Arcane: Hexcore Rising [Stardust & Arktos]

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    • Arcane: Hexcore Rising [Stardust & Arktos]

      Caitlyn Kiramman

      Die Straßen Piltovers waren in letzter Zeit nicht mehr so ruhig wie früher. Berichte über seltsame Explosionen, schwer erklärbare “Unfälle” und grell leuchtende, chaotische Graffitis verbreiteten sich rasend schnell durch die Stadt. Für die meisten waren es nur Sabotageakte, für Caitlyn Kiramman jedoch ein Rätsel und eine Herausforderung. Der Geruch von leichtem Rauch hing noch in der Luft, als sie vor den Resten einer halb zerstörten Gasse stand. Funken knisterten, Metall war aufgerissen wie Papier und über allem prangte ein grinsendes, wildes Gesicht in blauer Farbe an der Wand. Keine Spur von einem Täter und Keine Zeugen, die zu sprechen wagten. Nur Angst… und diese unterschwellige Botschaft, als wollte jemand Piltover persönlich verhöhnen. Caitlyn kniete sich hin, prüfte sorgfältig die verbrannten Kanten einer Brandvorrichtung, deren Technik weder ganz topside noch ganz zauntypisch wirkte. “Jemand weiß genau, was er tut…”, murmelte sie, während ihr Blick ernst wurde. Doch egal wie viele Hinweise sie sammelte, der Weg schien in Schweigen zu enden. Schließlich blieb nur ein Ort, an dem man Antworten finden konnte. Ein Ort voller Gerüchte, verlorener Seelen… und Geheimnisse, die nie an die Oberfläche dringen sollten. Stillwater....

      Das Boot schaukelte sanft, als Caitlyn an Deck trat. Der Wind zerrte an ihrem Mantel, während das dunkle Gefängnis am Horizont immer näher kam. Dort, zwischen eingeschlossenen Verbrechern und gebrochenen Existenzen, musste irgendjemand wissen, wer hinter diesen Anschlägen steckt… und warum. Sie legte die Hand an die Waffe an ihrer Hüfte, ihre Augen wachsam, ihr Ausdruck entschlossen. „Genug Rätselraten… Zeit für Antworten.“


      Der Nebel lag über dem Wasser, als das Boot an den dunklen Mauern von Stillwater vorbeizog. Das Gefängnis ragte wie eine kalte Festung aus Stein und Stahl empor, abgeschnitten von allem, was Leben bedeutete. Kein Lachen, kein Stimmengewirr… nur Wind, das Knarzen von Metallketten und hin und wieder ein fernes, gedämpftes Geräusch aus tiefen Korridoren. Caitlyn blieb ruhig stehen, während das Boot anlegte. Sie war es gewohnt, sich furchtlosen Schrittes in Gefahr zu begeben, doch Stillwater hatte etwas unruhiges an sich. Ein Ort den selbst erfahrene Enforcer nicht gern betreten. Der Wärter am Dock musterte sie skeptisch „Kiramman. Ich habe nicht erwartet, dass jemand von Ihrem Stand persönlich herkommt.“ „Ich suche Antworten und Stillwater.“ Ihre Stimme war klar und kontrolliert, ohne Raum für Diskussionen. Ein rasselndes Geräusch ertönte, als ein massives Tor langsam geöffnet wurde. Feuchte, kalte Luft schlug ihr entgegen. Drinnen reihten sich Zellen wie endlose Schatten aneinander, gefüllt mit Gesichtern, die alles gesehen hatten und bereit waren, noch mehr zu verraten, wenn der Preis stimmte. Stimmen flüsterten. Manche spottend, manche ängstlich. „Obere Stadt schickt jetzt schon ihre Püppchen…“ „Etwas muss ernst sein, wenn sie hier ist…“Caitlyn ging weiter, ihr Blick wachsam, ihre Hand bereit, zur Waffe zu greifen, wenn nötig. Doch sie war nicht hier, um Drohungen auszusprechen, sie war hier, um Informationen zu finden. Über den unbekannten Saboteur… über die Bomben… über die blauen Graffitis, die eine Botschaft trugen, die niemand verstand. Ein Wärter führte sie schließlich vor einen schwer gesicherten Trakt. „Hier drin… sitzen die, die am ehesten etwas wissen könnten. Leute aus Zaun, Schmuggler, Bombenbastler, Verrückte, die alles sehen und nichts vergessen.“ Er sah sie noch einmal eindringlich an. „Aber… seien Sie vorsichtig. Jeder hier lügt. Und manche sagen die Wahrheit nur, wenn es wehtut.“ Caitlyn atmete ruhig durch. "Dann wollen wir mal sehen, wer zuerst redet.“ Sie trat näher an die Zellentüren, bereit, mit dem ersten Gefangenen zu sprechen, der einen Hinweis liefern konnte…und das Gelächter einiger Insassen drang in ihre Ohren, das eine adlige und auch noch so hübsche junge Frau und Püppchen sich nach Stillwater her traute. Immer wieder vernahm sie Pfiffe, Knurren und Lachen, blöde Versuche sie anzumachen oder zu verscheuchen - doch sie war eine Kiramman und würde sich nicht einfach so verscheuchen lassen. Der kalte und schwach beleuchtete Gang fand beinahe sein Ende als Caitlyn eine junge Frau mit rotem Haar an einer Wand in ihrer Zelle trainieren sah. Irgendwas an ihr ließ Caitlyn innehalten und neugierig werden, doch sie hielt den Sicherheitsabstand der weißen Linie ein und räusperte sich kurz um die Aufmerksamkeit der Rothaarigen zu bekommen. "He, Vi du hast Besuch....ziemlich pinkelfeinen Besuch, ne verdammte Enforcerin, nen Püppchen aus Piltover..." rief einer der Insassen und der Wärter schlug einmal kraftvoll mit seinem Schlagstock gegen die eiskalten dicken Gitterstäbe. "RUHE VERDAMMTE BRUT!"

