Celestial War

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    • Celestial War

      Celestial War




      Levitas

      Die Planken des alten Holzes ächzten unter der Belastung der schweren Stiefel, die über das Deck des kleinen Kahns schritten. Ein altes Boot, nicht wirklich für lange und anstrengende Reisen gedacht und noch weniger für den Transport von vielen Personen geeignet. Und geführt von einem zu rauen Späßen aufgelegten Seemann, der die glanzvollen Zeiten seines Nymphendaseins wohl bereits hinter sich hatte. Ebenso wie sein Kahn, der einen neuen Anstrich und etwas mehr Pflege dringend nötig hatte. Dennoch war er der Einzige, der nach all den Jahren noch nach Grinebones in See stach und damit das einzige Wassergefährt, was er hatte finden können. Unruhig wanderten die Schritte auf und ab, bestmöglich von der Reling entfernt. Er hasste es, auf diesem schwankenden Gefährt festzusitzen mit nichts als dem endlosen Wasser um sich herum. Sicherlich, er hatte keine Wahl als diesen Weg zu wählen, aber unwohl wurde ihm dennoch bei dem Anblick des so trügerisch ruhigen Nass. Er hörte die sanften Wellen gegen das Bug schlagen und die schäumende Gischt die nach dem Holz leckte, doch ansonsten schien die See ruhig, gar friedlich. Doch etwas sagte ihm, dass es erst jetzt so war. Der Himmel eben noch Wolkenverhangen zeigte nun die strahlende Sonne und endlos blauen Himmel, doch die Spuren des Regens lagen noch in der Luft. Unwetter bildeten sich schnell über den Ozeanen.
      "Nicht so nervös, Bursche. Oder hast du Angst, etwas nass zu werden?" Die kratzige Stimme des Alten drang über die salzige Luft zu ihn herüber und der Angesprochene drehte sich um.
      "Ich würde gerne darauf verzichten, da habt Ihr recht.", entgegnete er nur und seine goldgrünen Drachenaugen huschten wieder zu dem Gewässer. Er konnte nichts gegen dieses Unwohlsein tun und betete im Stillen, dass er bald wieder festes Land unter seinen Füßen haben würde. Je schneller er Grinebones erreichte, desto besser. Der alte Kahnführer lachte nur rau und leicht hustend auf, als er seelenruhig das schwimmende Holz auf Kurs hielt. Warum auch musste die Akademie ausgerechnet auf einer Insel liegen? Hätte man sie nicht in Szer errichten können? Oder in Motaria, die Wälder dort waren ein atemberaubender Anblick. Selbst die Berge seines Geburtsortes wären ihm lieber gewesen, wenngleich es viele Jahre her war, als er das ehemalige Königreich der Drachen zuletzt gesehen hatte. Aber nein, natürlich war sein Bestimmungsort eine Insel inmitten der riesigen Bucht, die in den weiten Ozean verlief. Seufzend strich sich der Drache das rote Haar aus dem Gesicht und blickte zum anvisierten Horizont. Er konnte den Strand der Insel bereits ausmachen der gleich einem weißen Band in der Sonne strahlte und atmete beinahe erleichtert auf. Durch die Wärme der Sonne schien sein ledernes, ärmelloses Outfit fast etwas zu warm, doch sein Körper schien die Hitze dankend entgegenzunehmen.
      "Sag mal, ihr Sonderlinge werdet so schnell nicht wieder zurückkehren, oder? Ich hab gehört, dass die Wesen nicht mehr von der Insel zurückkehren.", überlegte der weißhaarige Nymphe laut und sein neugieriger Blick blieb an den Augen des Drachens hängen.
      "Fürchtest du dich nicht ein wenig davor?", fragte er schließlich und Levitas lächelte leicht.
      "Warum sollte ich? Nicht viele meiner Sippe werden für diese Ehre ausgewählt. Und jeder, der das Schreiben akzeptiert, nimmt die Umstände an die es mit sich bringt. Auch wenn es bedeutet, das frühere Leben hinter sich zu lassen." Seine ruhige, selbstsichere Stimme ließ den Nymphen nur die Brauen hochziehen. Diese Einladung glich tatsächlich einer Ehre, wurde nicht jedes junge Wesen dazu auserwählt, Grinebones zu betreten. Nur jene, in denen der Direktor dieser Akademie selbst etwas besonderes sah, durften sich auf die Reise hier her machen. Für die Familien derjenigen war es meist ein Tag zum Feiern. Zumindest für die Meisten, Ausnahmen gab es immer. Seine Sippe war das beste Beispiel dafür.
      "Wenn du das sagst, Landratte. Dann gewöhn dich aber schonmal an den Anblick des Ozeans, Drache." Erneut ein kratziges Lachen und der Drache schüttelte nur leicht seinen Kopf und schwieg. Er war nicht gerade zu Späßen auferlegt und widmete sich lieber einem Buch, welches er in seiner Reisetasche verstaut hatte. So musste er wenigstens nicht weiter auf das offene Blaue hinaussehen, es reichte wenn er die Wellen schon hören musste...

      Einige Zeit später atmete der Rothaarige erleichtert auf, als seine Füße den Festen Steg des Anlegers betreten konnten. Den Fährmann mit einem kurzen, jedoch dankbaren Nicken verabschiedend machte er sich auf den Weg. Der weiße Sandstrand lag vor ihm und verlief in einen dahinterliegenden, tiefen Wald. Das Einzige, was ihn vor der Akademie noch trennte. Wenngleich er das mächtige Monument aus Stein und Glas hinter den Baumwipfeln aufragen sah. Er hatte bereits gehört, dass diese Akademie mehr einer ganzen Stadt ähneln sollte, bestehend aus unzähligen Turm- und Anbau Konstrukten die mit Brücken oder Straßen verbunden wurden. Der Großteil der nicht gerade kleinen Insel wurde von dem Monument des Friedens eingenommen, ein Beiname, den die Akademie nach ihrer Erschaffung bekommen hatte. Ehrlich gesagt wunderte es den Drachen, nicht schon früher hier her zitiert worden zu sein. Doch vertraute er auf das Urteilvermögens des Direktors, dem Oberhaupt des Friedensrates der Völker. Ehrlich gesagt verspürte er eine gewisse Neugierde. Der Direktor war einer der mächtigsten Wesen in ganz Celestial und dennoch war seine Rasse nach wie vor ein Geheimnis. Insgeheim freute sich der Drache bereits auf die Begegnung mit ihm, empfand er großen Respekt für einen ehrbaren Mann wie dem Direktor. Levitas schulterte seine Reisetasche und blickte kurz am Strand entlang.
      Es war keine Seele zu sehen, er war allein. Vielleicht war er doch etwas zu früh hier? Normalerweise sollten sie hier in Empfang genommen werden, allerdings hatte er noch eine gute Stunde bis zur vereinbarten Zeit. Der Fährmann war bereits auf dem Weg zurück zum Festland um noch weitere Anwerber auf sicherem Weg hier her zu bringen. Kurz zögerte der Drache. Sollte er die Stunde hier warten? Wobei er sicher war, dass er den Weg zur Akademie einfach finden würde... Nicht, dass er ungeduldig war- eher das Gegenteil davon, Levitas war es gewohnt sich in Geduld zu üben. Allerdings befand er sich an einem Strand mit perfektem Blick auf das türkisfarbene Meer. Nein, noch länger dieses Meeresrauschen zu hören würde ihn vermutlich noch Seekrank machen, weshalb er mit sicherem Schritt sich vom Wasser entfernte. Der Weg zwischen den Bäumen war leicht zu finden und er hegte keinerlei Zweifel, dass seine Schritte ihn direkt zum Haupteingang führen würden. Außerdem hielt er es für klüger, sich bereits einen kurzen Einblick auf die Umgebung zu verschaffen und konnte sein Gepäck wenigstens beiseitelegen, sobald er oben angekommen war.
      Der Wald hüllte ihn nunmehr in seinen Schatten. Die großen Blätter der Bäume verdeckten das Himmelszelt und ließen nur vereinzelte Strahlen der milden Sonne hindurch. Vögel und Insekten machten mit ihren Klängen auf sich aufmerksam während das leise Knacken und Rascheln zwischen dem dichten Unterholz des Waldes diesen Gesang abrundete. Trotz der vermutlichen Tiefe des Waldgebietes empfand er keine Beunruhigung, im Gegenteil. Er hatte es im Gefühl, dass es auf dieser Insel keine wirklichen Gefahren geben würde und eine gewisse Harmonie erfüllte die Luft dieses Ortes. Der Weg bestand aus angenehmen Pflaster in einer leicht schillernden, rosa Farbe. Rosenquarz? Er war sich nicht ganz sicher, wenn dem so wäre hätte man tatsächlich keine Kosten und Mühen um diesen Ort gescheut. Seine Schritte wurden langsamer und blieben schließlich stehen. Für einen Moment schlossen sich seine durchdringenden Augen mit den schmalzulaufenden Pupillen und er atmete tief den Duft des satten Grüns um sich herum ein. Hier ließ es sich wirklich aushalten, warum sollte er sich beeilen wenn er genauso gut etwas diese Natur genießen konnte?


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      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
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    • Raja

      Sanft umgarnte der Wind ihr zierliches Gesicht als sie es gen Sonne hielt. Gleich einer Friedensflagge wirbelte ihr weißes, langes Haar spielerisch umher und sie genoss die Stille, die der Ozean mit sich brachte. Doch der äußere Frieden war trügerisch, denn in ihrem Inneren tobte ein Sturm an Emotionen.
      Sie, Raja vah Ramira, war ausgewählt worden die Akademie der Friedenswächter zu besuchen. Ausgerechnet sie. Ihre glatte Stirn runzelte sich beim Gedanken daran, als ihr Stamm das Schreiben des Direktors der Akademie erhalten hatte. Es war drei Tage lang gefeiert worden, drei Tage für ein Saufgelage waren lang. Zumal es sich nicht unbedingt um Rajas Lieblingsbeschäftigung gehandelt hatte. Die meiste Zeit über war sie am Rade des großen Lagerfeuers gesessen und hatten den Geschichten gelauscht, die ihr Stamm bereits gesponnen hatte. Es wäre eine Ehre auserwählt zu sein, es war ein Glück, es bedeutete Ruhm für die Familie.
      Raja widerstand der Versuchung sich die Haare zu raufen. Es war eine große Verantwortung ihrem Stamm, den Sturmbringern, keine Schande zu bereiten und desshalb war ihr ganzes Herz voller Zweifel. Wie sollte sie es schaffen, sich als Wächterin des Friedens zu behaupten? Ausgerechnet sie? Deren Körper mit solchen Makeln behaftet war?
      Fast wäre sie verzweifelt, wäre nicht ein klares Knurren in ihrem Inneren ertönt. Ja, sie war nicht alleine. Ein sanftes Lächeln schlich sich nun auf ihre vollen Lippen und sie ballte die Hände zur Faust. Sie würde alles tun, um ihren Stamm, ihre Familie, glücklich zu machen. Und sie wusste, ihre liebevolle, sanfte Wölfin würde sie dabei unterstützen. Freudig sprang diese bereits in ihrem Kopf herum, sie war aufgeregt neue Bekanntschaften zu machen und Raja seufze. Sie teilte diese Aufregung nicht.

