A Vampire Apocalypse [Insane Pumpkin & RoyalMilkTea]

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    • Ein kleiner Teil von Nickis verwirrten Verstand besann sich darauf, dass er hier mit roher Gewalt vielleicht gar nicht weiterkommen würde. Wer auch immer diese Leute waren, sie hatten Schwerter und die Nerven, sich mit den Vampiren anzulegen, obwohl sie nur Menschen waren. Diese Honoka war wahrscheinlich geschult darin, sich zu wehren. Nicki musste anders vorgehen.
      Er atmete durch und konzentrierte sich auf Blau. Der schimmernde, wabernde Regenbogen in seinen Augen verdichtete sich, bis seine Augen beinahe vollständig von einem unnatürlichen Blau beherrscht wurden. So ganz wollte Nicki die anderen Farben nicht loslassen - noch nicht - aber so viel Blau beruhigte seine Gedanken und gab ihm seine Logik zurück. Die Luft um ihn herum roch nach Kreide.
      "Ich ha-habe gar nichts angefan-n-ngen," sagte er ruhig. "Du bist in das Haus mein-nes Meisters eingebrochen und hast ihn bestohlen. Du hast mich mitgen-n-nommen, ohne zu fragen, ob ich das überhaupt will. Und hi-hier richtest du dann-n-n dein Schwert auf mich, sobald ich meinen Wun-nsch äußere, zurückzukehren, anstatt mich ein-nfach gehen zu lassen."
      Neben ihm, komplett aus grünem Licht geformt, bildete sich ein Hocker, auf den sich Nicki setzte. Grün war äußerst stabil und sehr viel einfacher zu formen als Gelb. Für festes Gelb brauchte Nicki mehr Konzentration, als er gerade aufbringen konnte. In aller Seelenruhe legte er sich sein Halsband wieder um.
      "Mein-n Leben ist da oben, bei mein-nem Meister. Ich habe alles, was ich brauche. Hier un-nten habe ich nichts. Ich kenne die Geschichten: wilde Menschen, die im Dreck leben. Ihr kämpft um jeden-n Fetzen, jeden Krümel. Warum sollte ich hier un-nten hausen wollen, wenn-n-n ich bei meinem Meister alles haben kann-n-n?"
      Er schoss einen Faden ultraviolettes Licht zu der Wasserflasche, die er eben abgestellt hatte, und zog sie zu sich. Für jemanden, der nicht um ultravioletten Spektrum sehen konnte, wirkte es wie das, was sie in Büchern Telekinese nannten. Nicki musste darauf achten, hydriert zu sein, wenn er nachher noch seinem Meister dienen wollte.


    • Okay, gut. Honoka musste zugeben, dass er da einen Punkt hatte, dass sie ihn vielleicht vorher hätte fragen sollen, ob er überhaupt mit wollte... aber wer bei gesundem Menschenverstand würde schon freiwillig bei den Vampire bleiben, wenn sie die Wahl hätten?! Die anderen waren ja auch ohne zu murren und ohne sie Meisterin zu nennen einfach mitgekommen, hatten sich gar gefreut, wenn auch ängstlich... dieser Mann hier war jedoch ein ganz anderes Kaliber.
      Wenigstens schien er niemandem weh tun oder sich mit Gewalt durch kämpfen zu wollen. Alleine aus Vorsicht ließ sie die Hand auf dem Griff ihres Schwertes, auch wenn sie dieses noch immer nicht heben konnte. Eine solche Fähigkeit hatte sie zuvor noch nie gesehen, wer wusste schon, was er sonst noch damit anstellen konnte? Sie beobachtete, wie die Flasche Wasser in seinen Händen landete.
      Mittlerweile waren die beiden alleine in der Höhle, selbst das Loch zum Tunnel wurde hinter sich wieder geschlossen. Honoka wusste, dass man sie schon wieder hier raus holen würde und in der Zwischenzeit... konnte sie dem Blonden vielleicht etwas Vernunft einreden.
