Sharing is Caring [Caili & Lyssy]

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    • Sharing is Caring [Caili & Lyssy]

      Sharing is Caring
      found family, slice of life, romance, comedy | R16


      Manche Momente sind unglaublich intim in der Art und Weise ihrer Gewöhnlichkeit. Die verschlafene Miene nach dem Aufstehen beim Zähneputzen, das leidige Seufzen nach einem langen Arbeitstag sobald die Tür hinter einem ins Schloss gefallen ist oder das Schweigen bei dem man an einem verregneten Tag am Fenster sitzt und hinaus schaut. Unsere acht Protagonisten, sind sich gänzlich fremd, als sie in das gemeinsam gemietete Shared House ziehen. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte, den verwobenen und undurchsichtigen Pfad, der sie hierher geführt hat. Und nicht wenige von ihnen sehen das ganze als das was es ist: Eine WG, rein zum Zwecke der Kostenaufteilung. Als Fremde kommen sie rein und als Fremde sollen sie irgendwann auch wieder gehen. Doch wie lange kann man sich wirklich gegen das Band der Verbundenheit wehren, wenn man Stück für Stück die kleinen Eigenheiten und die routinierten Rituale der anderen mitbekommt und zu respektieren lernt? Wie lange wird es dauern, bis die Vertrautheit von gewissen Marotten und Geräuschen eine tiefe Wärme in der Brust auslöst? Wie lange wird es dauern, bis diese acht Fremden über ihre Schatten springen und letzten Endes doch eine sonderbare, kleine Familie füreinander werden? Beginnend bei gemeinsamen Interessen, geteilten Geheimnissen, gemeinsamen Mahlzeiten, Zusammenarbeit im Haushalt, Hilfe bei den alltäglichen Schwierigkeiten, fängt das Gefühl der Verbundenheit an zu wachsen. Und wer ahnt schon in welche Richtungen die Gefühle ausarten werden.

      Meet the residents

      @Cailemia <3
    • Totchiya Kasumi
      Still und leise wie ein Geist bewegte die junge Frau sich in aller Frühe durch die Flure des Hauses. Es war noch immer ungewohnt für sie mit fremden Menschen in einer WG zu wohnen und ihr erschien jeder Atemzug den sie machte bereits zu laut zu sein. Sie wollte wirklich niemanden stören. Erst recht nicht um diese Uhrzeit. Wie ein Mäuschen schlich sie sich ins Schlafzimmer. Sie hatte es sich sofort abgewöhnt morgens unter die Dusche zu springen und erledigte das nun lieber am Abend, um so wenig Krach wie möglich zu machen. Bereits die erste positive Veränderung wie sie fand. Zuvor ist es nur allzu oft passiert, dass sie mit nassen Haaren aus ihrer alten Wohnung gestürmt ist. Nun fühlte sie sich besser vorbereitet und konnte sich die Zeit am Morgen besser einteilen. Während sie sich die Haare zu einem Zopf flechtete und ihn im Anschluss auf ihrem Hinterkopf zum Dutt drehte, warf sie einen Blick auf die kleine Uhr im Badezimmer. Es war erst fünf Uhr morgens. Ein leises Seufzen verließ ihre Lippen. Die Arbeit im Restaurant begann wirklich früh. Das hat sie niemals erwartet, als sie die Ausbildung angefangen hatte. Doch es hatte auch etwas für sich, dachte sie sich schnell, während sie herum wirbelte und leise aus der Tür ging. So hatte sie mehr vom Tag und inzwischen empfand sie auch etwas tröstliches in der Ruhe, die auf den Straßen um diese Zeit herrschte.
      Einer Gewohnheit folgend lugte sie zunächst in den Flur, bevor sie heraus schlich und herunter ins Wohnzimmer eilte. Ihre Jacke hing über ihrem Arm und beim Treppen hinabsteigen befestigte sie noch ihr Tuch zusammengerollt in ihren Haaren und band es um die Kugel aus Haaren auf ihrem Kopf. Lediglich ihr Pony blieb verschont und fiel ihr weiterhin ins Gesicht. Mit einer Haarnadel zwischen den Lippen eilte sie in die Küche und setzte schnell frischen Kaffee auf. Sie wusste nicht, wer ihn noch trank, doch wenn sie nach Hause kam war die Kanne immer leer, daher schätzte sie, dass es die anderen Bewohner nicht störte. Kasumi legte ihre Jacke über die Rückenlehne des Sofas und prüfte noch einmal ihr Aussehen im Spiegel, sie richtete ihren Kragen und machte sich ihre Armbanduhr um. Sollte sie vielleicht etwas zum Frühstück machen? Das hat sie sich jetzt schon die letzten zwei Wochen, die sie hier wohnte gefragt.
