Magical Girls [SunnySunshine&Cailemia]

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    12 Jahre ARC
    Ihr lieben,
    Jetzt gibt es uns schon 12 Jahre
    Schaut gerne in die neuen News
    oder in das ARC Quiz
    oder schreibt eine schöne Erinnerung an die Memory Wall
    Herzlichste Grüße
    euer ARC-Team <3

    • Magical Girls [SunnySunshine&Cailemia]


      Aiyase
      Eine neue Woche hatte begonnen und damit auch ein neuer Schultag für Aiyase, es sollte eigentlich ein Tag wie jeder andere werden, nachdem sie gemeinsam mit ihrer fröhlichen Familie gefrühstückt, ihren Eltern einen schönen Arbeitstag und den Zwillingen viel Spaß im Kindergarten gewünscht hatte und sich auf dem Weg in die Schule bereits darauf gefreut hatte, ihre beste Freundin Erena wieder zu sehen, wo sie doch gerade erst am Wochenende gemeinsam bei ihr und ihrem Vater gemeinsamen gebacken hatten.
      Aiyase schwärmte jetzt schon wieder von Erenas Muffins und wünschte sich, sie hätte doch noch einen für den Montag aufgehoben, aber die Zwillinge hatten sich über ihre Mitbringsel geschmissen, als würde es nie wieder etwas es süßes geben.
      Nachdem sie ihren Schulweg, der aus einem kleinen Stückchen gehen, gefolgt von einer Reise mit der Bahn bestand, hinter sich gebracht hatte, betrat Aiyase ihr Klassenzimmer und legte ihre Tasche auf ihren Platz, der wie selbstverständlich neben dem ihrer besten Freundin lag.
      „Haben du und dein Dad das Chaos noch hinbekommen?“, wollte sie von Erena wissen, da ich Aiyase beide leider mit den benutzten Schüsseln und Formen alleine lassen musste, um den letzten Bus noch zu erwischen.


    • Erena
      Eine neue Woche hatte begonne und damit auch ein neuer Schultag für Erena, es sollte eigentlich ein Tag wie jeder andere werden. Sie stand früh auf, machte sich für die Schule fertig und stellte sich in die Küche um das Frühstück vorzubereiten. Ihr Vater kam von seiner Nachtschicht zur Tür herein, wurde begrüßt von ihr und gemeinsam saßen sie am Esstisch, aßen, ehe sich Erena für die Schule verabschiedete und ihr Vater zu Bett ging.
      Sie hatten nicht viel voneinander, aber sie nutzten die Zeit, die sie gemeinsam verbringen konnten. Wie am Wochenende, als Aiyasa da war zum Backen. Eine der wenigen Momente. Aber Erena beschwerte sich nicht. Sie versuchte das Beste aus ihrer Situation zu machen, in so etwas war sie Meisterin! Ihr Vater schaffte es nicht zu ihren Wettbewerben, kein Problem! Sie berichtete ihm einfach im Nachhinein alles im kleinsten Detail!
      Von der Hochhaussiedlung bis zur Schule fuhr sie mit dem Fahrrad, geriet auf dem Weg ins Gebäude hier und da mit diversen Zicken aneinander (nichts Neues) und wartete bereits auf ihre Freundin an ihrem Sitzplatz in der Klasse, als diese auch endlich den Raum betrat.
      „Hey, klar.“, lachte sie und winkte ab, „Mach dir keine Sorgen. Aufräumen können wir doch mit Links!“
      Da ihr Vater viel arbeitete, kümmerte sich Erena zusätzlich noch um den Haushalt. Kein Problem! Blieb immer Zeit zwischen Schule, Sport und ihre beste Freundin. Irgendwie.
      Und hiii~iier.“, flötete sie schließlich noch und hielt ihrer Freundin eine Tasche entgegen, „Mittagessen, falls du deines wieder vergessen hast, und noch ein paar der restlichen Muffins, falls deine Geschwister dir deine wieder weggefuttert haben.“, irgendwann hatte sie sich angewöhnt, nicht nur für sich Mittagessen für die Schule zuzubereiten, sondern für ihre Freundin gleich mit, nachdem man es öfters schon mit ihr teilte aufgrund von Vergessenheit. Störte sie nicht, sie stand eh morgens in der Küche.
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3
    • Aiyase
      Sie lächelte breit bei den Worten ihrer besten Freundin, das sah ihr ähnlich. Aiyase war sich sicher, dass Erena zu allem in der Lage war, was sie sich in den Kopf gesetzt hatte, selbst, wenn es sich dabei um etwas unmögliches wie das erlegen eines Drachen handeln würde.
      Fragend, mit schiefem Kopf blickte sie ihre beste Freundin an, als diese ihr plötzlich eine Tasche entgegen hielt und Aiyase blickte sie mit den Worten „Ist das...?“ mit strahlenden Augen an und ihre Theorie hatte sich bestätigt, woraufhin Aiyase erst mal um Erena legte und sie damit umarmte.
      „Du bist die Beste!“, gab sie fröhlich von sich, denn auch ohne nach zu sehen, war sie sich ziemlich sicher, dass sie schon wieder ihre Lunchbox in der Küche hatte stehen lassen.
      Es war eine schlechte Angewohnheit von ihr, doch sie schien sie nicht ablegen zu können, die Tatsache, das Erena immer auch etwas für sie dabei hatte, half sicher nicht, diese Angewohnheit abzulegen. Nicht, wenn sie so eine gute Köchin war.
      Wenn man Aiyase so mit ihrer besten Freundin umgehen sah, konnte man kaum glauben, das sie eigentlich eine schüchterne, zurückhaltende Person war, aber bei Erena fühlte sie sich einfach wohl, das war schon immer so gewesen, seitdem sie sich zum ersten Mal Erenas Essen geteilt hatten.
      „Gerade hatte ich mir gewünscht, ich hätte einen von den Muffins mitnehmen können, aber bist du dir sicher? Immerhin haben wir sie gerecht zwischen uns beiden aufgeteilt.“, war sie sich plötzlich nicht sicher, ob es wirklich okay, diese großzügige Gabe annehmen zu können.
    • Erena
      „Ach was.“, lachte sie und winkte ab, „Ich bin einfach nur zu geizig um mein Essen mit dir zu teilen.“, scherzte sie, aber freute sich immer wieder aufs Neue darüber, wenn sie ihrer Freundin eine Freude machen konnte. Sie würde natürlich jederzeit ihr Essen mit ihr teilen. Keine Frage. Und sie kannte ihre Freundin. Ein wenig schusselig, liebenswürdig... Vergaß öfter mal ihr Essen... Und irgendwann wurde es zur Gewohnheit. Ob sie nun ein Mittagessen zubereitete oder zwei... Das machte nun wirklich keinen Unterschied.
      „Ja klar. Ich könnte mir jederzeit neue machen, Dad kann keine mehr sehen und ich... ehrlich gesagt auch nicht mehr. Das war vielleicht eine Ladung zu viel... Außerdem muss ich fit sein für die nächsten Meisterschaften gegen die anderen Schulen.“
      Abgesehen von Sport war sie in den anderen Fächern eher... Durchschnittlich. Sie würde nicht sitzen bleiben, aber ein bisschen mehr Lernen würde ihr auch gut tun. Wenn sie mal den gleichen Ehrgeiz an Mathe oder Biologie zeigen würde wie bei den diversen Wettkämpfen, wofür sie trainierte... Wenn. Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre und so weiter. Erena schüttelte innerlich den Kopf. Sie driftete wieder mit ihren Gedanken ab, das passierte ihr in letzter Zeit öfter. Außerdem fühlte sie sich ständig beobachtet...
      „Das wollt ich dir noch erzählen...“, fing sie dann an, sah sich um, ob ihnen wer zuhörte und rutschte ein wenig näher an ihre Freundin heran, „Es klingt vielleicht komisch, aber... Seit ein paar Tagen fühle ich mich beobachtet. Nicht dauerhaft, aber wenn ich morgens meine Runden laufe oder überhaupt im Park unterwegs bin.“, sie blickte verschwörerisch drein, war sich dann bewusst, wie irre das klingen musste... Und seufzte auf.
      „Ach, vergiss es wieder. Ich glaube, ich sollte mal weniger Horrorfilme schauen.“
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3
    • Aiyase
      „Du bist eine ganze Menge, Er, aber geizig gehört sicher nicht dazu.“, lächelte sie, wohl wissend, dass das ganze sarkastisch gemeint war.
      „Oh! Na dann, lass es mich wissen, wenn ich dir wieder welche abnehmen kann, die Zwillinge können nicht genug von den Muffins bekommen, wobei ich mir nicht sicher bin, ob das wirklich so gut für die beiden ist, wenn sie sich nur mit Süßkram vollstopfen.“, bot Aiyase ihr an und kicherte bei dem letzten in sich hinein, bei der Vorstellung, wie schnell alles weg war, nachdem sie am Wochenende wieder Zuhause war. Da hatte sie nur einmal nicht aufgepasst.
      „Wie geht es eigentlich mit dem Training voran? Soll ich mal wieder vorbei kommen und dich anfeuern?“, lächelte Aiyase und legte dabei ihre Hände wohlwollend aneinander, sie mochte es ihre beste Freundin bei ihren Hobbys und Zielen zu unterstützen, hatte sie doch selber nichts, wofür es sich anzustrengend lohnte. Ihr reichte es vollkommen, wenn es den Menschen um ihr herum gut ging und sie ihre Zeit genießen konnte, irgendwelche hochtrabenden Ziele fehlten ihr vollkommen.
      Dafür liebte sie es umso mehr dabei zuzusehen wie Ere sich anstrengte und ihr bestes gab, auch wenn es ihr das Herz brach, sie verlieren zu sehen, auch wenn das letzte Mal, wo sie doch tatsächlich aufgrund einer Niederlage unter Tränen ausgebrochen war, Jahre her war.
      Es war schrecklich gewesen, das immer fröhliche, energiegeladene Mädchen so zu sehen, aber die beiden wären keine besten Freunde, wenn sie nicht auch die schlechten Zeiten miteinander durchgemacht hatten. Aiyase war auch alles andere als perfekt, aber sie hatte ja ihre beste Freundin an ihrer Seite, um ihre Fehler wett zu machen.
      Und einer dieser Fehler war ihre offensichtliche Unsportlichkeit, weshalb sie sich, anders als ihre beste Freundin, so überhaupt nicht auf das Sportfest freute.
      Wenn sei einfach nur auf der Bank sitzen und sie anfeuern könnte, wäre ihr das schon genug.
      „Hm? Was denn?“, blickte Aiyase Ere mit schief gelegtem Kopf fragend an und senkte ihren Kopf etwas, als sie verstand, dass, was auch immer ihre beste Freundin nun zu sagen hatte, wohl lieber unter den beiden bleiben sollte.
      „Du... du glaubst doch nicht etwa... ein Stalker?“, flüsterte sie genauso verschwörerisch und dachte keine einzige Sekunde daran, dass Ere verrückt sein könnte. Außerdem, so toll wie ihre beste Freundin war, würde es sie nicht verwundern, wenn sie einen heimlichen Verehrer hatte... nur hoffentlich nicht von der schlimmen Sorte.
      „Bist du dir sicher? Was, wenn da doch was dran ist?“, blickte Aiyase besorgt drein, da sie nun tatsächlich begonnen hatte sich Sorgen zu machen.
      Man bekam doch alle möglichen, schrecklichen Sachen aus dem Fernsehen mit... sie könnte es sich niemals verzeihen, wenn auch Ere soetwas zustoßen würde.
    • Erena
      Naja... Zumindest war sie ihrer besten Freundin gegenüber nicht geizig. Bei Fremden... Interessierte sie das ehrlich gesagt überhaupt nicht. Was gingen sie andere Leute an? Oder was die über sie dachten? Tz, auf fremde Meinungen konnte sie verzichten. Vielleicht war ihre ablehnende Haltung anderen gegenüber einer der Gründe, wieso sie in der Klasse nur eine Freundin hatte. Auch ein Punkt, der sie herzlich wenig störte. Sie war mit den restlichen Klassenkameraden nicht zerstritten oder auf dem Kriegsfuß oder ähnliches. Nicht, dass sie wüsste. Aber man war schon darauf bedacht, was man in ihrer Gegenwart von sich gab, hielt sich auf Abstand und war meist höflich zu ihr. Reichte. Vielleicht (und auch NUR VIELLEICHT) lag es auch an diesem Zwischenfall vor einigen Jahren... Fakt war: Man legte sich nicht mit Erena an. Was ihr an Intelligenz fehlte gleiche sie mit Stärke locker aus.
      Deshalb ärgerte sie sich insgeheim darüber, dass sie ihrer Freundin überhaupt von den seltsamen Beobachtungen erzählte. Sie hätte ahnen müssen, wie überfürsorglich sie darauf reagierte... So schlimm war das nicht! Ach Mist... Klappe halten das nächste mal...
      „Ein Stalker? Ach was, mach mal halblang.“, lachte Erena unsicher und winkte ab, „Wer sollte mir denn hinterher stalken wollen?“ Genau? Ein Stalker... Man, Aiyase setzte ihr mehr Flausen in den Kopf als nötig waren. Das war bestimmt alles total harmlos und jetzt... Machte sie sich mit Gedanken. Nachdenklich verschränkte man die Arme vor der Brust und legte den Kopf etwas schief. Ein Stalker. Aber wer sollte ein einfaches Mädchen wie sie stalken? Hatte sie Feinde? Quatsch... Vermutlich mehr als sie zählen konnte, aber... Sie war kein Freund von Heimlichtuereien. Dann sollte man ihr offen ins Gesicht sagen, was das Problem war!
      „Ich hätte es gar nicht erwähnen sollen. Vermutlich bilde ich mir das nur ein und... Mach dich hier unnötig verrückt.“, versuchte sie erneut ihre Freundin zu beruhigen, löste ihre Hände aus der Verschränkung und lachte wieder, „Entschuldige bitte. Du weißt doch, niemand nimmt es mit mir auf, wenn er noch ganz bei Trost ist!“
      Aber der Gedanke ließ sie nun erstmal nicht mehr los. Unsicher drehte sie sich zur Seite und sah aus dem Fenster. Vielleicht... Sollte sie der Sache nachher mal auf den Grund gehen... Auf dem Rückweg!
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    • Aiyase
      „Na, ich meine, könnte doch sein...“, meinte sie noch immer besorgt, mit den Händen ringend. Ihr war durchaus bewusst, das sie sofort den Teufel an die Wand malte, aber sie wollte diese Situation auch nicht unterschätzen... sie wollte nicht, dass Ere-chan etwas zustieß.
      „Hm? Ähm... ich weiß nicht.“, lächelte Aiyase unsicher, da auch ihr keine Person einfiel, die sie freiwillig stalken, ihr hinterher schleichen und damit riskieren würde, von ihr eine verpasst zu bekommen. Aber war das nicht immer so? Waren es nicht oft irgendwelche Fremde, die man kaum kannte? Oder jene, von denen man es am wenigsten erwartete?
      „Ich weiß ja, das du stark bist, aber... pass trotzdem auf dich auf, okay? Gegen unfaire Mittel bist auch du nicht gefeit... zumindest nicht gegen alle. Bist du dir sicher, dass ich dich nicht nach Hause begleiten sollte? Wenigstens heute? Damit du nicht alleine bist?“, schlug ich ihr vor und obwohl mir bewusst war, dass es sich dabei um einen großen Umweg handelte, für ihre beste Freundin machte sie das gerne. Sie musste sich wirklich Sorgen darüber machen, wenn sie es ihr gegenüber erwähnte.


