Live with the Stars ❦ [Michiyo & Saki]

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    • Live with the Stars ❦ [Michiyo & Saki]

      Vorstellung
      @Michiyo

      Tief atmete sie ein. Sah aus dem Fenster. begutachtete das recht groß und pompös aussehende Anwesen, an welchem sie zuerst nur vorbei fuhren und schließlich in die große Einfahrt einbogen. Die recht alt aussehenden Gitter öffneten sich und ließen den Wagen passieren. Es war also doch nicht nur eine Vermutung von ihr gewesen. Sie würde hier wirklich ein paar Tage verbringen. Hier, in solch einem riesigen Haus, das aussah, als würde es aus einem Barbie-Film entsprungen sein. Ein Lächeln bildete sich auf Ley's Lippen, während sie regelrecht an der Scheibe klebte, um jedes Detail ausfindig machen zu können. Die großen Treppen, die zum Eingang führten. Die große Doppeltür und die ebenso großen Fenster, die im Obergeschoss als Abbild nur etwas kleiner angebracht wurden. Sicherlich etliche Zimmer, die sie durchstöbern konnte, wenn sie denn die Erlaubnis dazu hatte. Ein wenig glich es einem Schloss für die junge Frau, die ansonsten nur zwischen Altbauwohnungen oder alten und kleinen Häusern aufgewachsen war.
      "Miss Channing? Sie dürfen gerne aussteigen, wenn Sie es nicht mehr erwarten können." ertönte die freundliche Stimme ihres Fahrer, welcher mit einem belustigten Lächeln zu ihr nach hinten sah. Ein wenig peinlich war es ihr schon, weswegen sie ein peinlich berührtes Lächeln aufsetzte und sich etwas von der Scheibe entfernte. "'Tschuldigung. Es scheint mir nur, als wäre es direkt aus einem Märchenbuch entsprungen." gab sie zu und stieg kurz darauf auch schon aus. Der Fahrer tat es ihr gleich, wanderte schließlich zum Kofferraum und holte den Koffer der Brünette heraus, während diese mit großen Augen erneut zu dem Anwesen sah.

      Zuerst hatte sie nicht gewusst, wo sie hier landen würde. War es für sie selbst auch ein wenig überraschend gewesen, als ihr Bruder auf einmal mit einem breiten Grinsen und einem Brief in der Hand zu ihr kam. Sie dachte er würde Scherze machen. Doch als sie den Inhalt selbst gelesen hatte konnte sie kaum glauben, dass ausgerechnet sie eingeladen wurde einige Zeit mit wirklichen Stars zusammen zu wohnen. Zwar standen nicht gerade viele Einzelheiten in dem Brief, eigentlich nur, dass sie genug Sachen packen sollte, um für alles gewappnet zu sein. Sie, ein einfacher, kleiner Voice Actor, der noch recht am Anfang stand und aus ihrer Sicht noch nicht einmal Ansatzweise mit den Promis mithalten konnte.

      "Ich bringe Ihre Sachen nach oben. Im ersten Stock, die 3. Türe links ist Ihr Zimmer." ließ der nette Fahrer sie wissen, woraufhin Kaylie nickte. "Vielen Dank! Ich komm auch gleich nach."
      "Sie sollten lieber im Foyer warten. Dort werden sie in kurzer Zeit begrüßt." ließ er sie wissen und schritt bereits die Treppen nach oben, bevor er die Brünette etwas verwirrt zurück ließ. Jedoch folgte ein leichtes Nicken zur Bestätigung, bevor sie sich wieder etwas umsah und schließlich ebenfalls das Gebäude betrat. Ein wenig Herzrasen hatte sie schon, das konnte sie nicht leugnen. Doch wann hatte man auch schon einmal solch ein Erlebnis, wenn man sonst nur in seinen vier Wänden saß.



      Bei Chris hingegen sah es ein wenig anders aus. Dieser war bereits vor knapp einer Stunde angekommen. Ebenso wie der Koffer der jungen Channing wurde auch sein Gepäck bereits in sein Zimmer gebracht, während er sich nun die Zeit im Foyer vertrieb. Hier und da waren weitere Leute bereits eingetroffen. Zwei von ihnen kannte er aus den Medien. Zwei Schauspieler, die durch ein Musical bekannt geworden waren und allen Anschein nach zusammen hier gelandet waren. Viel wusste er nicht, nicht einmal die Namen fielen ihm gerade ein. Doch er selbst konnte sich Namen noch nie wirklich merken, wenn es kein Bruce Willis oder Will Smith gewesen war.
      So saß der Chinese auf einem der bereitgestellten Sessel. Die Beine hatte er überschlagen und stützte den Kopf auf seine halb geschlossene Hand, während er den Blick umher wandern ließ. Es sah alles so nobel und rein aus. Nicht, dass er das nicht kannte, ganz im Gegenteil. In seinem Job hatte auch er schon etliches an schicken Gebäuden betreten, doch eher nur für kurze Zeit und um Fotos zu schießen. Jedoch einige Zeit hier zu verbringen war ein etwas anderes Gefühl, welches er nicht wirklich beschreiben konnte.
      Es solle seinen Horizont erweitern, hatte sein Manager gesagt. Chris wusste zwar nicht genau, wie das der Fall sein sollte, doch er würde zu einer Gelegenheit nicht nein sagen, solange es ihm nicht schadete. Und auch, wenn er als Model recht gut verdiente, so konnte er jeden Cent gebrauchen. Alleine schon, um seinen Eltern das Leben zu vereinfachen. Auch wenn diese nicht gerade erfreut darüber waren ihren Sohn noch weniger als sonst schon zu Gesicht zu bekommen.

