Children of Evil [Chaostime & SunWukongIV]

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    • Children of Evil [Chaostime & SunWukongIV]

      Schreibende
      @Chaostime
      @SunWukongIV

      Die Geschichte
      Mockton war eine dieser Städte in welche die Hoffnung zum sterben kam. In den Mauern des Ortes lebten all jene die es sich nicht leisten konnten woanders hin zu ziehen oder all jene die reich oder unoralisch genug waren um sich nicht um die einfachen Bürger zu scheren. Die Mauern waren alt und längst vom Zahn der Zeit soweit zerfressen, dass Sie nur noch einen unwissenden Eroberer abhalten würden und die meisten Gebäude waren alt, beschädigt und nur noch von der behelfsmäßigen Arbeit ihrer Bewohner am Leben gehalten. Die ganze Stadt war ein Skelett der Zivilisation und die Menschen in ihrem Inneren seine Maden, ein Ort der sich von irgendeinem Schicksal nicht mehr erholt hatte und nun darauf wartete zu zerfallen. Es war ein trüber, dunkler Tag an dem der stetige Nieselregen die schlammigen Straßen der Stadt in matschige Pfade voller Pfützen verwandelt hatte, welche missmutige Wachleute entlangmarschierten, beide Augen verschlossen vor dem Unrecht und verbrechen um Sie herum aber die Ohren stets offen für das nächste Angebot der Bestechung, welche ihre Taschen füllen würde.
      All dies waren Dinge die Morpheon wusste, all dies waren Dinge für die sich Morpheon nur beiläufig interessierte, denn dieser Ort war nur ein Mittel zum Zweck für ihn, eine Treppenstufe auf einem Weg aufwärts. An einem Ort wie Mockton gab es mehr als genug Verbrecher und ihre Gangs und die Meisten von ihnen bezahlten bare Münze für wirkungsvolle Gifte und sie schätzten jedend er verschwiegen und skrupellos war ihnen diese zu verkaufen. Morpheon war dieser Mann und wenngleich er sein Lager außerhalb der Stadt aufgeschlagen hatte so kam er regelmäßig hier her um an Gold und Vorräte zu gelangen, Wie bei jedem seiner Besuche lief er den schlammigen Weg entlang bis er zu einem Gasthof mit leicht schiefen Dach und einem Drachenförmigen Schild gelangte, der alte Wyrm. In seinem Inneren war das Gasthaus voller Massivholztische besetzt mit Gestalten aus allen schichten der Gesellschaft, trinkend, essend und spielend. Geld wechselte ständig die Besitzer, teils als Gewinn eines Kartenspiels, teils als Bezahlung an die Bedienungen und teils im Rahmen unlauterer Geschäfte. Selbst an einem Ort wie diesem fiel Morpheon auf, doch es interessierte ihn schon lange nicht mehr, sich um solche Dinge zu sehr zu sorgen war eine Form von Angst und Angst hatte er bereits vor langer Zeit ablegen müssen.

      "Was darfs denn sein Schätzchen?", verkündete eine leicht übergewichtige Dame mit schiefen Zähnen und fettigem Haar nur kurz nachdem er sich an einen Seitentisch gesetzt hatte, ihre Schürze wieß eine vielzahl an unidentifiezierbaren Flecken auf und ihr Lächeln hatte wohl kaum den verführerischen Effekt, welchen sich die Frau erhofft hatte.
      "Dunklen Schnaps, ein ganzes Glas.", antwortete Morpheon mit kurzen Worten, lies Sie dann aber nochmal mit einer Fingerbewegung innehalten als die Frau sich umdrehte, "Nicht das billige Zeug, das Gute von unter der Theke!"