      @Stardust_Rose

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    • Sarah Fortune:

      In Bilgewasser begann kein Tag friedlich, denn man konnte nur hoffen, lebend in ihn hineinzustolpern. Die Stadt erwachte nicht, sie blutete in die Morgendämmerung hinein. Dicker Nebel hing wie eine zweite Haut über den schiefen Häusern, das Meer schlug grau und zornig gegen die Pfähle und wie immer schrie bereits jemand um sein Leben. Für Sarah Fortune bedeutete das.... Der Tag verlief ganz normal. Sie saß in ihrem Lieblingswinkel einer schäbigen Hafenkneipe, die nur deshalb noch stand, weil jeder klug genug war, dort keinen Ärger zu machen. Ihr Stuhl war der einzige, den nie jemand anderes besetzte. Sie trank keinen Rum, zu früh, zu schwach, sondern starken Kaffee, schwarz wie die Geheimnisse dieser Stadt. Während sie trank, beobachtete sie. Immer. Die Hafenmeister, die logen, als hätten sie es im Blut. Die Piratenbanden, die ihre Messer wie Schmuck trugen. Die Händler, die mit gezwungenen Lächeln und versteckten Waffen Geschäfte abschlossen. Jeder glaubte, Bilgewasser zu kennen. Doch Sarah wusste.. Niemand tat das wirklich. Man überlebte hier, indem man so tat, als wüsste man mehr als der nächste. Kaum hatte sie den letzten Schluck genommen, kam bereits der erste Bote angerannt, viel zu jung für Narben, aber alt genug für Angst. „Lady Fortune! Probleme im Südviertel. Zwei Crews, drei Tote, ein explodierter Lagerraum… und jemand behauptet, dein Name wurde dabei gerufen.“ Sarah seufzte leise. Natürlich wurde er das. Ihr Name war ein Fluch, eine Warnung und ein Versprechen zugleich. Sie stand auf, warf ein paar Münzen auf den Tisch, großzügig genug, damit niemand plauderte, aber knapp genug, damit man sie nicht für weich hielt und ging hinaus in das tosende Chaos Bilgewassers. wie sonst auch roch der Wind nach Salz, Blut und Schießpulver. Möwen kreischten, Boote krachten gegeneinander, und über allem lag dieses böse Grollen… wie eine Stadt, die jederzeit explodieren konnte. Sarah zog den Mantel enger, ihre Pistolen saßen schwer und vertraut an ihren Hüften. Ein weiteres Problem. Ein weiterer Tag. In Bilgewasser lernte man schnell Ordnung gab es nicht. Nur diejenigen, die stark genug waren, sie vorzutäuschen und Sarah Fortune hatte beschlossen, genau das zu sein. Jedoch wusste sie nicht was das Schicksal noch für sie an diesem Tage bereithalten und welch süßes aber auch mächtiges Mädchen in ihr Leben treten würde. Eine flüchtige adlige junge Frau aus dem Königreich Demacia....
    • Vi

