Das Königreich der Rosen

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    • Bella

      "Natürlich wussten nur wir bescheid. Und ich habe kein weiteres Wort darüber verloren, wenn andere Ohne dabei waren. Es könnte Fine selbst, oder einer seiner Soldaten gewesen sein. Ich werde auch sie befragen lassen.", entgegnete Bella. Dabei huschten ihre Blicke immer wieder zu den Hasenzähnen, der Schweinenase und der Stromfrisur, die aussah, wie ein vertrockneter Busch. Da dürfte kein Kamm was richten können.
      Und aufeinmal grunzte die Prinzessin auch noch, was Bella kurz zusammenzucken ließ. Mit Mühe konnte sie ihr Lachen unterdrücken. Und Posy ebenso. Die flog lieber schnell hinter Bellas Haube, um sich da zu verstecken.
      Bella seufzte. "Prinzessin, der Fluch dauert nun schon eine Weile an, doch ist er erst am Anfang. Was soll bis zum besagten Lebenstag des Königs noch alles geschehen, eher der Fluch das Reich zerbrechen und sich von selbst lösen wird? Ihr werdet als Arme Frau enden, die aus dem Land gejagt wird. Und was wird zwischendurch mit euren Körper und Geist geschehen? Wir sollten die Suche nach der Perle verschärfen. Wärt ihr bereit, ein wenig Gold fließen zu lassen?"
      Die Königsfamilie war stinkreich, auch wenn das Gold eher dem König gehörte, so hatte auch Maira ihre Ansprüche und Verwendungsrechte. Notfalls würde sie halt einfach so in die Schatzkammer greifen. Soll der König sich doch schwarz ärgern. Natürlich musste Bella erklären, wofür sie das Gold bräuchte. Nicht, das sie sich damit einfach nur neue Kleider kaufte, und durch die Straßen von Königsstadt stolzierte, währen die Prinzessin hier grunzend im Schloss saß.
      "Ich hörte von einer speziellen Söldnergruppe, die ihre Dienste dem höchsten Gebot bietet. Bestärkt auch durch ihren Glauben, eine treue Truppe, die den Verrat verabscheut. Vielleicht eine Alternative zu Fine und seinen Soldaten. Denkt bitte darüber nach."


      König Sirius

      Der heutige Tag war sowohl erfrischend, als auch überraschemd scheußlich gewesen. Deys Anwesen erblühte in rot, während Dörfer der Prinzessin in einem strahlenden Weiß erblühten. Das erklärte wohl auch, warum der König sein Mittagessen heute alleine genießen durfte. Er später über den langen Tisch zum anderen Ende, an dem für gewöhnlich die Prinzessin saß und dinierte. Außer natürlich sie war zu krank, um das Bett zu verlassen. Aber davon hörte er nichts.
      Ein Diener füllte seinen Weinkelch.
      "Wo ist die Prinzessin?", fragte der König. "Hat sie nichts verlauten lassen?"
      Der Diener verneigte sich demütigst. "Nein, euer Majestät. Selbst der Koch hat ihr ein Mahl bereitet. Es wartet nur darauf serviert zu werden."
      "Hmmmm, seltsam."
      Was hatte die Prinzessin wohl diesesmal für Probleme? Sie wird jedenfalls nicht unsichtbar geworden sein, und ihm hier einen Streich spielen wollen.
      Naja, er dinierte dennoch zufrieden und ließ sogar mal wieder den Koch loben. Irgendwann erfuhr er, das man der Prinzessin das Essen auf ihrem Zimmerservierte.
      Und auch am Rest des Tages bließ die Prinzessin außer Sichtweite. Ansich nichts ungewöhnliches, da es Alltag war, sich selten zu sehen. Aber die gemeinsamen Räumlichkeiten wurden häufig auch gemeinsam genutzt, wie eben der Speisesaal.
      Der König ging zu seinem Tagesplan über. Seine gute Laune ließen ihm seine nervige Schwester rasch vergessen. Bestimmt hatte sie pulsierende Pickel, die ständig platzen. Der Fluch bot ja so einiges an Schauspielkunst.
      Zeit eben diesen Fluch wieder in Angriff zu nehmen. Während Dey mit seinem Anwesen beschäftigt war, und nach dem Schuldigen suchte, ließ der König seinen Beraterstab einberufen. Zeit für ein neues Fest im Schloss. Eine Brautschau. Man sollte noch heute verkünden, das heiratswürdige Damen das Schloss aufsuchen sollten. In zwei Tagen sollte das Fest statt finden. Eine kurze Vorbereitung war nötig. Swnn bald würden die weißen Rosen in den Örtlichkeiten seiner Schwester wieder vergehen. Ihr Zustand würde sich bessern, und seiner verschlechtern. Er brauchte Zeit. Vielleicht fand er ja diesesmal die zukünftige Königin, bei der auch Maira den Segen erteilte. Ausgerechnet das war auch noch nötig. Wenn Maira sie nicht anerkannte, würde ein Blatt fallen. Außerdem musste er verhinder, zu unfreundlich zu werden. Das würde jede Frau verschrecken.
      Also ab in die Höhle des Löwen. Ein Raum, der ihn anwiederte, seit dem Geschenk, welches Maira einst mal erhalten hatte.
      Doch der Fluch hatte es bisher nicht erlaubt, das sie ihr Geschenk selbst nutzen konnte.

      Als es bereits dunkel war, würde er die Prinzessin im Musikzimmer treffen. Der Raum war in rote Rosen gehüllt, as den König nervte. Aber so war es halt im Schloss. Bis auf wenige Örtlichkeiten, die immer gleich erstrahlten, waren seine und ihre Diener in einem Kampf verwickelt, die Bereiche des Schlossen in rot und weiß zu hüllen. Ein Gang, ein Raum, ein Garten, sogar Mauern oder ein Tor. Und manchmal auch die Soldaten. Aber da hatten sie eine Dauerlösung gefunden. Die Soldaten beider Seiten waren in glänzenden Rüstungen die weiß und silbern waren, gehüllt. Im Gegenzug waren sie mit roten Rosen geschgmückt und verzeiert. Manche teil der Rüstung, manche echt, und sie wurden regelmäßig erneuert. Man sah sie im ganzen Land, und sie präsentierten sowohl den Fluch alls auch das gemeinsame Ziel diesen zu lösen. Und natürlich auch die Rivalitäten und Verzweiflung beider Seiten. Keine wollte nachgeben, und den anderen gewähren lassen. Zu groß war die Angst, das der König ewig ein Scheusal blieb, oder die Prinzessin ihr Leben geben müsste, für das Königreich. Oder dauerhaft verunstalltet bliebe. Die Feen waren hinterhältig. Einestages würden sie dafür noch büßen müssen. Noch waren sie wegen dem Fluch geschützt. Zu Hölle mit ihnen.
      Die großen Türen zum Musikzimmer schwangen auf. Kerzen erhellten den Raum. Mondlicht schien durch die Fenster. Im Schloss war es deutlich ruhiger geworden. Sirius betrat den Raum, und ließ die Türen zufallen. Draußen standen Wachen vor der Tür, und eine Dienerin, die jederzeit auf Befehl der Prinzessin abrufbar war.
      Maira selbst saß auf einer gemütlichen Sitzbank in eine flauschige Decke eingehüllt. Links und rechts ein Netzkissen, gestopft mit roten Rosenblüten. Wohl auch eine Art Glücksbringer.
      "Hallo, Schwester.", grüßte er kurz, und spähte zu ihr rüber. Sie sah unglücklich und genervt aus. Und zudem .... etwas gewöhnungsbedürftig. Sirius schmunzelte. "Ahja, deshalb hatte ich heute mal wieder alleine essen dürfen. Es schmeckt alles ein wenig fade, ohne dein ständiges Jammern und Meckern.", fügfte er hinzu und ging grinsend an ihr vorbei, zu dem, was sie einst geschenkt bekommen hatte, aber nie spielen erlernen konnte. Ein Flügel.
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      Natürlich grüßte die Prinzessin zurück, wenn auch nicht gerade hoch erfreut, und begleitet mit einem Grunzen zum Konter. Schon oft hatten sie sich in diesem Raum getroffen. Seit ihrem 16ten Geburtstag stand dieser Flügel nun schon hier, und bisher hatte sie nie mehr getan, als mal ein paar Tasten erklingen zu lassen. Mehrfach schon sollte sie mal Musikunterricht erhalten. Aber jedesmal kam ihr der Fluch dazwischen. Hände, groß wie Serviertablets, Schwächeanfälle, verwirrtheit, einmal war sie so aufgedunsen, das sie nicht mal durch die Türen passte, und an einem Band schwebend festgebunden über dem Bett kreiste. Fett wie ein Ballon. Oder sie lag einfach nur schwach im Bett, oder war mit dem Kampf gegen Sirius beschäftigt.
      Und eben ihr Bruder war es letztenendes, der gelernt hatte, mit IHREM Geschenk zu spielen. Es kam übrigens aus dem Hause Mercury. Dey hatte keine Verwendung dafür. Und das frustete Maira sicher um so mehr, ein Geschenk von Dey nichtmal nutzen zu können. Aber ihr Bruder Sirius konnte es wohl mal eben so erlernen. So eine Frechheit.
      Er ging auf das Instrument zu und nahm Platz, klappte den Deckel der Tasten hoch und prüfte mit einem Tastendruck den Klang. Es war wie immer perfekt gestimmt. Jeden Tag staubte man es ab, prüfte die Rosen, und das Gerät selbst.
      Dann fing er an zu spielen.
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      "In zwei Tagen werde ich erneut nach einer geeigneten Königin suchen.", begann er, während er für Maira spielte. "Selbstverständlich ist es deine Pflicht, ebenfalls an der Feier teil zu nehmen. Das ist dir ja sicherlich bewusst."
      Und das galt natürlich auch, egal wie sie aussah. Und da war das erste Problem. Sirius würde über ihre Scham hinweg gute Laune vorlegen wollen.
      "Du weißt, das wir den Fluch auch so lösen könnten, nicht wahr? Also verdirb mir nicht das Fest! Ich hörte von weißen Rosen in deinen Dörfern. Lass sie blühen, bis die Braut gefunden wurde."
      Natürlich war das eine Bitte, aber er hätte es auch befehlen können. Er stand schließlich über ihr. Aber im Rosenkrieg war alles erlaubt. Selbst Befehlsverweigerung, zu ihrem Voreteil hin.
      "Und sicher hast du schon von Dey gehört. Sein Anwesen erblühlt blutrot. Du nweißt nich zufällig warum? Und selbst wenn, es wäre mir schon fast egal. Ich kann leider auf dich keine Rücksicht nehmen. Diese Rosen müssen WEG! Dey wird sie vernichtet haben bis zur Brautschau."
      Er grinste schelmisch. Er würde die Prinzessin wohl auch mit ihrem Bett in den Saal schieben lassen, sollte se noch so kränklich enden.
      "Es wäre also besser, wenn du mich einfach unterstützen würdest. Habe ich eine passende Dame gefunden, musst du sie nur akzeptieren. Und schon ist alles vorbei."
      So so. Sein Vergnügen über ihre Unannehmlichkeiten. Und am Ende haben die Feen gelogen. So einfach sollte der Fluch sich brechen lassen? Es würde den König nicht ändern. Und er würde sich an den Feen rächen. Bestimmt diente das nur zur Belustigung der Feen. Nichts würde passieren, außer das sie leiden müsste, während er fröhlich lacht. Sicher würde sie auch noch mit Bella darüber sprechen. Wenn er mitten beim Fest einen Wutausbruch bekäme, und sich schrecklich benehmen würde ...... keimte da ein Plan auf?


