Forget me not [Stardust_Rose & DeeplyRouge]

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    • Hana sah zu ihm und lächelte ihm sanft zu. "Ich weiß nicht, was ich heute anders gemacht habe als sonst", seufzte sie sanft, ihr Blick versicherte jedoch, dass es ihr schon viel besser ginge. "Vielleicht habe ich einfach nur zu wenig getrunken". Wenn sie ehrlich zu sich selbst war, wollte sie noch nicht, dass diese Begegnung endete, denn so viel hatte sie schon lang nicht mehr mit jemandem gesprochen. Jay sprach gern über sein Geschäft und die Firma und oft blieb da nicht mehr allzu viel Platz für Hanas Gedankenwelt. Sie wollte Luca auf keinem Fall das Gefühl vermitteln, dass sie umgehend nach Hause wollte. Sie verschwand kurz in ihren Gedanken und am Auto angekommen lehnte sie sich mit dem Rücken an die helle Tür, umspielte mit ihren Fingern etwas aufgeregt die Anhänger an ihrem Schlüsselbund, dennoch konnte sie nicht anders - ein tiefes Seufzen entwich ihr, bevor sie sich dazu entschieden hatte, sich doch für heute von dem freundlichen Arzt zu verabschieden. "Ich würde wirklich unheimlich gern noch ausgehen, aber ich denke, dass ich mir das doch lieber für morgen aufheben mag..."
      Ihre Stimme klang entschudligend süß und sie war wirklich bedacht darauf, ihm keine falschen Signale zu senden. Sanft griff sie nach seiner Hand und nickte sehr höflich. "Aber nach meinem Stück trinken wir doch sicher noch einen Drink gemeinsam, oder?". Der Gedanke daran machte sie glücklicher als er vielleicht sollte. Sie fühlte sich ein wenig schuldig, so als würde sie ihrem Freund etwas verheimlichen. Aber was sollte das schon gewesen sein? Dass sie einen Kaffee mit ihm getrunken hat? Dass Luca sich ihr Klavierspiel ansehen würde, auf welches sie schon so lange fieberte? Es war doch Jays Versäumnis und warum dürfte sie diese Erinnerung nicht mit einer netten Bekanntschaft teilen, die sie nach diesem Wochenende wahrscheinlich nur noch in Zeitungsartikeln wiedertreffen würde. Hana wusste, dass das schlechte Gewissen sie früher oder später plagen würde, doch das schob sie in ihren Gedanken vorerst beiseite.
      "Wie wäre es mit einem kleinen Rätsel? Ich bestelle morgen einen Drink für dich und du für mich, bevor wir uns überhaupt begrüßen konnten und schauen, wer den anderen besser einschätzen konnte...Klingt das spannend?". Ein verspieltes Grinsen schlich sich auf Hanas Lippen, bevor sie ihre Autotür aufschloss und leise "Bis morgen" flüsterte und dann auf ihren Fahrersitz stieg. Sie winkte ihm noch einmal und fuhr dann vorsichtig heim, ohne dass das Lächeln ihr Gesicht verließ.


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      Hana war schon ganz aufgeregt, obwohl sie das schon öfter getan hatte. In ihrer Lieblingsbar zu spielen, war schon fast ein Hobby geworden und nervös war sie davor schon ewig nicht mehr. Die Gäste in der Bar amüsierten sich prächtig, tanzten ausgelassen hin und her und die Altersgruppen mischten sich untereinander. In der Mitte der Tanzfläche standen die Instrumente der Liveband und Hana saß an dem großen hellen Flügel. Ihre langen schwarzen Haare waren sorgfältig gewellt und hübsch hochgesteckt. Ihr fliederfarbenes Kleid waren ein Kompliment für ihre Erscheinung. Das Nemo`s schien wie eine Zeitreisekapsel - die Musik war geprägt von den späten fünfziger Jahren und die Menschen die dort tanzten und tranken, spiegelten sich in der Musik und dem Ambiente makellos wider. Und auch Hana passte sich dem fast problemlos an. Ihre Finger glitten grazil über die Tasten des Flügels und die schwarzhaarige Schönheit taute immer mehr auf, doch suchten ihre hellen Augen immer wieder nach ihrem eingeladenen Gast. Ablenken ließ sie sich jedoch nicht. Sie versank immer weiter in der Musik und schien fast völlig eingenommen von den Klängen um sie herum. Vielleicht auch weil sie sich vorstellte, wie sie und Luca sanft zu der Musik tanzten und ein schüchternes Grinsen schlich sich auf ihre Lippen - auch der Sänger bemerkte ihren Ausdruck und hob gespannt die Augenbrauen, woraufhin Hana etwas rosa um die Wangen wurde. Und ganz zu seinem Vergnügen leitete der Sänger sehr überraschend Hanas Solospiel ein. Und da war sie wieder - die Nervosität.


