Love is a journey into the unknown [Valeska & Yennefer]

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    • Love is a journey into the unknown [Valeska & Yennefer]

      Die Liebe ist eine Reise ins Ungewisse....zumindest für zwei Frauen, die beide unterschiedlicher nicht sein können und dennoch irgendwie das selbe Problem habe: nämlich die Liebe! Zwei Frauen, zwei Kunoichis, die sich dazu entschieden haben ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Für die Liebe zu zwei Männer.

      Die Liebe zu zwei Shinobis, die auf unterschiedlichen Seiten stehen und selber mit sich und ihrem Schicksal zu kämpfen haben. Der eine, ein gesuchter und gefürchteter Nukenin, der andere ein Opfer der eigenen Strukturen seines Clans.

      Der Preis den ein jeder zu zahlen hat, ist hoch und bedeutet eine Menge, denn es stehen nicht nur Existenzen auf dem Spiel, sondern auch ein Ruf. Denn wenn die Liebe so einfach wäre, dann würde es nicht so viele Probleme geben. Doch....sind alle 4 dazu gewillt einen Preis zu zahlen?

      Vorkommende Pairings:

      Itachi x EC

      Neji x EC

      @Yennefer = Itachi + EC
      @ValeskaTwins-foreverr = Neji + EC
      "I used to think the only way to become not scared of monsters, was to become one."
    • Ayumi

      Nachdenklich schlenderte die junge Frau durch ihr Heimatdorf, in welchem zur jeder Tageszeit immer viel los war. Es war gerade Mittag und ein sonniger Tag, die Sonne stand zur Mittagsstunde hoch am Himmel und schien auf sie herab; eine seichte Brise sorgte für eine gelungene Abkühlung. Im großen und ganzen war es ein schöner Sommertag. Das Dorf stand in seiner Blütezeit und es herrschte eine ausgelassene und heitere Stimmung. Überall waren Menschen zu sehen, die entweder ihrer Arbeit nach gingen, ein Plausch führten oder gemeinsam etwas zu Mittag aßen. Es schien fast so, als könnte nichts und niemand diese Stimmung trüben, dabei steuerte die Welt auf einen neuen Krieg zu. Die Spannungen außerhalb waren mehr als deutlich zu spüren, die Gefahr war nicht zu übersehen und dennoch herrschte eine ausgelassene Stimmung. Angeführt von einer Truppe junger Shinobis, die so viel besser waren als ihre Vorgänger. Ayumi verfolgte diese neue Generation an aufstrebenden Shinobis genau und war immer wieder überrascht darüber, wie viel sie doch leisten konnten und schon geleistet hatten. Kein Wunder, dass sie als die Zukunft des Dorfes angesehen wurden. Dennoch waren sie alle noch recht unerfahren und Grün hinter den Ohren sie wurden förmlich ins kalte Wasser geworfen. Wobei...nichts anderes erwartete man doch von ihnen. Das Leben eines Shinobis konnte wahrlich ruhmhaft sein, aber furchtbar einsam machen und manchmal sogar sehr grauenvoll sein. Eine Tatsache, die die junge Frau nur allzu gut kannte und am eigenen Leib durchmachen musste. Immerhin hatte sie das wohl wertvollste verloren, dass sie ihrer Ansicht nach jemals besessen hatte. Einen Verlust, den wohl nur die wenigsten nachvollziehen konnten. Doch für Ayumi war dieser Verlust schmerzvoller als all die Wunden, die sie jemals erlitten hatte, denn sie litt noch immer darunter. Wobei, eigentlich hatte dieser Schmerz irgendwann nachgelassen, spätestens dann, als sie angefangen hatte, ihre Gefühle tief in ihr innerstes einzusperren, behütet von einer dicken, steinigen Mauer, die dafür sorgte, dass sie niemals zum Vorschein kamen. So ließ es sich doch wahrlich besser leben. Sehr viel besser. Auch wenn sie damit in Kauf genommen hatte sich zu verändern und ein anderer Mensch zu werden. Doch sie musste es tun, wenn sie weiter machen wollte. Und das tat sie.

