will you divorce me? [yeet ft. Lu-chan]

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    • will you divorce me? [yeet ft. Lu-chan]

      Will you divorce me?

      X hatte noch nie ein einfaches Leben: sie musste für alles immer kämpfen, sich mit wenig zufrieden geben und sehr schnell lernen, dass Geld nicht auf Bäumen wächst und wenn sie etwas haben will, dann sollte sie dafür arbeiten! Nach dem Tod ihrer Mutter war es nicht einfach, alleine mit ihrem Vater und nach seinem Tod wurde alles nur noch viel schlimmer:
      X entschied sich das Elternhaus zu behalten und das Erbe anzunehmen, rechnete aber nicht mit einem Haufen an Schulden, den sie selbst nicht wirklich stämmen konnte. Die Schulden wuchsen ihr schnell über den Kopf, verbreiteten sich noch schneller und so sieht X nur einen Ausweg für sich: schnell viel Geld verdienen. Sie findet viele Möglichkeiten dafür, aber seinen Körper an andere zu verkaufen gehörte nicht zu den Sachen, die auf ihrer To Do Liste stehen, die entschied sich für ein Hostess-Unternehmen. Es läuft gut, zunächst, bringt gut Geld rein, aber die Gläubiger sitzen ihr auf in dem Nacken, da kommt Y Vorschlag wie gerufen: Sie soll ihn heiraten, einen Jahr lang seine Frau spielen und am Ende geschieden und schuldenfrei aus der ganzen Sache raus gehen. Es ist doch wohl nicht schwer ein Jahr lang vor allen so zu tun, als würde man ein glückliches Ehepaar sein, oder nicht?

      Y - @yeet
      X - @Lucy-chan

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      will you divorce me? [yeet ft. Lu-chan]
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

    • Katy

      Neun Stunden Flug waren eine lange Zeit.. Die Rothaarige war sehr dankbar für den Moment, als die Maschine gelandet war und die Ansage kam, dass sie nun aufstehen durften, sie nutzte diesen sofort, um sich zu strecken und die eingeschlagenen Muskeln wieder zu bewegen. Ein wenig hatte sie geschlafen, um die Zeitverschiebung ein wenig auszugleichen, aber die Aufregung stieg mit jeder vergangenen Stunde und damit war es irgendwann nicht mehr so einfach sitzen zu bleiben und zu warten. Worauf sich Katy da eingelassen hatte wusste sie selbst nicht so wirklich, ihre Zusage war genauso spontan, wie vermutlich der Vorschlag selbst, sie sollte jemanden heiraten, den sie noch nie zuvor wirklich gesehen hatte. Klar, sie haben sich geschrieben und sie haben auch schon telefoniert, bevor sie in den Flieger gestiegen war, um die Uhrzeit abzusprechen, aber eigentlich wartete da ein fremder Mann auf sie am Flughafen, der in einer Woche ihr Ehemann werden sollte. Und warum tat sie das? Weil sie blöd genug war zu glauben, sie würde den Schuldenberg ganz alleine stemmen. Es gelang ihr nicht, auch nicht mit dem guten Job, dafür war das Leben in Philadelphia einfach zu teuer, um genug zur Seite legen zu können, um die Raten zu bezahlen, aber es gab ja schließlich einen Lichtblick am Ende des Tunnels, nach welchem sie greifen wollte. Ein Jahr. Ein Jahr sollte sie verheiratet sein, nach außen so tun, als würden sie ein glückliches Ehepaar sein und schon würden ihre Schulden beglichen werden, es klang einfach, war es aber vermutlich nicht..
      In Mitten des Flugs hatte sich Kate schon überlegt alles abzublasen, ihre Aufregung hatte den Höhepunkt erreicht, aber wenn sie zurück dachte und sich überlegte, wie sie bisher leben musste war es ihr vielleicht doch lieber einfach nur ein Jahr durchzuhalten. Vielleicht konnte sie danach studieren, oder mit ihrer Fotografie selbstständig sein? Schuldenfrei könnte sie ihre Wünsche erfüllen, reisen, die Welt sehen, dann würden nicht mehr ihre Gedanken um die Sorgen kreisen, wie sie bis zum Ende des Monats überleben sollte, dann würde sie ihre Zukunft planen!

      Es hatte seine Zeit gedauert, bis die Rothaarige aus dem Flugzeug gestiegen war, bei der Menge an Passagieren zog es sich hin, aber sie hatte ja Zeit, auch wenn die Aufregung etwas anderes sagte. Am liebsten wollte sie schon im Auto sitzen und die ganze Formalitäten um das Kennenlernen herum hinter sich haben, denn die Frau war sich nicht einmal sicher, wie sie ihren zukünftigen Mann überhaupt begrüßen sollte. Einfach die Hand ausstrecken? Eine Umarmung anbieten? Oder einfach nur nicken? Es gab ja nicht einfach ein Handbuch für so etwas, das hätte die Frau sofort verschlungen in der Hoffnung, ihre Aufregung würde sich damit legen..
      Die nächste Schwierigkeit bestand darin auf den Koffer zu warten. Mit dem Rucksack auf dem Rücken, ihrem Buch in der Hand und den Kopfhörern im Ohr wurde Kate zum Warten gezwungen. Sie lehnte sich in der nächsten Ecke an eine der Wände an und betrachtete die Menschen in ihrer Umgebung. Familien mit Kindern.. Paare.. Ältere Menschen, es gab eine Menge Passagiere im verschiedenen Altersgruppen, sie hatten alle ein Ziel, vermutlich ihre Familie besuchen, oder Urlaub machen. Keiner von ihnen war hier, um den zukünftigen Mann kennenzulernen, den man für ein Jahr heiraten würde..
      Die Koffer kamen nicht, es verzögerte sich alles und damit stieg die Aufregung immer weiter. Sollte sie ihm vielleicht schreiben? Die Handykarte funktionierte hier nicht mehr, aber vielleicht würde das WiFi hier funktionieren. Kate versuchte sich einzuloggen.. Es dauerte.. Alles dauerte, als würde sich die Welt gegen sie verschworen haben. Sie seufzte.. Das Handy vibrierte, Nachrichten kamen ein, Emails.. Meldungen.. Aber das war alles nicht wichtig, stattdessen öffnete Kate den Chat mit der Nummer, die sie sich noch nicht eingespeichert hatte, aus Angst, es würde dann ernst werden.
      >>Ich muss auf den Koffer warten.. Wo wartest du?<<
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Jasper


      Am heutigen Morgen lag Jasper schon eine Stunde lang wach im Bett, er war nervös. Er schaute manchmal zum Fenster heraus, manchmal zur Decke und betrachtete die Lampe, während ihm tausende Gedanken durch den Kopf gingen. Heute wird er seine zukünftige Frau zum ersten mal treffen. Er dachte die ganze Zeit darüber nach, in welcher verrückten Situation er war und wie es dazu überhaupt gekommen ist und weshalb er das nur getan hat. Was hat er sich dabei gedacht? Warum hat er nochmal einer wildfremden Frau das Angebot gemacht, ihre Schulden abzuzahlen, wenn sie ein Jahr lang seine Frau wird? Anstatt weiter darüber nachzudenken, greift er nach seinem Handy und überprüft seinen Terminkalender. Für heute und die nächsten zwei Tage steht nichts besonderes an, er hat sich frei genommen. Er wollte sie lieber selbst vom Flughafen abholen, jemanden zu schicken fand er viel zu unpersönlich, er wollte keinen schlechten Eindruck machen.

