stanna hos mig (bromius & marquis)

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    • stanna hos mig (bromius & marquis)


      Stay with me
      真夜中のドアをたたき
      帰らないでと泣いた
      あの季節が 今 目の前

      Sango und Yuuko könnten nicht unterschiedlicher sein - sie befänden sich nicht einmal in ein und demselben Sonnensystem, wären sie Planeten und doch verbindet sie ein roter Faden: Das Singledasein. Während Sango sich lieber in Bars aufhält, Männern und Frauen das Geld für einen Drink mehr aus der Tasche zieht und sie mühelos mit schönen Worten um die Finger wickelt, um das Nachtleben in vollsten Zügen zu genießen, vergräbt Yuuko sich lieber in Tagträumereien, in denen sie als Prinzessin nicht nur nach ihrem Ritter in schillender Rüstung schmachtet, sondern auch oft genug den neuen Rekruten mit dem Heeresgeneral verkuppelt, so wie in ihren Lieblingsbüchern und Comics.

      Täuschend echt fühlt sich der Funken an, der aus ihren Herzen sprüht wie eine Wunderkerzen, nur dumm, dass dieser nie bei ihren potentiellen Partnern anzukommen scheint, wie eine Brieftaube auf Irrflug. Dabei ist Kobe doch so groß! Durch einen Zufall - wahrscheinlich einem dummen Scherz der örtlichen Gottheiten - lernen sich die besten Freundinnen der beiden kennen und bemerken, dass sowohl Sango und Yuuko von der gleichen Misere geplagt zu sein scheinen. Schlussendlich treffen sie die Entscheidung, den beiden Pechvögeln etwas unter die flatternden Arme zu greifen und sie via Blind Date miteinander zu verkuppeln, wohlwissend, dass sie bis auf ihre Pechserie wohl kaum einen gemeinsamen Nennern finden werden. Dumm nur, dass Gegensätze sich oft genug anziehen - wenn auch nicht von Anfang an.

