Back in Time [HolyElisabeth&Caili]

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    • Back in Time [HolyElisabeth&Caili]


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      Agarette Krestia von Espines Ankathia

      Schweißgebadet und vollkommen außer Atem erwachte ich aus einem schrecklichen Traum... Traum? Ja genau. Gerade noch hatte es sich so echt angefühlt, ich konnte noch immer spüren, wie sich mein Kopf von meinem Hals trennte, hielt die Hand an die Stelle, als könnte ich den Schmerz noch immer spüren, kurz bevor der Tod jegliches Gefühl ausradiert hatte. Ich hatte das Gefühl, das Summen der Guillotine noch immer in meinen Ohren zu hören, was für ein schrecklicher, schrecklicher Albtraum und für meinen Geschmack hatte er sich viel zu echt angefühlt.
      Doch vor allem, wieso träumte ich soetwas? Wieso sollte ich davon träumen, dass mir zahlreiche Verbrechen vorgeworfen werden, die in meinen Tod mündeten? Hatte mir irgendeine verdammte Schnepfe etwas in den Tee gemischt? Vanny konnte etwas erleben...!
      Mit diesen Gedanken warf ich die Decke zur Seite, wollte gerade nach der Glocke auf meiner Kommode greifen, um den Dienstmädchen deutlich zu machen, dass ich aufgewacht bin und sie gefälligst ihre Hintern hierher bewegen sollen, um mir ein Bad einzulassen und beim ankleiden zu helfen, als ich bei meinem Anblick im Spiegel für einen Moment stockte.
      Irgendetwas... stimmte nicht. Vorsichtig ging ich näher und tastete mein Gesicht ab, mein Spiegelbild tat es mir natürlich nach, alles schien in Ordnung, doch... sah ich nicht etwas... jung aus? Oder lag das an dem Traum, in welchem ich ein paar Jahre älter gewesen war? Gab es überhaupt eine Vanny hier oder war es noch immer dieser schreckliche Albtraum, der mir nach hing und meine Erinnerungen benebelte? Ich schüttelte den Kopf, versuchte diese Gedanken, die aufsteigende Angst und Panik, die noch immer zu versuchen schien mich einzunehmen, zu verscheuchen und ließ letztendlich die Glocke ertönen... doch es waren nicht meine Dienstmädchen, die daraufhin eintraten.
      „Wer, zum Teufel, bist du?“, verlangte ich bei dem Anblick des mir unbekannten, jungen Mannes, der daraufhin mein Zimmer betreten hatte, zu wissen, starrte ihn mit vor der Brust verschränkten Armen an und überlegte zu schreien.
      Ich sollte schreien, nicht war? Immerhin hatte gerade ein mir fremder Mann unaufgefordert mein Zimmer betreten. Wenn Mutter das wüsste, würde sie mir sicherlich mit diesem grässlichen Fächer auf die Finger hauen, als wäre es meine Schuld.
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      @HolyElisabeth
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    • Zirzad alias David Blaze

      Geschafft. Die Göre wurde in der Zeit zurückversetzt und konnte nun noch einmal versuchen alles zu verhinden, wenn sie doch nur wüsste, dass das alles kein Traum war. Ein Grinsen machte sich auf meinen Lippen breit, ehe ich einen Spiegel in meiner Hand erscheinen ließ und meine menschliche Gestalt musterte. Ich wirkte so rein und gewissenhaft… widerlich! Aber zur Tarnung reichte es.
      In Handumdrehen ließ ich den Spiegel wieder verschwinden, zupfte meine Kleidung zurecht und wartete auf das Klingeln, um endlich ihren Raum betreten zu können und ihren Gesichtsausdruck zu sehen. Hach.. wie schockiert sie doch sein musste. Und da! Endlich das Klingeln – sofort öffnete ich die Tür mit dem letzten Schlag des Glöckchens und betrat den Raum.
      „Wer, zum Teufel, bist du?“ – ihr Entsetzen war in ihrer Stimme zu vernehmen! Ich hatte alles richtig gemacht. Sie wusste nichts mehr.
      „Wie nett… Mein Name ist David Blaze. Ich bin ihr Butler werte Lady.“ Das musste alles so verwirrend für sie sein. Ein Grinsen zu verkneifen konnte ganz schön anstrengend sein, aber ich will sie begleiten auf ihrem Weg zur Guillotine. Ich will sie noch einmal leiden sehen und ihren Schrei hören. Sie wird es eh nicht schaffen sich zu bessern und damit gehört ihre Seele ganz allein mir. Niemals werde ich ihr Flehen vergessen. Hach, das tat so gut.
      „Ihr Bad ist bereits eingelassen und im Anschluss können Sie sich Ihre Kleidung aussuchen, immerhin ist heute ein besonderer Tag!“ Ja es sollte ein besonderer Tag werden. Es war der Tag, an dem alles begann, der Tag, an dem sie einen Antrag von dem Prinzen bekam. Der Tag an dem alles seinen Lauf nahm. Natürlich wäre es für sie ein ganz normales Date mit ihrem Liebhaber. Wenn sie sich aber noch an ihren Traum erinnert, könnte sie es wage erahnen.


