The MIST ❦ [Aozora & Saki]

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    • The MIST ❦ [Aozora & Saki]

      The MIST

      Vorstellung
      @Aozora Tori


      Kyle Frey

      Wie lange war er nun schon hier? 3 Tage? Vielleicht sogar 4? Er wusste es nicht mehr genau. Allerdings war es auch egal, denn ohne seinen Wagen würde er so schnell nirgends mehr hinkommen, das war klar. So stand er auch heute am frühen Morgen vor der Garage, lehnte sich an die Motorhaube des dunkelblauen Ford Mustang und zog an seinem Zigarettenstummel, der in seinem Mundwinkel verweilte. Die Arme vor der Brust verschränkt und seinen Blick über die verlassene Straße schweifen lassend. Hier hatte schon lange niemand mehr gewohnt, geschweigenden war hier jemand entlang gekommen. Noch immer fragte er sich, wieso das alles damals passiert war. Wieso alles zum Tod so vieler führen musste. Doch egal wie oft er sich diese Fragen stellte, er würde doch nie eine Antwort darauf bekommen.
      Mit einem tiefen Seufzen warf er den Zigarettenstummel auf den Boden und trat ihn aus, bevor er sich von der Motorhaube abstieß und sich umdrehte. Die bis dato noch offene Haube ließ er nach unten fallen, nachdem er die Stange gelöst hatte, während das dreckige Tuch seinen Platz über seiner Schulter fand. Er würde den Wagen schon bald wieder zum Laufen bekommen, da war er sich sicher.
      Seine beinahe schon schweren Schritte führten ihn in das verlassene, halb zerstörte Haus hinein, bevor seine rehbraunen Augen aus dem Fenster wanderten. Die Scheibe eingeschlagen und frische Blutstropfen an den Kanten waren zu sehen. Vor zwei Tagen waren ein paar von ihnen hier her gekommen. Hatten versucht ihn umzubringen und noch mehr, was er sich gar nicht erst hatte vorstellen wollen. Und doch waren es nur zwei Mädchen gewesen. Mädchen, die nicht einmal älter als 15 oder 16 gewesen waren. Mädchen, die mehr als nur den Nebel von damals miterleben mussten. Eine Welt wie diese hier, in welcher sie nun lebten, verlangte zu viel von den damaligen Kindern, welche heute zu jungen Erwachsenen herangewachsen waren. Und noch immer war ein ruhiges Leben unmöglich. Nicht nur, weil sie keinen Platz mehr hatten, an dem sie leben konnten. Sondern auch, weil noch immer all die Erwachsenen und das Militär Jagd auf sie machten, um auch den Rest von ihnen umzubringen. Um die Monster auszurotten, die vor 10 Jahren entstanden waren. Eben jene Monster, welche sich hier her verirrt hatten und welche Kyle mit so viel Glück, wie er nur haben konnte, beseitigen konnte.
      Für einen Moment schloss Kyle die Augen, schüttelte den Kopf ein wenig und fuhr sich durch das dunkle Haar, ehe er sich mit der Hand über das Gesicht fuhr. Das Entsetzen in ihren Augen, auch wenn sie nicht mehr bei Verstand waren. Das würde er nie mehr aus dem Kopf bekommen. Langsam ließ er seine Hand sinken, ließ die Arme beinahe schon schlaff von seinem Körper hängen, bevor er sich auf das ranzige Sofa setzte, dessen Stoff bereits gerissen war. Die Wände um ihn herum sichtlich vergilbt, während sich an einigen Stellen die Tapeten bereits lösten. Es hatte wirklich etwas trauriges, beinahe schon deprimierendes, all die Häuser in solch einem Zustand zu sehen. Doch nach den 10 Jahren, nachdem Temperville und die umliegenden Städte und Dörfer evakuiert wurden, blieb der Natur freie Hand sich alles wieder zurück zu holen.
      Kyle legte den Kopf in den Nacken. Schloss für einen Moment die Augen und atmete tief ein. Wo würde er noch landen? Manchmal fragte er sich, ob er überhaupt lange genug überleben würde. Hilfe brauchte er schließlich keine zu erwarten. Wollte er nicht in einem ihrer Labore enden.