      "Kommt sofort.", kam es von der Bedienung und schon war Sie auf und davon um zu einem nächsten Tisch zu eilen, während Morpheon sich in dem harten Stuhl zurcklehnte und den Blick durch den verrauchten und stark riechenden Schankraum schweifen lies. Orte wie dieser waren der Grund warum er so wenig Respekt vor der Welt hatte, doch nun war er ein Teil von ihr, so ungern er auch wollte. Eigentlich wartete er darauf das einer der städtischen Gangbosse erschien, der blutige Rollo, ein heimtückischer Geselle dessen Hinterlist nur von seiner Geldgier übertroffen wurde und der stets ein guter Giftkunde war. Angeblich vergrub der Mann seine unliebsamen Gegner nachts lebendig auf dem Friedhof, doch da Morpheon wenig Angst vor einem solchen Schicksal hatte, machte er liebend gern Geschäfte mit dem Mann, denn dieser bezahlte stets ohne Fragen zu stellen und war meist schnell wieder weg.
      Schon bald war die Bedienung wieder da, stellte einen becher vor ihm hin und nachdem er den Inhalt abgenommen hatte warf er ihr ein paar Münzen zu, während seine Augen zurück zur Tür wanderten. Zum wiederholten mal in den letzten minuten öffnete sich das schwere Holzding, doch es war nicht der blutige Rollo, welcher hier hereinkam, stattdessen war Morpheon überrascht als sich die Tür völlig geöffnet hatte.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Nach einem langen Tag lief Yasu durch die Stadt, er hatte gerade eben noch seine Pflanzen gegossen und paar Salben angemischt. Da er jedoch keine Arbeit mehr erwartete und auch ansonsten nichts mehr zu machen war, wanderte Yasu etwas in Gedanken versunken durch die Stadt. Sein Blick meist auf den Boden gerichtet, um die grünen Augen so weit es geht zu verbergen.
      Selbst wenn Yasu wusste, dass die Wachen nix sagen würden, immerhin war deren Schweigen und wegsehen nicht gerade Billig gewesen. Doch hatte Yasu dafür schon seit Langer Zeit seine Ruhe gehabt und konnte endlich seit ner Längeren Zeit an einem Ort bleiben. Selbst wenn die Stadt abscheulich war, er viel zu viel zu machen hatte. War Yasu mehr als bereit, diesen Preis zu bezahlen.

      Yasu schaute kurz auf und konnte in der Ferne ein Gasthof sehen. Yasu blieb kurz zögerlich stehen und entschied sich dann doch zum Gasthof zu laufen, er kannte die Besitzer dort bereits. Die ein oder andere Verletzung oder Problem reichte meistens um sich die Dankbarkeit der Leute zu holen. Was wiederum häufig mal zu einem kostenlosen Getränk oder Essen führte. Bei dem Gedanken an das Essen von dem Gasthof schauderte Yasu kurz auf und schüttelte dann sein Kopf. Es war schlecht, anders konnte Yasu es einfach nicht bezeichnen.

      Er schaute kurz auf und öffnete dann die Tür zum Gasthof, um seinen Tag mit ein zwei Getränken abzuschließen. So betrat er die warme Stube, seine schwarze Kleidung tropfte leicht vom Nieseln. Er zog sich seine Kapuze etwas weiter übers Gesicht, während er weiter sich kurz umschaute, auf der Suche nach einer Ruhigen Stelle zum Entspannen.
      Auf einmal stoppte Yasus Blick und blieb in Erstaunen auf einen Mann hängen. Man konnte Yasu die Überraschung anschauen, als er Morpheon erkannte.
      Ihm war zwar nicht genau klar, ob er sich jetzt freuen sollte, einen seiner Geschwister zu sehen. Doch konnte er jetzt auch nicht einfach weiter gehen, ohne kurz zu grüßen. Als ihm diese Gedanken kamen, lief Yasu auf Morpheon zu. Auf dem Gesicht ein leicht gezwungenes Lächeln und hockte sich ohne großartig zu fragen vor Morpheon hin. "Ich hätte nicht erwartet, ein bekanntes Gesicht in dieser Dreckigen Stadt zu treffen". Sein Blick wanderte zu Morpheon hoch, während er diesen scharf anschaute. Der schwache Geruch von Kräutern kam in die Nase. Er lächelte kurz und winkte der Bedienung zu, welche kurz darauf rüberging. Jedoch bevor sie auch nur näher kommen könnte, hörte man Yasu mit einer leisen Stimme sagen. "Bring mir ein Bier"
      "Kommt sofort" hörte man noch die Stimme der Bedienung während Yasu zu Morpheon Blickte.
