A Star Wars Story [Stitch & Lu]

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    • Aria Kanth

      Regen war nichts außergewöhnliches hier auf Dromund Kaas. Aria fühlte sich komischerweise sehr wohl mit dem nassen Wetter, vermutlich Gewohnheit, denn sie verbrachte ihr ganzes, bisheriges Leben auf diesem Planeten, jedenfalls seit dem sie sich erinnern kann. Ihr war jede kleinste Ecke des Planeten bekannt, die Menschen, die hier lebten, die Sehenswürdigkeiten, die hier zu finden waren. Vor allem aber war ihr der Militärkomplex mehr, in dem sie aufwuchs, mehr als nur bekannt. Statuen des Imperators wachten gnadenlos am Eingangsschott, an denen die junge Frau vorbei lief, um in das Innere des Gebäudes zu gelangen. In der Halle schwirrten unzählige Scan-Droiden umher, Ehrenwachen patrouillierten und mit Hilfe von Hologrammen wurden Szenen von entscheidenden Raumschlachten ausgestrahlt. Der ganze Ort vermittelte den Eindruck eines unzerstörbaren Imperiums, mit Sicherheit für den ein, oder anderen beeindrucken, für Aria Alltag geworden.
      Sie wusste ganz genau, wo sie hin wollte, zog ihre Kapuze, die sie vor dem Wetter schützen sollte, ab, um die Sicherheitskontrolle hinter sich zu bringen und den großen Saal zu betreten. Dieser mächtige, große Raum war vermutlich der einzige hier in diesem Komplex, der ihr noch etwas Angst bereitete, vielleicht auch aufgrund der vielen sehr schlechten Erinnerungen. Doch sie ließ sich nicht anmerken, wie sich ihre Härchen unter ihren Klamotten aufstellten und ihnen gleich eine Gänsehaut folgte, stattdessen lief Aria mit erhobenen Kopf auf ihren Ziehvater zu, betrachtete die anderen Personen nur aus dem Augenwinkel heraus. Mit einem gewissen Abstand blieb sie stehen, verbeugte sich knapp. "Vater", begrüßte sie den Mann, der ihr das Leben seit vielen Jahren schwer machte. Er deutete ihr mit einer Handbewegung an, dass sie sich wieder gerade stellen durfte, dem kam die Frau auch nach. Ihre Augen musterten den Mann direkt, Aria versuchte sich nicht anzuspannen, sie wusste, dass er es sehen konnte, dass er sie das spüren lassen wird. "Aria", schmunzelte der Mann ihr gegenüber. Seine Nettigkeit, die in der Stimme lag, war gelogen, es war gespielt. Irgendetwas war hier los, das konnte sie spüren, doch sie übte sich in Geduld. Darth Mortis war ein weiser, aber strenger Mann, hinter seinem Lächeln verbarg sich wirklich böses. "Ihr habt nach mir rufen lassen", begann sie gleich schon, denn lange wollte sie nicht in diesem Raum hier bleiben.
      Mehrere Augenpaare musterten sie, oft genug fühlte sich die Frau hier wie ein ausgeliefertes Stück Fleisch, umgeben von hungrigen Wölfen. Sie entdeckte ihren Bruder gleich hinter ihrem Ziehvater, er stand hinter dem Stuhl, auf dem dieser saß. "Was weiß du über Corellia?", wollte ihr Vater wissen. Ihre Augen ließen von ihrem Bruder ab, blickten den Mann in dem großen Stuhl an. Die Frage überraschte Aria nicht, sie wurde viel über andere Planeten und die anderen Systeme unterrichtet, sprach die ein, oder andere Sprache. Während ihr Bruder im Kampf und Kriegsführung unterrichtet wurde musste sie die langweiligen Dinge in ihren Kopf kriegen. "Corellia liegt zusammen mit seinen vier Geschwisterplaneten in dem Corellia System.. Die Industriestadt Coronet ist die Hauptstadt dieses Planeten.. Die meisten ihrer Einwohner sind menschlicher Abstammung..", fing sie an aufzuzählen. Ihr Ziehvater hob seinen Finger, damit sie verstummen konnte. "Was ist das Besondere an diesem Planeten?", wollte er wissen. Aria schluckte kurz. "Corellia ist für ihre vielen Fabriken bekannt.. zum Beispiel die Corellian Engineering Corporation". Der Mann nickte zufrieden, aber er hat sie nicht her geholt, um dieses Wissen, welches auch die anderen in diesem Raum besaßen, zu präsentieren.
      "Ich habe eine Aufgabe für dich", verkündete er. "Eine sehr wichtige Aufgabe.. Du wolltest dich doch beweisen, oder nicht?". Eigentlich wollte sie ganz andere Dinge, aber Aria nickte, ihre Widerwehr würde wehtun, sie hatte es nicht nur ein Mal versucht. "Corellia ist daran interessiert sich dem galaktischen Imperium anzuschließen.. Stell dir vor, wir wären in Besitz der mächtigsten Fabriken dieser Galaxis.. Wir könnten Schiffe und Flotten nur für uns produzieren, das würde unseren Sieg ein großes Stück näher bringen, findest du nicht auch?". Aria nickte wieder, er hatte es immer noch nicht gelernt, dass er nicht mit ihr reden müsste, als sei sie ein Kind. Sie war inzwischen erwachsen. "Sie wollen natürlich ihre Bedingungen für den Eintritt verhandeln und dafür brauche ich dich.. Du sollst die Verhandlungen in unseren Namen führen und Corellia dazu bringen sich freiwillig uns anzuschließen.. Du darfst ihnen gerne klar machen, dass sie am Ende so, oder so zu dem Imperium dazu gehören werden, aber es wäre deutlich einfacher für uns alle, wenn wir uns einfach nur einig werden, denkst du, du kriegst es hin?". Nein, eigentlich nicht, aber ihr Kopf nickte wie von selbst. Das Grinsen auf den Lippen des Mannes ließ ihre Hände zu Fäusten ballen. "Gut, denn ich kann nicht für dein Leben garantieren, sollte etwas schief laufen, hast du mich verstanden, Aria?". Sie lockerte ihre Fäuste. "Ja, Vater", bekam sie noch gut raus. "Es ist deine Chance dich zu beweisen und wie dein Bruder dem Imperium gute Dienste zu leisten.. Enttäusch mich nicht". Mit einer Handbewegung deutete er ihr an, dass sie wieder abtreten durfte. Aria verbeugte sich knapp, warf ihrem Bruder einen kurzen Blick zu, der sie frech angrinste, bevor sie schleunigst den Raum wieder verließ. Ihr Herz schlug so laut, dass sie ihre Gedanken nicht mehr hören konnte und ihr Instinkt zu fliehen griff im genau dem richtigen Moment.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nathaniel Ashalot

      "Corellia, Corellia-System, Landeerlaubnis ausstehend, Commander", ertönte blechern eine Stimme in einem Raumschiff. Nathaniel hob den Kopf. Er war gerade in das Lesen einer Holo-Abschrift vertieft. Seine gelben Augen flogen über den letzten Absatz des Textes.

      >> ... Nathaniel, ich kann an dieser Stelle nicht kräftig genug betonen, wie wichtig Corellia für die Versorgung der galaktischen Republik ist! Wir sprechen von der zweitgrößten Schiffwerft nach Kuat sowie einem der größten Armeetruppen stellendem Planeten der Kernwelten. Alleine aus militärtaktischen Gründen ist der Planet eines der wichtigsten Glieder in unserer Versorgungskette mit militärischem Material. Daneben steht noch der Wert Corellia als solches für die naheliegenden Handelsstraßen und die nicht unerheblichen finanziellen Zuflüsse in den Haushalt der galaktischen Republik. Sie werden sich vor Ort jedoch ein Bild von Corellias Sträke machen können, ich kann über diesen Kanal keine weiteren Infos preisgeben. Sobald Sie Coronet erreicht haben, bitte ich Sie das Quartier des SID aufzusuchen und Rücksprache mit dem Major zu halten. CORUSCANT, ENDE. <<

