Forest of Souls [SanjadixAkiraHime]

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    • Forest of Souls [SanjadixAkiraHime]

      Forest of Souls

      Der Westen und der Osten, getrennt von etlichen Bergen, Gewässern oder auch anderen Naturgeschaffenen Hindernissen die, die Menschheit in den Wahnsinn treibt vom einen Punkt zum anderen zu gelangen. Die kürzeste und gefürchtetste Rute hingegen ist der Gewundene Wald. Ein großes Stück Natur inmitten der Landkarte. Er liegt in einem Tal, eingeschlossen von Felsen und Bergen, durchzogen mit Flüssen und kleinen Seen. Jeder der es kann meidet diesen Wald. Er ist Verflucht.

      Die Sonne schien sanft durch die Baumkronen. Der Morgen war angebrochen, die Vögel zwitscherten und brachten Leben in den dichten Wald. Tief, inmitten der Bäume und Büsche, verbarg sich eine Hütte. Versteckt im Gestrüpp. Gebaut aus dicken Baumstämmen, stieg eine kleine Rauchwolke aus dem Schornstein. Wie jeden Morgen saß Valerik auf seiner Veranda. Auf einem Tisch stand eine Kanne Tee und er wälzte eines seiner Bücher. Die Kanne duftete nach Beeren und das Gebräu hatte eine rötliche Farbe. Er hatte sein schwarzes Haar zu einem lockeren Zopf gebunden welcher ihm über der Schulter lag. Auf seiner Nase saß eine runde Lesebrille mit schwarzem, feinem Rahmen.
      Vertieft in sein Buch und dem morgendlichen Tee, drang an sein Ohr ein knarren der Dielen. Momo hatte sich aus der Hütte gestohlen und rekelte sich in dem zu Boden gefundenen Sonnenstrahl. Ihr Fell leuchtete in einem edlen Schwarz, wobei ihr Gesicht weiß war. Ein lächeln fuhr Valerik über die Lippen als er seine Katze im Augenwinkel sah.
      Er klappe sein Buch zu und warf einen Blick auf die Taschenuhr. Er nahm den letzten Schluck aus seiner Tasse und erhob sich. Neben der Tür standen einige Körbe. „Ich bin in einer Stunde zurück“, sagte er zu der kleinen Katze und strich ihr übers Fell. Sie saß brav vor der Tür, als würde sie das Haus bewachen. Mit dem Korb in der Hand lief Valerik in den Wald hinein. Nach wenigen Schritten war er nicht mehr vom Haus aus zu sehen. Verschwunden zwischen den Baumstämmen und der Büsche.

      @Sanjadi
    • Durch den Schweiß auf seiner Stirn klebten Rhys' helle Haare an seinem Gesicht. Sein Atem ging schwer und sein Herz klopfte wie verrückt, während er versuchte mit seinen schweren Stiefeln in diesem Schlamm voran zu kommen. Die große Wunde an seinem Bauch pulsierte vor Schmerz, doch nicht der Blutverlust war das Kritsche am Ganzen. Sein Verhängnis war etwas komplett anderes. Eine kleine Pflanze mit lilanen Blüten und klitzekleinen Blättern. Eigentlich recht unscheinbar. Wären da nicht die kleinen Dornen die offenbar irgendein Sekret absonderten, welches zu Halluzinationen führte. Als Rhys mit seiner Truppe den Wald betreten hatte, waren sie guter Dinge, dass dies der perfekte Hinterhalt werden würde und sie dem Ostreich den entscheidenden Gegenschlag versetzen würden. Doch dann liefen sie durch dieses Feld mit den kleinen hübschen Blumen. Eigentlich waren ihre Rüstungen ja massiv genug, doch was auch immer an diesem Wald anders war, es führte dazu dass einige der Dornen sogar durch dickes Leder drangen und darunter die Haut verletzten. Rhys wusste nicht was geschah, da flippten die Männer bereits komplett aus, schrien fuchtelten wie wild mit ihren Schwertern herum und streckten sich dabei teilweise gegenseitig nieder. Doch der hellhaarige Anführer der Truppe mit den Stahlstiefeln blieb von der halluzinogenen Pflanze verschont, wurde dafür aber von einem seiner verrückt gewordenen Männer am Bauch erwischt. Den letzten von ihnen streckte er selbst nieder... und nun stolperte er hier allein und verletzt durch den Wald. Seine Hand presste gegen das blutende Fleisch, doch es stillte die Blutung nicht. Er bezweifelte, dass er es aus diesem Wald und zu seinem Kommandanten an einem Stück schaffen würde. Was sollte er tun? Aufgeben?
