Atlantis' Fate [Earinor & SunWukongIV]

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    • Atlantis' Fate [Earinor & SunWukongIV]

      Schreibende:
      @Earinor
      @SunWukongIV

      Die Geschichte beginnt ...
      "... und aufgrund dieses Präzedenzfalles ist es ganz klar das die Aufklärung dieser Sache eine Aufgabe der Armee ist!", verkündete eine falkengesichtige Frau, gekleidet in tuere Gewänder und die Sigillen eines Hohen hauses tragend. Die Art und weise wie Sie das Pergament senkte war von solcher siegessicheren Arroganz durchtränkt, dass man es beinahe schmecken konnte und doch schien die Gegenseite von ihrem Argument nichts wissen zu wollen und sofort meldete sich ein rundlicher Handelsfürst mit Abzeichen, die von einer Flottenkarriere sprachen, zu Wort, "Das ist eine Farce! Es ist ganz klar, dass es sich um eine Sache der Flotte handelt, schließlich war es einst Großadmiral Dorealis der die Sache begründete und dies als Akt der Größe der Flotte betitelte!"
      Zum wiederholten Male am heutigen Tag erfüllte sich die große Ratskammer mit Rufen und einwürfen, Argumente und Beleidigungen flogen umher und böse Blicke schossen von einer Seite zur anderen. Seit dem beginn der Ratssitzung bei der es darum ging wie man verfahren würde nachdem Nachricht kam, dass die westlichen Kolonien angeblich zerstört worden waren, stritt man sich darum wem der Ruhm der Aufklärung zugrunde lag und in den letzten Stunden war man dem Ergebnis nicht näher gekommen. Jedes Argument wurde mit einem Gegenargument gekontert und einmal sogar waren zwei Männer aus dem Saal geworfen worden, weil Sie die Fäuste gegeneinander erhoben hatten, ohne jedoch das dieser Akt die Sache irgendwie vorangebracht hatte. Dem Rat, einer Versammlung aus fünf der weisesten Atlanter, konnte man ansehen, dass niemand mit dieser Entwicklung wirklich glücklich war. Der Bruch zwischen den beiden militärischen Zweigen war uralt und wenngleich es vorallem eine Rivalität für Ruhm war hatten sich durchaus tiefe Feindschaften gebildet, die nur der Gedanke atlantischer Einheit davon abhielt Blut fließen zu lassen.
      "Bei den Kämpfen im Osten hat die Armee sich erst kürzlich erneut mit Ruhm versehen, wann bitte hat die Flotte zuletzt etwas getan, das eine Würdigung wert wäre!", ein gerüsteter Offizier war eingesprungen, das Kinn hoch erhoben und die Worte gesprochen mit der Stimme eines Generals, doch selbst eine so meisterlich geführte Ansprache ging sofort wieder in Zurufen und Argumenten unter, welche am heutigen Tage zum traurigen Standard geworden waren.

      Cato lehnte an einer der vielen Säulen, welche die große Halle säumten, war jedoch mehr Zuschauer als Teilnehmer. Als Mann der Flotte und Sohn eines hohen Hauses hatte er eine klare Seite, doch er unterließ Zwischenrufe und überließ die Argumente jenen die mehr davon verstanden und vorallem besseren Rufes waren. Seine eigenen Worte hätten nicht viel Wert gehabt, vorallem nicht bei den hohen Häusern und den Vetretern der Armee. Trotz alledem wünschte er sich das endlich ein Urteil gesprochen wurde, denn noch mehr Gebrüll konnten seine Ohren nicht mehr ertragen und langsam hatte der Hunger eingesetzt.
      "Ruhe im Saal!", die ungewöhnlich laute und klare Stimme entstammte einen hageren weißharrigen und weißbärtigem Mann, gehült in einfache Gelehrten Gewänder, Ratsführer Caleastus, die vermutlich mächtigste Person im Raum, wenn man Rang als Maßstab nahm. Der Ratsführer hatte sich erhoben, seinen Stab zeremoniell auf den Marmorboden gestoßen und damit jegliches anderes Geräusch im Saal erstickt, "Ich werde nicht noch mehr Streit dulden, eure Argumente wurden vorgebracht und Sie lassen nur einen Schluß zu, Zusammenarbeit!"
      Aufgewühltes Gemurmel began aufzubrodeln, ein leises Rauschen der Dialoge gefüllt mit Verwunderung, Argwohn und seichter Wut, doch dem Rat schien dies wenig zu kümmern und der Ratsführer sprach mit nun ruhigem Wort weiter, "Dies ist keien Sache der Flotte oder der Armee, dies ist eine Sache von Atlantis! Wir werden ein Schief aussenden und Vertreter beider Arme des Krieges dazu um aufzuklären was geschehen ist! Wählt eure Vertreter weise aber schnell, diese Sache ist wichtig aber keinesfalls namensgebend!"
      Sofort brachen Diskussionen in beiden Reihen aus, nicht miteinander sondern unter einander und auch Cato musste jetzt wohl oder übel vom Zuschauer zum Teilnehmer werden, zumindest wenn es der Moment erlaubte.
      "Admiral Julius ist der richtige Mann, ich nominiere ihn!", verkündete einer der Handelsherren, nicht ohne Eigennutz natürlich, war er doch Julius älterer Bruder. Der Admiral jedoch schien nicht ganz so scharf auf diese Sache zu sein und meldete sich entsprechend zu Wort, "Ich danke werter Bruder, doch mit meinem Kommando übder die Flotte Aegis bin ich bereits mehr als ausgelastet, dies abzugeben wäre ein Aufwand mit großen Problemen!"
      Schnell bahnte sich ein Muster heraus, die Aufgabe hatte Prestige, nur nicht genug als das es es wert wäre für jemanden mit hohem Rang wirklich seine bisherigen Aufgaben abzugeben und ein wertvolleres Amt aufzugeben, selbst temporär. In diesem Geiste folgten gute dreißig Minuten ruhiger Diskussion und niemand wollte zu forsch wirken um nicht falsche Eindrücke zu erwecken. Namen wurden genannt, Ausreden folgten, Handel wurden angeboten, ein andauerndes Spiel bis Großadmiral Marus Iksander sprach.
      "Ich nominiere meinen Sohn Cato für diese Aufgabe! Sein Rang ist angemessen, seine Verdienste sprechen für sich und er hat keine Verpflichtungen, deren Verlust wir auffangen müssten!", Catos Vater war ein hochgewachsener Mann den die See gegerbt und geprägt hatte, ein guter Admiral allerdings nur ein mittelmäßiger Vater, welcher mehr erwartete als angemessen war und Versagen nie akzeptiert hatte. Es war nicht in Catos Recht zu wiedersprechen und er wollte es auch nicht, die Aufgabe war durchaus nach seinem Geschmack, "Ich akzeptiere."
      Getuschel und leise Diskussionen folgten, doch schnell htten sich alles gelegt und nachdem einige Geschäfte getätigt worden waren, schienen alle an einem Strang zu ziehen. Marus richtete sich an den Rat, dann deutete er auf Cato, "Admiral Cato Iksander wird die Flotte vertreten in dieser Angelegenheit hoher Rat!"