      "Commander, wir landen ...", ertönte die blecherne Stimme direkt hinter Nathaniel sodass er aufschreckte. "Du kannst dich doch nicht von hinten so anschleichen!", raunte der Jedi und starrte nun auf den Schiffsdroiden, der etwas kleiner als der Jedi war und die Hände entschuldigend vor seinem metallischen Bauch hielt. Nathaniel schüttelte den Kopf, als sich der Droide entschuldigen wollte. "Wie dem auch sei, wir landen.", unterbrach der Jedi den Droiden und ging Richtung Deck.
      "Genau, Commander. Der diensthabende Offizier des Coronet Raumhafens fragt nach unserer Landenummer.", führte der Droide aus, ehe er einige Schalter im Cockpit betätigte. Nathaniel grinste schwach. "Lass das mal meine Sorge sein.", er nahm sich den Funker aus der Halterung und funkte die Schaltzentrale des Raumhafens an. "Hier, Nathaniel Ashalot, Landefreigabe gemäß Galaktischem Protokollcode 01-2CD-9", dabei legte sich der Jedi in den Stuhl und legte die Füße auf der Schalttafel vor ihm ab. "Oh ja, Sir. Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeiten, wir bereiten alles vor." Nathaniel legte auf und grinste zufrieden.
      Der Droide hinter ihm räusperte sich, "Commander, ich weise Sie daraufhin, dass auf das unrechtmäßige Benutzen der Galaktischen Protokollcodes für das diplomatische Personal eine Mindeststrafe von 50.000 Credits steht! Sie sollten lieber den Code, den Ihnen der SID vorgibt, verwenden, ansonsten sehe ich ..." Nathaniel hob die Hand, "Psscht! Du landest das Schiff. ich sorge dafür, dass wir nicht abgeschossen werden. Das war doch unser Deal. Alles klar also?" Der Droide nickte sichtlich unsicher und ging zum Pult, um das Schiff auf die Landung vorzubereiten. "Und nun bring das Baby sanft runter, ich mache mich fertig."
      Nathaniel ging hinter ins Schiff, legte sich eine steingraue Kutte um und band sich seine Haare zu einem Zopf zusammen. Es galt fürs Erste nicht aufzufallen. Anschließend legte er die Kapuze der Kutte über. Er musterte sich im Spiegel, um sicherzugehen nicht zu sehr aufzufallen. "Perfekt", murmelte er zu sich selber, rückte die Gewänder unterhalb der grauen Kutte zurecht und sah dann auf den Tisch vor dem Spiegel. Dort lagen seine zwei Lichtschwerter. Er umgriff sie fest, musterte sie kurz und steckte sie dann an seinen Gürtel. Anschließend kehrte er zum Deck zurück. "Landung in T-10 Minuten, Commander", erklärte der Droide.

      Einige Minuten später landete das Schiff im Raumhafen. Nathaniel verließ das Schiff. "Droide, du bleibst auf Gefechtsstation. Kontakt ausschließlich über Kanal 909." Nathaniel kam aus dem Raumschiff und wurde bereits hastig von 2 Unteroffizieren des Raumhafens erwartet. Was für Pappnasen, rollte er die Augen und ging auf die beiden Männer zu. "Sir, dürften wir ihren Protokollausweis sehen?"
      "Begrüßen Sie so Botschafter des Senats?", rümpfte der Jedi die Nase auf die Frage. Die beiden kamen sichtlich ins Schwitzen. Nathaniel beugte sich zu den beiden jungen Männern vor. "Sie hinterlassen einen ganz schön schlechten Eindruck", fuhr der Jedi weiter fort und musterte die beiden, "und Ihre Namen waren doch gleich? Ich habe nachher noch ein Dinner mit dem lokalen Polizeichef." Die beiden zuckten zusammen und legten die Hand an die Stirn. "Willkommen auf Corellia, Sir. Wir wollten Sie natürlich nicht bedrängen, wenn Sie mit dem Polizeichef verabredet sind.", erklärten die beiden synchron und mit nervöser Stimme.
      "Na bitte", lächelte Nate frech und deutete auf das Schiff, "sollte ich einen von Ihnen an meinem Schiff entdecken, denken Sie daran, ich erkenne Sie wieder!" Die beiden winkten Nate ohne weitere Aufhalten durch. Er schüttelte den Kopf und zog anschließend seine Kapuze tiefer ins Gesicht. Endlich sein eigener Herr zu sein - ohne den Kodex war für ihn eine Befreiung.
    • Aria Kanth

      "Willst du dieses Ding noch lange anstarren?", hörte sie die Stimme schräg neben sich. Aria nutzte die Zeit, in welcher sie unterwegs waren, um sich Corellia noch einmal genauer anzusehen. Sie drehte das Hologramm mit ihren Fingern, bewegte damit den Planeten, der zu sehen war. Sie wollte nicht unvorbereitet sein, sie wollte sich einen Plan überlegen, wie sie am Besten an die Sache rangehen sollte. Sie kommentierte aber auch die Bemerkung nicht, die von der Seite gekommen war, sie hatte keine richtige Antwort darauf. Aus dem Augenwinkel heraus erkannte sie eine blaue Hand, die ihr vor den Augen herumwuchtelte. "Aria? Lebst du noch, oder ignorierst du mich schon?". Die Sith blickte auf, musterten ihren blauhäutigen Freund, einen Wroonianer, der treu an ihrer Seite stand, seit sie ihm das Leben gerettet hat- seiner Meinung jedenfalls. Lucas schenkte ihr ein breites Grinsen, bevor er sich wieder zurück lehnte. "Was ist dein Plan?", fragte er. Er war ein schwieriger Charakter, wenn man andere Menschen fragte, aber das war Aria auch, vielleicht passten sie deshalb so gut zueinander. Sie zuckte mit den Schultern. "Ich weiß nicht.. Ich höre mir ihre Bedingungen an, werde die des Imperiums präsentieren und ihnen klar machen, dass sie keine andere Wahl haben, als zuzustimmen.. am liebsten zu den ersteren Bedingungen, danach werden sie nämlich nur noch kleiner". - "Denkst du, es wird klappen?". Ihre Augen blickten zu dem Mann. "Es muss.. Ich möchte meinen Kopf nicht dafür hin halten, dass wir uns nicht einig werden". So wirklich sicher war sie sich ihrer Sache noch nicht, aber es gab keine andere Möglichkeit für sie, sie musste diese Aufgabe erfüllen. Noch einmal blickte sie den Planeten vor sich an, dann ließ sie das Hologramm auch wieder verschwinden.
      "Und was ist meine Aufgabe? Außer natürlich gut auszusehen und die Blicke auf mich zu ziehen", Lucas gehörte definitiv zu der selbstverliebten Sorte. "Klappe halten und nichts kaputt machen", wies Aria ihn an. Sie blickte ihn ernst an, ein Schmunzeln kam durch. "Ich denke, du kannst unseren kleinen Ausflug ein wenig genießen, ich mache mir keine Sorgen um meine Unversehrtheit". Der Mann hatte ihr geschworen notfalls sein Leben für sie aufzugeben, ein klein wenig übertrieben in ihren Augen, aber er ließ sich nicht davon abbringen. "Ich werde die nächsten Tage, wenn nicht Wochen mit anderen Dingen verbringen". "Was du wolltest", merkte der Mann an. Aria nickte. "Was ich in der Tat wollte..".
      Durch ein deutliches Zischen öffnete sich eine der Türen. "Captain", wurde die Frau angesprochen. Sie blickte aus dem Augenwinkel zu einem der Sturmtruppler, er sich traute den Raum zu betreten. "Ich soll ausrichten, dass wir die Landung auf Coronet ansetzen". "Danke", bedankte sich Aria kurz, dann wurden sie und ihr blauhäutiger Freund auch wieder allein gelassen. Langsam erhob sie sich aus ihrem Sitz. "Ich hatte schon Angst, wir müssten ewig fliegen..", murmelte sie, bevor sie den Raum verließ, um in einem der hinteren Räumlichkeiten ihre Sachen zusammen zu suchen. Ihre beiden Lichtschwerter steckte sie sich links und rechts an den Gürtel, den Mantel ließ sie aus, sie wollte hier anders auftreten, als es in ihrer Heimat der Fall war.