      Sein Fuß blieb an einer großen Wurzel hängen und noch ehe er es sich versah, machte er Bekanntschaft mit dem teilweise schlammigen Boden und weiteren Pflanzen, die er nie zuvor erblickt hatte. Was zum Teufel war dieser Wald hier? Mühevoll versuchte er sich aufzurichten, doch da durchzuckte ein schrecklich brennender Schmerz seinen Körper und ein verzerrter Schrei verließ seine Lippen. Seine Augen wanderten zu seiner Wunde, deren Blut sich nun mit einer bläulichen Flüssigkeit vermischte , die wohl eine der Pflanzen absonderte, auf die er soeben gefallen war. Dieser Wald war eine verdammte Todesfalle und sie waren einfach so hineingetappt. Er verfluchte sich selbst, zwang sich dazu erneut aufzustehen, doch ihm wurde plözlich unfassbar heiß. Sein ganzer Körper brannte, seine Glieder schmerzten und seine Kehle war wie zugeschnürt. Er wusste nicht, ob aus Schmerz oder wegen der blauen Substanz, doch er verfiel in eine Paralyse, schaffte es keinen einzigen Muskel seines Körpers mehr zu bewegen... ehe alles um ihn herum schwarz wurde und er das Bewusstsein verlor. Das war es dann also.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ
    • Wie jeden Tag durchforstete Valerik den Wald. Er empfand ihn nicht als gefährlich, ganz im Gegenteil. Er war wie eine völlig andere Welt, platziert inmitten der Landkarte, wo es eigentlich nichts zu suchen hatte. Er durchsuchte jeden Busch und sah sich jede Pflanze genau an. Es gab so vieles was auch er noch nicht gesehen hat und so viele Pflanzen dessen Nutzen er noch nicht gefunden hatte. Fakt war der, jede Wurzel und jedes so kleine Blatt besaß irgendwelche Eigenschaften und seie es nur Sekret abzusondern was dabei verhalf andere Stoffe miteinander zu binden. Er roch an ihnen, zerrieb sie zwischen den schmalen Fingern und kostete sogar einige davon, nur um festzustellen das sie giftig waren und direkt in den nächsten Busch zu spucken. Seine Spaziergänge, wie er sie selber liebevoll nannte, dauerten lang, manchmal bis in die späten Nachmittagsstunden. Doch diesmal wurde seine Routine unterbrochen.
      Er überquerte eine kleine Lichtung und erblickte durch das Dickicht eine eiserne Rüstung. Sie schimmerte im grünen Gras. Neugierig näherte er sich dem Unbekannten und stellte fest das es sich um einen Krieger handelte, einen Soldat der Westlichen Truppe. Er setzte den Korb ab und betrachtete ihn. Seine klaffende Wunde am Bauch war ziemlich tief, daran war er sicherlich verblutet. Doch als sein Blick ein zweites Mal die Wunde streifte, sah er eine blaue Spur am Rande der Blutlache. Er haderte kurz mit sich, doch Valerik legte zwei Finger an seinen Hals und spürte den schwachen Puls. Das Blut pumpte kaum noch. Er war auf eine besondere Art der Hornlilie gefallen. Ihre Wurzeln waren blau, getränkt mit einem klebrigen Sekret was beim Menschen Benommenheit und Ohnmacht auslöste. In geringen Mengen sehr berauschend, doch frisch in eine Wunde hatte es den Krieger in seinen Tot geschickt. Er dachte nach, seine innere Stimme sträubte sich dagegen. Doch er war auch Alchemist...verkaufte Medizin um den Dorfbewohnern im Osten zu helfen. Er wäre ein Unmensch wenn er ihn einfach sterben lassen würde ohne es versucht zu haben. Er seufzte und befreite ihn als aller erstes von den schweren Rüstungsteilen. Er war nicht der kräftigste und es würde genug Kraft in Anspruch nehmen ihn zur Hütte zu transportieren, auch ohne dieses lästige Eisen.

      Es war langes Unterfangen ihn vom Punkt A zum Punkt B zu bringen. Doch letztendlich hatte es Valerik geschafft, er brachte den Unbekannten in seinen Keller. Dort stand eine Liege wo er als allererstes seine riesige Wunde am Bauch behandelt. Gleisendes blaues Licht strömte aus seinen Fingern, im Handumdrehen war die Haut wieder miteinander verbunden. Er hatte viel Blut verloren. Er spritzte ihm ein Gegenmittel, was die Beschwerden der Hornlilie schnell neutralisieren sollte. Doch nun lag es an ihm. Er brachte ihn in sein Schlafzimmer im oberen Stockwerk. Ein großer Raum geschmückt durch die Dachschrägen. Bevor er das Zimmer verließ, warf er noch einmal einen Blick zu dem Krieger. Er verstand nicht was ein einziger von ihnen in diesem Wald zu suchen hatte. Seit Ewigkeiten hatte keine Truppe mehr versucht den Wald zu durchqueren. Er war verrufen. Er verließ das Zimmer um sich wieder seinen eigentlichen Arbeiten zuzuwenden.
