From bottom to the top [Schmutzengel x Sayuury]

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    • From bottom to the top [Schmutzengel x Sayuury]


      Am Morgen des 20.4.1822
      Anwesen der Adelsfamilie Aveline

      Ein leises knurren war zu hören als die Vorhänge des Adels Hauses Aveline aufgezogen wurden, Die Frau wirkte weniger begeistert so früh geweckt zu werden.
      Im Bett lag eine Dame deren haare über das gesamte Bett verteilt waren, Wilde Flamen, die sie vollkommen einnahmen und nie wieder hergeben würden.
      „Miss Aveline bitte stehen sie auf damit ich sie fertig machen kann“ die tiefe strenge stimme ihres Butlers war im ganzen Zimmer zu hören.
      Langsam raffte sich die Dame auf sie trug dabei nur ein kurzes weißes Schlafkleid, vor Miss Aveline war ein Mann mit schwarzes langen haaren seine vorderen haare waren dabei nach hinten gebürstet und in einem Zopf gebunden der ihm über die Schulter fiel. Sein blick war kalt und zeigte der Frau das reden keine Option war.
      „ich stehe schon auf“ nuschelte sie leise ehe sie sich auf den Hocker vor ihrem Spiegel setzte sie wollte ihre brüste gerade ergreifen dann war dies aber schon von ihrem Butler übernommen worden „ überlasst es mir schließlich ist es meine Pflicht solange ihr hier seit mich um euch zu kümmern. Seit ihr aufgeregt?“ Cecilia wusste dieser Mann hatte das Herz am rechten Fleck seit dem sie klein war kümmerte er sich schon um sie früher war er erst zwanzig nun Mitte dreißig.
      Jedoch hatte er sich keinesweges in der ganzen zeit verändert.
      Ab morgen würde sich die Magierin ganz allein um ihre locken kümmern mussten sie bezweifelte das sie ihre haare gebändigt bekommen würde doch solange es nicht zu unordentlich wirkte wäre die 15 jährige einverstanden damit.
      „Aufgeregt... sehr aber ich freue mich auf das Internat leben.“
      Morieth Institute of Arcane das wäre die schule die sie die nächsten 5-7 Jahre begleiten würde. Die Ausbildung war zwar anstrengt und würde sie viel kraft kosten doch es war eine der besten Magier schulen im ganzen Land. Ihre Eltern waren noch immer gegen das Stipendium System was sie weniger verstand aber nur deswegen hatten sie die Rothaarige nicht auf eine schlechtere schule schicken wollen so groß war der stolz des Oberhauptes der Familie zum Glück nicht.

      „sind meine Koffer schon in der kutsche James? "fragte sie ihren Butler dieser legte gerade die bürste weg und holte das Kleid sowie Korsage was die zierliche Frau tragen würde. Verwundert blickte sie zu diesem Kleid „kann ich nicht einfach meine uniform tragen?“ sie wusste genau das diese Forderung sinnlos wäre.
      Häufig trugen besonders der Mittelstand bis armen die uniform doch eigentlich herrschte der uniform zwang erst am 2ten Schultag das nutzten die Adligen nur zu häufig aus um sich abzuheben von der menge es war ein Zeichen das sie nicht von dem einfachen Pöbel angesprochen werden wollten.
      Das anziehen dieses Kleides war wie oft eine Qual nicht weil es unangenehm war nein der Stoff war wundervoll aus Seide der ganz leicht fiel doch diese Korsage „nggg“ keuchte Cecilia auf „zu zu eng „ keuchte sie auf doch James war wie jeden morgen kalt „ ihr habt zugenommen, bitte passen sie besser auf, was sie in Zukunft essen ihr wisst wie ihre Mutter darüber denkt.“ ihre Mutter die Frau ihres Vaters. Sie wusste das sie diese Frau Mutter nennen sollte aber eigentlich wusste sei genau wie sehr diese Frau sie hasste. Am ende war Cecilia Aveline ein Kind was mithilfe einer anderen mächtigeren Magierin geboren wurde mit der Hoffnung das dieses Kind 2 magische Talente bekam, sie lernte und meisterte.

