In love we trust ❦ [Alea & Saki]

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    • In love we trust ❦ [Alea & Saki]

      in love we trust
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      crime, dark, violent, drama, romance
      @Alea CroniX - "Joe King"
      Saki - Aiko Kazumi
      Vorstellung zu "¢яιмє ❦ in love we trust ❦"

      a8b35c34e92b75fa8b399bf90dc8e9a0.jpgDer Blick über die Stadt. Es war immer der gleiche. Egal ob in den frühen Morgenstunden, wenn all die Menschen brav zur Arbeit oder in die Schule gingen, oder zu Mittag ihre Gebäude verließen, um etwas essen zu gehen, Einkäufe zu erledigen oder sich mit Freunden zu treffen. Sie alle sahen aus wie kleine Ameisen, wenn Aiko aus ihrem Apartment nach unten auf die Straßen Tokyo's blickte. So auch jetzt, nachdem sie gerade einmal aus dem Bett gekrabbelt war. Es war bereits 15 Uhr vorbei, als sie sich nun auf dem breiten Fenstersims niedergelassen hatte. Noch immer in ihrem etwas zu weiten, weißen Trägertop und ihrer dunkelgrauen Short, welche sie zum Schlafen trug. In ihrer Hand eine Tasse mit dampfendem grünen Tee, während sie in der anderen gerade etwas von ihrem Omelette in den Mund schob. Heute hatte sie sich vorgenommen es ruhig angehen zu lassen. Waren die letzten Tage das reinste Chaos für die junge Frau gewesen, doch hatte es sich im Nachhinein gelohnt. Hatte sie bereits die Miete für die nächsten 6 Monate sicher in ihrem Apartment gelagert, welches sie sich mit einem einfachen Job nicht auch nur ansatzweise leisten hätte können. Ein Lächeln huschte über ihre Lippen, als ihr diese Erkenntnis wieder in den Sinn kam. "Und nun lebe ich besser, als ihr beide zusammen trotz den guten Stellen." murmelte sie zu sich selbst, als ihre Gedanken zu ihren Eltern wanderten.
      "Aiko, was soll nur aus dir werden? Du brauchst eine anständige Arbeit, um etwas zu erreichen." hatten sie ihr immer gepredigt, nachdem sie ihren Abschluss gemacht hatte. Wollten sie immer, dass sie bei ihrem Vater in der Kanzlei anfing. Studierte. In einem einfachen Büroleben versauerte. Hatten ihre Eltern sie immer in einem kleinen Ein-Zimmer-Apartment gesehen, in Mitten der Stadt in einem der abgeranzten Hochhäuser. Und nun war sie hier in einem der teuersten Apartments in der Nähe des Tokyo-Towers. Voll von Geschäftsleuten und wohlhabenden Bankern. Oder wie Aiko sie gerne nannte: Ihre Geldhähne. Zahlten diese immerhin indirekt ihr Leben, welches sie führte. Waren 50% ihres Einkommens von diesen netten Leuten gewesen, mit welchem sie ihre Miete des Apartments zahlen konnte. Und sie würde einen Teufel tun dieses jemals aufzugeben. Hatte sie sich in den 2 Jahren zu sehr an das große Schlafzimmer mit der breiten vollverglasten Fensterfront gewöhnt, über welchem sie beinahe die ganze Stadt überblicken konnte. Das 2x2 Meter Bett in der Mitte des Schlafzimmers, in welchem sie so gut schlief wie ihr ganzes Leben nicht. Auch wenn sie jede Nacht einen kurzen Angststoß bekam, dass das Wasser des Wasserbettes alles fluten würde. Die breitflächige Küche, welche am Wohnzimmer anschloss und mit einem Tresen beides von einander trennte, auch wenn sie die Küche in all der Zeit vielleicht zehn mal benutzt hatte. War sie zum Essen meist außerhalb. Sie konnte es sich ja leisten, wenn sie kein Geld dafür aus der Hand geben musste.
      Der letzte Bissen verschwand schließlich in ihrem Mund, ehe sie von der Fensterbank sprang und den Teller in der Spüle säuberte. Die Tasse folgte, nachdem sie nun auch den letzten Schluck ihres Tees genommen hatte, bevor ihr Blick auf das aufleuchtende Display ihres Smartphones wanderte. Darauf deutlich der Name "Oma" zu erkennen. Ein leises Seufzen entwich Aiko, als sie das Handy an sich nahm und die eingegangene Nachricht überflog. "Und ich dachte ich würde heute Ruhe haben." murmelte sie, wanderte in ihr Schlafzimmer und warf das Handy achtlos auf den schwarzen Überzug des großen Bettes. Vor ihrem Schrank stehend, welcher die gesamte Wandfläche einnahm, öffnete sie die beiden Schiebetüren und nahm sich eine schwarze Jeans, ebenso wie ein weißes Croptop heraus. Eine blaue Bluse mit dem Muster verschiedener Blätter folgte, bevor sie auch schon begann sich umzuziehen.
      16 Uhr. Sie hatte also noch ein wenig Zeit, sodass Aiko sich nicht abhetzen musste. Und dennoch zog sie ihre weißen Highboots an, als würde sie bereits zu spät kommen. Hasste sie es, wenn man auf sie warten musste, ebenso wie auf jemanden selbst warten zu müssen. Das Smartphone in die hintere Hosentasche geschoben und die Bluse unter ihrer Brust mit einem Knoten zusammen gebunden verließ sie das Apartment. Die Schlüssel in der Hand und die Tür hinter sich ins Schloss fallen lassend, ehe sie auch schon den Fahrstuhl nach unten nahm und sich auf den Weg ins nahegelegene Café machte.
    • Joe war erst wenig Tage in Tokyo und hatte in einem Luxushotel in Ginza eingecheckt. Dort hatte er für sich eine Junior Suite gebucht, musste sich der Undercover-Agent keine Sorgen um das Finanzielle machen, regelte das alles "Haimdall" für ihn, damit er sich auf seine Arbeit konzentrieren konnte. Er hatte sich zunächst einen kleinen Überblick über die Hauptstadt verschafft, wo welche Viertel lagen und er am ehesten auf die Yakuza traf. Doch war das nicht so leicht, wie zunächst angenommen. Wenn man hier auf Kriminelle traf, waren es eher kleine Fische, die selber noch nie den Chef gesehen haben. Diese Leute interessierten ihn nicht, musste er an bedeutsamere Mafiosi kommen. "Immer mit der Ruhe, Joe." beschwor er sich selber, da es eher unwahrscheinlich war, dass er schon in der ersten Woche auf jemanden treffen sollte, der Kontakte zu den Yakuza hatte. So begnügte er sich damit, weiter die schöne Stadt zu besichtigen und einfach so seine Fühler auszustrecken.