    • Sein Kopf dröhnte. Seine Gliedmaßen schmerzten... doch sein Körper brannte nicht mehr. Im ersten Moment hätte er angenommen, dass sein Ende gekommen war und nun sein Leben ein Ende genommen hatte... doch warum spürte er dann Schmerzen? Warum fühlte sich sein Kopf so schwer an und wieso spürte er ein weiches Kissen im Nacken. Langsam blinzelnd öffnete Rhys seine Augen und war im ersten Moment nur geblendet und orientierungslos. Er versuchte sich gedanklich etwas zu sortieren, was bei dem dröhnenden Kopf wirklich nicht so einfach war, und probierte langsam die Puzzleteile zusammenzusetzen. Er erinnerte sich, wie er paralysiert am Boden lag, nicht fähig sich vor Schmerzen noch zu bewegen und danach war alles schwarz geworden. Alles sprach dafür, dass er eigentlich tot sein müsste. Wieso war er es also nicht? Seine Sicht wurde langsam klarer und er erkannte hölzerne Dachbalken. Noch perplexer als ohnehin schon, versuchte er sich aufzurichten und erkannte mehr von seiner Umgebung. Er befand sich in einer kleinen Hütte, die offenbar bewohnt war. Die Holzmöbel wirkten gebraucht, aber dennoch liebevoll gepflegt und vielerlei Pflanzen schmückten das kleine Häuschen. Aus dem Fenster erkannte Rhys den Wald und die langsam untergehende Sonne, welche ihn mit ihren letzten Strahlen wohl noch geweckt hatte. Er war noch im verfluchten Wald? Wieso lebte hier jemand und wo war derjenige?
      Der Krieger schwang seine Beine über die Bettkante und erhob sich von dem gemütlichen kleinen Bett, welches mit der restlichen Einrichtung harmonierte. Er fühlte sich so leicht... die Realisierung folgte schnell. Er trug seine Rüstung nicht mehr, entdeckte sie hier auch sonst nirgends und allgemein war er nur spärlich bekleidet. Er trug noch seine Hose, die ihm nun etwas tiefer auf der Hüfte saß, doch auch seine Füße und sein Oberkörper waren frei... wo zur Hölle war seine Kleidung? Und eine noch bessere Frage: wo war seine Wunde? Eher ungläubig fuhr er mit seinen Fingerspitzen über die Stelle wo zuvor noch eine große hässliche Wunde klaffte. Doch jetzt war dort nichts mehr als glatte Haut. Hatte er das ganze nur geträumt? War das hier nur ein Traum. Er wusste nicht so wirklich mit der Situation umzugehen.
      Mit nackten Füßen lief er über den Holzboden zur Tür der kleinen Hütte und öffnete diese, auf der Suche nach jemandem, der ihm Antworten geben könnte.
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    • Für einige Tage kümmerte sich Valerik um den unbekannten Krieger. Trotz das er seine Wunde verschlossen hatte, fehlte ihm eine Menge Blut. Leider konnte er keine Bluttransfusion bei ihm durchführen, er hatte nichts passende da geschweige den konnte er ihm auch nicht sein eigenes geben. Am nächsten Tag, nachdem er ihn aufgesammelt hatte, ging er noch einmal zu der Stelle zurück wo er die Rüstung liegenlassen hatte. Er hoffte etwas sei noch dort gewesen. Doch der Wald hatte sich seinem Erdgut wieder einverleibt. Es war nichts mehr übrig, nur noch die bläulich-braune Lache Erinnerte daran das er hier gelegen hatte.
      Der Schwarzhaarige kochte wie jeden Tag seinen Abendlichen Tee. Während das Wasser im Kessel zu kochen begann, zerschnitt er einige Fischstücke um sie danach in einen Napf für die Katze zu geben. Momo stürzte sich nur so auf den rohen Fisch. Der Kessel pfiff, er goss sich ein Tasse grünen Tee auf, als er hinter sich ein knarren der Dielen vernahm. Er drehte sich um und erblickte auf der Treppe den jungen Mann. Sein Haar lichtblond, eher selten für Menschen die hier Ansässig waren. Valerik stellte die Tasse ab und näherte sich der Treppe. Der Mann sah ganz anders aus. Vor ihm stehend, aus eigener Kraft. Er war etwas hager in seiner Gestalt, das Gesicht schmal und blass. Er war schon etwas verwundert darüber das er es überhaupt schaffte in seinem Zustand die Treppen hinab zu steigen. Vergleichbar mit einem Gespenst.
      „Du solltest dich lieber wieder hinlegen. Dein Körper ist noch nicht soweit irgendwelche Tätigkeiten auszuüben“, sagte der Schwarzhaarige mit ruhiger Stimme. Er schnaufte und strich sich die Haare über die Schulter. „Ich weiß du hast Fragen...das sehe ich dir an“, er stieg ein Paar Holzstufen hinauf und betrachtete ihn noch einmal. Das Wieso und das Warum. Zwei quälende Fragen. „Ich habe dich im Wald gefunden, du wärst ohne mich gestorben“.
    • Hinter der Tür folgte Rhys noch immer sehr verwirrt einem Gang und erreichte schließlich eine Treppe nach unten. Von dem Raum aus, in dem er zuvor gelegen hatte, war er davon ausgegangen, dass diese Hütte nicht sonderlich groß war, doch nun entpuppte sie sich als deutlich geräumiger, als er erwartetet hätte. Seine Hände klammerten sich um das Geländer der Treppe und mühevoll bewegte er sich langsam Stufe für Stufe die Treppe hinab. Er war noch immer schwach, aber er war munter und seine Wunde war aus irgendeinem Grund offenbar auch verheilt, also würde er jetzt Antworten suchen gehen.Irgendjemand musste dieses Haus ja gehören und irgendjemand musste sich schließlich um den hellhaarigen Krieger gekümmert haben. Es war ausgeschlossen, dass Rhys' Wunden einfach so verheilt waren und er musste sicher gehen, dass dies nicht irgendeine kranke Falle war... oder vielleicht halluzinierte er noch immer und lag sterbend am Waldboden?! Nein, dafür fühlte sich das alles hier viel zu real an. Ohne Frage.
