Light in the darkness [Naruto][Marien & Amalia]

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    • Light in the darkness [Naruto][Marien & Amalia]

      Light in the darkness

      Akatsuki ist längst jedem ein Begriff. Die Organisation, bestehend aus S-Rang Nuke-Nins, sorgte für viel Aufsehen. Überall auf der Welt sind ihre Mitglieder gefürchtet und teilst auch verhasst. Ihr schlechter Ruf wird nur noch unterstreichen von dem fragwürdigen Ziel, welches sie verfolgen:

      Die Entstehung einer neuen Welt.

      Um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, gehen die Mitglieder der Organisation gefährlichen Missionen nach, die unter anderem beinhalten, alle neun Bijous einzufangen. Damit dies aber auch wirklich gelingen kann, müssen die Akatsuki-Mitglieder einen kühlen Kopf behalten und dürfen sich nicht beirren lassen. Die kleine Ablenkung könnte das Ende all ihrer Mühen bedeuten.

      Doch was geschieht, wenn der Wunsch nach einer neuen Welt plötzlich an Bedeutung verliert? Was wird aus der düsteren Organisation Akatsuki, wenn Licht und Wärme in ihr Leben tritt und diesem eine ganz neue Bedeutung verleiht? Wird sich Akatsuki an ihrem Ziel festkrallen, wie eine Katze an ihrer Beute oder können die Mitglieder der Finsternis entfliehen, wie der Schmetterling dem Spinnennetz?




      dies ist ein RPG zwischen der wunderbaren @Marien und meiner Wenigkeit @Amalia :3

      hier geht es zu den Steckbriefen: anime-rpg-city.de/index.php/Th…ess-Naruto-Marien-Amalia/
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      Es kam äußerst selten vor, dass ich einmal allein eine Mission bestritt, allerdings bedurfte diese Erkundung keinen weiteren meiner Leute, außerdem wollte ich unnötigen Fragen aus dem Weg gehen. Immerhin erschloss sich nicht auf dem ersten Blick, warum ich gerade die Tsuki no Kuni Insel so genau erforschte. Aber sie könnte in Zukunft ein wichtiger Posten für mich werden und ich hasste es unvorbereitet in einer Sache zu sein. Also wollte ich diesen Ort hier kennen lernen und herausfinden, wie ich ihn am besten für meine Pläne einsätzen konnte.
      Dabei hatte ich es bereits verlernt der Schönheit dieses Ortes noch weitere Bedeutung oder Aufmerksamkeit zu schenken. Mich interessierte die Tektonik, Flora und Fauna nur so weit, wie ich sie auch strategisch einsetzen konnte. Dabei konnte ich bald für mich feststellen, dass diese Insel auch das Potetial für einen weiteren Außenposten für Akatsuki trug. Nur verhältnismäßig wenige Menschen und noch weniger Ninjas hielten sich hier auf. Außerdem schien jeder einzelne hier zu naiv, um überhaupt zu vermuten, dass sich eine Organisation bestehend aus Nukenin hier stationieren könnte.
      Ohne Eile streifte ich durch die äußeren Außläufe des gebirges inmitten der Mondförmigen Insel. Die zahlreichen Felsformationen gaben gute Verstecke her und mit einem vernünftigen Erdjutsu könnte man hier sogar ein Tunnelsystem entstehen lassen. Noch während ich weitere Pläne schmiedete, streifte ich durch die weitläufigen Wälder, zurück in Richtung Hafen. Allerdings ließ ich mir nicht nehmen, die Insel Mittels einiger Umwege noch etwas weiter zu erkunden. Dabei passierte ich immer wieder kleinere Siedlungen, welche sich alle um die große Hafenstadt Getsugakure. Handel hat die regierende Königsfamilie zu stetigem Reichtum verholfen, welches sich letztendlich auf die gesamte Insel auswirkte. Wahrscheinlich war auch das ein weiterer Grund für das friedliche Leben an diesem Ort. Ein Leben das ich mir in Zukunft für die ganze Welt erhoffte, auch wenn ich es nur mit unterdrückender Angst erreichen mochte. Solange es sinnlosen Mord, Kriege und Ungerechtigkeit verhinderte, war ich bereit diesen Kompromiss einzugehen.
      Ich hatte die Hälfte des Weges bereits hinter mich gebracht, als mich eine deutliche Ansammlung an starkem Chakra inne halten ließ. Ich kannte diese Art des Energieflusses. Gier und Mordlust drangen daraus hervor. Zwei Dinge, die ich in meinem ganzen Leben immer wieder hatte kennen lernen müssen und gegen welche sich mein Kampf auf ewig richten würde.
      Ohne langes Zögern hielt ich auf die Quelle des Chakras zu und sah mich bald schon einem Schlachtfeld gegenüber. Häußer brannten, Kinder weinten, Frauen schrien, während Männer um das Leben ihrer Familien kämpften. Es war ein einfacher überfall wie er überall in dieser Welt vorkam. Mich wunderte es wenig, dass sich diese Banditen eben diese Insel ausgesucht hatten, da sie als besonders wohlhand galt. Allerdings hatten sie sich offensichtlich nicht an Gestugakure selbst heran getraut, da die dort lebende Königsfamilie von einer Vielzahl von Ninjas bewacht wurde. Eine kleine Siedlung wie diese hier stellte allerdings ein vergleichbar einfaches Ziel dar.
      Ich unterdrückte ein Seufzen und wollte mich soeben abwenden, als ich inmitten der raffsüchtigen Gewalt einen Funken Wärme wahrnehmen konnte. Sofort drehte ich mich wieder um und spähte durch die mich verbergende Baumreihe, um dem klaren Chakra auf den Grund gehen zu können. Und da! Inmitten der kämpfenden Körper konnte ich einen schimmernden Schwall aus Blütenblättern ausmachen. Jedes einzelne Blatt schien in Chakra getaucht und war damit offensichtlich Teil eines starken Jutsus, das zugleich Verteidigung und Angriff zugleich zu sein schien. Inmitten dieses Blütensturms konnte ich endlich auch den Ursprung dieser beeindruckenden Fähigkeit erkennen. Langes dunkelbraunes Haar umwehte ein blasses und fein gezeichnetes Gesicht, das mutig ihren Widersachern entgegen blickte.
      Ohne es selbst beeinflussen zu können, hielt ich plötzlich direkt auf die junge und jeder Hinsicht schönen jungen Frau zu. Was war das für ein Jutsu, dass sie da verwendete? Wie konnte sie nur in der Lage sein, eine ganze Siedlung gleich gegen mehr als zehn Gegner zu verteidigen? Und was war das nur in ihren Augen? Etwas, das ihr Untersagte den Kampf aufzugeben, etwas was deutlich zeigte, dass sie alles dafür geben würde die Menschen aus dieser Siedlung und ihre Familie zu verteidigen.
      Innerhalb weniger Sekunden hatte ich meine Entscheidung getroffen und beschleunigte meine Schritte. Im nächsten Moment nahm ich mir auch schon den ersten Banditen vor und bereitete ihm ein schnelles Ende. Seine Kumpanen wirkten vollkommen überrumpelt und musterten mich entsetzt. Ich gab ihnen nicht die Chance herauszufinden, wer ich war und woher ich so plötzlich gekommen war, sondern attackierte sie ohne langes Fackeln. Sie mochten zwar alle samt recht gute Kämpfer sein, aber letztendlich waren sie doch nur einfache Banditen. Sie hatten nicht den Hauch einer Chance gegen mich.
      Zuletzt begutachtete ich nur kalt das übrig gebliebene Schlachtfeld. Die letzten Angreifer waren geflohen, nachdem ich einen Großteil ihrer Kumpanen erledigt hatte. Ich hatte nicht vor sie zu verfolgen. Ich war aus einem anderen Grund diesem Kampf beigetreten.
      "Du", wendete ich mich nun zu der jungen Frau mit grün schimmernden Augen um. "Wie lautet dein Name." Unbeirrt schritt ich auf sie zu und warf den Menschen in ihrem Rücken einen kurzen Blick zu. War das ihre Familie? Es war offensichtlich, dass die junge Krigerin eben diese mit allen Mitteln zu beschützen gedachte. "Du wirst mit mir mitkommen."

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      Aira


      "Und du willst wirklich nicht mit uns ins Kino gehen?" In Yukis Stimme lag ein leises Flehen, während sie mich bittend musterte.
      Trotzdem schüttelte ich nur mit dem Kopf. "Ich bin für solche Liebelsfilme echt nicht zu haben", erklärte ich Schulterzuckend. "Außerdem weißt du doch, dass ich heute wie gewohnt dem Heim einen Besuch abstatte."
      Yuki gab sich mit einem Seufzen geschlagen. "Ich finde es echt unfassbar, dass du mich da allen ernstes alleine mit Ruri hingehen lässt, aber eigentlich hätte ich es schon voher wissen müssen." Deutlich enttäuscht ließ meine Freundin ihre Schultern sinken. Dabei konnte ich nicht wirklich verstehen, was sie gegen Ruri hatte. Sonst hatte sie doch auch kein Probelm damit, dass er zusammen mit uns unterwegs war, immerhin waren wir bereits seit unserer frühen Kindheit Freunde. Allerdings war ihr schon seit einigen Tagen aufgefallen, dass die Stimmung zwischen den beiden etwas angespannt war. "Allerdings kann ich echt nicht verstehen, wie du selbst deinen einzigen freien Tag nachganzen sechs Wochen mit gemeinnütziger Arbeit im Kinderheim verschwenden kannst", beschwerte sie sich nun.
      "Ich finde es nicht verschwendet", erwiderte ich allerdings nur geduldig. "Ich mache das gerne."
      Wieder nur ein Seufzen der Schwarzhaarigen Chunin. "Ja, ich weiß. Und das ist eigentlich auch wirklich toll, aber du solltest dir auch ab und an mal richtigen Spaß und Erholung gönnen. Der Meinung ist Ruri im Übrigen auch." Kaum hatte sie seinen Namen ausgesprochen verzog sie schon wieder seltsam das Gesicht. Ich machte mir deswegen schon Sorgen, aber jedes Mal wenn ich Yuki darüber befragen wollte, wich sie mir aus. Was war nur zwischen ihr und Ruri vorgefallen?
      Egal was es auch war, ich würde Geduld walten lassen müssen, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Es lag mir nicht meine Freundin um eine Antwort zu drängen. "Ich finde es so aber am Besten." Damit war die Diskussion für mich eigentlich auch schon beendet, weswegen ich meine Aufmerksamkeit wieder auf den Weg vor uns richtete. Gerade liefen wir durch eine von Sunagakures hunderten Gassen, welche uns zwischen den sandähnlichen Häusern hindurch führte. Es war der kürzeste Weg von unserer Zweier-WG zum Kinderheim und passenderweise lag auch das Dorfkino auf dem Weg bei welchen Yuki sich mit Ruri treffen wollte, welcher wahrscheinlich auch mit mir rechnete. Aber ich war mir sicher, dass die beiden sich auch alleine vergnügen würden.
      "Hier trennen sich unsere Wege", stellte ich letztendlich fest, als wir an die nächste Weggabelung gelangten.
      "Du machst einem das Leben wirklich nicht leicht, Aira..." Yuki zog einen für sie typischen Schmollmund, obwohl sie genau wusste, dass das bei mir keine Wirkung hatte. Stattdessen warf ich der Sonne über uns einen flüchtigen Blick zu. Es war bereits früher Nachmittag, weswegen sie ihren Zenit schon seit einer Weile überschritten hatte. "Ich bin sowieso schon zu spät", meinte ich nur trocken. "Ich habe Momo versprochen ihr und den anderen Betreuern unter die Arme zu greifen und das werde ich einhalten."
      Yuki ließ geschlagen den Kopf sinken bevor sie mich fordernd davon winkte. "Okay, okay! Dann hab viel Spaß mit deinen Waisenkindern und ich schlage mich allein mit Ruri herum." Mit empörtem Unterton wendete sie sich von mir ab und stapfte in Richtung Kino davon. Ich blickte ihr noch eine Zeit lang nach, bevor ich nur mit den Schultern zuckte. Sie würde schon klar kommen.
      Dann setzte ich meinen Weg fort, allerdings nicht mehr im Spaziertempo sondern sprintent. Zuletzt suchte ich mir meinen Weg sogar über die Hausdächer des Dorfes, um mein Ziel so schnell es ging zu erreichen.
      "Airi, da bist du ja!" Momo war schon mindestens sechzig Jahre alt, aber das breite Lächeln auf ihrem Gesicht gab ihr jedes Mal einen beinahe jugendlichen Zug. Mit diesem Lächeln hatte sie mir meine Mutter und auch meinen Vater ersetzt, wofür ich ihr auf ewig dankbar sein würde. "Komm rein, die Kinder warten schon auf dich."
      Kaum hatte sie mich in den klobigen Bau des Waisenheims geschoben sah ich mich auch schon dutzender Kinder entgegen, welche mich zum Teil begeistert zum Teil neugierig begutachteten.
      "Du bist wirklich eine Chunin, ja?" Ein kleines Mädchen, wahrscheinlich nicht älter als vier jahre, war mutig genug gewesen an mich heran zutreten.
      Ich hockte mich zu ihr herunter und nickte bestätigend. "Das ist richtig. Ich bin eine Chunin." Als ich nun näher an sie herangetreten war, glaubte ich ein tiefes und seltsam starkes Chakra in ihr wahrzunehmen. Doch im nächsten Moment war es schon wieder verschwunden.
      "Dann musst du uns ganz viele Geschichten von deinen Missionen erzählen." Ein Junge, etwa acht Jahre alt, packte meine Hand und zog mich in den geräumigen Aufenhaltsort. Sein Name war Nero. Er lebte hier schon seitdem er ein Baby war und ich kannte ihn schon seitdem er hierher gekommen war. Damals war ich noch selbst ein Bewohner dieses Heimes gewesen, auch wenn ich damals schon beinahe meine geninausbildung abgeschlossen hatte. Auch er schien den Wunsch zu hegen einmal ein Ninja zu werden. Ich konnte deutlich die kleinen Wunden und blauen Flecken auf seinen Armen und Beinen sehen. Er musste ein hartes Training durchmachen. So wie ich es damals in diesem Heim gelernt hatte.
      "Ich erzähle euch alles, was mir einfällt", versicherte ich nickend und ließ mich auf dem Sessel im Aufenhaltsbereich nieder. Umgehend sammelten sich alle Kinder um mich herum.
      Man mochte es mir vielleicht nicht wirklich ansehen, aber genau solche Momente genoss ich zutiefst. Sie waren der Grund für meine regelmäßigen Besuche hier. Es machte mich irgendwie glücklich, dass Lächeln dieser Kinder zu sehen, ach wenn es mir einfach nicht gelingen wollte meinen Lippen ein eigenes abzuverlangen. "Also dann: Hört gut zu...."

