For Honor, For Her, For Him [Mitsu-chan & GeneralLux]

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    • For Honor, For Her, For Him [Mitsu-chan & GeneralLux]

      ~Vorstellung~
      @Mitsu-chan

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      Waffen klirren, Funken sprühen und das Stöhnen des Gegners versinke im Boden. Es wird still. Jeder Schritt auf dem trockenen Boden ist hörbar. Die Zeit bleibt stehen, ein kurzer Blick über die Schulter in der Umdrehung. Das Gewicht des Langschwerts reißt einen mit. Sein Blick trifft auf ihren. Fängt sie ein, teilt in kürzester Zeit seine Gedanken mit ihr, als wäre er der Telepathie fähig. Wie ein umgelegter Schalter rast die Zeit wieder los.
      "Uaaagh!", der Gegner fällt. Die Klinge steckt in seinem Nacken, kam nicht durch, brach ihm aber das Genick. Der Wächter stößt ihn mit einem Tritt von seiner Klinge fort. Sie springt an seine Seite und ihre Rücken knallen aneinander.
      Er fühlt ihre Atmung durch die Rüstungen und die Anstrengung, die sie beide hinter sich haben. Sie sind eine Einheit. Gemeinsam erheben sich ihre Stimmen und sie schlagen zu, beschützen den Rücken des anderen vor den Angreifern, die in schwarz gelben Farben auf sie zu rennen. Wie ein Tanz zwischen zwei Partnern vollführen sie ihren Akt, bis hin zum Sieg. Es dauerte lange und der Kampf war schwer. Zu viele hatten sie verlassen, zu viele hatten den Boden mit ihrem Blut getränkt.
      Alexander fiel auf die Knie und riss sich den Helm vom Kopf. Er war eng und die frische Luft, die ihn nun erreichte füllte seine schmerzenden Lungen. Schweiß tropfte von seiner Stirn auf seine Knie. Es waren Stunden in denen sie gekämpft hatten und nun war alles vorbei. Angestrengt hielt er sich noch an seinem Schwert, welches er neben sich in den Boden gerammt hatte. Mit der anderen Hand legte er Zeige-, Mittelfinger und Daumen zusammen. Dann legte er sie an seine Stirn und führte sie zum Mund, während seine Lippen ein leises Gebet sprachen.
      "Unser Gott bringt Ruhe über euch...Lasset die Seelen zurückkommen in den Schoß ihrer Mütter, in die Arme ihrer Väter..."
      Eine Hand auf seiner Schulter ließ ihn aufblicken und er sah Alicija in die Augen. Sie hatte einen strengen Blick drauf, doch er wusste, dass es wirklich nur ihr Gesicht war und nichts anderes. Eigentlich war sie eine nette und einfühlsame Person, die nur selten wütend werden konnte. Sie war so kontrolliert, wie man es ihnen beiden beigebracht hatte.
      "Auf, Alexander. Wir müssen weiter ziehen. Es ist nicht mehr weit. Man riecht bereits Eitrivaten.", ein Lächeln trat auf ihre Lippen, die an einer Ecke bluteten, weil sie einen schweren Schlag gegen den Kopf bekommen hatte.
      Alex ließ sich von ihr auf die Beine ziehen. Ächzend kamen sie zurück zu einer handvoll an Männern und Frauen, die es noch geschafft hatten zu überleben. Sie hielten fest an einem Karren mit ihren letzten Verpflegungen. Wasser, Wein und Brot, sowie etwas Fleisch, welches jedoch nicht sehr lange halten würde in den warmen Temperaturen.

      Der Weg zur Gilde war weit und steinig und nicht selten traf der Trupp, den man entsandt hatte, auf Widerstand. Er wurde bis auf 6 Leute minimiert. 2 davon blieben die zwei Wächter. Alicija Kirsa und Alexander Sieghild. Zwei Wächter, die sich einen Namen gemacht haben. Sie brachen von Ashfeld auf und kamen nun den weiten Weg um den berühmten See herum. Man rief sie zu einer Gilde, die den letzten Kampf gegen Apollyon ansagen wollte. Sie befand sich zwischen Bergen in Richtung Valkenheim. Doch nicht weit entfernt vom See, so dass sie immer genug zu trinken fanden.
      Als die zwei Wächter mit den verbliebenen Männern und Frauen ankamen, standen sie vor geschlossenen Toren. Riesige hölzerne Palisaden, die ihnen den Weg versperrten.
      Alex starrte hinauf.
      "Es ist der erste Schritt zum Frieden, mein Bruder.", flüsterte Alicija und war die erste, wie so oft, die an das Tor trat und mit fester Stimme hinauf rief. Alex sah sie überrascht an. Sie hatten über zwei Tage nicht viel essen können und doch brachte diese Frau genug Kraft auf, so dass ihre Stimme einen der Wachen aufweckte. Man sprang heraus und sah hinunter. Die Neuankömmlinge streckten ihre Waffen von sich und kapitulierten, zeigten, dass sie sich anschließen wollten, um für das Rechte zu kämpfen.

      Seit dem waren bereits 2 Monate vergangen. Es waren nicht viele, die sich bei der Gilde eingefunden haben. Bei einer Gilde, die noch nicht einmal eines Namen bedarf, denn jeder wusste wofür sie dienen sollte. Nachdem sie an dem Ort nicht weiter bleiben konnten, reisten sie weiter. Auf ihrem Weg trafen sie wie immer auf Widerstand. Nicht selten auf freie und unabhängige Wikingerstämme, die jedoch nichts mit dem Freiheitskampf zu tun haben wollen. Stattdessen griffen sie an, verweigerten ihre Hilfe oder im besten Fall ignorierten die wandernde Gilde einfach. Eine Woche später fanden sie einen Rastplatz. Ein verlassenes Dorf, welches von noch jungem Kampf stank.
      Alexander hielt die Hand an die Stirn: "Bei der Güte des Gottes...Es wird ein Ende finden...", er schüttelte den Kopf und sah sich um. Der Helm war zwar eng, doch er war an die knappe Sicht gewöhnt. Selbst das hören war benachteiligt mit dem Ding auf dem Kopf, aber das nahm er gern in Kauf, solange er seinen Kopf behalten durfte. Eine einzige Narbe auf der Nase, war alles was ihn daran erinnern musste, nicht mehr so unaufmerksam zu sein.
      Es hieß sie würden in diesem verlassenen Dorf ausharren. Sie mussten rasten, bevor es weiterging und um sicher zu sein, dass sie hier bleiben konnten, schickte man 2 Späher hinaus.

      Alicija und Alexander setzten sich abseits von allen an einen stillen Ort auf einen umgefallenen Baumstamm. Sie fristeten ihre Gesellschaft schon lange im Stillen, doch wenn man von Geburt auf mit jemandem lebte, so musste man nicht immer reden. Da waren sich die zwei Ritter einig. Jetzt hieß es nur noch auf Verstärkung warten...
    • Schon seit 2 Tagen nun stampften die Wikinger durch das schneebedeckte Land.
      Die Flocken schlugen ihnen gegen die Rüstung, der Schnee reichte ihnen bis an die Knie, doch nichts schien sie auch nur von ihrem Weg abzubringen. Weder ein Schneesturm, noch die Wölfe, welche sie belauerten oder eben andere Soldaten, die sich daran versuchten das Weite Land oben in den weißen Bergen zu besudeln. Sie verteidigten ihr Reich, ihre Leute oder sie kämpften aus Vergnügen. Dragan, der nun erwählte große Krieger des Dorfes, fand einfach nur gefallen an dem Blut und den Leichen. Es trieb ihn an und machte ihn Stark und Wild. Er war ein Tyrann in Lyrias Augen, die Tochter des Herren Bjarki. Der Älteste unter ihnen und er war es der vor einiger Zeit den Titel, des stärksten Wikinger trug. Er wurde gefürchtet unter seines Gleichen und auch unter seinen Feinden. Diesen Ruf und sein Wissen gab er nun an Dragan weiter. Ein Protz der einfach nur die Aufmerksamkeit genoss und den Titel.
      Ein Schwachkopf in vollen Zügen.

      Vor zwei Tagen war er auch nicht sonderlich von seiner Begleitung begeistert.
      Er hatte sich seinen Trupp zusammen gestellt, doch legte der große Fürst Bjarki ihm seine Tochter ans Herz.
      Dragan hatte nicht vor die Truppe mit einer Frau unter ihnen zu führen.

      Lyria spürte immer noch den warmen Kuss ihres Vaters auf ihrer Stirn. "Er ist ein sturer Bock und er würde nie deine wahre Stärke erkennen. Ich aber erkenne sie und sehe sie hoch an. Im Namen unseres Volkes will ich das du uns Stolz machst und die wahre Stärke Bjarkis an die Welt da draußen bringst."
      Diese Worte ließen das sonst so verschlossene Herz der Valkyrie warm werden und es waren große Worte an sie gerichtet. "Ich werde dich nicht enttäuschen Vater." Sprach sie die letzten Worte an ihn und er lächelte sie liebevoll an, als er über ihre Hände strich. "Davon gehe ich aus, mein Kind."
      Auch Lyria verließ zwischen ihrem Helm ein Lächeln und mit einer tiefen Verbeugung und einem kräftigen Schlag auf ihren, mit Leder besetzten, Brustschutz, verabschiedete sie sich von ihrem Vater und stieß zu dem Trupp aus 5 Leuten vor.
      Mit Speer und das Schild ihres Vaters gerüstet folgte sie den Männern dicht auf.
      Es würde sie nun in ein abgelegenes Dorf führen wo sie als Unterstützung eines Freiheitstrupps, gegen Apollyon dienten. Dragan sah es als eine Chance seine Stärke zu beweisen, denn nur hochangesehene Krieger wurden zu diesem Orden herbeigerufen. Was jedoch der Wikinger nicht wusste, das es Lyria war die im Namen ihres Vaters kämpfte und nicht anders.
      "Dann zeigen wir diesen Schwächlingen was wahre Krieger sind!" Brüllte der Anführer zu den Männern, die nur laut ihm entgegen brüllten.
      Lyria hingegen blieb ruhig, den die Umgebung sollte man wohl nicht unterschätzen. Es war ruhig, zu ruhig für ihren Geschmack.
      Die Valkyrie folgte aufmerksam dem kräftigen Wikingern. Sie waren Tiere in den Augen anderes, sie waren mit Muskeln bepackt, brutal und unter ihnen bebte die Erde. Sie wussten einen fairen Kampf nicht zuschätzen, denn sie kämpften unfair.
      Ausgerüstet mit ihren Äxten, Schwertern und Schildern stampften sie dann durchs Gebiet und der Schnee lies immer mehr unter ihnen nach. Es wurde wärmer um sie herum bis kein Schnee mehr da war. Es schien wie eine komplett andere Welt, doch Lyria war dieser Vorort durchaus bekannt. Als junges Mädchen konnte sie in diesem kleinen Dorf Zuflucht finden, doch hielt das nicht von Dauer.

      Es waren jetzt nun 4 Tage bis sie das nah gelegene Dorf erreicht hatten und sobald Dragan andere Soldaten sah, plusterte er sich auf und stampfte mit geschwollener Brust zu dem Anführer hin, der ihnen schon in schwerer Rüstung entgegen kam.
      Lyria hingegen lies ihre Augen umher schweifen. Ihre eingeschränkte sich störte sie nicht sonderlich dabei, sie hatte gut geschärfte Sinne um alles wahrnehmen zu können und ihr war der gemischte Haufen nicht entgangen. Sogar bekannte Gesichter aus anderen Dörfern der Wikinger stießen dazu und begrüßten sie mit einem kräftigen Händedruck um den Unterarm. Auch an Lyria traten ihr bekannte Gesichter und auch ihr stärkster Krieger brach in lautem Gelächter aus. Er lachte nicht über Lyria sondern eher über die Situation. Er begrüßte die Frau in der Runde ebenfalls mit einem kräftigen Griff in den Unterarm und Lyria hielt diesem stand. "Bjarki, spricht nur in großen Tönen von dir. Ich dachte der alte Mann hat sie nicht mehr alle, doch als ich dich auf dem Schlachtfeld gesehen habe, wusste ich auf dessen Gespür ist verlass. Es ist mir eine Ehre, die Valkyrie Bjarki´s kennen zu lernen." Er lachte laut und konnte es wohl kaum erwarten mit ihr gemeinsam das Schlachtfeld zu säubern. Neben dem Händedruck machte Lyria eine kurze Kopfbewegung und zollte auch ihm ihren Respekt. Sie kannte ihn und auch er war ein großer Krieger. "Es ist mir auch eine Ehre den großen Jaral endlich mal zu begegnen." Er war ein sehr guter Freund ihres Vaters und wohl um 2 Jahre jünger, doch er sah immer noch 10 Jahre jünger aus. "Mein Vater hat mir viel von euch erzählt. Er meint ihr könnt besser kämpfen als ihr trinkt."
      Verwundert sah der bärtige Mann zu ihr hin und er lachte erneut laut auf.
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      Bekommt dieses verdammte Lied nicht mehr aus ihrem Kopf D:
      <3 ~* When the end is getting closer ....*vor sich her sing*~ 3 <3
      - Hollywood Undead <3 \^-^/
    • "Im Sonnenschein des Herren und der Mutter, werden wir unsere Energie finden... Wir werden stehen...Wir werden siegen, obgleich so dunkel die Nacht...", Alexander las aus seinem kleinen Buch. Die Zeilen musste er nicht einmal sehen, er kannte sie auswendig und so sprach er den Satz noch zu Ende, obwohl er den Kopf heben musste. Alicija blickte von ihrem Schwert auf, dass sie an sich lehnte und dabei die Klinge säuberte mit einem Tuch, dass stets in einem ihrer Gürteltaschen lag.
      Sie waren bereits vom Weiten zu hören. Ihre Schritte, ihr Gebrüll, ihr ganzes Auftreten war niemandem hier im Lager entgangen. Auch den zwei Wächtern nicht, die mit einem wachen Auge die Szene beobachteten, die ihnen nun deutlich wurde. Alexander blieb entspannt und sah den Wikingern zu. Ihre grobe Art war kaum zu übersehen und auch der Geruch ließ sich einfach vorstellen, wenn man bedachte wie zottelig ihre Haare waren. Die meisten von ihnen trugen Bärte. Jedes Lange Haar war meist geflochten, um im Kampf nicht zu stören und jede Waffe, die sie bei sich führten, besaß eine Möglichkeit dem Gegner eine Wunde weiter zureißen, wie jedes andere Fleischermesser. Alex räusperte sich leise und sah noch einmal in sein Buch. Behutsam, er wertschätzte das zerschlissene Ding, legte er das rote Band in die Seite und schloss es. Er würde später fortsetzen können.
      "Sollten wir uns nicht auch vorstellen?", fragte er seine Begleiterin. Alicija sah ihn argwöhnisch an und schnaubte, dabei schüttelte sie ausdrücklich den Kopf.
      "Wofür, die meisten von denen werden im ersten Kampf draufgehen, weil sie unüberlegt handeln."
      "Hm...", Alex blieb bei ihr stehen, jedoch wandte er den Blick nicht von der Begrüßung ab, die der Haufen abhielt. Die meisten kannten sich, sie reagierten brüderlich und offen. Eine Reaktion, die man bei den Rittern wohl kaum erwarten konnte. Ein stummes Nicken oder ein fester Händedruck waren bereits mehr als genug Achtung gegenüber dem anderen.