      "Du hast nicht gesagt, dass du nicht mit willst. Normalerweise... freuen sich die Leute, dass sie da weg können. Woher hätte ich denn wissen sollen, dass du das nicht willst? Du hast nichts gesagt. Ich dachte... ich dachte du hast vielleicht einfach nur Angst. Oder sprichst nicht gerne.", erwiderte sie und versuchte sich wieder etwas zu beruhigen, "Außerdem hast du ohne Vorwarnung deine Fähigkeit benutzt, natürlich richte ich dann mein Schwert auf dich! Woher sollte ich denn wissen, was du damit vor hast! Wie auch immer...", seufzte sie und rieb sich den Nasenrücken, als sie merkte wie die Wut wieder Aufstieg.
      Sie sollte wahrscheinlich nicht überrascht sein, als er sein Halsband einfach wieder anlegte, als würde es dorthin gehören. Wie... wie viel Blödsinn hatte man ihm erzählt?
      "Du magst vielleicht recht haben. Das Leben hier ist sicherlich nicht einfach, Ressourcen sind schwer zu finden und wir leben nicht in einem Palast. Aber weißt du was? Hier müssen wir uns vor niemandem verbeugen! Wir sind kein Eigentum, müssen uns nicht an irgendwelche dummen Regeln halten und werden auch nicht für jede Klenigkeit bestraft. Oder willst du mir etwa sagen, dass der Schnitt an deinem Hals ein Unfall war?", wies sie auf seinen Hals.
      "Du willst mir doch nicht ernsthaft weis machen, dass du nicht unter der Grausamkeit der Vampire leidest?"
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    • "Du hast nicht gesagt, dass du nicht mit willst. Normalerweise... freuen sich die Leute, dass sie da weg können. Woher hätte ich denn wissen sollen, dass du das nicht willst? Du hast nichts gesagt. Ich dachte... ich dachte du hast vielleicht einfach nur Angst. Oder sprichst nicht gerne."
      Angeleitet von der Logik aus Blau, machten ihre Worte Sinn.
      "Eine ein-ndeutige Fehlkommunikation von uns beiden. Das än-ndert jedoch nichts an der Tatsache, dass ich bedroht wurde, n-nachdem die Fehlkommunikation geklärt war."
      Er nickte zu dem äußerst unpraktisch aussehenden Schwert hinüber. Einem grünen Impuls folgend - wild, risikobereit - löste Nicki die ultraviolette Verankerung an Honokas Schwert.
      "Du magst vielleicht recht haben. Das Leben hier ist sicherlich nicht einfach, Ressourcen sind schwer zu finden und wir leben nicht in einem Palast. Aber weißt du was? Hier müssen wir uns vor niemandem verbeugen! Wir sind kein Eigentum, müssen uns nicht an irgendwelche dummen Regeln halten und werden auch nicht für jede Kleinigkeit bestraft. Oder willst du mir etwa sagen, dass der Schnitt an deinem Hals ein Unfall war? Du willst mir doch nicht ernsthaft weis machen, dass du nicht unter der Grausamkeit der Vampire leidest?"
      "Jeder muss sich an Regeln ha-halten. Oder kön-nt ihr alle so viel essen, wie ihr wollt? Lasst ihr eure Kinder draußen rumren-n-nnen wie es ihnen passt? Was, wenn jeman-nd aus eurer Kommune gehen will? Sich den Vampiren an-nschließen will? Lasst ihr diese Person gehen? Ein-nfach so? Ich lasse mich beißen un-nd bekomme dafür so viel Essen, wie ich will. Mein-n Bewegungsradius ist eingeschränkt, ja, aber nicht mehr als der deine. Und ich weiß mit Sicherhe-heit, dass mir in diesem Radius n-nichts passieren wird. Ich nehme an-n, dass wir beide in Kerern-n leben. Aber mein-nen kenne ich. Dein-ner ist mir fremd. Dein-ne Regeln sind mir fremd. Menschen sind schon-n seit langer Zeit nicht mehr die Spitze der N-n-n...", Nicki schnaufte. Das Wort wollte ihm einfach nicht über die Lippen kommen. "Die Vampire regieren die Welt schon-n seit langer Zeit," sagte er stattdessen. "Es ist besser, wenn-n ihr euch damit abfindet. Än-ndern wird sich das nämlich nicht."
