Forbidden love - Sayo & miu

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    • Forbidden love - Sayo & miu

      by Sayo & miu
      vorstellung

      Forbidden love ‹


      Nari «

      Ein gutes Buch war immer toll, oder nicht? Und wie oft hatte man sich eigentlich schon vorgestellt genau in diesem aufzutauchen?
      Für Mei war es nichts ungewöhnliches, denn sie verschlang die meisten Romane und das so schnell, dass sie sich gefühlt jeden Tag ein neues kaufen konnte. Womit sie aber niemals gerechnet hatte, war wirklich in einem genau dieser Romanzen aufzutauchen. Das blöde nur - sie hatte die Rolle einer Nebenfigur erhalten, die irgendwann im Laufe der Geschichte auch noch sterben sollte. An ihrem ersten Tag hatte sie ganz verwirrt zur Maid herüber geblinzelt, die sie mit einem Lächeln empfand und mit einem "Guten Morgen Lady Nari" begrüßte. Lady Nari. Das war der Name, den sie ab dem jetzigen Tag tragen sollte. Wie sie festgestellt hatte, war sie auch im Alter einige Jahre zurück gesetzt worden, ihr Aussehen jedoch war jenes, welches sie auch schon in ihrer echten Welt hatte. Graue, fast silberne, lange Haare und eisblaue Augen, die gerade bei Sonnenschein stark hervor blitzten. Sie war ein wenig verwundert, bemerkte dann jedoch, dass die Rolle der Lady Nari nie umfangreich beschrieben wurde. Also schien das Schicksal oder was auch immer sie hierher geführt hatte, etwas Spielraum, sodass sie sich selbst nicht ganz so fremd war.
      Die letzten Jahre hatte sie hier im Stillen gelebt, denn es schien, als wäre noch nicht der Anfang zur Geschichte gekommen. Dass sie sich in genau jener befand, bemerkte sie, als sie auf einem Ball war, an dem sie tatsächlich auch die Hauptprotagonistin erblickte. Sie hatten sich beide nur flüchtig gesehen, doch Nari erkannte sie sofort. Ihr Haar und auch ihre Augen waren so auffällig, dass sie sie wohl jeder Zeit der Rolle zuordnen konnte. Natürlich wusste diese noch nichts davon, was ihr später passieren würde. Nicht von ihrem Schicksal oder ihrer großen Liebe. Keiner außer Nari wusste es.

      Der Tag, der sich heute abspielte, war erneut einer, bei dem ein großer Ball stattfand. Viele Leute hatten sich versammelt, hauptsächlich Adelige. So wurde auch Nari als die Tochter eines angesehenen Lords dazu eingeladen und machte sich entsprechend schick. Ihr Kleid war hellgrau, fast weiß und betonte ihre zierliche, aber gut proportionierte Figur, während ihre Haare hier und da locker geflochten wurden und ansonsten spielerisch dem Gesamtbild schmeichelten. Am Anfang war es ziemlich ungewohnt, aber mittlerweile hatte sie sich an die pompösen Kleider und auch an viele andere Dinge hier zumindest etwas vertraut gemacht.
      "Habt Ihr gesehen? Die Familie Hashima ist ebenfalls hier. Dass die sich das wagen."
      "Ja, nicht? Dann können Sie auch gleich ein Schild der Schande tragen."
      Man vernahm ein höhnisches Lachen zwischen einigen Frauen und Männern, die sich nur zu gerne das Maul darüber zerrissen, wenn es anderen nicht so gut ging. Die Familie der Hauptrolle hatte nämlich ein schweres Ereignis getroffen, was den Start für das Buch etwas dramatischer werden ließ.
      "Ja und wie es scheint, findet die Tochter der Familie auch keinen Anschluss. Wer würde auch schon solch ein Kind haben wollen. Kein Wunder, dass sie alleine draußen rumlungert."
      Nari hatte eigentlich nicht vor derer Worte Gehör zu schenken, das jedoch hatte ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Vielleicht würde es ihr ja sogar helfen, wenn sie ihren eigenen Tod verhindern wollte. Eine gute Bekannte oder sogar Freundin zu haben, die später mit dem Helden zusammen war, würde nicht schaden. Das dachte sie zumindest.

