Dark, Twisted and Cruel [Rambow | Atomic]

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    • Dark, Twisted and Cruel [Rambow | Atomic]



      Die junge, elegant gekleidete Frau saß an ihrem schweren Mahagoni-Schreibtisch und ließ ihren Blick durch das moderne Büro schweifen, das sie sich mit harter Arbeit und unermüdlichem Ehrgeiz erarbeitet hatte. Die hohen Bücherregale waren gespickt mit juristischen Wälzern, doch zwischen den Bänden fanden sich auch Klassiker der Literatur, die sie seit ihrer Jugend begleiteten. Die bodentiefen Fenster boten einen imposanten Blick auf die pulsierende Stadt, deren Herzschlag sie jeden Tag aufs Neue antrieb.
      Cassie war nicht einfach nur eine Anwältin – sie war eine der Besten. Ihr Ruf eilte ihr voraus, und es war nicht unüblich, dass Mandanten Wochen im Voraus um einen Termin bei ihr baten. Doch ihre beeindruckende Karriere beruhte nicht allein auf ihrem messerscharfen Verstand und ihrem eisernen Willen. Cassie hatte ein Geheimnis, das sie wie einen kostbaren Schatz hütete: die Fähigkeit, Lügen zu erkennen.
      Seit ihrer Kindheit konnte sie die Schatten der Menschen sehen. Diese Schatten waren keine gewöhnlichen Silhouetten; sie waren eigenständige Entitäten, die die Wahrheit preisgaben, wenn die Menschen, zu denen sie gehörten, logen. Anfangs hatte diese Gabe Cassie verwirrt und verängstigt, doch mit der Zeit lernte sie, sie zu ihrem Vorteil zu nutzen. In der Welt der Jurisprudenz, wo Wahrheit und Lüge oft schwer voneinander zu trennen waren, war ihre Fähigkeit unbezahlbar.
      Heute stand Cassie vor einem besonders komplexen Fall. Ihr Mandant, ein hochrangiger Geschäftsmann namens Richard Cartwright, wurde des Betrugs und der Veruntreuung beschuldigt. Die Beweise schienen erdrückend, doch Richard beteuerte seine Unschuld. Cassie hatte ihn zu sich ins Büro gebeten, um seine Version der Geschichte zu hören – und um ihre Fähigkeit auf die Probe zu stellen.
      Richard saß ihr gegenüber und strahlte eine Mischung aus Verzweiflung und Entschlossenheit aus. Seine Hände zitterten leicht, als er zu sprechen begann. "Miss Everhart, ich schwöre Ihnen, ich habe nichts Unrechtes getan. Diese Anschuldigungen sind völlig haltlos."
      Während Richard sprach, beobachtete Cassie seinen Schatten. Er war dunkel und klar definiert, bewegte sich jedoch unruhig, als Richard versuchte, seine Unschuld zu beteuern. Plötzlich hörte sie eine leise, aber klare Stimme, die nur für sie bestimmt war. "Er lügt," sagte der Schatten. "Er hat das Geld genommen."
      Cassie unterdrückte ein Lächeln. Sie wusste, dass sie vorsichtig sein musste. "Richard," begann sie ruhig, "ich möchte, dass Sie mir jedes Detail erzählen, angefangen bei den ersten Verdachtsmomenten gegen Sie."
      Richard erzählte von den Transaktionen, den Projekten, den Partnern – und während er sprach, hörte Cassie immer wieder die Stimme des Schattens. "Lüge." "Wahrheit." "Halbwahrheit." Die Worte des Schattens halfen ihr, Richards Geschichte Stück für Stück zu entschlüsseln.
      Endlich kam sie zum entscheidenden Punkt. "Richard, haben Sie jemals Gelder unrechtmäßig verwendet?"
      Sein Schatten, der sich bisher nur bewegt hatte, sprach nun deutlich: "Ja, er hat es getan."
      Richard zögerte, seine Augen flackerten. "Nein, niemals."
      Cassie seufzte innerlich. Sie wusste jetzt, dass Richard gelogen hatte. Doch sie musste mehr erfahren, um seine Lügen zu entwirren und die Wahrheit zu finden, die tief unter einem Netz aus Täuschungen verborgen lag. "Richard," sagte sie und lehnte sich vor, ihre Stimme sanft, aber bestimmt, "ich bin hier, um Ihnen zu helfen. Aber dazu müssen Sie ehrlich zu mir sein. Wenn Sie mir nicht die ganze Wahrheit sagen, kann ich Sie nicht verteidigen."
      Richard sah sie an, seine Augen voller Panik. Einen Moment lang dachte Cassie, er würde alles zugeben, doch dann schüttelte er nur den Kopf. "Ich habe Ihnen alles gesagt, was ich weiß."
      Der Schatten flüsterte wieder: "Lüge."
      Cassie nickte langsam, obwohl sie wusste, dass er log. Sie würde tiefer graben müssen, weitere Beweise finden, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch sie hatte schon kompliziertere Fälle gelöst und war fest entschlossen, auch diesen zu gewinnen. Ihre Fähigkeit war ein mächtiges Werkzeug, aber es war ihre Intelligenz und ihr unerschütterlicher Wille, die sie wirklich stark machten.
      Als Richard ihr Büro verließ, blieb Cassie noch eine Weile sitzen und dachte nach. Der Fall war eine Herausforderung, aber sie lebte für solche Herausforderungen. Die Wahrheit war immer da draußen, verborgen im Schatten. Und sie, Cassandra Everhart, würde sie finden – egal, wie tief sie graben musste.
      In the midst of chaos
      there is also opportunity
    • Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort...