      Er hatte bereits die halbe Treppe hinter sich gebracht, da fiel sein Blick auf einen jungen Mann mit schwarzem, sehr langen Haar, der ihn ebenfalls ansah und sobald er seine Tasse abgesetzt hatte, kam er langsam zur Treppe und näherte sich damit Rhys.Der Mann gehörte eindeutig nicht zum Westreich, das war klar. Instinktiv hielt der Hellhaarige von dem Kerl ein wenig mehr Abstand. Schließlich war es gar nicht so unwahrscheinlich, dass er zum Feind gehörte... andererseits schien er ihn behandelt zu haben. Der Mann begann zu reden und als er Rhys noch ein Paar Stufen entgegen kam, machte Rhys instinktiv genauso viele Schritte rückwärts. Er wollte nicht, dass der Mann ihm im wachen Zustand auch noch zu nahe kam. Er gab ihm Antworten, allerdings keine, die der Hellhaarige sich eh nicht schon hätte denken können und stattdessen sah er den dunkelhaarigen Mann an. "Wer sind sie?", waren die einzigen Worte, die schroff Rhys' Lippen verließen, während er überlegte, wie er hier am schnellsten weg kam. Aber erstmal brauchte er seine Ausrüstung.
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    • Es herrschte stille im Haus. Die Katze stolzierte von ihrem täglichen Fressgelage, als wäre es das normalste der Welt, zu einem Katzenkorb neben der Tür. Sie fokussierte den Blonden Mann. Sie musterte ihn regelrecht ehe sie sich arrogant wie sie war abwendete.
      Valerik hatte eigentlich nicht vor den jungen Mann bei sich zu beherbergen, doch er konnte ihn auch nicht blutend am Boden zurücklassen. Sicherlich hätte die Natur den Rest getan. Doch er war ein Mensch und kein Tier. Er konnte sich mit diesem Gedanken nicht anfreunden, allem voran weil er letztendlich doch dem Mann das Leben gerettet hatte ohne groß vorher nachzudenken. Er nahm einen Schluck aus seiner feinen Porzellantasse und wandte sich wieder dem unbekannten zu. Er hätte ihn wirklich gern sofort wieder ins Bett verwiesen, doch er wirkte beunruhigt, er würde ohne Antworten zu bekommen, sicherlich nirgendwo hingehen. „Ich bin Valerik van Westfield“, sagte er knapp und lehnte sich gegen den hölzernen Tisch. „Ich bin ein Heiler und komme aus dem tiefen des Ostreiches“, fügte er hinzu. Doch Valerik war sich ziemlich sicher, so das Vertrauen des Kriegers nicht zu gewinnen. In seinen Augen war noch immer der tot zu erkennen, der ihn sanft am Waldboden gestreift hatte. Von einem Fremden gefunden und geheilt zu werden, allem voran für die Menschen des Westens ein Fremdwort. Solidarität oder gar schiere Nettigkeit, kosteten und das nicht zu knapp. Valerik war anders aufgewachsen. Die Völker im Osten waren sehr Naturverbunden und legten wenig wert auf Besitztümer.
    • Der dunkelhaarige Mann stellte sich nach Rhys' Forderung schließlich ohne Umschweife vor und machte auch kein Geheimnis daraus, dass er aus dem Ostreich stammte. Jenes Reich, welches der erklärte Erzfeind des Westreichs war. Rhys war mit der Einstellung erzogen wurden, dass das Ostreich barbarisch wäre und seine Bewohner sämtliche Ressourcen für sich beanspruchen wollten weshalb sie auch die Mienen und Bergwerke des Westreichs angegriffen hatten. Viele unschuldige Leute waren gestorben, nur weil die Ostreichbevölkerung so scharf auf die Kristalle und Edelsteine waren. Doch auf Rhys' Frage als kleiner fünf-jähriger Junge, welches Reich denn den Krieg angefangen hätte, hatte er nie auch nur eine klare Antwort bekommen. Es wurde nur vermutet, dass das Ostreich Schuld sein musste und das Westreich wehrte sich schließlich nur gegen die Angriffe. Und das nun schon seit so vielen Jahrzehnten.
      Erschob den Gedanken beiseite, der würde ihm jetzt auch nicht weiterhelfen und obwohl es ihm in den Fingern juckte hier jetzt herauszustürmen und seine Kompanie zu suchen, musste er einsehen, dass er gar nicht soweit kommen würde. Er war noch schwach und kannte den Wald nicht. Außerdem hatte er seine gesamte Truppe verloren, noch kurz nachdem sie den Wald betreten hatten es war also beinahe unmöglich hier ohne Hilfe wieder sicher herauszukommen. Das stieß im tatsächlich etwas bitter auf. Doch noch weniger verstand er, warum der junge Mann ihm geholfen hatte. Es stand außer Frage, dass er auf Rhys' Rüstung das Wappen des Westreichs gesehen hatte und trotzdem hatte er sich entschieden den Blonden zu heilen, wenngleich sie doch eigentlich Feinde sein müssten. "Warum hast du mich gerettet? Ich denke du weißt, dass ich nicht aus dem Ostreich stamme.", murmelte er selbst misstrauisch.