      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Kira wandelte draußen umher und ein leises Seufzen entwich ihr. Warum sollte sie auch nach innen gehen? Da wo man wieder über sie herzog. Über ihre Fähigkeiten und alles was ihrer Familie passiert war.
      Ihr schwarzes Kleid war viel zu eng geschürrt und dazu hasste sie diese Kleider.
      /Zieh sie an, um unseren Ruf zu tragen!/
      Wie oft hörte sie diese Worte ihres Vaters in ihrem Kopf. Diesen Ruf, welchen sie wieder herstellen sollte, wie sie es hasste solch eine Last auf sich tragen zu müssen.
      Ihre Eltern waren schon vor gegangen und bestimmt versuchten sie jemanden zu finden der "Perfekt" für sie wäre. Einen dieser Reichen Typen die den Arsch nicht voll bekommen von dem schmutzigem Geld das sich die Familien ergaunern. Solch einen Typen soll ich dann hinterher trotten? Sicherlich nicht.
      Scharf zog sie die Luft ein und legte ihre Hände an die Hüfte. So fuhren diese über ihren Bauch und versuchte normal zu atmen. Nur weil sie ein paar Kilo zugenommen hatte. Nie wieder würde sie eine der leckeren Küchlein essen die ihre Mutter so gerne machte.
      Ein Korsett lies sie so übertrieben schlank wirken und schnürte ihr so die Luft ab.
      "Wow.. viel zu eng.."
      Es war nicht mehr als ein Murmeln, aber immerhin war sie auch allein. Das sie immer langsamer ging und dazu auch anfing in leichten Schlangenlinien zu gehen bemerkte Kira nicht. Nur was sie bemerkte das der eigentlich so angenehme kühle Wind der durch ihre zweifarbigen Haare wehte, nicht mehr so kühl war wie er es sollte. Denn ihr wurde innerlich immer wärmer und wärmer, was dafür sorgte, das sie langsam zu Boden fiel. Ihr Bewusstsein hatte sich verabschiedet und da ihr Korsett so eng war, war ihr Atem so schwach, das es gefährlicher wirkte, als es eigentlich war. Doch mehr bekam sie nicht mehr mit, da ihr komplett schwarz vor Augen war und so lag sie etwas neben dem Weg, auf dem grünen Grasboden.
    • Es war nicht schwer den Weg zu dem Ausgang zu erkennen, wo Lady Kira angeblich hingegangen sein soll. Die Adelspärchen hatten sich noch ein wenig darüber unterhalten, sodass Nari sich ganz ganz einfach an ihren Worten orientieren konnte um anschließend auch schon zur passenden Tür zu kommen.
      Draußen angekommen kam ihr sogleich eine frische Windbriese entgegen und ließ sie einmal tief durchatmen, die Augen dabei auf den Himmel nach oben gerichtet. Es war eine schöne und klare Nacht, sodass die Sterne am Himmel deutlich zu erkennen waren. Außerdem ein wenig frisch, jedoch nicht so stark, dass man frieren würde.
      Kurz hatte die Grauhaarige überlegt in welche Richtung sie gehen sollte, beschloss dann aber ihrem Gefühl zu folgen und einfach los zu gehen. Immer wieder blickten die blauen Augen umher, ob sie jemanden erkennen könnten, doch schien hier weit und breit keiner zu sein. Ein weiteres Problem dabei war, dass es Gerüchte geben konnte, sollte man sie auffällig herum laufen sehen, weswegen sie sich nicht all zu lange draußen aufhalten wollte. Und sie war sogar bereits schon kurz davor wieder umzudrehen, weil die Suche aussichtslos erschien, doch ein wenig versteckt und auf dem Rasen sah sie etwas buntes hervorblitzen.
      Nari war ein wenig näher heran getreten und weitete ihre Augen, als sie erkannte, was oder besser wer da vor ihr lag. Es war Kira.
      Die junge Adelstochter lag schwer atmend und mit verzogenem Gesicht auf der Grünfläche, ganz nah am Wegesrand. Ohne zu zögern war Nari zu ihr herüber geeilt und kniete sich zu ihr runter, wonach sie sie genaustens musterte. Kiras Atmung ging gefährlich schnell und unregelmäßig, während ihre Haut anfing zu glühen und gleichzeitig für eine bleiche, weiße Farbe in ihrem Gesicht sorgte.
      "Verdammt, was-" - Die Grauhaarige stoppte ihre eigenen Worte, als sie erneut einen Blick über die junge Frau vor sich gehen ließ, wonach sie diese packte und vorsichtig auf die Seite drehte. Danach hatte sie schnell und ohne zu zögern begonnen das Korsett aufzumachen und komplett zu lockern, woraufhin sich sofort mehr Freiraum im Kleid bildete. Ihr selbst war dies einmal passiert, nachdem ihre Mutter meinte, sie müsste das Kleid enger schnüren um eine noch 'schönere' Figur zu bekommen. Die Ohnmacht, die daraufhin erfolgte, war aber deutlich genug, sodass beide Elternteile sich nie wieder diesbezüglich einmischten.
      Hoffnungsvoll blickte Nari nun auf das Gesicht von Kira, welche sie wieder auf den Rücken drehte. Sie hoffte einfach, dass alles in Ordnung war und diese ihre Augen schnell wieder öffnete. Immerhin war sie die Hauptfigur dieses Romans und definitiv nicht mit einem Tod bedacht, der schon so früh erfolgen sollte.
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Sie wusste es nicht wie lange sie da lag und ihr bewusstsein verloren hatte. Doch eines wusste sie, das sie unbedingt mehr Luft brauchte, damit es ihr wieder besser ging. Vermutlich war der angenehme Wind das einzige was ihr half nicht komplett das Atmen aufzugeben.
      Doch irgendwann merkte sie das sie wieder normal Luft bekam und so, wieder mehr Luft bekam, was darin endete das sie ihre Augen wieder öffnete.

      "Was?..."

      Kira blinselte mehrmals und konnte sich sogar aufrichten. Ein tiefer Atemzug zeigte wie gut es ihr tat und nachdem sie sich einmal durch ihre Haare ging sah sie zu ihrem Gegenüber. Die Angst, welche sie ausstrahlte überrannte sie förmlich.

      "Ich lebe keine Angst. Die ist ja wahnsinn und das nur wegen mir? Seit wann bin ich denn jemanden Wichtig? Aber danke für die Hilfe, ich.. ich sollte vielleicht weniger Kuchen essen."

      Lachte sie und streckte sich dann.
      Doch richtete sie ihren Kopf nach unten um dann durch ihre Haare zu gehen. Sie hasste es so im Gras zu liegen, da man immer das Gefühl hatte, etwas könnte in den Haaren sein. Nachdem sie sich sicher war, das sich nichts darin befand, hob sie ihren Kopf wieder und strich ihre Haare nach hinten.
      Sie musterte ihr Gegenüber und lächelte. Nett, sah sie aus und wirkte nicht wie diese eingebildeten die nur mehr Gold wollten, außerdem hat sie ihr geholfen, 90% von den anderen, die wären weiter gegangen. Allein wegen ihrer Fähigkeit und dann auch noch die Probleme von ihrer Familie. Wer würde ihr da noch helfen, aber die Person saß angsterfüllt vor ihr. Das wirklich noch jemand um sie angst hatte. Das war für sie besonders. Denn nicht mal ihre Eltern waren so, da sie keine Angst vor ihr zeigen wollte, niemand wollte das, doch sie schon und das machte Kira gerade ein bisschen Glücklich.
    • Gespannt und hoffnungsvoll hatte Nari auf das Gesicht der anderen Frau gestarrt, wobei sich ihr Gesicht ein wenig erhellte, sobald sie hörte, dass diese wieder nach Luft schnappte. Ihr selbst entwich dabei ein erleichtertes Seufzen ehe sie ein Stück nach hinten ging und somit vor Kira kniete, den Blick auf deren Gesicht gerichtet. Bei den aufkommenden Worten jedoch bildete sich ein leicht fragender Gesichtsausdruck und Nari versuchte dem Ganzen irgendwie zu folgen. Sie wusste von den Gerüchten, welche umher wanderten und so einiges über die Adelstochter und deren Kräfte verrieten, jedoch wollte sie sich wenn dann ein eigenes Bild darüber machen. Nicht ohne Grund war Kira immerhin die Hauptprotagonistin aus diesem Roman. Und zu dem Leid von Nari war in dem Buch so gut wie nichts über die Magie der Hashima erzählt worden - es war sogar beinahe komisch, doch wer wusste schon, was der Autor sich bei dieser Sache gedacht hatte.

      Naris blaue Augen beobachteten wie die andere sich die möglichen Rasenreste aus dem Haar schüttelte und dann mit einem Lächeln zu ihr zurück blickte. Es war wohl das erste Mal, dass sie eines bei Kira sah. Und wahrscheinlich hatten es bis zu dem Zeitpunkt auch sonst nicht sehr viele gesehen.