      Die Sonne überraschte sie nicht, als sie das Schiff verließ. Der Planet wirkte jetzt schon viel freundlicher, als es auf Dromund Kaas der fall war, dabei hatten sie den Raumhafen noch nicht verlassen.
      Ein wenig Abseits des ganzen Geschehens waren sie gelandet, ein Empfangskomitee stand auch schon bereit, als Aria die Rampe verließ und damit Coronets Boden betrat. Einige Offizieren standen bereit sie zu empfangen, man wollte wohl keinen schlechten Eindruck hinterlassen. "Herzlich Willkommen hier auf Corellia", wurde sie gleich von einem der Herren herzlich begrüßt. Die Sith blieb stehen, hinter ihr ihr blauhäutiger Freund und einige, jedoch wenige Sturmtruppler. Die waren eine Anweisung, nicht ihre Entscheidung. "Commandant Kelen", begrüßte sie den Mann und nickte ihm kurz zu. "Ich soll Sie herzlichst von meinem Vater grüßen". Der Mann lächelte ihr zufrieden zu. "Richtet ihm bitte meinen Dank aus". Das würde sie nicht, ihr Ziehvater interessierte sich herzlich wenig für diesen Mann hier, er war nur eine Marionette, wie auch sie es war. "Folgt mir bitte.. Ich habe die Aufgabe euch zu empfangen und zu eurer Unterkunft zu führen". An der Seite des Mannes, jedoch mit einem gewissen Abstand folgte sie ihm durch den Hafen. Ihre Augen blickten sich dezent um versuchten die Eindrücke dieser Stadt zu sammeln. "Bevor ich es vergesse: Der Gouverneur veranstaltet heute Abend eine kleine Feier und Ihr seid herzlich willkommen". Aria war nicht der große Party-Mensch, aber das war wohl notwendig, um gute Beziehungen zu schaffen. Kurz blickte sie nach hinten, merkte das energische Nicken, mit welchem Lucas ihr andeuten wollte, dass sie dahin wollten. "Vielen Dank, wir werden erscheinen", stimmte sie der Einladung zu. Commandant Kelen schien sich darüber zu freuen, wenn auch dezent. "Ich lasse euch heute Abend abholen".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Nathaniel Ashalot

      Nach einer Fahrt mit dem Space-Taxi erreichte Nathaniel das große Hauptquartier des SID in Coronet. Es war eine der größten Basen außerhalb Coruscants. Dennoch war Nate keineswegs für eine architektonische Tour durch das Neubauviertel hier. Er besuchte die Chefin des SID auf Corellia, Major Zaica bin Haith. Nte hatte schon einiges von ihr gehört, denn ihr eilte ein Ruf voraus - sie galt als abgebrüht und berechnend, jedoch äußerst effektiv und herzlich, wenn sie einen mochte. Sie war wohl - wenn man das so sagen kann - die beste Waffe, die der SID hatte und nicht ohne Grund wurde sie von der Behörde auf einem der umkämpftesten Planeten stationiert. Nates Gedanken darüber wurden schnell durcheinander gebracht als ihm die Eingangswache salutierte. "Sir Ashalot, Major bin Haith erwartet Sie! Folgen Sie mir bitte", der Wachsoldat schritt schnell voran und Nate folgte ihm.

      Bald darauf befand er sich im geräumigen Büro der Chefin mit Blick auf Coronets City. "Ah, Nate", begrüßte sie den Jedi als dieser in den großen Raum schritt und die Wache die Tür hinter ihm schloß. "Willkommen auf Corellia, der Waffenschmiede der Republik", lächelte Sie bestechend und setzte sich auf den großen Bürostuhl vor einem massiven Tisch. Nate setzte sich ihr gegenüber. "Nett habt ihr es hier. fast wie die Jedi im Tempel auf Coruscant", stellte Nate fest und lies seinen Blick durch den Raum schweifen. "Ja, es handelt sich hierbei um repräsentative Räumlichkeiten, Nate. Auf Corellia bist du nur etwas, wenn du etwas zu zeigen hast.", erklärt die Geheimdienstchefin und deutete auf die hochwertigen Möbel im Raum. "Da sagen Sie mir nichts Neues - kenne ich so von Aargau nicht anders." Zaica bin Haith lachte: "Mir wären Banker lieber als Waffenschmuggler. Aber dafür zieht mich hier keiner wegen ein paar Credits über den Tisch."
      "Reines Verhandlungsgeschick wie der Aargauer sagen würde", lächelte Nate schwach, ehe er den ernsten Blick von bin Haith auf sich spürte. Kurz darauf weihte sie Nathaniel genauer ein, weswegen er hier war. Das Holo, das er vorher dazu gelesen hatte, war dazu recht vage geblieben. Nun verstand der Jedi auch warum - bin Haith nannte es eine "heikle Mission" und die war es auch: der Gouverneur von Corellia gab am Abend ein Galaessen mit dutzenden Industriellen der corellianischen Wirtschaft. "Der SID hat Informationen, dass das Imperium versucht bei diesem Abendessen einen Kontakt zum Gouverneur herzustellen. Er sucht seit längerem einen Weg für Corellia auf beiden Seiten im Krieg Profit zu machen."
      "Das kann für ihn nur mit einem Kollateralschaden enden", raunte Nate ehrlich und folgte den weiteren Ausführungen. "Daher haben wir von gesicherten Quellen erfahren, dass Darth Mortis eine Sith zum Abendessen schickt, um den Gouverneur von einer Zusammenarbeit mit dem Imperium zu überzeugen. Dein Job wird darin bestehen, die Sith ausfindig zu machen und auf eine falsche Fährte zu locken."

      Nate hob die Augenbraue, "ich dachte sie zu neutralisieren?" Zaica schüttelte den Kopf. "Keineswegs! Dies würde dem Imperium nur zeigen, dass wir gute Informanten in ihren Reihen haben. Wir müssen das diskret anstellen - auch wenn das bisher nicht dein Weg war", dabei lächelte sie schwach, ehe sie wieder ihre ernste Miene annahm. "Du wirst etwas schauspielern müssen, damit du die Sith auf eine falsche Fährte locken kannst ..." Nate konnte es nicht lassen und rollte die Augen. Er war kein Freund von diskreten Missionen - genau deswegen brach er mit dem Orden. Doch nun befand er sich wieder in dieser Situation, er grummelte leise, ehe er Zaicas restlichen Ausführungen weiter zu hörte. Am Ende schob sie über den massiven Holztisch eine goldene Karte. "Dein Hotelzimmer und der Zugang zum heutigen Abendessen mit dem Gouverneur" Nate griff die goldene Karte und musterte sie. "Suite mit Panorama-Blick. Ich habe es mir nicht nehmen lassen, deine Abendgarderobe zusammenzustellen." Nate horchte auf. "Anzug?", raunte er und atmete dann schwer. "Jetzt komme ich mir wirklich wie ein Scheißvertreter vor."
      Zaica lachte: "Genieß lieber den schönen Abend. Ich erwarte regelmäßig Bericht." Mit diesen Worten verabschiedete sich die Frau. Nate verstand nun, wie sie zu ihrem Ruf kam. Er hatte noch nie ein so schnelles und effizientes Briefing wie mit ihr gehabt, gleichzeitig gab ihm dies zu bedenken. Es würde wohl wirklich "heikel" werden.

      Auf dem Hotelzimmer angekommen, machte sich der Jedi frisch, duschte und legte den herausgelegten schwarzen Anzug mit weißem Hemd und fliederfarbener Krawatte an. Er trug die Haare offen und musterte sich im Spiegel, während er den Plan durchging. Als er fertig war, verließ er das Hotelzimmer und nahm den bereitgestellten Wagen zur Eventlocation. Etwas vor Beginn der Feierlichkeiten traf er an der Location an, es handelte sich um eine Kongresshalle der Stadt, die äußerlich eher einem Palast glich. Nun begann Zaicas Plan ... der Senator für Corellia im galaktischen Rat begrüßte Nate. "Herr Senator, freut mich Sie kennenzulernen", reichte Nate dem Senator die Hand. Dieser erwiderte die Begrüßung. "Schön, dass Sie da sind. Den Plan kennen Sie bereits?"
      "Major bin Haith hat mich bereits instruiert. Ich spiele ihren Sekretär, der für die Militärindustrie von Corellia zuständig ist und Rüstungsaufträge an die Corellianischen Werften vergibt. Daneben werde ich als Mittelsmann zwischen der Sith und dem Gouverneur auftreten."
      Der Senator nickte aufgeregt: "Korrekt. Der Gouverneur kennt meine Mitarbeiter sowieso nicht und wird kaum Zeit für die Sith haben, sodass er sie automatisch an mich und damit meinen Sekretär verweist. Die Datenblätter über die corellianische Wirtschaft und die Eckdaten haben sie gelesen, ja?"
      Nate nickte und schob sich die violetten Haare zurecht, ehe er mit dem Senator die Festhalle betrat, wo bereits ein Teil der hohen Würdenträger des Planeten eingetroffen waren.
    • Aria Kanth

