A Duty of Revenge [Nat & Michiyo]

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    • A Duty of Revenge [Nat & Michiyo]

      Vor langer Zeit lebten alle Nationen Evirias zusammen in Harmonie. Die verschiedensten Lebewesen im Einklang der Natur, erfüllt von den Schätzen dieser Welt, doch wo Licht war, fiel auch Schatten. Eines grauen Morgens wechselte der Himmel vom dunklen Schwarz in ein leuchtendes Rot und mit ihm das Leben vieler… Der Lyntrabaum, Lebensraum und die wichtigste Ressourcen-Quelle, dessen Wurzel sich teils ober-, teils unterirdisch quer durch die gesamte Weltkugel erstreckten, brannte! Mit Panik erfüllt ergriffen die Undinen sowie die Völker, deren Land unmittelbar an dem Baum angrenzend lagen, die Flucht.

      Schnell schlossen sich einzelne Mutige zusammen, um dem Attentat auf den Grund zu gehen. Wer würde davon profitieren, der Lebensader zu schaden? Die Antwort lag auf der Hand. König Abraxas, Herr über Ostreana, war ein störrischer Typ Mann, immer bedacht, seine Ländereien zu erweitern, seine Herrschaft zu vergrößern. Es war für viele nur eine Frage der Zeit, wann ein Krieg unter seiner Hand ausbrechen würde. Auch wenn er sich nie zur Tat bekannte, herrschte kein Zweifel an seiner Schuld.

      Im Dienste der Rache und um der Schreckensherrschaft ein Ende zu setzen, formten sich Aufständige, Rebellen und Heldengruppen, die sich Abraxas in den Weg stellen wollten. Wesen aus allen Nationen wurden mobilisiert, um für ihren Frieden zu kämpfen und für ihre Nationen einzustehen.

      Auch Alora entschied, dass sie nicht länger tatenlos bleiben konnte und ihre sonst gutmütige Ader der Aufgabe weichen musste. Mit einem herzzerreißenden Brief wandte sie sich an alle Nationen, die der Unterdrückung der Ostreana schon lange ausgesetzt waren und bot um Unterstützung in der Bildung einer Front.

      Die mutigen Helden, die sich der Undine im Kampf für Gerechtigkeit anschlossen waren:

      Alora, Kai, Thiago und Yubec: @Michiyo
      Elian, Fiora, Laurin und Sincessie: @Nat
      A heart's a heavy burden.

    • Alora
      Der trockene Laub knisterte zu dieser Jahreszeit rund um das Gebiet des Lyntrabaumes und begleitete einen auf seinem Weg mit dem Brechen der Blätter.
      Der Baum, bekannt als die Ader des Lebens in Eviria, war in einer der südwestlichsten Länder dieser Welt verankert. Seine tiefen Wurzeln reichten quer durch alle Reiche, zeigten sich in manchen Orten kräftig in voller Pracht, während sie in anderen unter der Oberfläche lauerten. Eine wichtige Ressource für viele der Lebewesen, da aus ihm weitere Pflanzen keimten und die Kraft des Grüns aus ihm entsprang. Umso tiefer saß der Schmerz, der sich in der Brust Elfe einnistete. Noch nie zuvor war sie gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, als für die kleinen Trips zum Reich der Zwerge, um mit ihnen Handel zu betreiben. Auf dem Weg zu ihnen war sie diesmal nicht, auch nicht in Begleitung ihrer Freunde oder Mitrekruten. Ganz allein trug sie sich durch die Wälder, einen Schritt vor den anderen setzend. Auf den Flug durch die Lüfte verzichtete sie, ihr war einfach nicht danach anmutig, wie eine Gazelle zu schweben. In Anbetracht der Geschehnisse mehr als verständlich…

      Die lichterlohen Flammen brannten noch immer in ihren blauen Augen, als würden sie durch diesen Anblick für den Rest ihres Lebens verfolgt werden. Der Geruch von verbrennenden Früchten und die Fäule des Todes stiegen ihr noch immer in die Nase, obwohl sie schon meilenweit entfernt war. Ob es den übrigen Undinen gelungen war, den Brand zu löschen? Richtig im Griff hatten sie das tobende Feuer nicht bekommen. Immer wieder fingen neue Funken an zu glühen, vergruben sich tief in den Wurzeln der Pflanze. Mehrere Tage hatten sie damit zu kämpfen gehabt, bevor sich Alora auf den Weg machte - auf dem Pfad der Rache.

      Ihre aufgewühlten Worte und Emotionen steckte sie in einen Brief, der alle Nationen erreichen sollte. Unerhört sollte sie nicht bleiben, im Gegenteil! Viele mutige und ebenso empörte Wesen waren bereit, sich diesem Pfad anzuschließen. Zu lange herrschte Ungerechtigkeit, von keinem anderen ausgeübt als dem König der Abraxas. Im alljährigen Winter gehüllt, war es das einzige Reich, das den Lyntrabaum nur wenig abgewinnen konnte. Ihr größter Zweig war die Quelle, die in ihren Bergen entsprang. Welches grausames Wesen man sein musste, um solch ein Attentat zu beauftragen…

      Viel Strecke lag nicht mehr vor ihr. Das Hoffen und Bangen hätte allmählich ein Ende gefunden, denn die Wasserelfe konnte nur mutmaßen, ob jemand überhaupt ihrem Ruf folgen vermochte und die Erkenntnis darüber erhielt sie nur am Startpunkt ihrer Reise: Lycaenidae, dem friedvollsten aller Reiche - das Land der Schmetterlinge.

