A Romeo and Juliet Affair - ⁆Shio & Alea⁅

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      Der Wagen von Alexander parkte auf einem großen öffentlichen Parkplatz, mitten im Amüsierviertel der McDows. Neben dem Bordell, fand man hier auch ein paar Kneipen und an jeder Ecke konnte man sich Drogen kaufen. Der Anführer bewegte sich auf ein Backsteingebäude zu, das auf den ersten Blick ganz unscheinbar aussah, doch an den roten Lichtern in den Zimmern, wenn man diese denn sah, weil ansonsten dicke Vorhänge die Sicht hinein versperrten, konnte man sich denken, was für ein Etablissement das hier ist.
      Alexander ging davon aus, dass er kaum auf Kunden treffen würde, da auf dem Parkplatz nur drei weitere Autos gerade parkten. Am Eingang wurde er von einem großen und muskulösen Mann begrüßt, der die Kundschaft kontrollierte. Alex, aber auch Stells ist es wichtig, dass die Damen, die hier ihre Dienste anbieten, in einem sicheren Umfeld arbeiten konnten.
      Das Gebäude besitzt noch zwei weitere Stockwerke und ganz oben residiert quasi Stella. Über die Treppe gelangte man zu ihr hoch, die er gerade erklomm, und vor ihrer Türe stehend, klopfte er an und wartete, ehe man ihm Einlass gewährte.
      "Ich hätte nicht erwartet, dass du mich hier mal besuchst. Aonst kommt doch immer Nick hier vorbei." war die Bordellinhaberin doch etwas überrascht, beim Erscheinen von Alexander. "Ich weiß, aber ich weiß auch, dass es sich mein Freund hier manchmal zu gut gehen lässt." erklärte Alex, wieso er heute hier an der Stelle seines Bodyguards war. "Wie laufen die Geschäfte? Gibt es irgendwelchen Ärger, um den wir uns kümmern müssen?" erkundigte er sich bei Stelle und setzte sich in den Sessel, der gegenüber ihrem Stand, mit dem Schreibtisch zwischen ihnen.
      "Ich kann mich doch hierhinsetzen, oder?" hakte Alexander dann doch lieber nach, denn in diesem Haus weiß man nicht, wofür die Möbel alles schon herhalten mussten.
      Stella musste bei seiner Frage leise lachen, schüttelte dann aber den Kopf. "Keine Sorge, der ist sauber. Ich empfehle dir daher, dich nie auf meinen Sessel zu setzen." meinte sie daraufhin mit einem schelmischen Grinsen auf den Lippen, was sich Alex definitiv merken würde.
      "Die Geschäfte laufen recht gut. Die Mädchen sind quasi motiviert, was an den guten Konditionen liegt, die sie hier bekommen. Es gibt sogar ein paar, die mal bei der Konkurrenz gearbeitet haben, aber dann lieber zu mir gekommen sind." erzählte Stella von ihren Mitarbeiterinnen. "Uns fehlt es hier eigentlich an nichts. Doch wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es, dass hier regelmäßig ein Arzt vorbeikommt, um die Mädchen zu checken. Zwar sind wir hier sehr streng, wenn es um den Eigenschutz geht, aber eine zusätzliche Untersuchung würde einem mehr Gewissheit und Sicherheit geben." äußerte sich Stella, was sie hier noch gerne hinzufügen würde.
      "Verstehe." nickte Alexander und holte sein Handy darauf gleich hervor, um sich das zu notieren. "Ich werde mich darum kümmern und melde mich bei dir wieder. Kann ich sonst noch etwas für euch tun?" erkundigte sich er weiter bei Stella. "Nein, aber wenn du mal etwas Ablenkung brauchst, bist du hier jederzeit willkommen, Boss." zwinkerte die Dame ihm schelmisch zu.
      "Äh, ja. Ich lehne dankend ab. Wenn also nichts weiter ist, gehe ich wieder." beendete Alexander das Treffen, bevor ihm hier weitere Angebot ihm gemacht wurden, auf die er gerne verzichten kann. Damit erhob sich der Schwarzhaarige wieder und verabschiedete sich von Stella.
      Wieder bei seinem Wagen, blieb er neben dran stehen und gönnte sich eine Zigarette. Alexander überlegte, wo er noch nach dem Rechten sehen konnte. Ihm kamen zwei Möglichkeiten in den Sinn. Erstens: In der Nähe hatte der Doc sein Drogenlabor, wobei Alex nicht gerade scharf darauf war, dieses aufzusuchen. Dort roch es immer sehr komisch wegen der Dämpfe, und er ist sich nicht sicher, wie gesundheitsschädlich das alles doch ist.
      Zweitens: Er befand sich auch nicht unweit der neutralen Zone. Er konnte sich umhören und umsehen. Manchmal bekam die Bevölkerung mehr mit, als man dachte, auch über die beiden Gruppierungen.
      Alexander entschied sich für Letzteres und beschloss, eine Bar aufzusuchen, die auch ziemlich gutes Essen servierte. Das kam ihm gerade sehr gelegen, machte sich sein Hunger langsam bemerkbar. Dafür ließ er seinen Wagen auch stehen und lief die wenigen Blocks bis zum "Hanging Man". In die Bar eingetreten, konnte er sehen, dass noch nicht allzu viel los war, doch die junge Frau, die direkt an der Bar saß und ihren Kopf auf dem Tresen abgelegt hatte, mit etlichen Shotgläsern und Flaschen vor sich, war nicht zu übersehen.
      "Wie kann man sich nur so gehen lassen?" dachte sich Alexander und setzte sich in einer Ecke an einen Zweiertisch, von wo er hervorragend die Türe im Blick hatte, er selbst aber eher im Dunkeln des Raumes verborgen blieb. "Was darfs sein, Meister?" kam eine Bedienung zu ihm, die zuvor, der jungen Frau ein Glas Wasser hingestellt hatte. "Den Kartoffelteller mit Quarkdipp und eine Orangen-Limonade." bestellte er bei dem Herrn, der darauf gleich wieder hinter dem Tresen verschwand und der Küche die Bestellung weitergab.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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