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      Mein Butler? Was für ein David? Ich konnte mich weder daran erinnern, dass eine solche Gestalt in dem Anwesen arbeitet – wobei das nichts besonderes war, wieso sollte ich mir auch die Mühe machen mir die Gesichter all dieser Maden, die nur da waren um mir zu dienen, zu merken? - noch, dass er mein Butler war, geschweige denn, dass ich überhaupt einen hatte.
      Meiner Erinnerung nach, besaßen alleine mein Vater und mein kleiner Bruder, der nur wenige Jahre jünger war als ich, einen persönlichen Butler, der ihnen unter die Arme griff, während sowohl ich, als auch meine Mutter über Dienstmädchen verfügten, die bei dem ganzen lästigen Zeugs halfen, wieso um alles in der Welt sollte ich einen Butler haben? War der neu? War das Vaters Idee? Oder versuchte Mutter mir die Verlobung mit dem Kronprinzen doch noch kaputt zu machen, weil sie nicht akzeptieren konnte, dass jemand wie ich eine so gute Partie machte? Wollte sie mir das einzige Glück, das mir in dieser Welt blieb, etwa doch kaputt machen, indem sie einen Mann in mein Zimmer schickte? Nein, nicht einmal sie wäre so durchgeknallt, immerhin brachte ihr das ganze mindestens genauso viele Vorteile wie mir.
      Doch ich weigerte mich an meinem eigenen Verstand zu zweifeln, während ich den vermeidlichen Butler mit zusammen gezogenen Augenbrauen und Misstrauen in den Augen anstarrte, herauszufinden versuchte, was dieses ganze Theater war, wurde dann jedoch hellhörig, als es hieß, dass heute ein besonderer Tag war.
      „Ein besonderer Tag? Welcher?“, wusste ich zu meiner Verwunderung nicht einmal, welchen Tag wir heute hatten. Ich konnte mich daran erinnern, dass es Winter war, ich konnte mich an eine Kälte erinnern, die so kalt war, dass ich mich fragte, wann ich jemals die Gelegenheit gehabt haben sollte eine solche Kälte zu spüren, war das Anwesen den gesamten Winter über doch ansprechend beheizt, doch als der Butler die Vorhänge zur Seite zog, um das Licht des Morgens rein zu lassen, starrte ich ungläubig hinaus. Kein Schnee. Kein Winter. Frühling? Oder hatten wir Sommer? Wieso wusste ich das nicht? War das... kam das ebenfalls aus meinem Traum? Diese Erinnerung von Kälte?
      Was um alles in der Welt war los? Träumte ich womöglich noch? Natürlich, das musste es sein.
      Welche andere Erklärung gab es denn noch dafür? Ich weigerte mich strickt auch nur in Erwägung zu ziehen, dass ich verrückt geworden sei, das wäre nur gefundenes Fressen für diese Krähen.
      „Rohan kommt?! Wieso hast du das nicht gleich gesagt!“, begannen meine Augen sogleich vor Freude zu glühen, als der Fremde mir eröffnete, dass der Kronprinz vorbei kommen würde, doch ich ahnte noch nicht einmal, wie wichtig der heutige Tag wirklich sein würde.
      In meiner Vorstellung waren wir bereits verlobt, seit langem, und ich konnte es kaum erwarten endlich seine Frau zu werden, ihm nicht mehr von der Seite weichen zu müssen, Tag ein Tag aus an seiner Seite verbringen zu können... ein Happy End, wie in all diesen Märchen, die ich als Kind geradezu verschlungen hatte und ich zweifelte keine Sekunde daran, dass mein Leben einfach perfekt sein würde, sobald ich ihn geheiratet hatte.
      Woher sollte ich ahnen, dass ich vorher wirklich sterben würde? Nur um eben jenen Mann, dem ich mein Herz geschenkt hatte, mit einer anderen zu sehen?
      Ohne zu zögern erhob ich mich letztendlich von meinem Bett, um in das Bad zu eilen, überlegte es mir dann aber jedoch anders und blieb im Türrahmen stehen.
      „Hol gefälligst die Mädchen her, wer soll mir sonst beim ausziehen helfen? Und meine Haare waschen? Und sag ihnen, sie sollen das Rosenwasser mitbringen! Aber beeil dich! Ich darf auf gar keinen Fall zu spät kommen!“, warf ich mit Befehlen nur so um mich, nur um fest zu stellen, dass das Badewasser bereits mit Rosenwasser angereichert war, woher konnte der Fremde das wissen?
      Egal, ich schüttelte den Kopf, ich musste mich auf wichtigeres konzentrieren.
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    • Zirzad alias David Blaze

      „Ihr habt doch heute wieder ein Date mit eurem Herzblatt Rohan“
      Und wieder dieses Grinsen, was ich mir nur schwer verkneifen konnte. Wenn sie nur einen Blick auf die Welt hätte wie wir Dämonen. In so vielen Menschen steckt ein bisschen schwarze Seele. Der Job der niederen Dämonen ist es, dass dieses kleine bisschen Überhand gewinnt. Rohans Seele war bereits schwarz, doch das konnte sie nicht sehen. Ich freue mich schon, wenn beide in der Hölle wieder vereint sind. Hach… da musste ich doch glatt ein wenig schmunzeln. Zum Glück direkt nach ihrem über freudigen Ausdruck von Liebe kurz nachdem ich die Vorhänge bei Seite geschoben hatte.
      Achja… Sie wurde ja im Winter hingerichtet. Unglaublich, dass alles in einem Sommer begann...
      Kurz nach ihrer Freude sprang sie auf und warf mit Befehlen um sich. Ich sah natürlich mit einem fachmännischem Blick zu ihr und mit einem Schnipsen kamen vier Damen in den Raum. Eine war mit Handtüchern, die andere mit Rosenwasser, die dritte mit Haarpflegeutensilien und die vierte mit sanften Schwämmen bewaffnet. Ich legte die Hände hinter meinem Rücken zusammen und sah in das überraschte Gesicht der herrischen Dame.
      „Ich lege Ihre besten Kleider heraus und bereite ein Mahl für sie zu. Ich nehme an sie speisen heute etwas Leichtes? Ein Brot mit Marmelade und dazu einen Kaffee mit Milch, nehme ich an?“
      Ich wartete nicht auf ihre Antwort und verschwand direkt in den Flur. Wenn sie nur wüsste, wie beliebt sie in der Hölle war… und vorallem ihr alles geliebter Rohan. Mal sehen wie sie reagiert, wenn sie von den Mädels erfährt, was ihren Rücken ziert. Es war ein Zeichen, welches man hier oben kaum kannte, lediglich dass es dämonisch war, konnte man erkennen an dem Pentagramm. Die Symboliken im Pentagramm waren die Schrift des Teufels… sie buchstabierten meinen eigentlichen Namen – Zirzad.
      Hach ich freue mich schon, der Hölle wieder einen Besuch abzustatten... und das mit so einer arroganten, leicht grauen Seele. Sie war noch nicht verdorben und gerade darum war ihre Seele so wertvoll.


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      Ein Brot mit Marmelade und eine Karaffe mit Milch... woher wusste der Fremde das? Hatte Vanny ihm das verraten? Oder nein, sollte nicht eigentlich Maria mein Oberdienstmädchen sein? … oder war es doch diese hässliche Krea? Ich hatte schon so viele Mädchen verscheucht und meine Erinnerungen waren noch immer so durcheinander, dass ich mir da unsicher war, aber irgendjemand wird es ihm schon verraten haben müssen. Obwohl, das war ein Traum, natürlich wusste er sowas.
      So oder so, Traum hin oder her, ein Date mit Rohan würde ich nie im Leben verschmähen!
      Eines der Mädchen half mir aus meinem Nachthemd und stockte mit einem Mal, starrte verwirrt und ängstlich auf meinen Rücken, was ich erst einige Momente später bemerkte, als sie sich nicht mehr rührte.
      „Was ist? Du siehst aus, als hättest du einen Geist gesehen. Steh nicht so rum und mach gefälligst deine Arbeit!“, knurrte ich genervt.
      „Aber... aber gnädiges Fräulein... ihr Rücken...“, war ich kurz davor ihr eine Beleidigung an den Kopf zu werfen, als sie es wagte mir ein Aber entgegen zu bringen, als ich hellhörig wurde. Mein Rücken? Was soll damit sein?
      Eines der anderen Mädchen trug den Standspiegel näher heran und positionierte ihn so, dass ich dadurch auf meinen Rücken blicken konnte und ungläubig starrte ich in das Spiegelbild. Unmöglich.
      „Was ist das?!“, schrie ich vor Panik und fasste den Spiegel mit beiden Händen, doch es schien kein Trick zu sein, das Pentagram war nicht auf der spiegelnden Oberfläche gezeichnet, das war kein Streich... oder etwa doch?
      „Worauf wartet ihr noch?! Fangt gefälligst an zu schrubben! Was auch immer das ist, bis Rohan kommt muss es weg sein, verstanden?!“