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    • Yumiko

      "Yumi-chan!! Wach endlich auf! Alles Gute zum Geburtstag du Schlafmütze!" Ich blinzelte einige Male müde, ehe ich meine Augen voll und ganz öffnete. Vor meinem Bett standen meine beiden Brüder, wobei der jüngere von den beiden, sich direkt zu mir rüber beugte und ein breites Grinsen auf dem Gesicht hatte. Seine gute Laune ließ auch mir ein kleines Lächeln auf die Lippen huschen. "Sowas aber auch... nicht einmal an meinem Geburtstag ist es mir vergönnt, auszuschlafen", scherzte ich und setzte mich währenddessen auf. "Gerade an deinem Geburtstag darfst du nicht so viel Zeit mir schlafen verbringen!", sagte mein kleiner Bruder euphorisch. Ich schmunzelte kurz und winkte ihn mit einer kleinen Handbewegung zu mir hinüber. Er sah mich kurz verwirrt an, krabbelte dann aber zu mir auf die Matratze und musterte mich fragend. Behutsam legte ich meine Lippen auf seine Stirn und gab ihm einen liebevollen Kuss. "Ahhh! Yumi-chan! Lass das, ich bin schön zwölf Jahre alt, das ist ja mega peinlich!!", schmollte Riku, doch Haruki -unser älterer Bruder- und ich, lachten bloß. "Das ist deine Strafe dafür, dass du mich so früh geweckt hast, trotzdem vielen Dank für den netten Empfang", schmunzelte ich. "Vater und Mutter schicken uns, du sollst runter kommen, damit wir noch gemeinsam frühstücken können, bevor sie zur Hauptstadt aufbrechen, um ihre neue Mission entgegen zu nehmen", erklärte Haruki, während Riku noch immer damit beschäftigt war, die Stelle auf die ich ihn geküsst hatte, zu reiben. Ich nickte verstehend und krabbelte aus meinem Bett. "Gut, dann lasst uns keine Zeit verlieren. So wie ich euch beide kenne, seit ihr bestimmt wieder am Verhungern, oder?", lachte ich.
      Wir gingen gemeinsam nach unten ins Esszimmer, wo mich unsere Eltern herzlich begrüßten und mir alles Gute zum Geburtstag wünschten. Ich bedankte mich bei ihnen und wir setzten uns an den reichlich gedeckten Frühstückstisch.
      "Yumi-chan du musst die Kerzen auspusten, aber vergiss bloß nicht, dir dabei etwas zu wünschen!", meinte Riku, nachdem wir das gemeinsame Frühstück beendet hatten. Ich lachte kurz leise, nickte dann aber und überlegte mir einen Wunsch. Als ich etwas passendes gefunden hatte, schloss ich meine Augen für einen kurzen Moment, ehe ich sie wieder öffnete und das Feuer auf den Kerzen löschte. Von allen Seiten wurde geklatscht und Riku stand direkt von seinem Stuhl auf. Er ging ins Wohnzimmer und holte ein Geschenk hervor, welches er mir reichte. "Das ist für dich. Noch mal alles Gute zum 23. Geburtstag, Schwesterherz!", grinste er. Ich nahm dankend das Geschenk entgegen und packte es aus. Darin befand sich ein kleiner Anhänger für ein Kunai. Der Anhänger bestand aus einer kleinen Holzfigur, die Riku sehr ähnlich sah. "Das habe ich selbst geschnitzt! Jetzt musst du mich nicht mehr vermissen, wenn du auf Missionen bist", grinste er stolz. Ich sah von dem Anhänger zu dem kleinen Rotschopf und unterdrückte ein paar Freudentränen. "Das ist ein großartiges Geschenk, vielen Dank!", bedankte ich mich bei ihm und zog ihn in meine Arme. "H-Hey, hör auf damit! Du erdrückst mich ja noch!" "Mir egal."
      Die Bescherung ging weiter und von meinem älteren Bruder bekam ich zwei Bücher, die ich schon seit längerem gesucht aber nicht gefunden hatte, da es nur wenige Exemplare gab und die nicht überall verkauft wurden und von meinen Eltern bekam ich einen neuen Kimono, sowie neuen Schmuck. Ich war sichtlich gerührt von den Geschenken meiner Familie und bedankte mich mehrmals bei ihnen, ehe wir das friedliche Beisammen sein beenden mussten, da meine Eltern zum Schloss aufbrachen, um ihre neue Mission anzutreten. Wir verabschiedeten uns von ihnen und wünschten ihnen eine gute Reise, ehe wir zurück ins Haus kehrten. "Ich mache mich noch schnell fertig und danach können wir Oma und Opa einen Besuch abstatten", sagte ich und meine Brüder nickten zustimmend. Ich verschwand oben im Badezimmer und nahm ein Bad, ehe ich mir meinen Bademantel über zog und mich vor den Schminktisch in meinem Zimmer setze. Ich machte mir meine Haare und trug ein dezentes Make-up zur Feier des Tages auf, ehe mich dazu entschied, den neuen Kimono anzuziehen, den mir meine Eltern geschenkt hatten. Zusätzlich legte ich den neuen Schmuck an, ehe ich mich noch ein letztes mal im Spiegel betrachtete und zufrieden mit dem Ergebnis war. "Riku, Haruki. Wir können gehen!", rief ich von meinem Zimmer hinunter ins Wohnzimmer. "Na endlich! Warum brauchen Frauen nur immer so ewig im Badezimmer?!", hörte ich Rikus Stimme von unten schimpfen. Ich lachte leise und wollte gerade gehen, als Rikus Anhänger nahm und mir diesen an ein Kunai band, welches ich in meine Tasche steckte und diese dann an meinem Oberschenkel befestigte.
      Ich ging hinunter zu meinen Brüdern und gemeinsam liefen wir in die Richtung unserer Großeltern, doch wie sich nur wenig später herausstellte, sollten wir gar nicht erst so weit kommen.
      Wir waren nur wenige Minuten unterwegs gewesen, bis wir plötzlich von feindlichen Banditen angegriffen wurden. "Riku, bleib zurück!", riefen Haruki und ich im Chor. Ich zog meinen kleinen Bruder schützend hinter mich und sorgte dafür, dass ihn einige dicke Ranken umgaben, die ihn schützten. Während Haruki schon den ersten Angriff gestartet hatte, sah ich mich um und versuchte den Leuten Schutz zu bieten, die sich nicht alleine verteidigen konnten und schon bald glich die Siedlung einem einzigen Meer aus Kirschblüten und schweren Ranken, die sich wie Unkraut um alles gelegt hatten, was es zu schützen gab.
      Glücklicherweise stießen unsere Großeltern dazu und unterstützten uns, so dass ich mich endlich aufs Kämpfen konzentrieren und Haruki helfen konnte. Ich machte einige Handzeichen und löste mich komplett in Kirschblüten auf. Wie ein Tornado wehte ich zwischen unsere Feinde hindurch, ehe ich mich wieder auf meiner Ausgangsposition zusammensetzte. Sekunden später lag ein Großteil unserer Gegner schwer verletzt auf dem Boden. Ich hatte keinen von ihn getötet, so etwas tat ich nicht, jedoch waren sie in keiner sonderlich guten Verfassung.
      Ich atmete erleichtert aus und wollte gerade unsere Verteidigung fallen lassen, als plötzlich ein Mann vor uns auftauchte. Er hatte oranges Haar und viele Piercings im Gesicht. Doch was besonders heraus stach war sein Rinnegan, der Akatsukimantel und die erdrückende Kraft seines Chakras. Sein Chakra war dominant und überaus mächtig, wieso also war er mir noch nicht vorher ausgefallen?
      "Yumiko Sarawano", antwortete ich ihm ernst, aber ruhig, als er nach meinem Namen fragte. "Es tut mir leid, aber ich kann Eurer Bitte nicht nachkommen. Ich werde diesen Ort nicht verlassen", sagte ich bestimmt und zog Haruki hinter mich, damit er vor möglichen Angriffen dieses Mannes geschützt wurde. Er schien bereit gewesen zu sein, den Mann anzugreifen, aber so weit durfte es erst gar nicht kommen. Haruki war zwar ein starker Ninja, aber ich wusste sofort, dass dieser Mann uns allen überlegen war. Weit überlegen.


      Itachi

      Kisame und ich befanden uns nun schon seit einigen Tagen auf dem Weg zum Zwei-Schwänzigen. Zetsu hatte für uns herausgefunden, dass es sich bei der Person um ein vier Jähriges Mädchen handelte, welche zu allem Überfluss auch noch eine Waise war. Es versetzte meinem kalten Herzen einen Stich, ausgerechnet ein unschuldiges Kind mitnehmen zu müssen, zumal ich wusste, wie sie enden würde. Es war eine Schande und auch diese Tat würde zu den vielen Dingen gehören, die ich ein Leben lang bereuen würde. Ich hätte mir ein anderes Schicksal für das kleine Mädchen gewünscht, aber es half alles nichts. Wir mussten sie mitnehmen und nach Akatsuki bringen, um ihr den Zwei-Schwänzigen zu entnehmen.
      "Ich hatte wirklich gehofft, dass unsere nächste Mission aufregender wird. Mein Schwert und ich sehnen uns schon so lange nach einem richtigen Gegner", sagte Kisame, die neben mir über die Bäume des Walds sprang. "Eigentlich dachte ich, dass diese Mission spannend und aufregend werden würde, da wir uns einen Bijougeist krallen, aber als ich gelesen habe, dass dieser in einem vier jährigen Mädchen versiegelt ist, war ich doch zugegebenermaßen enttäuscht. Es wird ziemlich einfach werden, uns das Mädchen zu krallen. Ich hoffe einfach nur, dass die Wachen am Tor ein wenig mehr Widerstand geben werden. Ich komme sonst noch aus der Übung. Selbst mein Training ist aufregender als Pains Missionen", sagte der Blauhäutige und lachte einmal demonstrativ auf. Ich empfand Kisames Wortwahl äußerst unangebracht, doch erwartete ich von einem Mann wie ihm, keine Empathie. Er war schon immer so gewesen. Seit dem wir gemeinsam ein Team bildeten, hatte er sich nie sonderlich für das Wohlergehen seines Gegners gekümmert. Er wollte einfach nur seine Missionen erfolgreich beendet haben und wenn möglich, einige gute Kämpfe erleben, die ihm dabei halfen, noch stärker zu werden und sein Ego zu pushen. Eben diese Kämpfe haben ihn wohl oder übel zu dem gemacht, was er heute war: Ein gefährlicher S-Rang Nuke-Nin der kein Erbarmen mit niemandem kannte. Er passte perfekt in eine Organisation wie Akatsuki, deren Ziele so sinnlos waren, wie das einsame herumwandern einer Seele, die aus Einsamkeit alles und jeden klein haute, um eine Reaktion von Außen zu erhalten.
      Nach weiteren drei Stunden kamen Kisame und ich in Sunagakure an. Je näher wir uns der Stadt widmeten, desto deutlicher spürte ich das Chakra des Bijougeistes.
      Ich hatte eigentlich geplant, das Dorf so unauffällig wie möglich zu betreten, jedoch wurde daraus nichts, als Kisame seine Chance auf einen Kampf mit einigen Wachen witterte. Da er diesen Kampf nun angefangen hatte, sollte er ihn auch zu Ende bringen. Immerhin blieb mir so die Möglichkeit das Kind vor Kisame einzufangen und auch wenn es an ihrer Zukunft nichts ändern würde, so wollte ich ihr doch wenigstens einige angenehme letzte Tage schenken, bevor sie dem Ende ins Auge blicken musste. Es war vermutlich nur ein kleiner Trost, aber ich würde dafür Sorgen, dass die Reise zum HQ so angenehm wie möglich werden würde.
      Ich hatte das Chakra des zwei Schwänzigen schon sehr bald ausgemacht und steuerte direkt das Gebäude an, in welchem es sich versteckte. Neben dem Chakra des Bijou Geistes spürte ich ein weiteres, welches meine Aufmerksamkeit auf sich zog. Es war stark und ehrlich... Scheinbar wurde das Mädchen von jemand anderem beschützt. Ich glaubte zwar nicht, dass ich den Kampf gegen die andere Person verlieren würde, jedoch musste ich mich vorsehen und durfte meinen Gegner keinesfalls unterschätzen. Andernfalls könnte dies die Mission gefährden.
      Ich betrat das Waisenhaus und ging in den Raum, in dem die beiden Chakren zu spüren waren. "Shuri?", sagte ich ruhig aber deutlich. Die Kinder, welche sich um die Frau mit dem starken Chakra versammelt hatten, drehten sich zu mir um. "Mein Name ist Itachi Uchiha und ich werde dich jetzt mit uns nehmen. Kommst du freiwillig mit oder muss ich dich erst zwingen?", fragte ich das kleine Braunhaarige Mädchen, welches mich mit nun großen Augen musterte und anschließend ängstlich zu der Frau sah, von der das andere mächtige Chakra ausging. Ich ging nicht davon aus, dass man mir das Mädchen freiwillig übergab, weshalb ich mich innerlich schon auf einen Kampf vorbereitete. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass sich diese Mission noch einmal grundlegend geändert hat, denn ich glaubte nicht mehr daran, dass es so einfach werden würde, das kleine Mädchen zu entführen und ins HQ zum Ritual zu bringen. Aber vielleicht irrte ich mich auch.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      Natürlich hatte ich mit ihrer Reaktion bereits gerechnet, umso weniger würde sie mich allerdings von meinem Vorhaben abbringen können. Dabei entging mir keines Wegs wie sie mit allen Mitteln versuchte den jungen Mann hinter ihr zu schützen. Der Ähnlichkeit ihrer Gesichtszüge entnahm ich, dass sie wahrscheinlich Geschwister waren. Auch ich kannte das Verlangen, seine Lieben mit allen Mitteln beschützen zu wollen, daher wusste ich umso genauer, wie einfach dieses Verlangen zu einem Druckmittel für den Gegner werden konnte.
      Es kostete mich keine Anstrengung mein Rinnegan zu aktivieren und den Mann hinter ihrem Rücken hervorzuziehen und in meinen Griff zu schleudern. Wie ein Schraubstock legten sich meine Finger um seinen Hals, während ich mit der freien Hand seine Angriffe mühelos abwehrte. Bald schon schwächte ihn die Atemnot genug, um sämtliche Bewegungen einzustellen. Mein Blick richtete sich wieder auf die junge Frau, welche sich als Yumiko Sarawano vorgestellt hatte.
      "Ich bin Pain, Anführer und Leiter von Akatsuki. Ich empfehle dir, dich mir nicht zu widersetzen." Meine Stimme klang weder drohend noch bösartig und dennoch sollte die Ernshaftigkeit dahinter ihre Wirkung ncht verlieren. Letztendlich hatte ihr Bruder das Bewusstsein verloren und ich gab ihn frei, woraufhin er bewegungslos zu Boden sackte. "Yumiko Saeawano. Du wirst mit mir kommen und deine Kräfte Akatsuki zur Verfügung stellen." Statt an ihr haften zu bleiben, glitt mein Blick über all die anderen Siedlungsbewohner, welche sie noch immer mit allen Mitteln zu schützen schien. "Ich will hier niemandem unnötigen Schaden zufügen, allerdings entscheidest letztendlich du, was hier weiter geschehen wird." Provozierend hob ich erneut eine meiner Hände, wie ich es zuvor schon bei ihrem älteren Bruder getan hatte. Dieses mal richteten sich mein Blick allerdings für einen Moment auf den kleinen Jungen, welcher auch eine starke Ähnlichkeit zu Yumiko aufwies.
      Erst nachdem ich ihn eine Weile lang mit meinen Augen eingeschüchtert hatte, legte ich mein Augenmerk wieder auf die junge Frau. "Wie lautet also deine Antwort? Willst du gegen mich antreten, oder wirst du mir freiwillig folgen?" Mein Ton war ruhig. Wenn möglich wollte ich unbedingt unnötige Verluste unter diesen Unschuldigen vermeiden, aber die Kraft dieses Mädchens war etwas besonderes und ich wollte sie für mich und meinen Plan haben. Solange ich diesen verwirklichen konnte, wären mir sämtliche Mittel dafür Recht. Eben das sollte Yumiko auch klar werden, weswegen ich sie eindringlich musterte und ihr den Ernst der Lage deutlich machte. "Mir ist gleich, wie auch immer du dich entscheiden magst, dass Ergebnis wird dasselbe bleiben", versicherte ich überzeugt. Sie hatte beim Kampf gegen die Banditen zwar bewiesen, wie unglaublich stark ihre Fähigkeiten waren, aber noch würde sie kein Hindernis für mich darstellen. Vor allem nicht dann, wenn sie darauf fixiert war, die Menschen um sich herum zu beschützen.


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      Aira


      Innerhlab kürzester Zeit war der aufgeregte Haufen Kinder um mich herum in Stille verfallen, während jedes einzlene von ihnen an meinen Lippen hing und meinen Worten lauschte. Für mich waren meine Missionen ein notwendiger und ernster Kampf für Gerechtigkeit, für diese Jungen und Mädchen hingegen bedeutete es Abenteuer und interessante Geschichten. Ich wollte ihnen diese Fantasie noch nicht nehmen, aber ich gab mir auch nicht die Mühe, meine Berichte stark zu beschönigen oder auszuschmücken, sondern lieferte einfach nur Berichte. Und trotzdem konnte ich das Staunen in den jungen Augen sehen.
      Ein Staunen, das von einem Moment zu dem nächsten plötzlich in Entsetzen, Verwirrung und Furcht umschlug. Warum hatte ich sein Chakra nicht gleich bemerkt? Wie war er nur hierher gekommen? Wie zum Teufel hatte er überhaupt so einfach die Torwachen überwunden?
      Ich drängte all diese Fragen zurück. Im Moment stand fest, dass ein Akatsuki-Mitglied in das Waisenhaus eingedrungen war und er hatte es auf die kleine Shuri vor mir abgesehen. Es interessierte nicht warum, im Moment war nur wichtig, dass ich sie beschützte. "Komm hinter mich", verlangte ich ernst und schob das Mädchen hinter den Sessel auf welchem ich soeben noch gesessen hatte. Auch den anderen Kindern gab ich mit fordernden Blick zu verstehen, dass sie sich hinter mir verbergen sollten. Natürlich war den Kindermädchen der Tumult ebenso wenig entgangen und schon konnte ich Momo im angrenzenden Gang sehen. Ich nickte ihr kurz zu. Sie wusste genau was zu tun war und begann umgehden damit die Kinder hinter mir aus dem Raum und in Sicherheit zu bringen.
      Ich verlor in der Zwischenzeit den Angreifer keinen Moment lang aus den Augen. Irgendwie kam er mir seltsam bekannt vor. Hingegen der anderen Akatsuki-Mitstreiter war er ein bekanntes Mitglied. Dann riss ich vor Entsetzen die Augen auf, als mir bewusst wurde, dass ich gerade Itachi Uchiha gegenüber stand. Dem berühmten Nukenin aus Konohagakure. Das hier würde kein leichter Kampf werden.
      "Was willst du von Shuri?", fragte ich fordernd und griff nach dem versteckten Kunai an meinem Gürtel. Warum musste ich ausgerechnet heute in Zivilkleidung unterwegs sein? Klar, es war mein freier Tag, aber hatte ich mir nicht selbst erklärt, immer und ständig auf einen Kampf vorbereitet zu sein? Zumindest dürften die eng anliegende Lederhose und das ärmellose Top mich in meiner Bewegungsfreiheit nicht weiter einschränken. Aber abgesehen von den beiden Kunai an meinem Gürtel war meine gesamte Kampfausrüstung deutlich beschränkt. "Ich werde nicht zulassen, dass du das Mädchen mitnimmst!"
      Ohne zu zögern schleuderte ich das Kunai mitten auf den Kopf des Akatsuki. Ich wusste, dass ihn das nicht würde aufhalten, geschweige denn treffen können. Aber es brachte mir einen Moment der Ablenkung, in welchem ich Schriftzeichen formen konnte, die das Steingmäuer bröckeln ließen und eine dichte Staubwolcke hervor brachten. Ich kannte diesen Ort wie meine Westentasche und somit war es mir möglich, selbst mit geschlossenen Augen meinen Weg zu finden. Also sprintete ich los, mein zweites Kunai gezückt, mit dem Plan es dem Angreifer im nächsten Moment an die Kehle zu drücken. Der hervorgerufene Nebel würde mich zudem vor seinem berüchtigten Sharingan schützen können.