      Der Herr der Gilde war ein stattlicher Mann mit breitem Kreuz.
      Er trat auf die Neuankömmlinge zu, so wie er es damals mit den Rittern tat und beäugte diese genau. Sein Blick war scharf, trotz des fehlenden Auges. Eine wulstige riesige Narbe teilte sein Gesicht auf der linken Seite. Das Schwert Apollyons hatte er direkt schmecken dürfen und das war nicht untertrieben, wenn man die leicht herunterhängende Lippe auf derselben Seite besah. Die Nerven und der Muskel waren durchtrennt, so dass er immer nur mit einer Seite verschmitzt Lächeln konnte. So wie er es in diesem Moment tat.
      Der Mann, in wenig prunkvoller Rüstung, trat an Dragan heran. Er erkannte ihn, zumindest ging er nach den Erzählungen, die man ihm geliefert hat. Sofort ergriffen sie beide ihre Hände und nickten einander zu: "Es ist gut euch zu sehen! Wir können jede helfende Hand gebrauchen!", dabei warf er einen Blick auf die einzige Frau in der Truppe und wiederholte dabei seinen letzten Satz. Trotz der hunderte Jahre an Kämpfe und die unzähligen Momente in denen Frauen sich als gute Kriegerinnen entpuppt hatten, blieb das Vorurteil gegenüber ihren Emotionen. Sie haben ebenso oft nachgegeben, wie sie gewannen.
      "Fühlt euch wohl hier...Ihr gehört nun zu uns. Wir werden Seite an Seite kämpfen und uns respektieren, wie es sich gehört.", erklärte der Herr der Gilde. Dann trat er zur Seite und öffnete den Wikingern den Weg zum zentralen Platz des Lagers. Man hatte einen Kreis gebildet, er außen von wenigen Zelten gesäumt war und in der Mitte ein Scheiterhaufen gesammelt wurde. Man wollte ein großes Feuer eröffnen.
      "Ihr seid bestimmt hungrig, also helft mit und ihr werdet wie alle anderen was zu essen haben.", der Mann lächelte und trat dann weg. An seiner Seite baumelte ein Streitkolben.

      Alex nahm sich sein Schwert, welches er an den Baumstamm gelehnt hatte und sah noch einmal zu Alicija, die mit mürrischem Blick zu ihm hochsah.
      "Wir sollten wenigstens mithelfen, Schwester." Mit diesen Worten ging Alexander vor, um den bereits sammelnden Kriegern zu helfen. Trockenes Holz war zu Hauf in ihrer Nähe zu finden und etwas Fleisch, dass sie auf dem Weg hier her erlegt hatten, lag bereit in einem Vorratswagen, den ein müder Ochse hinter sich her ziehen musste.
      Alicija ergab sich den Worten des anderen Wächters und machte sich auf, um mitzuhelfen. Auch sie hatte Hunger und wusste um die Pflichten, die sie alle zu bringen hatten, wenn sie in der Gilde bleiben wollten. Nur weil man sie für ihre Siegeskraft herbestellt hatte, hieß es nicht, dass sie sich auch auf den Lorbeeren ausruhen sollten.
    • Lyrias Blick wandert unauffällig durch die Menge, sie lauschte nur mit halben Ohr den Worten des Anführers, denn die missbilligen Blicke der anderen Kämpfer ging ihr durchs Mark. Die Wikinger waren als ein niederes Volk ohne anstand gesehen, doch waren sie treue Krieger und niemand schien sie zu verstehen. Lyria widerte es an, wobei es bei Dragan alles zu traf. Ihn konnte man in diese Schublade wohl gut einsortieren, des es gab viele unzählige treue Kämpfer und niemand hatte es verdient mit solch verachtenden Blicken betrachtet zu werden.
      Lyria schnaufte genervt und sie sah nur wie alle begannen alles vorzubereiten, doch war Lyria nicht so davon überzeugt ein riesen Lagerfeuer mitten im Nirgendwo zu entzünden. Von Anfang an war ihr diese ruhige Umgebung nicht so geheuer.
      Ihr Blick wandert kurz nach hinten in die tiefen der Wälde rings um das kleine zerrüttete Dorf, dann aber wollte sie sich daran machen mit zu helfen. Der Speer und ihr Schild waren hinten auf ihrem Rücken befestigt, so hatte sie genug Freiraum um zu helfen. Doch bevor sie das tat bemerkte sie einen Nichtsnutz ihrer Männer am Rand sitzen. Er schärfte seine Axt was man durchaus auch nach den Vorbereitungen erledigen konnte. Lyria konnte es sich nicht nehmen ihm auf ihn zu zugehen. "Was glaubst du machst du da?" Fragte sie genervt und von seinem dummen Blick aus war es klar das auch eine dumme Antwort folgte und erklärte ihr nur das offensichtliche er würde seine Axt schärfen. "Das kannst du auch nach allem machen." Erklärte sie und sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust und si ekonnte nicht fassen das sich dieser Wikinger einfach von ihr weg drehte. In Lyria brodelte es und sie konnte es sich nicht verkneifen ihn mit voller Wucht gegen den Hinterkopf zu schlagen, woraufhin er nur kurz zur Seite kippte. "Du vergisst wohl wem du hier gerade den Rücken zudrehst, mach dich gefälligst an die Arbeit zu Schwachkopf!" Kam es dann unheimlich genervt von Dalaria und der eingeschüchterte Wikinger hielt sich immer noch die geschlagene Stelle am Kopf. Durch ihren breit gehornten Helm sah sie auf diesen Idioten herunter und seine unterwürfige Haltung sprach wohl dafür das er verstanden hatte. Er stand langsam auf und machte sich auf den Weg um zu helfen. Lyria mustert die Axt die er fallen gelassen hatte und hob sie auf. Ihre Finger glitten über die Klinge und sie war wirklich gut geschärft. Eine kleine Schnittwunde zeigte sich sofort an ihrem Finger und das Blut quoll aus dem kleinen Schnitt heraus. "Hey!" Rief sie noch hinter her und als sich der Wikinger umdrehte warf Lyria ihm die Angst vor die Füße, worauf er nur zurück schreckte. "Die brauchst du wohl um neues Feuerholz zu hacken."
      Erklärte sie dann und der Wikinger zog die Axt aus dem weichen Boden heraus in der sie stecken geblieben ist. Er sah grimmig zu Lyria hin und natürlich hasste er es nun von ihr so rumkommandiert zu werden, aber niemand würde etwas gegen die Tochter von Bjarki sagen außer vielleicht Dragan. Sie musste sich so durchsetzen.
      Nachdem sie aber ein Wort an ihren Kameraden wandte, wollte sie nicht nur große Töne spucken, sie half mit und packte mit an immerhin konnte sie das bei ihrer Kraft und ihrer Körpergröße gut machen.
      Sie wurde von einigen der Soldaten blöd angeguckt da sie dann im Gegensatz zu einigen wenigen Soldaten hier ein Kopf, wenn nicht sogar zwei Köpfe größer war.
      Sie ignorierte es und war eher wachsamer auf die Umgebung außerhalb des kleinen Lagerplatzes.
      Bei jedem kleinen Geräusch aus dem Wald wurde die Valkyrie aufmerksam und sie war immer so. Ihr Vater hatte ihr viel gelernt und sie sollte immer auf ihre Instinkte hören und gerade lag ein unwohles Gefühl in der Luft. Vielleicht lag es auch einfach an dem Unbehagen der Anderen Soldaten hier im Lager.
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    • Das Schwert auf dem Rücken schleppte Alexander einen Haufen an Feuerholz an die Sammelstelle, wo er es wieder fallen ließ. Seine Rüstung trug er noch immer. Sie waren erst vor einigen Tagen zwar angekommen, aber dummerweise wusste man nie, wann man angegriffen wurde. Das einzige was er nicht bei sich trug war sein Helm. Dieser lag noch immer neben dem umgefallenen Baumstamm, wo er und Alicija gerne saßen und ihren Pflichten dem Orden gegenüber nachgingen. Auch wenn Alicija mindestens genau so gläubig war wie er, so musste man zugeben, dass auf ihn wohl eher der Begriff gottesfürchtig zutraf. Er ging nicht in die Schlacht ohne einen Vers aufzusagen, verließ das Schlachtfeld nicht ohne sich für den Kampf zu bedanken, aber auch nicht ohne für die entlassenen Seelen zu beten. Er sah es als Muss an und es war mehr Gesetz für ihn, doch er glaubte auch daran, dass seine Worte, die er stets an ihren Gott wandte, auch eine Kraft besaßen. Er wusste, dass er ihn erreichte.
      Gerade als er das Holz fallen ließ und den Rücken durchstreckte, bemerkte er eine Axt, die weiter weg geworfen wurde. Eine blinde Aktion, wie er meinte, doch sie landete präzise vor den Füßen eines Wikingers, der es auch noch schaffte einen Hüpfer zurück zu machen. Alex beobachtete die zwei und verfolgte den Weg der Axt zurück bis hin zu einem großen Krieger. Er ging davon aus, dass es einer war, denn man sah nur selten Frauen unter den Wikinger, er wüsste aber auch nicht, ob es eine sein konnte. Von der Statur her ähnelten sich die Wikinger sehr stark. Speer und Schild waren auf dem Rücken befestigt und er hatte wohl jemanden nur zurecht gewiesen damit er helfen sollte. Alex fuhr sich über die geschorenen Seiten an seinem Kopf und schmunzelte. Sie mussten zusammen halten so gut es ging und dabei musste eben jeder mithelfen. Das war also nur richtig so. Zwar hätte Alex wohl eher Worte genutzt, so wie er es bei Alicija getan hatte, doch die Wikinger hatten ihre eigenen Gepflogenheiten.