      Als sie das nächste Mal aufsah, hatten sie bereits angelegt. Mit einem kurzen Wort des Dankes verabschiedete sie sich von dem rauen Seemann, der sogleich wieder kehrt machte. Vermutlich würde er weitere Bewerber über die See transportieren. Still dankte Raja ihrer Göttin Tengri für die ruhige und geglückte Fahrt, denn der Seemann war alsbald in Schweigen verfallen als er bemerkt hatte, dass Raja nicht viel sprach.
      Nun sah sie sich zum ersten Mal um und ihre bernsteinfarbenen Augen leuchteten ob all der Schönheit, die sie umgab. Unter ihren lederbesohlten Stiefeln erstreckte sich ein feiner, weißer Standstrand und führte dazu, dass das Wasser an der Küste türkis leuchtete. Dahinter erstreckte sich ein friedlicher, smaragdgrüner Wald und sie zog tief den Atem ein. Es roch nach Frieden, Wärme und Veränderung.
      Nun ging sie in die Knie, fasste eine Handvoll des weißen Sandes und ließ ihn langsam durch ihre Finger rieseln. Er war fast genauso weiß wie ihre Mähne, in die ein paar kleine, zarte Zöpfchen geflochten waren, die mit bunten Schnüren gehalten wurden.
      Sie richtete sich wieder auf und legte ihre braune Tunika ab. Es war überraschend warm und angenehm auf der Insel, doch mit ihrer leichten, weißen Leinenhose und ihrem dunkelblauen, enganliegenden Oberteil ohne Ärmel ließ es sich nun gut aushalten.

      Sie schulterte wieder ihren Rucksack als sie ihre Tunika verstaut hatte, viel Habseligkeiten besaß sie als Nomadin ohnehin nicht, und machte sich auf den Weg zur Akademie. Diese ließ sich hinter dem großen Wald bereits erkennen und nun entfachte sich doch das Feuer der Neugierde in der Gestaltwandlerin auf dieses neue Abenteuer.

      Habe keine Honigwaben
      Aber meine Unglücksraben
      Halten ein die Essenszeiten
      Kommen Kummerbrot bereiten
      Und den Herzensbrecherwein
    • Blau war mit der Zeit mit Blau verschwommen. Zwischen Himmel und Wasser gab es bald keinen Unterschied mehr, zumindest nicht, wenn man geschwind wie er auf starken, verlässlichen Flügeln den Ozean überquerte.

      Der salzige Wind säuselte im Flug um seine Ohren und spielte mit seinem Federkleid, das im Licht der Sonne leuchtete. Seit dem vorigen Abend schon ist er so geflogen und nun, dort am Horizont, erblickte er endlich sein Ziel. Die Insel samt ihrer berühmten Akademie, dessen hohe Türme sich gen Himmel streckten.

      Warum man ausgerechnet ihn ausgewählt hatte, wusste Solivin nicht. Er konnte sich nicht daran erinnern, dass seinesgleichen je einen Fuß auf den Boden dieser ehrenwerten Einrichtung gesetzt hatte, denn diese waren dafür bekannt, sich aus Angelegenheiten, die sie nicht betrafen, heraus zu halten. Schon lange sind die Götterboten nicht mehr von Fremden kontaktiert worden.

      Dementsprechend groß war auch die Überraschung, als der Brief, der ihn zur Akademie einlud, vorgelesen wurde. Man hat viel getuschelt und sich verständigt, was denn nun aus der Situation zu machen ist. Und schließlich kam man zu dem Beschluss: Solovin sollte hin. Einen Gamajun außerhalb der Berge zu sehen würde den Leuten vielleicht den Namen der beinahe schon vergessenen Gottheit, der die Gamajun dienten, wieder in Erinnerung rufen. Und einen neuen Respekt zu den himmlischen Singvögeln und ihrer Pracht in deren Herzen erwecken. Ausserdem... So zurückgezogen Solovins Artgenossen auch waren, so wissbegierig waren sie, und ihr Wunsch, mehr über diese Welt zu erfahren, die sie schon so lange nicht mehr besucht hatten, überwog schließlich ihre Vorsicht und Misstrauen.

      So kam es also, dass man ihm eine Tasche mit allem wichtigen Proviant umgehangen, ein paar Perlen in die Federn geflochten und ihn auf die Reise geschickt hatte, zu diesem geheimnisvollen Ort weit weg von Zuhause.

      Solovin selbst hatte sich weder gefreut, noch war er enttäuscht gewesen. Er hatte die Entscheidung angenommen, so, wie er es immer tat, wenn seine Genossen einen Entschluss fällten. Er war der jüngste in seiner Gemeinschaft und hatte demnach auf die älteren zu hören. Über deren Wort stand nur das der Gottheit, aber diese hatte zu diesem Vorfall nur geschwiegen.

      Demnach hatte er auch keine Hoffnungen und Erwartungen, was seinen Aufenthalt in der Akademie betraf. Was man ihm sagte, das würde er befolgen, und wenn alles gut lief, irgendwann zurückkehren. Wenn nicht, dann eben nicht.

      Versunken in seinen Gedanken hatte der Flieger an Höhe verloren und einer seiner Klauen streifte über die kühle Oberfläche des Wassers , was ihn in die Realität zurückbrachte. Die goldenen Augen fixierten den weichen Sandstrand, der mit jeder Sekunde näher kam. Bald schon schwebte er ein letztes Mal empor, um dann elegant und vorsichtig mit ausgebreiteten Flügeln zu landen. Instinktiv zog er dann erst das eine, dann das andere Bein hintereinander hoch, denn er hatte vergessen mit einzubrechen, dass der Sand im Gegensatz zu dem kühlen Gebirgsgestein recht heiß war und die empfindlichen Füße verbrannte. Zu seinem Glück erstreckte sich in unmittelbarer Nähe ein Wald, dessen schattiges Dickicht viel einladender aussah.

      Seine Schwingen trugen ihn wieder hinauf, diesmal zum Blätterdach, wo er sich gemütlich zwischen dem Gestrüpp positionierte. Er blickte zum türkisfarbenen, stillen Nass zurück, dass sich scheinbar in die Unendlichkeit erstreckte. In diesem Moment fiel ihm auf, dass dies das erste Mal in seinem Leben war, dass er einen Ozean und einen Strand gesehen hatte. Und direkt daran schloss sich der Gedanke an, dass die Möglichkeit bestand, dass er sowohl seine Berge als auch seine Genossen nie wieder sehen würde. Sowohl die eine als auch die andere Tatsache realisierte er ohne besondere Reaktion.

      Er wandte seinen Blick zurück zu der Akademie. Ob die anderen Schüler schon da waren? Wahrscheinlich konnten nur die wenigsten von ihnen fliegen und haben die Reise auf Schiffen angetreten...

      ... Unter sich hörte er ein Rascheln. Leichte Schritte. Ein anderer Neuankömmling, wahrscheinlich. Aber Solovin dachte vorerst nicht daran, sich zu zeigen. Er wollte sich nach dem langen Flug etwas erholen.

      Die warme Sonne, die durch die Blätter schien, fühlte sich angenehm auf seiner nackten, menschlichen Haut an. Veränderung lag in der Luft, sowie der Geruch von Meersalz.
      How bad me be?
    • Weit vor Ihm erstreckte sich das Blaue Meer, so strahlend Blau wie die Augen mit denen er die Insel vor sich immer schneller näher kommen sah. Unter Ihm trug das Meer selbst Ihn auf diese Insel zu.Die salzige Luft peitschte durch seine Grauen Haare was sie wie Nebel wirken ließ. Luke spürte wie Aufregung in Ihm hoch kochte so das er das Wasser um Ihn herum weiter anheizte Ihn schneller voran zu tragen. Immer schneller wurde Luke und der Strand immer größer. "Endlich bin ich da!" Rief er voller Freude bevor Ihm eine Erkenntnis traf die seine Freude erheblich bremste. Bremsen war auch das Problem was er sah denn das hatte er zuspät getan. Er konnte seine Geschwindigkeit zwar noch verringern doch das schützte Ihn nicht davor mit dem Kopf zuerst im Heißen Sand zu landen. Einige male überschlug er sich bevor er mit dem Gesicht im Sand liegen blieb. Kurz verharrte er so bevor er sich auf den Rücken drehte. "Mist..." kam aus seinem Mund mitsamt einer menge Sand. So blieb er erstmal liegen und betrachtete den Baumwipfel über Ihm der zum Angrenzendem Wald gehörte.
      So hatte sich Luke sein ankommen auf der Insel eigentlich nicht vorgestellt als er damals den Brief erhalten hatte.Er hatte sich das ganze mehr als ein Mystisches Ankommen mit Wasser Fontänen und Nebel vorgestellt.Als der Brief durch das Fenster des großen Saals geflogen kam saß er gerade beim Essen, so das der Brief auf seinem Gemüse liegen blieb.Da wie alle seine Mahlzeiten auch dieses sehr trostlos war, freute er sich etwas zu haben was Ihn davon ablenkte.Daher nahm er den Brief direkt in die Hände um diesen mit seinem Speisemesser zu öffnen.Das Siegel was er nun erblickte ließ seine Augen strahlen.Sofort war sein Essen vergessen. Er ging zu den Wenigen die von seinem Volk noch übrig waren nach dem großem Krieg.Es waren ein paar Alte die damals zu schwach waren um zu Kämpfen und wohl bald von der Zeit selbst geholt werden würden. Diese beäugten das Schreiben mit großem Misstrauen, zu oft hatte diese Welt ihnen gezeigt wie schrecklich sie sein konnte. Nach einigen Gesprächen jedoch entschlossen sie das Luke als einziger Junger Hexer den es noch gab diese Reise antreten sollte. Sie sagten das dies wohl sein Schicksal war und er das Volke der Hexer retten musste und all solche Dinge die Luke nicht einen Moment glaubte. Die Wahrheit war weniger Mystisch, sein Vater wollte damals nicht das er in den Krieg zog da er sich schämte für Ihn und angst hatte das er glorreiche Taten vollbringen würde. Luke hatte das nie gestört da er selbst fand das seine Magie ihn Perfekt wiederspiegelte, er war frei.Schnell war alles gepackt und er sah ein letztes mal zu dem Großen Haus in dem er so lange allein gelebt hatte.Zwar hatte er nicht viele gute Erinnerungen daran doch alles in allem war es immer sein Zuhause gewesen. Schnell war die Verabschiedung von den Alten von statten gegangen die ebenfalls erleichtert wirkten von Luke getrennt zu sein wie er auch von Ihnen.