      Doch mehr als Schmerzen und eine gerötete Haut brachte es mir nicht. Das Zeichen war da, egal wie sehr die Mädchen zu schrubben versuchten, egal wie viel Seife sie benutzten, das Pentagram blieb, als wäre es Teil meiner Haut und ich konnte mir nicht vorstellen, woran das lag.
      Ein Albtraum. Natürlich, es war noch immer Teil dieses verdammten Albtraums. Das konnte nicht echt sein. Nie und nimmer. Vollkommen unmöglich. Und dennoch...
      „Wenn auch nur eine von euch ein Wort darüber verliert, lasse ich jeder einzelnen von euch die Zunge raus schneiden.“, zischte ich voller Bosheit und jede einzelne von ihnen wusste, dass es die Wahrheit war. Denn das wäre nicht das erste Mal.

      Fachmännisch betrachtete ich die von meinem neuen Butler ausgelegten Kleider, eines musste man ihm lassen, er schien Geschmack zu haben und etwas von seiner Arbeit zu verstehen, dennoch war er mir nicht geheuer und der Umstand, dass mich niemand über diese Neuerung aufgeklärt hatte, gefiel mir ganz und gar nicht. Doch das eigenartigste daran war, dass er in den Augen der Dienstmädchen wohl immer schon für sie gearbeitet hatte.
      David Blaze, 22 Jahre alt, angeblich arbeitete er bereits seit einigen Jahren als mein persönlicher Butler und den Worten der jungen Frauen entsprechend, schien er recht beliebt in dem Anwesen zu sein und doch hatte ich diesen Fremden vor dem heutigen Tage noch nie gesehen.
      Es musste Teil dieses Traumes sein. Ich würde einfach mitspielen, hoffentlich würde ich nicht vor meinem Date mit Rohan aufwachen, es würde sicherlich himmlisch werden!
      Mein Blick blieb an einem rosanen, mit roten und weißen Rosen geschmücktem Kleid hängen und ich kniff die Augen zusammen, da es mir bekannt vor kam. Aber woher? Hatte ich es schon einmal getragen? Wenn ja, wieso wurde es nicht verbrannt? Jeder Narr wusste doch, dass ich niemals ein Kleid zweimal tragen würde, als es mir wie Schuppen von den Augen fiel.
      Natürlich! Ich hatte dieses Kleid getragen, damals, als Rohan mir den Antrag gemacht hatte. Selbstverständlichhatte ich dieses Kleid behalten, es aber nur zu wirklich besonderen Ereignissen getragen. Kurz überlegte ich, dann legte sich ein Lächeln auf meine Züge.
      Ich könnte Rohan daran erinnern, wie sehr er mich liebte, so sehr, dass er mir in meinem Elternhaus vor aller Augen einen Antrag gemacht hatte, vielleicht würde es ihn dazu animieren endlich die Hochzeitsvorbereitungen zu beschleunigen. Ich wusste ja, dass die Heirat eines Prinzen, besonders wenn es der Kronprinz war, etwas besonderes war und dementsprechend vorbereitet und gefeiert werden musste, aber wurde es nicht langsam mal Zeit?
      Ich wies den Mädchen an, mir in das Kleid zu helfen, auch mein Haar mit weißen und roten Rosen zu schmücken und ich nahm mir Zeit ausgiebig mein Spiegelbild zu betrachten. War ich nicht wunderschön? Einfach atemberaubend? Kein Wunder, dass sich Rohan in mich verliebte! Ein Blick genügte, dass mir jeder Mann zu Füßen lag! Davon war ich fest überzeugt, aber selbstverständlich war niemand gut genug für mich, alleine Rohan, alleine ein Prinz durfte an meiner Seite stehen.

      Ich machte mich auf den Weg zum Speisesaal, wo das Frühstück und dieser Butler bereits auf mich warteten. Selbstverständlich saß sonst niemand anderes am Tisch. Mutter, Vater und mein kleiner Bruder hatten sicherlich schon ohne mich gefrühstückt, oder das Frühstück in ihre Zimmer bringen lassen. Wenn man mich fragte, waren wir nur dem Anschein nach eine Familie und ich war der festen Überzeugung es mit meinem Verlobten besser zu machen. Das wir im Gegensatz zu meiner eine echte Familie gründen könnten.
      „Wann gedenkt mein Verlobter zu uns zu stoßen?“, erkundigte ich mich bei David nach meinem Termin Kalender, möglichst ohne mir anmerken zu lassen, wie verwirrt ich seit dem heutigen Morgen war. Dabei konnte ich weder wissen, das wir noch nicht verlobt waren, noch, das ich mit meiner Kleiderwahl offensichtlich dabei war die Vergangenheit zu wiederholen.
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    • Zirzad alias David Blaze

      Ich verließ den Raum der werten Lady und lehnte mich nur gegen die Wand. Essen und Kleider wären mit einem Schnippen erledigt und so wartete ich getrost bis sie es bemerkte. Ich verschränkte die Hände hinter meinem Kopf und schloss voller Vorfreude meine Augen, ehe sich ein sachtes Lächeln auf meine Lippen schlich, als sie den Bediensteten drohte. Natürlich würde sie sich nicht ändern können, denn sie weiß nichts mehr vom Deal. Tja mach nie einen Deal mit einem Dämon, das bekommt man doch immer gesagt.
      Langsam schlenderte ich zum Speisesaal und begutachtete unterwegs die Gemälde an der Wand. Sie sahen aus, wie eine glückliche, erhabene Familie, aber der Schein trügt. Menschen tragen Masken… Ob die Bosheit auch nur eine Maske von Agarette war? Nein… dazu war ihre Seele schon zu grau. Sie konnte nicht nur versuchen einen Schein zu wahren.

      „Hey Zirzad!“
      Ich hielt inne und seufzte ein wenig. Diese Stimme kam mir nur zu bekannt vor.
      „Was willst du Zev?“
      Zevrix war ein niederer Dämon, der unbedingt von mir lernen wollte und mich auf Schritt und Tritt verfolgte, wie ein Plagegeist. Er erniedrigt sich also schon selbst.
      „Sie hat das Kleid mit den Rosen gewählt! Sie wird ihre Vergangenheit wiederholen!“
      Ein junger Dämon, noch mit Schweif und kleinen Hörnern ausgestattet, tauchte neben mir auf und ich musste mit einem Schnippen die Zeit verlangsamen, während ich weiter zum Saal ging.
      „Ich weiß Zev… Aber spätestens beim Antrag sollte sie merken, dass es alles kein Traum ist… Wenn sie klug genug ist. Sie hinterfragt immerhin schon meine Anwesenheit und das Symbol auf ihren Rücken kennt sie nun auch… Das wird ein lustiges Spiel“
      Ein teufliches Grinsen machte sich in meinem Gesicht breit und ehe mich Zevrix weiter belabern konnte, stieß ich ihn zurück in die Hölle.

