Weltenwanderer [ Chaostime & Zdrada ]

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    • Weltenwanderer [ Chaostime & Zdrada ]


      „Du weißt, was du zu tun hast?“
      Genervt stemmte Saryn ihre Hände in die Hüfte und verdrehte die Augen „Zum dritten Mal: Ja. Ich habe mir die Missionsdetails mehrfach durchgelesen.“
      Ein amüsantes schmunzeln huschte über Oberons Gesicht „Oh, dessen bin ich mir sicher, ich will nur nochmal aus deinem Munde hören, was dein Auftrag ist, damit es auch keine Missverständnisse gibt.“ Erklärte er ganz nüchtern, während sie zu zweit die belebte Hauptstraße entlang schlenderten, in Richtung des hochaufragenden Hauptquartiers der Weltenwanderer, welches bereits vom weiten gut zu sehen war und mehr einem Schloss als einem Clan-Quartier glich.
      Mit dem Ansehen, welches mal als größten und erfolgreichsten Clan des Universums erlangte, kamen ganz offensichtlich auch gewisse Vorzüge.
      Seufzend gab das Mädchen ihrem Anführer nach „Infiltration.“ Begann sie „Ich bewerbe mich als Rekrut und arbeite mich im Rang hoch. Bis sie mir genug vertrauen, dass ich erweiterten Zugriff auf die Archive habe und im besten Fall im Informationsdienst lande. Dort sammele ich dann verdeckt Informationen für die Sparrows… und finde heraus welche Bastarde die Mission nach Zarimar eingeleitet haben.“ Den letzten Teil murmelte sie kaum hörbar mehr zu sich selbst, dennoch erntete sie dafür ein tadelndes „Wortwahl!“ des älteren Mannes.
      „Oberon, ich bin kein Kind mehr.“ Knirschte sie und warf ihrem Ziehvater einen gespielt bösen Blick zu. Dieser lachte nur herzhaft, worauf das Flügelpaar, welches elegant auf deinem Rücken thronte rhythmisch mit wippte. „So alt du auch sein magst, für mich bist und bleibst du immer mein Küken, Kleines.“
      Seit Oberon sie im zarten Alter von 9 Jahren halb verhungert von der Straße aufgelesen und wie sein eigen Fleisch und Blut aufgezogen hatte, konnte sie auch nicht anders als ihn wie ihren Vater zu betrachten. Auch wenn sie optisch ganz offensichtlich in keinster Weise biologisch miteinander verwandt waren.
      „Okay, aber zurück zum wesentlichen.“ Sie waren inzwischen stehen geblieben und überblickten den großen Platz welcher vor ihnen lag und von Leben nur so wimmelte. Wie auch Saryn selber, waren sie allesamt angereist um sich als Rekruten bei den Weltenwanderern zu bewerben.
      „Du hast keinen Zeitdruck. Deine Mission beginnt erst, sobald du tatsächlich im Informationsdienst angelangt bist. Bis dahin bist du ein ganz normaler Rekrut. Führe alle Aufträge gewissenhaft aus. Beweis deine Loyalität wann auch immer du die Chance dazu hast. Und hab zur Abwechslung mal Spaß, Kleines, dazu gehört auch mal endlich Freundschaften zu schließen.“
      Wie um seinen Worten einen komödialen Ausdruck zu verleihen, ging in genau diesem Augenblick ein schuppiges, echsenartiges Wesen, welches eindeutig ebenfalls als Bewerber für den Clan hier war, an ihnen vorbei wobei er jedoch so sehr in sein Buch („Gesellschaftskunde für Anfänger“) vertieft war, dass er einen Mauerpfeiler vor sich übersah und glatt dagegen lief.
      Skeptisch warf die junge Erdblut Fae dem Älteren einen fragenden Blick zu „Wirklich? Mit diesem Haufen inkompetenter Anfänger?“ Sie gab sich keine Mühe ihre Stimme zu senken. Wofür auch? Seit sie auf Äon angekommen waren, hatte Oberon sie beide mit seiner Illusionskunst verhüllt, sodass niemand sie sehen, hören oder gar ihre Präsenz wahrnehmen konnte. Auf diese Weise entgingen die Scarlett Sparrows bereits seit Jahren den Autoritäten, welche immer noch keinen Schritt näher dran waren, die Organisation unschädlich zu machen. Bei dem Gedanken schwelte ein kleines bisschen Stolz in ihr auf.
      Dies versiegte jedoch wieder zügig, als auf ein Neues der tadelnde Blick ihrer Vaterfigur auf ihr ruhte.
      “Ab heute bist du auch Anfänger. Versuch also bitte nett mit deinen zukünftigen Kameraden umzugehen, Okay?”
      Betreten senkte sie ihre Augen in Richtung des Bodens. “Na schön.” brummte sie “Ich werde mir Mühe geben und diesen Idi- meinen Kameraden eine Chance geben.” Ihr gelang es gerade noch so, sich selbst zu korrigieren.
      “Das ist mein Mädchen” summte Oberon zustimmend und zog aus seinem mehrschichtigem Gewand, wie von Zauberhand, einen quadratischen, braunen Umschlag, den e rihr wortlos überreichte. Saryn warf einen prüfenden Blick hinein. Geburtsurkunde, Abschlusszeugnis einer medizinischen Akademie, und ähnliche Identifikationsdokumente - Allesamt meisterhafte Fälschungen.
      “Du hast aber auch an alles gedacht.” gab sie lachend von sich und verstaute den Umschlag in dem Beutel, wo sie ihr weniges Gepäck verwahrte.
      Oberon grinste “Ich bin doch kein Rabenvater der dich so ganz ohne Schwimmflügel ins kalte Wasser wirft.” sofort wurde sein Blick wieder ernster. “Aber ins Wasser werfen muss ich dich dennoch.”
      Ebenfalls wieder voll und ganz fokussiert, nickte Saryn. Es wurde langsam Zeit Abschied zu nehmen und sich unter die Menge zu mischen.
      “Wenn du auf Probleme stoßen solltest, weißt du wie du mich findest. Und vergiss nicht, dir ein paar Freunde zu suchen.” verabschiede er sich mit einer letzten Umarmung, bei der auch seine Flügel sich kurz um sie schlossen. “Versprochen.” erwiderte sie die Umarmung mit einem schwachen Lächeln, bevor sie sich entschlossen umdrehte und sicheren Schrittes auf das einschüchternd aufragendem Gebäude vor sich zusteuerte.
      Sie meinte noch ein theatralischen “Sie werden so schnell erwachsen.” hinter sich zu hören, bevor sie spürte, wie die Illusionsmagie um sie herum sich langsam auflöste.
      Nun war sie wieder für den Rest der Welt sichtbar.
      Aber das bedeutete auch, dass ihre Familie nun wieder unsichtbar für sie war. Temporär! Rief sie sich ins Gedächtnis. Mit dem Erfolg der Mission würde sie sich wieder den restlichen Scarlet Sparrows anschließen können.
      Kurz vor dem Eingang des Gebäudes Blieb sie bei einer kleinen Gruppe Zierbäumen stehen. Nun hieß es warten. Die Kandidaten würden nach und nach in Gruppen reingerufen werden, so viel wusste sie. Nur was sie danach erwartete, war ihr noch ein Rätsel. Die Aufnahmeprüfung wurde von Jahr zu Jahr anders veranstaltet, sodass es unmöglich war, sich im Voraus genau vorzubereiten. Damit sollte wohl getestet werden, wie schnell man sich an neue Situationen adaptieren konnte… Selbstverständlich kein Problem für Saryn! Oder zumindest versuchte sie es sich selbst einzureden. Insgeheim begann die Nervosität an ihr zu nagen. Was wenn sie bereits bei der Aufnahmeprüfung scheitern sollte? Wie könnte sie dann mit solch einer Schande Oberon wieder unter die augen treten können? Apropos… verstohlen sah sie sich um. Sie war sich ziemlich sicher, dass er sich noch beobachtete. Zumindest bis sie ins Gebäude treten würde. Doch natürlich gab es keine Spur des geflügelten Mannes weit und breit. Seine Illusionen waren schließlich undurchdringbar.
      Seufzend schloss sie die Augen und lehnte sich mit der Schulter etwas gegen den Baum, neben dem sie stand, worauf sich ihre Nerven gleich ein wenig beruhigten.
      Sie war eine Erdblut Fae. Als solche war sie mit der Natur verbunden und fand auch in eben jener Zuflucht.
      Und so stand sie einige Minuten regungslos, mit geschlossenen Augen an diesem Baum und wartete…
    • ~ In einem breiten Raum, innerhalb des Tiefen von HQ der Weltenwandler hörte man ein leises Kichern und man konnte ein kleines, fast wie ein Kind wirkendes Wesen auf den Boden inmitten von mehreren magischen Linien, die ein großes komplexes Netz mit ihr als Kern bildeten. Sie hatte ein langes weises Kleid an und ihr kindliches Gesicht, hatte die ganze Zeit ein leichtes, verspieltes lächeln. Das einzige was einen davon abhaltet das Wesen, als ein einfaches Wesen anzusehen, waren die tiefen, stolzen, intelligenten Augen, welche in eine scheinbare Leere schauten und immer wieder, scheinbar ziellos von einem Ort zum anderen springen. Ihre Hände, die mit kleinen konzentrierten Bewegungen die Formation um sich herum veränderte, kontrollierte.
      Hinter ihr saßen mehrere Leute, in schwarzen Kleidungen, mit dem Abzeichen der Weltenwandler, darüber jeweils zwei Flaggen auf mind. 'nem violetten Hintergrund, vereinzelnd auch goldene. Eine Gruppe der Unterstützungseinheit, in mindestens dem Rang eines Stabsoffiziers. Allesamt hatten in puren Respekt den Blick auf den Boden gerichtet. "Art", eine sanfte Stimme ertönte von dem kleinen Wesen "Ich habe deine Gruppe gefunden, mach dich bereit"
      Ein Alter Mann, mit leicht weißen Haaren und einem violetten Abzeichnen öffnete seine Augen und sagte leise: "Natürlich", im selben Moment schien er sofort spurlos zu verschwinden, gleichzeitig hörten Saryn und zwei andere Wesen auf dem Platz ihre Stimme in einem erfreuten, verspielten Ton: "Ihr dürft durch das Tor eintreten und die Prüfung beginnen". Ein leises Flüstern ertönte dann in den Raum: "Nun noch zu dem jungen Ausreißer" ~

      Mit einem leisen Seufzen lief Mo auf dem großen Platz, seine Augen hoch auf das Schlossartige HQ gerichtet. "Immer wieder ein beeindruckender Anblick" dieser Gedanke kam ihn kurz in den Kopf. Als er die hohen Türme und das prächtige Abzeichen der Weltenwanderer betrachtete. Es brauchte eine kurze Weile bis er sein Blick von dem Gebäude abwenden konnte und über die große Wesen Menge wandern ließ. "Es ist immer noch nicht weniger geworden, nein eher sogar mehr" der Gedanke ließ Mo kurz Schaudern, so ist er doch Extra mehrmals durch die Stadt gelaufen, um etwas Zeit vergehen zu lassen, damit die Menge wenigstens etwas weniger werden konnte.

      "Kann man nichts machen", flüsterte Mo leise zu sich und lief dann langsam in Richtung eines etwas ruhigeren Ortes. Dabei konnte er langsam die Blicke von den verschiedenen Wesen um ihn herum spüren. Auch wenn es ihm bereits bekannt war, die interessierten Blicken, das leise Flüstern um ihm herum, so machte es ihn dennoch nervös. Aber egal was Mo auch versuchen würde, so waren Kitsune generell seltene Wesen, wenn man dazu noch nach einem Mischling aussieht, zieht man die Blicke vieler fast schon magisch an. Die locker anliegenden Weiße Bekleidung, der Schwarze Gürtel an dessen linke Seite, ein Schwarze Schwertscheide hing, aus welchem ein schlichter doch sonderbarer Griff rausragte, machte die Blicke nicht wirklich besser. Besonders auffällig am Griff, war das Fehlen des Armschutzes, jedoch auch das fein säuberlich angelegte weiße Leder.

      Gerade als sich Mo hinsetzen wollte, um sich etwas zu beruhigen, als auch zu Meditieren hörte er leise eine leicht Kindliche, weibliche Stimme in einem etwas verspielten Unterton:
      "Bevor du mir wieder abhaust, kannst du auch gleich hineinkommen" Leicht erschrocken griff Mo sein Schwertgriff und schaute sich verwirrt um. Als er niemanden sah, der etwas gesagt hatte oder auch nur die Stimme gehört hatte. Öffnete Mo sein Mund um zu Fragen wer da sein, doch kam kein Ton raus. "Du wirst schon herausfinden, wer ich bin kleiner", die Stimme ertönte wieder in seinem Kopf, gefolgt von einem Gefühl der Belustigung. Mo schaute sich um und lief in schnellen Schritten zum Eingang, in seinen Augen spiegelte sich leicht seine Nervosität wider, worauf er kurz den Schwertgriff umklammerte und leicht durchatmete. Mit vorsichtigen Schritten betrat Mo den Eingang, worauf hin ihn sofort ein starker magischer Druck umhüllte und ihn für einen kurzen Moment das Bewusstsein raubte.