      Sein Vater war beinahe ausgerastet, als er erfuhr, dass sein Sohn für längere Zeit weg sein würde. Irgendwo in einer Stadt, die noch keiner von ihnen besucht hatte. Ein Haus, das mehr außerhalb lag und keine Verbindungen zu Bus und Bahn in der Nähe hatte. Ohne einen Wagen war man hier wohl ziemlich aufgeschmissen. Doch er hatte es irgendwie geschafft seinen Vater davon zu überzeugen, dass alles seine Richtigkeit hatte. Dass er auf sich aufpassen würde und sich bei ihnen melden würde. Sein Handy hatte er immer bei sich und er würde sich dafür einsetzen, dass er seinen Eltern zumindest schreiben konnte, auch wenn er nicht wirklich wusste, was genau er hier machte. Hatte man auch ihm nicht viel gesagt. Lediglich, dass es sicherlich eine Herausforderung für ihn wäre. Mochte er ja den Umgang mit Menschen doch hatte er an sich noch nie wirklich etwas mit richtigen Promis wie Schauspielern oder Sängern zu tun gehabt. Doch er konnte nicht leugnen, dass er gespannt war, was ihn hier erwarten würde.
    • Am liebsten hätte sich Harriet als erste in dem Haus eingenistet, um sich in ihren temporären vier Wänden zu verkriechen und die Zeit so schnell wie möglich abzusitzen. Jede Faser ihres Körpers sträubte sich vor dem Gedanken im Reality TV aufzutreten. 24/7 unter Beobachtung zu stehen, ein Haus mit Fremden zu teilen und den Alltag mit diesen zu beschreiten war eine völlig neue Erfahrung für die Tänzerin, die sie auch lieber nicht gesammelt hätte. Zumindest dachte sie sich das als sie mit ihrem Koffer auf der Einfahrt stand und das Gebäude ein letztes Mal vor dem Eintreten musterte. Bereits als die Brünette die Einladung gelesen hatte wurde ihr klar, dass dies alles anderem als ihrer eigentlichen Natur entsprach. Auf großen Bühnen zu stehen, Auftritte zu absolvieren und ihrer Community Einblicke zu schenken gehörten mittlerweile zu ihrem Alltag doch handelte es sich dabei stets um kontrollierten Content, einer geübten Choreographie und nicht um die pure ungefilterte Realität. Wieso wollte man ihr überhaupt ununterbrochen dabei zusehen, wie sie aß, trank, sprach, atmete... Was würden bloß die anderen Schüler der Tanzschule von ihr denken? Eine feine Ballerina, die den Broadway erobern wollte hatte im Trash TV nichts zu suchen! Trotzdem überredete ihre Mutter sie, zwang ihre Tochter schon beinahe zur Teilnahme um den Rum und die Reichweite stetig wachsen zu lassen, statt im Winde verwehen zu lassen, denn genau so schnell wie man am Star-Himmel ankam, so tief war auch wieder der Fall.

      Seufzend senkte Harry und fuhr den Griff ihres Rollkoffers nach oben aus um diesen besser neben sich her schieben zu können. Sie war alleine angereist oder hatte sich besser gesagt von ihrer Mutter bereits einige Straßen weiter absetzen lassen. Irina war ohnehin viel zu engagiert, am Ende wäre sie vor Euphorie noch mit ins Haus gestolpert "Nur um kurz Hallo zu sagen zu dein neue Freunden." Hallte ihre grelle Stimme mit dem üblichen Akzent in den Ohren der Tiktokerin. Kopfschüttelnd verabschiedete sich das Mädchen von ihrer Mutter, dafür war nun wirklich nicht der rechte Zeitpunkt wer wusste schon wie viel Zeit ihr noch blieb bevor ein dunkler Jeep hinter ihr auftauchen würde und ihr hupend befehlen würde vom Weg zu weichen. Ein letztes Mal atmete sie tief durch und trat in ihr neues Zuhause ein ohne so richtig zu wissen was sie hinter der schweren Tür erwarten würde. Sie hoffte nur eindringlich, ihre Entscheidung der Mutter zur Liebe nicht zu bereuen.