      Nachdenklich blieb die junge Kunoichi vor einem großen Baum stehen, der sich etwas außerhalb Konohas befand, und schon seit sehr langer Zeit dort wuchs. Ihr Blick war gen Baumkrone gerichtet, die nicht grüner sein konnte. Sachte bewegten sich die Blätter durch den Wind und verliehen dem Ort eine himmlische und angenehme Ruhe. Ayumi kam öfters hier her und stellte sich jedesmal dieselbe Frage, auf welche sie bis jetzt jedoch noch nie eine Antwort bekommen hatte : wie es IHM wohl ging? Ob es ihm gut ging? Zwar hatte sie gelernt ihre Gefühle weg zu sperren, doch wie sollte man das vergessen, dass einem das Wertvollste und Liebste im Leben gewesen war. Das Leben war furchtbar grausam und nicht zum ersten Mal bereute sie es, den Weg des Shinobis beschritten zu haben, der ihr nur Schmerz und Kummer bereitet hatte. Doch nun stand sie hier und musste das beste daraus machen, auch wenn sie sich nichts sehnlicheres wünschte, als die Zeit zurückdrehen zu können. Zurück zu dem Zeitpunkt, wo sie noch ein glückliches Leben geführt hatte. Doch leider würde sie das niemals können, welch grausame Ironie des Schicksals. Eine, die ihr ein verbittertes Lächeln auf die Lippen zauberte.
      //Itachi....//
      Ob es ihm wohl gut ging? Wahrscheinlich, auch wenn sich etwas in ihr nichts sehnlicheres wünschte als ihn endlich wieder sehen zu können.
      "I used to think the only way to become not scared of monsters, was to become one."
    • Neji

      Eine doofe Aufgabe, die er da bekommen hatte. Warum ausgerechnet er? Diese Frage hatte er sich auf den Weg zum Hokageturm immer und immer wieder gestellt. Er sollte sich einer jungen Frau annehmen, einer Frau, die aus einer anderen Heimat kam. Wirklich viel wusste er noch nicht über sie, außer das es wohl eine dringliche Angelegenheit sein musste, die Tsunade da übernommen hatte. Warum man sich ausgerechnet gerade für ihn entschieden hatte, war dem Hyuga Abkömmling nicht ganz einleuchtend. Es gab immerhin andere Shinobis, bessere, die diese Aufgabe übernehmen konnten. Warum also ausgerechnet er? Na da musste Tsunade ihm aber einiges erklären, auch wenn Neji nie ein Mann gewesen war, der Sachen hinterfragt hatte. Zumindest nicht bis zu einem bestimmten Punkt in seinem Leben. Ein Punkt, an den er sich noch immer erinnern konnte. Damals hatte er eine Lektion erteilt bekommen, eine sehr wichtige Lektion sogar, die sein gesamtes Leben verändert hatte. Etwas, wofür er Naruto bis heute dankbar war, denn ohne den Blondschopf hätte er nie diesen Weg einschlagen können, den er jetzt eingeschlagen hatte. Gut, der Blondschopf war noch immer eine Nervensäge, aber eine, die er respektierte und wertschätzte. Dennoch erklärte das noch immer nicht seine Mission, die er bekommen sollte. Als er den Turm erreicht hatte ging er geradewegs in Tsunades Büro, wo er zumindest über die wichtigsten Dinge aufgeklärt wurde bezüglich seiner Mission. Er sollte sich also einer jungen Frau annehmen und ihr beim Einleben helfen. War das Tsunade ihr ernst? Warum bekam ausgerechnet er diese Mission zugeteilt? Hatte sie dafür wirklich niemand anderen? Scheinbar nicht, sonst hätte sie ihn ja wohl kaum dazu eingeteilt. Schweren Herzens und leicht seufzend nahm er diese Mission entgegen, Mission war Mission. Auch wenn er noch keine Ahnung hatte, was ihn wirklich erwarten würde.

