「 ✦ Tochter der Blutmagd ✦ 」☾Alea✞Nim☽

    Aufgrund einer größeren Serverwartung kann es aktuell zu vereinzelten Fehlern kommen. Meldet diese gerne unter: https://www.anime-rpg-city.de/index.php?board/7-fragen-ideen-und-probleme/

    • 「 ✦ Tochter der Blutmagd ✦ 」☾Alea✞Nim☽

      ◂ ❚ ⊱ꕥ⊰ ❚ ▸

      Die Tochter der Blutmagd


      Die 19-jährige Claire lebt zwischen zwei Welten, die kaum gegensätzlicher sein könnten.
      Tagsüber studiert sie Journalismus und Medienkommunikation und arbeitet als ehrgeizige Praktikantin bei The London Pulse, einem hippen Stadtmagazin. Sie schreibt über Trends, porträtiert die kreative Szene Londons und träumt davon, eines Tages als Redakteurin oder Freelancerin große Reportagen zu veröffentlichen.
      Während der Semesterferien besucht Claire ihre Mutter, die noch immer in einer schäbigen Wohnung in den ärmeren Vierteln nahe Londons lebt. Doch schon nach kurzer Zeit wird Claire auf ein merkwürdiges Doppelleben aufmerksam. In der Wäsche tauchen plötzlich teure Designerstücke auf, Einladungen zu exklusiven Clubs liegen bereit, Orte die sich in keiner öffentlichen Karte der Stadt finden lassen. Am verstörendsten jedoch ist ein filigranes Brandmal im Nacken ihrer Mutter, das im Mondlicht in einem schwachen, pulsierenden Violett zu glimmen beginnt. Getrieben von Sorge und ihrem journalistischen Instinkt folgt Claire ihrer Mutter eines Abends durch die regennassen Straßen. Sie beobachtet, wie diese in einem unscheinbaren Hinterhof verschwindet und entdeckt dort ein verborgenes Portal. Mit einem Schritt verwandelte sich die vertraute Realität in eine fremde, opulente Welt aus Schatten, Samt und Blut.
      Dort erfährt Claire die grausame Wahrheit:
      Ihre Mutter ist eine Blutmagd, gebunden durch einen unwiderruflichen Blutvertrag an einen Herrschervampir. Sie hat ihr Leben und ihre Seele in einem Handel aus Luxus, Schutz und Einfluss ihrem Meister verschrieben.
      Mehr noch: Auch Claire selbst gehört zu einer extrem seltenen Blutlinie - den Venus-Vesseln. Ihr Blut wirkt auf Vampire wie eine berauschende Droge, macht sie schneller, stärker und nahezu unbesiegbar. Von einem Moment auf den anderen ist Claire nicht mehr nur Zeugin, sondern die wertvollste Beute und zugleich eine mächtige Spielfigur in einem Reich voller Intrigen, Hierarchien und tödlicher Regeln.
      In den Schatten dieser Welt begegnet Claire Lillith, der jüngsten Tochter des Herrschervampirs. Lillith ist fasziniert von Claires Mut, ihrem Widerstand und der Macht, die in ihrem Blut schlummert. Ein riskanter Pakt entsteht: Bleibt Claire einen vollen Mondzyklus im Reich und unterwirft sich den Regeln des Hofes, wird Lillith versuchen, den Vertrag ihrer Mutter zu lösen.
      Doch kaum ist dieser Handel geschlossen, kreuzt Alexiel, Lilliths älterer Bruder, ihren Weg. Sein Blick verrät, dass er die Macht in Claires Adern längst erkannt hat und bereit ist, sie für seine eigenen Ziele zu nutzen.
      Gefangen zwischen Loyalität, Gefahr und Verlockung reift in Claire ein neuer Entschluss. Sie will nicht nur ihre Mutter retten. Sie will das System der Blutmägde verstehen, seine Regeln hinterfragen und einen Weg finden, sich von den Ketten der Brandmale zu lösen. Denn nur wer die Ursprünge kennt, kann seine Freiheit zurückgewinnen. Während die Nächte dunkler werden, begreift Claire, dass sie längst nicht mehr nur um ihr Leben kämpft.
      Sie kämpft um ihre Zukunft, ihre Familie... und ihre eigene Identität.


      ◂ ❚ ⊱ꕥ⊰ ❚ ▸
      Zentrale Begriffe des Vampirreichs

      Zentrale Begriffe des Vampirreichs

      Blutmagd
      Eine Blutmagd ist eine menschliche Frau, die durch einen bindenden Blutvertrag exklusiv an einen Vampir gebunden ist. Sie dient ihm durch Blut, Nähe und absolute Loyalität und trägt dauerhaft sein individuelles Brandmal.
      Im Gegenzug erhält sie Schutz, privilegierten Zugang zu Reichtum und – sofern erlaubt – die Möglichkeit, tagsüber ein scheinbar normales Leben in der Menschenwelt zu führen.
      Der Vertrag kann ausschließlich vom Vampir selbst gelöst werden.
      Nicht jede Frau ist kompatibel. Blutmägde besitzen eine seltene biologische Disposition, die sie für Vampire besonders begehrenswert macht. Innerhalb dieser Gruppe existieren klare Rangstufen.