      Zuerst war alles dunkel, das Erste, was Mo wahrnahm, war das leichte Rascheln und Knirschen von Gras. Seine Augen fühlten sich zwar noch schwer an. Doch zwang er sich diese aufzumachen was erst in einem erschrockenen "Huh", mit erweiterten Augen nahm er den Anblick einer weiten Wiese auf, in der Ferne Richtung Norden, konnte man einen großen Berg sehen, welcher von einem Sandsturm umgeben zu sein schien. Als er nach Osten schaute, konnte man den Anfang eines großen, dichten Dschungel sehen, den Biegen und Brechen der großen breiten Bäume, den starken Niederfall, den man selbst aus der weiteren Entfernung noch wahrnehmen konnte. Gab dem Ort ein eher düsteren Ausblick. Mo warf ein Blick hinter sich Richtung Süden und konnte fast sofort eine Insel sehen, eine Seite beherrscht durch einen Vulkan, die andere Seite beherrscht durch einen starken Schneesturm. Doch der wirkliche Schrecken kam Mo erst als er nach Westen schaute, zu sehen ein kleines Dorf Umgebung von einer tiefen Finsternis, nur zu erkennen durch die hellen Blitze, die das Dorf immer wieder kurz aufhellen ließen.

      (Ankos Worte werden bei allen gleich sein auf der Wiese)

      "Hallo und Willkommen zur ersten Prüfung im Hauptquartier, mein Name ist Anko und ich werde an diesem Ort sowohl euer Richter als auch Schutzengel sein" Eine leise monotone Stimme ließ Mo kurz aufschrecken und sich umschauen. Doch egal wie er sich umschaute, konnte er niemanden erkennen. "Da ich gerade leider meine Hände voll habe, muss ich leider auf eine bereits gesprochene Erklärung zurückgreifen. Dein Ausbilder wird dir dann später Fragen beantworten können, jetzt höre erstmal zu" ein leises Kichern ertönte in Mo seinen Kopf, während er die monotone Stimme langsam der Stimme vom Platz zuordnen konnte.

      "Deine erste Prüfung wird eine Gruppenprüfung sein, wenn du dich umschaust, siehst du verschiedene Inseln, jede dieser Insel hat ein Thema, mindestens ein Element und ein großes Problem. Eure Aufgabe wird es sein das Problem zu finden und zu beseitigen bevor die Insel zusammenbricht. Dafür habt ihr 3 Stunden Zeit, um zu bestehen, müsst ihr mind. 1. der Inseln retten. Wenn vor der Rettung der 1 Insel einer aus der Gruppe tödlich verletzt werden sollte, fällt ihr alle durch. Sobald die erste von vier Inseln gerettet ist, könnt ihr euch entscheiden, ob ihr weiter machen wollt oder warten wollt bis die Zeit vorbei ist um so mehr Inseln ihr rettet desto besser eure Bewertung. Beachtet jedoch sollte nach der 1 Insel jemand tödlich verletzt werden, wird nur dieser durchfallen und die anderen nicht. Die Prüfung wird die vollen 3 Stunden gehen, außer einer der Inseln geht davor unter."
      Anko machte eine kleine Pause, um den Teilnehmenden die Zeit zu geben die Informationen zu bearbeiten, bis dann nach genau 20 Sekunden die Stimme weiter ging. "In Kürze werdet ihr als Gruppe zusammenkommen auf dem Feld hier, davor werde ich noch paar Sachen erklären. Ja ihr seit wirklich im Hauptquatier der Weltenwandler, Ja das hier ist zum größten Teil Real und nur zum Teil eine Illusion. Gerade seit ihr Prüflinge in einer Formation gefangen, welche ich für diese Prüfung entwickelt habe. Es ist eine Mischung aus einem Angriffs- und Verwirrungsformation, die ich zusammengewoben habe. Zusammen mit ein paar weiteren kleineren und größeren weiteren Formationen. Aber was genau alles gerade von mir Kontrolliert wird, ist nicht wichtig, wichtig ist das jede Verletzung ob Verbrennung, Kratzer, Schnitte, Brüche oder was auch immer echt sein werden. Passt also auf euch auf. Ach ja ... wenn jemand paar Tricks in Formationen lernen möchte, ich habe nichts dagegen ein paar Hinweise zu geben, wenn man es schafft alle 4 Insel zu lösen, bevor 2 Stunden vorbei sind. Natürlich nur wenn ihr alle Aufgaben danach erledigen könnt. Viel Glück euch allen"

      Mit diesen Worten wurde es um Mo herum stumm, während er über die Aufgabe nachdachte, konnte er langsam sehen wie mehrere Leute auftauchten. Direkt vor ihm (Im Norden vor den Bergen), erschien ein recht junger Mann, der so aussah, als hätte er etwas zu viel gegessen wirkte. Ein langer Bart und auf dem Rücken ein Stumpfer Holzstab. Auch wenn der Fremde recht unscheinbar wirkte, gab er Mo einen ziemlich standhaften Eindruck, mit einer überraschenden Vitalität in den Augen. Mos verengte seine Augen und seufzte nochmal leise, während er recht ruhig wurde.
    • Während sie darauf wartete, dass etwas passierte, füllte sich der Platz um sie herum immer mehr. Das Stimmengewirr, welches sie zuvor noch recht erfolgreich ausblenden konnte, schwoll zunehmend an, sodass es irgendwann wie das Summen einer nervigen Fliege direkt neben dem Ohr kaum noch zu ignorieren war.
      Halbherzig öffnete sie ihre Augen wieder und musterte die Leute um sie herum. Es war ein bunter Haufen der verschiedensten Geschöpfe die aus jeder Ecke des Universums angereist waren. Einige kamen ihr bekannt vor, andere wiederum konnte sie nicht zuordnen. Einen guten Großteil machten jedoch Menschen aus. Hin und wieder erhaschte sie in der Menge auch Mal einen Blick auf die ein oder andere Elfe. Auch wenn Elfen und Fae nur wenige optische Gemeinsamkeiten besaßen, wurden sie von Laien häufig miteinander verwechselt.
      Insgeheim war Saryn schon gespannt wie oft sie heute wohl als Elfe bezeichnet werden würde.
      In unregelmäßigen Abständen betraten kleine Gruppen von drei bis vier Personen das große Gebäude, obwohl es keinen augenscheinlichen Hinweis darauf gab, wann sie an der Reihe waren. Dem Mädchen entging jedoch nicht, wie viele sich verwirrt umschauten bevor sie durch das Tor schritten.
      Gerade als sie mit dem Gedanken spielte einfach rein zu gehen, ertönte eine Stimme in ihrem Kopf „Du kannst nun eintreten.“ Wie um die Richtung der Körperlosen Stimme einzuordnen, zuckten ihre spitzen Ohren kurz verräterisch. Aha, Telepathie. Deswegen konnte sie zuvor nicht zuordnen, wie sich die Gruppen gebildet hatten.
      „Na dann wollen wir mal.“ Wisperte sie mehr zu sich selbst und löste sich vom Baum.
      Die massive Eingangstür des Gebäudes ragte vor ihr auf, wie der gierige Schlund eines Ungeheuers, bereit seine Beute mit einem Male zu verschlingen.
      Mit einem mulmigen Gefühl stemmte sie die Schwere Holztür auf und trat hinein.
      Dunkelheit umschloss sie und ein unsichtbarer Druck raubte ihr für einen Moment alle Sinne.
      Sofort geriet Saryn in Alarmbereitschaft. War es eine Falle? Wurde sie durchschaut? Mist, gab es jemanden der ihre Gedanken lesen konnte uns wusste weshalb sie hier war? Doch bevor sie diese Gedankenkette weiter fortführen konnte, wich die Dunkelheit und sie fand sich inmitten einer Graslandschaft wieder.
      Die Kampfbereite Haltung, welche sie in ihrer Überraschung unterbewusst angenommen hatte, ließ sie langsam wieder fallen, während die Stimme in ihrem Kopf sich als Anko vorstellte und die groben Regeln der Prüfung erläuterte.
      Prüfend ließ sie ihren Blick über die in den vier Himmelsrichtungen verstreuten Inseln schweifen und versuchte die vorliegenden Probleme zu analysieren. Bei mindestens zwei der Inseln sah es ganz danach aus, als wäre das Elementare Gleichgewicht durcheinandergeraten. Daraus schlussfolgerte sie, dass es wohl die Aufgabe ihrer Gruppe sein würde, das Gleichgewicht wiederherzustellen.
      Als sie das Dorf erblickte, überkam sie ein leichter Schauer. Die umliegende Finsternis kam ihr bekannt vor. Irgendwo meinte sie, so etwas bereits gesehen zu haben… War es ein Fluch?
      Was auch immer es war, wenn jemand oder etwas im Dorf noch am Leben war, würden diese ihnen mit Sicherheit Nützliche Hinweise verschaffen können.
      Während Saryn ihre Umgebung aufmerksam musterte, hatte Aiko die letzten Instruktionen gegeben und ihnen viel Glück gewünscht. Im nächsten Augenblick standen auch schon ihre beiden Teammitglieder vor ihr .
      Zu ihrer Rechten stand ein kräftiger, bärtiger Mann. Der Schlichte Holzstab auf seinem Rücken weckte in ihr die Vermutung, dass er sich entweder im Stockkampf verstand, oder Magier war. Wobei alle Magier denen sie bisher begegnet war übermäßig verzierte und dekorierte Stäbe für ihre Zauber benutzen.
      Vielleicht war es auch einfach nur ein sehr bescheidener Magier? Hah! Beinahe musste sie selber über diesen Witz lachen.
      Ihr blick wanderte weiter zu ihrem zweiten Partner. Ein Hund? Nein, die Ohren liefen zu spitz zu und der Schweif war zu Buschig. Ein Fuchs? Ein Kitsune?
      Während ihrer Ausbildung war sie hin und wieder in diversen Schriften über diese Art gestolpert. Viel war ihr über diese seltenen Wesen nicht bekannt, nur gerade genug, um den vor ihr stehenden als solchen zu identifizieren.
      „Wir sind dann wohl eine Gruppe, hm?“ mit dieser offensichtlichen Aussage versuchte sie unbeholfen die Initiative zu ergreifen und Smalltalk zu initiieren. Sie hatte Oberon versprochen nett zu sein, daher bemühte sie sich ein möglichst freundliches Lächeln als sie sich den beiden Männern vorstellte:
      „Ich bin Saryn. Bei kleineren Medizinischen Notfällen kann euch unter die Arme greifen, ich hab da ein kleines Händchen für.“ Bei den Worten deutete sie auf eine an ihrer Hüfte befestigte Ledertasche, die einige effiziente Heilkräuter beinhaltetet.
      „Ich würde vorschlagen, dass wir uns eventuell zuerst einmal Richtung Dorf bewegen. Wenn wir Glück haben, gibt es dort Einwohner, die wir befragen können. Natürlich nur, wenn jeder damit einverstanden ist?“ Sie blickte fragend in die Runde und wartete auf Rückmeldung.
    • Ein kurzes Stirnrunzeln wanderte über Mo's Stirn, als er sein Blick zu von dem anderen Mann zu Saryn. "Nicht wirklich eine Elfe, eine Dryad auch nicht, vielleicht eine Fee, nein passt auch nicht wirklich." Er fing an etwas angestrengter zu überlegen. Mo ging im Kopf mehrere Geschichten und Bücher, welche er von seinem Vater aus lesen müsste, durch. Bis er dann nach einem kurzen Moment wieder aufgab. "Vielleicht ebenso ein Mischling wie ich? Ich werde später mal nachfragen".

      Mo lächelte bei dem Gedanken etwas, bis er dann von Saryns Worten aus den Gedanken gerissen wurde. "Jop wir sind wohl ein Team für diese Prüfung, was uns wohl zu Verbündeten macht" Mo sagte das Ende lachend. "Ich heiße Mo und bin ein Kitsune Mischling" Er schaute zu seiner Schwertscheide und streichelte über den Griff, in seinen Augen war kurz eine leichte und Ausdruck der Tiefen Zuneigung zu erkennen "Ich wandere den Weg des Schwertkämpfers." Mit den Worten schaute Mo wieder auf und verschränkte seine Arme leicht vor sich und sprach mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen "Ansonsten kann ich noch Fallen stellen und erkennen. Auf eine gute Zusammenarbeit ihr beide"

      Kurz nachdem Mo seine Vorstellung abgestellt hatte, hörte eine tiefe Stimme ertönen. "Mein Name ist Gero", Mo schaute auf zu dem letzten Teammitglied Gero. Gero hatte seine Augen geschlossen und schien über etwas nachzudenken. "Ich bin ein Verteidigungsmagier, spezialisiert im Stab und Verteidigungskämpfe" Er grinste etwas und nickte dann. "Sollten wir hier in Gefahr kommen, könnt ihr euch jederzeit hinter mir verstecken. Solange ihr hinter mir steht, versichere ich euch, wird euch nix passieren können. Außerdem bin ich ausgebildeter Kundschafter." Er grinßte etwas und nickte dann leicht.

