Nothing's what it seems ✶ [Alea & Juvi]

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    • Nothing's what it seems ✶ [Alea & Juvi]

      Nothing's what it seems

      fantasy | love | action | drama | thriller | adventure
      @Alea CroniX

      In der heutigen Zeit, abseits von unserer eigenen Vorstellungskraft..
      existieren mehrere Welten nebeneinander, von denen Primitivlinge, wie Menschen, gar nichts erst mehr glauben zu wissen. Und viele weitere Lebewesen der verschiedenen Welten können sich kaum oder gar nicht mehr daran erinnern, dass es vor vielen Jahrtausenden ein Bündnis der Welten gab, die sie zu einer Kooperation miteinander verpflichtet hatte. Und diese galt noch bis heute, auch wenn sich ab und an diverse aggressive Verhandlungen und Diskussionen ereignen. Lediglich die hiesigen Regierungen der Welten, die über diese wachen und unter Kontrolle halten, haben den Durchblick behalten. Die einen oder anderen sogar mehrere Jahrhunderte gereift, oder sogar noch weiser geworden mit der Zeit. Eine dieser Welten war das Schattenreich. Ein Reich voller Dämonen, an deren Spitze jedoch das Volk einer altbekannten Rasse war, die selbst in den Filmen und Geschichten der primitiven Menschen Bestand fand. Blutsaugende Untote mit den Fähigkeiten, sich unsichtbar zu machen, einen Menschen zu hypnotisieren und ihm seinen Willen zu unterwerfen. Ein Volk so charismatisch, dass es jede Frau aus dem Schlafgemach locken und entführen konnte, um sich daraufhin an ihr zu ergötzen. Es gab Mythen über dieses Volk in diverse Sprachen: Aswang [Philippinen], Baobhan-Sith [Schottland], Lamien [Griechenland], Upyr [Ukraine] oder Dhampir [Albanien]. Doch in den meisten Geschichten kennt man sie einfach nur als Vampire. Doch waren die realen Vampire genauso, wie es sich die Menschen in ihren teils aberwitzigen Geschichten zusammenreimten? Das werden wir wohl herausfinden müssen. Aber eines stand fest: Mit einem so alten und langlebigen Volk war nicht zu spaßen. Besonders dann nicht, wenn es schon lange keinen König mehr gab, der diese zu kontrollieren wusste. Denn seit dem Ableben des letzten Königs vor beinahe 500 Jahren konkurrierten die verschiedenen Vampir-Familien miteinander, wessen Adelshaus-Spross eher als Nachfolger dienen sollte, da der vorherige versäumt hatte, einen Nachfolger zu erwählen. Jeder Einzelne wollte die Macht für sich. So waren die Vampire in deren Reich kaum von manchen machthungrigen Menschen oder anderen Rassen zu unterscheiden, auch wenn sie sich selbst eher über diese anderen Wesen erhaben sehen wollten.
      Doch dann passierte Etwas Entscheidendes: Seit dem damaligen Abkommen, durften sich verschiedene Völker unter andere mischen, solange sie ihre Tarnung nicht auffliegen lassen und andere gefährden würden. Sie durften sich sogar mit anderen Rassen paaren, aber auch hierbei gab es strenge Richtlinien, an die sie sich zu halten hätten. Nachdem die Kräfte eines Wesens aus einer solchen Mischung erwachten, sollten diese umgehend in deren ursprüngliche Welt gesandt werden, damit diese dort unter normalen Bedingungen ihre Kräfte beherrschen und kontrollieren lernen konnten. Danach konnten sie leben, wo immer es ihnen gefiel, solange sie die Prüfungen der ausgewählten Welt bestehen würden. Doch sollten sie gegen die von der Botschaft erschaffenen Vorschriften verstoßen, würde dies – je nach Schwere des Verbrechens – schlimm bestraft werden. Und so geschah es, als ein Mensch X, der nichts Anderes kannte als sein unspektakuläres und unmagisches Leben, eines Tages eine schmerzhafte und verstörende Veränderung durchmachte, entführt und in ein Labor gesteckt wurde, um qualvolle und Menschen unwürdige Untersuchungen über sich ergehen zu lassen, eine Kraft aus ihm herausschoss, die einige zutiefst entsetzte und andere an eine längst vergangene Zeit erinnerte, die nach und nach in Vergessenheit geraten war. Selbst innerhalb des Schattenreichs. Y, der nur damit beauftragt war ein Mischlingswesen, das kürzlich erwacht war, einzusammeln und in seine Welt zu überstellen, war nun mit einer Situation konfrontiert, die auch ihn vor einer nie dagewesenen Herausforderung stellte und von der er nicht wusste, ob er mit dem zusammenhängenden Druck klarkommen würde. Denn noch stand nicht fest welches Adelshaus der Vampire den neuen auserwählten Mischling unter seine Flügel nehmen können würde und was sie wohl alles dafür tun würden, damit er Teil ihres Hauses wäre.