      ♡Ränge der Blutmägde♥
      Dornen-Grad
      Der Dornen-Grad markiert den niedrigsten und instabilsten Reinheitsgrad. Das Blut ist roh und ungeschliffen – für Vampire anregend, aber unberechenbar. Blutmägde dieses Grades dienen meist niederen oder adligen Vampiren und gelten als austauschbar. Viele überstehen diese Phase nicht.

      Blüten-Grad
      Im Blüten-Grad beginnt sich das Blut zu stabilisieren. Es entfaltet einen verführerischen Geschmack und eine zuverlässige Wirkung. Vampire empfinden es als stärkend, ohne die Kontrolle zu verlieren. Blutmägde dieses Grades genießen bessere Unterkünfte und begrenzte Privilegien.

      Rubin-Grad
      Der Rubin-Grad kennzeichnet außergewöhnliche Blutqualität. Das Blut ist intensiv, suchterzeugend und machtvoll. Vampire, die regelmäßig davon trinken, gewinnen an Stärke, Regeneration und emotionaler Bindung. Rubin-Blutmägde besitzen hohen politischen Wert und werden bewacht oder gehandelt.

      Venus-Vessel (die Vollendung)
      Ein extrem seltener Reinheitsgrad. Das Blut einer Venus-Vessel gilt als Delikatesse, die selbst hochadlige Vampire süchtig macht. Es verstärkt körperliche wie übernatürliche Fähigkeiten massiv.
      Venus-Vessels gelten als biologische Anomalien, da sie direkt oder über mehrere Generationen Vampirblut in sich tragen. Sie sind das wertvollste Gut des Reiches – begehrt, bewacht und gefürchtet.

      Brandmal

      Ein magisches Zeichen des Besitzes, das beim Abschluss eines Blutvertrags entsteht. Es verbindet Blutmagd und Vampir dauerhaft und reagiert auf Nähe, Machtentfaltung und emotionale Zustände. Jedes Brandmal ist einzigartig und nicht übertragbar.

      Leibwache
      Menschliche Kämpfer oder Demi-Vampire, die zum persönlichen Schutz adliger Vampire eingesetzt werden. Leibwachen genießen begrenzte Privilegien, sind jedoch vollständig weisungsgebunden.

      Opferlamm
      Menschen ohne Bindungsfähigkeit. Ihr Blut ist genießbar, aber nicht vertragsfähig. Sie dienen ausschließlich als einmalige Nahrungsquelle.

      Drittes Auge
      Menschliche Agenten der Vampire, die unerkannt in der Menschenwelt leben. Sie observieren, rekrutieren geeignete Kandidatinnen für Blutverträge und beschaffen Informationen. Ihr Wert liegt in Unauffälligkeit und Loyalität.

      ♕Vampirische Hierarchie♕
      Demi-Vampire

      Ehemalige Menschen, die von adligen Vampiren verwandelt wurden. Sie besitzen begrenzte Fähigkeiten und dienen als Wachen, Boten oder Verwalter.

      Niedere Vampire
      Das einfache Volk des Reiches. Sie verfügen über minimale übernatürliche Kräfte und unterliegen strenger Kontrolle durch den Adel.

      Neumond-Vampire
      Ehemalige Blutmägde, die die Verwandlung überlebt haben. Ihre Erschaffung gilt als riskantes Experiment. Sie dienen meist als persönliche Dienerinnen oder Kammerzofen ihres Schöpfers.

      Adlige Vampire
      Der erste Rang mit ausgeprägten übernatürlichen Fähigkeiten. Adlige dürfen Blutmägde binden, sind jedoch noch anfällig für bestimmte Schwächen.

      Hochadlige Vampire
      Abkömmlinge der Herrscherlinie. Sie verfügen über enorme Macht und politische Autorität, tragen jedoch noch bekannte Schwächen.

      Herrschervampire
      Nur fünf alteingesessene Familien gehören zu diesem Kreis. Sie gelten als die Urväter und -mütter des Reiches. Nahezu unverwundbar, Ursprung aller Blutlinien. Ihr Wille ist Gesetz.