      Gerade als der Wächter wieder aufbrechen wollte in das kleine Waldstück neben ihnen, um mehr Holz zu holen, hörte er schnelle Schritte anrennen. Der Anzahl und der Schnelligkeit nach, rannten gerade zwei Männer auf sie.
      "Schnell! Zu den Waffen! Ein Hinterhalt!", riefen sie aus beiden Hälsern. Sie waren erschöpft und krächzten fast nur, doch nach so einem Lauf konnte man ihnen das auch nicht verübeln. Der Herr der Gilde ergriff den Streitkolben, der an seiner Hüfte baumelte und sah über das Lager, bevor er jede Ecke daran absuchte und hoffte den Angriff zuerst zu erkennen.
      Alex nahm das Schwert vom Rücken. Typisch für den Wächter hatte er keine wirkliche Schwertscheide, die er mit sich trug oder gar eine Schlafe am Gürtel um das Schwert hinein zu hängen. Er hielt sein Schwert auch mehr an der Klinge für die ersten Meter. Mit schnellen Schritten kam er an seinem Ruheplatz an und ergriff den Helm, um ihn sich behände aufzusetzen. Sein Atem wurde hörbar und das Blutrauschen dunkler.
      Alicija war schon bald zur Stelle. Sie hatte das Feuerholz, dass sie hatte mitbringen wollen, auf den Boden geschmissen. Sie musste an der Seite von Alexander sein, wenn es soweit war. Sie waren unzertrennlich selbst auf dem Schlachtfeld.
      Alex hob die Hand mit dem Schwert an die Stirn: "Auch im Dunkeln wird mich keine Angst leiten, denn das Licht Gottes weist mir den Weg und führt meine Hand...", dann ließ er wieder ab und begab sich in Kampfposition.
      Lautes Gebrüll kam ihnen näher. Wie eine Lawine stürzten aus dem Nichts Männer und Frauen von Norden her ins Lager. Sie hatten auf sie gewartet oder es waren die Späher, die die Gilde verraten haben. Doch der Grund für den Angriff war egal...Sie mussten sich verteidigen ob sie nun wollten oder nicht.
      "Im Namen Gottes!", schrie Alicija aus vollen Lungen und stürzte sich entgegen. Auch Alex kam ihr nach und holte mit dem Schwert aus, legte dabei eine zweite Hand an den Schaft und schlitzte den erstbesten Gegner den Bauch auf. Dieser fiel auf die Knie. Weit aufgerissene Augen verfolgten ihn, wie er weiter ging und dabei einem Schildstoß widerstand.
    • Der Helm auf ihrem Kopf wurde schwer, doch Lyria weigerte sich noch dagegen ihn abzusetzen, was sich in wenigen Sekunden dann als gar nicht mal so dumm herausstellte. Das Geschrei war groß, der Boden bebte unter ihnen und wie es Lyrias erstes Gefühl bestätigte, es war einfach zu ruhig und sie waren nich allein. Einige der Soldaten preschten vor zum Feind
      Dragan wies zum Angirff an und mit lautem Gebrüll stürmte er in die Menge. Er schwang seine zwei Äxte und mit einer Drehung zog er vier Soldaten mit sich und schlitzte ihnen präzise die Hälser auf. Das Stahl seiner Äxte drängten sich durch die Rüstung des Feindes, wie ein Messer durch Butter. Was Lyria jedoch die Augen rollen lies war seine Unachtsamkeit. Er war ein guter Kämpfer, doch nun war er so im Adrenalin Rausch, sich beweisen zu müssen, dass er zwar die vorderen Feinde nacheinander zerfleischt, doch war seine Rückseite ein offenes Buch und Lyria musste sich wohl aufraffen diesen Schwachkopf zu schützen. Um dem Folg ihren Heldeb zu lassen zog Lyria ihren Speer und ihr Schild vom Rücken. Sie holte mit ihrem Speer aus und lies ihn durch die Menge zischen. Mit hoher Geschwindigkeit drängt er sich durch den Helm des Kriegers, welcher so feige versucht hatte Dragan von hinten anzugreifen. Durch sie Wucht stieß er Meter weiter und er war sofort tot. Der Speer hatte sich durch seinen Schädel gebohrt und wie schwerer Sack prallt er auf den verdreckten Boden. LYRIA folgte dem Speer. Es wurde versucht sie von dem Speer fernzuhalten, doch Lyria stieß jedem, der sich in ihren Weg stellte, mit dem Schild beiseite. Mit der scharfen Kante des Schildes konnte sie mit präzisen Schlägen ausknocken oder mit einem gezielten Schlag gegen den Hals die Luft abschnüren und sie fielen nur auf die Knie um gierig nach Luft tu schnappen, ehe sie blau anliefen und starben. Ihr Schild tönte sich in ein tiefes Rot und Lyria hatte kurz darauf ihren Speer erreicht. Diesen zog sie aus der Leiche. Nun war sie den anderen noch einen Schritt weiter voraus. Es war eine gute Kombination aus Schutz gegen andere Schläge und sie besaß einen verlängerten, geschliffenen Arm und als Valkyrie war es ihre Waffe gewesen und der Speer glitt mit einer Leichtigkeit durch ihre Finger. Er schwang und drehte sich als würde die schwere Valkyrie einen Tanz aufführen im nächsten Moment durchbohrt sie dann das Herz eines Soldaten und rammte den Speer mit dem Schild durch seinen Körper. Sie war grausam und auch ihr Helm wurde von Blutspritzern verziert.
      Die kleine Überraschungs Truppe wurde durch die hervorragenden Krieger schnell beseitig. Die Soldaten schnauften Schwer und die Wikinger freuten sich über diesen kleinen Sieg. DRAGAN war sehr überzeugt von seiner Kraft, wusste jedoch nicht das er schon längst tot wäre wenn Lyria ihm nicht den Rücken, vor unzählige Klingen geschützt hätte. Sie war ddementsprechend mehr außer Atem.
      Sie stüzte sich auf ihren Speer behielt aber trotzdem Haltung.
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    • Die Klingen fielen aufeinander und die Funken sprühten vom Stahl herunter. Trotz der Anstrengung machte es den zwei Wächtern Spaß sich immer und immer wieder zu beweisen. Wohl wissend, dass sie nicht überheblich werden durften. Denn das würde sie beide noch den Kopf kosten. Alex wich einem Schlag aus, stieß den Gegner die Waffe fort und rammte ihn mit seiner Schulter zu Boden, wo er ihm anschließend das Schwert direkt in die Brust rammen konnte. Ein weiterer Angreifer wurde von Alicija abgewehrt. Ihr blondes Haar, hatte sie in einen kleinen Zopf geflochten gehabt, der ihr erlaubte sich mit den Haaren nirgends in der Rüstung zu verfangen. Ihr Schwert schlitze einem der Männer die Kehle durch und mit einer Umdrehung brach sie ihm den Kopf direkt von den Schultern.
      Wer den Kampf beherrschte, dem sah man die Leichtigkeit an, die einen im Kampf erfüllte. In der schweren Rüstung warf man die Wächter kaum um, so musste Alex grinsen, als man versuchte ihn von seinen Beinen zu reißen. Doch der Versuch blieb ein Versuch.

      Es dauerte keinen halben Tag und der kleine Hinterhalt wurde von den Kriegern der Gilde zerschlagen. Blut befleckte die bereits abgenutzten Rüstungen der Krieger und stille kehrte ein. Alicija erhob ihre Klinge voller Freude, dass sie auch diesen Kampf überlebt haben. Alex drehte sein Schwert und stellte es mit der Spitze auf den Boden. Beide Hände legte er zusammen, nach dem er das Kreuz geformt hatte und den Kopf zu Boden neigte. Wieder sprach er die Worte, um den Seelen ihr Heil zu schenken und hoffte, dass sie in den Armen und Schößen ihrer Eltern aufgenommen wurden.
      Erst dann warf er einen Blick um sich herum. Alles was man hörte war das laute Schnaufen einiger Wikinger und wie deren Siegesreiches Brüllen verstummte. Einer von ihnen, Alex hatte den Namen Dragan aufschnappen können, ging noch herum und spielte mit den Muskeln. Er war wie ein Tier, das man in einem zu kleinen Käfig gefangen hielt mit vielen anderen Tigern. So sah er sie zumindest. Doch er hatte die Neuankömmlinge hier und da sehen können im Kampf. Sie waren wie eine geölte Maschinerie. Sie wussten wie sie funktionieren und während einer achtlos rannte, kam der Speerträger zur Hilfe und schützte dessen Rücken vor hinterhältigen Angriffen.
      Alex nickte zufrieden und zog schließlich seinen Helm wieder aus. Er stand in mitten von umgefallenen Söldnern und kleinen Männern, denen man eine Waffe in die Hand gedrückt und gesagt hatte, dass sie etwas ändern konnten.
      "Man erzählt diesen Männern nur lügen...", sagte er leise. Alicija stets an seiner Seite nickte: "Deswegen ist es umso wichtiger, dass wir nun hier sind. Wir werden den Weg weisen." Alexander lächelte und rammte das Schwert mit Nachdruck an die Stelle an der er stand.

      Der Herr der Gilde sprang auf einen Baumstumpf hinauf und hob die Hände hoch: "Gut gemacht!", war das erste was er über die Köpfe der dutzend Mann und Frauen rief, "Lasst uns aber schnell die Leichen von hier bringen und begraben. Sonst werden wir den selben Spaß noch einmal mit einpaar Wildtieren haben."
      Alex nickte zustimmend. An dasselbe hatte auch er gedacht. Er würde es auch sehr gerne übernehmen, denn trotz des stillen Moments nach dem Kampf, hatte er das Gefühl den Gefallenen etwas zu schulden. Es tat ihm Leid, dass diese Seelen so verdorben worden sind und hinter Licht geführt wurden. Sie konnten letztlich nichts dafür...
      Alexander meldete sich zu Wort, indem er einen Arm hob: "Ich bin der Meinung wir können drüben, nicht weit von hier die Löcher graben. Etwa 7 sollten uns helfen. Die anderen sehen am besten zu, dass das feuer brennt. Es wird bald dunkel."
    • Lyria hatte sich sogleich wieder erholt und ihr Herz und ihr Atem normalisierte sich wieder. Sie lies ihren Rücken kurz knacken indem sie ihre Arme nach hinten schwang und ihr Blick wandert zu dem Ritter hin.
      Er war klein und schien ohne diese Ritter Dame nicht kämpfen zu können, sie waren ein Duo. Ein gutes wie Lyria zugeben muss, aber so abhängig von jemand anderem sein zu müssen passte der Valkyrie nicht so ganz. Was der Soldat aber äußerte war gar nicht so verkehrt. Viele und auch der Anführer selbst stimmte dessen Worten zu und sie begannen schon einige Grüppchen zu bilden. Lyria war sicher sie konnte eher dabei helfen die Leichen zu tragen, immerhin hatte sie nun die kräftige Statur, aber gerade als sie zum gehen ansetzen wollte dranf sich Dragan dazwischen. "Die Frauen sollten lieber beim Feuer bleiben" Erklärte er und baute sich vor Lyria auf. "Du weißt genau das ich hilfreicher bin als mich um das Feuer kümmern zu müssen." Äußerte sie nur und wollte eigentlich weiter gehen doch Dragan versperrte ihr den Weg.
      Lyria wollte so gern mal aus der Hautfahren, da sie ihn so hasste, doch sie zog sich nur zurück. Und blieb an Ort und stelle. //Hätte ich ihm doch nur sterben lassen auf dem Schlachtfeld.// Lyria sah dem Protz noch kurz nach bis sie sich mit einigen anderen Soldaten daran machte sich um das Feuer und die Verpflegung zu kümmern.
      Lyria blieb immer noch streng dabei ihrem Helm auf zu behalten, doch sie musste zugeben er wurde langsam unangenehm und warm.
      Gerade als sie ihre Hände an den Helm legte und alles vorbereitet war fiel ihr Blick ins Dunkle zu zwei Soldaten die gerade einen Wagen mit den Leichen belagerten um diese etwas weiter außerhalb zu fahren. Sie waren halbe Portionen in Lyrias Augen und die Leichen wurden immer schwerer und der Wagen lies sich nicht gut ziehen. LYRIA beobachtete das Schauspiel und konnte es nach dem verzweifelten dritten Versuch nicht mehr mit ansehen. Sie lief zu den zweien hin und kam gerade recht um den Wagen von hinten zu stützen bevor er nach hinten kippen konnte. Ohne ein Wort lief sie voraus und packte den Wagen an, während die zwei Soldaten wie angewurzelt daneben standen. LYRIA hätte es bestimmt allein geschafft, doch wollte sie nicht ganz so hart zu ihnen sein. Sie sah zu ihnen herüber.
      Selbst durch deren Helme konnte sie ihre Angst schmecken. "Ganz allein schaff ich es nicht durch den unebenen Boden. Packt schon mit an" Wies sie ihnen an und sofort eilten sie hinter den Wagen und schoben von hinten an.
      Lyria wusste Dragan wäre nicht so begeistert doch sie war mit ihren Aufgaben fertig und wenn sie andere in Not sah. Also spannte sie ihre Muskeln und zog den Wagen durch den Schutt zu dem ausgegrabenen Loch.
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    • Alexander bedankte sich bei ihrem Anführer, der zustimmte. Die Gilde teilte sich und man ging einige Meter rein in den Wald, wo eine kleine Lichtung offen war und der Boden feucht genug war, um ihn mit Leichtigkeit umgraben zu können. Einige der Männer packten an. Auch Alicija ließ es ich nicht zweimal sagen und grub ein Loch aus. Die Erde häufte sich neben den Löchern, die sie ausgraben konnten, doch sie würden wohl kaum lange reichen. Gerade mal bis zu den Knien kamen sie tief, da kam die Karre an, die sie hatten entladen müssen, bevor sie die Leichen darauf stapelten. Überraschenderweise zog einer der neu angekommenen Wikingern den Karren und die anderen schoben von hinten an. Dabei wirkte es fast schon so, als würde der vorne kaum die Kraft der Helfer brauchen. Alex lächelte schwach und bedankte sich knapp, bevor er eine der Leichen packte, eine junge Frau mittleren Alters, der man das Schwert in den Magen gerammt und dann hochgezogen hatte. Sie wog nicht viel. Er trug sie rüber zu einem der Löcher und legte sie hinein, während die anderen wohl eher davon ausgingen, dass man sie auch einfach hinein werfen konnte. Alexander stempelte dies aber eher als unsittlich und barbarisch ab. Sie mochten Feinde gewesen sein, doch konnte man die Seelen doch nicht so sorglos behandeln. Alexander zeigte dem Wikinger, dass er weiterhin mit anpacken sollte, doch die Worten schien nicht brauchbar zu sein. Jeder von ihnen wusste was er tat und wann der Job zu Ende sein hatte.