      Die anderen hat sie nur in einer kurzen Kennenlernrunde getroffen. Nachdem sie in ihrem Zimmer war hat sie sich schnell aus dem Gedächtnis alle Namen aufgeschrieben, damit sie sie lernen konnte. Dabei war ihr Kataguchi Mira-san immer noch ein Rätsel auf sie war sie nicht getroffen. Alle anderen schienen jedoch nett... Exzentrisch! Aber sehr freundlich. Es hatte etwas für sich mit charakterstarken Menschen in einem Haushalt zu leben. Und immer, wenn sie etwas von der Arbeit mitgebracht hatte an essen und es mit einem kleinen Zettel versehen hatte, dass man sich bedienen durfte, war es stets schnell verschwunden. Also... aß man wohl ihr essen? Die Kaffeemaschine kündigte an, dass die dunkle Brühe fertig gewesen ist und der frische Duft, der ihr in die Nase stieg ließ sie sich letztendlich entscheiden. Sie machte es einfach mal! Seit sie morgens nicht mehr duschen ging hatte sie eh Zeit Und es war auch deutlich leichter eine größere Menge zu kochen, als nur für sich alleine. Mit einem Lächeln ging sie zügig in die Küche und krempelte sich die Ärmel hoch, bevor sie sich ans Werk machte. Vielleicht sollte sie das einfach machen, wenn eh Einkaufstag gewesen ist. Heute wären Inaba Kentaro-san und Higurashi Minamoto-san an der Reihe, las sie auf dem Zettel, auf dem alle Aufgaben verteilt wurden. Dann hatte Kasumi sogar eine Ausrede: sie wollte lediglich die letzten Zutaten aufbrauchen bevor sie schlecht werden würden. Das war eine gute Idee!
      Sie holte den Wok, den Reiskocher und das Backblech heraus, bevor sie sich an die Arbeit machte. Zunächst eine große Portion Reis. Dann schnappte sie sich die Reste an Fleisch, die sie noch hatten und Gemüse, um im Wok eine leckere Soße anzumischen. Aus den letzten Eiern schlug sie mit etwas Milch, Mehl und Zucker einen süßen Teig an knetete ein paar süße Brötchen auf. Hatten sie noch Kakaopulver? Kasumi begann sich natürlicher und natürlicher in der Küche bewegen und begann automatisch ein wenig mehr Krach zu machen, als sie es bisher getan hatte. Doch sie fand tatsächlich noch ein wenig Kakao und mischte eine Creme damit an, mit der sie die Brötchen füllen konnte. Das wird ein leckerer Nachtisch, dachte sie sich, während sie das Blech in den Ofen schob. Die Soße und Beilage für den Reis war fertig und sie nahm den Wok von der heißen Platte. Nachdenklich sah sie sich noch die restlichen Lebensmittel an, die sie übriglassen würde. Es waren nur noch ein paar Eier, ein bisschen Milch und Schlagsahne. Daraus könnte sie doch auch noch etwas feines machen. Nachdenklich hielt sie das Gesicht in der Hand. Sie hörte jemanden die Treppen herunter kommen und wirbelte sogleich herum. Sie erkannte den großen Mann mit den dunklen Haaren sofort und verbeugte sich schnell zur Begrüßung.
      "Fuyuki-san, guten Morgen." Sie sah wieder zu ihrem Werk. "Entschuldigung, ich hoffe ich habe Sie nicht geweckt. Möchten Sie einen Kaffee? Haben Sie Hunger?" Noch bevor er antworten konnte, fing sie bereits an ihm eine Tasse einzuschenken und einen Teller herzurichten und legte ihm alles an den Tisch. "Ich hatte heute ein bisschen Zeit vor der Arbeit und... da heute der Einkaufstag ist habe ich gedacht es wäre sicherlich gut noch alles aufzubrauchen, bevor es schlecht werden würde." Kurzerhand entschied sie sich dafür noch Pancakes zu machen, als sie die Tür des Vorratsschrankes mit dem Fuß öffnete, die sie volle Hände hatte und noch Ahornsirup erblickte und begann sogleich still den Teig anzurühren.