      Auf dem Weg um sich frühstück zu machen, schaut er noch einmal in das Gästezimmer hinein. Das Bett ist gemacht, es liegt kein Staub herum und er hat auch kein Gerümpel herumstehen. Er ist eigentlich immer sehr ordentlich und hat auch eine Reinigungskraft, die regelmäßig bei ihm putzt, er wollte aber trotzdem sicher sein, dass alles seine Ordnung hat, wenn Katheryn bei ihm zuhause ankommt und bei ihm wohnt. Er schließt die Tür wieder und geht nach unten, in die Küche.
      Er prüfte immer wieder die Uhrzeit. Er wollte nicht zu spät losfahren. Obwohl er immer pünktlich ist, wollte er heute sichergehen, dass alles gut läuft. Beim frühstücken versuchte er sich allerdings zu entspannen. Jasper wollte natürlich einen guten Eindruck bei Katheryn machen, aber total steif und verklemmt wollte er nicht rüberkommen. Er ließ also seine Lieblingssongs spielen und nahm einfach bewusst wahr, dass er all diese Gedanken hatte und ließ sie wieder gehen.

      Um einiges entspannter entschied er sich dazu noch kurz duschen zu gehen, da England gerade durch eine Hitzewelle durch musste, war ihm am morgen schon ziemlich warm. Um wie geplant einen guten Eindruck zu machen, suchte er sich heute ein cremfarbenes, langärmliges Hemd aus seinem Kleiderschrank. Dazu kombiniert er eine schwarze Stoffhose, die etwas weiter geschnitten ist. Seine Ärmel rollt er bis zum Ellbogen hoch und das Hemd steckt er lässig in die Hose hinein. Seine Haare liegen ihm einfach auf den Schultern, ein Haarband trägt er immer dabei. Zu seinem schlichten Outfit trägt er heute ein paar Dr. Martens. Dann wird es Zeit für ihn sich auf dem Weg zum Flughafen zu machen. Während er zur Haustür geht, packt er noch seine Sachen ein: Haus- und Autoschlüssel, Geldbeutel, sein Handy.

      Während der Autofahrt zum Flughafen, lässt er einfach das Radio laufen. Er fragt sich, was er wohl zuerst zu Katheryn sagen sollte. Und bevor er sich etwas gutes ausgedacht hat, ist er schon angekommen. Er sucht sich ein Parkplatz und überprüft noch mal, wo er sie abholen sollte. Plötzlich bekommt er eine Nachricht:
      Katheryn: >>Ich muss auf den Koffer warten.. Wo wartest du?<<

      Schnell tippt Jasper eine Antwort:

      Jasper: >>Ich stehe gerade auf dem Parkplatz, ich komme in die Halle und warte dort auf dich.<<

      Genau das macht er dann auch. Er steigt aus dem Auto, schließt die Tür und läuft durch die pralle Sonne zum Eingang des Flughafens. Mit jedem Schritt wird er wieder nervöser. Hoffentlich finden sie sich direkt. Hoffentlich wird die Begrüßung nicht komisch. Hoffentlich war das alles eine gute Idee. Als er dann in der Halle angekommen war, schaut er kurz herum, er steht in der Nähe von ein paar kleinen Gruppen, die anscheinend auch auf Leute warten, wahrscheinlich auf Freunde oder Familie die zu Besuch oder aus dem Urlaub kommen. Wie komisch wäre es, wenn er jemandem erklären müsste, dass er gerade auf seine zukünftige Frau wartet. Die er nicht kennt und heute zum ersten Mal trifft.

      >>Ich bin jetzt da.<<

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    • Katy

      Die Antwort auf Ihre Nachricht kam deutlich schneller, als erwartet und mit der Bestätigung, dass der Mann schon da war steigerte sich auch die Aufregung der Frau, auch wenn sie noch wenige Momente zuvor nicht dachte, dass das überhaupt möglich war. Sie war nicht bereit für die Begegnung, sie war nicht bereit überhaupt hier her zu ziehen und auch nicht zu heiraten, aber je länger Katy wohl darüber nachdenken würde, desto größer würde die Aufregung noch werden. Sie würde für so etwas nicht bereit sein, niemals, das war die verrückteste Idee, die jemals jemand hatte, aber es war auch die einzige Lösung und Möglichkeit endlich aus dem Teufelskreis raus zu kommen!
      Die Rothaarige atmete tief durch und fuhr sich durch das Gesicht, sie ließ die Nachricht erst einmal unbeantwortet, widmete sich lieber dem, wie sie gerade aussah. Das Band bewegte sich immer noch nicht, die Koffer ließen auf sich warten, das war ihre Gelegenheit die Frontkamera in ihrem Handy zu öffnen, um sich mal anzusehen. Die roten Haare waren in einem ziemlich unordentlichen Dutt zusammen gesteckt, um es für den Flug einfacher zu haben, es sah aber eher aus, als wäre sie gerade aus dem Bett gefallen. Kate seufzte, sie steckte das Handy für den Moment weg, um die Haare zu öffnen und sie sich in einem Hochzopf nach oben zu stecken, damit sah sie schon einmal deutlich weniger nach einer Leiche aus. Sie trug kein Make Up, es konnte also nichts verlaufen sein, aber die Augen deuteten schon die schlaflose Nacht an, welche sie hinter sich hatte. Wie konnte man auch seine Augen zu machen, wenn man wußte, dass man am nächsten Tag in ein anderes Land zog, um seinen zukünftigen Mann zu heiraten?! Den man nicht kannte.. Und nie gesehen hatte, außer vielleicht auf einem Bild..