      "Ich denke nicht, dass es an zu viel Kuchen lag.. das Korsett war generell zu eng geschnürt. Selbst wenn Ihr noch schmaler wärt, hätte es euch die Lungen zugeschnürt", erwiderte die Grauhaarige mit leicht schief gelegtem Kopf und einem leichten Lächeln auf den Lippen, woraufhin sie mit der Hand auf den Rücken der Braunhaarigen deutete.
      "Darf ich? Es ist noch offen, ich wollte erst sicher gehen, dass Ihr wieder zu Bewusstsein kommt.."
      Immerhin musste es noch einmal richtig geschnürt werden, sonst würde Kira mit einem halb offenem Kleid herum laufen. Und gerade das sollte ihrem Ruf und Ansehen wohl eher schaden als gut tun.
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Sie konnte spüren wie das Gehirn der anderen ratterte. Doch hier war die Frage, weshalb dies so war. Wegen ihrer Fähigkeit, wegen des Ansehens, oder doch etwas anderem?
      Ein seufzen entwich ihr und lachte dann als sie meinte es lang nicht an dem Kuchen.
      Vermutlich hatte sie recht, aber dennoch fühlte es sich so an, als wäre sie selbst schuld daran das sie das Korsett nicht tragen konnte.

      "Danke, aber ja, mein Vater meint immer ich soll extra Schlank sein, damit die Typen mich mehr mögen. Naja.. Falls du meine Meinung hören willst. Von denen will ich ohnehin keinen.. So wie die drauf sind.."

      Sie verdrehte ihre Augen und musterte ihr Gegenüber nun nochmal genauer. Die silbernen Haare, dazu die Augen, die Statur.. Langsam kam ihr der Gedanke wer vor ihr saß und als ihr das klar wurde, verbeugte sie sich rasch.

      "Upsi.. wo sind meine Manieren. Freut mich sie überhaupt kennenzulernen. Wir hatten noch nicht das vergnügen überhaupt wirklich zu reden und ich hab mich nicht einmal vorgestellt. Ich bin Kira Hashima. Auch wenn ich negativ bekannt bin, hab ich eigentlich Manieren."

      Dann hielt sie inne und sah an sich herunter, um dann zu nicken. Denn es wäre wirklich sehr nett, wenn sie ihr da noch kurz helfen würde, da das vermutlich nicht so gut bei den anderen ankam, auch wenn es sie eher wenig Interessierte, musste es nicht noch schlimmer werden.
    • Nari blickte fast schon verwundert und mit großen Augen, als Kira sich plötzlich vor ihr verbeugte und dann eine 'richtige' Begrüßung vollbrachte. Im nächsten Moment jedoch schüttelte sie ihren Kopf und schenkte der anderen ein kleines Lächeln, welches ihre vollen Lippen zierte. Sie hatte selbst komplett vergessen sich vorzustellen - aber um ehrlich zu sein war es ihr wichtiger sicher zu gehen, dass die andere nicht doch an Atemnot krepierte, ehe sie dies tat.
      "Mein Name ist Nari Levion. Und macht euch bitte keine Sorgen, Ihr braucht nicht so förmlich zu mir zu sein. Immerhin haben wir im Grunde den selben Stand."
      Kurz noch wartete die Grauhaarige darauf, dass sie die Erlaubnis bekam, ehe sie ein wenig näher zu Kira rückte und sich ihrem Kleid widmete. Naris feine Finger griffen die Schnüre und begannen sie wieder ein wenig enger zu ziehen, jedoch nur so, dass das Kleid eine Form bekam. Kira sollte trotzdem in der Lage sein normal zu atmen - immerhin würde es nichts bringen es wieder eng zu schnüren und so für eine zweite Ohnmacht zu sorgen.
      Zum Schluss hatte sie die beiden Enden zu einer Schleife gebunden, wonach sie auch schon ihr Werk betrachtete und zufrieden aufblickte. Jetzt war das Kleid wieder hergerichtet und sie konnten normal auf dem Ball weiter machen.

      "..ich teile eure Gedanken übrigens", gab sie schließlich still von sich und erhob sich langsam von dem Rasen, wonach sie noch kurz ihr Kleid etwas abklopfte, damit auch ja keine Spur zu sehen war. Bei der Farbe des Stoffes war es leider viel zu schnell der Fall, dass man etwas Dreck erwischen würden - aber im Grunde auch egal, wenn sie genauer überlegte. Wahrscheinlich zerrissen die anderen sich eh das Maul darüber.
      "Ich bin mir nicht sicher, ob wir einen falschen Zeitpunkt erwischt haben.. aber hier scheint zumindest niemand dabei zu sein", fügte sie hinzu und lachte im Anschluss leise. Tatsächlich hatte auch sie in Erwägung gezogen sich auf jemanden einzulassen und eventuell ein wirklich neues Leben anzufangen. Sie sollte im Roman sterben, aber wenn sie ihr Schicksal in eine andere Richtung lenkte, müsste sie dies ja eigentlich umgehen können, nicht?
      Bei Kira sah dies immerhin anders aus. Sie würde ihre große Liebe schon bald kennen lernen und dann sollte sich ihr Leben generell zum positiven wenden. Mit einigen holprigen Stellen, aber es würde besser werden.
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Sofort sah sie sie verwirrt an, als sie meinte sie hätten den Selben stand.
      Denn das konnte sie nicht glauben. Eine Levion saß vor ihr und meinte sie hätten den selben Stand? So schüttelte sie den Kopf und biss sich leicht auf die Lippe. Dann senkte sie den Kopf und atmete aus, da sie unsicher war, was ihre nächsten Worte sein sollten.
      Dann sah sie auf und bekam ein sanftes lächeln ins Gesicht. Als dann der Satz kam, das sie die Gedanken teilte, da das eher seltener der Fall war.
      Gerade als sie etwas sagen wollte sah sie sich um und zuckte mit den Schultern, als diese Meinte ob sie einen Falschen Zeitpunkt erwischt hatten.

      "Keine Ahnung, aber wenn du noch tiefer sinken willst, darfst du mich auch noch küssen, dann bist du bei den anderen sicherlich unten durch."

      Lachte sie und stand dann auf. Sie musterte die andere nochmal und wurde etwas erster.

      "Hör mal.. Das du dich überhaupt mit mir unterhältst und sagst wir haben den gleichen Stand.. das.. das ist wirklich etwas ganz besonderes. Wirklich niemand nähert sich mir wegen meiner Fähigkeit und sogar meine Eltern meiden mich.. Weißt du, das ist echt nicht einfach, aber weißt du, eine, und wenn es nur eine wäre, eine Gute Freundin wäre wirklich toll, wobei.. dann dein Ruf zerstört wäre."

