Bound by Fire and Fate (by RoyalMilkTea & yuyuumyn)
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Es sind bereits zwei Wochen vergangen... zwei Wochen seit dem verhängnisvollen Tag, der das Leben des Thronprinzen für immer verändern sollte.
Die ersten Sonnenstrahlen der aufgehenden Sonne bahnten sich langsam ihren Weg durch die dichten Baumkronen und erweckten das Leben innerhalb des dunklen Walds.
Die Vögel begannen ihre Lieder zu zwitschern und Kleintiere huschten durch das Unterholz auf der Suche nach Nahrung.
Alphinaud war bereits auf den Beinen - natürlich war er das. Denn der Prinz blieb nie länger als nötig an einem Ort. In Bewegung zu bleiben hieß zu überleben. Unachtsamkeit könnte seinen Tod bedeuten.
Sein Magen knurrte, doch er ignorierte es. Sein Blick war starr geradeaus gerichtet, ohne seine Umgebung auch nur einen kleinen Moment aus den Augen zu lassen.
Eine Hand ruhte locker auf dem Griff seines Schwertes. Bereit es jederzeit zu ziehen, sollte die Situation es fordern. Auch wenn er kein Blut vergießen wollte, würde er es tun, um sein eigenes Lebens zu schützen.
Bei dem Gedanken biss er seine Zähne zusammen. Er ist nicht wie er. Er würde kein unschuldiges Leben nehmen, um einen eigenen Vorteil daraus zu ziehen. Niemals.
So ging er weiter, bis plötzlich... ein falscher Schritt folgte, der Boden unter seinem Gewicht nachgab und er geradewegs in eine versteckte unterirdische Höhle fiel.
Mit einem dumpfen Aufprall, landete er mit dem Rücken auf dem harten Boden, was ihn erstmal Luft ringen ließ. War das hier etwa eine Falle?!
Er brauchte einen ganzen Moment um sich zu fassen, zwang sich dann aber, sich wieder aufzurichten und umher zu blicken. Er war allein - so glaubte er es zumindest im ersten Moment. Keine Männer seines Onkels. Keine Kopfgeldjäger oder der Gleichen.
Mit einem zittrigen Atemzug und wackeligen Beinen, stand er langsam auf, bis er plötzliches etwas hörte: ein tiefes und gleichmäßiges Atmen. Und das direkt hinter ihm.
Er wirbelte herum und entdeckte einen riesigen schlafenden Drachen. Erschrocken weitete Alphinaud und wich mit einem kurzen erschrockenen Schrei zurück. Mit seinem Schwert bereits gezogen, wartete er jeden Moment darauf angegriffen zu werden, doch... nichts passierte.
Es vergingen Sekunden, Minuten... und noch immer schlief der Drache. Langsam, ganz langsam, senkte Alphinaud sein Schwert wieder und schaute sich den Drachen ein wenig genauer an.
"Ist das etwa... ein Drache? Dann sind die Legenden also wahr... das hier muss wohl der letzte von ihnen sein... oder?", dachte er und trat dann vorsichtig einen Schritt näher, um sich den Drachen nun noch genauer anzuschauen. Warum wacht er nicht auf?... Wie sich die Schuppen wohl anfühlen?
Die Fragen und Neugierde, des Prinzen gewannen schließlich die Überhand. Denn langsam hob er seine Hand und legte diese vorsichtig an die Schnauze des Drachen...
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Neu
„... du wirst geweckt werden, wenn die Zeit gekommen ist. Von jemandem, dessen Schicksal eng mit dem deinen verbunden sein wird...“
Das waren die letzten Worte, die Drawager immer und immer wieder durch den Kopf gegangen sind, jene Worte, mit denen er sich letztendlich schlafen gelegt hatte, mit einem Funken Hoffnung im Herzen, von dem er hoffte, dass es zu einer Flamme heranwachsen würde, sobald er aus seinem tiefen Schlaf erwachen würde.
Jahrhunderte lang hatte der große Drache geschlafen, verborgen im Untergrund, in einer von Kristallen und Edelsteinen erleuchteten Höhle, verborgen von allen anderen Wesen und mit einer Magie getränkt, die andere unbewusst dazu brachte den dunklen Wald, der über seiner Höhle wuchs, zu meiden.
Solange, bis dieser Jemand kommen und ihn wecken würde.
Und dieser Jemand war ein junger Elb, dessen Hand Drawager nun auf seiner Schnauze spürte. Doch er spürte mehr, als nur diese unscheinbare Berührung. Etwas in seinem Inneren reagierte sofort auf diese unscheinbare Berührung und der Drache gab ein tiefes Grollen von sich, bevor er die Augen öffnete.
Die Stelle, an der der Elb den Drachen berührte, wurde schlagartig heiß, als würde sich diese Berührung versuchen in ihn einzubrennen, jedoch verletzte diese Hitze ihn nicht, verbot ihm schlicht und einfach los zu lassen.
Langsam bildete sich das Symbol einer abstrakten Flamme auf dem Handrücken des jungen Elben, elegant geschwungene Linien, ein Zeichen für den Pakt, den sie gerade eingegangen waren.
Selbst als der Elb wieder in der Lage war die Hand von seiner Schnauze zu nehmen, konnte Drawager doch noch immer eine Verbindung zwischen sich und dem Neuankömmling spüren.
