My dearest Shadow - How to get a Demon's Heart [Dye and Az]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • My dearest Shadow - How to get a Demon's Heart [Dye and Az]

      Zur Vorstellung...



      My dearest Shadow - How to get a Demon's Heart


      Geschichte:
      Der Delacroix-Clan ist ein alter Clan von Dämonenjägern, bestehend über mehrere hundert Jahre, wenn nicht sogar mehr. Der Kopf der Organisation, Creed Delacroix, ist ein mächtiger schwarzer Magier. Er zieht die Fäden in der Politik, in der Wirtschaft, in der Industrie, einfach fast überall.
      Sein Sohn, Castiel Delacroix, ist Polizeipräsident und führt die Dämonenjäger an. Seine Kinder, Yamato und Miyako Delacroix, sind ebenfalls Dämonenjäger. Yamato, der Erstgeborene der beiden Zwillinge soll eines Tages diesen Clan anführen. Die beiden Zwillinge haben die Kraft ihrer toten Mutter, Siela, geerbt. Sie können die Lebensenergie aller Wesen sehen.
      Um ihre Kinder zu schützen, hat sie die Kraft zwischen den beiden aufgeteilt. Yamato gerät immer mehr unter Druck, denn mit 18 Jahren darf er den Clan übernehmen. Er ist zwar ein mächtiger Magier, aber auch er gerät an seine Grenzen, körperlich und mental. Auf der einen Seite ist der Krieg gegen die Dämonen erbarmungslos und auf der anderen Seite haben sein Vater und sein Großvater hohe Erwartungen an ihn. Zuflucht findet er hierbei in seinen Träumen. Als Kind hatte er viele Alpträume, immer wieder von seiner toten Mutter. Eines Tages aber endeten diese Träume und stattdessen hatte er nur noch angenehme Träume. In seinen Träumen begegnet ihm immer wieder eine Frau, seine Traumfrau. Sie verbringen viel Zeit miteinander und kommen sich somit immer näher. Als Yamatos Glück am größten scheint und er sie gern im echten Leben treffen will, verschwindet sie. Yamato wird wieder von Alpträumen geplagt, doch dafür erfüllt sich sein größter Wunsch. In der Klasse angekommen sieht er dieses Mädchen am Fenster sitzen. Es ist das Mädchen aus seinen Träumen.
      Das Glück für Yamato scheint ins Unermessliche zu steigen, aber ausgerechnet sie erkennt Yamato nicht wieder. Der Name des Mädchens lautet nicht mehr Lesate, sondern Arisa. Yamato versteht die ganze Situation nicht. Er weiß nicht, dass Lesate die 13. Tochter Satans und ein Schatten-/Traumdämon ist.Die Gute hat schon immer eine Schwäche für Menschen und ist ihm als kleinen vierjährigen Jungen bereits begegnet. Seitdem will sie nur eins: bei ihren Yamato sein und zwar als Menschenfrau. Das Glück der beiden wird durch einen schrecklichen Krieg zwischen Magiern und Dämonen getrübt, denn nicht mehr nur Magier und Dämonen gehen sich an die Kehle. Plötzlich gibt es immer wieder Angriffe durch feindliche Magier, bis Clankriege drohen. Steht das Glück der beiden unter einem schlechten Stern oder schaffen sie es dennoch, Lesates Erinnerungen zurückzubekommen?