      Nun war er aber endlich hier und da wollte er seine Zeit nicht damit verbringen dem kratzen in jedem seiner Körperstellen das der Sand verursachte auf dem Grund zu gehen. So stand er endlich auf was dafür sorgte das schon mal eine Menge Sand von Ihm runter rieselte. Er war froh das er kein Obergewand trug so das er nur sein Untergewand vom Sand befreien musste. Kurz sah er sich um bevor er den Bund der Hose etwas vor zog um mit einem kleinen Wind Zauber den Sand aus besagter Hose raus zu pusten.Als das erledigt war schüttelte er sich noch einmal was ein lautes Klimpern seines goldenen Körperschmucks verursachte. Nun vollkommen vom Sand befreit machte sich Luke auf den Weg in den Wald und auf sein neues Zuhause zu.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Juraag:

      Die Flammen züngelten in den Kohlepfannen, welche an den Wände der Hütte stehen. Die Wände waren aus Tierleder gefertigt und wie eine Hexagon angefertigt. Ketten aus Knochen und diverse Trommeln waren zu sehen. In der Mitte der Hütte, auf einem Fell, saß ein alter Ork mit einem Wolfsfell um seine Schultern und den Kopf des Felles auf seinem Kopf. Er sah vor sich auf die Knochen. Daneben lag ein Brief von der Akademie. "Du hast mich rufen lassen, Scharfseher?" Der alte Schamane erhob den Kopf und sah die junge Kriegerin vor sich. "Juraag, Tochter von Grotork und Nidara. Setz dich." Er zeigte mit der Hand vor sich auf den Platz. Bedeutete ihr, sich zu setzen. Der Scharfseher ist der oberste Schamane eines Stammes. Er ist derjenige, der die Verbindung zu den Geistern herstellt. Und jeder wusste, dass die Schamanen immer ihre eigenen Methoden haben, wie sie den Willen der Geister verkünden. "Vor einigen Generationen herrschte der große Krieg und beinahe unser Volk ausgelöscht. Regelmäßig kam ein Schreiben, dass einer der unseren zur Akademie sollte. Jedesmal habe ich die Geister befragt und das Schreiben abgelehnt. Unser Volk hat die zeit gebraucht, damit die Stämme sich wieder zu einem gesunden Maße erholen konnten. Es war schon irgendwie eine Tradition, dass wir eine Ablehnung schicken. Doch diesmal haben mir die Geister etwas anderes gezeigt. Was ich dir sagen kann ist, dass sie dich zur weiteren Ausbildung entsenden, junge Kriegerin." Geduldig hörte sie zu. Doch sie sollte hier weg? Aus ihrer Heimat? Sie schloss die Augen. "Ich bin hier aufgewachsen, Scharfseher. Dies ist meine Heimat. Es ist meine Aufgabe, sie zu beschützen." - "Und doch haben die Geister noch viel mit dir vor. Sie haben so entschieden und es ist eine Ehre für unser Volk, wenn du die erste Wächterin unseres Volkes sein wirst. Und nun geh, Tochter von Grotork und Nidara. Dein Schicksal erwartet dich woanders. Und eine lange Reise liegt vor dir." Das war normal bei den Scharfsehern. Mysteriöse Andeutungen und nichts neues. Doch sie hatte keine andere Wahl. Es wurde so entschieden. Sie nickte nur, denn weitere Worte sind nicht nötig. Sie verstand auch so und man verabschiedet sich niemals von einem Scharfseher, denn in ihrem Glaube sind sie bei einem.

      Das waren die Gedanken, als sie am Wasser stand. Als die kalte Schnauze ihres Schreckenswolfs gegen ihre Hand stieß. Riss sie aus den Erinnerungen. Seit zwei Wochen ist sie unterwegs. Bewaffnet mit ihrer Axt und einem Seesack mit persönlichen Dingen. Sie hatte in den zwei Wochen nur Drakka als Begleiterin gehabt. Ihren Wolf. Es war wie ein Abschied gewesen, aber auch eine Erinnerung, dass sie immer das sein wird, was sie ist. Eine Orkin und die erste, welche an der Akademie als Wächterin ausgebildet wird. Ohne ihre Wurzeln zu vergessen. Doch nun kraulte sie das Fell an der Flanke von Drakka. "Du spürst es, nicht wahr Drakka? Die Zeit des Abschieds ist gekommen. Doch eines Tages werden wir uns wieder sehen. Lok Narash, kleine Schwester." Das ist der Abschied. Die letzte Sache, welche sie hinter sich lässt. Ihr Schreckenswollf rannte davon. Blieb auf einem Hügel stehen und heulte das Lied ihres Stammes. Selber hob Juraag nur ihre Axt. Ein Versprechen, das sie sich wiedersehen werden.

      Und da war auch schon der alte Seemann, welcher sie zur Insel übersetzen wird. "Das wird interessant. der erste Ork an der Akademie. Komm an Board, Mädchen. Wir sind ein paar Stunden unterwegs." Juraag nickte Nahm sich ihren Seesack und betrat das Boot. Bisher kannte sie nur die Steppe und ein paar Wälder drum herum. Aber die See und Inseln? Nein. Das kannte sie nicht wirklich und so war sie wie ein kleines Mädchen, welche das erste mal unterwegs ist. Die Welt erkundete. Auch redete sie mit dem Kapitän des Bootes und erfuhr, dass er schon mal mit Orks zusammen gekämpft hatte. Sie auch respektierte. Und das mochte die junge Runenkriegerin. Sie hat die Zeit noch genutzt, um ihre Axt mit einfachen dauerhaften Runen zu verstärken.

      Als sie ankam, nahm sie sich ihren Seesack und sprang vom Boot. Das Wasser spritzte nach oben, als die mit Muskeln versehende Kriegerin im Wasser am Strand landete. Nun war sie bereit für das neue in ihrem Leben. Mit dem Seesack um die Schulter und ihre große Axt in der linken Hand ging sie los. Mit schweren und entschlossenen Schritten ging sie voran. Bereit ihre Pflicht gegenüber ihrem Volk und ihrem Stamm zu erfüllen. Sie ist stolz auf ihre Herkunft und trägt auch die Rüstung ihres Stammes. Dass sie nicht leise ist, das ist ihr schon klar, aber sie kann eh nicht schleichen und bevorzugt die direkte Konfrontation. Kampfbereit und jeden Gegner direkt zu begegnen, der sie angreifen will.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • Zelia

      Das Gute daran ein Wesen mit Flügeln zu sein war, dass man immer wieder wechseln konnte wie man sich fortbewegte. Jetzt grade wurden ihre Flügel schlapp und die blonde Elfe ließ sich zu Boden gleiten. Sanft landete sie auf ihren Füßen und es war wirklich angenehm mal wieder den Boden unter diesen zu spüren. Langsam legten sich ihre Flügel auf ihren Körper und waren ihr so nicht mehr im Weg als sie sich auf einem Stein niederließ um sich etwas zu entspannen. Zelia seufzte, denn eigentlich hatte sie keine Lust auf die Reise gehabt und doch war sie hier. Es würde seltsam werden sich an Regeln auf einer Akademie zu halten, wenn auch sie nichts gegen die neuen Leute in ihrem Leben haben würde. Es war sowieso langweilig immer nur die selben Sachen zu sehen.
      Zu gut erinnerte sie sich noch an die "Einladung". Für ihren Vater ein guter Tag, wenn auch er etwas schimpfte wieso erst jetzt der Brief kam und nicht schon viel früher, denn immerhin war seine Tochter doch etwas besonderes und würde irgendwann den Stamm anführen. So zumindest sein Plan und Wunsch, doch immer wieder merkte sie wie es sie einfach nicht interessierte und seine Erwartungen sie fast schon erdrückten. Zelia wollte was von der Welt sehen, so wie jetzt und lieber auf Erkundungstour gehen statt sich zu sorgen, dass "der große Baum Blätter verlor".
      Erneut seufzte sie und beschloss den Rest des Weges zu Fuß zurück zu legen, zumindest bis zu dem Boot, dass sie dann hinüber auf die Insel brachte. Seltsam, denn sie hatte gedacht, dass sie hier schon die anderen Leute treffen würde, doch scheinbar kamen sie alle zu sehr unterschiedlichen Zeiten an. Dennoch war sie gut genug beschäftigt bei der Schifffahrt, denn sie quatschte dem Schiffer schon fast ein Ohr ab und dieser schien schon fast froh sie los zu sein als sie das Schiff auf der Insel verließ. "Tschüss und vielleicht sieht man sich ja mal wieder.", meinte sie und wank ihm freudestrahlend und ausgiebig.
      "Dann wollen wir mal. Scheint ja sonst keiner hier zu sein." kurz sah sie sich um und beschloss dann einfach der Nase nach. Da ein Wald voraus lag und sie nicht wusste, ob sie durch diesen Leute am Boden sehen konnte, beschloss sie vorerst noch zu gehen und machte sich auf dem Weg. "Ob es hilft, wenn ich vielleicht einfach mal rufe?", murmelte sie zu sich selbst und unbeschwert wie sie war setzte sie diese Idee in die Tat um: "HALLO, IST SCHON WER DA?!?", rief sie, kaum hatte sie den Wald betreten und hoffte vielleicht nun schon jemanden zu finden damit ihr nicht zu langweilig wurde.
    • Levitas