Während er vor allem Angst und Unsicherheit bei dem Elben spüren konnte, verspürte der Drache Neugierde. Und ein tiefes Gefühl von einem Neuanfang, auch wenn er noch nicht so recht wusste, was in diesem Moment begann, er kämpfte sich noch immer aus dem Schlaf.
Er wusste nur, dass ihm dieser Moment Prophezeit worden war.
„... wie ist dein Name, Elb?“, wollte der Drache wissen, sprach jedoch durch die Gedanken des Anderen, statt seinen Mund zu bewegen.01001000 01100101 01110010 01100101 00100000 01110100 01101111 00100000 01100100 01100101 01110011 01110100 01110010 01101111 01111001 00100000 01110100 01101000 01100101 00100000 01110111 01101111 01110010 01101100 01100100 -
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Alphinaud erstarrte, als von dem Drachen plötzlich ein tiefes Grollen ausging und dieser dann schließlich auch die Augen öffnete.
Hitze schoss durch seine Hand - welche noch immer auf der Schnauze des Drachen ruhte - und breitete sich in seinem gesamten Körper aus. Er wollte seine Hand wieder wegziehen... doch irgendwas hinderte ihn daran.
Die Augen des jungen Prinzen wurden noch größer, als sich plötzlich ein Symbol auf seinem Handrücken bildete, welches ihn bereits auf dem ersten Blick an eine Flamme erinnerte. Was hatte das alles nur zu bedeuten?
Tausende Fragen schossen ihm durch den Kopf: Was passiert hier? Was ist das für eine Hitze? Was ist das für ein Symbol? Warum wurde er nicht von dem Drachen angefriffen? Wie lange ist der Drache wohl hier in dieser Höhle gewesen?
Bevor Alphinaud seine Fassung wiedererlangen konnte, schoss plötzlich eine weitere Frage durch seinen Kopf. Doch wurde diese von einer Stimme gestellt, die nicht seine eigene war.
Die blauen Augen des Prinzen trafen nun direkt auf die des Drachen und in dem Moment war sich Alphinaud sicher... das er es gewesen sein muss, der ihm gerade diese Frage gestellt hat.
In seiner Kindheit hatte sein Onkel ihm viel über die Drachen erzählt und beigebracht. Er konnte sich daran erinnern, wie traurig er immer gewesen war, dass sie eines Tages vor vielen Hunderten von Jahren einfach verschwanden und nur noch zu Legenden in alten Geschichten wurden.
Ein langer, stiller Herzschlag verging, ehe Alphinaud sich schließlich zu seiner Antwort bewegte. "Mein Name ist Alphinaud.", sprach er langsam und noch immer zog er seine Hand nicht von der Schnauze des Drachen nicht weg. Die Hitze die durch seinen Körper fuhr war... angenehm und dann war da noch etwas... der Drache wirkte auf eine Art und Weise vertraut, die Alphinaud sich selbst nicht erklären konnte.
Dann erinnerte sich an etwas. Daran, das Drachen von Natur aus Wesen waren, denen man immer mit Respekt und Höflichkeit gegenübertreten sollte.
Langsam senkte Alphinaud seinen Kopf und beugte seinen Oberkörper zu einer Verneigung herunter. "Darf ich nach nach Eurem Namen fragen?... und was ist das Symbol auf meiner Hand? Es tut mir leid, wenn ich Euch aus Eurem Schlaf geweckt habe.", sprach er mit ruhiger Stimme und hielt dabei seinen Blick gesenkt.
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Neu
„Mhmmm... komischer Name.“, raunte Drawager, der einfach aussprach, was ihm so durch den Kopf ging, während er sich etwas näher heran beugte und den Kopf zur Seite drehte, um den – im Gegensatz zu ihm – kleinen Elb besser betrachten zu können. In seinen Augen war Alphinaud nicht größer als eine Ameise und er beschloss sich fürs erste nicht zu bewegen, er wollte ihn ja nicht versehentlich zerquetschen.
„... wie höflich. Du kannst mich einfach Drawager nennen und ich bin dir nicht böse, dass du mich geweckt hast. Du warst dazu bestimmt mich eines Tages zu wecken... ich weiß jedoch nicht mehr, warum.“, legte der Drache den Kopf schief und schien selber erst mal über seine eigenen Worte nachdenken zu müssen. Er war sich nicht einmal sicher, ob er jemals gewusst hatte, wieso der Elb ihn aufwecken sollte.
Er musste ewig geschlafen haben, vielleicht um die hundert Jahre? Sein Körper fühlte sich an, als hätte er sich seit Ewigkeiten nicht mehr bewegt.
„Das Symbol auf deiner Hand ist der Beweis dafür, dass wir einen Pakt eingegangen sind.“, erklärte der Drache oberflächlich, bevor sich dieser plötzlich in Luft auflöste und stattdessen ein junger Mann mit langem Haar vor ihm stand, aus dessen Kopf Hörner wuchsen und dessen Schweif hinter ihm ruhte. Drawager hielt nun seine eigene Hand gegen die des Anderen.
„Siehst du? Ich habe auch ein solches Symbol.“, zeigte er dann Alphinaud wie zum Beweis die Rückseite seiner Hand.
„Das bedeutete, dass unsere Seelen miteinander verbunden sind. Du kannst meine Gedanken hören und meine Gefühle spüren, nicht wahr?“, fügte er hinzu.01001000 01100101 01110010 01100101 00100000 01110100 01101111 00100000 01100100 01100101 01110011 01110100 01110010 01101111 01111001 00100000 01110100 01101000 01100101 00100000 01110111 01101111 01110010 01101100 01100100
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