The Devil's Lover [Ukizilla x Yumia]

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    • The Devil's Lover [Ukizilla x Yumia]

      The Devil's Lover


      The devil's voice is sweet to hear - Stephen King




      ╔═══════════ ≪ °❈° ≫ ═══════════╗

      Genre: Romanze, Fantasie, Drama
      Rollen:
      X - @Yumia
      Y - @Ukizilla
      Vorstellung

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      X ist eine allein lebende Lehrerin in einer Großstadt. Sie hatte eine vor einiger Zeit sich von ihrem Ex getrennt, doch bis heut hat sie sich an keine neue Beziehung gewagt. Dafür gibt sie ihr Bestes auf ihrer Arbeit.
      Luzifer hingegen schien sein Gedächtnis verloren zu haben. So gibt er von sich, als X ihn in der Stadt gefunden hat, nachdem Gott Luzifer auf die Erde verbannt hat. Er solle seine Strafe hier absitzen und aus seinen Fehlern lernen. Dass Luzifer nicht sonderlich erfreut über die Sache war und fest von der Überzeugung ist, niemals lernen zu können Menschen zu lieben, oder gar zu tolerieren, ist keine Überraschung. Doch ohne Hilfe auf der Erde würde er in seinem menschlichen Zustand nicht lange überleben. X, ein gutherziger Mensch, lässt Luzifer bei sich wohnen, bis er sein Gedächtnis wieder hat. Das eine führte zum anderen und Luzifer fängt sogar an an der gleichen Schule zu arbeiten, wie X. Kann das gut gehen? Wird Luzifer jemals sich einem Menschen öffnen, gar lieben können? Und wenn ja, wo wird die Liebe ihn hinführen?





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      Clementia
      Clementia erhebte sich behutsam aus ihrem Bett, als der warme Lichtstrahl der Morgensonne durch die zarten Vorhänge auf ihre geschlossenen Augen fiel. Ein Augenblick des Erwachens, in dem sie spürte, dass sie sich in den letzten Momenten eines flüchtigen Traums befand. Mit jeder voranschreitenden Sekunde entglitten ihr die Fragmente des nächtlichen Geschehens, und die Erinnerung daran verborg sich im Schatten des Unbewussten.
      Ein Seufzer entweichte ihren Lippen, als sie langsam aufstand und die Realität des neuen Tages anerkannte. Ein unbestimmtes Unbehagen legte sich über ihre Gedanken, denn sie ahnte, dass der Traum keine angenehme Reise durch ihre Schlafwelten gewesen war – vielleicht ein Schatten aus der Vergangenheit, ein leiser Echo ihres einstigen Beziehungsdramas.
      Clementia wurde von ihrer treuen Ragdoll-Katze Marshmallow freudig begrüßt, während die Morgenstille von einem sanften Schnurren durchzogen wird. Eine kleine, liebevolle Geste, die den trüben Schleier des Traumes zu durchbrechen schien. Ein kleines Lächeln umspielte die Lippen Clementias. Sie vergaß beinahe sofort das unangenehme Gefühl, welches sie bisher begleitet hatte. Mit Entschlossenheit stand sie auf, wechselte ihre Kleidung und bereitete sich eine einfache Mahlzeit zu, um den Tag zu begrüßen. Es war das Wochenende gewesen und somit hatte sie Zeit für sich. Da sie keine Arbeiten angekündigt hatte und ihre Schüler hat keine schreiben lassen, gab es auch keine Papiere zu korrigieren. Dieses Wochenende wollte sie sich vollkommen auf sich selbst fokussieren.