      Das war zumindest vor einiger Zeit gewesen. Noch immer erinnerte er sich an seine erste Begegnung mit Shoubu zurück, die gelinde gesagt recht durchwachsen verlaufen war. Und noch immer wusste er noch längst nicht alles über das neuste Mitglied des Dorfes, doch er ahnte, dass sie eine recht bewegte Vergangenheit besessen haben musste. Zumindest ließ einiges darauf deuten und nach den Informationen die er von Tsunade bekommen hatte, stand eigentlich nichts mehr im Widerspruch dazu. Dennoch war er seit jenem Tage ihr "Begleiter", wenn man es denn so nennen durfte. Er sollte der jungen Frau lediglich helfen sich zurecht zu finden, doch irgendwie....hatte er sie länger an der Backe, als wie er angenommen hatte. Was manchmal sehr nervig sein konnte. Neji war seit jeher nicht der geselligste Typ, dass bekamen schon damals seine Teamkollegen mehr als deutlich zu spüren. Doch jetzt? Jetzt war es anders, immerhin handelte es sich um eine Mission. Die er zu erfüllen hatte, egal ob er wollte oder nicht. Deshalb befand er sich auch gerade auf den Weg zu ihr, um zu hören wie es ihr bis jetzt so ergangen war. Ob sie sich in Konoha gut eingelebt hatte oder noch irgendetwas benötigte. Bei ihrem Haus angekommen klopfte er an ihre Tür und wartete darauf, dass sie ihm öffnete, damit sie miteinander sprechen konnten. Tsunade wollte gerne wissen wie es ihr bis jetzt so ging. Das konnte Neji ihr ja hoffentlich heute noch mitteilen. Sobald die junge Frau die Tür geöffnet hatte, vor welcher er geduldig wartete. Was wenn sie gar nicht zu Hause war? Dann konnte er sie erst einmal im Dorf suchen. Auch wenn er stark davon ausging, dass sie da war.
      "I used to think the only way to become not scared of monsters, was to become one."
    • Itachi

      Obwohl Itachi einige Jahre in Konohagakure gelebt hatte, fiel es ihm doch sehr schwer schöne Erinnerungen, die nichts mit der Tat in der einen Nacht zu tun hatte, hervorzurufen. Jedes mal, wenn er sich an die schönen Zeiten erinnern wollte, und die gab es durchaus, schlugen seine Gedanken abrupt um und das einzige, woran er noch denken konnte, waren die Schreie der Verzweiflung und Angst seiner einstigen Clanmitglieder. Er sah die verängstigten Augen seines jüngeren Bruder, der ihm in der Nacht seine Rache geschworen hatte. Seitdem waren einige Jahre vergangen und Itachi erwartete Sasuke täglich. Mittlerweile müsste er stark genug sein, mittlerweile war Sasuke vermutlich ein würdiger Gegner. Es war zwar schon eine ganze Weile her, seit sie sich gegenüberstanden, aber er wusste aus einigen Ecken, wie sehr sich sein Bruder entwickelt hatte, wem er sich angeschlossen hatte und von wem er trainiert wurde.
      Es war so unglaublich viel Zeit vergangen und doch dachte Itachi immer wieder daran zurück, welchen Menschen er Leid und Schmerz zugefügt hatte. Seine Clanmitglieder ließ er dabei sogar außen vor. Es gab zwei Menschen, denen er besonders weh getan hatte. Sasuke und...