      Wentzel

      Das kleine Tier, dass eine Mischung aus Fuchs und Hund zu sein schien, vielleicht auch Katze, so weich und dick sein fluffig sein Fell war, aber natürlich war Wentzel nichts davon.
      Er war ein Wesen aus einer anderen, magischen Welt, stolz auf seine Herkunft und sein Aussehen, auf seine Rolle als Schutztier der Göttin, ihr treuester Partner, zumindest er sah sich gerne als solcher.
      Und als dieser hatte er eine unglaublich wichtige Aufgabe zu erfüllen! Jawohl! Für das Wohl seiner Göttin und seiner Welt! Auch wenn es ihn jedes mal traurig stimmte, wenn er an die schwindende Lebenskraft seiner geliebten Göttin dachte, und seine Ohren dabei traurig herunter hingen.
      Doch er schüttelte seinen kleinen, flauschigen Kopf, warf diese traurigen Gedanken von sich und begann wieder sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren.
      Er war nun schon seit einer Woche in dieser Welt, in der er einen Kandidatin finden sollte, ein Mädchen, so perfekt, dass es den Platz seiner geliebten Göttin einnehmen könnte... doch ihm war durchaus bewusst, dass es ein solches Mädchen nicht gab. Niemand könnte perfekter als seine Göttin sein!
      Aber vielleicht fand er ja einen Rohdiamanten, den er mit den Lehren und Ansichten seiner Göttin schleifen und zurecht polieren konnte.
      So war er – auch wenn es einem solch stolzen Wesen wie ihm nicht gebührte – durch die Straßen und Büsche der Stadt geschlichen, in die der Allwissende Berater ihn geschickt hatte, war einem Mädchen nach dem anderen gefolgt, bevor er sie als unpassend abstempelte und das nächste Mädchen beobachtete, bis er letztendlich auf ein Mädchen mit grünem Haar gestolpert war, dass die energetischte Ausstrahlung hatte, die er je gesehen hatte.
      Ja, es mangelte ihr an Manieren und der göttlichen Güte, aber er war sich sicher, dass sie das Potenzial dazu hatte, eines Tages eine wundervolle Göttin zu werden.
      Aber natürlich war diese Aufgabe viel zu wichtig, als dass er überstürzte Entscheidungen treffen konnte und nun war er ihr bereits seit einigen Tagen gefolgt, beobachtete sie, um sich absolut sicher zu sein.
      Auch an diesem Tag blickte er durch das Fenster in das Zimmer des Mädchens, das den Namen Erena trug – so hatte er es einst aufgeschnappt, was für ein eigenartiger Name – und beobachtete, wie sie sich mit einem Mädchen unterhielt, das sie öfter zu sehen schien.
      Er duckte sich, als ein männlicher Schüler ans Fenster trat und sich an dieses lehnte, er wollte auf gar keinen Fall entdeckt werden.
      Er wurde zwar oft für einen Fuchs mit ungewöhnlichem Fell gehalten, aber als schwebender Fuchs würde er unliebsame Aufmerksamkeit auf sich richten, immerhin war dies das dritte Stockwerk des Gebäudes, dass sich eine Schule nannte.
    • Erena
      Es war wirklich lieb von ihrer Freundin, aber die Sorgen waren unbegründet. Fand Erena. Zwar hatte sie ihr nun wirklich Flausen in den Kopf gesetzt mit dem Stalkergedanken... Aber... Ach was. Das war viel zu abwegig. Oder? Sie war unsicher... Quatsch! Sie durfte sich davon nicht einschüchtern lassen! Es lag an den Horrorfilmen! Eindeutig. Und ihre Freundin war einfach eine kleine Panikpille, die sich wegen jedem bisschen Sorgen machte. Genau.
      „Ich pass doch immer auf mich auf.“, mehr oder weniger, „Aber ich verspreche dir, dass ich nun noch mehr acht gebe wenn ich nach Hause gehe, in Ordnung? Und du brauchst mich nicht begleiten. Dann muss ich ja auf uns beide aufpassen!“, lachte sie und winkte den Vorschlag ab. Der Umweg war absolut unnötig. Sie schätzte den Vorschlag, aber es kam nur ablehnen in Frage. Sie war nicht der Typ, der einen Beschützer brauchte. Im Gegenteil, sie war doch eher in der Rolle des Beschützers, als in der Rolle der Jungfrau in Nöten. Noch. Sie konnte ja noch nicht ahnen, was noch alles auf sie und ihre Freundin zukommen würde.
      Und gerade... Beschlich sie auch wieder dieses seltsame Gefühl. Sie ließ ihren Blick durch die Klasse schweifen, sah sich ihre Mitschüler an und blieb erneut am Fenster hängen. Allmählich glaubte sie wirklich, sie bildete sich das nur ein. Wer sollte sie hier oben im dritten Stock beobachten? Innerlich schüttelte sie den Kopf. Schwachsinn...
      „Mal was anderes, was machst du am Wochenende?“