      Mo Lächelte kurz und schaute dann zu Saryn und nickte: "Mir ist alles Recht, solange wir nicht zu viel Zeit hier verbringen. Von daher fangen wir doch mit dem Dorf an.", mit diesen Worten machte sich Mo auf den Weg in Richtung des Dorfes und Gero, welcher die Idee ebenso abnickte folgte diesem.
      Der Blick von Mo wanderte nochmal kurz zu Saryn und setzte einen fragenden Blick auf. "Es ist schön zu wissen, dass wir jemand mit Heilfähigkeiten hier haben, kannst du jedoch auch Kämpfen? Oh und bist du ein Mischling, sowas wie Elf-Dryard oder Dryard-Fee, vielleicht auch etwas anderes wie eine Mutation von einem Elfen?" Man konnte in Mo seinen Augen ein tiefes Interesse sehen.

      Insel der Finsterniss:

      ~Das Dorf in der weiteren Entfernung, umhüllt von Blitzen und Finsternis war von ein paar wenigen Dorfbewohnern bewohnt. Die ungestört von der Dunkelheit und den Blitzen ihre Arbeiten Nachgingen, Handelten, Schmiedenden, einer der Dorfbewohner lief mit einer Axt aus dem Dorf, ging und ein Baum Fällen. Die Blitze schienen sowohl die Bewohner als auch das Dorf zu Vermeiden.
      Vor einem großen Haus, welches wie eine Kirche aussah, stand ein Alter Priester. Er lächelte und beobachte das Treiben des Dorfes, die Jungen Dörfler, welche an ihm Vorbeiliefen nickten meistens respektvoll, doch die Älteren Ignorierten diesen, als würde er nicht da stehen und hatten ein tiefe Sorge im Blick und wirkten mit Tiefen Augenringen erschöpft. Sobald man im Dorf hereingeht würde man eine merkwürdige Aura verspüren können, die das Dorf umgab und einem das Gefühl geben würde für immer da bleiben zu wollen. Die Blitze und die Finsternis das Unheilvolle Verlieren und einem das Gefühl von Zufriedenheit und Sicherheit vermitteln.~
    • Aufmerksam lauschte Saryn Mos und Geros Vorstellung. Ein Verteidiger und ein Schwertkämpfer, beide wirkten sie zumindest im Ersten Eindruck recht kompetent, das klang doch schonmal ganz gut.
      Auf Mos Kommentar, Zeiteffizient vorzugehen nickte sie Zustimmend "Ganz mein Gedanke. Je eher wir loslegen, desto besser stehen unsere Chancen uns allen vier Inseln zu widmen."
      Zu dritt machten sie sich also zugleich auf den Weg zu ihrem ersten Ziel. Nach wenigen Metern wandte Mo sich fragend an sie, woraufhin sie kurz nachdenken musste.
      Dass sie eine hochasugebildete Assasine war, konnte sie an der Stelle wohl kaum offen sagen. "Ich bin sehr flink und schwer zu treffen." antwortete sie schließlich "Außerdem noch recht gut im Führen leichter Waffen. Dolche, Wurfmesser und leichte Bögen kann ich problemlos verwenden. Sowas wie Schwerter oder Äxte sind mir zu groß und sperrig." Zur Demonstration führte sie eine fließende Armbewegung aus, durch welche ein kleiner Wurfdolch, den sie in einer eingenähten Tasche ihres Ärmels versteckt hatte, in ihre ausgestreckte Hand glitt. Grinsend präsentierte sie diesen, bevor sie ihn genauso elegant wieder in ihrem Ärmel verschwinden ließ. Dass sie ihre Dolche in der Vergangenheit gerne mal mit diversen Giften benetzt hatte, verschwieg sie gewissenhaft.
      Auf die zweite Frage des Kitsune Mischlings, was sie war, entfuhr ihr ein kleines Lachen. An der Art und weise wie er sie das fragte, erkannte Saryn, dass er tatsächlich neugierig war.
      "Weder noch." antwortete sie amüsiert. "Ich bin eine Fae. Eine Erdblut Fae um genauer zu sein. Den wenigsten ist meine Art bekannt und noch weniger kennen meinen Heimatplaneten, Gaia. Eine kleine Welt, aber dafür sehr schön. Falls du mal nach einem entspannten Urlaubsziel suchen solltest, kann ich es dort nur empfehlen." Scherzte sie mit einem Zwinkern.
      Ebenso neugierig wie er es war, wandte sie sich Mo zu.
      "Du bist tatsächlich der erste Kitsune dem ich bisher begegnet bin. Ich habe zwar schon oft von deiner Art gehört, aber bis auf die Tatsache, dass man euch wohl nur sehr selten begegnet, weiß ich leider nicht wirklich irgendwas über Kitsune oder Kitsune-Mischlingen. Wie ist deine Heimat so?"
      Das spannendste daran, neuen Orten oder Personen zu begegnen, war für Saryn immer etwas über die verschiedenen Kulturen zu erfahren.
      Dabei regte sich in ihr immer eine gewisse Lust zu reisen. Als sie mit den Sparrows unterwegs war, hatten sie zwar stets neue Orte aufgesucht, aber da sie versteckt agieren mussten, hatte die junge Fae nur selten die Gelegenheit sich mit den Einheimischen zu unterhalten und Fragen zu stellen.
      Bei den Weltenwanderern war dies anders und sie schöpfte die Gelegenheit voll aus. Wer weiß, vielleicht würden sie und Mo ja noch Freunde werden, wie sie es Oberon versprochen hatte?

      Während sie sich miteinander austauschten, gelangten sie immer näher an das Dorf heran. Je näher sie der Finsternis kamen, desto mehr breitete sich ein unruhiges Gefühl in ihr aus. Die Blitze zuckten bedrohlich über ihren Köpfen am Himmel entlang, wie silberne Schlangen, die versuchten mit ihren scharfen Fängen wild um sich zu schnappen.
      Die Atmosphäre änderte sich schlagartig, als sie die Schwelle zum Dorf überschritten.
      Anstelle der Unruhe überkam sie eine plötzliche Welle der Wohligkeit. Süß und klebrig wie Honig. "Seltsam." murmelte sie vor sich hin und suche das Dorf mit ihren Augen nach Schutzrunen oder Totems ab, die der Grund für diesen seltsamen Wandel sein könnten, konnte auf dem ersten Blick jedoch nichts erkennen.
      Was ihr jedoch auffiel, waren die Bewohner. Die drei Fremden wurden im Dorf kaum registriert, genauso wie das Bedrohliche Unwetter was sie umgab.
      Friedlich und unbekümmert gingen sie ihrem Tageswerk nach, beinahe als wären sie in einer Art Trance. "Hier stimmt doch was gewaltig nicht." bemerkte Saryn.
      Ein einziger Bewohner schien sie jedoch zu bemerken und kam auf sie zu. "Werte Reisende, seid willkommen in unserer bescheiden Gemeinde" sprach er mit warmer Stimme. Seine Gewänder wirkten seltsam und unterschieden sich vom Rest der anderen Bewohner. War er ein Priester. Waren hier Kultisten am Werk?
      Während sie ihn stumm analysierte, erwiderte sie seinen Gruß mit einem Wortlosem nicken und musterte sogleich ihre beiden Kameraden. Kam der Priester ihnen genauso suspekt vor wie ihr, oder war sie nur paranoid?
      "Sagt, werter Herr, welchen Glauben praktiziert ihr hier?" fragte sie schließlich, in der Hoffnung, so vielleicht einen Hinweis auf die seltsame Situation zu erhalten und ob es sich hierbei um einen Kult handeln könnte.
    • "Also sowas wie ein Waldläufer?" Mo lächelte etwas, als er ihre Kampfart hörte und man konnte ein Anerkennen Blick sehen, als sie den versteckten Dolch herauszog und klatschte kurz, dabei runzelte sich aber die Stirn kurz zusammen "Wenn das ihr recht guter Umgang mit einem versteckten Dolch ist und sie mit anderen kleinen Waffen dieselbe Geschicklichkeit hat. Wird sie wohl sehr stark sein.", diese Gedanken kamen Mo kurz in den Kopf, doch genauso schnell wie sie kamen verflüchtete sich der Gedanke wieder und damit ebenso das Stirnrunzeln.
      Mit einem leichten Lächeln und einem kurzen Kopf schütteln. "Ein Schwert ist nicht wirklich sperrig, wobei es auf den Kämpfer ankommt, kann es sowohl Flink, Langsam, scharf oder Stumpf sein. Sehr direkt oder verschleiert." Mo lachte etwas, ein leichtes Leuchten in seinen Augen, als er anfing über das Schwert zu reden. "Es kommt meistens darauf an, von wem und wie lange das Schwert geführt wird".

      Mo lachte etwas und sein Blick wanderte zu dem näherkommenden Dorf, als er dann fröhlich sprach. "Wenn ich mal von dieser Welt komme, werde ich deinem Ursprungsplanten ein Besuch zum Erkunden abstatten" Er lachte etwas und fing kurz an über ihre Frage zu überlegen. "Wir haben keinen wirklichen Ursprungsplanten und wenn dann ist er mittlerweile in Vergessenheit geraden. Wir sind eher ein Normaden Volk und reißen von Planet zu Planet, bis wir einen Ort finden, den wir Heimat nennen können und errichten eine Art Schutzdomäne."
      Er schüttelte sein Kopf etwas. "Dabei halten sich die meisten von uns eher verdeckt. Nicht jeder ist unserer Art wohlgesonnen, sowohl unter uns, als auch unter anderen Wesen. Wir Kitsune mögen es nicht wirklich, wenn man in unserer Domänen eindringt. Dies führt hin und wieder zu Probleme. Natürlich zählt das nur für stärkere Wesen, nicht magische oder schwächere Wesen bekommen uns weniger mit"

      Genau als Mo die nächste Frage stellen wollte überschritt er beim Laufen die Schwelle zum Dorf und unterbewusst kam ihm ein leises: "Wie friedlich" über seine Lippen. Sein Blick wanderte über das Dorf, er beobachtete die Leute im Dorf, wobei Mo ein starker Drang fühlte sich den Leuten in ihrem Treiben zu helfen. Gerade als ihm der Gedanke in den Kopf kam die Leute anzusprechen hörte er Saryn und schreckte aus den Gefühlen auf, aus der Freude in seinen Augen wurde eine leichte Nervosität, die Hand ab diesen Zeitpunkt auf dem Schwertgriff um diese im Notfall sofort ziehen zu können. "Ja dieser Ort hier ist wirklich ... anders" Die Worte, kamen eher wie ein zartes Flüstern aus Mo's Mund.

      Mos Blick wanderte zu Gero, welcher gerade in Richtung einer Schmiede schaute. Wenn er stark beeinflusst von dem Ort wurde, so ließ er es sich jedenfalls nicht anmerken. Eher viel einem ein sehr wachsamer Blick auf, ebenso eine Haltung die ihn Erlauben würde sofort zu Sprinten.

      "Werte Reisende, seid willkommen in unserer bescheiden Gemeinde" Die Fremde Stimme führte Mo aus den Gedanken und er wanderte sein Blick rüber zu den Reisenden. "Guten Tag,". Der Moment wo Mo ihn anschaute, kam ihn wieder der Gedanke wie einladend der Prister ausschaute. Man konnte wieder eine leichte Begeisterung in den Augen von Mo sehen, während er seine Hände leicht zusammenballte.