      Königsstadt
      Maskierter Fremder
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      Was ist nur aus diesem Land geworden? Das hatte er sich schon häufig gefragt. Wie ein Handeln eines Königs, und ein Fluch, ausgesprochen von Feen, ein ganzes Land spalten konnte. Überall trauer, Hass, Wut und Verzweiflung. Und mittendrin tanzte die Fröhlichkeit. Eine Fassade, die immer wieder zusammenbrach. Besonders hier in dieser Stadt. Das Schloss thronste erhöht auf einem Hügel, dem Rest eines Berges, den einst die Zwerge abtrugen, und das Material für den Bau nutzen. Und unter dem Hügel lag ihr Erbe. Ein Berg aus Schätzen, Gold, Diamanten und anderen wertvollen Dingen. Und kein König würde es her geben. Erstrecht nich dieser hier.
      Gerüchte brachten ihn schließlich an dieser Ort. Vielleicht würde er sich einem der beiden anschließen. Aber er war schlecht ausgerüstet. So konnte er dem Adel nicht gegenübertreten.
      Welch ein Segen, das ihm in dieser Straße eine Schmiede über den Weg fiel. Im Handwerksviertel sicher auch irgendwie zu erwarten, aber diese lag noch etwas weiter davor, und hatte etwas mehr freie Sicht. Und was war das? Ein Golem? Ein seltsamer Golem. Er hatte Lichter. Magische Lichter, die blinkten. Und er machte komische Geräusche. Leute versammelten sich um ihn, klatschten, oder jammerten. Offenbar betrieb der Golem Glücksspiele. Aber man verstand ihn nicht. Er dudelte und klackerte. Ein Bauer jubelte plötzlich, als ihm Münzen wie ein Wasserfall in einen Sack flossen. Fröhich tanzte er damit davon, und wurde beklatschte. Dann versuchte es natürlich ein reich aussnhender Mann. Er verlor natürlich. Er fluchte wild, gab noch einen Beutel Münzen her, und verlor erneut. Zumindestens fast. Ein paar Kupfermünzen bekam er wohl als Trost zurück, das ihm etwas Gold abhanden gekommen war. Der Fremde kicherte hinter seiner Maske.
      In der Schmiede hörte er das übliche Klingen vom Hammer. Also war der Schmied da. Es überraschte ihn, hier eine Dunkelzwergin vorzufinden. Also gehörte der Golem sicher zu ihr. Dunkelzwerge nutzen viele dieser Diener.
      Er betrat die Schmiede und grüßte.
      "Guten Tag. Ob ich ihre Dienste in Anspruch nehmen dürfte?"
      Er holte ein Schwert heraus. Es war aus silbrigem Metall. Mithril. Auch seine grauschwarze Kleidung war geschmückt davon.
      "Ich benötige eine Erneuerung meines Schwertes. Und ich möchte ein magisches Update dazu. Ich zahle gut."
      Er würde einen Geschwindigkeitszauber verlangen. Dazu müssten natürlich Diamanten mit eingearbeitet werden. Und zufällig hatte er welche dabei. Er warf der Zwergin diesen auf den Tresen. "Hier. Ich denke das ist ausreichend. Ihr dürften den Rest sogar behalten, da ich keine weitere VErwendung dafür habe. Was sagt ihr? Und wie schnell könnt ihr das erledigen? Schafft ihr es bis morgen Mittag?"
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    • Gwannis

      Sie hatten sich abgesprochen. Gwannis wird mit ihrer Schmiede in der Hauptstadt bleiben. So konnte auch Jackpot die Münzen etwas verteilen. Sie will die Münzen nicht für sich selbst haben. Sie überprüfte gerade die Axt von einem Holzfäller und reparierte diese, als ein seltsamer Mann ihre Schmiede betrat. "Ich bin gleich bei Ihnen." Sagte sie und schärfte die Axt zuende. Diese gab sie dem Holzfäller. "Lass stecken. Dafür brauchst du mir nichts zu zahlen." Meinte sie ehrlich. Dann ging sie zu ihrem neuen Kunden. "Moradin zu Gruße. Bitte entschuldigen Sie, dass Sie warten mussten. Was kann ich für Euch tun?" Sprach sie und hörte seinen Wunsch. Sie nickte dazu. "Darf ich?" Fragte sie und nahm das Schwert. Sie betrachtete es und ihre Augen fingen an zu leuchten. "Ein sehr schönes Schwert. Wer dies geschmiedet hat, der versteht sein Handwerk. Leider ist die Verarbeitung von dem Mithril nicht so sauber." Sie sah sich um und nickte Jackpot zu. Er wird dafür sorgen, dass sie ungestört sind. "Mit Verlaub. Was haben Sie vor? Ich bin zwar nur eine Zwergin die auch noch Schmied ist, aber ich habe auch meine Prinzipien. Das Land versinkt immer mehr im Chaos. Der König und die Prinzessin streiten sich eher und das Volk und das Land leidet darunter. Für wen wollt Ihr kämpfen?"