      Die letzte Leiche wurde gelegt. Sie waren alle aufeinander gestapelt und so gut es ging in dem Loch verteilt worden. Dann fing man an die Erde darüber regnen zu lassen und die schmerzverzerrten Gesichter zu verstecken. Als sie fertig waren, dankte nur Alexander, der der Meinung war, dass er sich immer für etwas bedanken oder entschuldigen musste. Er war nicht für den Krieg geboren worden, nicht mit so einem Charakter. Selbst Alicija, die stets an seiner Seite zu finden war, konnte hin und wieder nur den Kopf schütteln. Sie sprach nur ein kurzes Gebet, bevor sie sagte, dass sie ebenfalls gehen sollten und Essen mussten. Doch Alex schüttelte nur den Kopf. Er lehnte es ab sich um sich selbst zu kümmern, bevor er nicht seine Pflichten getan hatte. Zufrieden ließ er sich nieder vor dem riesigen Grab von ein Dutzend Menschen und senkte den Kopf. Er legte die Finger zusammen und berührte damit seine Stirn, dann wie immer seine Lippen, bevor er das kleine Buch heraus holte und es aufschlug. Er suchte nach passenden Zeilen und blätterte durch.
      Dass man ihn nun alleine ließ am Grab machte ihm nichts aus. Er war die Einsamkeit doch recht gewöhnt und konnte sehr gut damit leben. Außerdem war genau diese Stille nun auch angebracht.
      Der Wächter leckte sich die Lippen, bevor er eine Seite zurück blätterte und das Buch dabei so sanft handhabte, wie eine zarte Blume. Dann schloss er die Augen und rezitierte die Worte, die man ihm bei Beerdigungen nahe gelegt hatte.

      Die Sonne war untergegangen und es wurde stiller. Einige Vogel zwitscherten die letzten Töne, der Wind rauschte durch die Bäume. Aus der Nähe spürte und sah man das Lagerfeuer das hoch in den Himmel stach und dabei den Soldaten Wärme spendete.
    • Zu ihrer Überraschung warf Dragan ihr nur einen bösen Blick zu und sonst tat er nichts weiter.
      Er schien wohl doch ein wenig zu verstehen das Lyria nicht einfach nur irgendwer war. Sie war die Tochter von Bjarki und dieser kann ihm seine Machtposition schnell nehmen und ihn von ihrem Klan verbannen.
      Jeder im Dorf wusste Bjarki war sein Nachwuchs unfassbar wichtig, auch wenn sie nicht seine wahre Tochter ist.

      Die Arbeit war getan und alle versammelten sich in der Nähe des Feuers. Die, die alle miteinander klar kamen setzten sich zusammen unterhielten sich und lachten. Es war eine angenehme Runde und auch Lyria wollte dazu stoßen doch ihr Blick fiel kurz zurück zu den nun Beerdigten Leichen. Sie betrachtete kurz den Ritter am Rande und Lyria erkannte was er da tat. Aber war das denn gegenüber Feinden so notwendig. Sie haben sich selbst Entschieden auf welcher Seite sie spielten und in eine Schlacht zu ziehen bedeutete immer auch mit de Tod konfrontiert zu werden. Lyria wusste das schon in jungen Jahren und sie fürchtet den Tod nicht, das Einzige was sie fürchtet waren Ketten und so zu Enden keinen freien und eigenen Willen mehr zu besitzen. Gefangenschaft das war es was die Valkyrie fürchtet.
      Kurz hielt sie den Blick aufrecht, dann aber wandte sie sich ab und lies ihn in Ruhe sein Gebet sprechen. Lyria hingegen wandte sich den Anderen zu und von dem Anführer des Trupps wurde ihr, ihr Schlafplatz gezeigt und einige Anweisungen wurden verteilt, da sich alle mit der Wache abwechselten. Während die Anderen schlafen würden Zwei Soldaten schmiere stehen und über den Schlaf wachen. Es kam Lyria nur plausibel vor, also nickte sie nur verständnisvoll, während der Anführer sie dann einen Moment für sich lies. Sie schnaufte erschöpft und lies ihr Schild auf ihrem Platz liegen genauso wie ihren Speer.
      Ihr Blick fiel erneut zurück zu den Leuten die hin und her erzählten in ihren Grüppchen und ihr war auch aufgefallen das der Ritter welcher zuvor sein Gebet sprach wieder zu seiner Partnerin gefunden hatte. Sie schienen Beide sehr für sich, sie waren eher abseits der Truppe, doch sollte das Lyria nicht weiter interessieren. Ihr Blick wandert zu ihren Leuten hin und sie sah nur wie Jaral, Anführer des anderen Wikinger Klans ihr zu winkte und neben sich deutete. Er war ein angenehmer und sehr freundlicher Geselle. Lyria verstand weshalb ihr Vater so gut mit ihm befreundet war. "Los Lyria komm ran!" Äußerte er freudig und mit einem leichten Schmunzeln auf den Lippen wandert die Valkyrie zu dem Mann hin und setzte sich neben ihn. "Du musst Hunger haben." Erklärte er und griff nach einem Teller wo er ihr etwas auftischte. Er streckte ihr den Teller entgegen hielt aber kurz inne und deutete jedoch auf ihren Kopfschmuck. "Den brauchst du nicht. Hier gibt es niemanden vor den du dich in acht nehmen musst, glaub mir." Äußerte er und Lyria zögerte einen Moment, aber sie vertraute dem Mann neben sich. "Manchmal vergesse ich ihn komplett." Erklärte sie sich dann und zog den Helm über ihren Kopf.
      Ihre langen, gewellten Haare glitten ihr über die Schulter und ihr rot, schimmerndes Haar flammte wohl genauso auf wie das Feuer, welches vor ihr das Gesicht wärmte.
      Mit einem warmen Lächeln auf den Lippen hielt Jaral der Frau immer noch den Teller entgegen, den sie dann auch dankend annahm. Während sein Blick komplett normal war, spürte Lyria die starren Blicke der Anderen. Selbst unter den Wikingern ihres Dorfes schien diese Haarfarbe nicht so häufig vorzukommen und nun waren es auch die anderen Ritter und Krieger um sie, die sie anstarrten. Lyria lernte es zu ignorieren, doch hier wurden die Blicke dann doch sehr penetrant. "Ist irgendwas?!" Fragte sie genervt einen von Jarals Wikingern und hastig widmete er sich seinem Teller. Jaral lachte. Das rote Haar war ihm durchaus bekannt. "Die Valkyrie Bjarki´s strahlt mit ihrer ganzen Erscheinung und nicht nur mit ihren Kampffähigkeiten." Wandte er dann das Wort an seine immer noch dumm blickenden Wikinger und Lyria ignorierte dieses Kommentar und aß einfach um wieder zu Kräften zukommen.
      Sie spürte Jarals Blicke auf sich und dieser lachte nur wieder. Er schien eine ziemliche Frohnatur zu sein, doch war ihr dieser Wikinger so viel angenehmer als Dragan selbst.
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    • Es dauerte ein wenig bis er seine Worte runter gesprochen hatte und bis er auch wirklich zufrieden damit war. Dass er dafür alleine gelassen worden ist, war gut. Die meisten verstanden es nicht, wie man sich derart in einer Religion verlieren konnte. Viele waren auch der Meinung, dass einem eine solche Hingabe im Wege stand, doch was konnte er schon dafür. So wurde er erzogen, so hatte man es ihm beigebracht, seit dem er richtig laufen konnte und so würde er es beibehalten, bis er es nicht mehr konnte. Am Feuer wurde es derweil ausgelassener und man kam endlich dazu zu Lachen und sich gegenseitig kennenzulernen. Trotz allem bildeten sich auch Gruppen, die nicht sehr viel Interesse zeigten andere kennen zu lernen. Vorurteile und Ähnliches blieben trotzdem zwischen den Völkern.
      Als Alex fertig war beendete er das Gebet für die Gefallenen mit einer knappen Bewegung zum Himmel. Dann stand er auf und kam zu Alicija dazu, die bereits etwas zu Essen bei Seite geschafft hatte und ruhig einen Teil ihrer Rüstung ablegte. Sie würde auch bald schlafen gehen, denn wie es im Orden Gang und Gäbe war, musste man bereits bei Sonnenaufgang angezogen sein.
      Alex stellte sich hinter sie und half ihr dabei den Brustpanzer abzunehmen. Als Ritter trug man eine schwere und komplette Stahlrüstung, die darunter mit Kettenhemdanteilen und ledernem Wams verstärkte wurde. Der Rittertypische Schmuck hing ihnen am Rücken und zierte sie mit einem großen weißen Kreuz.
      Alicija bedankte sich und atmete tief durch, bevor sie ihm anwies sich neben sie zu setzen: "Du bist fertig, nehme ich an?"
      Alex nickte ihr zu und lächelte müde: "Das war ein langer Tag nicht wahr?", etwas abseits aller anderen saßen die zwei Wächter zusammen und aßen ihren Anteil an Proviant für den heutigen Tag. Während sich Alex eigentlich gerne nur um sich kümmerte, kam er nicht umhin die Neulinge wieder zu beobachten. Er hatte gesehen, wie sie sich im Kampf verhalten und er hatte großen Respekt vor den Bergen an Muskeln, die die Wikinger teilweise ja noch nicht einmal verdecken wollten mit einer schützenden Rüstung. Alex hatte gehört, dass sie daran glaubten, dass der Tod eines Wikingers eh ein festgelegter Zeitpunkt im Schicksal war und deswegen eine Rüstung nicht von Nöten. Sie würde einen vor den Plänen der Götter nicht schützen können. Ein interessanter Gedanke.
      Zu essen gab es nicht viel, aber es reichte um Kraft zu tanken. Das was wichtiger war, war die Nahrung für seine Seele und die Bestand aus den Worten und Zeilen, die in seinem kleinen Buch standen. Wie immer, bevor er sich zur Ruhe legen wollte, schlug er es auf und las stumm für sich. Alicija legte sich dabei bereits hin und beobachtete den Himmel.
      Es schien alles ruhig zu sein bis zu einem Zeitpunkt, wo sich die Wikinger mal wieder mit ihrer lauten Stimme von den anderen abhoben. Und diesmal gab es sogar einen Grund. Alex blickte gerade von seinem buch auf, als er sah, wie einer von ihnen ihren Helm abzog und darunter ein wallendes Meer an roten Strähnen hervor kam. Er konnte im ersten Moment nicht wegsehen, denn das was er vorhin für einen Krieger gehalten hatte, war tatsächlich eine Frau. Sie war muskulös und mindestens einen Kopf größer als er. Ihre Züge im Gesicht waren jedoch feiner, als es Alex kannte und die rote Bemalung im darauf machte sie ansehlich, weniger abschreckend.
      Alex bemerkte nicht einmal wie lange er schon die Valkyrie ansah und dabei nicht wieder in sein Buch sah. Sogar Alicija bemerkte es und folgte aufmerksam seinen Blick, der an derselben Person hängen blieb. Doch sie schien nicht dieselbe Faszination an ihr zu haben, wie ihr Ordensbruder. Sie sah ihn wieder an und schnaubte.
      Aufgrund ihrer Ausbildung und den ganzen Pflichten, die sie zu erledigen haben, gab es im Leben nur wenige Momente in denen sie wirklich nach einem Lebenspartner für sich suchen konnten. Alicija selbst empfand es nur als Last, so sagte sie es zumindest immer, wenn sie einen Mann an ihrer Seite haben müsste. Nur Alexander war es, den sie überhaupt duldete.
      Alex selbst...Nun, er hatte nur selten eine Frau gesehen, die ihn sprachlos machte. Er saß noch da und sah hin, wandte den Blick aber schon bald mit einem ruhigen Lächeln ab. Es war unhöflich so zu starren ohne mit der Person zu reden. Unweigerlich erinnerte er sich an den Kampf vorhin und wie sie die Karre an Leichen zu ihnen gebracht hatte...Wahrlich eine starke Frau und das imponierte dem Wächter.
    • Lyria bemerkte auch die Blicke außerhalb des Kreises, doch versuchte sie diese zu ignorieren.
      Ihr war durchaus bewusst das sie etwas auffälliger war mit ihren roten Haaren, für den Handel von Sklaven hätten sie einen hohen Preis für sie bezahlt, aber aus dieser Nummer ist sie ja gut raus gekommen.
      Die Blicke wurden ihr etwa unangenehm auf der Haut, doch sie aß einfach nur und nachdem sie auch fertig war erhob sie sich sofort. Sier wollte sich zurück ziehen. Mit knappen Worten dann an die Wikinger um sich herum gerichtet lief sie abseits zu ihren Sachen hin und dem kleinen Schlafplatz der ihr hergerichtet wurde.
      Mit einem kurzen Seufzen legte sie sich hin und starrt in den Himmel. Es wurde immer ruhiger um sie herum und es wurden zwei Leute eingeteilt um wachsam ein Auge auf die Umgebung zu haben. Lyria konnte eine ganze Zeit nicht schlafen. Sie starrte in den Himmel und bedauerte etwas das man die vielen Sterne nicht so deutlich sah wie auf den Bergen. Sie schloss langsam die Augen und schlafen konnte sie draußen nie so wirklich, es war eher ein dösen aus dem sie schnell heraus sich verteidigen konnte, falls etwas passiert.