      Er war schon den ganzen Tag unterwegs gewesen, wobei er öfters mal von Japanerinnen für ein gemeinsames Foto angesprochen wurde. Er mit seiner hellen Haut, den blauen Augen und dem grau silbernen Haar war wohl so etwas wie ein Einhorn hier. Joe versuchte immer so höflich wie möglich abzulehnen, worauf die jungen Damen ganz erstaunt darüber waren, wie gut er ihre Sprach sprechen konnte. Das weckte zu seinem Bedauern nur noch mehr die Neugierde der Frauen, daher tat er ab und zu einfach so, als würde er kein Wort verstehen. So erhoffte sich der Agent mehr in Ruhe gelassen zu werden. Und vielleicht zog das auch Kriminelle an, die glaubten, mit ihm ein leichtes Spiel zu haben. Gerade war Joe in Shibuya unterwegs, besah sich ein paar Touristenattraktionen und hin und wieder einen Laden, der seine Aufmerksamkeit erlangte. Doch bis jetzt passierte nichts Bedeutendes. So setzte er seine Tour fort; sein nächstes Ziel Roppongi, ein Vergnügungsviertel mit vielen Clubs und Bars. Und da es schon später Nachmittag wurde, klang dies nach einem guten Ziel für den Abend.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • "Ist das dein verdammter Ernst? Ich habe nein gesagt." ertönte die empörte Stimme der Schwarzhaarige, als diese mit den Händen demonstrativ auf den kleinen Cafétisch schlug und beinahe wie schockiert zu den beiden ihr Gegenübersitzenden sah. "Sh. Jetzt beruhig dich doch, Aiko." Beschwichtigend hob eine ältere, korpulentere Dame die Hände und versuchte Aiko zu beruhigen. "Du bringst es noch so weit, dass man uns anstarrt." fügte ein Mann hinzu, welcher um einen Kopf kleiner als die Dame war. Eine Halbglatze und ein geschmackloses Karohemd. Ein leises Schnauben entwich der Schwarzhaarigen, bevor sie sich mit verschränkten Armen zurück in den Sitz fallen ließ, die Beine überschlagen und den Kopf ein wenig beleidigt weg gedreht. "Außerdem ist es ja nur Tarnung. Kein Anfassen, kein Akt, kein gar nichts. Einfach nur Informationen. Ganz cool." sprach der Mann und deutete eine lässige Geste mit seinen Händen, wie es ältere taten, um zu den coolen Kids zu gehören. Schweigen folgte auf die Worte hin. Konnte man deutlich sehen, wie Aiko hin und her überlegte. War sie noch immer nicht wirklich davon angetan, doch seufzte sie tief und ließ die Schultern hängen, was ihre beiden Gegenüber zum grinsen brachte. "Wie gesagt, mein Kind. Du wirst es nicht bereuen. Und natürlich alles, was du dafür brauchst, geht auf uns. Selbstverständlich." sprach die Dame wieder, woraufhin sie einen seitlichen Blick von der Jüngeren bekam. "Nur Infos. Ich werde mit niemandem ins Bett steigen, damit das klar ist. Erst recht nicht mit so einem widerlichen Schmierlappen, der nach billigen Alkohol und Zigarre stinkt. Da reichte mir mein Ex mit seinem Aschenbechermund schon." stellte sie klar und trank ihren Macchiato aus. "Du bist nur undercover als Escortdame unterwegs. Die reichen Kerle werden dann sicherlich schnell ihre Zunge lockern, wenn du nicht wieder ausrastest. Ich hab nicht vergessen, was das letzte Mal passiert ist, Aiko." - "Ja ja. Reg dich ab Kento. Ich sagte dir schon, dass es ein Unfall war. Und er hat ja noch all seine Finger." winkte sie ab und erhob sich. "Ich melde mich, sobald ich etwas weiß. Und wehe es geht irgendetwas schief." warnte sie und begab sich in Richtung Ausgang, die Hand gehoben und etwas mit ihren Fingern zum Abschied winkend, bevor sie die Kreditkarte in ihrer Handyhülle verschwinden ließ. Ein Lächeln bildete sich auf ihren Lippen. "Gut. Alles was ich brauche, geht auf euch, hm? Zu schade, dass ich kein geeignetes Kleid für solch eine Angelegenheit habe." kicherte sie leise in sich hinein und machte sich auch sogleich auf den Weg, um ein geeignetes Cocktailkleid zu besorgen. Hatte sie zumindest das Glück, dass sie nichts verstecken musste und somit für die meisten Männer ein Blickfang war. Allein schon, da sie für eine Asiatin größer war als der Durchschnitt. Was überwiegend an ihren langen Beinen lag.
    • Joe setzte sich nicht wie die Touristen in den erste besten Laden, der ihm vor die Nase kam. Wenn es um Alkohol ging, war er ein Kenner und daher warf er immer zuerst einen Blick auf die Karte und dessen Auswahl. Er war schon etwas länger in Roppongi unterwegs, als er endlich ein Etablissement fand, das seinen Anforderungen genügte. Hier her verirrten sich auch nicht die 0815 Touris, sondern eher Geschäftsleute und gutbetuchte Urlauber. Alleine der Eingang war schon sehr protzig, wurde dieser von zwei weißen Marmorstatuen gesäumt, die je einen typischen asiatischen Drachen darstellten. In der Lobby erwartete die Besucher eine adrette Empfangsdame, die sich nach der Anzahl der Gäste erkundigte und diese an einen geeigneten Platz führte. Er bemerkte ihren prüfenden Blick, kontrollierte sie wohl auch oberflächlich, ob die Gäste überhaupt das erforderliche Kleingeld besaßen, um sich hier länger aufhalten zu können. "Guten Abend mein Herr." wurde Joe höflichst begrüßt, der mit einem Nicken den Gruß erwiderte. "Eine Person?" fragte sie freundlich nach und bei ihrer kleinen Verbeugung, konnte er sehen wie sie auf seine Breitling-Armbanduhr schielte. Alleine diese sollte ihm Einlass gewähren, war diese aus Titan, Platin und Gold gefertigt. Außerdem besaß dieses Modell noch ein paar andere Extras, die eher unüblich waren. "Ja. Ein Platz an der Bar bitte, wenn das möglich ist." gab Joe mit einem fehlerfreien japanisch von sich, worauf die Dame nickte und ihm die Tür zur Bar öffnete. Diese war geschmackvoll und luxuriös eingerichtet. Mit dunklem Holz war der Raum verkleidet und überall hingen Papierlaternen, die alles in ein sanftes gelbes Licht hüllten. In der Mitte war eine Bar aufgebaut, die von allen Seiten die Gäste bediente. Es gab einzelne Bereiche, die mit einer hölzernen Vertäfelung mit asiatischen Mustern von andern abgeschirmt wurden. Neben diesen Séparées gab es auch noch andere Sitzgelegenheiten, mit gut gepolsterten Stühlen. Die Empfangsdame, führte den Agenten dann auch gleich an einen freien Platz an der Bar, der genau nach seinem Geschmack war. Von hier aus hatte er einen guten Blick auf den Eingangsbereich und über die Spiegel, die schräg über der Bar angebracht waren, konnte er auch so sehr gut seine Umgebung beobachten. Der Barkeeper, in einem weißen Hemd, Fliege, schwarzer Hose, Kummerbund und Weste, richtete seine Aufmerksamkeit seinem neuen Gast und erkundigte sich bei ihm, welchen Wunsch er hatte. "Einen Junmai-Ginjo-Sake, bitte." bestellte der Undercover-Agent und nur kurze Zeit später bekam er in einer kleinen typischen getöpferten Sakeflasche den leicht fruchtigen Alkohol serviert, mit dem dazugehörigen Becher.