      Yamato/Miyako @Lady_Dye
      Lesate/Arisa
      @Azenia


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Yamato

      Es war ein ruhiger Abend, als ich durch den Park lief. Meine Schritte waren fast gänzlich lautlos. Nur ein paar Kieselsteine knirschten unter meinen Schuhen, während ich lief.
      Mein Blick wanderte in der Dunkelheit umher. Fast schon lauernd wartete ich auf das Auftauchen meiner Beute. Mein Ziel war in der Nähe, das spürte ich an der dunklen Aura indieser Umgebung. In der Ferne hörte ich das leise Lachen einer Frau. War sie das Ziel meines eigenen Zieles? Ich beschloss nachzusehen.
      Meine Schritte wurden langsamer, bis ich schließlich vom Weg abkam und durch das Gebüsch lief. Der Weg zu der Stimme der Frau würde zu lang sein, wenn ich den gekennzeichnetenWeg nutzte. Erst am Ende des Parks würden die beiden Gehwege aufeinander treffen.
      Die Äste kratzten an meinem langen schwarzen Mantel, aber darauf achtete ich gar nicht. Meine Sinne waren darauf konzentriert mein Ziel zu lokalisieren und nicht zu verlieren.
      Plötzlich erklang ein schriller Schrei durch den Park. Somit hatte ich meine Bestätigung. Mein Ziel hatte sich die Frau ausgesucht. Meine Schritte wurden schneller, ich rannte schon fast durch das Gebüsch, bis ich schließlich auf einen weiteren Gehweg traf.
      Dort sah ich, wie sich das Blut auf dem Boden ausbreitete. Ein seltsames schwarzes Wesen hing über der Blutlache. Ich sah einen dünnen Arm mit Blut befleckt hinter demschwarzen Wesen hervorschauen. Der Rest wurde von dem Körper des Wesens verdeckt.
      „Da bist du ja“, sagte ich mit kalter Stimme.
      Ein Schmatzen ertönte, dann fiel etwas auf den Boden. Das Wesen drehte sich um und blickte mit seinen leuchtenden weißen Augen direkt auf mich. Blut tropfte von dem Gesichtdes Wesens herunter.
      Dieses Wesen bezeichnete man altertümlich als Dämon, ein Wesen der Finsternis. Sein Körper erinnerte an einen Menschen, wenn er auch einen sehr dünnen Menschenabgeben würde. Pupillen hatte der Dämon nicht, nur strahlend weiße Augen. An seinen Händen befanden sich lange Krallen, genauso wie an seinen Füßen. Er lief auf Füßen und Händen,fast wie ein Affe.
      Ein lauter schriller Schrei ertönte durch den Park. Ich zog meine Pistole und wollte gerade auf den Dämon zielen, als sich dieser schon auf mich stürzte. Ich war darauf vorbereitet, wich zur Seite aus und zielte nebenher auf den Dämon. Dieser kam direkt auf der Stelle an, an der ich zuvor gestanden hatte.
      Ich drückte ab. Die Kugel zog einen lilafarbenen Schimmer hinter sich her, als sie auf den Dämon zuflog. Sie verfehlte ihren Effekt nicht und bohrte sich in den Kopf desWesens. Der Dämon wurde wie eine Puppe zurückgeworfen und knallte gegen den nächsten Baum.
      „Wie lästig ihr Dämonen seid“, meinte ich und ließ seine Pistole sinken. Sie waren schnell und gelenkig, aber ich jagte diese Wesen nun schon dreiJahre lang. Irgendwann bekam man den Dreh heraus. Es gab verschiedene Arten von Dämonen und diese Art hier war eine der lästigsten Arten, die ich kannte.