      Die Gedanken an den Traum lassen sie nicht los, als sie sich auf den Weg macht, um im weitläufigen Park in der Nähe ihrer Wohnung zu joggen. Die grünen Wege und schattigen Alleen des Parks bieten eine Oase der Ruhe und Ablenkung. Der Rhythmus ihrer Schritte vereint sich mit dem Zwitschern der Vögel und dem sanften Rascheln der Blätter, während sie versucht, die Schatten des Traums mit jedem Schritt weiter hinter sich zu lassen. Die Luft fühlte sich angenehm auf ihre Haut an, es half ihr die innere Ruhe abermals zu finden. Das Rauschen ihres Herzen und die Anstrengung lenkten ihre Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt. Je weiter weg sie von ihrer eigenen Wohnung entfernte, desto ferner schien ihr der Traum zu kommen.
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    • Luzifer

      Um ihn war nichts als Dunkelheit, Kälte und Leere. Nur ab und an schwirrten Bruchstücke von Unterhaltungen in seinem Kopf. Hier und da schnappte er einige Worte auf, die aber keine bisschen zusammenhingen. Je mehr sein Unterbewusstsein versuchte sich darauf zu konzentrieren und diese Sachen festzuhalten um Zusammenhänge zu verstehen, desto mehr entglitten ihm diese Dinge wieder. Nur eines der Worte konnte er ganz genau filtern und es ergab einen Sinn ohne einen Sinn zu haben: Liebe. Er wusste aber nicht in welchem Zusammenhang es stand.
      Das einzig Andere, dass er in dieser Leere ausmachen konnte war ein Gefühl und dies hatte nicht wirklich etwas mit Liebe zu tun, zumindest nicht direkt. Er fühlte einen Verlust. Auch hier konnte er es nicht genau greifen und auch nicht genau sagen was er verloren hatte, aber er merkte diesen Schmerz und das Zusammenziehen seiner Brust.
      Die Geräuschkulisse wurde immer lauter und der gefallene Engel, der nicht mal mehr wusste was er war, versuchte lange es zu ignorieren, doch es drängte sich in seine Gedanken bis er erschöpft die Augen aufschlug. Sein Schädel dröhnte durch die plötzliche Helligkeit nur noch mehr als er es eben schon getan hatte und so gingen die Augen erstmal reflexartig wieder zu. Es dauerte einige Versuche bis das Tageslicht ihn nicht mehr so blendete und er sich etwas umsehen konnte. Er sah grün, doch auch wenn er nun versuchte zu überlegen wo er war und ob es richtig war hier zu sein, so konnte er sich nichts darauf reimen.
      Schnell sprang der groß gewachsene Mann auf die Beine und ging in Richtung der Geräusche, die jedoch nun gar nicht mehr so laut waren und die er vor allem nicht wirklich einer Richtung zuordnen konnte. So torkelte er etwas hin und her. Jeden Gedanken in seinem Kopf, den er versuchte zu greifen, verschwand und bereitete ihm noch größere Kopfschmerzen. Sein Schädel explodierte fast und inzwischen war es ihm egal, solange es nur ruhiger werden würde. Er wollte sich am liebsten wieder hinlegen, denn es fühlte sich falsch an hier zu sein.
    • Die Musik dröhnte in ihre Ohren. Kein Geräusch von außen dran durch sie hindurch, ihr Blick auf ihren Weg vor sich gerichtet. Sie brauchte diese Ablenkung. Die Trennung lag in der Vergangenheit, dennoch gab es oftmals Momente, in denen die Erinnerungen sie Heim suchten und sie deprimierte. Da war das Joggen, wie jetzt, eine gute Ablenkung für sie. Die Grünfläche um sie herum hatte sie oft genug gesehen, weswegen ihr Blick nicht nach jedem Meter von ihrem Weg abweichen und die Landschaft bewunderte. Sie konnte sich als glücklich schätzen, dass sie solch einen Park in der Nähe ihrer Wohnung hatte. Viel weniger hatte sie Lust lange unterwegs zu sein, um einen Ort zu finden, wo sie dies in Ruhe tun konnte.