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    • Sie hätten Aiko vielleicht nicht Wort wörtlich widergeben sollen, dass alles auf sie gehen würden, was die Asiatin brauchte. Natürlich war sie eigentlich nicht der Typ Frau, welche sich viel aus Habseeligkeiten machte, die sie eigentlich nicht brauchte, doch nach all den Dingen, zu welchen sie schon ja gesagt hatte, obwohl sie keine Lust hatte, war das ein netter Zusatzverdienst. Und so hatte sie die Stunden damit verbracht beim Friseur zu sitzen und sich die Haare zurecht machen zu lassen. Ihren bereits schon wieder viel zu langen Pony hatte sie sich stutzen lassen und ihre bis dato noch leicht blondierten Spitzen, welche sie in einem Zopf zu verstecken versuchte, waren nun gänzlich weg. Hinterher hatte sie sich ein Kleid in einer noblen Boutique ausgesucht, welches perfekt für den heutigen Abend an ihrem Körper lag. So würde sie es sicherlich schaffen die Zunge des CEO's zu lockern, wo dieser seine kleinen Schätze versteckt hielt. Sie selbst verstand nicht viel von Kunst und der Gleichen, ebenso wenig würde sie sehen, ob sie vor einer Fälschung stand oder nicht. Doch hatten ihre beiden Partner ein Auge dafür und sie war nur dafür da die Dinge heraus zu bekommen, die sie wissen mussten. Ein kurzer Blick auf ihr Handy und sogleich sah sie das Pop-Up einer Nachricht. Zeit und Ort waren also schon ausgemacht, dann musste sich Aiko nicht darum kümmern, wie sie sich innerhalb weniger Stunden als Escortdame beweisen musste. Ein Vorteil, wenn man Leute mit Beziehungen kannte. "Gut, dann wollen wir mal." sprach sie zu sich selbst, strich den recht kurzen Rock des schwarzen Kleides glatt und entfernte ein kleines Haar auf ihrer Brust, bevor sie sich in Richtung des Treffpunktes begab.7e7f32f647b43207e6057e710f934bc1.jpg
      "Wenn Scheißkerle im Geld schwimmen." flüsterte sie bei sich, als sie vor dem recht edlen Gebäude stand, dessen Innenleben noch um einiges mehr herausstach, als man vermuten konnte. Doch was hatte sie auch anderes erwartet? Sicherlich kannte er hier so gut wie jeden Menschen, welcher hier verkehrte und fühlte sich in seinen Geschäften sicher. Da würde er sich mit einer mittelmäßigen Bar in Mitten der Stadt abgeben, in welcher X-Beliebige Gast sein konnte. "Guten Abend, kann ich Ihnen helfen?" wurde die Schwarzhaarige auch sogleich angesprochen, was sie mit einem Lächeln abtat. "Ichibana Hitomi. Ich bin mit Herrn Ikito verabredet." antwortete sie und griff nach ihren Handy. Dort öffnete sie auch sogleich eine wirklich markelose Bestätigung ihrer Escortfirma, welche ihr den Zugang sicherlich erleichtern würde. "Oh... Ich verstehe." Ein wenig verwundert war die Dame wohl schon gewesen, doch hatte sich das auch schnell wieder gelegt, als sie den Firmennamen gelesen hatte. Sicherlich war es ein Schock, dass sich jemand so junges freiwillig mit einem alten Glatzkopf wie diesem Kerl verabredete. Doch für Geld war es wohl weniger überraschend. "Vielen Danke." lächelte Aiko ihr entgegen, als sie ihr den Weg in Richtung der Bar deutete und die Schwarzhaarige sich etwas zu Trinken bestellte und schließlich an einem der kleinen Doppeltische niederließ. Nun hieß es wohl einfach nur abwarten, bis dieser alte Sack auftauchte. Bis dahin ließ die Asiatin ihren Blick durch den Raum wandern, prägte sich die Gäste genaustens ein. Man musste immerhin immer auf der Hut sein. Mit ihrem Weinglas in der Hand drehte sie dieses ein wenig in ihrer Hand, das Kinn auf den Handrücken gestützt und die Beine überschlagen.