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    • Zu hören, dass solche Kreislaufprobleme nicht alltäglich bei der Lehrerin waren, beruhigte Luca etwas. Zwar schloss es eine Krankheit, welche dafür verantwortlich war, nicht aus, doch machte es dies unwahrscheinlicher. Zu der Aussage von Hana nickte er zunächst und erwiderte dann “Wenig Trinken könnte durchaus die Ursache dafür sein. Trotzdem würde ich dir empfehlen, zumindest die nächsten Tage vielleicht ein wenig mehr darauf zu achten. Unter Umständen könnte es vielleicht auch eine Allergie sein, die dir nicht bewusst ist.” Ein Lächeln trat erneut auf sein Gesicht und er fuhr fort “Naja mach dich deswegen aber bitte nicht verrückt. Natürlich ist auf die Gesundheit achten wichtig, aber sollte es keine Belastung sein. Eher eine gute Balance ist wohl das Beste.” Manchmal war der Beruf des Arztes sowohl Fluch als auch Segen. Einige Dinge ließen sich dann doch nicht ablegen. Als sie an dem Auto ankamen, blieben die Augen des Schwarzhaarigen auf der hübschen Dame hängen. Die Art wie sie an ihrem Auto stand und mit dem Schlüssel herum spielte, hätte er unter anderen Umständen wohl anders wahrgenommen. Doch wusste Luca, dass die Frau vergeben war. Somit war es sicher nur eine ihrer Eigenarten, wenn auch eine recht fesselnde. “Nun ich kann es verstehen und sicher ist es auch besser, wenn du dich etwas ausruhen kannst, bei deinen Kreislaufproblemen heute. Aber natürlich, wie könnte ich zu einem Drink bei solch reizender Gesellschaft dann schon nein sagen.” kam es von ihm. Es war schön, dass es eine Aussicht auf ein weiteres Gespräch gab. Der folgende Vorschlag war interessant. Schmunzelnd sprach der Grauäugige “Ja es klingt sehr interessant sogar. Dann schauen wir mal, wer von uns morgen eher ins Schwarze trifft.” Eine Idee, was er für die Dame ordern würde hatte der Arzt noch nicht, doch irgendwas würde sich schon ergeben. Zur Not konnte er immer noch improvisieren. “Bis dann.” gab er als Verabschiedung zurück und winkte. Nachdem das Auto der Lehrerin aus dem Sichtfeld verschwunden war, sah Luca sich die Konzertkarte an. Aus Interesse prüfte er die Bar und die Veranstaltung. Es war im Stil der fünfziger Jahre gehalten. Dies aber bedeutete, dass passende Kleidung unumgänglich war. In einem nahegelegenen Modegeschäft wurde der Grauäugige fündig. Eine Weste im passenden Stil, ein Hemd, Hose und passende Schuhe. Es war durchaus ein Outfit, welches ihm gefiel und sicher würde es auch in Zukunft Gelegenheiten geben es zu tragen. Dann aber ging es an den Rückweg ins Hotel.


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      Das Styling, um einen authentischen Look hinzubekommen, war doch zeitintensiver gewesen als erwartet. Dennoch verlief zeitlich alles nach Plan und der Aufbruch kam früher als notwendig. Er hatte nicht vor den Anfang zu verpassen und ungefähr 15 Minuten vor Beginn traf der Arzt am Nemo’s ein. Das Motto war vollkommen getroffen und es wirkte nahezu, als hätte Luca eine Zeitreise in die fünfziger Jahre gemacht. Es gab dem ganzen schon von Beginn an eine schöne Atmosphäre. Zunächst ging Luca zum Barkeeper und gab bereits die Bestellung des Cocktails für nach dem Konzert in Auftrag. Ein African Queen. Zwar ein exotischer Cocktail, aber dennoch empfand der Arzt ihn als passend für Hana. Wie gut es am Ende aber zutraf musste die Lehrerin selbst beurteilen. Mit einem Old Fashioned setzte sich der Schwarzhaarige und hörte dem Spiel der Musik zu. Es war ein besonderes Erlebnis, die Musik zusammen mit der Atmosphäre. Eine besondere Art der Magie, welche ihn in seinen Bann zog. Die Augen des Mannes aber lagen auf Hana selbst. Sie trug ein sehr hübsches Kleid, welches sowohl von der Art als auch farblich sehr passend gewählt war. Es stand außer Frage, dass sie alle anderen weit überschattete. Zumindest war dies der Fall in der Wahrnehmung des Mannes. Unbewusst lag ein Lächeln auf seinem Gesicht, seit er sie erblickt hatte. Das Glas fand zu den Lippen und das Getränk benetzte die Kehle des Arztes. Dann aber galt seine volle Aufmerksamkeit als ein Solo der Schwarzhaarigen begann. Innerlich dankte er der Dame für diese Gelegenheit, weil ihr Spiel wunderschön war. Doch auch kam die Frage auf warum ihr Lebensgefährte auf eine solche Darstellung der Kunst verzichtete.
      Love is something entirely without any logic but an important part of human nature. The wish that the one you care for is happy. Something someone willingly take sacrifices for to ensure it even if it results in their own pain.