      Katheryn blickte an sich runter, musterte ihre langen Beine in der kurzen Hose. In Philadelphia war es sehr warm gewesen, laut dem Wetterbericht sollte es auch hier in England sehr warm sein, da war die lockere, schwarze Stoffhose vermutlich das Richtige, kombiniert mit einem ganz simplen einfachen olivenfarbenden Oberteil, welches ganz gut zu der leichten Bräune auf dem Körper passte. Die Rothaarige war im Gegensatz zu vielen anderen mit der Haarfarbe gar nicht mal so blass, dass war vermutlich die Kombination der Wurzeln ihrer Mutter, ihre Augen hatten auch um Gegensatz zu anderen eine komplett normale Farbe, sie waren braun.. Braune Augen und rote Haare waren eine interessante Mischung..
      Das Band fing an sich zu bewegen, die Öffnung für die Koffer öffnete sich und man konnte hören, wie die Herrschaften dahinter die Koffer auf das Band warfen. Katy sah auf und steckte sich die Kopfhörer aus den Ohren, um sie um das Handy zu wickeln und auf ihren Koffer zu warten. Die ersten kamen raus.. Die ersten Passagiere nahmen sie an sich und verschwanden zu den Ausgängen des Bereiches.. Die Menge wurde immer kleiner, die Familien mit ihren Kindern bewegten sich weg, waren zufrieden ihre Sachen in der Hand zu haben.. So langsam stieg nicht nur die Aufregung immer weiter ins unermessliche, auch die Nervosität gab ihren Part dazu ab, in Kate machte sich die Sorge breit, sie könnte ihren Koffer vielleicht gar nicht bekommen. Und doch.. Gab es einen Lichtblick. Sie entdeckte den großen Koffer, für welchen sie Übergewicht bezahlen durfte, und trat an das Band um es runter zu ziehen. Sie war nicht für einen Urlaub hier, ihr reichten nicht ein paar Oberteile und Hosen, sie brauchte für ein ganzes Jahr Klamotten, wenigstens ein wenig, den Rest wollte sie sich kaufen, sobald sie einen Job hatte.. Eines ihrer Ziele.
      Bevor sie zu den Ausgängen verschwand ergriff die Frau noch einmal ihr Handy, nicht nur, um die Nummer zu speichern welcher sie geschrieben hatte, sondern auch um eine Nachricht zu schreiben.
      >>Hab meinen Koffer<<. Vielleicht war es mehr eine Bestätigung für sich, als für den Mann, denn jetzt wurde es wirklich ernst.. Jetzt ergriff sich Kate ihren Koffer, um mit ihm gemeinsam in den Sandalen die Halle zu verlassen, in denen auch andere Passagiere auf ihre Sachen warteten und an dem Zoll vorbei in die Wartehalle zu treten. Die Sonne schien von oben herein, es war deutlich heller, als in der vorherigen Halle, welche nur mit künstlichen Licht erhellt wurde, aber das war nicht das, was sie eigentlich sehen wollte. Kate wollte ihren zukünftigen Ehemann erblicken.. Und als ihre Augen ihn erblickten, oder jedenfalls einen Mann, der ziemlich zu dem Bild passte, welches sie hatte, blieb ihr Herz für einen Moment stehen. Jetzt wurde es ernst..
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Jasper
      Jasper stand in der Halle herum. Da Katheryn ihm mitgeteilt hatte, dass sie noch auf ihren Koffer wartete, machte er sich keine Sorgen und blieb geduldig. Mit den Händen in den Hosentaschen blickte er im Flughafen herum. Es war nichts Neues hier zu sein, er musste für die Arbeit auch ab und zu mal das Land verlassen.

      In dem einen Moment fühlte es sich schon an, wie eine Ewigkeit, die er dort wartete, als er allerdings die ersten Menschen mit Koffern in die Halle ströhmen sah, ging auf einmal alles so schnell. Eben überlegte er sich noch mal was er gleich sagen sollte. War ein Hand schütteln eigentlich zu wenig und viel zu formal und eine Umarmung aber zu freundlich? Und sollte er direkt fragen, ob er ihr mit dem Koffer helfen sollte? Würde sie sich hier eigentlich schnell eingewöhnen? Würde ihr das hier gefallen? Jasper zweifelt kurz daran, ob er nicht einen riesigen Fehler gemacht hatte, diesen Vorschlag gemacht zu haben. Aber jetzt ist es auf jedenfall zu spät alles abzusagen, er kann diesem Mädchen ja nicht auf einmal sagen, sie solle wieder zurück nach Amerika. Er könnte ihre Schulden nicht bezahlen. Für die Hochzeit ist schon alles geplant. Ihr Kleid und sein Anzug wurden schon angefertigt...

      Plötzlich merkt er durch das vibrieren seines Smartphones, dass er eine neue Nachricht erhalten hat. Während er es aus seiner Hosentasche zieht und die Nachricht liest, streicht er sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Sie hat endlich ihren Koffer. Also kommt sie jetzt auch gleich. Er blickt auf. Kommt sie schon? Wo ist sie?

      Er schaut durch die ganzen Menschen und fragt sich ob sie unter ihnen ist. Jasper hofft an einem guten Platz zu stehen, damit sie ihn findet, falls er sie nicht zuerst erblickt.

      Er ist nervös, sein Herz pocht. Und dann sieht er Katheryn.

      Für einen moment geht ihm nichts durch den Kopf. Er schaut nur in ihre Richtung. Es scheint so als würde ihr genau das gleiche passieren. Dann lächelt Jasper nervös, aber nicht um zu vertuschen, dass er nervös ist, sondern weil er sich bewusst darüber ist, dass er nervös ist. Er hebt die Hand um zu signalisieren, dass er es ist und sie den richtigen anschaut.