      Ob es nur eine Freundschaft wird oder mehr war Kira egal, da sie sich ohnehin nie auf ein Geschlecht festgelegt hatte, wenn die Gefühle da wären, wäre sie auch mit einer Frau einverstanden, doch bei ihrer Lage, würde ohnehin niemanden finden.
    • Naris Blick wurde ein wenig überrascht, als Kira so offen und von dem Kuss sprach, auch wenn es nur als Scherz gemeint war. In ihrer jetzigen Zeit war es ohnehin ein großes Thema, sollte eine junge Lady ihre Lippen mit denen einer anderen Person verbinden - und wehe sie war nicht verheiratet. Geschweige denn, es wären zwei Menschen vom gleichen Geschlecht, da konnte man sich auch direkt in aller Öffentlichkeit ein Schild mit dem Wort 'Schande' umhängen.

      Still lauschte sie den darauffolgenden Worten, wonach sich ein sanftes Lächeln auf ihren Lippen bildete und sie ihren Kopf wieder schief neigte. Innerlich zerriss es ihr ein wenig das Herz, wenn sie Kira so von sich sprechen hörte - aber zu Beginn des Romans war ihr Leben leider wirklich nicht einfach und eher kompliziert gestaltet gewesen.
      "Über meinen Ruf müsst Ihr euch keinen Kopf machen, ich denke, das werde ich schon selbst tun können. Außerdem seid Ihr wie bereits gesagt eine Lady von Stand und da wird es wohl noch in Ordnung sein, sollte ich mich mit euch unterhalten oder gar zusammen aufhalten."
      Außerdem war Nari recht selbstbewusst und wusste durch den Roman ganz gut wie sie sich gegenüber der anderen Damen verhalten müsste. Dass diese plappern würden, war ja bereits Gesetz, aber man konnte gut gegen steuern.
      "Und.. da es scheinbar ein großes Thema ist, würde ich mich freuen euch als Freundin bezeichnen zu können. Sofern Ihr dies ebenfalls wollt. Wenn es euch zusagt, könnten wir uns die Tage zum Tee trinken verabreden?", fügte sie ihren vorherigen Worten noch hinzu und schaute ein wenig fragend in die Richtung der anderen. Ihr Blick war dabei offen und freundlich, sogar ein wenig erwartungsvoll. Sie hatte nämlich wirklich vor eine Freundschaft mit der Hauptprotagonistin einzugehen - in der Hoffnung, dass es ihr eigenes Leben später schützen würde.
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      - Kyojuro Rengoku
    • Kira hatte den Blick von ihrem Gegenüber nicht abgeneigt und als diese sah wie überrascht sie sogleich war, zuckte sie nur mit den Schultern. Sie war zu selbstbewusst um sich über so etwas Gedanken zu machen, wenn es nichts war dann würde sie einfach gehen.

      Doch dann sah sie wieder auf und als sie wieder zu sprechen begann, da die nächsten Worte, waren etwas womit die Dame nie gerechnet hätte. Sie hatte ihre Freundschaft angenommen und sah nun Nari mit großen Augen an.
      Hatte sie das wirklich so gehört, oder war es wieder eine von denen, die sie wo hin locken wollten, nur um sich dann über sie schlecht zu machen?
      Kira atmete tief durch und nickte kurz. Natürlich würde sie sich gerne mit Nari zu einem Tee treffen, aber nur wenn das nicht wieder nach hinten los ging. Doch was sollte sie tun? Auf den Ball gehen und mit ihr Tanzen? Als Freunde sollte das auch gehen, sieht man oft, das Frauen zusammen tanzen wenn sie Single sind. Immerhin wäre das schon einmal eine Möglichkeit ihre Worte auf Wahrheit zu prüfen.

      "Gut.. Wir treffen uns zu einem Tee, aber bei meinem Stand.. und Problemen, wirst du sicherlich verstehen, das ich skeptisch bin. Tanz mit mir auf dem Ball, dann glaub ich dir. Das sieht man öfter, das Single Frauen miteinander Tanzen, anders als Paare, aber, damit könnte ich immerhin sehen wie offen du bist. Es sei denn du willst mit mir so tanzen wie die Paare es tun, hab ich auch kein Problem. Es kam öfter vor das man mir Freundschaften angeboten hat, nur um mich dann vor allen fertig machen zu können. Ich will dir das nicht unterstellen, aber ich bin nun einmal vorsichtiger geworden."

      So nahm sie die Schleife die sie um ihr Handgelenk hatte, band sich damit ein paar Haare zurück und sah Nari nun an. Es würde nun über alles entscheiden.
    • Eigentlich sollte es Nari nicht wundern, dass ihre Gegenüber so reagiert hat, dennoch zeigte sich kurz die Verwunderung in ihrem Gesicht. Es stand Kira komplett zu so misstrauisch zu sein - im Buch wurde auch mehrere Male erwähnt, wie andere noble Frauen versucht hatten erst ihr Vertrauen zu gewinnen um es dann auszunutzen und sie noch tiefer sinken zu lassen. Wer würde also an ihrer Stelle nicht auch einen Schutzwall um sich errichten.
      "In Ordnung, dann gehen wir hinein und tanzen. Immerhin ist der Ball noch im vollen Gange", gab sie nickend zurück und deutete dann kurz in Richtung der Terrasse, ehe sie auch langsam los ging. Es wurde mittlerweile schon recht kühl und der Gedanke zu tanzen gefiel ihr sogar. Nari hatte Freude an so etwas, vor allem, wenn sie nicht gezwungen war mit einem Herrn zu tanzen, der versuchte ihr zu imponieren.
      "Es gibt ein schönes, kleines Café etwas abseits von der Hauptstadt. Ich hatte gedacht dorthin zu gehen. Der Tee schmeckt vorzüglich und die süßen Speisen sind auch sehr lecker."
      Während Nari sprach, hatte sich wieder ein kleines Lächeln auf ihren vollen Lippen gebildet und sie blickte geradeaus auf den Weg, der sie zurück zur Terrasse und dem Ball bringen würde. Man konnte bereits das Licht wieder näher kommen sehen und hören, wie die einzelnen Leute dabei waren sich zu unterhalten oder einfach der Musik lauschten, die aus den Türen und Fenstern hallte.