      Zaya & Miu Cheng

      "Pscht. Miu. Bleib da sitzen, okay? Ich beeile mich." flüsterte die junge Frau beinahe schon. Stand sie hinter einer zerfallenen Litfaßsäule und deutete der etwas Kleineren hier zu bleiben. Sie hatte einen Markt gefunden, oder zumindest das, was davon noch über geblieben war. Doch etwas ganz wichtiges ist ihr durch die zerschlagenen Fenster und umgestoßenen Regale ins Auge geflogen: Konserven. Die Rettung in einer Zeit wie dieser. Essen, dass sich etliche Jahrzehnte halten konnte und die beiden vor dem Hungerstod bewahren konnte. Allerdings wusste Zaya nur zu gut, in was für einer gefährlichen Gegend sie umher liefen. Eine damalige Einkaufspassage in Mitten der kleinen Stadt. Ein kleiner Getränkemarkt war eine Straße weiter noch zu sehen und auch dort hoffte die Langhaarige noch etwas zu finden. Das Wasser, welches durch die Leitungen lief war alles andere mehr als genießbar und langsam gingen ihnen die Wasservorräte aus.
      "Aber.... Zaya..." kam es murmelnd von der Jüngeren der Zwillinge, doch die Blauäugige schüttelte den Kopf. "Du bleibst hier und passt auf, dass nichts kommt. Wenn du auch nur etwas sieht, dass sich bewegt oder ein Geräusch macht, dann rennst du so schnell du kannst ins nächste Gebäude und schließt dich ein. Hast du verstanden?" sprach sie weiter und hob den Finger, was Miu die Lippen aufeinander pressen ließ. Widerworte brachten bei ihrer Schwester nichts, das war ihr mehr als nur bewusst, weswegen sie nun leicht nickte. Sie hatte doch sowieso keine andere Wahl. "Sehr gut. Ich schnappe mir so viel, wie ich kann und so viel wie da ist und komme dann sofort zurück, ja? Bleib hier hinter versteckt." wies sie noch einmal an, bevor ihr Blick zurück zum Markt wanderte. Den Rucksack hatte sie geschultert, atmete tief ein und wieder aus, bevor sie sich kurz umsah und schließlich mit einem kurzen Sprint zum Gebäude lief.
      "Soweit so gut." murmelte sie leise, sah sich genaustens um und ließ ihren Blick durch die Regale wandern. Erst, als sie nichts ungewöhnliches bemerkte trat sie über die Fassung, in welcher zuvor Fensterscheiben ihren Platz gefunden hatten. Vorsichtig und darauf bedacht nicht auf die Glasscherben auf dem Boden zu treten schlängelte sie sich hindurch. Duckend. Darauf achtend, keinen Laut von sich zu geben. Den Rucksack nahm sie zur Hand und schob so viele Dosen, wie sie konnte in das Innere.
    • Evie Williams

      Es waren nun schon einige Tage vergangen, seitdem Evie aufgebrochen war. Nachdem sie im letzten Vorort alles geplündert hatte, was sie finden konnte. Sie wusste zwar noch, dass sie wieder in der Umgebung um Temperville war, aber wo genau wusste sie tatsächlich nicht. Sie wanderte sowieso nur um die Orte umher, um sich Vorräte suchen zu können, weswegen sie wohl eher Planlos durch die Gegend streifte.
      Jedoch hatte sie seit Tagen nichts anderes als Wald, Stöcke, Steine und noch mehr Wald gesehen.
      "Verdaaaammt." raufte sie sich dabei durch die Haare. Sie hatte komplett ihre Orientierung verloren, und so allmählich nagte der Hunger an ihren Kräften. Ihr Magen knurrte nur vor sich her. "Ist ja gut Magen! ich finde dir schon was zu essen!" schimpfte sie zu sich selbst und schleppte sich dabei weiter den Weg entlang.
      Aus ihrer Tasche kramte sie, während sie weiter lief, eine alte Plastikflasche wo noch etwa 1/3 Wasser drin war, und genehmigte sich einen kleinen Schluck daraus. "Ekelhaft.." grummelte sie dabei.. "Ich werde mich wohl nie daran gewöhnen." drehte dann wieder den Deckel zu, und packte ihre Flasche wieder in den Rucksack.
      Im vorigen Ort, hatte sie das Wasser gefunden, es lag unter einem Tresen, in einem alten Drogerieladen, der jetzt nur noch eine geplünderte Ruine war. Da hatte sie wirklich mehr als glück, das diese Flasche von den vorigen Plünderen übersehen wurde oder einfach verloren haben. Wer weiß das schon? es kam Evie nur zugute.

      Eine weile Lang lief Evie weiter den Waldweg entlang, in der Hoffnung endlich den Ausgang zu finden.
      Plötzlich schreckte Evie auf, als sie ein raschelndes Geräusch aus einem der Büsche hörte. Wie ausgewechselt, fixierte sie sich auf dieses rascheln, ging paar Schritte zurück und griff langsam nach ihrer Pistole, die sie am Gürtel befestigt hatte.
      Damit zielte sie zum Busch, der immer noch am rascheln war.
      Nervös löste sie die Sicherung und war jederzeit bereit zu schießen. Ohne jegliche Vorwarnung sprang etwas aus dem raschelnden Busch..
      "Ein.. Eichhörnchen.." murmelte sie erleichtert, aber auch irgendwie enttäuscht dass sie sich so getäuscht hatte.
      Seufzend packte sie ihre Pistole wieder weg, und sah nur wie das Eichhörnchen die Flucht ergriff, um blitzschnell auf den nächsten Baum zu klettern. Grade als sie sich umdrehte, und sich weiter durch den Wald schleppen wollte, bemerkte sie ein weiteres, lauteres Rascheln, begleitet von einem Unmenschlichen knurren.
      Dieses Geräusch kannte sie mehr als genüge.. "Oh nein.." flüsterte sie leise zu sich selbst, nahm dabei sofort die Beine in die Hand.
      Voller Adrenalin, rannte sie geschwind durch den Wald, das Knurren wurde fast mehr zu einem Brüllen eines Tieres, das immer näher kam.