      Die Zeit lief wieder normal und ich stand wieder aufrecht und mit kühler Mine im Speisesaal, als die junge Agarette kam und sich setzte. Natürlich fragte sie nach ihrem Verlobten – sie wusste es also noch nicht.
      „Nun, werte Dame, ihr Partner wird gegen 10 Uhr zu uns stoßen und möchte dann mit euch in den Rosengarten gehen. Er plant bis zum Abend zu bleiben“, erläuterte ich ihr den Plan des Tages.
      „Zwischendurch müsst ihr aber um 2 Uhr nachmittags noch ein paar Verträge unterzeichnen“ Ich betonte einige Wörter mit Absicht ernster - Möge das Schauspiel beginnen!


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      Gegen zehn... ich hatte also noch genug Zeit zu frühstücken und dann dafür zu Sorgen, dass der perfekte Tee und das perfekte Gebäck bereits im Rosengarten zur Verfügung standen, aber wieso ausgerechnet der Rosengarten? Wollte auch Rohan sich an die alten Zeiten wieder erinnern? Immerhin war das der Ort, an dem er mir damals den Antrag gemacht hatte und wenn ich mich richtig erinnerte, hatten wir uns seitdem nur noch selten dort getroffen, meistens dann, wenn mein Verlobter etwas wichtiges zu sagen hatte. Er würde doch nicht wieder in eine Schlacht ziehen müssen, oder?
      Ich überhörte geflissentlich, wie der Butler das Wort Partner betonte, wie um mir zu sagen, dass wir noch nicht verlobt waren, aber das konnte natürlich nicht sein. Selbst wenn das ein Traum war, warum sollte ich mir das antun?
      Verträge also... wollte Rohan sich wieder Geld leihen? Hatte Vater mir versprochen mir eine weitere Miene zu vermachen? Was auch immer es war, es interessierte mich nicht besonders, ich hatte noch nie in meinem Leben einen Vertrag gelesen, was sollte schon passieren? Niemand würde es wagen mir irgendetwas unter die Nase zu halten, was zu meinem Nachteil wäre, die Angestellten meines Vaters kümmerten sich schon darum und würden mich niemals etwas unterschreiben lassen, wenn es nicht zu meinem Gunsten wäre.