    • Fuyuki Subaru

      Schon immer hatte Subaru die Angewohnheit gehabt früh aufzustehen, sich noch vor allen anderen aus seinem Bett zu erheben, joggen zu gehen, einen Spaziergang zu machen oder seine Freunde aus ihren Betten zu jagen, damit sie sich prügeln konnten, doch nicht heute.
      Heute begnügte er sich damit auf dem Teppich im Schneidersitz in seinem Zimmer zu sitzen, die Hände nach oben gerichtet auf seinen Knien liegend konzentrierte sich der Schwarzhaarige auf seine Atmung, darauf seinen Kopf zu leeren, keine Gedanken zuzulassen und – sollte doch mal einer auftauchen – diesen keine Beachtung zu schenken.
      Die Meditation half ihm, die frühmorgendliche Aggressivität bereits unter Kontrolle zu bekommen, bevor noch irgendetwas passieren könnte, denn Subaru war schon immer leicht zu reizen gewesen, ein Umstand an dem er beschlossen hatte zu arbeiten, sonst würde es in Zukunft schwer werden den Beruf des Erziehers auszuüben. Oh, nicht, dass er Angst hatte ein Kind zu schlagen oder anzuschreien, nicht doch, das würde er niemals wagen!
      Er hatte schon immer eine weiche Seite für Kinder gehabt, die Erwachsenen waren es, die ihm mehr Sorgen machten. Ein schiefer Blick und der Brillenträger konnte die Kinder sogleich als bedroht ansehen und er war noch nie ein Freund von überschüssigen Worten gewesen, aber auf diese Art und Weise durfte er seine Probleme in Zukunft natürlich nicht lösen, was wäre er denn dann ein Vorbild für die Kinder?
      Also wenn man ihn fragte, dann ein überaus cooles, aber die Gesellschaft und seine Kollegen sahen das nun einmal anders. Er hatte Glück, dass keine seiner früheren Taten seiner Ausbildungsstelle zu Ohren gekommen war, nun, nicht umsonst war er extra so weit weg gezogen.
      Jedenfalls... durchbrachen letztendlich Geräusche die Stille und der Schwarzhaarige erhob sich mit einem Lächeln vom Boden, um sich zur Quelle aufzumachen, wo er Kasumi in Gedanken versunken vorfand, ehe sie ihn bemerkte und sogleich zu verköstigen begann, was ihm ein amüsiertes Lächeln auf die Lippen zauberte.
      Natürlich hatte er schon geahnt, dass er auf Kasumi treffen würde, er hatte schon immer gute Ohren gehabt und wenn man so früh aufstand, merkte man schnell, wenn Leben in das Haus kam und wenn es auch nur eines war.
      „Guten Morgen, Totchiya-san.“, nickte Subaru der jungen Frau zu, und es war offensichtlich, dass er ihre Fragen gar nicht erst zu beantworten brauchte, denn schon begann sie ihm eine Tasse mit Kaffee zu füllen und einen Teller herzurichten, was ihn überaus amüsierte.
      Eigentlich gehörte er zu den Menschen, die das Frühstück ausließen, aber wie konnte er eine so freundliche Geste einfach ablehnen?