      Nickis Blick fiel auf die Fackel, die an der Wand fröhlich vor sich hin flackerte. Sie waren in einem abgeschlossenen Raum und waren beide am Atmen. Die Fackel musste es nicht sein. Nicht mit ihm hier.
      Er formte eine Blase aus Gelb und kippte den Rest seines Wassers hinein. Er schoss einen Faden an die Wand hinter der Fackel, spannte ihn, dann klebte er ihn an die gelbe Blase. Sobald er die Blase losließ, zog der ultraviolette Faden sie in Windeseile hinüber. Nicki hatte das Gelb nicht ordentlich verarbeitet, also war es leicht kaputt zu machen. Die Blase traf auf die Fackel, platzte und löschte damit die Fackel. Sofort herrschte in dem Raum absolute Dunkelheit.
      Nicki nutzte nun das Licht, das er gespeichert hatte, um aus Grün eine stabile Laterne zu basteln. Mitten in der Laterne formte er eine weitere Blase, dieses Mal aus Grün, und er füllte sie mit Rot. Rot mochte es, zu leuchten. Auf diese Weise hatten sie Licht, ohne dafür Sauerstoff zu verbrauchen. Es war ungefähr so stark wie die Fackel und Rot und Grün glichen einander aus.
      Nicki entging das Starren von Honoka nicht. Verständlich. Die Gäste von seinem Meister starrten auch immer alle.


    • „... du wurdest bedroht, weil du plötzlich deine Fähigkeit genutzt hast. Du hättest sonst was damit vorgehabt haben können, selbst die Leute, die mit dir hergekommen sind, sind zur Seite gesprungen.“, erwiderte Honoka und wollte damit deutlich machen, dass sie ihn nicht ohne Grund bedroht hatte.
      „Was ist das überhaupt? Dieses ganze... Licht? Wie machst du das?“, wollte sie letztendlich wissen und lehnte das Schwert wieder gegen ihre Schulter, als es wieder leichter wurde.
      „Sich den Vampiren anschließen will... als ob das jemals vorkommen würde.“, erwiderte sie mit einem schnaufen und konnte sich das beim besten Willen nicht vorstellen. Sie wusste zwar nicht, was für ein Leben er bei den Vampiren geführt habe, aber es musste ein sehr privilegiertes sein, wenn er so davon redete und unbedingt zurück wollte.
      Das Zimmer, in dem sie ihn gefunden hatte... könnte das wirklich sein eigenes gewesen sein? So groß? Mit so vielen Büchern? Hätte er das Halsband nicht getragen, hätte sie gar glauben können, dass er selber ein Vampir war und zu ihnen gehörte.
      Dennoch. Sie bezweifelte, dass viele Menschen unter den Vampiren ein solches Privileg hatten. Selbst wenn es mehr von seiner Sorte gab, sie war bei weitem nicht bereit ihre Rebellion aufzugeben, nur weil ein paar sich unter dieser Herrschaft doch wohl fühlten.