      Die dicken Wände des Hauses schienen jegliches Leben nach außen hin abzuschirmen, kam der Tänzerin direkt der Geräuschpegel eines gefüllten Raumes entgegen geflogen. Scheinbar war sie eine der späteren Nachzüglerin, die ihr Reich begutachteten. Ihre Schuhe zog sie direkt im Eingangsbereich aus, ließ auch erstmal ihren Koffer dort stehen um vorsichtig um die Ecke, ins Foyer zu schauen. "Ähm... Hallo?" Kam es leise und behutsam über ihre rosigen Lippen, die gleich danach wieder aufeinander gepresst wurden. Die Teilnehmer sammelten sich dort, warteten allem Anschein nach auf irgendwas oder -jemanden aber Harry war es vermutlich nicht, auf die sie warteten. "Sorry to disappoint you guys." Murmelte Archer schulterzuckend als sie die ein-zwei halb enttäuschten Blicke sah. Das Male-Model Christian Jake Wong erkannte sie sofort und auch der Schauspieler Jay Jensen, auf dem gegenüberliegende Sessel war ihr bekannt. Alle Gesichter hatte man mehr Mal weniger präsent auf den social Media Kanälen bereits gesehen nur eine hübsche Brünette, die ebenso von schlanker Statur wie Harriet war und Faszination in den Augen trug, konnte die Tänzerin nicht ganz zuordnen.



      Auch Jay ging es da nicht anders. Die Newcomerin des Voice Acting war ihm wie viele der Anwesenden kein Begriff, kannte er aufgrund seiner Herkunft wenn nur die Gesichter, die sehr vertreten in den Medien waren von seinen Schauspieler-Kollegen Mal abgesehen. So begrüßte der dunkelhaarige diese direkt bei seiner Ankunft und machte es sich anschließend in einem der freien Sesseln des Foyers gemütlich. Das Haus war nicht beeindruckender als sein Elternhaus und der Immobilie, die er sich mittlerweile selbst zugelegt hatte. Nicht dass er es nicht wertschätze aber zum Erkunden des Hauses würde es in den nächsten Tagen noch genug Zeit geben und so hibbelig wie manch andere wollte er auch nicht durch das Gebäude hechten. Von seinem Manager wurde ihm mittgeteilt im Eigenbaubereich zu warten und so tat er eben genau das. Seitlich ausgestreckt, mit den Beinen über eine Armlehne geschwungen während sein Oberkörper halb an der anderen sowie der Rückenlehne ruhte, legte er einen Unterarm auf seinem Kopf ab und hielt sich mit den Fingern am Kopfteil des Sitzmöbels fest. "Und schon irgendwas gehört was und hier so erwarten wird?" Wandte Jay sich lässig an den jungen Mann, der ebenfalls in einem der Sessel zur Ruhe kam. Sein Gesicht ließ irgendetwas klingeln... Wo hatte er ihn denn schonmal gesehen? Ohne richtig eine Antwort finden zu können fand er eine bessere Lösung. "Jay Jensen." Grinste er freundlich obwohl ihm bewusst war, dass jeder im Haus wissen dürfte wer genau ihnen da Gegenüber saß. Um den Schauspieler und Kinderstar nicht zu kennen hätte man nun wirklich hinterm Mond leben müssen und das letzte Mal, dass Jay jemanden getroffen hatte, der ihn wirklich nicht kannte war schon vier Jahre her.

      Das neugierige junge Mädchen mit den funkelnden Augen amüsierte ihn. Es war schön zu sehen, dass sowas hier solch eine Begeisterung in jemandem auslösen konnte. Viel zu häufig erwischte der Schauspieler sich dabei, wie er all das - den Rum, den Lebensstandard voraussetzte. Konnte man es ihm verübeln? Von klein auf war dies sein Leben, seine Realität - die einzige Realität, die er kannte. Ihre schönen aber ebenso die unschönen Seiten des Lebens in der Öffentlichkeit. Schon immer stand er im Rampenlicht, wusste was es hieß unter permanenter Beobachtung zu stehen und für alle Fehler die Konsequenzen zu tragen. Doch es gab auch gute Seiten und Spaß machten teilnahmen an solchen Experimenten schließlich genau so sehr. Demnach war die Zusage einstimmig und schnell mit dem Management getroffen nachdem auch Jensen die Einladung erhalten hatte.

      Eine weitere Person bog um die Ecke und wurde eher dürftig in Empfang genommen, sodass Kay für einen flüchtigen Moment Mitleid mit der Tänzerin bekam. "Alles gut, ich glaub wir warten alle nur auf eine Ansage was als nächstes passiert. Jay, das ist Chris und du bist?" Zeigte er mit einer seitlichen Bewegung mit dem Daumen auf den Mann, der sich ihm mittlerweile vorgestellt hatte und musterte das Mädchen, dass sich als Harriet Mae Archer vorstellte.
      A heart's a heavy burden.