      Der Prister lächelte leicht, während er sich wieder Saryn zuwendete. Es war ein Freundliches, einladendes Lächeln. "Ich würde es nicht wirklich ein Glauben nennen junge Dame" Er drehte sich wieder um und lief in Richtung der Kirche. "Wir betten ein Phönix an und im Gegenzug schützt uns dieser gegen das Gewitter und die Ewige Nacht." Er winkte zu ihr rüber und zeigte auf die kleine Kapelle. "Ich kann es euch gerne zeigen, wenn ihr wollt, das macht es sehr viel einfacher".
      Mo machte fast sofort als dieser dies sagte ein Schritt hinter den Prister her.
    • Ein Phönix? In Saryn stiegen gemischte Gefühle auf.
      Phönixe waren im ganzen Universum bekannt und geachtet. Sie waren schließlich unsterbliche Geschöpfe mit unermesslicher Macht. In einigen Schriften über die Mythologien der unendlichen Welten hatte die junge Fae schon mal gelesen, dass Phönixe angeblich seit Anbeginn der Schöpfung existierten. Doch das war lediglich ein Mythos der nie als formaler Fakt galt.
      Was jedoch als Fakt galt, war die Tatsache, dass Phönixe reine Geschöpfe waren, die jenen in Not Schutz boten. Das würde übereinstimmen mit dem intensiven Gefühl von Sicherheit und Wohlsonnen, welches in dem Dorf herrschte.
      Vorausgesetzt es war wirklich ein Phönix mit dem sie es zu tun hatten. Ein Wesen, so mächtig wie ein Phönix, wurde schnell zum Zentrum der Anbetung und als Gottheit angesehen.
      Wo es Macht gab, gab es auch jene, die versuchten diese zu replizieren. Illusionen und Attrappen von ehrfurchtsgebietenden Wesen waren nicht selten beliebt bei Trickbetrügern und Hochstaplern um sich leichtes Geld von Abergläubischen Leuten anzueignen.
      „Wenn es denn keine Umstände bereitet, würden wir euren Phönix gerne einmal sehen.“ Stimmte Saryn schließlich dem Angebot des Priesters zu. Sie hoffte, dass sie damit in Zustimmung der ganzen Gruppe antwortete.
      Als sie sich auf den Weg zur kleinen Kapelle machten, auf die Der Priester zuvor verwiesen hatte, verstärkten sich Saryns Zweifel umso mehr. Wirklich groß wirkte sie nicht gerade. Ob diese Tatsächlich einen Phönix beinhaltete?
      Oberon hatte ihr einst erzählt, dass geflügelte Wesen sich nur ungerne lange Zeit in Geschlossenen oder engen Räumen aufhielten und freien Himmel präferierten.
      Wenn es also ein echter Phönix war, dem sie begegnen würden, wies er entweder ein sehr untypisches Verhalten auf, oder war nicht freiwillig hier.
      Unauffällig verlangsamte sie ihren Schritt etwas und lief dicht an Mo entlang.
      Leise, sodass nur Mo sie gerade noch hören konnte, flüsterte sie ihm zu „Du sagtest, du bist gut im Erkennen von Fallen? Kannst du gleich in der Kapelle einen Blick drauf werfen, ob alles im Reinen ist?“ Sie selbst besaß zwar einen scharfen Blick, war aber keinesfalls ein Experte was so etwas anging und war froh, dass der Kitsune Mischling diese Fertigkeiten besaß.
      Sie warf auch Gero einen prüfenden Blick zu, welcher ebenfalls angespannt wirkte und sich aufmerksam umsah. Sein Blick blieb bei einer Schmiede hängen, dem nun auch die Fae folgte.
      Ein alter Schmied –Vermutlich der Schmiedemeister des Dorfes- musterte ihre Gruppe skeptisch. Huh, er war der erste Bewohner, nach dem ominösen Priester, welcher Kenntnis von ihnen nahm. Nicht nur das. Sein Blick wanderte zwischenzeitlich sorgeerfüllt nach oben, wo das Gewitter über ihren Köpfen unerschütterlich weiter tobt.
      Was auch immer die anderen Dorfbewohner blind für das Unwetter machte, schien ihn ganz und gar nicht zu beeinflussen! Interessant.
      Sie nickte Gero kurz anerkennend für seine Beobachtungsgabe zu.
      „Den Schmied sollten wir gleich auch noch befragten.“ Flüsterte sie an ihre Kameraden gerichtet, mit gesenkter Stimme, sodass der Priester sie nicht wahrnehmen können sollte.
      Vor der Kapelle angekommen atmete sie noch einmal tief ein um sich vorzubereiten auf was auch immer sie gleich im Inneren des Gebäudes erwarten sollten, bevor der Priester die Tür öffnete und diese der Gruppe einladend auf hielt.
    • Der Prister lachte leise und schüttelte den Kopf. "Unsere Wohltäterin werde ich euch zwar nicht vorstellen können, aber ihren Botschafter und Diener." Mit diesen Worten machte er sich weiter auf den Weg, seine Stimme verlor jedoch im nächsten Augenblick jegliche Freundlichkeit und enthielt eine gewisse Ernsthaftigkeit. "Egal was ihr macht, bleibt freundlich und höflich vor unseren Retter, Wir werden keine Unhöflichkeit vor unserer Wohltäterin akzeptieren!". Mit diesen Worten lief ihr fast summte leise, fröhlich vor sich hin.

      Mo nickte leicht als er die Worte hörte, zwar hatte er immer noch eine leichte Verträumtheit in den Augen, doch sein Gesicht verriet seine Ernsthaftigkeit und Nervösität. Er lächelte leicht. "Ich werde mein Bestes geben, solange es Fallen gibt, werde ich sie erkennen können." Diese Worte verließen Mo mit einem leichten Lächeln, während er dann sein Blick auf die Leute in der Umgebung warf, er bemerkte das besonders deren Gleichgültigkeit ihm ein wohles Gefühl gaben. Doch um so wohler er sich in der fremden, dunklen Umgebung fühlte, umso mehr wurde Mo nervös. "Es ist merkwürdig, ich sollte hier in dem Dorf herausstechen, doch scheine ich in deren Augen nicht zu existieren. Selbst wenn ihre Blicke mich treffen, schauen sie durch mich hin durch"
      Mo flüsterte dies leise und schaute hoch zu dem Priester und fing an langsam die Situation im Dorf durchzugehen: Auch er ist zu freundlich oder er vertraut uns zu leicht. Wir sind jeweils bewaffnet, doch scheint es ihn nicht zu kümmern und lädt uns zu dem Ort ein, wo ein Vertreter von ihrem Wohltäter, den sie anbeten befindet. Dazu werde ich anscheinend stärker von der Atmosphäre hier beeinflusst, als die anderen beiden. Jedenfalls sind sie etwas aufmerksamer und verlieren sich nicht selbst in dieser Atmosphäre, liegt das an meinem Wesen oder bin ich einfach nur Mental nicht stark genug um mich so gut dagegen zu schützen.


      Mos Blick wanderte zu Saryn und dann zu Gero und folgte deren Blick unauffällig zu dem Schmied und nickte dann ab. "Hört sich gut an, er ist der einzige der uns wirklich anschaut". Er schaute rüber zu dem Priester und ein kleine Spurneugierde konnte man in seinen Augen sehen. "Wie kann euch der Phönix schützen, wenn er nicht da ist?" Doch schüttelte der Priester dann sein Kopf und lächelte. "Es wird sich alles in der Kapelle offenbaren, junger Mann"

      Mit diesen Worten öffnete der Prister die Tür und ging auf die Knie "Ich habe die Besucher hergebracht Wohltäter" . Man konnte schon durch die Tür eine recht schlichte Eingangshalle sehen, mit mehreren Holzbänken ohne Rückenlehnen, die fein säuberlich vor einem Altar aus Stein aufgestellt wurden. Der Altar war recht groß und man konnte eine Abbildung eines Großen Phönix auf diesem sehen, direkt vor dem Altar war ein Großes Schwarzes Ei, aus welchem eine sehr Dunkle, aber sehr freundlich wirkende Magie austrat.
      Im Hintergrund konnte man ein großes Bild von einem Schwarzen Phönix sehen, die Flammen unheilvoll schwarz und der Blick in einer unglaublichen Schwärze. Der Phönix im Bild stand auf der Spitze der Kapelle und starte in den Himmel, das Dorf auf dem Bild schien in Schwarzen flammen gehüllt zu sein und die Blitze, schienen zu den Flammen gezogen zu werden.

      "Ich heiße euch Willkommen, oh Wanderer die ihre Blicke dem Schwarzen Phönix zuwenden" Die Stimme, kam aus einer Ecke der Kapelle, auch wenn man ihn kaum sehen konnte, schien der Botschafter blass, er hatte spitze Zähne und recht lange fast spitze Ohren. Seine Hände waren in der Tasche versteckt. Während er zwar scheinbar freundlich lächelte, lächelten die Augen nicht mit, sondern hatten einen scharfen, aufmerksamen Blick, welcher eine gewisse Unfreundlichkeit ausstrahlte. "Ich bin mir sicher ihr habt viele Fragen an mich, von daher setzt euch erstmal und ich werde euch alles mit Freude erklären" Seine Hände wanderten zu den Bänken während er diese Worte aussprach.

      Mo schaute in den Raum rein und ging langsam rein, sein Blick wanderte einmal durch und flüsterte leise: "Egal was ihr macht, setzt euch nicht hin" Sein Blick wanderte weiter durch den Raum und er seufzte leise. "Ebenso bewegt euch so wenig wie möglich" Mo Persönlich konnte gerade auf den Bänken mehrere magische Fallen sehen, zwar erkannte er nicht was die genaue Funktion von diesen war. So fühlte Mo das sie gefährlich waren. Doch machte ihm der Boden mehr Sorgen, er erkannte nix Auffälliges, keine Magischen Zeichen und doch strömten sie eine große Gefahr aus. "Ehrenwerter Botschafter" Mo sagte diese Worte in einer gewissen Ruhe, wobei er sich leicht verbeugte. "So geehrt wir auch sind, uns in der Gegenwart des Phönix hinzusetzen, so sind wir einfache Wanderer es nicht Wert uns in der Gegenwart eines so heiligen Phoenix zu setzen."

      "Aber, aber" Der Botschafter grinste leicht "Es ist doch nichts dabei, der Phönix ist barmherzig und macht sich kein Kopf über solche Formalitäten." Seine Hand weiterhin auf die Bank gerichtet, jedoch sein Blick scharf auf Mo und seine Gruppe gerichtet.
    • Es kostete Saryn einiges an Überwindungskraft, die Fassung zu bewahren. Kaum Hatte sie die Schwelle zur Kapelle übertreten, überkam sie dieselbe Flut an Gefühlen, wie sie es nach dem Betreten des Dorfes auch gespürt hatte. Eine Welle an positiven Emotionen, die sie sanft einlullten. Gleichzeitig schrien ihre Instinkte sie an auf der Stelle kehrt zu machen und das Weite zu suchen als ihr Blick auf den Altar fiel.
      Diese widersprüchlichen Gefühle kämpften in ihr und ließen eine Welle der Übelkeit in ihr aufkeime. Reiß dich zusammen! Ermahnte sie sich und versuchte ihren Blick vom Ei und der ominösen Wandmalerei dahinter zu lösen. Das Ei beschützte das Dorf nicht, es war dafür verantwortlich, dass es überhaupt in diese Finsternis gehüllt war.
      Mussten sie es zerstören um das Dorf zu erlösen? leichter gesagt als getan. Denn mit Schreck erkannte sie nun wer – oder eher WAS- dieses Ei beschützte.
      Ein Vampir. Natürlich. Es durfte ja bloß nicht zu einfach sein.
      Schnell überflog sie mental, was sie über Vampire wusste.
      Eine sich von Blut anderer Wesen ernährende und rasch durch das Universum verbreitende, schon beinahe parasitäre Lebensform, mit extrem scharfen Sinnen und übernatürlicher Regenerationsfähigkeit.
      Die sicherste Art sie zu töten war, ihre Regenerationsfähigkeit durch Silber zu schwächen und ihnen anschließend einen Holzpfahl durchs Herz zu stoßen oder zu enthaupten. Nur hatte sie zufällig leider keinen mit Silber überzogenen Holzpfahl in ihrem Arsenal, und sie wagte zu vermuten, dass ihre beiden Kameraden ebenfalls nichts dergleichen mit sich trugen. Reines Wasser oder fließendes Gewässer könnte ihnen ebenfalls Probleme bereiten. Saryn musste ihre beiden Kameraden gleich unbedingt fragen ob einer von ihnen der Wassermagie mächtig war, da sich diese zweifelsohne als nützlich erweisen könnte.
      Alternativ könnten sie dem Vampir auch Sonnenlicht aussetzen um ihn genug zu schwächen um ihm ernsthaften Schaden zufügen zu können. Aber dazu mussten sie ihn erst einmal irgendwie aus der Kapelle bekommen, was gar nicht so leicht werden würde.
      Verstohlen wanderte Saryns Blick zur Decke. Das Dach wurde primär durch zwei Querbalken getragen. Wenn es ihr gelingen würde einen dieser Balken zu– Nein. Das wäre Selbstmord. So sehr das junge Mädchen ihren eigenen Fähigkeiten auch vertraute, würde es ihr wohl kaum gelingen, das Dach rechtzeitig genug zu beschädigen und den Vampir dem Licht auszusetzten, bevor dieser zu einem tödlichen Gegenangriff greifen würde. Zumal Moes Warnung über umliegende Fallen ihren Verdacht bestätigt hatte, dass sie keineswegs als Gäste hierher eingeladen worden waren.
      Sie mussten das ganze schlau angehen.
      Laut räusperte die Fae sich und zog so die Aufmerksamkeit des Botschafters von Mo auf sich. Schnell warf sie den anderen beiden einen Blick zu, der so viel wie „Spielt einfach mit!“ heißen sollte und hoffe inständig, dass die beiden verstanden, was sie vorhatte.
      „Ich muss mich inständig bei euch entschuldigen, werter Botschafter.“ Sagte sie und senkte entschuldigend ihren Blick. „Meine Kameraden und ich wünschen keineswegs euch und eurer Wohltäterin respektlos entgegen zu kommen doch der Grund, warum meine Kameraden und ich mich nicht setzen können, bin ich. Ihr seht… ich gehöre dem alten Naturvolk der Fae an. Unser Glaubensbekenntnis verbietet es uns, unser Haupt in Gegenwart einer anderen Entität als unserem Gott zu senken. So sehr ich euch auch respektiere, verbietet meine Kultur es mir mich hier zu setzen. Meine Kameraden sind meine Umstände bewusst und handeln sicher nur aus Solidarität zu mir, indem sie sich ebenfalls nicht setzten. Ich hoffe ihr könnt barmherzig über diesen Umstand hinwegsehen, verehrter Botschafter?“ entgegen ihrer Instinkte schenkte sie dem Vampir ein authentisches, warmes Lächeln.
      Der genaue Wortlaut des Gebotes besagte zwar, dass es den Fae untersagt war, anderen Gottheiten ihr Haupt im Gebet zu senken, doch der Vorteil daran einer kaum bekannten Rasse anzugehören war, dass keiner genug über ihresgleichen wusste, um die Wahrheit von einer etwas abgewandelten Version unterscheiden zu können.
      Sie hoffte nur, dass der Vampir seine Fassade des barmherzigen Erlösers genug aufrechterhalten konnte, um ihnen dies durchgehen zu lassen.
      Jetzt wo sie das Ei und den Vampir gesehen hatten, besaßen sie genug Informationen, dass sie die Kapelle verlassen und zum nächsten Schritt übergehen konnten: eine Angriffsstrategie entwickeln.
      Falls es ihnen denn gelang, hier wieder raus zu kommen, ohne eine der magischen Fallen auszulösen. Saryn war nicht sonderlich scharf darauf herauszufinden, was diese bewirken konnten…
    • Die Augen des Botschafters verengten sich in dem kurzen Moment wo Saryn anfing zu regen, während er zwar versuchte das Freundliche Lächeln aufrechtzuerhalten, zuckten seine Lippenwinkel ganz kurz. Während er dann für einen kurzen Moment in Stille verblieb. Mo beobachtete dies ganze und nickte dann. "Ja, es wäre unschön, wenn einer von uns stehen müsste, während wir sitzen."
      Gero, der dies etwas zurückgehalten beobachtete, seufzte leise. "Immerhin sind wir eine Gruppe!, wir meinen damit nicht unhöflich eure Gottheit gegenüber zu sein!" Seine tiefe Stimme hallte durch den Raum, während er und Mo den Vampir anschauten.