      Alex starrte vollkommen erledigt an die Decke seines Schlafzimmers und versuchte den Schimmel Fleck zu übersehen der sich in den letzten Monaten dort gebildet hat. Seinem Vermieter sagte er schon gar nicht mehr bescheid, würde dieser ihn doch eh nur wieder ignorieren. Frustriert seufzend schwang er die Beine aus dem Bett und richtete sich echzent auf. Die Hände auf die bettkante gestützt saß er da und sah sich neugierig in der Wohnung um. Wer hatte wohl diese Nacht den Weg in sein Apartment gefunden? Seine Katze Lady lag wie immer neben seinem Kopfkissen und begann sich gerade zu Strecken und maunzte ihn schläfrig an.

      "Dir auch einen guten Morgen meine Schönheit! Wie hast Du geschlafen?"

      Ihr langsam munter werdendes maunzen klang wirklich so als ob sie ihm einen Antwort gab. Es klang eigentlich immer so wie ein Gespräch mit ihr. Sie war sagen haft schlau seine kleine Lady und das machte ihn so stolz. Sie kam vor einigen Monaten zu ihm, verletzt, durchnässt, hungrig und sehr verunsichert stand sie plötzlich eines Tages in seinem Wohnzimmer... Na ja das was er als Wohnzimmer betrachtete. Es war mehr ein Raum in dem zwei von vier Wänden fehlten und es eher wie eine Art Terrasse anmutet wie ein richtiger Raum. Das dass aber an dem eingestürzten Dach und den somit auch eingestürzten Wänden lag war seinem Vermieter sowas von egal. Ob man diese Person als Vermieter wirklich betiteln könnte war sowieso eine ganz andere Frage. Aber diese Person verlange jede Woche 50€ und kümmerte sich... Na ja tat wenigsten so als ob sie sich um das Haus kümmerte. Ein altes Mehrfamilienhaus aus den frühen 60ger Jahren der aber seine besten Zeiten wohl noch im letzten Jahrhundert hatte. Heizung und warm Wasser waren eher glückssache der Strom funktionierte immerhin.


      "Dann wollen wir mal los legen, nicht wahr Lady?"