      Mein Blick ging zu der Frau hinüber. Sie war definitiv tot, ihr Kopf halb zerfressen, ihr kompletter Körper voller Blut. Ihre Gelenke waren seltsam verdreht. Im Großenund Ganzen war es kein schöner Anblick. Wahrscheinlich hätte jeder Neuling angefangen, sich zu übergeben, aber ich war solch einen Anblick schon gewöhnt.
      Der kleine Moment der Unachtsamkeit reichte aus, damit der Dämon nun doch noch eine kleine Chance hatte, aus diesem Kampf lebend zu entkommen. Meine Augen weiteten sich, alsder Dämon auf einmal hinter mir war. Ich zog meine Pistole an und drehte mich um, aber es war schon zu spät.
      Die Krallen des Dämons bohrten sich in meine rechte Schulter und zogen sich hinunter bis zum Handgelenk. Ich biss die Zähne zusammen und wich zurück. Ich versuchteetwas Abstand zwischen mir und dem Dämon zu bekommen und lehnte mich an einen Baum. Meine Pistole fiel mir dabei aus der Hand. Die Pistole war voller Blut, mein ganzer Arm war voller Blut, mein Ärmel aufgeschlitzt.Das Blut tropfte auf den Boden. Als der Dämon dieses sah, kreischte er wieder auf.
      Ich verspürte leichte Schmerzen, aber mehr verzog ich mein Gesicht nicht. Eine Schwäche im Kampf zu zeigen, konnte tödlich sein. Diese Dämonen spürten soetwas und würden es sofort gegen mich anwenden. Deshalb hatte ich auch gelernt, Schmerzen zu verbergen, beziehungsweise diese komplett auszublenden. Dennoch konnte ich meine Pistole nicht mehr halten.
      Der Dämon verzog seinen Mund zu einer Art Grinsen. „Es ist noch nicht vorbei“, entgegnete ich. Der Dämon verstand mich zwar, aber auf meine Worte gab er nichts.Also rannte er auf mich zu und wollte gerade seine Krallen weiter in meinen Körper bohren.
      Meine lilafarbene Augen glühten in der gleichen Farbe dabei auf. Ein Meer aus lilafarbenen Flammen entwich meinem Körper und hüllte mich und den Dämon in diesesFeuer ein. Diese Flammen schienen auf meinem Körper und meinen Sachen zu tanzen, ohne mir auch nur einen Kratzer zuzufügen, aber bei dem Dämon sah das anders aus. Er bekam Brandstellen, schrie auf und verbranntein Sekundenschnelle.
      Es war kein normales Feuer, es war ein magisches Feuer, welches den Dämon noch schneller, als normales Feuer verbrennen konnte. Das Feuer kehrte in meine Brust zurück undschon wurde es wieder still in dem Park. Meine Augen wanderten umher, aber ich fand die Aura des Dämons nicht mehr. Es war vorbei.
      Ich beugte mich hinab und hob meine Pistole mit der linken Hand auf, steckte sie in meinen Gürtel zurück. Mein Blick fiel auf meine weißen Samthandschuhe. Wenigstenshatte der Dämon diese nicht auch noch zerschlitzt.
      Ich wandte mich nun der Leiche der jungen Frau zu und ging zu ihr. Neben der Blutlache blieb ich stehen. Es wäre Verschwendung, ihre magische Energie einfach verschwinden zulassen. Grüne kleine leuchtende Energiebälle kamen aus dem Körper der Frau heraus und flogen direkt auf mich zu. Sie verschwanden in meinem Körper. Viel Energie schien die Frau nicht mehr gehabt zu haben.
      Ich drehte mich wieder um. „Hm, das war heute mein letzter Tag in dieser Stadt. Ich wurde drei lange Jahre nicht verletzt bei einem Kampf. Gerade der letzte Kampf verletztmich.“ Ich schmunzelte und schaute hinauf in den Himmel. „Willst du mir irgendetwas sagen?“