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    • Katy

      Er war es.. Jedenfalls hob der Mann, den die Rothaarige ansah die Hand, er sah definitiv sie an, wen sollte er denn sonst ansehen? Das Herz rutschte ihr für den Moment in die Hose, aber Katy lächelte dennoch, auch wenn man ihr ihre Nervosität mit Sicherheit ansehen konnte. Was sie sehr beruhigte war das Lächeln auf den Lippen des Mannes, auf den sie eigentlich zulaufen sollte. Er schien nervös zu sein.. Genauso wie sie.. Diese Tatsache beruhigte sie mehr, als vielleicht vorher gedacht, damit war sie wenigstens nicht allein und geteiltes Leid war doch bekanntlich ein halbes Leid, oder? Ob es etwas an ihrer Aufregung tat? Nein. Das Herz, welches seine Arbeit wieder aufgenommen hatte, fing an so schnell zu rasen, als würde es aus der Brust rausspringen und gleich den Geist aufgeben, aber es war in Ordnung.. Es war alles in Ordnung, weil er genauso nervös war, wie sie es war.
      Katy fing an in die Richtung zu laufen, in welcher der Mann stand und auch, wenn ihre Augen auf ihn fokussiert waren und sie ihn ein Mal von oben nach unten musterte, fiel ihr ihre Umgebung auf, es wäre jetzt peinlich in jemanden rein zu laufen, eine Vollkatastrophe, wie sie fand. Es passierte zum Glück nichts, auch wenn die Halle so voll war, dass man wirklich nur von Glück reden konnte, aber der Frau konnte was ganz anderes an dem Mann auffallen, seine Schuhe. Es war warm hier, auch wenn die Halle klimatisiert war, aber es war nicht die Tatsache, dass er Docs im Sommer trug, sondern eher die, dass er welche besaß, ihre eigenen warteten sicher in dem Koffer auf sie. Es war der erste Pluspunkt, den der Mann von ihr bekam, aber bevor sie ihm nur auf die Schuhe starren würde sah Kate auch wieder auf und blieb nicht weit vor ihm stehen.
      "Ich mag deine Schuhe", stellte sie mit einem Schmunzeln fest, es hatte tatsächlich ihre Nervosität ein wenig abgelenkt, es alles einfacher gestaltet. Plötzlich machte sie sich auch nicht mehr wirklich Gedanken darüber, was sie tun sollte, sondern hielt Jasper die Hand hin, um ihn zu begrüßen. "Ich bin Katy". Natürlich wusste er, wie sie hieß, aber es war etwas persönlicher sich jemanden so richtig vorzustellen, anstatt auf einem der etlichen Messenger. Sie hielt ihm die Hand hin, eine Umarmung wäre vielleicht zu viel gewesen, so ganz konnte die Rothaarige den Mann nicht einschätzen, aber mit ihrem freundlichen Lächeln auf den Lippen wirkte es vielleicht nicht so ganz verklemmt, jedenfalls erhoffte sie sich genau das. "Tut mir Leid, dass du warten musstest.. Mein Koffer.. War.. Einer der letzten".
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    • Jasper

      Jasper ist erleichtert, als sie endlich in seine Richtung läuft. Das heißt sie ist es wirklich, sie haben sich jetzt endlich gefunden. Das warten hat ein Ende. Aber jetzt fängt diese unerwartete und verrückte Geschichte erst an. Diese Woche haben sie Zeit um sich kennen zu lernen. Und danach sind sie Mann und Frau. Trotz diesen Gedanken fällt ihm ihr großer Koffer und ihr schönes olivfarbenes Oberteil auf, welches total gut zu ihrer Haarfarbe passt. Er fragt sich kurz ob das absichtlich so war, oder zufällig so gut zueinander passt. Er lächelt, ist gar nicht vorbereitet und dann steht sie direkt vor ihm.

      Ihn überrascht es in dem Moment total, dass Katheryn ihm ein Kompliment macht. Er bedankt sich natürlich und lächelt dann ganz warmherzig. Erwartet hat er das auf jedenfall nicht, allerdings lockert das die Stimmung um einiges und Jasper kann seine Nervosität ohne es zu merken einfach ablegen. Jasper schüttelt sanft ihre Hand und stellt sich natürlich auch kurz vor. ,,Ist gar nicht schlimm, das passiert manchmal. Wie war der Flug?" Er ist einen Moment kurz ruhig, dann fällt ihm etwas ein. ,,Du bist bestimmt erschöpft, wir können ja schon mal raus gehen." Er zeigt zum Ausgang.

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    • Katy

      Die Aufregung sank mit dem Moment, in welchem das nervöse Lächeln von den Lippen des Mannes glitt und das warme auf seinem Gesicht zu sehen war. Es animierte Kate selbst dazu weiter zu lächeln und deutete fast schon darauf an, dass alles gut werden wird. Nun, der Mann sah gut aus, er hatte Stil, wie man sehen konnte und ein wirklich schönes Lächeln auf den Lippen, wenn er sich jetzt nicht als ein Psychopath entpuppte, oder irgendwelche schlimmen Überraschungen geheim hielt konnte das Jahr eigentlich anfangen, so schlimm war es dann doch nicht. Aber sie sollten sich ja die Woche über kennenlernen und davor war Katy auch ein wenig besorgt.. Was, wenn er sie zu nervig fand, sie gar nicht mochte und damit das Jahr einer Hölle gleichen würde?
      Sie begrüßten sich und nachdem Jasper nach dem Flug fragte deutete er auch gleich schon zum Ausgang, um sich auf den Weg zu machen. Die Rothaarige nickte zu dem Vorschlag, sie war wirklich fix und fertig von Nichts tun.. Und das viel schlimmere war die Tatsache, dass sie Nachmittags los geflogen war, um mittags hier anzukommen.. Irgendwie..verkehrt.
      "Der Flug war anstrengend", gab sie zu, während sie sich mit dem Mann in Richtung des Ausgangs bewegte. "Ich bin das erste Mal so lange geflogen.. Und neun Stunden auf dem Hintern zu sitzen ist deutlich anstrengender als neun Stunden wandern zu gehen.. Zumal ich meine beiden Bücher durch hatte und keine Ahnung mehr, was ich tun sollte". Sie schmunzelte über die Tatsache. "Sie haben nämlich wirklich Titanic laufen lassen an Board.. Ich meine.. Ich mag alte Filme.. Aber Titanic ist schon ein wenig übertrieben". Vielleicht liegen zuvor bessere Filme, dessen war sich die Frau nicht bewusst, sie hatte die Zeit zuvor gelesen, sich gar nicht auf die kleinen Bildschirme vor sich konzentriert. "Bist du schon einmal so lange geflogen?". Ihre Augen blickten zu dem Mann neben sich, bevor sie die Halle verließen und die Hitzewelle direkt in Katys Gesicht zu spüren war. Also auf so ein Wetter.. War sie mental nicht vorbereitet.. Da schwitzte man schon sicherlich von nichts tun.. Aber zum Glück trug sie ja was kurzes und lockeres!
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    • Jasper

      Die beiden machten den ersten Schritt aus dem Flughafen heraus. Auch Jasper merkte die unangenehme Hitze direkt auf der Haut. Er deutete in die Richtung, in der er geparkt hatte, während er weiter neben Katheryn lief und ihr zuhörte. Auf ihre Frage, ob er schon einmal lange geflogen war, nickte er erstmal nur und lachte dann kurz auf. ,,Wirklich? Titanic? Mir fallen sofort bessere Filme ein, die man bei einem Flug sehen kann. Hauptsache du hast dir schon etwas eingepackt um die Zeit zu vertreiben, lange Flüge, sind die schlimmsten." Jasper ist sehr erleichtert, dass Katheryn, trotz ihrer Erschöpftheit so offen und gesprächig scheint. Das gibt ihm das Gefühl, dass die beiden im nächsten Jahr auf den verschiedensten Events nicht so tun müssen, als wären sie ein romantisches und glückliches Pärchen, sobald sie allerdings zu Hause ankommen gar kein Wort mehr miteinander reden, da sie sich gar nicht verstehen. Dieses Hirngespinst verschwindet sehr schnell.