      Ihre Schritte waren nicht schnell und sie achtete darauf, dass die Braunhaarige ihr auch folgte, wonach sie kurze Zeit später auch schon am Eingang eintrafen. Nari ging selbstbewusst hinein und scherte sich nicht um die Blicke, welche sogleich auf ihr lagen. Auch nicht, als kurz darauf auch schon das Getuschel los ging, weil Kira dabei war. Sie ignorierte es und steuerte stattdessen die Tanzfläche an.
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Kira beobachtete die Reaktion genau und verständlich war Nari verwundert, doch es war klar wie Kira war, außerdem wie die anderen zu ihr waren.
      Als sie aber tatsächlich zusagte, zeigte sich sogar auf Kiras Gesicht ein leicht erfreutes lächeln. Als sie sah das die Silberhaarige los ging, begab sie sich sofort hinterher und ihre Geschwindigkeit hatte sie Naris angepasst. So das sie neben ihr gehen konnte.
      Die kühle Luft die mittlerweile hier draußen war, fühlte sich auf ihrer Haut wieder sehr angenehm an, anders als zuvor wo sie nur noch die Hitze gespürt hatte.
      Kurz hatte sie sogar ihre Augen geschlossen um die kühle Brise besser auf ihrer Haut spüren zu können, als aber sie die Stimme der anderen Vernahm öffneten sich ihre pinken Augen sogleich wieder und sie sah in ihre Richtung.
      Nun überlegte sie welches Café sie wohl meinte, doch dann viel es ihr ein. Wenn es das war, an welches sie gerade dachte, wäre das wirklich sehr gemütlich dort.
      So nickte Kira sogleich und lächelte freundlich.

      "Sehr gerne. Wenn es das ist welches ich gerade vermute, dann ist es ein sehr schönes Café und dort ist es auch nicht so voll wie in anderen."

      So ging sie neben Nari weiter her und als sie näher kamen, achtete sie zwar darauf wie sich Nari verhielt, versuchte aber ihre eigenen Gefühle unter Kontrolle zu behalten.
      Etwas schüchtern, ging sie Nari hinterher atmete einmal etwas tiefer durch und zeigte sich sogleich wieder selbstbewusster. Klar entgingen ihr die Worte und Hassreden der anderen nicht, doch versuchte sie diese herunter zu schlucken. Das sie die Fähigkeit von ihrer Mütterlicher Seite bekam war unangenehm. Ihre Uroma hatte sie und seit dem niemand mehr. Erst sie hatte sie wieder bekommen.
      Als sie auf der Tanzfläche stand blieb sie bei Nari stehen und hatte ihren Blick kurz zu ihren Eltern gleiten lassen, sah aber sofort wieder zu Nari.
    • Nari bemerkte, dass Kira versuchte neben ihr her zu gehen und freute sich ein wenig darüber - sie war zwar vorsichtig, aber dennoch ließ sie sich auf das alles hier ein. Innerlich befürchtete sie nämlich auch teilweise, dass ihr Vorhaben nach hinten los gehen würde. Es wäre alles möglich.
      "Genau, das denke ich auch", gab sie ebenfalls leicht lächelnd noch dazu, erblickte dann aber auch schon die ganze Menschen Meute vor sich.
      "Ist das nicht Lady Levion? Warum ist sie denn mit der Hashima unterwegs?"
      "Vielleicht hat diese sie ja gezwungen?"

      "Woher kennen die beiden sich denn überhaupt?"

      Die Grauhaarige blieb professionell und hatte ihren Blick geradeaus gerichtet, während sie auf die Tanzfläche zulief. Im Rücken konnte sie deutlich spüren wie verwundert und irritiert einige schauten, zusätzlich zu dem Gerede, was versucht wurde leise zu tuscheln, aber ohne Erfolg - man musste dazu eben auch sagen, dass Nari und Kira vorher nie etwas miteinander zu tun gehabt haben. Somit wirkte es durchaus etwas ungewohnt die beiden nun nebeneinander hergehen zu sehen.
      Nichtsdestotrotz wollte die junge Levion dem jetzt nicht weiter Aufmerksamkeit schenken und richtete diese stattdessen auf Kira. Mit einem Lächeln drehte sie sich zu dieser um und ergriff ihr eigenes Kleid rechts und links um einen anständigen Knicks zu machen. So wie es sich bei so etwas gehörte - warum auch den anderen einen Grund geben um schlecht über sie zu sprechen?
      "Wollen wir?"
      Es war nicht unüblich, dass auch zwei Frauen oder mehrere sich auf der Tanzfläche wiederfanden, weswegen ein solches Ereignis nicht unbedingt etwas schlechtes mit sich ziehen musste. Und passend zur Musik hatte Nari angefangen sich zu bewegen und zu tanzen, während andere Paare und andere einzelne Leute es ihr gleich taten. Viele genossen den Abend und die herrlichen Getränke, während andere ihren Geschäften nachgingen oder versuchten welche aufzubauen.
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Natürlich war Kira nichts entgangen von allen Sätzen die sie hörten, waren 90% immer die selben. Dennoch waren heute ein paar neue dabei.
      Sie seufzte etwas genervt von den Sätzen und als sie sich auf der Tanzfläche wiederfand, bekam sie wieder ein lächeln auf ihre Lippen.
      Sie hoffte das ihr Vater das vielleicht nutzte um auch mit den Eltern von Nari zu reden, wer wusste schon was für vor oder Nachteile das alles mit sich brachte.

      Als die Stimme der anderen erklang, sah sie auf, nickte und machte ebenfalls einen Knicks so wie es sich gehörte.
      "Sehr gerne."
      So atmete sie tief durch und begann mit Nari zu tanzen. Es war für sie etwas ganz besonderes und auch wenn sie ihre Gefühle eigentlich immer perfekt unter kontrolle hatte, verspürte sie gerade sehr viel freude und zeigte diese auch.
      So ging der Abend weiter und sie konnte das erste mal was anderes denken als den Hass der anderen.
    • Für Nari war es ebenfalls etwas neues, so hatte sie sich eigentlich des Öfteren von der Tanzfläche ferngehalten - außer sie wurde aufgefordert. Insgeheim tanzte sie sehr gerne, aber irgendwie war es nicht so das Wahre, wenn man es vor all den anderen tat, die nur darauf warteten, dass man eine Bewegung machte, die ungünstig war oder die einen schlecht dastehen lassen würde.
      Auch bei ihr hatte sich ein Lächeln auf den Lippen gebildet, als sie das ihrer Gegenüber sah, wobei es sogleich wieder verschwand, als sie eine männliche Stimme neben sich vernahm.
      "Lady Levion. Dürfte ich um einen Tanz bitten?"
      Die Bewegungen der Adelstochter stoppten, wonach sie ihren Blick zur Seite gehen ließ, wo man einen jungen Herrn, vielleicht ihr Alter, erkennen konnte. Er blickte sie lächelnd und hoffnungsvoll an, die andere Tänzerin dabei vollkommen ignorierend.
      Aus Höflichkeit und der Etikette wegen hatte auch Nari ein Lächeln aufgesetzt und ergriff ihr Kleid um einen ordentlichen Knicks zu machen, jedoch war ihre Antwort etwas anders, als der Mann gedacht hatte.
      "Vielen Dank für das Angebot. Jedoch habe ich mich heute Abend Lady Hashima versprochen und es wäre nicht richtig mein Versprechen nicht einzulösen. Möglicherweise wird sich eine Chance ergeben, sollten wir uns auf einem anderen Ball wieder sehen Sir Dyson."