      Für ihre Ankunft hatten sich einige ins Zeug gelegt, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Ob sie sich damit bessere Bedingungen versprachen, oder die Gastfreundlichkeit hier auf Corellia immer so groß war konnte Aria nicht so ganz einschätzen, sie wusste aber, dass die Bewohner dieses Planeten gerne zeigten, was sie besaßen und was ihnen möglich war. So gab es eine große Suite, in der die Sith und ihr Begleiter die nächsten Tage, wenn nicht Wochen, verbringen durften. Drei gemütliche Zimmer, zwei Badezimmer und eine Lounge sollte ihnen genug Platz zum Zurückziehen bieten. Es war alles luxuriös, groß und vor allem sah es teuer aus, aber sie würde nicht darüber meckern, dass man sie hier so empfang.
      Vor der Tür stellte sie zwei ihrer Sturmtruppler auf, ließ sie im Wechsel dort stehen, um in Ruhe anzukommen. Sicher fühlte sich die Frau, sie wollte jedoch jeden, der unzufrieden über ihr Dasein auf diesen Planeten war, von vorne rein davon abhalten ihr auf den Nerv zu gehen. Aria mochte es Ruhe zu haben und in Ruhe ihre Aufgaben zu erfüllen.
      "Imposant", stellte Lucas zufrieden fest, als er das Innere der Suite begutachtete. Er grinste zufrieden. "So stelle ich mir einen guten Urlaub vor". Der Mann ließ sich in einen der Sessel fallen, musterte die Sith, die ihre Sachen in eines der Schlafzimmer brachte. "Was ziehen wir heute Abend an?", wollte er wissen. Darüber wollte sie sich keine großen Gedanken machen. "Keine Ahnung, denk dir was aus.. ich muss mich um andere Sachen kümmern..". Die Tür schlug sie hinter sich zu, ihr Vater hatte ihr eine Nachricht hinterlassen, sie solle sich bei ihm melden. So kurz nach der Anreise.. aber gut, konnte sie jetzt auch nicht ändern.

      "Vater", begrüßte sie den Mann, der als Hologramm vor ihr zu sehen war. "Gut angekommen?", wollte er wissen, das war nur vorgetäuschte Freundlichkeit. Aria nickte, sie wollte es kurz halten. "Aus sicheren Quellen habe ich erfahren, dass sich ein Jedi auf dem Planeten aufhalten soll". -"Ein Jedi?", die Sith runzelte ihre Stirn. "Ich habe keine Ahnung, ob die Allianz dahinter steckt, oder der Jedi Orden, ob sie wissen, was wir vor haben, aber bis wir uns klar sind, was hier los ist sollst du vorsichtig vorgehen, verstanden?". "Soll ich ihn vernichten?", wollte Aria wissen. "Wäre dein erster Jedi, oder?". Sie nickte, ihr Vater schüttelte den Kopf. "Nein, nicht solange wir nicht wissen, warum sie wirklich hier sind.. du tust so, als wüsstest du von nichts und spielst mit, bis andere Anweisungen folgen, verstanden?". Aria nickte wieder. "Wir sind heute Abend auf einer Feierlichkeit des Gouverneurs eingeladen", erklärte sie dem Mann. "Ich werde Ausschau nach einem Jedi halten und Kontakte zu den Vertretern der verschiedenen Industrien knöpfen". -"Sehr gut, ich erwarte morgen einen Bericht".

      Ein schwarzes, langes Kleid trug die Sith. Ihre weißen Haare hatte sie sich hoch gesteckt, um sich mit ihrem Aussehen an die anderen anzupassen. Ihr Kleid besaß lange Ärmel, um die große Narbe an ihrem Oberarm zu verdecken, dafür trug sie einen offenen Rücken. An einem ihrer Beine konnte sie einen kleinen Blaster verstecken, einfach zu ihrer eigenen Sicherheit.
      "Siehst gut aus", grinste Lucas sie von der Seite an. Er trug einen schwarzen Anzug, der seine blaue Haut nicht direkt auffallen ließ. "Hast du ja auch ausgesucht", murmelte Aria ihm entgegen, während sie sich eine kleine Strähne vorne heraus zog. Sie trug nicht täglich solche schicken Sachen.
      "Du könntest mir ruhig auch ein Kompliment machen", murmelte der Wroonianer, richtete sich dabei seine Haare im Spiegel. Die Sith kommentierte das nicht, aber sie war zufrieden mit ihrem Aussehen. Pünktlich klopfte es an der Tür, ihre Abholung. Sie richtete ihre Augen auf ihren Begleiter.
      "Keinen Mist bauen, schön bei mir bleiben und nicht zu viel trinken", wies sie ihn an. Er nickte, dann öffnete sie auch die Tür, um den Mann zu erblicken, der sie schon vorhin empfangen hatte. "Commandant Kelen", begrüßte Aria den Mann. Er lächelte ihr zu. "Ihr seht wirklich gut aus". Mit einem Lächeln bedankte sie sich dafür, folgte dem Mann anschließend in einen Wagen der draußen auf sie wartete. "Eine Menge wichtiger Persönlichkeiten werden anwesend seine", ließ der Mann die Sith wissen. "Ich hoffe, dass Ihr von der ein, oder anderen Begegnung auf profitieren könnt". Das hoffte sie auch.

      Die Kongresshalle, in der die Feierlichkeiten statt fanden war riesig. Aria betrat selbstsicher die Halle, auch wenn ihre Augen die anderen Anwesenden gleich musterten. Einige der Gesichter kannte sie, andere wiederum waren ihr neu und noch unbekannt. Einen Sekt gab es direkt am Empfang, Lucas ließ es sich nicht nehmen der jungen Dame, die diesen austeilte einen frechen Spruch zuzuwerfen, bevor er Aria weiter folgte. "Diese Menschen hier riechen Wort wörtlich nach Geld", murmelte er ihr leide zu. Über diese Bemerkung schmunzelte die Frau kurz. "Ich denke, dass einiges hier Schein ist", gab sie ihre ehrliche Meinung ab. Sie deutete dezent auf eine Frau, die nicht weit von ihren stand. "Siehst du die Rothaarige da?", fragte die Sith. "Sie leitet eine der größten Schiffswerften hier". Lucas nickte, nahm einen Schluck des Sekt. "Und der dickere Mann da.. das ist der Chef des corellianischen Sicherheitsdienstes.. er steht auf unserer Seite". -"Du scheinst deine Hausaufgaben gemacht zu haben", grinste Lucas. "Du darfst dich bestimmt auch etwas amüsieren". Ihre Augen blickten nach dem Mann, bevor sie wieder in die Menge blickte. "Allein von Zuhause weg zu sein ist schon amüsieren".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Nathaniel Ashalot

      Die Augen des Jedi schweiften ruhig aber dennoch aufmerksam durch den Raum. Seit einigen Minuten spürte er eine Veränderung in der Macht und das bedeutete, dass die besagte Sith mittlerweile unter ihnen weilen musste. Er betrachtete einige der Frauen und auf manche könnte es zutreffen, dass sie zumindest vom optischen Auftreten her eine Sith sein könnte. Auf Vermutungen konnte er sich jedoch nicht einlassen, Nate musste es genau wissen. Er spitzte die Lippen und konzentrierte sich auf die Macht, um sie auf die ursprüngliche Quelle - die Sith - zu kanalisieren. Er sah langsam eine Form vor seinem inneren Auge, ein schwarzes langes Kleid, lange Haare ... bis er einen Arm in seiner Seite spürte.

      "Nate", merkte der Senator an. Nate erwachte aus seinem Fokus und sah den Senator verwundert an. "Sieh nur da vorne. Das ist einer der größten Waffenschmuggler von Corellia. Er ist in 5 Systemen zur Fahndung ausgeschrieben. Ehe du fragst, warum wir ihn nicht an die Republik für ein verfahren ausliefern, Corellia hat das galaktische Auslieferungsabkommen nie ratifziert, wäre schlecht für die heimische Waffenwirtschaft."
      "Waffen in Konfliktregionen verschicken? Das verstößt locker gegen ein dutzend galaktische Gesetze und Richtlinien - nun verstehe ich, wie man zu so viel Reichtum kommt." Nate runzelte die Sirn, was für eine groteske Situation. Corellia machte innerhalb der Republik eher ein eigenes Ding. Der Gouverneur möchte von beiden Seiten profitieren ohne sich zu sehr festzulegen und sein Senator versucht mit allen Mitteln, den Planeten näher an die Republik zu binden. Kein Wunder, dass der SID hier so stark vertreten war.

