
    • Catherine


      Alles, ja wirklich alles war an diesem Tag genaustens protokolliert und durchgeplant. Und all diese Vorstellungen hatte die 'glücklcihe Braut' genaustens verinnerlichen müssen. All das sollte sie auch befolgen und genau so ausführen. Man erwartete viel von ihr, eigentlich viel zu viel. Godwin stand für Perfektion. Auch wenn es die Öffentlichkeit nicht wusste, dieser Tag wurde innerhalb von 3 Wochen geplant und genaustens inziniert. Catherines Vater und dieser ehemalige Gönner hatten die Schicksale ihrer beider Kinder jedoch schon seit den letzten 3 Monaten in penibler Kleinsarbeit sorgfältig verwoben. Ein 'Nein' , 'Stop' oder 'Zurück' gab es für keinen von Beiden. Was sie wohl dazu bewegt hatte dieses
      Spiel mitzuspielen? Catherine wusste wie immer in ihren Leben genau wofür sie dieses falsche Spiel nach allen Regeln der Kunst mitspielte. Dennoch stand die junge Frau unter einer unbeschreiblichen Anspannung. Geistlich, emotional und auch körperlich. Es war nicht so, dass ihr zukünftiger Ehemann ihr fremd oder ganz und gar unsympathisch war. Doch war es alles andere als eine normale Hochzeit. Catherine heiratet zwar aus Liebe aber nicht aus Liebe zu ihren Brätigam sondern aus Liebe zu den Hotel. Das "Grand Solano Hotel" war über die Jahren hinweg eine prächtiges Gebäude und Heim vieler Träume, moderner Märchen und Hoffnungen geworden. Seit ihrer Geburt war das Leben der hübschen Blonden eng mit den Hotel verbunden. Es war ihr Zuhause, aber auch ihre Vergangeheit, ihre Gegenwart und nach dieser arrangierten Verbindung hoffentlich auch ihre Zukunft. Da war es kaum verwunderlich dass auch ihre Ehe hier geschlossen wurden.

      Das prachtvolle Gebäude waren schon seit einigen Wochen dafür hergerichtet und langsam kam es auch Catherine so vor als würden die Stylistinnen seit Wochen an ihr herumwerkeln. Ihre langen goldblonen Haare waren anders als sonst ehr locker und leicht verspielt zu einer halboffen Steckfrisur trapiert. Die Haare welchen sich darauß ergossen wurden leicht eingelockt und umspielten das hübsche Gesicht und die zwarten Schultern der jungen Frau. Dieses verspielte wirkte schon etwas romatisch und war ein kleiner Stilbruch in der sonst bis ins letzte Details ausgeklügelte Konzept der Hochzeit. Das wichtigste für eine Braut, das Hochzeitskleid war eigens für sie angefertigt wurden. Es war der Traum eines jeden kleinen Mädchen. Etliche Lagen Tüll, Spitze und funkelnde Steine, davon echte Diamanten funkelten bei jeden Schritt. Jeder sollte sehen wie viel Macht Geld und Einfluss die Familie Godwin noch immer hatte. Edward Godwins einzige Tochter und ihre Hochzeit - das schönste Juwel seiner Sammlung. Alles an einen Ereignis präsentiert welches auch die Presse seit Wochen herbeisehnte. Bei den vielen Prominenten Gästen die der Hotelbesitzer eigens eingeladen hatte war das Intresse der Öffentlichkeit hoch. Dabei kannte die Welt bis vor kurzen die Welt die Namen von Braut und Bräutigam kaum. Wochenlange kleinstarbeit und nun war es endlich soweit... die prunktvolle aber romantische moderne Märchenhochzeit. Bei all den Prunkt und Glamour war die Braut doch froh das ihr MakeUp doch recht natürlich gehalten wurde.

      Schließlich kam der Moment indem man sie als perfekt befand. Den Plan entsprechend, so wie es gewollt war. Die Stylistinnen, welche wie Arbeiterbienen unaufhörlich um sie herum geschwirrt waren verschwanden so eilig wie sie gekommen waren. Eine Weile noch stand Catherine regungslos vor den Spiegel, von Anspannung so erfüllt das sie kaum atmen konnte ... vielleicht lag es auch ein bisschen an diesen Kleid. Dieser schönen Fessel. Sie sah ihr Spiegelbild und auch wenn es sie ganz klar zeigte war die Spieglung kaum das, was Catherine war. Sie war kein Braut. Sie war nicht glücklich oder verliebt. Und sie war auch nicht all dass, was sie und alle anderen Beteiligten der Welt heute vorspielten. Ihre eigene Hochzeit hatte sie sich immer ganz anders vorgestellt. Doch das war jetzt egal. Vor allem wenn die junge Frau bedachte was für sie dabei herausspringen würde. Langsam sog die Blondine einen tiefen Schwall Luft ein, verweilte noch zwei Sekunden und stieß sie dann wieder aus. Nur um gleich wieder vor ihren Spiegelbild zu erstarren.