      Watanabe
      Dieser Wicht Wentzel... Er schien schon eine geeignete Kandidatin gefunden zu haben... Ärgerlich! Was sollte er nun machen? Er durfte auf keinen Fall zulassen, dass sein Rivale irgendein daher gelaufenes Mädchen in die eigene Heimat brachte und als Göttin präsentierte! Und dazu noch... So ein ungehobeltes! Das hatte ja nichts gemein mit der gütigen, liebevollen Dame, deren Kräfte von Tag zu Tag mehr schwanden. Hach die Göttin...
      „Was ist das denn? Siehst du das?“, zwei unbekannte Stimmen drangen in seine Ohren und er sah vom Baum runter, auf dem er es sich gemütlich gemacht hatte, um die Leute im Park zu beobachten. Mist... Er wurde regelrecht angestarrt. Wie unhöflich! Hatten sie noch nie einen Greif gesehen? Ach, natürlich. Vermutlich hatten sie noch nie einen so SCHÖNEN Greif gesehen wie ihn. Die Größe eines Fuches, edles, perlmuttschimmerndes Gefieder, anmutige Flügel und nicht zu vergessen die schönen Hörner. Natürlich alles edel ausgestattet mit hübschen Goldreifen. Man wollte schließlich deutlich zeigen, zu WEM er gehörte. Im Gegensatz zu diesem Flohzirkus Wentzel... Buschig, betrieb scheinbar keine Fellpflege und überhaupt... Ein Nichtsnutz. Wieso auch er mit der Aufgabe betreut wurde, eine geeignete Nachfolge für die Göttin zu finden... Er wusste es nicht.
      Wollte er auch nicht. Wozu? Er hatte ihn nun die ganze Woche beobachtet! Wie er im Park herumlungerte, Mädchen unter die Lupe nahm und scheinbar verzweifelt das letzte Exemplar nahm, was ihm über den Weg lief. Anders konnte er sich diese Auswahl nun wirklich nicht erklären! Er war ihr sogar bis zur Schule gefolgt, das hatte er noch beobachtet, ehe er es sich auf dem Ast bequem machte. Und was trieb Watanabe? Naja... Anstatt seine Aufgabe ernst zu nehmen und selber nach einer Kandidatin zu suchen, um seinen Konkurrenten auszustechen, hatte er ihn lediglich verfolgt und beobachtet... Hm... Das war aber ziemlich dumm von ihm... Und dementsprechend massierte er sich mit einer seiner Pfoten die Stirn und seufzte auf. Was für ein Depp er war! Nur weil er den Trottel verfolgte, verstrich ihm sinnvolle Zeit! Alles Wentzels Schuld! (Natürlich nicht seine eigene!)
      „Es bewegt sich!“, ach, die Stimmen. Er sah wieder runter zu den beiden Kindern, die in seine Richtung zeigten, richtete sich auf und sprang wieder über die Äste den Baum hinauf. Also dann... Es wurde kurz gewartet, bis wieder Ruhe unter ihm einkehrte, dann flog er ebenfalls zur Schule. Natürlich mit einem Abstand zu Wentzel, damit dieser ihn nicht sah. Aber kaum gelandet auf einem Baum in er Nähe, sah er erschrocken auf. Diese... Aura... Da war er wohl zufällig auf ein passendes Mädchen gestoßen! Nur... Welche von denen? Er blickte in die verschiedenen Fenster der Zimmer, aber... Hm. Da entdeckte er auch das Mädchen, welches sein Konkurrent beobachtete. Die? Quatsch... Aber die Freundin...? Er behielt sie im Auge...
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      - Fujin to Seifer <3
    • Aiyase
      Sie war froh, nachdem Erena ihr versprochen hatte, auf sich aufzupassen und beruhigte sich etwas. Ere-chan hatte Recht, sie war in der Lage auf sich selber aufzupassen.
      Selbst, wenn es tatsächlich ein Stalker war, würde Ere ihn einfach zur Rede stellen, ihn der Polizei ausliefern und Aiyase die Geschichte am nächsten Tag mit einem Lachen erzählen, als wäre nichts geschehen. Das war nun einmal die Art von Mädchen, die sie war.
      „Wochenende? Es ist doch gerade erst vorbei.“, lächelte ich belustigt, „Aber nun... noch habe ich nichts geplant, was ist mir dir? Noch mehr Training?“

      Wentzel
      Jedes einzelne Haar seines dicken Felles richtete sich auf, was nur eines bedeuten konnte: Watanabe musste sich irgendwo in der Nähe aufhalten.
      Er hatte die Angewohnheit, plötzlich und überall aufzutauchen, weshalb Wentzel fast eine Art sechsten Sinn für diesen arroganten Greif entwickelt hatte.
      Ob es sich dabei nun um einen Zufall handelte oder nicht, es war nicht das erste Mal, dass er ihm diese Woche über den Weg gelaufen war und es gefiel Wentzel gar nicht, dass er ständig in der Nähe sein musste.
      Dennoch, er hatte eine wichtige Aufgabe um die er sich kümmern musste und hatte keine Zeit sich dem Federvieh zu widmen, weshalb er ihn einfach ignorierte und sich weiterhin seinem Auftrag widmete.
      Hoffentlich hatte Watanabe nicht auch ein Auge auf sein Mädchen geworfen, denn das würde er ihm nicht einfach so hergeben... vielleicht war es doch besser den Pakt heute zu schließen.
      Wentzel musste nur auf eine Gelegenheit warten ihr alleine zu begegnen...
    • Erena
      Weg von den Flausen, die man ihr nun in den Kopf setzte. Und weg von dem Gefühl der Beobachtung, was sie gerade schon wieder beschlich. In dieser Klasse beachtete die beiden keiner, zumindest nicht mehr als sonst. Es war auch keiner am Fenster oder an der Tür zu sehen, der ein Auge auf das Mädchen geworfen hatte... Sie bildete sich das einfach ein. Eine andere Erklärung gab es nicht. Die Horrorfilme. Oder vielleicht hatte sie es mit dem Sport etwas übertrieben? Vielleicht sollte sie nicht vor der Schule und abends laufen gehen? Vielleicht sollte sie nicht jede SportAg wahrnehmen? Und jeden Wettkampf? Vielleicht übertrieb sie auch einfach... Weg von diesem Thema, innerlich den Kopf geschüttelt und ihre Freundin angelacht.
      „Ich weiß, aber am Wochenende ist doch das Sommerfest in der Stadt. Mit dem Feuerwerk, den ganzen Buden mit dem leckeren Essen...“, für Letzteres schwärmte man besonders! Sollte sie jemals mit dem Sport aufhören, müsste sie dringend ihre Essgewohnheiten ändern, andernfalls würde sie wohl binnen kürzester Zeit aufgehen wie ein Hefekloß... Andererseits... Vielleicht aß sie auch einfach soviel, weil sie zuviel Energie verbrauchte?
      „Außer natürlich du hast neuerdings einen Freund von dem ich nichts weiß, mit dem du zu dem Fest gehen willst.“, lachte sie und stieß ihre Freundin vorsichtig mit dem Ellenbogen an, „Ich kann ja sonst meinen Stalker fragen.“

      Watanabe
      Er hatte es sich bereits auf dem Ast bequem gemacht und war hin und her gerissen. Beobachtete er nun weiter den Nichtsnutz oder ging er seinem Gefühl nach, dass eines der Mädchen da drinnen seinen Anforderungen gerecht wurde? Die Ungehobelte auf keinen Fall, die schloss er gleich aus. Wie sie sich gab... Zumindest nachdem, was er beobachten konnte wenn er seine Aufmerksamkeit mal auf etwas anderes als seinen Konkurrenten setzte. Was dachte er sich da eigentlich bei? War er nun so verzweifelt, dass er einfach das erstbeste nahm, was kam? Würde ihm ähnlich sehen.
      Also... Für ihn kam das auf keinen Fall in Frage. Er würde eine geeignete Kandidatin suchen und natürlich auch finden. Eine, die seiner Göttin würdig war. Ach was, keine war ihrer würdig! Eine, die dem nahe kam. Genau. Er nickte sich selbstgefällig selber zu. Das traf es eher.
      Hm. Was machte er nun? Unruhig wiegte er seinen Kopf hin und her. Hier sitzen bleiben und warten, bis sich das passende Mädchen alleine in seiner Nähe zeigen würde? Sollte er einfach in das Gebäude fliegen und das Mädchen überrumpeln? Ahaha... Nein. Das sollte er lieber nicht machen. Das waren eher Aktionen von Wentzel...
      Apropos Flohzirkus Wentzel. Man rappelte sich auf, schüttelte kurz das schimmernde Gefieder und spannte die Flügel, um es sich dann direkt neben dem Konkurrenten zu platzieren. Natürlich mit Abstand, man wollte ja keine Flöhe von ihm kriegen...
      „Na, Loser? Auf der Suche nach einem passenden Loser?“, begrüßte er ihn und bedachte ihn mit einem überheblichen Blick, „Ich hab ja deine Auswahl gesehen... Nicht sehr vielversprechend.“, lachte er und sah durch das Fenster in die Klasse. Natürlich ebenfalls darauf bedacht, nicht sofort entdeckt zu werden. Der Frontalangriff auf das Mädchen mit der besonderen Aura war natürlich nur... ein Witz. Ein schlechter, was für ein Niveau... Er verbrachte schon viel zu viel Zeit in dieser komischen Welt ohne vernünftiges Personal um sich herum...
      „Du weißt ja, jeder von uns hat nur eine Chance.“, erinnerte er ihn gerne an seinen Auftrag und rümpfte die Nase, „Und du vergeudest die hier einfach.“, nicht, dass er besser war. Kein Stück. Anstatt seine Aufgabe ernst zu nehmen... Verfolgte er lieber das Plüschtier.
      Ach verdammt! Nun wäre ihm eine viel bessere Begrüßung eingefallen! Auf der Suche nach einer Niederlage! Mist! Beim nächsten Mal!
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    • Aiyase
      „E-e-einen Freund?! I-ich doch nicht!“, erwiderte Aiyase hastig mit rot glühenden Wangen, als ihre beste Freundin plötzlich davon zu reden begann.
      Woher sollte ein so schüchternes Mädchen wie sie denn plötzlich einen Freund haben?! Und wenn, dann wäre Ere-chan ja wohl die erste, die es sofort erfahren hätte!
      Sie hatte schlicht und einfach vergessen, dass das Fest an diesem Wochenende war, wie sie auch ihr Mittagessen vergessen hatte.
      „Man, Ere-chan... zieh mich doch nicht so auf...“, murmelte sie noch immer etwas verlegen, versuchte jedoch diesen Gedanken so schnell wie nur möglich los zu werden.
      „Selbst wenn ich einen hätte... ich glaube, ich würde diese Zeit doch lieber mit dir verbringen. Immerhin ist es doch mittlerweile fast schon eine Tradition, dass wir darum wetten, wer an diesem Tag mehr Essen kann... auch wenn du bisher jedes Mal gewonnen hast.“, lachte sie bei den schönen, glücklichen Erinnerungen. Sie wusste noch ganz genau, wie sie es vor zwei Jahren übertrieben hatte und statt das schöne Feuerwerk bewundern zu können, das ganze Essen auf dem Boden entleeren musste. Nicht, dass sie das davon abgehalten hatte, sich noch eine Packung gebratener Nudeln zu besorgen.
      „Hm? Oh! Oder vielleicht ist das nur deine Art das Thema zu wechseln und mir zu sagen, dass du einen Freund gefunden hast? Wer ist es? Sag schon!“, legte sei lächelnd die Hände aufeinander, als ihr ein Licht aufging. Das musste es doch sein, nicht wahr?