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      Alexander "Alec" van Necrach
      Gilgamesh_-_Fate_stay_night_-_Image_3010303_-_Zerochan_Anime_Image_Board.pngEs war ein kühler Abend in der Welt dieser Nicht-Magischen. Der Wind wehte einem um die Nase, die Sonne ging gerade unter und die Mehrheit versuchte nach ihrem geschäftlichen Dasein schleunigst nachhause zu kommen, um noch etwas von ihrem kümmerlichen Restabend haben zu können. Die ersten Straßenlaternen flackerten an, hupende Autos mit entnervten Insassen brausten an dem Gewusel der Menschen auf den Straßen vorbei, die noch die letzten offenen Supermärkte zu stürmen versuchten und sich dabei teilweise in Stoßstangennähe wagten - nicht zu wenig Gebrüll entstand dabei, so viel stand fest. Keiner dieser gedankenlosen Sterblichen fand heutzutage noch genug Zeit, um sich um die Dinge zu kümmern, die wirklich wichtig waren. Allesamt arbeiteten sich halb zu Tode, um dann beinahe bewusstlos in deren Heim zu fallen und sich selbst mental auf die Schulter zu klopfen, weil sie etwas Großartiges für ihr finanzielles Dasein geleistet hatten. Ein Anderer schätzte deren Arbeit schließlich nicht, so schien das innere Eigenlob doch ganz tröstlich, um genug Motivation zu haben, am Tag darauf wieder zur ach, so sehr verhassten Arbeitsstelle aufzubrechen. Ein trauriger Haufen Elend, wie Alexander fand, der sich eher angewidert umsah. Sein blondes Haar wehte wie flüssiges Gold um seine blasse Haut an seine spitzen Ohren, wobei dieser feine Unterschied zu den Sterblichen gut unter dem Blondschopf versteckt war. Seine blutroten Augen wurden von rehbraunen Kontaktlinsen verdeckt und solange er keinen immensen Durst oder Zorn verspürte, würden dieses Merkmal weitgehend verborgen bleiben. Sein Gesicht war ebenso schmal wie der Rest seines Körpers, den er unter sportlicher Kleidung verbarg. Keiner dieser Nicht-Magischen würde davon ausgehen, dass dieser Junge ein überbrodelndes Kraftpaket war, der mit einem Hieb ein ganzes Auto zu einem Häufchen Schrott verarbeiten könnte. Aber genau das war das Merkmal, das ihm ein so unscheinbares Auftreten in der Menschenwelt verschaffte und somit zu einem 1A Agenten der Regierung erkor. Seine Anpassungsfähigkeit war schlicht und einfach unübertreffbar, selbst wenn er sich mit seinem besten Freund vergleichen würde, der durchaus Schwierigkeiten hatte seine dämonischen Merkmale zu verbergen, während Alec als gewöhnlicher Jugendlicher durchgehen konnte, wenn er wollte. Bei Azrael gestaltete es sich da doch ein wenig komplizierter, vor allem was seine Vorbereitungen für das Anpassen angingen. Da könnte er schon beinahe Mitleid für seinen Freund empfinden, aber auch nur beinahe - der Großteil wurde leider von Schadenfreude gepachtet, die er stets an ihm ausließ, wenn er Azrael bei seinen Vorbereitungen zuschauen durfte. Vermutlich auch ein Grund, weshalb er ihm nur selten dabei zusehen durfte. Alec schielte aus dem Augenwinkel zu seinem besten Freund, der an seiner Seite lief. Mit seinem makanten Aussehen war er kaum zu übersehen, seien es nun die längeren grün schimmernden Haare, die wie Smaragde leuchtenden Pupillen oder gar die unter seinem Pony herausstechenden dunklen Beulen, die wie ein Mal oder gar eine Narbe in Form eines außergewöhnlichen Musters wirkten. Von seiner exzentrischen Kleidung wollte der Blondschopf lieber gar nicht erst anfangen, die schon bei allen um sie herum stets zu Getuschel führte. Er war durchaus beim anderen Geschlecht beliebt, wäre es jedoch um ein Vielfaches mehr, wenn er sich doch ein bisschen mehr menschlich geben würde, insbesondere was seine Kleidung betraf. Wie oft hatte Alec ihn schon davon überzeugen wollen, dass sich Azrael menschliche Kleidung zulegte. Tja, Erfolg auf ganzer Linie, was?
      Dabei musterte Alec kritisch die Kleidung seines Freundes mit verzogenem Mund, zuckte schließlich aber nur mit den Schultern. Solange er wegen seinem Aussehen nicht gleich die Dämonenjäger auf den Plan rief, interessierte es Alec im Grunde recht wenig oder sollte es zumindest. "Ich hoffe", begann der Blondschopf mit in den Hosentaschen vergrabenen Händen, "dass du dieses Mal einen besseren Riecher für ein Motel hattest. Keine Lust wieder in so einer versifften Absteige unterzukommen, in der selbst die Matratzen noch nach gammelnden DNA Resten der letzten Jahrhunderte gemieft haben. Achte doch wenigstens ab und zu mal mehr auf die Empfindsamkeit deines Kumpels, ja?" Nur einige Straßen später blieben sie vor einem sehr gut besuchten alten Pub stehen, aus dem bereits auf der Straße zum einen das Klirren von Gläsern, Besteck und Tellern, sowie lärmendes Stimmengewirr, lauthalse Musik und Gelächter zu hören waren, als auch der Gestank von Schweiß, Alkohol, billigem Parfüm, Staub und Erbrochenem selbst mit menschlicher Nase zu riechen gewesen wäre. Für Alec war sowohl diese Geräuschkulisse als auch der zu ihnen dringende Gestank kaum zu ertragen - insbesondere der Gestank! Er hielt sich ruckartig die Nase zu und wandte sich an seinen Freund. "Dein Ernst?! Dein ERNST?! Oh nein! Nein, nein, und nochmals NEIN! Mich kriegen da keine zehn Pferde rein!" In einer geschmeidigen Bewegung wich er einem Mann aus, der gerade aus der Tür gestürzt kam und der Länge nach zu Boden fiel, genau an der Stelle, an der sich Alec zuvor befunden hatte, ohne dass der Blondschopf auch nur eine Sekunde seine Augen von Azrael genommen hatte. "Ich ertrag schon eine Menge für dich, aber DAS kannst du mir nicht antun! Wir können auch an anderer Stelle gute Infos bekommen! Aber garantiert nicht aus dieser miefenden Spelunke. Bevor wir hier irgendwas bekommen, liege ich eher ohnmächtig in meinem eigenen Erbrochenem am Boden. Willst du das? Willst du das????? Ich nicht! Nein! Ich weigere mich! Ich setze keinen einzigen Fuß hin--" Er verstummte jäh als zwei zauberhafte Frauen an ihm vorbei liefen und deren Duft sich tief in seine Sinne bohrte. Er blinzelte ihnen mehrmals nach und, wie benommen, folgte er ihnen in den miefenden Pub. "Hey! Worauf wartest du noch! Let's Partyyyyyyyyy~~", rief er schließlich breit grinsend seinem Freund zurück und winkte hastig.
      Alecs neu gefundener Enthusiasmus verebbte jedoch keine 15 Minuten später als er mit Azrael an einem klebrigen alten Tisch saß und sein Kopf sich die Holzplatte als erholsames Kopfkissen ausgewählt zu haben schien - mit der Hand und seinem Hemd so gut es ging seine Nase schützend. "Was hab ich mir nur dabei gedacht, DIR in diesen Laden zu folgen? Nächstes Mal suche ich unsere Bleibe aus. Punkt. Ende. Baaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaasta! Kapiert? ...Und die Püppchen habe ich auch aus der Nase verloren bei den ganzen Geruchsschichten hier.. Warum hab ich nur so viel Pech?"