      Doch ein Lichtblick gab es. Durch das dickicht konnte sie endlich etwas erkennen, was nicht nur Wald war. "Na endlich!" freute sie sich für einen kurzen moment ,und nahm damit nochmal ein Zahn zu.
      Endlich durch den Wald, näherte sie sich der Stadt die sie erblickte. Es kam ihr nicht bekannt vor, und ehrlich gesagt hatte sie in der Eile auch nicht vor auf die Schilder zu schauen, wo sie nun gelandet war.
      Das erste woran sie dachte war, ein Versteck zu finden.. denn dagegen zu kämpfen würde sie niemals einfach so versuchen.
      Angekommen an der Straße, rannte sie auf eins der Häuser zu, sprang über den kaputten Zaun, womit sie im Garten eines der Häuser landete.
      Zügig schlich lief sie in das vermoderte Haus, in einer Küche, die wohl einer Hintertür zum Garten hin hatte, und versteckte sich dort hinter der Türe.
      //bin ich ihn losgeworden?// fragte sie sich, sah einen kurzen Blick aus dem kaputten Fenster.. allerdings konnte sie es nicht mehr sehen.
      "Puuuuh.." rutschte dabei erschöpft die Wand runter, völlig außer Atem blieb sie da sitzen um sich für einen Moment auszuruhen.




      Jasper White

      Langsam erwachte der Junge Mann aus seinem leichten Schlaf. Die ersten Sonnenstrahlen, die durch die kaputten Fenster schienen, waren Jaspers persönlicher Wecker geworden.
      Er hatte sich seit einer Weile in einem Gebäude, nähe eines Markes niedergelassen. Denn dort hatte er alles was er brauchte, um zu überleben. Nicht viele Menschen kamen hier vorbei, und falls doch kamen diese meist auch nicht lebendig raus.
      Nicht wegen Jasper selbst, sondern laufen in dieser Gegend viele gefährliche 'Dinger' rum.
      Für Jasper waren sie nichts weiter mehr als willenlose Hüllen die nichts weiter taten als zu töten. Er fürchtete sich nicht vor ihnen, er hasste sie. Sie sind das Vorbild, was er nicht werden wollte. Und doch fürchtete er, selbst irgendwann so sein zu können..

      Er erhob sich aus seiner alten Matratze, die direkt am Fenster lag, und ging zu seinem Rucksack um sich etwas zum Essen raus zu kramen, da sein Magen wieder laut am knurren war.
      "oh.." murmelte er leise zu sich, bemerkte dass er ja schon alles aufgegessen hatte, was er zu seinem Versteck gebracht hatte.
      //heißt wohl, ich muss mir neues holen gehen.// dachte er und schulterte dabei seinen Rucksack. Tag ein, Tag aus lebte er einfach nur dort, meiste Zeit in diesem Versteck, um möglichst keinen anderen zu begegnen. Seien es Menschen oder diese Dinger.

      Mit dem leeren Rucksack bepackt ging er zur Türe und verließ sein Versteck. Es war in einem der noch stehenden Gebäude, im 2. Stock. Von dort aus hatte er immer einen guten Blick über die Straßen, und was da grade vor sich ginge. Unten war ein altes Cafe gewesen, was damals wohl wirklich schön ausgesehen haben muss. Allerdings wuchert da jetzt nur noch die Natur durch, und holt sich das zurück, was rechtmäßig eh immer ihr gehörte.

      Unten angekommen, sah er nochmal einen Blick aus den Fenstern, falls einer der Dinger sich wieder hier rumschleicht. Doch auf den ersten Blick konnte er keine wahrnehmen, weshalb er sich entschied das Cafe zu verlassen und sich auf dem Weg zum Laden zu machen, wo noch die ganzen Konserven drin standen. Das war seine momentane Nahrungsquelle, es war so viel, das er damit alleine doch recht lange mit klar kommen würde.
      Er eilte rüber zum ehemaligen Einkaufsladen, ging durch eins der Fenster hindurch was kaputt war, ohne wirklich darauf zu achten, ob er Geräusche machte. Denn vorsichtig sein, war nie wirklich seine Stärke. Das glich er aber mit seinem guten Gespür aus, weshalb er schon beim betreten des Ladens bemerkte, das etwas merkwürdig war, dass wohlmöglich sogar jemand grade hier war.
      "Tsk.." machte er genervt. //war eins dieser Dinger etwa hier reingekommen? lästig// dachte er und fing an die Gänge abzusuchen, um den Störenfried wieder loszuwerden.
      Er würde wohl nicht damit rechnen, das kein hirnloses Ding hier rumstreift, und grade fleißig die Dosen einsteckte die er für sich eigentlich zum überleben brauchte.