      Obwohl sie ganz in ihrem Element war, dabei vollkommen fokussiert, bemerkte sie dennoch den Mann, der keine gesunde Form von sich gab. Besorgt verlangsamte sie ihre Schritte und sah ihn besorgt an. Ihm schien es nicht gut zu gehen. Clementia nahm eine Ohrmuschel zur Seite und kam dem Mann näher. Ein großgewachsener dunkelhaariger Mann gab ihr den Eindruck, als würde er nicht selbstbewusst sich auf die Beine halten zu können. „Entschuldigung?", blieb sie bei ihm stehen und sah ihn besorgt an. Ob er sie verstehen konnte. „Ist alles in Ordnung?", sprach sie sanft zu ihm, da sie nicht wusste wie er auf laute Geräusche reagierte und seinen jetzigen Zustand nicht verschlimmern wollte.
      Durchaus bestand auch die Möglichkeit, dass er schlichtweg seine Ruhe haben und keine Hilfe annehmen wollte. Daher behielt sie ihre Hände bei sich und wartete eher darauf welche Signale er ihr gab, damit sie dementsprechend auch handeln konnten. Clementia war sicherlich niemand, die Menschen in Nöten ignorieren konnte, wenn es ihr möglich war zu unterstützen.
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    • Je weiter Luzifer torkelte, desto seltsamer wurde ihm. Statt dass es besser wurde als er sich nun bewegte, wurde es immer nur schlimmer. In seinem Kopf drehte sich alles und dazu wurde ihm auch noch schlecht. Er dachte schon, dass er hier verrecken würde als ihm eine junge Frau entgegenkam. Sogleich blieb er stehen oder versuchte es zumindest, denn noch immer schwankte er hin und her wie ein Schiff. Auch fiel es ihm unsagbar schwer sich auf sie und ihre Worte zu konzentrieren. Doch auch wenn er sie ansah und versuchte ihr zuzuhören, so war er sich sicher sie nicht zu kennen und doch spürte er eine gewisse Abneigung gegen sie. Es war ein seltsames Gefühl und so hielt er sich nun einfach an ihren Schultern fest damit er nicht umkippen würde.
      Seine Augen huschten immer wieder verwirrt hin und her und scannten ihr Gesicht. "Mir... geht es gar nicht gut. Ich weiß nicht... wo ich bin." Er sprach vollkommen abgehackt und hielt Clementia immer noch fest an den Schultern. Irgendwas in ihm sträubte sich diese Worte zu sagen und doch kamen sie ihm nun über die Lippen: "Ich brauche Hilfe." Es klang nicht flehend, sondern eher wie eine Kampfansage und schon im nächsten Moment wurde ihm wieder schwindelig und schwarz vor Augen, sodass er sich an sie lehnen musste. Man hörte ihn schwer atmen und er schloss nun die Augen um sich wieder etwas zu fangen. "Mir geht es gar nicht gut.", wiederholte er nun noch mal direkt an ihrem Ohr.
    • Es war wohl nicht nur ihre Einbildung gewesen, dass es dem Mann nicht gut ging. Je näher er our kam, desto besorgter wurde sie und für einen Moment überlegte sie sich den Krankenwagen zu holen. Keineswegs wollte sie Schuld daran haben, dass der Mann zu spät Hilfe bekam.
      Sein plötzlicher starker Griff auf ihre Schulter, ließ sie kurz zusammen zucken, ließ sich jedoch nicht weiter davon beirren und versuchte stattdessen ihm den nötigen Halt zu bringen. Ihr Herz zog sich weh leidig zusammen, als der Mann offen gestand, dass er Hilfe bräuchte. Eilig und beinahe nervös, sah sie um sich und entdeckte zu ihrer Erleichterung eine Bank in der Nähe. „Lass uns erst hinsetzen", versuchte sie den Mann sanft in die Richtung der Sitzgelegenheit zu steuern. Dabei achtete sie behutsam darauf, dass sie nicht zu schnell ging und den nötigen Halt für ihn stellte.