      Besuch bekam sie keinen, auch wenn sie sich welchen gewünscht hätte. Es war schwer mit dieser Illusion allein zu sein. Ihre Mutter war damit veschäftigt auch den kleinsten Fehler an der floralen Dekoration zu korigieren und die Gäste zu koodinieren. Ihr Vater empfing die Wichtigsten Gäste bis er sie abholte und zum Altar führen würde. Freunde wurden nicht zu ihr heraus gelassen. Und ihre Brüder... nun, sie hatten ihre kleine beziehungsweise große Schwester zwar gern aber Hochzeitsvorbereitungen waren nichts für sie. Einer ihrer älteren Brüder, Liam war zwar verlobt oder die Hochzeit sollte noch etwas warten. Thomas, ihr ältester Bruder hatte noch heute früh am Frühstückstisch gescherzt "Ich hätte nie gedacht, dass meine kleine Schwester vor mir heiratet." ,und ihr grinsend auf den Rücken geklopft. Catherine hatte ihn darauf nur verwundert angesehen. Bereits zum Frühstück hatte sie keinen Bissen herunter bringen können. Die Anspannung war da doch... das sie in weinigen Minuten heiraten würde, das weurde ihr erst jetzt richtig bewusst. Immer wieder versuchte sie vor den Spiegel glücklich zu lächeln doch heraus kam alles andere als das. Ihr lächeln war bezaubernd keine Frage aber es wirkte mehr freundlich und reserviert. Wie das aus ihren Arbeitsalltag. Nein, das musste besser klappen. Es musste einfach perfekt sein. So wie sie und alles an den heutigen Tag.

      Irgendwann, wann genau konnte die schöne Braut nicht sagen klopfte es. Herein kam eine große Frau mit braunen Haaren und roten Kleid. Es war Lorelay, ihre beste Freundin und Trauzeugin. Als Catherine sie sah musste sie erleichert lächeln. Endlich nicht mehr mit sich, der Stille und den Schein allein. "Na? Wie geht es dir an deinen großen Tag?" rief sie aufgeregt und ließ den Brautstrauß in ihren Händen hin und her wandern. Noch bevor die Blonde antworten konnte fuhr Lorelay fort "Ich muss schon sagen. Anfangs war ich etwas sauer und enttäuscht das du mir nichts von deinen Liebesglück erzählt hast und das du deine Hochzeit lieber mit oder besser von deinen Vater planen lässt als mit oder von mir." Seufzend überreichte sie der Braut ihren Strauß. "Aber dein Vater wusste immer schon wie man große und unvergessliche Feste feiert." murmelte sie leise. Catherine die noch immer stumm vor ihr stand und sie etwas geistesabwesend anblickte fiel es immernoch schwer sie anzulügen doch... es musste sein. "Nun es war schwer dich zu errichen jetzt wo du immer durch die ganze Welt tourst." Lorelay Shanning war eigentlich Jornalistin und wie Catherine in die Fußstapfen ihreres Vaters getreten, was beudetete das sie nun von Land zu Land reiste und als Hotelkritikerin ihren Aufenthalt bewertete. "Hmpf. Touché. Aber du weißt nicht wie es ist seinen Traum aus Liebe zu seinen Vater aufzugeben." Oh nein, das wusste Catherine nicht. Sie wusste nur wie es war seine Freiheit für ihren Traum aufzugeben. "Aber darum soll es ja nicht gehen!" Verkündete sie plötzlich genauso aufgregt wie sie gekommen war und umarmte die Blonde. "Heute ist dein großer Tag. Da lassen wir keine bitteren Gedanken zu, heute git es nur Spaß und Freude." Die Braut klopfte Lorelay auf den Rücken. "...Ja. Da hast du recht." Jetzt endlich konnte sie seelig lächeln, auch wenn ihr dafür nicht zumute war. "Ich lass dich noch einen Moment allein. Aber wir sehen uns ja gleich." Catherine nickte.