      Der Botschafter seufzte, kaum merklich, bis er dann freundlich aufschaute. "Nun ich kann mich erinnern sowas mal gelesen zu haben." Er lächelte zwar noch, doch war ein kleines bisschen Blutlust in dem Lächeln versteckt. Sein Blick wanderte kaum merklich rüber zu dem schwarzen Ei, während er mit seinen Fingernägeln etwas auf die Lehne einer Holzbank klopfte. Mit einem leichten Kopfschütteln und einem sehr unwohlen Gesichtsausdruck, sprach der Botschafter, mit tiefen Bedauern in seiner Stimme "Nun man kann niemanden zu seinem Glück zwingen, nicht wahr meine geschätzten Gäste. Dabei hätte es so viele Sachen zu besprechen gegeben." Mit diesen Worten zeigte der Vampir mit einem leichten grinsen auf die Tür. "Ich muss ich jetzt leider bitten zu gehen. Ich spüre gerade ein neuer Finstersturm aufkommen und muss dafür ein paar Vorbereitungen treffen." Sein Blick wanderte zum Prister. "Ich muss dich leider nochmal um deine Zeit bitten, hilf doch unseren Gästen einen Ort zum Unterkommen zu, es wäre zu gefährlich jetzt das Dorf zu verlassen."

      Der Prister lächelte leicht. "Natürlich, Wohltäter, dieser Prister wird sich darum kümmern, dass unsere Gäste eine sichere Unterkunft finden". Mit den Worten lief er mit langsamen Schritten Richtung Tür und winkte den 3 Rekruten zu. "Folgt mir, wir sollten unseren Wohltäter nicht weiter stören"

      Während der Botschafter anfing, zu entscheiden ob er nun die drei Gäste zwingen sollte sich zu setzten oder zu gehen, beobachtete Mo diesen ein bisschen und schaute sich auch innerhalb der Kapelle ein bisschen genauer um, um sich zu merken, was wo steht und wie man sich bewegen könnte. Im Inneren bedauerte er ein bisschen, die Fallen am Boden bedauerlicherweise nicht genau sehen zu können und nur deren Existenz wahrnehmen konnte. Aber es reichte ihn schon um zu wissen, dass sie nicht in dem Raum sein sollten. Ein Gefühl der Blutlust zog Mo aus seine Gedanken und er schaute leicht erschrocken auf und zu dem Vampir. Der Blutfluss ließ Mo leicht erschaudern und eine leichte Gänsehaut zog sich über seine Armee, während er jegliche Konzentration aufbrachte, die er konnte um nicht die Kapelle zu verlassen.

      Während die Blutlust nicht wirklich sehr stark war, war sie doch stärker als die Banditen, gegen welche Mo sonst gekämpft hatte und sehr viel konzentrierter. Konzentriert genug, um seine Fluchtinstinkte zu aktivieren und seine Sinne in einen Bereitschaftsmodus zu setzen. So verging die Zeit recht schnell für Mo, während er ruhig dort stand und aktiv zuhörte. Die Worte, vom Priester ihm aus der Kapelle zu folgen waren wie ein Befreiungsruf, welchen Mo nur zu gerne folgte. "Vielen Dank für die aufgebrachte Zeit, ich werde dann mal nicht mehr weiter stören", unabhängig von der Nervosität die Mo in diesem Moment spürte, hatte er eine feste und ruhige Stimme und er drehte sich schnell um und zwang sich ruhig dem Priester zu folgen, zwar schimpfte er sich selbst in Gedanken zu so einem Moment die Kontrolle zu verlieren, wäre es inmitten eines Kampfes gewesen, wären die Folgen enorm.

      Mit einem Blick nach hinten, sah Mo, Gerd ihm folgen, während er sich noch höflich verabschiedete. Man konnte ihn zwar keine wirkliche Nervosität ansehen, doch war sein Blick um einiges ernster. Mo schaute zu dem Prister, als er langsam die Anspannung die sich angebaut hat ausatmete. "Wenn wir zu einer Unterkunft gehen sollen, können wir bei der Schmiede vorbeischauen?" Mo schaute in Richtung seines Schwertes und dachte an den Schmied zurück, der anscheinend noch bei Sinnen war und nicht nur noch Verträumt herumlief. "Da wir doch etwas länger hier bleiben müssen, würde ich gerne mein Schwert nochmal schärfen lassen, jetzt wo wir eh wieder mehr Zeit haben."
      "Das ... " der Priester wirkte ein bisschen angespannt auf die Frage und fing an nachzudenken. Bis er dann langsam sagte und mit einer festen, fast unfreundlichen Stimme sagte: "Der Schmied ist etwas kompliziert, er mag Gäste nicht wirklich".
      Ein Lächeln kam Mo über die Lippen und er streckte sich etwas um die Anspannung abzubauen. "Wir sind ja keine Gäste, sondern Kunden für die Zeit. Bestimmt hat er auch eine wundervolle Schwertsammlung und kann sich über verschiedene Schwerter unterhalten. Er würde doch bestimmt keine Gäste ablehnen, nicht wahr?" Mo grinste etwas, er entschied sich bei den Gedanken zum Vampir und der Kapelle zurück, dass es wohl kein Problem mehr sein würde, nach etwas mehr zu fragen. Außerdem Spürte er keine Gefahr vom Priester ausgehen.
      Gerd lächelte in dem Moment ebenso und schaute zum Prister. "Mich würde es auch interessieren, vielleicht hat er paar Sachen die ich benötigen würde." Er lachte etwas. "Beim Reisen kann man sich nie gut genug vorbereiten und mal die Ausrüstung zu überprüfen kann nicht schaden."
      Man konnte zwar dem Prister ansehen, wie unangenehm ihm die Situation war, doch musste er nach einem kurzen Moment leise Seufzen und nickte leicht. "Gut, dann fragen wir ihn mal ob es ihm genehm wäre. Immerhin kann ich ihn ja nicht zwingen" Er lächelte etwas. Als er langsam darüber nachdachte, wie er die Gruppe davon abhalten könnte den Schmied zu treffen.
    • Erleichterung überkam Saryn, dass ihre improvisierte Lüge nicht direkt enttarnt wurde. Auch wenn das Lächeln, welches der Vampir ihr zuwarf nicht bis zu seinen Augen vordrang und sie seine Skepsis sowie seinen aufkeimenden Blutdurst deutlich darin lesen konnte.
      Glücklicherweise mussten sie sich auch nichts einfallen lassen um die Kapelle wieder verlassen zu dürfen, stattdessen wurden sie sogar darum gebeten diese zu verlassen.
      „Es hat uns gefreut, ihre Bekanntschaft machen zu dürfen.“ Verabschiedete sie sich noch, bevor sie dem Priester hinaus folgte. Ein Prüfender Blick gen Himmel verriet ihr, dass der Vampir nicht unrecht behalten hatte, was den Finstersturm betraf. Die Ohnehin bereits dunklen Wolken verdichteten sich bedrohlich und schienen sich wie ein dichter, hungriger Nebel um die Grenzen des Dorfes zu schließen. Ihr Gefühl verriet ihr, dass sie das Dorf nun vermutlich nicht mehr verlassen konnten. Zumindest nicht, bis sie das vorliegende Problem gelöst hatten.
      Als der Vorschlag aufkam, die Gelegenheit zu ergreifen um den Schmied zu besuchen, wurde Saryn direkt hellhörig. Dem Priester schien diese Idee gar nicht zu gefallen. Es konnte also nur bedeuten, dass sie auf der Richtigen Spur waren. Perfekt!
      „Das ist eine gute Idee.“ Pflichtete das Mädchen den anderen beiden bei. „Als Heilerin trage ich zwar selbst keine Waffen bei mir, aber dafür fühle ich mich umso sicherer, wenn meine beiden Kameraden gut ausgerüstet sind. Ich würde euch sehr gerne begleiten. Man weiß ja nie, vielleicht finde ich ja doch etwas, was meinen Goldbeutel um einige Münzen erleichtern würde. Und rege Kundschaft wird doch sicherlich gerne gesehen, nicht wahr?“ schon beinahe provokant, warf sie dem Priester ein unschuldiges Lächeln zu. Dass sie sehr wohl Waffen mit sich trug, musste er ja nicht wissen. Der Faktor, dass Mo und Gero bewaffnet waren, ließ sich schwer verstecken, schließlich trugen sie ihre Großen Waffen erkennbar mit sich. Saryn hingegen, ließ das in ihrem Ärmel versteckte Wurfmesser fürs erste unerwähnt. Sollten der Priester und der Vampir doch glauben sie sei unbewaffnet. Schließlich konnte man ja nie wissen, wann man ein sprichwörtliches Ass im Ärmel gebrauchen könnte. Unterschätzt zu werden, konnte man schnell zu seinem Vorteil machen.
      Nach einigem Zureden gab sich der Priester schließlich geschlagen und führte die dreiköpfige Gruppe in Richtung der Schmiede.
      Aus der Ferne konnte sie bereits erkennen, dass der Schmied wieder vor seiner Hütte stand. Seine Arme vor seinem Körper verschränkt, ein sorgevoller Blick zum düsteren Himmel gerichtet. Noch hatte er sie nicht bemerkt.
      Je näher sie der Schmiede kamen, desto mehr konnte Saryn die Hitze auf ihrer Haut spüre, die von den Schmieden ausging. Wie konnte man bloß stundenlang in dieser Hitze aushalten und dann noch zeitgleich solch schwere Arbeit verrichten. Sogleich wuchs ihr Respekt was die Profession des Schmieds anbelangte.
      Dieser hatte sie inzwischen bemerkt und musterte sie misstrauisch mit stählernem Gesichtsausdruck.
      „Unsere Gäste wünschen, sich deine Waren anzusehen.“ Ergriff der Priester das Wort bevor einer von ihnen auch nur den Mund zum Gruß öffnen konnten.
      Saryn entging dabei nicht, was für einen Scharfen Blick er dem Schmied zuwarf. Sie erkannte ihn sofort, schließlich hatte sie ihn selber schon oft genug gespürt. Der mahnende „pass bloß auf was du sagst!“- Blick. Aha. Um an Antworten zu gelangen mussten sie den Priester also irgendwie ablenken und alleine mit dem Schmied reden. Fürs erste hieß es aber erst einmal bei dieser Scharade mitzuspielen um keinen Verdacht zu erregen.
      „Ich grüße euch. Was unser werter Gastgeber da spricht ist wahr. Als Reisende haben wir großen Bedarf an euren Diensten.“ Sprach sie freundlich während sie im Hinterkopf bereits begann zu grübeln, wie sie den Priester, der an ihren Fersen zu kleben schien, am besten loswerden konnten.
    • Mit einem freundlichen lächeln nickte Mo zustimmend nach dem Saryn gesprochen hatte und zeigte dann auf sein Schwert. "Es würde mich sehr freuen, eure Dienste in Anspruch nehmen zu können. Um mein Schwert kontrollieren und nachschärfen zu lassen" Er lächelte etwas und winkte freundlich und wendete dann sein Blick besorgt Richtung Himmel. Bis er dann seine Augen schloss und anfing, die Magie in der Luft zu betasten.