      Das sanfte Rauschen der Blätter vermischte sich mit dem noch immer salzigen Geruch des Meeres. Jetzt, wo dieses grauenhafte Nass weit weg von dem Drachling war, konnte er endlich etwas entspannen. Er war ohnehin zu früh hier, warum sollte er sich also groß beeilen? Die Aufnahmezeremonie begann ohnehin erst nach Ankunft der Neulinge. Mittlerweile hatte der Rotschopf auf einem der umgestürzten Stämme platz genommen, welcher mit Moos und fremden Pilzarten bewachsen war. Er saß etwas erhöht und nicht weit entfernt von dem Rosenquarz-Weg. Jener Weg schien zu funkeln in der durch das Blätterdach scheinenden Sonne und schmunzelnd betrachtete er das Lichtspiel eine Weile. Er liebte glänzende Sachen, wenngleich das hier kein nennenswerter Schatz war, der sein dunkles Verlangen wecken könnte. Hübsch anzusehen war es aber allemal. Seine Gedanken schweiften ab zu dem, was ihn wohl erwarten würde. Dass er ausgerechnet jetzt eingeladen wurde machte ihn zugegeben etwas misstrauisch. Levitas kannte die Geschichte dieser Insel, er hatte sie regelrecht verschlungen, als er das erste Mal von Grinebones gehört hatte. Dieses Bauwerk wurde zwar als Akademie bezeichnet, doch das hier herrschende System war das einer Stadt, einem eigenen Königreich wenn man es so nennen wollte. Der Direktor war jener, der alles bestimmte auf dieser Insel. Ihm allein oblag, wer die Akademie zu Gesicht bekam und wer nicht. Und jedes Mal, wenn neue Wächter zur Ausbildung berufen wurden, konnte man davon ausgehen, dass Celestial bedroht wurde oder politisch instabil zu sein schien. Die Jahre in denen Wesen gerufen wurden waren unregelmäßig und meistens erkannte man den Beweggrund dahinter. Das letzte Mal, als Schüler auserkoren wurden, war zu Zeiten einer gefährlichen Dürre und damit verbundener Hungersnot in Dorrigan. Es hatte Aufstände und Unruhen gegeben, woraufhin neue Wächter ausgesandt wurden, um jene Probleme anzugehen. Deren Fähigkeiten waren perfekt auf diese Situation abgestimmt. Levitas fragte, für welche Komplikation er herberufen wurde. Seine stärkste Fähigkeit blieb nun mal die Macht des Feuers. Damit konnte er jedoch keinem Land wirklich behilflich sein, es war eine Macht der Zerstörung... Stellte sich also die Frage, weshalb er hier war und wozu seine Fähigkeiten von Nutzen sein würden. Zweifel hegte der Halbdrache nicht, das verbot ihm sein Stolz. Aber eine gesunde Skepsis hatte noch niemanden geschadet.

      Ein Rascheln holte den Drachling aus seinen Gedanken, als Schritte sich seiner Position näherten. Sie waren leise, kaum hörbar und auch nicht sehr schnell. Aufmerksam hob er seinen Kopf und seine gelbgrünen Augen fanden zwischen dem dichten Grün alsbald den Neuankömmling. Überrascht weiteten sich seine sonderbaren Miasmen. Das konnte jetzt nicht wahr sein! Levitas hatte vieles erwartet aber nicht dieses Gesicht jemals hier anzutreffen! Ein breites Lächeln umspielte seine Lippen und beinahe jungenhaft sprang er von dem Baumstamm herab. Diesen weißhaarigen Schopf und die dunklen Bemalungen des unsicheren Gesichtes würde er überall wiedererkennen!
      "Hätte nicht gedacht einen weißen Wolf hier anzutreffen! Auf der Suche nach neuen Gefilden, Raja? Oder hast du mich so sehr vermisst, dass du nach drei Jahren nun doch nach mir gesucht hast?" Sein Lächeln wandelte sich in ein freches Grinsen und er schritt auf die ihm wohlbekannte Gestaltwandlerin zu. Seine Worte waren keiner bösen Natur, doch liebte er es, diese doch eher schüchterne Frau zu ärgern. Als sie ihn erkannte stand er bereits vor ihr. Levitas hatte sie lange nicht mehr gesehen! Das letzte Mal war zu ihrer Jugendzeit, bereits einige Jahre her. Er hatte die Kleine wirklich vermisst und konnte nicht anders, als in alter Gewohnheit durch ihre weiße Mähne zu wuscheln.
      Das sie ebenso eine der Auserwählten war überraschte den Drachen doch sehr. Raja war für ihn mehr jemand, den man beschützen musste, sobald man in ihre bernsteinfarbenen Augen blickte. Zumindest hatte er als Kind jedes Mal auf sie aufgepasst, ob nun bei der einfachen Tollerei oder vor anderen Kindern, welche sie ärgern wollten. Seiner kleinen Schwester sollte niemand ein Haar krümmen, auch wenn sie beide nicht im Blute miteinander verwandt waren. Wie er es erwartet hatte schien sie eher spärliches Gepäck bei sich zu tragen. Wobei seine Reisetasche nur bedingt größer war. Ein bekanntes Gesicht auf dieser Insel gefiel ihm, es freute ihn sogar regelrecht, dass er nicht völlig alleine hier starten würde. Wobei er auch das ohne Probleme gemeistert hätte, aber einen guten Freund konnte man in fremden Gefilden immer gebrauchen!


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    • Raja

      Argwöhnisch betrachteten Wölfin und Frau zugleich den Weg aus rosagefärbten Stein, welcher sich durch den tiefgrünen Wald zu schlängeln schien. Er war schön anzusehen, dies stand außer Fragen, doch der Logik der Wölfin entzog sich der Nutzen davon. Wieso wollte man lieber auf einem glatten Stein gehen, wenn man doch lieber den erdigen Waldboden unter den Füßen und Pfoten spüren konnte?
      Raja gab sich nun einen Ruck und betrat den seltsamen Weg. Wider ihre Erwartungen geschah nichts Sonderbares und schließlich gab sich auch ihre Wölfin geschlagen. Innerlich rollte sie sich zu einem flauschigen, weißen Ball zusammen und ließ die Frau gewähren.
      Langsam, mit vorsichtigen Schritten begann sie sich ihren Weg durch den dunklen, wunderschönen Wald zu bahnen. Schließlich wusste man nie, was einen erwartete und Vorsicht war besser als Nachsicht. Doch vorerst geschah nichts und sie setzte ihren Weg fort.

      Einige Zeit war sie durch den Wald gegangen, als plötzlich mehrere Dinge gleichzeitig geschahen. Sie hörte einen Laut, der sich fast wie ein Sprung oder Fall anhörte und roch einen alten, und überaus vertrauten Geruch. Sofort war ihre Wölfin hellwach, doch anstatt zu knurren und in Angriffsstellung zu wechseln, schien sich ihr Tier regelrecht zu freuen!
      Raja wusste nicht wie ihr geschah, als sie plötzlich jemand ansprach. Überrascht wendete sie sich der Gestalt mit roten Haaren zu und ihre bernsteinfarbenen Augen weiteten sich.
      Das konnte doch nicht! Sie blickte in zwei überaus vertraute gelbgrüne Augen und hörte eher nebenbei, dass Levitas mit ihr sprach. Sie war überrascht ihren Freund aus Kindertagen und zugleich großen Bruder hier zu sehen. Doch nein, eigentlich hätte sie es sich denken können. Schon immer war der Halbdrache stark gewesen, hatte sie beschützt und immer auf sie aufgepasst.
      Als er ihr aus altbekannter Manier durch ihre weiße Mähne wuschelte, zierte sogar ein kleines Lächeln ihr Gesicht. Er brachte sie immer dazu, ein klein wenig aus sich herauszugehen indem er sie ärgerte oder zu Dingen überredete, die sie ohne ihn nie gewagt hätte.
      „Ich bin froh, dich zu sehen, Levitas.“, sagte sie ehrlich und blickte ihn an. Eine weitere Bemerkung, dass er wohl eher SIE gesucht habe, brachte sie wieder nicht über die Lippen. Zu sehr fürchtete sie sich vor etwaigen Reaktionen anderer, und dabei war es fast egal, um wen es sich dabei handelte.
      Und nun war es an ihr, ihn neugierig zu mustern. Er war noch ein Stück größer geworden als bei ihrem damaligen Abschied und hatte eine muskulösere Statur. Selbstsicher und stolz wie er war, strahlte er eine Zuversicht aus, um die sie ihn beneidete. Er schien in der Blütezeit seines Lebens zu stehen und beinahe schmerzhaft dachte Raja an ihre Kindheit und Jugend zurück.
      Ihr Stamm war dabei für eine überraschend lange Zeit an ein und demselben Ort geblieben und dies war die Zeit, die sie mit Levitas verbracht hatte. Diese Zeit zählte zu den besten in ihrem Leben und die Erinnerungen daran hütete sie wie einen Schatz.
      „Wir sollten…weiter…“, sagte sie leise und deutete auf den seltsamen Weg. Sie wollte sich selbst, ihrem Stamm, aber nun auch ihrem alten Freund beweisen, dass auch sie selbst gewachsen und stärker geworden war. Und dazu gehörte nun einmal auch das Erfüllen von Pflichten und somit auch das Weitergehen zur Akademie.
      Doch zu der Entscheidung kamen beide nicht, als plötzlich ein Ruf ertönte. Jemand schrie doch tatsächlich in den Wald hinein und Raja spitze die Ohren. Es war definitiv der Ruf einer Frau und in ihr keimte Neugierde auf, wer denn so mutig war einfach in einen dunklen Wald hineinzurufen. Sie blickte Levitas fragend an. Er hatte früher immer gewusst was sie dachte, vielleicht war dies heute auch noch so. Sie stellte ihm die unausgesprochene Frage, ob sie dem Rufen entgegengehen oder lieber abhauen sollten. Sie selbst wäre für letzteres, doch dies entsprang nur ihrer schüchternen Natur, das wusste sie.

      Habe keine Honigwaben
      Aber meine Unglücksraben
      Halten ein die Essenszeiten
      Kommen Kummerbrot bereiten
      Und den Herzensbrecherwein

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    • Da kam jemand.

      Solovin hörte augenblicklich auf, seine Federn zu inspizieren und blickte stattdessen aus seinem Versteck zwischen den Blättern hervor. Dort, auf dem schönen rosa-glänzenden Steinchenweg, sind zwei Personen aufgetaucht. Aus ihrem freundlichen und vertrauten Umgangston miteinander konnte man schließen, dass sie bereits miteinander bekannt waren. Professoren der Akademie waren sie wohl nicht, dafür waren sie viel zu jung. Seine neuen Mitschüler also?