      Die verhängnisvolle Prophezeiung des Niedergangs:
      Es wird eine Zeit kommen,
      in der das Kind zweier Welten geboren wird –
      geformt aus dem Exil der Alten.
      Sie trägt das Erbe jener,
      die einst den Abgrund erschufen,
      und in ihren Adern schimmert
      das Prisma der unverfälschten Wahrheit.
      Wenn der Funke am Scheiterhaufen der Lügen entfacht wird,
      wird die Mauer des Schweigens zerbrechen.
      Was lange in die Schatten verbannt war,
      wird mit der Sonne selbst kollidieren.
      Denn jene Macht, die die Welten einst trennte,
      wird sie auch wieder vereinen.
      Und im Augenblick vollkommenen Einklangs
      wird das Reich der ewigen Nacht
      im Licht der Wahrheit vergehen.

      ◂ ❚ ⊱ꕥ⊰ ❚ ▸
    • Der Regen strömte erbarmungslos vom Himmel und peitschte gegen die Ziegelwände der Londoner Hinterhöfe. Im schummrigen Licht der Nacht war es schwer, der Gestalt vor ihr zu folgen schwerer noch bei diesem undankbaren Wetter. Die Blonde glitt durch die verwinkelten Wege und Gassen, und Claire hatte Mühe, ihre Mutter im Blick zu behalten.
      Magdalena bewegte sich durch den herbstlichen Dunst wie eine Erscheinung aus Glas und Schatten. Lautlos, beinahe schwerelos. Ihr dunkler Mantel schien das wenige Licht zu verschlucken, und jeder ihrer Schritte wirkte weniger real als der vorherige, als würde sie sich allmählich aus der Welt der Lebenden lösen. Sie sprach mit niemandem. Sie sah nicht zurück. Die Straßen wurden enger, gedrängter, bis sie schließlich im verwaisten Industrieviertel am Rand der Stadt mündeten. Rostige Gerippe alter Fabriken ragten in den Himmel wie gebrochene Rippen, und zwischen ihnen lag eine Stille, die schwerer wog als der Regen. Am Ende einer Sackgasse, dort, wo selbst das Wasser zögerte, stand eine alte Holztür. Bretter waren notdürftig davor genagelt, als hätte jemand versucht, etwas einzusperren, das sich nicht einsperren ließ.
      Magdalena legte die Hand auf das morsche Holz. Die Tür öffnete sich ohne Widerstand. Claire folgte ihr und mit einem einzigen Schritt ließ sie die Kälte Londons hinter sich.
      Die Luft veränderte sich. Der Regen verstummte. Stattdessen umfing sie ein Geruch nach feuchter Erde, Moder und langsam verrottenden Blüten. Zunächst glaubte sie, in einem verfallenen Gartenhäuschen gelandet zu sein, doch etwas daran stimmte nicht. Die Stille war zu dicht. Zu aufmerksam.
      Als sie sich dem Fenster näherte, stockte ihr der Atem. Der Himmel war nicht grau. Er war violett getrübt, dunkel und verwunschen, durchzogen von Wolkenschwaden, hinter denen ein Mond hing, der ihr auf verstörende Weise vertraut erschien.
      Erst jetzt erkannte sie, was der Raum wirklich war. Das Häuschen war eine Gruft – alt, reich verziert, von Runen überzogen und von moosigem Stein umarmt. Es stand am Rand eines Schlossgartens, der wirkte, als sei er einem Albtraum entsprungen. Blumen ohne Duft neigten ihre dunklen Köpfe, ihre Blüten so tief gefärbt wie getrocknetes Blut. Schwarze Steinwege zogen sich in strenger Geometrie durch das Gelände und führten auf ein Schloss zu, dessen Türme sich wie knochige Finger gegen den Himmel reckte. Ein Schauder durchfuhr Claire, doch er war nicht nur Furcht. Alles an diesem Ort verzerrte ihre Wahrnehmung von Raum und Zeit. Die feinen Steinmetzarbeiten, zart wie Spitzenstoff. Die hohen Fenster, hinter denen schwere Samtvorhänge ruhten wie schlafende Schatten. Es war, als hörte sie ein vergessenes Kinderlied. Eines, das ihre Mutter ihr nie vorgesungen hatte und dessen Melodie dennoch tief in ihrem Blut verankert war.