      Dort angekommen half sie ihm auf die Bank zu setzen und sah ihn besorgt an. Was er wohl nur hatte, fragte sie sich vor Sorgen. Clementia hatte ihren Morgen ganz anders vorgestellt, doch wie konnte sie ihre Augen vor dem hilfesuchenden Mann schließen? „Soll ich einen Krankenwagen rufen? Damit Sie ins Krankenhaus kommen", fragte sie ihn vorsichtig und setzte sich neben ihn hin. Vorsicht, wissend, dass manche eine überhebliche Reaktion zeigten, wenn sie nur das Wort Krankenhaus hörten. Vielleicht bräuchte er nur ein wenig Zeit für sich zum Hinsetzen.
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    • Kaum hatte er die Worte ausgesprochen, dass er Hilfe brauchte, da bereute er es auch irgendwie schon wieder. Es war zwar wirklich so, dass es ihm mies ging und er sicher nicht ohne Hilfe weiterkam, doch irgendwas sagte ihm, dass es falsch war sich auf diesen Menschen zu verlassen. Doch da sein Kopf noch immer versuchte überhaupt zu verstehen was hier vor sich ging und deshalb auf Hochtouren arbeitete wurde ihm schon wieder schwindelig und alles drehte sich, während es in seinem Kopf dröhnte als würde jemand mit dem Vorschlaghammer dadrinnen umräumen.
      Deshalb ließ er es nun auch so leicht mit sich geschehen als Celementia meinte, dass sie sich erstmal setzen sollten und sie ihn halb schob und halb führte zur nächsten Bank. Er hasste das Gefühl sich helfen zu lassen und von jemanden abhängig zu sein, doch in diesem Moment konnte er es wirklich nicht abwenden. Doch als er nun endlich saß kam auch kein Danke von ihm, sondern eher ein prüfender Blick als sich die junge Frau nun neben ihn auf die Bank setzte, fast als würde sie eine Schande begehen.
      Bei ihrer Frage, ob sie einen Krankenwagen rufen sollte wurde der Blick nur noch prüfender und tadelnder als würde er alles sehen können was sie je falsch gemacht hatte in ihrem Leben. „Ärzte sind auch nur normale Menschen, die nichts können und so tun als seien sie Gott. Ich hasse diese Blasphemie. Arrogantes Pack.“ Er sagte es mit so viel Verachtung in der Stimme, dass er keinen Raum für Fehlinterpretationen ließ. Er meinte es wirklich so, dass er Ärzte hasste und langsam wurde sein Blick nun wieder freundlicher, wenn auch nur in einem gewissen Maße. „Was machen sie hier?“, fragte er nun und dann fiel ihm ein, dass er lieber fragen sollte wo hier war, weshalb er leicht den Kopf schüttelte.“ Sitzen tat gut. Er half zumindest etwas und war besser als nur zu stehen oder gar versuchen zu gehen.
    • Aufmerksam betrachtete sie den Mann, der nun neben sie saß, und wartete gebannt auf seine Antwort. Er müsste ihr nur das grüne Licht geben, dann würde sie sofort den Krankenwagen rufen. Ihr Handy hatte sie bei sich.
      Seine Antwort auf ihre Frage ließ sie kurz schlucken. Sie kam ganz andere, als erwartet. Anstatt ein simples ja oder nein von sich zu geben, erkannte Clementia sofort die Einstellung des Mannes den Ärzten gegenüber. Auch wenn sie seine Meinung nicht unbedingt teilte, blieb sich stumm. Was brachte es ihr mit einem fremden Mann über solch ein Thema zu diskutieren, der ohnehin sehr überzeugt von seiner Stellung war, und vor allem einem Mann, dem es sichtlich schlecht ging. Es war nicht ihre Aufgabe ihn zu überzeugen, viel mehr sicher zu stellen, dass es ihm gut ging und sich selbst nicht schadete. Auch könnte sie hier sich zurückziehen, doch die Gedanken und Sorge würde sie tagelang plagen.