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    • Yumiko

      Ich hatte mich eindeutig gegen den Vorschlag des Mannes entschieden, doch dies schien ihn nicht sonderlich zu interessieren. Im Gegenteil. Er aktivierte sein Rinnegan und noch bevor ich hätte reagieren können, befand sich Haruki in den Fängen dieses Mannes. "HARUKI!", rief ich entsetzt. Er versuchte sich mit aller Kraft gegen den Griff des Mannes zu wehren, jedoch vergebens. Der Orangehaarige stellte sich als Pain, den Anführer von Akatsuki vor und je länger er sprach, desto mehr sah ich meine Chance schwinden, ihm entfliehen zu können. Er würde nicht gehen, bevor er nicht das bekam, was er wollte.
      "Haruki!" Ich rannte zu meinem großen Bruder, als dieser regungslos zu Boden fiel und sich nicht mehr bewegte. Ich zog ihn in meine Arme und drückte ihn dicht an mich heran, ehe ich die Augen schloss und ihn zu heilen begann.
      "Y-Yumi-chan..." Ich sah zu meinem kleinen Bruder, welcher in seiner kleinen 'Zelle' einige Schritte zurück gewichen war und sich vor den bohrenden Blicken des Mannes zu schützen versuchte. "Lasst, Riku daraus, er hat nichts mit der ganzen Sache zu tun!" Pain jedoch fragte mich lediglich, wie ich mich entschieden hatte. Ich senkte meinen Blick und biss die Zähne zusammen, während sich der Griff um meinen nach wie vor bewusstlosen Bruder verstärkte. Ich war den Tränen nah und wünschte mir in diesem Augenblick nichts sehnlicher, als meine Familie beschützen zu können.
      Es herrschte Stille. Es war als hätte sich die Welt genau in dem Moment aufgehört zu bewegen, in dem ich meinen Entschluss gefasst hatte. Der Wind um uns herum wurde stärker und ohne ein Wort zu sagen, ließ ich einige Ranken aus dem Boden kommen, welche meinen älteren Bruder umschlossen und anschließend mit sich in den Boden zogen. Der Spalt in der Erde schloss sich wieder und von Haruki fehlte jede Spur. "Y-Yumi-chan?", hörte ich die zittrige Stimme meines Bruders, welcher nach wie vor in seinem Käfig gefangen halten wurde, damit er vor den Kräften dieses Mannes geschützt wurde.
      Langsam wandte ich meinen Kopf in die Richtung von Riku. Ein trauriges Lächeln stahl sich auf meine Lippen. "Riku... fliege fort... weit weg." Ein heftiger Sturm begann zuwehen und nahm unsere Tränen mit sich. Mein Lächeln verschwand und ein entschlossener Ausdruck legte sich auf mein Gesicht. "ÖFFNEN!", rief ich und schlug mit meinen flachen Händen auf den Boden. Die Erde begann zu beben und überall auf der Insel schossen riesige, dicke Ranken aus dem Boden, die die ganze Insel umschlossen. Auf diese Art und Weise war es unmöglich, in die Insel vorzudringen oder ihr zu entfliehen. Es war ein mächtiges Jutsu, dass fast mein gesamtes Chakra benötigte, doch ich war gerne bereit es herzugeben, wenn dies bedeutete, dass ich meine Familie schützen konnte. Denn selbst wenn dieser Pain sein Wort hielt und niemandem etwas antun würde, sollte ich freiwillig mitkommen, so wusste ich, dass man versuchen würde uns zu folgen. Ich musste es verhindern, dass man nach mir suchen würde. Sie sollten mich nicht finden, bis ich bereit dazu war, mich zu zeigen. Niemand sollte meinetwegen in Gefahr geraten.
      Ich erhob mich langsam vom Boden, meine Atmung ging ein wenig schneller, dennoch schaffte ich es, meine Worte deutlich zu formulieren. "Wir können gehen... sie werden uns nicht folgen."


      Itachi

      Nachdem sich die junge Frau aus dem Sessel erhoben hatte und die Kinder um sie herum verschwanden, hatte ich eine deutlich bessere Sicht auf sie. Sie hatte hellblondes, fast schon weißes Haar, welches mich an die funkelnden Sterne im Nachthimmel erinnerte, passend dazu funkelten ihre Augen grau bläulich auf und verliehen ihrem Antlitz etwas anmutiges und dennoch starkes zu gleich. Ich musste kein Hellseher zu sein um zu wissen, dass der folgende Kampf selbst für mich eine Herausforderung darstellen könnte. Sie schien fest davon entschlossen zu sein, die Kinder mit all ihrer Kraft und ihrem Können zu beschützen und mir war schon in den ersten Sekunden unseres Treffens bewusst, dass dies nicht wenig sein würde. Die lange Narbe von ihrem Hals bis zu ihrem Schlüsselbein verriet mir, dass die junge Frau sicher einiges einstecken konnte, bevor sie gänzlich am Ende war. Außerdem glaubte ich nicht eine Sekunde daran, dass sie sich freiwillig ergeben würde. Je nach dem wie sehr sie mich mit ihren Fähigkeiten beeindrucken würde, könnte ich ihr vielleicht einen Vorschlag unterbreiten und sie für Akatsuki gewinnen. Doch diesen Deal würde sie sich vorher erst 'verdienen' müssen. Alles andere wäre ihr sicherer Tod.
      Mir war nicht entgangen, dass sie mit jemand anderem aus dem Waisenhaus kommunizierte, aber das interessierte mich eher weniger. Die einzigen starke Chakren, die sich hier befanden und mein Interesse geweckt hatten, waren die des zwei Schwänzigen und das der jungen Frau vor mir.
      Die Blondhaarige startete ihren Angriff und kombinierte diesen mit einer starken Verteidigung. Scheinbar war ihr nicht entgangen, dass ich der Träger des Sharingans war, denn sie versuchte meine Sicht zu schwächen. Dem Kunai wich ich mit Leichtigkeit aus, in dem ich einfach nur meinen Kopf zur Seite legte. Anschließend aktivierte ich mein Mangekyou Sharingan und sog den Rauch ein. Gerade rechtzeitig wie mir schien, denn nur wenig später stand die junge Frau vor mir, bereit mir das Kunai in den Körper zu rammen. Ich schaffte es, ihren Angriff zu blocken und warf sie dabei mit ganzer Kraft zu Boden. "Ich bin gekommen um das Mädchen mit mir zu nehmen. In ihr wohnt die Kraft des zwei Schwänzigen inne und unsere Organisation hat ein großes Interesse an eben dieser Kraft", erklärte ich ihr ruhig. "Wenn du uns das Mädchen freiwillig aushändigst, wird niemandem mehr etwas zustoßen, solltest du dich allerdings weigern, werden wir bei niemandem in diesem Dorf Gnade walten lassen und als erstes werde ich bei diesen Kindern hier anfangen." Sie würde sicher versuchen, dem ganzen irgendetwas entgegen zu bringen und sich wehren, doch andererseits schienen ihr die Kinder am Herzen zu liegen. Hoffentlich war sie schlau genug um zu verstehen, dass sie diesen Kampf unmöglich gewinnen konnte. Ich wollte wenn möglich auf unnötiges Blutvergießen verzichten, zumal die Kinder mit dieser ganzen Sache nichts zu tun hatten. "Ich werde nicht zögern die Leben aller Menschen in diesem Dorf auszulöschen, solltest du unserem Vorhaben im Weg stehen", drohte ich ihr mit ernster, aber dennoch ruhiger Stimme.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      Ich hatte Recht behalten. Wie erwartet lag ihr das Leben all der Bewohner dieser Siedlung mehr am Herzen, als ihr eigenes. Mir war es schon klar geworden, als sie entsetzt und mit mit Tränen verschmierten Augen zu ihrem Bruder gehechtet war. Tatsächlich war ich über ihr folgendes Heilungsjutsu überrascht, aber es bestärkte nur noch mehr meinen Entschluss sie mit mir zu nehmen. Diese Frau würde ein starkes Mitglied von Akatsuki werden und ich war mir sicher, dass ich sie auch für unsere Sache würde gewinnen können. Ein so ehrlicher und freundlicher Mensch wie sie musste einfach ein Interesse am allumfassenden Frieden haben, den ich für diese Welt plante.
      Bewundernd verfolgte ich das Spektakel, dass sie mir nun zeigte. Die ganze Insel wurde von ihrem Chakra überflutet, während sie praktisch einen allumfassenden Käfig formte, welcher zugleich auch noch als Schutzschild zu fungieren schien. "Du hast die richtige Entscheidung getroffen", befand ich ruhig und musterte sie einen Moment lang. Es war nicht weiter verwunderlich, dass sie dieses Jutsu vollkommen ihrer Kraft entzogen hatte und dennoch schien sie noch immer in der Lage, sich auf den Beinen zu halten. "Du wirst ein starkes Mitglied von Akatsuki werden", stellte ich zufreiden fest und kehrte ihr den Rücken zu. "Folge mir."
      Sie mochte erschöpft sein, aber ich hatte nicht vor, darauf weitere Rücksicht zu nehmen. Dennoch hielt ich mein Lauftempo noch auf einem einfach zu folgendem Level, gleichzeitig wollte ich aber schnell genug von dieser Insel kommen, bevor Yumikos Jutsu sich auflöste und wir mit unnötigen Verfolgern zu rechnen hatten. Es wäre traurig sollte ich eben diese vielleicht sogar töten müssen.
      Im gegensatz zu meinem ersten Plan hielt ich nun nicht mehr auf die Hauptstadt der Insel zu, um unnötigen Kollisionen mit anderen Ninjass vorzubeugen. Stattdessen machte ich mich auf den Weg zu einem etwas abgelegeneren Angelanlegeplatz, wo es eine Auswahl an Booten geben sollte, die wir nutzen könnten.
      Dort angekommen war es mir ein leichtes, einen kleinen Augang in Yumikos Rankenkäfig zu schlagen, um das Ufer zu erreichen. Wie erwartet lagen hier an einem kleinen Steg drei einzelne Anglerboote an. Ich stieg in das erst beste. "Steig ein", verlangte ich kühl und bedeutete der jungen Frau sich zu mir zu setzen. "Kaum war sie auch an Board konzentrierte ich mein Chakra auf das Wasser unter uns und brachte das Boot in Bewegung. Der Wasserfluss würde uns direkt in Richtung Amegakure tragen.
      Erst jetzt schenkte ich der jungen Frau wieder etwas mehr Aufmerksamkeit. Ihr Atem ging schwer und ihr Chakrafluss war seit ihrem letzten Jutsu stark geschwächt. "Ruh dich etwas aus", empfahl ich in einem beinahe freundlichen Tonfall. "Da du mir Kampflos gefolgt bist, musst du nichts befürchten und auch deiner Heimat und deren Menschen werde ich nichts tun, so lange du an unserer Seite kämpfst. ich verspreche dir, dass sich die Sache lohnen wird." Ich hatte bereits verlernt zu Lächeln, doch irgendwie hätte ich Yumiko am liebsten damit getröstet. Allerdings blieb meine Miene trotz allem gleich, nur meiner Stimme konnte ich einen Hauch von Zuversicht beimängen.


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      Aira


      Natürlich war es nicht so einfach einen der stärksten Mitglieder Akatsukis zu besiegen und ich wunderte mich tatsächlich herzlich wenig darüber, als ich mich plötzlich am Boden liegend wiederfand. Dennoch versetzen mir seine harten Worte einen tiefen Schnitt und ließen mein Herz für einen Moment furchtvoll pulsieren, ohne dass ich zuließ, dass er in meiner Miene eben diese Furcht erkennen konnte. Wie konnte er sich nur erlauben, das ganze Dorf zu bedrohen? Wie konnte er überhaupt glauben, dass er gegen ganz Sunagakure und seine Ninjas bestehen konnte? Im nächsten Moment traf mich die Erkenntnis wie ein Schlag und ich stämmte mich auf die Ellenbogen, bevor ich zu den den Beträuerinnen rief: "Er ist nicht alleine! Er hat noch mindestens einen Kumpanen ins Dorf gebracht! Warnt die Torwächter und sämtliche Schutztruppen des Dorfes!"
      Momo hatte sofort verstanden und gab den anderen Kindermädchen Anweisungen. Sie wusste das ich in der Zwischenzeit alles dafür geben würde die Kinder hier und den gesamten Platz vor dem Nukenin zu verteidigen. Eben diesem schenkte ich nun wieder meine Aufmerksamkeit, ohne ihn tatsächlich anzublicken. Zumindest wusste ich nun, was dieses seltsame Chakra gewesen war, dass ich in Shuri gespürt hatte. Sie war also das gefäß des Zweischwänzigen? Was würde Akatsuki ihr antun, sollte sie in ihre Hände fallen? Es war egal, denn eben das würde ich nicht zulassen!
      Im nächsten Moment schloss ich meine Augen und konzentrierte mich auf den Chankrafluss aller Menschen im Gebäude, indem ich ihn durch die Erde im Boden nachverfolgte. Man hatte bereits einen Großteil der Kinder in Sicherheit gebracht und auch Shuri war auf einem der Fluchtwege. Umgehend versperrte ich sämtliche Ausgänge des Aufenhaltsraumes ind dem ich Schwere Erdblöcke vor den Türen empor schießen ließ. Dann verwandelte ich den Boden unter den Füßen des Uchihas in reinen Treibsand und brachte mich mit einem Hechtsprung aus seinem Einzugsgebiet. Ich glaubte nicht daran, dass ich damit schon gewonnen hatte, weswegen ich sofort weitere Schrifzeichen formte. Es war dasselbe Jutsu wie zuvor, bei dem ich den ganzen Raum in dichten Staub hüllte. Es mochte zwar beim ersten Mal nicht geklappt haben, aber eben das machte es für meinen Gegner hoffentlich umso überraschender, da ich diese Taktik ein weiteres mal verwendete. Solange er den Boden nicht verließ, wusste ich genau wo ich ihn aufspüren konnte. Trotzdem versichtete ich auf eine direkte Attacke wie beim ersten Mal sondern brachte dieses Mal den Untergrund zu seinen Füßen zum Beben. Er würde versuchen auszuweichen und unweigerlich in dem Ring glühender Lava Enden den ich nun um ihn herum aufsteigen ließ.
      Es hatte mich viele Jahre des Trainings gekostet, um diese shcnelle Abfolge an Jutsus möglich zu machen und auch heute noch kostete es mich einen beträchtlichen Anteil meines Chakras. Aber ich war nicht dumm genug, all meine Hoffnung auf diesen einen Angriff zu legen und bewahrte mir noch genug Kraft auf, um ihn auch weiter zu attakieren.
      Mir war nicht wichtig, ihn zu besiegen. Ich wollte ihn schwächen, bis Verstärkungen eintraf. Und dabei würde ich alles dafür geben die Kinder des Waisenhauses wie auch den ganzen Rest des Dorfes zu schützen. Alles andere war uninteressant.

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    • Yumiko


      'Warum fühlt es sich dann nicht so an?' -hätte ich ihn beinahe gefragt, als er mir sagte, ich hätte die richtige Entscheidung getroffen, doch zog ich es lieber vor, den Mund zu halten, um mich nicht mit ihm unterhalten zu müssen. Je weniger ich mit ihm sprach, desto besser war es vermutlich für mich. Ich wollte nichts von ihm und seinen Zielen wissen oder seinen Grund, warum er ausgerechnet mich mit nach Akatsuki nahm. Nachdem was man schon alles von Akatsuki gehört hatte, würde ich zweifellos zu den schwächeren Mitgliedern gehören, warum also machte er sich erst die Mühe, mich mitzunehmen? Ich glaubte nicht daran, dass meine Überlebenschancen in dieser Organisation besonders hoch waren. Vermutlich würde es mich bei der ersten Mission schon dahin raffen. In diesem Augenblick glaubte ich nicht mehr daran, dass ich besonders alt werden würde, ich hatte mich innerlich schon mit dem Gedanken abgefunden, dass dies mein letzter Geburtstag war.
      Pain verlangte von mir, dass ich ihm folgte und ich tat, was er sagte. Mich seinen Befehlen zu wiedersetzen erschien mir gerade wenig wirkungsvoll und klug. Vielleicht konnte ich wirklich von Glück sprechen, dass er sein Wort hielt und den Menschen auf dieser Insel nicht weiter Leid zufügen würde. Es wäre sicher ein Leichtes für ihn gewesen, diese Insel zu versenken und mich gegen meinen Willen mit zu schleppen. Dieser Tag hätte noch ganz anders ausgehen können, dies wurde mir genau in diesem Moment bewusst.
      Wir erreichten das Ufer und er befahl mir, mich in eines der Boote zu setzen. Ich tat was er verlangte und setzte mich hin, wobei ich mich erschöpft gegen das Holz lehnte. Pain sagte mir, ich solle mich ausruhen und er würde den Leuten hier nichts weiter an tun. Es wäre besser für ihn, wenn er sein Wort auch hielt. "Da Ihr mich noch nicht angelogen habt, vertraue ich Euren Worten. Ihr haltet Euch also besser dran", sagte ich und klang zum Ende hin todernst. Sollte er mich angelogen haben, würde ich ihm zeigen, wozu ich wirklich im Stande war.
      Erschöpft schloss ich meine Augen und entspannte meine müden Muskeln, ehe ich nach nur wenigen Minuten in einen tiefen Schlaf fiel.

      Irgendwann spürte ich etwas nasses auf mein Gesicht tropfen. Ich kniff die Augen ein wenig zusammen und wollte eigentlich weiter schlafen, jedoch erinnerte ich mich wieder daran, was in den letzten Stunden geschehen war. Ich setzte mich rasch auf und brachte meinen Körper in eine gradere Position, als ich auch schon Pain vor mir entdeckte. Noch bevor ich ihn hätte fragen können, wie lange ich geschlafen hatte, wurden wir beide von einem Regenschauer erfasst. "Wie weit ist es noch?", wollte ich schließlich von ihm wissen.