      Das Kleid was die Dame trug waren 2 schichten der unterste Stoff fiel dabei mit leichten falten schwarzer Stoff mit goldenen Ornamenten die am Rand des Kleides gestickt waren,
      der Stoff darüber wirkte eher wie ein dunkel grau mit noch dunkleren Linien die sich durch den ganzen Stoff zogen dieser Stoff hörte jedoch Mitte ihres Unterschenkels schon auf und war unten gerafft es wirkte ein wenig wie ihre Gardinen wie der Stoff unten fiel nur viel edler.
      Die schwarze Korsage die für dieses Kleid angefertigt worden war hatte wie das Kleid goldene Verzierungen Ornamente sowie die Ösen.
      An der Brust der jungen Frau zierten 3 knöpfe und einige Rüschen das Kleid, das außer gewöhnte war wohl dieses Kleid besaß keine Ärmel ein Trick um die zierlichen Schulter von ihr zu betonen. Der Stoff war hochgeschlossen bis zu ihrem Hals und eine schleife mit dem selben schwarzen Stoff zierte ihren Hals.
      Sie sollte sich von der Maße abgeben schließlich war sie eine Elite Schülerin, dies war die höchste Klassenstufe des Internats, eine teure und bessere Ausbildung mit meistens anderen reichen. Doch vor allem war die Leistung das wichtigste, Geld reichte nicht aus um sich in diese klasse einzukaufen.
      Vorhandenes wissen über Magie Wissenschaften, Alchemie, Magie Geschichte und dem Praxis wissen seiner Fähigkeit wurden vorausgesetzt so würden die Schüler viel schnellere Fortschritte machen können als die stufen unter ihnen der A bis B stufen die erst einmal das Grundwissen der Magie erlernen würden.

      Gerade half ihr Butler ihr in ihre Kniestrümpfe und dann in die passenden Pumps „ ihr Gepäck sollte jeden Moment schon in der schule angekommen sein macht euch somit darum keine Gedanken Miss Aveline“
      Sie hatte ganz vergessen die Elite durfte per Magiepost ihr Gepäck verschicken

      „Lasst uns losfahren "sprach die Magierin, ehe sie ihr Zimmer Verlies
      Essen könnte sie auch im Zug

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      Am Vormittag des 20.4.1822
      Bahnhof der Stadt Valenaux


      Lautes Pfeifen der Maschinen klang durch die ganze Halle des Riesigen Bahnhofes von Valenaux. Eine große Lokomotive wartete nur darauf endlich ihre Türen zu öffnen und die einzulassen die ein steigen wollten
      Schnell war zu bemerken das die ganzen Gleise nur mit Schüler oder jugendlichen gefühlt waren, einige waren von weit weg angereist in das Land was von der Magier Familie Aveline regiert wurde.
      Gleis 6 war für alle Erstklässler vorbereitet worden aber ob hier wirklich alle reinpassen würden? Das Gleis war überfüllt und das obwohl die Elite schon längst eingestiegen war.
      Miss Aveline hatte sich vor einer halben stunde von ihrem Butler James verabschiedet und war nun allein in der Kabine der Elite. Diese Kabine war wirklich geräumig und die Schülerin hatte mehr als genug platz das besondere war wie gut diese ausgestattet waren.

      Sie hatten 2 Polsterbänke genug platz um die Beine auszustrecken und einen Tisch zwischen der linken und rechten Bank.
      Die Tür war verschließ bar von innen und sie schaute leicht raus die Gläser waren getönt alles Sicherheitsmaßnamen. Nicht einmal die Aura war spürbar für die Leute die außen saßen, dies sollte nur verhindern das vielleicht Attentäter sich eingeschlichen hatten die nach einer bestimmten Person suchte.

      Diese Maßnahmen wurden zwar nie benötigt aber die Elite war paranoid wenn es um die Sicherheit ihrer Kinder ging
      Neben ihr auf dem Sitz war eine kleine Tasche aus Leder, dort drin war nur das wichtigste einige Bücher um diese 10stündige fahrt besser zu überstehen.
      Langsam schloss sie ihre Augen die Müdigkeit war ihr ins Gesicht geschrieben sie war einfach kein morgen Mensch.