      Ayumi. Er hatte Ayumi, seine große Liebe, verletzt. Nicht körperlich, nein, aber was war körperlicher Schmerz auch schon im Vergleich zum Seelischen? Er hatte Ayumi und Sasuke nicht körperlich, sondern seelisch verletzt und diese Wunden würde nichts heilen können. Keine Zeit, keine Entschuldigungen, nichts. Körperliche Wunden verheilten mit der Zeit, vielleicht blieben Narben, aber seelische Wunden konnten immer und immer wieder aufreißen. Das konnte er nicht mehr gut machen, wenn er es denn überhaupt versuchen würde, denn es war schon eine ganze Weile her, seit er Konoha besucht hatte.
      Konoha. Sein trüber Blick flackerte kurz auf. Von weitem waren die Köpfe der Hokage, die in eine Steinwand gemeißelt waren, zu sehen. Ob es nun Zufall oder Schicksal war, dass er jetzt hier war, jetzt, wo er wieder in seinen Erinnerungen schwelgte. Eigentlich war er nur auf der Durchreise gewesen, allerdings wurde er aufgehalten. Er wusste nicht, ob es Kopfgeldjäger oder nur einfache Shinobi waren, die ihn angegriffen hatte, aber letztlich war es ihm auch egal. Es hatte einen Kampf gegeben und bedauerlicherweise musste er zugeben, dass seine Gegner durchaus würdige Shinobi waren, die ihn ernsthaft verletzt hatten.
      Seine linke Hand lag auf seiner rechten Seite, die durch ein Katana verletzt wurde. Sie blutete. Sie blutete stark. Itachi hustete und merkte, wie schwach seine Beine wurden, je weiter er sich durch die Gegend schleppte. Er wollte zurück zum Versteck, aber er wusste nicht einmal, wo er genau war. Er schaute sich um. Weit und breit war niemand zu sehen. Erst nach einigen Minuten konnte er die verschwommene Silhouette einer Frau erkennen, aber er durfte sich nicht zu erkennen geben. Und dennoch wurde er plötzlich von der Neugierde übermannt, wer dort stand. Und es war... Ayumi. Ja, es war Ayumi. Nein, das kann nicht sein. Das ist nur ein Streich meines Kopfes...
    • Shoubu

      "Willkommen in Konoha. Ich hoffe, dass du dich hier gut einleben wirst. Hier bist du in Sicherheit." Das waren Tsunades Worte gewesen, nachdem Shoubu mit mehreren Verletzungen im Dorf, das versteckt hinter den Blättern lag, angekommen war und ihre schlimmsten Verletzungen bereits behandelt wurden sind. Der Aufstand, der eigentlich nur im kleinen Kreise geschehen sollte, hatte sich über das gesamte Dorf, über ihre gesamte Heimat, ausgebreitet und einige Verletzte gefordert. Und bedauerlicherweise nicht nur Verletzte.
      Naoki und Ichiro, ihre beiden besten Freunde, ihre Teamkameraden, hatten es nicht mehr aus den wütenden Massen, Menschen, die sauer auf die Regierung waren, geschafft. Ihre beiden besten Freunde, die mit ihr diesen Aufstand geplant hatten, hatten diesen Aufstand nicht überlebt. Und hätte man Shoubu nicht rechtzeitig gerettet, wäre wohl auch sie nicht mehr hier.
      Chikyugakure. Ein Dorf, welches weit entfernt von den fünf großen Shinobidörfern lag. Die meisten kannten dieses Dorf nicht einmal, weshalb die Regierenden machen konnten, was sie wollten. Und leider gehörte Unterdrückung zu den Spezialitäten. Chikyugakure, das Dorf versteckt hinter den Bergen, welches sich durch seine riesigen Felder und Berge auszeichnete. Doch bevor Shoubu, das Gesicht der Aufstände, verschwunden war, wurde das Dorf nur noch von den lodernden Flammen, ausgelöst durch die Wut der Menschen, umschlungen...