      In den Moment, wo er die Magie in der Luft tastete, spürte er wie diese langsam anfing konzentrierter zu werden. Ebenso verlor sie langsam, kaum merklich, die Freundlichkeit in sich. Mo zog seine Augen zusammen und fing an alles durchzudenken, von dem Moment, wo sie in dem Dorf gekommen sind, bis hin zu der Schmiede. Er lächelte etwas, für ihn war es klar, dass der Vampir ein Feind war, doch in seinen Augen verhielt sich der Priester genauso wie ein Feind, der mit jedem Schritt verhindert das man weiterkommen kann.

      Gerd schaute den Schmied ernst an und nickte kurz nach Mo dann mit einem zustimmenden Geräusch. "Grüßt euch, ich würde nur gerne schauen, ob es etwas Interessantes hier gibt". Gerd hatte, während er dies mit einem ernsten Gesichtsausdruck sagte, beobachtete er den Mann vor sich.
      Der Schmied wanderte kurz in seine Gedanken, während er die Gruppe kurz betrachtete und schüttelte dann den Kopf. Mit bedauern in den Augen, jedoch einem sonst sehr ernsten Gesicht und einer scharfen Stimme antwortete er darauf: "Ich nehme um diese Stunde keine Kunden mehr an oder lasse Fremden in meine Schmiede! Geht!" Der Blick des Schmieds wanderte wieder nach zum Himmel. "Der nächste Sturm kommt! Von daher solltet ihr euch beeilen eine passende Unterkunft zu finden" Mit diesen Worten wurde der Schmied stumm.

      Mo öffnete seine Augen nachdenklich und schaute zu dem Schmied. "Das ..." Seine Augen wanderten nach oben zum Himmel und wieder zum Schmied. Bis er dann etwas nickte und sein Blick ernst wurde. "Wird bestimmt nicht lange dauern, wir fassen nichts an und berühren nichts." Mo lächelte etwas verlegen und zeigte dann auf sein Schwert. "Es ist wirklich wichtig für mich, ich kann sonst einfach nicht zur Ruhe kommen." Man konnte sowohl die Ehrlichkeit in seiner Stimme sehen. "Dieses Schwert ist mein treuer Begleiter und ein Geschenk. Ich kann einfach nicht zum stillen Sitzen, wenn ich weiß, dass es eine Möglichkeit gibt, einen Meisterschmied kurz mal rüberschauen zu lassen."

      Der Priester rümpfte seine Nase kurz und sagte, zwar weiterhin freundlich, doch mit einer scharfen Stimme. "Dann lass dein Schwert doch hier über die Nacht, wird schon keiner ..." Noch bevor er weiterreden konnte, winkte der Schmied kurz ab und zeigte auf den Himmel. "Niemand der sein Schwert wertschätzt, würde es zum Überprüfen alleine an einem Fremden Ort lassen. Es dauert noch kurz bis der nächste Sturm anfängt, gib mir dein Schwert, ich kann es hier im Stehen kurz anschauen und wenn es etwas Reparatur benötigt, kommst du morgen wieder".

      Man konnte ein kurzes Nicken von Mo sehen, welcher dann zum Schmied lief und ihm das Schwert reichte, welcher der Schmied entgegenzog und dann langsam aus der Schwertscheide zog, eine weiße Klinge kam zum vorschein, die Klinge wirkte zwar simpel, hatte jedoch ein Gefühl der Schärfe an sich. "Gutes Schwert", flüsterte der Schmied leise, als er anfing, das Schwert anzuschauen. Der Priester ging fast sofort paar schritte weiter mit, in der Hoffnung das es keiner der anderen sehen würde. Sein Blick war jedoch relativ ernst, als er den Schmied etwas genervt anschaute. "Na gut, mach aber schnell, ich will wirklich nicht in den Sturm kommen."

      Gerd lief einen Kurzen schritt zurück vom Prister weg und schaute dann rüber zu Saryn, während er leise flüstert. "Was machen wir jetzt? Glaube nicht das wir so weiterkommen und ich möchte nur ungern in der Dunkelheit mich um ein Wesen der Nacht kümmern müssen" Sein Blick wanderte nach oben zu den dunklen Wolken, die immer dichter wurden. Sein Blick ließ ein kleines bisschen Sorge anmerken.
    • Auch wenn sie selber kein Schwert führte, wusste Saryn um die enge Bindung eines Schwertkämpfers zu seiner Waffe. Und besonders Mo schien sehr an seinem Schwert zu hängen. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen als sie sah wie Aufrichtig und hingebungsvoll er über sein Schwert sprach, welches eindeutig mehr als nur eine einfache Waffe für ihn war. Es war irgendwie rührend mit anzusehen. Und auch wenn sie den Kitsune noch nicht in Aktion erlebt hatte, hatte sie schon eine leise Ahnung, dass er ein äußerst talentierter Kämpfer sein würde. Irgendwie freute sie sich auch schon ein kleines bisschen darauf zu sehen, was ihr Kamerad so draufhatte. Auf Gerds Worte hin befürchtete sie auch, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis sie alle zeigen mussten, was sie draufhatten.
      Das Lächeln, welches zuvor noch auf ihrem Gesicht lag, wich einem düsteren Ausdruck als sie dem bärtigen Mann zunickte. „Da bin ich voll und ganz bei dir. Einen Vampir im Dunklen zu bekämpfen wäre Selbstmord.“ Stimmte sie zu. Die Finsternis, die sich über ihnen zusammen braute, verschluckte jeden Sonnenstrahl und schuf binnen Sekunden die Perfekt Umgebung für einen Vampir. Den Vorteil konnten sie sich schon mal abschmieren.
      Nachdenklich Musterte das Mädchen Den Priester, wie er misstrauisch die Schmiede beäugte.
      Mit Sicherheit war der Vampir schlau genug gewesen, den Priester damit zu beauftragen, alles Silber aus dem Dorf zu schaffen. Der Einzige Ort an dem vielleicht noch etwas versteckt sein könnte, wäre die Schmiede. Misstrauisch wie der Schmied wirkte, konnte sie sich sogar gut vorstellen, dass er irgendwo welches hatte. Aber solange die wachsamen Augen des Priesters auf ihnen lagen. Hatten sie keine Chance den Schmied danach zu fragen.
      Was für Möglichkeiten hatten sie noch? Fließende Gewässer gab es hier keine. In ihrer Medizintasche trug Saryn zwar etwas Knoblauchpulver für Medizinische Zwecke mit sich, aber die Menge würde gerade mal dafür Reichen, dem Vampir ein niesen zu entlocken anstatt ihn ernsthaft zu schwächen. Eine kleine allergische Reaktion half ihnen an diesem Punkt auch nicht weiter. Obwohl…
      Frech funkelten ihre Augen auf, als sich in ihrem Kopf eine Idee zusammenbraute.
      „Ich glaube ich kann es hinkriegen, den Priester für eine Weile von euch fern zu halten.“ Flüsterte sie Gerd zu. „Du und Mo müsst rauskriegen, ob der Schmied irgendwas weiß, was uns weiterhelfen kann, und ob er irgendwo Silber versteckt hat.“ Wies sie ihn an, während sie mit einer Hand in ihrem kleinen Medizin Beutel umhertastete. Als sie endlich fündig wurde, zog sie mit einem triumphierend en Grinsen im Gesicht eine Unscheinbar wirkende Glasphiloe und eine Akkupunkturnadel hervor. Auf Gerds fragenden Blick hin antwortete sie mit einem mysteriösen „Sieh zu und lerne, warum man Heiler niemals unterschätzen sollte.“
      Verstohlen sah sie den Priester an, welcher so darauf fokussiert auf Mo und den Schmied war, welche auf den Weg ins Innere der Schmiede waren, dass er sie gar nicht beachtete. Wie töricht. Hinter Gerd versteckt, sodass der Opponent ihrer Gruppe sie nicht sehen konnte, tauchte sie die Nadel in die Flüssigkeit im Inneren der Phiole.
      Blaunesselgift. Ein nettes kleines Mittelchen, welches in der Medizin gemischt mit anderen Heilkräutern dessen Wirkung verstärken konnte. Verwendete man es jedoch alleine und ohne andere Stoffe, konnte es eine heftige Allergische Reaktion auslösen. Und genau das war ihr Ziel. Mit einer eleganten Handbewegung, als würde sie einen Dartpfeil nach ihm Werfen, zielte sie mit der Nadel auf den Priester. Saryn hielt gespannt die Luft an, als er in seinem Nacken stecken blieb und der Priester nicht zusammenzuckte. Er hatte nichts bemerkt. Erleichtert atmete Saryn wieder aus und stieß ein stummes Lob auf die Kunst der Akkupunktur aus.
      Nun hieß es abwarten. Tatsächlich dauerte es nicht lange, bis der Mann sich zuerst etwas Geistes abwesend an der Wange kratzte und kurz darauf frustriert an seinem Oberarm. Die ersten Roten Pusteln begannen an seinem Hals zu erscheinen.
      Sryn spürte Gerds skeptischen Blick auf sich ruhen.“ Keine Sorge! Das ist nur eine kleine Allergische Reaktion und absolut nicht tödlich. In 10 Minuten geht sie schon von alleine weg.“ Erklärte sie schnell, bevor ihr Kamerad falsche Schlüsse über sie ziehen konnte – womöglich würde er damit sogar richtigliegen.
      Schnell ließ sie die Glasphiole wieder in ihrer Tasche verschwinden und setzte einen besorgten Gesichtsausdruck auf. „Oh weh, irgendetwas scheint ihnen ja gar nicht gut zu bekommen.“ Sprach sie an den Priester gerichtet, welcher äußerst verwirrt über seinen plötzlichen Zustand zu sein schien. „Kommen sie, ich bin Heilerin, ich sollte sie mir mal an einem ruhigen Ort ansehen.“ Beruhigend legte sie ihre Hand auf seine Schulte rund zog bei der Bewegung geschickt die verräterische Nadel aus seinem Nacken. Sich hektisch an seinem ganzen Körper kratzend ließ der Priester sich widerstandslos von ihr aus der Reichweite der Schmiede führen. Hinter seinem Rücken streckte Saryn Gerd einen erhobenen Daumen entgegen als Zeichen, dass er und Mo nun grünes Licht hatten.
      Nachdem sie Mo und den Schmied über die Schwertkunst sprechen sah, hatte sie keine Zweifel daran, dass es ihm Sicherlich gelingen würde, das Vertrauen des alten Mannes zu gewinnen.
      Mit den immer dichter werdenden, unheilvollen Wolken, die sich über ihrem Kopf zusammenbrauten, hoffte sie nur, dass es ihm möglichst schnell gelang…
    • Mo lächelte ruhig, während er anfing, sich mit dem Schmied über die Schwertkunst zu unterhalten. Am Anfang war Mo noch überrascht, wie erfahren der Schmied war und das er sich fast sicher besser als Mo selbst mit dem Schwert und dem Schwertkampf auskannte. So verlor er sich rasch mit diesen in der Unterhaltung. Die verschiedene Stille und Haltungen, wobei Mo jedoch nicht einmal seine eigene Art zu Kämpfen erwähnte, sein Blick wanderte hin und wieder rüber zum Priester, der am Anfang noch Ungeduldig zuhörte.

      Doch dauerte es nicht lange, da bemerkte er eine ungewöhnliche Bewegung von dem Prister hinter sich. Aus dem Augenwinkel dachte Mo kurz, dass er ein Kratzen von diesem mitbekommen hatte und kurz bevor er sich umdrehen konnte, um zu fragen, ob alles in Ordnung war, hörte er Saryn mit dem Priester sprechen und dann wegführen.