    • Als er Yasu erkannte musste Morpheon ungläubig blinzeln, als ob er einen Geist erblickt hatte und im Prinzip war der Ziehbruder ja genau das, der Geist einer lange zurück liegenden Vergangenheit. Eigentlich hatte er immer geglaubt er war das einzige Überbleibsel von Amons Familie, wenn man es denn so nennen konnte, doch anscheinend gab es noch andere die nicht in die weite Ferne geflohen waren oder tot, zumindest einen.
      Ob er in dieser Situation glücklich sein sollte oder nicht wusste er nicht, doch da Yasu sich direkt auf ihn zubewegte und ihn begrüßte führte wohl nichts daran vorbei zumindest eine gewisse Höflichkeit zu zeigen, immerhin waren Sie das nächste zu Familie was Sie vermutlich je gekannt hatten.
      "Ich hätte nicht erwartet dich hier zu treffen.", erwiederte Morpheon die Aussage seines Ziehbruders und nippte an seinem Getränk, dessen alkoholische Schärfte leicht im Mund brannte, "Ich hatte gedacht du wärst tot, so wie all die anderen."
      Den letzten Teil seiner Aussage gab er mit so einer entspannten Ruhe von sich als redete er über einen erholsamen Urlaub, als wäre der Tod etwas völlig harmloses. Der Moment machte ihm klar, wie wenig er wirklich über all seine Ziehgeschwister nachgedacht hatte, waren Sie ihm überhaupt wichtig gewesen oder hatte er überhaupt einen von ihnen gemocht? Morpheon schüttelte die Gedanken ab und konzentrierte sich wieder auf die Situation vor sich.
      "Ich nehme nicht an das du wegen mir hier bist und da ich keineswegs wegen dir hier bin ist es wohl nur ein Zufall, dass wir uns nach zehn Jahren wieder treffen ... Bruder.", er drehte leicht unruhig seinen Becher einmal auf der Stelle, während er Yasu musterte, "Solange du meine Geschäfte hier in Ruhe lässt haben wir wohl aber kein Problem miteinander."
      Mittlerweile watschelte die Bedienung wieder heran und stellte dann mit einer ausschweifenden Bewegung das Bier auf den Tisch vor Yasu ab, nicht jedoch ohne dabei in ihre Richtung zu lächeln.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Die Augen von Yasu zogen sich wütend zusammen, als er die Versteckte Drohung hörte. doch bevor er darauf Antworten konnte kam die Bedingung vorbei und stellte das Bier hin und Yasu lächelte kurz leicht Gezwungen. "Wie ich sehe, sind die Schmerzen langsam Weg, geht es dem Rücken ebenso wieder besser oder macht er noch Probleme?"
      Die Bedienung nickte kurz. "Der Rücken macht keine Probleme mehr" Ihr schiefes und in Yasus Augen, fast schon Gruselig Abstoßende Lächeln wurde ein bisschen breiter, woraufhin Yasu mit einer Handbewegung sie wieder Wegschickte und in Morpheon´s Richtung schaute. Wobei das Lächeln sofort wieder Verschwand und er sofort einen großen Schluck von dem Bier nahm.
      Yasu gefiel nicht die Art und weiße, wie er über den Tod der Geschwister redete, zum teil hatte er Rücken an Rücken mit diesen am Schlachtfeld gekämpft, zum anderen mit ihnen Gelernt und Gelebt. Vielleicht hatte Yasu nicht alle gemocht, doch brauchte er seine Zeit, um sich daran zu gewöhnen.