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    • Ihm war bewusst, wie verfeindet Ost und West war, dennoch hinderte es ihn nicht daran einem Westlichen in Not zu helfen. Er lebte nicht mehr in seiner Heimat. Er verachtet den Krieg, der nur auf Lügen aufgebaut war. Seine Heimat war seit mehreren Jahren nun schon dieser Wald. Er wollte kein Teil dieses Krieges sein. Er verfolgte seinen eigenen Ziele und eigenen Pläne. Hatte in seiner Heimat mit ganz anderen Dingen zu kämpfen. Ja der Osten war sehr Fortschrittlich, doch der Westen stand dem in nichts nach. Natürlich liebten Prunk, allem voran Edelsteine und Gold war den Reichen unter ihnen lieb. Doch im Gegensatz zum Westreich, behielt man hier seine Religion bei, man glaubte an seine Götter und an das was die Natur einem gab, man irgendwann wieder zurückgeben müsse.
      Valerik warf ihm einen intensiven Blick zu. Seine Gesichtszüge waren weich, und seine Bewegungen sehr filigran. „Ich weiß das du ein Krieger des Westens bist. Das sah ich an deiner Rüstung, welche ich versucht herzubringen, doch wie du siehst bin ich nicht der stärkste“, meinte er knapp bevor er die eigentliche Frage beantwortete: „Es ist mir zuwider einen Menschen sterben zu sehen, wäre ich dazu im Stande, hätte ich nicht die Kunst der Heiler erlernt und selbst wenn du überlebt hättest, wärst du nie wieder aus diesem Wald gekommen. Was habt ihr euch dabei Gedacht diesen Wald zu durchqueren?“
    • Rhys schwieg. Er wollte diese Frage nicht beantworten. Er konnte diese Frage nicht beantworten... denn sie hatten sich deutlich weniger Gedanken darüber gemacht, als sie es wohl hätten tun müssen. Es war der Befehl ihres Kommandanten gewesen, dass sie durch den Wald einen Hinterhalt angehen sollten, schließlich würde damit niemand rechnen und sie hatten diesen Befehl nicht hinterfragt. Wie die guten Soldaten, die sie nun einmal waren... korrigiere: wie der gute Soldat, der er war. Die anderen waren tot, er war der letzte seiner Truppe und sie allein hatten ihren Tod verursacht. Nicht der Feind, nicht das Ostreich, nur ihre eigene törichte Dummheit, zu denken sie könnten es schon mit einem verfluchten Wald aufnehmen. Rhys schluckte schwere, blickte an dem Mann vorbei, der sich als Valerik vorgestellt hatte und tatsächtlich entdeckte er außer einer kleinen Katze hier niemanden sonst. Ob der Mann hier wohl alleine lebte? Es gab sichernicht viele Leute, die sich freiwillig entschieden im Wald zu leben und wenn dann konnte man das wahrscheinlich auch nur, wenn man sich gut auskannte und wusste um welche Pflanzen man besser einen Bogen machte. Und vermutlich waren das verdammt viele Pflanzen. "Kannst du mich zu meiner Rüstung führen? Von dort aus komm ich dann sicher alleine klar.", murmelte er, selbst nicht unbedingt scharf darauf den Mann nun als seinen Todfeind anzusehen, nur weil er aus dem Ostreich stammte. Er war Heiler... also ein Zivilst. Rhys verletzte grundsätzlich keine Zivilisten.
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    • Das er auf seine Frage, wie sie auf die Idee gekommen sind den Wald zu durchqueren, keine Antwort bekam war dem Schwarzhaarigen schon klar. Viel zu stolz und Hochmütig waren die Krieger aus dem Westen. Valerik beobachtete stets die Entwicklung des Konfliktes der Völker, dabei hatte er festgestellt das der Westen um einiges Aggressiver war. Allem voran geworden ist in den vergangenen Jahren. Es würde ihn nicht wundern, wenn das ganze nur einem dummen Plan, irgendeines Kommandanten war um die hiesige Bergkette und den endlosen Täler zu umgehen. Der Schiffsweg ganz zu schweigen. Der Osten hielt sich daran, benutzte sogar lieber den sicheren Seeweg, der vom Fußmarsch abgesehen auch gar nicht so viel länger dauerte. Doch der Schiffsbau lag dem Industrieland Westen noch nie im Blut.
      „Leider ist deine Rüstung nicht mehr da“, sagte er mit ruhiger Stimmlage. „Ich bin noch einmal zurückgegangen, doch das Eisen ist bereits verschwunden. Außerdem, sind deine Wunden zwar verheilt, aber dein Blut ist noch nicht vollständig regeneriert. Ich konnte dir keine Transfusion geben. Bleib doch noch ein wenig hier, ich habe nichts dagegen. Da draußen würdest du in kurzer Zeit sterben, glaub mir“. Seine Heilkräfte gelten im Land, aus dem der Blonde Krieger kam, als Hexenkunst, wie auch jegliche andere Art von Spiritueller oder klassischer Magie. Von Alchemie ganz zu schweigen. Der Osten war da Gnädiger und beschrieb diese Gaben als Heiliges Vermächtnis ihrer Götter. Doch es war real und existent. Valerik war der Meinung das die Oberen Herrscher und König nur Angst vor dieser Art von Macht haben.