      Das Schloss empfing sie schweigend. Das Tor schloss sich hinter ihr. Nicht mit einem Knall. Nicht einmal mit einem Laut. Es fiel einfach ins Schloss, als hätte des Gemäuer selbst entschieden, dass Claire nun dazugehören sollte. Der Klang war kaum mehr als ein Seufzen aus Holz und Metall ...sanft, endgültig und unwiderruflich. Die Blonde fuhr herum. Ein Zurück gab es vorerst nicht mehr. Blieb nur der Weg nach vorn. Also bewegte sie sich schleichend durch seine Korridore, die von Fackeln erhellt wurden, deren Flammen kein Geräusch machten. Die Wände erzählten Geschichten in Bildern: kniende Gestalten, erhobene Kelche, altertümliche Aufmachungen... Hier war Zeit kein Fluss, sondern ein regloser Teich ohne Grund. An einer Biegung verlor sie Magdalenas Spur. Na großartig! Jetzt war guter Rat teuer. "Oh... Wen haben wir denn da?" säuselte eine Stimme zuckersüß und gleichzeitig mit einen Unterton so scharf wie zerbrochenes Glas. Reflexartig fuhr sie herum, doch es war niemand zu sehen. "Du gehörst nicht hier her kleines Menschlein." Von Oben! Diese Stimme kam von- ?! Ihre grünen Augen wagten es kaum den Weg an die Decke zu werfen. Auf einer Uhralten und viel zu dramtisch gestalteten Standuhr hocke ein Mädchen.... oder...etwas, das auf den ersten Blick wie eines wirkte. Ihre Füße baumelten über den Rand und präsentierten ihre zierlichen Knöchel. So süß und kindlich sie ihre rosanen Augen auch anfunkelten, irgendeine Vorahnung schrie in der jungen Frau dass dieses Kind keines war. Das Mädchen machte einen tiefen Atemzug. Dann war es Claire als wäre sie in einen Sekundenbruchteil von der Uhr verschwunden und direkt vor ihr aufgetaucht. Ihr breites Grinsen sorgte dafür das sich jeder Musekl der Blonden verkrampfte. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht. "Ich hab dich schon von weiten gerochen, aber nur um noch einmal sicher zu gehen..." Bevor Claire reagieren konnte, griff Lillith nach ihrem Handgelenk. Der Griff war nicht fest, nicht brutal eher neugierig, prüfend, wie der eines Kindes, das ein neues Spielzeug entdeckt. Doch in dem Moment, in dem sich ihre Haut berührte und ihren Daumen merkwürdig auf ihre Pulsader presste, durchzuckte Claire ein scharfes Ziehen, tief unter der Oberfläche, als hätte etwas Unsichtbares in ihrem Blut geantwortet. Die Augen des Kindes leuchteten auf. "Hihi..", hauchte sie, diesmal ehrfürchtig. "Das bist du also wirklich." Sie zog Claire mit sich, fort von der Schwelle, hinein in den Raum aus Seide, Glas und Knochen. Die Tür hinter ihnen war nun endgültig nur noch Erinnerung.
      "Keine Angst.", flüsterte sie verspielt, ehe sie den Kopf leicht schief legte. "Ich werde dich nicht kaputt machen....noch nicht."
    • Plopp. Plopp. Die letzten dicken roten Tropfen des Blutes der hübschen Frau, mit dem braunen Haar und dem gütigen Blick, tropften in das Kristallglas, das der Lebensaft beinahe wie Wein glich. Doch die Flüssigkeit war zu dunkel, zu dickflüssig, als dass es sich um diesen feinen Alkohol handeln konnte. Aus den Schatten des Zimmers trat ein junger Mann auf die Frau zu und hielt dabei einen weißen Verband in der Hand. Alexiel ist es lieber, wenn er nicht seine Blutmagd beißen muss, um von ihrem Blut zu kosten. Nur in Ausnahmefällen kam es dazu und dann biss er auch ins Handgelenk und nie in den Hals. "Hab Dank, Melinda." sprach er die Frau mit leichtem Bedauern in der Stimme an. Alexiel wusste, dass sie ihm ihr Blut aus freien Stücken gab, doch schmerzte es ihn dennoch, zuzusehen, wie sie sich dafür selbst verletzte. Sanft nahm er ihren Arm entgegen und legte den Verband auf die blutende Wunde. Den Stoff gut um das Handgelenk gewickelt, wandte er sich zu dem Kristallglas, das jetzt fast schon mehr die Bedeutung eines heiligen Grals besaß. Voller Ehrfurcht nahm Alexiel das Glas in beide seiner Hände und führte die rote Flüssigkeit an seine Lippen. Der erste Tropfen kam direkt einem Rausch gleich und er musste sich wirklich zusammennehmen, dass er das Glas nicht direkt in einem Zug leerte. Er rief sich ins Gedächtnis, wie entwürdigend es für seine Blutmagd wäre, wenn er ihr kostbares Blut nicht genießen, sondern wie ein Süchtiger verschlingen würde. So zwang sich Alexiel sogar, das Glas kurz abzusetzen, wobei er nicht verhindern konnte, dass er mit seiner Zunge über seine Lippen leckte, um auch den kleinsten Tropfen einzuverleiben. Seine sonst graublauen Augen, glühten rötlich auf, ein Zeichen dafür, welche Kräfte der Lebenssaft in ihm weckte.