    • Der nasskalte Wind Londons verfing sich immer wieder in Azraels langen Mantel, als dieser mit seinem Vampirfreund Alec das Pub aufsuchten, wo er sich erhoffte ein paar gute Informationen zu erlangen. Im Gegensatz zu ihm konzentrierte sich der Halbdämon mehr auf seine Arbeit als Agent der Keeper, und nicht wie Alec auf das Vergnügen, dass sie in der Menschenwelt haben könnten. Er war eigentlich auch gerne hier, obwohl es ihn größere Mühen kostete, um nicht unter den Menschen aufzufallen. Jedes Mal musste er seine Hörner mit Magie verschwinden lassen, was aussah, als würden sie in seiner Stirn verschwinden und genauso fühlte sich diese Prozedur auch an. Nicht sehr angenehm. Er hatte nicht so eine Abneigung gegenüber der Sterblichen, wie der Vampir, der doch auf die Menschen herabsah. Es faszinierte Azrael immer wieder aufs Neue, wie es manche von ihnen immer wieder schafften, mit so wenig in ihrem Leben zufrieden und auch glücklich zu sein. Die war eine Gabe, die er bei den Dämonen vermisste, strebten die meisten immer nur nach mehr und mehr Macht. Er machte sich auch kaum etwas aus seinem Äußeren, was Alec immer wieder an ihm kritisierte. Azrael reichte die Uniform, die man als Agent trug, auch wenn sie sehr altmodisch wirkte. Doch war sie in seinen Augen elegant und strahlte etwas Anmut aus. Geschmäcker waren einfach unterschiedlich.
      Azrael seufzte nur innerlich auf, als der Vampir ihn darauf ansprach, dass er hoffentlich eine gute Bleibe für sie gefunden hatte. Alec wollte immer nur Spaß haben und auch sonst nur ein schönes Leben genießen. Dass sie eigentlich eine Aufgabe erfüllen mussten und diese Priorität vor allem hatte, vergaß der Blonde gerne schnell dabei. Als sie dann vor dem ausgewählten Pub zum Stehen kamen, rollte der Halbdämon nur mit seinen Augen. "Und es geht wieder los." murmelte Azrael leise auf, als der Vampir anfing, eine Szene zu machen. Er mochte Alec eigentlich sehr gerne, aber er war auch eine Diva und überdramatisierte einfach alles. "So schlimm wird es schon nicht sein." versuchte er ihn zu beruhigen, damit er etwas leiser wurde. Er bemerkte schon die Blicke, die auf ihnen ruhten. Alec behauptete, dass das vor allem an Azraels Kleidung lag. Er selber vermutete, dass es eher eben diese lauten und drastischen Szenen vom Blonden waren, die die Leute schauen ließen. Just in dem Moment schritten zwei hübsche Frauen an ihnen vorbei und vergessen war der Gestank und jede andere aufgezählte Grässlichkeit des Pubs, das Alec bis jetzt nicht betreten wollte. "Immer das Gleiche." schmunzelte der Dunkelhaarige innerlich auf und musste sich ein leises Lachen verkneifen, als der Blonde wie ausgewechselt den Damen hinterherlief. Hätte er diese Energie und Enthusiasmus doch nur für ihre Arbeit.
      "Mir? Also so wie ich das sehen konnte, bis du zwei Frauen hinterhergejagt und ich musste wiederum dich erstmal finden. Bevor du wieder nur Blödsinn anstellst." gab Azrael eher gelassen mit einem kleinen Grinsen von sich, da der Anblick Alecs einfach nur zu komisch war. "Von mir aus. Aber dann bezahlst du auch." erinnerte er den Blonden daran, dass sie hier den Regeln der Mensch unterworfen waren. Eine Bedienung brachte ihnen dann zwei Ale vorbei, dass zu seiner Überraschung gar nicht schlecht schmeckte. Es musste ja auch einen Grund haben, weshalb dieses Pub so beliebt war. "Ich sage es euch! Die entführen Tiere und machen grauenvolle Versuche mit ihnen!" konnte man einen alkoholisierten Mann lautstark lallen hören. "Hab ich es euch nicht gesagt. Wenn ihr Will genug zum Trinken gebt, erzählt er euch die verrücktesten Geschichten." erklang nun die Stimme eines weiteren Gastes, ein junger Mann, der mit seinen Freunden wohl unterwegs war und sich über die haarsträubenden Geschichten dieses Wills lustig machte. "Oh Mann, wie armselig!" hörte man die Gruppe den Betrunkenen auslachen und verschwand auch wieder, nach dem sie sich genug amüsiert hatten. Doch genau diese umnachteten Worte weckten Azraels Aufmerksamkeit. "Ich bin gleich wieder da." meinte er nur zu Alec und erhob sich so gleich. Geschickt schlängelte er sich durch die vielen Gäste und setzte sich neben den vermeintlichen Verrückten. "Entschuldigen Sie, aber mich fasziniert diese Geschichte. Würden Sie mir etwas mehr davon erzählen? Ich spendiere Ihnen auch ein Bier." sprach er den alten Mann an, der selber etwas verwunderte darüber war, dass jemand ihn überhaupt ansprach und dann auch noch siezte. Dieser Will schien die besten Tage seines Lebens schon lange hinter sich zu haben. Sein langes braunes Haar, das mit grauen Strähnen durchzogen wurde, war zottelig und fettig. Auch sein drahtiger Bart, der mehr als wirr war, sah ungepflegt aus und man konnte hier und da ein paar Krümel und anderes nicht identifizierbares Zeug darin erkennen. Seine