    • Joe ließ sich viel Zeit mit seinem Sake und beobachtete unauffällig die Gäste. Er entdeckte auch schon zwei sehr zwielichtige Gestalten. Es waren beides Männer, die recht nervös wirkten, doch glaubte er nicht, dass diese etwas mit den Yakuza zu tun hatten. Sie machten eher den Eindruck, als würden etwas Unsittliches machen oder vielleicht auch Fremdgehen. Und siehe da, bei dem ersten Herren erschien auch bald eine sehr aufreizend gekleidete Blondine und bei dem zweiten ein sehr adrett gekleideter junger Mann. "Escort." ging es dem Agenten gleich durch den Kopf und in Japan war das nichts Außergewöhnliches, konnte man sich hier sogar Freunde mieten. Somit schenkte er den beiden Männer keine weitere Beachtung mehr und ließ sein Blick über die anderen Anwesenden schweifen. Joe war klar, dass er nicht gleich nach ein paar Tagen auf eine Person mit den richtigen Kontakten treffen sollte, doch es fühlte sich leider auch alles sehr unproduktiv an. Vielleicht musste er zum Schluss in Akihabara doch noch eines der leichten Mädchen ansprechen. Sie versuchten es unauffällig zu machen, doch standen in der Nähe dieser jungen und aufreizend bekleideten Frauen immer noch ein paar Männer herum: Handlanger der Yakuza, die auf die Mädchen acht geben mussten. Diese hatten zwar auch nicht viel zu melden, doch irgendwo musste der Agent dann wohl auch anfangen. In Gedanken wurde auf den nächsten Gast aufmerksam, eine junge Dame in einem, man könnte schon fast sagen, verruchten kurzen Kleid. Vom Aussehen her, würde Joe auf eine Japanerin tippen. Diese Dame gesellte sich kurz an die Bar und setzte sich dann, mit ihrem Drink, an einen Tisch für zwei, was so viel bedeutete, dass sie verabredet war. Über die Spiegel, die schräg von der Bar hingen, konnte der Agent die junge Frau recht gut beobachten. Es dauerte auch nicht lange, bis eine zweite Person die gehobene Bar betrat. Ein älterer Herr, vielleicht Ende 60, er trug einen dunklen Anzug und das wenige und strähnige graue Haar, das er noch besaß, wurde nach hinten gekämmt. Er war aber nicht alleine, folgte ihm ein weiterer Mann mit gebührendem Abstand, dem Älteren. "Wahrscheinlich ein Bodyguard." vermutete Joe. Von der Statur würde es passen; groß, trainiert und breites Kreuz. Der alte Japaner peilte gezielt die Dame von vorher an und setzte sich zu ihr. Man konnte sehen, dass sie sich begrüßten und ein paar Worte austauschten. "Hier scheint eine bezahlte Begleitung wohl gang und gäbe zu sein." kam es Joe in den Sinn, denn es war sehr unwahrscheinlich, dass diese junge Frau aus emotionalen Gründen mit diesem Herren ausging. Er könnte locker ihr Vater sein. Doch das hatte Joe nicht zu interessieren und trank weiter von seinem Sake.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Leise klirrte der Klang des Glases, als sie mit ihrem Fingernagel leicht daran klopfte, während sie wartete. Sie hasste warten, aber ließ sich das wohl leider nicht vermeiden. Sie hätte vielleicht doch einfach nein sagen sollen. Immerhin hieß es, dass sie nun für eine Weile Ruhe für sich haben würde, nachdem sie vor ein paar Tagen erst zurück nach Japan gekommen war. Und Herr Gott wie froh sie darüber war wieder in ihrer Heimat zu sein und sich nicht mit Zeichensprache verständigen zu müssen. Hatte in Russland kaum jemand Englisch verstanden und sie selbst konnte gerade einmal zwei Worte Russisch. Es war wirklich eine Qual gewesen, wenn ihre Kollegen nicht dabei gewesen wären, um zu dolmetschen. Ein Hoch darauf, dass sie im Ausland meist nur eine Einwanderin spielen musste, um verkauft zu werden oder sich irgendwo unschuldig einschleichen zu können. Da mochte sie die kleinen Dinge in Japan doch lieber. Vor allem in Tokyo und in der näheren Umgebung. Verstand sie alles um sich herum und so gut wie jeder verstand sie, wenn es nicht gerade Touristen waren. Noch dazu wusste sie, wo sie hingehen konnte und auch, wo es für sie gefährlich werden konnte. Ein leises Seufzen entwich der Schwarzhaarigen, ehe ihr Blick zu einem Mann an der Bar wanderte. Dachte sie sich doch, dass sie sich beobachtet gefühlt hatte. Für soetwas hatte sie schon beinahe einen sechsten Sinn, wenn man es so sagen wollte. Meist jedoch tat sie es einfach ab, da es nichts ungewöhnliches war. Vor allem nicht, wenn sie sich herausgeputzt hatte. Und auch, wenn der Blick eher durch die Spiegel auf sie gerichtet wurde, hatte sie es bemerkt. Ein kurzes Lächeln huschte ihr über die Lippen, als sie den jungen Mann in eben jener Reflexion des Spiegels ansah und schließlich an ihrem Glas nippte. Ein Japaner war er auf jedenfall nicht. Nicht einmal Ansatzweise ein Asiate, so viel sie erkennen konnte. Doch lange konnte sie ihre Gedanken nicht an ihn verschwenden, da betrat der Mann der Stunde für den heutigen Abend auch schon das Etablissement, gefolgt von einem weiteren, was Aiko leise schnauben ließ. "Es war nie die Rede, dass er mit Begleitung antanzt." schoss es ihr durch den Kopf, doch setzte sie ihr schönstes Lächeln auf, welches sie besaß, als die beiden zu ihr schritten. Nun war es jedoch daran zu überlegen, wie sie diesen Schrank los werden konnte. Passte dieser gerade so gar nicht in ihre Pläne den alten Kerl ein wenig abzufüllen und dann redewillig zu machen. "Wir sollten den Abend heute erst einmal genießen, meinen Sie nicht auch?" sprach die Schwarzhaarige nach der kurzen Begrüßung und hob die Hand ein wenig, um einen der schick gekleideten Kellner her zu rufen. "Immerhin kommt es ja nicht oft vor, dass ein solch erfolgreicher Geschäftsmann wie Sie mal einen Abend unbeschwert und in Ruhe verbringen kann." erneut ein Lächeln, welches sie ihm schenkte, bevor sie ein paar Drinks bestellte, was den alten CEO zum grinsen brachte. "Na endlich einmal eine Frau, die mich versteht! Da hat sich die Geheimnistuerei der Agentur ja schon gleich gelohnt." lachte er, bevor sein Arm auch schon unaufgefordert seinen Platz um die Schultern der Jüngeren fand und diese dicht an sich heran zog. "Nun, neue Gesichter haben es auch nicht so einfach. Da ist es verständlich, dass mein Chef eine kleine Überraschung daraus macht, nicht wahr?" lachte auch Aiko leise, bevor ihre Hand Platz an seinem Bein fand. Würde man nur eine Sekunde in ihren Kopf hinein sehen können, dann würde jeder lediglich eine Fontäne aus Erbrochenem zu sehen bekommen. Allein der penetrante Geruch des viel zu starken Aftershaves, welches eher nach alter Mottenkiste roch und ihr in die Nase stieg, trugen schon viel dazu bei sich beinahe übergeben zu müssen. "Dafür werden sie aber einen ganz schön großen Anteil heraus rücken müssen."