      Der Ratsführer nickte, dann auch die übrigen Ratsmitglieder und die Entscheidung war abgenommen, Cato atmete nur tief durch, immerhin war dies sicherlich keine Aufgabe die sich als einfach herausstellen würde.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Aeneas hasste Ratssitzungen. Gierige alte Männer und Frauen diskutierten als hätten sie die Weisheit mit Löffeln gefressen. Sie machten sich nicht einmal die Mühe ihre eigenen Absichten zu verstecken und selbst wenn niemand so wirklich selbst auf diese Reise gehen wollte, argumentierten sie um Kopf und Kragen, nur damit ihre eigene Fraktion eine Mission ausgehändigt bekam, die wohl jeder von ihnen erfüllen konnte. Üblicherweise beteiligte sich Aeneas nicht an den Sitzungen, als Scharführer war er zwar durchaus berechtigt dazu, jedoch interessierten ihne die Machtspiele der hohen Häuser wenig. Dieses Mal war er allerdings gekommen, wenngleich es nur deshalb war, weil er ein gewisses Interesse an den Geschehnissen in den westlichen Kolonien hegte. Eine Macht stark genug die Kolonien zu zerstören und jemand größenwahnsinnig genug sich Atlantis entgegen zu stellen? Das klang auf jeden Fall interessanter, als ein paar Banditen auszuräuchern. Es klang nach einem Abenteuer, auch wenn diese Bezeichnung kitschig klang und Aeneas wollte mit eigenen Augen sehen was vor sich ging.
      Dennoch beteiligte er sich nicht an dem Gespräch. in der Mitte des Raumes, stattdessen saß er auf ein paar Stufen, die Ellenbogen auf seine Knie gestützt und lauschte dem hin und her zwischen den beiden großen Häusern ihrer Nation. Es war ein Ziehen und Schieben bei dem keiner vom Fleck zu kommen schien, bis der Rat sich schließlich dazu entschlossen hatte, dem Ganzen ein Ende zu setzen. Getuschel und Gemurmel erklang im Saal, aber der Rat hatte gesprochen und Ratsführer Caleastus ließ keinen Spielraum für weitere Diskussionen.
      Als sich beide Gruppen enger zusammen zu stellen, um zu diskutieren wen sie nominieren wollten, hüpfte Aeneas leichtfüßig die Stufen hinunter, um sich dem Kreis anzuschließen. Namen wurden genannt, aber das Haus Aristedes hatte schnell beschlossen Außenposten zu verstärken, für den Fall, das was auch immer die westlichen Kolonien getroffen hatte, auch zu ihnen kommen würde. Den Feind in das eigene Land zu lassen wäre eine zu große Blamage, die keines der hohen Häuser vertragen konnte, nicht wenn ihre Stärke wie schon Jahrhunderte im Gleichgewicht bleiben sollte.
      Bevor im Hause Aristedes eine Entscheidung getroffen wurde, meldete sich das rivalisierende Haus Iksander bereits mit einem Namen, der in beiden Reihen wohlbekannt war. Vielleicht fühlte sich Aeneas Vater durch die prompte Lösungsfindung der Flotte angestachelt, oder er bemerkte, dass sein Sohn ihm mit einem nicken zu verstehen geben wollte, dass er keinerlei Verpflichtungen hatte, die ihn an Atlantis banden. Vielleicht war es auch die Tatsache, dass das Haus Iksander einen direkten Nachkommen nominierte und das Haus Aristedes gleichziehen wollte. Was auch immer im Kopfe von Aeneas Vater vorging, er trat nur wenige Sekunden nach der ersten Verkündung vor und ergriff das Wort.
      "Scharführer Aeneas Aristedes wird die Armee in dieser Sache vertreten.", verkündete er und der angesprochene Soldat verkniff sich ein Lächeln als er sich an seinen Landleuten vorbei und weiter nach vorne bewegte, um dem Rat sein Gesicht zu zeigen und die Aufgabe offiziell anzunehmen. Der mahnende Blick seines Bruders war ihm nicht entgangen.
    • Nur Momente nachdem die Handelshäuser Cato als Vertreter der Flotte bekanntgegeben hatten gaben auch die Hohen Häuser ihre Entscheidung ab und Sie nannten ihrerseits einen Namen, Aeneas Aristedes. Cato kannte die Familie Aristedes, wer auch nicht, ein altes und hohes Haus, doch von Aeneas hatte er nur beiläufig gehört und er wusste wenig wer genau ihn hier erwartete. Zumindest konnte er jetzt einen Blick auf den Mann erhaschen, etwa sein Alter, vermutlich eine ähnliche Lebensgeschichte. Die Klischees über die Armee im Kopf ging Cato davon aus den Mann ertragen zu müssen, hier gab es doch wenig Raum für Respekt, doch besser jemanden der kein alteingesessener General war.
      "Nun gut!", Ratsführer Caleastus hatte sich erneut zu Wort gemeldet, "Ich erwarte eine Abfahrt in zwei Tagen, genauer gesagt im Morgengrauen des zweiten Tages!"
      Mit einem Klopfen des Stabe wurde die Aussage beschlossen und auf einmal kam schnelle Bewegung in die Menge, kaum zwei Tage waren wenig Zeit für Vorbereitungen und man durfte keine Sekunde verschwenden. Proviant musste aufgefüllt werden, die Leute bereitstehen, Waffen eingelagert und vieles mehr, eigentlich ein auf die Zeit gemessen unmögliches Unterfangen aber Atlantis hatte seine macht auf dem unmöglichen aufgebaut, warum sich also nun von ihm unterwerfen lassen.
      "Komm Junge!", sein Vater schob Cato mit sich, "Ich erwarte die besten Ergebnisse un das der Zeitplan hält, ich hoffe deine Mannschaft versteht ihr Handwerk also!"
      Cato schnaubte aus und nickte dann, "Die besten der Flotte Vater, du wirst neidisch und ehrfürchtig blicken wenn du es erst siehst."
      Dem Mann entwich ein leises Lachen als Sie weiter gingen er sagte aber nichts mehr dazu. Cato auf der anderen Seite hatte durchaus noch fragen, "Was weißt du über den Vertreter der Armee?"
      "Wenig, ich habe mit seinem Vater zutun gehabt, doch alles was ich über den jungen Aristedes weiß ist das er als Wildfang gilt, kann sich wohl schlecht an befehle halten.", Catos Vater schüttelte den Kopf, "Anscheinend hat die Armee ihre Leute nicht mehr unter Kontrolle."
      Inwieweit die Aussagen seines Vaters stimmten wusste er nicht, Gerüchte blähten sich ja doch schnell auf wenn man Sie lies aber das er sich mit irgendeinem hohen Chaoten auseinandersetzen musste behagte ihm gar nicht. Selbstmitleid half aber auch selten etwas und so marschierte er weiter und schnell hatten Sie das Ratsgebäude verlassen und sein Vater und er trennten ihren gemeinsamen Weg. Cato selbst führte seiner zu einer nahen Agora, deren Mitte ein Brunnen aus hellem Stein zierte, auf der zwei Leute bereits auf ihn warteten.