      Wentzel
      Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte das Federvieh ruhig noch mehr Zeit in seinem Versteck verbringen können, aber nein, er musste natürlich jede Möglichkeit nutzen um ihn zu nerven und ihn schlecht dastehen zu lassen.
      Alleine in der Gegenwart der Göttin war er irgendwie erträglich und gab sich Mühe, sich an ihrer freundlichen Art ein Beispiel zu nehmen... was für ein Heuchler er doch manchmal war.
      Es war mir ein Rätsel, wie die ehrenwerte Göttin jemanden wie ihn an ihrer Seite duldete.
      „... du würdest das Potenzial einer zukünftigen Göttin doch nicht einmal erkennen können, wenn sie direkt vor dir stehen würde.“, gab Wentzel nur genervt von sich und würdigte den Greif nicht auch nur eines Blickes, würde ihm aber auch nicht die Genugtuung geben, wegen ihm seinen Platz zu verlassen. Er würde sich von Watanabe sicher nicht einfacher verjagen lassen... ob er es nicht doch auf sein Mädchen abgesehen hatte und ihn nur aus dem Weg haben wollte? Würde ihm ähnlich sehen, ihm seine Lorbeeren zu stehlen.
      „Oh~, dann hast du doch sicher bereits einen Pakt geschlossen, nicht wahr~?“, tropften seine Worte nur so vor Sarkasmus, „Ist sie hier irgendwo? Wieso stellst du sie mir nicht einmal vor? Ich würde nur gerne sehen, ob sie... ah, nein, ihr werdet wohl kaum eine Konkurrenz sein. Nun? Wo ist dieses ach so perfekte Mädchen, dass du doch sicher bereits gefunden hast? Weil du deine Zeit sichernicht vergeudet hast, nicht wah~r?“
    • Erena
      Das Mädchen lachte auf, als sie ihre Freundin so in Verlegenheit sah. Das war natürlich nur ein Witz, sie wusste ja, dass sie die Erste wäre, die davon erfahren würde! Immerhin erzählten sie sich alles! Oder? Doch, klar. Daran hatte die Grünhaarige nicht einen Moment Zweifel. Man kannte sich schließlich schon eine gefühlte Ewigkeit!
      „Jaja, es tut mir Leid.“, versuchte sie sich zu beruhigen und das Lachen zu unterdrücken. Ihre Freundin war aber auch echt... Niedlich. Völlig überfordert und versuchte sich doch wirklich noch zu rechtfertigen. Oh man, da hatte sie nun was angerichtet. Und ihr Lachen machte die Situation nicht besser. Aber auf den Kommentar der Tradition wurde natürlich eifrig genickt! Ohja! Auf das Wettessen freute sie sich auch! Ungeschlagen musste sie doch auch dieses Jahr wieder ihre Ehre verteidigen!! Und ihre Freundin vielleicht davon abhalten, zu viel zu essen damit es keine Wiederholung von vor zwei Jahren gab... So bemerkenswert das Rückwärtsessen auch war, das musste sie sich nicht nochmal ansehen; nein, danke.
      Ich?“, das schwenkte nun in eine nicht bedachte Richtung und prompt wurde man rot im Gesicht. Nicht, weil sie auf frischer Tat ertappt wurde, sondern weil... Ihr solche Themen unangenehm waren. Sie lachte unsicher und winkte ab, versuchte ihre Verlegenheit zu überspielen.
      „Was redest du da? Wo soll der denn herkommen? Meinen Stalker vielleicht?“, scherzte man, „Ich hab gar keinen gefunden. Du weißt doch, ich werd vermutlich alleine sterben. Mit tausend Hunden oder sowas.“, sie lachte nochmal und beruhigte sich auch allmählich wieder. Sie und ein Freund, pah. Da konnte sie drauf verzichten. Zumal die Jungenwelt wohl auch auf sie verzichten konnte. Aus den Filmen kannte man das doch, welche Art Zielgruppe da immer gezeigt wurde.
      „Scheinbar kriegen nur die einen Freund, die hilfebedürftig sind und sich nicht selber retten können. Das brauch ich nicht, ich bin mein eigener Retter.“, zustimmend wurde sich selber zugenickt, „Und dich rette ich einfach gleich mit.“

      Watanabe
      „Ahaha, ist das dein Mantra jeden morgen vor dem Spiegel? Das du das Potenzial einer zukünftigen Göttin nicht erkennen würdest?“, er strich sich ein paar Feder in seinem Gefieder glatt und behielt die herablassende Miene bei, „Ich weiß ja, meine Schönheit blendet dich, aber mich als dein Spiegelbild zu betrachten ist für mich beleidigen und für dich... Naja, gut. Ich kann deine Eifersucht durchaus verstehen.“ Er warf einen abfälligen Blick auf das ganze, strubbelige Fell das den Flohzirkus umgab. Da würde er sich auch ein anderes Aussehen wünschen, wenn er SO aussehen würde...
      Mit seiner nächsten, leider recht schlagfertigen, Aussage hatte der kleine Greif nicht gerechnet. Er bis sich die Zähne aufeinander und schwieg für einen Moment, ehe er leise vor sich hingluckste.
      „Ach, Wentzel. Du ahnungsloser Wicht. Natürlich habe ich längst alles unter Dach und Fach gebracht. Mein Mädchen ist perfekt. Hübsch, anmutig, gütig. Die perfekte Nachfolgerin eben.“, log er überzeugend und rümpfte die Nase. Als ob er nun zugeben würde, dass er seine ganze Zeit bisher wirklich nur... Vergeudete...
      „Und dir, mein Lieber, werde ich sie bestimmt nicht präsentieren. Du wirst es noch früh genug sehen, wenn ich triumphierend zurückkehre als Held. Wenn der Erleuchtete sieht, wer hier wirklich von Nutzen war.“ Erneut lachte er auf, auch wenn ein klein wenig eine Unsicherheit mitschwang. Bei dem Gedanken an den Erleuchteten... Er war die rechte Hand der geliebten Göttin, er gab ihnen den Befehl eine Nachfolgerin zu suchen, aber... Seine Federn stellten sich in seiner Gegenwart ständig auf, oder wenn er einen Gedanken an ihn verlor. Nur warum? Er war doch ein Guter! Er war um das Wohl des eigenen Planeten besorgt! Er hatte gute Absichten! Woher dann diese stillen Zweifel...? Nun, egal. Er hatte sich gerade mehr in die Patsche geritten, als er jemals zugeben würde. Nun musste er wirklich zusehen, dass er seine Kandidatin über ihre Mission in Kenntnis setzte! Dann... Müsste es eben dieses Mädchen sein, welches er ins Visier gefasst hatte. Ob sie nun passte oder nicht... Gerade konnte er es nicht ändern. Verdammt, was für ein super Eigentor... Da konnte er nur hoffen, dass sie wirklich dem entsprach, was er gerade anpries...
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3
    • Aiayase
      „Was redest du denn da! Jeder Junge kann froh sein, wenn du nur Interesse an ihm hast!“, plusterte sie wütend die Wangen auf, bei dem Gedanken, dass Leute Ere-chan dazu gebracht haben, zu denken, sie müsste alleine sterben.
      Sie war sportlich, etwas überstürzt und lief lieber mit dem Kopf voraus, anstatt sich von einem Prinzen retten zu lassen, aber das waren doch alles so unglaublich tolle Eigenschaften! Genau deswegen war sie doch so toll!
      Jungfrauen in Nöte gab es wie Sand am Meer, Ere-chan war etwas besonderes, und wenn das die Jungenwelt nicht verstand, dann hatte sie sie vielleicht auch nicht verdient!
      „Irgendwo da draußen wartet auch dein Prinz darauf, dass du ihn findest und ihn rettest. Wobei... vielleicht sollte ich das doch nicht sagen... wer rettet mich denn sonst vor dem Hungertod?“, meinte Aiyase lachend.
      Nun hatten sie sich wohl beide auf ein Thema manövriert, mit dem sie beide nicht gut umgehen konnten, aber genau das machte die beiden Mädchen zu besten Freunden: sie konnten dennoch darüber reden und lachen.
      Just in diesem Moment öffnete sich die Klassenzimmertür und die Klassenleiterin betrat den Raum, den Rest des Gesprächs mussten die beiden wohl auf die Mittagspause verschieben.