    • Der CEO war mehr als angetan von seiner Begleitung für den Abend und nach dem man ihnen auch schon ein paar Drinks gebracht hatte, wandte er sich an seinen Bodyguard. "Taira. Du kannst draußen warten. Du bist nur für mein leibliches Wohl hier und ehrlich gesagt, verdirbst du mir jedes Mal meine Verabredungen, mit deiner mürrischen Visage." sprach Ikito den Schrank von Mann an, der dann einfach mit einem Handwink hinausgeschickt wurde. "Er kann ein richtiger Spielverderber sein." richtete er wieder seine Aufmerksamkeit an die dunkelhaarige Schönheit neben ihm. "Sag Kindchen, wie ist denn Name?" fragt er weiter und ließ seine Hand ungeniert von ihrer Schulter weiter an ihre Taille wandern, um sie noch etwas enger an sich heranzuziehen. Der alte lüsterne Japaner nahm dann seinen Drink in die Hand, um mit ihr anzustoßen.
      Joe wiederum hatte an der Bar sein Smartphone gezückt und recherchierte etwas über diesen Geschäftsmann. "Ikito Ichiro. CEO eines Telekommunikations- und Medienkonzerns, der mehrere Milliarden schwer ist. War schon in einigen Skandalen verwickelt, wo er angeblich minderjährige Mädchen sexuell belästigt haben soll. Doch nachgewiesen wurde ihm bis jetzt nichts." las der Agent von seinem Display ab, der ihm Daten über den Mann anzeigte, abgerufen über die interne Plattform von Heimdall. Er gehörte zwar nicht zu den Yakuza, doch ein Schwein war er in den Augen Joes dennoch. Allein deshalb, behielt er den Mann und seine Begleitung lieber noch etwas im Blick. Man konnte ja nie wissen …
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    • Ein leises Lachen entwich der Schwarzhaarigen, als der CEO sie noch ein Stück näher an sich heran drückte, nachdem sein Bodyguard von Dannen gezogen war. Doch innerlich würde sie ihn am liebsten von sich stoßen, ihm am Boden noch einige Tritte mit geben und so schnell wie möglich hier raus rennen. Sie musste ja schon oft die Freundin oder Verabredung eines widerlichen Geldhais spielen, doch das hier war heute wirklich alles andere als akzeptabel. Dafür würden Kento und Ima noch büßen und das sicherlich nicht nur mit einem Anteil für Aiko selbst. "Sie können mich getrost Hitomi nennen. Formalitäten müssen nun ja wirklich nicht sein." sprach sie auf seine Frage nach ihrem Namen hin und stieß mit ihrem Glas an, bevor sie etwas davon nippte. Dieses nun wieder abgestellt legte sie ihre Hand auf die Brust des Älteren und fuhr sanfte Kreise mit ihrem Finger darauf. "Wie wäre es denn, wenn wir uns einen Ort suchen, bei dem nicht so viele Leute um uns herum sind?" fragte sie und deutete unauffällig in Richtung der jungen Dame am Eingang. War diese immerhin auch dafür zuständig etwaige Zimmer zur Verfügung zu stellen. Je schneller sie etwas aus dem Kerl heraus brachte, desto schneller war sie hier auch wieder weg. Grauste es ihr bereits schon davor noch länger als nötig mit ihm hier sein zu müssen, auch wenn das Etablissement ihr selbst recht zusagte. "Sie könnten uns ja ein Zimmer für den restlichen Abend bis morgen buchen. Natürlich nur, wenn es auch in Ihrem Interesse ist. Ohne Ihren werten Herren, den Sie gerade raus geschickt haben." sprach sie weiter und und sah ihn mit einem aufreizenden Lächeln an, bevor sie ihre bis dato überschlagene Beine auffällig die Plätze tauschen ließ und natürlich rein zufällig ihr sowieso schon recht kurzes Kleid ein wenig weiter ihre Oberschenkel nach oben rutschte.
      Natürlich ließ der Kerl sich dies nicht zweimal sagen und konnte man beinahe schon davon reden, dass er zu der jungen Frau am Eingang rannte. Wenn da sein Alter und auch seine Figur nicht in die Quere kommen würden. Mit Argusaugen beobachtete sie ihn, griff in ihre kleine Tasche hinein und tastete nach einem kleinen Fläschchen, welches sie zwischen ihren Fingern heraus holte. Ein kurzer, prüfender Blick um sich herum folgte, bevor sie sich dem halb leeren Glas widmete, ebenso wie einem neu gebrachten Glas, welches zuvor noch bestellt wurde. Aiko's Glück, dass der Kerl sich heute wohl so richtig abschießen wollte. Den beinahe durchsichtigen Inhalt des Fläschchens verteilte sie auf beide Gläser, bevor sie es wieder in ihrer Tasche verstaute und ihr eigenes Weinglas, an welchem sie bereits zu Beginn nippte, in die Hand nahm. "Das sollte auf jedenfall genug sein, um ihn spätestens in einer Stunde umkippen zu lassen. Das würde sogar ein Nashorn ausknocken." dachte sie bei sich, während sich ein Schmunzeln auf ihre Lippen legte. Mehr als nötig würde sie sich von diesem Kerl nicht anfassen lassen. Hatte sie hinterher allerdings nur ein kleines Zeitfenster für ihre Recherche.