Kleidung war alt und verschlissen und man konnte riechen, dass dieser Mann schon lange kein Bad mehr genommen, geschweige ein Stück Seife gesehen hatte. Dennoch saß dieser adrette junge Mann neben ihm, und wollte sogar seine Geschichte hören und das ganz ohne Belustigung in seiner Stimme. "Na gut." brummte Will auf, der immer noch etwas misstrauisch dem Fremden gegenüber war. Doch änderte sich das schnell, als man ihm ein großes Bier vor die Nase stellte. "Das alte MacKenzie Anwesen. Dort verstecken sich diese Unmenschen in Weiß." fing der Alte an zu erzählen. "In Weiß?" hakte Azrael so gleich nach. "Ja. Das sind bösartige Wissenschaftler. Sie machen Experimente an Tieren. Bestimmt um eine Biowaffe oder so zu erschaffen." erklärte er weiter. "Was für Tiere sind das?" fragte Azrael weiter nach. "Affen oder so. Ich konnte es nie genau erkennen. Aber das müssen doch Tiere sein, sonst machen die ja Menschenversuche." versuchte der Mann diese grauenvolle Vermutung zu verdrängen. Wäre das doch zu viel für den alten Will. "Und woher wissen Sie das?" erkundigte sich der Agent weiter. "Ich hab mal einen Schlafplatz gesucht. Und da ist mir das alte Anwesen der MacKenzies eingefallen. Die anderen haben immer gesagt, da drinnen spuckt es. Doch ich glaube nicht an Geister. Da bin ich einfach mal dahin gelaufen. Das Gebäude ist so groß und steht schon seit Jahrzehnten leer. Irgendwie will sich keiner darum kümmern. Leider war die Eingangstüre abgeschlossen, deswegen habe ich ein Fenster zerschlagen und bin hineingeklettert. Es sah wie angenommen alles verlassen aus. Überall hingen Spinnweben und der Staub lag dick auf den Möbeln herum. Ich wollte es mir gerade etwas bequem machen, als ich Geräusche hörte. Da schloss doch tatsächlich jemand die Fronttür auf. Und da sah ich sie, drei Männer in so weißen Ärztekitteln. Und schleppten eben dieses Tier herein. Ich hab Fell gesehen und eine krallen bewehrte Hand und -" "Hand?!" unterbrach Azrael den Mann. "Es sah aus wie eine Hand, aber bestimmt war es eine Pfote. Es war dunkel und hatte bestimmt das ein oder andere Bierchen intus. Sie brachten das Wesen in den Keller. Das vermute ich, weil sie 'ne Treppe heruntergelaufen sind. Und nur wenige Minuten später konnte ich noch Schreie hören. Wie von einem gequälten Tier. Das war furchtbar. Die hörten zwar auch schnell wieder auf, aber ich bin dann gleich wieder gegangen. Das war mir doch zu unheimlich." beendete Will seine Erzählung. "Vielen Dank Sir. Sie haben mir wirklich weiter geholfen. Hier und haben Sie noch einen schönen Abend." bedankte sich Azrael in Eile und legte dem Alten noch ein paar Pfund hin. Das war eine heiße Spur, der er sofort nach gehen musste. Rasch eilte er zu seinem Freund zurück und berichtete ihm von dem Gehörten. "Das könnte diese Wissenschaftler-Sekte sein, "die Schüler des Nostradamus". Lass uns das bitte noch schnell überprüfen." bat der er den Vampir.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Alexander "Alec" van Necrach

      „Mir? Also so wie ich das sehen konnte, bis du zwei Frauen hinterhergejagt und ich musste wiederum dich erstmal finden. Bevor du wieder nur Blödsinn anstellst.“ Alec hob sogleich den Kopf an als er diese Worte aus dem Mund seines Freundes hörte und starrte ihn fassungslos an. „Blödsinn?? Wann habe ich mal bitte Blödsinn angestellt? Das Einzige, das ich von MIR behaupten kann, ist, dass ich für gute Laune sorge~ Und von dir kann ich behaupten, dass du definitiv keinen Klamottengeschmack hast.“ Dabei streckte er Azrael grinsend die Zunge heraus, er von Kopf bis Fuß erschauderte und hastig wieder den Stoff seines Hemdes an seine Nase drückte, was er unglücklicherweise soeben vergessen hatte. Doch da der Gestank für ihn so penetrant war, hielt dieses Vergessen leider nicht lange an. „Meinetwegen zahle ich, aber dann erklärst DU meiner Familie, was wir in einer Menschenabsteige machen. Die machen seit ich mich für diese Arbeit entscheiden habe, für jede Kleinigkeit solche Szenen. Ich mein. Bei so einer Absteige könnte ich es sogar verstehen, aber denen geht es eher darum, dass wir uns mit den Sterblichen eine Bleibe teilen, was so gar nicht unserer Würde entsprechen sollte.“, fuhr er fort und gestikulierte ausladend mit der linken Hand, wie resignierend. Seine Familie war ihm so ziemlich egal, auch wenn er sich partu nicht von ihnen lösen konnte, egal wie sehr er sich dies manchmal wünschte. Gerade in solchen Momenten der Kritik an seiner Person. Aber er war längst aus dem Alter raus, dass er sich über deren Verhalten aufregte und sich mit ihnen anlegte. Immerhin.. waren sie für ewig aneinander gebunden und er hatte gelernt dies zu akzeptieren und sie zu respektieren, so wie ihre Einstellungen. Auch dann, wenn er diese nicht teilen konnte und es erst recht nicht wollte.