    • Kyle Frey

      Eine Weile verweilte der Dunkelhaarige auf dem Sofa, die Augen geschlossen und die aufkommende Stille genießend. Hatte er die Stunden nachdem er aufgestanden war nur das Geräusch der Werkzeuge in seinen Händen gehört, welche am Motor herum schraubten. Das leise Knarren des Bleches, welches hier und da doch schon ein paar Dellen aufwies und welche sich durch die Hitze langsam wieder formten. Ansonsten war es ein Wunder, wenn er einmal einen Moment der Ruhe für sich hatte. Lediglich das Geräusch des Windes, der durch die offenen Fenster pfiff und vielleicht ein paar Vögel oder Krähen, welche herum schrien. Nachts war es immer besonders schlimm. Bildete er sich manchmal ein ein Knurren oder Rascheln zu hören. Wer konnte es ihm verübeln in solch einer Zeit, in der er auf der Flucht vor so Vielem war und um sein Überleben kämpfte.
      Eine halbe Stunde verging, in der er sich nicht regte. Eine halbe Stunde, in denen er einfach nur da saß, seinen Kopf frei machte und seinem Körper eine Pause gönnte. Bis ihm ein leises Geräusch ans Ohr drang. Ein Geräusch, welches er nicht zuordnen konnte. Hörte es sich an wie Schritte, die näher kamen. Schritte, welcher er dachte sich erneut eingebildet zu haben. Er regte sich nicht. Tat es als Hirngespinst ab, bis er jedoch deutlich hörte, wie eine Tür geöffnet wurde. Sogleich öffnete er seine Augen, welche sogleich an die Decke geheftet waren. Er spitzte seine Ohren, hielt beinahe schon den Atem an. Langsam, darauf achtend keinen Laut von sich zu geben, erhob er sich vom Sofa. Sein Blick wanderte zum Flur, welcher die alten Räume trennte.
      Seine Hand wanderte zu seiner Pistole an seinem Gürtel, die er damals an sich genommen hatte. War von seinem Zuhause damals kaum etwas über geblieben. Lediglich das Auto, welches jetzt leblos in der Garage stand und die Pistole seines Vaters, die bis dato noch ungenutzt geblieben war. Zu seinem Vorteil. Die Pistole nun jedoch in beiden Händen schlich er aus dem kleinen Wohnzimmer. Schritt den Gang entlang in Richtung Küche, aus dessen Richtung er die Schritte gehört hatte. Ein dumpfes Geräusch folgte. Es war jemand hier. War es eines dieser Dinge, welches sich Zugang verschafft hatte? Mit einem würde er fertig werden ohne eine Kugel verschwenden zu müssen. Wurde er mit den beiden letztens ebenfalls fertig. Ein Glück, dass ein Brecheisen zu mehr fähig war, als nur Dinge zu stemmen und aufzubrechen.
      Kurz schloss er die Augen, lehnte sich neben der Tür an die Wand und atmete tief ein, bevor er vorsichtig um die Ecke lugte. Sein Blick wanderte durch die Küche, bevor seine Augen auf einer jungen Frau ruhten. Die Pistole hatte er vor sich, richtete diese auf die junge Frau und betrat gänzlich die Küche. Würde sie aufspringen würde er schießen. Doch ein kurzer Blick über ihren Körper und in ihr Gesicht verriet ihm, dass sie keine Anzeichen hatte. Keine Adern, die hervorstachen. Keine roten Augen, die einen wie die eines Dämons ansahen. Der Lauf der Pistole war allerdings noch immer auf sie gerichtet. "...Ich werde mich nicht scheuen sie zu benutzen." versuchte er es. Wer wusste schon, ob sie ihn überhaupt verstand. Vielleicht war sie doch eines der Monster, die jedoch noch ruhig waren?




      Zaya & Miu Cheng

      Still und stumm saß Miu hinter der Säule, oder zumindest hinter dem, was davon noch übrig war. Ihre Beine hatte sie dicht an ihren Körper gezogen, mit ihren Armen umschlungen und achtete auf ihre Umgebung. Sie musste ihrer Schwester Bescheid geben, sobald sie etwas verdächtiges sah oder hörte. Doch im Moment schienen sie Glück zu haben, wenn man das in solch einer Situation als Glück bezeichnen konnte. Ein wenig beugte sie sich zur Seite, sah in Richtung des kleinen Ladens und presste die Lippen auf einander, als sie ab und an den schwarzen Schopf ihrer Schwester sehen konnte. Anscheinend schien dort drin nichts auf sie gelauert zu haben, worüber Miu mehr als nur erleichtert war. Tief atmete sie ein und legte ihren Kopf für einen Moment auf ihre Knie ab, bevor sie leise Schritte hörte. Deutlich zuckte sie zusammen, versteifte ihren Körper ein wenig und hob langsam ihren Blick, welcher zu einem weißhaarigen Mann wanderte, der sie wohl nicht gesehen hatte. Das junge Mädchen allerdings biss sich auf die Unterlippe. Ein normaler Mensch war das nicht, das konnte sie fühlen. Sie wusste nicht woher oder wieso, aber sie wusste es. Sie musste Zaya warnen, doch wie sollte sie das machen? Hatte der Mann den Laden doch schon fast erreicht. Würde sie jetzt nach ihr rufen würde ihn das nur alarmieren. "Zaya.... Komm da raus." murmelte sie leise, wusste sie zu gut, dass ihre Schwester es nicht hören konnte und doch hoffte sie es.