      Das alles war mittlerweile fast ein Jahr her. Manchmal konnte die Kunoichi selber nicht fassen, wie lange sie schon hier war und doch fiel es ihr schwer sich an Konoha, so dankbar sie auch für die Aufnahme war, zu gewöhnen. Gleichzeitig war sie aber auch froh hier zu sein, auch wenn sie nicht wusste, wie es aktuell um ihre Heimat stand. Tsunade wusste bei ihrer Ankunft nichts mit dem Namen des Dorfes anzufangen und ansonsten hatte Shoubu mit niemanden über ihre Herkunft gesprochen. Keiner wusste von den Umständen in Chikyugakure. Keiner kannte dieses Dorf.
      Zumindest aber hatte sie Anschluss gefunden. Zwar hatte sie nicht viele Freunde gefunden, aber sie hatte Leute kennengelernt, mit denen sie sich gut verstand. Einer dieser Personen war Neji Hyuuga. Anfangs hatte es eine gewisse Distanz zwischen ihnen gegeben, was nicht zuletzt an der distanzierten Art des Hyuugas und an den neuen Umständen für Shoubu lag. Doch mittlerweile verstanden sie sich gut und die Kunoichi war immer froh, wenn Neji vorbei kam, auch wenn sie wusste, dass das wahrscheinlich nur eine Mission für den jungen Mann war.
      Heute erwartete sie aber niemanden, weshalb sie verwundert war als sie das Klopfen an ihrer Haustür vernahm. Dementsprechend erschrocken zuckte sie zusammen, raffte sich dann aber auf, um zur Tür zu gehen. "Hallo Neji", begrüßte sie den Shinobi und nickte, um eine Verbeugung anzudeuten. "Schön dich zu sehen. Ähm..." Sie schaute kurz zurück in die Wohnung, die aber soweit sauber und ordentlich wirkte. "...ich habe nicht mit dir gerechnet, aber es freut mich trotzdem. Hat Tsunade dich geschickt?" fragte sie, während sie zur Seite trat, sodass er eintreten konnte, wenn das die Intention für seinen Besuch war.
    • Ayumi

      Noch immer betrachtete sie nachdenklich die Baumkrone des Baumes vor sich und fragte sich, was aus Itachi wohl geworden war. Ob es ihm bei Akatsuki gut ging? Für die meisten Dorfbewohner war er ein Verräter und Mörder, doch die junge Kunoichi wollte das nie glauben. Es musste damals einen Grund für all das gegeben haben. Sie konnte sich doch nicht so in ihm getäuscht haben, oder? Nein, unmöglich. Das war niemals Itachis eigene Entscheidung gewesen, nie im Leben hätte er seinen Clan alleine auslöschen können. Vollkommen ausgeschlossen, dennoch hatte er es getan. Sollte sie sich so in ihm getäuscht haben? Nein, niemals. Das konnte einfach nicht sein. Irgendwas war damals geschehen, irgendwas, was all das erklärte. Zumindest hoffte sie das.

      Auch wenn ihre Aufmerksamkeit schnell auf etwas anderes gelenkt wurde, oder besser gesagt auf wen gelenkt wurde. Die Präsenz hatte sie mehr als deutlich spüren können, sie kam immer näher. Von weitem konnte sie eine Gestalt ausfindig machen, die ganz offensichtlich verletzt zu sein schien, denn sie hielt sich die Seite und schien auch Probleme beim Laufen zu haben. Beim genaueren hinsehen stockte der jungen Frau kurzzeitig der Atem und ihr Herz setzte einen Moment aus. Das konnte unmöglich sein! Das war vollkommen ausgeschlossen! Das konnte er nicht sein. Und doch war das ganz eindeutig seine Gestalt, die anscheinend große Probleme hatte, denn er hielt sich seine Seite. War er etwa verletzt? Anscheinend, was sie nicht wirklich beruhigte. Was sollte sie denn jetzt machen? Ihn seinem Schicksal überlassen? Das konnte sie ihm nun wahrlich nicht antun, also blieb ihr wohl nichts anderes übrig als ihm hier zu behandeln, denn in diesem Zustand würde er nun wahrlich nicht sehr weit kommen. Ohne großartig zu zögern setzte sie sich in Bewegung und ging zu ihm, denn er drohte zu Boden zu fallen. Sofort umfasste sie ihn und versuchte ihn ein wenig zu stützen, zumindest bis zu dem Baum hin, wo sie seinen Körper gegen den Baumstamm legte. Sofort erkannte sie, dass er stark zu bluten schien, seine linke Hand war voller Blut und er hielt sich seine rechte Seite. Das war nicht gut und bedurfte einer sofortigen Behandlung. Auch wenn sie innerlich mehr als aufgewühlt war, doch davon durfte sie sich jetzt nicht beeinflussen lassen denn sie musste handeln, bevor der dunkelhaarige noch mehr Blut verlor.
      "Du hast viel Blut verloren, lass mich das behandeln, sonst stirbst du! Das ist mein ernst, ich dulde keinen Widerspruch" sprach sie ernst und gab ihm unmissverständlich zu verstehen, dass er eigentlich gar keine andere Wahl hatte als sich helfen zu lassen. Zuerst einmal musste sie die Blutung stillen, dann konnte sie sich um die Wunde kümmern. Sofort zog sie ihm den Mantel aus und schob sein Oberteil hoch, wo ihr sofort die Wunde ins Auge stach, die zum Glück nicht tief war, es waren also höchstwahrscheinlich keine Organe verletzt worden. Dennoch musste sie behandelt werden. Sofort legte sie ihre Hände auf seine Wunde und begann durch ihr Chakra die Blutung zu stillen. Das war das wichtigste, sonst würde er ihr verbluten. Und das würde sie mit Sicherheit nicht zulassen, auch wenn sie nicht wusste, wie sie mit der Situation umgehen sollte. Am besten sie konzentrierte sich erstmal auf die Behandlung. Das war im Moment das wichtigste.
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    • Neji