      Dann kommen die beiden auch schon am Parkplatz an, Jasper geht vor zu seinem Auto. Ein relativ großes, graues Auto, welches von außen noch fast so aussieht, wie ein Neuwagen. Er hat sich allerdings Mühe gegeben, den unangenehmen Neuwagengeruch zu vertreiben, weil das, das allerschlimmste ist. Er drückt kurz auf den kleinen Knopf auf seinem Autoschlüssel, dann öffnet sich der Kofferraum. ,,Ein Glück, dass Autos Klimaanlagen haben!" Stellt er fest, während er Katheryn den Koffer abnimmt und in den Kofferraum hineinhebt.

      Lächelnd geht er dann rüber zu der beifahrer Seite und hält Katheryn die Tür auf. Jasper schaut zu ihr rüber. ,,Warst du schon mal in England? Hier ist alles 'anders herum'." Damit will er natürlich andeuten, dass die Fahrer und Beifahrersitze in diesem Land vertauscht sind.

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    • Katy

      Der Rothaarigen fielen auch hunderte bessere Filme ein, als zu sehen, wie Kate Winslet nicht einfach zur Seite rutscht, um DiCaprio einfach ein wenig Platz auf dem Stück Holz anzubieten, aber leider hatte dort der Regisseur seine Finger im Spiel, selbst wenn sie wollte hätte sie ihm kein Platz machen dürfen. Über diese Tatsache seufzte Kate kurz und nickte dem Mann auf seine Aussage zu, lange Flüge waren wirklich schlimm, auf ihrem Rückflug wird sie sich ein drittes Buch einpacken müssen, um wirklich nicht solche Filme zu sehen. Doch wie es schien hatten die beiden schon ein erstes Gesprächsthema, es entwickelte sich keine peinliche Stille, vor welcher die Frau wirklich Sorge hatte. Sie sprach gerne und viel, sie diskutierte auch gerne sachlich und hoffte natürlich, dass ihr zukünftiger Ehemann es genauso ansah, jedenfalls bereit dazu war ab und zu mit ihr zu reden. Sie sollten gemeinsam leben.. Gemeinsam ein Leben führen, aber es wäre schade, wenn sie sich nur aus dem Weg gehen würden, daraus könnte sich ja auch eine gute Freundschaft entwickeln..
      Der Wagen steht nicht weit und Katy versucht sich ihre Überraschung darüber nicht anmerken zu lassen, wie teuer und neu der Wagen aussieht. Die hatte bisher nicht gefragt, wie der Mann sein Geld verdiente, dass er es sich leisten konnte ihre Schulden auf einmal zu bezahlen, aber vielleicht würde sie es mal die Tage fragen, aus reinem Interesse, was denn überhaupt sein Job war. Ihr Koffer landete im Kofferraum, da bekam die Frau kurz die Möglichkeit darüber nachzudenken, dass ihr Zukünftiger gar nicht so viel größer war, als sie selbst.. Vielleicht zehn Zentimeter, aber das störte sie irgendwie nicht. Jedenfalls wollte sie ungern einen Riesen neben sich haben..
      "Ich habe jetzt schon das Gefühl, am liebsten nur noch unter der Dusche zu bleiben", kommentierte die Rothaarige die Aussage über die Klimaanlage und schmunzelte ein wenig. Der Mann war sympathisch.. Und bisher zuvorkommend.. Er öffnete ihr die Tür zum Einsteigen und fragte auch gleich, ob sie schon mal hier war, da schmunzelte Kate wieder. "Ich habe es gelesen", gab sie zu und bewegte sich zu der Beifahrerseite, um einzusteigen. "Aber ich konnte es mir bisher nicht vorstellen". Ob sie hier überhaupt Auto fahren könnte?
      Mit einem Lächeln bedankte sie sich für das Aufhalten der Tür und legte ihren Rucksack zwischen die Beine, um es sich auf dem Sitz gemütlicher zu machen. Sie schnallte sich an, wartete bis Jasper einstieg, um ihn von der Seite zu mustern. "Wie lange fahren wir?", fragte sie dann schon recht schnell, sie hatte sich alles irgendwie angesehen im Internet, aber.. Das war alles jetzt vorbei, dafür waren zu viele neue Eindrücke und Informationen vorhanden.
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    • Jasper

      Jasper steigt in sein Auto ein, schließt die Tür und macht zuerst einmal die Klimaanlage an. Die kühle Luft verbreitet sich langsam im Auto und sorgt dafür, dass man sich endlich wieder wohl fühlen kann. Bevor er Katheryn antwortet, muss er kurz überlegen. ,,Wir fahren ungefähr eine Stunde, vielleicht etwas länger." Antwortete er und sah dann auch zu ihr rüber, so genau hat er gar nicht mitbekommen, wie lange er her gefahren ist, da er die ganze Zeit nervöse Gedanken hatte. ,,Wenn du möchtest, kannst du während der Autofahrt auch schlafen." Schlägt er ihr dann vor, nach so einem langen Flug noch eine Stunde im Auto ausharren zu müssen stellt er sich weniger angenehm vor.

      Als nächstes startete er dann den Motor, fuhr langsam aus dem Parkplatz heraus und weg vom Flughafen, zuerst musste er bei einem Schalter aber noch die Parkkarte bezahlen. Das Radio war leise eingeschaltet und schon bald gelangen die beiden auf die Autobahn, in die Richtung von Jaspers zu Hause.