      Dann war es soweit. Es klopfte und herrein kam ihr Vater. Das hieß es ging jeden Moment los. "Ahh. Gut siehst du aus. Bezuabernd, prächtig, genauso wie ich es mir vorgestellt habe. Die ganze Welt wird Augen machen." Er war erfreut. Mehr noch er war zufrieden. Gut, das musste den ganzen Tag so bleiben. Edward reichte seiner Tochter den Arm und sie hackte sich ein. "Mein kleines Mädchen... du bist wirklich so schnell groß geworden. Und nun..." Catherine undterdrückte ein leises Seufzen. "Ja Vater. Ich weiß. Heute ist der große Tag. Ich werde dich nicht entäuschen." Er nickte bedächtig. "Richtig, richtig. Es wäre auch das erste Mal." Die Beiden verließen das Zimmer fuhren mit den Aufzug herunter in die Lobby des Hotels. Von dort aus schritten sie in den Garten zum Pavillon. Die leise Musik die sie mit den Blumen begrüßte wurde langsam immer lauter. Die wartende Menschenmenge erhob sich wie auf Knopfdruck und alle Augen starrten die Braut neugierig an. Catherine schritt gerade und elegant zum Altar wagte es aber kaum den jungen Mann zu betrachten der dort mit den Trauzeugen stand und auf sie wartete. Ihr Herz klopfte mit jeden Schritt schneller. Es schlug beinah so laut, das sie die ersten Worte ihres Vaters an ihren zukünfigen Ehemann kaum verstand. Das war er wohl. Der Moment auf den alle gewartet hatten. Catherine lächelte verlegen als sie nach den goldenen Ring griff der noch immer ruhig auf den Samtkissen ruhte. Ihre Hand zitterte als sie den Ring an den Finger des Anderen... an den Finger von Mike, ihren Brätigam steckte. Und sprach "Mike, heute verbinde ich mein Leben mit deinen, nicht nur als Ehefrau sondern auch als Freundin. Aber ebenso als deine Geliebte und deine Vertaute. Lass mich die Schulter sein an die du dich anlehnst, der Rat nach dem du fragst und das Heim ind welchen du dich geborgen fühlst. Mit diesen Ring bist du mein Lebensgefährte mit den ich gemeinsam meinen weiteren Lebensweg bestreiten werden. Mit diesen Ring und meinen Worten verspreche ich dir meine Liebe, meine Treue und Verbundenheit."



      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”

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    • Mike

      Langsam stieg machte sich in ihm die Nervosität breit, denn auch wenn sie sich ab und zu in der Öffentlichkeit sehen mussten, so war es hier und jetzt etwas ganz anderes. Wie mag sie wohl aussehen in ihrem Kleid? Ganz egal wie sehr er sich bemühte die ganze Sache herunter zu spielen son konnt er es ganz und gar nicht. Was seine Eltern ihn hier antun war unter aller Würde und komplett inakzeptabel, doch welche Wahl hatte er schon. Catherine ging es ja genau so.. Wie sie sich wohl dabei fühlte?
      Mehrmal lief er den Weg bis zum Pavillon ab und ging im Kopf sein Gelübde durch, welches sein Vater ihn schrieb. Die Frage blieb offen warum ausgerechnet er für die Schuld seines Vaters büßen musste? Er hatte nicht das gesammte Vermögen auf den Kopf gestellt nur um seine Spielsucht zu befriedigen. Das Mutter all das überhaupt zugelassen hat war sonderlich. Diese ganze Scharade die in den letzten Monaten geplant und durchgeführt wurde war ein einziger Witz und er und die junge Dame waren darin die Hauptakteure.
      Nach der Hochzeit würde das alles ja kein Ende nehmen. Sie waren dazu verdammt zusammenzuleben, obwohl sie sich nicht einmal richtig kannten. Jeder kleinste Schritt würde verfolgt werden.. Ein kleiner Fehltritt und die ganze Sache gerieht ins wanken.