      Drei Tage vergingen wie im Flug. Ich hörte den Wecker seine Melodie summen, griff nach meinem Handy und schaltete ihn aus. Verschlafen erhob ich mich aus meiner liegenden Position in eine sitzende Position. Mein Blick blieb auf meiner Decke hängen. Sie war mir heute wieder nicht im Traum erschienen. Tiefe Sehnsucht zog sich in meiner Brust zusammen. Ich musste dieses Gefühl ignorieren, das war Gift für mich.
      Ich trug ein weißes Hemd, weiße Shorts und meine weißen Samthandschuhe. Mein rechter Arm war verbunden. Die Wunde war relativ gut verheilt, aber man konnte die Spuren immer noch deutlich sehen. Meine Großmutter, Sena, hatte mir extra noch gesagt, dass der Verband noch um den Arm bleiben müsse, weil die Wunde jederzeit wieder aufreißen könnte.
      Ich stieg aus dem Bett, schnappte mir meine Sachen und verließ das Zimmer. Ich begab mich ins Bad, welches sich ebenfalls im 1. Stock befand, genau wie mein Zimmer. Im Bad angekommen duschte ich mich und zog mich an. Kurz betrachtete ich mich im Spiegel, bevor ich mich aus dem Bad begab. Ich lief hinunter ins Erdgeschoss. Ich mochte das Haus, es hatte eine schöne Architektur.
      Ich ging in die Küche, um mir meinen grünen Tee zum Frühstück zuzubereiten. In der Küche saß bereits mein Vater über die Zeitung gebeugt. Er sah nicht einmal auf, als ich in die Küche kam. "Morgen", murmelte ich. Mein Vater nickte nur kurz, um mir zu antworten. Mehr Reaktion kam nicht. Ich wandte mich ab und bereitete mir meinen Tee zu. Danach setzte ich mich an den Küchentisch, um ihn zu trinken. An dem Tisch hatten vier Leute Platz. Eigentlich waren wir zu fünft, wenn wir Großvater mitzählten, aber dieser kam nie mit zum Essen.
      Ich saß Vater gegenüber. Links neben Vaters Platz befand sich bereits ein zubereitetes Sandwich. Es war für Miyako, wie jeden Morgen. Während meine Beziehung zu Vater eher unterkühlt war, hatten die beiden ein supertolles Verhältnis zueinander. Manchmal, aber auch wirklich nur manchmal, war ich ziemlich neidisch darauf.
      Wenn man vom Teufel sprach, so kam dieser zumeist auch. Man hörte schnelle Schritte die Treppe herunterkommen. "Guten Morgen ihr beiden", rief Miyako in die Küche hinein, bevor sie hereinkam und setzte sich schnurstracks neben ihrem Vater hin. "Guten Morgen", antwortete Castiel. Er faltete die Zeitung zusammen und legte sie beiseite. Miyako sah mich eine ganze Weile an, bevor sie sich unserem Vater zuwandte. Die beiden redeten eine ganze Weile.
      Als ich meinen Tee ausgetrunken hatte, wusch ich die Tasse ab und verließ die Küche. "Beeil dich, Miyako", rief ich noch, bevor ich die Treppen wieder hoch in mein Zimmer ging. Ich band mir meine Krawatte um mein Hemd und zog mir meinen Mantel über. Danach nahm ich meine Umhängetasche und verließ mein Zimmer. Unten wieder angekommen zog ich meine Stiefel an. Miyako hastete aus der Küche und rannte die Treppe hinauf. Derzeit blieb ich an der Treppe stehen, denn gleich neben der Treppe befand sich die Haustür.
      Sena kam gerade die Treppe hinunter und blieb neben mir stehen. "Guten Morgen, Yamato", lächelte sie mir zu. Ich erwiderte ihr Lächeln.
      "Guten Morgen, Sena", antwortete ich. Sena war wirklich die gute Seele des Hauses. Nicht nur, dass sie ein Weißmagier war, sie war auch wirklich sehr freundlich und kam mit jedem klar.
      "Stört es dich auch nicht?", fragte sie und deutete auf meinen rechten Arm.
      Ich sah zu meinem Arm und dann wieder zu Sena. Freundlich lächelnd schüttelte ich den Kopf. "Nein, es ist schon in Ordnung."
      "Gut. Dann viel Spaß in der Schule und pass gut auf Miyako auf." Sie lächelte mir noch einmal zu, bevor Miyako die Treppe herunterkam.
      Miyako fiel Sena regelrecht um den Hals. "Guten Morgen, Sena", sagte sie freudestrahlend.
      "Guten Morgen, Miyako." Sie wechselten noch ein paar Worte. Ich öffnete die Tür und trat schon auf den Weg hinaus, welcher durch den Garten hinweg zum Ausgang des riesigen Grundstücks führte. Vater hielt uns noch als Letzter auf, bevor wir endlich gehen konnten. Er strich seiner Tochter noch durchs Haar und wünschte ihr einen schönen Schultag. Dann richteten sich seine Augen wieder auf mich. Die Wärme wich aus seinem Blick und hinterließ einen kalten Schimmer. "Komm heute nach der Schule zu mir ins Büro", bat er und ging wieder in die Küche.
      Miyako sah kurz zwischen uns hin und her, zuckte mit den Schultern und folgte mir hinaus auf die Straße. Sie zog ihr Handy heraus und tippte ein paar Nachrichten. Seufzend schaute ich hinauf zum Himmel, achtete dann wieder schnell auf die Straße. Wie konnten Menschen nur den ganzen Tag auf ihr Handy einschlagen? Ich verstand dieses Phänomen nicht, es war gänzlich an mir vorbeigegangen.
      "Gott, Yama-chan, jetzt mach doch nicht so ein Gesicht wie dreißig Tage Regenwetter", meinte Miyako, während sie ihr Handy wieder wegpackte. Yama-chan! Das war der Name, den man mir verpasst hatte, wer auch immer. Ich hasste diesen Namen, das klang wie ein Mädchen!
      "Mach ich überhaupt nicht", entgegnete ich und sah meine Schwester an. Wir sahen uns wirklich sehr ähnlich und genau das machte mir manchmal Angst. Dabei waren wir total verschieden, nur halt unser Aussehen nicht.
      "Komm, du wirst uns doch nicht unseren ersten Schultag vermiesen", meckerte sie mich an.
      "Ist ja schon gut", murmelte ich.
      An der Schule angekommen blieben wir eine kurze Zeit vor dem Schultor stehen. "Wow, die ist ja hübsch", trällerte Miyako erfreut los.
      "Ähm, die sieht aus, wie die meisten Schulen", antwortete ich, schaute zu ihr und erschrak halb. Ihre lilafarbenen Augen begannen zu leuchten. "Miyako, deine Augen!"
      Miyako sah mich verwundert an, kratzte sich dann verlegen über den Kopf. "Entschuldige, Yama-chan." Sie schloss kurz ihre Augen und öffnete sie wieder. Das Leuchten war verschwunden.
      "Nenn mich nicht so!", befahl ich und betrat das Schulgelände, dicht gefolgt von meiner Schwester.
    • Arisa