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    • Katy

      Die kühle Luft tat gut, nahm die unnötige Hitze aus dem Gesicht, da konnte man gut durchatmen, dennoch ließ Katy die Anlage nicht in ihr Gesicht pusten, um nicht womöglich noch krank zu werden. Sie war sehr empfindlich, was das angeht, war öfter schon im Hochsommer krank, wenn die Anlage ihr direkt ins Gesicht pustete. Doch sie machte sich es etwas gemütlicher und griff nach unten, um ihre Sandalen von den Schuhen zu streifen und sich im Schneidersitz zurück zu lehnen. Der Sitz war ganz angenehm, der Wagen hatte Stil und Komfort, so etwas war sie gewöhnt, wenn sie Abends von den Herrschaften abgeholt wurde, die sie gebucht haben, aber es war was ganz anderes hier zu sitzen und nicht arbeiten zu müssen, nicht ständig falsch lächeln zu müssen.. Einfach locker drauf sein.
      Eine Stunde sollten sie unterwegs sein, das war schon vollkommen in Ordnung, aber noch eine lange Zeit, bis sie vielleicht eine Dusche und das Haus zu sehen kriegen würde. Auf das Haus war sie sehr gespannt, was es wohl war, wie es innen aussah.. Was konnte sie als ihr neues Zuhause nennen? Ihre Wohnung in den Staaten wurde gekündigt, die Schlüssel waren in den Briefkasten des Vermieters.. Jasper schlug vor, dass Katy schlafen konnte, sie lächelte über den Vorschlag, schüttelte aber sanft den Kopf. "Ich bin zwar hundemüde.. Aber ich befürchte, dass der Jetlag dann erst recht einsetzen wird...", sprach sie ehrlich aus und lehnte ihren Kopf nach hinten, um sich ein wenig zu entspannen. Sie konnten sich unterhalten.. Er war nett.. Da brauchte sie nicht angespannt zu sein..
      "Wobei ich genug Zeit habe, um mich daran zu gewöhnen". Die Rothaarige zuckte ein wenig mit den Schultern und blickte zu dem Mann hinter dem Steuer, um ihn noch einmal von der Seite zu mustern. Er hatte ein hübsches Gesicht.. Ein markantes Gesicht.. Das würde auf Bildern gut aussehen. "Ist die Tage irgendetwas großes geplant, auf was ich mich vorbereiten sollte?". Sie hatte keine Ahnung, wie es nun ablaufen wird, wie der Tagesablauf aussah.. Aber dafür gab es noch einige Zeit, um sich daran zu gewöhnen.
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    • Jasper

      Da Jasper hinter dem Steuer sitzt, schaut er während er mit Kartheryn redet seltener zu ihr rüber. Er grübelt kurz. ,,In den nächsten Tagen ist kein Event geplant. Das einzige, worauf du dich vorbereiten musst, ist.. die Hochzeit in einer Woche." Bei dem Stichpunkt schaut er kurz zu ihr rüber. Die Stimmung war so gut und entspannt, er fühlt sich total unwohl das anzusprechen, hat Angst, dass jetzt alles kippt. Er fühlt sich so, als würde er bis jetzt total ignorieren, weshalb Katheryn überhaupt hier ist. Dass er derjenige ist, der diese verrückte Aktion gestartet hat. Dass er eine fremde Frau zu heiratet. Eine Frau, die einen fremden Mann heiratet. Das ist alles auf seinen Mist gewachsen. Er erinnert sich ungern daran, weshalb das überhaupt passiert ist, aber jetzt steckt er mitten drin, obwohl es erst der Anfang ist.

      Um nicht zu lange still zu sein, erzählt er vom groben Verlauf der nächsten Woche. ,,Ich habe mir bis übermorgen frei genommen, damit du dich hier langsam einleben kannst. Am Donnerstag Nachmittag besichtigen wir die Location. Obwohl alles schon fest und abgesprochen ist, dachte ich, du würdest sie gerne vorher mal sehen wollen. Ansonsten ist...kennen lernen angesagt."

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    • Katy

      Es gab also keine wichtigen Termine.. Bis.. Auf die Hochzeit. Ja gut, eine Woche Zeit hatten sie jetzt, um sich endgültig zu entscheiden, ob sie den Schritt wagen sollten. Warum Jasper das überhaupt hier tat wusste sie nicht, aber scheinbar hatte er auch seine eigenen Gründe und darüber mussten sie nicht sprechen, nicht jetzt, nicht, während sie sich gerade erst kennenlernten. Natürlich wusste der Mann nicht, wie schlimm es für die Rothaarige war, wie schlimm sie bisher leben musste, um die Schulden irgendwie zu stemmen, aber es gab bisher keine Fragen und dafür war sie sehr dankbar. Es war kein Thema wieso und wie, es war nur entscheidend wie viel und was sie dagegen tun würden.
      Jasper sah bei dem Thema Hochzeit kurz rüber, da haben sich ihre Augen für einen kurzen Augenblick getroffen und Katy schenkte ihm ein kurzes Lächeln, ehe der Mann auch wieder weg sah. Er sprach kurz darauf auch schon, wie der Ablauf aussehen würde, da blickte die Frau auch schon wieder nach vorne und lehnte ihren Kopf komplett zurück. "Eine Location", stellte sie schmunzelnd fest. "Ich würde sie gerne sehen.. Und ich hoffe, dass ich in das Kleid überhaupt passe!". Da lachte sie für einen Moment, immerhin hatte sie das Kleid nicht ein Mal an gehabt, es wurde nur nach ihren Maßen genäht. Kate war schlank, sie hatte nicht viel Speck am Körper.. Und trotzdem konnte es passieren, dass sie nicht rein passen würde, damit würde es ein Problem geben.
      "Wir kriegen das hin", stellte sie dennoch fest und drehte den Kopf wieder zu dem Mann. Ja, sehr optimistisch, aber so war die Frau in der Regel. "Du bist sympathisch.. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich am liebsten aus dem Wagen springen würde.. Da bin ich sehr zuversichtlich, dass wir es hinkriegen". Ein Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, die Augen blickten auf die Straße nach vorne, der Verkehr war wirklich falsch herum.. Ganz ungewohnt.. Anders.. "Wenn ich hier Auto fahren soll.. Brauche ich aber vorher ein wenig Übung bitte". Ein Lachen ertönte aus ihrer Kehle. Katy konnte zwar Auto fahren, aber das hier war etwas komplett anderes. "Ich bin zwar den Verkehr in Philadelphia gewöhnt.. Aber.. Es sieht für mich einfach schön sehr falsch aus".
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    • Jasper

      Als Katheryn so unerwartet optimistisch zu ihm spricht, kann Jasper nicht anders, als sie anlächeln. Zwar hat er noch einige Unsicherheiten, aber wenn Katheryn so optimistisch ist, dann hat er wahrscheinlich grundlos Sorge. Für den Moment fühlt er sich unbeschwert und zuversichtlich. ,,Ich bin froh, dass du dich soweit wohl fühlst. Dass du hier fahren darfst, darum kümmern wir uns noch, das ist kein Problem."

      Langsam wird die Autofahrt allerdings still und eher langweilig. Katheryn schläft ein, obwohl sie vorhin noch erwähnte, sie würde nicht schlafen wollen. Kurz lächelt Jasper, als er das merkt und bleibt die Fahrt über einfach still. So langsam kommen die beiden also in einer Wohngegend an. Fast jedes Haus hat einen gepfleften Vorgarten und einen dicken Wagen in der Einfahrt stehen. Die Familien die dort wohnen sind gute Verdiener, genau so wie Jasper selbst. Er weckt die Rothaarige im Beifahrersitz sanft und erwähnt nebenbei, dass sie gleich da sind. Er fährt die Straße weiter entlang zum Ende, dort steht ein weißen Haus, mit grünem Garten und orangenen Pflastersteinen, die den Weg zum Haus und die Einfahrt markieren. Die Gegend ist total ruhig. Sobald man aus dem Auto aussteigt, hört man zuerst die Bäume des kleinen Wäldchens rauschen, welches direkt an das Haus angrenzt. Das Haus hat im Vergleich zu den anderen, einen ganz anderen Charme. Es ist groß und gepflegt, aber strahlt viel mehr Gemütlichkeit aus.