      Mit Bedacht leerte Alexiel langsam das Glas, bis kein Tropfen des Blutes übrig blieb, und stellte es wieder auf dem Tisch ab. Melinda kam dann auf den Vampir zu und streckte ihre Arme sachte aus. Man könnte meinen, sie wollte ihn umarmen, doch beide wussten es besser. Alexiel, der doch einen guten Kopf größer war als seine Blutmagd, neigte sein Haupt, sodass die Frau ihre Hände sanft um seinen Kopf legte und ihn noch etwas mehr zu sich herunterzog. "Ich habe zu danken, dass ich bei dir bin." flüsterte Melinda ihm leise zu und gab dem Vampir einen sachten Kuss auf die Stirn, ehe sie wieder von ihm abließ. "Reicht die Menge auch wirklich aus?" erkundigte sie sich bei ihm, da sie schon oft gesehen hatte, dass andere Vampire viel mehr von ihren Blutmägden tranken. Doch Alexiel ist nicht wie alle anderen. Ganz im Gegenteil: Er scheint einzigartig zu sein. Für Melinda glich es einem Wunder, dass gerade sie von ihm erwählt wurde.
      "Das reicht mir vollkommen aus." beschwichtigte Alexiel die Frau und bot ihr dann seinen Arm an. "Komm, ich bringe dich zu deinen Gemächern." meinte er weiter, und so hakte sich Melinda bei ihm ein und sie verließen gemeinsam das Zimmer.
      "Du ziehst gleich weiter, nicht wahr?" fragte Melinda den Vampir, als sie an den Türen zu ihren Zimmern standen. Es war mehr eine Feststellung als eine Frage, denn Alexiel nutzte immer den Augenblick, wenn seine Mächte durch das Trinken des Bluters verstärkt wurden. "Ja. Der König möchte, dass ich mich heute im Schloss etwas umsehe und nach dem Rechten sehe. Er scheint wohl keine Zeit für seine Kinder zu haben." antwortete er darauf, mit einer leichten Schärfe im Ton, die sich auf den Vampirkönig bezog. "Gut. Aber pass auf dich auf." nickte Melinda. Es ist eine typische Abschiedsfloskel, die sie da nutzte, denn ihr ist durchaus bewusst, dass Alexiel sehr wohl gut auf sich selbst aufpassen kann. "Natürlich. Grüße Agatha und Cecil bitte von mir. Ich werde so bald wie möglich sie besuchen kommen." versprach er und verneigte sich kurz vor der Blutmagd. Eine Geste, die eigentlich umgekehrt sein müsste. "Mache ich." versicherte Melinda, die Grüße auszurichten, und verschwand im nächsten Augenblick hinter der Flügeltür, die im nächsten Moment mit der Wand verschmolz.
      Damit war sie in Sicherheit und Alexiel konnte sich ohne weitere Gedanken um seine eigentliche Aufgabe kümmern: den Schutz, aber auch die Überwachung des Schlosses und seiner Bewohner.
      Sein Weg führte ihn in den Flügel des Schlosses, wo die meisten seiner jüngeren Geschwister wohnten. Mit einer Ausnahme: Elenora.
      Elenora ist das dritte Kind des Alucards und die älteste Tochter. Sie ist durch und durch eine Vampirin, da in ihr das Blut der Urvampire schlummert. Im Gegensatz zu den meisten der älteren Geschwister, pflegt sie ein sehr gutes Verhältnis zu ihren Verwandten. Daher besuchte Alexiel sie und blieb augenscheinlich vor einer Wand stehen. Doch er sah den verschleierten Zugang, und kaum hatte er die Wand berührt, erschien eine mächtige Eichentüre vor ihm. Ohne zu zögern öffnete er die Türe und betrat das Reich seiner Schwester. Sofort wurde er in den Duft von Rosen gehüllt, die latent versuchten, seine Sinne zu beeinflussen. Doch das funktionierte bei einem Vampir wie ihm nicht.
      "Elenora? Bist du da?" rief Alexiel in den Raum hinein, der in einen sanften Nebel gehüllt war. Er konnte Bewegungen auf dem riesigen Bett mit Baldachin erkennen, nur sichtbar für Wesen, die keine Probleme haben, auch im Dämmerlicht glasklar zu sehen. Ein leises Flüstern drang an sein Ohr, das nicht für ihn bestimmt war. "Ich bin gleich wieder da."
      Und im nächsten Moment erschien Elenora vor ihm, so als würde sie aus dem Nichts aus dem Nebel treten. Sie trug ein langes, dunkelrotes Gewand, ähnlich einem edlen Morgenrock. Ihr leicht lockiges Haar war eine wilde Mähne und man sah noch etwas Blut an ihren Lippen hängen, das sie auch gleich mit ihrem Finger abwischte und ableckte.