      Itachi

      Das Mädchen zählte eins und eins zusammen und kam zu dem Entschluss, dass ich nicht alleine hier war. Sofort teilte sie den anderen Betreuern dieses Hauses ihre Erkenntnis mit, welche die Wachen des Dorfes warnen sollten. "Gibt euch keine Mühe mehr damit. Ein Großteil der Wachen wurde bereits bei unserem Eindringen in dieses Dorf niedergestreckt", erklärte ich ihr mit meiner üblichen monotonen Stimme. Auch wenn sie es vielleicht nicht glauben wollte, aber die Ninja dieses Dorfes hatten nicht die geringste Chance gegen Kisame. Es lag nicht nur daran, dass er ein starker S-Rang Nuke-Nin war, sondern auch dass er das Element Wasser beherrschte. Er würde mit Leichtigkeit all ihre Jutsus unfähig machen und sie anschließend außer Gefecht setzen, was bei ihm so viel bedeutete, dass er sie töten würde. Kisame hatte auf mich noch nie wirklich den Eindruck gemacht, dass er darauf bedacht war, seine Gegner am Leben zu lassen. Es interessierte ihn schlichtweg einfach nicht, was aus seinen Gegenübern wurde.
      Die junge Frau deren Name ich noch immer nicht kannte, raffte sich schnell wieder auf und begann mit einer schnellen Abfolge von Nin-Jutsus die sie mir entgegen brachte. Noch bevor ich hatte reagieren können, begann der Boden um mich herum zu beben und ich wollte eigentlich ausweichen, als ich die Lava auf dem Boden erkannte. Interessante Fähigkeiten.
      Ich aktivierte erneut mein Mangekyou Sharingan und ließ die Lava auf dem Boden in einem anderen Universum verschwinden. Ich landete mit Leichtigkeit auf dem Boden und machte mich auf einen Gegenangriff bereit, in dem ich sie in einem meiner Gen-Jutsus fangen wollte, jedoch wurde ich kurz abgelenkt. Scheinbar war der Kazekage zurück und widmete sich einen verbitterten Kampf mit Kisame. Das könnte tatsächlich noch zum Problem werden... Es wäre wohl wirklich besser, sollte ich wieder zurück zu Kisame kehren. Nicht, dass er noch den Fehler machte und den Kazekage unterschätzte. Das würde alles andere als gut für ihn Ende.
      "Ich denke unser kleiner Kampf ist hiermit beendet. Du hast Stärke bewiesen, aber ich habe leider keine Zeit mehr dafür, darum werde ich dich Anstelle von Shuri mitnehmen", meinte ich ruhig und noch bevor sie etwas hätte sagen können, fing ich sie in meinem Gen-Jutsu. Damit sie nicht auf die Idee kam, sich aus eben diesem zu befreien, stand ich plötzlich hinter ihr und verpasste ihr einen heftigen Schlag auf den Hinterkopf, so dass sie zusammenbrach. Ich war mir die junge Frau über die Schulter und sprang dann aus einem der Fenster, ehe ich zu Kisame lief und ihm bedeutete, dass wir uns zurück zogen. Er verstand natürlich nicht wieso, jedoch hatte ich keine Zeit, ihm näheres zu erklären, was ich ihm auch sagte. Darum verabschiedete er sich mit einem breiten Grinsen vom Kazekagen, ehe wir beide aus dem Dorf flohen.
      "Wer ist diese Frau? Sie ist nicht die Zielperson die wir eigentlich einfangen und mitbringen sollten", bemerkte Kisame, als wir durch die Wüste Sunagakures liefen. "Sieh es als Alternative für die vermasselte Mission an. Pain wird nicht gerade glücklich darüber sen, dass wir den Zweischwänzigen nicht dabei haben, darum hoffe ich, dass sich sein Gemüt durch sie ein wenig verbessert werden kann", meinte ich ruhig. Kisame nickte und wir liefen die restliche Zeit schweigend nebeneinander her, bis wir endlich das HQ erreichten.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      Offenbar hatte ich ihren Kampfeswillen noch lange nicht gebrochen, was mich tatasächlich zufrieden stimmte. Kämpfer ohne einen starken eigenen Willen waren in meinen Augen nur wenig wert und ich konnte sie nicht für meine Sache gebrauchten. Yumiko hingegen bewies mir soeben, dass ich mich in ihr nicht getäuscht hatte. Da brannte ein Feuer in ihren müden Augen, dass mich schon im ersten Moment in den bann gezogen hatte. Ihr Chakra und die Art wie sie ihre Jutsus verwendete war ebenso einzigartig. Selbst wenn sie nicht unglaublich stark sein mochte, würde sie unter etwas mehr Training und mit mehr Übung eines der stärksten Mitglieder Akatsukis werden können, da war ich mir sicher. Und ich irrte mich so gut wie nie.
      Ich war tatsächlich überrascht, als sie es sich wirklich gestattete neben mir einzuschlafen. Anscheinend hatte sie wirklich verstanden, dass ich mein Wort halten würde und ihrer Heimat kein weiteres Leid zufügen würde, genauso wenig wie ihr. Ohne weiter darüber nachzudenken schälte ich mich aus meinem schwarzen Umhang und breitete ihn über dem zierlich anmutenden Körper der jungen Frau aus. Die Winde auf dem Meer waren frisch und kalt und in ihrem geschwächten Zustand könnte sie sich schnell erkälten. Allerdings wollte ich sie stark und kampffähig haben, krank nutzte sie mir wenig.
      Ich hatte schon seit Jahren jedes Gefühl für zeit verloren, so vergingen die Stunden, bis wir den kleinen Flusslauf nach Amegakure erreichten nicht einmal sonderlich lang vor. ich ließ etwas mehr Chakra in das Wasser unter dem Boot fließen, um gegen die entgegengesetzte Strömung anzukommen, während wir uns immer weiter dem Dorf des Regens näherten.
      Genau zum passenden zeitpunkt öffneten sich die strahlend grünen Augen Yumikos, welche sich sofort erkundigte, wie weit es noch sei.
      "Wir sind da", erwiderte ich ruhig und schaute nach vorn. Durch den düsteren Schleier des regens ließen sich die hoch Aufragenden Türme Amegakures erkennen. Ein Dorf voller Attentäter und auch der Sitz von Akatsuki. Hier regnete es immer und ohne Unterbrechung. Es war mein eigenes Jutsu, mein eigenes Chakra das das ganze Dorf und seine Anwohner umhüllte. Ich konnte einen jeden von ihnen spüren, wo er war, wie es ihm ging und die Stärke seines eigenen Chakras bestimmen. Dieses Dorf betrat niemand ohne meine Kenntnis, während praktisch jeder einzelne Einwohner zu meinen "Untertanen" zählte, die ich schützte und welche mich dafür zu verehren schienen.
      "Du solltest den restlichen Tag und heute Nacht nutzen um deine Kräfte wieder aufzubauen. Morgen werden wir dein Training beginnen", erklärte ich, während ich das Boot am Rand des Flusses anlegen ließ und Yumiko bedeutete, mir zu folgen. Unser Weg führte uns durch die dunklen Gassen des Dorfes, wobei mir jeder Anwohner anerkennend zunickte, sobald wir ihn passierten.
      Nur wenig später hatten wir den Hauptsitzt Akatsukis erreicht. Es war das größte Gebäude des gesamten Dorfes und ermöglichte mir vom höchsten Punkt aus einen allumfassenden Überblick über Amegakure. Die Tür zu dem weitläufigen Gebäude ließ sich nur mit einem besonderen Jutsu öffnen, dass nur den inneren Mitgliedern Akatsukis bekannt war. ich beherrschte es bereits im Schlaf und führte Yumiko zielgenau in die dunklen, aber trockenen Gänge des Hauptquartiers.
      "Heute Nacht wirst du in meinem Zimmer schlafen", stellte ich fest und begann damit die dutzenden Treppenstufen zu erklimmen. "Und denk erst gar nicht über Flucht nach. Das hier wird von nun an dein Zuhause sein. Solltest du das Leben deiner Familie wertschätzen, solltest du lieber auf keine dummen Gedanken kommen." Irgendwie drohte ich ihr nur ungern mit solcher Härte, aber ich hatte über die Zeit gelernt, dass das die einfachste Weg war, um die Menschen zu manipulieren.
      Einige Minuten später hatten wir mein Zimmer erreicht. Es war nicht viel größer als die Räumlichkeiten der anderen Mitglieder, mal davon abgesehen, dass ich es sowieso nur zum Schein bezog, während mein wahrer Körper an einer ganz anderen Stelle ruhte. Trotzdem war ich mir sicher, dass das Bett weich war, außerdem würde ich Yumiko hier am besten bewachen können, über alles weitere konnte ich mir auch morgen noch Gedanken machen.
      Noch bevor wir das Zimmer betreten hatten, hatte ich einen der Angestellten den Auftrag gegeben Essen zu bringen, um der jungen Frau die Möglichkeit zu geben sich etwas zu stärken. "Hinter dieser Tür befindet sich ein Bad", informierte ich mit einem kurzen Kopfnicken zu einer schmalen Stahltür hin. "Und etwas zu Essen wird auch gleich kommen." Langsam lief ich auf einen der einzlenen Stühle im Raum zu und ließ mich darauf nieder, während ich Yumiko geduldig beobachtete. "Auch wenn ich dazu gezwungen mit mir zu kommen, möchte ich, dass du dich hier weitestgehend wohl fühlst. Außerdem wirst du bald verstehen, dass das hier eine gute Sache ist. Also solltest du dich lieber nicht als eine Gefangene betrachten, sondern als eine Mitstreiterin um den Kampf für den Frieden."



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      Aira


      Und wieder wurde mein Angriff erfolgreich abgewährt. Zwar hatte ich schon irgendwo damit gerechnet, aber trotzdem war ich enttäuscht. Was sollte ich nur gegen sein verdammtes Sharingan unternehmen? Wenn das weiter so lief wäre dieser Kampf vorbei bevor ich den Uchiha überhaupt nennenswert hätte erschöpfen können.
      Allerdings lag mir nichts entfernter als einfach aufzugeben. Mein Chakra war noch lange nicht erschöpft und ich hatte auch noch nicht all meiner Trümphe ausgespielt. Ich müsste nur auf Momo und die anderen Betreuer vertrauen, sie würden die nötige Verstärkung bringen, dann würde der Uchiha schon einsehen, dass er unser Dorf nicht unterschätzen dürfte. Selbst wenn er recht haben sollte und sein Kumpane bereits einen Großteil der Wachen besiegt hatte, waren die Spezialeinheiten des Dorfes noch lange nicht geschlagen. Zudem würde auch der Kazekage bald zurück sein. Bis dahin war es schlicht weg nur meine Aufgabe Shuri vor den Fängen dieses mannes zu bewahren.
      Gerade wollte ich mich erneut auf ihn stürzen, als auch ich das starke Chakra des Kazekages zu spüren begann, das anscheinend auch den Schwarzhaarigen mir gegenüber kurz verharren ließ. Seine folgenden Worte brachten mich zum ersten Mal etwas aus der Fassung, was ich sofort bereute. Wie hatte ich nur vor Schreck auch noch meine Augen aufreißen können. Natürlich fing er mich umgehend in seinem Gen-Jutsu ein und bevor ich mich daraus befreien konnte versetzte mich sein gezielter Hieb in den Nacken ins Reich der Träume.

      Mein Schädel dröhnte als ich das nächste Mal die Augen öffnete. Es kostete mich mehrere Sekunden, um zu begreifen, was geschehen war und warum ich gerade Kopf über zu Boden hing, während über mir ein wahrer Himmelsturz aus Regen auf uns niederzuprasseln schien. Endlich wusste ich wieder was vorgefallen war und reagierte sofort. In sekundenschnelle richtete ich mich auf, rammte dem Uchiha, welcher mich offenbar bis hierher getragen hatte, den Ellenbogen in den Nacken und sprang von seiner Schulter. Die schnelle bewegung ließ meinen Schädel ein weiteres Mal vibrieren. ich ignorierte den Schmerz.
      "Oho! Flink die Kleine." Zähne! Abgrundtief scharfe und spitze Zähne in einer breit grinsenden Frazte. Die Augen unverkennbar die eines Haies, unter ihnen konnte ich deutliche Kiemen erkennen, während die Haut in einem matten blau fischarten schimmerte. Sein mantel verriet, dass auch er zu Akatsuki gehören musste. Das erschreckend große Schwert über seiner Schulter strahlte ein unangenhemes Chakra aus. Er musste Uchihas Kumpane gewesen sein.
      "Was wollt ihr von mir?" ich gab meine Verteidigungsposition keinen Moment lang auf, während ich mich mit flüchtigen Blicken umsah. Der starke Regen machte es mir zunächst schwer etwas zu erkennen, bis ich das Dorf aus hochaufragenden Metallklötzen erkannte. Wo war ich hier nur? "Was ist mit Sunagakure? Was ist mit Shuri?" Fordernd blickte ich zu dem Schwarzhaarigen. Hatte er seine Worte etwa wirklich wahr gemacht und mich statt dem kleinen Mädchen mitgenommen? Warum? Was sollte das bringen? Wollten sie mich als Informationsquelle? Würde man mich foltern oder in Gen-Jutsu befragen? Meine Miene versteinerte sich, während ich mich auf das schlimmste gefasst machte. Lieber starb ich, als diesen Kerlen auch nur die kleinste Kleinigkeit zu verraten. In meiner Ausbildung hatte ich bereits gelernt auch der härtesten Folter zu widerstehen, sie würden mich nicht klein bekommen. Also verdrängte ich jegliche Angst aus meinem Geist und starrte die beiden Männer weiter kampfeswillig an. Ich würde mich nicht so einfach geschlagen geben.

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    • Yumiko

      Scheinbar war ich gerade rechtzeitig wach geworden, denn Pain teilte mir mit, dass wir da seien. Das Akatsuki HQ befand sich also in Amegakure? Damit hätten wohl die wenigsten gerechnet. Ein Land, welches derart geschwächt wurde, durch die vielen Kriege, in die es hineingezogen wurde, sollte die größte Verbrecherorganisation der Welt bei sich verstecken? Welch eine Ironie dem ganzen doch entsprang. Andererseits war es strategisch gesehen ein ziemlich kluger Schachzug oder aber sollte es doch nur ein Zufall sein, dass sich Akatsuki hier nieder gelassen hatte?
      Ich stand von meinem Platz auf und erkannte erst jetzt den Mantel, welcher vor wenigen Stunden noch über Pains Schulter hing. Sollte tatsächlich er ihn mir gegeben haben? Schwer vorstellbar, bei der Brutalität, die dieser Mann an den Tag legte, andererseits war außer ihm und mir niemand weiteres mehr an Board gewesen. Wer also hätte es außer ihm tun können?
      Da es sich aber nicht richtig anfühlte, seinen Mantel zu tragen, drückte ich ihm diesen wieder in die Hand, als wir das uns aufmachten und das regnerische Dorf betraten. Die Leute denen wir auf dem Weg zum HQ begegnet waren, zeigten tiefen Respekt für diesen Mann, was mir schon mal die Bestätigung gab, dass die Dorfbewohner wussten, wen sie in ihren Reihen versteckten.
      Irgendwann blieben wir vor einem riesigen Gebäude stehen und Pain machte einige Fingerzeichen, welche ich mir direkt einzuprägen versuchte. Alles was von jetzt an geschah, könnte in ferner Zukunft vielleicht mal nützlich für mich sein, darum sollte ich so aufmerksam wie nur möglich sein. Durch das Jutsu öffnete sich der Eingang und Pain und ich traten in das dunkle Gebäude. Er sprach erneut zu mir, während wir einige Treppenstufen erklommen. "'Mein Zuhause'?", wiederholte ich die Worte des Orangehaarigen und zog dabei skeptisch eine Augenbraue nach oben. "Bei allem Respekt, aber meine Definition von einem 'Zuhause' ist weit mehr als bloß ein Schlafplatz", bemerkte ich ernst. Ich mochte es nicht, wenn Menschen so leichtfertig über solch wichtige Dinge sprachen. Meine Familie war mir heilig und nichts und niemand würde sie jemals für mich ersetzen können, daher wollte ich nie wieder von diesem Pain hören, dass dieser Ort mein neues Zuhause sei. Nicht einmal er könnte meine Gefühle erzwingen, diesen Ort auch nur Ansatzweise wert zuschätzen. Ich würde diesen Mann auf ewig dafür hassen, was er mir und meiner Familie angetan hatte und nichts in der Welt würde meine Meinung zu ihm ändern können, auch wenn es dem widersprach, für das ich eigentlich stand. In meinen Augen hatte bisher jeder Mensch eine zweite Chance verdient, doch wie mir schien, waren die Gefühle hinter meinen Gedanken nicht echt. Denn schon jetzt hasste ich den Mann vor mir und das obwohl ich ihm nicht mal seine erste Chance gewehrt hatte...
      "Als eine 'Mitstreiterin um den Kampf für Frieden'?", wiederholte ich seine Worte und konnte mir dabei den verächtlichen Ausdruck in meinem Unterton nicht unterdrücken. "Frieden ist nur dann ehrlich, wenn er nicht umkämpft wurde, sondern aus den wahren Gefühlen eines jeden Menschen entsteht. Für mich sind Kampf und Frieden zwei unterschiedliche Dinge, die niemals miteinander vereint werden sollten. Von niemandem", meinte ich todernst und sah ihm dabei direkt in die Augen.