      Alethia, so war der Name der Frau, war Catos jüngere Cousine, welche er von der Familie als Proviantoffizierin hatte aufgebrummt bekommen, zwar war Sie kompetent doch irgendwie befürchtete er stets as die humorlose Frau mit den langen schwarzen Haaren, jeden seiner Fehler niederschrieb um Sie dem gemeinsamen Großvater zu berichten, gleichsam war Sie so gut bei ihrer Arbeit, dass er das Risiko bereit war einzugehen. Immer bedacht darauf alles im Detail durchzuplanen reagierte Sie mit kalter Rationalität als Cato verkündete was geschehen war, "Es wird eine gemeinsame Mission, unser Schiff wurde auserwählt sowie ein Kontingent der Armee unter einem der Aristedes, Aeneas. Wir haben zwei Tage Vorbereitungszeit."
      "Ich verstehe.", sagte Alethia nur und holte dann Pergament aus einer Tasche um sich mit einem Stück Kohle Notizen zu machen. Cato lies Sie machen und richtete sich stattdessen an den Mann, "Mestius die Mannschaft muss in Topform sein, alles muss passen, keine Pausen bis zur Abfahrt!"
      Mestius nickte nur, der Glatzköpfige Mann war ein Veteran der beinahe die hundert erreicht hatte und den Großteil seiner Jahre in der Flotte als Seemann verbracht hatte, nun oblag es ihm die Disziplin an Bord aufrecht zu erhalten und Cato hatte seine Erfahrung zu schätzen gelernt. Der Veteran wartete nicht lange nach weiter Bestätigung und marschierte davon, wohl in Richtung Hafen während Cato selbst sich ebenfalls Pergament nahm und zu schreiben begann.
      "Hier Alethia, ich habe alle Eckdaten aufgeschrieben bezüglich des Schiffes, bring die dem Aristedes und nimm auf was seine Leute glauben zu brauchen, wir müssen das mit einplanen. Sag ihm zur Abstimmung soll er mich morgen beim Morgengrauen am Schiff treffen.", er übergab seiner Cousine das Pergament und diese verstaute es vorsichtig in der Ledertasche.
      "Sonst noch etwas?", fragte Sie kurz angebunden doch als er den Kopf schüttelte machte Sie sich auf, wohl um seinen baldigen Missionspartner aufzusuchen und die Informationen zu überbringen.
      Cato überlegte kurz wie er weiter vorgehen sollte, entschied sich dann aber zum Schiff zu gehen, es gab zu wenig Zeit als das er sich irgendeine Form von Müßiggang leisten konnte.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Nachdem der Rat den Zeitplan verkündet hatte und sich alles aufzulösen begann, warf Aeneas noch einen Blick auf den Mann, mit dem er diese Mission bestreiten sollte. Wie die meisten Iksander wirkte er ein wenig zugeknöpft und vermutlich auch etwas älter als er eigentlich war. Sein Vater zog ihn sogleich mit sich, während Aeneas seinerseits von seinem Bruder am Arm gepackt und mit nach draußen gezogen wurde. Er führte ihn auf den begrünten Platz vor dem Ratsgebäude und suchte sich ein etwas ruhigeres Plätzchen, bevor er Aeneas Arm los ließ und ihn anstarrte. Noch bevor Castor etwas sagen konnte, rollte sein jüngerer Bruder bereits mit den Augen. "Du musst mir keinen Vortrag halten.", erklärte er zugleich. "Die Aufgabe ist wie für mich gemacht, es gibt keinen Grund zur Sorge."
      Castor schien wenig überzeugt von den Versprechungen seines Bruders. "Ich hoffe deine Schar ist bereit. Nicht einmal zwei Tage, hast du gehört?", wollte er von ihm wissen, als ihr Vater ebenfalls an sie heran trat.
      "Na na, kein Grund zu streiten.", begann er und Aeneas warf seinem Bruder ein vielsagendes und provozierendes Lächeln zu. Es war nicht so, als wäre das Oberhaupt des Hauses Aristedes besonders stolz auf seinen jüngeren Sohn - das war er nicht - aber anders als Aeneas Bruder schien er noch geduldig darauf zu warten, dass aus seinem Sohn ein erwachsener Mann und vielleicht sogar ein Held wurde. Niemand konnte bestreiten, dass eine Aufgabe wie diese mehr als nur willkommen war. Wenn er sich gut anstellte, dann konnte der junge Mann sich einen Namen machen und gleichzeitig war er der Armee und dem Rat in Atlantis kein Dorn im Auge mehr, hielt er sich in den fernen Kolonien auf.
      "Ich werde dir jemanden suchen, der dir mit den Vorbereit-"
      "Nicht nötig.", unterbrach Aeneas. "Ich habe alles im Griff und wenn ihr mich jetzt entschuldigen würdet, ich habe einiges zu tun."
      Aeneas Vater grummelte ein wenig, sagte aber nichts und dennoch würde er Aeneas sicher irgendjemanden hinterher schicken, der ihm helfen sollte den Überblick zu behalten. Für den Moment verabschiedete der junge Mann sich und begab sich in die Stadt. Seine Schar hörte auf ihn, auch wenn es keinerlei straffe Hierarchien in ihren Reihen gab. Einen gesonderten Platz wo er sie alle finden konnte gab es zwar nicht, aber Aeneas kannte seine Männer gut genug, um zu wissen wo er jemanden auftreiben konnte.

      Nachrichten innerhalb seiner Truppe verbreiteten sich hauptsächlich über Hörensagen. Nachdem ein oder zwei am Trainingsplatz, oder in einer Schenke gefunden wurden, trugen diese die Nachricht weiter. Aeneas kümmerte sich nicht weiter darum, er wusste, dass jeder seiner Männer und Frauen auf eine Gelegenheit wie diese gewartet hatte. Keiner von ihnen hatte irgendwelche Verpflichtungen und konnte fast sofort abreisen. Jeder kümmerte sich um seine eigene Ausrüstung und seinen eigenen Proviant, das machte die Schar beweglich und Aeneas musste sich nicht mit Kleinigkeiten herum ärgern. Seine eigenen Sachen waren für den Fall der Fälle schon vorher gepackt gewesen, wäre er nicht ausgewählt worden, wäre er vielleicht einfach alleine und ohne Befehl losgereist. Ein unabhängiges Handelsschiff ließ sich immer auftreiben. Nachdem Aeneas ein paar Plätze nach seinen Männern und Frauen abgegrast hatte, begab er sich weiter in die Unterstadt. Kein Atlanter war besonders arm, aber die Kluft zwischen reich und arm war dennoch groß. Hier unten gab es Tavernen und Märkte und eine dieser Tavernen wurde von ihm und seiner Schar stets gut besucht. Wie erwartet fand er auch zur Mittagsstunde einige seiner Leute an und teilte ihnen die freudige Nachricht mit, auf die sie gleich einmal etwas trinken wollten.

      Es vergingen ein paar heitere Stunden in der schäbigen, lauten Taverne bis eine Frau durch die Tür stolperte, die hier eindeutig nicht hingehörte. Sie schien etwas empört von der Atmosphäre, aber vielleicht bildete sich Aeneas das auch nur ein. Wie er bald erfuhr wollte sie zu ihm, teilte ihm irgendwelche Dinge über das Schiff mit, auf dem sie reisen würden und wollte wissen, ob sie etwas besorgen sollten. Er war nur froh, dass sie nicht von seinem Vater geschickt wurde. Aeneas hätte die Flotte wohl dazu missbrauchen können ein paar Erledigungen für seine Schar zu tätigen, aber er winkte nur ab und teilte ihr mit, dass sie sich schon selbst darum kümmern würden. Es bedurfte keiner weiteren Diskussion und Aeneas widmete sich schon bald einem angenehmen Abend, behielt aber im Hinterkopf, dass er am nächsten Morgen früh aufstehen musste.