      Die Nacht war zum Glück weiterhin ruhig und man konnte gut neue Energie tanken.
      Lyria wurde früh wach und nur vereinzelt waren wenige schon auf den Beinen, von ihnen auch der Anführer des Trupps, der aber vermutlich jetzt schon wach war um eher seinen Pflichten nachzugehen. Lyria erhob sich und ein kurzer Blick flog über das Lager. Einige waren noch am schlummern andere aßen etwas oder trainierten sogar schon zu der frühen Stunde und andere bereitete schon etwas für die weiterer Reise zusammen.
      Da es noch genug Zeit war würde Lyria kurz in das Gewässer in der Nähe gehen. Es war in den Wäldern versteckt und sie konnte da in Ruhe kurz schwimmen um wach zu werden und vor allem sauber.
      Nur mit ihrem Speer ausgerüstet wanderte sie langsam in den Wald. Es schien nicht großartig aufzufallen und sie konnte in aller Ruhe zum See hin. Den Speer an einen Stein gelegt, das von ihren Schultern genommen und die restliche Rüstung von ihrem Körper geschnürt und abgenommen wanderte sie ohne Probleme in das eiskalte Wasser. Es war angenehm auf ihrer Haut und sie war die kalten Temperaturen gewohnt und es war am Morgen ein gutes Training und vor allem eine gute Hilfe um wach zu werden. Sofort taucht sie ihren Kopf unter und tauchte bis zur Mitte des Sees. Die rote Kriegsbemalung wurde von ihren Wangen gespült. Sie lies sich nicht zu viel Zeit dabei, nicht das sie auch noch vermisst wird, aber die döste noch etwas in dem Wasser und genoss die frühe Ruhe und den leichten Nebel auf der Oberfläche, als sei der Wald selbst gerade dabei aufzuwachen.
      Ihre wallendes rotes Haar schwebte auf der Oberfläche als sie einen Blick zurück wagt und erst in diesem Moment bemerkt hatte, wie weit sie rausgeschwommen war. Sie machte sich auf den Rückweg und legte wieder ihre Rüstung aus Leder an. Um nicht evtl. doch an den zusätzlichen Außentemperaturen zu erfrieren schwang sie sich auch ihr Fell über die Schulter und griff nach ihrem Speer. Mit nassen Haaren dann wandert sie wieder durch den Wald. Als sie ankam waren schon deutlich mehr im Lager wach gewesen und auch Dragan der sie wohl gekonnt ignorierte saß bei seinen Leuten und dazwischen auch Jaral der wieder freudig ihr zu winkte und sie anwies wieder neben ihr Platz zu nehmen. Vor der weiter Reise aßen sie noch etwas am Morgen und dankend nahm sie wieder ihre kleine morgen Ration an.
      Die nassen Haare lagen ihr auf den Schultern und sie konnte immer noch leichte Blicke auf sich spüren, doch konnte sie nicht einschätzen ob sie nun wieder wegen ihren Haaren starrten, wegen der Tatsache das ihr Gesicht vollkommen frei von der rote Schminke war oder die Tatsache das sie bei den Minusgraden des Sees schwimmen war. Lyria ignorierte sie und war trotzdem ziemlich genervt.
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    • Die Nacht kam immer schneller, als man sie wirklich haben wollte. Der Wald hatte sich schlafen gelegt, bis auf die wenigen Nachttiere, die nur selten ein Geräusch von sich gaben, um sich nicht zu verraten. Alex war zwar nicht eingeteilt für die Wache, doch er lehnte trotzdem schlummernd gegen das Rad des Karrens. Sein Kopf nickte immer wieder nach unten, während er versuchte sich hier und da doch noch wach zu halten. Gefühlt konnte er nicht anders, als ständig in die Umgebung zu horchen. Jeder Angriff sollte unmöglich werden. Doch die Nacht blieb ruhig und beim ersten Sonnenstrahlen, da war die Sonne kaum über den Horizont gestiegen und legte ihre warmen Strahlen auf den Frost auf dem Boden. Atemwolken bildeten sich vor seiner Nase.
      Auch Alicija ließ sich keine Zeit mehr. Sie waren daran gewöhnt früh am Morgen bereits wach zu sein, noch bevor die ersten wirklich ihre Augen öffneten. Sie packten ihre Sachen und liefen an die Stelle außerhalb des Lagers zurück, wo sie ihre Morgengebete wieder sprechen konnten. Sie knieten sich hin und legten die Hände jeweils zusammen. Die Worte gingen ihnen im ruhigen und geübten Fluss über die Lippen. Wenn man Jahrelang den Plan hatte für jeden Tag egal welcher im Jahr anstand, dann war es ins Fleisch übergegangen diesem auch zu folgen.
      Fast eine Stunde knieten sie da, bis sie sich wieder regten und aufstand. Alex lächelte vergnügsam und auch Alicija erwiderte das freundlcihe Lächeln ihres Ordensbruder. Eigentlich hieß es ja es solle niemals an den Bruder oder die Schwester an der Seite im schlechten gedacht werden. Niemals den fleischlichen Gelüsten nachgeben. Doch Alicija war auch nur eine Frau und auch Alex war nur ein Mann. Sie hatte sich schon immer gefragt, ob er nicht auch einmal daran gedacht hatte...
      Doch die Gedanken waren falsch am Platz und sie nickte ihm nur noch zu, als er mit einer knappen Erklärung meinte, er würde an den See gehen, um sich dort etwas zu erfrischen.
      Die Zwillinge auf dem Schlachtfeld waren zwar immer zusammen und konnten sich aufeinander verlassen, doch sie mussten nicht außerhalb aufeinander kleben. Alicija wandte sich an eine andere kleinere Gruppe von Rittern. Sie waren alle älter als die zwei Wächter.

      Alex wanderte den unsteten Weg hinunter zum Wasser, an dessen Rand er sich setzte und in geordneter Folge seine Rüstung ablegte. Säuberlich gestapelt legte er sie neben sich und rutschte dann an das Wasser heran. Er hatte sich bis zur Hose ausgezogen und tauchte beide Arme in das eiskalte Wasser. Eine Gänsehaut zierte seine Haut und ließ ihn erschaudern. Doch das Wasser brauchte er, um den klebrigen Schweiß von den letzten Tagen abwaschen zu können. Es gab schlimmeres, doch man musste es nicht herausfordern. Solange sie am Ufer des Eitrivaten wanderten, sollten sie ihn auch nutzen.
      Sobald er Nacken, Arme und Brust gesäubert hatte, machte er sich wieder dran seine Sachen überzuziehen, um nicht krank zu werden. Ein Geräusch ließ ihn aufhorchen. Weiter weg von ihm erkannte er einen der Wikinger aus dem Dickicht kommen. Rote flammende Haare und die Statur eines Bären entpuppte sich aus der Rüstung. Und trotzdem erkannte man die weiblichen Züge.
      Als Alex bemerkte, wie sie sich auszog, wollte er was sagen, doch bis sein Gehirn das realisierte war sie schon am ins Wasser springen und er musste stumm nachblicken. Ihm wurde kalt, als er daran dachte, wie frostig doch das Wasser war und wie einfach die Frau ins Wasser sprang. Kopf schüttelnd sammelte er die letzten Teile auf und kehrte schnell zum Lager zurück. Die Valkyrie wird wohl weniger begeistert davon sein, wenn sie ihn gesehen hätte.