      Wentzel
      Ugh, wie desillusioniert konnte man denn sein, dass es einem nicht einmal bewusst war, wenn man beleidigt wurde? Genau deswegen kam Wentzel mit diesem Federvieh so überhaupt nicht klar, aber umso schöner war das Gefühl, als Watanabe schlagartig mit seinem verächtlichen Lachen aufhörte, als ihm bewusst wurde, dass derFlohzirkus, wie er ihn nannte, ihn erwischt hatte.
      Auch seine übertriebene Rede, mit der er sich brüstete, mit der er die Erwartungen nur umso höher setzte, bescherte Wentzel nur ein amüsiertes Lächeln.
      „Ah, na dann kann ich es kaum erwarten, dieser ehrenwerten perfekten Dame zu begegnen. Was für eine Schande es doch wäre, wenn diese Worte sich letztendlich als Lüge herausstellen würden... nicht wah~r?“, lächelte er weiterhin, während er sich erhob und mit einem Satz von seiner Stelle am Fenster heruntersprang.
      „Enttäusche den Erleuchteten nur nicht!“, waren die letzten Worte, die Watanabe hoffentlich von ihm hören würde, ehe Wentzel auf seinen vier, flauschigen Pfoten, sich einen Weg in das Gebäude bahnte, die leeren Treppen hinauf in den dritten Stock, sich in der Nähe des Klassenzimmers seiner Auserwählten hinter einer Mülltonne verbergen.
      Er wollte auf gar keinen Fall die erst beste Möglichkeit verpassen, einen Pakt mit dem Mädchen zu schließen, weshalb er ihr nun auf Schritt und Tritt folgen würde... na warte Watanabe, Wentzel würde ihm schon zeigen was es bedeutete Vertrauter der Göttin zu sein.
    • Erena
      Sie fing wieder an zu lachen, als ihre Freundin sich so für sie einsetzte, ohne Grund. Wirklich lieb von ihr, aber das Bedürfnis hatte sie überhaupt nicht irgendwen nun auf Biegen und Brechen kennenzulernen. Nicht wie diverse Klassenkameradinnen, die über nichts anderes sprachen. Dafür hatte Erena auch überhaupt keine Zeit. Der Haushalt, der Sport allgemein und ihre Freundin standen an erster Stelle. Wo sollte sie dafür noch Zeit finden?
      „Aber ich will kein Retter für wen anderes sein, dann hab ich den ja auch am Bein hängen.“, überlegte sie und schüttelte den Kopf. Weitere Unterhaltungen mussten allerdings verschoben werden, die Lehrerin betrat endlich mal den Klassenraum und der Unterricht begann.
      Hin und wieder sah sie raus, aber das Gefühl der Beobachtung war vorbei. Vorerst. Vielleicht hatte sie sich das auch nur eingebildet... Was auch sonst? Als ob sie jemand verfolgte, lächerlich. Wer denn auch? Ihr fiel keiner ein spontan. Das waren auch lächerliche Flausen... Nichts anderes. Sie versuchte sich auf den Unterricht zu konzentrieren, kritzelte hier und da in ihrem Heft herum, wenn es langweilig wurde im Unterricht und schrieb nebenbei noch eine Einkaufsliste für die Tage, wenn sie mit ihrem Vater einkaufen fahren würde. Daheim müsste diese noch vervollständigt werden; es waren nur ein paar Sachen, die ihr am Morgen in der Küche aufgefallen waren.
      Und da war noch ein Gedanke, der sie nicht so ganz loslassen wollte. Man hatte eben nur rumgeblödelt, aber wenn Aiyase wirklich irgendwann einen Freund hätte, wo würde sie dann stehen? Im Gegensatz zu ihrer Freundin war sie selber alles andere als kontaktfreudig. Keine Feinde in der Klasse, sie wurde von allen respektvoll behandelt aber auch nur weil sie Angst vor ihr hatten. Keiner von ihnen würde sich freiwillig mit ihr treffen oder anfreunden wollen. Hm... Machte ihr nie etwas aus, aber heute... Heute war alles komisch! Sonst machte sie sich auch keine Gedanken über so etwas! Und jetzt? Erst die Flausen mit dem Stalker, dann wollte sie ihre Freundin nur Ärgern mit dem Freund und nun machte sie sich solch komische Gedanken! Ihre Freundschaft würde niemand zerstören können, nichts würde sie voneinander trennen! Genau! Aber... Dieses Gefühl blieb... Eine Vorahnung... Es war der Schlafmangel. Anders konnte sie sich das nicht erklären. Das war doch alles albern und passte überhaupt nicht zu ihr. So nachdenklich... Innerlich schüttelte sie den Kopf und erhob sich, als man sie für eine Aufgabe an die Tafel rief. Brav wurde das gelöst, auf dem Rückweg zu ihrem Platz warf sie wieder einen kurzen Blick nach draußen.
      Nichts. Keiner würde sie im dritten Stock beobachten. Vielleicht brauchte sie mal eine Auszeit von ihren Sportaktivitäten?

      Watanabe
      Er ärgerte sich darüber, dass er vor seinem Konkurrenten für einen kurzen Moment die Fassung verlor und dieser es auch gleich mitbekam. So ein Mist... Da konnte er es noch so überspielen, gerade war er eingeknickt und er hasste es, eine Niederlage einstecken zu müssen. Aber... Das musste ja nicht sein! Er blieb natürlich bei der Behauptung, er hätte bereits eine geeignete Dame gefunden und Wentzel konnte nicht das Gegenteil beweisen. Nur weil er ihm nicht glaubte... War das nicht sein Problem. Der Flohzirkus hatte einfach nur Angst, dass es der Wahrheit entsprechen konnte! Deshalb ergriff er nun auch die Flucht! Sollte er mal machen!
      Zufrieden streckte sich der kleine Greif, machte es sich wieder auf seinem Ast im Baum gemütlich und kicherte vor sich hin. Dieser Flohzirkus... Nichtsnutz! War die ganze Woche ohne Ergebnis und nahm nun die nächstbeste! Ha!
      Das konnte ihm natürlich nicht passieren. Er hatte ja schon die ganze Zeit wen-
      Ach verdammt! Nun hatte er seine eigenen Lügen geglaubt! Genervt rappelte er sich wieder auf und schnaubte. Dieser Planet raubte ihm den letzten Nerv! Dieser Flohzirkus...
      Also dann! Selbst wenn Wentzel vor ihm diese unnütze Göre auswählen würde, er hätte allemal die bessere Wahl. Da konnte er sich vielleicht doch noch ein bisschen ausruhen und abwarten, bis dieses besondere Mädchen, welches er auswählte, ihm über den Weg laufen würde. Er wäre nicht so dumm, sich in Gefahr zu begeben. Stattdessen beobachtete man das Klassenzimmer aus sicherer Entfernung heraus. Irgendwann mussten die ja Schluss haben und das Gebäude wieder verlassen. Dann wäre seine Zeit gekommen! Oder aber das Mädchen verließ vorher den Raum... Na, er wäre auf der Hut. Wentzel würde ihm seine Wahl nicht wegschnappen. Er würde eine geeignete Nachfolge der Göttin nicht mal erkennen, wenn sie mit einem Schild vor ihm auf und ab laufen würde!
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3
    • Diamond
      Auf einem der Dächer dieser unterentwickelten Welt stehend, beobachtete Diamond die Menschen, die sich wie Ameisen durch die engen Straßen bewegten, während der Wind ihre Haar zurückwarf.
      Sie wischte sich einige Haarsträhnen aus dem Gesicht, ehe sie ihren Blick hob und eine Schule ins Visier nahm. Sie wirkte so heruntergekommen und verwahrlost, dass sie nicht glauben konnte, dass diese Mistviecher, die sich Vertraute der Göttin schimpften, das Gebäude auch nur freiwillig betreten hatten.
      Aber nun gut, wenn das der Ort war, den sie sich als Grabstein ausgesucht hatten, dann sollte es nicht ihre Sorge sein. Ein spöttisches Grinsen legte sich über ihre Lippen, ehe sie etwas aus ihrer Hosentasche fischte, es vor sich hielt und einige unverständliche, alte Worte in einer den Wesen dieser Welt unbekannten Sprache murmelte – doch alleine am Klang ihrer Worte war deutlich, dass diese nichts gutes bedeuten konnten – und dieses etwas, gehüllt in einer schwarzen Aura, mit einer übermenschlichen Geschwindigkeit, die Schule in Angriff nahm.
      Diamond grinste breit, doch hatte sie nicht vor, noch länger zu bleiben, ihre Arbeit war hiermit erledigt und sie konnte diese hässliche Ecke dieser Stadt endlich verlassen.
      Sie fragte sich bereits, wie sie für den Tod der beiden wohl entlohnt werden würde, während sie vom Dach des Gebäudes sprang und verschwand.

      Aiyase
      Sie lächelte und kicherte nach Erenas Aussage ein wenig, bevor sie sich brav auf ihren Sitz setzen musste – der wie selbstverständlich direkt neben Erena war – und der Unterricht begann.
      Aiyase betrachtete interessiert die Tafel, denn im Gegensatz zu vielen anderen machte es ihr Spaß im Unterricht zu sitzen und neue Sachen zu lernen, doch auch sie zeichnete hin und wieder ein kleines Männchen in ihre Hefte.
      Sie sah wieder auf, als Erena aufgerufen wurde und freute sich für ihre Freundin, dass sie die Aufgabe wie mit Leichtigkeit lösen konnte, doch gerade, als Erena sich wieder setzen wollte, zerbrachen alle Fenster des Klassenzimmers und die Schüler fingen zu kreischen und schreien an, erhoben sich sofort von ihren Stühlen und liefen auf die andere Seite des Klassenzimmers, weg von den gefährlichen Glasscherben.
      Bestürzt und verwirrt darüber, was gerade passiert war, starrte Aiyase das Spektakel für eine Weile nur mit großen Augen und, vor allem der Anblick der paar Schüler, die direkt an den Fenstern gesessen waren und somit einige Splitter und Scherben direkt abbekommen hatten, trieben ihr die Tränen in die Augen. Wie hatte soetwas nur passieren können?
      „R-ruhe, ihr müsst Ruhe bewahren!! A-aiyase und Erena, geht in das Krankenzimmer und holt einen erste Hilfekasten!! Ich ruf erst mal einen Krankenwagen...“, rief die Klassenlehrerin und auch sie konnte die Panik in ihrer Stimme nicht verbergen, während sie mit zitternden Händen nach ihrem Handy fischte und den Notruf anzurufen versuchte.
      Moment... sie? Wieso ausgerechnet sie? Aiyase hatte kaum genug Zeit zu verwirklichen, was eigentlich passiert war und sie war sich sicher, dass sie zu weinen anfangen würde, sobald der erste Schock überwunden worden war.
    • Erena
      Kaum hatten ihre Beine den Stuhl berührt, erfolgte ein ohrenbetäubendes Geräusch, erschrocken fuhr sie herum, stieß den Stuhl beiseite und stellte sich schützend vor ihre Freundin. Die Scheiben im Klassenzimmer waren zersplittert, überall lagen Scherben, Schüler waren verletzt und es herrschte ein riesen Aufruhr. Was zum... Was war das? Eine Druckwelle? Aber... Wo sollte die herkommen? Ihre Klassenkameraden retteten sich auf die andere Seite der Klasse, selbst die Verletzten wollten sich bewegen. Angesichts der Splitter könnte das gefährlich enden...
      „Nein, bleib sitzen.“, hielt sie einen Kameraden davon ab aufzustehen, „Die Scherben könnten sich sonst tiefer in deinen Körper bohren bei jeder Bewegung.“, Horrorfilme bildeten. Hier mal wieder der Beweis. Erschrocken wurde sie kurz gemustert, bis man schließlich nickte und brav sitzen blieb. Sie warf einen Blick hinter sich auf Aiyase, die sich überhaupt nicht rührte. Hatte sie einen Schock? Vielleicht sollte sie ins Krankenzimmer... Raus aus der Gefahrenzone! Und- Ah... Die Lehrerin wies die beiden Mädchen an den erste Hilfekasten zu holen. Angesichts der Verletzten dürfte das nicht ausreichen... Aber gut. Sie griff ihrer Freundin unter die Arme, um sie auf die Beine zu hieven.
      „Ist dir was passiert?“, fragte sie leise nach und schob sie gen Ausgang, „Geht es dir gut?“, der aktuelle Zustand ihrer besten Freundin gefiel ihr gar nicht... Und sie hatten schon einiges zusammen erlebt. Egal, darauf konnte keine Rücksicht genommen werden. Sie ging mit ihr den Gang entlang, stützte sie für den Fall, dass sie ihr Aufgrund des Schocks vielleicht doch noch umkippen würde, und steuerte das Krankenzimmer an. Es wurde brav geklopft, man wartete einen Moment, aber als keine Antwort kam, öffnete sie vorsichtig die Tür und lugte herein.
      „Hallo?", rief sie hinein, aber es kam keine Antwort. Vielleicht ist man auch unterwegs... Egal. Sie brachte ihre Freundin auf eine der Liegen im Krankenzimmer, sorgte dafür, dass sie sicher saß und blieb noch einmal vor ihr stehen, legte ihre Hände auf die Schultern der anderen und versuchte ihr einen aufmunternden Blick zu schenken.
      „Ich werde den erste Hilfekasten zurück in die Klasse bringen und denen helfen, bis die Krankenwagen kommen. Du bleibst erst einmal hier, ja? Ich möchte nicht, dass dir etwas passiert.", sprach sie ruhig, ließ ihre Freundin los und schließlich alleine, als sie sich mit dem Verbandskasten auf den Rückweg begab.