      Als er dann eine Frage an sie richtete, sah sie ihn überrascht an. Was sie hier tat? Nun es war ein Park, den jeder besuchen wollte. Und obwohl der Ton des Mannes nicht unbedingte höflich oder nett war, ließ Clementia sich nicht beirren. Weiterhin blieb sie höflich und freundlich. Seine schlechte Stimmung schon sie auf seinen körperlichen Zustand. Er hatte wohl keine Kapazität dazu höflich zu sein, was Clementia durchaus verstehen konnte.
      „Nun, ich war hier im Park joggen", zuckte sie mit den Schultern. „Wie kann ich den helfen? Etwas zum Essen oder Trinken?"
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    • Mal schien die Zeit unglaublich schnell zu vergehen und alles verschwamm vor seinem Auge und im nächsten Moment kam es ihm vor als würde alles ewig dauern. Dies half ihm nicht grade dabei sich zu konzentrieren was um ihn herum passierte und auch nicht auf die Worte der Frau vor ihm. Nach außen hin wirkte er sicher vollkommen irre und in einer gewissen Weise war er es auch grade.
      Zu seinem Glück erklärte sie ihm nicht nur was sie hier gemacht hatte, sondern auch wo er war. Endlich schlich sich ein kleines Lächeln auf seine Lippen, dass ihn leider viel besser aussehen ließ als er es so schon tat. Gedanken darum wer er war hatte er sich nicht gemacht, auch nicht darum, dass er unhöflich war. Es fühlte sich für ihn einfach natürlich an so mit jemanden zu reden als sei er etwas Besseres. Diesem war auch irgendwie so, doch davon wusste er ja nichts.
      Ihre nächsten Fragen ließen sein Lächeln nur noch breiter und weicher werden. Essen und Trinken klang gut und doch so als hätte er es noch nie gemacht. Er bewegte schweigend einige Augenblicke die Worte im Kopf hin und her, wobei sein Blick sehr nachdenklich und philosophisch geworden war. „Was zu Essen und zu Trinken klingt gut.“, sagte er schließlich und nickte zur Verdeutlichung noch mal. „Habt Ihr was dabei?“ Er hatte noch nie etwas essen müssen als Engel. Sicher hatten sie mal von dem Essen gekostet um Menschen zu verstehen, doch er hatte es damals als Schwäche gesehen. Doch da er nun ein Mensch war zurzeit und sich auch nicht mehr an seine Einstellung dem Ganzen gegenüber erinnern konnte merkte er nun nur ein unbekanntes Gefühl. Oder eher eine Mischung aus vielen, die er nicht einordnen konnte.
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      Clementia verfolgte mit ihrem wachsamen Blick jede einzelne Bewegung des Mannes. Sie konnte nicht ihren Finger darauf legen, doch es schien etwas zu geben, was sie nicht ganz erfassen konnte. War es sein Blick, der trotz dem schlechten körperlichen Zustand etwas Undefiniertes in sich trug, oder war es das Gefühl,dass er ihr vermittelte er gehöre nicht hierher? Clementia wusste keine Antwort auf die Fragen und vielleicht war es dem besser so, da sie den Mann wohl möglich später nie wieder sehen wird. Es war also nicht von Nöten sich weiter Sorgen zu machen und sich von Fragen plagen lassen.
      Auf seine Frage hin, ob sie etwas zum Essen oder Trinken hatte, schüttelte sie entschuldigen den Kopf. „Gerade nicht bei mir, aber..." Clementia hielt inne. Aber? Was kam nach ihrem aber? Was wollte sie hinzufügen? Doch wenn sie länger darüber nachdachte, desto mehr verfestigte sich die Idee in ihrem Kopf. Sie konnte ihn hier unmöglich alleine lassen, allein wegen ihrem Gewissen, doch zu einem Arzt zu gehen, wollte er nicht. Atmen und sich etwas bewegen können, war ihm möglich. Doch wer wusste wie lange er ohne Essen und Trinken ausgekommen war, zumal er seine Orientierung verloren zu haben.