      Vorstellung

      @Bromius
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.
    • Sanada Yuuko — 18:30 Uhr, auf dem Weg zu ihrem Alptraum Blind Date
      Mit bebenden Knien saß die junge Frau in der Bahn; umgeben von Menschen, die irritiert versuchten ihren Abstand zu wahren vor der zusammengesackten Gestalt. Ihre Finger klammerten sich um ein Smartphone als wäre es ein Rettungsring inmitten des Ozeans. Ununterbrochen tippte sie eine rastlose Nachricht nach der nächsten und flüsterte ihrem Schal wirre Wortfetzen zu.
      „Ich mach das nicht… Nein, ich schaff‘ das einfach nicht.“ Eine ältere Dame beäugte das zarte Nervenbündel mit strengen Augen und Verurteilungen in den Stirnfalten. „Das ist die schlechteste Idee, die jemals jemand hatte! Warum ich? Niemals. Nein. Das ist alles absurd.“, murmelte Yuuko einfach weiter vor sich hin, während sie noch immer panische Nachrichten an ihre beste Freundin und Klientin abschickte. „Ruf mich an… Ich schwöre dir Ayumi, wenn du mich nicht anrufst, dann…“
      Plötzlich wurde ihr Bildschirm kurz schwarz, bevor er zu vibrieren begann und der Name Fujimori Ayumi auf dem Display erschien. Yuuko erschrak so sehr, dass sie hörbar nach Luft schnappte und damit auch die umstehenden Menschen ein wenig zusammenzucken ließ. Als sie einfach aufsprang wie eine zu eng gezogene Feder, wich man leise den Kopf schüttelnd von ihr weg.
      „Ayumi!“, sprach sie sofort atemlos in den Hörer. „Ich dreh jetzt um, ich mach das nicht!“ Erst jetzt, da ihre Augen nicht mehr gefesselt gewesen sind auf den einseitigen Line Chat mit ihrer Freundin, schien die Außenwelt langsam zu der schwarz-haarigen durchzudringen. Verwirrt schaute sie von urteilenden Stirnfalten in verständnislose Blicke und vernahm ächtendes Zungenschnalzen.
      Sogleich trat ihr Herz ein Rennen an, das es gegen jeden Gegner gewinnen würde und die Scham trieb schließlich Röte in ihr kreidebleiches Gesicht. Mechanisch und ungelenk ließ sie ihren Körper wieder auf die Sitzbank sinken. „Ich steig bei der nächsten Station aus und fahre wieder zurück“, verkündete sie nun ein wenig gedämpfter. „Was hast du dir nur dabei gedacht? Ich kann nicht fassen, dass du sowas mit mir machen würdest! Was hat dieses arme Mädchen dir nur getan, dass du ihr so etwas antun möchtest?“
      Am anderen Ende der Leitung erklang nur ein tiefes Seufzen, getränkt in Resignation. „Reg dich ab. Komm schon, es ist ein Date. Du tust so als hätte ich dich gerade für 5 Kamele verkauft und würde dich zum Altar zwingen.“
      Von den wackelnden Beinen wechselte Yuuko nun zu rastlosen Fingern und biss sich auf der Unterlippe herum. Sie wechselte ihre nervösen Ticks als hätte sie noch nicht die eine repetitive Handlung der Erlösung gefunden. „Nein, das ist schlimmer! Du schickst mich in eine Situation, in der ich keine Ahnung habe was mich erwartet mit einer Person, die ganz bestimmt keine Ahnung hat was sie erwartet! Was ist wenn ich was Dummes sage? Was ist wenn ich sie beleidige? Sie wird ihrer Freundin erzählen was für schrecklicher Umgang ich bin und dann wird sie mit dir den Kontakt brechen, weil du mit mir Umgang hegst… und ich furchtbar bin! Worüber soll ich überhaupt mit ihr reden? U-und wo gehen wir dann überhaupt hin? Ich kann das nicht, du musst ihr absagen. Ich mach das nicht!“
      In der Bahn wurde die nächste Station angesagt. Eine Haltestelle vor dem vermeidlichen Treffpunkt für Yuuko und ihr mysteriöses Blinddate, das sie im Begriff gewesen ist abzubrechen. Ayumi blieb genau so lange still, dass die aufgebrachte Dame genug Zeit hatte die Tür zu erreichen.
      „Du weißt ganz genau, was dann passiert. Kaito und Chiaki werden niemals, — hörst du? — niemals zusammen kommen.“ Sofort hielt Yuuko in ihrer Bewegung inne. Rechts und links von ihr verließen Fahrgäste das Abteil. Yuukos Hals wurde trocken und es formte sich ein dicker Klumpen in ihrer Kehle, an dem sie schwer vorbei schluckte. Zögernd befeuchtete sie ihre Lippen und räusperte sich. „Das—… das wagst du nicht… Das kannst du nicht tun! Sie sind perfekt für einander! Wenn sie nicht zusammen kommen dann…“, sie wagte es gar nicht erst den Gedanken zu Ende auszusprechen.
      Ayumi summte zustimmend. „Oh ja. Du hast es erfasst. Right person, wrong time. Und ich kann dafür sorgen, dass die richtige Zeit niemals kommen wird. Ich verfluche ihre Seelen, sodass sie in jeder Reinkarnation dazu bestimmt sind sich zu treffen, sich zu lieben und niemals zueinander zu finden. Ein winzig kleiner Abend, den du bei einem Date verbringst, könnte die beiden davor bewahren bis in alle Ewigkeit verdammt zu sein… Ist das ein zu großes Opfer für dich?“
      Yuuko fühlte sich eingekesselt und von allen Seiten umzingelt. Nicht jedoch von den Menschen, die tatsächlich um sie herum gewesen sind. Vor ihrem geistigen Auge bauten sich ihre beiden liebsten Nebencharaktere in Ayumis neuester Buchreihe auf und an ihrer Seite jede mögliche Reinkarnation, die ihr Verstand ihr gerade ausspucken wollte. So viele wunderschöne Geschichten… Ihre Verbindung war inspirierend… Nicht nur würde sie die beiden vor einem solchen Schicksal bewahren… sie würde jetzt in diesem Moment die Reinkarnation der beiden ins Canon bringen. Vielleicht würde Ayumi dann eine Sequel Reihe schreiben… Schweiß perlte sich auf ihrer Stirn und unbeweglich sah sie den Türen der Bahn dabei zu, wie sie sich vor ihrer Nase schlossen und das Fahrzeug sich wieder in Bewegung setzte.
      „Alles klar…“, sagte sie plötzlich ruhig und abgeklärt in den Hörer wie eine Agentin, die eine wichtige Mission zu erfüllen hatte. „Ich mach‘s…“
      Ayumi kicherte in sich hinein und schüttelte grinsend den Kopf. Das musste sie nachher unbedingt ihrer neuen Bekanntschaft erzählen. Das wird die größte Shitshow des Jahres und sie war so bereit dafür.