      Leichte Verwunderung machte sich in Sir Dyson breit, wonach sein Blick auch kurz zu Kira rüber ging. Anschließend schaute er wieder zu Nari und ergriff lächelnd ihre Hand um ihr einen hauchzarten Kuss auf den Handrücken zu drücken.
      "Es wäre mir eine Ehre. Einen schönen Abend Ihnen beiden noch."
      "Ihnen ebenfalls", erwiderte sie lächelnd und verbeugte sich noch einmal leicht, wonach sie auch schon sah, wie er wieder weiter ging.
      Innerlich seufzte sie leicht aus, ließ es jedoch nicht nach außen durchdringen. Es war nicht die erste Tanzaufforderung, auch nicht an diesem Abend, aber wenn sie ehrlich war, hatte sie keine Lust auf ein weiteres Gespräch mit so jemandem. Sie wollte den Abend lieber so genießen.

      "Entschuldigt bitte", sprach sie und schaute dann mit einem leichten Lächeln zu ihrer Tanzpartnerin. Ihr selbst war die Situation eben beinahe unangenehm - immerhin konnte man deutlich sehen, dass sie hier mit Kira am Tanzen war. Dies so offen zu ignorieren war nichts, was sie als gut befand.
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Sie tanzte nicht gerade lange, als sie beide unterbrochen wurden und sah den jungen Mann an.
      Es war für sie nichts neues das sie ignoriert wurde, und seine Angst die er innerlich versuchte zu unterdrücken, konnte die Dame jedoch so noch stärker spüren, vermutlich wieder wegen ihrer Fähigkeiten.
      So verdrehte Kira die Augen als sie hörte das dieser einfach ihr die Tanzpartnerin weg nehmen wollte. So wich sie einen Schritt zurück, da sie schon damit rechnete, das Nari sofort mit ging. Jedoch war dem nicht so.
      Nein, im Gegenteil sie sagte offen und das auf dem Tanzfeld vor den anderen das sie versprochen hatte mit ihr zu tanzen. Verblüfft von dieser Aussage, sah sie sofort zu Nari und es verwirrte sie immer mehr.
      Sie hatte keine Angst vor ihr, eher um sie und dann zeigte sie offen das sie wirklich kein Problem mit ihr hatte. Es wirkte fast so als wüsste sie nicht was für ein Monster sie sein könnte. Auch wenn ihr das egal sein sollte, war es das nicht. Vielleicht sollte sie sie später darauf ansprechen oder halt wenn sie sich nochmal treffen, aber das wird sich noch zeigen.

      Als sie jedoch einen abwertenden Blick auf sich spürte, sah sie sofort zu diesem Dyson und senkte den Kopf nur leicht. Als wollte sie sich für etwas entschuldigen.
      Nun war dieser auch schon verschwunden und Kira sah noch immer verblüfft zu Nari, als diese sich für diese unannämlichkeiten entschuldigte.

      "Ähm.. Alles gut.. aber.. warum bist du nicht mitgegangen? Du weist schon das das Gerede schrecklich werden wird? Du bist wirklich unglaublich nett, aber.. womit habe ich das verdient?"

      Sie lächelte zwar, aber es war etwas bedrückt, immerhin hatte sie noch immer niemanden und das sich das jetzt ändern sollte, konnte sie nicht glauben. Sie konnte es nicht und biss sich auf die Lippe.
      Als sie etwas Angst in sich fühlte, schluckte sie diese sofort runter, noch bevor sich das Pink in ihren Haaren ausbreiten konnte. Ein tiefes durchatmen, half ihr wieder ein Lächeln auf die Lippen zu bekommen.

      "Danke."

      Mehr konnte sie nicht sagen und sie war gerade sehr erfreut darüber das Nari für sie da war, auch wenn sie nicht wusste für wie lange.
    • Nari bemerkte aus dem Augenwinkel wie Kira ihren Kopf zuvor leicht gesenkt hatte, als Sir Dyson ihr einen bestimmten Blick zuwarf, jedoch konnte sie nicht behaupten, dass sie das gut fand. Bei der Verwunderung der anderen Dame vor sich, bildete sich ein schwaches Lächeln auf den Lippen Nari's, während sie den Kopf leicht schief legte.
      "Nun, wieso sollte ich euch einfach alleine lassen? Immerhin habe ich euch versprochen mit euch zu tanzen. Und ich habe nicht vor meinem eigenen Wort zu widersprechen. Außer ihr wollt mich loswerden, dann werde ich mich natürlich zurückziehen."
      Bei ihren letzten Worten lachte sie sogar schon leise und bemühte sich nicht zu laut zu werden, da sie genau wusste, dass die Leute auch schon über so etwas sprachen. Man war vor nichts, aber wirklich nichts in der Gesellschaft verschont geblieben.
      Die hellen Augen sahen wie die Haare ihrer Gegenüber begannen ein wenig pinker zu werden, jedoch verblasste dies auch kurz darauf wieder, weswegen Nari sich bemühte um nicht fragend oder überrascht zu blicken. Es schien wohl mit den Kräften von Kira zusammen zu hängen - und wenn sie ehrlich war, interessierte es sie schon sehr stark, was genau diese eigentlich waren. Sie erinnerte sich sogar daran, dass es noch ein zweites Buch mit der Hintergrundgeschichte zu kaufen gab, aber dazu war die Grauhaarige nie gekommen. Was sie jetzt schon ein wenig ärgerte. Auf der anderen Seite blieb das alles vielleicht noch ein wenig interessanter, weil sie es tatsächlich erst durchleben musste.