      "Wir haben maximal 10 Minuten, vielleicht weniger, wenn der Priester bemerkt, dass was nicht stimmt" Gerd sprach mit einer bestimmten Stimme, als er weiter nach vorne trat, er streckte sich etwas und schaute zu Mo. Während er auf kurz auf den Schmied zeigte, welcher eine Augenbraue hochgezogen hatte.
      Mo schaute zu Gerd und lachte etwas, wobei er dann rüber zu dem Schmied schaute und seine Hand ausstreckte. "Ich denke mit meinem Schwert sollte alles in Ordnung sein." Er lächelte etwas, als der Schmied, ihm das Schwert wieder reichte.
      "Ja, das Schwert ist in Top-Zustand und wird wohl so bleiben" Der Blick des Schmiedes wanderte nach oben, während er dann sein Kopf schüttelte. "Ich würde euch ja gerne helfen, aber die Wahrheit ist ... ich kann nicht oder besser gesagt ich würde euch in euren Tod schicken" Ein leises Seufzen wanderte über die Lippen des Schmiedes. "
      Mo hob seine Augen. "In den Tod? ist der Vampir in der Kirche wirklich so Stark? Ich meine ich spürte zwar eine relativ große Gefahr von ihm ausströmen, aber ich denke, mit etwas Planung sollten wir ihn besiegen können, jedenfalls fühlte es sich nicht so an, als ob ein Kampf den sicheren Tod bedeuten würde. Sobald wir ihn aus der Kapelle bekommen. Drinnen zu kämpfen, wäre Selbstmord." Der junge Kitsune hatte ein leichtes Lächeln auf den Lippen, während er dies sagte und hob dabei seine Schultern.
      Der Schmied schüttelte sein Kopf. "Und wie wollt ihr das machen?" Sein Blick wanderte rüber zu der Kapelle und er seufzte leise. "Er wird den Ort nicht verlassen, seine einzige Aufgabe ist es, das Ei zu beschützen und zu ernähren." Er seufzte leise, ein kleiner Ausdruck der Trauer überkam ihm. "Dir ist aufgefallen, wie die Leute einfach nur noch ... existieren, das ist sein Werk. Nur der Priester und ich sind noch bei Sinnen, der Priester als seine Rechte Hand und Auge, um sicherzugehen das alles Passt und mögliche gefahren davor zu erkennen"
      Der Schmied seufzte leise und man merkte etwas Wut in seinen Augen, jedoch auch ein leichter Unwillen in seinen Augen. "Er weiß eigentlich alles darüber, aber seine eigene Sicherheit war ihm am ende wichtiger und meine Aufgabe ... dafür zu sorgen, dass das Dorf in guten Zustand ist und die Werkzeuge im guten Zustand bleiben. Wenn ich so darüber rede, bin ich wohl auch nicht besser". Ein kurzes Kopfschütteln überkam ihn, als er sein Blick zu Mo lenkte und abwartete.

      "Das macht es ... Komplizierter und einfacher" Mo flüsterte leise, als sein Blick in Richtung der Kapelle wanderte. "Der Vampir beschützt das Ei von drinnen, wenn ich ein Feuer oder so in der Nähe anzünde, dass in Gefahr kommen würde überzugreifen. Kann es funktionieren oder man greift das Ei von innen an, von daher ... ist es egal." Sein Blick wanderte dann zu der Nebelwand um dem Dorf. "Außerdem macht es kein Unterschied, er wird uns eh nicht gehen lassen. Wir haben uns geweigert uns hinzusetzen ... und es hat ihn jedenfalls nicht gefallen." Mo lachte ruhig als er dann zum Schmied schaute. "Von daher ... bitte Helfe uns" Mo verbeugte sich leicht, während er dies sagte.

      Der Schmied schaute Mo eindringlich an, während er mit einer Angespannten und wütenden Stimme anfing zu sprechen: "Du willst unser Dorf Anzünden und hoffst auf meine Hilfe? Jetzt wo du das gesagt hat, warum soll ich dir helfen!" Man konnte ihn die Wut ins Gesicht geschrieben sehen, während er seine Hände zu Feusten geballt hatte. Mo seufzte etwas und schüttelte dann den Kopf: "Ein Dorf kann man wieder aufbauen, doch die Zeit, welche die Dorfbewohner hier verlieren nicht! Und uns geht die Zeit verloren, es ist einer der schnellsten Wege welche mir gerade einfällt. Also hilfst du uns oder nicht?"

      Man hörte ein leises Seufzen von den Mann, als er dann den Kopf schüttelte und sowohl Mo und Gerd fragend anschaute. "Also ... was wollt ihr Wissen und wie kann ich euch Helfen?"
      Gerd lächelte erleichtert, als er die Wörter hörte, bis er dann erstmal auf die Kapelle zeigte. "Die meisten Fragen hast du schon beantwortet, aber ... was genau ist das Ei?, aber noch wichtiger ... hast du Silber in der Schmiede versteckt?" Gerd schaute zum Schmied, welcher seine Augen zusammen zog.
      "Was genau das Ei ist, weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass es nix Gutes sein wird, was das Silber angeht." Der Blick des Schmiedes, zog sich etwas zusammen und er seufzte leise. "Ich habe welches da ja, es ist nicht viel ... alles was ich vor den Augen des Botschafters verstecken konnte." Er schüttelte sein Kopf und lief dann langsam hinter die Schmiede mit einem leisen Flüstern. "Ich hoffe, ich bereue diese Entscheidung nicht"

      Gerd schaute zu Mo und sagte mit einer scharfen Stimme: "Was sollte das gerade, warum hast du das mit dem Abbrennen des Dorfes gesagt?" Sein Blick war fast genau so wütend wie der vom Schmied, doch Mo zuckte in dem Moment die Schultern und flüsterte Leise mit einem entschuldigenden Ton "Es war riskant, aber er weiß selber ... dass sollten wir mit dem Vampir außerhalb der Kapelle Kämpfen, dass Dorf eh schaden abbekommen wird" Mo schüttelte den Kopf und seufzte leise. "Auch wenn ich selber nur ungern das Dorf abfackeln würde, bin ich bestimmt kein Held oder so, solange wir damit das Ziel erreichen, ist es nur ein kleiner Verlust."

      Gerade als Gerd darauf antworten wollte, kam der Schmied mit einer kleinen Kiste um die Ecke und reichte diese Mo, mit einem leichten Schütteln. "Versteck die Kiste, der Priester sollte sie nicht sehen. Darin sind 3 kleine Silberwaffen und ein Silberpfahl drinnen. Außerdem noch eine Karte von dem Dorf" Er lächelte entschuldigend. "Zum Herstellen neuer Sachen fehlt leider die Zeit, aber lasst mich euch mit dem Priester helfen" Mit diesen Worten schaute er nach hinten, wo man kurz darauf den Priester sehen konnte, als dieser zurückkam, in den Augen des Schmiedes kam eine lange unterdrückte Wut auf.

      Mo nickte kurz und lächelte dann kurz. "Vielen Dank und Entschuldigung" Diese Worte kamen wir ein Flüstern. Gerd schaute nach hinten und schnappte sich die Kiste, und legte sich diese vor den Boden, eine kurze welle der Magie entstand kaum merklich und ohne das man wirklich was sehen konnte, verschwand die Kiste im Boden.
    • Der Priester verzog schmerzhaft das Gesicht, als Saryn den Lappen, den sie mit einer Kräutertinktur getränkt hatte, über seine gereizte Haut strich. „Allergien können aus dem nichts heraus auftreten. Jemand der sein ganzes Leben ohne Probleme gelebt hat, kann aus dem nichts Heraus eine Gräser Allergie entwickeln.“ Erklärte sie ihm mit unschuldigen, großen Augen, während das Mädchen ihn versorgte. Dieser schien es jedoch nicht ganz glauben zu wollen. Skeptisch schüttelte er den Kopf und musterte sie grimmig. „Nein. Das glaube ich nicht. Der Zeitpunkt erscheint mir sehr seltsam.“
      Hatte er sie bereits unter Verdacht? Saryn musste schwer schlucken. „Naja, der Körper fungiert manchmal auf seltsame Art und Weise. Es reicht oft schon eine Kleinigkeit um ihm aus dem Gleichgewicht zu bringen. Eine Veränderte Tagesstruktur. Neue Nahrung. Stress. Nicht genug Sonnenlicht.“ Mit den Worten warf sie einen kurzen Blick zu den düsteren Wolken hinauf.
      Der Priester öffnete seinen Mund um etwas zu sagen, hielt jedoch inne. Überrascht erkannte die Fae, wie eine Vielzahl an Emotionen über sein Gesicht huschten und er den Mund mit nachdenklicher Miene wieder Schloss. Huh, seltsam.
      Ihre Intention war es, Zeit zu schinden, nicht in ihm irgendwelche Zweifel zu erwecken. Doch bevor sie diese Gedanken weiter explorieren konnte, bemerkte sie seinen plötzlichen überraschten Ausdruck. Hatte sie sich die Zweifel in seinen Augen eben nur eingebildet?
      „Mir scheint es deutlich besser zu gehen.“ Bemerkte der Mann und schob seinen Ärmel beiseite, um zu prüfen, ob er noch irgendwelche roten Flecken am Körper hatte.
      Genauso schnell wie das Blaunesselgift eingesetzt hatte, war die Wirkung bereits verflogen. „Das freut mich sehr zu sehen!“ log sie mit einem gespielten Lächeln und hoffte Innerlich, dass sie Mo und Gerd genug Zeit erkaufen konnte um etwas Nützliches zu erreichen.
      Still folgte sie dem Priester, welcher sich sogleich wieder zügig in Richtung der Schmiede bewegte, wo sie bereits die anderen drei im Gespräch erblickte. Was auch immer Mo und Gerd zu ihm gesagt hatten, der Schmied fixierte sich sofort auf den Priester. Die Ablenkung nutzend, gesellte sich Saryn direkt wieder zu ihren beiden Kameraden, während zwischen den Beiden Bewohnern des Dorfes eine hitziger Wortaustausch auszubrechen schien.
      „Wie sieht es aus?“ fragte sie mit einer Mischung aus Hoffnung und Neugierde. “Wir sollten uns schnellstmöglich beriet machen, ich habe das Gefühl, dass es nicht mehr lange dauert, bis unser blutsaugender Freund sich zu uns Gesellt…“
      Der Finstersturm hatte anscheinend seinen Höhepunkt erreicht. Absolute Finsternis umgab das Dorf und machte es unmöglich zu erahnen, dass außerhalb helllichter Tag herrschte.
      Aus dem Inneren der Kapelle drang nun eine Bedrohliche Aura, welche die Luft unter Spannung zu setzen schien. Vom Gefühl der Zufriedenheit und Sicherheit, welches das Dorf zuvor vermittelt hatte, war nichts mehr übriggeblieben.
      Srayns ganzer Körper setzte sich instinktiv in Alarmbereitschaft.
    • "Wir haben alles, was wir brauchen" Mo sagte dies mit einem ruhigen Lächeln, sobald er Saryn´s Frage hörte. Wobei sein Blick auf die Kapelle wanderte und er sich langsam auf den Weg dorthin machte. "Der Schmied ist so freundlich und hat uns paar Silberwaffen gegeben und wird so lange es geht, den Priester ablenken." Sein Blick wanderte zu den beiden Streithälsen um und lächelte leicht. "Über die Zeit hat sich eine große Spannung zwischen den beiden aufgebaut".

      Gerade als Mo dies gesagt hatte, fing er an den Druck und die Aura des Vampirs zu spüren. Ihn überkam ein großes Gefühl der Gefahr. Man konnte um ihn kurz langsam eine formlose Schicht an Magie um den Körper bilden sehen und Mo entspannte langsam wieder. Er war zwar nervös, doch schaffte er das Gefühl der Nervosität zum größten Teil zu unterdrücken. Sein Blick wanderte konzentriert in Richtung der Kapelle.

      "Ja, es wird nicht mehr lange dauern und wir werden einen sehr schweren Kampf vor uns haben. Wenn der Schmied die Wahrheit gesagt hat, müssen wir uns aber mehr Gedanken machen, ihn aus der Kirche zu holen, anstatt dass er zu uns geht. Jedenfalls fürs Erste." Mo sagte dies lächelnd. "Der Vampir bewacht quasi das Schwarze Ei, dass ziemlich wahrscheinlich bald schlüpfen wird und unsere Aufgabe in dieser Prüfung dürfte von daher sein, das Schlüpfen zu verhindern oder das Ei zu zerstören. Aber ebenso hat er anscheinend die Dorfbewohner irgendwie unter Kontrolle, wir benötigen ein Weg diese Verbindung zu trennen oder die Dorfbewohner für die Zeit auszuschalten."

      Gerd nickte etwas, während jedoch sein Blick zum Himmel fiel. "Aber können wir uns damit sicher sein?" Flüsterte dieser leise, mit einer leichten Besorgnis in seiner Stimme.
      "Nein nicht wirklich", Mo schüttelte sein Kopf und legte seine Hand auf den Schwertgriff und schaute nachdenklich auf den Himmel. Bis er dann anfing für einen kurzen Moment nachzudenken und dann leise seufzte. "Aber wir sollten uns wohl ein Plan überlegen, ich bin immer noch dafür, die Dörfer um der Kirche anzuzünden und ihn damit zu zwingen herauszugehen, um das Ei gegen die Hitze zu schützen. Vielleicht kann man die Kirche sogar gleich mit anzünden."