      "Weißt du eigentlich, dass du ein Talent dafür hast, immer in den ungelegensten Momenten bei mir aufzutauchen?" wurde er von Elenora begrüßt, die ihren Mantel noch etwas enger zuzog.
      "Wirklich? Ist bei dir nicht jeder Moment ungelegen?" fragte Alexiel zurück und verschränkte dabei seine Arme vor der Brust. "Hmm. Auch wieder wahr." gab die Schwarzhaarige schmunzelnd von sich und warf mit einer eleganten Bewegung ihrer Hand, ihr langes Haar über ihre Schulter zurück. "Was kann ich für dich tun?" wollte sie dann von ihrem Bruder wissen, da sie weiß, welche Aufgabe er von ihrem Vater erteilt bekommen hatte. "Ich wollte mich nur erkundigen, ob es dir an nichts fehlt und ob du weißt, ob gerade die ganze Familie sich im Schloss aufhält." erläuterte Alexiel, wieso er bei seiner Schwester aufgetaucht war.
      "Ach Lexi. Du tust immer so, als wüsste ich alles über unsere Geschwister." rief Elenora theatralisch aus und hielt sich an ihrem Bruder fest. Dieser bedachte sie nur mit einem skeptischen Blick, schüttelte aber die Ältere nicht ab. "So viel ich weiß, sind alle anwesend. Daher kannst du alle ein bisschen nerven gehen." grinste sie Alexiel frech an, woraufhin an seinen Lippen ein kurzes Lächeln zupfte. "Ist schon gut. Ich verstehe den Wink mit dem Zaunpfahl." musste er dann doch grinsen. "Danke. Ich lasse dich dann wieder in Ruhe." bedankte sich bei Elenora. "Immer doch gerne und viel Erfolg, gerade unsere Jüngsten im Zaum zu halten." wünschte sie ihm und wuschelte ihm frecherweise zum Abschied einmal durchs ein langes Haar. Damit schien Elenora in Rauch zu verfallen und tauchte direkt wieder bei ihrem Gast auf, der jetzt ihre ganze Aufmerksamkeit hatte.
      Alexiel verließ darauf schon fast fluchtartig das Reich der ältesten Vampirprinzessin und machte sich auf den Weg zu der jüngsten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Lilliths Schritte waren kaum zu hören, während sie Claire tiefer in das Schloss führte. Die Korridore veränderten sich mit jedem Meter. Stein wich Samt. Kälte wich einer stickigen, süßlichen Wärme, die nach Zucker, Staub und etwas Metallischem roch. Schließlich blieb sie vor einer schweren Tür stehen, die mit Schnitzereien übersät war Ranken, kleine Tiere, Totenschädel, alles ineinander verschlungen wie in einem Fiebertraum.
      "Willkommen." säuselte Lillith und stieß die Tür auf, "...in meinen ganz persönlichen Reich." Claire stockte der Atem.
      Der Raum dahinter war groß. Viel zu groß für ein Kinderzimmer. Seidene Vorhänge in dunklem Violett hingen von einer Decke, die sich im Schatten verlor. Überall standen Regale voller Puppen, Spieluhren, gläserner Gefäße. Süßigkeiten lagen in Schalen aus Silber, kunstvoll arrangiert wie Opfergaben. Und dazwischen: eiserne Tische, filigrane Instrumente, Runenkreise im Boden. Schönheit und Grauen lagen hier so dicht beieinander, dass sie sich gegenseitig aufhoben.
      "Setz dich doch." sagte Lillith fröhlich und deutete auf ein Sofa in der Nähe welches wie eine viel zu große Rose wirkte. "Du zitterst, kleines Menschlein." Claire zitterte? ....Tatsächlich, tat es ohne zu wissen warum. Vielleicht, weil ihr Körper längst begriffen hatte, dass Widerstand zwecklos war. Lillith hüpfte auf einen Tisch, schwang die Beine und betrachtete sie unverhohlen. "Du riechst… anders.", murmelte sie. "Nicht wie die anderen Menschen. Nicht wie Vampire." Ein schiefes Lächeln. "Du riechst nach uralten Mysterien."
      Dann wandte sie sich ab, fast abrupt, und ging zu einem kleinen Altar am Rand des Zimmers.
      Claire hatte ihn zunächst für ein besonders kunstvolles Puppenhaus gehalten. Doch als Lillith davor kniete, sah sie die Kerzen. Die getrockneten Blüten. Die feinen Blutlinien, die wie Adern über das Holz zogen. Und in der Mitte - eine Porzellanpuppe.
      Sie war klein. Zart. Ihr Kleid wirkte altmodisch, handgenäht, vergilbt an den Rändern. Das Gesicht war makellos, fast zu perfekt, die Lippen in einem Hauch von Rosa geschlossen. in eine der Glasaugenhöhlen sahs eine Rose, das andere schimmerten milchig, leer.