      "Hah!" Mit einen Male schreckte ich in meinen Bett nachoben. Mein Herz zog sich zusammen und ich bekam wieder so schlecht Luft. Schreckhaft, fast panisch presste ich meine Hände gegen meinen Brustkorb. Langsam, ganz langsamvversuchte ich mit bewussten Atemzügen mich wieder zu beruhigen. Ein und aus... ein und aus..... ein......und..... aus. Ein und aus... ein und aus... ein.... und aus! Ein uns aus... ein und aus... ein und ....aus. Ich blieb noch eine Weile genauso an Ort und stelle sitzen ehe ich langsam zu meinen Nachtisch herüber sah. Eigentlich hätte ich noch eine gute halbe Stunde weiter schlafen können. Aber ich konnte nicht, jetzt nicht mehr. Es war komisch. Ichbkonnte mich an rein gar nichts erinnern aber wie ich jeden Morgenbhochschreckte. Dieser Schmerz, die knappe Atmung und der kalte Schweiß auf meinen Körper... ich konnte mich an nichts erinnern und doch schien es als erwachte ich jeden Morgen gerade aus einen Albtraum. Einmälig brete ich mich zur Seite, blieb jedoch für einige Sekunden auf den Bettrand sitzen. Erst dann erhob ich mich und begab mich ins Bad um mich erstmal zu duschen.. Das musste ich jeden Morgen wenn ich so verschwitzt erwachte...was seit dem ich aus den Krankenhaus entlassen wurde einfach jeden Morgen war. Es war schon eine Weile her und doch spürte ich diesen Schmerz noch immer oder viel mehr wurde es langsam zu so einen düsteren ...irgendwie deprimierenden Gefühl. Es würde ich um etwas trauern aber da gab es nichts um was ich trauern musste. Nicht an einen Tag wie heute wo ich endlich eine normale Schule besuchen konnte! Gedankenverloren stieg ich aus der Dusche, ich schlang meine Haare und meinen Körper jeweils in ein Handtuch und begann dann mit meiner restlichen Morgenroutine. Zähneputzen, Haare föhnen, meine Haarnadel in meinen Haare stecken,mich anziehen... Zum ersten Mal in meinen Leben zog ich eine Schuluniform von einer normalen Schule an! Wie aufregend! Ich berachtete mich noch eine ganze Weile glücklich von allen Perspektiven im Spiegel ehe ich mein Zimmer verließ und direkt von Judith entfangen wurde. Judith war so etwas wie meine persönliche Assistentin. Auch wenn ich das nicht brauchte. Außerdem war sie viel mehr eine Spionin der feindlichen Linien. Mit anderen Worten meiner Eltern. Sie war nicht nur eine fleischgewordene Siri oder Alexa sondern auch dafür zuständig mich
      unter Kontrolle zu halten. Damit ich ja nie etwas tat was ich nicht durfte oder laut den Ärzten nicht konnte. "Guten Morgen junges Fräulein." Ich bedachte sie nur mit einen breiten Lächeln. "Morgen Judith." Ob sie mich den ganzen Tag begleiten würde? Bitte nicht! Langsam schritt ich an ihr vorbei ins Esszimmer. Verteilt an einen Meterlangen Tisch sahsen meinen restlichen Familienmitglieder. Die Nasen meist jetzt schon tief in ihre Arbeit vertieft. Ein Wunder das sie überhaupt etwas mitbekamen. Kaum hatte ich Platz genommen wurde mir auch schon mein Frühstück vor die Nase gestellt. "Mir wäre es noch immer lieber wenn du dich weiter hier unterreichten lassen würdest." Ich seufzte laut. Wie oft hatte ich mit meinen Eltern darüber geredet? Wie oft hatten sie mich nicht verstanden? Als ich vor einigen Wochen fast gestorben wäre ist mein ganzes Leben an mir vorbei gerannt und ich hatte erkannt wofür ich wirklich dankbar war aber auch was mir fehlte. Freunde war eines dieser Dinge. Warum gönnten sie mir nicht mein Lebensglück? Mein Leben selbst würde ich damit ja nicht noch aufs Spiel setzten, jetzt wo ich es schon einmal fast verloren hatte. "Du wirst mit der Limousine bis vor die Schule gefahren und von Judtih sowie Aik und Pent begleitet." verkündete meiner Mutter ohne von ihren Tablet aufzusehen. "Was? Aber hoffentlich nur bis vor die Schule!" Mit einmal sagen alle auf. "Niemand wird von einer Aufpasserin und zwei Bodyguards begleitet." Mein Vater nahm einen Schluck von seinen Kafee. "Du schon." Meine Mutter nickte. "Du bist nich niemand. Du bist jemand, ein besonderer Jemand. Eine Uehara." Diese Leier schon wieder ... "Kommt nicht in Frage!" rief ich aufgeregt und schon mein Frühstücksteller von mir weg. "Willst du nun in eine öffentliche Schule oder nicht junges Fräulein?!" So war das ja? "...Ich will. Aber-" schließlich seufzte ich leise. "Fein, sie dürfen in der Nähe lauern. An der Tür oder so." Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet mir das ich gleich los musste, weshalb ich mir einfach etwas von jedem und so viel ich konnte in meinen Mund stopfte. " 'is 'äter!" ich sprang auf und konnte meine Mutter gerade noch hören wie sie mir hinter her schrie ich solle nicht mit vollen Mund reden und meinen Vater der so etwas beifügte wie "Vergiss den Violinen Unterricht nicht!" haach ... hatten die wirklcih keine anderen Probleme?! Während der gesamten Fahrt konnte ich einfach nicht still sitzen. Dafür war ich einfach viel zu aufgeregt. Mein erster Schultag! Wie diese öffentlichen Schulen wohl waren So wie ich sie aus den Filmen kannte? Ob ich gleich Freunde finden würde? "Jetzt hören sie mit diesen knidischen Gekicher auf!" riss mich Judith plötzlich aus meinen Gedanken. "Ihre Mutter würde es nicht gern sehen wie sie in sie rein kichern." Ich holte tief Luft. "Sie ist aber nicht da. Was sie nicht weiß, macht sie nicht heiß. Außerdem... bestehe ich darauf das sie mich wenigsten an meinen ersten Tag nur bis zum Schuleinang begleiten." Judy ließ vor Schreck ihr Klembrett fallen. "Ach kommen Sie schon! Waren Sie nie neu an einer Schule? Morgen dürft ihr mir alle gerne an den hacken kleben aber nicht heute!" Sie seufzte. "Ja ich weiß- aber ich ... schön. Aber nur heute!" Wenn ich nicht angeschnallt wäre, wäre ich ihr um den Hals gefallen. "Danke." sagte ich leise und glücklich lächelnd. "Doch falls ihre Eltern dahinter kommen geht es auf ihr Konto." Ich nickte. "Sicher." Also die Limousine endlich zum stehen kam hielt mich nichts mehr in den Wagen. Ich schnappte mir meinen Rucksack und sprang heraus noch bevor mir der Fahrer die Tür öffnen konnte. "Vergessen sie die Violinenstunde nicht!" rief Judith noch aber ich war längst in einer anderen Welt.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Azenia ()