      Die Langhaarige hingegen lächelte ein wenig, als sie ihre Ausbeute sah. Das würde erst einmal für ihre Schwester und sich reichen, da war sie sich sicher. Auch wenn sie sich nach etwas leckerem sehnte wie einen frischen Eintopf oder gar einen Auflauf. Oh wie gern hätte sie einen frisch zubereiteten Gemüseauflauf mit viel Käse oben drüber. Ein leises Seufzen entwich ihr, bevor sie den Reißverschluss ihres Rucksacks schloss und sogleich versteifte, als sie das leise Kacken der Scheiben hörte, welche sie zuvor gemieden hatte. Das fehlte ihr gerade noch, dass ausgerechnet jetzt jemand oder etwas kam. Hoffte sie nur, dass Miu sich in Sicherheit gebracht hatte.
      Langsam wanderte ihre Hand zu ihrem Rücken, auf welchem sie ihren Baseballschläger befestigt hatte. Ohne diesen würde sie keinen Fuß hinaus setzen. War es zwar nicht viel, doch zumindest eine kleine Verteidigung, die ihnen auch schon so oft das Leben gerettet hatte. Kurz schluckte sie, als sie die Schritte hörte, die wohl durch die Gänge wanderten. Zwischen den Regalen konnte sie durch die dünnen Schlitzen die Beine sehen, welche vorbei gingen. Zaya hielt die Luft an, festigte den Griff um ihren Schläger und schob den Rucksack leise und bedacht auf ihren Rücken, bevor sie sich in der Hocke rückwärts bewegte. Ihr Herz raste vor Panik, das konnte sie nicht leugnen. Auch, wenn es irgendwann sicherlich der Fall sein würde, so wollte definitiv nicht durch eines dieser Dinger sterben. Ob sie es still nach draußen schaffen würde? Doch kaum hatte sie diesen Gedanken beendet spürte sie, wie sie an eines der Regale stieß. Eines, welches bereits halb umgefallen war und lediglich durch alte Kisten gestützt wurde. Der leichte Stoß hingegen reichte aus, damit das Regal gänzlich zu Boden fiel und den erzeugten Lärm damit nicht vermieden wurde. "Fuck." murmelte die Schwarzhaarige und presste die Lippen aufeinander, bevor ihr Blick umher wanderte. Vielleicht gab es ja noch etwas Elektrizität, welche ihr helfen konnte.
    • Evie Williams


      Der kurze Moment der Ruhe, blieb Evie nicht lange vergönnt. Während sie völlig erschöpft auf dem Boden saß, und einen Moment ihre Augen ausruhte, konnte sie leise Schritte vernehmen. War es ihr doch gefolgt? Sie war sich da nicht sicher, doch schien sie immernoch nicht in Sicherheit zu sein. Ihre Hand wanderte also wieder mal langsam zu ihrer Pistole am Gürtel.
      Die Schritte kamen immer näher, und so näher sie kamen, desto schwerlicher wurde ihre Atmung. Könnte sie sich grade überhaupt großartig wehren? gegen einen dieser Aggressiven wohl eher weniger.
      Sie versuchte sich zu beruhigen, sah in Richtung der Türe, mit der einen Hand an der Pistole bereit. Evie versuchte sich aufzurichten und sah eine Gestalt, die sich so langsam vor ihr zeigte. Es war aber.. ein Mensch? er stand vor ihr, mit seiner Waffe auf sie gerichtet und fing an zu sprechen.
      "...Ich werde mich nicht scheuen sie zu benutzen." warnte er Evie, voreilige Bewegungen wären wohl jetzt nicht die beste Entscheidung die sie treffen könnte.
      Langsam versuchte Evie aufzustehen, was etwas schwerlich war da sie noch völlig erschöpft war und ihre Beine zitterten, beide Arme hob sie nach oben um zu zeigen, dass sie nicht vor hat anzugreifen.
      "Ich bin keins dieser Dinger!" erklärte sie sich zügig. "Ich wurde von einem verfolgt, weshalb ich ein Versteck gesucht habe.. Tut mir leid falls ich hier in dein Haus so reingeplatzt bin." fügte sie noch hinzu, lächelte ihn an, auch wenn man ihre Unsicherheit sehr einfach raussehen konnte.
      Ihren Blick aufgerichtet, konnte sie die Person vor sich beobachten. Die Person, die Evie grade mit einer Waffe bedrohte, war wohl ein Mann selbigen Alters, es schien ihr aber nicht so, als wäre er sonderlich nervös, sondern sehr geübt darin sich auch selbst zu verteidigen, anders als bei Evie, die bei allem lieber schnell die Flucht ergriff, da sie lediglich nicht stark genug war, um sich gegen diese gefährlichen Wesen zu behaupten. Das wäre wohl auch der Grund, warum sie überhaupt noch lebte.
      Was ihr aber besonders bei dem Mann auffiel, waren seine Augen, oder eher nur das eine, da eins von einer Augenklappe abgedeckt war, irgendwie hatte er etwas faszinierendes an sich, doch für Bewunderung war wohl kaum die Zeit.
      "Kannst du also bitte die Waffe runternehmen?" fragte sie freundlich und lächelte ihn an. //Das hat mir echt noch gefehlt.. so ein Mist..// dachte sie gleichzeitig, sie konnte nicht wirklich einschätzen, ob er nun angreift oder nicht.