      Er stand auf und ging zum Schrank in dem er seine wenigen Klamotten gesammelt hatte. Viel brauchte er nicht um glücklich zu sein und das wenige das er besaß waren eine paar Sachen die er regelmäßig per Hand in einem Fass mit regenwasser wusch und auf eine Leine trocknen ließ. Seife fand er in den Mülltonnen hinter der Seifenmanufaktur in der Elmsstreet. Er fand vieles was man noch sehr gut gebrauchen konnte im Müll, warfen die Leute viel zu schnell etwas weg das noch gut war. So war er in der Lage gewesen seife, duschgel und andere Kosmetika zu finden eben so das bunt gemischte Geschirr und Besteck das nie richtig zusammen passte. Ein Bett, Matratze, Bettzeug, decken.... Einfach alles was man braucht um es einigermaßen gemütlich zu Hause zu haben. Bilder malte er einfach selber und hängte sie sich an die Wände, hin und wieder brachte ihm Lady oder einer der anderen streuner etwas interessantes. So war das Handy und das meiste Geld das er besaß aus einer Tasche eines Taschendiebes welches ein streunender Hund eines Abends anschleppte. Alex hatte gelernt nicht zu hinterfragen wo die Tiere die sachen her hatten und so freute er sich über das Telefon, das geld und einige andere interessante dinge. Nach dem er sich gewaschen hatte, die Zähne geputzt und sich angezogen hatte suchte er sich eine Kleinigkeit zu essen. Mit einem Stück kalter Pizza in der Hand schlenderte er durch seine Wohnung die ganze 3 Zimmer hatte... Na ja zwei und das eingestürzten Wohnzimmer. Die Wände waren vergilbt vom Nikotin das die vorbesitzer hier verteilten in den 60gern und 70gern denn seid dann hatte hier keiner mehr drinnen gelebt... Nun zumindest nicht offiziell. Alles in allem war die Wohnung schäbig und eigentlich nicht bewohnbar wenn es nach irgend welchen Standards gehen würde doch war das Gebäude in einem so abgelegenen und sozial herunter gekommenen Fiertel das sich niemand wirklich dafür interessiert.

      "Guten Morgen Sally... Wie geht es dir heute?"

      Fragte Alex die durchschimmernde Gestalt einer Frau. Er war nicht in der Lage ihr Gesicht deutlich zu sehen doch waren die Proportionen und die Silhouette immer schon deutlich gewesen. Sprechen Taten sie nie, nicht im herkömmlichen Sinne. Es war eher eine Art spüren was sie "sagten". Verstehen konnten die Geister ihn alle samt egal ob es Einheimische waren oder Menschen aus einem anderen Land die zu Besuch in seinem Land waren. Sprachen gab es im jenseits also nicht.

      "Ja... Mir geht es ziemlich gut. Sally hast du dich entschieden wie ich dir helfen soll? Was du möchtest kann man ch nicht erledigen doch kann ich versuchen dir zu helfen mit dem was ich dir beschrieben habe. Such es dir also aus!"

      Keine Worte doch eine Art wispern das Worten recht nahe kam erklang in seinem Kopf und er nickte. Ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und Sally's Gestalt löste sich in Luft auf.

      " wie unhöflich... Na ja sie denken halt nicht wie die lebenden." dachte Alex sich als er die Schlüssel seiner Wohnung aus der Schale neben der Tür nahm. Lady sprang ihm hinter her und kletterte auf seine Schulter als er die Wohnung verließ. Als er auf die Straße trat rauschte ein Wind durch die Straßen und ein heulen das seine Ohren zum ringen brachte erklang in seinem Kopf... Nun Lady reagierte auch darauf. Eine Besonderheit die er nur bei Katzen beobachtet hatte. Sie reagierten auf Geister und andere seltsame Erscheinungen und Dinge die sich ereigneten Hunde waren da etwas einfacher und schienen sich um sowas nicht zu kümmern auch wenn sie es in einem gewissen Ramen zu spüren schienen. Ein fauchen, knurren und ein Buckel mit einem Körper gespannt wie ein Bogen waren alles was er spürte und hörte. So schnell wie der Wind kam so schnell war er auch wieder weg.
      "was um Himmelswillen war das? So schlimm war es noch nie... Hoffentlich wiederholt sich das nicht zu oft..."

      Dachte er sich und sah sich um, doch wie immer reagierte niemand wirklich darauf. Sicher hin und wieder jagte es jemandem ein Schauer über den Rücken doch so wie er nehm es anscheinend niemand war. Er drehte sich um und ging weiter die Straße runter. Sein Ziel Downtown... Dort war das letzte mal die Resonanz sehr stark. Seine Suche begann also erneut... Hoffentlich war sie diesmal erfolgreicher.