      Zurück am Lager entdeckte er Alicija bei den anderen und setzte sich zu ihnen. Fragend sah sie zu ihm auf und legte den Kopf ein wenig schief: "Ist alles in Ordnung?"
      Alex fühlte sich ertappt und schüttelte knapp den Kopf, bevor er sich auf die Knie fallen ließ und sich bei den letzten Teilen seiner Rüstung helfen ließ. Alicija musterte ihn dabei argwöhnisch und entdeckte dann, wie die Wikingerfrau, die Alex schon gestrigen Abend angegafft hatte, vom See kam. Sie sagte nichts, doch ein Verdacht, kam der Wächterin auf.
      Still frühstückten sie alle, bis sie wieder gemeinsam anpacken mussten, um weiter zu ziehen. Alle halfen dabei die Zelte abzureißen und den Karren zu befüllen. Das Lagerfeuer wurde zertreten. Nur langsam kam die Gilde in Bewegung.
      "Wir haben nur noch einen Standort, den wir absuchen werden und dieser wird uns direkt in die Myre Wälder führen.", rief der Gildenanführer über alle Köpfe, als er von der Mitte aus zur Spitze der Karawane lief.
      "Von dort an, werden wir schließlich unseren Angriff planen."
      Viele des Trupps erhoben zuversichtlich ihre Waffen und gaben ein Einverständnis für den Plan in dem sie ein tiefes:"Uraah", von sich ließen.
    • Nach der kurzen Mahlzeit ging es dann ganz schnell und das Lager war wieder komplett abgebaut.
      Es würde nun weiter durch den Wald bis zum nächsten abgelegen Ort gehen, um dort einen Angriff zu planen und weitere Informationen zu erreichen, die sie einen Schritt weiter an Apollyon brachten.
      Auch Lyria nahm sich ihre Sachen und half dabei noch einiges an Verpflegung zu tragen. Den Speer und das Schild auf den Rücken geklemmt, folgte Lyria den Anderen ruhig. Sie hatte auf die Kriegsbemalung und auf den Helm verzichtet, vorerst würde sicherlich eh erstmal nicht passieren, da war sich die Valkyrie sicher immerhin haben sie die Soldaten in näherer Umgebung eliminiert und begraben.
      Lyria ist nicht lang allein geblieben im Hintergrund, es war wie immer Jaral der sich zu der Frau gesellte und er schien gefallen an der Kriegerin zu haben und Lyria hoffte das sich das nicht in irgendeine seltsame Richtung entwickelt, Lyria mochte den älteren Herren. Er war ein angenehmer Geselle.
      Gemeinsam stampften nun alle durch den Wald. Die Sonne drängte sich langsam an den Horizont hoch in die Wolken und leichte Sonnenstrahlen suchten sich den Weg durch die Wolkendecke.
      Lyrias Blick flog durch den Wald und sie war erleichtert nicht mehr so ein seltsames Gefühl zu haben was die Umgebung anging. Sie hätte sich von Anfang an auf ihre Instinkte verlassen sollen, denn selten lag sie mit diesen Falsch und am gestrigen Tag hatte sich ihr schelchtes Gefühl ja bestätigt.
      Mit den Wikingern an ihrer Seite liefen sie über den weichen Boden hinweg und auch wenn Lyria sagen konnte das keine Gefahr droht, waren ihr unangenehme Blicke im Nacken aufgefallen. Kurz wandert ihr Blick hinter sich und ihre braunen Augen fielen auf die hellen einer Ritter Dame. Sie hatte blondes Haar und war niemand andere als Alicija die ihr einen kühlen Blick zuwarf.
      Nur kurz tauschten die Frauen einen Blick aus und man könnte meinen von Beiden kam jeweils eine gewisse Verachtung gegenüber des Anderen aus. Was ihr Problem war wusste Lyria nicht, doch wollte sie das auch nicht weiter ergründen.
      "Wir hätten schon längst ins nächste Dorf gehen können und es allein ausschlachten können." Erklang dann die grummelnde Stimme von Dragan und die anderen nickten nur auf seine Worte hin, worauf Lyria nur genervt seufzte. "Was bringt es so unüberlegt zu handeln nur um seine Kraft zu ermessen. Wir können so eine große Schlacht nicht vollkommen allein führen."
      Dragan sah grimmig zu ihr rüber und er war wirklich ein Schwachkopf. "Warum bist du davon so überzeugt, unsere Wikingerstämme sind so viel stärker als diese Feiglinge hier." Wieder konnte sie sich ein Augenrollen nicht verkneifen. "Unsere kleinen Stämme können schlecht gegen die vielen rekrutierten Soldaten ankommen. Apollyon ist unfassbar stark. Da können solche halbstarken Stämme wie unsere wohl schlecht gegen ankommen. Jemand in deiner Position sollte nicht so unüberlegt in eine Schlacht ziehen." Sprach sie dann ohne ernsthaft darüber nachgedacht zu haben was sie da genau, vor allem wem, sie es gesagt hatte.
      Lyria sah über ihre Schulter hinweg zu dem grimmigen Gesicht von Dragan der sich dann nur vor ihr aufbaute und sie zum stehen brachte.
      "In meiner Position." Erwidert er ihre Worte. "Genau diese Position wurde mir von Bjaki zugeteilt und es ist meine Aufgabe unsere Männer zu führen und nicht deine." Seine Stimme wurde lauter und Groll zog sich durch die Luft.
      "Nur weil du es an seine Seite geschafft hast heißt es nicht das dein Wort von Bedeutung ist und unerträgliches Weib."
      //Wie bitte!// Ging es Lyria durch den Kopf und sie wollte gerade zu Wort kommen, da bäumte sich Dragan ein stück weiter vor ihr auf und er lies sie sogar einen Schritt zurück treten.
      "Du bist nicht vom selben Blut wie er, du gehörst nicht in unsere Reihen und glaubst wirklich hier das Wort heben zu dürfen. Du bist unbrauchbar und eine Last. Du kannst froh sein das Bjarki selbst darauf bestand das wir dich mitnehmen müssen."
      Lyria ballte die Faust und so sehr sie nun ausgeholt hätte, versucht sie sich zu zügeln. Sie wollte nicht sofort so handeln wie diese Tier in ihrem Kreis. Trotzdem konnte sie das nicht so einfach auf sich sitzen lassen.
      "Ich bin unbrauchbar?!" Donnerte ihre Stimme dann durch den Wald und ihr war so egal was Andere nun von ihr halten.
      "Ohne mich würdest du nicht mal mehr hier stehen und mir solch belanglosen und schwachsinnigen Worte an den Kopf schmeißen!"
      Lyria war es nun die sich aufbäumte und ihm widerstand bot. Sie war keine Frau auf der man einfach so herumtrampeln konnte.
      "Vater hat mich mitgeschickt weil du als Anführer einfach unfähig bist! Du bist ein Schwachkopf der ohne auch nur an seine Kameraden zu denken unüberlegt in eine Schlacht zu ziehen! Du bist eine Schande! Dich als Nachfolger für meinen Vater zu wissen ist eine fürchterliche Vorstellung und du bringst unsere Stamm mit deinem egoistischem Verhalten nur in den Abgrund!" Lyria platzte der Kragen. Er war unmöglich und ein unfassbar und unerträglicher Mann. Wie hatte es nur jemand wie er an diese Position geschafft. Jeder andere Krieger wäre so viel brauchbarer.
      Dragan drängt sie wieder nach hinten und vor Wut zeichnete sich eine Ader auf seiner Stirn. "Sag du mir nicht ich bin eine Schande für mein Volk! Hätte Bjarki dich nur unter der Eisdecke liegen gelassen oder dich den Sklaventreibern zurück gebracht wo du hingehörst!"
      Lyria wollte wirklich nicht so sein, doch konnte sie sich nicht mehr halten und sie konnte nicht anders als ihm die geballte Faust ins Gesicht zu rammen. Kurz taumelt der Anführer ein Stück zurück und er hielt sich seine blutende Nase. Einer der Wikingerkämpfer hielt Dragan zurück nicht das er noch auf Lyria losging und Lyria selbst fasste sich wieder um nicht weiter auf ihn einzuschlagen.
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    • Alex hatte sich seinen Beutel mit den wenigen Habseligkeiten, die er besaß über den Rücken geworfen und war neben Alicija losgezogen. Die Wälder kurz vor den Mauern der Asiaten waren ein schwieriges Gebiet. Der Boden wurde weicher und die Temperaturen mochten vielleicht nicht ansteigen, aber die Luftfeuchtigkeit schoss dafür in die Höhe. Alex war nur einmal dort gewesen und das hatte ihm völlig ausgereicht, er musste da nicht noch einmal hin. Leider konnte keiner sich in dem Trupp gegen den Befehl des Anführers wehren, denn sie alle wussten um die Chance einer so kleinen Truppe gegen Apollyon. Sie glich gleich null. Je mehr Krieger sie einsammeln konnten, desto besser würden ihre Chancen stehen überhaupt der riesigen Streitmacht dieser Kriegsherrscherin etwas anzutun. Wie immer verblieben die zwei Wächter stumm nebeneinander. Auch wenn Alex es nicht bemerkte, er spürte wie unruhig seine Partnerin war. Alicija war niemand, die man auf die leichte Schulter nahm, wenn sie sich etwas in den Kopf setzte, dann zog sie das auch durch. Dummerweise machte sie das mit allen Vorhaben, die in ihrem Kopf waren. Ob sie nun hilfreich waren oder nicht.
      Sie hatte Alex' Blicke bemerkt und wusste um den jungen Ritter, dass er leichtsinnig sich in andere Frauen verlieben konnte. Gut, vielleicht war das auch nur ihr Glauben, denn wirklich gesehen hatte sie es nicht. Sie wusste nur um seine Naivität und Leichtsinnigkeit, wenn er in der Nähe von Frauen war, die ihm gefielen. Sie hatte zwar kein Recht dem Wächter zu verbieten jemanden zu lieben, aber ihre Gefühle sprachen sich dagegen aus und ihr Verstand sagte ihr, dass sie ihren Ordensbruder davor bewahren musste einen falschen Weg einzuschlagen...Außerdem...Siehe sich doch einer diese Frau an. Alicija schnaufte und erregte damit Alex' Aufmerksamkeit. Er sah sie fragend an und wurde sofort wieder abgewinkt.
      Ihre Reise war kaum voran gekommen und es entwickelte sich bereits eine Spannung in der Gruppe. Nicht unter den Gruppen selbst, die sich nicht kannten. Alex erkannte sogar, wie gut sich einige der Wikinger untereinander verstanden, dabei hatte er gelesen, dass sie eher weniger von anderen Stämmen hielten, weil diese je nachdem meist andere Regeln hatten. Alex beobachtete den Neuzugang und auch Alicija sah es mit an, wie sich der Gruppenführer der Wikinger aufspielen musste. Nur eine wagte es wirklich dem ungestümen Mann die Stirn zu bieten. Alex war überrascht über ihre Reaktion, andererseits bei ihrer Statur und ihrer Kampfkraft, würde sie sich wohl kaum hinter einem dieser Männer verstecken. Sie konnte für sich selbst einstehen. Alex imponierte das zumindest in dem Moment, bis er sah wie sie ausholte und Dragan direkt ins Gesicht schlug, so dass er zurück taumeln musste.
      "Wir sollten Einhalt gebieten.", sagte Alex noch im selben Moment, wie er sich aus seiner Position löste und zwischen die beiden Wikinger kam. Derzeit war die komplette Gruppe stehen geblieben. Die meisten verdrehten nur die Augen, weil sie nichts anderes erwartet hatten. Es waren Männer und Frauen aus dem hohen Norden, die kannten keinen anderen Umgang, als sich einander ins Gesicht zu schlagen.
      Alex kam dazwischen und hielt die Hände vor sich. zwei Männer hielten den Wikingeranführer fest, doch er wehrte sich kräftig dagegen. Alex sah ihn bemitleidend an, dann warf er der rothaarigen Frau einen Blick zu. Aus der Nähe und ohne Helm war sie...erstaunlich groß und hübsch. Da hatte Alex andere Dinge gelesen und gehört. Gesehen auch, aber so viele Vergleichswerte hatte er nicht einmal.
      "Wir sollten uns nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen. Das ist Apollyons Ziel, wir sollten ihr nicht helfen.", erhob Alex seine Stimme. Er verfiel in einen ruhigen und ansprechenden Tonus, um alle Beteiligten daran zu erinnern, warum sie hier waren. Alex sah zu Dragen und musterte dessen eingespannte Haltung und wie er versuchte loszukommen. Der Blutdurst des Wikingers war wohl größer als sein Verstand. Alex sah ihn standhaft an: "Nur Geduld und du wirst belohnt werden mit mehr Gegnern, als du dir wünschen kannst...Aber bis dahin, folgen wir unserem Gildenführer. Ihr seid nun Teil der Gilde...begrabt die Wut und Unstimmigkeiten."
      Alex legte die Hände vor sich zusammen und sah noch einmal zwischen beiden hin und her. Seine Art Streit zu schlichten mochte eingerostet sein, aber das lag auch unteranderem daran, dass er niemals Streit unter solchen Menschen schlichten musste. Wikinger waren ein Thema für sich. Ihre Bewegründe zu verstehen würde noch einige Jahre dauern.
      An die rothaarige Valkyrie gerichtet, sagte Alex: "Es gibt keinen Grund für rohe Gewalt unter einander. Verzeihe ihm für die ungehobelten Worte...Er wusste es bestimmt nicht besser."
      Er lächelte sanft, hoffte dass er ihr damit zeigen konnte, wie banal solche Worte und Beleidigungen eigentlich waren im Angesicht der großen Probleme vor denen sie eigentlich standen. Vergessen würde er dennoch nicht was Dragan da von sich gegeben hatte. Bjarki...Der Name sagte selbst ihm etwas, doch in Bezug auf die Valkyrie meinte er, dass sie nicht seine Tochter war. Sklavenhandel...Das vor ihm waren gebrochene Seelen.

      Alicija kam dem Spektakel nur um zwei Schritte näher und wartete locker neben allen anderen bis sich das Schauspiel entzwei brach. Doch sie konnte über Alex seinen Schlichtversuch nur den Kopf schütteln. Sie glaubte natürlich nicht daran, dass man die Wikinger so einfach beruhigen konnte. Aber Alex war ein guter Mensch, er würde sich immer dazwischen stellen, wenn er konnte.
    • Lyria erinnerte sich nur zu gut an die unerträgliche Kälte auf ihrer Haut.
      Sie dachte wirklich sie müsse im alter von 10 Jahren sterben. Es war fürchterlich kalt und sie war einfach in der riesigen Decke aus Schnee bewusstlos geworden. Sie kann sich noch daran erinnern, wie sie mit ihrer Mutter mitgenommen wurde. Sie wurden in einem Karren mit anderen Kindern und Frauen von Ort A nach Ort B gefahren und verkauft. An Füßen und Händen angekettet und dann hat sich ein Mann für ihre Mutter entschieden und sie wurden voneinander getrennt.
      Auch wenn viele der Meinung sind durch ihr rotes Haar wäre sie bestimmt etwas wertvolles, doch niemand wollte Lyria kaufen, vermutlich zu ihrem Glück, doch hatte sie ein langes Leben in diesem Karren. Das Essen was sie bekamen war sehr wenig, gerade so das sie noch am leben bleiben, doch waren sie alle abgemagert und verwahrlost. Das junge Mädchen war an einem Tag jedoch entschlossen die Flucht zu ergreifen, denn Lyria wurde eine Last und sie war nun schon viel zu Lang in diesem Karren. Sie wollten das Mädchen loswerden. Umbringen in diesem Sinne, doch Lyria rannte weg. Zu ihrem Bedauern hatte sie jedoch den Weg in die Berge genommen. Es wurde Kälter und der Schnee reichte ihr schon bis an die Hüfte. Unerträglicher Wind zog sich durch ihr Gesicht und ihrem roten Haar, doch sie wollte nur weg.
      Lyrias Verfolger gaben sich aber nach einigen Metern schon gar keine Mühe mehr, sie waren sich sicher, das Mädchen würde eh sterben und als Lyria zusammenbrach dachte sie das auch. Bjarki hatte sie aufgesammelt. In jungen Jahren war er ein großer und kräftiger Mann. Kräftiger als Dragan selbst. Mit Fell bestückt und einer wertvollen Lederrüstung bestückt schien er zuerst wirklich wie ein riesiges Tier, doch hatte er ein warmes Herz und er rettet das Mädchen und zog sie auf wie seine Tochter.
      Lyria war jeden Tag dafür dankbar das er sie gerettet hat und sich um sie gekümmert hat und egal was Andere sagen, er wäre immer ihr Vater. So regten sie die Worte dieses Schwachkopfes so auf.
      Er hatte überhaupt keine Ahnung wovon er sprach.