    • Als der CEO plötzlich aufsprang und hektisch zu Empfangsdame lief, was bei ihm nicht sehr athletisch aussah, kam der Agent nicht drumherum, diesem nach zusehen und dann auch einen Blick zu seiner Begleitung zu werfen, die noch am Tisch saß. In dem Augenblick, als sie etwas in die Getränke tat, erhaschte er einen kurzen Blick auf sie, drehte sich aber sofort wieder weg, damit sie es nicht bemerkte, dass es gesehen hatte. "Das scheint doch noch sehr interessant zu werden." dachte sich Joe. Er würde fürs Erste nichts unternehmen, schließlich war er hier wegen der Yakuza und nicht als Gutmensch, der jedes krumme Ding aufdecken sollte. Insgeheim, dachte sich der Agent, dass es dieser Ikito nicht anders verdient hatte. Wenn sich Kriminelle untereinander bestehlen, dann konnte ihm das nur recht sein. Der CEO kam auch bald wieder zurück zu seiner aufregend hübschen Begleitung und setzte sich wieder neben sie. Seine schwitzigen Wurstfinger wanderten sofort an ihren Oberschenkel und übten ungehemmt etwas Druck aus. "Ein Zimmer ist für uns gebucht, Hitomi. In 30 Minuten sollte es für uns hergerichtet sein." ließ er sie wissen und leckte sich über seine trockenen wulstigen Lippen. Er müsste seinen Rachen etwas befeuchten und griff daher nach seinem halbvollen Drink und leerte es in einem Zug. "Erzähl mir doch ein bisschen von dir, Hitomi. Wie sorgst du zum Beispiel dafür, dass du so gut aussiehst?" versuchte der Ichiro die Zeit totzuschlagen, bis sie endlich unter sich sein konnten.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Es war schon wirklich widerlich, wie sich der Kerl sogleich dafür einsetzte nur um eine schnelle Nummer mit einer Fremden zu bekommen. Wahrscheinlich hatte er sogar noch eine arme Frau zuhause, die sich nicht nur mit ihm abgeben musste sondern nun auch noch von ihm betrogen wurde oder zumindest beinahe. Würde Aiko nur über ihre Leiche zulassen, dass dieser Widerling auch nur näher als mit seinen Händen kam, welche sie jetzt schon anwiderten und sie froh war, wenn sie nachhause erst einmal duschen konnte. Ein kurzer Schauer lief ihr den Rücken herunter, als der CEO auch schon wenig später zurück kam und sie seine Hand auf ihrem Bein spürte. Den Drang ihm einfach eine auf die Nase zugeben unterdrückte sie, stattdessen setzte sie ein Lächeln auf. "Perfekt. Dann dauert es ja nicht mehr lange und müssen uns all diesen Lärm hier antun." gab sie von sich und griff nach ihrem Weinglas und einen Schluck daraus zu nehmen. Er würde sich schon noch wundern was er von all dem hier hatte und vor allem, wenn ihm nicht nur sein Geld auf dem Konto fehlen würde. "Oh, all zu viel gibt es von mir nicht zu erzählen. Ich bin nur eine einfache Frau von vielen. Und mein Aussehen ist mir wohl einfach in die Wiege gelegt worden." gab sie knapp als Antwort, weiterhin ein Lächeln auf den Lippen. Zumindest sein Glas hatte er schon einmal geleert. Die erste Dosis würde also sicherlich bald anschlagen und wenn das Zimmer auch schnell genug fertig wäre, dann musste sie nur schnell genug sein. "Aber wenn ich nicht solch ein Aussehen hätte, dann würde ich jetzt wohl nicht mit Ihnen hier sitzen können. Die Agentur wählt ihre Damen immerhin mit Bedacht aus. Und ich hoffe doch sehr, dass ich Ihnen gut genug sein werde." sprach sie nun weiter und legte ihre Hand auf die des Älteren.
    • "Ja, dann sind wir ganz unter uns." freute sich auch schon der CEO auf die ungestörte Zweisamkeit. "Mehr als genug. Du bist wie ein wahr gewordener Traum." säuselte er und grinste das junge Ding lasziv an, als Hitomi ihre Hand auf seine legte. Der ältere Herr war schon ganz ungeduldig und wollte endlich seinen Gewinn von dieser Escortdame ausgeschüttet bekommen. Nicht umsonst hatte er einen dicken Batzen an Scheinen für dieses arrangierte Date hingelegt. Er wollte jetzt auch langsam einen Beweis haben, dass seine Investitionen nicht umsonst waren. Herr Ichiro drehte sich noch etwas mehr zu seiner bezaubernden Begleitung und legte seine schwitzige Hand an ihre Wange. Er versuchte romantisch zu sein und ließ seinen Daumen mit etwas zu viel Druck über Lippen gleiten. "Sag Hitomi. Wie sollen wir uns die Zeit vertreiben, bis wir endlich gehen können?" fragte er mit einem gierigen Blick, der über die Erscheinung der Dame glitt und an ihren schönen Lippen hängen blieb. Sich in der Öffentlichkeit zu küssen, war ein nicht gern gesehene Sache in Japan und daher behielt der Mann auch seine Lippen bei sich. Doch er träumte schon davon, die süße Hitmoi für diesen Abend zu seinem Eigen zu machen. Der CEO griff dann nach seinem zweiten Glas und nippte etwas von dem alkoholischen Getränk.
      Es musste wohl sehr viel Geld geflossen sein, dass diese Escortdame so ruhig neben diesem alten Sack sitzenbleiben konnte. Joe wurde bei dem Anblick schon speiübel. Wie musste es dann der armen Dame ergehen? Doch Geld regiert nun mal diese verdorbene Welt und er erhoffte sich, dass er zusammen mit Heimdall dies endlich bald und auch nachhaltige ändern würde.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Aiko hatte ja wirklich kein Problem damit in ihrer Rolle zu bleiben, ganz gleich was für eine es war. Sie hatte sich ja sogar schon als Prostituierte ausgegeben, um an einen bestimmten Kerl heran zu kommen, welcher in diesen Kreisen verkehrt, doch dieser fette, stinkende Kerl ging heute wirklich an ihre Grenzen. Der penetrante Gerucht, der ihr gefühlt die Nasenhöhlen wegätzte und schon dafür sorgte, dass ihr ein wenig schwindlig wurde, war schon schlimm genug, doch die schwitzige Hand an ihrer Wange und sein nach Zigarrenrauch riechender Daumen an ihren Lippen war langsam wirklich zu viel für die Schwarzhaarige. Ein kurzes Schlucken folgte, damit sie sich hier und jetzt nicht bereits ins Würgen verfiel. Stattdessen zwang sie sich weiterhin zu einem Lächeln. "Ich denke nicht, dass es noch all zu lange dauern wird, bis wir nach oben können..." antwortete sie, bevor sie sich langsam erhob und ihr bereits leeres Weinglas zur Hand nahm. "Ich gehe mich nur eben kurz frisch machen, dann können wir sicherlich schon nach oben verschwinden." lächelte sie ihm entgegen und wanderte auch schon in Richtung der Toiletten, nachdem sie das Glas auf dem Tresen abgestellt hatte.