    • Er hatte nur wenig Lust hier länger zu verweilen als eigentlich nötig, doch offenbar gestaltete es sich doch ein wenig schwieriger hier so schnell wieder zu verschwinden. Nicht nur, dass er hier in einem verfluchten fremden Wald war, in dem er sich gar nicht orientieren könnte und der durch und durch gefährliche Pflanzen beherbergte. Außerdem fühlte Rhys sich noch immer sehr schwach. Er würde das Valerik sicher nicht einfach so sagen, doch das musste er sicher nicht. Der Heiler wusste, dass Rhys bereits große Anstrengungen hatte hier jetzt überhaupt zu stehen. Aus dem Haus zu gehen und nach einem Ausweg aus diesem Wald zu suchen würde sich als noch viel schwieriger gestalten. Deshalb hatte er sich erkundigt, wo seine Rüstung sei und ob der Mann ihn zu dieser bringen könnte, doch was er da zu hören bekam ließ ihn doch sehr überrascht reagieren. Hatte der Wald etwa seine Rüstung vereinnahmt? Wie lange war Rhys nicht bei Bewusstsein gewesen? Und was zur Hölle war das hier für ein unheimlicher Wald? Welches Ökosystem war so aggressiv und gleichzeitig so unberührt. Hatte er sich durch den Krieg so entwickelt oder war er schon immer so? Wardas womöglich sogar eine von diesen zahlreichen Hexereien der Ostreichbewohner? Sorge und auch ein klein wenig Angst machte sich in dem Blonden breit und vielleicht auch Hilflosigkeit... was sollte er hier jetzt tun? Diesem Mann vertrauen? Das stand eigentlich weitestgehend außer Frage und gefiel dem Hellhaarigen absolut nicht. Doch er hatte ihn gerettet... warum auch immer. Es war eine Schuld... die es zu begleichen galt. Dann könnte er versuchen hier zu verschwinden... irgendwie.
      "Mein Name ist Rhys Ciarán Neilan... was schulde ich dir?"
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    • Es wäre töricht von diesem Krieger zu glauben einfach aus dieser Tür spazieren zu können um zurück zu seinen Truppen oder Landherren zu kommen. Hinter dieser einfachen Holztür befand sich Territorium wo so jemand wie er sofort sterben würde. Sei es nun an Tier oder Pflanze. Auch seine Rüstung war diesem Wald zum Opfer gefallen und gern hätte Valerik ihm auch nur ein kleines Stück davon zurückgebracht. Doch die Natur hatte sich ihre Schätze bereits zurückgeholt. Es war keine Magie, nur der Kreislauf des Gleichgewichts zwischen geben und nehmen. Hätte der Heiler ihn an Ort und Stelle liegengelassen wäre seinem Körper das gleiche widerfahren.
      Sein Name war ungewöhnlich. Doch die Frage nach der Schuld, verstand der Schwarzhaarige nicht ganz. Natürlich war es Gang und Gebe für Dienstleistungen oder Medizin zu bezahlen, doch davon abgesehen das die Behandlung noch nicht einmal vollendet war, schien der junge Mann eifrig daran interessiert zu sein so schnell wie möglich fort von hier zugehen. Ohne Valerik würde Rhys hier nicht herauskommen. Er verschränkte die Arme vor der Brust und hob eine Augenbraue in die Höhe. „Mein Preis?“, er überlegte einen kurzen Augenblick. „Die Tatsache das du noch einige Tage verweilen musst...wäre ein wenig Hilfe bei der Gartenarbeit völlig ausreichend. Außerdem kannst du meinen Keller aufräumen“. Als hätte Valerik eigenständig das Gespräch beendet, wandte er sich von dem Blonden ab und räumte seine Tasse in die kleine Kupferne Spüle um sie zu säubern.
    • Hatte er da gerade richtig verstanden? Er sollte Gartenarbeit machen und den Keller aufräumen? Das war ein... erstaunlich geringer Preis für die Rettung des Lebens eines Feindes der eigenen Nation. War das ein Scherz? Oder nur eine Hinhaltetaktik, bis dem Schwarzhaarigen ein höherer Preis einfiel? Womöglich würde er Rhys lang genug beschäftigen, bis Krieger des Ostreichs hier ankamen und sich um ihn kümmern würden. Oder Valerik würde sich immer wieder neue Aufgaben für ihn einfallen lassen, bis er mehr oder minder nichts weiter als ein Sklave war. Rhys sah diesen Forderungen des Heilers sehr misstrauisch entgegen, doch was blieb ihm gerade anderes übrig? In seiner momentanen Verfassung könnte der Mann ihn wahrscheinlich leicht schubsen und Rhys würde sofort wieder zusammensacken. Und dabei wirkte Valerik nicht mal sonderlich kräftig auf den hellhaarigen Krieger. "Ehm... okay..", stimmte er schließlich zögerlich zu, wobei sich der Langhaarige bereits wieder von ihm abgewandt hatte und ihm nur noch wenig Beachtung zu schenken schien. Also sehr höflich war der Kerl ja nicht unbedingt.