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • Maira

      Nachdem Bella erklärt hatte, dass sie unschuldig war, da nickte die Prinzessin. Sie vertraute Bella und wusste, dass diese sie nicht verraten würde, auch wenn ihr die zuckenden Mundwinkel von Bella und Posy nicht entgingen, doch sie hätte diese immerhin auch ausgelacht, wenn es ihr so ergangen wäre. Als sie nun jedoch meinte, dass man auch Fine und seine Männer überprüfen sollte, da nickte sie zögerlich. Fine traute sie, doch Kontrolle war besser als Vertrauen und seine Männer wiederum waren nur Fußvolk für sie. „Du wirst alle überprüfen lassen, Bella.“, gab sie halb als Befehl und halb als Bitte von sich.
      Als Bella nun jedoch weiter sprach und von Geld anfing schaute die Prinzessin wieder suspekt und vor allem: Typisch wie man bei einer arroganten Prinzessin denken würde. Erst als Bella weiter sprach und erklärte, wofür sie das Geld verwenden wurde, wandelte sich ihr Blick und wurde neugierig und nachdenklich. Vielleicht sollte sie endlich wieder mehr Zeit und Elan in die Suche stecken, da hatte Bella recht. „Ich denke darüber nach, aber du hast Recht: Wir müssen uns wieder mehr auf die Suche danach konzentrieren und die kleinen dummen Spielchen von meinem Bruder, dem König, nicht so an uns ran lassen.“ Sie hatte neuen Mut gefasst und schaute nun wieder selbstsicherer, trotz ihrem verunstalteten Äußeren. Danach entließ sie Bella mit ihrer Aufgabe sich hinter die Suche nach dem Leck zu machen und stimmte zu sich Gedanken, um die Söldnergruppe zu machen.
      Die Prinzessin bekam natürlich nichts davon mit, was ihr Bruder unten im Schloss trieb. Dennoch konnte sie es sich schon denken, dass er sicher sogleich wieder auf Brautschau gehen würde, denn dies tat er schließlich immer, wenn es ihr so mies ging. Aber wer würde diesen Kerl schon nehmen, der so widerlich sein konnte, dachte sie sich und schüttelte sich bei dem Gedanken daran. Sie würde alles geben müssen, um diese Hochzeit zu verhindern, wobei Sirius sicher schon schnell genug es sich selbst verbauen würde mit seiner Art.
      Erst als es schon dunkel wurde, hatte Maira genug von ihren eigenen viel Wänden und schlich sich ins Musikzimmer. Hier würde sie niemand sehen und dennoch würde sie ihr Zimmer verlassen können. Maira saß schon einige Zeit am Flügel und schlug immer mal wieder eine Taste an und spielte imaginäre Melodien, die man gut und mal schlecht waren. Immerhin hatte es dieses Mal ihre Finger nicht in Mitleidenschaft gezogen und es war ihr überhaupt möglich nur eine Taste zu treffen. Ihr Herz war schwer. Diesmal weniger wegen dem Hass zu ihrem Bruder, wenn man es so nennen wollte, sondern wegen anderer Gefühle.
      Als nun der König rein kam und sie ansprach zuckte sie unmerklich zusammen und war sauer, dass sie nicht mal hier ihre Ruhe hatte und es wurde nicht besser, dass er so gute Laune hatte. Ein Teil von ihr wollte ihn wie immer angiften, doch irgendwie fehlte ihr der Elan dafür heute. Als er sich nun neben sie setzte und anfing zu spielen wuchs ihr Neid. Wieso wagte er es auch auf ihrem Flügel zu spielen. Erst die Erwähnung von Dey ließ ihre Augen für einen Augenblick funkeln. „Oh ja. Habe ich. Vielleicht ist es ja doch nicht so loyal…“, legte sie nun den Finger in die Wunde und lachte leise. So wie sie aussah wollte sie nicht mal auf sein dummes Fest, aber sie brauchte einen Plan. Ihr Hirn arbeitete noch als ihr zumindest einfiel, wie sie ihn nun ärgern konnte. Mit einer schnellen und gekonnten Handbewegung schlug sie die Abdeckung der Tasten zu, ohne dabei natürlich Rücksicht auf seine Finger zu nehmen. „Upps.. das tut mir leid.“ Als er natürlich anfing zu schimpfen lachte sie. „Und deshalb wirst du nie eine Frau finden, du bist ätzend und abstoßend, auch ohne den Fluch.“ Damit erhob sie sich und machte sich zurück auf den Weg in ihr Zimmer.
      Fuck bein' good, I'm a bad bitch
      I'm sick of motherfuckers tryna tell me how to live
      (Megan Thee Stallion - Girls in the Hood)
    • König Sirius

      Soeben noch spiele er auf den Flügel und ärgerte so seine Schwester, da sie nicht spielen konnte, obwohl es ein Geschenk an sie persönlich war. Das besserte seine Laune nochmals ein wenig. Auch wenn sie schon wieder spürbar verändert war. Die Waagschalen der Rosen änderten sich ständig. Ab einer gewissen Zahl auch die Gesundheit und das Gemüt.
      Dann plötzlich ließ Maira mit etwas Wucht die Abdeckung zuklappen, was ein schönes unmusikalischen --DOOOOOMMMM-- mehrerer Tasten verursachte, begleitet von einem "YIIIAAAHHHHH..." des Königs, der so wohl seine musikalische Einlage beendete. Es zog die geröteten Finger hervor, die einen deutlichen Streifen auf der Oberseite hatten, dort wo der gebogene Rand der Klappe aufgeschlagen war.
      "Maira! Was zum Teufel sollte das? Bist du jetzt auch noch verrückt geworden?"
      Aber sie lachte nur spöttisch mit einem gespielten tut mir Leid. Und irgendwie brachte sie das noch mit ihm und den Frauen zusammen. Er wäre ja so ein Ätzer. Sogar ohne Fluch. Da fing Sirius selbst an zu fluchen und meinte, das sie beim Nächstenmal hoffentlich bunte Punkte im Gesicht hat. Oder fette Beine bekommt wie eine gemästete Sau.
      Sie streckte ihm noch die Zunge raus und knallte die Tür zum Musikzimmer zu. Es rummste laut, und ein paar Rosenblätter rieselten zu Boden.
      Mürrisch starrte er auf seine geschwollenden Finger, stand auf und verließ den Raum auch.

      Der nächste Tag
      Gegen Mittag saß Sirius auf dem Thron und starrte hinunter. Wie immer waren einige Leute versammelt, und ein paar Soldaten aufmarschiert. Vor ihm kniete Dey, der etwas fröhlicher als gestern wirkte. Und er hatte jemanden in Ketten gelegt, seinen Obergärtner.
      "Wer ist das?", fragte Sirius, und Dey grinste, während er sich erhob. "Euer Majestät, das ist der Schuldige. Ihm habe ich es zu verdanken, das falsche Samen gepflanzt wurden, und falsche Anweisungen gegeben wurden. Ja, man fand sogar ein Schreiben, das von Seiten der Prinzessin kommen muss. Er scheint sich mit ihr verbündet zu haben. Vielleicht wollte er so seine Treue beweisen. Und mich hätte es fast den Kopf gekostet. Mich, einem eurer fähigsten Generäle, der es liebt, rote Rosen zu vernichten. Ich HASSE rote Rosen!"
      Der Gärtner sah nicht glücklich aus. Sirius starrte ihn an. Der Gärtner erwiederte mit einem Blick, der Verzweiflung und Lügen strafte, die man über ihn verbreitete, nur damit Dey seinen Kopf behielt. Dey würde sich einfach einen neuen Gärtner suchen. Hauptsache er blieb am Leben.
      Der König blickte eiskalt. "Ist das so, ja? Nun gut, so verkünde ich ohne Umschweife das Urteil. Ich habe heute nämlich noch mehr zu tun."
      Sirius sah sich kurz in der Menge um, stand dann auf und richtete den Finger auf den Gärtner.
      "Für diese abscheuliche Tat sollte eigentlich euer Kopf rollen. Doch ist meine Laune heute noch viel zu gut dafür. INS LABYRINTH MIT IHM! Er soll sein Heil im Labyrinth. Wenn er es lebend hindurch schafft, so ist er frei hinzugehen, wo immer es ihm beliebt. Aber es muss meinem Königreich fern bleiben. Betritt er es gebe ich 100 Goldmünzen für seinen Kopf, wenn er mir zu Füßen rollt. HINFORT MIT IHM!"
      Das kam unerwartet, aber es war nicht unüblich. Der unschuldige Gärtner rettete Deys Kopf, und wurde dafür verbannt. Das Labyrinth würde das Urteil vollstrecken. Es gab viele Fallen und Kreaturen in diesem Baunwerk. Es erstreckte sich sogar über mehrere Kilometer, so das man das Ende kaum schon den Scholltürmen sehen konnte. Es war gewaltig. Viele Gänge mit Sackgassen. Manche führten in unterirdische Kammern, andere zu kleinen seen oder Wäldchen innerhalb. Und irgendein Weg führe nach Norden, dort, wo man das Reich durch die dunklen Wälder verlassen konnte. Aber erst, wenn der Fluch gebrochen wäre.
      Dort gab es Nichts. Kein Dorf, kein Bewohner, denn das Labyrinth schloss den Weg vollständig mit seiner Außenmauer ab. Diese ging bis zur Fluchgrenze, weshalb man von dort weder nach Westen noch nach Osten in die Berge flüchten konnte. Wer dorthin kam, der saß fest. Ein bisschen Wald, Wiese und Dergleichen gab es natürlich. Aber man war in der Regel alleine. Wilde Tiere könnten einem zum Verhängnis werden, oder eine Verletzung. Nur der Weg zurück ins Labyrinth versprach die Chance erneut, vielleicht westlich bei cen Zwergen den Ausgang zu finden, sein Heil dort oder bei den Feen zu suchen.
      Unmöglich.