      Lyria wollte gerade wieder zu Worten ansetzen, da erblickte sie nur den kleinen Ritter vor sich. Es sah schon beinah lächerlich aus ihn zwischen den Beiden Wikingern zusehen, selbst neben Lyria war er ein Zwerg.
      Er versuchte den Schlichter zu spielen, doch mit seinen seichten Worten schien er eher weniger etwas bei den temperamentvollen Wikingern zu bewirken.
      Lyria mustert den Halbstarken und sie solle ihm verzeihen? Er hat es nicht besser gewusst?
      Dragan hat es durchaus besser gewusst.
      "Dieser Schwachkopf versteht es doch nicht anders, als mal eine ins Gesicht zu bekommen. Wenn er weiter so macht wird es bald mein Speer sein der sein Herz durchbohrt." Äußerte Lyria nur über den Ritter hinweg zu Dragan hin und ihr Blick war kalt und sie würde mit Freuden ihm den Gnadenstoß geben. Ihr Blick wandert jedoch zu dem Ritter vor sich und er war mutig sich zwischen zwei Wikinger zu stellen oder einfach nur lebensmüde. "Jemand der keine Ahnung hat sollte sich nicht zwischen die Fronten stellen." Lyria war genervt von der Situation, doch hatte sie wohl keine guten Worte gewählt als sie davon sprach Dragan umzubringen. Denn dieser drängte sich aus den Griffen und stürmte auf Lyria los. Das würde wohl doch nicht so schnell Enden. Lyria stieß den Ritter nur zur Seite und wich selbst zur anderen Seite hin. Dragan schnaufte genervt und wollte erneut zum Schlag ausholen, doch Lyria wich aus und griff ihn am Arm und drängte ihn wieder zur Seite. Es war von Anfang an fest das Lyria die Stärkere von Beiden war. Doch Dragan war wohl schwer zu Boden zu bekommen, also zückte Lyria nur ihr Schild vom Rücken und Dragan wollte nicht aufhören auf sie loszugehen. Lyria würde ihn auch nicht aufhalten. Wobei sie langsam wirklich genug von ihm hatte, so rammte sie ihm nur ihr Knie in den Bauch wodurch er sich krümmte und mit einem gezielten und heftigen Schlag rammte sie ihm ihr Schild ins Gesicht und endlich fiel er zu Boden. Lyria war wütend, unfassbar wütend sogar und Dragan wollte langsam wieder aufstehen. Das Blut drängte sich nun auch aus seinem Mund. Lyria lief zu dem Mann hin der auf allen Vieren versucht wieder auf die Beine zu kommen. Lyria wollte erneut mit dem Schild ausholen, doch nun war es Jaral der ihren Arm stoppte. "Das reicht!" Donnerte seine Stimme durch den Wald. "Lyria werde nicht so ein dummes Tier wie er!" Jaral konnte sich als Erfahrenster Wikinger wohl erlauben so über Dragan zu sprechen. Er hatte noch mit Bjarki an der Seite gekämpft. Niemand würde ein Wort gegen ihn erheben. Lyria sah zu dem Mann hin der sie ernst mustert und ihr fielen jetzt erst die Blicke der Anderen auf und sie tat nun das wovor sie sich so gesträubt hatte. Sie wollte nicht ihre Kontrolle verlieren, sie wollte nicht so dumm wie die anderen Wikinger handeln. Sie wollte wie Bjarki ein guter Krieger sein und nun das.
      Lyria senkte ihr Schild. Es war mit dem Blut von Dragan getränkt und sie legte es wieder an ihren Rücken an. Sie beruhigte sich und lief einfach davon und weiter die Route entlang. Bevor sie aber voraus lief hielt sie bei dem Ritter inne der unbedingt sein Wort heben musste. Lyria sah ihn kühl an. "Misch dich nicht noch einmal an, es geht dich nichts an. Solltest du es doch halte ich mich auch bei dir nicht zurück." Lyria würde gegen ihn vermutlich nie etwas tun. Sie wollte ihn nur fernhalten, nauf eine wohl weniger schöne Art, doch er hat nichts zwischen zwei Wikingern zu suchen. Ihr kühler Blick wandert zu der Ritter Frau hin, die sie nur böse mustert und Lyria sagte nichts weiter sondern lief einfach voran. Für das was er gesagt hatte, hatte Dragan es nicht anders verdient. //Mich wieder zu den Sklaventreibern zu bringen.// Gingen ihr seine Worte durch den Kopf und sie hatte genug gelitten.
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      Bekommt dieses verdammte Lied nicht mehr aus ihrem Kopf D:
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      - Hollywood Undead <3 \^-^/
    • Größe spielte doch bekanntlich keine Rolle. Alles was zählen sollte, war der Gedanke und die tat. Alex hatte sich waghalsig zwischen die Wikinger begeben, die von Grund auf bereits 2 Köpfe größer waren als er. Doch das sollte ihn ja nicht abhalten zwischen ihnen zu verhandeln, denn er appellierte an ihren Verstand. Gleichzeitig hätte er sich auch denken können, dass die rasende Wut dieses Volkes die weisen Worte eines Gläubigen wohl nicht in Betracht ziehen wird. Auch die Valkyrie entschied sich lieber eine Drohung hinterher zu werfen. Alex musterte sie noch einmal. Zutrauen würde er es ihr alle male, nur ob man sie hier auch ließe? Alle waren stehen geblieben und schauten zu was geschah. Sie waren bereit im Notfall die Klingen zu ziehen und sie einzusetzen. Wäre nicht das erste Mal, dass Wikinger einen Konflikten auslösten, woraufhin jeglicher Gedanke zusammen zu arbeiten in sich zusammenbrach. Alex schluckte leicht, behielt aber seinen Stand zwischen den beiden. Er sah es nicht ein, warum er nur wegen seiner Größe weichen musste. Er war stark genug und auch ein grandioser Kämpfer. Er wusste was er mit seinem Schwert anfangen konnte und wie er es gegen die heimtückischen und robusten Waffen der Wikinger einzusetzen hatte.
      Auch die Worte der Frau ließen Alex nicht bei Seite gehen. Er hatte zwar keine tiefgreifende Ahnung was genau es sich mit dem Sklavenhandel und Bjarkis Kindern auf sich hatte, aber er konnte doch lernen. Man konnte es erklären und dann lösten sich vielleicht alle Probleme von selbst? Gerade als er ansetzen wollte wieder etwas zu sagen, stieß ihn die Frau bei Seite. Alex hatte nicht bemerkt, wie sich Dragan losreißen konnte mit aller Kraft, die er in den breiten Beinen sammeln konnte, raste er auf sie zu. Dabei hätte er Alex wohl einfach aus dem Weg gestoßen.
      Unsanft landete Alex daneben auf dem Boden und stieß sich dabei dummerweise die Hüfte. Keuchend sah er auf und hob noch den Arm, um Einhalt zu gebieten, dass sie doch aufhören sollten, doch Alicija ergriff seine Hand und drückte sie sanft hinunter.
      "Mach dir keine Feinde, Bruder...", sagte sie leise und kniete neben ihm, bereit ihm auf die Beine zu helfen, sobald er sich danach fühlte. Doch Alex sah lieber gebannt auf den Kräfteakt der zwei. Es waren schnelle Bewegungen voller Urmacht und ein unappetitliches Geräusch ertönte, als die Valkyrie ihr Schild packte und es dem anderen direkt ins Gesicht schlug. Dragan viel zurück auf den Hintern und versuchte trotz des blutenden Gesichts wieder auf die Beine zu kommen. Erst die feste Stimme von Jaral, ein alter Wikinger, der bereits einige Wochen mit ihnen gereist war, schien den Streit entzwei zu brechen. Alex entspannte sich, als er sah das die Valkyrie davon abließ ihrem Kontrahenten noch einmal zu schlagen oder nachzutreten. Stattdessen wandte sie sich wütend ab und wollte gehen.
      Langsam rappelte auch Alex sich auf und bedankte sich bei seiner Ordensschwester, die ihm auf die Beine half. Erst ihr unzufriedener Blick, der zwar nicht selten war, aber dennoch selten genug, verriet Alex, dass man mit ihm reden wollte.
      Die Rothaarige Frau trat an ihn heran und sprach eine wohlgemeinte Warnung aus, er solle sich aus den Angelegenheiten heraus halten, weil er sonst sicherlich zwischen den zwei Klingen dieser Kämpfer landete.
      Alex war erst überrascht, doch dann lächelte er sanft auf ihre Drohung und legte die Hände zusammen.
      "Keine Sorge um mich. Es soll meine Aufgabe sein den Frieden zu wahren. Ob der Frieden der ganzen Welt oder zwischen meinen Kameraden."
      Seine Worte waren entkräftend. Er hatte nichts gegen die Warnung oder gar Drohung, die da mitschwang. Stattdessen ging er über eine andere Seite und hoffte, dass auch sie es verstehen wird, warum er sich um alle sorgte.
      Alicija schnaubte angewidert und sah der Frau noch hinterher, bevor sie an Alex gewandt sagte: "Und du bist dir sicher unseren Auftrag richtig verstanden zu haben? Weltfrieden, Bruder...Wir sollten unsere Nasen nicht in persönliche Familienkriege der Wikinger stecken."
      Alex schmunzelte: "Wir helfen da, wo Hilfe von Nöten ist, um ein größeres Unheil abzuwenden. So ungestüm und wild oder gar unüberlegt der Anführer dieser Wikinger ist. Seine Kräfte werden wir in der Schlacht gegen Apollyon brauchen."
      "Wohl wahr...Ob als Kanonenfutter oder nicht..."
      "Alicija, deine Gedanken in letzter Zeit sind sehr...düster."
      Die Wächterin schnaubte und wandte sich ebenfalls, wie alle anderen zum weiter gehen. Man half noch Dragan auf die Beine und kümmerte sich im Laufen, um die Wunde des Mannes.
      Alex beobachtete das Ganze noch aus dem Augenwinkel, bevor er zu der Valkyrie sah, die sich von Jaral beschwichtigen lassen musste, um nicht noch wütender zu werden oder gar umzudrehen.