      Wider eigenem Erwartens war Aeneas am Hafen noch bevor die Sonne sich gänzlich auf den wolkenbedeckten Himmel kämpfen konnte. Er kannte das Schiff nicht auf dem sie reisen sollten, erfragte aber schnell wo er es finden konnte. Vor dem imposanten Gefährt stand bereits ein junger Mann, Aeneas erkannte ihn vom Tag zuvor. Der Spitzbart war unverkennbar und er wirkte immer noch genauso zugeknöpft wie gestern in der Ratssizung. Aeneas gähnte noch einmal herzhaft während er sich auf dem hölzernen Steg auf ihn zubewegte und als er vor ihm angekommen war, deutete er einen schlampigen Salut zur Begrüßung an. Die Ränge der Flotte und der Armee hatten verschiedene Bezeichnungen, sie schienen jedoch in etwa denselben Rang zu bekleiden, doch selbst wenn Cato ein hoher Offizier gewesen wäre, auf dieser Mission waren sie gleichberechtigt, die Höflichkeit beschränkte sich bei Aeneas aber ohnehin immer auf ein Minimum. "Morgen... mh... Cato, richtig?"
    • Nachdem Alethia am Vortag zurückgekommen war mit der Aussage das die Truppe von der Armee nichts benötigte war Cato beinahe davon ausgegangen das sein erzwungener Partner zu spät kommen würde, wenn er sich nicht einmal für die Logistik interessierte, doch er wurde überrascht, ob positiv oder negativ konnte er noch nicht sagen. Sein Gegenüber wirkte durchaus wie jemand der Geld hatte, man sah ihm den Wohlstand seiner Familie an der Kleidung an aber das Gesicht zeugte davon das er vermutlich den gestrigen Abend nicht mit Planung verbracht hatte.
      "Admiral ersten Ranges Cato Iksander.", gab Cato die vollständige Namensbezeichnung von sich, wohl wissend das sich ein Mitglied der Armee wohl kaum um Flottenränge scherte und er wohl vergebens darauf bestehen würde hier eine andere Bezeichnung als seinen Namen zu erwirken, dennoch hatte er ein Banner hochzuhalten. Nun da Sie sich auf den Holzsteg gegenüber standen und er einen guten Blick auf Aeneas geworfen hatte war es ohnehin egal, Sie mussten das hier zusammen machen, wenn es ihnen auch nicht gefallen musste.
      "Du bist dann Scharführer Aeneas. Meine Proviantoffizieren hat gesagt ihr und eure Leute benötigt nichts, davon ausgehend das ihr aber essen müsst hat Sie die Planung dennoch mit euch im Sinn gemacht. Eine Fahrt zu den westlichen Kolonien kann manchmal über zwei Monate dauern und Platz ist begrenzt, ich kann nicht einfach jeden alles hier ein Bord schleppen lassen.", erklärte Cato dann, warum auch die Zeit mit Süßholzraspeln verschwenden wenn man mit Tatsachen beginnen konnte, "Dennoch müssen wir genau wissen wie viele Leute an Bord kommen und welches Zubehör?"
      Kurz bevor er seine Frage beendet hatte, drehte sich Cato um, um den Steg wieder hinauf auf sein Schiff zu gehen. Die Poseidons Speer war ein Prachtexemplar der Flotte, bezahlt mit einer bescheidenen Spende seiner Familie und wenn Sie auch nicht ds größte Schiff im Dienste von Atlantis darstellte, so war Sie doch eines der Modernsten. An Bord waren bereits Seeleute damit beschäftigt alles zu schrubben, Wartungen vorzunehmen und insgesamt das Schiff im besten Zustand zu halten, wenngleich aufgrund der frühen Stunde noch wenig los war.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Ob es diesen Cato störte Aeneas Familiennamen auszusprechen? Wer wusste das schon, der Krieger war ohnehin nicht so scharf darauf jedes Mal mit vollem Namen angesprochen zu werden. Davon ausgehend wie sein Gegenüber sich aber verhielt ließ sich schließen, dass diese Reise ihnen definitiv länger als zwei Monate vorkommen würde. Er vertrauter seiner Schar und sie hörten auf ihn, aber er konnte sich nicht vorstellen, dass sie sonderlich viel Respekt vor Cato und seiner Crew haben würden und umgekehrt war es wohl genauso. Aeneas selbst und auch die meisten seiner Männer und Frauen waren nicht interessiert an dem Geplänkel der hohen Häuser, passten sie doch weder zu dem einen noch zu dem anderen. Das Hauptproblem blieb aber bestehen, Cato spiegelte bestimmt seine Crew wider und sie alle würden nach Befehlen lechzen und stur ihrer Arbeit nachgehen.
      "Mhm mhm, ich verstehe.", brummte Aeneas nickend und überhörte die Anmaßung er wüsste nicht, wie weit ihre Reise wäre. Dass sie sich hier am Hafen trafen, lag bestimmt auch nicht nur daran, dass Cato Aeneas alles zeigen wollte, sondern daran, dass Aeneas in sein Revier gekommen war und nicht umgekehrt. Wie praktisch für den Admiral. Der Krieger folgte ihm dennoch die Planke hinauf auf das Schiff. Es war nicht das erste Mal, dass er auf See unterwegs sein würde, wenngleich er nie so weit gereist war. "Meine Schar besteht aus 25 Männern und Frauen und jemanden zurück zu lassen, kommt für mich nicht in Frage. Mit mir sind wir also 26. 26 Rundschilde - Standardgrößen - 26 Bögen mit jeweils 25 Pfeilen, 12 Kurzschwerter, 14 Speere, 26 Sätze an Rüstungen. Das ist die Standardausrüstung, aber nachdem wir nicht wissen was uns erwartet wollen wir mindestens 6 weitere Kurzschwerter und 7 weitere Speere mitnehmen, nur für den Fall. Ist das nicht möglich, dann eben Rohmaterial. Bronze, Holz, Leder. Wir bringen Werkzeug und Reparatur Material selbst mit, außer der werte Flottenexperte möchte das unbedingt selbst übernehmen. Desweiteren kommen noch ein paar Werkzeuge hinzu. Äxte, Messer und dergleichen, sowie Decken und Planen für Zelte für je zwei Soldaten." Sie hatten vielleicht keine Möglichkeit Nachschub anzufordern und Aeneas Schar war immer vorbereitet, selbst wenn sie nur ein paar Tage von Atlantis entfernt waren. "Ich habe meine Schar angewiesen sich um den Proviant selbst zu kümmern, sie wissen, dass die Reise zwei Monate oder länger dauern kann. Ich bin kein Freund davon die Essensverteilung jemand anderem zu überlassen, das führt nur zu Streitereien. Wasser überlasse ich gerne der Flotte." Den Wein konnte sich seine Schar selbst mitnehmen, aber so wie der Admiral aussah, würden sie diesen konfiszieren, sobald sie an Bord gingen.