      Der Senator und Nate musterten den Waffenschmuggler, der eine Frau in schwarzem Kleid ansprach. "Dürfte ich Sie stören, Miss Kanth? Euer Vater hat mich über Euer Ankommen in Kenntnis gesetzt", lachte der Duro mit seiner tiefen Stimme, "mein Name ist Moktar Allbin. Ich soll für euch den Kontakt zum Senator herstellen. Der Gouverneur ist aktuell in einen Skandal verwickelt ... ein paar Bestechungen im Rahmen der Auftragsvergabe von neuen Schiffen an ein hiesiges Unternehmen." Der Duro lachte wieder dunkel und deutete der Dame ihm zu folgen.

      Bald schon stand Moktar Allbin, einer der meist gesuchten Waffenschmuggler des Universums vor dem Senator und Nate. "Senator Wissem, freut mich euch hier wieder zu sehen. Coruscant bereits leid geworden?", begrüßte der Duro den Senator. "Freut mich, Allbin, dass sie es trotzt galaktischen Haftbefehls es hierher geschafft haben."
      "Wir Duros haben den Hyperschallantrieb erfunden! Mich hält so schnell niemand auf und erst recht kein republikanischer Suchtrupp in seiner Möhre von einem Raumschiff."
      "Wie Sie meinen", nickte der Senator ruhig und musterte die Dame neben ihm, "Sie haben aber ihre Manieren vergessen, Allbin. Wen haben Sie denn dort in Begleitung?" Der Senator beugte sich leicht nach vorne und begutachtete die Frau neugierig und schien zu überlegen, ob er sie kannte. Duro hob die Hände entschuldigend. "Ja, ich vergaß. Dies ist eine potenzielle Kundin für unser Werftkonglomerat!"

      Wissem sah Allbin misstrauisch an. "Seit wann verdienen Sie am Werftprogramm?", hakte der Senator nach. "Seit dem diese putzigen Schiffe alle riesige Laser und Protonenkanonen tragen!", entgegnete der Duro. Der Senator deutete mit der Hand auf Nate. "Na wie dem auch sei, ich muss noch einige Gespräche führen, klären Sie den Rest doch bitte mit meinem Sekretär, Mr. Ashalot. Er ist zuständig für die Militärindustrie von Corellia und die Vergabe von Rüstungsaufträge an die Corellianischen Werften." Nate nickte schwach und sah die beiden an. "Freut mich, Mr. Allbin, ich muss Ihnen sicher nicht die Vergabeverfahren erklären, aber Mrs? Entschuldigen Sie ich hatte Ihren Namen nicht verstanden.", hakte Nate freundlich nach.

      Seit dem dieser Duro mit der Frau vor ihm stand, spürte er die Quelle der Macht. Es war genau diese Frau. Sie trug auch das lange schwarze Kleid, das Nate in seiner Machtvision gesehen hatte. Unauffällig musterte er die Dame. In Anbetracht der Sicherheitsmaßnahmen hier würde sie - wie auch Nate - keine Lichtschwerter dabei haben. Er musste aber dennoch vorsichtig bleiben ...
    • Aria Kanth

      Sie nahm einen kleinen Schluck des Sekts, bereute es aber gleich wieder. Das schmeckte ganz anders, als erwartet, aber Aria beschäftigte sich damit nicht länger, ihr fiel etwas anderes auf. "Spürst du das?", fragte sie ihren blauhäutigen Freund. Lucas runzelte die Stirn, kippte sich sein Getränk runter. "Was denn?", wollte er wissen. "Ich bin nicht machtempfänglich, Aria, schon vergessen?". Er grinste, doch die Frau blickte unauffällig in die Menge, etwas gefiel ihr nicht, war der Jedi etwa hier? Musste sie sich Sorgen machen? Unauffällig griff sie mit der Hand an ihr linkes Bein, sie war bewaffnet, wenn auch wirklich wenig. Ihrer Unruhe konnte sie jedoch keinen Platz bieten, denn sie wurde von einem Duro angesprochen.
      Die Sith wusste wer er war, noch bevor er sich vorstellte, er war unter den Sith nicht ganz unbekannt. Viele Schmuggler haben sich einen großen Namen gemacht, wer der Gesellschaft schadet ist bei ihnen willkommen. Ein Lächeln setzte sich die Frau auf, während sie begrüßt wurde. "Ich kann mir vorstellen, um welche Aufträge es sich dabei handelt", entgegnete sie über den Gouverneur, doch sie folgte dem Schmuggler, deutete Lucas ihr ebenfalls zu folgen. Sie konnte nicht auf den Wroonianer aufpassen und gleichzeitig die fremde Rolle spielen, ihr Freund konnte manchmal zu eigensinnig werden und das brauchte sie jetzt nicht. Sie wurden zu zwei Männern begleitet, Aria musterte den ersten, Senator Wissem, beobachtete das Gespräch für einen Moment, solange es nicht um sie selbst ging, um sich auch dem anderen Mann zu widmen. Ein merkwürdiges Gefühl hatte sie bei ihm, was sie spürte gefiel ihr nicht, aber sie wurde angesprochen und damit musste ihr Gefühl warten. Ein Lächeln schenkte sie auch dem Senator, nickte ihm zu, als der Duro von ihr sprach. Einfach mitspielen und lächeln, damit kam man weiter, als einige denken würden. Vor allem als Frau wurde man damit häufig unterschätzt, was man sich gut zur Nutze ziehen konnte.
      Mr. Ashalot.. Aria blickte wieder zurück zu dem Mann mit violetten Haaren. Der Sekretär des Senators? Das ergab wenig Sinn, aber diese Macht, die sie spürte. Es gab auch machtempfängliche Wesen, die über ihr Können nicht viel wussten, sie selbst hätte es vermutlich auch nicht gewusst, wenn man sie nicht entführt und trainiert hätte. Den Mann würde sie im Auge behalten.
      "Kanth", nannte sie ihm ihren Namen. Sie spürte eine Hand auf ihrer Schulter. "Ich bin gleich wieder da", verkündete Lucas ihr, bevor er in der Menge verschwand. Kurz sah ihm Aria nach, dann blickte sie wieder zu ihrem Gesprächspartner. "Sie wollten von den Vergabeverfahren sprechen", erinnerte sie ihn. Mitspielen.. das war ihre Vorgabe gewesen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."

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    • Nathaniel Ashalot

      "Gerne, jedoch redet man nicht über Geschäftliches in so einer großen ... Umgebung voller neugieriger Wesen. Hier drüben ist eine Terasse, lasst uns dort etwas in Ruhe sprechen", antwortete Nate auf die Anspielung von Ms. Kanth und deutete Richtung der großen fenster, die auf eine steinernen Balkon führten. Nate ging Richtung Tür und waretet bis die Frau ihm folgte. Er öffnete die Türe und trat raus in das frische Kühl der Nacht. "Ein atemberaubender Ausblick, oder?", fragte Nate die Frau, die er für die Sith hielt. Je länger er ihre Präsenz spürte, desto sicherer war er sich. Sie strömte eine große Macht aus, jedoch auch dunkel und stark. Das gab Nate zu denken, wie würde er es weitergehen, wenn sie den Köder schluckte? Gab es dafür überhaupt einen sinnvollen Plan, der alle Risiken abwägte.

      Nate schob die Gedanken beiseite und stützte sich auf die Balustrade des Balkons. Vor ihnen offenbarte sich ein wunderbarer Blick in den Palastgarten und dahinter erhoben sich die Hochhäuser Coronets. Nate sah zu der jungen Kanth und musterte sie, ehe er sie ansah. "Man hat mich bereits instruiert, dass sie beabsichtigen für das Imperium mehrere Schiffe kaufen wollen. Jedoch hielten sich unsere Informanten, die erste Kontakte für den Abschluss des Vertrags initiierten, sehr bedeckt. Von was für einem Auftragsvolumen sprechen wir denn? Dann kann ich abschätzen, welche Firmen am ehesten in Frage kämen, wie viel Zeit sie kalkulieren müssten und wie wir am besten den Vorgang unterhalb des republikanischen Radars abwickeln." Nate hatte sich beim Herausgehen ebenfalls ein Sektglas von einem Bediensteten reichen lassen und trank nun von diesem.