      Draußen dagegen wurden die Schülerin die Waggons gedrückt dabei fiel gut auf das1/3 des Gleises leer war draußen war der Unmut der Elite gut zu hören das sich diese Adligen als etwas besseres hielten und sie es ihnen zeigen würden.
      Es schien mehr A-B Erstklässler zu geben als normalerweise das wäre schnell zu bemerken den nur eine Handvoll Schüler hätten das Problem kein Sitzplatz mehr finden zu können.

      Einer dieser Schüler war Mikael Proma eine Dame des Zuges stand gerade vor ihnen sie waren sicher schon seit einigen Minuten auf der Reise zur magischen schule.
      „Bitte folgen sie mir diese Unannehmlichkeit tut uns schrecklich leid einer der Wagons war am morgen Mutwillig zerstört worden“
      Die Frau trug eine enge uniform, enger Rock enge Bluse. Mikael merkte langsam wie die Wagons sich veränderten um so länger sie durch die reihen liefen von stark abgenutzten Wagons ohne Privatsphäre,
      Schüler an Schüler in 2er reihen zusammen gepfercht sah er einen engen gang mit edlen Holz der unterschied zwischen arm und reich könnte jemanden nicht stärker gezeigt werden sie kam zu einer der Türen und klopfte vorsichtig an jeder der Türen war ein Schild mit dem Familien Namen zu erblicken dazu spürte Mikael sicher diese Aura als würde man die ganze zeit beobachtet werden.
      Ein Magier dessen Magie darauf spezialisiert war, alle Wagons überblicken zu können um auffällige Personen zu finden und überwältigen. Kein wunder das man diesen jungen ganz besonders ins Visier genommen hatte.
      Sicherlich fragte die Frau 8 oder 9 Personen die alle ablehnten ihre Kabine mit jemand dessen Standes zu teilen.
      Sicherlich wanderten Mikael sowie die Frau die ihm versuchte ein Sitzplatz zu geben seit einer halben stunde durch den Zug.

      Dann kamen sie zu der Tür mit Aveline drauf zu lesen
      „Ja bitte?“ eine zarte Frauen stimme war zu hören auf der anderen Seite der Tür. Es gab wohl nur wenige Menschen die diesen Familiennamen nicht kannten, die meisten waren die eher ungebildeten schließlich war Aveline einer der Ratsmitglieder.
      Langsam schob die Zugmitarbeiterin die Tür zur Kabine auf, die Kabine war so wie für jeden Eliteschüler und vor den beiden saß eine junge Frau mit einer Tasse Tee in der Hand die sie gerade austrank „Entschuldigen Miss Aveline es gab eine Komplikation am morgen weshalb nicht jeder Schüler einen Sitzplatz haben kann könnte dieser junge Mann sich zu ihnen setzten“

      Verwunderte Augen waren zu merken ehe sie nickte „mit vergnügen, könnten sie mir gleich einen weiteren Earl Grey Tee bringen und dem jungen Mann ein Getränk seiner Wahl“ die Formulierung klang so schwerfällig und kitschig wie man es wohl vom Adel gewöhnt war.
      Sie erhob ihre Hand und zeigte auf die Bank vor sich
      „setzt euch doch ich bin Cecilia Aveline“