      Nun ließ der König die Brautschau ausrufen. In allen Ortschaften sollte ein Aushang hängen. Jede, die sich für Würdig hält, soll vorsprechen kommen. Beim Fest wird der König sich eine aussuchen, die er für Würdig hält. Und das Wort der Prinzessin wird nötif sein, denn sie muss zustimmen. Jede hatte also die Möglichkeit, zuvor auch mit der Prinzessin zu reden. Das dürfte ein interessanter Tag werden.
      Da es Einschränkungen vom Alter gab, und andere Grundvoraussetzungen, konnte natürlich nicht jede Frau zum Fest kommen. Meistens wurde die Zahl vorab auch begrenzt. In der Regel waren es 10 Kandidatinnen, die an so einem Fest einen Tag spaß haben konnten. Die Herkunft war schon fast egal. Ob Adel oder Arm, Soldat oder Bauer, passen muss der Schuh.
      Schon morgen Nachmittag würde das Fest starten. Eile war geboten, denn schon bald wird die Prinzessin wieder genesen wollen. Weiße Rosen werden fallen .... Rote erblühen.
      Genau deshalb ließ der König auch noch einen Trupp entsenden, um rote Rosen zu vernichten. Gärtner und Bedienstete wurden mobilisiert. Sie sollten sowohl das Fest vorbereiten, als auch das Schloss gestallten. Alleine schon weil ihm Maira gestern die Finger verbogen hatte, sollte sie noch stärker leiden.
      "Es soll ALLES im Saal in Weiß erstrahlen! Nur ein Sofa soll in Rot erblühen. Der Sitzplatz meiner Schwester. Hehehe." Eine Gnadengeste.


      Maskierter Fremder
      "Gerüchte brachten mich in dieses Teil des Reiches. Ihr verlangt eine schwere Antwort, denn ich weiß nicht, für wen ich kämpfen soll. Und mit diesem Schwert kann ich dem Adel nicht gegenübertreten. Repariert es, und lasst es in einem Glanz erstrahlen. Erhöht seine Geschwindigkeit. Wie der Wind soll es pfeifen, wenn ich es schwinge. Ich werde zahlen. Das verlangt meine Ehre.", antwortete der Fremde.
      Er fragte noch nach einem Gasthaus, das sich lohnen würde, und verließ dann die Schmiede. Die Zwergin hatte nun ihren Auftrag.
      Er selbst käme morgen Mittag um es abzuholen. Nun lief er zum Gasthaus, das sie ihm nannte. Unterwegs hasteten bereits Boten durch die Straßen, und riefen ein neues Brautfest aus. Er blieb stehen und rieb sich das Kinn unter der Maske, während er einen Aushang las.
      "Hmmm, interessant. Ich denke, ich werde auch auf dieses Fest gehen. Dort kann ich sicher mit dem König und der Prinzessin ins Gespräch kommen. Oder sie beobachten. Heheheee..."


      Bella

      Der nächste Tag fing nicht unbedingt besser an als der Letzte. Schon alleine Eeshalb, weil Dey sein Anwesen schon von reichlich roten Rosen befreit hatte. Und der König ließ im Schloss den Saal schmücken. Allerdings nicht neutral, sondern zu seinen Gunsten. Irgendwie grunste die Prinzessin mehr als gestern. Und ihr Zähne waren größer geworden. Und dabei wollte sie heute wieder im Garten sitzen, wo es doch so ein schönes Wetter war. So eine Schande.
      Wie sollte es bloß auf dem morgigen Fest enden? Sie musste dort hin. Egal wie es ihr ging, oder wie sie aussah. Der König würde sie notfalls dorthin schleifen lassen.
      Bella marschierte nachdenklich durch den Gang zum Prinzessinenzimmer, Posy folgte ihr mit einem mürrischem Blick und schwebte mal auf und mal ab. Sie hatten Maira gerade besucht, und sich Flüche und Gejammer anhören dürfen. Dann wurde sie hektisch und zeigte nach vorn. Da war eine Generälin vom König. Bella blieb stehen, und stemmte die Hände in die Hüften.
      "Wenn man vom Teufel spricht. Was macht ihr hier? Dies ist der Weg zur Prinzessin, falls ihr das vergessen habt.", fragte Bella die Drow, die sich hierher verirrt hatte. Posy machte mit ihren Armen eine Kreuzbewegung und nickte mit grimmiger Mine. Kein Durchgang!
      "Wollt ihr euch über sie belustigen?", fragte Bella nach. Warum sollte sonst ein Krieger des König her kommen, zum Zimmer der Prinzessin?

      Danroo
      Treena lief durch die Straßen von Danroo und dachte über das Fest nach. Was wohl aus der Ortschaft werden würde? Viele Anwohner waren heute nicht so fröhluch, wie beim Fest. Das lag wohl daran, das sich alle dasselbe fragten. Das Unglück würde sicher über diesen Ort herfallen. Viele waren jetzt schon arm. Und wenn der neue Schatzmeister mehr Geld verlangt, müssten viele der Gürtel noch enger schnallen.
      Dann erblickte sie Hugo. Er lag auf einem Dach und schien etwas zu beobachten.
      Treena rannte ein Stück näher ran und winkte. "Halloooo, hallo Hugo.", und kicherte. Natürlich würde sie nichts zum Widerstand sagen, aber er war nunmal ein Bekannter. Seit dem Treffen. Sie blieb unten stehen und blickte mit einer Hand über den Augen in Blickrichtung des Katzenmannes.
      "Was machst du hier? Gibt es dort was zu sehen? Was zu sehen?"
      Er hatte wohl das Haus vom Schatzmeister im Blick, das er sich wohl am ansehen wollte .... von innen. Tagsüber konnte man prima aus der Ferne spionieren, um einen geeigneten Weg hinein zu finden. Sicher wollte er noch in dieser Nacht einen Besuch abhalten. Treena würde er es ja erzählen können. Sie waren ja verbündete.
      Treena hatte noch eine Tüte mit Süßigkeiten dabei. Sie nahm sie ab und hielt sie hoch. "Ich hab noch Milchkekse. Möchtest du ein paar haben?"
      Zehn Zerrüttete Zahme Zebragestreifte Zauberhafte Zypern Ziegen Zogen Zum Zehnten Zehnten Zukunftsorientiert Zehnmal Zähneknirschend Zehn Zentner Zerstoßenen Zucker Zum Zoo Zurück
    • Gwannis:

      Die Zwergin hörte zu. Sie verstand seine Aussage. "Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Mit Ihrem Schwert haben Sie meinen Ehrgeiz als Schmied geweckt. Ich werde Ihnen ein neues Schwert schmieden. Aus Mithril und so, wie sie es gewohnt sind und mit der von Ihnen gewünschten Verzauberung. Morgen Mittag habe ich fertig gestellt. Wenn Sie mir dann eine Antwort geben, die mich zufrieden stellt, müssen Sie für Ihr Schwert nichts entlohnen." Das schlug sie vor. Das wird eine wunderschöne Waffe werden. Solche Arbeiten ist selten für ein Schmied. Ja sie liebt ihre Arbeit, aber sowas ist auf einer ganz anderen Ebene.
      Als der mysteriöse Mann weg gegangen ist, sah sie ihren Golem an. "Jackpot. Schließe die Schmiede für heute. Wir haben einen Auftrag und brauchen unsere Ruhe." Selbst ging sie in ihr Lager. Auf dem ersten Blick sieht man hier normales Eisen und Kohle. Alles was ein Schmied braucht. Doch sie ging zu einer unscheinbaren Kiste und öffnete diese. Die Kiste war voll mit Mithril. Die Augen von Gwannis leuchten, als sie die Erze hervor holte. Wie sie sich auf die Arbeit freute. Die Zwergin fing an zu arbeiten. Der Tag wurde immer länger und ein roter Vollmond schickte die Sonne schlafen, während er über die Schmiedin wachte. Es war eine magische Nacht. Sie hämmerte und schmolz das Erz. Sie faltete es und immer wieder ins Feuer. Sie kühlte ab und schärfte das Schwert.
      Und so stand sie am nächsten Tag zur Mittagsstunde in ihrer Schmiede. Vor ihr das Schwert, welches sie geschmiedet hatte. Auch mit dem Zauber, den er haben möchte. "Wie versprochen ist hier das Schwert. Es hat keine Verunreinigungen mehr und ist ausbalancierter. Die Klinge besteht aus reinem Mithril und wurde 1000 mal gefaltet, womit das Mithril noch härter geworden ist. Auch ist Euer gewünschter Zauber auf dem Schwert. Wollt Ihr mir nun sagen für wen Ihr kämpft?"