      Rhys überwand noch die restlichen Stufen nach unten und stand nun auch ein wenig überfordert in der Küche. Sollte er jetzt gleich mit der Arbeit beginnen? Er war schwach, aber je eher er begann, umso eher könnte er auch gehen. Doch sein Bauch schien da eine ganz andere Idee zu haben. Er grummelte fast schon schmerzhaft und es fühlte sich an, als hätte er ein Loch im Magen. Verdammt, er hatte wirklich großen Hunger? Wie lange war er wohl schon hier und wie lange hatte er nichts gegessen? Er fühlte sich, als würde er fast verhungern. Und gegen Wasser hätte er auch nichts einzuwänden.
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    • Das sein ungebetener Gast so schnell wie möglich von hier verschwinden wollte, konnte Valerik ihm nicht verübeln. Doch er müsse ihn von hier wegbringen, aus dem Wald, sonst würde er keine fünf Minuten überleben und es brachte alles nichts so lange er noch so schwach auf den Beinen war und sich kaum auf diesen halten konnte. Eigentlich hätte er nichts für seine Dienste verlangt, es war notwendig gewesen seine Wunden zu versorgen und einen weiteren toten konnte niemand gebrauchen. Als er die gesäuberte Tasse zurück in den Schrank räumte und sich umdrehte, hatte Rhys es geschafft die restlichen Stufen hinabzusteigen. Mit Mühe und Not. Er klammerte sich regelrecht an das hölzerne Geländer. „Du solltest etwas essen, du hast drei Tage geschlafen“, merkte er an und stellte auf den Küchentisch ein frisches Laib Brot, sowie Butter und ein wenig geschnittenes Gemüse aus dem Garten. Dazu goss er eine frische Kanne Wasser auf. „Iss ruhig, es ist nicht vergiftet“, fügte er fast schon desinteressiert hinzu. Als sich der Fremde begann im Raum zu bewegen wurde die Katze furchtbar unruhig. Sie begann zu fauchen und ihr Schwanz stieg nach oben und ihr Fell stand zu berge. Vorsichtig nahm Valerik die kleine Momo auf den Arm und versuchte ihr hitziges Gemüt im Zaum zu halten.
    • So wie Rhys nicht hier sein wollte, schien auch Valerik nicht gerade glücklich darüber, den Westreichkämpfer als seinen Gast da zu haben. Na das würde ja eine schöne gemeinsame Zeit werden. Ungewollte Mitbewohner sozusagen. Na hoffentlich würde Rhys' Genesung schnell von statten gehen. Er hatte nur wenig Lust hier sehr lange mit einem Hexer in einer fremden Hütte in einem gefährlichen Wald festzusitzen, doch er musste einsehen, dass seine momentane Verfassung nicht gerade ideal war, um hier schnellstens zu verschwinden. Selbst wenn er nur einen ebenen Backsteinpfad ohne Gefahren zurück zum Westreich folgen müsste, würde er das momentan nicht durchstehen. Jeder Schritt war anstrengend und er hatte größte Mühe sich aufrecht zu halten. Doch er würde nur so viel Schwäche wie nötig vor dem Fremden zeigen. Selbst wenn dieser erstmal keine schlimmen Hintergedanken zu haben schien, war Rhys dennoch misstrauisch... Das könnte sich schließlich jederzeit ändern.
      Als Valerik ihm Essen anbot, nickte Rhys nur vage und ließ sich am Tisch nieder, wobei er von der Katze regelrecht angefaucht wurde. Na toll, er mochte eigentlich Tiere aber vermutlich würde er kein Freund von dem kleinen zickigen Ding. Er warf ihr nur einen bösen Blick zu, ehe er sich langsam dem Essen widmete.
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    • Der Schwarzhaarige war froh das er sein Angebot des Essens annahm. Er musste definitiv erst einmal Kräfte sammeln bevor er zurück zu seinen Leuten stoßen konnte. Außerdem konnte er das Misstrauen verstehen, doch er würde den Teufel tun ihm versuchen dieses zu nehmen. Es war nutzlos Kraft in solch unterfangen zu stecken. Diese Westkämpfer waren alle gleich, in all den Jahren hatte sich nichts geändert. Sie waren starrköpfig und misstrauisch gegenüber allem Fremden. Auch seine Katze war nicht erfreut über den Besucht, weshalb er sie nach draußen setzte, damit sie ihn nicht noch beim Essen attackieren würde. Als das kleine Raubtier außer Reichweite war gesellte er sich wieder zum Krieger. Er ließ sich auf dem Gegenüberliegenden Platz nieder, verschränkte die Arme vor der Brust und betrachtete den Blonden.
      „Was ist mir deinen Männern? Du bist doch bestimmt nicht allein hierhergekommen. Sind sie tot?“, fragte er mit ruhigem Unterton. Er wollte ihn weder ausfragen noch beunruhigen. Sicherlich vertraute man einem Fremden nicht so viel an. Dennoch interessierte es ihn, sollten tatsächlich Leichen im Wald liegen, müsse er sich darum kümmern bevor es jemand anders tat.