      „Kannst du nicht einmal irgendetwas richtig machen? Das schöne Teegeschirr! Ich fürchten das mus ich dir von deinem Lohn abziehen.“, seufzte ich theatralisch, nachdem ich einem der Dienstmädchen ein Bein gestellt hatte, was sie zum stolpern gebracht hatte und ein weiteres Teegeschirr zerstörte, während ich bedauernd mit dem Kopf schüttelte, doch das Lächeln veriet mich. Nicht, das irgendjemand etwas dagegen sagen könnte und auch das Teegeschirr war nicht der rede wert, in meinen Augen waren das nicht mehr als Almosen, nicht mal daran denkend, dass gewöhnliche Dienstboden nicht einmal annähernd so viel verdienten.
      Wie eine Raubkatze beobachtete ich die Bediensteten dabei, wie sie den Vormittagstee vorbereiteten, ließ einen Stuhl tausend mal verrücken, bis ich zufrieden war, nicht darauf achtend, dass er genauso wieder stand wie vorher, beschmiss einen Dienstboten mit einer Tasse und verlangte, dass man gefälligst das gute Teegeschirr brachte und hatte selbst am ausgewählten Gebäck etwas auszusetzen, ehe ich mich mit einem Seufzen auf einen der Gartenstühle setzte.
      Es war wahrlich anstrengend, wenn niemand irgendetwas richtig machen konnte! Wann würden diese Maden endlich lernen anständige Arbeit zu verrichten? Sicherlich musste es an der fehlenden Bildung liegen, sie waren allesamt einfach nur dumm. Letztendlich war es soweit und mit einem strahlenden Lächeln erhob ich mich von meinem Stuhl, als man den Kronprinzen direkt in den Rosengarten führte und ich vollführte einen höflichen Knicks, immerhin wollte ich auf gar keinen Fall, dass Rohan von mir dachte, dass ich keine Manieren besaß, und dieser erwiderte meine Geste mit einer leichten, charmanten Verbeugung und einem mindestens genauso strahlenden Lächeln, wenn ich doch nur damals schon gewusst hätte, dass dieses Lächeln falsch war.
      „Es freut mich dich wieder zu sehen, meine liebste Agarette. Ich hoffe doch ich störe dich nicht?“
      Liebste Agarette? Wann hatte er mich das letzte Mal so genannte? Wieso nannte er mich nicht seine Verlobte, wie er es seit dem Antrag zu tun pflegte?
      „Du siehst auch heute wahrlich bezaubernd aus. Dieses Kleid....“, ja? Erinnerte er sich daran? Freute er sich, dass ich es extra für ihn angezogen hatte?!, „... bringt deine Augen wirklich zum strahlen.“, brachte sein Lächeln mein Herz zwar wie immer dazu schneller zu schlagen, und doch schien etwas nicht zu stimmen. Das wars? Hatte er sonst nichts mehr dazu zu sagen? Aber... sonst sagte er noch auch immer sowas wie Es sieht genauso schön aus wie das erste Mal, als ich gesehen habe, oder ähnliches!
      „... Agarette, Liebste? Geht es dir nicht gut?“, schenkte Rohan mir einen besorgten Ausdruck, was mich sogleich zum Lächeln brachte.
      „Nein, nein, mir geht es hervorragend! Wirklich! Wieso setzt du dich nicht. Du wolltest mir doch etwas wichtiges sagen, oder nicht?“, war seit heute Morgen zwar eigentlich gar nichts normal und auch jetzt kam mir diese Situation so unglaublich Sonderbar vor und ich konnte das Gefühl eines Deja-vus einfach nicht los werden.
      Als der Prinz mit dem eisblauen Haar verwundert und überrascht die Augen weitete, mich für einen Moment länger als gewöhnt anstarrte, fürchtete ich gar, einen Fehler gemacht zu haben. War das der Moment? Der Moment wo der Traum zu einem Albtraum werden würde? Konnte... konnte er das Zeichen auf meinem Rücken sehen?! Oder stand da ein Monster hinter mir?!
      Doch daraufhin räusperte sich Rohan nur und blickte gar verlegen zur Seite, mit geröteten Wangen, was mich zum dahin schmelzen brachte. Ah, womöglich war er einfach nur von meiner Schönheit so ergriffen, das er nicht wusste, was er sagen oder tun sollte?
      „Hat es dir... irgendjemand verraten? Ich wollte eigentlich, dass es eine Überraschung wird, aber...“, wurde ich nicht so recht schlau aus seinen Worten, als er sich ein weiteres Mal räusperte, eine kleine Schatulle hervorholte und sich vor mir hin kniete und nun war ich es, die ihn anstarrte.
      „Agarette Krestia von Espines Ankathia, du bist die einzige Frau, die ich jemals so sehr geliebt habe. Würdest du mir die Ehre erweisen meine Ehefrau zu werden? Ich werde dich zur glücklichsten Frau der Welt machen, das verspreche ich dir!“, konnte ich diese Worte eins zu eins nachsprechen, aber natürlich tat ich das nicht. Es waren jene Worte, der uns zu Verlobten gemacht hatte, das Versprechen, mich zu seiner Frau zu machen... aber... wieso...? Wir waren doch bereits verlobt! Und dieser Ring... ich erschrack. Ich hatte gar nicht daran gedacht, überhaupt nicht gemerkt, dass er nicht mehr an meinem Finger war. Es war eben jener Verlobungsring, den ich seit diesem Tag kein einziges Mal abgelegt hatte. Nie hatte ich mich so gut um ein Schmuckstück gekümmert, wie dieses hier, ganz zu schweigen davon, dass es ein Erbstück innerhalb der königlichen Familie und damit für die zukünftige Königin bestimmt war... und nun lag genau dieser Ring in der Schatulle, wo er doch eigentlich bereits seit Jahren mir gehören sollte. Was passierte hier?
      „Agarette...?“, wirkte Rohan mit einem Mal nervös, als müsste er Angst haben, dass ich sein Angebot ablehnte, was ich natürlich nie im Leben machen würde, „Hattest du... mit etwas anderem gerechnet? Wenn es dir zu schnell kommt...“
      „Nein!“, unterbrach ich ihn sofort in meiner Panik, „Ich meine, natürlich will ich deine Ehefrau werden! Nichts lieber als das, Rohan! Wirklich!“, aber.... waren wir nicht bereits verlobt?, würde ich ihn am liebsten Fragen, traute mich aber nicht diese Frage über die Lippen zu bringen.
      „Dann, dürfte ich die Ehre haben dir den Ring anzulegen?“, strahlte der Kronprinz mit einem Mal wieder, trug dieses wunderschöne Lächeln auf seinen Lippen, das mich dazu gebracht hatte mich in ihn zu verlieben und das Lächeln erwidernd streckte ich meine Hand aus, damit er mir den Ring anlegen konnte.
      Diesen Ring, der eigentlich schon längst meiner sein sollte. Diese Gestik, die ich schon einmal gesehen hatte, ich liebte jeden Moment davon, wie zärtlich, fast schon vorsichtig seine Hand die meine Name, um mir den Verlobungsring auf den Finger zu anzustecken... es unterschied sich nicht vom ersten Mal. Vom ersten Mal? Was war dann das hier, das zweite Mal? Aber wie war das möglich?
      Sie konnte Rohans Hand spüren, seine Wärme, es... das hier war kein Traum, oder?
      Ich hatte das Gefühl, als müsste ich mich erst einmal hin legen.
      „Du wirkst blass, Agarette, bist du dir sicher, dass ich es nicht überstürze? Wenn du erst darüber nachdenken möchtest...“, konnte ich seinen Hundeaugen auf gar keinen Fall widerstehen, während er sanft meine Hände hielt.
      „Nein, wirklich, ich will es, Rohan. Mehr als alles andere. Es ist nur... ich fühle mich seit heute Morgen etwas... schwach. Und dann war da dieser schreckliche Albtraum...“, und mit einem Mal spürte ich ein Stich in meinem Herzen, als das Bild meines Verlobten, mit einer anderen in seinen Armen, vor meinen Augen aufblitzte und so schnell wieder verschwand, als ob es eine Einbildung gewesen war. Was war das? Wieso... nein, Rohan... Rohan würde mir niemals so etwas antun! Niemals! Er war... er war aufrichtig, fast schon zu aufrichtig. Niemals könnte er... niemals würde er mich betrügen!
      „Hast du heute schon etwas gegessen, meine liebste Agarette? Übernimm dich nicht, hier, nimm ein Stück Brombeerkuchen und lass uns den Tee genießen, dann wird es dir sicher schnell besser gehen, stimmts?“, lächelte er und der Prinz persönlich legte mir ein Stück vom Kuchen auf meinen Teller, bevor ein Bedienstete ihn unterbrechen und dies selber tun konnte. Genau dafür liebte ich ihn. Ich liebte Rohan. Wenigstens darin konnte ich mir sicher sein.

      „Was ist hier los?!“, wollte ich sofort von David wissen, nachdem es zwei wurde und ich mich kurz von meinem Liebsten hatte verabschieden müssen, um mich so schnell wie nur möglich um die sogenanntenVerträge zu kümmern. Mir war klar, das hier irgendetwas nicht stimmte.
      Und abgesehen von all diesen Unstimmigkeiten und dem Pentagramm auf meinem Rücken war es dieser Butler, der nicht ins Bild passen wollte.
      Ich hatte selbst eines der Dienstmädchen dazu gebracht mich kurz zu kneifen, um sicher zu gehen, dass es sich nicht doch um einen Traum handelte, aber dafür war alles zu... zu echt.
      Was ging hier vor sich? Wer war dieser David? Wieso waren meine Erinnerungen so durcheinander? Ich wollte Antworten. Und die würde ich ganz sicher bekommen!
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    • Zirzad alias David Blaze

      Wie schön doch dieses Schauspiel war. Man machte ihr alles gerecht und es sollte alles so ablaufen, wie sie es kannte, doch das war einfach zu langweilig. Als Butler in der Ecke stehen und ihr nur zusehen aus erster Reihe? Nein! Das war mir nicht genug. Ich wollte nicht, dass alles perfekt lief. Das war einfach zu langweilig. Man musste mit diesem Gör spielen… sie noch in die richtige Richtung lenken, aber doch genug verderben, um dem Vertrag zu meinen Gunsten gerecht zu werden. Es war langweilig eine Romanze ein paar Jahre zu beobachten. Das musste doch irgendwie schneller gehen. Entweder über diesen widerlichen Rohan oder über die arrogante Agarette. Ja… das war ein Plan.
      Ein kurzes Nicken und ihr sollte das Bild von Rohan mit der anderen erscheinen. Das wäre der Anfang, um ihre Boshafte Ader zu füttern. Soll sie doch ihre Zeit mit Rohan verbringen, während ich es mir in meinem Stuhl daheim bequem mache und ein wenig Blut trinke. Unbemerkt machte ich mich also davon und verschwand urplötzlich im Erdboden.