      Nach dem er davon einen Schluck nahm, stellte er das Glas auf die Balustrade und sah in die Halle, während er auf die Ausführungen der Frau wartete. Was für ein lächerliches Spiel er doch hier führen musste, alles nur um eine Sith genauer zu identifizieren und sie später mit falschen Informationen zu füttern. Schon lange war aus dem Streit zwischen dem Imperium und der Republik ein offener Konflikt geworden. Er wurde nur noch nicht mit Kampfschiffen ausgetragen, sondern mit Mitteln der Diplomatie und der indirekten Diplomatie. Dazu zählte vor allem der Spionagedienst und der Jediritter-Orden, die versuchten die "Wünsche" der Herren Senatoren aus dem galaktischen Senat zu erfüllen. Eigentlich wollte Nate doch gar kein Lakai der Senatoren mehr sein und nun führt er hier - wenn auch indirekt - wieder ihre Wünsche aus. Er beruhigte sich mit dem Gedanken, dass die ganze Aktion reichlich Credits brachte und zum Anderen zum Sieg der Republik beitragen würde, auch wenn er diesen in der aktuellen Situation noch nicht sah.
    • Aria Kanth

      Sie war quasi unbewaffnet auf dieser Veranstaltung, aber das musste dieser Mann auch sein, hoffte Aria jedenfalls. So ganz sicher war sie sich nicht, aber sie konnte diese Macht spüren, sie von ihm ausging, konnte sich gut vorstellen gerade mit dem Jedi persönlich zu sprechen. Was er hier zu suchen hatte wusste sie nicht, aber sie wollte nach ihren Anweisungen mitspielen, wie ggewünscht. Er wollte mit ihr draußen über Geschäftliches sprechen, zu gerne wäre sie in seine Gedanken eingedrungen, um zu erfahren, was er vor hatte, aber Aria ließ es sein, sie wollte sich nicht unhöflich auf dieser Veranstaltung benehmen.
      Wortlos folgte sie dem Mann raus, war bereit ihre Waffe zu zücken, sollte es notwendig sein. Die Aussicht war schön, aber nichts, womit sich die Frau ablenken ließ, solange sie hier draußen alleine waren. Ihr Bauchgefühl sagte ihr, dass sie aufpassen musste und dieses irrte sich nur äußerst selten. "Kann man so sagen", entgegnete sie auf seine Worte, musterte den Mann von der Seite. Wachsamkeit war mit das Wichtigste, was ihr antrainiert wurde und solange Aria sich dessen bewusst war, dass die Republik einen Jedi hier her gesandt haben könnte ohne zu wissen warum wollte sie keinen Fehler machen.

      Mr. Ashalot sprach von einem Auftrag, wollte er sie in eine Falle locken? Oder hielt er sie für so dumm? Ein kleines Schmunzeln zierte ihre Lippen. "Ich glaube nicht, dass das hier der richtige Ort ist, um über diese Art von Auftrag zu sprechen", teilte sie ihre Bedenken mit. Kurz blickten ihre Augen über den Palastgarten. "Es wäre ein Sonderauftrag.. bevor wir über das Auftragsvolumen sprechen würde ich mich gerne mit ein paar Ingenieuren unterhalten, was es für Möglichkeiten gibt und inwiefern unsere Vorstellungen umgesetzt werden können.. davon hängt ab, wie groß der Auftrag wird", erklärte sie dann ruhig. Auch sie nahm einen Schluck aus den Sektglas. Das stimmte nicht so ganz, ihr Plan ging deutlich tiefer, sie wollte verschiedene Stimmen des Planeten auf ihre Seite ziehen, sie wollte Corellia dazu bringen sich ihnen freiwillig anzuschließen.
      Ihre Augen musterten den möglichen Jedi, kaum blickte er in die Halle hinein. Zu gerne würde sie wissen, was er vor hatte, wissen, ob er wusste, was sie vor hatte. Was sie hier vor hatte wusste sie ehrlich gesagt selbst nicht so ganz. Aria war ein Lakei, sie tat nur das, was ihr aufgetragen wurde. Aber, ob sie dahinter stand? Schwierig zu sagen, schwierig zu beschreiben. Angst war ein großer Antrieb bei dem, was sie hier hat, Gewohnheit fast genauso wichtig.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nathaniel Ashalot

      Der Jedi musterte die Frau, denn er wusste nicht, was passieren würde. Sith waren wie eine Kristallkugel - sie waren alle unterschiedlich: charakterlich und auch in ihren Stärken und Schwächen. Manche von ihnen neigten zur Paranoia, andere zur andauernder Wut. Der Jedi nahm noch einen Schluck des Sekts und hört die Worte der Sith. Er nickte dabei. "Selbstverständlich, Mrs. Kanth. Ich würde für morgen Abend ein Essen im Sky Palace vorschlagen. Dorthin könnte ich einige der wichtigsten Ingenieure der Corellianischen Schiffswerft einladen." Nate wusste zwar nicht, ob er das wirklich schaffen könnte, aber er musste bei diesem Agentenspiel nun einfach pokern. Schließlich durfte seine Fassade nicht fallen.

      Er spürte die musternden Blicke der Frau auf sich. "Nun, ihr vertraut mir wahrscheinlich noch nicht, aber um das Eis zu brechen und in Anbetracht dessen, dass wir länger zusammen arbeiten werden, würde ich vorschlagen sich einfach zu duzen. Wenn das für euch in Ordnung wäre, Mrs. Kanth?", fragte der Jedi und nahm noch einen Schluck aus seinem Sektglas, ehe er sich von der Balustrade auf dem Balkon abstieß gegen die er sich während des Gesprächs gelehnt hatte. "Wir können natürlich auch beim Sie bleiben, aber wir wollen doch Partner werden, oder?", grinste Nate schwach, ehe er die Frau eindringlich ansah. In ihren Augen spürte er ein Lodern. Ob es Leidenschaft, Wut oder einfach die Kräfte der Sith waren konnte er nicht sagen, aber ihre Macht spürte er. Sie würde wohl sicherlich auch seine spüren. Wie lange sollte das gut gehen? Roch nicht irgendwer den Braten irgendwann? Nate mochte diese Art von Einsätzen eigentlich gar nicht und war genau deswegen immer wieder mit dem Jedi-Orden in Konflikt geraten. Ständige Versteckspiele für die Machtinteressen irgendwelcher Senatoren.

      Ein jäher Knall riss Nate aus seinem Gedankengang. Am Horizont stieg ein Feuerwerk auf. Nate sah zu seiner Begleitung. "Mein Name ist Nathaniel, nennt mich aber bitte einfach Nate." Kurz sah er noch zur Frau, ehe er seine Augen auf das große Feuerwerk richtete. Ein Zeichen? War diese Aktion doch etwas zu heikel für Nate?
    • Aria Kanth

      Sie war vorsichtig, konnte den Mann nicht einschätzen, der bei ihr stand. Er war der Jedi, definitiv, da ließ sie kein Zweifel dran, die Frage war nur, was er hier zu suchen hatte. War er vom Orden? Haben sie mitbekommen, was Aria hier vor hatte, oder lebte und arbeitete er einfach hier? Zu gerne wollte sie wissen, was er vor hatte, wollte sehen, ob er die Wahrheit sprach, doch sie wollte nicht verraten, dass sie vor ihm gewarnt wurde. Ihr Vater hatte ihr befohlen sich zurück zu halten und Informationen zu sammeln, das versuchte die junge Sith. Wenn sie ehrlich war verstand sie den Krieg zwischen den Sith und den Jedi nicht, aber es hieß immer, dass es da nichts zu verstehen gab. Jedi nutzten ihre Macht nicht so, wie sie sie nutzen könnten und Sith waren schlau genug diese Macht komplett auszunutzen. Vielleicht war sie selbst zu wenig von Hass geprägt, vielleicht war sie nicht dafür gemacht in diesem Krieg zu stehen, Aria konnte sich so viel mehr vorstellen, als nur das, was sie hier tat. Hier war sie nur ein Lakai, ein Bauer, der auf dem Brett bewegt wurde, aber sie wollte so viel mehr sein.
      Ein zartes Lächeln umspielte ihre Lippen. Das Essen wäre eine gute Idee, doch das reichte ihr nicht aus. "Abgesehen von dem Essen würde ich gerne die Schiffswerften sehen", forderte sie auch noch. Sie wollte sich ein Bild von den Gebäuden und dem Inneren machen, wollte Präsenz zeigen, ins Gespräch kommen. Je mehr freiwillige Stimmen sie auf ihrer Seite hatte, desto einfacher würde es werden. Zur Not würde dieser Planet erobert werden, wie jeder andere vor ihm, aber Aria wollte es gar nicht erst so weit kommen lassen, allein die unschuldige Bevölkerung, die darunter leiden wird.. Wenn ihr Ziehvater ihre Gedanken lesen würde..
      Sie erwiderte den Blick. Als Partner würde sie die beiden nicht bezeichnen, aber der Jedi hatte mit etwas Recht: sie vertraute ihm nicht. Gar nicht. Wird sie auch nie. Vertrauen war auch so eine große Macht, die zu schnell ausgenutzt werden konnte, Vertrauen war etwas, was sich die junge Frau nicht leisten konnte. Sie hatte schon ein Mal vertraut und bereute es bis heute, noch einmal wird sie diesen Fehler ganz sicher nicht machen, denn Vertrauen könnte auch den Tod bedeuten.
      Den Knall hatte sie nicht kommen sehen und zuckte innerlich zusammen, bevor ihre Augen hin blickten. Aria war bereit gewesen zu ihrer Waffe zu greifen, doch beim Anblick des Feuerwerks beruhigte sich ihr Inneres wieder. Nur ein Feuerwerk.. schon Ewigkeiten hatten sie so etwas nicht mehr gesehen. "Aria", stellte sie sich dem Mann vor, blickte aber nicht zu ihm. Wenn er sich duzen wollte, bitte, den Schein konnte sie bewahren. Nathaniel.... Von der Seite musterte sie ihn, bevor ihre Augen wieder zum Feuerwerk blickten. "Von mir aus können wir gerne zum Du übergehen". Ein kleines Schmunzeln zierte ihre Lippen, wo das alles hier wohl führen wird? "Werde ich heute Abend mit dem Gouverneur noch sprechen können?", mit der Frage blickte sie wieder zu dem Mann. "Oder muss ich mich dafür noch gedulden?".
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nathaniel Ashalot