      Die Gäste versammelten sich auf ihren Plätzen und die Familie der beiden setzte sich in die erste Reihe.
      Mike lief zu dem Pavillon wo schon leise Musik gespielt wurde. Dann wurde eine Hochzeitsmelodie angestimmt und die Gäste erhoben sich, alle drehten sich um nur um sie zu sehen. Auch Mike erhob sein Gesicht und blickte das erste Mal auf seine zukünftige Braut. Ihm stockte wortwörtlich fast der Atem, als er sie in dem atemberaubenden Kleid sah. Sie war wunderschön, das konnte niemand hier bestreiten. Langsam kam sie auf ihn zu. "Hiermit überreiche ich dir die Hand meiner Tochter. Geb gut auf sie acht." Mike griff sanft und vorsichtig nach ihrer Hand und führte sie auf den Absatz wo der Pfarrer schon bereit stand. Er sprach seine Worte auf ehe Catherine nach dem Ring schnappte und Mike von ganz alleine seine Hand hinstreckte. Ihre Worte waren wohl genau so inziniert wie seine.
      "Von heute an verspreche ich dir: Ich werde mit dir lachen in Zeiten der Freude und dir Trost spenden in Zeiten der Sorge. Ich werde deine Träume teilen und dich unterstützen, deine Ziele zu erreichen. Ich werde dir mit Begeisterung und Verständnis zuhören und dir aufbauende Worte sagen. Ich werde dir helfen, wenn du Hilfe benötigst und dir deinen Freiraum lassen, wenn du ihn brauchst. Ich werde dir in guten und schlechten Zeiten vertrauen, in Zeiten von Krankheit und Gesundheit. Mit diesem Ring und meinen Worten verspreche ich dir meine Liebe, meine Treue und Verbundeheit." Mike griff nach dem goldenen Ring und steckte ihn an ihre ziehrliche Finger.
      Er sah sie an und alle warteten gespannt auf den Kuss. Der junge Mann harderte mit sich, doch dann schloss er seine Augen und gab ihr den Kuss der alles versiegelte. Die Gäste standen auf und ein Beifall war zu hören. Er löste sich von ihren Lippen und sah sie an. Ein merkwürdiges Gefühl machte sich in ihm breit und er wusste nicht was das bedeutete.
      Die Hochzeit wurde ausgiebig gefeiert und Mike hatte das Gefühl einfach nur zu flüchten. Einen kurzen Moment der Ruhe fand er auf einer Bank nebden dem Pavillon. Dort atmete er tief durch und lockerte seine viel zu enge Krawatte ehe er sich niedersetzte. So fühlte es sich also an verheiratet zu sein. Es fühlte sich gar nicht richtig an doch ihre warmen Lippen auf seinen spürte er immer noch.
    • Catherine

      Nun kam er also, der Moment vor dem die Blondine sich am Meisten fürchtete. Der alles besiegelnde Kuss. Es war zwar nur ein Symbol aber danach würde es amtlich sein. Catherine musste einen fast Fremden so küssen, als wäre es der wichtigste und glücklichste Kuss ihres Lebens. Natürlich musste sie auch so aussehen. Als ihr 'Bräutigam' sich nährte umfassten ihre Hände den Brautstrauß fester. Es war kaum merklich doch für einige Sekunden presste sie die zarte Pflanzen so doll zusammen, das diese beinah zerdrückt waren. Noch einmal, ähnlich wie die hübsche Braut es vor der Zeremonie getan hatte, so sie die Luft ein um sie unbemerkt ruhig wieder aus zu atmen. Auch Catherine schloss ihre Augen. Das nächste was sie spürte waren die fremden Lippen ihres Bräutigams, welche behutsam auf ihren ruhten. Dich diese reichte nicht aus, nicht für den Hochzeitskuss eines verliebten Paares wie sie eigentlich waren. Also begann die Schöne ihre Lippen sacht und lieblich auf seinen zu bewegen. Es verstrichen nur einige Sekunden, doch sie fühlten sich an wie eine Ewigkeit. Dann endlich lösten sich ihre Lippen von seinen. Jedoch nicht weit. Cathrine konnte immer noch seinen Atem auf ihrer Haut spüren. Was folgte war ein perfekt eingeübtes glückliches, leicht verlegenes Lächeln welches in tosenden Applaus unter ging. Wieder wisch die Blonde seinen Blicken so charmant wie möglich aus und wand sich als Bald Lorelay zu, welche Freude strahlen und etwas stürmisch über sie her viel. "Herzlichen Glückwunsch!!! ...deinen Brautstrauß bekomm aber ich, ja? Werf genau in meine Richtung." Cat lächelte leicht. Sie selbst konnte die Vorfreude auf die Ehe nicht direkt nachvollziehen aber so war es vielleicht wenn man eine Scheinhochzeit vollzog. Die Feier nahm seinen Lauf und wie man es wollte, beschäftigte sie sich zunächst mit den Gästen. Sie musste sich mit vielen Prominenten sehen lassen, den Gästen selbst noch für ihr Kommen danken und Glückwünsche entgehen nehmen. "Wunderbar mein Schatz!" Kam kurz darauf auch Catherines Mutter auf sie zu und drückte ihrer Tochter überglücklich einen Kuss auf die Stirn. "Komm, komm. Der Fotograf ist da. Wo ist dein Brä- ...dein Ehemann?" Rief sie aufgeregt und sah sich um. "Ich weiß nicht recht. Er-" ihr Blick sagte alles. Das war nicht genug. "Ihr seid ein verliebtes Paar. Und darüber hinaus verheiratet. Ihr müsst euch wieder mehr glücklich zusammen zeigen außerdem ist es als gute Ehefrau wichtig zu wissen wo dein Mann ist. Und nun beil dich. Der Fotograf wartet vielleicht, das perfekte Licht nicht." Catherine lächelte nickend. "Ja Mum ich- ... ich bin sofort mit ihm dort. Versprochen." Dies schien sie zufrieden zu stimmen. "Gut, gut. Das wollte ich hören." Während sie weiter ihren Tagwerk nachging, sah sich die Blonde um. Schließlich fand sie ihren Ehemann auf einer Bank neben den Pavillon. "Mike, der Fotograf ist da." Sagte Cat leise und sah ihn zum ersten Mal für heute etwas länger an. Er sah für einen Moment genauso aus, wie sie sich innerlich fühlte. "Man erwartet perfekte und romantische Hochzeitsfotos von uns." Das bedeutete zwangsläufig auch, dass sie sich noch einmal küssen mussten. "Im perfekten Licht. Deshalb müssen wir uns beeilen. Danach stehen auch schon die ersten Hochzeitsspiele an. Und dann müssen wir die Torte anschneiden. ...Also, genug durch geatmet. Bist du bereit?" Blöde Frage, er musste ja. Das gehörte dazu.