      Jasper schaut kurz zu Katheryn, zur Eingangstür hinüber und dann steigt er als erstes aus, um ihren Koffer aus dem Auto herauszuholen. Trotz des heißen Klimas zur Zeit weht hier ein erfrischender Wind.

      Dann öffnet er Katheryn die Tür: ,,Willkommen zuhause."

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    • Katy

      Die Fahrt war lang und das Schaukeln des Autos machte die Rothaarige doch deutlich müder, als sie es zum Anfang gedacht hatte. Irgendwann war sie stiller geworden, die Augen fielen ihr einfach zu, es war nicht einfach sie offen zu halten, dazu die leise Musik im Hintergrund und der lange Flug.. Es war zu viel für die Frau, sie schlief irgendwann ein und bekam es nicht mehr mit, wohin sie fuhren. Es war erfrischend ein wenig die Augen zu schließen, Kraft zu tanken und neue Energie zu bekommen, aber ein wenig verwundert war Kate schon, als sie die männliche Stimme in ihrem Schlaf hörte. Sie kannte diese irgendwo her.. Langsam dämmerte es ihr, sie erinnerte sich, wo sie denn eigentlich saß und mit einem Schmunzeln auf den Lippen realisierte sie auch, dass sie wohl doch eingeschlafen sein musste.
      Jasper sprach davon, dass sie gleich da wären, den Augenblick nahm sich die Frau noch und streckte sich ein wenig, um die Muskeln zu lockern, welche eingeschlafen waren. Sie rieb sich durch das Gesicht, um die Augen ein wenig zu reiben und sie letztendlich zu öffnen. Sonne war zu sehen, es war hell und ungewohnt, aber viel interessanter war das Haus, vor welchem das Auto anhielt. Es war wie aus einem Bilderbuch und trotz dessen, dass der Mann am Steuer einen britischen Akzent hatte und der Verkehr hier komplett anders war sag man dem Haus nicht an, dass sie hier in England waren. Es war süß.. Schön.. Und lud dazu ein reinzukommen.
      Während sich Kate noch die Zeit nahm es zu realisieren, wo sie überhaupt war hatte ihr Zukünftiger schon den Koffer geholt und sogar die Tür für sie geöffnet. Ein wenig überrascht blickte sie daraufhin zu ihm und musste sich über die Bedeutung der Worte im Klaren werden.. Ihr Zuhause. Besser, als alles, worin sie bisher gewohnt hatte. Besser, als die Wohnung, in der sie leben musste, aber nicht so gut, wie das Haus ihrer Eltern.
      Ein Lächeln bildete sich dennoch auf ihren Lippen, bevor ihre Augen zu dem Mann sahen. "Danke sehr", sprach sie zu ihm und sah sich alles noch einmal gründlich an. "Es ist.. Wirklich wunderschön". So verspielt..und romantisch, warm und einladend. Es war ein Haus, wie man sich erträumte und da sollte sie leben. Ein Jahr lang.. Sa war sie mal gespannt, wie es innen drin aussieht! "Magst du.. Mich mal führen?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Während Katheryn beschreibt, dass sie es hier wunderschön findet, kann Jasper nicht anders als einfach nur zu lächeln. Er wohnte erst seit zwei Jahren in dem Haus, es hat lange gedauert, bis er ein so schönes gefunden hat. Auch wenn es eine reichere Gegend ist, hat er Glück. Er hat mit allem Glück gehabt: Seine Nachbarn nebenan sind wirklich sehr lieb, auch wenn man in so einer reichen Gegend total konservative und steife Leute erwartet. Die Gegend, vorallem mit dem Wäldchen ist wunderschön, so einen Ort zu finden hat ihn sehr lange gebraucht. Und nicht zu vergessen, das Haus an sich, nach der ersten Besichtigung hat er es direkt gekauft, da er kein einziges mit dem gleichen Charakter gefunden hat, wie dieses. Was das Haus natürlich noch besonderer für ihn macht, ist die ganze Zeit die er investiert hat, um alles nötige zu renovieren und nach seinem Geschmack einzurichten. Sein Charakter spiegelt sich wirklich in diesem Haus wieder. Sein nächstes Projekt werden die Gärten sein, es ist zwar schon Sommer, aber er hatte bis jetzt noch nicht die Zeit gefunden, sich dem Garten zu widmen, außer ihn von alten Pflanzen und Gestrüpp zu befreien, hat er dort nur ein paar Lavendel angepflanzt.

      Jasper lächelt zu Katheryn rüber, er ist wirklich stolz auf sein Zuhause. ,,Natürlich, das mache ich gern." Erst schließt er noch die Tür und das Auto ab, dann geht er mit ihr auf das Haus zu. Er trägt ihr natürlich den Koffer. Je näher man der Eingangstür kommt, desto mehr verspürt man die Magie, die dieses Haus mit sich bringt und man fühlt sich, wie in einem Ghibli Film, die Insekten zirpen, man ist umringt mit Grün und es ist Sommer.

      Er lässt Katheryn zuerst das Haus betreten, nachdem er die Tür aufgeschlossen hat. Ihren Koffer stellt er zunächst erst mal im Flur ab. ,,Links ist die Küche. Möchtest du etwas trinken?"

      Katheryn strahlt die einladende und helle Einrichtung entgegen und es sieht sehr untypisch für ein britisches Haus aus, was natürlich daran liegt, dass Jasper das Geld für ein großes Haus hat. Wahrscheinlich ist eines, der wenigen typisch britischen Sachen in diesem Haus Jasper selbst und die Waschmaschine, die in der Küche steht.