      "Aria? Freut mich", lächelte Nate gespielt freundlich. Vielleicht konnte er mit ihrem Namen Aria Kanth heute Abend etwas in der Datenbank des SID finden. das ihm half seine Gegenüber besser einzuschätzen. Fürs Erste musste sich der graue Jedi jedoch bedeckt geben und das Spiel - wie sie - mitspielen. Auch wenn Nate noch nicht genau abschätzen konnte, wie die Sith vorgehen will, musste er sich ein genaues Bild über sie machen, um sie ihm richtigen Moment ggf. aus dem Verkehr zu ziehen. Mit Freuden würde er es jetzt schon tun, aber die Instruktionen waren klar. Er sollte die Dame mit so vielen falschen und unnötigen Informationen wie nur möglich füttern.

      Das Feuerwerk zeigt sich weiterhin von seiner farbenfrohsten Seite während Nate zu Aria sah. "Gerne können wir eine Werft besichtigen, ich werde mit unseren Verbandsmitgliedern sprechen. Da wird sich schnell jemand finden." Das war wohl für Nate kein Problem. Waffenmogule waren alle gleich, Hauptsache das Geld stimmte. Er kannte die Finanzierung von Schiffsbauten bereits von der Arbeit seines Vaters, der für die Banken auf Aargau Rüstungsverträge finanzierte. Meistens waren diese zugunsten der Republik, aber die Bank hatte auch schon mehrmals illegale Deals in Bürgerkriegsgebieten und ans Imperium abgewickelt. Wie alles in dieser Galaxie musste nur das Geld stimmen.

      Aus seinem Gedanken wurde Nate erst von der nächsten Frage der Sith gerissen. "Nun, Aria, du verstehst sicherlich, dass der Gouverneur sich nicht einfach mit einer Abgesandten des Imperiums hier zeigen kann. Zumal aktuell sowieso ein Untersuchungsausschuss auf Corellia gegen ihn läuft. Er meidet aktuell sämtliche Gesandte. Solltet ihr aber Gehör bei den Werftbauern finden, die ihn finanzieren, sollte es einfacher werden einen Kontakt aufzubauen", erklärte Nate. Er wusste aus einem Geheimdossier, dass die Werftbauer zwar den Gouverneur bezahlten, doch viel mehr hörte er auf andere Personen.

      Die Tür zum Saal öffnete sich und ein Diener kam auf den Balkon. "Das Bankett beginnt nun", erklärte er und stand an der Türe und deutete uns in den Saal zutreten. "Nach dir, Aria", schmunzelte Nate über den aufdringlichen Diener. "Man scheint hier echt besorgt zu sein, dass wir verhungern könnten", kommentierte der Jedi das Geschehen noch, ehe er langsam Richtung Saal schritt. Im Saal angekommen folgte eine Gänge Menü mit 15 Gängen. Ab dem 7. Gang hatte Nate aufgehört zu zählen. Nachdem sich alle voll gegessen hatten und der Wein, Zigarren und Schnaps gereicht wurde, verschwand der Gouverneur ohne dass es jemand auf der Veranstaltung richtig mitbekommen hatte. Der Senator versicherte Nate, dass der Gouverneur dies immer so tat. "Eine gewisse Paranoia begleitete den Senator, seit dem er einem Attentat vor 5 Monaten entkommen war. Republikanische Loyalisten wollen ihn tot sehen, da sie die Anbiederung des Gouverneurs an das Imperium nicht ausstehen.", erklärt der Senator, während Nate von seinem Weinglas trank. Er nickte schwach und musterte Aria schon eine ganze Weile. Er prostete ihr mit dem Glas zu und lächelte dann süffisant.
    • Aria Kanth

      Es freute ihn? Das konnte sich die Sith wohl kaum vorstellen. Sie erfreute sich auch nicht daran eine Bekanntschaft mit diesem Mann zu machen, das war alles nur eine Show und gelogen. Vielleicht war sie ein wenig zu harsch in ihren Gedanken, vielleicht lief das alles hier ganz anders ab, als sie es dachte, doch dieser Mann neben ihr wusste seine Macht einzusetzen und diese konnte Aria spüren, klar und deutlich. Er war eine Bedrohung und diese sollte sie im Auge behalten, deshalb spielte sie mit, deshalb nahm sie das 'Du' an, deshalb war sie bereit ihm mit Freundlichkeit entgegen zu kommen. Wie lange das gut gehen wird wusste sie nicht, wie lange sie das aufrecht erhalten kann auch nicht, aber nach diesem Abend wird es auch sicherlich noch mehr Informationen und Anweisungen geben..
      Eine Werft wird sie besichtigen können, da nickte die Frau den Worten zu, das gefiel ihr. So konnte sie mit einigen Menschen in Kontakt treten, ein wenig mitmischen und vor allem auch ein wenig horchen, wie es um die Stimmen hier stand. Eine wird ihr nicht reichen, aber es war ein sehr guter Anfang. Es gab einige Stimmen für das Imperium auf diesem Planeten, einige viele sogar, die musste Aria nur finden, um dort anzusetzen. So langsam entwickelte sich in ihrem Kopf ein Plan.
      Ihre Augen blickten zu dem Mann, der ihr erklärte, dass ein Gespräch mit dem Gouverneur nicht möglich wäre. Sie sollte verstehen, dass so jemand sie er sich nicht mit so jemanden wie sie hier abgeben konnte. Nun, das gefiel ihr nicht, aber sie verstand, was ihr damit gesagt werden sollte. Weiter kamen die beiden nicht, das Bankett sollte beginnen und beide wurden dafür hinein gebeten. Aria war nicht darauf vorbereitet gleich fünfzehn Gänge serviert zu bekommen, sie hielt aber gut mit und versuchte sich währenddessen ein Bild davon zu machen, wen es hier zu sehen gab. Hier und da wurde ihr zugeprostet, oder nett zugelächelt, von den Herrschaften dieser Gesellschaft, die auf ihrer Seite standen. Es gab mit Sicherheit auch eingeweihte, aber das war nicht ihr Problem, nicht ihre Angelegenheit, sie war hier nur, um ihre Befehle umzusetzen.
      Ihre Augen blieben an dem Jedi haften, der sie schon ein wenig länger betrachtete. Den Blick hatte sie gespürt, er versuchte sicherlich zu erkennen, was sie hier wollte! Auch sie prostete ihm zu, erwiderte das Lächeln deutlich freundlicher, auch wenn sie sich innerlich dazu ermahnen musste. Ihr Glas war schon ein wenig länger voll, gerne trank die junge Frau das hier nicht. Sie nahm den Blick jedoch wieder runter, widmete ihre Aufmerksamkeit ihrem Gefährten, der mit einem breiten Grinsen neben ihr auftauchte.
      "Wo warst du? Ich habe dich gesucht!", fragte sie scharf, aber unauffällig, dass sie keine Aufmerksamkeit auf sich zog. Der Wroonianer befreite sie von ihrem Glas, leerte den Wein, der sich noch darin befand. "Ich habe mich prächtig amüsiert", antwortete er und ließ Aria seufzen. "Siehst du die hübsche Dame da vorne?". Dezent deutete er auf eine junge Frau in einem langen, roten Kleid. Sie wirkte ein wenig schüchtern, lächelte aber Lucas zu, als sie den Blick bemerkte, sie winkte sogar ganz sanft. "Hübsches Ding", kommentierte Aria ein wenig gereizt. "Hübsch und zufällig eine neue Sekretärin des Gouverneurs.. ich habe auch meine Hausaufgaben gemacht".
      Die Sith musterte ihren Begleiter. Er grinste weiterhin, deutete einem Kellner an, dass er ein neues Glas haben wollte. "Sie wird schauen, was machbar ist... Aber ich denke, dass wir mit dem Mann sprechen können". Er dachte, sie konnten mit dem Mann sprechen? Aria schmunzelte ein wenig, während sie ihren Kopf schüttelte. "Du bist auch einer". - "Ein sehr charmanter und hübscher vor allem.. was habe ich verpasst?". "Eine ganze nicht nennenswerte Menge", antwortete sie.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."
    • Nathaniel Ashalot