      Nachdenklich stellte er sich von einem Bein aufs andere. Wie vorgehen? Die Fremden grüßen? Oder lieber abwarten und schauen, wie sie sich weiter verhalten würden? Zudem schienen die beiden nicht die einzigen Neuankömmlinge in diesem Wald zu sein: von weit her rief jemand. Vorsichtig bewegte mit seinem Flügel einen dünne Ast aus seinem Sichtfeld und sah in die Richtung, aus der er die Stimme vernommen hatte. Dank seinen scharfen Augen und der günstigen Position konnte er eine Figur erkennen, die am Waldrand stand. Ein Gefühl der unstillbaren Wissbegierde ergriff seinen Geist. So lange hatte er von allen möglichen Wesen aus Sagen und Geschichten gehört, die die Alten ihm erzählt hatten, jedoch nie die Möglichkeit gehabt, diese selbst zu sehen. Schon lange hatte kein fremder seinen Fuß mehr in die Bergesgrotten gesetzt, in denen er lebte.

      Schließlich, wie es für seine Rasse typisch war, gewann die Neugier die Oberhand. Mit einer seichten Bewegung sprang er vom Ast ab und flatterte aus seinem Versteck hervor. langsam glitt der Gamajun hernieder, beschloss jedoch, vorerst nicht auf dem Boden zu landen, sondern auf einem anderen Ast über den Köpfen der Neuankömmlinge, wo er sichtbar war. Dennoch hatte er die Vorsicht nicht ganz vernachlässigt und schlug die Schwingen für´s erste schützend um seinen Körper, so, dass die Hälfte seines Gesichtes verdeckt war.

      Nun konnte er sich sattsehen und seine Neugier stillen. Unter ihm befand sich eine junge, schlanke Frau mit weißen Haaren und einer Art Bemalung im Gesicht. Neben ihr ein recht muskulöser, breitschultriger Jüngling mit ungewöhnlichen, echsenartigen Pupillen, von dem Solovin eine sonderbare Hitze ausgehen spüren konnte. Der Flieger legte seinen Kopf zur Seite und beschloss, die Fremden zu grüßen, und zwar auf die Art seines Volkes. Eine feine Melodie ertönte in seiner Kehle. Die Stimme der Gamajun hörte sich an wie eine Mischung aus Menschen und Vogelgesang, sowie noch etwas ganz anderem, unbekannten. Ein Klang, der sowohl außerweltlich als auch unbeschreiblich schön war, fremd und doch vertraut und sanft, wie ein geliebtes Wiegenlied aus früheren Zeiten. Jede Gamajun hatte normalerweise ihr eigenes, persönliches Lied, mit der sie oder er sich zu erkennen gab. Solovin sang seines.

      Als er fertig war, sah er seine, wie er vermutete, baldigen Mitschüler erwartungsvoll an und wartete ab.
      How bad me be?
    • Luke ging ziel gerichtet den Weg vor sich entlang. Er konnte die Magie um sich herum spüren, der Wald war wahrscheinlich einer von vielen Orten auf dieser Insel die Magie in sich trugen. Da er aber nicht viel Zeit verlieren wollte hielt er sich damit nicht weiter auf.Vor sich auf dem Weg konnte er noch andere Magie spüren die als er merkte um was es sich handelte seine Nackenhaare aufstellen ließ. Auf dem Weg vor Ihm war jemand der das Feuer beherrschte. Nun wurden seine Schritte langsamer und ein ruf hinter Ihm ließ Ihn ein wenig aufschrecken. Anscheinend war noch jemand auf der Insel angekommen stellte Luke fest. Jedoch konnte er sich darauf nun nicht wirklich Konzentrieren. Langsam schritt er weiter durch den Wald bis er vor sich in einiger Entfernung zwei Gestalten sehen konnte. Sie schienen sich zu unterhalten und Luke erkannte sofort wer von den Beiden die Magie nutzte die er so fürchtete. Über Ihm hörte er nun auch jemanden oder etwas Singen, wirklich raushören um was es sich handelte konnte er nicht. Er hoffte aber das dieser Gesang die Beiden vor Ihm ablenkte und er so mit wenig aufsehen an den Beiden vorbei kommen würde. Er nahm seinen Mut zusammen und machte sich langsam auf den Weg. Je näher er kam desto mehr fing sein Herz an zu pochen. Er versuchte sich einzureden das alles gut sei und niemand Ihn aus heiterem Himmel angreifen würde. Normal war er kein Ängstlicher Mensch doch diese Sache ließ ihn dann alle Vernunft vergessen.Luke war nun fast auf der gleichen Höhe wie die Beiden vor Ihm und gerade als er dachte er wäre ohne Probleme an den Beiden vorbei gekommen, merkte er wie ein Goldener Anhänger an seinem Arm sich in etwas verkeilt hatte. Ohne darüber nachzudenken riss er sich los und landete erneut wie bereits schon mal an diesem Tag auf dem Boden. Die Panik kam nun aus Ihm heraus und ohne darüber Nachzudenken ließ er eine Gewaltige Fontäne an Wasser los die er erst vor sich schoss und dann nach Oben so das eine gute Menge Wasser über den Bäumen auftauchte. Wie das aber nun mal mit Wasser war kam dieses dann in form von einzelnen Tropfen wieder auf sie alle nieder. Luke merkte nun was passiert war und sah erst um sich wo alles Nass war und dann die Beiden vor sich an die von seinem Auftritt nicht verschont geblieben waren. Langsam richtete er seine Hände auf und hielt sie Unschuldig vor sich "Ups..." Kam nur von Ihm während er überlegte wie er am schnellsten weg kam von diesem Ort. Er glaubte aber das so keiner der Beiden Feuer machen konnte oder Ihn vergessen würde. Er glaubte aber das dies nicht das Beste gewesen war was er hätten tun können. "Ähm....also ich bin Luke..und Ihr so ?" Er grinste ein wenig schief während er aus dem Schlamm aufstand der sich nun auf dem Boden gebildet hatte.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Die war eine neue Welt für sie. Klar war sie aufmerksam, aber die Bäume. Die See. Die Umgebung. Das alles war neu für die junge Kriegerin. Aber was heißt schon jung in ihrem Volk? Sobald ein Ork als Kind stehen kann, hat er auch schon eine Waffe in der Hand. Das liegt ihrem Volke im Blut. Juraag musste lächeln, als sie sich an ihre erste Waffe erinnerte. Es war der Knochen eins Jorkanas, einem Raubtier, was dem Elefanten ähnlich ist, aber auch kleiner ist. Laut ihren Eltern wollte sie ihr Essen gegenüber ihren ein Jahr älteren Bruder verteidigen. Juraag erinnerte sich noch an die Szene. Erinnerte sich daran, wie die Kraft von Runen durch ihre Adern floss. Sie hat nur noch gespürt, dass Wut in ihr aufbrodelte. Und alles, was danach kam, daran erinnerte sie sich nicht wirklich mehr. Laut den Erzählungen ihrer Eltern hat der Knochen blau aufgeglüht und sie hätte beinahe ihrem Bruder den Schädel eingeschlagen. Nachdem sie die halbe Einrichtung kaputt geschlagen hat. Doch ihre Eltern wussten, was sie sind. Mit ihren Bruder hatte sie sich ein paar Jahre später ausgesprochen, nachdem sie ihre Fähigkeiten und die Kraft der Runen soweit unter Kontrolle hatte. Sie verstehen sich sehr gut und decken sich gegenseitig den Rücken. So wie es in einem Stamm sein soll.

      Mit dieser Erinnerung und einem Lächeln im Gesicht kam leise ein wohlig tönender Gesang in ihren Ohren. Dazu eine riesige Wasserfontäne. War das ein einzigartiges Schauspiel? Sowas hatten sie in der Steppe nicht. Mit Nahrung und besonders mit Wasser mussten sie haushalten. Aber wo so eine Fontäne entsteht, da muss es auch eine Wasserquelle sein. Also änderte sie ihren Weg und mit ihrem schweren Gang kam sie dann an der Lichtung an. Sie machte gar nicht erst den Versuch, sich an zu schleichen, weil es nicht unbedingt ihre Paradedisziplin ist. Ihr Blick schweifte über die Lichtung. Als erstes fiel ihr eine Menschenfrau mit weißen Haar und seltsamen Markierungen im Gesicht aus. Sie sieht etwas schwächlich aus, aber sie wird nicht den Fehler machen, sie einerseits zu unterschätzen und dann noch darauf anzusprechen. Das hat ihr schon mal eine gebrochene Hand eingefangen. Dabei war die Orkin richtig süß. Genau ihr Typ. Aber sie schweifte ab. Der Nächste in der Reihe war ein zweiter Mensch. An den Schultern sah sie Tätowierungen und er hatte lange rote Haare. Ohrringe und Ringe in der Lippe. Der dritte Mensch war ein junger Mann mit hellen blauartigen Haaren. Ein Teil seiner Kleidung war mit Schlamm bedeckt. Da sah sie auch den Schlamm auf dem Boden. Was war passiert? Wo ist die Fontäne aus Wasser hin? Wurden sie von der Fontäne nass gemacht? Doch da verkrampfte sich kurz ihre linke Hand, als Juraag die geflügelte Gestalt sah. Ein Jinka? Nein. Dazu war der Oberkörper zu menschlich. Außerdem hatte er Federn, welche die Jinka nicht haben. Es gibt zwei Wesen in der Steppe. Einmal die Arracokkra. Das sind geflügelte Wesen, welche sehr zurückgezogen leben und mit ihrem Stamm Tauschgeschäfte durchführen. An den Flügeln haben sie Krallen, die wie Hände funktionieren. Sie werden nicht viel größer als 5 bis 5 1/2 Fuß groß. Doch man sollte sie nicht unterschätzen. Sie wissen sich zu wehren und können kämpfen. Ihre Flügel sind nicht nur zur Zierde. Aber was das gefährliche an diesen Wesen ist, sie brauchen keine Waffen, um zu kämpfen. Und dann gibt es noch die Jinkas. Sie werden zwischen 7 und 8 Fuß groß und haben längere Krallen als die Arracokkras. Ihre Schnäbel sind länger und sie haben auch Zähne, als zu ihren Artverwandten. Und es gibt sie in Massen. Aber was viel wichtiger ist. Den Jinkas geht es nur ums Töten, weil sie Spaß daran haben. Sie haben schon viel Leid über die Stämme gebracht, aber sie konnten die Jinkas nie vernichten. Dafür sind sie zu zahlreich. Also entspannte sich ihre linke Hand mit der Axt, als sie den Mischling aus Mensch und Vogel sah. Ein Wesen, welches sie noch nie gesehen hatte.