      Die Nase mit der Hand geschlossen, nahm er sich das Getränk, das sowohl ihm als auch Azrael vorgesetzt wurde, und trank es in einem Zug aus. Nicht zu übel für einen stinkigen Pub. Wenigstens die Drinks wussten sie zu machen, auch wenn ein anderes Getränk eher seinen Durst zu stillen vermochte. Nur in dieser Absteige könnte er unmöglich lange genug bei Bewusstsein bleiben, um sich dieses zu genehmigen. Zu schade aber auch. Große Lust ein hilfloses Tier dafür zu opfern, hatte er nicht gerade. Vor allem, da dies nicht ansatzweise so nahrhaft für ihn war, wie die pulsierenden Adern einer jungen, angenehm duftenden und hübschen Frau. Doch in diesem Schuppen roch nichts gut. Gar nichts. Auch keine hübschen Frauen, die sich hier drinnen wohl die Kante geben wollten und dadurch ihr Geschmack so ziemlich verdorben wäre. Als würde das Blut in ihren Venen gären, wenn sie zu viel Alkohol zu sich nahmen. Es schmeckte einfach widerlich. Darum füllte er Frauen auch nie ab, wenn er sich an ihnen satttrinken wollte. Und erst recht würde er kein Blut lagern, so wie manche andere – nicht aus seiner Familie – es taten. Nach ein paar Stunden schmeckte es immerhin nicht mehr und diese Vampire tranken es nach TAGEN noch. Allein der Gedanke daran brachte Alec angewidert den Körper zu schütteln. „Widerlich.. Ehrlich, ich sag’s dir. Wenn ich nicht bald was Richtiges zu Trinken bekomme, dann drehe ich dur—“ Er verstummte jäh als auf Azraels ursprünglichem Platz nur gähnende Leere zu sein schien. Er hatte nicht einmal mitbekommen, dass er aufgestanden war. Dieser Gestank hier benebelte seine Sinne unbeschreiblich, wie es schien. Zudem war das Brennen in seiner Kehle und der Drang etwas Richtiges zu trinken ebenso penetrant und ablenkend von seinem aktuellen Umfeld. Er rieb sich die Stirn mit der freien Hand und ließ seinen Blick durch den überfüllten Raum schweifen, ehe er nicht von ihnen entfern diesen auffälligen Mantel und die dunkelgrünen Haare erblickte, die so typisch für seinen besten Freund waren. Doch nur ein weiterer Blick reichte, um zu sehen mit was er da sprach. Und da er sich nun auf diese beiden konzentrierte, drang der Gestank dieses Trunkenbolds in seine Nase, als ob er direkt neben ihm stehen würde. Sofort wurde Alec speiübel und er hielt sich zusätzlich noch den Mund zu, um das aufkeimende Verlangen zu unterdrücken, sich hier und jetzt übergeben zu müssen.
      Schließlich kam Azrael nach einer Weile wieder, woraufhin Alec ein Stück von diesem wegrückte, während dieser zu ihm sprach und erzählte, was er herausgefunden hatte. „Das könnte diese Wissenschaftler-Sekte sein, "die Schüler des Nostradamus". Lass uns das bitte noch schnell überprüfen.“ Angewidert blickte er Azrael ins Gesicht und ließ nur widerwillig von seinem Mund ab, um auf seinen grünhaarigen Freund mit der Hand zu deuten. „Nur unter einer Bedingung: Du. Gehst. Duschen. Jetzt. – Du stinkst bis zur Hölle! Konntest du keinen Sauftrottel finden, der wenigstens etwas besser roch als der?! Das war sicher voll der Penner, der nicht weiß, was Körperhygiene ist. Von seinem bis hierhin riechenden Alkoholgestank ganz zu schweigen. Zudem..“ Er seufzte und lehnte sich in seinen Stuhl zurück. „würde ich nicht zu viel darauf geben, was der zu erzählen hatte. Der hatte vermutlich auch viel intus als er das, was auch immer er glaubte zu sehen, gesehen hatte. Du weißt was Alkohol mit den Sterblichen macht, gerade bei dieser Menge? Wir können dem Ganzen gerne nachgehen, aber wenn es ein Schuss in den Ofen ist, zieh ich mir den Schuh nicht an. Vertrauen in die Worte eines solchen Alkoholikers führt nur zu Enttäuschungen, glaub mir.“ Er grinste seinen naiven Freund bemitleidenswert an, ehe er ihm eine Hand auf die Schulter legte und hinzufügte: „Und jetzt.. holen wir uns ein Zimmer und dann gehst du diesen ekelhaften Gestank loswerden. Vorher geh ich nirgendwo mit dir hin~“ Dabei zwinkerte er ihm zu und stand schließlich auf – die Nase sogleich wieder mit seinem Hemd verdeckt.

    • "Duschen? Dafür ist jetzt wirklich keine Zeit!" meinte Azrael, dem es eigentlich herzlich egal war, wie er für den Vampir roch. Dich wusste er auch, dass Alec sich keinen Millimeter bewegen würde, wenn er seinen Willen nicht durchgesetzt bekam. "Wie wäre es damit; ich werde auf andere Weise diesen Gestank los und dafür übernachten wir irgendwo, was eher deinen Vorstellungen entspricht." schlug er seinem Freund vor und zwinkerte geheimnisvoll. Damit erhob sich der Halbdämon auch schon wieder und verließ mit schnellen Schritten das Pub. Er sah sich nach einer Seitengasse um, wo er ungestört war und verborgen von neugierigen Blicken. Nur wenige Meter weiter, fand er ein gutes Versteck und als auch der Blonde bei ihm war, ließ er seine Feuermagie wirken. Grüne Flammen breiteten sich auf seinem Körper aus, ohne ihn oder gar seine Kleidung in Brand zusetzen. Dennoch vernichtete er so den Duft des Alkohols und auch die anderen Aromen, die Alec so sehr störten. Wie eine grüne Fackel wirkte Azrael und durch das Nutzen seiner Magie, waren auch seine Hörner etwas aus seiner Stirn hervorgetreten. Ein paar Minuten ließ er die Flammen über seinen Körper tanzen, ehe diese langsam wieder verebbten. "Zufrieden?" fragte er den Vampir und versteckte auch wieder die Spitzen seiner Hörner. "Also lass uns jetzt losgehen." gab der junge Agent voller Tatendrang von sich und schritt auch gleich voraus. Er wusste, wo dieses alte MacKenzie Anwesen war und sie mussten noch ein paar Blocks dafür hinter sich bringen. Doch da es schon sehr spät und auch dunkel und neblig war, konnten beide gefahrlos ihre eigentliche Geschwindigkeit ausnutzen. So dauerte es auch keine fünf Minuten, bis sie vor der riesigen Villa zum Stehen kamen. Das Gebäude war wirklich alt und von außen betrachtete, wirkte es wirklich sehr baufällig. "Hörst du beziehungsweise, spürst du das?" fragte er seinen Kollegen leise und sah zu dem dunklen Gebäude. Mit seinen feinen Ohren konnte er eine Art Surren wahrnehmen, das von Strom stammen musste. Wenn er es hörte, musste es auch der Vampir es wahrnehmen, waren seine Sinne nochmal besser als Azraels. Er konnte auch ein leichtes Vibrieren unter seinen Füßen ausmachen, was ein Indiz dafür war, dass irgendetwas Großes im Untergrund sein musste. Auch das sollte Alec um einiges besser spüren als der Halbdämon. "Und? Glaubst du immer noch, dass meine Quelle ein Schuss in den Ofen war?" grinste er den Blonden triumphierend an und sah dabei wieder zu dem dunklen Eingang des Anwesens herüber. "Lass uns das untersuchen!" sprach er Alec an und schlich sich zur Rückseite des Gebäudes. Wie der Alte erzählt hatte, konnten auch sie ohne Probleme über die Fenster ins Innere gelangen.