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    • Cassie schnappte sich ihre Handtasche und schritt aus ihrem Büro im Herzen der pulsierenden Downtown in die belebten Straßen der Innenstadt.
      Normalerweise zog sie es vor, in der Ruhe ihres Büros zu essen, aber heute fühlte sie den Drang, hinauszugehen, um den Kopf frei zu bekommen und neue Energie zu tanken. Sie hatte einen kleinen, versteckten Coffeeshop im Sinn, den sie manchmal besuchte, wenn sie eine Auszeit brauchte.
      Sobald sie die schwere Glastür des Bürogebäudes hinter sich schloss, schlug ihr der Lärm der Stadt entgegen. Die Sonne stand hoch am Himmel und die Luft war erfüllt von den typischen Geräuschen der Großstadt – Autos hupten, Menschen redeten, und die allgemeine Hektik der Großstadt umgab sie wie eine dichte Wolke. Doch das war nicht das Einzige, was Cassie wahrnahm. Überall um sie herum flüsterten die Schatten der Menschen, die an ihr vorbeihasteten, ihre Geheimnisse. Ein ständiges Murmeln der Wahrheit, das sich mit den Lügen ihrer Besitzer mischte.
      Ich habe meinen Chef angelogen, ich war gar nicht krank“, sagte der Schatten eines Geschäftsmannes, der hastig telefonierte.
      Sie denkt, ich liebe sie noch, aber ich habe längst jemanden neuen“, flüsterte der Schatten einer Frau, die in Eile die Straße überquerte.
      Doch Cassie hatte gelernt, die störenden Geräusche weitgehend auszublenden. Sie konzentrierte sich auf das Wesentliche und ließ die Schattenflüsterer in den Hintergrund treten, während sie sich auf ihre Arbeit fokussierte.
      Während sie die Straße entlangging, war sie in ihr Handy vertieft. Sie versuchte, mehr über den Fall von Richard Cartwright herauszufinden. Sie las die neuesten E-Mails von ihrem Team und durchforstete juristische Datenbanken nach ähnlichen Fällen, die ihr helfen könnten, eine Strategie zu entwickeln. Sie suchte nach Hinweisen, die ihr bisher entgangen waren.
      Menschen strömten an ihr vorbei, und überall um sie herum hörte sie die Schatten flüstern. "Ich habe das Geld genommen", "Sie wird es nie erfahren", "Es war nicht meine Schuld" – die Flut von Wahrheiten, die aus den Lügen der Menschen hervorgingen, konnte überwältigend sein. Sie ging an einer Gruppe von Touristen vorbei, deren Schatten über untreue Partner und verschwiegene Geheimnisse flüsterten, und betrat schließlich ein kleines Café abseits der Hauptstraße.
      Das Café war ihr Rückzugsort – ruhig und weniger überlaufen als die großen Ketten, die die Straßen säumten. Hier konnte sie sich hinsetzen und ihre Gedanken ordnen.
      Ein gemütlicher, unscheinbarer Ort, der sich durch seine Ruhe und die köstlichen Kaffeespezialitäten auszeichnete. Die junge Frau betrat das Café und atmete erleichtert auf. Die Stimmen der Stadt verstummten, als die Tür hinter ihr ins Schloss fiel.
      Sie bestellte einen Salat und einen Kaffee, setzte sich an einen Tisch in einer ruhigen Ecke und vertiefte sich wieder in ihr Handy. Sie las eine E-Mail von ihrem Assistenten, der berichtete, dass er weitere Dokumente über Cartwrights Geschäfte gefunden hatte. Die Beweise schienen erdrückend, aber Cassie wusste, dass irgendwo ein Faden zu finden war, der die Lügen entwirren würde.
      Während sie ihren Salat aß, überflog sie die Details der Transaktionen, die Richard durchgeführt hatte. Die Summen waren gewaltig, die Verbindungen kompliziert. Es war kein Wunder, dass die Staatsanwaltschaft ihn ins Visier genommen hatte. Doch Cassie spürte, dass es mehr gab, als auf den ersten Blick ersichtlich war.
      Eine Nachricht stach besonders heraus. Ein anonymer Informant hatte detaillierte Informationen über einige Transaktionen geschickt, die Cartwright angeblich getätigt hatte. Cassie’s Herz schlug schneller, als sie die Daten durchlas. Hier könnte der Schlüssel liegen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
      Plötzlich spürte sie eine Präsenz und blickte auf. Ein Mann, der ebenfalls im Café saß, starrte auf eine Frau, die vor Cassie an einer Fensternische saß und etwas an ihrem Laptop tippte, an. Sein Schatten war unruhig, flüsterte hektisch. "Sie weiß zu viel. Sie wird es herausfinden." Cassie unterdrückte ein Seufzen. Sie wollte sich nicht mit zusätzlichen Wahrheiten belasten, aber die Fähigkeit, die Schatten zu hören, konnte sie nicht einfach abschalten.
      Der Mann sah weg, als er bemerkte, dass Cassie ihn beobachtete. Sie konzentrierte sich wieder auf ihr Handy und ihre Notizen, ließ die Stimme des Schattens langsam verstummen. Es war diese ständige Balance, die Cassie meisterte – die Fähigkeit, die Wahrheit zu sehen und doch nicht daran zu zerbrechen.
      Als sie schließlich ihren Salat aufgegessen hatte, nahm sie einen tiefen Schluck ihres Kaffees und schloss kurz die Augen.
      Der warme, reichhaltige Geschmack beruhigte ihre Nerven. Sie öffnete die Augen wieder und betrachtete die Informationen auf ihrem Handy mit neuer Klarheit. Der Fall war kompliziert, aber Cassie war entschlossen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Sie wusste, dass sie weitergraben musste, dass irgendwo in den Schatten der Stadt die Antworten lagen, die sie suchte.
      In the midst of chaos
      there is also opportunity
    • "Also der Typ hat dich einfach so mit einer Nadel gestochen und lief dann weiter..... Und in Krankenhaus hieß es dann es war ein synthetisches Gift das nur per Zufall gefunden wurde da du allergisch darauf reagiert hast und schluss endlich an einem anaphylaktischem Schock gestorben bist und nicht an dem Gift? Das ist doch wohl nicht dein ernst?!"