      "Es braucht schon mehr als eine Belagerung und nen Endkampf, um mich aufzuhalten, wenn ich fliehen möchte". Man konnte in seiner Stimme kurz etwas Stolz rauskommen hören. "Und ich bin mir sicher, ein paar weitere unserer Geschwister sollten ebenso entkommen sein" Er lächelte kurz, bis er dann mit einem Lachen, welches sich erzwungen anhörte, hinzufügte. "Nicht das es dich interessiert, nicht wahr Bruder?" Er schüttelte sein Kopf, als er einen weiteren Schluck Bier trank, es war nicht so, dass es Yasu erschreckend fand, dass Morpheon kein Interesse an die Brüder hatten. Immerhin wurden die Geschwister in Yasu`s Augen als Werkzeuge aufgezogen. Das es dort an Nächstenliebe fehlte, war wohl zu erwarten. Dennoch fand er es Merkwürdig so gleichgültig über den Tod von den Leuten, mit welchen man aufgewachsen ist zu sprechen. "Aber kommen wir doch mal zu deinen Geschäften" Er wurde ernster als er dies sagte, seine Augen und Körperhaltung wurde fast sofort Kampfbereite und man hörte eine Schärfe und Ernsthaftigkeit in seiner Stimme "Ich habe nicht vor diesen Ort hier zu zerstören, von daher werde ich mich aus deinen Geschäften raushalten. Sollten deine Geschäfte jedoch zu großen Chaos hier anrichten, werden wir ein Problem miteinander haben mein Bruder"
      Ein Kurzes Lachen ertönte von ihm, als er sich dann wieder zurücklehnte. "Auch wenn es mich interessieren würde, was das Ergebnis sein würde. Ist ein Kampf dies nicht wert" Yasu schaute ihn an. "Worum handeln sich deine Geschäfte eigentlich?"
    • Morpheon lauschte den Worten seines Ziehbruders mit nur oberflächlich gespieltem Interesse. Zwar hörte er zu was Yasu ihm erzählte aber er konnte nicht behaupten, dass es für ihn irgendeine Bedeutung hatte oder das die Informationen ihn weiterbringen konnten. Letztlich wartete er ab, dass Yasu einfach nur seine Ausführung beendete und dann zog er unbeeindruckt die Augenbrauen hoch und trank einen weiteren Schluck, "Glück also, reines Glück das du noch am Leben bist, sowie es jeden hätte treffen können."
      Noch immer zeigte sich keine Spur von Morpheons Geschäftspartner also konnte er auch einfach seinen Ziehbruder weiter durch seine Aufmerksamkeit erheitern, "Meine Geschäfte sind meine Sache, die müssen sich nicht interessieren, warum also deine Gedanken daran verschwenden, nicht wahr Bruder."
      Mit einem lauten Knarzen öffnete sich erneut die Tür zum Gasthof und diesmal traten drei massige Gestalten mit Lederrüstungen und langen Messern am Gürtel. Morpheon kannte die beiden Männer an den Flanken nicht, sehr wohl aber den Mann in ihrer Mitte. Die breitschultrige bärtige Gestalt vom blutigen Rolle war leicht zu erkennen und augenscheinlich war Morpheon nicht der einzige, welcher das Eintreffen mitbekommen hatte, denn sofort wurde der Ruam etwas schlimmer.
      Als Rollo beim Blick durch den Raum Morpheon entdeckte, tippte Morpheon auf den Holztisch und blickte dann zurück zu Yasu, "Mein Geschäft ist nun gerade in den Raum marschiert, meine Aufmerksamkeit wird also anderweitig benötigt."
      Der Bandenboss näherte sich mit gezielten Schritten, stets begleitet von seinen Schergen und klar auf Morpheon zugehend, die Mundwinkel unter dem Vollbart zu einem schmalen Grinsen verzogen, dann laut und klar verkündent, "Na endlich, meine Ware ist da!"