      "Danke." - nun machte sich doch ein kleiner, verwunderter Blick bei der Levion bemerkbar, mit diesem Wort hatte sie nicht gerechnet. Sie nickte lächelnd und wollte gerade etwas erwidern, als man auch schon erneut eine Stimme wahrnahm.
      "Guten Abend Frau Hashima."
      Nari blickte auf und sah in das Gesicht von ihrer eigenen Mutter, welche ein freundliches Gesicht aufgesetzt hatte - man sah ihr nicht unbedingt an, welche Gedanken sich in ihrem Kopf versteckten.
      "Es tut mir Leid Ihren Tanz unterbrechen zu müssen, jedoch würden wir uns nun zum Anwesen zurückziehen. Da wir nur mit der einen Kutsche angereist sind, befürchte ich, dass ich Nari mit mir nehmen muss." - der Blick der Grauhaarigen ging zu ihrer Tochter, der sie ein sanftes Lächeln schenkte, wonach sie weiter sprach - "Wir gehen bereits nach draußen, wir warten dort auf dich."
      Die Angesprochene nickte und hörte noch die Verabschiedung an Kira, wonach sie sich selbst an diese wandte und ein Lächeln aufsetzte.
      "Es hat mich gefreut den Abend mit Ihnen verbracht zu haben, auch wenn die Zeit nicht sehr lang war. Ich lasse Ihnen eine Nachricht zukommen bezüglich unseres Treffens. Eine gute Nacht Frau Hashima und kommen Sie gut heim."
      Einen letzten Knicks und ein kleines Lächeln ehe Nari sich auch schon umdrehte und selbst langsam Richtung Ausgang ging. Dabei fiel ihr jetzt erst auf, dass ihr Herz angefangen hatte schneller zu schlagen. Ob wohl alles gut gehen würde?
      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Kira hatte ihr zugehört und lächelte. Ihre Zweifel waren komplett verflogen und sie war froh sie getroffen zu haben. Auch wusste sie das sie später mit ihren Eltern reden wollte. Was sie vor allem an ihrer Mutter toll fand das sie sehr offen eingestellt war. Anders als die anderen und das war etwas besonderes.
      Jedoch war ihr nicht entgangen das de Gefühle der anderen sich verändert hatten. Was ihren Blick verschärfte. Hatte sie etwas falsch gemacht? Oder waren es ihre Haare was sehr gut möglich sein könnte da sie sich immerhin kurz nicht unter Kontrolle gehabt hatte.

      So schloss sie kurz die Augen und gerade als sie ihre Stimme erheben wollte damit sie sie darauf ansprechen konnte öffneten sich ihre Augen schlagartig, da ihr eine andere Stimme ins Ohr gelang.
      Sofort erkannte sie die Mutter von Nari und verbeugte sich, als Entschuldigung. Auch wenn es andere nicht konnten sie wusste meist mehr als andere und das war nicht gut. Weder für sie noch für andere.

      "Natürlich, danke das ich mit ihr tanzen durfte."

      Freundlich lächelnd und doch innerlich zerrissen, was ihre Haare nun doch etwas stärker Pink färbte. Als Nari sich nun verabschiedete nickte sie und verabschiedete sich ebenfalls. Ein knicks und ein nicken auf den Satz über das Bescheid geben.
      Worte waren in dem Moment nicht wirklich von ihr zu erwarten.
      Eigentlich wollte sie noch viel mehr erzählen, fragen und erfahren. Doch es war ihr nicht möglich da sie gehen musste. Vielleicht sah sie sie wirklich nochmal, aber glauben konnte sie es nicht. Nein, zu viel war geschehen und man würde es ihr ausreden.
      Gerade als ihre Haare noch pinker werden wollten, spürte sie eine ihr vertraute Hand und so sah sie auf.

      "Vater..."

      Sofort wurden ihre Haare normal und ein Nicken ihres Vaters reichte ihr um zu wissen, das sie gehen sollten. So senkte sie ihren Kopf und ging mit ihren Eltern ebenfalls aus dem Gebäude, um so zurück zu ihrem "Anwesen" zu kommen. Sie würde sie am liebsten schon morgen wieder sehen, aber das würde nicht gehen.
      Zuhause erzählte sie ihrer Mutter wie nett sie war und ihr geholfen hatte. Am liebsten nur noch was mit ihr machen wollen würde. Ihre Mutter lächelte und überlegte sogar die Eltern von Nari zu einem Treffen zu fragen, was sie auch tat. Auf Kiras "Bitte" hin.
      War doch auch von Vorteil die Gefühle anderer leicht Manipulieren zu können. So war immerhin schon mal sicher, das Kiras Mutter der von Nari eine Nachricht zukommen lies und wenn da auch alles gut ging, könnte sie Nari mehr an sich binden.

      In ihrem Zimmer warf sie sich mit komplett pinken Haaren aufs Bett lachte, welches schnell in ein finsteres grinsen verstummte. Ihre Gefühle waren offen und im nächsten Moment, kurz nachdem sie ihre Augen geschlossen hatte, erklang ein Schrei, welcher von ihrer Mutter aus ging, da sie mit einer Stich Verletzung zu Boden ging.

      Kira öffnete ihre Augen wieder. Die Haare normal und vor ihr, ihr Vater mit erhobener Hand. So zuckte sie zusammen, da sie wusste was kam.
      Ein lautes klatschen erklang, es verscheuchte die Vögel auf der Fensterbank und hinterließ eine rote Wange. Andere würden jetzt vieles fühlen, aber sie musste sich kontrollieren. Ihre Gefühle verschließen so das nicht wieder etwas passieren konnte.

      "Es tut mir leid."

      Ihr Vater war schon gegangen und brachte ihre Mutter zu einem Arzt. Die Worte, die sie zuvor noch von ihm vernommen hatte, verdrängte sie so gut es ging.
      Die Verletzung war nicht schlimm, dennoch nicht ohne. Offensichtlich von wem sie kam und dennoch auch unscheinbar.
      So lag Kira in ihrem Bett und wartete nur auf eine Nachricht von Nari, aber so das sie sich nicht wieder verlor.
    • Kurz nachdem ihre Mutter bei ihr gewesen war, ging auch Nari aus dem Ballsaal und verließ somit die Feierlichkeiten. Draußen angekommen warteten ihre Eltern bereits, weswegen sie auch direkt mit ihnen zusammen in die Kutsche stieg. Die türkisen Augen lagen dabei auf dem Fenster und der Landschaft, welche durch die Dunkelheit eher schlecht als recht zu erkennen war, jedoch erhellten die Sterne die heutige Nacht so sehr, dass man meinen konnte, dass auch da oben ein Fest gefeiert wurde.
      "Nari, Liebes - wie kommt es, dass du mit Miss Hashima getanzt hast?"
      Die Grauhaarige wusste wieso die Frage kam und musste sogleich lächeln - immerhin fragte ihr Vater dies nur aus Sorge. Generell war sie ziemlich überrascht gewesen, als sie in dieser Welt auftauchte und feststellen durfte, dass ihre neuen Eltern solch ein gutes Gemüt gegenüber ihrer Tochter hatten.
      "Ich habe sie zufällig draußen getroffen. Wir sind ins Gespräch gekommen und haben beschlossen miteinander zu tanzen, Vater", erwiderte sie und blickte noch immer lächelnd zu den anderen beiden vor sich. Ihr Kopf neigte sich leicht schief, wonach sie mit einem sanften Blick schaute.
      "Ihr braucht euch um mich keine Sorgen machen. Ich bin mir der Gerüchte bewusst, aber ich denke auch, dass die Menschen viel zu voreilig und schnell urteilen. Ich möchte mir wenn dann selbst ein Bild von ihr machen. Und solange sie mir keinen Grund dafür gibt, werde ich sie auch nicht meiden."
      "In Ordnung", seufzte ihr Vater, woraufhin er sich leicht den Nasenrücken massierte, gefolgt von einem schwachen Lächeln auf den Lippen.
      "Sei nur trotzdem bitte vorsichtig. Es ist nicht so, dass wir dir den Kontakt abraten oder gar verbieten wollen, aber wir wollen auch nicht, dass dir etwas schlechtes widerfährt."
      Nari nickte und lächelte weiterhin, sie war wirklich dankbar für die beiden.
      "Ich weiß. Ich danke euch."