      Nach mehreren Stunden wandern durch die Wälder entschied man sich halt zu machen. Sie hatten wieder weite Kilometer hinter sich und die meisten hatten nicht die Ausdauer um mit dem Gepäck noch weiter zu reisen an diesem Tag. Allen voran nicht die Rinder, die den Karren zogen. Sie mussten ausruhen und etwas trinken.
    • Jaral unterhielt sich den ganzen Weg über mit ihr und sie schien von Minute zu Minute immer ruhiger zu werden.
      Hin und wieder konnte sie sogar ein leichtes Schmunzeln zeigen. Jaral war wie Bjarki, vielleicht etwas lauter und extrovertierter in seiner Art doch ein wirklich lieber Mensch. Er hatte sein Herz am rechten Fleck und Lyria war beeindruckt von seiner Stärke und seinem Auftreten. Er erzählte ihr ein wenig von sich und aufmerksam lauscht die Valkyrie seinen Worten. Sie hatte die bösen Blicke von Dragan schon komplett ignoriert und auch die Wut des Vorfalles war vollkommen dahin.
      Die Beiden wurde aufmerksam als der Anführer das Wort ergriff und festlegt das eine Pause gemacht wird. Die Krieger machten sich daran ein Lager vorzubereiten und auch Lyria half etwas mit um sich einfach auf andere Gedanken zu kommen, denn jeder kleine Gedanke an diesen Schwachkopf machte sie nur wütend.
      Also half sie etwas dabei neues Feuerholz zu besorgen und sie half etwas dabei einiges von dem Karren zu schleppen. Sie würde auf die dummen Worte ihres Anführers nicht mehr hören, der Einzige der ihr nun etwas zu sagen hatte war Jaral pder eben der Anführer des Trupps, alle Anderen würden sonst wohl nur auf taube Ohren stoßen. Sie hatte einfach keine Lust mehr auf weiteren Ärger, dafür war sie nicht hergekommen. Wobei es sich schon gut angefühlt hat dem Mann die Nase zu brechen und ihm am Boden liegen zu sehen.
      Lyria atmete tief durch als sie alles abwarf und sich dann zu ihren Sachen aufmachte. Es dämmerte leicht und im Lager herrschte nun eine ruhige und entspannte Atmosphäre. Auch einige andere Soldaten hoben kurz das Wort an Lyria und sie schienen ihr den kleinen Aussetzer zu verzeihen, was sie ziemlich erleichtert. Gerade als sie vor ihren Sachen stand wurde vernahm sie ihren Namen von Jaral. "Lyria." Rief er kurz und sofort flog ihr ein Holzstab entgegen, denn sie aus Reflex auffing. Verwundert mustert sie das Stück und ihr Blick wandert zu Jaral hin der ein breites Grinsen auf dem Gesicht hat und ebenfalls einen Holzstab in der Hand hielt.
      Lyria verstand sofort seine Anfrage und sie musste schmunzeln. Mit hochgezogener Augenbraue sah sie zu ihm rüber. "Ein Stock?"
      Fragte sie dann verwirrt und trainieren taten die Wikinger eigentlich mit richtigen Waffen. "Ich fordere die Valkyrie Bjarkis heraus. Ihre Spezialität ist der Speer, da lass ich sie doch keinen Echten in die Hand nehmen, mein altes Leben ist mir noch lieb."
      Er lachte laut und Lyria konnte über seine offene und ehrliche Art wirklich nicht aufhören zu grinsen.
      "Ich denke mein Vater hat mich etwas zu sehr angepriesen." Entschuldigte sich dann die Valkyrie mit diesen Worten und Jaral schien von ihrer Stärke wohl wirklich überzeugt. "Zeig mir das Bjarki dir alles beigebracht hat."
      Den Stock nun in beiden Händen fest umschlungen stellte er sich in leicht gehockter und fester Position hin, so als würde er seine lange Streitaxt in den Händen halten.
      Lyria lies den Spitze des Stocks auf den Boden sinken und dicht hinter ihrem Arm führte er neben ihren Kopf wieder hoch.
      Der Holstab war etwas größer als sie, ebenso wie ihr Speer. Normalerweise würde sie nun an andere Hand ihr Schild führen, doch würde es so wohl auch klappen, so ist sie mit dem Stock wohl eh schneller, da sie ihn nun mit beiden Händen führen kann.
      Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen trat sie dann mit bedachten Schritten voran. Die blassen Augen des alteren Wikinger waren wachsam und er schien mit jedem Schritt den sie tat mitzugehen. Sie war neugierig auf die Kampfkunst des großen Jaral und sie rechnet nicht damit zu gewinnen, trotzdem wird es ein vergnügen.
      Einige der Wikinger um sie herum setzten sich in unmittelbare Nähe und mustern das Schauspiel.
      Lyria atmet tief durch und konzentrierte sich, dabei lies sie den Stock langsam zwischen ihren Fingern gleiten und er drehte sich gleichmäßig hinter ihrem Rücken.
      Die Drehung und das ganze umher schwingen diente lediglich dazu dem Gegner nicht ermöglichen zu können ihren nächsten Angriff lesen zu können. Jaral war ebenso konzentriert wie sie. Da er nicht den ersten Schritt tat war es Lyria die den Holzstab schwang und zu einem Schlag ausholte, den Jaral selbstverständlich abfing. Er grinste Breit und auch Lyria musste etwas schmunzeln und mit einer kurzen Pause ging es dann ganz flüssig und schnell von Dannen. Lyria ahnte das er ein schwerer Gegner sein würde, doch so schnell hätte sie den alten Mann nicht erwartet. Er konnte schnell dem Fluss von Lyria folgen, wo die Ersten schon scheiterten. Er lies sih von Lyria nach hinten drängen, lenkte jeden Schlag jedoch von sich ab bis Lyria sich gezielt rumdreht und ihm mit dem Stock die Beine wegziehen wollte. Er wich schnell nach hinten aus und lachte. "Sehr gut!" Lobte er Lyria und er schien diese Worte auch wirklich ernst zu meinen."Du bist schnell, das ist gut." Bei Lyrias Körpergröße war es auch wirklich gut.
      "Wohl nicht schnell genug." Äußerte sie und nach einer kurzen Verschnaufpause stürmte sie wieder auf Jaral los und mit einer gezielten Drehung in der Luft lies sie den Stock kräftig auf den Boden einschlagen. Die Erde sprang durch die Wucht nach oben und Jaral drehte sich zur Seite hin und wollte ihre ungeschützten Seiten nutzen um einen Schwachpunkt zu erkennen. Lyria hatte nicht genug Zeit um den Stock wieder rumzuschwingen, also drängte sie den Stock mit ihrer Hand ab und sofort wippte der Stock wieder zurück. Lyria wollte keine Gelegenheit verpassen, also packte sie ihren Holzstab und drängte ihn gegen den Bauch. Normalerweise würde nun ein spitzes Ende aus feinsten Stahl ihn durchbohren, doch Jaral packte die "Waffe". Vermutlich hätte er auch im echten Leben einfach in die Klinge gegriffen, einfach um seinen Gegner auszulöswchen. Mit einem kräftigen Schlag brach er ihre "Waffe" in zwei. Klar das ein einfacher Stock das nicht lange durchhalten würde. Da sie nun nicht mehr von ihm festgehalten wurde wich sie nach hinten aus, doch nun übernahm Jaral die Postion des Angreifers. Er drängte Lyria mit schnell Schlägen nach hinten. Mit dem restlichen Ende ihres Stockes wehrte sie die Schläge auf der einen Seite ab und mit ihren Armschutz aus Leder die Schläge auf der anderen Seite.
      Lyria musste sich sehr konzentrieren, denn dieser alte Mann war ein Tier. Er war unfassbar schnell und seine Angriffe steckten voll so viel konzentrierter Kraft. Er verbrauchte keine unnötige Energie. Lyria war wirklich beeindruckt. Für einen kurzen Moment schien Lyria in ihre Grenzen zu geraten und ohne das sie etwas hätte tun können drängte sich der Stock gegen ihren Magen. Sie krümmte sich kurz von dem starken Schlag in die Magengrube und er war wirklich unangenehm und stärker als erwartet.
      Der nächste schnelle Schlag fiel Richtung Kopf, sie wollte diesen mit dem Rest ihrer "Waffe" abwehren doch es war zu schwach und brach unter dem Druck durch und traf mit Wucht tatsächlich ihren Kopf das sie zu Boden fiel. Es schien so als wäre Lyria ernsthaft verletzt, doch die Frau wollte sich sofort wieder auf die Beine stemmen, doch Jaral hielt sie davon ab indem er der Frau den Stock gegen den Hals drückte. Lyria währe nun bei einer echten Waffe direkt in die Klinge gestürmt, doch sie hielt inne. Sie wusste wann sie verloren hatte und sie nahm es auch hin. Sie sah in das breit lächelnde Gesicht des Mannes. "Der Sieg ist wohl mein. Tut mir leid." Erklärte er dann noch hinten dran und nickte kurz in Lyrias Richtung und ihre Schläfe blutete von dem Schlag. Jaral musste zugeben, da hat er unkontrolliert und rein instinktiv gehandelt.
      Lyria atmet schwer und sah zu dem Mann hin der sich seines Sieges so sicher war, doch Lyria wollte das nicht auf sich sitzen lassen, als der Mann den Stock weg nahm und ihr aufhelfen wollte griff die Valkyrie nach seiner Hand, doch folgten ihre Beine und sie Umschlingt nun seinen Arm und rollte sich mit samt Jaral nach hinten ab. Sie riss den Mann über sich und ruckartig prallte er mit dem Bauch auf dem Boden. Lyria war es nun die auf dessen Rücken saß und und seinen arm umschlung und diesen weit nach hinten zog. Wenn sie es wollte könnte sie ihm diesen komplett ausrenken oder gar brechen. Wenn sie es denn wollte. Jaral schnaufte angestrengt und Lyria beugte sich zu seinem Gesicht hin. "Ich denke es steht unentschieden." Meint sie und Jaral klopfte auf dem Boden damit Lyria ihm nicht vollkommen kampfunfähig macht. Sie lies den Mann los und stand auf. Sie pustet sich etwas die lästigen Strähnen aus dem Gesicht und half dem Mann auf, der nur wieder lachen musste. Er schlug mit Lyria ein und klopfte ihr lobenswert auf die Schulter. "Bjarkis Tochter durch und durch." Er lachte herzhaft und Lyria schmückte nach einer ganzen Weile ein Lächeln im Gesicht. Ihre Hand strich ihr das rote Haar aus dem Gesicht und sie wischt sich das Blut von der Schläfe. "Lass uns etwas Essen, du brauchst wieder Kraft."
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    • Der Schauspielkampf wirkte wie das Ringen zweier Bären, die zwar nur zum Spaß kämpften, doch ihre Angriffe waren ernst gemeint und so präzise gesetzt, dass es eigentlich keinen Ausweg gegeben hätte. Früher oder später wäre jemand an die jeweils andere Waffe ausgeliefert gewesen. Die Gilde sah dabei teilweise zu.
      Nur mal wieder die zwei Ritter nicht, die sich abseits aller anderen hingesetzt haben. Alex saß wie immer vor seinem Buch und versuchte sich zu konzentrieren. Ihn störten die Kampfgeräusche neben sich eher weniger. Er hätte mit seinem Buch auch inmitten eines echten Schlachtfelds seine Ruhe finden können. Hier also erst recht, wenn er wusste, dass sie kämpfenden es nur zum Spaß machten. Die Worte seines Gottes gingen im leicht über die Lippen. Er sagte es bereits wie in Trance auf, während seine Stimme noch immer fest und deutlich in den Ohren seiner Ordensschwester zu hören waren. Sie beruhigte er nämlich auch damit. So saßen die beiden auf ihren Knien und leisteten ihrem Gott gegenüber ihren Dienst und ihre Pflicht. Ein Gebet vor jeder Nacht und an jedem Morgen. Wobei so streng nahm es auch nur Alex, der wahrhaftig das Vertrauen an die Zwiesprache mit einem Gott glaubte und je länger er sich damit auseinandersetzte, desto mehr verstand er auch warum er das brauchte. Er musste sich konzentrieren und sich erhoffen, dass man ihn eines Tages verstehen wird oder jemanden gar missionieren konnte.
      Jedoch war es schwer heute. Immer wieder bemerkte er wie seine Gedanken abschweiften. Ihn ließ der Streit zwischen der Valkyrie und Dragan nicht los. Verständlicherweise war dieser Mann nicht der klügste, doch seine Kampfkraft würde notwendig sein, wenn sie etwas schaffen wollten. In jeglicher Hinsicht war es also eine wichtige Aufgabe die Moral und den Zusammenhalt des Trupps zu fordern. Eine weitere Aufgabe, die sich Alex stark ans Herz legte.
      Sobald Alicija mit ihrem Teil fertig war und sich lockerte, regte auch Alex sich. Irritiert sah sie zu ihm auf. Es war selten, dass er früher oder gleichzeitig mit ihr fertig war: "Ist etwas?", fragte sie und sah sich direkt um, befürchtete dass sie angegriffen wurden. Doch Alex beruhigte sie mit einem netten Lächeln.
      "Keine Sorge. Ich möchte nur etwas erledigen..."
      Argwöhnisch sah sie ihrem Bruder hinterher und konnte sich bereits ausmalen wohin er wollte, denn sie sah wie er direkt auf die Gruppe an Wikingern rüber lief. Er war so naiv, dachte Alicija und seufzte schwer.

      Alexander wanderte rüber. Der Kampf der zwei Wikinger war getan und sie gingen dazu über sich freundschaftlich zu umarmen und dann essen zu gehen. Eine gute Gelegenheit mit Dragan zu reden, dessen Aufmerksamkeit nun mehr auf seiner Ration lag, als auf dem Kampf oder seiner gebrochenen Nase.
      Er stellte isch zu der Gruppe hin und hob die Hände beschwichtigend, so dass man ihn nicht angriff, wobei das wohl auch sonst nicht passieren sollte. Dragan war ein breit gebauter Wikinger mit langem hellen Bart, dessen Blick allein wohl reichen würde, um den einfachen Soldat zu ängstigen. Alex' Taktik war es ihm mit Freundlichkeit und Liebe entgegen zu kommen. Er hatte Respekt vor diesem. Selbst die gebrochene Nase und die Narbe die dabei entstanden ist, erschien nur ein zusätzlicher Grund Angst vor dem Mann haben zu müssen. Alex empfand ihn aber nicht als Furcht einflößend. Nur ein verirrter Wolf dessen Ärger und Frust man in eine gute Richtung wandeln konnte.
      "Ich weiß, ich sollte eurer Meinung nicht hier sein, aber mich belastet der Streit von vorhin mit eurer Kameradin.", fing Alex schließlich an ohne weitere Floskel. Er wollte nicht zu lange um den heißen Brei herum reden und entschied sich dazu direkt zu sein.
      "Ich möchte nicht zu tief in die Materie greifen, aber ich befürchte, dass uns so ein Streit und Missgunst in der Truppe auseinander bringen wird, wenn wir den Zusammenhalt am meisten brauchen werden. Manchmal ist es einfacher sich zu entschuldigen und die Unterschiede zwischen uns zu vergessen.", Alex appellierte an Dragans Nachdenken. Der Mann sollte hauptsächlich dazu angeregt sein ein wenig über seine Beziehung mit der Valkyrie nachzudenken und sie besser zu gestalten.
      Doch der Wikinger brach in schallendes Gelächter, dass er sich sogar fast verschluckte und nur mit dem Husten aufhören konnte zu lachen.
      Alex ließ sich nicht irritieren oder einschüchtern von dessen Antwort.
      "Ja, das erscheint meist der steilere Weg zu sein.", gab der Wächter zu und legte die Hände beisammen. Er stand hier zwischen Wikingern nur in den Untergewändern seiner Rüstung. Lediglich seine Beine waren noch in voller Montur gekleidet, während er oben rum nur das Hemd und den Gambeson trug, über den Kettenhemd als auch alle Rüstungsteile kamen.
      "Es ist nicht der Weg des Herren jemanden nach seiner Vergangenheit zu beurteilen und immer darauf festzunageln."
    • Mit Jaral an der Seite tankte sie erneut Kräfte, sie schien sich mit dessen Leuten wesendlich besser zu verstehen als mit ihren eigenen Leuten, sie fühlt sich auch deutlich wohler zwischen ihnen. Ruhig unterhielten sich die Männer und man konnte nur das laute Gelächter von Dragan hören. Lyrias Wut staute sich allein bei diesen Geräusch und Lyria versuchte es zu ignorieren, doch Jaral stupst die Valkyrie kurz mit dem Ellenbogen an. Ihr Blick wandert zu dem alten Wikinger hin und sie folgte seinem aufmerksamen Blick und ihrer flog nun auch direkt zu Dragan und seinen Kämpfern hin."Ich fass es nicht." Murmelt Lyria genervt als sie zwischen diesen Tieren dann erneut diesen Ritter sah. Er war klein und ging praktisch unter zwischen den Wikingern. LYRIA macht sich wieder daran zu essen. Jaral sah zu ihr hin. "Willst du nichts unternehmen?" verwundert sah Lyria zu ihm auf. "Was soll ich denn tun? Ich habe ihn gewarnt und wenn er nich hört ist er selbst schuld." Lyria äußrt diese Worte sehr trocken und ohne jegliches Mitleid.
      So sehr sie sich aber auch nun raushalten wollte war es Dragan der sich vor dem Ritter aufbeumte und zu ihm runter sah, dann aber über ihn hinweg zu Lyria sah. "Hast du dir jetzt einen kleinen Schoßhund angeschafft der für dich den Streit schlichtet?!" Brüllt er zu swe rothaarigen und Lyria hatte so gehofft es würde nicht u m sie gehen. Die Valkyrie seufzte und horte wieder das Gelächter des Mannes und mit lauter Stimme an den Ritter gerichtet, erklärt er ihm er soll sich aus allem raushalten. Er schubste den kleinen Mann von sich weg und Lyria musste wohl oder übel zwischen gehen. Dragan würde ihn zerquetschen und so wie er sich aufspielt würde es wohl darauf hinauslaufen.
      Lyria legte ihre Schüssel aus Holz beiseite und sie lief auf Dragan zu der immer noch dabei war den Ritter zuzuweisen. Seine Stimme war unerträglich und Lyria hatte genug. So wollte kein Wort mit dem Wikinger sprechen also packte sie den Ritter am Arn und zog ihn einfach weg.
      Sie nahm den Mann zu Seite und sah ihn finster an. "Was soll das?! " Fragte sie mit grimmiger Miene und sie sah zu dem Mann runter. "Ich hab dir gesagt du sollst dich raushalten, mit deinen gutmütigen Worten und Predigen wirst du nichts bewirken, also halt dich aus diesem Streit raus. Dragan ist ein Schwachkopf und Worte bewirken rein gar nichts. Wenn dir dein Leben lieb ist, halte dich einfach aus Sachen raus von denen du keine Ahnung hast." Lyria sah ihn mit wütender Miene an und er schien wirklich lebensmüde und Lyria hatte schon zu viel mit ihm gesprochen.
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      Bekommt dieses verdammte Lied nicht mehr aus ihrem Kopf D:
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