      Alex schländerte gemächlich durch die Straßen, die zunehmend belebter wurden je näher er Down Town kam.
      Neben ihm schwebte die Gestalt von Sally, eine ehemalige Sekretärin, wenn er nach der Kleidung ging die sie trug. Das Namensschild mit S. Thompson war ein weiterer Hinweis ebenso der Firmen Name Cartwright Finances. Was genau passierte konnte Sally ihm nicht mehr sagen. Die meisten Geister erinnerten sich nur an die letzten 30-45 min vor ihrem Tod so wie die schönsten und schlimmsten Erinnerungen ihrer Kindheit und Jugend so wie einige besondere Episoden ihres Erwachsenen Daseins. Was Sally ihm jedoch sagen könnte war das Gefühl verfolgt zu werden, etwas zu wissen das gefährlich war und dann ein pieks in ihrem Oberschenkel. Der Typ zog die winzige Spritze aus ihrem beim und lief weg. Sally konnte nur aufschreien und ihm nach sehen. Binnen weniger Sekunden schnürt sich ihre Kehle zu, die Augen und das ganze Gesicht quollen auf und würden Feuer rot. Sie hatte einen bilderbucbreifen anaphylaktischen Schock. Der Rettungswagen kam ziemlich schnell doch waren die Helfer machtlos gegen ihre übermächtigen Anfall. Sie starb wenige Sekunden nach dem eintreffen im Krankenhaus an dem massiven Sauerstoffmangel und das trotz gaben von 100% Sauerstoff. Alex stellte sich diesen Tod äußerst qualvoll vor, tat er das bei den meisten seiner "Klienten" die ihn um Hilfe baten. Sally war doch tatsächlich die erste die ihn um Hilfe für jemand anderen bat. Sie wollte nicht das er eine Nachricht an jemanden übergab, ein Haustier versorgte oder eine der typischen dutzenden anderen Aufgaben die die Toten normalerweise erbaten, sie wollte das er diese Frau rettete, bevor der Typ der sie ermordet hatte auch das Leben dieser Frau vorzeitig beendete.

      "... Und du bist dir sicher das sie Down Town in einem kaffe sitzt und der Typ ist bei ihr?... OK ok... Schrei bitte nicht so rum ich beeilen mich ja schon..."

