Wie du mir, so ich dir (Saki + Panda)

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    • Wie du mir, so ich dir (Saki + Panda)

      Es war ein Tag wie alle anderen.
      Der Wecker klingelte am Morgen. Lex erhob sich und ging duschen. Frühstückte eine Kleinigkeit und machte sich auf den Weg zur Arbeit, auf die er gar keine Lust hatte.
      Es war Samstag, viel zu früh für seinen Geschmack, während andere alle Wochenende hatten. Und er selbst musste ins Studio, um irgendwelche Halbstarken Dinge zu erklären, die sie sowieso nicht einhielten.
      Ein tiefes Seufzen, als er daran dachte, bevor er seine Tasche zur Hand nahm und seine Wohnung verließ. Zumindest waren es an diesem Tag nur 6 Stunden, die er aushalten musste. Ein Vorteil, wenn er in Teilzeit dort arbeiten konnte. Hatte er für mehr auch nicht den Elan dazu und solange er seine Miete und Lebensmittel bezahlen konnte, war ihm so ziemlich alles recht. Schlecht verdiente er dort ja auch nicht.
      Ein kurzer Blick auf sein Handy und er dachte nach, bevor er auch schon den Messenger öffnete und auf den Namen Tia drückte. Sogleich las er die letzten paar Zeilen ihrer vorherigen Konversation und er musste schmunzeln.
      //Guten Morgen wünsch ich dir. Hoffe du hast gut geschlafen.//
      schrieb er sogleich und schob das Handy in seine Hosentasche, bevor er die Treppen hinunter schritt, um sich in sein Auto zu steigen. Die Tasche auf dem Beifahrersitz und sich angegurtet schaltete er den Motor ein und fuhr die Straße entlang zum Gym. Weit war es zwar nicht, dass er unbedingt das Auto nehmen müsste, allerdings würde er danach noch ein paar Dinge für das Wochenende und die kommende Woche einkaufen. Zumindest das hatte er dann hinter sich.

      @Saki
    • Noch immer saß sie da. Auf ihren Bett. Die Rollos herunter und in der Dunkelheit mit sich alleine während sie das Handy in beiden Händen hielt. Die Decke um sich geschlungen, ihre Augen rot geschwollen von den salzigen Tränen, welche sie die ganze Nacht vergossen hatte und nun am Morgen langsam versiegten. Nicht, weil sie nicht mehr weinte, sondern weil sie nicht mehr konnte. Es war, als wäre ihr Körper leer. Ihr Magen drückte, drehte sich um, während ein Kloß in ihrem Hals steckte und ihr die Luft zum atmen nahm. Neben der Trauer, die sie im Moment spürte, kochte allerdings die bittere Wut in ihr hoch. Fanden bereits etliche Kissen den Weg auf den Boden. Bücher und der Inhalt ihrer Tasche war auf eben jenem verstreut, nachdem sie ungeniert alles herunter geworfen hatte, bevor sie sich im Bett wieder fand. Auf das Display starrend. Auf die Nachricht eines Bekannten, welcher ihr ein Bild geschickt hatte. Es war ein Kumpel ihres Freundes, welcher sich ein Zimmer mit ihm teilte. Eine Uni weit weg, hatte er gesagt. Eine Fernbeziehung wäre nicht so schlimm, hatte er gesagt. Nein, wenn man liebte und treu war, dann war es das auch nicht. "Arschloch... Bastard... Ich hasse dich." flüsterte sie und erneut kochte die Wut in ihr hoch, bevor das Handy ebenfalls den Weg auf den Boden fand, ehe sie ihre Arme um ihre Beine schlang und am liebsten schreien würde. Er hatte sie betrogen. Wahrscheinlich schon bevor er überhaupt weggezogen war. War sie die jenige, wieso er wirklich weg wollte? Und sie? Sie war wieder so dumm gewesen. Hatte an das gute in der Liebe geglaubt. Gedacht, sie wäre sein ein und alles. Wie sehr sie sich wieder einmal getäuscht hatte.