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Yasu lachte leise und schüttelte seinen Kopf. "Glück? Nein ich bin einfach nur besser als die meisten" Selbst während Yasu dies sagte, brodelte in seinen Magen ein kleines bisschen die Wut. Es war schon ne kleine Ewigkeit her, dass Yasu die lust hatte jemanden zu töten und dann war es genau einer seiner Brüder, der dieses Gefühl wieder erwecken würde. Ein leises Seufzen kam ihn rüber. "Ich muss ja wissen, ob du ein Grund für Chaos werden könntest?"
      Gerade als er weiter Sprechen wurde spürte er die Veränderung in den Raum und schielte rüber zu dem Bandenboss und hob seine Augen. Es war rein Natürlich das er ihn erkannte, immerhin war zusammen mit seiner Bande einer seiner indirekten Einnahmequellen. Fast Täglich flickte er jemanden, der mit der Bande eine Auseinandersetzung hatte zusammen. Sein Blick wanderte rüber zu Morpheon, während er sein Bier hochhob und leise erheitert lachen musste. "Da versuchst du auf Mysteriös zu machen und dein Kunde verkündet laut und stark, dass er hier ist. Warum es überhaupt versuchen"
      Mit diesen Worten stand Yasu langsam auf und verabschiedete sich mit einem Ernsthaften Lächeln. "Ich kann zwar nicht sagen, dass es ein Erfreuliches Treffen war, aber ich werde mal nicht deine Geschäfte Stören." Yasu nahm das Bier und machte sich auf den Weg zu einem freien Tisch. Während er der Bedienung zurief: "Bring mir noch ein Bier". Er schüttelte sein Kopf und fing an über die Zeiten bei Amos nachzudenken. Die Begegnung hatte viele Erinnerungen wieder aufgewühlt, er ließ ein kleines Seufzen von sich und nahm noch einen weiteren Schluck, wobei er in seinen Gedanken Versunken, die Schlachten, das Lernen und die verlorenen Brüder nachdachte. War sein Blick auf Morpheon und den Blutigen Rolle gerichtet.
    • "Du hattest Glück Bruder, reines Glück nicht getötet zu werden und entkommen zu können. Bilde dir nicht ein, dass so ein Glücksfall Können ist, ich tue es nicht, jeder andere der überlebt hat tut es nicht und es ist das Zeichen der Dummen Talent im Zufall zu suchen. Wir sind die glücklichen Kinder unseres Vaters.", Morpheon seufzte, "Außerdem habe ich nie versucht mysteriös zu sein, nur gesagt das es dich nicht zu interessieren braucht, wenn du darin schon ein Mysterium siehst hast du bei Vaters Lehren wohl nie richtig aufgepasst."
      Er nahm abermals einen Schluck seines Getränkes, dann stellte er fest, dass sein Bruder sich verabschiedete, wer hätte denken können, dass es so einfach vonstatten ging, "Bis bald Bruder."
      Nur Sekunden später marschierte dann Rollo an den Tisch und pflanze sich Morpheon gegenüber auf einen Stuhl um klatschte die breiten Hände auf den Tisch, "Ah guter Mann, ich freue mich jedesmal auf meine neuen Gewürze, zeig die Ware mal her!"
      Morpheon griff an seinen Gürtel und holte drei Fläschen hervor, welche er auf dem Tisch abstellte, "Wie gewünscht, drei Variationen, drei Wirkungsgrade, garantiert ein Erlebnis."
      "Sehr gut, darauf stoßen wir an!", Der Bandenführer fuhr herum und brüllte in Richtung der Bedienung, "Drei Bier für mich und meine Leute aber schnell!"
      Dann fanden zwei Goldbeutel den Weg auf den Tisch, ein größerer klimperte in Richtung von Morpheon, ein kleinerer blieb bei Rollo, vermutlich um die Bedienung zu entlohnen wenn das Bier kam. Beide Parteien schoben ihren Teil des Geschäftlichen auf den anderen zu und nehmen dann entgegen was Sie erhalten hatten. Morpheon zählte nicht nach, Rollo war ein brutaler Schlächter aber einer der ehrlich bezahlte.