      Gerd zog seine Augen leicht zusammen. "Ich halte es immer noch nicht für ’ne passende Idee, es gibt bestimmt genug Wege, die nicht gerade das Abbrennen des Dorfes kosten." Noch während er dies sagte, lächelte er etwas. "Wir könnten aus einer sicheren Entfernung das Ei angreifen, die Tür öffnen und von außen angreifen, so müsste er entweder die ganze Zeit passiv bleiben oder aktiv rauskommen."
      Als Gerd diese Worte sagte, schaute er auf den Boden, wo langsam die Kiste wieder rauswuchs. "Hier sind im Übrigen die Silberwaffen, paar Messer und ein Silber Pfahl."

      Mo schüttelte sein Kopf etwas und flüsterte leise. "Das könnte zwar auch funktionieren, aber ... was ist, wenn er dennoch drinnen bleibt und lieber passiv bleibt. Auch wenn es untypisch wäre, wissen wir nicht, wie wichtig das Ei ist." Er seufzte leise. "Besonders, was machst du dann, wenn wir die Bewohner als Schutzschild benutzt? Oder ’ne andere Art, das Ei zu beschützen?" Mo schaute auf und seine Aufmerksamkeit richtete sich auf die Kapelle. "Aber egal was wir machen, die Kapelle muss beschädigt werden. Nicht, dass er sich dorthin zurückzieht. Zusammen mit den Fallen wäre es töricht gegen ihn drinnen zu kämpfen.
      Was meinst du Saryl" Sein Blick wanderte rüber zu der Fae. "Hast du selber noch ’ne Idee was wir machen könnten oder möchtest du mit einem von unseren Plänen arbeiten?"
    • Als sie Angesprochen wurde, zog sich der Magen der Fae für einen Augenblick etwas zusammen. Hing die Entscheidung nun etwa von ihr ab? Sie war es gewohnt, Aufträge zu bekommen und diese gewissenhaft auszuführen. Aber selber Entscheidungen zu treffen, und dann noch welche, die so wichtig waren wie diese, war für sie unbekanntes Terrain.
      Nun gut. Es half ja nichts, sie mussten zu einer Entscheidung kommen.
      „Den Vampir mit dem Feuer herauszulocken ist an sich keine schlechte Idee von dir, Mo.“ Begann sie, und legte dabei nachdenklich einen Finger an ihr Kinn. „Aber ich habe auch bedenken, was die Sicherheit der Bewohner angeht." Fuhr sie fort und wechselte ihren Blick zwischen ihren beiden Kameraden.
      „Wir wissen weder, wie gut der Vampir die Bewohner unter seiner Kontrolle hat noch ob das Feuer überhaupt Effizient sein wird. Den Vampir wird es vielleicht herauslocken, aber wissen wir, ob das Ei dadurch Schaden nehmen wird? Wir sprechen hier immerhin von einem Phönix. Gesehen habe ich selbst noch keinen, aber sind sie nicht unter anderem besonders dafür bekannt, in Flammen zu stehen und aus ihrer Asche wiedergeboren zu werden? Vielleicht wird ein Feuer das Gegenteil bewirken und das Ei zum schlüpfen bringen?“

      In ihrem Kopf ging sie alle Möglichkeiten die sie hatten durch und griff nach einem der Silberwaffen, die sie geistesabwesend zwischen ihren Fingern drehte. Ihre Größte Stärke war es, den Überraschungsmoment zu nutzen und Dinge zu tun, die der Gegner sonst nicht von ihr erwarten würde. Mo wirkte eher wie jemand, der Dinge direkter anging. Und Gerd? Er hatte zuvor erwähnt, dass er sich auf Verteidigung spezialisiert hatte. Irgendwie mussten ihre Individuellen Fähigkeiten sich doch zu ihrem Vorteil kombinieren lassen…
      Mit einem Stock zeichnete sie die groben Umrisse der Kapelle vor sich in die Erde. Passend für einen Vampirbau, besaß sie keine Fenster oder andere Öffnungen, neben der Haupteingangstür.

      „Das Dorf in Brand zu setzen wäre zu risikoreich und hat auch keine Garantie, dass wir damit unser Ziel erreichen. Aber vielleicht können wir ihn trotzdem hinaus räuchern?“ Zum zweiten Mal an diesem Tage öffnete sie ihren Kräuterbeutel. „Ich habe nicht ausreichende Komponenten hier, um irgendetwas zusammen zu stellen, was dem Vampir ernsthaft Schaden könnte. Aber ein paar dieser Schätzchen hier können, wenn man sie anzündet, einen fiesen Rauch erzeugen.“ Während die sprach, fischte sie selektiv einige beschriftete Phiolen hervor.
      „Wenn wir die brennenden Kräuter in die Kapelle hinein Werfen, sollte sich der Rauch relativ schnell im inneren Ausbreiten. Es wird ihn nicht töten, sondern nur seine Sinne ein wenig trüben. Aber damit-„ triumphierend hob sie die Phiole, welche mit eleganter, kursiver Schrift als `Knoblauchpulver‘ gekennzeichnet war, in die Höhe „-wird es für ihn dennoch nicht lange auszuhalten sein. Ohne Fenster wird unser blutsaugender Freund dem nur entgehen können, indem er zu uns hinauskommt.
      Und dort-„ Auf ihrer Skizze im Staub zeichnete sie zwei Karikaturen vor dem Eingang zur Kapelle ein. „Werden wir ihn in Empfang nehmen. Mo, du erregst seine Aufmerksamkeit, indem du ihn angreifst. Bestenfalls mit dem hier.“ Saryn deutete mit dem Stock auf den Silberpfahl. „Geh aber kein Risiko ein, wir wissen noch nicht wie stark er ist. Selbst wenn seine Sinne durch den Rauch getrübt werden sollte, könnten diese immenroch schärfer als unsere sein. Seine Aufmerksamkeit sollte aber voll und ganz bei dir liegen. Gerd, du musst Mo unbedingt den Rücken frei halten mit deinen Verteidigungszaubern. Im Kampf wird der Vampir sich primär auf jene konzentrieren, die ihm Schaden zufügen können, nicht auf passive Gegner wie Heiler.“ Mit den Worten zeichnete sie etwas abseits der Karikaturen die Mo, Gerd und den Vampir darstellen sollten, sich selbst ein und zog einen Pfeil in das Innere der Kapelle auf das Ei hin. „Während der Vampir sich auf euch konzentriert, versuche ich mich in die Kapelle zu schleichen und das Ei zu zerstören.“
      Nachdem sie zu Ende gesprochen hatte, blickte die Fae fragend in die Runde, ob die anderen auch mit dem Plan einverstanden waren.
      Ihr Hals war furchtbar trocken. Ob vor Nervosität oder vom vielen reden, ließ sich nicht sagen.
      Egal wie fieberhaft Saryn über ihren Plan nachdachte, es gab keine Garantie, dass alles so gelingen würde, wie sie es erhoffte….
    • Mo schaute sie an und nickte kurz. Wobei er leicht schmunzeln musste, er konnte ihr anmerken, dass es für sie unangenehm war. Sie hätte einfach nein sagen können oder selber ein Plan vorschlagen und dann abstimmen lassen. Doch auch wenn Mo diese Gedanken kurz hatte, entschied er sich stumm darüber zu sein und erstmal zuzuhören.
      Er nickte immer mal wieder kurz und lächelte dann etwas. "Das ganze hört sich nach nem guten Plan an" Wobei er dann auf den Silberpfahl schaute und dann etwas den Kopf schüttelte. "Ich kann den Silberpfahl nehmen, aber lieber etwas versteckt. Es bringt nix unsere Karten so früh zu Zeigen, mein Schwert ist Gefahr genug für ihn am Anfang, selbst wenn er sich immer wieder regeneriert, verbraucht er dafür Magie und Kraft." Mo sagte die letzten Worte mit einem tiefliegenden Selbstbewusstsein.

      Mos Blick wanderte zu Gerd, während er dann überlegte. "Hm das wäre gut, versuche dich aber zurückzuhalten und dann einzugreifen, wenn ich in Gefahr bin oder der Vampir eine Öffnung in der Verteidigung Zeigt. Sollte ich nicht weiterkommen oder keine Öffnung finden, tauschen wir und ich beobachte seine Kampfart, während du Verteidigst." Man konnte Gerd kurz nicken sehen.
      Mo Wandte sich zu Saryn nickte kurz.
      "Zu den Fallen, das Beste wäre zwar diese gar nicht erst auslöst. Aber für den Fall der Fälle, es werden zum größten Teil Magische Fallen sein, also vertraue auf deine Intuition beim Laufen darin, wenn dein Körper dich warnt, wird er wahrscheinlich Magische Signaturen wahrnehmen, die du selber nicht siehst."
      Mo wurde kurz still und sprach mit einem ruhigen Lächeln. "Sollte es passieren, dass du eine Falle Auslöst, dann suche innerhalb der Falle nach dem Magischen Kern, da die Fallen von Magischer Natur sind, benötigen sie Energie zum Funktionieren. Wenn man die Energie Unterbricht, bricht man auch die Falle"

      Er seufzte kurz und schaute dann zu Gerd. "Sobald das Ei zerstört ist, musst du so schnell es geht zum Eingang der Kirche, der Vampir wird sehr wahrscheinlich ab den Moment sich auf Saryn konzentrieren. Immerhin hat sie seinen Plan zerstört und wir können seine Reaktion nicht abschätzen. Von daher pass, auf dass er nicht durch den Eingang kommen kann." Mo schaute dann kurz auf und schloss seine Augen, während er kurz durchatmete und sein Blick wanderte zu Saryn und er lächelte etwas. "Alles andere müssen wir Flexibel lösen."

      Mo stand kurz nach den Worten auf und streckte sich, man konnte in den Moment langsam ein Starken Kampfes Will aufkommen sehen. Doch wanderte sein Blick nochmal zu Saryn und dann Gerd und sagte lachend, während er seine Hand auf den Schwert zog und man eine leichte Aura von Freiheit und Schärfe von Mo ausgehen spüren konnte. "Sobald du das Kräutermischung fertig hast gib es mir, ich zünde es an und werfe es rein. Dann können wir anfangen"
    • Aufmerksam Lauschte die Fae, was Mo ihr zu den magischen Fallen erzählte. Magischer Kern, alles klar. Das würde sie schon irgendwie hinkriegen.
      Sie hoffte einfach, dass es ihr gelingen würde die Fallen zu umgehen.
      Auf die Anweisung des Kitsune hin nickte sie und begann sofort die benötigten Kräuter aus ihrem Beutel zu suchen. Mit geübten und sicheren Fingern stellte sie schnell etwas zusammen, was sie zum Abschluss noch voller Enthusiasmus mit dem Knoblauchpulver bestreute und schlussendlich in einem kleinen Stofffetzen zusammenband.
      "Hier." Feierlich überreichte sie Mo ihr Werk, welches Leicht und unscheinbar in der Hand lag, jedoch eine strake Reaktion entfachen würde, sobald die trockenen Wurzeln und Gräser im inneren des Stoffes entzündet waren.
      "Es wird beinahe augenblicklich anfangen einen starken Rauch zu produzieren, sobald du es angezündet hast, deswegen wirf es so schnell wie möglich in das Innere." erklärte sie schnell und suchte dabei noch nach einer letzten Sache aus ihrem zuverlässigem Beutel.
      Ein kleiner, mit Wachs versiegelter Hornbecher trat zum Vorschein. Sie hatte immer etwas von dem Zeug auf Vorrat dabei und nun war eine gute Gelegenheit, es anzuwenden.
      "Hier, trinkt noch einen Schluck davon, bevor es los geht" bevor sie das Gebräu an ihre beiden Kameraden weiterreichte, löste sie den Verschluss und nahm selber noch einen schnellen Schluck. Es schmeckte ein wenig bitter, sodass sie kurz ihre Miene etwas verzog, als sie es hinunter schluckte. "Dadurch habt ihr für eine kleine Weile etwas mehr Ausdauer." erklärte sie und sah zu, wie Gerd ebenfalls einen Schluck nahm und den Becher nun mit einem nicken an Mo reichte. Sie spürte, wie die wärmende Wirkung des Tranks ihren Körper umhüllte und ihre Sine schärfte. Sie waren so gut vorbereitet, wie es ihnen möglich war. Von nun an hieß es Teamwork und schnelle Reaktionsfähigkeit.
      Saryn stellt sich in bereiter Position hin und blickte Mo erwartungsvoll an. Sie wartete nur noch auf sein Signal, dass es losgehen konnte.