      Itachi

      Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir endlich Amegakure. Es wäre nicht mehr weit bis zum Akatgsuki HQ gewesen, doch leider wurde die Frau früher wach, als erhofft. Sie nutzt den Augenblick aus und rammte mir mit voller Wucht ihren Ellenbogen in meinen Nacken, woraufhin ich ein schmerzerfülltes Keuchen unterdrücken musste. Sofort drehte ich mich zu der Kleinen um, welche bereits in Kampfstellung gegangen war und scheinbar bereit dazu war, gegen mich und Kisame anzutreten. Sie schien nicht die leiseste Ahnung zu haben, dass wenn es hart auf hart kommen würde, sie gegen weit stärkere Menschen antreten musste, als gegen mich und Kisame. Doch so weit wollte ich es erst gar nicht kommen lassen. Sollte Pain sich in diesen Kampf einmischen, waren ihre Chancen ein Mitglied der Akatsuki zu werden, um einiges geringer als jetzt schon. Am besten wäre es für sie, wenn wir sie in Ruhe zu Pain bringen und ihn von ihren Fähigkeiten überzeugen könnten, jedoch glaubte ich nicht daran, dass diese junge Frau vor uns, einverstanden mit meinem Plan war. Sie würde es hassen, ein Teil von Akatsuki zu sein und ihr Land zu verraten, das wusste ich jetzt schon. Doch etwas anderes blieb ihr nicht übrig. Entweder sie trat Akatsuki bei oder aber sie starb. Einen Weg zurück gab es für sie nicht mehr. Nicht seit dem ich eine Schlinge um meine Beute gezogen hatte, welche ich nun im Begriff war, immer fest zu verschließen.
      "Es ist wie ich es bereits vorhin erwähnt habe", antwortete ich ihr monoton. "Ich habe dich Anstelle von Shuri mitgenommen und wenn du mir weiterhin folgst und keine Fragen stellst, werde ich sie verschonen. Solltest du aber einen Kampf vorziehen, werde ich erst dich töten und anschließend zurück nach Sunagakure kehren, um mir Shuri zu holen und das Dorf zu vernichten. Du hast die Wahl, also entscheide dich Weise", meinte ich kühl. Während ich meine Worte ausgesprochen hatte, wurde das Grinsen des Mannes neben mir nur noch breiter. "Also ich hätte ja nichts gegen einen kleinen Kampf einzuwenden, schon gar nicht wo ich vorhin gestört wurde und nicht mein ganzes Potential ausschöpfen konnte", sagte er und schien sich darauf vorzubereiten, dem Mädchen jeden Moment den Kopf abzuschlagen. "Kisame es reicht", meinte ich ernst. "Du wirst nichts tun, außer ihre Antwort abzuwarten. Sollte sie sich für einen Kampf und gegen ihr Dorf entscheiden, darfst du mit ihr anstellen, was auch immer du möchtest, aber nicht vorher. Pain wird ohnehin schon wütend genug darüber sein, dass wir den Zweischwänzigen nicht mitgebracht haben. Wenn wir jetzt auch noch mit leeren Händen vor ihm stehen, weißt du ganz genau, welche Strafe uns blühen wird", drohte ich ihm. Er sah mir ernst entgegen und schien alles andere als angetan von meinen Worten zu sein. "Und wessens Schuld ist das?", zischte er. "Es wäre dir doch wohl ein leichtes gewesen, das Kind zu entführen, wieso hast du gezögert?!" Er war wütend, sehr wütend sogar. Aber würde mich nicht davon beirren lassen. Es war etwas, dass ich im Augenblick nicht ändern konnte, darum machte es auch keinen Sinn, weitere Gedanken daran zu verschwenden.
      "Komm mit uns oder sterbe noch an Ort und Stelle. Wie entscheidest du dich, Suna-Nin?", fragte ich die Frau ernst.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      "Dieser Ort hier ist mehr als nur ein Schlafplatz", entgegnete ich kühl, ohne mich durch ihr furioses Auftreten aus der Ruhe bringen zu lassen.
      Natürlich würde sie nicht sofort Teil unserer Sache werden, nur weil ich sie hierher geschleppt hatte. Aber auch schon vor ihr hatten sich Menschen auf diese Art und Weise gegen meine Vorstellungen ausgesprochen und trotzdem waren sie zuletzt ein vollwertiges Mitglied von Akatsuki geworden. Ich war mir sicher, dass auch sie bald klarer sehen würde, nachdem ihre Wut und Frustration, wie auch der Hass gegen mich etwas verklungen waren.
      "Im Menschen selbst schlummert der ewige Drang zum Krieg, unser Ziel ist es eben diesen einen zu bekämpfen. Dabei ist es definitiv nicht mein Bestreben Leid und Trauer zu verursachen, aber ein vollkommener Frieden wird Opfer mit sich bringen." Ich sah an ihr vorbei, zum einzigen Fenster des Raumes. Beobachtete den durchgehenden Regen und lauschte seinem ruhigen Prasseln. "Ich habe beschlossen diese Sünden auf mich zu nehmen, so lange ich mein Ziel erreiche und die Menschen in eine glückliche, gerechte und friedliche Welt führen kann. Auch du sollst verstehen, dass jedes Ziel Opfer verlangt." Damit erhob ich mich von meinem Platz und ging auf die Tür zu. Wie erwartet klopfte in der nächsten Sekunde der Angestellte an, den ich zuvor ausgesendet hatte, um etwas zu Essen zu besorgen. Ich nahm es ihm mit einem belohnenden Nicken ab und stellte das Tablet mit Suppe und warmen Tee auf den Tisch am Rande des Raumes. "Iss und gewinne wieder an Kraft", verlangte ich und warf Yumiko einen weiteren kurzen Blick zu. "Wie können auch morgen noch weiter reden. Ich habe nicht vor deinen Fragen auszuweichen und ich plane nicht, dich auf irgendeine weitere Art und Weise leiden zu lassen. Ich weiß, dass es schwer für dich sein wird, getrennt von deinen Liebsten leben zu müssen, aber ich bin mir sicher, dass du sie eines Tages wirst wieder sehen können. Zu einer Zeit in der Frieden in diese Welt eingekehrt ist und sich niemand mehr vor unnötigen Kriegen oder Kämpfen wird fürchten müssen."
      ich gab mir Mühe ihr nicht unnötig nahe zu kommen, war mir die offene Abneigung die sie mir entgegen brachte natürlich nicht entgangen. Wahrscheinlich hasste sie mich sogar, was durchaus bedauerlich war, aber auch nicht weiter verwunderlich. Ich würde sie deswegen keineswegs verurteilen. In meinen Augen bewies es nur noch ein weiteres Mal den starken willen dieser jungen Frau.


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      Aira


      Auch wenn ich nicht genau wusste, ob ich seinen Worten wirklich Glauben schenken konnte, schien es nicht wirklich das Anliegen des Uchiha zu sein, mich als Geisel und Informationsquelle zu Akatsuki zu bringen, sondern scheinbra sogar als "Bereicherung" der Organisation. Ich konnte es kaum fassen und noch weniger wollte ich Teil dieser Kerle sein. Als Suna-Nin war es meine Aufgabe gegen Menschen wie ihn zu kämpfen und nicht an ihrer Seite zu stehen. Ich würde all meine Prinzipien verraten, sollte ich mich zu ihnen gesellen... aber um so weniger konnte ich den Tod hunderter Menschen, meiner Freunde, akzeptieren. In den Worten des Schwarzhaarigen war nicht der Hauch von Zweifel zu hören. Er und seine Mitstreiter wären stark genug, das ganze Dorf zu vernichten und sie würden Shuri in die Finger bekommen und was ihr dann drohte konnte nichts Gutes.
      Nach einer richtigen Antwort suchen ließ ich meine Gedanken kreisen, gab aber keinen einzigen Moment meine Verteidigungsposition auf. Vor allem dieser Kisame erschine kühn genug sich jeden Moment auf mich zu stürzen, nur die strengen Worte des Uchiha hielten ihn noch davon ab.
      "Ich werde mit euch kommen", erklärte ich irgendwann mit all der Ruhe die ich im Moment noch aufbringen konnte, während ich bedauernd meine Augen schloss. Mit dieser Entscheidung verriet ich mein gesamtes Dorf, ich selbst würde zum Nukenin werde, eine Ausgestoßene. Ich würde es akzeptieren, so lange ich Menschenleben damit beschützen könnte. Außerdem hieß das noch lange nicht, dass ich aufgegeben hatte. Egal was Akatsuki mit mir planen sollte, ich würde es ihnen nicht leicht machen. Meine Ausbildung zum Ninja hatte mich auch in der Kunst der Spionage gelehrt. Ich würde in Akatsukis Abgründe vordringen und alle Informationen einholen, die zu seiner Zerstörung notwendig waren. Damit würde ich meinen heutigen Verrat zwar auch nicht bereinigen können, aber es würde mir etwas Seelenfrieden verschaffen.
      Nur langsam gab ich meine Angriffsposition auf, bevor ich abwartend zwischen den beiden Männern hin und her blickte. "Bringt mich zu eurem Anführer, ich will dass er mir verspricht, mein Dorf zu verschonen." Wahrscheinlich würde er mich aber nicht einmal als würdig erachten, seinem Trupp beizutreten. Sollte es wirklich dazu kommen, stand mein Tod so oder so bevor. In diesem Fall würde ich aber nicht Kampflos untergehen. Ich würde so viele Gegner mit mir nehmen, wie ich konnte, allen voraus Pain, welcher offenbar Akatsukis Oberhaupt war. Sollte ich ihn töten können, hätte ich den Kopf dieses Monsters abgeschlagen und konnte vielleicht sogar seinen Untergang heraufbeschwören.
      Wärend ich dem Haimenschen, welcher scheinbar auf den namen Kisame hörte, und dem Uchiha folgte, ließ ich mir nichts von meinen Plänen anmerken.

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    • Yumiko

      Die Art und Weise, wie dieser Mann über den Frieden dachte, widerte mich an. Doch ein kleiner Teil in meinem Herzen sagte mir, dass ich nicht zu vorschnell urteilen sollte. Sonst immer hatte ich meine Feine verteidigt, und den Menschen um uns herum gesagt, sie sollen mehr als nur den Feind in einem Menschen erkennen. Ein jeder Ninja war so viel mehr, als bloß das Abzeichen auf seinem Stirnband. Sollte Liebe und Verbundenheit nicht weit über die Landesgrenzen hinaus gehen und die ganze Welt umhüllen, wie ein schützender Mantel vor dem aufkommenden Regen? Häufig durfte ich mir von meinem Bruder und meinem Vater anhören, dass ich zu naiv sei und dass man den Menschen nicht einfach so trauen konnte, schon gar nicht wenn sie als Feind vor einem auf dem Schlachtfeld standen und bereit dazu waren, über Leichen zu gehen. Doch glaubte ich, dass mir gerade dieses Denken von nun an helfen könnte, diesen Mann zu verstehen. Ich hatte stets an das gute im Menschen geglaubt und ich durfte jetzt nicht damit aufhören, nur weil ich mich in einer misslichen Lage befand. Ich sollte anfangen, Pain zu verstehen. Ich musste ihn in seinem Glauben nicht unterstützen oder die selbe Meinung vertreten, jedoch hatte auch er das Recht, gehört zu werden. Wenn ich diesem Recht nicht nachgeben würde, wäre alles wofür ich Jahre lang gekämpft hatte, nichts weiter als eine große Lüge gewesen, getarnt als Trugbild, um den Menschen irgendwelche Märchen von Liebe und Akzeptanz zu erzählen. Nein, so weit durfte ich es gar nicht erst kommen lassen. Ich würde an meinen Prinzipien bis zum Schluss festhalten, ganz gleich, wie viel Überwindung es mich kosten würde.
      Das Essen war mittlerweile angekommen und wurde mir ins Zimmer gestellt. Anschließend sagte Pain etwas, dass mich meine Faust ballen ließ. Er sollte endlich aufhören, über meine Familie zu sprechen. Ich ertrug es nicht länger.
      "Ist gut", sagte ich leise aber deutlich, als er vom morgigen Training zu sprechen begann und davon, dass er mir morgen meine restlichen Fragen beantworten würde. Vorerst blieb mir nichts anderes übrig, als den Worten des Mannes zu gehorchen. Es war ein grauenvolles Gefühl, diesem Mann schutzlos ausgeliefert zu sein. Ich konnte mich ihm gegenüber nicht widersetzen, daher war es wohl wirklich die beste Entscheidung, wenn ich vorerst schwieg und mir die Zeit nahm, den Menschen hinter diesen toten Augen kennen zu lernen. Auch ihm würde ich bis zum Schluss zuhören, sobald er bereit war, seine Geschichte mit mir zu teilen.
      "Ich habe keinen Hunger", bemerkte ich, als er mir sagte, ich solle etwas zu mir nehmen. Im Gegenteil. Alleine der Gedanke daran, jetzt Nahrung aufzunehmen, rief in mir starke Übelkeit hervor. Es wäre sicher besser für mein Chakra gewesen, wenn ich eine Kleinigkeit zu mir nahm, aber ich konnte jetzt beim besten Willen nichts runter bekommen. Also legte ich mich ohne ein weiteres Wort zu verlieren auf das Bett und drehte Pain den Rücken zu. Alles was ich in diesem Moment wollte, war schlafen. Schlafen und am besten nie wieder aufwachen.


      Itachi

      Es herrschte einen Augenblick lang Stille zwischen uns und ich ließ der Frau vor uns genügend Zeit, um ihre Antwort zu treffen. Ich glaubte nicht daran, dass sie sich für den Tod entscheiden würde. Nein, bei ihr konnte ich mir eher vorstellen, dass sie diese Gelegenheit nutzen würde, um Akatsuki einen Strich durch die Rechnung zu machen. Ein Ninja mit so viel Ehrgefühl wie sie es besaß, würde sich diese einmalige Chance wohl kaum entgehen zu lassen. So hätte sie zumindest die Möglichkeit gehabt, einen Teil der Akatsuki mit sich ins Verderben zu reißen. Ihr Tod würde nicht bedeutungslos sein, nicht sinnlos. Ich konnte nur zu gut ihre Gefühle nachvollziehen und glaubte sogar für einen kurzen Moment, mich in ihren Augen wieder zu erkennen, auch wenn es vermutlich nur eine Einbildung war.
      "Gut, dann folge uns", sprach ich ruhig und drehte ihr den Rücken zu, um unseren Weg fortzusetzen. Gleich würde sich zeigen, ob Pain sich mit diesem 'Geschenk' besänftigen lassen würde. Er war sicherlich alles andere als glücklich darüber, dass wir ihm den Zweischwänzigen nicht mitgebracht hatten, immerhin hatten wir diese Mission lang genug geplant und zu Beginn sah es sehr einfach aus. Wer hätte schon damit gerechnet, dass es so schwierig werden würde, ein vierjähriges Waisenkind zu entführen? Der Widerstand war größer, als angenommen, ich hatte einfach nicht damit gerechnet, dass das kleine Mädchen so gut geschützt werden würde. Aber das war nur die erste Runde. Wir würden wiederkommen und uns den Zweischwänzigen zu eigen machen. Etwas anderes würde Pain gar nicht erst erlauben. Wir waren beim ersten Mal gescheitert, ein zweites mal sollten wir zu verhindern wissen, ansonsten wusste nur Pain, welche Bestrafung auf uns warten würde. Ich konnte nur so viel sagen: Die Strafe würde hart ausfallen.
      Kisame, das Mädchen und ich kamen vor dem HQ zum Stehen, wobei mein Teampartner ein paar Fingerzeichen machte und sich der Eingang des Gebäudes öffnete. Ich brauchte nicht lange, um Pains mächtiges Chakra zu spüren, doch zu meiner Verwunderung war da noch ein anderes, welches ich nicht so recht einordnen konnte, ich war diesem Chakra noch nie zuvor begegnet. Hatte Pain vielleicht einen Verhandlungspartner bei sich oder sogar einen Feind? Nein, dafür waren die beiden Chakren deutlich zu ruhig, es schien mir nicht nach einem Kampf.
      "Wir sollten am Besten vor seinem Büro warten. Er wird sicher schon mitbekommen haben, dass wir wieder zurück sind und den Bijougeist nicht dabei haben", sagte ich und sah dabei zu Kisame hinüber. Dieser nickte verstehend und mein Blick huschte wieder zu der Frau hinter uns. "Folg uns", wandte ich mich an sie. Mein kühler Blick richtete sich wieder nach vorne und nach nur wenigen Minuten erreichten wir die Tür von Pains Büro. Schon bald würde sich das Schicksal der jungen Frau entscheiden. Wäre Pain ihr gnädig gestimmt, so würde er sie am Leben lassen und sie zu einem vollwertigen Mitglied dieser Organisation machen, doch wenn nicht, dann wäre es schon sehr bald um sie geschehen. Er kannte bei solchen Dingen keine Gnade.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      Der sture Ausdruck in ihren Augen erinnerte mich beinahe an ein kleines Kind, das sich gegen seine Eltern auflehnte. Natürlich war sie alles andere als gerne an diesem Ort und im Moment fühlte sie sich noch wie eine Gefangene, es war allerdings nicht mein Wunsch, sie wie eine zu behandeln.
      "Ich werde das Essen hier stehen lassen", verkündete ich und bgutachtete ihren schmalen Rücken. Diese junge Frau hatte solch ein gewaltiges Jutsu in Tsuki no Kuni heraufbeschwören können. Es wäre dumm ihr Potenzial zu verkennen und sie nicht mit hierher zu bringen. "Du solltest etwas Essen, sobald du wach wirst. Angeblich soll die Suppe auch noch im klaten Zustand schmecken", meinte ich weiterhin ruhig, auch wenn ich nicht wusste, ob sie mir überhaupt noch zuhörte.
      Erneut setzte ich mich auf den Stuhl am Rand des Raumes und wachte über die junge Frau. Bald schon konnte ich an ihrem ruhigen Chakrafluss erkennen, dass sie tatsächlich eingeschlafen war. Sie mochte mich vielleicht wirklich hassen, aber sie dennoch in der Lage in meiner Gegenwart einzuschlafen, schon zum zweiten Mal am heutigen Tage. Vielleicht war sie doch deutlich naiver als zunächst erwartet, immerhin hatte sie mir auch in Hinsicht der Sicherheit der Siedlung vertraut. Nachdenklich neigte ich den Kopf und begutachtete die weichen und ruhigen Gesichtzüge der jungen Frau, während ich jedem einzlenen ihrer Atemzüge lauschte. Zuvor hatte ich es noch gar nicht weiter beachtet, aber nun fiel mir auch das markante Muttermal unter iherer Lippe auf, dass ihrer sonst so blassen Haut etwas Farbe zu verleihen schien. Auch wenn ich mir sonst nie sonderlich viel Gedanken um das Erscheinungsbild von Frauen machte, musste ich bei Yumiko schamlos zugeben, dass sie wunderschön war. Ich seufte etwas bedauernd, wenn ich bedachte, dass ich die Wut eines solch lieblichen Wesens auf mich gezogen hatte. Aber ich würde ihr schon noch meine Welt zeigen können.
      Dann lenkte etwas vollkommen anderes meine Aufmerksamkeit von der jungen Frau fort. Alles und jeder der Amegakures Regen betrat wurde von mir erfasst und erkannt. Somit konnte mir gar nicht entgehen, dass Kisame und Itachi das Dorf betreten hatten. Doch das Chakra das sie da bei sich trugen war nicht das des Zweischwänzigen. Seufzend stieß ich die Luft aus und erhob mich von meinem Platz, trat ein letztes Mal an Yumiko heran und breitete die dünne Decke über ihren Körper aus.
      "Scheinbar bin ich nicht der einzige, der einen unerwarteten gast mitgebracht hat", stellte ich fest und ließ das Zimmer hinter mir. Egal wen die beiden da angeschleppt hatten, auch sein oder ihr Chakra war alles andere als untinteressant. So wie ich den Uchiha kannte, hatte er den Ninja als Wiedergutmachung für den fehlenden Zweischwänzigen mitgebracht. Ob ich diese akzeptieren konnte oder nicht, würde ich erst entscheiden, wenn ich mich über die Fertigkeiten ihres "Mitbringsels" vergewissert hatte. Wenig später kehrte ich in meinen "Tronsaal" ein. Wenn Kisame und Itachi schlau waren, würden sie ihren gast direkt hierher bringen, wo ich mein Urteil fällen konnte.