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    • "Klingt nach leichtem Gepäck.", merkte Cato an während Sie liefen, jedoch war er nicht mit allem einverstanden, "Vorräte auf See sind komplizierter als bei einem Marsch Aeneas, alles muss rationiert werden, Platz ist begrenzt und die Lagerung komplizierter. Meine Proviantoffizierin wird dies daher übernehmen, wenn Streitereien erwartet werden empfehle ich das vorher zu unterbinden, jeder bekommt das Gleiche, damit verbraucht auch jeder den gleichen Platz."
      Cato genoß durchaus Freiheiten und räumte Sie anderen ein aber nur solange die Dinge funktionierten und ein Schiff war eine sorgfältig angepasste Maschine bei der jedes Zahnrad sitzen musste, sein Schiff insbesondere. Ein Seemann schleppte eine große Rolle Tau vor ihnen vorbei, grüßte Cato kurz mit einem Nicken und ging dann weiter seiner Arbeit nach.
      Die Reste des Sonnenaufgangs begleiteten Sie bei ihrem Rundgang an Bord, welchen Cato bewusst oberflächlich hielt, der Armeeoffizier musste nicht jedes Detail kennen und vermutlich interessierte es ihn auch gar nicht, wieso also unnötig Zeit verschwenden.
      "Keiner von uns hat Spaß an der Konstellation der Dinge aber ich gehe davon aus das wir unsere Zähne zusammenbeißen und das hier schaffen können, zumindest wenn wir keine Fehler machen. Wir segeln hier ins Unbekannte und keiner von uns weiß was uns eigentlich erwartet.", fuhr Cato fort. Die Berichte die aus der Kolonie gekommenw aren war eigentlich nur eine einzige Nachricht gewesen, zerstört. Es gab keine Details, keine genauen Informationen und nicht einmal Zeugen, all dies mussten SIe sich erst selbst zusammen suchen.
      Cato blickte hinüber zu Aeneas, "Sind wir hier auf einer Seite Scharführer?"
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Eine Tour durch das Schiff gab es nicht, aber jedes Schiff war auf die ein oder andere Weise gleich aufgebaut. Bei Catos Worten konnte Aeneas nur grummeln. Ob Aeneas nur mit dem falschen Fuß zuerst aufgestanden war, er doch einen Groll gegen die Flotte hegte, oder Cato tatsächlich arrogant und eingebildet war, das konnte er nicht genau sagen, aber er bekam seine Worte in den falschen Hals. Immerhin war genug Platz für seine 25 Soldaten. Aeneas schnaubte und schenkte dem Mann nicht einmal einen Blick, stattdessen ließ er seine Hand über das Holz der Reiling gleiten. "Das ist nicht unsere erste Reise auf See. Zugegeben, so lange war bisher keine, aber ich bezweifle dass du und deine Crew jemals so weit vorgedrungen sind." Er brauchte ihm nicht erklären, dass sie nicht einfach Süßwasser an einem Bach auffüllen konnten, oder das Früchte nach Tagen schlecht wurden, sie also etwas haltbares brauchten. "Ihr bringt uns hin, wir regeln den Rest.", stimmte er zu, auch wenn er wusste, dass der Admiral seine Worte wohl kaum so gemeint hatte. Aeneas drehte sich nun doch zu ihm, ihr Gespräch war noch nicht beendet. "Nachdem du leichtes Gepäck erwähnt hast, naja, dann ist es ja kein Problem, wenn meine Leute noch ein wenig mehr mitbringen. Sagen wir eine Orangenkiste voll? Ich bin einverstanden damit, dass ihr den gesamten Proviant stellt, wenn wir bei der Zuteilung beteiligt sind und damit keine Zweifel aufkommen, darf ich bestimmt den Laderaum sehen bevor wir abreisen. Nun... den restlichen Platz füllt ihr dann einfach mit Material auf. Ich denke Holz und Nägel könntet ihr auch ganz gut gebrauchen und wie gesagt, nicht auf das Leder und die Bronze vergessen. Wir sind findig, wir werden einen Weg finden zu schmieden, sollte es wirklich nötig sein." Sofern die Kolonie nicht bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, würden sie Ausrüstung finden können und selbst wenn nicht, Aeneas hatte Männer und Frauen aus allen Schichten der Gesellschaft unter sich, manche von ihnen waren geschickte Handwerker, bevor sie sich ihm anschlossen. "Also, willst du mir nicht noch zeigen wo meine Schar untergebracht wird? Die Aussicht hier oben ist zwar schön, aber früher oder später wirst du mir das Innere sowieso zeigen müssen."
    • "Wenn es nicht eure erste Seereise ist solltest du die Sachen besser wissen, nur ein schlechter Kapitän hat seine Vorräte nicht unter Kontrolle. DIe Zuteilung übernimmt meine Proviantoffizierin, es steht dir frei ihr jedesmal dabei zuzusehen und meinetwegen die gesamte Zeit an Bord im Lagerraum zu verbringen.", erklärte Cato mit klarer Stimme, während Sie sich gegenüber standen, "Material ist an Bord, eine Schmiede auch, das hier ist ein Kriegsschiff, wir können es auf hoher See reparieren wenn wir wollen, denn wenn nicht werden wir alle ziemlich jämmerlich ertrinken."
      Natürlich hatte Aeneas dennoch ein gutes Argument, ihm das Innere des Schiffes nicht zu zeigen wäre sinnlos gewesen und keine hilfreiche Maßnahme für die Planung, weshalb Cato los ging und den Scharführer unter Deck führte. Lagerräume gab es zwei, einen für Material der unverderblichen Sorte, einen für Nahrungsmittel, beide waren einsehbar, waren die Türen doch nur aus Eisenstäben. Die Schlaf- und Wohnbereiche waren im prinzip nur ein weiter Raum mit Pfeilern für Hängematten, Kriegsschiffe waren nicht komfortabel gebaut sondern praktisch.
      "Hier sind alle Nicht-Offiziere untergebracht, dir steht eine kleine Offizierskoje zu, diese sind am Heck. Für deine Leute wird hier genug Platz sein, Waffen werden dort drüben utergebracht.", Cato deutete auf eine Nische nahe der Treppe an Deck, "Dort sind Sie von jeder Stelle am Schiff angemessen schnell zu erreichen aber geschützt von zuviel Salzwasser."