      Er verfiel in einen leichten Laufschritt. Es waren noch gut 4 blocks bis er das kleine versteckt gelegene Kaffee erreichen würde. Woher Sally wusste wo der Typ und die Frau waren oder woher sie wusste das das er es auf diese Frau abgesehen hatte wusste Alex nicht, war es aber auch nicht von belangen denn die Geister lagen IMMER richtig in seiner Erfahrung. Sally wusste nicht wer die Frau war und was sie wusste, wieso der Typ was von dieser Frau wollte dich wusste sie das sie Alexs Hilfe brauchen würde. Er griff in seine Hosnetasche und dort nach dem Taser, den er sich vor Jahren "geliehen" hatte. Noch zwei Ecken dann wurde er das besagte Caffè sehen zumindest so dann wenn Sally ihn richtig gelöst hatte. Mit rasselndem Atem und an der Ecke lehnen sah er die schmale Gasse hinab in der ein ruhiges gemütliches Caffè lag. Seine Konzentration hing ihm noch etwas hinterher als er versuchte die Frau zu sehen die Sally meine, konnte das doch nicht sehr schwer sein war in der Gasse doch nicht viel los.
    • Cassies Finger glitten über den Bildschirm ihres Handys, während sie weitere Informationen zu Richard Cartwrights Fall durchlas. Die Transaktionen waren labyrinthartig und verschlungen, wie die Gassen dieser Großstadt. Sie konnte die Wahrheit förmlich spüren, versteckt unter Schichten von Täuschung und Lügen.
      Aus dem Augenwinkel nahm sie eine Bewegung wahr, und als sie aufblickte, sah sie die Frau, die zuvor mit ihrem Laptop am Fenster gesessen hatte das Café verlassen.
      Der Mann, der sie beobachtet hatte, folgte ihr direkt. Stumm beobachtete sie die Szene und fühlte, wie sich ein Knoten in ihrem Magen bildete. Ein ungutes Gefühl beschlich sie. Sollte sie eingreifen oder sich lieber raushalten? Die Vernunft sagte ihr, dass sie sich auf ihren eigenen Fall konzentrieren sollte, aber das Gefühl der Dringlichkeit war zu stark, um es zu ignorieren.
      Mit einem schweren Seufzen packte Cassie ihre Sachen zusammen, stand auf und bezahlte schnell. Sie sie wollte die beiden im Auge behalten und sicherstellen, dass der Frau nichts passierte. Sie trat hinaus in die belebte Straße und ließ ihren Blick suchend umherschweifen, bis sie die beiden Gestalten entdeckte, die sich in der Menge verloren.
      Cassie folgte ihnen, ihre Schritte fest und entschlossen. Das Murmeln der Schatten um sie herum verstärkte sich, mischte sich mit den Geräuschen der Stadt. „Er weiß es“, „Es war meine Schuld“, „Niemand darf es erfahren“ – die Wahrheiten der Menschen, die an ihr vorbeigingen, dröhnten in ihren Ohren. Doch sie blendete die Stimmen so gut es ging aus und konzentrierte sich auf ihre Verfolgung.
      Während sie den beiden die Straße entlang folgte, überkam sie plötzlich ein seltsames Gefühl. Es war, als würde etwas sie zwingen, in eine der Gassen, an denen sie vorbeikam, hineinzublicken. Ihr Herzschlag beschleunigte sich, als sie einen flüchtigen Blick hineinwarf.
      Dort stand ein groß gewachsener, tätowierter Mann, der sich an der rauen Backsteinwand stützte. Seine Augen waren auf die Straße gerichtet, doch als Cassie ihn ansah, schien er sie für einen kurzen Moment direkt anzublicken. Eine Welle der Verwirrung durchlief sie. Warum fühlte sie sich plötzlich von ihm angezogen, als wäre er ein Teil eines Puzzles, das sie noch nicht verstand?
      Sie schüttelte das Gefühl schnell ab und wendete ihren Blick ab. Der Mann in der Gasse war nicht ihr Problem – zumindest nicht jetzt. Sie musste sich auf die Frau konzentrieren, die aus dem Café geflohen war, und sicherstellen, dass ihr nichts zustieß.
      In the midst of chaos
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