      "Das ist Jolanda", sagte Lillith leise. Zum ersten Mal verlor ihre Stimme den spielerischen Ton. "Sie hat dich zuerst gespürt." Claire schluckte. In diesem Moment geschah es. Die Kerzenflammen flackerten, obwohl es keinen Wind gab. Ein kaum hörbares Knacken ging durch das Porzellan. Und dann.. bewegte sich Jolandas Blick. Nicht viel. Nicht offensichtlich. Aber genug. Das Glasauge richtete sich auf Claire. Ein eisiger Schauer lief ihr über den Rücken, gefolgt von etwas anderem. Wärme. Traurigkeit. Eine sanfte, fremde Nähe, die sich anfühlte wie eine Erinnerung, die nicht ihre eigene war. Ihr Herz zog sich schmerzhaft zusammen.
      "Ohhhh.", hauchte Lillith. Sie trat näher. Ihre rosafarbenen Augen weiteten sich. "Ihr reagiert aufeinander." Jolandas Kopf neigte sich ein winziges Stück zur Seite. So langsam, dass Claire zuerst glaubte, es sich einzubilden. Ein kaum wahrnehmbares Zittern ging durch die feinen Porzellanlippen. Claire atmete scharf ein. "Sie…", flüsterte sie, ohne zu wissen, warum sie sprach. "Sie fühlt sich… traurig an."
      Lillith lachte nicht. Sie klatschte nicht. Sie grinste nicht. Stattdessen starrte sie die Puppe an, als hätte diese gerade etwas Unmögliches getan. "Interessant...Das hat sie noch nie.", sagte sie leise. Dann sah sie Claire an. Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus langsam, hungrig, ehrfürchtig. "Nicht so." Jolandas kleine Hand hob sich. Nur ein wenig. Aber genug, um die Luft zwischen ihnen zu spannen wie einen gezogenen Faden. Claire spürte ein Ziehen tief in ihrer Brust, als würde jemand sanft an ihrem Herzen zupfen.
      "Hör auf.", flüsterte sie, mehr bittend als fordernd. Lilliths Stimme war nun ein kaum hörbares Kichern. "Oh nein!" Sie trat näher, stellte sich zwischen Claire und den Altar. "Jetzt fängt es erst an, interessant zu werden." Sie legte den Kopf schief, musterte Claire wie ein kostbares Objekt. "Jolanda mag dich.", stellte sie fest. Ein kurzer, freudiger Atemzug. "Und wenn Jolanda dich mag.", fügte sie hinzu, "...dann lasse ich dich bestimmt nicht mehr gehen." Die Tür hinter Claire schien schwerer zu werden. Dicker. Unwirklicher.
      Und irgendwo, ganz nah an ihrem Ohr, glaubte sie ein Flüstern zu hören, das nicht von Lillith kam. Ein Name. Oder ein Wiegenlied.
      Plötzlich erstarrte Lillith. Es war kein kindliches Zögern, kein verspieltes Innehalten sondern ein jäher Riss, als hätte etwas Unsichtbares an ihr gezerrt. Ihre rosafarbenen Augen weiteten sich, das Lächeln erlosch. Für den Bruchteil eines Herzschlags wirkte sie tatsächlich… jung. Wachsam. Gefährlich. Sie hob den Kopf. Und lauschte einen Augenblick. Claire hörte nichts. Doch Lilliths Körper spannte sich an wie eine gespannte Saite eines Instruments. Die Kerzen flackerten erneut, Jolandas Hand sank langsam zurück auf den Schoß, als hätte etwas sie losgelassen. "Tch." Ein leises, verärgertes Geräusch entwich Lilliths Kehle.
      Im nächsten Moment wirbelte sie herum. Ihre Bewegungen waren plötzlich nicht mehr verspielt, sondern scharf und präzise. Mit zwei Schritten war sie an der Tür, riss sie auf und stürmte hinaus. Der schwere Flügel krachte hinter ihr ins Schloss, dass die Wände erzitterten und ein Schwarm Staub von der Decke rieselte. Claire blieb zurück. Allein mit Jolanda. Und dem Nachhall eines fremden Liedes, das noch immer in ihren Ohren vibrierte.
      Draußen hallten Schritte über den Steinboden. "Was willst du, Bruder?" Lilliths Stimme war nicht mehr süß. Sie war kühl, schneidend, voller Widerwillen. "Ich bin beschäftigt. Und ich hab jetzt keine Zeit, mit dir zu spielen." Ein leises Rascheln von Stoff. Das Knacken von Leder. Eine Präsenz, die sich näherte. "Zieh weiter." Ihre Worte waren kurz und so scharf wie Glas.
      Doch darunter lag etwas anderes. Vielleicht war es eine Art von Eifersucht. Wohlmöglich auch eine Warnung.
      Drinnen wagte Claire kaum zu atmen. Jolandas Glasauge ruhten noch immer auf ihr. Und diesmal war sie sicher, dass es kein Zufall war.