      Watanabe
      Er hatte es sich auf dem Ast bequem gemacht, sicher versteckt in der Baumkrone und beobachtete von seinem Standpunkt aus das Gebäude und auch das Mädchen, welches er auserkoren hatte. Sobald er sie alleine erwischen würde, würde er sie sofort aufgabeln und den Pakt schließen! Soweit die Theorie. Was sollte da auch schon schief gehen? Immerhin würde ER ja den Pakt schließen. Mit ihr. Sie würde sich bestimmt geehrt fühlen, dass ein so prächtiger Greif ihr seine Aufmerksamkeit schenkte. Ach was, sie sollte sich mal besser geehrt fühlen! Nicht jeden Tag begegnete man einem Vertrauten der Göttin! Und dann auch noch so einem aufrichtigen! Erwähnte er schon prächtig? Ach, so etwas konnte er nicht oft genug erwähnen. Prächtig! Hübsches Gefieder... Nicht wie dieser wandelnde Wollhaufen...
      Aber dann... Mit einem mal war er aufgesprungen und verengte die hübschen Augen zu schlitzen. Diese... Energie... Die versprach nichts gutes. Sein Gefieder stellte sich auf und er ging in Angriffshaltung. Es war kein Feind in der Nähe, aber diese Energie... Schwarz wie die Nacht. Schwarz wie... Das Böse... Es war die gleiche Energie, die bei ihrer Göttin zu finden war nach... Nach...
      Er schüttelte den Kopf und zwang sich nicht daran zu denken. Er musste mit seinen Gedanken im hier und jetzt bleiben! Wo kam das her? Aber- Ein ohrenbetäubender Lärm. Erschrocken drehte er sich zu dem Gebäude um, welches er observiert hatte. Alle Scheiben waren zersprungen, er hörte wirre Stimmen, es wurde herumgeschrien und... Seine Auserwählte war weg! So ein Mist! Eiligst sprang er vom Baum und flog möglichst unentdeckt das Gebäude ab. Wo konnte sie sein? Hier und da schaute er durch eines der Fenster... Die waren alle mit anderen Dingen beschäftigt, sein Vorteil. Aber... Dieses ungute Gefühl ließ ihn nicht los. Es war mittlerweile wieder verschwunden, aber... Würde diese Welt nun auch befallen werden...? War das der Grund, wieso der Erleuchtete sie auf die Erde schickten? Nicht nur, um eine Nachfolgerin der Göttin zu holen sondern um diesen Planeten zu schützen? Was für ein guter Kerl er doch war! Immer um das Wohl anderer besorgt! Es war doch nur logisch, dass man ihn und Wentzel hier hin schickte, eine Nachfolgerin suchte und... Nun machte es auch Sinn, wieso man die Mädchen erst noch mit Kräften ausstatten und Kämpfen lassen sollte, anstatt sofort mit in die eigene Heimat zu nehmen. Er wusste vermutlich schon, was hier passieren würde. Man, was für eine... Gabe er doch hatte. Der Erleuchtete hatte mal wieder Watanabes tiefen Respekt für seine Vorhersehung verdient. Wer konnte zu dem Zeitpunkt auch ahnen, dass es ganz andere Beweggründe mit sich zog...?
      Da! Vor einem Fenster machte er halt und blickte hinein. Da war sein Mädchen! Nur... Das Fenster war zu. Wie sollte er an sie rankommen? Er versuchte es mal mit Klopfen...
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von SunnySunshine ()

    • Wentzel
      Die Ohren des grauen Fellballs zuckten und richteten sich auf, einen Moment, bevor die Hölle los brach und das Geschrei so laut wurde, dass er es mit seiner erhöhten Hörkraft kaum aushielt.
      Dennoch, es gab in diesem Moment etwas, dass bei weitem wichtiger war: ob es der Göttin Kandidatin gut ging. Wenn ihr etwas passiert wäre...
      Er huschte aus seinem Versteck hervor, um einen Blick in das Klassenzimmer zu richten, doch noch, bevor er über die Ecke sehen konnte, liefen zwei Mädchen an ihm vorbei... und eines davon war seine ausgewählte Kandidatin!
      Sofort nahm er die Beine in die Hand, rannte ihr unbemerkt hinterher und spielte sogar mit den Gedanken, sich den beiden Mädchen zu zeigen, wenn es sein musste... denn der Geruch, der in der Luft lag, gefiel ihm so überhaupt nicht.
      Was hier gerade passierte, dieses Chaos, konnte keinen natürlichen Ursprung haben und Wentzel befürchtete, dass er die Kraft des Mädchens brauchen würde.
      Er hätte ihr gerne alles in Ruhe erklärt, doch würde ihm wohl nicht die Zeit dazu reichen, die erste Prüfung wartete auf Erena bereits.
      Das Fellknäul war ihnen bis zu einem weiteren Raum, der intensiv nach Disenfiktionsmitteln roch und in weiß gekleidet war, gefolgt, hinein gehuscht, sich unter einem Stuhl versteckend, abwartend, hoffend, dass er schon sehr bald eine Chance bekam, den Pakt zu schließen.
      Er wusste, dass er nicht zu lange warten konnte, Menschenleben standen hier auf dem Spiel, doch durfte er auch die Regel, sich Außenstehenden nicht zeigen zu dürfen, auf gar keinen Fall brechen.

      Aiyase
      Zusammen zuckend bemerkte sie erst jetzt, dass Ere-chan vor ihr stand, wachte langsam aus ihrer Stockstarre zusammen, hörte jedoch immernoch die schmerzerfüllten Schreie der Schüler, die die Scherben direkt abbekamen, in den Ohren. Sie konnte dieses Geräusch nicht ausstehen, von Schmerz und Leid, würde sich am liebsten die Ohren zu halten und das alles ausblenden, aber noch lieber würde sie ihren leidenden Freunden und Klassenkameraden helfen, doch es gab nichts, was sie hätte tun können, nicht in diesem Zustand.
      „Sorry...“, murmelte sie, während sie ihrer besten Freundin folgte, halb von ihr mitgezogen wurde, da sie von dem ganzen Schock noch immer nicht zu zittern aufhören konnte und bemerkte kaum, als auf einem der Betten im Krankenzimmer saß.
      Mittlerweile erreichte die Realität ihr Bewusstsein und Aiyase begann zu schluchzen, während ihr die Tränen über die Augen flossen.
      Sie konnte nichts dafür, sie war schon immer recht nah am Wasser gebaut, konnte den Anblick von Leidenden nicht ertragen. Es war, als könnte sie das leider der anderen spüren, auch, wenn es alles nur in ihrem Kopf war, konnte sie nicht anders, als in Tränen auszubrechen.
      Sie hatte einfach Angst, Angst davor, dass die anderen das nicht sicher überstehen würden.
      Aiyase war nur froh, dass Ere-chan nichts passiert war und so warf sie ihre Hände um ihren Hals und umarmte ihre beste Freundin.
      „I-ich kann doch...“, wollte sie unter Tränen ihre Hilfe anbieten, realisierte jedoch, dass sie in diesem Moment wohl nichts ausrichten können würde, lieber hierbleiben und sich beruhigen sollte, weshalb sie Ere-chan letztendlich los ließ und nur nickte, sich die Tränen aus dem Gesicht wischend.
      „Okay... ich bleib hier. Versprochen.“, murmelte sie schluchzend, versuchte ein kleines Lächeln und sah ihrer besten Freundin dann hinterher.
      … hm? War da gerade was unter dem Stuhl hervor gehuscht...? Nein, das musste sie sich eingebildet haben.