      „Und ob sich das ändern wird.“, erwiderte sie standfest, auch wenn sie dafür weder Beweise noch logische Argumente bringen konnte, „Solange wir uns zusammen tun und etwas daran ändern wollen, wird es sich auch ändern. Schau dir nur deine Fähigkeit an! So etwas gab es früher nicht! Denkst du nicht, dass das irgendein Zeichen sein muss? Und selbst wenn nicht: es ist eine Chance! Eine Chance die wir ergreifen müssen! Du bist vielleicht schon zufrieden, solange du genug zu Essen bekommst... ich aber nicht! Mit einem eingeschränkten Bewegungsradius könnte ich nie im Leben leben! Ich will die Sonne spüren, verdammt nochmal! Ich will wissen, ob es sie überhaupt gibt! Ich will nicht jeden einzelnen Tag Angst davor haben müssen, einen Vampir zu erzürnen und entweder schreckliche Schmerzen aushalten zu müssen oder gar mein Leben zu verlieren! Dir schien es ja gut da oben zu gehen. Aber das tut es den meisten nicht. Du gibst dich vielleicht mit dem was du hast zufrieden... wir hier aber nicht! Diese verdammte Kuppel muss weg und....“, unterbrach sie ihren Redefluss, als der Blonde wieder komische Dinge machte und der Raum sich verdunkelte.
      Sofort verstärkte sich der Griff um ihr Schwert und ihre Sinne waren aufs äußerste gespannt... doch es passierte nichts, außer, dass das Licht der Fackel mit dem seinen ausgetauscht wurde.
      „Mal ernsthaft... wie machst du das? Wasmachst du da überhaupt? Du kannst so viele interessante Dinge machen... und willst dich trotzdem lieber den Vampiren anschließen? Wissen diese überhaupt über deine Fähigkeit Bescheid?“
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    • "So etwas gab es früher nicht! Denkst du nicht, dass das irgendein Zeichen sein muss?"
      Nicki grunzte und schüttelte den Kopf. Natürlich war viel Wissen verloren gegangen, nachdem die Vampire die Kontrolle übernommen hatten. Aber waren die wild lebenden Menschen wirklich so dumm, dass sie das Konzept von Evolution nicht verstanden? Dass sie kein Konzept davon hatten, dass Vampire vielleicht irgendwelche Experimente machten, um ihre Nahrungsquelle zu verbessern? Diese Fähigkeiten waren kein Zeichen von irgendeiner nebulösen höheren Macht. Diese Fähigkeiten stammten von irgendeinem wissenschaftlichen Punkt, den sie nicht benennen konnten, weil Menschen keinen Zugriff auf dieses Wissen hatten. Punkt.
      "Du bist vielleicht schon zufrieden, solange du genug zu Essen bekommst... ich aber nicht!"
      Eins.
      "Mit einem eingeschränkten Bewegungsradius könnte ich nie im Leben leben!"
      Zwei.
      "Ich will die Sonne spüren, verdammt nochmal!"
      Drei.
      "Ich will wissen, ob es sie überhaupt gibt!"
      Vier.
      "Ich will nicht jeden einzelnen Tag Angst davor haben müssen, einen Vampir zu erzürnen und entweder schreckliche Schmerzen aushalten zu müssen oder gar mein Leben zu verlieren!"
      Fünf uns sechs."
      "Dir schien es ja gut da oben zu gehen. Aber das tut es den meisten nicht. Du gibst dich vielleicht mit dem was du hast zufrieden... wir hier aber nicht!"
      Faszinierend, wie sehr diese Frau versuchte, ihre Wünsche, Träume, und Ziele auf ihn zu projizieren.
      Nicki bemerkte, wie er sich von Blau hinreißen ließ, wie seine Gedanken klinischer und schärfer wurden, seine Emotionen aber abstumpften. Deswegen mochte er Blau nicht so sehr. Er lehnte sich ein kleines Bisschen mehr in da Rot, mit dem er eben die Laterne gefüllt hatte, um sich wieder auszubalancieren.
      "Mal ernsthaft... wie machst du das? Was machst du da überhaupt? Du kannst so viele interessante Dinge machen... und willst dich trotzdem lieber den Vampiren anschließen? Wissen diese überhaupt über deine Fähigkeit Bescheid?"
      "Natürlich weiß mein-n Meister Bescheid. Andernfalls hätte ich nicht diese Kon-kon-ntrolle über meine Fähigkeiten. Ich habe Jahre gebraucht, um sie so gen-nau anwenden zu können."