      Mit dem kleinen Rundgang hatte Cato eigentlich alles wichtige weitergegeben, wollte er doch keine Geheimnisse hüten. Sein Respekt für die Armee mochte sich in Grenzen halten aber am Ende hatte der Ratsführer am gestrigen Tag Recht gehabt, am Ende waren Sie alle Atlanter und zuviel Rivalität geziehmte sich vielleicht für die kurzlebigen Barbaren, nicht aber für jene ihres eigenen Blutes. Sie würden schon noch genug Diskussionen führen, da war er sich sicher, momentan galt es für ihn jedoch diese zu verhindern und die Sachen klar zu machen die man benötigte.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • "Ich habe ja nie behauptet ich wäre ein Kapitän.", erwiderte Aeneas der sich der Abneigung seines Gegenübers nun doch sehr gewiss war. Würde er Aeneas Schar besser kennen, so wüsste er, dass keiner von ihnen sich gern bevormunden ließ. Noch dazu kamen sie schon mit anderen Trupps der Armee nicht zurecht, das würde bei einer Flottencrew nicht anders sein. Streitereien waren vorprogrammiert und auch wenn der Scharführer einer kleinen Prügelei hier und da nicht abgeneigt war, so versuchte er doch den Frieden auf einem Schiff zu wahren, auf dem sie mehrere Wochen gemeinsam verbringen mussten. Die Männer und Frauen die er anführte vertrauten ihm, ganz ohne strenge hierarchische Konstrukte, aber sie würden nicht ganz darauf verzichten können. Bei der Vorratszuteilung zuzusehen und die Lagerbestände zuvor aufzunehmen war nur Aeneas Idee davon, etwaige Unstimmigkeiten auf ein Minimum zu beschränken.
      "Waffen zu reparieren und neue zu schmieden, ist dann doch ein bisschen etwas anderes, als einen alten Kahn zu flicken. Je nachdem was uns erwartet wäre eine große Menge an Bauholz jedenfalls nicht schlecht, sollten wir an Land etwas errichten müssen. Barrikaden um unser Lager oder etwas Ähnliches. Planen für das ein oder andere größere Zelt wären vielleicht auch nicht schlecht.", brummte der Krieger, aber er wollte ja nicht so sein. Solange sie auf hoher See waren, erwartete er nicht, dass seine Schar viel zu tun hatte, außer es wurde von ihnen verlangt mitzuarbeiten. Sie waren allesamt keine Seefahrer, aber keiner von ihnen scheute etwas Arbeit, sofern die Schiffscrew nicht selbst auf der faulen Haut lag. Für den Moment jedoch folgte er dem Admiral ins Schiffsinnere, in dem das seichte Schaukeln gleich viel auffälliger schien. Die Unterbringung war angemessen, etwas anderes hatte Aeneas auch nicht erwartet. Die Stelle an der die Waffen untergebracht werden sollte inspizierte er ein paar Sekunden länger, während er sich für seine eigene Unterbringung kaum interessierte. "Zugang zu den Vorräten hat wer...?", fragte er noch. Er nahm an Cato selbst und seine Offizierin, aber es würde sich nur gehören, wenn Aeneas auch Zugang bekam. Er hatte nicht vor etwas zu stehlen, es ging lediglich ums Prinzip. Während Cato außerdem nicht wie jemand wirkte der sich oder seiner eigenen Crew einen Vorteil verschaffen wollte, so kannte er den Rest seiner Crew nicht und sein Vertrauen musste sich erst verdient werden.
    • Cato unterlies einen Kommentar über das Offensichtliche und lies Aeneas Aussage über das material einfach im Raum stehen. Ein Schiff bestand überwiegend aus Holz, womit Bauholzvorräte ohnehin in großer Menge vorhanden waren und Segeltuch war logischerweise auch im Überfluss an Bord, was diese Sache ebenfalls erledigte. Die Aussage das sein Schiff ein alter Kahn war gefiel ihm nicht besonders aber er lies sich nichts anmerken, er konnte nicht erwarten das der Scharführer in der Lage war Qualität zu erkennen. Diese Sache stellte sich mit jeder Minute aus anstrenger heraus doch er zweifelte nicht daran, das sein Gegenüber die Situation genauso wenig genoss, wieso also zu sehr darauf herum reiten.
      "Es gibt einen Schlüssel, den hat die Proviantoffizierin, abgeschlossen und bewacht werden die Lager aber nur im Hafen, ich vertraue meiner Mannschaft, auf See ist das Sicherheit genug.", erklärte er, "Zumal die Lage des Proviantlagers es unmöglich macht hinein zu gehen und etwas herauszuholen ohne von anderen Gesehen zu werden, du kannst also jederzeit hinein."
      Das Schiff schwankte leicht, vermutlich weil eine etwas größere Welle es im Hafen getroffen hatte und Cato verschränkte die Arme und suchte den Blick seines erzwungenen Kameraden der Armee, "Sofern du keine weiteren Einwürfe hast sollten wir klären wie die Route zu Beginn aussieht. Meinen Seekarten zufolge ist der beste Start Insular Theleme, der Außenposten vor der Küste, dort können wir uns umsehen und danach weiter zum Festland, da dies nochmals drei Tage sind."
      Cato hatte die neuen Kolonien im Westen nie selbst besucht, ihn selbst hatte es eigentlich immer in die andere Richtung verschlagen und daher musste er sich auf Karten verlassen, sowie die Informationen von Freunden und Kameraden, die dort schon einmal gewesen waren. Das der Ozean gen Westen zu den schlimmsten Wetterverhältnissen aller Meere neigte, würde ihre Anreise ohnehin nicht besonders angenehm machen.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Die Armee und die Flotte konnten sich noch nie ausstehen, so gesehen hatte hatte Cato eigentlich Glück, dass er an jemanden wie Aeneas geraten war, der nur allergisch auf seine Arroganz reagierte, statt ihn als Flottenmitglied gleich automatisch nicht leiden zu können. Trotzdem war er sich ziemlich sicher, dass die Reise eine anstrengende werden würden, schon allein deshalb, weil Cato und Aeneas unterschiedlicher nicht sein hätten können, dasselbe würde auch für die Crew und die Schar gelten. Aeneas Truppe passte sowieso nie irgendwo dazu, das würde hier nicht anders sein. Zusammengepfercht auf einem kleinen Boot, dürfte das Ganze noch schlimmer werden.
      Der blonde Krieger sah den Admiral an, der ihn wohl am Liebsten wieder aus seinem Schiff jagen wollte und nickte zustimmend. "Sicher. Keine Einwände. Was die Seeroute betrifft mische ich mich nicht ein. Alles weitere macht erst Sinn zu planen, wenn wir wissen was in den Kolonien passiert ist. Warten wir also ab, was uns am Außenposten erwartet, dann sprechen wir weiter." Aeneas war nie jemand gewesen, der sonderlich viel geplant hätte, aber er stürzte auch nicht zwangsweise immer drauf los. Trotzdem war er der Meinung, dass sie sich erst ein einigen Wochen Gedanken machen mussten. Ob es nun eine Armee war, die die Kolonien angegriffen hatte, oder sie von einem Naturereignis heimgesucht wurde, das würden sie dann schon sehen und je nachdem mussten sie ihre weitere Reise anders gestalten. Da das Gespräch einigermaßen beendet schien, machte Aeneas sich wieder auf den Weg an Deck des Schiffes.
    • Mit dem kurzen Austausch schien die Sache geregelt zu sein, Aeneas war wohl einfach niemand der viel Zeit in Planung investierte. Vermutlich würde ihm diese Eigenschaft irgendwann das Genick brechen aber in diesem Moment verschaffte es Cato ein wenig Spielraum und die Hoffnung das er die Sachen bis zu ihrer Ankunft drehen konnte. Ohne weitere Besprechungsthemen machte sich auch seine Gesellschaft auf den Rückweg an Deck und Cato folgte ihm die Treppe empor bis Sie wieder im Freien standen, nun von der vollständig aufgegangenen Morgensonne beschienen.