      Die Lippen der Puppe bebten. Ein kaum wahrnehmbares Zittern. "…Celestia…" Der Name war kein Laut. Kein Wort. Er vibrierte direkt in ihrem Blut. Ein Schauder rann ihr über die Wirbelsäule, während draußen Stimmen leiser wurden gedämpft, unverständlich. Doch die Stille, die folgte, war schlimmer. Jolandas Kopf neigte sich erneut, ein Hauch zu weit, um Zufall zu sein. Und irgendwo tief in Claire regte sich eine Traurigkeit, die nicht die ihre war.
    • Durch die schiere Größe des Schlosses, kam es fast einer Wanderung gleich, bis Alexiel das Zimmer der jüngsten Prinzessin erreichte. Die Türen waren verschlossen und Liliths Magie hielt ihn davon ab, einfach eintreten zu dürfen. Also bediente sich Alexiel der Besonderheit seines Blutes, das er mit all seinen Geschwistern teilte, die von Alcuard abstammen: der telepathischen Verbindung zu ihnen.
      "Lilith. Ich weiß, dass du da bist. Öffne mir bitte die Türe." sprach er in Gedanken mit der kleinen Vampirin. Wirklich erpicht ist Alexiel nicht darauf, das Reich der kleinen Vampirin zu betreten. Lillith ging einem doch sehr makabren Hobby nach und er empfand die Körperteile, die sie in den verschiedensten Flüssigkeiten aufbewahrte, als sehr unansehnlich und abstoßend. Sie konnte aber zuckersüß sein, vor allem, wenn sie was von einem wollte, und sehr giftig, wenn man sie reizte. Dieses Gift spie sie Alexiel quasi entgegen, als sie ihm Zutritt gewährte.
      "Vater hat mich damit beauftragt, nach seinen Kindern zu schauen. Wenn ich also davon überzeugt bin, dass hier alles in Ordnung ist, lasse ich dich selbstverständlich wieder in Ruhe." erklärte er und sah sich dabei aufmerksam um.
      Alexiel entging nicht der süßliche Duft, der im Raum hing, und er ist sicher, dass er nicht zu Lillith gehörte. Er kannte diesen doch recht gut, sind männliche Vampire doch äußerst empfänglich für Menschenfrauen, die dieses seltene und spezielle Blut in sich tragen.
      "Hast du einen Gast?" fragte er daher Lillith direkt, blieb aber im Raum stehen und drang nicht weiter in ihr Gemach vor. Er war nur neugierig, hatte er nicht erwartet, dass seine jüngste Schwester sich auch gelegentlich Menschen in ihre Zimmer holte. Jedenfalls nicht lebendig und in einem Stück.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Lillith presste die Wange an das kalte Holz der Tür, ein Ohr dicht daran gelegt. Sie lauschte angespannt was sich im Gang davor zutrug. Ein leises, missmutiges Brummen entrang sich ihrer Kehle. Natürlich.... Dann war es wohl eine dieser Nächte.
      Hin und Wieder gab es auch Nächte in denen selbst sie, Alucards Lieblingskind, nicht von den Familienoberhaupt entgangen wurde. Normalerweise durfte sie jederzeit zu ihm. Heute wohl nicht. Der Gedanke zog sich wie ein schmerzhafter Stich durch ihr Herz. Allerdings war nun nicht die Zeit für Wehmut oder angebrachter Stolz. Sie überlegte angestrengt wie sie den Vampir vor ihrer Tür schnellstmöglich dazu bewog wieder von Dannen zu ziehen.
      Alexiels Präsenz war ruhig aber eindeutig zu neugierig. Er hatte etwas bemerkt... nein... schlimmer! Er hatte sie bemerkt! Lillith verzog die Lippen. Verdammt!
      Nach einer langen Pause öffnete sie den Torflügel nur einen Spalt, gerade weit genug für ihre Stupsnase und eines ihrer rosigen Augen. "Du bist manchmal wirklich anstrengend." murmelte sie. Ihr wacher Blick musterte ihn kurz, dann seufzte sie. Die Entscheidung hatte sie längst gefällt. "Ja. Du hast recht." Der Satz alleine machte der verzogenen Prinzessin zu schaffen. "Ich habe Besuch." Der Umstand ungewohnt ehrlich zu sein ließ sie schief lächeln. "Und deshalb kann ich mich gerade nicht weiter mit dir beschäftigen, Bruder." Für eine Atemzug lang machte sie eine Pause. Währenddessen ließ das Licht der Fackeln ihre Augen aufleuchten. "Daher bitte ich dich noch mal, lass es gut sein und zieh einfach weiter. Gute Nacht, Bruderherz." Wie gern hätte sie die Tür einfach wieder zugeschlagen, dass würde jedoch nur zu mehr Problemen führen. Hatte ihr Bruder nicht besseres zu tun als ihr das Spiel zu vermiesen? Sie hatten doch noch weitere unbedeutende Geschwister!