      „Wenn ich mich recht entsinne... machst du eine Ausbildung zur Köchin, nicht wahr? Du musst wirklich gerne kochen, wenn du schon vor der Arbeit damit beginnst.“
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    • Totchiya Kasumi
      Kaum hatte ihr Mitbewohner sich an den gedeckten Tisch gesetzt und begann zu essen, fühlte Kasumi sich deutlich wohler. Ihre Schultern sanken automatisch hinab, ihr war gar nicht aufgefallen wie angespannt sie gewesen ist. Doch nun stahl sich ein zufriedenes Lächeln auf ihre Lippen und auch ihre rastlosen Bewegungen schienen weicher und sanfter zu werden. Als der schöne Mann sie auf ihre Arbeit ansprach, drehte sie den Kopf zu ihm herum und nickte schnell. "Ja, genau! Ich arbeite im Restaurant an der Ecke zur Station", erklärte sie glücklich. Es war wirklich ein Segen gewesen, dass sie ihre Ausbildungsstelle so nah an dem Shared Haus gefunden hat. Das spielte alles mit in die Entscheidung hier letzten Endes auch einzuziehen. Sie machte zügig die Pancakes fertig und servierte sie ebenfalls auf einem großen Teller. "Ich... schätze ich habe meine Leidenschaft zum Beruf gemacht... Sofern ich die Ausbildung hinter mich gebracht habe." Sie wusch sich beim Sprechen die Hände und wollte sie bereits an ihrer Kleidung abtrocknen, als sie abrupt halt machte, da ihr noch auffiel, dass sie keine Schürze trug. "Ah Mist", nuschelte sie und schaute durch die Schränke, bis sie ein Handtuch fand, dass lang genug gewesen ist und band es sich um die Taille. Wenn sie das öfter machen sollte, sollte sie sich eine richtige Schürze besorgen.
      "Ich bin gerne für Kritik offen. Ich hoffe natürlich es schmeckt Ihnen, aber ich freue mich auch ebenso darüber es beim nächsten Mal besser machen zu können. Also bitte scheuen Sie sich nicht mit ihrer Meinung." Damit begann sie die benutzten Utensilien in der Spüle einzuweichen und abzuspülen. "Sie waren auch in einer Ausbildung richtig, Fuyuki-san? War es... Erzieher? Pädagoge? Ich meine Sie arbeiten mit Kindern, oder habe ich das falsch im Kopf?" Sie dachte angestrengt über ihr kurzes Kennenlerngespräch nach, war sich aber recht sicher, dass sie den Nagel auf den Kopf getroffen hat, weil sie sich über den Berufswunsch gewundert hatte bei diesem Mann. "Dann ist es wichtig, dass sie gut frühstücken, um genug Energie für die Kleinen zu haben. Ich müsste mehr als genug für alle gemacht haben, bitte scheuen Sie sich nicht sich etwas mitzunehmen." Kasumi blickte auf eine Wanduhr. Sie musste gleich wirklich los. Es wäre das erste Mal seit langem, dass sie wieder kurz vor knapp reingestürmt kam. Aber das war sicherlich in Ordnung so lange das nicht zu oft passierte. An einem Montag waren ohnehin mehr als genug Kräfte eingeteilt gewesen für die Frühschicht. Aber vielleicht hätte sie doch vorher eine Nachricht schreiben und ihren Kollegen Bescheid geben sollen? Sollte es noch einmal vorkommen, wird sie es tun!
      Sie stellte alle gespülten Töpfe und Utensilien neben die Spüle zum trocknen und eilte dann sogleich ins Wohnzimmer, wo sie sich den Block mit Notizzetteln und einem Stift nahm, bevor sie sich dem Brillenträger gegenübersetze und schnell eine Nachricht aufschrieb. "Bitte bedient euch, ich habe die Reste, die wir noch haben verarbeitet. Meinungen und Anmerkungen sind gerne erwünscht. Guten Appetit! - Totchiya." Sie setzte ihre typische Unterschrift drunter und zog ein Herz über ihren Namen. "So!" Sie klebte die Notiz an den Schrank und sah noch einmal zu Fuyuki-san. "Ich muss mich so langsam beeilen. Danke, dass Sie mir Gesellschaft geleistet haben. Ich hoffe ich war nicht zu aufdringlich. Ich kann ein bisschen... vorschnell werden, das tut mir leid." Kasumi löste das Tuch von ihrer Hüfte und hing es ordentlich zurück, ehe sie sich selbst schnell einen der Pancakes schnappte. "Ich wünsche Ihnen einen schönen Arbeitstag." Sie verbeugte sich mit einem Lächeln und zog sich dann schnell am Eingang wieder ihre Schuhe an. Und beinahe wäre sie heraus gestürmt, als sie noch schnell halt machte. "Ach nein! Fuyuki-san, entschuldigen Sie vielmals, aber könnten Sie mir meine Jacke auf der Rückenlehne des Sofas schnell reichen? Ich möchte nicht mit Schuhen durch das Haus."