      Diese Einschätzung dauerte nur ein paar wenige Sekunden. "Nakar Orar, Reisende. Ich bin Juraag Rres, Tochter von Grotork und Nidara aus dem Stamm der Frostwölfe. Seid Ihr auf den Weg zur Akademie und ist es gestattet, dass ich mich Euch anschließe?" Ihre Ohren hörten noch etwas lautes rufen. Eine weibliche Stimme. Was die Gestalt rief, das konnte sie nicht hören. "Und es scheint noch jemand, auf dem Weg zur Akademie zu sein." Während sie die Gruppe angesprochen hat, war sie nicht näher ran getreten. Einfach aus Vorsicht. Und doch hielt sie ihre Axt gen Boden, damit niemand auf die Idee kommen würde, dass sie die Gruppe angreifen will.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

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    • Zelia

      Ihr Ruf verhallte zwischen den Bäumen und wurde von diesen scheinbar verschluckt, denn immerhin erhielt sie keine Antwort. Kurz blieb sie stehen und sah sich um, doch es zeigte sich Nichts und Niemand. Zu sehr hatte sich die Elfe drauf gefreut gehabt neue Leute kennenzulernen und doch war hier scheinbar keiner. Vielleicht war sie doch zu früh und die Erste, kam es ihr in den Sinn und Zelia beschloss weiter zu gehen. Schon im nächsten Moment sah und hörte sie Dinge, die ihr zumindest zeigten, dass sie nicht ganz alleine war. Eine Wasser-Fontäne schoss etwas vor ihr in die Höhe und sie wusste nicht, ob dies nur ein normales Naturschauspiel war oder jemand es ausgelöst hatte. Doch noch besonderer machte dieses Schauspiel, dass es untermalt wurde von einem wunderschönen Gesang. Sicher hatte Zelia schon oft Vogelgesänge gehört und doch war dieser hier etwas Besonderes, der nur das Schauspiel und auch die Einzigartigkeit der Insel selbst unterstrich.
      Doch so schnell wie es gekommen war hörte es auch wieder auf und sie war nun wieder alleine mit ihren Gedanken, die ihr nun nur wieder zeigten wie mühsam es doch manchmal war zu Fuß zu gehen. Ihre Füße schmerzten und doch hatte sie keine Lust zu fliegen, denn sonst würde sie vielleicht die Anderen verpassen. Vor ihr auf dem Weg baute sich in ihrem Blickfeld ein Berg von einem Wesen auf und die Elfe sah die Axt daneben funkelnd auf dem Boden. Sie schien grade rechtzeitig gekommen zu sein um die Vorstellung zu hören. "Freut mich auch. Ich bin Zelia.", meinte sie nun hinter dem Rücken der Orkin, die sie scheinbar noch nicht gesehen hatte und auch hatte sie selbst die Anderen noch nicht zu Gesicht bekommen. Ihr war auch nicht danach sich gleich mit ihrem Titel vorzustellen oder offen zu sagen, dass ihr Vater der Anführer war. Sie stellte sich nun neben die Orkin und nahm die Gruppe vor sich in Augenschein. Grade neben der sehr großen Gestalt wirkte sie mit ihren grade mal circa 1,40m noch kleiner.
    • Levitas

      Hätte ihm jemand gesagt, dass sein Ankommen auf dieser Insel der verrückteste Tag seines Lebens werden würde, hätte der Rotschopf nur laut darüber gelacht. Doch zu glauben, es würde ruhig und gesittet von statten gehen, war ein naiver Gedanke wie sich später herausstellte.
      Das Erste was Raja und er hörten war ein lauter Ruf in den Wald von einer Frau. Die Worte wurden vom Wind davongetragen, als dass er sie richtig vernehmen könnte. Etwas verwirrt zogen sich seine Brauen zusammen und er sah auf den Weg zurück, den er gekommen war.
      "Hast du das gehört?", fragte er an seine langjährige Freundin gewandt. Doch noch ehe er weitersprechen konnte oder sich gar über diesen überraschenden Ruf wundern konnte, durchbrach bereits der nächste Klang die harmonische Stille des grünen Dickichts. Diesmal war es jedoch...ein Vogel? Nein, dafür war dieser Gesang zu melodisch. Fasziniert suchten seine Drachenaugen nach dem Ursprung der sonderbaren und doch schönen Musik. Unweit über ihnen konnte er etwas ausmachen, dass einem Vogel am nächsten kam, jedoch um ein Vielfaches größer zu sein schien. Etwas überrascht hob er die Brauen als er ein menschliches Gesicht zwischen den Federn ausmachen konnte. Den Stich, den der Anblick der Schwingen in ihm auslösten, verdrängte der Halbdrache schnell wieder. Levitas tippte der Gestaltwandlerin sanft auf die Schulter und nickte nach oben zu dem Ast, auf dem dieses fremde Wesen hockte. Soetwas hatte er noch nie gesehen. Dabei kannte sich der Drache ziemlich gut mit den verschiedenen Völkern aus, er selbst hatte lange in einer der größeren Städte gelebt, in denen es von den verschiedensten Kreaturen nur so wimmelte. Eine Harpyie war das schonmal nicht und etwas neugierig blieben seine Reptilienaugen auf den Vogelmenschen gerichtet, der für sie so schön zu singen begonnen hatte. Der Ton verklang und zurück blieb kurz die ehrwürdige Stille, ehe der Drachling einen Schritt nach vorne tat und ein leichtes Lächeln auf den Lippen trug.
      "Wir können leider kein so schönes Lied für dich singen, vielen Dank für die Begrüßung. Ich nehme an du bist einer unserer Mitschüler?", begann Levitas das Wort zu ergreifen. Der Gesang war schön, das konnte er nicht abstreiten und er kämpfte seinen verletzten Stolz aufgrund der Flügel vorerst tapfer zurück.
      "Levitas der Name." Verbeugen würde er sich nicht, wenngleich es eigentlich zu der respektvollen Begrüßung gehörte. Ein Drache würde jedoch nie sein Haupt neigen, vor niemanden. Trotzdem wollte er nicht unbedingt unhöflich wirken am ersten Tag seines hiesigen Aufenthaltes. Er hoffte nur, dass er nicht noch mehr Mitschüler mit der Fähigkeit des Fliegens bekommen würde. Auf Dauer könnte dies sein verletztes Ehrgefühl drastisch steigern...

      Bevor die etwas unangenehme Vorstellung fortfahren konnte krachte bereits ein weiterer, junger Mann unweit neben ihnen zu Boden. Offenbar hatte er sich vorbeischleichen wollen und etwas spöttisch hob der Halbdrache seine Brauen, als der blauhaarige junge Mann zu Boden stürzte. Dass er dabei funkelnde, goldene Ketten trug imponierte ihn dann doch sehr und kurz lag sein Blick gierig auf dem Edelmetall. Seine Schwärmerei war von kurzer Dauer. Wasser... Auch noch als Fontäne- überall war dieses widerliche Nass. Und er bekam es natürlich mit Raja am meisten ab, da sie sich direkt neben dem Übeltäter befanden. Seine Liebe für Gold verblasste und stattdessen zeichnete sich Entsetzen auf seinen schönen Zügen ab. Was zum-? Erschrocken machte Levitas einen Satz zurück und sah an sich herab, dabei ein zorniges Zischen von sich gebend. Oh, das würde er ihm büßen! Er war doch nicht über das Meer gekommen, ohne einen Tropfen des salzigen Nass zu berühren, nur um von einem Tollpatsch damit übergossen zu werden! Hatte er seine Kräfte denn gar nicht unter Kontrolle?
      "Ich hoffe du hast eine gute Erklärung dafür!", knurrte der Rotschopf mehr als gereizt und schüttelte seine nassen Haare. Diese Fontäne mochte zwar nicht feindlich gesinnt gewesen sein oder gar schädlich, dennoch drehte sich dem Halbdrachen der Magen um. Wenn er 'versehentlich' schon so etwas auslöste... Was würde der Blauhaarige dann erst auf einer Insel inmitten des Meeres anstellen?! Er schnaubte missbilligend. Seine Laune war gerade auf dem Tiefpunkt. Nicht nur, dass er einen Mitschüler hatte, der die Flügel hatte, die ihm verwehrt blieben. Nein, ein Wasserbändiger war auch noch mit dabei... Warum war er noch gleich hier? Etwas ratlos blickte er zu Raja und zu dem Vogelwesen, unwissend, ob er Luke- wie er sich vorstellte- gleich in Brand setzen sollte oder nicht. Allerdings wollte er eine weitere Dusche vermeiden.