      G'eldriia

      Ein Gärtner der bestraft wirft. Das soll ihr nur Recht sein. Er war eh nur Mittel zum Zweck und ist nur ein Mensch. Einfach nur Schwertfutter. Ihr Plan hat nur zum Teil funktioniert. Rückschläge sind normal. Es ist ja nicht so, dass sie noch weitere Pläne hat. Dort traf sie auf Bella. Die treue Hündin der Prinzessin. Wenn die Prinzessin befiehlt, dann springt Bella wie ein Hund. Am liebsten würde sie ihr die Zunge abschneiden. Dich diese Gedanken behält sie für sich. Freundlich lächelte sie die Dienerin, Hündin in ihren Gedanken, an. "Verzeiht, aber ich habe mich nicht verirrt und mitnichten will ich über Eure Prinzessin lachen. Tatsächlich bin ich hier um zu reden. Das Verhalten des Königs bereitet mir Sorgen und ich habe Angst, dass ich als nächstes meinen Kopf verlieren soll. Heute wurde ein armer Gärtner für Taten bestraft, die er nicht begangen haben soll. Er wurde für das Fehlverhalten seines Generals bestraft. Also würdet Ihr mich zu Eurer Prinzessin begleiten? Das Volk würde eine großherzige Prinzessin als Herrscherin begrüßen."



      Die Familie Takamachi

      Niedlich *Q* Niedlich *Q* Niedlich *Q*

    • Maira
      Auch dem Weg nach draußen konnte sie nicht anders als sich noch mal umzudrehen und ihm die Zunge rauszustecken und die Tür zu knallen. Sicher, es war ein sehr untypisches Verhalten für eine Prinzessin, doch in den Momenten mit ihrem Bruder konnte sie sich nicht beherrschen. Manchmal fragte sie sich, ob sie sich ohne den Fluch auch so hassen und angehen würde, denn ganz früher, wenn sie sich nicht irrte, da waren sie sich mal nahe gewesen. Doch einfach aufgeben war für sie auch keine Option. Damit verkroch sich die Prinzessin wieder in ihr Zimmer und konnte nur hoffen, dass es ihr besser ging bis zu dem Ball, denn es gab eine Regel: Egal wie entstellt und krank sie war, sie hatte teilzunehmen. Und der Gedanke so von Dey gesehen zu werden brach ihr fast das Herz.
      Am nächsten Morgen hatte sie Besuch von Bella gehabt und dieser war auch nicht sonderlich gut verlaufen. Maira erfuhr, was Dey alles gesagt hatte und auch, dass ihr Bruder einen Gärtner bestrafte, dabei wusste sie genau, dass sie nicht dahinter steckte. All dieser Frust wurde in Form von Beschimpfungen an Bella ausgelassen und auch Posey bekam ihr Fett weg. Nun, nachdem die zwei gegangen waren, war es wie immer: Maira bedauerte, dass sie so zickig war. Aber wenn man auch immer Schmerzen hatte, so war es eben schwer durch alles durch zu lächeln.


      Hugo (Danroo)
      Beinahe hätte er gefaucht als Treena auftauchte. Er hatte es, wenn man ihn beim Denken störte. Oder bei anderen Dingen. Sie hatte ihn entdeckt und auch noch so laut geredet und seinen Namen gesagt. Wieso hatte er sich noch mal auf den Widerstand eingelassen? Eigentlich hatte er sich doch null einmischen wollen. Er seufzte schwer und überlegte auch einen Augenblick sie einfach zu ignorieren, typisch Katze eben. „Hey… nichts.“, meinte er typisch schmollend und verschränkte die Arme, während sein Schwanz wild hin und her wedelte, ein deutliches Symbol, dass ihm etwas nicht passte.
      Als sie nun jedoch die Kekse raus holte, änderte sich seine Laune schlagartig und er sprang leichtfüßig vom Dach und landete vor ihr. „Warum sagst du es nicht gleich.“ Ohne Umschweife nahm er ihr die Tüte ab und fing an zu futtern. „Ich habe was beobachtet…. Habe einen Plan für heute Abend.“ Er zögerte wie viel er sagen sollte, immerhin vertraute er niemandem.
      Fuck bein' good, I'm a bad bitch
      I'm sick of motherfuckers tryna tell me how to live
      (Megan Thee Stallion - Girls in the Hood)
    • Bella

      Sie hörte dem Gesülze der Dunkelelfin zu. Was für ein nerviges Volk. Die stammten ja nicht mal aus diesem Reich, und war wohl nur auf ihr eigenes Wohl aus, und hatte sich dem König angeschlossen, um ihm seine Ziele zu ermöglichen. Sie konnte das Reich nicht verlassen, weil der Fluch sie daran hindert. Jeder kam rein, aber keiner mehr raus. Bella kam immer mehr zum Schluss, dass das deshalb so beabsichtigt war, damit gefangene Fremde Partei ergreifen. Als würde man immer wieder etwas Öl ins Feuer gießen, und es so neu anfachen.
      Bella machte ein eher grimmiges Gesicht. "Ach, ist das so? Geb dir keine Mühe, schleimige Elfe. Mir ist es egal, wer vom König bestraft wird, solange es Leute sind, die ihm selbst oder seinen Generälen dienen. So schwächt er sich doch selbst, hihihi."
      Bella war genervt. Sie wirde von der Prinzessin beschimpft. Sogar Posy. Den Frust konnte sie nun an der Drow ablassen.
      Dann hielt sie einen Zeigefinger an ihr Kinn, bis zur Unterlippe, und grinste schelmisch. "Und wenn ihr euren Kopf verliert ... niihihihi, wäre das sicher auch von Vorteil."
      Posy machte eine Kopf ab Geste und nickte heftigt, um ihrer Herrin bei zu stehen.
      "Euch mag das Verhalten des Königs Sorgen machen, aber für uns ist es wohlwollend. Wir profitieren schließlich daraus, wenn Köpfe rollen. Und das ist nur notwendig, solange der Fluch anhält. Und ist der König erst zum Scheusal verkommen, wird die Prinzessin ohnehin den Thron besteigen. Du kannst nicht zu ihr. Nicht heute. Sprich auf dem Fest mit ihr, oder warte auf ihre Einladung. Ich werde deine Anfrage melden. Vielleicht darfst du nach dem Fest vor ihrem Thron kriechen und ums Wort betteln. Kusch kusch. Verschwinde von hier. Oder ich lasse dich entfernen."
      Bella würde nicht zulassen, das diese Drow heute mit der Prinzessin spricht. Sicher war es wichtig, schon weil es auch den König betraf. Aber jetzt hatte Maira andere Sorgen.
      Die treue Hündin benahm sich wie ein kläffender Scheissköter, der jeden Zutritt mit Bellen unterband. Aber bevor die Drow leider wieder verschwinden musste, fügte Bella noch etwas hinzu. "Ihr könntet ja eure Worte untermauern. Lindert das Leiden der Prinzessin. Der König schmückt das Schloss großzügig in Weiß. Das gilt auch für die Räumlichkeiten, in den später getanzt und gegessen wird. Wie wäre es, wenn ihr dafür sorgt, das es dort auch rote Rosen gibt? Sie wird euch um so mehr Gehör schenken, und mit Vertrauen segnen. Ja, wir könnten sogar euren Kopf retten, sollte er mal locker auf der Schulter sitzen. Schließlich, heheheeeee, hat Prinzessin Maira doch ... ein großen Herz, nicht wahr?"
      Sie grinste breit und finster.
      Außerdem würde es so dem König schwerer fallen, mit den Bräuten auf einer Linie zu landen, wenn er wieder missgestimmter war.
      Für die Drow gab es jetzt kein Durchkommen. Entweder sprach sie auf dem Fest mit der Prinzessin, was sicher auffällig wäre, oder sie besuchte danach nochmal ihren Bereich. Eine offizielle Audienz, von der die Königsseite nichts wusste.