      Er stand auf und reichte Honoka seine kleine Laterne. Jeder wollte herausfinden, ob es nur ein Trick war. Verständlich. Die meisten hatten keine Ahnung, dass Licht sehr wohl Materie hatte und dass Nicki diese Materie verstärken oder schwächen konnte.
      "Ich spalte Licht. Und dann-n binde ich es in n-neue Formen. Jede Farbe macht etwas anderes."
      Mehr wollte er nicht verraten - sein Meister hatte ihm davon abgeraten, zu sehr ins Detail zu gehen, weil das das Mysterium kaputt machte und er dadurch weniger interessant wurde. Nicki wollte nicht uninteressant sein, sonst verlor sein Meister noch das Interesse an ihm.
      "Da wir uns in einem abgeschlossenen Raum befinden hielt ich es für an-angebracht, die Fackel da drüben zu löschen, um Sauerstoff einzusparen."
      Er setzte sich wieder auf seinen kleinen Hocker aus Grün.
      "Dein-ne Rede in allen Eh-ehren, aber das löst un-nser Problem hier nicht: Ich will zurück n-nach Hause. Du hast nicht die Fähigkeit, mich hi-hier raus zu lassen. Also ho-hol die Frau zurück, die diese Tun-n-nel macht, und ich bin-n weg. Dann könnt ihr eurer Rebellion wieder in Frieden n-n-nachgehen, bis du die Son-n-ne siehst. Sie existiert übrigens."
      Nicki hatte sie zwar nie selbst gesehen, aber er hatte dutzende Bücher über diesen riesigen Feuerball gelesen und sein Meister schwärmte oft von den italienischen Sonnenuntergängen. Natürlich musste eine Sonne existieren, sonst wäre Leben hier auf der Erde ja gar nicht möglich.
      "Also?"


    • Zunächst wirkte die Schwarzhaarige etwas skeptisch, als der Blonde ihr die Laterne hin hielt, immerhin war das nur Licht, warum sollte sie so etwas berühren können? Wahrscheinlich machte er sich nur lustig über sie und wartete nur darauf, bis sie sich dazu verleiten ließ die Laterne zu nehmen und diese ohne seine Fähigkeit durch ihre Hände schlüpfte... stattdessen hielt sie diese jedoch tatsächlich, wenn auch überaus verwundert und mit einem Gesichtsausdruck, als sollte das hier eigentlich gar nicht möglich sein.
      Erst als der Blonde wieder zu sprechen begann, blickte sie wieder auf.
      „Sauer... stoff? Was soll ein saurer Stoff sein?“, erwiderte sie verwundert, dieses Wort könnte genauso gut wieder etwas beschreiben, dass mit seiner Fähigkeit zu tun hatte, oder schlicht und einfach Magie sein. Woher sollte sie auch wissen, was das ist? Wissen war unglaublich selten und umso wertvoller geworden.
      „Sie... existiert?“, machte Honoka große Augen. Sie fragte sich zwar, woher er das wusste, aber wahrscheinlich hatte er es einfach von einem Vampir aufgeschnappt. Sie bezweifelte, dass er diese jemals gesehen hatte. Wie auch, wenn die Kuppel rund um die Uhr geschlossen gehalten wurde? Sie bewegte sich keinen Millimeter, hatte sie noch nie.
      Als Kind hatte sie Stunden damit verbracht diese anzustarren, als könnte sich jeden Moment doch noch etwas regen.
      „... du kannst nicht zurück. Zumindest... zumindest jetzt nicht. Die Vampire müssten mittlerweile zurück sein und selbst wenn nicht, wird sicherlich jemand schon bemerkt haben, dass etwas nicht stimmt. Es wäre zu gefährlich, jetzt zurück zu kehren... zu gefährlich für uns, versteht sich. Zu gefährlich für die Frau, die diese Tunnel macht.“, erklärte die Schwarzhaarige und verschränkte die Arme vor der Brust, in Gedanken versunken, ob sie nicht doch irgendwie auf einen Nenner kommen konnten, irgendeine Lösung musste es hierfür doch geben... sie konnten doch nicht für immer in dieser Höhle ausharren.