      Tief atmete sie ein, stützte sich auf dem Waschbecken ab und schloss für einen Moment die Augen. Das heute würde sicherlich an ihren Nerven zerren und das würden die beiden noch wirklich bereuen. Und kaum hatte sie an die beiden gedacht vibrierte auch schon ihr Handy, welches sie aus der kleinen Tasche nahm. "Ich hasse euch. Nur damit das klar ist." meldete sie sich sogleich, kaum hatte sie abgenommen. Gerade war sie wirklich alles andere als gut gelaunt und das sollte sich auch noch ein wenig steigern, nachdem sie das verlegene Lachen von Kento hörte, welches ihre Augen zu Schlitzen verengen ließ. "....Was ist los?" brummte sie, ehe ein Räuspern folgte. "Nun... Wir... Wir haben den falschen." kam es etwas Kleinlaut als Antwort, ehe Stille folgte. Erneut ein kurzes Räuspern. "Nun... der Ikito ist zwar CEO, aber aus einer falschen Firma. Aber hey, wie viele CEO Ikitos sollte es schon geben? Die Chance ist wirklich so gering, dass-" - "Ist Das Dein Verdammter Ernst!?" unterbrach die Schwarzhaarige laut, ehe ihr Blick kurz zur Tür wanderte, welche gerade auf ging und eine Dame hinein tritt. Ein Lächeln folgte, bevor sie sich hinaus begab und sich etwas abseits stellte. "Weißt du was für ein widerlicher Bastard das ist? Und ich bandel mich mit dem an, nur damit du mir sagst, dass es der falsche ist?" zischte sie, jedoch in einem leisen Ton, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. "Ja sorry. Auch mir passieren halt mal Fehler. Ich hab nicht immer so viel Zeit mich ins Register zu hacken ohne, dass man mich erwischt Aiko." kam es leise murmelnd auf der anderen Seite, was die Schwarzhaarige genervt aufstöhnen ließ.
      Was sollte sie jetzt tun, wenn es der falsche Kerl war? Weiter machen, wenn sie nicht musste, würde sie auf keinen Fall. Dafür war ihr allein ihre Gesundheit zu wertvoll, auch wenn sie eigentlich nicht viel davon hielt. "Du... kannst dich doch sicher irgendwie davon schleichen. Oder vielleicht hat der Kerl ja Dreck am Stecken." kam nun der Vorschlag, was Aiko mit der Zunge schnalzen ließ. "Ach und ich soll dann den heiligen Samariter spielen, der das dann aufdeckt? Ich hab selbst Dreck am Stecken, wenn du das schon vergessen hast." murrte sie und beugte sich etwas hinter der Säule hervor, um zu den Leuten zu sehen. Ihr Blick blieb auf dem Blonden hängen, welcher ihr vorhin schon aufgefallen war. Hatte sie deutlich bemerkt, dass er sie angestarrt hatte, wenn es auch über den Deckenspiegel war. "....Vielleicht hab ich ja Glück. Du wirst das aber noch doppelt zurück bekommen, das schwöre ich dir." Und damit legte sie ohne ein weiteres Wort auf, schob das Handy zurück in ihre Tasche und wanderte mit ihrem Blick zu Ikito. Das war dann wohl wirklich kein CEO, welcher mit gefälschter Kunst handelt. Irgendwie hätte sie es sich auch denken können. Wer, der authentisch wirken wollte, würde auch so dermaßen nach After Shave und Zigarren stinken. Ging das doch alles auf die Leinwände über.
      "Ok.... Dann sehen wir mal, ob wir Glück haben." murmelte sie leise zu sich selbst und schlich sich beinahe schon zwischen den Tischen hindurch zur Bar. Hauptsache Ikito sah sie nicht, doch war dieser mit seinem Getränk und sicherlich auch mit ekelhaften Fantasien beschäftigt. So ließ sie sich neben dem Europäer nieder, bestellte sich unauffällig ein weiteres Glas Wein und legte ihre Tasche ab. "Sie scheinen ja wirklich gerne Leute zu beobachten, hab ich recht?" kam es von ihr ohne ihn anzusehen.
    • Joe entging nicht, wie die Escortdame sich davon gestohlen hatte und nun sich durch die Bar schlich. Er hatte gerade sein Glas an seine Lippen angesetzt, als sich die Schwarzhaarige sich neben ihn auf dem Barhocker niederließ. "Wenn man alleine unterwegs ist, muss man sich irgendwie beschäftigen, damit es nicht langweilig wird." entgegnete er schlagfertig und sah kurz zu der Dame herüber, ehe er einen Schluck seines Sake nahm und das kleine Glas wieder vor sich abstellte. "Ich dachte, Sie wären schon in Begleitung hier." schmunzelte der Silber-Grauhaarige und ein schelmisches Grinsen zierte für ein paar Sekunden seine Lippen. "Ich vermute aber, dass Sie keine Lust mehr auf ihr "Date" haben." sprach Joe seine Gedanken aus. Sein Blick wanderte dann auch wieder zu dem CEO, der inzwischen etwas benommen schon über dem Tisch hing und damit kämpfte seine Augen offenzuhalten. "Einen Espresso, aber flott!" herrschte er die Bedienung an, die auch gleich davon eilte und wenige Minuten später ihm das koffeinhaltige Getränk brachte. In einem Zug leerte Ikito die kleine Tasse und sah sich suchend in der Bar um, da er doch seine Hitomi schmerzlich vermisste. "Wo ist die Kleine nur?" murmelte der Mann, der wieder etwas wacher durch den Espresso war und entdeckte auch die gebuchte Escortdame wieder. Wollte sie sich etwa aus dem Staub machen? Das würde er nicht zulassen, hatte er einen Batzen Geld für dieses Date hingeblättert. "Hey Hitomi!" rief der Alte ihr zu und erhob sich schwerfällig von seiner Sitzgelegenheit. Mit einem Watschelgang kam er dann an die Bar und packte die junge Frau etwas grob am Handgelenk. "Lass uns los. Das Zimmer ist auch schon fertig." sprach er sie ungeduldig an und leckte sich über seine wulstigen Lippen. Die Dame machte aber nicht wirklich den Eindruck, als wollte sie mit dem Mann mitkommen und daher legte Joe seine große Hand auf die Schulter des CEOs und drückte ihn etwas herunter, damit er an Ort und Stelle blieb. "Entschuldigen Sie bitte, Mister, aber ich unterhalte mich gerade mit dieser Dame. Oder möchten Sie mit ihm gehen?" wandte er sich an die Schwarzhaarige mit einem fragenden Blick, der ihr auch anbot, ihr aus der Patsche zu helfen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Ein kurzes Lächeln bildete sich auf dem Gesicht der Schwarzhaarigen, bevor sie sich bei dem Mann bedankte und nach dem Stiel des Weinglases griff. "Eine Beschäftigung gegen Langeweile also. Verstehe." meinte sie und nippte an ihrem Wein, bevor ihr Blick kurz zu dem Mann neben ihr wanderte und sie als Antwort kurz nickte. "Also... normalerweise ja. Aber mit der letzten Vermutung haben sie ins Schwarze getroffen." sprach sie ruhig und lächelte. "Auch meine Chefs machen mal Fehler, wenn es zu viele Leute mit dem selben Namen in der Datenbank gibt. Aber ich sehe nicht ein mich mit dem falschen zu verabreden für den ich bezahlt wurde." log sie und innerlich erwürgte sie bei ihren ausgesprochenen Worten Kento bereits. Er konnte sich noch gewaltig etwas anhören, wenn er ihr unter die Augen trat.