      Geduldig wartete der Brünette darauf, dass man ihm die Tür öffnete. Ob sie überhaupt zu Hause war? Vielleicht war sie auch gerade unterwegs, was ja gut möglich war. Er folgte ihr ja nicht auf Schritt und Tritt und auch wenn der junge Mann eher der Einzelgänger war, hatte er sich an Shoubu und ihre Anwesenheit gewöhnt. Sie war eigentlich ganz in Ordnung, nicht so nervig wie zum Beispiel Lee, dennoch war es immer noch ein wenig ungewohnt. Aber eigentlich war das ja auch noch immer seine Mission gewesen, wobei...konnte man das noch Mission nennen? Er hatte sein bestes getan um der jungen Frau so gut wie möglich beim Einleben zu helfen. Damit hatte er doch eigentlich alles erfüllt, was es zu erfüllen gab. Das sich daraus eine Art Freundschaft entwickelt hatte spielte dabei keine Rolle. Vielleicht sollte er mit Tsunade noch einmal darüber sprechen. Aber zuerst einmal wollte er sehen, wie es Shoubu ging. Nur kurze Zeit später wurde ihm tatsächlich die Tür geöffnet und eine überraschte Shoubu stand in dieser. Sie schien nicht mit Besuch gerechnet zu haben, zumindest nicht wenn man nach ihrem Gesicht ging.
      "Hallo...ich sehe du hast nicht damit gerechnet. Wenn ich stören sollte....tut es mir leid" erwiderte er und betrachtete die junge Frau aufmerksam ehe er sich etwas verhalten umsah und dann die Wohnung betrat, schließlich bot sie ihm ja indirekt an einzutreten. Was er der Höflichkeit halber auch tat und sich kurz umsah ehe er direkt ins Wohnzimmer ging, wo er mitten im Raum stehen blieb. Ein wenig seltsam war es noch immer wenn er hier war, weshalb er auch nicht direkt Platz nahm sondern lieber stehen blieb.
      "Ich bin eigentlich hier, weil ich wissen wollte, ob du noch irgendwas benötigst. Und wie es dir geht. Du bist mittlerweile schon 1 Jahr hier und ich würde gerne ein Zwischenfazit haben wollen. Immerhin hast du ja einiges hinter dir und ich würde gerne wissen, ob wir noch irgendwas für dich tun können. Oder ob ich noch irgendwas für dich tun kann. Du weißt, dass du mir alles sagen kannst. Ich werde sehen, dass ich dir so gut wie es geht helfen kann" erzählte er ihr und sah sie aufmerksam an, denn er konnte sich vorstellen, dass das alles für sie unheimlich schwer sein musste. Schließlich hatte sie ihre Heimat verlassen müssen und alles aufgeben müssen, dass war nicht einfach. Und wenn man dann noch ihre Vergangenheit beachtete, die er nicht in vollen Umfang kannte, musste sie wirklich eine Menge durchmachen. Und genau deshalb wollte er ihr eben so gut wie es ging helfen. So gut, wie er eben konnte. Denn sie brauchte jemanden, der ihr half. Und das war er. Also zumindest war er bemüht ihr so gut wie es ging zu helfen. Nicht nur, weil er es musste, sondern auch weil er es wollte, denn sie hatte niemanden außer ihn.
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    • Itachi