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    • Mike

      Eigentlich hatte er sich seine Hochzeit anders vorgestellt. Sie sollte an einem noch schöneren Ort, als diesen stattfinden und mit der Frau die er wirklich vom ganzen Herzen liebte.
      Das sie hier so eine Show abspielen mussten würde er seinen Vater nie mehr verzeihen, denn schon wieder bestimmte er sein Leben, wie es verlaufen sollte. Innerlich kochte er vor Wut, aber auch er musste diesen falschen Schein bewahren. Er musste wie ein glücklicher Ehemann neben der blonen Frau stehen. Leise seufzte er vor sich hin, als er hinter sich ein paar Schritte vernahm. Es war seine Zukünftige, die sich anscheinend Sorgen um ihn machte. Aber sicher nur damit die Sache nicht auffliegt. "Schon gut ich komme."
      Mike stützte sich von der Bank ab und stellte sich hin. Nocheinmal atmete er tief durch, zog sich die Krawatte wieder enger an den Hals und drehte sich zu ihr um. "Dann los." Zögerlich nahm er ihre Hand in seine und sobald sie den Gästen näher kamen setzte er sein schönstes Fake Lächeln auf, wie er nur konnte.
      Der Fotograf wartete schon geduldig auf das Ehepaar und schon wurden Fotos von ihnen gemacht. Lauthals wurde immer wieder nach einem Kuss gefragt. Er sah Catherine an und nickte ihr leicht mit dem Kopf zu. Eine große Wahl hatten die beiden nun wirklich gerade nicht. Mike schloss seine Augen und küsste sie wieder auf ihre zärtlichen und sanften Lippen. Die Gäste schienen aus dem Häusschen zu sein, doch er fühlte sich alles andere als wohl dabei.
      Nachdem auch noch einige Fotos mit der Familie und Freunden gemacht wurden, war es Zeit für ein paar Spiele, die sich die Familie ausgedacht hatten. Als erstes wurde ein großes Bettlaken auseinander gefaltet wo sich ein Herz darauf befand. Dieses mussten die beiden dann mit einer Nagelschere ausschneiden, was sich nicht gerade als einfach herrausstellte.
      Mike versuchte so gut es ging gute Laune zu verbreiten und immer zu Lächeln. Mit einem Kuss besiegelten sie ihren Erfolg und dann wurde es doch etwas lustiger und ausgefallener. Mit dem Spiel "Hochzeitsreise nach Jerusalem" konnte man die Stimmung ja doch ein wenig lockern. Auch die Kinder hatten ihren Spaß dabei und auch Mike taute nun doch endlich langsam auf.