    • Yamato

      Miyako war immer so enthusiastisch. Manchmal fragte ich mich wirklich, woher sie das hatte. Aber genau für diese Art und Weise liebten die meisten sie. Ich fragte mich warum und was an dieser Eigenschaft so besonders war. Na ja, manche Dinge dieser Menschheit waren sowieso unerklärlich.
      Miyako holte zu mir auf und sah sich ganz verzaubert um. Ich schaute einfach nur stur geradeaus. Das Ziel war der Klassenraum und nichts Anderes. Miyako und ich besuchten zwar die gleiche Klassenstufe, gingen aber in die Parallelklassen. Direktoren und Lehrer fanden es wohl nicht so prickelnd, wenn Zwillinge in der gleichen Klasse saßen.
      „Was denkst du, wie unsere Klassen so sein werden?“, fragte Miyako ganz aufgeregt.
      „Keine Ahnung“, murmelte ich.
      „Sei nicht immer so ein Brummbär!“ Sie stupste mich spaßeshalber mit ihrem Ellbogen in meine Seite und grinste mich an. Was war nur ihr Problem?
      Wir kamen relativ schnell in der Eingangshalle an und genau das hasste ich. Hier tummelten sich Unmengen von Schülern, eine riesige Menschenmasse. Instinktiv blieb ich stehen, aber Miyako zog mich am Arm weiter. „Komm schon, du kannst nicht einfach stehen bleiben.“
      „Man kommt doch eh nicht durch“, murrte ich.
      „Dann muss man sich seinen Weg einfach durchschlagen.“ Sie lächelte mir über die Schulter hinweg zu und lief einfach durch die Schülermasse. Bei einigen Schülern drängelte sie sich einfach durch, aber mit der Zeit wurde die Schülermasse sowieso weniger, weil sich schon einige an den Treppen trennten.
      Wir liefen in den zweiten Stock und konnten im Flur erst einmal durchatmen. „Gott, was ist denn an dieser Schule los? Ab sofort kommen wir mindestens zwanzig Minuten eher“, schlug ich vor. Gut, es war eher ein befehlender Gedanke, denn darauf hatte ich nun wirklich keine Lust.
      „Ach komm schon, das war doch ganz lustig. Jetzt mach dich nicht schon am ersten Tag unbeliebt.“
      „Ich habe kein Problem damit, wenn man mich nicht mag. Dafür bin ich ja nicht hier.“
      „Na ja, zum Lernen aber auch nicht“, erwiderte sie sarkastisch grinsend.
      Warum hackte sie ständig darauf herum? Das Problem: Schon seit meiner Kindheit wurde ich privat unterrichtet. Mit zehn Jahren hatte ich die schulische Reife eines Absolventen der „Further Education“. Man konnte sich vorstellen, dass ich nun auf der Reife eines abgeschlossenen Masters war, aber na ja. Es war nicht offiziell. Erst nach meinem achtzehnten Geburtstag konnte man mir diese Reife als offiziell ausstellen, immerhin war das ja alles privat gewesen. Eine richtige Schulpflicht hatte es für Clanerben halt nie gegeben. Dann gab es eben die Frage: Was machte ich hier? Ich wurde seit gut einem Jahr nicht mehr privat unterrichtet, weil ich das oberste Ziel bereits erreicht hatte. Also begann mein Vater, mich auf eine richtige staatliche Schule zu schicken, genau in die gleiche Klassenstufe, die auch meine Schwester absolvierte. Ich durfte zwar Dämonen jagen, aber auch nur als Gehilfe meines Vaters. Immerhin sollte ich nie ein richtiger Dämonenjäger werden, sondern etwas gänzlich Anderes.
      „Du musst es immer wieder erwähnen.“
      „Aber es ist doch toll, dass du so klug bist.“
      „Das hat nichts mit Klugheit zu tun. Das könntest du auch, wenn du es wollen würdest.“
      „Eben, wenn ich es wollen würde“, lachte sie und zog mich schon weiter. „Komm, ich bringe dich zu deinem Klassenraum.“
      Vor dem Klassenraum angekommen, ließ sie mich los. „Sehen wir uns in der Mittagspause?“, fragte sie mich mit einem sehnsüchtigen Blick in ihren Augen.
      „Ja, lass uns dann was zusammen essen.“
      „Juhu“, entkam es ihr. Kurz drückte sie mich – ohne dass ich es erwiderte – und schon lief sie in das Nachbarzimmer. Ich schaute ihr kurz nach, bis sie nach drinnen verschwunden war. Danach öffnete ich die geschlossene Tür und trat ein.
    • Arisa