      Das leise Vibrieren das Handy's brachen ihre Gedanken. Tiana hob den Kopf ein wenig, während erneute Tränen über ihre Wangen liefen. Sie wollte es nicht mehr sehen. Wollte kein weiteren Text lesen oder gar ein weiteres Bild sehen, welches ihr geschickt wurde. Hatte sie es zuerst nicht glauben wollen, doch wurde sie wirklich eines besseren belehrt. Zumindest die Freunde von Liam hatten den Anstand ihr zu sagen, was Sache war. Auch wenn das nur ein kleiner Trost gewesen war. Doch als sie nun langsam das Handy aufhob und den Namen ihres Besten Freundes las schlich sich doch ein seichtes, kaum sichtbares Lächeln auf ihre Lippen, bevor sie auch schon die kurze Nachricht las. "...Gut ist was ganz anderes." murmelte sie, tippte aber sogleich eine Antwort. War zumindest Lex immer für sie da, egal wie dumm und töricht sie doch immer war.
      "Der Morgen ist es vielleicht. Mein Leben ist gerade beschissen.
      Ich habe nicht geschlafen. Ich hab mir die Augen ausgeheult und will am liebsten das ganze Zimmer zerschlagen.
      Und wie ist es bei dir? Auf dem Weg zur Arbeit? Ich hoffe du hast nicht zu viele nervige Idioten vor dir."
      Ein leises Seufzen entwich ihr, bevor sie das Handy zur Seite legte und sich schließlich zur Seite fallen ließ. Die Beine noch immer an ihren Körper gezogen und nun den Blick auf ihre Matratze gerichtet.
    • Langsam kam der Parkplatz in Sicht, auf welchen er auch wenig später fuhr und auf seinem eigenen kleinen Privatparkplatz parkte. Ein Vorteil hier zu arbeiten: Er konnte trainieren, wenn er wollte ohne ein nötiges Abo abschließen zu müssen und er hatte immer einen Parkplatz parat. Und wenn dort jemand anderes stehen würde könnte er seine Schadenfreude ausnutzen und diesen abschleppen lassen. Kurz musste er darüber lachen, bevor er aus dem Wagen stieg. Die Tasche in der Hand und die Tür schließlich mit einem leisen Knall zugeschlagen sperrte er den Wagen ab und begab sich nach drinnen, als sein Handy einen leisen Ton von sich gab. Anscheinend schien Tia schon wach zu sein und auch schon zu schreiben. Ein wenig verwunderte es ihn, war es doch noch recht früh und sie stand nicht wirklich früh auf. Das Handy aus der Hosentasche genommen las er auch sogleich das Pop-Up, bevor sich sein Blick etwas verwirrte und er schließlich die ganze Nachricht las. "Oh nein..." murmelte er leise und rieb sich den Nacken. "Was hat der Kerl jetzt schon wieder gemacht?" seufzte er. Konnte es ja nur an ihrem Freund liegen. Wegen dem Kerl war sie ja immer traurig oder wütend, wäre also nichts neues.
      //Ich kann blau machen und zu dir kommen, wenn es dir mies geht. Ich bin auf dem Weg.//
      Es wäre ihm egal, wenn er nun doch einfach krank machen würde. Er war Meister darin sich vor der Arbeit zu drücken und eigentlich war sein Chef recht nett was das anging. Konnte er seine beste Freundin doch nicht einfach in ihrem Kummer zuhause sitzen lassen, während er 6 Stunden hier absitzen musste.