      Wentzel

      Er lauschte dem Gespräch der beiden, war umso sicherer, sich das richtige Mädchen ausgesucht, die richtige Entscheidung getroffen zu haben und folgte Erena, als sie alleine mit dem Erste-Hilfe-Kasten wieder aus dem Zimmer lief.
      Er beschleunigte sein Tempo, wollte das Mädchen einholen, sich vor sie stellen, sich vorstellen, doch bevor es dazu kam, brach die Wand vor den beiden zusammen und rießigers, rundes etwas mit einem breitend, furchteinflößenden Grinsen, aus dem Flammen tobten. Das runde Dinge, mit alleine dem Mund und den großen, stechenden Augen als Kopf zu bezeichnen , war von spitzen Stacheln umgeben.
      Es war durch die Wand gebrochen, schwebte für einen Moment ruhig vor sich hin, ehe es sich umdrehte und Erena bemerkte.
      Ein... ein Dämon?! Er wusste zwar, dass etwas in der Luft lag, aber was machte ein Wesen aus einer anderen Welt hier, bei den Meschen?! War das der Grund... wurden sie deswegen ausgerechnet hierher geschickt? Nicht nur, um Kandidaten zu suchen, nein, sondern auch gleich diese Welt zu retten? Er hatte keine Zeit über die Gründe und das Warum nachzudenken, er musste handeln, so schnell, wie er konnte.
      „Schnell!! Nimm das!!“, rief er, nachdem ein runder, glatter, grüner, leicht durchsichtiger Stein vor ihm erschienen war und warf diese in die Richtung des Mädchens, hoffend, dass sie ihn fangen und keine unnötigen Fragen stellen würde, dafür hatten sie einfach keine Zeit.
      Erena musste kämpfen, wenn sie es sicher hier weg schaffen wolte.
    • Erena
      Es fiel ihr wirklich schwer, ihre verängstigte Freundin zurückzulassen. Aber was sollte sie machen? Sie war da in Sicherheit, hoffte sie. Und auch wenn sie bei ihr war... Viel ausrichten konnte sie doch nicht. Klar, die Nähe hätte ihr vielleicht gut getan, aber... Nein. Die anderen waren zum Teil schwer verletzt, Aiyase hatte nur einen Schock. Auch wenn Erena kaum etwas mit ihren Klassenkameraden zu tun hatte, das Verhältnis nicht das Beste war, musste sie doch trotzdem helfen. Zumindest war das der Plan. Mit dem Verbandskasten eilte sie den Gang entlang zurück zum Unfallort, blieb aber abrupt stehen, als der Boden begann zu vibrieren. Was zum- Keine zwei Sekunden später stürzte die Wand direkt vor ihr ein und sie sprang ein paar Schritte zurück. WAS ZUM- Erschrocken starrte sie auf das Loch in der Mauer und auf das, was da seinen... Kopf durchstreckte. Es grinste breit in ihre Richtung, Flammen umgaben ihn und... WAS WAR DAS DENN BITTE!?
      Völlig irritiert und überfordert mit allem, konnte sie für einen Moment das Ungetüm nur anstarren. Träumte sie? War sie wirklich in der Schule? Und dann... Was war das denn?
      Sie blickte nach unten und entdeckte einen plüschigen Fuchs der mit ihr sprach. Natürlich. Ein sprechender Fuchs. Erena rieb sich kurz die Augen, kniff sich einmal selbst in den Arm, als das Ungetüm einen fürchterlichen Schrei in ihre Richtung ausstieß. Sie war wach. Definitiv. War sie es vorher noch nicht, JETZT wäre sie es spätestens gewesen.
      „Aber-“, fing sie noch einen Satz an, während die Gedanken durch ihren Kopf rasten. Die Verletzten in der Klasse, ihre Freundin unter Schock, die kaputte Wand, das Ungetüm und ein sprechender Fuchs!? Der ihr irgendetwas zuwarf!?
      Prompt ließ man den Verbandskasten fallen und fing gekonnt mit einer Hand einen kleinen Stein. Äh? Was sollte sie damit denn anfangen? Und überhaupt, WAS WAR HIER LOS!?
      Ah, genau. Für den Bruchteil einer Sekunde war sie geblendet und prompt stand man in neuen Klamotten da. Irritiert sah sie an sich runter. Grüne Stiefel... Shorts mit einem zweigeteilten Rock darüber... Von den Shorts zog sich am Bauch und am Rücken ein weißer Latz nach oben zu einem Oberteil, der von einer Art Brustpanzer verdeckt war, wie auch... eine leichte Rüstung an den Schultern. Vor ihrem Gesicht bemerkte sie einen Schal, der ihr halbes Gesicht verdeckte und-
      Das hatte dem Ungetüm wohl zulange gedauert. Erneut stieß er einen Schrei aus in ihre Richtung, grinste breit und im nächsten Moment war Erena durch einen Angriff an die nächste Wand geschleudert worden. Autsch... Sie kam unsanft auf dem Hintern auf, rieb sich den Hinterkopf und starrte gen Ungetüm und Fuchs.
      „Was soll der Scheiß hier?“, schimpfte sie und hievte sich wieder auf die Beine, „Und wieso mach ich nun einen auf Magical Girl? In was für einem Comic bin ich hier gelandet!?“, zwischen dem Schimpfen nahm man kurzerhand die Beine in die Hand, als das Ungetüm sich in ihre Richtung bewegte. Vorsorglich schnappte man sich den kleinen Fuchs, klemmte ihn sich unter einen Arm und sah zu, dass man türmte.
      „Los, eine Erklärung! Sofort!“, verlangte sie, während man weiteren Angriffen auswich und abrupt stehen blieb. Wenn sie in die Richtung weiter rannte, würden sie am Krankenzimmer vorbeilaufen in dem Aiyase lag... Das konnte sie nicht zulassen. Da blieb nur eins! Sie öffnete hastig eins der Fenster, blickte hinaus und sprang hinunter. Zumindest versuchte sie samt Fuchs unter dem Arm vom Fensterbrett auf das unterliegende zu springen, aus dem dritten Stock zu fallen war wohl keine so gute Idee... Es gelang ihr auch bis in den ersten Stock, dann rutschte sie ab und landete schließlich unten im Gebüsch. Gefolgt vom dem Viech, welches ohne Probleme aus dem dritten Stock einfach auf den Boden sprang. Und ein Teil der Schulmauer mitnahm, dessen Schutt Erena erneut auswich.
      „Was soll ich denn machen? Kann ich wenigstens irgendwas!?“

      Watanabe
      Sein Klopfen blieb ungehört, aber... War das Wentzel? Er hatte deutlich durchs Fenster etwas flitzen sehen! Und zwar aus dem Zimmer raus! Er wird doch nicht... Nein. Sein Mädchen saß noch auf dem Bett. Erneut klopfte er, entschied sich dann aber mit seinen Krallen die Scheibe aufzuschneiden. Ein kleiner Kreis neben dem Fenstergriff... und vielleicht noch ein größerer, weil er mit seinen Pranken nicht hindurchgreifen konnte. Mist. Aber nun! Mit ein paar zu vielen Bewegungen schaffte er es schließlich das Fenster zu öffnen, stolperte hinein und landete unsanft auf dem Boden.
      „Autsch...“, murmelte er und strich sich die Federn glatt. Er wollte doch einen anständigen Eindruck auf seine Auserwählte machen! Also dann! Er sprintete über den Boden und blieb direkt vor ihr sitzen, blickte zu ihr rauf und holte schon Luft, um sich ihr angemessen zu präsentieren, da hörte er den gewaltigen Lärm draußen auf dem Flur. Verdammt! Er wusste, dass der Druckwelle und der negativen Energie noch etwas folgen musste! Ein Dämon, ohne Frage!
      „Hör zu!“, sprach er sie nun direkt an, „Wir haben keine Zeit zu verlieren! Du musst helfen!“, ach herrje. Nun sah er erst, dass das Mädchen völlig aufgelöst war und rumheulte. Na super... Das konnte er in diesem Moment wirklich gut gebrauchen...
      „Hörst du mir zu? Nimm das hier, dass wird dir dabei helfen!“, plapperte er gleich weiter und warf ihr einen kleinen, flachen, blauen Stein auf den Schoß, „Erklärungen gibt es später! Nun müssen wir erst einmal die Schule hier und die Menschen darin retten! Draußen lauert schon der Feind!“
      Aufgeregt rannte er auf der Stelle hin und her und wartete gespannt darauf, ob sie ihm nun folgen würde oder nicht. Würde sie? War sie die Richtige? Wäre er nicht die ganzen Tage dem Flohzirkus nachgelaufen, hätte er eine bessere Auswahl treffen können! Aber gut, nun war es eh zu spät. Er hatte das Mädchen ausgewählt, hatte sich ihr gezeigt, ihr den Stein zugeworfen und... Musste abwarten, ob sie sich nun dafür oder dagegen entschied. Ungeduldig bewegte er sich weiterhin auf der Stelle.
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3
    • Aiyase
      Nachdem Ere-chan das Zimmer verlassen hatte blieb Aiyase alleine in dem Krankenzimmer zurück, die Tränen noch immer über die Wangen laufend, aber sie begann langsam sich zu beruhigen.
      Das Schluchzen war bereits weniger geworden.
      Dennoch bemerkte sie das klopfen gegen die Fensterscheibe nicht, bis sie ein dumpfes Geräusch vernahm und erschrak, ihren Blick auf die Seite richtete und sich für einen Moment fragte, ob sie vielleicht träumte.
      Sie erblickte ein mit Feder besetztes Wesen, das man nur aus Märchen und Geschichten kannte und doch bewegte es sich und stand nun direkt vor ihr und räusperte sich, als wolle er etwas sagen.
      Aiyase zuckte ein weiteres Mal zusammen, als ein lauter Krach von draußen her kam und sie bekam plötzlich Angst, dass Ere-chan etwas passiert sein könnte.
      Doch sie hatte keine Zeit auch nur daran zu denken, aufzustehen und nachzusehen, als das Federn besetzte, mit Flügeln ausgestattete Wesen mit ihr zu sprechen begann.
      Würde er sich nicht bewegen und sprechen, hätte sie ihn vielleicht sogar für ein Kuscheltier gehalten.
      Bevor sie die Worte des Greifs überhaupt realisieren konnte, wurde ihr bereits ein flacher Edelstein zugeworfen und sie versuchte panisch, tollpatschig diesen zu fangen, während er immer wieder aus ihren Händen glitt.
      Nachdem Aiyase den Stein endlich zu fassen bekam, bevor auf dem Boden auftreffen konnte, war sie für einen Moment geblendet und fand sich plötzlich in anderer Kleidung wieder, als sie heute morgen aufgestanden war, und ein Schal, passend zum Rest ihres Outfits, verdeckte ihr halbes Gesicht.
      Sie blinzelte verwirrt, ungläubig, sah an sich herunter und wusste immer noch nicht, was sie von der ganzen Sache halten sollte.
      … ein Traum? War das ein Albtraum? Wieso war sie dann nicht schon längst weinend aufgewach?
      „We-welcher Feind? Ich versteh nicht-“, war Aiyase vollkommen verwirrt, erhob sich dabei von dem Bett und wollte dem fremden Wesen hinterher, da es der einzige war, der ihr erklären konnte, was sich hier gerade abspielte, stolperte dann jedoch tollpatschig, wie sie war, über den viel zu langen Schal und fiel der Länge nach hin.
      Hätte sie noch immer den Edelstein in ihren Händen getragen, wäre er mit einem leisen Klirren über den Boden gerollt... ha? Moment, wo war der Stein eigentlich hin?
      Das Mädchen setzte sich wieder auf, blieb auf ihren Knien sitzen, um sich die übrig gebliebenen Tränen aus den Augen zu wischen, um ihre Sehstärke zurück zu erlangen und wandte ihren Blick dann an den Greif.
      „... ist das ein Traum? Träume ich?“, wollte sie von ihm wissen und hoffte, dass er ihre Frage mit einem eindeutigen Ja beantworten können würde.
      Denn das würde bedeuten, dass niemandem etwas geschehen war.
      „Ere-chan!!“, erinnerte sie sich panisch an das laute Geräusch und erhob sich plötzlich, aus dem Zimmer rennend, vor einem Berg aus Schutt und Stab stehen bleibend, das einst eine Wand gewesen sein musste. Und was auch immer da durchgebrochen war, hatte ein großes Loch hinterlassen.
      „B-bitte sag nicht...“, zitterte sie, den Blick auf den Schutt gerichtete, hoffend, dass ihre beste Freundin nicht darunter begraben worden war.
      Nein, was dachte sie denn da! Das war vollkommen unmöglich... Ere-chan wäre ausgewichen, da war sie sich ganz sicher!
      Sie schüttelte somit entschieden den Kopf, als sie bemerkte, das der Greif ihr gefolgt war und ungeduldig wirkte, vielleicht sogar etwas beleidigt, dass sie ihn einfach alleine gelassen und nicht einmal auf eine Antwort von ihm gewartet hatte.
      „... ähm... also...“, war sie sich nicht sicher, was sie in diese Moment sagen sollte.