      Es war stockdunkel in der Eingangshalle und nur dank seiner geschärften Sinne, reichte ihm da fahle Licht, das durch die Fenster von den Straßenlaternen hereinfiel. Vorsichtig sah sich Azrael um, und schlich auf Zehenspitzen weiter. Er gab dem Vampir ein Zeichen, dass er ihm folgen sollte. Dabei war er der mit den besseren Augen. "Irgendwo soll es hier eine Treppe geben, die in den Keller führt." flüsterte er ihm leise zu und schritt den Raum ab. Dann konnte man plötzlich leise Schreie und Wimmern hören und ohne zu zögern, folgte der junge Agent diesen Geräuschen, bis er vor einer verschlossenen Metalltüre zum Stehen kam. "Sehr ungewöhnlich für ein altes Gebäude wie dieses." merkte an und untersuchte die Türe, nach einem Hebel oder Schalter, damit man sie öffnen konnte. "Jetzt mach doch auch etwas." forderte er Alexander auf, auf dessen Hilfe er hier doch angewiesen war.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
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    • Alexander "Alec" van Necrach

      Alec verzog das Gesicht als sich Azrael derart wegen des Duschens anstellte. Als ob das, was er gehört hatte, nur JETZT stattfände und nicht auch noch 10 Minuten warten könnte. Na gut.. bei dem Gestank seines Freundes vielleicht eher 30 bis 40 Minuten. Aber dennoch. Es wäre schon nicht verpufft, wenn es wirlich diese Sekte war. Die waren sicher täglich dort, um ihren Experimenten nachzugehen, auch wenn die Chancen, dass diese Mundpropaganda wahr sein könnte, sehr gering waren. Doch die Aussicht eine bessere Unterkunft bekommen zu können, neigte Alec dazu seinem Freund doch eher entgegenkommen zu wollen, auch wenn er nicht verstehen wollte, wie man so sehr getrieben sein konnte. „Na schön Aber auch nur, wenn du dann wirklich nicht mehr stinkst. Sollte auch nur ein Partikel des Gestanks weiterhin an dir haften, bestehe ich auf’s Duschen, das sag ich dir.“ Mit diesen Worten erhoben sich beide und der Blondschopf folgte seinem besten Freund dankend aus dem Pub. Draußen war er schlichtweg erleichtert, endlich frische Luft atmen zu können. Klar, es miefte hier noch immer, aber nicht ansatzweise so schlimm wie im Inneren. Er nahm tiefe Züge der wohltuenden Luft, ehe er eilig seinem Freund in eine Nebengasse folgte, in der dieser mittels grüner Flammen seinen Gestank loswerden wollte. Beobachtend verschränkte Alec die Arme hinter dem Hinterkopf. „Wenn du weiter so unhygienisch bleibst, wirst du noch einsam und allein alt werden. Ist dir klar, ja? Was ist das mit dir und deiner Phobie gegen Körperhygiene? Die Arbeit hätte doch jetzt auch mal 20 Minuten warten können. Aber nee, du reinigst dich lieber so.. Deine Erzieher im Internat haben echt miserable Arbeit geleistet, wenn du dich selbst so vernachlässigst. Aber hey, dafür hast du ja mich~ Ich bring dich schon dazu mehr auf dich zu achten hihi“, gab er kichernd von sich und legte einen Arm um die Schultern seines besten Freundes, dem er vertraut mit der anderen Hand in die Seite knuffte. Nur kurz darauf gingen sie auch schon los in Richtung des Anwesens, von dem Azrael zuvor erfahren hatte. Er wusste ja, wie verbissen sein Freund war, wenn es um deren Arbeit ging. Das war schon gut, aber er sollte auch das Leben ab und an mehr genießen und nicht alles nur schwarz und weiß betrachten. Dennoch, auch wenn Alec nicht so wirkte, liebte er seine Arbeit. Das Infiltrieren, Aufdecken widerlicher Verbrechen, der Gesellschaft ein wenig Frieden zurückgeben und um das Ganze noch zu krönen: der Held eines spannenden Kriminalromans zu sein! Nur war der Held eines solchen Krimis nur selten von wirklich viel Spannung umgeben. Es gab zwar die einen und anderen Nerven kitzelnden Augenblicke, aber den Großteil der Zeit verbrachten sie damit, nach Spuren beziehungsweise Hinweisen zu suchen, was eine sehr mühselige, und für ihn, sehr eintönige, beinahe langweilige Arbeitsweise war. Das war auch der Grund, weshalb er Azrael seiner Spur nachgehen ließ – in der Hoffnung ein wenig Abwechslung zu bekommen, selbst wenn es sich als Reinfall erwies.
      Da es schon recht dunkel geworden war und die Gegend von einer sanften Nebeldecke eingehüllt wurde, mussten die beiden ihre Fähigkeiten auch nicht länger verbergen und konnten so schnell rennen, wie sie es vor sterblichen Augen niemals dürften – was ein Jammer, die entsetzten Gesichter wären sicherlich zum Schießen! Doch leider fiel dies unter das Geheimhaltungsabkommen von 1412, an das sich jeder der Agenten halten musste, so wie viele weitere Regelungen, die nicht gebrochen werden durften, wenn sie den Frieden bewahren wollten. Doch in Situationen, die es ihnen erlaubten, ihre Fertigkeiten zu offenbaren, ohne von einem Sterblichen entdeckt zu werden – so wie jetzt –, da kostete es wohl jeder ihrer Art gänzlich aus, wo sie sich doch sonst stets leugnen mussten. Es war wie ein Rausch, egal wie kurz er jedes Mal ausfallen konnte. Und auch jetzt, da sie die Strecke innerhalb weniger Minuten hinter sich gebracht hatten, brauchte Alec einen Augenblick, um sich wieder zu fangen und sein inneres Biest tief in sich einzusperren, das man schon allein an seinen Blut rot leuchtenden Augen erkennen konnte. Augen, die einem Raubtier gleich stechend hervorstachen und nur zu deutlich zeigten, dass das Biest in seinem Inneren Alles dafür geben würde, einfach auszubrechen aus dieser ihn eingesperrt haltenden Schale, die es in Ketten gefangen hielt und nur selten Freilauf gewährte.