    • Tiana war müde. Sehr müde. Was kein großes Wunder war, nachdem sie die ganze Nacht über nicht geschlafen hatte. Noch dazu die Anstrengung des Weines, des kleinen Wutausbruches, das beinahe Ersticken. Kurz schloss sie die Augen, auch wenn sie genau wusste, dass sie nicht schlafen konnte. Zu voll war ihr Kopf mit den Gedanken an Liam, während sich ihr Herz anfühlte, als wäre dieses in etliche kleine Scherben zersprungen. Beinahe schon zu Staub zerdrückt worden. Bis erneut das Display ihres Handys aufleuchtete und sie die Augen wieder etwas öffnete. Erneut eine Nachricht von Alexander. Es gab nur drei Möglichkeiten, wieso er jetzt noch schreiben konnte. Entweder war er Zuhause geblieben, es war nicht viel los und er hatte sein Handy dabei, oder er war zu spät dran. Langsam streckte sie die Hand aus, nahm das Handy zur Hand und las die Nachricht, was sie leicht den Kopf schütteln ließ.
      "Wenn du blau machst, dann überfahre ich dich eigenhändig mit einem LKW. Du brauchst das Geld und wenn du das zu oft machst, dann wird dein Chef dich nur kündigen. Ich komm schon klar. Wirklich. Ich werde versuchen ein wenig Schlaf zu finden." schrieb sie ihm und ließ ihr Handy schließlich einfach auf ihre Brust fallen, nachdem sie sich auf den Rücken gedreht hatte. Sie hatte noch Schlaftabletten im Badezimmer. Vielleicht würde sie davon eine nehmen, um zumindest ein paar Stunden zur Ruhe zu kommen. Liam war ein weiteren Gedanken auch gar nicht wert.
    • Ein wenig verzog er das Gesicht, als die Antwort seiner Freundin kam und diese ihm auch gleich einen Strich durch die Rechnung machte. Er wäre wirklich einfach wieder gefahren. Sicher brauchte er die Arbeit, aber er würde schon nicht gleich raus fliegen. Er konnte seinem Chef ja auch sagen, dass es ein Notfall gäbe und er dafür nächste Woche länger arbeiten würde. Doch auch damit wäre Tia sicherlich nicht einverstanden, weswegen er den Kopf leicht hängen ließ. //Na schön. Aber wenn ich schluss habe, dann komme ich gleich zu dir. Versuch etwas zu schlafen und später reden wir dann, ok?// Noch immer würde er am liebsten jetzt schon die genauen Details wissen und dann sofort zu Liam fahren und diesem gewaltig eine rein hauen, auch wenn er nicht wirklich der Typ dafür war andere zu schlagen. Doch der Kerl hatte es verdient. //Dann geh ich mal rein. Sollte etwas sein, dann melde dich einfach. Ich hab das Handy in der Hosentasche und kann auch schnell raus gehen. Der Chef sagt dazu nichts.// Erneut drückte er auf senden und schob das Handy zurück in die Hosentasche, bevor er schließlich seinen Weg in das Gym antrat, in welchem er auch sogleich begrüßt wurde. Schnell in den Personalraum verschwunden verstaute er seine Sachen, das Handy weiterhin in der Hosentasche, bevor er die Arbeit antrat. Vielleicht würde die Zeit einfach schnell vorbei gehen, dann konnte er schneller zu Tia fahren. Da würde er auch auf den Einkauf scheißen.