      Yubec
      Der König empfing die freiwilligen bereit an der Grenze ihres Landes und hieß sie höchstpersönlich willkommen, ganz zur Überraschung der Blauhaarigen. Dem sanftmütigen Wesen hätte sie wohl eher zugetraut, sich zu weigern Asyl für die Rebellion zu gewähren, eher die Durchreise zu vermeiden aber dem war nicht so. Ihr Gott Lycaenidae Yubec schloss sich selbst an, sorgte mit dieser Entscheidung für Furore im ganzen Land. Celeno wurde dieses Handeln zugeschrieben, dem Fluch, den er nun sein Leben nannte und maßgeblich Schuld an diesem Entschluss war. Was den Gott wirklich dazu getrieben hatte, wusste keiner. Trotzdem öffnete er seine Arme für die Wesen, die sein Reich als Keimzelle der Rebellion aufsuchten.
      A heart's a heavy burden.

    • Der Ruf der jungen Undine, erreichte sogar die größte Handels- und Hafenstadt des menschlichen Reiches, Rishnagoth. Heimat der damals größten Kriegerin. Ihre Statue, mitten auf dem Marktplatz, zeugte von einer gewaltigen Macht und viel Einfluss auf die heutige Zeit. Viele junge Frauen hatten die Möglichkeit, Dank dieser Kriegsherrin, die lange schon von ihnen gegangen war, jetzt selbst in den Kampf zu ziehen und Berufszweige zu ergreifen, die ihnen bis dato untersagt gewesen waren. Das Leben hatte sich wirklich verändert und somit auch die Menschheit. Sie ist an Verstand gewachsen. Somit war es einleuchtend, dass der junge König Theron Amare beschloss, um die Familie und seine Heimat zu retten, vor der plötzlichen Fäulnis, die sich um die Wurzeln des Heiligen Baumes rankten, selbst loszuziehen und sich der Rebellion anzuschließen. Mit von der Partie war ein junger, weiblicher Ritter, die beauftragt wurde, den jungen Lord mit ihrem eigenen Leben zu schützen, sollte er darauf ankommen. Solch einen Auftrag hatte Fräulein Eisengardt schon öfter zugesprochen bekommen. Auf Pferden ritten sie in das Land, welches das Treffen der mutigsten der Welt sein sollte. Auch einer der besten Magier des Reiches hatte sich breitschlagen lassen, dem jungen König zu folgen und mit ihm zu ziehen. Die Wurzeln des Lyntrabaumes waren von großem Nutzen für die Herstellung von Tränken und Heilmitteln. Es war keine Frage des Wollens, sondern eine Frage des Herzens. Wollte man Leben oder wollte man sich weiterhin den grauenvollen Machenschaften hingeben?

      Lycaenidae, war eines der weit entferntesten Länder. Es nahm viel Zeit in Anspruch, dorthin zu gelangen, da es nicht einmal auf demselben Kontinent lag wie Rishnagoth, doch das war einerlei. Es ging um das Leben auf jedem Kontinent. Es ging um das Fortbestehen vieler Rassen und Tier- und Pflanzenarten. Auch wenn einige Heiler versuchten, die Wurzeln des Lebensbaumes vor Fäulnis zu retten, so musste doch etwas getan werden.
      Umso mehr waren die Grenzwächter von Lycaenidae überrascht, einen König selbst hier auf einem weißen Pferde vorzufinden. In Begleitung zweier bräunlicher Pferde und deren Reiter, Fiora und Elian. “Wir geben dem Herrn Bescheid.” bekamen die Neuankömmlinge als Antwort. “Verstanden” erwiderte der blonde Mann, der mit seinem Geleit von den Pferden stieg. Dass sich ein König, solch eine hohe und bekannte Macht, ebenso einer einfachen Rebellion anschließen wollte, war wirklich bemerkenswert. Fiora’s Blick fiel auf den jungen Magier, der stillschweigend neben ihnen stand. “Ihr wollt das wirklich durchziehen, Herr? Solltet ihr sterben..” - “Wird meine Frau und mein Kind die Regentschaft übernehmen..” kam ruhig von dem Blauäugigen, während er über seine Schulter kurz zu einem Gefolge blickte. Er sich dessen bewusst, was passieren würde, würde sich ein König einer einfachen Rebellion anschließen. Beziehungsweise, was passieren könnte. “Deswegen seid ihr ja hier..mit mir. Die besten meines Reiches. Die beste Leibwächterin und der beste Magier..” Fiora war gut und dessen war sie sich bewusst, doch würde dies reichen, um ihren Herrn zu schützen? Dabei fiel ihr Blick auf den jungen Magier, der nur kurz etwas verwirrt den Blick erwiderte und nun wegsah.

