The Enchanter [Asu&Pumi]

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    • The Enchanter [Asu&Pumi]

      Schottland - 2017

      Städte wirken auch heute noch auf die Entdecker in unseren Reihen spannend. Fernab von den großen Einkaufs- und Hauptverkehrsstraßen hatten kleine Geschäfte noch die Möglichkeit, sich anzusiedeln und ihre Leistungen anzubieten. Manchmal spricht sich auch der ein oder andere Laden herum, sodass dieser nur von seiner Kundschaft leben konnte, die zufällig vorbei kamen oder gezielt durch Hörensagen das Geschäft aufgesucht hatten. Denn gerade diese kleinen Läden könnten schon fast etwas Magisches haben.


      Eine kleine Glocke klingelte leise, wann immer jemand das Geschäft betrat, sei es nun aus Zufall oder aus Absicht. Ganz hinten im Laden, in einem kleinen Hinterzimmer, ließ ein Mann, der nicht älter aussah als 30, ein silbernes Medaillon auf den Tisch vor sich gleiten. Er strich sich seine dunklen, gelockten Haare aus dem Gesicht und band sie mit einem Leinenfaden am Hinterkopf zusammen. Man mochte ihn als altmodisch bezeichnen - trug er doch einen Hosenanzug mit dunklen Hosenträgern auf einem weißen Hemd. Entgegen jeder Vermutung thronte keine Brille auf seiner Nase, die dunkelbraunen Augen glitzerten noch immer nach all den Jahren hell und wach.

      Als er sein Arbeitszimmer verließ und in das große Empfangszimmer kam, entdeckte er direkt die junge Frau, die sich auf dem mit rotem Samt bezogenen Sessel niedergelassen hatte. Sie sah fürchterlich aus; Die Haare waren fettig, die Augen unterzogen von enormen lila Augenringen. Die Augäpfel waren gerötet ebenso wie ihre Nasenflügel. Man könnte meinen, sie habe vor kurzem noch geweint. Ihre Kleidung ließ auf einen niederen Stand schließen, vielleicht war sie sogar obdachlos.

      "Miss?", fragte er vorsichtig, wohl bewusst um seine weiche melodische Stimme, "möchten Sie vielleicht ein Taschentuch?"

      Die Frau schüttelte schlicht den Kopf, aber richtete den Blick nun auf den Mann. "Sie hatten mir noch keinen Preis genannt, als ich das Medaillon gebracht habe..."

      Der Mann lächelte. Kurz darauf kam er mit dem silbernen Medaillon aus dem Hinterzimmer zurück und gab es der Frau, die ein schäbiges Portemonnaie aus ihrer zerschlissenen Jeans zog. Er konnte sehen, als sie es aufklappte, dass dort nicht mehr als ein paar Pfund drin waren. Folglich war seine Annahme richtig gewesen.

      Er setzte sich ihr gegenüber in den zweiten Sessel und überschlug die Beine. "Sie schulden mir nichts."

      "Aber ich muss Sie doch für Ihre Arbeit bezahlen."

      "Sehen Sie sich es erst einmal bitte an, bevor Sie meine Arbeit akzeptieren."

      Ohne Widerworte untersuchte sie ihr Schmuckstück und klappte es auf. Darin war ein Bild von einem Baby, gegenüber auf der Innenseite des Deckels hatte er den Namen des Kindes und das Geburtsdatum eingraviert. Ober- und unterhalb des Namens zierten verschlugene Linien das Silber, die ein seltsames Muster zu beschreiben schienen. Die Finger der Frau glitten über die Gravur, mit einem leisen Geräusch rümpfte sie die Nase. Dies war Bezahlung genug für ihn. Er wollte keiner Frau, die gerade ihr erstes Kind verloren hatte, auch noch Geld dafür abnehmen. Nein, seine Aufgabe war eine andere.

      Während sich die Frau mehrmals bei ihm bedankte und dann den Laden verließ, begleitete er sie bis zur Tür. Er achtete wohl darauf, nicht die Türschwelle zu übertreten, als er ihr die Tür offen hielt. "Möge es Ihnen Frieden schenken." Mit diesen Worten entließ er die Frau wieder in ihre eigene Welt.

      Was sie nicht wusste, war, dass er das Handwerk der Magie verstand. Das, was die wenigstens in der heutigen Zeit noch verstanden oder gar zu glauben mögten, war seine Berufung. Er versah Dinge mit besonderen Werten, damit sie ihren Besitzern das brachten, was sie am dringensten benötigten. Der Frau hatte er eine Guilloche gestochen, die ihre Trauer lindern würde, damit sie nicht daran zerbrach. Dies war sein einzig wahres Handwerk, und obwohl niemand daran glaubte, sprach es sich herum, dass seine Werke wahrhaft magisch waren.