      Bekräftigend schüttelte Alec seinen Kopf, um dieses immense Verlangen abzuschütteln, das an ihm zunehmend nagte. „Hörst du beziehungsweise, spürst du das?“, hörte er seinen Freund sagen, der sich durchaus besser im Griff hatte – lag wohl an seinem Mischblut, vermutete der junge Vampir schon länger. Erst jetzt nahm er wirklich seine Umgebung war und seine Pupillen wanderten sofort zu dem Boden zu ihren Füßen, der so stark vibrierte, wie man es höchstens von einer unterirdischen Fabrik erwarten würde und nicht von diesem Einsturz gefährdet wirkenden Gebäude. „Merkwürdig..“, murmelte er misstrauisch und ging langsam in die Hocke – mit einer Hand über die schlammige Erde streichend. „Ich sagte nie, dass ich recht haben muss. Aber einem Alki zu vertrauen, ist immer fragwürdig. Jedoch..“ Er runzelte die Stirn. Er hörte Gespräche, auch wenn er noch nichts davon wirklich verstehen konnte. Es war als würde er die Stimmen durch Hände nuscheln hören, die sie sich vor die Münder hielten. Aber das war nicht alles.. Fiepen, Wimmern.. Er konnte es nicht ganz ausmachen. Aber eins stand fest: Die Spur, der Azrael nachgegangen war, war kein völliger Reinfall. Irgendetwas ist dort unten. Mehrere Personen und.. noch mehr als nur diese. Langsam stand er wieder auf und nickte seinem Freund einverstanden zu als dieser meinte, das unbedingt untersuchen zu wollen. So traten beide lautlos zur Rückseite des Gebäudes und es war erschreckend wie wenig das Gebäude bewacht wurde. Müssten Verbrecher nicht eigentlich auf der Hut sein, auch wenn sie ein noch so unscheinbares Versteckt ausgesucht hatten? Es sei denn.. es waren keine Schwerverbrecher, sondern nur Idioten, die unten Alkohol brauten oder eine kleine Party feierten. Obwohl er das weniger glaubte, nachdem er diese undefinierbaren Geräusche vernommen hatte. Sie kletterten durch die Fenster und sahen sich genaustens um. Jeder ihrer Schritte hallte in diesen verstaubten und verwahrlosten Räumen, die sie nach und nach durchquerten. Mobiliar gab es kaum, und wenn dann wirte es derart ranzig, das er glaubte, es würde zusammenfallen und sich zu Staub auflösen, wenn er es nur berühren würde. Sein scharf stechender Blick blieb dabei hin und wieder an alten zerrissenen Gemälden an den Wänden hängen, die Azrael aufgrund der Dunkelheit sicherlich nicht einmal ausmachen konnte. „Irgendwo soll es hier eine Treppe geben, die in den Keller führt.“, meinte Azrael als er Alec angedeutet hatte, ihm zu folgen und vorschlich. „Treppe huh“ Er blinzelte nur kurz, da er wegen einer vershclossenen metalltüre stutzig wurde. Doch gerade als er Azrael auf diese ansprechen wollte, drang ein sehr vertrautes und gleichzeitig verhasstes Gefühl in seinen Geist ein, weshalb er diesen sofort versuchte davon abzuschirmen. In seiner Familie war es üblich über den Geist miteinander zu kommunizieren und auch zu lernen sich gegen Angriffe auf den eigenen Geist zur Wehr zu setzen oder das nicht genehmigte Eindringen abzuwehren. Natürlich wollte seine Familie nicht, dass sie dies untereinander gegen sich anwenden, sondern nur bei Eindringen anderer Vampirfamilien oder Magiebegabter, die sich dadurch versuchten einen Vorteil zu verschaffen. Alec jedoch schirmte seinen Geist meistens ab, auch vor seiner Familie. Denn gerade diese schikanierten ihn dort jedes Mal aufs Neue. Er richtete eine geistige Mauer um seinen Verstand ein und spürte wie diese immer und immer wieder angegriffen wurde. Heftiger als sonst, würde er meinen. Doch er würde nicht nachgeben. Er hatte keine Lust gerade JETZT mit ihnen reden zu müssen. Er war mitten am Arbeiten und es wurde gerade ein wenig spannend. Oh nein. Er würde keine einzige Sekunde damit verschwen— „ALEXANDER VAN NECRACH!!“, donnerte es plötzlich durch seinen Geist, sodass der Schock seine geistige Abwehr stark zum Bröckeln brachte und er sich außerhalb den Kopf hielt, da ihm kurzzeitig Schwarz vor Augen geworden war. „DU LÖST SOFORT DIESE MAUER UND HÖRST MIR ZU!!!“ Der Blondschopf zischte gereizt als gleichzeitig auch noch Azrael mit ihm meckerte: „Jetzt mach doch auch etwas.“ – „Ich kann gerade nicht! Warte! Ich.. Ah—Verdammt! Dieser alte Sack hört einfach nicht auf!“ In dies, zischte Alec durch zusammengebissene Zähne. Im nächsten Moment merkte er, wie der Eindringling in seinem Geist kurz aufflackernde Ausschnitte Alecs Umgebung erhaschen konnte, die durch seine Unaufmerksamkeit durch seine Abwehr gesickert waren. „DU WEHRST MICH WEGEN DEINEN LÄCHERLICHEN DETEKTIVSPIELCHEN AB?!“, donnerte es wie ein Unwetter durch Alecs Geist und die Angriffe auf seine Abwehr verstärkten sich noch um ein Vielfaches, sodass er ins Schwanken geriet und sich an einem rustikalen Sideboard festhalten musste, um nicht auf die Knie zu sacken. Sein Vater war einfach zu stark, leider.. „Was willst du?! Du siehst doch, dass ich beschäftigt bin!“, schimpfte Alec nun zu seinem Vater zurück und ließ die Mauer um seinen Geist nach und nach verschwinden. Er spürte, wie sein Vater sofort in Alecs Verstand wühlte, nur um ihm kurz darauf eine sehr alte Erinnerung vor Augen zu führen, die er am liebsten vergessen hätte wollen. „Was willst du mir damit sagen?