      So gerne er Ayumi auch hatte, so sehr er sie geliebt hatte, so hatte er eigentlich gehofft, dass sie seine Anwesenheit nicht bemerken würde. Er war verletzt, stand kurz davor ohnmächtig zu werden und vor allem - er wusste nicht, was sie von ihm hielt. Schließlich hatte man ihn nach seiner Tat direkt als Nuke-Nin klassifiziert, seine Taten hatten sich in ganz Konoha herumgesprochen und auch in den anderen großen Dörfern war er kein unbeschriebenes Blatt. Man betitelte ihn als Monster und er stimmte den Leuten zu. Ja, er war ein Monster...
      Und dennoch kam Ayumi auf ihn zu, als sie ihn erkannte und er wollte direkt zurückgehen, aber seine Beine gaben seinem Gewicht nach. "Nein...", murmelte er und wollte sie zur Seite schieben, aber davon ließ sie sich ganz offensichtlich nicht beirren. Stattdessen stützte sie ihn, half ihr, sodass er nicht direkt zu Boden fiel. Schwer atmend lehnte er sich anschließend gegen den Baum und legte den Kopf kurz in den Nacken, während Ayumi ihm klar machte, dass sie ihm, egal ob er wollte oder nicht, helfen würde. In der Hinsicht hatte sie sich anscheinend nicht geändert und es war eine der Eigenschaften, die ihn dazu gebracht hatten, sich in die Kunoichi zu verlieben. Eine Liebe, die er eigentlich nicht verdient hatte.
      "Du solltest es lassen...", brachte er leise hervor und neigte seinen Kopf, so, dass er sie ansehen konnte. Rein optisch hatte sie sich nicht verändert. Sie war noch genauso hübsch, wie sie es damals gewesen ist. "...du bringst dich nur in unnötige Schwierigkeiten, wenn du mir hilfst, Ayumi." Sollte man herausfinden, und das war gar nicht so unwahrscheinlich, dass sie ihm, einen gesuchten Nuke-Nin, geholfen hatte ,anstatt ihn direkt auszuliefern, würde das massive Konsequenzen für sie mit sich bringen. Und das war das Letzte, was er wollte. "Wirklich...du solltest es lassen..."
    • Shoubu

      "Alles gut!" quittierte sie seine Entschuldigung sofort. Vielleicht war es ja auch gar nicht schlecht, dass er da war, denn ein wenig Gesellschaft konnte bekanntlich ja niemanden schaden. Allerdings wusste sie Neji, obwohl sie sich bereits seit einem Jahr kannten, manchmal nicht einzuschätzen. Sie mochte ihn, ja, aber manchmal waren seine Handlungen und Worte wirklich schwer zu deuten, aber war sie anders? Seitdem sie fliehen musste, seitdem sie mit schweren Verletzungen nach Konoha gebracht wurde, war sie doch nicht anders.
      Und doch musste sie leicht lachen als Neji einfach im Raum stehen blieb. "Keine falsche Bescheidenheit, Neji", sagte sie und nickte in Richtung der Couch und des Sessels, um anzudeuten, dass er sich ruhig setzen konnte, wenn er das denn wollte. Sie selber ließ sich auf der Couch nieder und strich sich die weißen Haarsträhnen zurück, die sich in ihrem Gesicht verirrt hatten. "Ein Zwischenfazit...", wiederholte sie leise seine Worte und dachte anschließend nach. Ja, es ging ihr den Umständen entsprechend gut und sie war dankbar dafür, dass sie hier leben durfte. "Mir geht es soweit gut, danke...", fing sie an und überlegte weiter, schaute sich kurz in der schlicht gestalteten Wohnung um. "...ich glaube nicht, dass ich noch irgendwas benötige. Zumindest nichts materielles. Ich bin gut angekommen und habe mich hier eingelebt." Zumindest soweit es ihr möglich war. Konohagakure war ein schöner Wohnort, aber sie vermisste die Berge, die Felder, ihre Heimat, in die sie aber vermutlich nicht mehr zurück konnte.
      "Ja also es geht mir gut, ich habe mich eingelebt und brauche nichts mehr", fasste sie also zusammen und schaute zu dem Hyuuga. "Ich danke dir für deine Hilfe", fügte sie letztlich mit einem Lächeln auf den Lippen hinzu, auch wenn es wahrscheinlich nur eine Mission für ihn war, aber er hätte sie auch ablehnen können und mittlerweile hatte sich wohl dennoch sowas wie eine Freundschaft zwischen den Beiden entwickelt. "Wirklich. Ich glaube ohne eine helfende Hand wäre das alles doch zu überwältigend gewesen und ich hätte mich dann nicht so gut zurechtfinden können."
    • Ayumi