      "Du kennst unsere Abfahrtszeit von dahe rnehme ich an, dich in den frühesten Stunden des morgigen Tages hier mit deinen Leuten erwarten zu könen richtig?", fragte Cato in Aeneas Richtung. Eigentlich glaubte er die Antwort schon zu wissen, der Scharführer würde sicherlich nicht seine Chance auf diese Mission gefährden, doch er wollte eine Bestätigung. Der Rat war nicht gerade glücklich wenn Pläne nicht eingehalten wurden und wer zu oft versagte fand sich schnell ohne jedes Kommando wieder, selbst jene deren Familiennamen Sie eigentlich vor solcher Scharm schützen sollten.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Aeneas hatte nichts dagegen mehrere Wochen in dem engen Schiffsrumpf zu verbringen und doch war er froh wieder an Deck zu sein. Die Sonne war bereits aufgegangen, auch wenn es ein wenig bewölkt war. So fortschrittlich die Atlanter auch waren, viele von ihnen waren Abergläubisch. Aeneas hatte nicht viel Respekt vor Göttern und dennoch hoffte er, dass das Wetter morgen gut war und dass sie ihre Reise nicht unter einem schlechten Zeichen antraten. Er blinzelte als er gegen die Sonne blickte, dann driftete sein Blick zurück zu Cato.
      "Wir werden pünktlich sein, wer nicht erscheint, wird zurück gelassen.", versicherte er dem Kapitän. Er und seine Schar waren gleichermaßen begeistert davon, sich einer unbekannten Gefahr entgegen zu stellen, keiner würde das verpassen wollen.
      "Nun denn, wir sehen uns morgen. Deine Offizierin weiß wo sie mich finden kann, falls es noch irgendetwas gibt.", mit diesen Worten verabschiedete sich der Krieger und machte sich auf den Weg die Planke hinunter und zurück auf den Steg. Er drehte sich nicht noch einmal nach dem Schiff um, stattdessen machte er sich auf den Weg seinen Trupp die neue Situation mitzuteilen - viel geändert hatte sich ohnehin nicht. Den restlichen Tag verbrachte er in der Taverne, mit einigen seiner Leute die bereits Geschichten sponnen, noch bevor etwas passiert war.

      Am nächsten Morgen, sobald die ersten Sonnenstrahlen am Horizont erschienen, stand die gesamte Schar am Hafen bereit, samt Rüstungen, Waffen und Schilden für einen imposanten Abgang. Die frühen Morgenstunden hielten Zivilisten und Mitglieder der Flotte und der Armee nicht davon ab ebenfalls am Hafen zu erscheinen, um dem Schiff dabei zuzusehen, wie es in See stechen würde, um Atlantis erneut zu Ruhm und Sieg zu verhelfen. Mit Sicherheit gab es auch unter den Zivilisten und Dienern bereits Gerüchte über eine arrogante Streitmacht, die glaubte Atlantis Gebiet rauben zu können, oder über Ungeheuer die es zu erschlagen galt. Aufgrund des regen Besuches rissen sich die Männer und Frauen unter Aeneas Kommando zusammen, auch wenn einer hier und da einer hübschen Frau zuzwinkerte, oder nachsah, was unter seiner Schuhsohle klebte. Aeneas stand an der Spitze, grinsend als würde er gleich einen Orden verliehen bekommen und bereit an Bord zu gehen und ihr Abenteuer zu beginnen.
    • Die Schaulustigen, die sich trotz aller Frühe versammelt hatten waren ein ungewohnter Anblick. Flotten mochten solch ein Interesse erregen, eine Mission der Aufklärung jedoch, kaum groß genug um ernsthaft mehr als ein Gefecht zu gewinnen, war inder Regel von wenig Interesse aber vermutlich hatte die Gerüchteküche und die Aufwendige Ratssitzung ihr übliches getan und die Leute angestachelt. Cato wäre gut ohne den Trubel klargekommen, er mochte Ruhm nur bedingt, machte er doch Dinge häufig schwieriger und sorgte er für unglückliche Geschichten voller Halbwahrheiten. Immerhin war Aeneas pünktlich, wobei sich Cato beinahe Überpünktlichkeit gewünscht hätte um das lächerliche Schauspiel, welches nun aus dem an Bord kommen werden würde, zu vermeiden, doch nun war es zu spät Dinge zu ändern und vorwerfen konnte er es nur noch sich selbst.
      Cato blickte also von Bord in Richtung der Schar an Soldaten und wies diese mit einer Handbewegung in Aeneas Richtung an an Bord zu kommen, schließlich wollte er die Dinge nicht hinauszögern und glaubte das Aeneas es genauso sah. Als sich also die Schar, mit ihrem Führer an der Spitze über den Steg an Bord began, nickte er Aeneas zu, "Lassen wir diesen Trubel hinter uns, sagt euren Leuten am besten Sie sollen sich unter Deck einrichten, das Oberdeck ist beim Ablegen hektisch genug ohne Besucher."

      Mit der Truppe an Bord stand ihrer Abfahrt nichts mehr im Wege und Cato setzte zu einem lauteren und herrischeren Ton an, "Leinen los und Ruder bereit!"
      Routinierte Geschwindigkeit erfasste die Deckmannschaft, der Steg wurde eingezogen, Leinen eingeholt und alles für das Ablegen vorbereitet, dann wie als wäre das Schiff ein einzelner Organismus wurden dei Ruder hinausgeschoben und stießen das mächtige Seegefährt ab vom steinernen Pier.
      "Drei Striche nach Links, dann voll voraus!", erfolgte Catos nächster Befehl und die Poseidons Speer vollführte eine leichte Kurve bevor Sie kerzengerade aus dem Hafen hinaus ruderte. Eine lange Reise lag nun vor ihnen, wobei sich erst noch zeigen würde ob Wind und Wetter auf ihrer Seite waren und wie lange Sie sich auf See aufhalten müssen würden.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Der Trubel hielt sich in Grenzen, aber er war da. Vielleicht würden sie genauso empfangen werden wenn sie zurück kamen, vielleicht mit mehr Leuten, vielleicht kamen sie überhaupt nicht zurück, wer wusste das schon? Aeneas lächelte Cato an, der steif wie ein Stock auf seinem Kahn stand und über Nacht noch mehr Falten bekommen zu haben schien. Der Krieger hingegen war aufgeregt und freute sich ein wenig auf die Reise, auch wenn sie lang werden würde. Er ging als erster an Bord, die Männer und Frauen in bronzenen Rüstungen folgten ihm mehr oder weniger geordnet und Aeneas stellte sich neben den Steg und Cato und nickte ihm nur mit einem zufriedenen Lächeln zu, von dem er nicht wusste, wie lange es halten würde. "Na dann verzieht euch nach unten und steht keinem im Weg. Gaffen könnt ihr später!", rief er in einer Lautstärke aus die sicher stellte, dass auch der letzte in der Reihe gehört hatte, was sie tun sollten. Manche verdrehten die Augen, oder seufzten übertrieben laut bevor sie jedoch lachten und sich schnell auf den Weg unter Deck machten, um dort alles unsicher zu machen. Aeneas beobachtete sie dabei wie sie sich zurück zogen und überließ danach Cato den Rest. "Na dann...", nickte er ihm mit einem Klopfen auf das hölzerne Schiff zu, bevor er selbst aus dem Weg ging und seiner Schar folgte, um ihnen mitzuteilen wo sie ihre Waffen und die wenigen Habseligkeiten die sie hatten verstauen konnten. Die meisten von ihnen legten ihre Rüstungen schon wieder ab, die sie nur getragen hatten, weil es eben doch Schaulustige gab. Aeneas wartete ein wenig, sah zu wie etwas Ordnung in das Chaos hier unten eintrat und schälte sich dann aus seiner eigenen Rüstung. Nachdem er noch nicht wusste wo er schlafen würde, ließ er seine Sachen bei seiner Truppe und nach einer Weile des Wartens, bis der Lärm oben nachließ und das Schiff einigermaßen ruhig über das Wasser glitt, begab er sich zurück an Deck, um sich ein wenig umzusehen.