      Endlich… die wohlige Wärme der Hölle…. Das hatte ich vermisst. Die Erde war ja selbst im Sommer kalt.
      „Ich mag die Kleine!“
      Genervt seufzte ich.
      „Zevrix… was machst du in meiner Höhle?“



      „Ach von hier aus beobachte ich alles durch deinen Spiegel. Ist schon interessant, dass du es dir selbst schwer machst. Warum machst du dies? Hat das irgendeinen Grund? Ich will es verste-“
      Ich packte den kleinen grauen Dämon an der Kehle und nahm ihn von meinem Sessel hinunter, ehe ich mich selbst hinein setzte.
      „Halt die Klappe und bring mir mein Blut der Leidenden!“
      Endlich konnte ich wieder jemanden herumscheuchen in meiner eigenen Höhle, die schon einem Palast ähnelte. Hier hatte ich meine Ruhe und meine eigenen kleinen Dämonen, die für mich alles erledigten. Zevrix war der anstrengenste, aber ich muss gestehen, dass in ihm ein Potenzial steckt, dass er selbst noch nicht entdeckt hatte. Natürlich kam er nicht an mich heran, aber das kam hier unten keiner.
      Durch meinen Spiegel beobachtete ich die Turteltauben ein wenig und streute hier und da mal ein paar negative Gedanken. Sie würde mich einfach ansprechen müssen, wenn sie wissen wollte, was los war. Dann könnte ich ihr nur das Kleingedruckte zeigen. Sie müsste nämlich alles noch einmal erleben und sich bessern, wenn ihre Seele nicht mir gehören sollte. Das war ihr einziger Weg raus aus dem Vertrag und weg von der Guillotine.

      Ich ließ mich noch eine ganze Weile verwöhnen, ehe ich kurz vor zwei wieder auf der Erde in der Tarnung David auftauchte und die kleine Göre abholte. Natürlich wollte sie sofort wissen, was los war.
      „Was hier los ist? Nun, werte Dame…. Das was ihr euch gewünscht habt“, sprach ich erst in Rätseln und ging mit ihr in einen kleineren Büroraum, der ihr zu gehören schien. Es lagen nur keine Verträge auf dem Tisch.
      „Ich will eine zweite Chance! Ich will Rohan zurück! ... … Bitte! Ein kurzer Sprung in der Zeit und ihr habt alles, was ihr wolltet… und wenn ihr nicht dem Kleingedruckten des Vertrages gerecht werdet, so gehört eure Seele mir!“
      Nun konnte ich wieder grinsen. Wir waren allein in diesem Raum.
      „Ihr könnt nicht drüber reden, wenn andere in der Nähe sind und eigentlich solltet ihr auch nichts davon wissen, aber das wäre zu langweilig“
      Ich ließ kurzerhand einen Vertrag aus Flammen erscheinen und legte ihr diesen dann auf den Tisch.
      „Angesichts des Todes… habt ihr ihn euch nicht wirklich durchgelesen… ihr musstet das auch noch nie…“


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      Was ich mir gewünscht hatte? Noch vor dem heutigen Tage hatte ich dieses Gesicht noch nie zuvor gesehen, wann hätte ich mir von ihm irgendetwas wünschen sollen? Warum sollte er irgendetwas über meine Wünsche wissen?
      Aber eines stand fest: offenbar hatte ich recht behalten und irgendetwas stimmte hier nicht und David hatte offensichtlich etwas damit zu tun, auch wenn ich mir beim besten Willen nicht erklären konnte, wie das möglich war. Wieso konnten sich meine Dienstmädchen an ihn erinnern, ich aber nicht? Wieso wirkte alles so... falsch? Und wieso hatte ich das Gefühl so viel wichtiges vergessen zu haben?
      „Hör auf in Rätseln zu reden und raus mit der Sprache. Bevor ich es mir noch anders überlege und dich in den Kerker sperren lasse.“, drohte ich einem Dämon, zugegeben, unglaublich unklug, aber ich konnte ja nicht wissen, dass dieser unscheinbare Mann vor mir kein Mensch war, während ich ihm das Büro folgte und ich machte große Augen, als ich die folgenden Worte hörte.
      Eine zweite Chance? Ich wollte Rohan zurück? Hatte ich... hatte ich ihn etwa... verloren? Spürte ich ein weiteres Mal ein Stich in meinem Herzen, ein unbändiger Schmerz, als hätte ich einen Teil von mir selbst verloren und das Bild von der Frau, die in den Armen meines Verlobten lag, erschien ein weiteres Mal vor meinem inneren Auge. War das... war das etwa echt? Und wieso konnte ich das Gesicht dieser Frau nicht erkennen? Wenn ich nur wüsste, wer das war... ich würde sie die Hölle auf Erden spüren lassen!
      „Mo-moment! Ein Sprung in der Zeit? Seele? Wovon... wovon redet ihr da?! Seid ihr... seid ihr verrückt?“, konnte ich diese Worte einfach nicht glauben und die Angst in meinen Augen war deutlich zu sehen. Das konnte... unmöglich!
      „... welcher Vertrag?“, verlangte ich zu wissen, als mein Gegenüber diesen bereits erschienen ließ... aus Flammen emporgewachsen und ich musste mehrmals blinzeln, um sicher zu gehen, dass ich mir das gerade nicht eingebildet hatte.
      … Tod? Was soll das heißen? Ein weiteres Mal erinnerte sie sich an den Schmerz von heute Morgen, als hätte mir etwas oder jemand den Kopf vom Hals getrennt, als wäre ich... gestorben?
      Ich musste schwer schlucken und begab mich nur zögerlich an den Tisch, doch die Worte schienen vor meinen Augen zu verschwimmen.
      Konzerntrier dich, Agarette. Das ist... das ist vollkommen unmöglich. Ich schüttelte den Kopf, um meine Gedanken davon zu befreien und wieder einen klaren Blick zu erhalten, doch was ich dann las, ließ mich stocken und mein Herz zog sich krampfhaft zusammen und da, ganz unten erkannte ich meine eigene Unterschrift und einen weiteren Namen, den ich jedoch nicht lesen konnte, da er in einer mir fremden Sprache geschrieben worden war... Moment, waren das nicht die Zeichen auf meinem Rücken?!
      „Ein Pakt... mit einem Dämon...“, fiel es mir schwer das ganze zu verarbeiten und ich wich ein paar Schritte zurück, als könnte ich dadurch Abstand zwischen mir und dem Vertrag bringen.
      „Dann bin ich... wirklich gestorben...? Und die Zeit... wurde zurück gedreht....?“, hatte ich gar nicht bemerkt, wie meine Hand begonnen hatte zu zittern.
      „... wieso? Wieso bin ich gestorben? Woran? Wer? Ich... ich erinnere mich nicht...“, blickte ich mich zusammen gezogenen Augenbrauen zu Boden, im Versuch mich zu erinnern, doch da war nichts. Kälte, der Schmerz des Todes, das Bild der Frau und Rohan, wie er sie in seine Arme zog. Das schmerzverrte Gesicht meines geliebten Vaters, Mutter und mein kleiner Bruder, wie sich sich von mir abwandten... was war da noch? Das konnte doch nicht alles gewesen sein?! Moment!
      „Du hast gesagt, ich sollte eigentlich nichts davon wissen. Bedeutet das du bist Schuld daran, dass ich mich an kaum etwas erinnern kann? Gib mir meine Erinnerungen zurück! Sofort!!“, verlangte ich sogleich von dem Dämon, rasend vor Wut. Spielte er mit mir?
      Der einzige Weg, damit dieser Fremde meine Seele nicht bekam, war es, mich zu bessern... aber was sollte das bedeuten? Hatte ich in meinem Leben jemals etwas falsches gemacht? Und was genau bedeutete es... seine Seele herzugeben? Wollte ich das wirklich wissen?
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    • Zirzad alias David Blaze