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      Aira


      Ich verbiss mir sämtliche Fragen und folgte den beiden einfach nur durch das regnerische Dorf. Noch immer konnte ich nicht genau einschätzen, wo ich war. Allerdings kannte ich solche Regengüsse nur aus dem reich Ame no Kuni, welches innerhalb der letzten Nijakriege immer wieder aufs neue schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. Sollte Akatsuki gerade hier ihre Basis aufgebaut haben? Wenn man es nur etwas tiefgründiger bedachte, erschien es tatsächlich passend und am liebsten hätte ich diese Information direkt an alle verbündeten Ninjadörfer ausgesendet. doch im Moment sollte ich mir nichts meiner Pläne anmerken lassen sondern Ruhe bewahren, eine meiner besten Fähigkeiten.
      Als wir das hochaufragende Hauptquartier erreichten öffnete es Kisame mit einem kurzen Jutsu. Es sollte möglich sein, mir die Gingerzeichen nach zwei oder drei Beobachtungen einzuprägen. Bevor einer der beiden bemerken konnte, wie sehr ich sie beobachtete, richtete ich meinen Blick wieder ruhig gerade aus und folgte den beiden stumm die Treppen hinauf. Es war unnötig ein weiteres Wort zu verlieren, wenn ich doch genau wusste, was mich wahrscheinlich als nächtes erwartete. Ich war bereits auf alles gefasst.
      Als wir letztendlich vor einer breiten Tür halt machten, konnte ich das intensive Chakra dahinter schon deutlich wahrnehmen. Allerdings schränkten der Metallboden und die -wände meine Fähigkeiten beachtlich ein. Ich konnte mein Erdchakra nicht entfalten und damit das gesamte Gebäude analysieren.
      Noch bevor einer von uns überhaupt hätte klopfen können, öffnete sich die Tür von Innen. Und sofort sah ich mich der Quelle des mächtigen Chakras gegenüber. Seine orangenen Haare waren alles andere als unauffällig und auch die dutzenden Piercings im Gesicht ließen ihn einzigartig erscheinen. Und das sollte der Anführer von Akatsuki sein? Warum hatte man ihn bei all dieser Auffälligkeit noch nicht erkannt und zur Fahndung ausgeschrieben? Er musste noch mächtiger sein als erwartet, wenn er sämtlichen Ninjadörfern entgangen war. ich müsste mich wahrscheinlich noch mehr in Acht nehmen, als zunächst erwartet.
      "Wer ist sie?" Schon alleine sein durchdringender Blick schien eine pure Beurteilung zu sein, während er langsam auf mich zutrat und mich anschließend gemächlich umkreiste.
      Ich hielt meinen Blick stur geradeaus gerichtet. "Mein Name ist Aira Tumira und ich bin Chunin aus Sunegakure", meldete ich mich schließlich selbst zu Wort. Ich würde nicht vor Angst erzittern und nicht zulassen, dass er meine Gefühle auf irgendeine andere Art und Weise würde erkennen können. "Ich habe Shuri, das Mädchen das den Bijou in sich trägt, vor Itachi Uchiha verteidigt und ihr die erfolgreiche Flucht ermöglicht." Endlich erwiederte ich den forschenden Blick des Orangehaarigen. Seine Rin'negan-Augen schienen mich praktisch zu durchbohren. Ich ließ mir nichts anmerken. "Statt ihr hat man mich hierher entführt, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was ihr mit mir planen könntet."
      Letztendlich blieb dieser Pain genau vor mir stehen und schien auch den Uchiha für einen Moment durchdringend zu mustern. Ob dieser Blick nun strafend war oder nicht, vermochte ich nicht zu sagen. "Ich verstehe", sagte er zuletzt. "Solange du nicht offen gegen uns antrittst und dich sogar als nützlich erweisen solltest, sollst du am Leben bleiben. Itachi wird entscheiden, wie mit dir verfahren wird."
      Damit war dieEntscheidung wohl getroffen und es bedeutete, dass ich nach allem doch eine Art Gefangene war. Noch hatte ich mich lange nicht "bewiesen", aber in Pains Augen schien ich zumindest nicht vollkommen wertlos zu sein. Ich musste das beste aus der momentanen Lage machen.
      "Damit sollte das geklärt sein." Mit einem handwink schien uns der Orangehaarige aus dem Raum senden zu wollen. "Verfahrt mit ihr für den Moment so, wie ihr es für richtig haltet. Enttäuscht mich dabei nur nicht noch weiter."

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    • Itachi

      Die massive Stahltür öffnete sich von selbst und wir drei konnten den großen Raum betreten, in dem bereit Pain auf uns wartete. Sein kalter Blick ließ keine Mutmaßungen über sein Vorhaben zu. Ich konnte bis zum Schluss nicht einschätzen, was er dachte und wie er fortfahren würde. Es würde mich nicht wundern, sollte er die junge Frau vor uns augenblicklich töten. Dieser Mann hatte schon viele Menschen auf dem Gewissen und einer mehr oder weniger würde da keinen Unterschied machen, auch wenn ich mir ein anderes Schicksal für die Blondhaarige wünschte.
      Pain fragte uns, wer sie sei und kam dabei direkt auf das Mädchen zu. In seinem Blick lauerte etwas und wie ein Raubtier umschlich er die junge Frau, bereit dazu jeden Moment seine Klauen auszufahren und sie mit nur einen einzigen Bewegung zu töten. Doch obwohl Pain einen sehr bedrohlichen Eindruck machte, ließ sich die Frau namens Aira Tumira nicht einschüchtern -zumindest machte sie nicht den Eindruck auf mich, auch wenn ich nicht sagen konnte, wie es gerade in ihrem Inneren aussah. Aira schien mehr auf dem Kasten zu haben, als angenommen und fast hätte mir ihre harte Schale ein kleines Schmunzeln entlockt, jedoch konnte ich es noch gerade so unterdrücken. Es wäre mehr als unangebracht in dieser Situation gewesen.
      Aira gestand sogar, dass sie der Grund dafür gewesen war, weshalb wir ohne den Zweischwänzigen wiedergekommen waren. Entweder würde dies Pain beeindrucken oder aber sie hatte sich mit ihren Worten ihr eigenes Grab geschaufelt. Glücklicherweise schien ersteres der Fall zu sein. Mit einem letzten strafenden Blick sah Pain zu mir, ehe er seine Entscheidung fällte. Er sah davon ab, die junge Frau zu töten und sagte mir, dass wir fürs erste für sie verantwortlich sein würden. Wir sollten mit ihr tun, was auch immer wir wollten, solange wir ihn nur nicht ein weiteres mal enttäuschten. Ich nickte verstehend. "Danke für dein Vertrauen", meinte ich bloß ruhig, ehe mein Blick wieder auf Aira fiel. "Komm mit. Ich zeige dir mein Zimmer, in dem du vorübergehend unterkommen wirst", sagte ich und gab ihr das Zeichen mir zu folgen.
      Wir verließen den großen Saal wieder, ehe wir einige Flure entlang liefen. "Na dann bis morgen ihr zwei", verabschiedete sich Kisame grinsend und verschwand hinter seiner Zimmertür. Meine Tür war nur ein weiter, ich öffnete eben diese und ließ Aira den Vortritt, ehe ich selbst das Zimmer betrat und anschließend die Tür hinter mir schloss. "Du kannst vorerst in meinem Bett schlafen, bis wir ein passendes Zimmer für dich vorbereitet haben. Dort drüben ist ein Badezimmer, dass dir zur freien Verfügung steht", erklärte ich ihr und deutete mit einem Nicken auf eine Tür. Ich zog mir währenddessen meinen Mantel aus und machte es mir auf dem Sofa im Zimmer bequem. "Ach ja und ich rate dir, lieber keinen Fluchtversuch zu starten, das würde nicht gut für dich ausgehen", drohte ich ihr indirekt und drehte ihr im nächsten Moment auch schon den Rücken zu, ehe ich meine Augen schloss und versuchte zur Ruhe zu kommen. Immerhin hatte mir der heutige Tag einiges an Energie abverlangt.
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    • Pain


      Tatsächlich war das Mädchen, das mir Itachi und Kisame da anschleppten interessanter als zunächst erwartet und nachdem auch ich jemanden ungeplant hergebracht hatte, verzichtete ich darauf die beiden unter eine härtere Strafe zu stellen. Allerdings änderte es nichts daran, dass sie beim Erfüllen ihres Auftrages versagt hatten. Ein weiteres Mal würde ich ihnen das nicht durchgehen lassen.
      Aira Tumira aus Sunegakure also. Dieses Dorf hatte schon einige starke Ninjas hervorgebracht, Sasori war nur einer von ihnen gewesen und auch er war zu einem meiner stärksten Männer geworden. Und umso mehr ich mich nun auch auf das ihr inne wohnenden Chakra konzentrierte, desto deutlicher konnte ich ihr Potenzial erkennen. Ähnlich wie es auch bei Yumiko gewesen war.Allerdings ließ mich diese junge Frau längst nicht so einfach erkennen, was in ihrem Inneren vorging, weswegen ich nicht den Fehler machte, sie zu unterschätzen. Sobald sie Ärger machen sollte, würde es ihren Tod bedeuten, allerdings war Itachi fähig genug, um solche Probleme rechtzeitig zu verhindern, weswegen ich Aira seinen Händen überließ.
      Ich verabschiedete die drei noch mit einem kurzen Kopfnicken und wartete zuletzt nur noch darauf, dass sie den Raum verließen, bevor ich in mein eigenes Zimmer zurück kehrte. ich wollte Yumiko ungern unbeaufsichtigt lassen, auch wenn sie noch immer tief zu schlafen schien. Natürlich waren die Suppe und der Tee noch immer unangetastet, was mich seltsam enttäuscht zurückließ. ich hoffte sie würde ihren Hungerstreick nicht morgen früh bereuen, denn ich hatte nicht wirklich vor sie zu schonen. Ich wollte ihr wirkliches Potenzial herauf befördern und noch mehr ihrer Fähigkeiten sehen.
      Erneut ließ ich mich auf den Stuhl sinken und gönnte nicht nur Yahikos Körper sondern auch mir selbst etwas Ruhe. Allerdings war ich schon seit einiger Zeit nicht mehr dazu in der Lage wirklich einzuschlafen, sondern versank nur noch in eine Art tranceähnlichen Zustand, der es mir erlaubte mein Chakra zu regenerrieren. Allerdings spürte ich selbst dann noch alle leben die durch meinen Regen getroffen wurden und auch das stätig und ruhig ströhmende Chakra der jungen Frau in meinem Zimmer verlor ich keinen Augenblick aus meinem Bewusstsein. Irgendwie verschaffte mir ihre gesamte Aura eine seltsames Gefühl der Ruhe, dass mich tiefer in meine Trance sinken ließ als je zuvor.

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      Aira


      Mir gefiel der Gedanke mit dem Uchiha ein Zimmer teilen zu müssen nicht im geringsten, aber ich verkniff mir sämtlichen Beschwerden. Pain hatte ihm die Verantwortung über mich erteilt, also würde ich mich dem Schwarzhaarigen im Moment auf keinen Fall widersetzen dürfen. Außerdem sollte ich wohl froh sein, dass ich nicht in Kisames Zimmer würde schlafen müssen, wer wusste schon, ob er mich nicht mitten im Schlaf überfallen würde, auf der Suche nach einem spannenden Kampf.
      Die Zimmereinrichtung des Uchiha war genauso, wie ich sie erwartet hätte. Schlicht und Ausdruckslos. Allerdings konnte man ihm das nicht vorwerfen. Mein Zimmer in unserer WG unterschied sich kaum von diesem hier. Persönliche Dinge im Raum machten einen in den Augen eines eventuellen Eindringlings lesbar und verletztlich. Ich hatte gelernt meine Persönlichkeit in mir selbst zu verschließen und sie nur in seltenen Fällen offen zu zeigen.
      "Ich kann auch gerne das Sofa nehmen", meinte ich nur trocken, während ich dem Bett im Raum einen flüchtigen Blick zuwarf. Auch das Bad ließ ich für den Moment zunächst einmal unbeobachtet. Ich mochte nicht so wirken, aber selbst mir war es peinlich in der unmittelbaren Nähe eines mir fremden Mannes zu baden oder zu duschen. Diese Blöse würde ich mir auf keinen Fall geben.
      Bei seinen letzten warnenden Worten musterte ich ihn einen Moment mit erhobener Augenbraue. Für wie dumm hielt mich dieser mann eigentlich. Natürlich war es schon längst zu spät für mich die Flucht zu ergreifen. Irgendetwas sagte mir, dass Pain es sofort bemerken würde, sollte ich auch nur an Flucht denken. Nein. Im Moment hieß es Ruhe bewahren, die Lage analysieren und erst dann einen Plan zu schmieden. Ich würde das hier überstehen und ich würde Akatsuki noch beweisen, dass sie sich mit der falschen angelegt hatten. Aber ich würde geduldig sein und rational vorgehen. Solange man mich noch als potentielle Gefahrenquälle ansah, wäre mein Bewegungsfreiraum begrenzt.
      Scheinbar schien der Uchiha für sich bereits beschlossen zu haben, dass er das Sofa als nachtlager nutzen würde. Ich beschloss es zu akzeptieren und wartete noch eine Zeit lang, bis sich das Chakra des jungen Mannes beruhigt hatte. Erst dann gestattete ich es mir, mic auf dem Bett nieder zu lassen. tatsächlich war ich deutlich erschöpfter, als mir bis eben bewusst gewesen war. Also ließ ich mich in den Schlaf ziehen, ohne die Wachsamkeit einer Katze zu verlieren, die ich mir nach Jahre langem Training angeeignet hatte. Sie würde dafür sorgen, dass selbst das kleinste Geräusch oder irgendein fremdes Chakra mit aus den Schlaf riss. Das machte die Nacht zwar weniger erholsam, aber nur so war ich überhaupt in der Lage mich annähernd zu beruhigen.

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    • Yumiko

      Die Nacht verlief an sich sehr ruhig nur glaubte ich, einige mal schlecht geträumt zu haben, auch wenn ich mich am nächsten Morgen an keinen dieser Träume erinnern konnte. Vielleicht hatte ich mir das ganze auch nur eingebildet, immerhin fühlte ich mich recht ausgeschlafen und gut erholt. Mein Chakra schien sich nach gestern vollständig erholt zu haben, was mir zumindest den Start in den Tag vereinfachen würde, so wie das Training, welches Pain für heute angesetzt hatte. Pain...
      Ich setzte mich langsam in dem Bett auf, wobei ich mich auf meine Beine setzte und die Decke etwas von mir stieß. Mein Blick wanderte zu dem schlafenden Orangehaarigen, welcher nach wie vor auf dem Stuhl saß. Hatte er etwa die ganze Nacht in dieser unangenehmen Position verbracht? Und wieso ließ mich der Gedanke daran schlecht fühlen?
      Langsam krabbelte ich aus dem Bett und schlich langsam zu Pain, ehe ich mich zu ihm hinunter beugte und ihn vorsichtig musterte. Er musste ganz schön müde sein... Hm... Ich erhob mich wieder und ging leise ins angrenzende Badezimmer, wo ich die Tür hinter mir schloss und den Wasserhahn anmachte. Ich wusch mir mein Gesicht mit dem kalten Wasser und trocknete dieses anschließend ab, ehe ich mir mein Gesicht im Spiegel betrachtete und leise seufzte. "Gestern noch habe ich meinen Geburtstag gefeiert und keine 24 Stunden später befinde ich mich im Akatsuki HQ. Ich wünschte diese Banditen hätten sich einen anderen Tag ausgesucht, um unsere kleine Siedlung anzugreifen", sagte ich sichtlich frustriert. Hätte ich an diesem Tag nicht gekämpft, wäre ich jetzt vermutlich nicht hier, sondern in meinem Zuhause bei meiner Familie. Ich hoffte einfach nur, dass es ihnen gut ging keiner von ihnen schlimmere Verletzungen davon getragen hatte. Haruki konnte ich zwar noch heilen, bevor wir Pain und ich verschwunden waren, jedoch wusste ich nicht, wie es um die anderen aus der Siedlung stand. Der Angriff kam ziemlich überraschend, daher hoffte ich einfach, dass es keine Todesopfer oder schwer Verletzte gab.
      "Ob sie nach mir suchen werden...?", fragte ich mich irgendwann leise, wobei ich das Handtuch in meiner Hand zu Boden fallen ließ. Einerseits wünschte ich mir nichts sehnlicher, als erneut auf meine Familie zu treffen und sie noch ein letztes mal zu sehen, andererseits wollte ich, dass sie sich von mir fern hielten und sich nicht in Gefahr begaben. Ich wollte mir gar nicht erst ausmalen, was Pain mit ihnen anstellen würde, sollten sie mich tatsächlich aufspüren. Ich war immerhin mit Pain mitgegangen, um sie vor weiterem Schaden zu schützen, da wäre es eher kontraproduktiv, sollten sie nach mir suchen. Vielleicht durften sie es auch gar nicht? Was war, wenn der König unser Reiches mich als eine Betrügerin sah und mich offiziell als Nuke-Nin einstufte? Hatte er mich bereits verstoßen? Fragen über Fragen türmten sich in meinem Kopf und ich wusste absolut keine Antworten darauf.
      "Es macht doch ohnehin keinen Sinn, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, es wird sich nichts an der Situation verändern", sagte ich leise und schüttelte dann meinen Kopf, um zur Besinnung zu kommen. Ich hob das Handtuch wieder auf und räumte es an seinen Platz zurück, ehe ich die Badezimmertür wieder öffnete und heraus trat.