      Wentzel
      „Was machst du denn da?! Du sollst es bekämpfen, nicht dich gegen die Wand schleudern lassen!!“, schrie Wentzel aufgebracht, doch er schien nicht der einzige zu sein, der mit der Situation nicht zufrieden war.
      Er hatte ihr die Kraft gegeben gegen einen Dämon kämpfen zu können, wieso nutzte sie diese nicht?!
      „Du musst kämpfen! Kämpfen hab ich-!“, begann er ihr Anweisungen zuzurufen und wedelte dabei mit seiner kleinen Pfote vor sich hin, als er plötzlich den Boden unter den Füßen verlor und sich im nächsten Moment in Erenas Armen wieder fand.
      „Wir haben keine Zeit dafür!“, rief er aufgebracht und klopfte mit den beiden Vorderpfoten gegen Erenas Arm, mit dem er festgehalten wurde, „Das ist ein Dämon und es ist deine Aufgabe ihn zu bekämpfen bevor-. w-warte, was machst du da?!“, rief er panisch, als das Mädchen einfach aus dem Fenster sprang. Er schloss für einen Moment die Augen und atmete erleichtert aus, als sie auf dem Fensterbrett des unterliegenden Stock landeten, bereute es jedoch sofort wieder, als Erena ausrutschte und die beiden drohten in den Büschen zu landen.
      Jedoch hatte Wentzel nicht vor im schlimmsten Fall von dem Mädchen zerquetscht zu werden, weshalb er sich kurzerhand aus ihrem Griff befreite und durch die Lüfte lief, schwebte, während unter seinen Pfoten kleine Kristalle entstanden, wo er hin lief.
      Seine Magie, die es im möglich machte, durch die Lüfte zu laufen.
      „Du musst dir eine Waffe vorstellen!! Eine Waffe, irgendeine!! Jetzt mach schon!!“, wedelte er wieder mit der Vorderpfote vor sich hin und hoffte, dass sie verstand, was er von ihr wollte.
    • Erena
      Was sie da machte!? Sie wollte dem Flohbüschel gerade das Fell über die Ohren ziehen! Erst das Ungetüm, dann bekam sie lediglich diesen... Stein und prompt steckte sie in einem grünen Outfit und war scheinbar auserkoren... Die Schule zu retten? Ahaha! Natürlich... Aber viel Zeit zum nachdenken blieb ihr nicht. Bei ihrem Fluchtversuch war sie ein Stockwerk abgestürzt und selbst draußen musste sie sofort ausweichen, als das Ungetüm ihr nachkam. Ihr Rücken schmerzte, der Aufprall war nicht ohne... Kurz rieb sie sich den Rücken und den Hintern, aber auch dafür blieb eigentlich keine Zeit. Hastig sah sie sich nach dem Plüschtier um, welches ihr entwischt war und staunte für einen Moment nicht schlecht, als es schweben konnte. Natürlich. Was auch sonst. Wenn sie schon in einem Comic feststeckte, dann doch auch gleich mit allem drum und dran. Sprechende Tiere, die auch noch schweben konnten, MagicalGirlFähigkeiten, die sie bislang noch nicht entdeckte... Vermutlich wartete irgendwo auch noch ein weißer Ritter auf einem Pferd, der ihr in brenzligen Situationen aus der Patsche half. Und dabei hatte sie bei dem Gespräch mit ihrer Freundin nur einen Witz gemacht... Sie brauchte keinen Retter!
      „Eine Waffe vorstellen?“, fragte man irritiert nach und wich einem erneuten Angriff aus, sprang beiseite und rutschte mit den Stiefeln leicht über Boden, „Was für eine Waffe? Egal was?“, eine Waffe! Ok! Das konnte sie! Kurz die Augen geschlossen... Und... Ihr fiel nichts ein! Waffen! Sie hatte noch mit keiner hantiert! Naja, doch beim Sport... Wenn es ein passendes Thema gab... Ach verdammt! Wieso hatte sie sich nicht öfter mit Schusswaffen oder sowas beschäftigt? Das wäre sicher passend gewesen!
      „Ich kann das nicht! Ich bin eher der Nahkämpfer! Sofort draufhauen!“, man wich erneut aus und selbst einer Sportskanone wie ihr ging irgendwann mal die Puste aus. Die Situation überforderte sie (es gab ja auch keinen Moment darüber mal nachdenken zu können!), das Viech warf ständig mit irgendwas um sich oder Griff an... Ah! Sie hatte eine Waffe! Ein Schwert oder sowas! Hauptsache draufhauen!
      Man versuchte sich nun doch etwas zu konzentrieren... Versuchte sich die passende Waffe vorzustellen und keine Sekunde später erschien ein kleines Leuchten vor ihr, wonach sie gleich griff um dann... Einen Bogen in Händen zu halten. Was zum... Was sollte sie denn damit? Woher sollte sie die Pfeile nehmen? Sie sah sich um und spürte auf einmal ein Gewicht an ihrem Brustkorb und Rücken. Zwei Ledergurte zogen sich quer über den Brustpanzer, bei einem Griff nach hinten entdeckte sie einen Köcher und scheinbar auch Pfeile. Super! Sie hatte zwar erst wenige Male damit geschossen als das Thema mal kurz in einer AG vorkam, aber... Sollte sie hinkriegen! Oder auch nicht, nach dem nächsten Angriff hatte sie nicht wirklich Zeit nach hinten zu greifen und man schlug einmal mal mit dem Bogen auf das Viech ein. Der blickte genauso irritiert drein wie sie selber. Nun... Einen Bogen zweckentfremden konnte sie schonmal!
      „Was soll ich machen? Das Viech erledigen?“, fragte man nach, als man sich hastig wieder entfernte und um Laufen doch mal einen Pfeil zückte, um ihn im Bogen einzuspannen. Mehr oder weniger, der Pfeil glitt ihr ständig zur Seite...

      Watanabe
      Innerlich seufzte er auf, als das Mädchen den kostbaren Stein fast fallen ließ... Das war ja ein super Anfang... Aber egal. Er blieb bei seiner Entscheidung, setzte sich wieder auf die Hinterpfoten und wartete darauf, dass das Mädchen endlich mal einen klaren Kopf bekam. Was war denn so schwierig daran zu verstehen? Menschen waren doch so sozial!Eigentlich hätte doch die Aussage reichen müssen, dass sie hier Menschenleben retten konnte! Wo war das Problem? Für den Greif völlig unverständlich, dass Madame immer noch saß und nicht bereits freudestrahlend aufgesprungen war!
      AHA! Immerhin hatte der Stein auf sie reagiert! Sehr gut! In voller Montur konnten sie sich nun dem Bösen stellen! Voller Tatendrang sprang er auch schon wieder auf alle vier Pfoten, bereit Richtung Tür zu laufen! Aber man hielt wieder inne, als sie sich nicht wirklich bewegte...
      „Der Feind, der die Menschen angreift!“, versuchte man es noch einmal deutlich zu erklären und nickte wieder in Richtung Tür, „Du willst doch nicht, dass ihnen etwas passiert, oder?“, fragte er nach mit etwas Nachdruck, um sie endlich zum Laufen zu animieren. Und siehe da! Sie bewegte sich! Und- Sie klatschte auf den Boden... Watanabe schlug sich eine Pfote vors Gesicht. Das... War vielleicht doch keine so gute Idee... Aber nun musste er mit seiner Entscheidung leben... Eine wirklich gut durchdachte, und auch sehr lange überlegte Entscheidung... Verdammt... Wenn das Wentzel mitbekam, was er hier für einen Tollpatsch an Land gefischt hatte... Da konnte er sich was anhören... Blieb nur die Hoffnung, dass die Kandidatin von dem Flohzirkus sich noch schlimmer anstellte als seine hier...
      „Das ist kein Traum...“, murmelte er durch seine Pfote hindurch und geriet langsam wirklich in die Verzweiflung. Aber dann bewegte sie sich doch! Und, was auch immer sie da laberte... Egal! Ihr nach! Eiligst spannte man die Flügel und flog ihr nach, nur um dann wieder abrupt in der Luft zu stoppen. Was war denn nun los? Wer sollte das sein? Ach... Das Mädchen von eben... Wentzels Kandidatin... Mist, die waren ja befreundet... Was suchte sich der Flohzirkus auch die Freundin seiner Auserkorenen aus??? Das war wieder typisch Wentzel! Der wusste doch, dass sie gegeneinander arbeiteten! Mistkerl!
      „Keine Sorge.“, versuchte man sein Glück mit einer List, „Ich spüre unter diesem Schutt kein Lebewesen. Weder Tod noch Lebendig. Und ich habe beobachtet, wie sie mit dem Verbandskasten doch in eure Klasse lief, oder nicht? So flink wie die unterwegs war, dürfte sie schon längst bei deinen anderen... Kameraden sein.“ Hoffentlich zog das. Bei einem Blick nach draußen durften sie nicht viel Zeit verlieren!
      „Und jetzt!“, nun, da das geklärt war und das Mädchen ihm auch zu glauben schien, konnte es weitergehen, „Hinaus mit dir! Das Ungetüm ist dort draußen.“, er deutete auf den Dämon draußen, der das andere Mädchen in Schach hielt. Man... Die konnte gut ausweichen... Wenn er sich da die kleine Heulsuse ansah... Blieb er einfach mal guter Hoffnung...
      „Du musst es besiegen! Bevor... Siehst du die andere Kriegerin? Sie ist deine Rivalin. Halt dich von ihr fern, den Rest erkläre ich dir später! Komm!“, und damit flog man auch aus dem Fenster und hinunter aufs Schlachtfeld! Ohne darauf zu achten, wie denn nun sein Schützling aus dem dritten Stock hinab kommen sollte...
      "POSSE... We are. We always will be. Because we're a posse, we want to help you. Whatever it takes to fulfill your dream, we're willing to do. But... You're being manipulated, Seifer. You've lost yourself and your dream. You're just eating out of someone's hand. I want the old you back! Since I can't get through to you, all I have now to rely on is Squall! It's sad... Sad that I only have Squall to rely on... Seifer! Are you still gonna keep goin'?"

      - Fujin to Seifer <3