      Jasper White

      Gründlich ging er die Gänge ab, um den Eindringling schnell ausfindig zu machen und zu beseitigen. Er wollte einfach nur seine ruhe haben, und da kommen ihm diese Wesen einfach immer wieder in die Quere.
      "komm gefälligst raus.." rief er durch den Laden, um was auch immer da war, anzulocken. Zu seiner Verwunderung wurde er aber noch nicht angesprungen, sondern hörte er immer noch kein weiteren Ton. Allerdings spürte er, dass etwas oder jemand hier war.

      Plötzlich hörte er ein lautes Poltern, sofort drehte Jasper sich zum Geräusch hin und sah nur eins der Regale zu Boden fallen.
      "Da bist du ja." murmelte er leise zu sich, und grinste zufrieden. Sofort lief er zum umgefallenen Regal um dem Eindringling den Weg abzuschneiden.
      Als er um die Regale lief, und die Person sah, die sich hier einschlich, war er sichtlich verwirrt darüber, dass es keins dieser Monster war, sondern ein Mädchen, das auf dem Boden kniete, sie schien ziemlich klein und harmlos auf den ersten Blick, doch sein Gefühl sagte ihm etwas ganz anderes. Und darauf konnte er sich für gewöhnlich verlassen.
      sein zweiter Blick fiel auf den schwer bepackten Rucksack, den sie mit sich trug. Man sah diesem schon an, dass viel darin war, "Du hast dich wohl etwas bedient hier .." murmelte er, sah kurz zu den Regal, wo er die Dosen vorher vorfand, der nun fast leer war.
      "Tsk.." schüttelte mit dem Kopf und sah etwas sauer zu dem Fremden Mädchen.
      "Ich glaube du hast da etwas, was ich gerne wieder haben will." lächelte zwar, aber es wirkte mehr bedrohlich, ging dabei auch paar Schritte auf sie zu.
      Ehe sie sich versah, war er schon vor ihr und packte sie am Kragen ihres Pullovers hoch, was wohl auch etwas schmerzhaft sein könnte. Nun waren sie auf Augenhöhe, und man konnte, wenn man zu ihm sah, seine Augen tatsächlich ganz kurz lila aufblitzen sehen. Es war eher so, dass Jasper normal, niemals ihr was tun würde, doch konnte er schnell aufbrausend werden..
      "Lieber schnell, bevor ich meine Geduld verliere." befahl er schon, ehe sein Blick auf etwas hinter ihr fiel, da sie Richtung des Fensters standen. Da sah er nur eine schwarze Silhuoette, dass wackelig auf sie zugerannt kam.
      "Verdammt." fluchte er, beobachtete wie das Wesen immer näher und näher kam. Es hatte es definitiv auf die abgesehen, wurde er wohlmöglich auch von dem Lärm angelockt? //Na toll// war Jasper noch mehr verärgert, ließ das Fremde Mädchen schnell hinter sich fallen um dann den aggressiven Angreifer aufhalten zu können, der es wohl mehr auf sie abgesehen hatte, als auf Jasper selbst.
      Gut, dass er von der Stärke her, sehr gut mithalten konnte..

    • Kyle Frey

      Ruhig beobachtete er die Reaktion der jungen Frau vor sich. Beobachtete jede Bewegung, welche sie machte, um sogleich einschreiten zu können, sollte sie Anstalten machen ihn anzugreifen. Doch sie schien wirklich keines dieser Dinger zu sein, zu welchen er selbst insgeheim doch eigentlich auch gehörte. Nur hatte er das Glück noch seinen Verstand zu haben. Kyle lauschte ihren Worten, welche recht schnell über ihre Lippen kamen. Hörbare Unsicherheit, welche in ihrer Stimme mitschwang. Tief Atmete der Dunkelhaarige aus und ließ seine Pistole langsam sinken, bevor sie den Platz zurück in das Holster an seinem Gürtel fand. Sie schein erst einmal keine Bedrohung zu sein, was ihm nur Recht war. Doch wenn es stimmte, dass sie verfolgt wurde, dann würde es hier sicherlich nicht mehr all zu lange ruhig bleiben.
      "Hat er dich verloren?" fragte er sogleich, bevor er näher an die junge Frau heran schritt, nur um neben ihr aus dem Fenster zu sehen. Sein Blick wanderte von einer Seite zur anderen, beobachtete genaustens die Büsche und Bäume, welche zum Wald hin immer dichter wurden. Sollte doch noch etwas lauern, dann wäre es kein Leichtes es oder gar sie rechtzeitig ausfindig zu machen. Doch fürs Erste schein es ruhig zu sein und das begrüßte Kyle.
      Den kleinen Vorhang zugezogen - wenn man den kleinen Stofffetzen noch als einen bezeichnen konnte - wandte er sich wieder an die junge Frau, bevor er mit einem kurzen Nicken in Richtung des Wohnzimmers deutete. Es war nichts gewöhnliches einen anderen Menschen zu begegnen. Zumindest keinem, der einst einer war oder jemand vom Militär gewesen ist. Solange sie keine Anstalten machte, ihm etwas antun zu wollen, so würde er sich auch zurück halten. "Das Wohnzimmer ist sicherer als die Küche." gab er von sich und schlug selbst die Richtung zurück ein. Zwar waren hier auch die Fensterscheiben eingeschlagen, doch noch immer durch die Läden geschützt, welche Kyle zum Einbruch der Dunkelheit verschließen konnte. Und auch die Tür hatte er mit einigen Blechen aus der Garage verstärken können, hatte es jedoch nur für die Wohnzimmertür gereicht.