      Kurz darauf betrat bereits die nächste Mitstreiterin die Bühne und diesmal zog der Drachling überrascht die Brauen hoch. Er hatte zwar schon von den Orcs gehört, war bislang aber noch nie dazu gekommen, einen sehen zu können. Dazu noch ein weibliches Exemplar der kriegerischen Rasse. Sie kam mit ihrer Größe spielend leicht an seine hochgewachsene Gestalt ran und wirkte so, als könnte sie einem jeden Knochen im Leib spielend leicht brechen. Aber wenigstens schien sie ein normales Auftreten zu bevorzugen im Gegensatz zu diesem Luke. Er strich sich die nassen Strähnen des roten Haares zurück und versuchte nicht gänzlich wie das Ergebnis einer Seifenoper zu wirken. Sie hatte sich wenigstens gebührend vorgestellt, wenngleich er die Sprache der Orcs nicht kannte, in der sie die Truppe begrüßt hatte. Etwas unschlüssig blickte der Rotschopf abermals hinter die Orcin zu dem Weg, der von den dichten Bäumen beinahe verschluckt wurde. Er hatte doch eben noch eine Stimme vernommen? Warum sah er die Besitzerin dieser nicht? Ehe er fragen konnte tauchte... eine schrecklich kleine, junge Frau neben der Orcin auf. Der Größenunterschied war enorm und wirkte beinahe lächerlich. Eine Elfe? Wieder ein Wesen, welches er bislang noch nicht erblicken durfte und nur Gerüchte gehört hatte. Elfen waren nie in den großen Städten anzufinden, dafür war dieses Volk zu naturverbunden. Sie schienen wirklich so klein zu sein, wie die Legenden sagten aber auch eine Elfe hatte die Fähigkeit fliegen zu können. Wieder etwas, was seiner Laune einen gehörigen Dämpfer verpasste. Ganz offensichtlich war sie jene Stimme, die sie wohl alle vernommen hatten. Seufzend lehnte er sich gegen einen der mächtigen Stämme des Waldes. Wobei... eigentlich war es ja recht amüsant, immerhin hatte Luke selbst im Schlamm gelegen, während Levitas lediglich das kühle Wasser von oben abbekommen hatte, sie durften dem seltsamen Lied lauschen und jetzt stand ein großer Orc neben einer kleinen Elfe. Der Weg glich mehr einem Sumpf mittlerweile und verrückter konnte der Tag ohnehin nicht mehr werden. Hoffte der Drachling zumindest. Dann wollte er sich der Vorstellung mal für die ganze Truppe anschließen.
      "Levitas Avris, Herr der Flammen und Halbdrache aus dem Königreich Gor. Wir...haben zwar keine richtige Gruppe gebildet...", fasste er die Worte der Orcin auf. Dabei warf er einen säuerlichen Blick zu Luke. "...aber ich denke wir sind alle auf dem Weg zur Akademie und können diesen jetzt gemeinsam fortführen."
      Nochmals blickte er zu der mehr als ungewöhnlichen Truppe. Eine Elfe, eine Orcin, ein...Wasserbändiger und ein Vogelmensch. Dazu Raja und er. Was genau der Direktor mit ihnen vorhatte war ihm schleierhaft, die Mischung war mehr als Extravagant und bereits jetzt chaotisch. Zumindest das Kennenlernen. Es blieb abzuwarten, was genau ihre Pflichten fortan währen.
      ______________
      Ist lange her ich weiß Q.Q hoffe ich habe wieder gut reingefunden, hab versucht jeden Charakter mit einzubeziehen. Wenn etwas nicht passt sagt mir einfach bescheid :3
      "Hahaha! It's the purest kind, my dear.
      Reality!
      True passion!
      After all, the world is a stage. And a stage is a world of entertainment."

    • Raja

      Auf den fremden Ruf hin blickte sie ihren langjährigen Freund überrascht an. Doch auf seine Frage konnte sie nicht mehr antworten. Beinahe zeitgleich mit dem sanften Tippen an ihrer Schulter fuhr Rajas Kopf ruckartig in die Höhe. Über ihnen, auf einem langen Ast, hatte sich ein gar fremdes Wesen mit saphirblauem Gefieder gezeigt. Sofort ging Raja ein wenig in die Knie, bereit einem möglichen Angriff auszuweichen. Doch das Wesen dachte nicht daran und plötzlich ertönte ein lieblicher, wundervoller Gesang aus seiner Kehle. Ihre Wölfin reckte innerlich neugierig die Nase und schnupperte in die Luft. Sie roch fedrige Schwingen und… Zimt. Überraschend neigte Raja den Kopf und war sich noch nicht sicher, was sie von diesem Wesen mit dem menschlichen Gesicht und den goldenen Augen zu erwarten hatte. Es war schön, keine Frage, doch meist waren die schönsten Dinge auch die gefährlichsten, oder giftigsten. Und trotzdem hatte sie das Bedürfnis sich zu wandeln und mit dem seltsamen Vogel in Wolfsgestald fangen zu spielen. Ihre Wölfin war leider immer für Spiele aufgelegt.
      Nun staunte die Gestaltwandlerin, als sich Levitas vorstellte. Er hatte wahrlich Mut und Selbstvertrauen, sie bekam einen Ton über die Lippen.

      Doch die Entscheidung darüber, ob sie nun den Mund aufmachen sollte oder nicht, wurde ihr abermals abgenommen. Plötzlich ergoss sich eine riesige Wasserfontäne über ihren Köpfen und durchnässte alles, was in ihrer Reichweite war – inklusive Raja und Levitas.
      Sofort sprang die Kriegerin einen Meter zurück, machte einen Ausfallschritt und hatte zwei Dolche in der Hand. Ihre Augen hatten sich zu Schlitzen verengt und das weiße Fell ihrer Wölfin bahnte sich gefährlich einen Weg an die Oberfläche.
      Erst nach einigen Wimpernschlägen konnte sie einen jungen Mann vor sich sehen, der abwehrend die Hände erhoben hatte. Er sah… ungefährlich aus und doch blieb sie wachsam. Er hatte interessantes Haar und die blauesten Augen, die sie je gesehen hatte. Sie erinnerten sie tatsächlich an das Meer selbst. Sein Geruch war nun gefärbt mit dem Duft nach Wasser und trotzdem haftete ihm auch etwas Neugieriges, Interessantes an.
      Sie entspannte sich ein klein wenig und steckte ihre Dolche wieder weg.
      Sie schüttelte sich nun und ihre weißen Haare wirkten ob der Nässe grau. Sie fühlte sich tatsächlich wie ein begossener Pudel und auch ihre Wölfin stieß innerlich ein missmutiges Seufzen aus. Zum Glück war ihre Stammesbemalung aus einer besonderen Tinte, sodass diese bei Wasser und Schweiß nicht gleich verlief.

      Schlagartig stellten sich jedoch wieder die Nackenhaare der Kriegerin auf, als einige Geräusche aus dem Unterholz des Waldes drangen. Bevor sie noch den Grund dafür sah, roch sie Wildheit und Sand… und Blut.
      Eine Orcin erschien auf der Bildfläche, die mächtige Axt stellte sie auf den Boden und grüßte sie alle höflich. Sogar ohne die Waffe merkte man an der stolzen Haltung, dass sie sich aufs Kämpfen verstand. Sofort war Rajas kriegerischer Ehrgeiz geweckt und sie würde zu gerne einmal einen Sparringkampf gegen die Orcin austragen. Raja mochte noch so schüchtern sein, doch wenn es ums Kämpfen ging, liebte sie die Gefährlichkeit daran.
      Und gleich dahinter trat eine zierliche, kleine Elfe hervor. Sofort durchdrang der liebliche Duft von Blumen die Luft.
      Die kleine Frau war ein Traum in Blond und so unglaublich schön, wie es die Weißhaarige niemals sein würde. Ihre Wölfin hatte das ungewohnte Bedürfnis mit der Elfe zu spielen.
      Raja war ein wenig eingeschüchtert von all diesen Eindrücken und dennoch betrachtete sie ihre offensichtlich neuen Mitschüler fasziniert. Die Weißhaarige kannte all diese Gestalten nur vom Hörensagen, trotz dass ihr Stamm aufgrund des Nomadenlebens weit umherreiste.
      Sie schluckte und schlug sich dann die Faust gegen den Brustkorb, an der Stelle, an der ihr Herz war. Es war ein alter Kriegergruß. Sie deutete eine leichte Verbeugung an.
      „Raja vah Ramira.“, stellte sie sich nun ebenfalls mit leiser, schüchterner Stimme vor. Sie war noch auf der Hut und trotzdem sagte ihr der Instinkt, dass sie hier keine Feinde vor sich hatte.

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    • Solovin beobachtete, wie der Unbekannte sich als Levitas vorstellte. Auf die Frage, ob er denn ein Mitschüler sei, antwortete er mit einem Nicken. Also hatte er recht gehabt: diese Wesen würden tatsächlich mit ihm auf die Akademie gehen. Dies ließ ihn etwas entspannen, aber nicht genug, um hinter seinem Federkleid hervorzukommen. Einen Moment lang verwirrte es ihn, dass ihm zur Begrüßung nicht ebenfalls vorgesungen wurde, aber es kam ihm schnell in den Sinn, dass dies außerhalb seiner Rasse auch garnicht üblich war.

      Gerade als er überlegte, ob er ein Gespräch mit den Fremden beginnen sollte, wurde er von einem dumpfen Geräusch abgelenkt; unter ihm war eine weitere Person aus dem Gestrüpp gekommen und zu Fall gegangen. Plötzlich spie wie aus dem Nichts eine gewaltige Wasserfontäne aus dem Boden heraus, was Solovin gehörig aufschrecken ließ. Schnell positionierte er seine Schwingen über seinem Kopf, um sich vor dem Nasswerden zu schützen. Als das unangenehme Rieseln vorbei war, plusterte er seinen Flaum auf und schüttelte sein Federkleid, um die kühlen Tropfen darin los zu werden. Dabei gerieten einige davon noch auf seine neuen Mitschüler.

      Der Verantwortliche für dieses Schauspiel stellte sich als Luke vor, und Solovin war trotz der unschönen Überraschung, die er heraufbeschworen hatte, sofort interessiert. Er hatte schon von Wesen gehört, die bestimmte Elemente zu kontrollieren wussten, seine Artgenossen kannten viele Geschichten über solche Magier. Auch, weil diese Magier im Laufe der Geschichte oft versucht haben, den Berg der Gamajun zu erklimmen, um deren Weisheit zu ersuchen und somit mächtiger zu werden.

      Gerade, als er sich etwas abgetrocknet hatte, vernahm er schwere Schritte, die auf die Lichtung zukamen. Alsbald erschien eine weitere Person auf der Lichtung, deren Größe und offensichtliche Körperkraft Solovin zunächst einschüchtere und reflexartig auf einen anderen Ast springen ließ. Während sie ihren Namen nannte ging der Vogelmensch in seinem Kopf ging alle Wesen durch, deren Beschreibung mit dieser Gestalt übereinstimmte. Für eine Riesin oder gar Halbriesin war sie dann doch nicht groß genug. Der Hautton und die hervorstehenden Reißzähne am Unterkiefer deuteten jedoch unmissverständlich auf eine Orkin hin. Der Gamajun hatte gehört, dass Angehörige dieser Rasse zwar äußerst stark, aber im Normalfall nicht aggressiv waren, wenn man sie nicht zuerst attackierte. Es wäre wohl sehr interessant gewesen, die Orkfrau in Kampfeshaltung zu sehen, aber Solovin war definitiv nicht lebensmüde genug, um es darauf anzulegen.