      Dann jedoch beugte sich der Bandenboss vor, diesmal ernster als vorher, "Hör zu ich brauche noch was anderes ... Magie!"
      "Ich bin Alchemist Rollo, kein Zauberer.", erwiederte Morpheon rasch, doch sein Gegenüber blieb hartnäckig, "Da habe ich aber was anderes gehört! Will auch nix großes, nur was mitdem man den Schutzzauber einer hocherrschaftlichen Kutsche zerlegt, falls zum Beispiel eine Prinzessin oder ein Prinz mal Hilfe braucht um aus seiner raus zu kommen."
      Es war bezeichnend für Mockton, das jemand so offen über solch finstere Pläne redete aber Morpheon missfiel eher, das jemand ihn auf die Magie ansprach, er hatte zwar nie aktiv verborgen das er Magier war, jedoch auch nie diese vor Augen angewandt und jetzt einfach Rollo diese Dienste zu leisten?
      "Ich weiß nicht ob ich dir da helfen kann.", seufzte Morpheon, doch abermals ließ Rollo nicht locker, "Oh doch sicherlich, wie klingen fünf Pfund Gold?"
      Fünf Pfund Gold waren eine mehr als fürstliche Bezahlung, die sich nur die wenigsten leisten konnten und für Morpheons Pläne war die menge mehr als förderlich, wobei er sich nicht sicher war ob er Teil des Trubels sein wollte, welcher daraus entbrennen wollte, dennoch waren es fünf Pfund Gold.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • "Er ist durch die Lehren von unserem toten Vater komplett verdorben" während des Denkens und des Beobachtens, schüttelte er leicht seinen Kopf. Wer sich auf Glück zum Überleben verlässt, wird nicht weit kommen können und wer Glück hat, aber die Stärke fehlt diese auszunutzen, der wird dieses nicht ausnutzen können. "Glücklichen Kinder unseres Vaters, eher Werkzeuge, die zu seinen Nutzen erzogen worden sind" Sein Gesicht verzog sich kurz bei diesen Gedanken und er schüttelte sein Kopf. Wobei er die Zeit langsam wieder Verdrängte und sich auf seine Beobachtungen konzentrierte.
      Er wollte die Vergangenheit hinter sich lassen, doch die alten Narben waren nach den Treffen wieder aufgegangen. Er nahm ein Großen Schluck Bier und beobachtete weiterhin das Geschäft der beiden. Er konnte gerade den Austausch der Waren sehen. Also handelt er wirklich mit seinen Giften. In Yasu`s Augen war das mehr als in Ordnung, jeder hat sein Weg durchs Leben zu kommen. Der Handel mit Gift und anderen Substanzen, war in dieser Stadt nicht wirklich ungewöhnlich. Eher an der Tagesordnung, so seufzte er leise.
      Gerade als sich Yasu von den beiden abwenden wollte, sah er Grollo sich vorbeugen und fing an sich nochmal zu konzentrieren. Er versuchte, die Stimme innerhalb der Lautstärke des Gasthofes zu hören. Was natürlich durch die Entfernung nicht funktionierte.

      Ein leises Seufzen wanderte über Yasus Lippen, bis er dann langsam seine Magie aktivierte und leise Flüsterte. "Welt der Sinne" . Kaum waren ihm diese Worte über die Lippe gekommen, veränderte sich in seinen Augen die komplette Umgebung. Sein Blick wurde schärfer, die Gerüche intensiver und die Worte um sich herum deutlicher. Selbst das Bier nahm ein Stärkeren Geschmack an. Er benötigte einen kurzen Moment, bis er sich an das neue Aussehen und den Widerlichen Geruch gewöhnen konnte. Doch Konzentrierte er sich ab diesen Moment komplett auf das Gesagte der Beiden, auch wenn er in den Chaos der Unterhaltungen, welche innerhalb des Gasthofes nur Wortfetzen Raushören konnte, gaben diese ihm bereits ein sehr ungutes Gefühl.