      Stillwater. Ein dunkles Gefängnis, in welches der größte Abschaum von Piltover und Zaun gesteckt wurde, wenn er erstmal verhaftet war. Dieses Wissen hatte jeder. Ebenso wäre die Wahl wohl auch eher ein Leben in den am meisten heruntergekommenen Gassen der Unterstadt bevorzugt. Einmal eingelocht war die Chance, von dort zu entkommen, nahezu gleich 0. Ein Ausbruch geradezu aussichtslos und glich vielmehr einem Todeswunsch. Doch wie es tatsächlich im Inneren war, wussten nur Enforcer und Insassen. Es gab Regeln, doch letztlich waren diese egal. Den Enforcern war es im Grunde egal, was der Abschaum tat, sofern sie den Anweisungen des Personals folgten. Und so ergab sich schließlich die Wahrheit. Stillwater war ein metallener Dschungel. Unter den Insassen herrschte das Gesetz des Stärkeren. Kraft, Macht und Einfluss waren es die festgelegten, wer jemand war. Wer Respekt hatte, konnte an die höher in der Nahrungskette aufsteigen oder aber auch nur seine Ruhe haben.

      Fast 7 war es nun her, seit Vi inhaftiert wurde. Anfangs hatte es einige Schwierigkeiten gegeben. Regelmäßige Prügeleien an der Tagesordnung. Aber die Jahre vergingen und sie meisten hatten begriffen, sich nicht mit ihr anzulegen. Wer dennoch dumm genug war lernte es eben auf die harte Tour. Es hatten sich auch ein paar Gangs gebildet. Zumeist ein Haufen von Schwächlingen, die dachten, in einer Gruppe wären sie stark und könnten auf dicke Hose machen. Teilweise traf dies sogar zu und doch hatte die Frau kein Interesse, sich irgendwem anzuschließen. Wozu auch. Vi hatte keinen Bock ständig andere aus der Scheiße zu hauen. Somit blieb sie ein einsamer Wolf. Sicher gab es den ein oder anderen, mit dem man sich verstand, aber dies war rein eine Basis auf Respekt. Dinge wie Freundschaften existierten in Stillwater nicht. Die Verhaftung hatte der Blauäugigen vieles genommen. Zurück blieb Wut und Frustration genährt über die Jahre und dennoch hatten diese Emotionen sie nicht verschlugen. Es hatte nicht einen Tag gegeben, an welchem Vi nicht trainiert hatte.

      Ein Tag wie jeder andere in diesen Scheißloch. Naja fast zumindest, wenn man von dem dämlichen Vollidioten absah, der die Pinkhaarige beim Frühstück angerempelt hatte. Natürlich hatte sie es nicht einfach hinnehmen können, schließlich galt es, einen Ruf zu bewahren. So bekam der Typ zum Dank eine gebrochene Nase. Sollte es ihm eine Leere sein. Es folgte ein Aufenthalt in der Zelle. Vi begann ihr Training. Es war besser als sinnlos vor sich hin zu vegetieren. Doch die Stimmen der anderen Insassen wurden lauter. Pfiffe und dumme Sprüche. Eine Frau die sich hinab zum Abschaum unter dem Abschaum begab. Was hoffte das Püppchen wohl zu finden. Ein Räuspern erklang und Rufe. Na herrlich also war die Kleine tatsächlich wegen ihr da. Sie machte einen letzten Schlag, der die Ketten des Boxsacks stark zum Erzittern brachte. Dann ging die Frau langsam zum Gitter und lehnte sich mit einem Arm dagegen. “Hast du so viel Freizeit, dass du mich besuchen kommst? Da fühl ich mich ja schon fast geschmeichelt.” sagte die Blauäugige in einem Tonfall, der seinen Spott nicht verbarg. “Was willst du von mir?” fragte sie dann mit ernsterer Stimme. Ihr Blick schweifte über den Körper der Enforcerin. Musterte sie mit einem Blick der es unmöglich machte zu deuten was in ihr vorging.