      Wie schön Verzweiflung doch aussah. Ich liebte es. Menschen hatten noch so viel Hoffnung. Die einzige Hoffnung, die ich noch hatte, war ein lustiges Spiel. Sie soll an ihrer Aufgabe verzweifeln und mich anflehen endlich sterben zu dürfen. Ich antwortete auf keine ihrer Fragen und wartete einen Moment ab, als sie ihre Erinnerungen zurück verlangte.

      „Du redest mit einem der mächtigsten Dämonen der Unterwelt… das wird dich was kosten, meine Liebe“

      Wieder stahl sich ein Grinsen auf meine Lippen, als ich meine Tarnung fallen ließ. Mir wuchsen blau-schwarze Hörner, das weiße in meinen Augen färbte sich tiefschwarz. Mein ganzer Köper legte sich in eine Blau-Schwarze Färbung. Die Hände wurden zu Krallen, ein Schweif wuchs mir und Schatten gequälter Seelen umgaben mich.Mir wuchs Fell und doch lag alles in einem eleganten Schimmer, da Dämonen bekanntlich Meister der Verführung waren. Ich setzte meine Maske auf, um den ekelhaften Gestank der Menschenwelt nicht weiter ertragen zu müssen und blickte zu ihr. Das Grinsen war selbst unter der Maske zu sehen.







      Nun stand ich in meiner vollen Gestalt vor ihr – angsteinflößend aber doch in den Bann ziehend. Langsam legte ich das Grinsen ab und gab der kleinen Göre einen Moment. Ihre Schreie würde niemand hören und die Tür war fest verschlossen.

      „Gäbe es keinen Fürst der Unterwelt, wäre ich es… und du hast mir sozusagen deine Seele bereits verkauft… also was kannst du mir noch bieten, das mir gerecht wird?“


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      … einem der mächtigsten Dämonen der Unterwelt? Wie konnte mein altes Ich nur so dumm sein sich auf so jemanden einzulassen?! Zu gerne würde ich es verstehen, doch ich erinnerte mich schlicht und einfach nicht. Ich wusste weder, wieso ich das getan hatte, noch welche Gedanken mir dabei durch den Kopf geschossen waren und ich war mir nicht sicher, ob ich wissen wollte, was er damit meinte, dass es mich was kosten würde. Er hatte meine Seele doch schon, was wollte er noch? Gold? Edelsteine? Das konnte sie ihm nur zu gerne geben, gleichzeitig jedoch weigerte ich mich, ihm irgendetwas dafür zu geben. Es waren meine Erinnerungen. Sie gehörten in erster Linie mir. Wieso sollte ich diesem verdammten Idioten irgendetwas davon geben?!
      Doch bevor ich meiner steigenden Wut Ausdruck verleihen konnte, wich ich einige Schritte zurück, als sich der Mann vor mir vor meinen Augen verwandelte, im wörtlichen Sinne. Seine Augen blieben blau, das Haar wurde heller und auch einige Gesichtszüge des Butlers konnte ich in dem Dämonen erkennen, doch abgesehen davon... ich wich ein paar weitere Schritte zurück und konnte das Zittern nicht unterdrücken.
      Wenn ich gerade noch Zweifel an dieser Geschichte gehabt hatte, dann waren sie spätestens jetzt fort. Ich schaffte es letztendlich mich von dem Anblick los zu reißen, schön und fürchterlich zu gleich, und blickte zu Boden, schwer atmend aufgrund der aufkommenden Panik. Das hier war echt. Vor mir stand ein Dämon, ein mächtiger Dämon, wenn ich seinen Worten glauben konnte und ich wollte mir gar nicht erst vorstellen, was diese Wesen einem Menschen alles antun konnten.
      Wo war Rohan? Wieso war mein Prinz nicht hier um mich zu retten?
      „Es sind... meine Erinnerungen.“, schaffte ich es letztendlich durch die Angst zu sprechen. Genau, er war vielleicht ein Dämon, aber ich war Agarette Krestia von Espines Ankathia, Tochter zweier mächtiger Familien, die selbst dem Königshaus das Wasser reichen konnten, wenn sie es wollten, ich brauchte vor nichts und niemanden Angst zu haben, mein gesamtes Leben nicht.
      Vater würde sich darum kümmern. Er würde einen Weg finden mich vor diesem Monster zu retten, ganz bestimmt und auch Rohan würde mich beschützen. Ganz sicher. Dieser David würde es nicht wagen mir etwas zu tun... oder?
      „Sie gehören mir. Du hast nicht das recht sie mir weg zu nehmen. Also gib sie wieder her... Dämon.“, spuckte ich das letzte Wort geradezu aus. Manch einer möge meine Wort als Mut bezeichnen, andere als Lebensmüde.
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    • Zirzad alias David Blaze

      Lebensmüde…. Diese Göre war Lebensmüde… Sie spuckte so gesehen auf mich… das konnte nicht wahr sein. ICH war einer der Mächtigsten! NEIN! DER Mächtigste!!!!
      Wut stieg in mir auf und ich trat näher an das Balg heran. Ich ging mit meinen Krallen an ihre Kehle und hob sie mit Leichtigkeit an. Wie konnte sie es wagen mir etwas zu verschmähen?
      „Du kleine Göre! Du hast mir deine Erinnerungen vermacht! Du willst sie wieder? FEIN!“, knurrte ich sie an. Mit einem Nicken bekam sie den Schwall an Erinnerungen wieder. Ein Wunder dass ihr Kopf nicht platzte. Dennoch schmiss ich sie in die Ecke des Raumes. Die Wut brodelte in mir. Ich könnte sie auffressen, sie Qualen erleiden lassen, aber auch ich musste mich an den Deal halten… Sie konnte nicht durch meine Hand sterben. So dumm war sie immerhin nicht…
      Ich atmete noch einmal tief durch und setzte mich auf den Bürostuhl, der am Schreibtisch stand. Knochen waren zwar bequemer, aber was sollte es. Das konnte man von Menschen nicht verlangen…
      Gespannt und langsam ruhiger werdend wartete ich auf ihre Reaktion.