      Danroo - Treena

      Sie kicherte, als Hugo mit den Keksen geködert werden konnte. Sie überließ ihm gern die ganze Tüte. Er hatte also tatsächlich was beobachtet. Und einen Plan hatte er auch nocht. Ja wofür eigentlich? Treena nahm ihre fette Uhr und blickte kurz auf diese. "Hmm, ist noch Zeit? Hmm, kurz vor Karamell, ja es ist noch Zeit. Magst du mir erzählen, was du gesehen hast? Und was hast du vor? Das klingt alles schon sehr spannend. Spannden. Vielleicht kann ich dir ja helfen? Geht es um das Haus des Schatzmeisters?"
      Sie spähte erneut wieder rüber zu dem Gemäuer. Sie überlegte kurz, um ihn irgendwie zu ködern. "Ahhh, du willst dort bestimmt einbrechen, hihi. Der hat sicher ein paar wertvolle Gegenstände, die er nicht mehr braucht. Ich könnte dir tragen helfen."


      Maskierter Fremder

      Wie abgesprochen kam er zur Mittagsstunde in die Schmieder der Zwergin, um sein Schwert abzuholen. Auch sie hatte Wort gehalten. Löblich. Das Schwert lag auf dem Tisch und glänzte im Licht des Tages.
      Er begutachtete die Klinge, nahm sie in die Hand, und schwang sie einmal kraftvoll nach links und nach rechts. Es gab ein sanftes Pfeifen. Anerds, als wenn man ein gewöhnliches Schwert schnell bewegte, was auch Luftgeräusche verursachte. Er schien zufrieden zu sein.
      "Hm, ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet. Und meiner Ehre wegen werde ich diese Arbeit gut bezahlen."
      Er warf einen kleinen Beutel auf den Tisch. "Darin sind 10 Goldmünzen."
      Dafür hätte er sicher noch ne ganze Rüstung dazu bekommen können. Er großzügiger Kunde. Und das Gold konnte man sicher irgendwie für den Widerstand oder dem gebeuteltem Volke verwenden.
      Dann aber stallte die Zwergin erneut die Frage, für wen der kämpfen wollte. Er lachte kurz hinter der Maske.
      "Auch heute kann ich es nicht beantworten. Ich muss zunächst in ein Gespräch mit ihnen kommen, und ihre Beweggründe von ihren eigenen Lippen ablesen. Vielleicht entscheide ich micht dann, Partei zu ergreifen. Vielleicht aber, werden ich sie auch zu erbitterten Feinden erklären, und das Reich vom Fluch befreien. Das Brautfest soll ebenfalls zu meiner Entscheidung beitragen. Vielleicht löst sich der Fluch schon heute Nacht von selbst. Ich danke euch, für eure vorzügliche Arbeit."
      Er wollte keine weiteren Worte wechseln, und verließ die Schmiede wieder, um sich auf den Weg zum Schloss zu machen. Er wollte als Gast auf dem Fest mit feiern.


      Molda

      Kaum war dieser fremde Mann aus der Tür raus, ertönte Moldas Stimme an einem der Fenster, an dessen Außensims sie ihre Arme abgelegt hatte, und sich abstütze. Dabei hielt sich noch eine Tasse Tee in einer Hand.
      "Hehe, du hast interessante Kunden, Gwannis.", begrüßte sie die Zwergin. Sie nippte kurz an der Tasse. "Tee?", fragte sie grinsend.
      Auf die Frage, was sie hier tue, meinte Molda nur, das sie gehört hatte, hier gäbe es neben einem Brautschaufest auch eine gute Schmiedin.
      "Ich bin mit einem Wagen hier. Er steht direkt hier neben deiner Schmiede. Ein paar Metallteile sind beschädigt. Ich dachte mir, du könntest sie reparieren? Ich biete dir kostlichen Tee dafür an. Njehee."
      Sicher war sie nicht nur wegen der Reparaturen hier an ihrer Schmiede gelandet. Immerhin hatten sie vor kurzem noch im Wald auf einer lichten Stelle gemeinsam von einem gedeckten Tisch gegessen, und einige Zustande im Reich angesprochen, und sich kennengelert. Zumindestens schon mal oberflächlich.
      Was Molda jetzt vor hatte, wusste die Zwergin nicht. Aber sie war sicher nicht allein wegen der Brautschau hier.
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    • G'eldriia:

      Sie hasste diese kläffende Töle jetzt schon. In ihren Gedanken stellte sie sich vor wie es ist, wenn sie diesen nutzlosen und schwachen Mensch langsam foltern würde. Erst einige wunden mit dem Messer. Oberflächlich, sodass etwas Blut fließt. Dann kochenden Alkohol in die Wunden gießen. Diese Schreie zu Ehren von Lolth wird sie genießen. Auch wird sie ihr langsam bei vollen Bewusstsein die haut vom Körper abziehen. Und immer wieder lässt sie Bella heilen, nur um sie erneut zu quälen. Doch die Gnade des Todes wird sie ihr nicht gönnen. Sie ist nur ein Mensch. langsam beugte sie sich vor. Ihr Mund an ihrem Ohr. "Was meint Ihr wie das Volk reagieren wird, wenn bekannt wird, dass die Prinzessin nichts gegen die Missetaten des Königs getan hat? Es wird zu einem Aufstand kommen und Eure heiß geliebte Prinzessin wird dafür hingerichtet. Wenn also Eure Prinzessin regieren will, dann braucht sie das Wohlwollen des Volkes. Denkt darüber nach." Lächelnd ging sie an Bella vorbei und sie betrat das Zimmer, wo die Prinzessin war. Sie wollte lachen, da sie nicht glauben konnte, dass ein Mensch noch hässlicher werden konnte. Doch sie blieb äußerlich ernst. Ihr war es egal, ob Bella nun hinter her rannte und wie ein Töle kläffte. Respektvoll verbeugte sie sich vor Prinzessin Maira. "Prinzessin Maira. Ich hoffe Ihr verzeiht mir mein eindringen und gestattet mir ein Gespräch mit euch. Es geht um den Zustand des Reiches, der mir Sorgen macht."

      Gwannis:

      Die Schmiedin nickte ihrem Kunden zu. "Ihr seid ehrlich. gehabt Euch wohl und mögen die Götter Euch schützen." Gwannis sah dem mysteriösen Mann hinter her. Sie wird vorsichtig und hat das Gefühl, dass auch andere Mächte hier ihre Finger im Spiel haben. Dann hörte sie die Stimme von Molda. "Eine Kundin sitzt gerade mir gegenüber." meinte sie grinsend. Dann ging sie raus und sah sich den Wagen an. Den Unterton hatte sie gehört. Ja sie fand ein paar Stellen die repariert werden müssten, aber es war nicht dringend. Doch Gwannis verstand. Also wird sie ihr einen Grund geben, warum sie ein paar Tage in der Stadt ist. "Das wird ein paar Tage dauern, bis ich fertig bin. Einige Teile müssen komplett ausgetauscht werden." Sie sah Molda an. "Ein Tee klingt gut, ich wollte eh Mittagspause machen. Willst du mit mir essen?" Sie machte immer zu dieser Zeit ihre Pause. Außerdem konnten sie so Neuigkeiten austauschen, ohne dass es jemand mitbekam. Und wenn jemand fragen sollte? Dann sind sie halt bekannte, welche sich lange nicht mehr gesehen haben.



      Die Familie Takamachi

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    • Hugo (Danroo)

      Eigentlich teilte Hugo keine Pläne und mochte es auch nicht Partner zu haben. Er kaute noch auf den Keksen, hatte inzwischen die halbe Tüte im Mund und sah zu Treena. Da sie aber schon ein Teil seines Planes erahnte und sie immerhin so was wie Partner waren oder zumindest Verbündete, auch wenn er ihnen allen noch nicht traute, so beschloss er hier mit ihr zumindest zu versuchen zusammen zu arbeiten.
      „Diese Leute sind doch meistens dumm und wissen nicht ganz, was sie alles besitzen. Sicher will ich auch einige Dinge mitnehmen, aber ich dachte: Wir sehen uns mal um und schauen was er so an Karten und Dokumenten hat. Die legen die immer nur weg und lesen die nie.“ Er nickte, um seine Aussage zu unterstreichen. „Also wollte ich da mal einsteigen, wenn er eh gerade unterwegs ist und auf der Party. Also…“ Er kippte schnell den Rest der Kekse in seine Mund und rannte los. „Geh ich nun…“


      Prinzessin Maira

      Auch wenn sie nicht wollte, so musste sich Maira sich auf den Ball vorbereiten, ebenso wie das ganze Schloss geschmückt wurde, so musste sie sich einen Kopf darum machen, wie sie am besten versteckte, was mit ihrem Gesicht war und gleichzeitig möglichst hübsch aussah.
      Nachdem Bella gegangen war, war sie gerade dabei die Kleider zu betrachten, die man ihr zur Auswahl für den Ball gebracht hatte als plötzlich G'eldriia eintrat. Was für ein Affront einfach hier einzutreten, besonders, wenn man auch noch für den König arbeitete. Maira drehte sich zu ihr um und schaute sie finster an und war kurz davor etwas Gemeines zu sagen, doch die Drow kam ihr zuvor und es stimmte die Prinzessin zumindest so milde, dass sie ein Handzeichen gab. „Rede weiter.“
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    • Danroo - Treena