      Itachi

      Ich wachte am nächsten Morgen noch vor Aira auf, nicht sonderlich verwunderlich in meinen Augen. Ich war seit je her einer der ersten in der Organisation, der aufwachte. Ich hatte einen leichten Schlaf und benötigte davon auch nicht ganz so viel, wie der Rest der Truppe. Als ehemaliger Anbu hatte ich mir einen leichten Schlafrhythmus angeeignet, er war auf Missionen unverzichtbar. Feine liebten es, die Gunst der Stunde auszukosten und einen Überraschungsangriff zu starten, wenn alles ruhig und friedlich war. Mir selbst erging es da ja nicht anders, auch ich hatte schon das ein oder andere mal einen solchen Moment ausgenutzt, um Vorteile daraus zu ziehen. Eigentlich könnte man meinen, dass ich mich wenigstens an diesem Ort entspannen könnte, da mir hier eher weniger etwas zustoßen konnte, doch wollte ich meine Verteidigung nicht fallen lassen und lieber wachsam bleiben. Denn nicht jedes Mitglied hegte Sympathie für mich, dessen war ich mir durchaus bewusst. Es würde mich nicht einmal wundern, wenn man mich mitten in der Nacht attackierte, nur um mich aus dem Weg zu räumen. Akatsuki war einfach eine Organisation voller Verbrecher und skrupelloser Mörder. Mord und Totschlag waren unser täglich Brot, da war es für den ein oder anderen recht schwer, gewisse Charaktereigenschaften zu unterdrücken, wobei es die meisten von ihnen wohl gar nicht erst versuchten, allem voran Deidara und Hidan.
      Ich erhob mich langsam von der Couch und streckte mich einmal, ehe ich mir mit meiner Hand durch die rabenschwarzen Haare fuhr, um diese einigermaßen wieder zu richten. Danach huschte mein Blick auf die noch immer schlafende Aira. Schon seltsam. Gestern Abend hatte sie noch einen sehr bedrohlichen Eindruck auf mich gemacht, doch nun wirkte sie wie eine zarte Fee, die nicht darauf gefasst war, dass ihr jeden Moment etwas schlimmes zustoßen konnte. Im Gegenteil. Ihr unschuldiges Gesicht ließ meinen längst vergessenen Beschützerinstinkt wecken, den ich so nur bei Sasuke gefühlt hatte. Woran das lag, konnte ich im Augenblick noch nicht sagen, aber ich wusste, dass ich dieses Gefühl schleunigst beiseite schieben sollte. Es könnte sonst noch ein böses Ende für uns beide nehmen, sollte unsere Zukunft auf irgendwelchen unerklärlichen Gefühlen basieren, von denen wir beide vermutlich nichts verstanden.
      Ich erhob mich langsam von dem Sofa und trottete in Richtung Badezimmer, wo ich mich ein wenig frisch machte. Aira, Kisame und ich würden gleich erst mal zum Training aufbrechen, damit wir ihr volles Potential erkennen konnten. Sollte sie in Zukunft wirklich unserem Team zugewiesen werden, war es wichtig zu wissen, auf welche Art von Fähigkeiten wir uns verlassen konnten. Für Kämpfe waren solche Informationen über den eigenen Teampartner unentbehrlich.
      Als ich fertig war, kam ich wieder aus dem Badezimmer hervor und mein Blick legte sich erneut auf Aira. "Guten Morgen. Du solltest dich fertig machen, wir werden bald zum Training aufbrechen", erklärt ich der Weißhaarigen.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Pain


      Mit dem Moment in dem sie ihre Augen aufschlug wusste ich, dass sie aufgewacht war. Aber ich verzichtete darauf mich selbst weiter zu bewegen. Vor allem nicht, als sie sich mir plötzlich aus eigenem Willen näherte. Was machte sie da? Beinahe hätte ich die Augen aufgeschlagen, um ihr direkt ins Gesicht sehen zu können. Allerdings hätte ich sie damit aber wahrscheinlich nur unnötig verjagt und das wollte ich einfach nicht.
      Erst als sie im Badezimmer verschwunden war, regte sich mein Körper und ich richtete mich in dem Stuhl auf. Tatsächlich konnte ich spüren wie sich meine Muskeln nach der Nacht in dieser Position etwas beschwerten, aber es war ein vertrauter Schmerz und kaum spürbar unter all den anderen. Sofort glitt mein Blick zu der verschlossenen Badezimmertür, hinter welcher ich das Rauschen von Wasser hören konnte. Sie schien sich Zeit zu lassen. Ich hatte aber keines Falls vor sie weiter zu beschatten. Stattdessen trat ich an den Tisch heran, auf welchem immer noch das Tablett mit Suppe ruhte. Diese war mittlerweile schon mehr als nur kalt und sicherlich schon lange nicht mehr lecker. etwas bedauernd hinsichtlich der Essensverschwendung, brachte ich es zur Tür und verlangte von dem dort wartenden Bediensteten, dass er ein vernünftiges Frühstück bringen ließ. Es war noch nicht der Zeitpunkt um Yumiko in die Kafeteria zu bringen, wo man sie nur mit forschenden Blicken durchbohren und dutzenden Fragen hinsichtlich ihrer Anwesenheit erschlagen würde. Sie war diesem Ort schon so mehr als genug abgeneigt, ich hatte nicht vor noch schlimmeres zu provozieren.
      Als die junge Frau schließlich aus dem Bad hervortrat nickte ich ihr nur kurz grüßend zu. "Guten Morgen." Es sollte freundlich klingen, allerdings wusste ich nicht mehr wirklich, wie man freundlich klang. "Ich habe bereits Frühstück für dich bestellt, also kannst du den Morgen ruhig angehen", erklärte ich. "Später werde dir die wichtigsten Plätze dieses Gebäudes zeigen und dich später in einer kurzen Trainingsrunde testen." Und schon klopfte es wieder an der Tür. Im nächsten Moment wurde das Zimmer vom Geruch frischen Brotes durchzogen, gemischt mit den unterschiedlichsten Aufstrichvarianten. "Ich empfehle dir, dich dieses Mal für den restlichen Tag zu stärken", sagte ich ernst mit einem Nicken zum frisch gelieferten Frühstückstablet. "Ich habe zwar nicht vor, dich zu überfordern, aber wenn möglich würde ich bereits heute schon deine Grenzen austesten wollen und das funktioniert nur, wenn du bei voller Kraft bist." Wie lange hielt ihr Chakravorrat, wenn sie nicht gerade ein so mächtiges Jutsu wie gestern verwendete. Wie viele Varianten an Attacken konnte sie ausführen, wie gut war ihr Taijutsu, was für eine Ausbildung hatte sie genossen. Ich wollte alles erfahren und testen. Ich wollte noch viel mehr über Yumiko und ihre Fähigkeiten herausfinden.


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      Aira


      Es war das Geräusch einer sich schließneden Tür, dass mich aus dem Schlaf riss. Sofort analysierte ich meine Umgebung und erinnerte mich erst einige Sekunden danach, wo genau ich hier war und was mich hergebracht hatte. Im nächsten Moment hefteten sich meine Augen auf die nun leere Couch. Wie hatte es der Uchiha geschafft, von mir unbemerkt aufzustehen und offenbar ins Bad zu schleichen? War ich etwa doch erschöpfter gewesen, als erwartet, oder besaß er wirklich die Fähigkeit sein Chakra so weit zu dämmen, dass man es nicht bemerkte? Mal davon abgesehen musste er auf verdammt leisen Sohlen unterwegs gewesen sein.
      Bevor er aus dem Badezimmer trat hatte ich das Bett bereits verlassen und geordnet. Die Bettdecke gerade gestrichen und das Kopfkissen aufgeschüttelt. "Guten Morgen." Noch immer gelnag es mir meine Stimme entschlossen und fest klingen zu lassen, auch wenn ich diesen Ort noch immer so schnell wie möglich verlassen wollte. Allerdings wüsste ich nicht einmal genau, wo ich jetzt noch hin sollte, nachdem man mich wahrscheinlich in Sunagakure als einen Nukenin anerkannt hatte.
      Ich schob meine düsteren Gedanken beseite und nickte monotojn. "Verstanden", erwiderte ich nur und schob mich dan dem Schwarzhaarigen vorbei ins Bad. Eigentlich könnte ich eine ordentliche und warme Dusche vertragen, aber dazu traute ich mich beim besten Willen nicht. Nicht solange dieser Kerl weiterhin im angrenzenden Zimmer stand. Also beließ ich es bei einer kurzen Kassenwäsche, schüttete mir erfrischend kaltes Wasser ins Gesicht und spühlte meinen Mund aus.
      Ein gemeinsames Training mit dem Uchiha und Kisame also? Ich hob meinen Kopf und sah im Spiegel meinen ausdruckslosen Augen entgegen, dabei kochte tief in mir starkes Unwohlsein auf. Was wäre, wenn sich in diesem Training herausstellte, dass sich der Schwarzhaarige doch in mir getäuscht hatte und ich plötzlich keinen Wert mehr für ihn und den Rest Akatsukis hatte. Es würde einen absolut sinnlosen Tod bedeuten, noch lange bevor ich etwas vernünftiges erreichen hätte können. Wieder kippte ich mir das kalte Wasser ins Gesicht. "Dann muss ich mich einfach als fähig beweisen", stellte ich fest und nickte meinem eigenen Spiegelbild entschlosen zu.
      "Ich bin bereit", verkündete ich wenige Momente später, als auch ich das Badezimmer hinter mir ließ und bereits auf die Zimmertür zuhielt. "Lasst uns mit dem Training beginnen."

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    • Yumiko

      Ich trat aus dem Badezimmer heraus und erkannte direkt Pains Augen, welche sich auf mich gelegt hatten. Irgendwie hätte es mich gewundert, wenn er nicht direkt wach geworden wäre. Ninjas wie er waren sicher darauf spezialisiert, sogar im Schlaf jede kleinste Veränderung mitzubekommen. Ich hatte mich schon immer gefragt, ob diese Art von Schlaf überhaupt nur im geringsten erholsam sein konnte, da er jedoch auf einem Stuhl genächtigt hatte, war die letzte Nacht sicher alles andere als entspannend gewesen.
      "Guten Morgen", begrüßte ich ihn ebenso. Der Orangehaarige erklärte mir die Pläne für die nächsten Stunden und ich nickte verstehend. Scheinbar würden wir nicht direkt mit dem Training beginnen, sondern zuerst das Gebäude erkunden. Sollte mir recht sein. Je weniger ich mit ihm trainieren musste, umso besser für mich und meinen Körper, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er ein gnädiger Trainingspartner war. Vielleicht absolut fähig, aber keinesfalls gnädig. Das würde sicher das mit Abstand härteste Training sein, dem ich mich jemals unterzogen hatte
      Kurz nach dem es geendet hatte, klopfte es an der Zimmertür und ein Bediensteter brachte das Frühstück. Pain meinte, dass ich mich besser stärken sollte, wo ich ihm recht gab. Ich hatte zwar nach wie vor absolut keinen Appetit, jedoch war meine Übelkeit verschwunden und ich hatte nicht mehr das dringende Bedürfnis mich lautstark über der Toilette zu übergeben. Ich würde mich einfach dazu zwingen müssen. Ich wollte schließlich nicht die Konsequenzen für mein Essverhalten ausbaden. Irgendetwas in mir sagte einfach, dass es die bessere Entscheidung war, etwas zu mir zu nehmen.
      "Okay", meinte ich lediglich ruhig, als ich dem Rest seines Vortrages gelauscht hatte. Etwas widerwillig lief ich zum Tisch im Zimmer und setzte mich auf einen der Stühle, ehe ich noch etwas zögernd zu essen begann. Während ich das Essen vor mir verspeiste dachte ich an die Suppe von gestern Abend zurück, welche ich nicht angerührt hatte. Ich hatte ein schlechtes Gewissen deswegen gehabt, da ich wusste, dass jeden Tag auf dieser Welt Menschen verhungerten. Aber ich hatte gestern Abend einfach nichts mehr hinunter bekommen können. Es war nicht so, als hätte ich mich im Hungerstreik befunden, ich konnte einfach nichts essen.
      Ich versuchte meine Gedanken so gut es ging, beiseite zu schieben und konzentrierte mich nun auf das Brot in meinen Händen, welches ich beschmiert hatte und von dem ich abbiss. Immer wieder wanderte mein Blick hinaus aus dem Fenster und ich beobachtete die Stadt von meinem warmen Platz aus. Noch nie in meinem Leben war mir ein trostloserer Ort begegnet. Auch wenn die Menschen allesamt zufrieden schienen, so bedrückte der Dauerregen meine Stimmung, genauso wie die vielen kahlen Gebäude dieser Gegend. Mir war durchaus bewusst, dass Pflanzen bei der Menge an Regen nicht überleben könnten, trotzdem wünschte ich diesem Ort ein kleines wenig mehr Farbe. Ich selbst hatte den Großteil meiner Kindheit auf Wiesen und Feldern verbracht und würde dieser Erinnerungen auch nicht missen wollen, wo sie doch zu den besten meiner Vergangenheit gehörten.
      "Ich bin fertig", sagte ich, nachdem ich mein Frühstück komplett verspeist hatte und stand dabei von dem Stuhl auf. "Wir können los gehen."


      Itachi

      Aira schob sich an mir vorbei ins Badezimmer und schloss die Tür direkt hinter sich. Mein Blick fiel dabei direkt auf das Bett, welches bereits gemacht war. Ob sie mich bemerkt hatte, als ich aufgestanden war? Ich hatte mir größte Mühe gegeben, nicht allzu laut zu sein, um sie nicht direkt zu wecken, jedoch konnte auch ich nichts gegen das laute Plätschern des Wassers unternehmen.
      Die junge Frau ließ nicht allzu lange auf sich warten und schien fest entschlossen, dieses Training für sich zu gewinnen. Sie hatte wieder diesen einen Ausdruck in den Augen, welchen sie schon gestern während unseres Kampfes hatte. Aira schien eine junge Kunoiche mit einem unbrechbaren Willen zu sein. Dieser Erkenntnis ließ ein kurzes Lächeln auf meinen Lippen erscheinen, doch so schnell wie es gekommen war, verschwand es auch wieder.
      "Bevor wir mit dem Training beginnen, sollten wir uns zu erst stärken und etwas frühstücken gehen. Wir werden in der Kaffeteria auf Kisame warten, damit wir gemeinsam das Training beginnen können. Deine letzte Mahlzeit liegt sicher eine ganze Weile zurück", bemerkte ich. Immerhin waren wir seit gestern Mittag unterwegs gewesen und hatten am Abend nichts mehr zu uns uns genommen. Doch selbst wenn die junge Frau vor mir nichts essen wollte, so würde ich nicht darauf verzichten, sie in den Speisesaal zu bringen. Manchmal fiel einem erst auf wie hungrig man war, wenn man das Essen genau vor sich stehen hatte.
      "Folge mir", sagte ich und drehte Aira den Rücken zu, ehe ich mich in Bewegung setzte. Wir mussten einige dunkle Flure durchqueren ehe wir am besagten Speisesaal ankamen. Ich öffnete die große Tür und sah mich direkt im Raum um. Glücklicherweise war noch nichts los gewesen, Aira und ich waren die ersten. Dies würde sicherlich nicht allzu lange der Fall sein, weshalb wir uns ein wenig beeilen sollten. Ich hatte nur wenig Lust darauf, auf die anderen Mitglieder der Organisation zu treffen. Viele von ihnen waren unangenehme Zeitgenossen und jetzt wo ich auch noch die junge und vor allem attraktive Frau bei mir hatte, würde sicher der ein oder andere dumme Kommentar fallen -besonders von Hidan. Glücklicherweise war dieser Mann ein Langschläfer und immer mit einer der Letzten die aufwachten und sich um ihre Aufgaben kümmerten. Vielleicht hatte Aira Glück und der Nuke-Nin würde ihr nicht allzu schnell über den Weg laufen. Ich wünschte es ihr zumindest.
      "Du kannst hier Platz nehmen, ich organisiere für uns beide schon mal etwas zum Essen", sagte ich ruhig und deutete ihr mit einem Kopfnicken auf einen der Stühlen Platz zu nehmen, ehe ich mich selbst in Richtung Buffet bewegte. Ich schnappte mir ein Tablett und lud von allem etwas auf, da ich nicht wusste, was Aira schmeckte. Als ich dann alles hatte, kehrte ich zu der blondhaarigen Schönheit zurück und überreichte ihr, ihr Essen. "Guten Appetit", wünschte ich ihr, nachdem ich mich auf den Stuhl gegenüber von ihr gesetzt hatte. Ich nahm als erstes einen Schluck von meinem Tee, ehe ich mich langsam an über mein Frühstück hermachte. Während dieser ganzen Zeit blieben meine Augen eisern auf die Tür hinter Aira gerichtet, welche sich jede Sekunde öffnen könnte.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…
    • Pain


      Zufrieden beobachtete ich, wie sie sich ihrem Frühstück widmete. Dieses Mal schien sie endlich wieder etwas Hunger entwickelt zu haben, außerdem schien sie sich etwas besser mit der momentanen Lage abgewfunden zu haben, als gestern noch. Schweigend beobachtete ich, wie sie einen Bissen nach dem anderen nahm und damit genug Kraft für den Tag tankte.Zuletzt hatte sie sogar alles verspeißt, was man ihr gebracht hatte und ich nickte zufrieden, als sie sich wieder zu mir umwendete. "Sehr gut." Mehr brauchte ich nicht zu sagen, bevor ich mich zur Tür umwendete. "Folge mir."
      Ähnlich wie ganze Amegakure machte das Akatsuki-Hauptquartier zunächst einen recht düsteren Eindruck. Die verwinkelten udn zum Teil weiten Flure waren in der Regel nur spärlich beleuchtet und das gesamte Gemäuer bestand aus kaltem Metall. Zudem hatte ich mir noch nie sonderlich viele Gedanken über die weitere Inneneinrichtung gemacht, weswegen Bilder, Blumen und ähnliches vollkommen fehlten. Dennoch schienen die meisten hier, den Ort als ein Zuhause anzusehen, da nicht wenige von ihnen zuvor nie einen festen Platz zum Leben gekannt hatten. Und dieses Hauptqaurtier bot ihnen nun einmal Schutz und Wärme. Etwas was die meisten Akatsuki-Mitglieder entweder nie kennen gelernt oder schon vor langer Zeit verloren hatten.
      "Ich werde veranlassen, dass man in den nächsten Tagen ein eigenes Zimmer für dich herrichtet", erklärte ich Yumiko, während ich sie durch die Gänge geleitete und ihr die Lage der einzelnen Kochräume - die auch jeder Anwohner hier nutzen konnte -, Gemeinschaftsräume, der Kafetaria und dem Trainingssaal. "Zunächst einmal wirst du noch hier bleiben und weiter an deinen Fähigkeiten arbeiten, später werde ich dann entscheiden welchem Trupp ich dich zuteilen werde. Natürlich ist es dir auch gestattet, dich mit den einzelnen Trupps in Verbindung zu setzen. Solltest du einen favorisieren oder mit einem anderen Mitglied besonders gut zurecht kommen, werde ich das bei meiner späteren Entscheidung natürlich mit beachten." Ich warf ihr einen flüchtigen Blick über die Schulter hinweg zu. Tatsächlich ermöglichten es mir ihre Kräfte sie an vielerlei Stellen einzusetzen. Erst später würde sich wohl entscheiden, an welcher Stelle sie mir am meisten brachte. Wobei ich bereits jetzt sogar schon mit dem Gedanken spielte sie mir wie Konan an die eigene Seite zu stellen. Ich schüttelte den Kopf. Das wäre zu voreilig. Immerhin müsste ich ihr dann auch das Geheimnis zu meinem wahren Körper offenbaren und wer wusste, ob sie diese Information im Moment nicht noch gegen mich verwenden würde.
      "Wenn du möchtest, kann ich dir später noch einen detailierten Gebäudeplan geben", meinte ich zum Schluss meiner kleine Führung, welcher passenderweise vor dem Trainingssaal endete. Wie erwartet war dieser um diese Zeit noch recht wenig besucht, da die meisten entweder noch auf Missionen oder bereits beim Mittagessen waren. Zudem waren die meisten Mitglieder Akatsukis bereits so weit, dass sie auf ein regelmäßiges und tägliches Training verzichten konnten. Nur neue Mitglieder wurden in diesem Raum zunächst einmal "getestet".
      Der Saal wirkte deutlich größer, als man es von außen vermuten würde. Der kahle Stahlboden würde hier von den unterschiedlichsten Untergründungen, wie Schlamm, Felsen und sogar leicht bewaldet wirkenden Zonen abgelöst. Es war der beste Platz um sich auf alle Situationen draußen vorzubreiten.
      Ich schritt gemächlich auf die Mitte des Raumes zu und drehte mich dann abwartend zu Yumiko um. "Bereit das Training zu beginnen?"