      Sie war wohl die erste die ihn nicht mit hasserfüllten und abwertenden Augen anblickte, diese Dame lächelte ihn sanft an. Das Parfüm von ihr war dabei in ihrer Kabine gut zu riechen. Nicht zu aufdringlich nur ganz dezent ein sanfter Lavendel Duft würde dem rothaarigen in die nasse kriechen.
    • " Da ist der dreckige Bengel! Schnappt ihn euch!" Kaum in die nächste Gasse eingebogen und der Rotschopf stand Problemen gegenüber. Ein kleine Bande von Rüpeln hatten es auf Mikael abgesehen und ausgerechnet heute mussten sie ihn wieder behelligen. " Oooh, der Streber möchte heute in seine Eliteschule. Was ist los Proma, zu gut für die Gassen?" provozierten sie ihn und begannen Steine zu werfen. Es waren vier von Ihnen im Alter zwischen 13 und 19 Jahre. Völlig zerfledderte Kleidung, dreckige Hände und ein dreckiges Gesicht, so wie Mikael eigentlich auch, wenn seine Mutter ihn heute nicht komplett gewaschen hätte. Der Rotschopf hatte ein Stipendium bekommen und war nun auf dem Weg zum Bahnhof um seiner Familie Ruhm und Ehre zu bringen. Er trug seine gestriegelte Uniform. Eine weiße Bluse und eine dunkle Hose mit hellen Streifen. Seine schönen Schuhe oder die noch schönere Weste hatte er in seinem Jutebeutel gestopft, welchen er sich um seine Schultern gebunden hatte. Immerhin waren diese Gassen schmierig und der Boden voller Matsch und Dreck, er wollte sich nicht vollkommen ruinieren.

      Die Steine flogen präzise auf den Jungen zu aber sie trafen dennoch nicht, als würde eine magische Kraft ihre Flugbahn im letzten Augenblick verändern, dies war auch der Fall! Mikaels magischen Talente bezogen sich auf die Kontrolle solcher Elemente und deren Abwandlungen. " Holt euch den Penner!" rief der dicke Junge in der Runde und hob ein Stahlrohr auf. Seine Kumpanen griffen sich Holzbalken und andere Reste womit man gut schlagen konnte und dann ging die Jagd los.
      Mikael rannte sofort los, erst links und dann soweit geradeaus wie möglich. Er war schnell, musste er aber auch sein. In der Vergangenheit hatte er gelernt, dass es Konsequenzen gab wenn er nicht schnell oder stark genug war. " Proma! Bleib stehen!" rief man ihm nach und warf vereinzelt noch Steine hinterher, diese verfehlten aber deutlich ihr Ziel. Während des Rennens zu werfen ist auch schwierig.
      Vor dem Jungen war eine Sackgasse. Die Wand war glatt, hinaufklettern war nicht möglich, nun war es aus. Er würde wieder Prügel kassieren und dann seinen Zug verpassen. " Denk nach. Denk nach " knurrte er und schlug gegen das steinerne Mauerwerk. " Stein! Ja!". Die Wand einzureißen würde er niemals schaffen und klettern ging auch nicht, weil sie zu glatt war und er nichts greifen konnte aber Mikael konnte einzelne Steine mit seiner Magie etwas hervorstehen lassen, sodass er klettern konnte. Beide Handflächen lagen an der Wand und langsam schoben sich einzelne Ziegel hervor und ragten heraus. Mikael konnte diese greifen und hinaufklettern. " Ey! Ey! " rief man ihm nach und wollte hinterher klettern, doch die Ziegel pressten sich wieder in die Mauer und verhinderten eine Verfolgung. " Da Steine! Schnell " die Jungs griffen sich Steine und begannen wieder zu werfen. " Ihr rennt außenherum! " gab es Befehle vom Dicken, der gerade aufgeschlossen hatte. Er war es auch, der sich einen verrotteten Apfel krallte und ihn auf Mikael warf. Flatsch! Den Apfel konnte er nicht kontrollieren und nun hatte er einen matschigen, braunen Abdruck auf seiner weißen Rüschenbluse. Der Rotschopf schäumte vor Wut während er sich über die Mauer drückte und auf der anderen Seite herunterließ. Nun musste er ordentlich rennen ehe er zu spät kommen würde.