      Der Blick des violetthaarigen Jedis fiel von Aria auf ihren hellblauhäutigen Komplizen. Ein Wrooianer, wenn ich mich nicht täusche, sinnierte der Jedi, eher einen Schluck aus dem Weinglas nahm. Von ihm wusste er bisher nichts. War er ihr persönliches Haustier oder mehr? Sith waren nicht bekannt dafür Freunde zu halten. Wie dick ihr Band wohl war? Eine Aufgabe für Nate, die er klären musste. Ehe er jedoch weiter einen Gedanken daran verlieren konnte, wurde er vom Senator angestoßen. "Nate?", fragte er von der Seite und der Jedi sah den Senator stumm an. "Hätten Sie einen Augenblick?" Nate nickte und verließ mit dem Senator den Tisch, was nach der Sitte erlaubt war, da sie alle 15 Gänge durchstanden hatten. Auch die ersten gesandten und Wirtschaftsvertreter richteten sich auf und verließen das Gebäude - schließlich mussten die meisten morgen wieder arbeiten.

      Nate stieß währenddessen über den Senator an, dass er und Aria eine Werft besuchen konnten. "Das ist die Gelegenheit!", meinte der Senator, ehe er sich mit Nate in eine weiter entfernte Ecke des Saales begab und sich versicherte, dass sie keiner hörte. "Zaica bin haith hat mich über einen abtrünnigen Werftchef informiert. Ich habe euch genau diese Werft rausgesucht, dann könnt ihre klären, was an den Vorwürfen dran ist. Der Besitzer soll wohl schon länger im Fokus des SID stehen wegen des illegalen Verbringens von kriegsgerät in Bürgerkriegsregionen, gegebenenfalls sogar über neutrale Planeten an das Imperium. Eine große Gefahr für Corellia, sollten sich diese Anschuldigungen bestätigen, laufen wir Gefahr unseres Stimmrechts im galaktischen Senats entmächtigt zu werden!"
      "Unterstützung separatitischer Kräfte, nicht wahr?", hob Nate unbeeindruckt die Augenbrauen. Was hatte der Senator erwartet? Corellia sperrte sich seit langem der intergalaktischen Rüstungsüberwachung und auch sonstigen gesetzesvorhaben zur Eindämmung des Exports von Schiffen und ähnlichem Kriegsmaterial an nicht- Republik Planeten. Kein Wunder, dass der Senat nun nach Mitteln sucht, Corellia in Bedrängnis zu bringen. "Sprecht nachher über eine sichere Leitung mit Zaica bin Haith. Sie hat weitere Instruktionen für euch, wie ihr morgen an der Werft auftreten sollt."

      Nate nickte stumm, auch wenn er diesen Plan nicht mochte. Als ob er hier ein Kurier wäre. Es wäre ihm bedeutend lieber dieses Unterfangen selbstständig vorbereiten zu können. Nun sollte er - mal wieder - Rücksicht auf die lokale Politik und die Machenschaften des Senats nehmen. Der Senator sorgte sich - nach Nates Dafürhalten - zu sehr um seinen Sitz im Senat. Nichtsdestotrotz spielte der Jedi erst einmal weiter mit, nahm die Adresse der Werft entgegen und verließ den Saal. Bevor er jedoch in sein Hotel flog, blieb er im Saal kurz bei Aria stehen und teilte ihr die Adresse für das morgige Treffen mit. "Um 12 Uhr an der Werft und abends dann das Dinner, ich hoffe ihr seid nicht zu sehr überrollt, aber wir wollen doch Nägel mit Köpfen machen, nicht wahr?", stellte Nate mit einem schelmischen Blick fest. Er freute sich schon auf den Kampf gegen die Sith, wenn es endlich soweit sein sollte. Vielleicht würden erste Erkenntnisse über den Werftbetreiber dazu führen, dass er diesen Auftrag schnell und leise erledigen kann.

      Im Anschluss verließ der Jedi den Saal und fuhr mit einem Luftfahrzeug zu seinem Hotel. Zaica bin Haith sollte ihn schließlich noch per Holofunk instruieren, wie sein morgiger Maulswurfseinsatz aussah.
    • Aria Kanth

      "Eine ganze nicht nennenswerte Menge?", fragte der Wrooianer belustigt und blickte in die Menge, um sich umzusehen. "Wo ist dein auffälliger Begleiter? Ihr habt euch ganz aufgeregt unterhalten, hatte ich das Gefühl". Aria musste belustigt schnauben, aufregend würde sie ihr Gespräch mit dem Jedi wohl nicht wirklich bezeichnen, wobei sie sich schon vorstellen könnte, dass das Katz'-und-Maus-Spiel, welches sie wohl führen werden, sehr aufregend werden könnte, auf eine positive Art. "Wir werden morgen eine der Werften besichtigen.. und Abends brauche ich dich beim Dinner..". -"Ein Dinner? Ich liebe dieses Leben hier jetzt schon.. Jeden Abend eine Party, oder ein Dinner.. Ich werde einfach hier bleiben", grinste Lucas. Ja, die Sith konnte sich vorstellen, dass es ihm hier gefiel, er gehörte schließlich zu dem Teil der Gesellschaft, der solche ausgelassenen Veranstaltungen genoss, ganz im Gegensatz zu ihr selbst. Sie war nicht der Typ für ausgelassene Gespräche, für große Versammlungen, oder solche Veranstaltungen, wie es hier der Fall war, sie mochte andere Dinge viel lieber, aber man konnte sich im Leben nicht immer alles Wünschen.
      Ihre Augen blickten immer wieder nach dem Jedi. Über den Senator, für welchen er arbeiten sollte, war sich Aria auch nicht ganz sicher. Sie beschloss nachher ein wenig zu recherchieren, sich umzuhören, wollte vor allem wissen, zu welcher Seite der Senator stand. Diese Antwort könnte entscheidend für die weitere Vorgehensweise sein, doch die Gedanken schob die Sith zur Seite kaum näherte sich ihr der andere Mann, über den sie sich noch viele Gedanken bereiten musste. Die Adresse für die Werft war leicht zu merken, ein sanftes Lächeln zierte ihre Lippen. Nägel mit Köpfen machen.., über den Gedanken schmunzelte sie innerlich. "Ich bin gewiss nicht überrollt damit", versicherte sie dem Jedi. "Ich wünsche eine angenehme Nacht", entgegnete sie ein klein wenig provokant, bevor sie dem Jedi nachsah, kaum verließ er sie. Ohne einen Wachhund im Nacken fühlte sich die ganze Atmosphäre im Saal deutlich angenehmer, vor allem konnte Aria innerlich ein wenig aufatmen. Sie blieb mit ihrer Begleitung nicht lange dort, führte noch ein, oder zwei Gespräche, wurde vor allem in den nächsten Tagen auf ein deutlich intensiveres Gespräch eingeladen, unter vier Augen natürlich. Es war beeindruckend, wie groß der Anteil dieser war, die bereit waren sich dem Imperium anzuschließen, die dabei vor allem an ihre eigenen Vorteile dachten, aber sie war bereit ein paar dieser Vorteile auch zu ermöglichen.

      Nicht viel später ließ sich die Sith zu ihrem Hotel fahren. Es gab keine Meldungen über auffälliges Verhalten, die sie auch nicht wirklich erwartet hatte, doch man konnte nie wissen, schließlich war sie hier, um einen Planeten zu übernehmen, um diesen dem Imperium zu übergeben und da gab es sicherlich genügend, die damit nicht wirklich einverstanden waren. Aria hatte keine Angst, aber sie war kein Fan von unschönen Überraschungen.
      "The problem is not the problem. The problem is your attitude about the problem."