    • Mit dem Hafen hinter sich und der Enge von Pieren und angelegten Schiffen entkommen nahmen die Ruderer nocheinmal mehr Fahrt auf bis die Poseidons Speer es aus der Bucht geschafft hatte, welcher den gewaltigen atlantischen Hafen bildete. Salzige Gischt stob empor am Bug des Schiffes und ein feiner Sprühnebel aus aufgewirbelten Salzwasser legte sich schnell auf alles an Deck und erfüllte die Luft mit dem frischen Salzgeruch der See. Nun ungehindert von anderen Dingen hatten die Ruderer ihr Werk getan und Cato verkündete einen nuen Satz an Befehlen, "Segel setzen! Kurs West-Süd-West!"
      Die Deckmannschaft nahm ihre Arbeit auf und schon kurz darauf breiteten sich die großen Segel aus. Alle drei Masten wurden voll gehisst und der Wind erfüllte das dichte Segeltuch mit seiner Kraft, was das Schiff voran trieb. Mit den Segeln im Wind kehrte ein wenig Ruhe an Deck ein, denn nun war wenig zu tun außer die einfachen Anpassungen des Kurses und das Halten der Segel im Wind selbst. Es waren diese Momente, die die Seefahrt zu etwas so besonderem machte, die Ruhe auf See und die Weite des Ozeans.
      Als er vom Oberdeck hinabblickte konnte er erkennen wie Aeneas die Treppe an Deck hinaufkam, doch abgesehen von der Erkenntnis tat Cato nichts weiter und fokussierte sich stattdessen auf den Kurs vor ihnen. Das Wetter um Atlantis herum war um diese Jahreszeit ruhig und wenig gefährlich, doch so gemütlich das Feuer der Heimat auch sein mochte, so unvorhersehbar würden die Verhältnisse weiter draußen sein und er hatte nicht vor sich von einem Sturm überraschen zu lassen. Was immer Sie im Westen erwartete spielte keine Rolle mehr wenn Sie mitten im Ozean ertranken.
      Ein Seemann hatte ihm bereits eine Ansammlung an See- und Wetterkarten aufs Oberdeck gebracht, wo er diese auf einem Tisch begutachtete um zu sehen wo sich schlimmere Wetterpotenziale umfahren ließen.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Aeneas kam an Deck und ließ seinen Blick ein wenig schweifen. Ihre Heimat wurde am Horizont immer kleiner - eigentlich schade, dass er nicht da war, als sie noch aus dem Hafen manövrierten. Wie dem auch sei, er machte einen kurzen Spaziergang an Deck, darauf bedacht niemandem im Weg zu stehen und nachdem er die Aussicht und die leichte Brise eine Weile genossen hatte, machte er kehrt und fand Cato schnell am Oberdeck.
      Aeneas schlenderte gemütlich in seine Richtung, die nächste Treppe hinauf und schließlich gesellte er sich mit einem kurzen Blick auf all seine Karten zu ihm. Angenommen, dass er hier oben nichts verloren hatte, hatte er nicht, dementsprechend zielstrebig war er voran geschritten. Mit verschränkten Armen lehnte er sich an die Reling und suchte Catos konzentrierten Blick.
      "Falls du etwas für meine Schar zu tun hast, immer raus damit. Zwei Monate unter Deck zu verbringen wird ihnen nicht gefallen. Sie scheuen keine Arbeit und es ist allemal besser, als sich die Beine in den Bauch zu stehen. Ihnen würden nur dumme Ideen kommen und sie werden da unten bestimmt jetzt schon unruhig." Aeneas wollte diese Reise ohne Meuterei überstehen, auch wenn er nicht immer der Verantwortungsbewussteste war, er meinte was er sagte und er hatte nur gute Intentionen.
    • Während er über seiner Kartensammlung brütete hatte Cato gar nicht mitbekommen das Aeneas sich herangeschlichen hatte, oder eher heranbewegt, und erst als der Scharführer seinen Blick suchte und ihn ansprach stellte er fest, das dieser sich aufs Oberdeck begeben hatte. Er brauchte eine Sekunde das ungewohnte Gesicht auf seinem Schiff zu verarbetien, so sehr war er in Gedanken gewesen.
      "Die meisten Aufgaben an Bord sind nichts für Amateure und ich glaube nicht das deine Truppe bereit wäre das Deck zu schrubben oder?", merkte Cato an allerdings erst nach einem Augenblick ernsthaften Nachdenkens. Den Gedankengang von Aeneas konnte er durchaus nachvollziehen, doch mit einer vollständigen Besatzung gab es wenig überfällige Aufgaben, zumindest nicht wenn nicht etwas unvorhergesehenes geschah, welches die Parameter veränderte. Erst nach einem weiteren Augenblick des Nachdenkens sprach Cato dann nochmals weiter, "Während der Fahrt ist das Deck nur viel freier Platz, deine Leute sind also nicht darauf angewiesen nur unter Deck zu sein."
      Nun lies Cato die Augen wieder auf die Karten sinken und schob diese umher, "Die Jahreszeit ist unglücklich, wir werden duch einige Stürme durch müssen schätze ich, drei Monate früher wäre besser gewesen."
      Catos Worte waren mehr an ihn selbst gerichtet als an andere, eine Form seine Gedanken zu ordnen, nicht wirklich anderen Details mitzuteilen.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Cato schien in Gedanken versunken und Aeneas wartete geduldig auf ein Antwort, während er dem Treiben auf dem Schiff zusah. Der Vorschlag das Deck zu schrubben, war in der Tat nicht besonders ansprechend, das stimmte wohl. "Nicht unbedingt.", stimmte Aeneas zu und gleichzeitig konnte er sich nicht vorstellen, dass Cato sein Schar an Deck herumlungern haben wollte. Sie würden trainieren, ja, aber viel mehr hatten sie auf dem Schiff nicht zu tun.
      Cato schien keine große Lust darauf zu haben sich zu unterhalten und Aeneas warf einen erneuten Blick auf die Karten, die so viel interessanter zu sein schienen als Aeneas. Er merkte, dass die folgenden Worte nicht an ihn gerichtet waren und trotzdem antwortete er auf diese. "Wäre es dann nicht besser, dass alle Hände an Bord mit anpacken können? Wir können lernen. jeder von uns.", schlug er vor. Die Meisten von ihnen waren wie Aeneas. Stillsitzen lag ihnen nicht im Blut.