      Der Bahnhof im allgemeinem und sein Gleis im besonderen waren unfassbar voll. Überall Geschrei, überall Menschen und eine Hektik die er sonst nur aus der Arbeit in den Mienen kannte. Bevor er in die Masse eintauchte ging er etwas in die Hocke und atmete durch, außerdem Zog er sich seine dreckigen, matschigen Stiefel aus und legte die hübschen Stiefel der magischen Akademie an. Ebenso warf er sich die dunkle Weste über. Sie saß eng und kaschierte perfekt den Fleck auf seinem Rücken. " DA! Da ist er!" hörte Mikael plötzlich und sah hinter sich die Rüpel und wie sie sich durch die Menge quetschten und diese beiseite stießen. Schnell griff Mikael seine matschigen Stiefel und rannte weiter, dabei verlor er aber einen Stiefel und die Jungs waren zu nah, er konnte nicht mehr zurück. " Scheiß drauf!" brummte er und sah sich kurz um, er fand einen kleinen Stein auf dem Boden, gerade mal so groß wie eine Kastanie. Er legte diesen Stein in seinen matschigen Schuh und warf ihn seinen Verfolgern zu. Durch den Stein im Schuh konnte er die Flugbahn des Stiefels manipulieren und traf so perfekt den Kopf des Dicken. Dieser stolperte dabei und fiel zu Boden. Jetzt rannte Mikael und kämpfte sich durch die Menge. Ohne Rücksicht quetschte er sich an seine potentiellen Mitschülern vorbei und auch der Adel machte Bekanntschaft mit dem Jungen, der die Unterschicht vertritt. " Empörend! Simoure! Dieser Flegel ist auf meinem Stiefel getreten " konnte er einen Knaben in gestelzter Sprache hören, doch Mikael war schon zu weit weg als das man ihn hätte verfolgen können. " Welcher Wagen noch gleich?" der letzte Wagon auf dem Gleis würde für Mikael bestimmt sein, doch ihm fiel auf, dass diesem Zug ein Wagon fehlte. Egal, er musste irgendwo einsteigen und seine Uniform war auch zeitgleich sein Ticket. Er preschte sich hinein und atmete tief durch, den gerade als er einstieg wurde laut gepfiffen und die letzten Schüler wurden in den Zug gebracht.

      Mikael hatte es geschafft, er war pünktlich angekommen und jetzt würde sein neues Leben beginnen. Auf der Suche nach einem Sitzplatz wurde er aber nicht fündig, es wurde doch jedem Schüler einen Sitzplatz versprochen. In den Gängen durfte er nicht stehen und alle anderen Plätze waren voll mit Gepäck. Gerade als er sich kapitulierend auf den Boden setzen wollte kam ihm eine Frau entgegen. Einer der Wagons wurde mutwillig zerstört? Mikael hatte eine Vorahnung wer dafür verantwortlich gewesen sein könnte, immerhin war das der Wagon mit dem Mikael normalerweise gereist wäre.
      Jeder Wagon war etwas schöner als der davor und auch viel mehr Platz war in den hübscheren Wagons. Das machte Mikael ein wenig wütend aber so wollte man auch die Kluft zwischen Arm und reich verdeutlichen. Eine Kabine nach der Anderen lehnte den Jungen ab, ob es gänzlich an seinem leichten Schweißgeruch lag war nur eine Vermutung, vermutlich aber eher an seinem Stand. Der Adel hatte ein fast schon perverses Gespür, wenn es darum ging arme Leute zu identifizieren.

      Ihre Suche näherte sich dem Ende als sie an der Kabine von Cecilia Aveline ankamen. Dieses Mädchen wirkte anders, sie war nicht gänzlich abgeneigt ihre Übergroße Kabine zu teilen und auch wenn Mikael ziemlich frustriert war, so war er dem Mädchen wirklich dankbar. Auch bei der Dame bedankte er sich mit einem Nicken ehe er dann die Kabine betrat und sich gegenüber von dem Mädchen setzte. Er löste den Knoten an seiner Brust, welcher dafür sorgte, das sein Jutebeutel hielt und legte diesen Beutel neben sich. Jeder hier hatte mehrere Koffer voll mit Gepäck und Mikael trug einen einfach, ranzigen Beutel auf seinem Rücken in dem all sein Zeug reingestopft wurde.
      Das Angebot auf ein Getränk hatte er angenommen, seine Wahl fiel auf Wasser. Der Rothaarige betonte aber mehrmals, dass er gerne klares Wasser hätte, ein dreckiges Glas wäre in Ordnung, nur das Wasser sollte klar sein. Mikael trank häufig dreckiges Regenwasser, welches in Behälter aufgefangen wurde.
      " Mikael Proma ist mein Name " sein Gesichtsausdruck wirkte streng und wertend, doch dies war sein neutraler Gesichtsausdruck. " Danke, dass ich bei sitzen darf " er verzichtete auf Höflichkeitsformen, diese hatte er nie gelernt. " Es ist schlimm, wie ihr Leute eine Kabine haben dürft, die viel zu groß für euch ist während wir zu zehnt in so ein Kabine gepfercht werden " beklagte er sich ein wenig und lehnte sich zurück. " Trotzdem danke " wiederholte er seine Dankbarkeit, immerhin konnte sie ja nichts dafür.
      In den Gassen kannte man die Avelines nicht und falls doch, dann wurden diese verteufelt. Ihr Name war zu groß, sodass dieser in irgendeiner Form einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft haben konnte. " Solange der Adel genug Puder für ihre eigenen Ärsche hat, sind sie zufrieden" sagte sein Vater immer.