      Oh sie war sich durchaus bewusst, dass sie sich mit dieser Aktion in Schwierigkeiten bringen konnte, auf der anderen Seite jedoch konnte sie es nicht verantworten, dass er womöglich seinen Verletzungen erlag und sich mit diesen weiter herum quälen musste. Er konnte ja schon jetzt kaum noch laufen, geschweige denn stehen. Sehr weit wäre er damit definitiv nicht gekommen. Also tat sie das, was wahrscheinlich jeder getan hätte: sie half ihm! Auch wenn hinter dieser Tat weitaus mehr steckte, als nur eine Geste. Hier waren Gefühle im Spiel, es war der Mann, mit dem sie einst eine enge Verbindung eingegangen war. Und für welchen sie noch immer so etwas wie Gefühle hegte. Es wäre grausam gewesen, ihm einfach so seinen Schicksal zu überlassen, so zu tun, als sei er ihr egal. Denn das war er nicht, noch lange nicht. Und so sehr sie sich auch damals bemüht hatte damit zurecht zu kommen, mit der Trennung und seinem Weggang, umso mehr musste sie sich gerade eingestehen, dass dieser Mann noch immer eine Vielzahl an Gefühlen in ihr auslöste. Sie hatte keine andere Wahl gehabt als ihm zu helfen, auch wenn er sich noch immer dagegen zu wehren versuchte, indem er sie verbal von sich stieß. Doch seine ablehnenden Worte stießen auf taube Ohren. Sollte er es denn nicht eigentlich besser wissen, dass er damit bei ihr nichts erreichen konnte? Denn ihre Sturheit hatte sie sich beibehalten.
      "Ich bringe mich in unnötige Schwierigkeiten, wenn ich es nicht tun würde sondern dich deinem Schicksal überlassen würde. Tot nützt du mir nämlich nicht im geringsten. Auch wenn dies für dich vielleicht augenscheinlich der einfachere Weg sein muss. Und jetzt halte still und lass mich meine Arbeit machen!" erwiderte sie nun mit deutlich mehr Nachdruck in der Stimme ehe sich für einen Moment ihre Blicke kreuzten und sie nach all der langen Zeit wieder in diese wunderschönen Augen blicken konnte, die sie schon damals in ihren Bann gezogen hatten. Und sie taten es erneut, auch wenn sich Ayumi mit einem kleinen Seufzen abwandte und sich weiter um die Verletzung kümmerte. Die sie zum Glück unter Kontrolle bekommen hatte.
      "Wir befinden uns abseits der Route, hier wird weder ein Shinobi, noch sonst jemand entlang kommen. Niemand außer mir kennt diese Richtung, was bedeutet, dass ich mich ungestört um deine Wunde kümmern kann. Ohne das jemand etwas mitbekommt. Du kannst dich also entspannen und ausruhen. Du hast eine Menge Blut verloren, die Wunde ist aber zum Glück nicht tief. In ein paar Tagen, solltest du wieder fit sein" erklärte sie ihm und versuchte weiterhin ruhig zu bleiben und sich das Gefühlschaos in ihrem Inneren nicht anmerken zu lassen. Auch wenn sie komplett aufgewühlt war und am liebsten etwas anderes getan hätte, doch sie konnte nicht. Zuerst einmal musste sie sich um ihn und seine Verletzung kümmern, dann würden sie weiter sehen.
      "I used to think the only way to become not scared of monsters, was to become one."