      Ehe sich Clementia selbst stoppen kann, öffnete sie den Mund: „Ich wohne in der Nähe, dort kann ich etwas anbieten." Nun waren die Worte ausgesprochen, die sie von sich aus nicht erwartet hatte auszusprechen. Sie schätze sich als gutmütig ein, ja, doch soweit zu gehen und jemanden zu sich einladen, den sie nicht kannte, war für sie das erste Mal. Das jetzt nun zurückzunehmen würde sich als sehr schwierig herausstellen. So konnte Clementia nur hoffen, dass ihre Unüberlegtheit nicht das schlimmste war, was ihr passieren konnte. Der nächste Supermarkt wäre ein großes Stück weiter von ihrer Wohnung entfernt. In der Zwischenzeit, in der sie dorthin lief, könnte dem Mann etwas passieren. Daher war diese Option etwas ungünstiger, zumal Clementia niemanden sehen konnte, der ihnen eventuell helfen könnte. Nur sie zwei alleine befanden sich hier. Würde sich der Mann dagegen entscheiden ihr zu folgen, hätte sie keine weitere Ideen parat. Sie hatte dann wohl keine andere Wahl ihm selbst zu überlassen, denn als Fremd und ohne jegliche medizinische Kenntnisse, waren alle Ressourcen verbraucht und sie war nicht mehr dazu in der Lage weiter zu helfen. Sie hatte dann das getan, was ihr möglich war.
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      Kaum hatten sie über Essen geredet und er nun gesagt, dass etwas zu Essen gut sein würde, da merkte er auch schon wie hungrig er wirklich war. Man konnte fast sagen, dass er ein Loch im Magen hatte, denn immerhin konnte er sich nicht mal mehr darin erinnern wann er zu letzte gegessen hatte und Gott hatte ihn mit allen menschlichen Gelüsten ausgestattet. ‚Was nun keiner von ihnen wusste: Dies war auch der Grund wieso er sich so elend fühlte und sein Körper durchdrehte. Er war es einfach nicht gewohnt diese Dinge zu fühlen und würde sich erstmal dran gewöhnen müssen.
      Als sie meinte, dass sie nichts bei sich hatte, da konnte man ihm die Enttäuschung förmlich ansehen, denn er schaute ziemlich traurig drein. Doch dieses „aber“ ließ ihn hoffen und dies war irgendwie ein schönes Gefühl. Es gab Hoffnung. Hoffnung, dass er bald was zu essen haben könnte und dass es ihm dann sicher wieder besser gehen würde. Vielleich, so hoffte er, würde er dann auch wissen wieso er hier war und wo hier genau war und all die Dinge, die ihm immer wieder Kopfschmerzen bereiteten, sobald seine Gedanken nur in die Richtung wanderten. Doch wer fragte sich zum Glück schon wer er selbst war, wenn man mit jemanden sprach?
      Und tatsächlich wurde seine Hoffnung belohnt als sie an ihr „aber“ anknüpfte und ihm anbot mit zu ihr zu kommen, denn dort hatte sie etwas zu essen. Wie ein kleines Kind, dass nicht mal über die etwaigen Möglichen Schwierigkeiten und Probleme nachdachte, hellte sich sogleich sein Gesicht auf und er nickte. „Gerne. Wenn ich nichts bekomme, dann sterbe ich sicher. So einen Hunger habe ich.“ Definitiv verhielt sich der Mann vor Clementia seltsam und so ganz anders als jeder normale Mann. Sogleich sprang er fast schon auf die Beine, jedoch nur um dies im nächsten Moment auch wieder zu bereuen und ihr fast auf den Schoß zu fallen. Es schaffte es grade noch sich mit der Hand an der Rückenlehne hinter ihr abzustützen. „Lieber noch keine schnellen Bewegungen.“, hauchte er nun fast schon und war ihr doch ziemlich nahe gekommen.