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      Aira


      Irrte ich mich, oder hatte ich da gerade wirklich ein kurzes Lächeln auf den Lippen des Uchihas gesehen? Es musste eine Einbildung gewesen sein, denn als ich ihn nun wieder genauer musterte, fand ich nur wieder die bekannte kühle Miene vor.
      "Ich bin schon länger ohne Nahrung ausgekommen", erwiderte ich nur trocken, bevor ich trotzdem zustimmend nickte. "Ich werde dir folgen."
      Tatsächlich war das Hungern damals ein Bestandteil meiner Ausbildung gewesen. Ich hatte lernen müssen auch auf leerem Magen noch vernünftig kämpfen zu können. Ich lernte, wie man sich sein Chakra geschickt aufteilte und alleine durch den Konsum einiger Nahrungspillen sogar Wochen lang ohne weiteres Essen zurecht kam. Allerdings war das nur eine Maßnahme für den Notfall und solange ich die Möglichkeit hätte mich vernünftig zu ernähren, würde ich mich dem sicherlich nicht verweigern. Dabei war es egal, ob ich mich nun im feindlichen Lager befand oder Zuhause war. Tatsächlich könnte ich es mir hier noch weniger gestatten, mich selbst zu schwächen, indem ich auf Malzeiten verzichtete. Wirklichen Appetit mochte ich zwar definitiv nicht haben, aber über ein vernünftiges Frühstück würde sich mein Magen sicherlich nicht beschweren.
      Wie schon gestern führte mich der Unchiha durch eine Vielzahl dunkler Gänge. Es würde etwas Zeit in Ansprung nehmen, das System hinter ihnen zu verinnerlichen. Trotzdem fertigte ich mir bereits eine geistige Gebäudekarte an.
      Im Gegensatz zu gestern schien der Uchiha heute ein wirklicher Gentelman zu sein. So verlangte er, dass ich mich doch bereits setzen sollte, während er etwas zu Essen holte. Mir sollte es recht sein, davon abgesehen war es mir sowieso sonderlich egal, was er mir auftischte. Ich war noch nie weiter wählerich gewesen.
      "Guten Appetit", antwortete ich monoton und widmete mich auch schon meinem Frühstück.
      Natürlich entging mir auch während des Essens keinen Moment lang, wie der Blick des Uchihas immer wieder zur Tür in meinem Rücken glitt. Als würde er auf jemanden warten... oder etwas befürchten? "Erwartest du, dass hier gleich ein Monster hereinstürzt und uns beide verschlingt?", fragte ich irgendwann frei heraus und legte den Kopf schief. "Oder hast du etwa vor deinen eigenen Kumpanen Angst?"

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    • Yumiko

      Pain schien sichtlich zufrieden mit der Tatsache, dass ich dieses mal alles aufgegessen hatte, was mir vorgesetzte. Als ich das Frühstück beendet hatte, sagte er mir, dass ich ihm folgen sollte, was ich auch tat. Wie bereits erwähnt begannen wir unseren Tag mit einer 'kleinen' Führung durch das Gebäude. Je länger unsere kleine Tour durch das Haus dauerte, desto mehr beschlich mich das Gefühl, dass es einem von innen viel größer vorkam, als von außen. Auch wenn ich einen recht guten Orientierungssinn hatte, so würde ich sicher noch einige Tage brauchen, bis ich mir auf Anhieb alle Räumlichkeiten merken konnte.
      "Macht Euch keine Umstände, ich werde mich hier schon zurecht finden", lehnte ich sein Angebot ab. Ich würde es auch ohne einen genauen Plan durch das Gebäude schaffen. Notfalls könnte ich mich ja immer noch auflösen und aufteilen, um den richtigen Raum zu finden. Immerhin eine Sache, für die meine Fähigkeiten mir nützlich sein würden.
      Die kleine Erkundungstour endete ironischer Weise im Trainingssaal, welchen Pain und ich nun betraten. Ich schloss die Tür hinter uns, während der Orangehaarige in die Mitte des riesigen Raumes lief und mich anschließend fragte, ob ich bereit dazu sei, das Training zu beginnen.
      "Bereit oder nicht, ich werde ja ohnehin nicht drumherum kommen", seufzte ich. Auch ich bewegte mich langsam Richtung Mitte und stellte mich anschließend direkt gegenüber von Pain hin, dennoch achtete ich darauf, genug Distanz zwischen uns zu wahren. Meine Jutsus waren eher auf den Fernkampf ausgerichtet, daher hielt ich mir meine Gegner lieber auf Entfernung. Ich mochte es nicht, ihnen nahe zu kommen, auch wenn ich häufig keine andere Wahl hatte.
      Ich machte einige Fingerzeichen, schlug mit meinen Händen auf den Boden und rief "Schließen!" Aus dem Boden und den Wänden ragten etliche Ranken, welche den Raum vollkommen verschluckten und ihn wie ein riesiges Gewächshaus aussehen ließen. Ich machte den Raum zu meinem Territorium und erhoffte mir einige Vorteile durch dieses Jutsu. Immerhin würde ich jetzt zu jedem Augenblick an jeder Stelle dieses Ortes meine Ranken einsetzen können, ohne dass Pain wusste, wann und wie. Auf diese Weise könnte ich seine Bewegungen einschränken und seine Angriffe notfalls blocken.
      Ich machte erneut einige Fingerzeichen und begann mit der zweiten Phase meiner Attacke. Aus dem Nichts erschienen aber Millionen Kirschblüten, welche zunächst erst in der Luft herum wirbelten, doch schon bald hob ich meinen Arm und lenkte die Blüten in Richtung Pain. Wie ein Tornado umschlossen sie den Mann mit dem Rinnegan und ließen von außen kaum einen Blick auf ihn zu. Ich schloss meine Hand und bildete eine Faust, augenblicklich wurde Pain von den scharfen Kirschblüten verschluckt.


      Itachi

      Aira waren meine Blicke auf die Tür hinter ihr natürlich nicht entgangen. Ihr darauffolgenden Fragen ließen mich beinahe schmunzeln. 'Wenn du nur wüsstest' schoss es mir unweigerlich in den Kopf. "Ich weiß nicht, wie viel die Außenwelt von Akatsuki weiß, aber fast jeder hier hat sich dieser Organisation aus eigenem Interessen angeschlossen, um persönlichen Zielen zu folgen. Akatsuki ist für die meisten nichts weiter als Sinn und Zweck. Ein paar wenige von uns mögen diesen Ort vielleicht wirklich zu schätzen gelernt haben, aber es änder nichts daran, dass die Gemüter unter einander stets angespannt sind. Es ist also nicht unrealistisch, dass jeden Moment ein Monster herein stürmt und uns töten möchte", erklärte ich ihr Aira. Ich hatte keinesfalls vorgehabt, ihr Angst einzujagen, jedoch sollte sie den Ernst der Lage erkennen. Akatsuki war eine gefährliche Verbrecherorganisation und ihre Mitglieder waren brutal und eiskalt. Hier interessierte es niemanden, wenn jemand durch die Hand eines anderen Mitglieds zu Grunde ging. Wir waren keine Verbündete und noch weniger waren wir Freunde, auf die man sich verlassen konnte, wenn es hart auf hart kam. Wie oft hatte Deidara schon versucht mich zu töten, um sich an mir zu rächen? Selbst nach all den Jahren schien er es mir noch immer nicht verziehen zu haben, dass ich ihn an dieses dunklen Ort gebracht hatte.
      Unweigerlich huschte mein Blick von der Tür zu Aira. Auch sie hatte ich gegen ihren Willen nach Akatsuki gebracht. Fühlte sie sich ähnlich wie Deidara? Hatte ich den Hass in ihr entfacht, den sie selbst noch Jahre später mir gegenüber empfinden würde? Gut möglich. Ich würde es ihr jedenfalls nicht verübeln können. Durch mich hatte sie nun auf einen Schlag alles verloren, was sie sich all die Jahre aufgebaut hatte. Freunde, Familie, ihr Ruf als Ninja und noch vieles mehr. Meinetwegen würde für sie nichts mehr so werden, wie es einmal war.
      "Sag bloß wir haben nun noch einen Frühaufsteher in unserer Gruppe", hallte die klare Stimme Kisames durch den Raum. Ohne das ich es gemerkt hatte, hatte sich der Mann dem Speisesaal genähert und war auch schon durch die Tür getreten, welche hinter ihm ins Schloss fiel. "Immerhin musst du in Zukunft nicht mehr alleine frühstücken, Itachi", grinste er und setzte sich mit seinem Essen neben Aira. "Schon irgendwelche Pläne für heute?", erkundigte er sich bei uns und biss dabei in sein Brot. "Wir werden nach dem Frühstück direkt das Training beginnen. Ich würde es vorziehen, wenn wir das Training außerhalb von Amegakure absolvieren. Ich habe vorhin zwei Chakren im Trainingsraum gespürt, eines von ihnen gehört zu Pain", erklärte ich ruhig. Ich wollte Aira nicht jetzt schon seinen kritischen Blicken aussetzen, sie würde sich ohnehin noch ihm gegenüber beweisen müssen, aber sie sollte dafür zumindest die Gelegenheit bekommen, sich vorzubereiten.
      Nichts kann tiefer verletzen als Wortlosigkeit, nichts kann mehr verwirren als Sprachlosigkeit, lieber komme ich im Chaos des gesprochenen Wortes um, als in der schreienden Stille von endlosen Gedanken…

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    • Pain


      Ich wusste nicht, ob sie mein Angebot mit dem Grundriss nur ablehnte, weil sie von mir nichts akzeptieren wollte, oder weil sie sich wirklich lieber selber ein Bild des Gebäudes machen wollte. Ich könnte beides verstehen und nickte daher nur akzeptierend.
      Als wir endlich den Trainingssaal erreichten, zeigte sie mir noch einmal ihre störrische Seite, auch wenn sie es schon lange aufgegeben hatte sich gegen mich aufzulehnen. Aber ihren Willen zu brechen schien beinahe ein unmögliches Unterfangen. Etwas dass sie in meinen Augen noch stärker erscheinen ließ... und auch irgendwie schöner.
      Geduldig wartete ich, bis sie ihre Jutsu-Kombination abgeschlossen hatte. Natürlich war sie geschickt genug den erdgleichen Boden dieses Raumes zu ihrem Vorteil zu nutzen udn gestaltete die ganze Fläche um. Damit platzierte sie mich inmitten ihres eigenen Jutsus und mir wurde schnell bewusst, dass ich mit einem Angriff aus jeder Richtung würde rechnen müssen. Doch zuerst präsentierte sie mir ein weiteres Mal ihr Blütenjustu, welches den ganzen Saal in ein zeartes Rosa zu hüllen schien. Selbst ich konnte mich dieser Schönheit nicht vollkommen entziehen. Trotzdem bleib ich unbewegt ruhig, während sich die scharfen Blüten um mich verengten. Ich wartete bis zum letzten Moment, um Yumiko zu zeigen, dass sie mir mit dieser Attacke nichts würde annhaben können. Gerade als sie den Schwall tötlicher Blüten auf mich losschicken wollte, erfasste ich jedes einzelne dieser tausenden kleinen Objekte und fing es in meinem Gravitationsjutsu ein. Als würden sie ein Schutzschild um mich formen wollen, verteilten sie sich um mich herum, ohne mich auch nur annähernd zu berühren.
      "Guter Versuch", meinte ich monoton bevor ich den Blüten noch einen weiteren Schub gab und sie von mir schoss. Einige von ihnen hielten auch unaufhaltsam auf die junge Frau zu. Entweder war ihre Kontrolle gut genug, diese einzelnen Blüten aufzuhalten, bevor sie ihr wunderschönes Gesicht zerkratzten, oder hier würde bereits das erste Blut fließen.
      Egal wie es auch ablaufen würde, ich würde ihr danach nicht viel Zeit zum Reagieren geben. So setzte ich in einem ähnlich hohem Tempo den Blüten nach und setzte Yumiko mit einer schnellen Abfolge von Tai-Jutsu Attacken unter Druck. Gleichzeitig suchte ich mit meinen Augen jeden einzelnen Fleck des Raumes ab, immer und immer wieder. Sollte sie mich mit einer ihrer Ranken attackieren wollen, würde ich es bemerken, noch bevor sie sich überhaupt bewegen würden.

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      Aira


      Der uchiha gab mir tatsächlich eine bemerkenswert ehrliche Antwort, was ich ihm hoch anrechnete. War ihm dabei denn gar nicht aufgefallen, dass er mir kritische interene Informationen anvertraute. Alleine mit dem Umstand, dass sich die einzelnen Akatsuki-Mitglieder nicht unbedingt alle freundlich gesinnt waren, könnten die einzelnen Ninja-Dörfer viel anfangen. Wir wären vielleicht sogar in der Lage diese Organisation von innen zu zerstören! Umgehend fasste ich mir einen Plan jedes einzelne Mitglied hier etwas genauer kennen zu lernen. Vielleicht könnte es mir sogar selbst gelingen den Zwist zwischen den einzelnen Nuke-Nins soweit anzuheitzen, dass es zur Auseinandersetzung kam. Das wäre die beste Möglichkeit um diese Organisation veilleicht sogar auf lange Sicht zu schwächen. Allerdings war ich noch nie sonderlich gut darin gewesen, andere Menschen vollkommen zu verstehen geschweige denn, sie auf dieser Grundlage zu manipulieren. Aber einen Versuch sollte es auf jeden Fall wert sein.
      Während ich all diese Gedanken hegte, genoss ich weiterhin unvermindert ruhig mein Frühstück. Ich dürfte den Uchiha nicht bemerken lassen, welche Pläne ich im Moment schmiedete.
      Als die Saaltür dann tatsächlich aufging drehte ich mich kurz zu dem Neuankömmling um. Sollte ich nun enttäuscht sein, nur einem bereits bekannten Gesicht entgegen zu sehen, oder sollte ich tatsächlich froh sein nicht gleich einem der Problemkinder dieses Hauses gegenüber zustehen? Tatsächlich wusste man nur recht wenig über die einzelnen Akatsuki-Mitglieder bescheid, weswegen ich auch bereits beschloss eine geheime Liste von jedem einzelnen von ihnen zu erstellen. Selbst wenn ich es selbst nicht lebend hieraus schaffen würde, würde ich einen Weg finden, diese Informationen mindestens einem Ninjadorf zukommen zu lassen. Wahrscheinlich konnte ich in diesem Punkt von Glück reden, dass mein vertrauter Geist ein Falke war. Schnell und unauffällig. Der beste begleiter eines Spions.
      Stumm lauschte ich Kisame und Itachis Unterredung. Hieß das also, dass der Uchiha jeden Morgen so früh hierher kam. War es ein Zufall, dass er damit noch vor allen anderen in der Kafetaria war und alleine frühstücken konnte. Noch eben hatte er mir von den Problemen zwischen den einzelnen Mitgliedern berichtet, war es etwa sein bestreben eben diesen direkt auszuweichen? Wahrscheinlich würde sich die Antwort auf diese Frage erst in den nächsten Tagen ergeben. Passender Weise war ich tatsächlich eine Frühaufsteherin und würde ihn zunächst wahrscheinlich immer zum Frühstück begleiten.
      Als der Uchiha von Pains Chakra im Trainingsraum sprach streckte auch ich umgehend meine Fühler aus. Leider wusste ich noch nicht einmal, wo ich den Trainingsraum finden konnte und dieses verdammte Metallgemäuer machte es mir alles andere als einfach es nach den verschiedenen Chakren zu durchsuchen. Dabei war ich in Sunagakure tatsächlich als eine der besten Chakrasensoren bekannt. Solange sich jemand auf dem Erdboden aufhielt könnte ich ihn sogar auf über einem Kilometer Entfernung zielgenau aufspüren. Doch in diesem Gemäuer hier...
      Doch dann endlich konnte ich ihn wahrnehmen. Das einzigartige Chakra von Pain. Bei ihm konnte ich noch ein anderes wahrnehmen, Ein wesentlich aktiveres, aufgeregteres. Es mochte in seiner Frundlegenden Macht nicht an die des Akatsuki-Anführers heranreichen, aber es vermittelte eine absolut besondere Aura und weckte Neugierde in mir. Wem gehörte dieses Chakra nur?
      "Dann lass uns aufbrechen", verkündete ich, als ich mein Frühstück beendet hatte. Kommentarlos griff ich mir auch den leeren Teller des Uchihas, bevor ich beides zur offensichtlichen Ablagestelle brachte. "Was auch immer ihr genau mit diesem Training erreichen wollt, ich nehme an, desto früher wir es hinter uns gebracht haben, desto besser", stellte ich kühl fest und bewegte mich bereits auf den Ausgang der Kafetaria zu.
      Allerdings hatte es mich ein wenig überracht, dass der Uchiha das Risiko eingehen wollte, mit mir Amegakure zu verlassen. Immerhin sollte ihm noch immer klar sein, dass ich keinesfalls freiwillig hier war und ich bezweifelte, dass es gut für ihn enden würde, sollte ich ihnen an diesem Punkt entfliehen. Gleichzeitig wusste ich, dass es dumm wäre, dies überhaupt zu versuchen. Kisame und der Uchiha waren mir zusammen absolut überlegen und ein Fluchtversuch würde wahrscheinlich mit meinem Tod enden. Außerdem hatte ich sowieso nicht vor jetzt noch die Flucht zu versuchen. Ich würde Akatsuki von innen auseinander nehmen.

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