    • Zumindest hatte er eingesehen, was Tiana wieder ein wenig lächeln ließ. Lex war wirklich ein guter Freund und vor allem immer für sie da. Er war wirklich einer der Sorte, der alles für sie stehen und liegen lassen würde. Hätte sie damals doch nur auf ihn gehört. Hatte er doch schon von Anfang an kein gutes Gefühl bei Liam gehabt und sie hätte ihm einfach glauben sollen. Doch Liebe machte bekanntlich blind, wie es immer so schön hieß und diese Blindheit hatte wohl auch bei ihr zugeschlagen. Das Handy legte sie nun wieder weg, drehte sich zurück auf die Seite und drückte ihr Kissen, welches sie von Boden aufgehoben hatte, eng an sich. "Dann versuchen wir ein wenig die Augen zu zu machen." murmelte sie und schloss ihre Augen auch schon wieder. Sie musste ein wenig Schlaf bekommen. Außerdem würde so die Zeit schneller vergehen, bis Alexander hier sein würde. Auch wenn sie ein wenig Angst hatte, dass sie vor ihm wieder zusammen brechen würde. Hasste sie es Schwäche zu zeigen, vor allem anderen gegenüber. Auch wenn es ihr bester Freund war. Erin leises Seufzen folgte dem anderen, ebenso wie das hin und her rollen im Bett, bevor sie sich schließlich doch erhob, um eine der Schlaftabletten zu holen. Diese aus dem Blister gedrückt und mit einem Glas Wasser herunter gespült sah sie sich im Spiegel an. Sie sah wirklich nicht gut aus. Augenringe bildeten sich bereits unter ihren Augen, was überwiegend auch durch die Schwellung darunter hervorgerufen wurde. Ihre Augen waren mit feinen Äderchen durchzogen, nachdem so viel der salzigen Tränen aus ihr heraus gesprudelt waren, während ihr Gesicht selbst ziemlich blass aussah. Beinahe, als würde sie jeden Augenblick umfallen. "Das wirst du mir noch büßen, Liam. Das schwöre ich dir." murmelte sie leise und schnaubte leise, ehe sie sich wieder zurück in ihr Bett begab.
    • Die ganze Zeit über war Lex regelrecht in Gedanken. Ein Glück, dass am Samstag meistens nur die Leute ins Gym kamen, welche bereits allein wussten wie alles einzustellen war und vor allem wie man die Geräte benutzte. Immer wieder wanderte sein Blick auf sein Handy. Keine weitere Nachricht von Tia. Einerseits beruhigte es ihn, schien sie vielleicht schlafen zu können, doch andererseits hatte er sich mulmiges Gefühl. Wusste er wie aufbrausend die junge Frau sein könnte, war er schon einige Jahre mit ihr befreundet. Wenn er Feierabend hatte, dann würde er auf jedenfall bei ihr vorbei fahren. War er sich gespannt, was passiert gewesen sein musste, dass sie so fertig schien. Bestimmt würde es sie sich aufmuntern, wenn er ihr etwas mitbrachte. Er würde auf dem Weg anhalten und ihr ein paar Leckereien mitbringen, die sie gerne mochte. Bestimmt munterte sie das etwas auf. Nun mit einem Lächeln im Gesicht nickte er sich selbst zustimmend zu, bevor er sich daran machte Getränke vorzubereiten, welche die Leute mit an ihre Plätze nehmen konnten. Zumindest war es wirklich sehr ruhig und mit Glück konnte er vielleicht ja sogar früher gehen.
      Und dem war auch so. Eine Stunde vor Feierabend kam der Chef zu ihm und klopfte ihn kurz auf die Schulter. Ihm waren die ständige blicke auf das Handy wohl nicht entgangen. "Was auch immer so wichtig ist, dass du so oft auf dein Handy schaust, geh ruhig. Wir kommen bis zum Wechsel auch zu dritt aus." meinte er sogleich, was Lex etwas grinsen ließ. "Sicher? Ich meine, wichtig wäre es schon. Für mich persönlich. Meiner Freundin geht es nicht so gut." antwortete er und bekam ein Nicken. "Hau schon ab. Wir sehen uns am Dienstag dann wieder." Und damit nahm er Lex den Becher aus der Hand und schob ihn ein wenig in Richtung Personalraum. "In Ordnung. Danke und bis Dienstag." kam es von ihm und schneller als gedacht hatte er seine Tasche in der Hand und lief zu seinem Auto raus. Jetzt würde er ein paar Süßigkeiten besorgen und etwas schnelles zu Essen und dann ab zu Tia.