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    • Katy

      Der Ort scheint rein gar nichts mit dem zu tun zu haben, an dem Katy vor einigen Minuten gelandet war. Dort war alles voll, es war laut und vor allem war auch die Stadt, aus welcher sie raus gefahren waren genau das Gleiche, jedenfalls der Teil, den sie noch mitbekommen hatte. Es waren überall Menschen zu finden, Autos.. Eine typische Großstadt, wie man sich London halt vorstellen würde.. Und dann kam sie hier her, wurde mit dem Öffnen der Augen so dermaßen überrascht, dass sie nicht wusste, wo sie eigentlich hingucken sollte. Es war so ruhig hier, bis auf den sanften Wind um einen herum und die Tiere, die ihre Geräusche dazu gaben, aber an sich schien es, als würde es so etwas, wie andere Menschen, auf der Welt gar nicht geben, wenn man hier stand.
      So wirklich wusste die Rothaarige nicht, wohin sie sehen wollte oder sollte, eine Sache war schöner, als die andere. Sie betrat das Haus, nachdem sie reingelassen wurde, es war angenehm kühl drinnen, nicht so warm, wie es draußen der fall war. Allein schon der Flur war sehr detailreich eingerichtet, es war schön zu sehen, dass sich jemand Mühe gemacht hatte, da würde sie aber noch fragen, wer dafür zuständig war.
      Jasper sprach von der Küche, in welche die Frau sofort rein sah. Sie blieb in dem Türrahmen stehen, sah sich die Schränke und die Einrichtung genauer an. "Kochst du oft hier?", fragte sie schon aus Neugierde, sie kochte nämlich sehr gerne und das hier, war eine komplett andere Küche, als die in Philadelphia, mit der Kate zurecht kommen musste. Sie wurde nach etwas zu trinken gefragt, da nickte sie kurz. "Kann aber noch kurz warten.. Ich würde gerne den Rest sehen!". Jetzt wollte sie auch wirklich den Rest sehen, um zu erfahren, ob alles so detailreich und abgestimmt war, wie es in der Küche und im Flur war. Ihre Augen sahen deshalb auf die andere Seite, um in das Wohnzimmer reinzusehen. Also hier konnte sie wirklich das Jahr verbringen.. Selbst, wenn sie auf der Couch schlafen müsste, die wirklich bequem aussah, es war alles besser, als in Philadelphia.
      Schlief sie vielleicht noch im Auto? War das vielleicht ein Traum? Denn so wirkte das Haus schon ein wenig.. Und Kate fühlte sich wie eine Prinzessin.. In einem wundervollen Schloss.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Etwas ertappt fummelt sich Jasper an den Haaren herum. ,,Um ehrlich zu sein, bestelle ich oft oder gehe essen. Ich koche gerne, aber meistens fehlt mir die Zeit." Das lag natürlich an seiner Arbeit. Er musste stets viele Stunden arbeiten und sich um alle Sachen kümmern, die sein Vater ihm aufgetragen hatte und nicht selbst machen wollte. Zusätzlich war diese Arbeit auch noch sehr ermüdend, da er einfach keine andere Wahl hat.

      Katheryns Begeisterung gefällt Jasper sehr, und somit zeigt er ihr mit Freude noch den Rest seines Hauses.

      ,,Also hier neben der Küche ist noch ein Esszimmer, da hinten ist das Gäste WC und es geht raus in den Garten." Erklärt er Katheryn während er jeweils in die entsprechende Richtung zeigt. Im Esszimmer steht ein wunderschöner, großer Holztisch, an der einen Wand eine Kommode im mid century modern Stil, auf der mit verschiedensten Dingen dekoriert ist, wie zum Beispiel mit Kunst, Fotos, Pflanzen oder Büchern und bestimmten Magazinen die Jaspers Interessen decken. Ähnlich ist der Rest auch mit schönen Vasen mit frischen Blumensträußen dekoriert. ,,Und das Wohnzimmer hier hast du schon entdeckt. Oben ist übrigens das Gäste Schlafzimmer, für dich. Ich denke, du würdest am liebsten dort schlafen. Das Zimmer darfst du nutzen, wie du möchtest."

      In dem Wohnzimmer von dem Jasper spricht steht eine große Eckcouch in einem weichen, salbeigrünen Stoff, auf dem Decken und Kissen in passenden Farben gemütlich herumliegen. Auch wenn sein Haus reichlich dekoriert ist, mit Sachen, die ihm gut gefallen und an denen er hängt, hat er keine überschüssigen Gegenstände, die er gar nicht braucht und nur Platz verschwenden.

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    • afedc411aa9d7f27549206d69f219074.jpgKaty

      Es gab schon einiges, was die Rothaarige in der kurzen Zeit über ihren Mann kennengelernt hat und eine Tatsache davon war, dass er keine Zeit zum Kochen hatte. An sich nichts schlimmes, sie tat es ziemlich gerne und vor allem in der Zeit, bevor sie eine Arbeit gefunden oder überhaupt die Erlaubnis zu Arbeiten bekommt, konnte sie sich sehr gut vorstellen diese Aufgabe zu übernehmen, um in dieser schönen Küche zu kochen. Sie war nicht riesig oder professionell eingerichtet, aber da Katy weit aus weniger gewöhnt war freute sie sich schon darauf hier was zaubern zu können. "Ich kann kochen, während du bei der Arbeit bist", stellte sie fest und blickte zu dem Mann, um sich sein OK dafür zu holen. Essen zu gehen war zwar nicht schlecht, aber es machte doch noch viel mehr Spaß es selbst zu machen und dann hätten sie auch die Möglichkeit über ihren Tag zu sprechen.. Katy wollte gerne, dass es einen geregelten Alltag geben wird, sie waren zwar kein typisches Liebespaar, welches beschloss zu heiraten, weil sie sich so sehr liebten, aber.. So ganz hier alleine und abgeschottet wäre einfach nicht ihr Ding und warum nicht einfach sich miteinander arrangieren, während der Zeit?.

      Die weiteren Räume im Erdgeschoss wurden ihr gezeigt, da bewegte sich die Frau in deren Richtung, um in das grosse Esszimmer zu sehen und auch einen Blick in das schöne Bad zu riskieren. Eine Badewanne.. Das war eine weitere schöne Erkenntnis, denn was gab es schon schöneres, als mit einem Buch in der Hand im heißen Wasser zu liegen, um die Muskeln ein wenig zu entspannen? Katy seufzte zufrieden, ehe sie in das Wohnzimmer blickte. Sie zog ihre Sandalen noch aus, um mit nackten Füßen das Zimmer zu betreten und sah sich um, einmal um ihre eigene Achse. Blumen.. Eine Menge Blumen waren zu sehen und Bilder.. Und immer wieder Bücher, worüber die Frau sehr schmunzeln musste. Vielleicht las der Mann so gerne, wie sie es tat? Sie bekam oben ein Schlafzimmer, da wollte sie gleich auch hin, aber unten gab es noch so viel zu sehen. "Wer hat das Haus eingerichtet?", fragte sie mit einer gewissen Neugierde in der Stimme und trat an eine der Vasen an, um an den Blumen darin zu riechen. Frisch und vor allem.. Gut-riechend. Das zauberte ihr schon ein Lächeln auf die Lippen, in so einem schönen Haus konnte man wirklich gut wohnen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."