      Sie hörte aufmerksam dem Katzenmann zu und nickte ebenfalls zur Bestätigung seiner Vermutungen. "Ja, der Adel hat immer irgendwelche Dokumente, in den alles drin steht. Und ich bin mir sicher, das mit dem Steuergeld auch nicht ganz korrekt umgegangen wird. Und bestimmt ist es viel zu viel."
      Und Hugo bestätigte auch, das er definitiv einbrechen und nachforschen wollte. Informationen könnten Gold wert sein. Man könnte den Schatzmeister damit sogar erpressen. Aber das wäre bestimmt zu gefährlich. Aber, wenn man wüsste .... "Vielleicht finden wir ja raus, wie wir an die Steuerkasse kommen, und entwenden dann heimlich ein wenig?", schlug Treena vor. Auch wenn das sicher gefährlich war.
      Hugo kippte plötzlich alle Kekse runter und blickte dann entschlossen zum Gebäude. Er wollte gleich los legen.
      "J-jetzt schon? Ist das nicht zu früh? Zu früh? Ist der Schatzmeister eigentlich schon weg? Moment, ich schau mal auf die Uhr .... Viertel vor Salmiak. Das dürfte knapp werden. Vielleicht ist es noch da. Noch da. Beobachten wir lieber erstmal?"



      Bella

      Bella hatte etwas gezittert, als die Drow ihr so nah solche Dinge ins Ohr hauchte. Aber nicht vor Angst, sondern vor Abscheu und Wut gegenüber dieser Niedertracht mit spitzen Ohren. Dann ging die Drow fort, aber nicht wie Bella erhoft hatte, aus diesem Teil des Schlosses, sondern direkt weiter zum Zimmer der Prinzessin. Ohne weiteres stürmte die Elfe hinein und richtete das Wort an ihre Hoheit.
      Bella ballte die Fäuste, fauchte und stürmte hinterher.
      "VORSICHT, PRINZESSIN!", keifte sie, uznd sprang zwischen Drow und Prinzessin, spannte den Schirm auf, achtete aber darauf, das Maira noch Sicht hatte.
      "Diese Wiederlichkeit plant doch irgendwas.", knurrte Bella. Posy flog über dem Schirm, nickte mit einem grimmigen Blick und hielt den kleinen Handspiegel wie eine Keule.
      Dann erst erreichten die Worte der Prinzessin Bellas Verstand. "Was? Sie platzt hier einfach rein, und darf jetzt das Wort an euch richten? Hört ihr lieber nicht zu, Prinzessin. Sie vergiftet euch mit ihren Worten. Sie besitzt nicht mal den Anstand formell um Audienz zu bitten. Sie ist ein Lakai eures Bruders. Ein Schmutzfleck, den man beiseite wischen sollte!"
      Aber die Prinzessin wollte der Drow wohl zuhören. Und das gab sie Bella auch deutlich zu verstehen. Bella ließ die Zähne knirschen. So eine Schande.
      Und wo zur Hölle waren die Wachen geblieben, die vor Mairas Zimmer standen? Wachablösung? Oder vermutete man hier keinen Ärger? Vielleicht liefn sie gerade durch die Gänge und schauten nach dem Rechten, weil sie, Bella, hier noch gewesen war. Solch unnütze Soldaten. Später würde sie diese beiden zum Küchendienst verurteilen.


      Molda

      Molda nahm das Angebot an. Wenn die Reparatur 2 Tage brauchte, gab es auch nichts verdächtiges an ihrem Wagen, der neben einer Schmieder stand. Zudem war sie eine Kundin, und vielleicht eine alte Freundin. Oder die Schmiedin wurde selbst zu einer Kundin. Molda bot an, die Kosten für eine Reparatur - die zufällig gleich miterledigt wurde - mit besonderen Mittelchen auszugleich. Ein paar Teesorten würde sie Gwannis anbieten. Und auch das ein oder andere Wässerchen, das sie unter Umständen mal gebrauchen könnte. Ein Genussmittel, nach dem harten Arbeitstag. Ein Schlafdmittel, das einem besonders erholsame Träume spendete. Überaus teuer.
      Sie saßen kurz darauf zu Tisch und Molda hatte Tee aufgebrüht. Eine Art Minz und Honiggemischter Duft verbreitete sich im Raum.
      Als Gwannis neugierig schnupperte grinste Molda. "Njeheee, was du riechst, ist auch drin. Nördliche Honigminze. Sie wächst tatzächlich am Labyrinth entlang der Außenmauern. Meinst in den schattigeren Bereichen. Hehe, es ist nicht ganz ungefährlich, da ran zu kommen. Äußerst mild im Geschmack. Man benötigt keinen Honig mehr, um ihn zu süßen. Oder Zucker. Trinkt man ihn bei einer Erkältung, legt er sich wie einen Schal um die Kehle und beruhigt den Hals. Schon bald verschwindet der Husten gänzlich. Ich überlasse dir gern einen Beutel"
      Molda war ganz sicher nicht nur hier, um sich auf der Party zu vergnügen. Irgendwas hatte sie bestimmt vor. Vielleicht wollte sie die Königsfamilie vergiften? Königsmord bedeutete definitiv ihren Tot. Sofern es raus käme. Und sofern es ihr Plan wäre.
      Der Fluch wäre sicher sofort gebrochen, und das Reich wieder frei. Aber dann würde Chaos entstehen. Außerdem würden die Adeligen sicher nicht von der Giftmischerin gebotenes verkosten. Viel zu gefährlich.
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    • G'eldriia:

      Komm. Mach schön Platz. Waren die Gedanken der Drow. Menschen waren oftmals wirklich zu nichts gebrauchen. Und diese Unterhaltung führen Erwachsene. Doch auch diese Gedanken behält sie für sich alleine. "Zuallererst. Ja ich arbeite für das Reich, aber ich bin kein Lakai Eures Bruders." Kam es von ihr in einem entspannten Tonfall. Dadurch, dass sie die Prinzessin ansieht, zeigte sie Bella, dass sie diese nicht ernst nimmt. "Wie ich schon sagte, macht mir der Zustand des Reiches Sorgen. Die Bauern müssen einen immer höheren Zehnt bezahlen. Immer mehr können sich die Zahlungen der Abgaben nicht mehr leisten. Das Volk ist unruhig. Und Euer Bruder veranstaltet wieder ein Ball. Wenn Ihr Euren Bruder ausboten wollt, so benötigt Ihr die Loyalität des Volkes. Ich kann Euch helfen die Gunst des Volkes zu bekommen. Wo ich herkomme hat jemand folgendes gesagt." Sie machte eine kleine Pause. "Wenn jemand mein Reich erobern will, dann soll er auch die Bevölkerung ernähren. Mit Nahrung erkauft man sich Loyalität." Kam es von der Dunkelelfe. Sie sah Maira an. "Sollte es jedoch zu einem Aufstand kommen und das Volk weiß, dass Ihr nichts gegen Euren Bruder und seinen schrecklichen Taten was unternommen habt, so werdet Ihr auch Euren Kopf verlieren. Ich hoffe, dass Ihr versteht, um was es hier geht." Innerlich lächelte sie. Ihre Göttin wird zufrieden sein. Immer mehr breitet sich das Chaos in dem Reich aus. Und genau wie ihre Göttin liebt G'eldriia das Chaos.



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      Hugo (Danroo)

      Als er nun Treenas Bedenken hörte, da grinste der Kater frech und machte keine Anstalten auf sie zu hören. Stattdessen peitschte sein Schwanz verspielt hin und her und er ging weiter. „Wenn du nicht willst, dann bleib hier, du feiger Hase, aber ich gehe da nun hin.“Er hatte nicht vor ihr groß zu sagen, dass er schon die ganze Zeit ein Auge auf den Schatzmeister geworfen hatte und genau wusste, dass dieser um diese Zeit des Tages in einem Freudenhaus war. Stattdessen ging er nun einfach stur geradeaus weiter.