      5 Pfund Gold" von Groll und von Morpheo, "Ich weiß nicht, helfen"

      Yasu Zog seine Augen zusammen, er wusste selber nicht wie es dazu kommen konnte. Doch gaben ihm diese Wortfetzen das Gefühl das er die nächsten Tage recht viel zu machen haben würde. Jedenfalls wenn er seine Ruhige Zeit behalten wollen, würde. Sein Blick heftete sich ab diesen Moment auf Rollo. Er wusste nicht genau, was geplant wurde. Doch bei der Menge an Gold bestimmt nichts Kleines.
    • "Ich werde einen Tag darüber nachdenken, treffen wir uns wieder hier morgen abend.", verkündete Morpheon dann seinem Gegenüber und dieser nickte, das Anlitz nur halb fröhlich darüber wie sich die Dinge wohl entwickelten, "Na gut, ich hoffe auf gute Nachrichten."
      Aus dem Mund des Bandenbosses klangen die Worte wie eine Drohung, dann kam das Bier und die drei Männern stürzten es herunter als wäre es der erste Tropfen Wasser eines Ertrinkenden. Rollo bezahlte die Dame mit ein paar Münzen, dann erhob er sich, "Bis morgen!"
      So schnell war das Ganze von Statten gegangen, da saß Morpheon bereits wieder allein da, seinen Becher vor sich, nun zusammen mit einem Beutel Münzen. Den Beutel steckte er sogleich ein, dann leerte er seinen Becher und stand auf. Mit einem Seitengriff nahm er seinen Stab an sich, dann blickte er zu seinem Ziehbruder hinüber und ging auf diesen zu.

      "Es ist nicht besonders höflich zu lauschen, glaubst du wirklich ich wäre nicht fähig Magie in meinem Umfeld zu erspüren? Besonders solche die ich seit Jahren kenne.", gab er von sich. Mit einer Bewegung klopfte er mit seinem Stab gegen den Tisch, "Ich hoffe doch es ist nur Neugier und du hast nicht vor dich in meine Sachen einzumischen oder? Neugier ist mir egal aber mit Hindernissen habe ich wenig Geduld."
      Morpheon war nicht besonders epicht darauf, dass auf einmal sein Ziehbruder anfing in den Dingen mitzumischen und zehn Jahre waren eine alng genügende Zeit für jemanden um seinen Charakter umzustellen, wer wusste schon wie Yasu nun handelte, welche Werte er verfolgte oder wem er nun die Treue schwor. Er selbst glaubte nicht sich viel verändert zu haben aber wie klar konnte man das selbst schon beurteilen, vermutlich gar nicht.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato


    • Yasu seufzte leise und schüttelte sein Kopf. Es überraschte ihn nicht wirklich, dass es zu keinem direkten Ergebnis gekommen ist. Etwas das Fünf Pfund Gold bringen würde, hatte sehr wahrscheinlich ein gewisses Risiko zu beachten. Er sah direkt wie Rollo das Bier drank und musste leise seufzen. Was für eine Verschwendung von dem Guten Bier, hätte er sich gleich etwas Stärkeres Holen können, wenn er es doch nur Runter schütten wollen würde.
      Er lächelte leicht, als er ein weiterer Schluck, als auf Antwort auf deren Verhalten von seinem Bier nahm und sein Blick wanderte rüber zu Asmopherus, der gerade auf ihn zu lief. Ein entspanntes Lächeln wanderte auf Yasus Lippen, als er seine Stimme hörte. "Es wäre enttäuschend, wenn deine Fähigkeiten so schwach wären, dies nicht mitzubekommen." Yasu schüttelte dann sein Kopf. "Dann wäre ich nicht mehr so vorsichtig in deiner Umgebung und würde jegliche mögliche Probleme, die mit deinem Erscheinen aufkommen können, aus den Weg räumen."