      Der edle Wagen war noch nicht stehen geblieben da öffnete ich beherzt den Sicherheitsgurt. „Aber junges Fräulein!“ Natürlich war Judith darüber alles andere als begeistert. Warum verstand niemand wie vorfreudig ich heute war? „Keine Sorge. Ich denke trotz der Aufregung an den Violinenunterricht.“ Kaum hatte ich meinen Satz beendet da öffnete ich auch schon die Limousinentür. Ich konnte einfach nicht darauf warten, dass jemand von unseren Personal sie mir öffnete. Hastig griff ich nach meiner Schultasche. „Nicht so stürmisch junges Fräulein. Denken sie an ihren Kreislauf.“ Ich holte tief Luft und seufzte. „Mir geht es gut. Keine Sorge. Jede Zelle meines Körpers kennt heute nichts als Vorfreude.“ Lächelnd, gar freudestrahlend stand ich auf und hopste aus den edlen Wagen.„Bis heute Nachmittag. Und denken Sie bitte daran – heute habe ich etwas Freiraum.“ So schnell wie möglich schlug ich die Autotür zu. Heute fing der aufregend normale Teil meines Lebens an.

      Das Gelände der Schule war groß und sehr geschmackvoll aber praktisch angelegt. Im Vergleich zu meinem Zuhause war es natürlich recht klein aber immer noch groß genug um sich zu verlaufen. Als ich über den Schulhof eilte, kamen mir bereits etliche Schüler entgegen. Jedoch schienen nur Wenige so übermotiviert wie ich. Ob ich diese unglaubliche Freude auch mit der Zeit verlor? Noch immer entdeckte ich so viele Dinge neu die für die anderen Schüler einfach normal waren. Dabei gehörte ich wahrscheinlich durch meine Nahtoderfahrung zu den höchst sensitiven Menschen, die nur wenig „Normales“ in ihren Alltag wahrnahmen. Mittlerweile war ich bei der großen sowie massiven Eichenholztür angekommen. Sie waren Teil eines ehrfürchtigen Eingangstores, ein Beweis dafür das diese Schule auf eine lange Geschichte zurück blickte und nicht Jedermann hier Lernen, Lehren und oder wirken durfte.

      Es war keine Privatschule und doch gingen viele der besten und klügsten Köpfe des Landes hier her. Wegen dieses exklusiven und guten Rufs war genau diese Schule ein guter Kompromiss für meine Eltern gewesen. So kam ich wenigstens unter andere Teenager mit denselben Sorgen oder Träume wie ich statt allein in meinem Zimmer zu versauern.Und meine Eltern erfreuten sich daran, dass die meisten meiner Mitschüler aus ebenso einflussreichen Familien kamen wie ich. Gerade heute war es mir auch sehr recht. Es bedeutete nämlich, dass ich kein peinliches Begrüßungstamtam oder eine andere Sonderbehandlung fürchten musste, nur weil ich aus den Hause Uehara stammte. Meine einzige Aufgabe war es gerade pünktlich in meinen Klassenzimmer zu erscheinen. Die Frage war nur wo es war? Vor lauter Menschen konnte ich kaum die Flure erkennen. So schwamm ich in einen Strom aus Menschen und Endrücken, Farben und Lauten mit bis ich tatsächlich eine Treppe fand welche mich in den zweiten Stock führte. Dort war es zum Glück um einiges ruhiger.