      Er war nie so gut in Blickkontakt gewesen und vor allem kannte er die junge Frau nicht, die die beiden begleitete. Er musste zugeben, dass er das Fräulein schon öfter gesehen hatte. War sie schließlich das Gefolge von König Amare und schon einige Zeit in seinen Diensten. Während Fiora nur ruhig den jungen Magier musterte, versuchte dieser sie nicht anzusehen, auch wenn der Blick der jungen Frau auf seiner Seele brannte und er es bis ins Mark spüren konnte. Einer der Grenzwächter, hatte seinen Posten verlassen um zu seinem Gebieter aufzubrechen. Dieser befand sich an einer anderen Grenze, die zum Glück nicht weit entfernt von dem Grenzposten war, an dem sich die drei Mitstreiter eingefunden hatten. Der junge Mann kniete vor seinem König nieder. “Mein Gebieter, es sind Mitstreiter eingetroffen, die sich der Rebellion anschließen wollen. Einer davon scheint Herrscher Amare zu sein.” Natürlich würden sich die Herrscher wohl kennen. Wenn auch vielleicht nur flüchtig.




      If you really read a good one <3
    • Selten kam der Schmetterlingskönig in die Bredouille, an zwei Orten gleichzeitig verlangt zu sein, doch besondere Zeiten brachten besondere Verantwortungen mit sich. Zu seinem Untertan nickte der König nur flüchtig, ehe er ihn bat, sich von seiner Position zu erheben. Ein wahrlich herrischer Führer steckte nicht in dem blonden Mann, der optisch ebenso zart schien wie sein inneres, wenn nicht der ungeladene Gast in ihm ruhen würde. Den hohen Besuch aus Rishnagoth war Yubec natürlich bekannt, auch wenn er nicht mit ihm gerechnet hatte. Es war schon eine Weile her, dass sich die Wege der beiden Adligen gekreuzt hatten, schließlich lagen ihre Ländereien fernab voneinander. Den Fluch, den der Schmetterling in sich trug, dürfte Amare noch nicht zu Gesicht bekommen haben, doch für seine Ohren war es mit großer Wahrscheinlichkeit nichts Neues. Nicht, dass andere Regentschaften ihre Kondolenzen aussprachen, dafür war das Thema viel zu brisant, dass nicht einmal am Hofe ohne vorgehaltene Hand darüber gesprochen werden durfte. Die Angst, sich mit falschen Worten in dieselbe Missgunst zu setzen, unter der der König Lycaenidaes stand, war zu groß, schließlich wusste niemand, wie es überhaupt dazu kam.
      "Vielen Dank, mein treuer. Wir werden die Herrschaften von Rishnagoth willkommen heißen." Nickend sah er zur Undine, die ruhiger Maßen das Vorgehen betrachtete. Ohne ein Wort darüber verlieren zu müssen, begannen die Flügel der beiden Wesen im Einklang zu zittern, um ihren Tanz der Lüfte aufzuführen und die zarten Geschöpfe durch die Winde zu tragen. Leider würde es ihnen beim Aufeinandertreffen mit anderen Wesen nicht mehr so leicht fallen, von A nach B zu reisen.

      Am anderen Tor, dank ihrer Fähigkeiten, zügig angekommen, setzten sich die beiden auf ihre Füße nieder, um den Gästen die Einreise nach Lycaenidae auf selber Höhe zu ermöglichen. Während der Blonde seinesgleichen begrüßte, sah Alora zu den unbekannten Gesichtern. Die Undine war abgesehen ihres Stammes bisher keinem anderen Wesen begegnet, geschweige denn dem Adel entgegenzustehen. Zu ihrer Verwunderung sahen sie aus wie normale Gestalten. Einer von ihnen trug ein prachtvolles Gewand und war gesäumt von zwei Reitern. Sein Haar leuchtete bezaubernd im Schein der Sonne, während die blauen Augen dem tiefen Blau des Ozeans glichen. Die Reiterin zu seiner Rechten schien selbstbewusst auf dem Tier, in ihrer Rüstung voller Stolz und sichtbar bedacht um ihren König, während der andere Reiter eher bescheiden den Blick zu senken wusste. "Willkommen im Reich der Lycaenidae Schmetterlinge. Wir stehen in eurem Dank, dem Ruf der Gerechtigkeit gefolgt zu sein." bei letzterer Anmerkung wandte der blonde König mit in Pech getränkter Hand zur Undine, dessen Hilferuf der Grund der weiten Reise war.
      "Die Undinen stehen tief in eurer Schuld." neigte sich die Blauhaarige. "Lasst uns gemeinsam Speisen, uns für die Reise nähren bevor wir den Weg aufnehmen. Solange die Sonne am Ende des Horizontes steht, könnten noch weitere Mutige die Grenztore erreichen. Einige werden sich sicherlich fernab dieses Landes anschließen." schlug der edle Herr vor, schließlich hatte er seine Mitstreiter noch vor den Nebenwirkungen seines Fluches zu warnen, bevor sie gemeinsam aufbrechen würden.
      A heart's a heavy burden.