      Zaya & Miu Cheng

      Wegrennen war nun wohl keine große Option mehr, das war Zaya sogleich klar gewesen, als sie in das Gesicht des Weißhaarigen sah, nachdem dieser sie entdeckt hatte. Ihre Augen hatte sie zu Schlitzen verengt, während sie ihren Baseballschläger fest in der Hand hielt. Ihr Blick ernst und fokusiert auf den Mann vor ihr, bereit ihm mit allem, was sie hatte anzugreifen, auch wenn es nicht sonderlich viel bringen würde. Wenn hier doch nur eine offene Stormquelle wäre, doch sie konnte nichts in der Richtung erkennen.
      Seine Worte machten es nicht gerade besser, dass ihr Herz immer schneller schlug. Beinahe schon gegen ihre Brust hämmerte und drohte durch Angst und Anspannung heraus zu springen. Doch sie würde hier sicherlich nicht sterben. Alleine schon, weil ihre Schwester draußen auf ihre Rückkehr warten würde. Oh Gott, hoffentlich ging es Miu gut. Hatte Zaya nichts von ihr gehört und mit Sicherheit hatte ihre Schwester den Mann hinein gehen sehen. Bitte sei gut versteckt schoss es ihr durch den Kopf, bevor sie tief einatmete und sich langsam erhob. Den Rucksack geschultert und den Schläger schließlich in beiden Händen, während sie den Blick stur auf den Weißhaarigen gerichtet hatte.
      Doch kaum hatte sie sich auf die Beine bemüht spürte sie auch schon die Hand an ihrem Kragen und den sich langsam verflüchtigenden Boden unter ihren Füßen. Ihre Augen kniff sie zusammen, griff mit einer Hand nach dem Handgelenk des Mannes und biss die Zähne zusammen, ehe sie sich wieder traute ihn anzusehen. "Du kannst mich mal..." fauchte sie regelrecht, bevor ihr nicht entging, wie sein Blick an ihr vorbei wanderte. Langsam drehte sie den Kopf ein wenig, konnte jedoch nichts in ihrem Blickfeld erkennen, bis sie unsanft zurück auf den Boden fiel und ihr ein leises Keuchen entwich. "Fuck..." murrte sie und zog die Luft scharf ein, bevor sie zu dem Weißhaarigen, ebenso wie einem dieser Wesen sah, welches direkt auf den kleinen Laden zugerannt kam.
      Das kann doch nicht wahr sein dachte sie bei sich und erhob sich langsam, bevor sie sich etwas umsah. Miu konnte sie noch immer hinter der kaputten Säule erkennen, während ihr halbes Gesicht in Richtung des Marktes sah. Sichtliche Besorgnis in ihrem Gesicht, als sie ihre Schwester erkannte und ihr deutete, dass das Ding wohl nicht alleine gewesen war.
      Zaya's Blick wanderte zur Straße, bevor ein leises Knurren folgte. Sollte sie den Kerl einfach den Dingern überlassen? Wollte er sie doch sicherlich auch um ihr Leben bringen. Tief seufzte sie. Das konnte sie mit ihrem eigenen Gewissen nicht aus machen, weswegen sie aus dem kleinen Laden heraus lief und sich erneut umsah, bis sie einen alten Strommast sah. Zu Miu sehend deutete sie hinauf, erntete ein kurzes Nicken, bevor ihre 15 Minuten jüngere Schwester hinter der Säule verschwand, um kurz darauf einige große Steine in Richtung des Mastes warf, bis ein leises Zischen zu hören war.
      Zaya pfiff kurz, sah zu dem Weißhaarigen und schließlich zu den 3 anderen Wesen, die bereits auf sie aufmerksam geworden waren. "Zur Pfütze! Jetzt!" rief sie ihm entgegen, während sie selbst zum Mast gelaufen war und eines der herunterhängenden Stromkabel zur Hand genommen hatte.
    • Evie Williams

      Sie fühlte sich von seinen Blicken schon etwas 'entblößt', auch wenn er sehr sicher in dem aussah was er tat, war er offensichtlich sehr paranoid und musterte die junge Frau komplett. Na aber wer konnte es auch verübeln das er so reagierte, verwunderlicher ist es dass Evie nicht direkt wieder abgehauen war.. jedoch könnte sie ja dem Ding wieder in die Arme laufen, das wäre wohl um einiges schlimmer.
      Der Fremde näherte sich der dunkelhaarigen, um wohl die Gegend auszukundschaften, doch auch er konnte wohl niemanden mehr sehen. Sie beobachtete ihn dabei genau. ging unauffällig einen Schritt zurück, nicht das er doch irgendwie noch was vorhatte, Da konnte Evie wohl nie vorsichtig genug sein.
      "Ja ich denke schon." kratzte sie sich nervös an die Wange. Sie hoffte schon sehr, dass sie ihren Verfolger loswurde, doch konnte sie es nicht wirklich mit Sicherheit sagen. Er wird wohl immer noch hier in der Nähe sich aufhalten und das machte Evie sehr nervös - auch wenn sie jetzt schon, durch die Anwesenheit des Fremden, sehr nervös zu sein schien.