      Nach einiger Zeit kam die Dame wieder herein, sie brachte Mikael eine gläserne Karaffe mit Wasser und dazu ein kristallklares Glas und Cecilia bekam ihren leckeren Earl Gray Tee. Sie verneigte sich und sagte Cecilia, dass sie sich immer melden könne wenn etwas ist, Mikael machte sie dieses Angebot nicht. " Wie reich bist du?" fragte Mikael sofort aus neugier. Er war sehr ungehobelt im Umgang mit dem Adel aber in der Gasse redete man so. Immer direkt, immer auf den Punkt und teils auch sehr vulgär.
    • Cecilia Aveline

      Die junge Frau musterte den jungen nun genau als dieser gegenüber von ihr sich setzte. Nur selten traf sie einen anderen Rothaarigen auch wenn ihr Haar heller strahlte. Jedenfalls wirkte es auf die Adlige als wäre es so.
      Der Anblick der perfekten gegen teile war amüsant, sie wirkte nicht arrogant oder hochnäsig wie viele andere adlige doch ihre blasse perfekte Porzellan haut mit den sanften rosigen Unterton zeigte wie oft sie wohl körperlich aktive sein musste.

      „ich verstehe das ihr wahrscheinlich großen Hass auf uns habt aber. Wir sind nicht alle gleich“ versuchte sie die Situation zu beruhigen und schenkte ihm ein sanftes lächeln. Langsam holte sie ein Buch im Ledereinband raus es war eines der Bücher die sie für diese fahrt mitgenommen hatte und danke der Dame als sie die weitere Tasse Tee bekam. Noch sah man ihr nicht an welche Klassenstufe sie war doch die meisten Adligen waren durch ihre gute schulische Ausbildung in der Eliten stufe.
      Die höchste und beste Schulausbildung die man sich erträumen konnte war ihr in die wiege gelegt worden bei der Geburt. Ihr war stets bewusst wie unfair dieses Verhältnis war doch sie konnte auch nichts dafür in welchen stand sie hinein geboren wurde.
      Früher hatte sie eine bekannte aus dem Mittelstand gehabt sie war die Tochter einer Maid gewesen doch dann als ihre Mutter merkte das sie sich mit Abschaum befreundete wurde sei gefeuert und seit dem hatte sie das Mädchen nie wieder gesehen.

      Sie wurde isoliert und maximal ihre Geschwister hatte sie in den Ferien ihrer Ausbildung gesehen. Adlige Kinder hatte Cecilia noch nie leiden könnten dafür waren sie zu verschieden. Als sie langsam älter wurde lernte sie einige zukünftige Mitschüler kennen diese waren anders weniger arrogant, nicht abgehoben.
      Sie wollten wie sie einfach Spaß haben.
      Einer dieser Adligen war ihr bester Freund er war ähnlich wie sie diszipliniert, respektvoll und dennoch für jeden Spaß oder Mutprobe zu haben.
      Nur zu häufig waren die beiden in ihrer Vergangenheit bestraft worden, ihr verhalten wäre nicht akzeptable und würde Konsequenzen für den Namen der Familie haben.