      Aufgrund der ganzen Aufregung hatte er nicht mitbekommen, wie eine weitere Gestalt sich näherte. Sie tauchte aus dem Dickicht auf und stellte sich neben die Orkin, was das ohnehin schon kleine Wesen lächerlich winzig wirken ließ, sodass er sich fragte, ob sie wohl zur Hälfte im Schlamm versinken würde, den der Wassermagier entstehen lassen hat. Bei ihr musste Solovin nicht lange nachdenken, um sie zweifelsfrei als Elfe zu erkennen. Auch sie und die weißhaarige Frau stellten sich jeweils als Zelia und Raja vor. Letztere hatte vor kurzem noch einen Dolch gezückt, wohl von der Wasserfontäne aufgeschreckt, die Waffe jedoch alsbald wieder versteckt.

      Insgesamt also eine sehr, sehr skurrile Situation, die Solovin sofort überforderte. Auf dem Berg, auf dem er gelebt hatte, hatte er nie so viele Sinneseindrücke auf einmal gehabt. Zwar wirkte keines der Wesen angriffslustig, aber er war dennoch äußerst gestresst, die großen Schwingen ausgebreitet, bereit, sich einem potentiellen Konflikt jederzeit zu entziehen, wie es für seine Artgenossen üblich war. Andererseits, wenn dies tatsächlich seine neuen Mitschüler waren, wäre es wohl von Vorteil, jetzt schon Kontakte zu knüpfen, die sich später als nützlich erweisen könnten.

      Also pfiff er nochmal eine kurze Melodie, die Schwanzfedern zur Begrüßung hin und her bewegend.

      "Ich bin Solovin," sprach er ruhig. "Solovin, vom Berg der Gamajun. Ich werde heute eingeschult, hier, auf dieser Akademie."
      How bad me be?
    • Lukes Augen weiteten sich als er erkannte wer oder besser was vor Ihm stand. Er hatte bereits von diesen Halbdrachen gelesen doch selber gesehen hatte er natürlich noch nie einen, wie auch wenn er nie wirklich verreist war. Als dieser nun nach einer Erklärung fragte setzte sich ein schiefes lächeln auf sein Gesicht "Naja...ich hab Feuer gespürt und ja wie man sieht wollte ich das Feuer löschen, konnte ja nicht ahnen wieso ich so eine Feuer Präsenz spüre" Er hoffte das diese Erklärung seinem neuen Klassenkameraden genügte und dieser sich nicht weiter mit ihm befassen wollte, Luke wusste nun genau warum er lieber etwas Abstand zwischen sich und diesen Levitas wie er sich noch vorstellen würde bringen wollte.

      Auch die Person neben Ihm hatte eine art Magie an sich die Luke etwas die Nackenhaare hoch stehen ließen. Es war etwas Brutales an Ihr das Ihm vorkam als wäre ein Raubtier vor Ihm und er die Hilflose Beute die jederzeit zerrissen werden könnte. Jetzt schon hatte er dinge gesehen die keines seiner Bücher ihm so genau beibringen konnte. Luke hoffte mit all dem was hier war seine Magie weiter bringen zu können und dadurch angesehener in seinem Volk zu werden. Erstmal jedoch musste Luke sich aus dieser Situation retten.

      Da nun aber noch jemand anderes auf der Lichtung erschien hatte Levitas und das Mädchen das sich später als Raja vorstellte wohl das Interesse an Ihm verloren was Luke gut nachvollziehen konnte als er die Orcin mit dem Namen Juraag sah. Sie war eindeutig größer als er, vor allem wenn er auf dem Boden saß und sie zu Ihm hinab sah. Erst jetzt merkte Luke das er immer noch mitten im Schlamm sah. "Oh moment." mit diesen Worten richtete er seine Hände Richtung Boden und ließ sich von einem kleinen Windstoß aus seinen Händen wieder auf die Füße richten."Das ist wirklich besser" Er sah nun die versammelten genauer an, sein Vater hatte immer gesagt das er Chaos anziehen würde und dies schien nun in Lukes Augen gar nicht so falsch zu sein. Neben der Orcin hatte er nun auch die eindeutige Elfin erkannt, es sah komisch aus wie sie neben der Riesigen Orcin stand.Auch über Ihm konnte er nun eine Stimme hören und sah hinauf und musste stutzen, so etwas hatte er nun wirklich noch nie gesehen musste er gestehen. Sogleich war seine Wissbegierde geweckt und am liebsten hätte er drauf los gefragt was Solovin war doch wäre ihm das sehr respektlos vorgekommen.

      Da sich nun anscheinend alle vollkommen vorstellten fand er das er dies auch besser tun sollte. Er räusperte sich etwas "Freut mich alle euch kennen zu lernen, mein Name ist Luke aus dem Hause Feanor. Hexer ersten Ranges und werde so wenn alles gut geht irgendwann den Rang des Hexenmeisters erreichen." Er sah in die Runde bevor ihm noch etwas wichtiges einfiel "Ah und tut mir nochmal leid für das etwas Wasser, war nicht meine Absicht." Er sah seine Tropfenden Mitschüler an bevor Ihm eine Idee kam "Wartet ich kann euch wieder trocken machen" Ohne zu zögern ließ er kalte Luft auf seine Mitschüler los. Es war wohl nicht angenehm aber immerhin waren sie nun wieder trocken. "Besser ?" Luke hoffte nun wieder besser mit seinen neuen Mitschülern zu stehen. Er konnte es nicht gebrauchen das jemand mit der Macht des Feuers etwas gegen Ihn hatte, sonst hätte er wohl das restliche Schuljahr angst als Grillkohle zu enden.

      "Nun da wir wohl alle vollzählig sind wollen wir vielleicht dieses kleine Ereignis hinter uns lassen und uns auf den Weg zur Akademie machen ? Ich weiß zwar nicht ob wir alle zu spät kommen können wenn es ohne uns nicht los gehen kann, doch würde ich dies ungerne auf die Probe stellen" Gab Luke zu während er sich langsam aus der Gefahrenzone bewegte. Er fragte sich wie dieses Schuljahr wohl weitergehen würde bei diesen Mitschülern.
      Die Show beginnt
      DanceDance ...urg *lob*
    • Die Orkin sah sich um. Erst jetzt merkte sie, dass das Licht ihr bei dem Halbdrachen einen Streich gespielt hatte. Es waren keine schwarzen Haare sondern eher rötliche. Sowas passiert. Doch bevor sie was sagen konnte, erschien eine Elfe bei ihr. Sie wusste nicht warum, aber die Lust, sich mit ihr zu messen. Sie konnte es nicht erklären, aber die Kriegerin würde sich darüber freuen, wenn sie mit ihr trainieren konnte. Doch was die anderen sagten. Sie kam nicht mehr mit. Ruhig schulterte sie ihre Axt. "Da wir uns nun vorgestellt haben, habe ich zwei Vorschläge. Erstens sollten wir die ganzen Titel weglassen. Wird sonst schwer jemanden in einem Kampf zu sagen, dass er seinen verdammten Schädel senken soll, ehe er abgehackt wird. Als zweites würde ich vorschlagen, dass wir uns auf den Weg machen. Wir haben noch einen weiten Weg vor uns und ich gehe davon aus, dass einige nicht gerne in der Wildnis die Nacht verbringen würden." Selber war es für Juraag kein Problem, in der Wildnis zu übernachten. Sie kam aus er Steppe. Unter freien Himmel zu schlafen war normal für sie. Sie wusste nicht warum, aber sie freute sich auf das, was nun vor ihr lag. Doch auch Luke hatte zum selben Zeitsprung gesprochen. Gut. Damit waren sie schon mal zu zweit, welche zur Akademie wollen. Sie hielt ihre Axt fest und leise leuchtete ein paar einfache Runen auf. In einem Weißblauen Licht. Doch sie sind nur kurz aufgeleuchtet, als sie wieder verschwanden. Sie war bereit für das neue.



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • So viele Menschen oder besser gesagt Lebewesen auf einem Haufen machten sicher einige nervös, aber nicht Zelia. Die Elfe fühlte sich grade pudelwohl und sie störte das Chaos nicht, sondern machte sie nur noch neugieriger was passieren würde. Sie versuchte so leise wie möglich zu sein, auch wenn es ihr schwerfiel und sie stattdessen auf ihrer Lippe kaute und leise Geräusche von sich gab. Auch wippte sie die ganze Zeit auf ihren Zehenspitzen hin und her. Endlcih hatten sich alle vorgestellt und auch wenn sie schon davon sprachen zur Akademie zu gehen war sie nun nicht mehr zu halten. Ihre eh schon kurze Gedulds- und Aufmerksamkeitsspanne war vorbei. Wie von der Tarantel gestochen stürmte sie vor, bemerkte gar nicht, dass sie schon flog, und landete direkt vor Levitas, den sie sogleich an mehreren Stellen anfasste. Man konnte bei dem Größenunterschied von Glück reden, dass ihre Hände über der Gürtellinie bleiben. „Feuer. Wie geil ist das denn?“ Ihre Augen strahlten. „Ich habe gehört ihr habt auch eine warme Haut. So praktisch.“ Mit diesem Satz erklärte sie quasi ihre Handlung, ehe sie auch schon wieder von ihm abließ und zu Raja, die direkt neben ihm stand, ging. „Seid ihr ein Paar? So toll wie du aussiehst würde es mich nicht wundern. Oder wieso wart ihr schon zusammen unterwegs?“ Sie schenkte der Gestaltwandlerin einen sehr zweideutigen Blick und versuchte eine Antwort zu bekommen, doch auch hier hielt ihre Aufmerksamkeit nur so kurz und sie starrte zu Solovin, der sich zwar auch schon vorgestellt hatte, aber noch immer nicht auf ihrer Höhe war. „Darf ich dich streicheln? Oh, oh… und und… kannst du noch mehr singen?“ Und schwupp war sie bei Luke. Die kleine war drauf wie ein Kind unter Zucker. „Voll praktisch, dein Wasser… oder warst du das nicht? Kannst du nur das? Oder mehr? Spart das duschen oder? Boah… ihr seid so interessant und du bist so riesig und diese Axt und die Runen. Verdammt…“ Sie war beim Reden zurück zu fast ihrer Startposition geflogen, nur, dass sie nun vor der Orkin stand und mit dem Rücken zu den Anderen, die sie nicht mal wirklich zu Wort hatte kommen lassen und wenn dann hatte sie auch nicht zugehört. Reden und nochmals reden war eher ihr Ding.
      Don‘t ignore that inner voice.