      Steckbrief

      Name
      Alter
      Job
      Infos
      Aussehen

      @Insane Pumpkin



      "I rather trust and regret than doubt and regret"
    • Name: Finlay Morrison

      Alter: optisch um die 30

      Job: Besitzer des Engravers

      Infos: Die Läden um sein Geschäft herum können sich nicht mehr daran erinnern, seit wann Finlay das Geschäft eigentlich führt. Seltsamerweise wundert sich auch niemand darüber, dass er scheinbar schon immer um die 30 war und blieb. Man weiß nur, dass er nie außerhalb seines Geschäfts gesichtet wurde und Lebensmittel, etc. immer per Post zu sich bestellte. Er versteht sich ansonsten mit den benachbarten Geschäften sehr gut, selbst wenn er der Einzige war, der nie einen Auszubildenden oder auch nur einen Praktikanten hatte.

      Seine recht ruhige und freundliche Art sorgte dafür, dass trotz des winzigen Ladens und der doch recht altmodisch wirkenden Einrichtung auch junge Leute seinen Laden besuchten. Zwar konnte man nie von einem hohen Andrang sprechen, allerdings konnte sich Finlay irgendwie trotzdem über Wasser halten. Außenstehende wissen nicht, was er mag oder verabscheut, denn er spricht sehr selten über sich oder seine Vergangenheit.


      Das Bild zeigt ihn, als er noch etwas jünger war. Nun sind seine Haare etwas länger, und seine Gesichtszüge sind etwas weicher geworden.



      "I rather trust and regret than doubt and regret"


    • Name:
      Matthew "Matt/Matty" Willingham

      Alter:
      27

      Job:
      Comicbook Illustrator

      Infos:
      Matt war schon immer der typische Nerd: Comics, Videospiele, Tabletops und seltsame Kostümierungen. Das machte ihn natürlich zum Ziel von den "coolen" Kids. Immer mal wieder nahm es ihn ziemlich mit, aber er war zu fröhlich, alss dass es ihn lange runterziehen konnte. Er hatte nicht viele, aber sehr gute Freunde. Jedes Wochenende tragen sie sich und lasen Comics, spielten Dungeons and Dragons, hatten Spaß. Sein Leben war nicht perfekt, aber er genoss es. Er war schon immer ein Fan von all diesen Fantasy-Settings. Besonders fasziniert war er aber von Magie. Er glaubt noch heute daran, dass es so etwas geben muss, die Welt ist zu wundervoll, um keine zu haben. Woher sollte er denn auch wissen, dass er sie schon längst sah?
      Eines Tages wurde seine optimistische Art allerdings ziemlich auf die Probe gestellt. Auf dem Heimweg von der Schule erfasste ihn ein Auto, der Fahrer betrunken. Er erinnert sich nicht an viel, nicht den Aufprall, nicht den Schmerz, selbst die ersten Tage im Krankenhaus sind ihm entfallen. Doch es sollte sein Leben für immer verändern. Seine Stimmbänder nahmen erheblichen Schaden und selbst nach Jahren an Therapie kann er nur schwer Worte formen. Außerdem ist er auf dem linken Auge praktisch blind.
      Es dauerte eine Weile, aber irgendwann kehre seine Fröhlichkeit zurück und er war wieder er selbst,abgesehen von diesen kleinen Einschnitten. Seine Freunde waren eine unglaubliche Hilfe. Sie lernten sogar mit ihm gemeinsam die Gebärdensprache! Heute ist er immer noch der Dungeon Master der Gruppe und zeichnet für verschiedene Leute Comics. Er entwirft nicht die Geschichten, die erzählt werden, nur wie sie aussehen. Im Hintergrund arbeitet er aber auch an seinem eigenen Comic und er illustriert die Abenteuer seiner D&D Gruppe. Noch immer lässt er sich dabei von dem inspirieren, was er in der Welt sieht, auch von der Magie.

      Aussehen:
      Aufgrund des Unfalls hat er an Hals, Schläfe, Schulter und Brustkorb einige Narben. Sie beschränken sich auf das obere linke Viertel seines Körpers. Am deutlichsten sind natürlich die an Hals und Gesicht. Am Hals hat er drei geradlinige Narben, die sich teils überschneiden. An der Schläfe sind es eher kleinere Einschnitte, die sich auch durch die Augenbraue bis hin zum Nasenrücken ziehen. Die Spur, die sie auf seinem Gesicht hinterlassen sind Beweis für das Trauma, dassein Auge erlitten hat. Dem Auge selbst sieht man nichts an.