      I‘d have given you my soul had you asked.
      So why did you have to take my heart instead?
    • 18:35 Uhr - Die Qual der Wahl

      Was für eine verdammte Schnapsidee war das denn? Gut, sich auf die Späße von Marika einzulassen war nichts Neues, aber dann auch noch so ins Fettnäpfchen zu treten trieb sie zur Weißglut - ein verdammtes Blinddate? Nach der Arbeit? An einem Wochentag? Hatte sie den Verstand verloren? Gott hätte es Hirn regnen lassen sollen, als sie auf die Welt kam, allem Anschein nach hatte dieser aber eben mal vergessen, dass der Organismus, der sich Marika schimpfte, eines brauchte! Entnervt stand sie nun also da, schloss den Laden - dem Himmel sei Dank - pünktlich ab und rannte nach Hause, gegen den Wind und die salzige Meeresluft, die ihr beide ins Gesicht peitschten, als hätte sie es verdient - wahrscheinlich tat sie das auch, aber zum Herumphilosphieren hatte sie nun wirklich keine Zeit! Sango schwang sich die zwei Treppen hinauf, in ihr Apartment hinein - nachdem sie den Schlüssel vergeblich in ihrer Handtasche suchte - nur, um von Aoi überrumpelt zu werden, die herzlichst um Futter zu betteln begann. Schneller, als sie sollte, fütterte sie das haarige Biest bevor sie sich mit ausgebreiteten Armen in die Dusche warf, die Haare wusch und sich vom Schweiß verabschiedete. Zehn Minuten brauchte es für die Prozedur, sie wusste, dass sie gerade ein Rennen gegen die Zeit gewinnen wollte, die ihr jedwede Wegsperre entgegenwarf, die sie finden konnte. Wenigstens kannte sie derartige Spielchen bereits, gewann die Oberhand als sie sich die Haare trocknete und gleichzeitig versuchte, dezentes Make-Up aufzutragen und dann in ihr Schlafzimmer huschte, um ihr Handtuch gegen ihr Kleid und die Jacke zu tauschen, die sie sich bereits gestern zurechtgelegt hatte. Man spielte mit Sango Tajima keine Spielchen - man war das Spielchen, das Sango Tajima spielte. Parfüm, Ohrringe, Accessoires, Handtasche. Das war’s. Wider aller Erwarten hatte Sango das Rennen gewonnen und rief sich ein Taxi, das sie dorthin brachte, wo sie sein wollte - ein Restaurant in der Nähe des Port Towers. Ganz reibungslos verlief die Fahrt nicht, darauf hatte sie es ohnehin nicht angelegt, aber dafür hatte sie noch genug Zeit, um Marika zu schreiben. >Wenn du das noch einmal machst, dann hoffe ich für dich, dass du mir nicht noch einmal unterkommst.< Auf die missbilligende Nachricht folgte lediglich ein dummer Emote, den Marika sich erstanden hatte. >Sei nicht so, Sansan.< >Wieso an einem Donnerstag? Freitag ist doch auch ein Tag!< Derselbe, dumme Emote erschien erneut auf ihrem Display - Marika hatte den Humor einer alten Frau, die jedweden Nachbarschaftskonflikt selbstständig anstoßen musste, um in ihrem Alter noch Spaß zu haben. Was für eine Verrückte nannte sie da eigentlich ihre platonische Seelenverwandte? >Du wirst das Date lieben, glaub mir!< Sango überdrehte genervt die Augen. >Gleich wie die Torte, die du mir zu meinem Geburtstag gebacken hast, die zu neunzig Prozent aus Pappe war?< >Sei nicht so~< Seufzend stopfte sie das Handy endlich in ihre Tasche. Marika war nicht gut für ihren Puls. Eine Weile dauerte es noch bevor sie dem Taxifahrer ein wenig Geld in die Hand drückte, sie aus dem Fahrzeug erhob und schließlich im Restaurant selbst untertauchte um sich nach der Reservierung zu erkundigen - es schien, als wäre sie die Erste, die sich an besagtem Tisch niederließ. Genug Zeit, um ihr Make-Up noch schnell zu richten und sich den entnervten Gesichtsausdruck aus dem Kopf zu schlagen und ein einstudiertes Lächeln zum Glänzen zu bringen. Vielleicht konnte sie die Arme wenigstens ausnehmen? Marika würde sie womöglich dafür hassen, aber Sango würde im Moment auch über Finanzleichen gehen um ihrer besten Freundin eines auszuwischen.
      Looking back, it maybe is like the toy carts you rode when you were a kid. But those toy carts could never go beyond the walls of the lawn. We want to follow the rugged concrete road beyond the wall. As we've grown, we've decided to leave behind the toy cart.