      Ceciela wusste das ganz genau aber sie tat gerne das was sie wollte, ihre Sturheit war ihr im weg. Ein leises seufzen entfloh ihrem Mund und die frage des Rothaarigen lies sie in die Realität zurück kehren, nur zu häufig dachte Ceciela an die Vergangenheit.
      „wie Reich? "fragte sie verdutzt und musste kichern „sehr.“ ein leises seufzen war zu hören ehe sie ein Schluck Tee trank und weiter sprach „meine Familie regieren das das Land was auch zu Valenaux gehört, dazu gehören sie zu den 3 reichsten und mächtigsten Familien dieser Erde. "Sie lächelte ihn sanft an in der Magier Welt war ihr Name überall bekannt es war das erste mal in ihrem leben das jemand nicht ihren Namen kannte und die macht dahinter.
    • Mikael schaute die Wasserkaraffe an und ebenso das Glas welches dazugestellt wurde, selbst hier war die schleimige Arroganz der Reichen direkt zu sehen. Er hatte um ein Glas gebeten und bekam eine ganze Karaffe. Es war keine böswillige Absicht dahinter ebenso wollte man Mikael aufzeigen wie arm er doch war, der Junge aus der Gasse interpretierte dies allerdings genau so. Nun fing dieses Mädchen auch noch an zu sprechen und ihre "Art" schönzureden. Auch wenn Mikael ihr gegenüber ein wenig friedlicher eingestellt war, konnte er sich ein schnaufen nicht verkneifen.

      "Du Bengel hörst mir jetzt zu! " die Stimme seines Vaters dröhnte in seinem Kopf, er musste sich an ein Gespräch erinnern welches er führte bevor er sich auf zum Bahnhof machte. " Wir mögen den Adel nicht, wir mögen niemanden und du auch nicht, so haben wir dich erzogen, Junge! DENNOCH und das ist äußerst wichtig!. Mikael, Junge, hör zu! Es ist äußerst wichtig, dass du nicht auffällst und wenn dann nur positiv. Jeder dieser verwöhnten Knirpse kann dich mit einem Fingerschnippen nach Hause schicken also provozier niemanden!" sein Vater war sehr streng gewesen bei diesem Gespräch. Auch wenn er den Einfluss der reichen Schüler etwas überschätzte so war die Botschaft dahinter klar und deutlich. " Du könntest vielleicht jeden der Knirpse in die Pfeife rauchen, weil keiner von denen jemals auch nur annähernd körperlich gearbeitet hat aber du lässt es."

      Die ermahnenden Worte seines Vaters sollten ihn für seinen gesamten Aufenthalt im Ohr liegen und so zwang er sich ein Lächeln auf und nickte dem Mädchen nur zu. " Ich werde mir ein eigenes Bild machen " kommentierte er und lauschte als sie anfing über dem Einfluss und dem Reichtum ihrer Familie zu sprechen. Der Name Valenaux fiel und Mikael musste ein wenig überlegen, woher kannte er diesen Namen noch gleich? Oh stimmt! Das war die Stadt in der er lebte. Es fiel dem Jungen so schwer sich daran zu erinnern, weil sein Wohnort eigentlich nur Gasse genannt wurde. " Mein Vater sagte mir, dass wenn jeder Adelige einen kleinen Teil seines Geldes an die Unterschicht geben würde, dann müsse niemand hungern " erklärte er schulterzuckend. Mikael hatte ein Talent dafür eine friedliche Unterhaltung mit gesellschaftskritischen Fakten zu bombardieren. " Verzeihung, ich wollte damit nicht beleidigen " entschuldigte er sich sofort für sein Fehlverhalten und beschloss sein Mundwerk mit etwas anderem zu beschäftigen als reden. Er trank das Wasser und war ziemlich erstaunt " K-Keine Klumpen und kein Nachgeschmack " Häufig kochten sie Wasser ab um nicht immer den Dreck mitzutrinken aber es ging deutlich schneller sich einfach zu überwinden. Erneut verlor er sich in seinen schlechten Manieren indem er die Karaffe an seinen Lippen ansetzte und direkt aus dem gläsernen Kunstwerk trank.