    • Er war ja doch etwas erleichterter, als die Katze ihren Weg nach draußen fand, denn sie wirkte wie ein sehr garstiges Wesen und obwohl Rhys eigentlich ein Herz für Tiere hatte, schien es nicht, als würde er sich mit der Kleinen anfreunden, wenn sie solch ein Biest war. Er war ihr nicht einmal nahe gekommen, als sie anfing ihn anzufauchen. Sicherlich eine Dame. Das weibliche Geschlecht hatte er nie verstanden.
      Da erkundigte Valerik sich plötzlich nach den anderen.
      Langsam hielt er beim Essen inne, blickte den Schwarzhaarigen Mann doch in gewisser Maßen überrascht an und überlegte kurz, ob er ihm die Wahrheit verschweigen sollte. Doch weshalb? Rhys würde die Leichen sicher nicht nach hause zurückschleifen... es war Krieg. Abgesehen davon hatte sich dieser verfluchte Wald die Körper sicher schon einverleibt. Also was konnte es schon schaden? "Mich überrascht, dass du sie nicht gesehen hast, als du mich aufgesammelt hast. Meine Truppe, bestehend aus drei Frauen und fünf Männern dürften nicht weit entfernt von der Stelle liegen, wo du mich gefunden hast. Als wir den Wald betraten hat irgendeine Pflanze bei ihnen zu aggressiven Halluzinationen geführt, wodurch sie sich gegenseitig brutal abgemetzelt haben. Daher auch meine Wunde am Bauch.", erklärte er schließlich und aß dann weiter. Dies waren keine geheimen Informationen und wahrscheinlich würde es auch nicht unbedingt den Heiler bedrohen, dass der Rest der Truppe tot war... Wohl eher war es für Rhys ungünstig, schließlich würde definitiv keine Verstärkung für ihn kommen. Wusste ihr Kommandant noch, dass er sie hier herein geschickt hatte?
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    • Er nickte bestätigend. Doch tatsächlich waren und weit breit keine Leichen oder ähnliches zu sehen, doch die Szenarie, welche der Krieger beschrieb kam ihm sehr bekannt vor. Valerik kannte diesen Wald wie niemand anders auf dieser Welt. Er war gefährlich und niemand sollte ihn betreten. Die Natur selbst weiß, warum es dieses Stückchen Land ausgerechnet hier gab. Doch wenn es war, wie der Blonde sagte. Müsse er später noch einmal zum besagten Feld gehen. Die Leichen sind nicht verschwunden...genauso wie auch seine Rüstung nicht verschwunden ist. Doch das seinem Gegenüber zu erklären würde für mehr Beunruhigung Sorgen als für Aufklärung. Zu später Stunde würde gehen und nachsehen. Er hoffte inständig noch etwas tun zu können, allein hätte er sie nicht gefunden.
      „Das was deine Kameraden da getrieben hat. War die Absonderung der Grünen Tollkirsche. Sie versprüht bei Bedrohung eine Art Gas, was höchst toxisch ist. Es ruft Tollwutartige Symptome hervor. Deshalb haben sie sich gegenseitig abgestochen“, erklärte er die Wirkungsweise. Sicherlich nur ein schmaler Trost für ihn, seine Kameraden an eine dämliche Pflanze verloren zu haben. „Du bist im übrigen auf eine Hornlilie gefallen. Hätte dich ein Laie behandelt, hättest du zwar überlebt aber später an einer Blutvergiftung gestorben. Ich will dich wirklich nicht festhalten, aber ich bitte dich inständig darum nicht zu versuchen von hier zu verschwinden. Ich meine das wirklich ernst.“
    • Eine Art Gas, die Tollwut verhorrief? Verwirrung war dem Hellhaarigen anzusehen und er hielt für einen Moment inne und hörte auf zu essen, während erzu Valerik blickte. "Wenn das so ist... warum hat mich dieses Gas dann nicht beeinflusst? Im Gegensatz zu den Anderen habe ich einen weitestgehend klaren Kopf behalten und habe versucht mit ihnen zu reden, als sie sich und mich auch plötzlich angriffen. Außerdem haben siesich über das Stechen irgendwelcher Dornen beschwert, von denen ich wiederum nicht mitbekommen habe...", erzählte der Hellblonde daraufhin, in der Hoffnung der Heiler könne ihm irgendwelche weiteren Antworten in der Richtung geben. Das alles war einfach nur so verdammt verwirrend für ihn und die Tatsache, dass er innerhalb weniger Minuten plötzlich seine gesamte Truppe verloren hatte, war geradezu beängstigend. Er hatte lange Zeit mit diesen Leuten verbracht, mit ihnen gedient und an ihrer Seite gekämpft und nun waren sie alle fort, vom verfluchten Wald förmlich verschlungen und Rhys war der Letzte von ihnen, der übrig war. Dieser Gedanke war wahrlich schmerzhaft und er fragte sich durchaus, warum gerade er überleben musste und nicht die anderen, die Familie und Ehepartner... sogar Kinder hatten. Er schluckte schwer. Schob das restliche Essen beiseite. Spätestens jetzt hatte er wirklich keinen Hunger mehr. "Schon gut... ich bleibe vorerst... ", murmelte er langsam und seufzte innerlich. Er wusste nicht genau, was er von dem Heiler halten sollte, aber er war ihm zumindest einiges schuldig.
      ღ For my adorable Shadowhunter ღ