      Lux

      Tiefe Nacht war hereingebrochen als das Schiff ablegte. Glücklicherweise half ausreichend Silber. Als Adelige war das Gesicht der jungen Frau keineswegs unbekannt in Demacia. Viele waren aufgrund der gewöhnlichen Kleidung getäuscht, doch der Kapitän des Schiffes erkannte sie. Die richtige Menge an Münzen brachte nicht nur eine Überfahrt, sondern auch Verschwiegenheit. Es stand außer Frage, dass es Wucher war, doch kümmerte es die Blonde nicht. Das Wichtigste war, dass sie aus Demacia kam. Bis ihre Familie es merken würde, wäre es bereits zu spät. Auf die Reling gelehnt lag der Blick auf dem Meer. “Was bringt eine wie dich auf die Idee, nach Bilgewasser zu reisen? Dir ist schon klar, dass es nicht ungefährlich ist oder?” fragte der Kapitän. Lux sah zu dem Mann und sprach “Ja ich bin mir dessen bewusst. Aber egal wie gefährlich es sein mag, so bietet es mir etwas, das es wert ist das Risiko einzugehen.” Der Seemann hörte zu doch war es ihm ein Rätsel, was die junge Frau zu finden versuchte. “Und was ist es, das du als wertvoll genug ansiehst, um deine Sicherheit zu riskieren?” kam es von ihm. Luxannas Augen wanderten wieder zum Meer. Einige Momente sagte sie nichts. Dann lächelte sie und sprach “Freiheit.” Ein Lächeln trat auf das Gesicht des Kapitäns und er wandte sich ab. Nach ein paar Schritten sah er über seine Schulter und sagte “Viel Glück, dass du findest was du suchst Blondie.”

      Nach einigen Tagen der Seereise lief das Schiff schließlich in Bilgewasser ein. Die Blauäugige machte ihre ersten Schritte in der unbekannten Stadt. Ihre Kapuze hochgezogen war zunächst der Weg ziellos. Nun war es die Freiheit, welche sie sich erhofft hatte, doch wie sollte es weitergehen. Ein Aufruhr erweckte die Aufmerksamkeit von Lux. Sicherheitshalber prüfte sie noch einmal ihre Handschuhe, um nicht versehentlich aufzufallen, sollte die Nervosität nach ihr greifen. Die Blonde schritt ein wenig schneller, zu groß war die Neugier. Am Rand der Menge wurde offensichtlich was die Ursache war. Aus einem Schiff stieg Rauch auf und einige Männer bekämpften sich. Es war die Brutalität und Erbarmungslosigkeit der Realität. Dieser Umstand wurde nun auch der jungen Frau bewusst. Ein Schuss löste sich und traf knapp einen halben Meter entfernt von Lux Kopf die Wand. Es war gefährlich, wie der ältere Mann ihr gesagt hatte. Sie musste dort weg. Daher wandte sich die Blauäugige ab und lief los. Ihre Aufmerksamkeit aber war unzureichend. Kurz nach dem Loslaufen stieß sie gegen eine rothaarige Frau. Die Wucht des Aufpralls war so groß, dass die Adelige nach hinten fiel und unsanft auf ihrem Gesäß landete. “Tut mir leid.” sagte sie in der Hoffnung, die Fremde wäre nachsichtig.
      Love is something entirely without any logic but an important part of human nature. The wish that the one you care for is happy. Something someone willingly take sacrifices for to ensure it even if it results in their own pain.