    • All die Zeit hätte sich Tiana hin und her gewälzt. Selbst die Tabletten halfen ihr nicht ihren nötigen Schlaf zu finden, welchen sie gerade wirklich gern gehabt hätte. Sie hasste es, wenn sie nicht ausgeschlafen war, war sie dadurch meist kratzbürstiger als üblich und Lex war der letzte, den sie anmeckern wollte. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet ihr, dass er sicherlich bald Schluss haben würde. Und wenn sie seinen Worten Glauben schenken konnte - was sie immer konnte - würde er sich hinterher auf den Weg zu ihr machen. Ein leicht verbittertes Lächeln bildete sich auf ihren Lippen, bevor sie sich langsam aufsetzte. Er war zwar ihre bessere Hälfte, doch selbst ihm wollte sie so nicht gegenüber treten müssen. So erhob sie sich langsam gänzlich, öffnete die Rollos des Fensters und kippte dieses, um frische Luft hinein zu lassen. Die auf dem Boden verstreuten Kissen hob sie nach und nach auf, platzierte sie zurück aufs Bett und begann damit den Boden von all den Dingen zu befreien, welche sie hinunter geworfen hatte. Das Gröbste wäre erledigt, musste sich die Dunkelhaarige nun nur noch um sich selbst kümmern. Ein wenig Make-up würde sicherlich Abhilfe verschaffen, auch wenn sie kein großer Fan davon war. So begab sie sich ins Badezimmer, nahm eine kleine Tasche zur Hand und wühlte etwas darin herum, bis sie fand, was sie suchte. Die gab etwas Foundation auf ihr Gesicht, verstrich diese und ließ somit die Augenringe verschwinden. Die Augen waren selbst nicht mehr all zu angeschwollen, was gut war. Hatte sie keine große Lust eine Packung Eis auf ihr Gesicht zu legen und zu warten, dass sie nicht mehr aussah wie ein aufgequollener Frosch. Langsam sah Tia auch wieder aus, als gehöre sie unter die lebenden. Nun würde sie allerdings zurück in ihr Bett gehen und darauf warten, bis Lex hier auftauchte, wenn er es sich nicht anders überlegte. Verübeln würde sie es ihm nicht, immerhin hatte auch er seine eigene Freizeit.
    • Seine Einkäufe hatte er zwar nicht erledigt, dich hatte er nun eine Tüte voll bepackt mit Dingen, die Tia einfach aufheitern mussten. Etliche Sorten Schokolade, ebenso wie einige Tüten Chips und Gummibärchen. Süße, fruchtige, saure, sicherlich würde sie sich einfach überall durch probieren. Er hatte sich penibel darauf geachtet ja nichts mit Erdnüssen in den Wagen zu legen. Wollte er sie auf keinen Fall sich noch ins Krankenhaus bringen, wenn es ihr eh schon schlecht ging. Nicht, dass er das überhaupt zu je einem Zeitpunkt vor hatte. Er fuhr die Straße entlang, summte leise zur Musik im Radio mit und lächelte ein wenig vor sich hin, bevor er wenig später in die Straße einbog, in welcher seine Freundin wohnte. Schnell hatte er auch einen Parkplatz gefunden, stellte den Wagen ab und griff nach der Tüte, ehe er den Wagen verließ und absperrte. "Dann sehen wir mal wie es dir geht, meine Kleine." meinte er und Schritt zur Tür, um sich schon zu klingeln. Die andere Hand hatte er in der Hosentasche, sah dich etwas um, bis die Tür geöffnet wurde und legte sich bereits einige Begriffe für Liam zu. Wenn er diesen Kerl in die Finger bekam, das sollte sich der Idiot am liebsten gar nicht wünschen.