      Und Green würde sie auch nicht zurückrufen, bevor sie sich nicht absolut sicher war, dass keine Gefahr für sie herrschte.
      „... Moment mal. Dein Meister.... er mag dich sehr, oder? Du bist wahrscheinlich wertvoll für ihn... nicht wahr?“, erkundigte sie sich, auch wenn sie sich das wirklich nur schwer vorstellen konnte, „Dann will er dich doch sicherlich zurück haben. Und wenn das stimmt... können wir dich einfach gegen irgendetwas austauschen. Auf neutralem Grund, mit genug Sicherheitsvorkehrungen, dass man uns nicht einfach direkt in das Versteck folgen kann. Du kommst nach Hause und wir ziehen ebenfalls einen Vorteil aus der Sachen... was sagst du dazu?“, wusste Honoka zwar noch nicht, was sie im Austausch für einen... sie wollte dieses verdammte Wort gar nicht erst denken, verdammt nochmal... für einen Menschen verlangen konnten, aber jemand anderem würde sicherlich schon irgendetwas einfallen. Green vielleicht. Wahrscheinlich würde sie sich aber auch darüber aufregen, wie waghalsig diese Idee war.
      Aber wahrscheinlich nicht waghalsiger, als wieder einen Tunnel zum Anwesen eines Vampirs zu bauen, nicht wahr?
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    • "Du kannst nicht zurück. Zumindest... zumindest jetzt nicht. Die Vampire müssten mittlerweile zurück sein und selbst wenn nicht, wird sicherlich jemand schon bemerkt haben, dass etwas nicht stimmt. Es wäre zu gefährlich, jetzt zurück zu kehren. Zu gefährlich für uns, versteht sich. Zu gefährlich für die Frau, die diese Tunnel macht."
      Blau kalkulierte wie weit sie gelaufen waren, wie steil der Winkel des Tunnels gewesen war und wie viel Sprengkraft notwendig war, um sich zurück an die Oberfläche zu bomben. Rot wollte direkt loslegen und alles in Schutt und Asche zerlegen. Grün wollte Honoka die Nase brechen, bevor er mit seiner Tunnelarbeit anfing. Nicki tat nichts davon. Stattdessen biss er sich auf die Zunge und versuchte, all diese Impulse in Einklang zu bringen. Wenn er das Licht noch länger festhielt, würde ihm irgendwann der Wille ausgehen und das Licht würde gewinnen - er konnte nur nicht sagen, welche Farbe. Aber loslassen wollte er das Licht auch nicht. Was, wenn Honoka plötzlich beschloss, dass er ein zu großes Risiko war und ihn loswerden wollte? Er musste sich verteidigen können.
      "Moment mal. Dein Meister.... er mag dich sehr, oder? Du bist wahrscheinlich wertvoll für ihn, nicht wahr?"
      Nicki bildete sich ein, dass es so war, also nickte er.
      "Dann will er dich doch sicherlich zurück haben. Und wenn das stimmt, können wir dich einfach gegen irgendetwas austauschen. Auf neutralem Grund, mit genug Sicherheitsvorkehrungen, dass man uns nicht einfach direkt in das Versteck folgen kann. Du kommst nach Hause und wir ziehen ebenfalls einen Vorteil aus der Sachen. Was sagst du dazu?"
      Grün wollte, dass er lachte. Blau wollte, dass er ihr ganz genau erklärte, warum ihr Plan nicht funktionieren würde. Rot wollte immer noch eine Wand in die Luft jagen.
      Nicki zuckte unverbindlich mit den Schultern.
      "Mir egal, wie. Ich will ein-nfach nur nur nur..." Verdammte Nervosität! Die Info, dass er nicht einfach so zurück konnte, traf ihn doch härter, als er sich hatte eingestehen wollen. Nicki seufzte und versuchte es noch einmal: "Ich will einfach n-n-nur nach Hause." Na geht doch.