      Er lehnte sich in seinen Stuhl und lächelte leicht. "Ich fange langsam an zu denken, dass du vergessen hast wie es ist mit Menschen zu reden, die nicht Schwächer als du sind oder denkst du etwa das ich Angst vor dir hätte?" Ein leises Lachen kam über seine Lippen. "Weißt du Bruder, ich lebe hier längeren und habe mir meine Kontakte aufgebaut, solange hier kein Chaos entsteht, kann ich mein Leben zum Größten teil in Ruhe Leben, keiner hier Interessiert sich für meine Vergangenheit oder warum ich hier leben möchte. Dieser Ort ist ein Paradies, ich werde kein Kampf mit dir anfangen, solange es eine andere Möglichkeit gibt, damit ich dieses Paradies nicht zerstöre."


      Yasu streckte sich etwas und man konnte leichte Mordlust von ihm spüren, als er Morpheus anschaute. "von daher ... ich bin nicht wirklich Neugierig was deine Geschäfte angeht, ich bin Misstrauisch dir gegenüber." Seine Hand zeigte auf den Stuhl vor sich und er lehnte sich zurück. Seine Augen halb geschlossen, seufzte er etwas und schüttelte den Kopf. "Ich habe nicht genug gehört um eine Entscheidung zu treffen, ich weiß weder worum es am Ende ging und ob ich mich einmischen muss oder nicht. Von daher werde ich erst herausfinden müssen, um was es geht." Yasu hob Fragend seine Augen, während er zu Morpheus schaute und schüttelte den Kopf. "Aber ich vermute mal das du es mir nicht sagen wirst und ich selbst nach der Antwort suchen muss"
    • "Du bist nicht vorsichtig genug um Angst vor mir zu haben Yasu, daher nein, ich denke es nicht aber wenn du das hier als Paradies bezeichnest so zweifle ich ernsthaft an dem bisschen Intelligenz, welches ich dir zugetraut habe. Nutzbarkeit macht kein Paradies aus, zumindest nicht in den Augen der meisten.", er betrachtete Yasus Reaktion, die so überheblich war wie er es hätte erwarten sollen, offensichtlich hatte sein Ziehbruder in zehn langen Jahren nur sehr wenig gelernt.
      Morpheon lies also Yasus überhebliches Gebrabbel über sich ergehen, ehe er selbst wieder sprach, "Jeder Bettler hätte bereits erraten worum es geht Yasu, die Gerüchte sind überall. Eine Delegation der königlichen Familie von Correlion soll in zwei Wochen hier durch fahren und Rollo, will vermutlich eines der Mitglieder entführen. Der Mann versucht schon lange aufzusteigen in der Welt."
      Mit dem Ausplaudern hatte er natürlich Yasu die Nachforschungen erspart aber sich selbst auch das Ärgernis mit einem allzuneugierigen Bruder fertig werden zu müssen. Sich Hindernisse zu ersparen war immer von Vorteil und von allen Dingen an diesem rattenzerfressenem Ort war Yasu mit Abstand das gefährlichste Hinderniss, wenn es denn in seinem Weg stand. Glücklicherweise für Morpheon jedoch, war es auch das Hindernis, welches er am besten Kannte.

      "Genieße dein Paradies Bruder.", verabschiedete sich Morpheon dann und machte Anstalten aus dem Gasthaus zu gehen, schließlich hatte er noch einen Heimweg anzutreten und er war nicht scharf darauf mehr Zeit innerhalb von Mocktons Mauern zu verbringen als notwendig. Die Stadt war anstrengend für die Sinne und die vielen Menschen geradezu eine Beleidigung für den Umgang mit ihm, schließlich hatte der gewöhnliche Städter ihm wenig zu bieten, im Leben zumindest.
      "Nur die Toten haben das Ende des Krieges gesehen!" - Plato