    • Kaum war Tiana fertig gewesen und bereits wieder auf dem Weg zurück ins Bett, so hörte sie die Klingel und war ein wenig verwirrt. Hatte sie sich etwa geirrt mit den Zeiten, die Alexander eigentlich hatte oder hatte der Kerl dich blau gemacht? Wenn dem so wäre, dann könnte er sich auf jedenfall eine Standpauke abholen, die sich gewaschen hatte. Er würde damit seine Arbeit aufs Spiel setzen und er konnte schon froh sein, dass er solch einen git bezahlten Job mit wenig Arbeitszeit gefunden hatte. Nocheinmal sah sie kurz in den Spiegel und nickte zufrieden. Man sah nun wirklich nicht mehr, wie fertig sie eigentlich war und sich nicht, dass sie die Nacht ober durchgeweint hatte. So Schritt wie langsam an die Tür und öffnete diese, bevor sie ihrem besten Freund mit einem seichten Lächeln entgegen trat. "Hey... Du bist aber früh." meinte sie und ging etwas auf die Seite, um den Größeren hinein zu lassen. "Bitte sag nicht, dass du doch geschwänzt hast. Du weißt wie ich das finde." fügte sie hinzu und schloss die Tür wieder, als Lex eingetreten war.
    • Die Tür öffnete sich und ihm entgegen sah eine recht fertig aussehende Frau. Er sah sofort, dass sie versucht hatte mit Schminke ihr Gesicht zu vertuschen, doch kannte er sie lang genug, dass er wusste, dass sie sich nur bepinselte, wenn irgendetwas mit ihrem Gesicht war. "Ich habe nicht geschwänzt. Wirklich nicht." beschwichtigte er sie sogleich und hob die Hände ein wenig, während er in einer noch die Tüte vom Einkauf hatte. "Mein Chef hat mir heute gesagt, ich darf früher gehen. Ernsthaft. Du kannst ihn fragen, wenn du mir nicht glaubst." Lex wusste ja, dass er meist recht viel Mist auf Arbeit anstellte, doch wenn seine Freundin ihn darum bat, dann blieb er auch, bis er gehen durfte. "Ich hab ein paar Sachen mitgebracht. Und dann kannst du mir erst einmal erzählen, was passiert ist und wem ich für dich ins Gesicht schlagen soll." Damit trat er ein, umarmte Tia kurz und schloss schließlich die Tür, bevor er die Tüte auf den Tisch abstellte.
    • Mit leicht verzogenem Mundwinkel sah sie den Dunkelhaarigen vor sich an, als dieser sich an ihr vorbei drückte und versicherte, dass er in der Arbeit war. Eigentlich wusste sie ja, dass er sie nicht anlog. Wenn er sagte, er war dort, dann war er auch dort. Wenn er blau machte, dann war er meist sowieso den ganzen Tag bei ihr und drückte dort die Zeit ab. "Dann will ich dir mal glauben." kam es schließlich als Antwort, ehe sie sich mit ihm in das kleine Wohnzimmer begab und sich auf das graue Ecksofa fallen ließ. Tief atmete sie ein, die Augen für einen Moment geschlossen und sich schließlich die Hände ins Gesicht gelegt. Eigentlich wollte sie ja nicht darüber reden, doch erzählte sie Alexander immer alles. Und vielleicht ging es ihr dann ja besser? "....Liam hat mich betrogen." kam es schließlich leise von ihr, die Hände nun wieder auf ihren Schoß sinken lassend und zu dem Älteren sehend. "Einer seiner Freunde hat mich per Instagram kontaktiert, ob ich seine eigentliche Freundin bin. Und dann hat er mir das geschickt." sprach sie weiter und griff währenddessen nach ihrem Handy, bevor sie die DM auch sogleich öffnete, in welcher das Bild mit seiner Neuen zu sehen war. In einem Club eng aneinander gedrückt und sich innig küssend. "....Er meinte, dass er mit ihr schon zusammen wäre, bevor er weg gezogen war." murmelte sie und ließ die Schultern etwas hängen. Spürte sie, wie die Wut und die Tränen bereits wieder überquillten und ihren Weg nach oben suchten. "Und natürlich kein Arsch in der Hose gleich Schluss zu machen, dieser...." Ihr fehlten mittlerweile sogar die Worte für neue Beleidigungen.