      Der Abend und auch der nächste Morgen waren vergangen und Nari hatte sich ein wenig mehr Zeit genommen um richtig auszuschlafen und dann ein wohliges Bad zu nehmen. Während ihre Zofe ihr die Haare wusch, richtete sie ihren Blick nach oben an die Decke und überlegte ein wenig.
      "Naila? Kannst du mir das Frühstück nachher auf mein Zimmer bringen? Ich möchte einen Brief schreiben und daher dort dinieren."
      "Natürlich. Dazu einen schwarzen Tee wie immer?"
      "Ja." - Nari lächelte und schaute von unten her zu ihrer Zofe, welche sie anlächelte. Gott, war das ein liebes Mädchen.
      Aber noch mehr erfreute sie der Gedanke, dass sie Kira vielleicht bald wieder sehen würde - zumindest, wenn sie ihrer Einladung folgen würde.

      Nach dem Bad hatte Nari sich angezogen und wieder auf ihr Zimmer begeben, wo sie sogleich begann den Brief zu schreiben. Das weiße Blatt Papier lag offen vor ihr, die Feder in Tinte getränkt. Und doch.. wusste sie irgendwie nicht wie sie anfangen sollte.
      "..komm schon, so schwer kann das nicht sein", murmelte sie eher zu sich selbst und zwang sich dann einfach los zu schreiben.
      Der Brief wurde im Anschluss in einen Umschlag gepackt, ihr Siegel verschloss das Ganze und Naila bekam die Aufgabe diesen wegzubringen, was Nari lächeln ließ.
      "Vielen Dank."


      « Guten Tag Miss Hashima,

      verzeiht mir, dass ich am Ballabend nicht noch länger bleiben konnte, jedoch hoffe ich, dass Ihr wohlerhaltend heim gekehrt seid?

      Wie versprochen melde ich mich nun bezüglich unseres Treffens. Ich würde gerne eines im Café Fleur vorschlagen. Falls es auf eure Zustimmung trifft, würde ich euch am Donnerstag dieser Woche gegen Mittag um 12:00 Uhr abholen.

      Ich erwarte freudig eure Antwort.

      Nari Levion. »

      "Setze dein Herz in Flammen."
      - Kyojuro Rengoku
    • Der Abend und auch der Tag darauf verging wie jeder andere auch.
      Sie war wie immer in den frühen Morgenstunden nach draußen aufgebrochen und in ihre finsteren, einsamen Gänge abgetaucht. Diese Orte die jeder mied da sie vor angst erstarrten. Das Gefühl welches sie begehrte und so liebte. Sie konnte an diesen Orten gut trainieren, da sie hier lernte ihrer Angst keine Chance zu lassen. Wenn die eigenen Gefühle eine Gefahr werden konnten, das konnte nur sie verstehen.

      So wandelte sie durch die angsterfüllten Gebiete und da summte sie ein bisschen eine Melodie vor sich her. Warum und welche, darauf hatte sie keine Antwort. Jedoch wusste sie das sie das sie hier alleine war und keiner sie hörte oder sah. Was gut war. Gut für jeden der leben wollte und auch für sie, da sie so keine Probleme machte.

      Die Stunden zogen weiter und gegen Abend kam sie zurück, so das es gerade Zeit zum Essen war. Vermutlich würde sie wieder auf dem Zimmer essen müssen, da sie alleine sein soll. Als strafe für das was sie ihrer Mutter antat und auch, da ihre Eltern sie fürchteten.
      Die Angst konnte man nicht vor Kira verstecken, es war nicht möglich und das wussten sie. So war sie zu 90% allein. Umso schlimmer das sie ihrer Mutter, de eher weniger Angst vor ihr hatte, so verletzt hatte.

      Ein seufzten entwich ihr und als sie zurück kam, lag ein hübscher Brief auf dem Tischchen.
      Dieser war, für sie?
      Sie nahm ihn an sich und im nächsten Moment leuchteten ihre Augen, denn er war von ihr. Von Nari.

      Binnen weniger Sekunden war sie in ihrem Zimmer. Sie verschloss die Tür und öffnete den Brief, nachdem sie sich an ihren Schreibtisch gesetzt hatte.
      Ein lächeln zauberte sich in ihr Gesicht als sie las das sie wirklich diese Woche am Donnerstag kommen wollte um sie abzuholen. Durchatmen, das war jetzt gefragt und das erledigte sie sofort um nun auch ein Blatt zu nehmen und zu schreiben.

      "Schreiben.. wie viel und was?"

      Ihr Kopf war voller Gedanken, doch das meiste konnte und wollte sie ihr auch Persönlich sagen.
      Nach einem nicken, nahm sie die Feder und begann zu schreiben. Es war relativ schnell vollbracht und so konnte sie den Brief, den sie gemacht hatte, abgeben und er wurde Nari gebracht.
      Ein leichtes und sofort war ihre Laute gut, auch wenn dies vermutlich nicht lange halten würde, so wie sie ihre Eltern, oder eher ihren Vater kannte. So hoffte sie, das das Treffen bald kam und sie einen Tag ruhe hatte.




      [i]« Guten Tag Miss Levion,[/i]

      Zuerst, vielen Dank der Nachfrage.
      So kann ich bestätigen gut zurück Nachhause gekommen zu sein.
      Auch wenn der Tag nicht gut endete. Genaueres, Persönlich, sollte Interesse bestehen.

      Zu dem Treffen, so freue ich mich sehr diesem beiwohnen zu dürfen.
      Tag und Zeit sind Perfekt.

      Ich freue mich auf ein wiedersehen und weitere Antworten

      Kira Hashima[i] »[/i]