      Fast schon freudig tänzelnd lief ich den Gang entlang. Die hellen Flure waren angenehm, beinah gemütlich gestaltet. Es war eine wahre Freude für mich hier lang zu schlendern. Bald schon fand ich die Tür zu meinen Klassenzimmer. Als ich ein trat war kaum jemand da. War ich sehr früh? Nun ... das hieß wohl dass ich mir einen Platz aussuchen konnte. Perfekt!
      Ich wollte einen mittigen Platz am Fenster. So sahs ich nicht bei den lauten Schülern hinten oder direkt vor den Lehrern. Mitten drinnen und doch ruhig gelegenen. An einen Fenster un den Blick schweifen und träumen konnte.
      Mit der Zeit füllte sich der Raum. Die meisten der Schüler waren damit beschäftigt sich zu begrüßen und von ihren Ferien zu erzählen. Mich, die Neue bemerkten sie kaum. Das war mir am frühen Morgen auch ganz lieb so.
      Dann aber schreckte ich auf einmal hoch. Was ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit auf sich zog. Fragen blicke ich mich um. Was passierte hier?! Es war auf einmal als wäre ich aus einen dieser Träume erwacht. Mein Herz zog sich zusammen und begann immer schneller zu schlagen. Aber... warum nur?


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Yamato

      Meine Schwester war ein Wildfang, sie war das komplette Gegenteil zu mir, aber ich liebte sie. Sie war meine kleine Schwester und instinktiv gab es zwischen uns eine Verbindung, über die wir uns sogar ohne Worte verstehen konnten. Oftmals konnte man uns zusammen sehen, auch wenn wir nicht wirklich viele gemeinsame Hobbys hatten. Miyako zuliebe begleitete ich sie zu einigen Veranstaltungen, denn ich wusste, dass diese Zeit kostbar war. Würde ich irgendwann Clanoberhaupt sein, würde ich diese Zeit für sie nicht mehr haben und genau das machte mich sogar ein wenig traurig. Man konnte meinen, dass ich von ihrer Art und Weise nicht viel hielt, aber so war das nicht. Sie hob meine Laune an, weil ihre Laune einfach ansteckend war. Sobald ihre Laune nach unten ging, kamen kleine Gesten von mir, um sie wieder nach oben zu bringen. Es war ein Zusammenspiel zwischen uns und es funktionierte schon immer. Wir hielten einander fest, wir passten aufeinander auf.
      Ich trat schließlich in die Klasse und sah mich kurz um. Ein Fensterplatz! Ganz wichtig, denn dann hatte ich Beschäftigung während der Stunden. Also ging mein Blick direkt in die Fensterreihe und wen ich dort sah, ließ meinen Atem stocken. Ich sah das Mädchen aus meinen Träumen wie vom Blitz getroffen an. Man konnte meinen, ich hätte noch nie einen Mensch gesehen, denn genau das zeigte mein Blick, Erstaunen und Erkenntnis. Ich konnte meinen Blick nicht von ihr abwenden, sah sie einfach nur an und irgendwie gingen so manche Blicke dann zwischen uns hin und her.
      Irgendwann fasste ich mich jedoch wieder und schüttelte meinen Kopf. Dass mir so etwas Dummes passierte! Das war eine Täuschung, ganz sicher! Sie sah genauso aus wie die Frau in meinen Träumen! Genauso! Und wir waren... nun ja... Wir hatten uns geküsst! Tief durchatmend ging ich zur Fensterreihe und setzte mich auf den Platz vor ihr. Während ich meine Tasche auf den Nebensitz gleiten ließ und meinen Mantel auszog, sah ich zu ihr. Sie sah wirklich genauso aus! Und das, obwohl ich sie schon wochenlang nicht mehr in meinen Träumen gesehen hatte. Hatte das etwas zu bedeuten? Meine Gedanken kreisten um diese so wunderbare Frau. Spielte mein Kopf mir einen Streich? Sicher nicht! Obwohl ich auch wusste, was mit Magie alles möglich war, aber das konnte ich mir bei Weitem nicht vorstellen. Der Drang stieg in mir auf, die Frau anzusprechen und sie danach zu fragen, aber das würde sehr unhöflich kommen.
      Deshalb setzte ich mich auf meinen Platz und drehte mich halb zu ihr um. "Ich bin Yamato und du?" Dann konnte ich gleich herausfinden, ob sie es denn wirklich war. Aber so wie sie mich angesehen hatte? Ich verstand es gerade nicht, aber vielleicht bildete ich mir das auch alles nur ein. Normalerweise war ich nicht der Typ Mensch, der ein Gespräch anfing, aber hier fiel es mir sogar noch sehr leicht.