      Mit einem Nicken deutete er ihr wohl zu folgen - in den Raum nebenan? - und behauptete dass es wohl da sicherer ist als in der Küche.
      Überrascht sah sie zu ihm und nickte lächelnd. "Danke!" meinte sie und war wohl froh, dass er sie nicht direkt hochkant wieder rausschmiss.
      Es war dazu auch schon länger her, dass sie Kontakt mit jemanden hatte - und auch wenn seine Anwesenheit sie nervös machte - so war sie irgendwie auch bisschen froh nicht alleine sein zu müssen. Zumindest für einen Moment.
      daraufhin folgte sie dem Fremden zum besagten Wohnzimmer wo ihr Blick direkt beim betreten durch den ganzen Raum ging. Es wirkte tatsächlich so, als wäre er schon eine Weile hier, und hatte es bisschen abgesichert, zumindest die Wohnzimmertür war abgedeckt mit Blechen.
      "Wie lange bist du denn schon hier?" platzte es neugierig aus ihr heraus und sah zu dem Mann, dessen Name sie noch nicht kannte. Er wirkte allerdings nicht unbedingt so, als würde er einfach so aus dem Nähkästchen plaudern, weshalb sie wohl auch nicht wirklich eine Antwort erwartete. Sie hätte gerne den Raum etwas erkundet, doch dem wurde schnell einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ohne Vorwarnung gaben ihre Beine wieder nach - der Hunger und der vorige Adrenalinschub hat sie sehr erschöpft - so dass sie zu Boden fiel.
      "Verdammt.." fluchte sie leise zu sich, wobei der Magen laut knurrend sich wieder zu Wort meldete.
      Grade jetzt musste sie wieder schwächeln, konnte von selbst grade auch nicht wieder aufstehen. Sie spürte eine große Angst, komplett hilflos zu sein und auch noch in Gegenwart eines Fremden. Das wäre nicht das erste mal, dass jemand versuchen würde sie dann zu töten.
      Unsicher schaute sie auf, nahm daraufhin nochmal ihre ganze Kraft und stand schwächelnd wieder auf.
      "Tut mir leid, das war sehr ungeschickt.." murmelte sie dann und lachte dabei unsicher. Ihre Gedanken gingen aber eher in eine andere Richtung. //Vielleicht sollte ich doch so schnell wie möglich verschwinden..// so verängstigt war sie noch, der Fremde gab ihr zusätzlich ein ungutes Gefühl, auch wenn er ihr bisher nichts getan hatte. Da ging ihr starker Überlebenszwang mit ihr durch.


      Jasper White

      Jasper versuchte das Ding von sich wegzudrücken - übersät mit roten Adern und seine Augen glühend rot - wurde es immer stärker und drängte Jasper etwas zurück. Diese Dinger waren schon sehr stark, dieses hier besonders. Mit einem kurzen Blick zur Seite, sah er zu dem Mädchen, die er eben noch am Kragen packte, und eigentlich erwartet hatte das sie schon längst abgehauen wäre.
      Plötzlich merkte Jasper, dass das Mädchen nach draußen lief, doch wider seiner Erwartungen nicht davon, sondern auf die Straße.
      //Was hat sie denn da vor..// war er - durch seine Verwunderung vom Verhalten der Diebin zufolge - einen Augenblick unaufmerksam und wurde vom dem Ding zu Boden geworfen. Dieses Stürzte sich auf ihn und hätte ihn wohl am liebsten mit seinen Klauen zerrissen, doch hielt er ihn mit all seiner Kraft ab. Langsam merkte er, einen leichten Schmerz durch seinen Körper fahren und seine Arme anfingen zu krampfen - wo auch seine Augen sich leicht verfärbten - Bei Gefahr neigte er zu einem Kontrollverlust..
      "Nicht jetzt..!" versuchte er sich in Zaum zu halten, doch ein Pfeifen brachte ihn aus seinen Gedanken und ließ ihn davon ablenken, sah daraufhin in die Richtung wo das Pfeifen herkam.
      Das Mädchen konnte er erkennen das etwas zu ihm rief. "Zur Pfütze?" fragte er sich laut, hatte keine ahnung was sie nur vorhatte doch hatte es ihm geholfen nicht seine Kontrolle zu verlieren.
      Seine Augen färbten sich wieder zu seinem natürlichen Braun, konnte mit einem Tritt das Ding von sich losbekommen, stand hastig auf und rannte zur der besagten Pfütze, das Ding dicht auf seinen Versen.