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      In dem Moment, als ich seine Krallen an meiner Kehle spürte, wusste ich, dass ich einen Fehler begangen hatte. Ich sah mein gesamtes Leben bereits vor mir vorbei ziehen, unsicher welche Erinnerungen echt waren, was in der Vergangenheit passiert war und was erst noch passieren würde, bereute es nie die Gelegenheit gehabt zu haben Rohan zu heiraten, oder hatte ich ihn womöglich geheiratet? In dieser Zukunft, in der ich gestorben war? Ich wusste es nicht.
      Aber womöglich würde ich es auch nie erfahren und während sich meine Füße vom Boden trennten, kniff ich die Augen zusammen, den Tod erwartend, doch stattdessen kam es anders und ein markerschütternder Schrei ertönte aus meiner Kehle, als meine Erinnerungen mit einem Mal auf mich einprasselten und mir damit die schlimmsten Kopfschmerzen verschafften, die ich jemals hatte. Ich hatte das Gefühl, als würde mein Kopf jeden Moment platzen, als würde mein Gehirn verbrennen oder bei dieser Last einfach aufgeben und ich merkte den Schmerz davon, gegen die Wand geworfen zu werden, kaum, noch immer eingenommen von diesen höllischen Kopfschmerzen und doch... und doch, war das nicht irgendwo ein Sieg? Zugegeben, war er teuer erkauft worden, dennoch hatte ich meine Erinnerungen wieder, ohne etwas im Gegenzug geben zu müssen.
      Ich wusste nicht recht, ob es den Schmerzen geschuldet war, der Angst darüber fast gestorben zu sein oder an den Erinnerungen lag, an der Tatsache dass ich einmal wirklich gestorben bin, an dem Gefühl der völligen Einsamkeit, doch mit einem Mal bemerkte ich, dass ich zu schluchzen begonnen hatte. Heiße Tränen flossen über meine Wange und so sehr ich mich bemühte, schaffte ich es nicht sie zurück zu halten. Eine Dame weinte nicht. Weinen war etwas für die schwachen, weinen war hässlich und doch konnte ich mich nicht dazu zwingen aufzuhören, zog meine Beine an mich und vergrub meinen Kopf in meinen Knien, damit der Dämonen mich wenigstens nicht so sah.
      Aber es war schlicht und einfach zu viel auf einmal.
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    • Zirzad alias David Blaze

      Jetzt flennt die. Was hatte sie denn erwartet, was passiert, wenn man sich mit mir anlegt? Sie hätte sterben können! Sie sollte froh sein, noch zu leben.
      Ich wartete eine ganze Weile, doch das Schluchzen nahm kein Ende.
      Genervt entwich mir ein Seufzen, ehe ich mich aus dem Sessel erhob und auf die kleine Göre zuging. Kurz vor ihr blieb ich stehen und verschränkte die Arme.
      „Das soll Agarette Krestia von Espines Ankathia sein? Das ich nicht lache… Eine derart mächtige Person sollte nicht weinen! Ich weiß wie viel Macht du hier auf Erden hast… darum wollte ich ja deine Seele… Außerdem bist du noch nicht ganz schwarz… deine Seele ist grau und schmeckt demzufolge noch besser… Aber darauf will ich nicht hinaus.. Agarette ist eine starke, unbarmherzige und stolze Frau. Niemals würde sie weinen und Schwäche zeigen“
      Warum ermutigte ich sie? Eigentlich ging mir nur ihr weinen auf die Nerven und da ich mich ein wenig mit ihr verglich… stell sich einer vor, ich würde weinen… Dann könnte ich mein derzeitiges Leben direkt aufgeben.


      Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet,
      so will ich mich von euch finden lassen.
    • Agarette Krestia von Espines Ankathia

      „Du hast gut reden, du bist noch nie gestorben!“, schrie ich ihm in meinem Schmerz entgegen. Ich war mächtig? Ich hatte die Beziehungen, das Geld und die Macht meiner Familie, doch dass das alles nicht wirklich mir gehörte, hatte ich spätestens erkennen müssen, als man mir alles nahm, in den Kerker sperrte und ich nur noch auf meine Hinrichtung warten konnte. Eingesperrt zwischen der Hoffnung, Vater würde sich schon darum kümmern und der Verzweiflung, einhergehend damit, dass so etwas noch nie zuvor geschehen ist.
      Und ich hatte nicht vor, es noch einmal so weit kommen zu lassen. Wer auch immer es gewagt hatte mir solche Dinge unter die Schuhe zu schieben und mein Leben damit zu zerstören, würde es teuer büßen. Ich würde mich rächen. Und ein weiteres Mal eine solche Zukunft verhindern.
      Ich wollte dies nicht noch einmal erleben. Und ich war mir sicher, den Schuldigen bereits gefunden zu haben: Maria Bambourque, Adoptivtochter des Barons Bambourque, die Frau die mein geliebter Verlobter im Arm gehalten hatte, bevor ich starb.
      Ich konnte mich daran erinnern, dass sie schon davor viel zu sehr die Nähe des Prinzen gesucht hatte. Und aus meiner Sicht war Rohan schlicht und einfach viel zu nett und freundlich, um jemanden wie sie, die so spät in die hohe Gesellschaft eingeführt worden war, alleine zu lassen... also musste ich sie ausschalten. Und dieses Mal würde sie mir auffallen, bevor es zu spät war.
      Ich würde sie nicht einmal in die Nähe meines Verlobten lassen!
      „... welches Jahr haben wir? Welchen Tag? Welchen Monat?“, wollte ich verheulte wissen, während ich mir mit dem Handrücken die Tränen aus den Augenwinkeln wischte und meine aufkeimende Wut jegliches Gefühl von Trauer, Schmerz, Einsamkeit und Angst verbrannte.
      Dieser Mann mag zwar ein Dämon sein, aber er wollte etwas von mir. Meine Seele, und offenbar um sie zu essen. Mir war vollkommen egal, welche Farbe meine Seele hatte, ich wollte gar nicht erst wissen, was das bedeutete, ich zweifelte daran, dass er es mir verraten würde.
      Es war sowieso fraglich, wie hilfreich er sein würde. Aber es musste irgendeinen Grund haben, wieso er noch hier war, nachdem er seinen Teil der Abmachung, die Zeit zurück zu drehen, erfüllt hatte. Oder fiel es mir noch immer schwer mich an Details zu erinnern?
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