      Prinzessin Maira

      Als Bella so hereinplatzte, da war sie kurz davor diese anzuschnauzen, doch sie beschloss es sich für später aufzuheben und lieber zuzuhören was G'eldriia zu sagen hatte. Sie lauschte und ungelogen war der Ansatz gar nicht verkehrt oder zumindest hörte es sich nicht falsch an. Sicher traute sie nicht gleich der Drow vor sich und doch fand sie, dass man das Volk nicht außer Acht lassen sollte. Sie erinnerte sich zu gut an die alten Geschichten aus dem Unterricht von Revolutionen. Maira musterte die Drow skeptisch. „Und wieso kommst du damit zu mir und Bella und nicht zu meinem Bruder? Ihm muss doch auch klar sein, dass das Volk es nicht ewig mitmachen wird, oder? So dumm ist er nicht.“ Maira misstraute jedem, auch wenn der Ansatz stimmte, den die Drow gesagt hatte.
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      Bella

      Bella grinste frech und stimmte der Prinzessin zu. Wenigstens ließ sie sich nicht einfach von dieser finsteren Wiederlichkeit einwickeln. Und Beller unterstützte die Prinzessin so gut es ging.
      "Törichte Elfe. Der Ball, den du so mit Abscheu über die Zunge rutschen lässt, ist der einfachste Lösungsweg, um den Fluch zu brechen. Niemals dürfen alle Rosen Weiß werden, denn sonst stirbt die Prinzessin vermutlich. Und je mehr rote Rosen es gibt, desto härter straft der König alle um sich herum ab. Bis eine passende Frau gefunden, wurde, die auch das Herz der Prinzessin berührt, müssen wir alle versuchen, das Beste daraus zu machen. Ein paar Jahrzehnte noch, und das Reich zerbricht, wenn bis dahin keine Lösung gefunden wurde. Und dann herrschen hier keine Menschen mehr, sondern wieder die Elfen. Wenn du also wohlwollend der Prinzessin gegenüber bist, wieso suchst du dann nicht nach der Perle? Wenn Maira sie in Händen hält, kann sie nicht sterben, und wir können alle rote Rosen in Weiße wandeln. Also versuche hier nicht alles noch komplizierter zu machen. Das Volk wird von beiden Seiten ausgequtscht, auch wenn der König die Oberhand darin hat."
      Bella kläffte was das Zeug hielt. Sie alle waren in einer schweren Lage. Natürlich litt das Volk unter den Kosten. Aber wo sollte es auch schon hin?
      Außerdem erwähnte Bella etwas, was eventuell für Lushila noch eine schwere Hürde sein könnte. Einfach nur den König zu ehelichen dürfte wohl nicht ausreichen, den Fluch zu brechen. Denn auch Maira musste einverstanden sein. Und nicht nur, weil der König eine Königin bekäme, sondern sie musste die Auserwählte auch noch mögen. Und das ambesten auch noch innerhalb der Ballnacht, bevor der König die Erwählte fragte.
      Es war klar, das die Gäste, die Bräute, alles tun werden, um Mairas Gunst zu erhalten. Die Prinzessin wird an diesem Abend sehr gefragt sein. Ein Grund mehr, warum sie aufjedenfall dabei sein müsste.
      "Prinzessin, was soll geschehen? Soll ich diese Aufdringlichkeit vor die Tür schieben?", fragte Bella, und funkelte die Elfe finster an. Posy blickte ebenfalls erbost, und fuchtelte mit dem Spiegel, der kurz aufschimmerte.


      Nachmittag am Tage der Brautschau
      Beginn der Festlichkeiten

      Sirius hatte eine kurze Rede gehalten, und das Fest eröffnet. Und er hatte Wort gehalten. Es war alles in Weiß gehalten, und mit weißen Rosen geschmückt. Es sollte seine gute Stimmung wiederspiegeln. Heute war es vielleicht endlich so weit, das er den Fluch brechen könnte, eine Frau bekam, und diese dann auch noch von Maira akzepziert wurde. Eine schwere Hürde, denn Maira musste nun viel über sich ergehen lassen. Für seine Freundlichkeit wurde sie kränklicher.
      Das rote Sofa, auf dem die Prinzessin Platz nehmen würde, stach natürlich stark hervor. Zwei Wachsoldaten standen daneben. Wie es üblich war, waren die Soldaten in der Regel in einer weißen Rüstung, die mit roten Rosen geschmückt war. Teils echte Rosen, teils aus Metall zur Zierde.
      Soldat.png

      Bewaffnet waren sie mit zwei langen Lanzen. Sie würden auf die Prinzessin achten. Neben dem Sofa war noch ein kleinerer Stuhl mit edlem roten Bezug. Dort würde Bella sitzen, die Leibwächterin Mairas. Ein winziger Tisch mit zwei Tassen, und einer ganz winzigen Tasse, stand bereit. Ein Stück vor dem Bereich der Prinzessin lag ein Teppich auf dem Boden, der eine rote Rose darstellte. Dort würden die 10 Kandidatinen bei der Prinzessin um Audienz bitten, für ein netten Plausch. Bekam eine dann die Erlaubnis, am Tisch sitzen zu dürfen, würden Diener einen weiteren Stuhl bringen. Ebenso eine Tasse. Dann waren alle Möglichkeiten offen.

      Der Saal war schon jetzt gut gefüllt. Bedienstete rannten umher, schenken ein, räumten ab. Der Adel unterhielt sich und vergnügte sich. Frauen und Männer flirteten, oder sprachen über alle möglichen Dinge. Natürlich waren auch weitere Gäste anwesend. Je voller der Saal, je mehr hungrige Mäuler, desto besser war es für den König.
      Musiker fingen an zu spielen und die ersten Tanzpaare fanden sich.
      Sirius saß auf seinem Stuhl, der natürlich äußerst bequem und groß war. Auch vor ihm stand ein Tisch. Ebenso gab es einen Teppich, der aber eine Weiße Rose darstellte. Dey stand neben dem König und begutachtete das Fest. Er war diesesmal nicht in seiner Rüstung, sondern trug einen schneeweißen Anzug, der mit silbernen Rosen verziert war. Er sprach gerade mit dem König darüber, das in etwa einer Stunde die Damen den Saal betreten würden. Vorher würden sie sich natürlich noch vorbereiten. Und mehr als 10 sind nicht gestattet. Alle weiteren würde man davon scheuchen.
      Lushilas Vorteil war es, im Palast sein zu können, schon vor der Ankunft anderer. Sie war daher auch die erste die sich meldete.


      Lushila

      Eine gute Vorbereitung war schon ein halber Sieg. Lushila war sich sicher, das der König Augen für sie haben würde. Für Lolth, für Herrin Baenre, würde sie alles in ihrer Macht stehende tun, um den König zu umgarnen.
      Weberinnen, kleine fleissige Nähspinnen, hatten ihr ein Netzkleid aus feinster Seide gewebt, das weicher noch war als Samt und Seide. Es erstrahlte in Weiß, wie Schnee, der von der Sonne in ein Meer aus winziger funkelnder Edelsteine verwandelt wurde. Auffällige Muster, die eine Drow sofort erkennen würde. Haus Baenre, Lolth, Muster, die Underdark beschreiben. Wer es nicht kannte, der sah nur seltsame Muster, die dennoch harmonisch und filigran wirkten.
      Doch darauf alleine würde sich Lushila nicht verlassen. Sie erschuf ein paar grüne Webmütter. Spinnen, die ein besonderen Gift in sich trugen. Dazu musste sie diese kleinen Helfer natürlich zu Pulver verarbeiten. Daher opferte Lushila sie und zermahlte sie in einem Mörser zu Pulver, zusammen mit Asche. Dann musste sie dieses staubige Gemisch noch aufkochen und das nun bereitete Gift extrahieren, als Kondensat sammeln, und ich eine Sprühflasche geben. Damit parfümierte sie sich dann dezent am Hals und an den Ohren.
      Wenn der König es einatmete, würde er ihr noch zugewandter sein. Der Duft der Verführung. Der Duft der Versklavung. Für Lolth würde sie den Fluch brechen, und das Reich für die Drow angreifbar machen. Auch wenn sie mühelos noch ein paar Jahrzehnte hätten warten können. Aber jetzt waren es noch die Menschen, die die Oberhand hatten. Sie waren einfach zu Fall zu bringen, als diese wiederlichen Elfen und Zwerge.
      Dann nahm sie noch eine Rose, Weiß wie Schnee, aber im Kern vier Aschegraue Blätter, auf denen das Parfüm noch konzentrierter aufgetragen war. Ein Geschenk fürden König. Eine Rose, von der Braut selbst gezüchtet. Welch größere Ehre könnte man dem König zukommen lassen?
      Sie trat aus ihren Gemächern und fand sich vor ihrer Herrin Baenre wieder, verneigte sich.
      "Herrin Baenre. Ich bin bereit. Seit auch ihr zufrieden, mit meiner Arbeit? Wird es wohl für den König ausreichend sein?"
      Und wie war wohl die Konkurrenz?
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