    • Zumindest glaubte sie ihm, wenn auch wohl eher mehr schlecht als Recht, doch das reichte ihm schon. Sich zu ihr auf die Couch gesetzt hörte er ihr zu und wusste doch, dass es mit Liam zu tun hatte. Was er jedoch hörte ließ ihm die Sprache weg. Er wusste ja schon immer, dass mit diesem Kerl etwas nicht stimmte, doch das er soetwas abziehen würde hätte selbst er nicht gedacht. Das Handy in die Hand genommen sah er sich das Bild an und schnaubte kurz. "Was für ein elendiger Bastard." murrte er und würde am liebsten zu ihm fahren, um ihm gehörig die Meinung zu geigen. Aber er wusste ja nicht mal, wo er jetzt wohnte oder auf welche Uni er ging. Woher auch. Schließlich war ihm der Kerl egal gewesen und hat sich nur mit ihm unterhalten für Tia zu Liebe. "Ich hab dir ja schon immer gesagt, dass er ein Arsch ist und dich gar nicht verdient. Wahrscheinlich betrügt er die auch schon wieder und lässt sich da etwas einfallen. Du brauchst den Kerl nicht." Klar wusste er, dass das jetzt sicher nicht genau das war, was sie hören wollte, doch war er noch nie wirklich gut darin jemanden zu trösten.
    • Ein leichtes Schmunzeln bildete sich auf ihren Lippen, als sie die Worte des Älteren hörte. Recht hatte er ja. Er hatte ihr schon immer gesagt wie schlecht Liam für sie gewesen war und das er ihn nicht ganz koscher fand. Hinterher stellte sich eben immer wieder heraus, dass Tiana keinen Geschmack und vor allem kein Gefühl bei Männern hatte. War Liam immerhin nicht der erste, der sie sitzen hat lassen. Doch wieso wusste sie bis heute noch nicht. Redete ja nie jemand mit ihr, sondern verließ sie einfach, ohne ein Wort zu sagen. Oder spielte mit ihr, wie man es bei ihrem nun Ex-Freund sehen konnte. "Dieses Mal will ich ihn aber nicht einfach so davon kommen lassen." kam es von ihr, bevor sie sich an Lex lehnte und die Augen für einen Moment schloss. Zumindest auf ihn war immer Verlass. War Alexander immer für sie da, egal zu welcher Uhrzeit und dafür war sie ihm wirklich dankbar. "Ich weiß wie das Miststück heißt. Bestimmt weiß sie nicht einmal davon, dass er mit mir zusammen war. Vielleicht finde ich ja ihre Nummer heraus." sprach sie weiter. Würde sie Liam sicherlich nicht einfach ohne Rache davon kommen lassen. Auch er sollte sehen, wie sich Schmerz anfühlt.
    • Etwas überrascht sah er seine beste Freundin an als diese meine, dass sie ihn nicht einfach davon kommen lassen würde und auch, als sie meinte, sie wüsste wie die Frau auf dem Bild hieß. "Denkst du wirklich das ist eine gute Idee? Ich mein ja nur. Rache hat bis jetzt niemandem weiter gebracht." Natürlich würde er seiner Freundin beistehen, selbst wenn sie Mist bauen würde. Doch sollte sie auch nicht zu weit gehen. Und wenn es nach ihm ginge, dann sollte die diesen Kerl einfach anschreiben und vergessen doch kannte er Tia einfach viel zu gut. Also seufzte er leise, fuhr sich durch sein schwarzes Haar und brummte leise. "Und was genau hast du vor? Ich hoffe nicht, was du hinterher bereuen wirst." Wusste er nur zu gut, wie Tia ticken konnte und meistens ging es nicht gerade gut aus. Zumindest wenn er sich an die Raufereien damals in der Grundschule erinnerte.