      Die leere Karaffe stellte er zurück auf den Tisch und dann legte sich Mikael auf die gepolsterte Sitzbank, sie war groß genug, sodass er komplett draufliegen konnte und auch hier kam ein Kulturschock. Sie war so weich, nirgendwo zwickte irgendwas und es gab auch nichts festes, das plötzlich gegen seinen Rücken drückte. " Ich könnte direkt einschlafen " dachte er sich dabei, platzierte seine Hände auf seine Brust und sah rüber zu dem Mädchen. " In den Gassen munkelt man, das in den reichen Fam.." er unterbrach sich selbst und ermahnte sich in Gedanken. Er konnte nichts vernünftiges fragen, ständig kamen ihm die schlechten Dinge in den Sinn. Mikael brauchte eine Sekunde um seine Gedanken zu sortieren. " In den Gassen munkelt man, dass in den reichen Familien häufig Bälle veranstaltet werden, Maskenbälle, Kostümbälle und all solche Sachen. Stimmt das?" entschärfte er seine Frage.
    • Cecilia Aveline

      Sofort war ein leises seufzen zuhören als sie die einfallslose Idee des jungen hörte, sie wollte nichts bösartiges sagen doch dieses Thema war nicht so einfach wie man es am liebsten wollte „als zukünftiges Oberhaupt kann ich dazu nur sagen das diese ganze Sache nicht so einfach ist. Es ist sehr komplex sobald eine adliger mehr geben würde würden mehr Menschen in diese Stadt kommen und am ende wäre das Geld schneller weg als wir es wieder beschaffen können. Ich denke der Anfang der RatsmitgliedRyzrad Dynere geschaffen hatte ist ein guter Anfang. "sie schien dieses Thema wohl eher schnell abhacken zu wollen es war ein Thema was mehre Jahrhunderte bräuchte und eine einzelne Person könnte nicht viel an diesem falschen System schaffen.
      Somit war sie wirklich froh das er selbst dieses Thema wechselte und sie seufzte lautlos und trank einen Schluck Tee.
      Sofort blickte sie zu ihm und merkte wie er sich nach hinten legte sie würde darauf verzichten sich hinzulegen mit diesem unbequemen Korsage würde sie das sowieso nicht schaffen. „Maskenbälle? Ja diese passieren regelmäßig meistens werden zukünftige Oberhäupter auf ihre Arbeit in der Zukunft damit vorbereitet aber vor allem ist es für das pflegen der Kontakte wichtig“ sie schaute zu ihm sie seufzte leise“ ich hoffe ich werde nicht dafür bestraft das ich mit dir rede“ nuschelte sie leise ihre Gedanken.
      Cecilia war es verboten mit dem einfachen Pöbel zu reden das wusste sie ganz genau und dennoch war an diesem jungen etwas was sie neugierig machte. Sie legte langsam ihre Bücher zurück in den Beutel das lesen würde sie wohl in den nächsten stunden weniger schaffen solange Mikael immer wieder ein Gespräch mit ihr anfangen würde.
      „Aber... ich weiß nicht was man dir sagte aber fühle dich einfach wohl und wenn du Hilfe brauchst helfe ich dir gerne „ sie lächelte ihn sanft an, An dieser Frau konnte man deutlich die Präsenz ihrer starken Magie spüren es war wie ein Geruch der sie vollkommen einnahm und auch ihr Mana was sie über Jahre verstärkt und vermehrt hatte war wie eine dünne Aura um ihren Körper zu sehen es war erstaunlich ob Mikael dies auch schaffen würde mit viel Training und üben?
      "wie hast du in der Vergangenheit deine Magie trainiert du scheinst potenzial zu haben ansonsten wärst du schließlich nicht angenommen worden" ihre Neugierde war furchtbar es war als würde sie sofort alles über den jungen vor sich wissen wollen vielleicht weil sie so verschieden waren und dennoch war ihre Neugierde geweckt mehr über den jungen zu wissen der die selbe Haarfarbe wie sie trug.