      Als Aiko schließlich die Stimme ihrer falschen Begleitung hörte sah auch sie kurz zu diesem, drehte sich aber schnell wieder um und seufzte leise. Sie musste hier weg. Und das so unauffällig wie es nur ging. Was sich in solch einem Etablissement eher schwer heraus stellte. Gab es doch nur einen Aus- und Eingang und dieser war direkt im Blick des CEOs. Noch bevor sie lange nachdenken konnte zuckte sie zusammen, als sie ihren falschen Namen hörte und sah auf, als der alte Herr zu ihr watschelte. Den Mundwinkel verzog sie etwas, die Schultern nach oben gezogen. Wenn sie nicht aufpasste könnte das heute ein wenig anders enden, als sie es gehofft hatte.
      "Au. Hey!" gab sie von sich, als Ikito sie auch schon am Handgelenk packte. Wie grob die Männer sein konnten! Es war wirklich zum kotzen, wenn man es umgangssprachlich ausdrücken wollte. Und der Kerl erst recht. "Lassen Sie mich los." gab sie von sich und zog ihren Arm etwas zu sich hin, um sich aus dem Griff zu befreien. Ohne Erfolg, was ein leises Schnauben zu Folge hatte. Als der Europäer sich allerdings einschaltete kam Aiko nicht umher diesen etwas perplex und verwirrt anzusehen. Hatte sie mit allem gerechnet, doch nicht mit dem was gerade folgte. War sie das von den anderen auch nicht wirklich gewohnt. Sahen sie eher zu oder taten so, als würden sie nichts mitbekommen, wenn etwas passierte.
      Der CEO hingegen brummte leise, als er an seiner Schulter herunter gedrückt wurde, kniff eines seiner Augen für einen Moment zusammen und sah Joe schließlich an. "Tzk. Und wer glaubst du, wer du bist? Das ist mein Mädchen heute Abend. Such dir eine eigene." gab er etwas nuschelnd von sich, während die Schwarzhaarige auf Joe's Worte hin nur etwas den Kopf schüttelte. Sich währenddessen auf die Unterlippe gebissen und mit leichter Panik in den Augen zu dem CEO sehend, ehe sie sich etwas an dem Europäer festhielt. Eines konnte Aiko sehr gut: Das verschreckte Lämmchen spielen.
    • "Da haben Sie es gehört. Die Dame möchte nicht mit Ihnen kommen." blieb Joe immer noch sehr höflich und ließ den CEO erst an der Schulter los, als auch dieser die Schwarzhaarige am Handgelenk losließ. "Und da es scheint, dass Sie eh ein Zimmer hier gebucht haben, legen Sie sich doch etwas hin. Sie sehen nicht sehr fit aus." merkte der freundlich an und beugte sich zu dem kleinen Mann herunter. "Sie wollen doch keinen Skandal auslösen, Mister Ikito?" flüsterte Joe ihm dann doch sehr bedrohlich ins Ohr. Ichiro wurde bei den leisen Worten plötzlich ganz blass. Wusste er etwas von seinen Eskapaden? War er vielleicht ein Journalist aus dem Ausland, der seine Leichen aus dem Keller holen wollte. "Ach, dann nimm dir die Schlampe! Sie ist eh nicht mein Typ!" wurde der CEO sehr schnell, sehr unfreundlich und trollte sich davon. Kurz vorm Ausgang rief er dann auch seinen Bodyguard an, der etwas verwirrt, nur ein paar Augenblicke später, durch die Türen trat. "Ist was, Boss?" fragte er ihn, doch Ikito antwortete nicht und stapfte aus der Bar hinaus. "Aber Sir! Die Rechnung! HEY!" rief nun der Kellner, der ihn und seine Begleitung bedient hatte und eilte ihm hinterher. Das könnte in einem Hausverbot enden, wenn Ikito nicht seine Rechnung beglich und es schien so, dass die Bedienung Pech gehabt hatte, da er soeben wieder in die Bar hereinkam und direkt auf die junge Frau zu steuerte. "Entschuldigen Sie bitte. Aber Ihr Begleiter ist einfach gegangen ohne zu zahlen und ich müsste Sie bitten die 14.000 Yen zu begleichen." gab er etwas betreten von sich. "Wissen Sie was, setzen Sie es auf meine Rechnung." schaltete sich der Silber-Grauhaarige ein, worauf der Kellner ihn verdattert anblickte und sich mehrmals aus Dank verbeugte, ehe er wieder ging. "Damit schulden Sie mir etwas." grinste er die vermeintliche Escortdame an und nippte von seinem Sake.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Noch immer etwas zurück gewichen beobachtete Aiko die beiden Männer, ehe ihr nicht entging wie blass der CEO würde, als der Ausländer mit ihm sprach. Sie kam nicht umher eine Augenbraue etwas hoch zu ziehen, zwischen den beiden hin und her zu sehen und schließlich sichtlich überrumpelt drein zu blicken. Den Mund hatte sie dabei ein wenig geöffnet, als der Ältere stampfend den Raum verließ. "....Wow. Schlampe wurde ich schon lange nicht mehr genannt." murmelte sie und seufzte schließlich leise. Es wäre gelogen wenn sie sich einreden würde, dass ihr das nichts ausmachte. Auch, wenn es lediglich ein Wort war, das aus dem Mund eines angetrunkenen, sicher bald umkippenden Kerl wie ihm kam.
      Den Kellner überhörte sie ebenso wenig, als dieser dem CEO hinterher lief und schließlich auf sie selbst zu schritt. Ein wenig zuckte sie mit der Augenbraue, doch hatte sie es sich ja denken können. Das würde sie auf jedenfall Kento auf die Rechnung setzen. Sich etwas die Schläfe reibend atmete die Japanerin tief ein und öffnete den Mund etwas, bevor sie sich schon die Worte des Hellhaarigen neben sich hörte und sichtlich verwundert zu diesem sah. Ein wenig zweifelte wie daran, dass sie gerade richtig verstanden hatte, doch als er meinte, dass sie ihm etwas schulden würde, verengte sie ihre Augen ein wenig.
      "....Wenn ich mit Ihnen dafür jetzt ins Bett steigen soll haben Sie sich aber gewaltig geschnitten." gab sie sogleich von sich. War es immerhin nicht verdenklich, dass Männer eine Rechnung dafür auf sich nahmen.