    • "Keine Sorge, ich werde schon nicht zu weit gehen." meinte Tiana und winkte ein wenig ab, ehe sie nun wieder gerade aus sah, direkt in den Fernseher, welcher ausgeschalten war. "Ich will sie nur vorwarnen, was ihr auch noch passieren kann. Mal sehen, wie dem Kerl das gefallen wird. Mir reicht es langsam von allen von vorne bis hinten belogen und betrogen zu werden. Ich habe mir schon so viel gefallen lassen, jetzt ist Liam einmal dran. Wer weiß denn überhaupt, dass er zu Anfang mit mir nicht auch eine andere hatte? Kann keiner wissen, wie lang der Kerl dieses Spiel schon treibt. Und ich bin mir fast sicher, dass er neben ihr nun auch noch eine andere hat." sprach sie sich beinahe schon in Rage, bevor ein leises Schnauben folgte und sie sich schließlich aufrichtete. Die Arme vor der Brust verschränkt und die Beine auf dem Sofa sah sie nun beinahe aus wie ein schmollendes Kind, das kein Eis bekommen hatte. "Hilfst du mir sie zu finden?" fragte sie schließlich an Alex gewandt und presste die Lippen etwas aufeinander, bevor sie ihn beinahe schon mit einem Dackelblick ansah. Alleine würde sie das sicherlich nicht hinbekommen.
    • "Na das hoffe ich doch sehr... Ich möchte dich ungerne aus dem Knast holen müssen oder die Kaution für dich zusammen sammeln." Ein wenig Sorge hatte er ja schon, dass irgendetwas schief gehen würde, doch wenn er aufpasste, dann könnte ja nichts passieren. "Und du denkst wirklich, dass das eine gute Idee ist? Ich meine, ich bin dabei, keine Frage. Da brauchst du mich auch gar nicht so anzusehen. Aber ich bezweifle ein wenig, dass sie dir a glauben würde und b du ihm vielleicht nicht sogar begegnest. Und c wie willst du denn dahin kommen? Ich meine, du musst arbeiten? Du kannst ja nicht einfach blau machen. Verbietest du mir ja auch ständig und Urlaub hast du auch noch nicht." Wieder Seufzen er und ließ sich etwas vom Sofa sinken. Ein wenig Gedanken machte er sich ja schon, aber irgendetwas würde sie sich bestimmt einfallen lassen, um ihren Willen durchgesetzt zu bekommen.
    • Leise musste Tia über seine Worte lachen. Es hörte sich ja beinahe schon so an, als würde sie immer nur das schlimmste in Kopf haben und beinahe schon einen Mord planen. Nein soweit würde sie niemals gehen, da konnte man ihr noch so viel antun. "Mach dir Mal keine Sorgen. Erst einmal sehe ich zu, dass ich sie kontaktieren kann. Wer weiß, vielleicht ist sie dann ja auch nicht gerade erfreut darüber, dass er so etwas abgezogen hat. Außer es ist ein Miststück, die das sogar wusste, aber wer weiß..." meinte sie und schlang ihre Arme um ihre Beine, bevor sie das Kinn auf die Knie bettete. "....kannst du heute bei mir bleiben? Nur, wenn du nichts anderes vor hast." fragte sie nun vorsichtig und sah zu dem Schwarzhaarigen auf. "Oder ich mit zu dir? Deine Kittys kannst du ja nicht einfach alleine lassen." sprach sie weiter. Musste er sich um diese immerhin sich kümmern und da machte ihr sogar ihre Allergie nichts aus. Lebte Lex schon so lange damit, dass sie in seiner Wohnung die gesamte Zeit über am niesen war und er die Nacht über das Fenster geöffnet lassen musste. Sonst erstickte sie einfach. Nur gut, dass er überall Netze angebracht hatte, die die Katzen nicht durchqueren konnten.