“, knurrte er seinen Vater entnervt an, ehe dieser sagte: „Sie ist erwacht. Die Zeit ist gekommen, deinen Platz an ihrer Seite einzunehmen – als rechtmäßiger König.“„WAS?!“, donnerte nun Alec entsetzt von sich, da er mit allem gerechnet hatte, aber nicht damit. Nicht jetzt. „Ihr Vater, Luis, hat Kontakt zu uns aufgenommen. Das Siegel sei gebrochen. Sie wurde entführt und ist in großer Gefahr, höchstwahrscheinlich. Insbesondere wenn rauskommt, wer sie wirklich ist. Die Anderen dürfen sie nicht vor uns in die Hände bekommen, hörst du? Sie ist DEINE – UNSERE – Zukunft! Du findest sie und bringst sie zu uns. Das hat jetzt oberste Priorität, hast du verstanden?! ..Luis ist bereits auf dem Weg zu uns. Ich warte dich mit dem Mädchen Morgen früh, wenn die Sonne aufgeht. Keine Sekunde später.“„Was?! Nein!! Ich bin am Arbeiten! Ich kann das jetzt nicht schmeißen, nur wegen irgendsoeiner Tussi, di—“„SIE IST KEINE TUSSI, SONDERN DEINE ZUÜNFTIGE BRAUT!! DIE KÖNIGIN UNSERES REICHES!! DEINE KÖNIGIN! ALLES ANDERE DARF DIR NICHT WICHTIGER SEIN ALS SIE IN SICHERHEIT ZU BRINGEN!!!!! MORGEN FRÜH BEI SONNENAUFGANG!!“ Mit diesem letzten Donnern durch seinen Geist, verschwand sein Vater so schnell wie er eingedrungen war und ließ eine Taubheit in Alecs Gliedmaßen zurück, die ihn langsam an eine Wand hinter ihn stießen, ließ und er sich nur mit viel Anstrengung noch auf den Beinen halten konnte. Zischend und grummelnd versuchte er wieder Gefühle in seine Gliedmaßen zu bekommen, während er zunehmend seinen Kopf schüttelte, um das Schallen, das die Stimme seines Vaters in ihm zurückgelassen hatte, loszuwerden. Er sah zu seinem Freund, der ihn ernst ansah, sicher weil er ahnte, was gerade geschehen war. War immerhin nicht das erste Mal, dass seine Familie ihn aus dem Konzept brachte. Aber derart war selten, auch für den Blondschopf. Denn normalerweise führte ihm seine Familie, egal wer, nicht derartige Qualen zu, nur weil er keine Lust hatte, mit ihnen zu reden. Doch wenn es um die Königin ging.. da kannte seine Familie nichts. „Mir geht’s gut.“, versicherte er seinem Freund in ruhigem Ton, ehe er so langsam wieder Gefühl in seine Gliedmaßen bekam und sich wieder aufrappeln konnte. „Lass uns deiner Spürnase folgen und den Scheiß hinter uns bringen. Danach erzähl ich dir, was los ist.“ Dabei schlug er ihm grinsend an die Schulter – bemüht lässig zu wirken. Doch seine Gedanken waren nicht mehr wirklich im Hier und Jetzt, sondern dabei wie sich sein Vater bitte vorstellte, dass er eine Königin finden sollte, die entführt wurde, wenn er nicht wusste, wo genau er suchen müsste.. Und dann bis zum nächsten Sonnenaufgang? Das war wirklich ein schlechter Scherz..

    • “Nicht schon wieder!” dachte sich der Halbdämon, als er das gequälte Gesicht des Vampirs bemerkte. Diese telepathische Verbindung, die Alec mit seinen Leuten hatte, stellte sich Azrael sehr anstrengend und sehr nervig vor. Wenn man es genau nimmt, hatte er ja gar keine richtige Privatsphäre. Allein die Vorstellung, dass in einer eher sehr prekären oder auch pikanten Situation der Vater oder die Mutter einfach in seinen Kopf eindringen konnten, um mit ihm zu reden, war schon mehr als lästig. Doch ändern konnte er es auch nicht, so blieb er an der Seite seines Freundes und achtete darauf, dass nicht jemand sie plötzlich entdeckte. “Alles in Ordnung?” erkundigte er sich bei dem Blonden, der sich nach dieser gedanklichen Diskussion an die Wand lehnte. Doch Alexander versicherte ihm, dass alles okay sei. Nun gut, wie gesagt würde er später erfahren, um was es in diesem gedanklichen Gespräch ging. Jetzt mussten sie sich erst mal um diese Türe kümmern. Azrael untersuchte diese wieder und entdeckte ein Tastenfeld, dass unter einem Deckel verborgen war. “Ach, her je. Auch das noch.” grummelte er und versuchte einen Hinweis darauf zu bekommen, ob er die richtige Kombination ausmachen konnte. “Dafür haben wir keine Zeit!” dachte er sich und legte seine flache Hand auf die Konsole. Kurz darauf fing diese an grün zu glühen und Flammen in derselben Farbe tanzten um seine Hand. Kurz darauf gab es einen Kurzschluss, wegen der enormen Hitze und ganz langsam glitt das Metalltor auf. Mit dem Zeigefinger an seinen Lippen, machte er den Vampir darauf, aufmerksam leise zu sein und schlüpfte durch den schmalen Spalt ins Innere. Wie vermutet führte eine alte Treppe sie tiefer in das Innere der Villa und jetzt konnten sie die Schreie hören und sie anderen Dämonen zuordnen. “De Bastarde! Machen die etwa Experimente mit den armen Geschöpfen!” zischte er zwischen seinen Zähnen verärgert aus und folgte den Geräuschen. Durch die schwarzen Gänge wandernd, vertraute der Halbdämon darauf, dass Alec den Weg nach draußen später wieder finden würde. Vom weiten konnten sie dann ein bläuliches Licht ausmachen und zusammen schlichen sie sich unbemerkt heran. “Was glaubst du wann unser Guru endlich diese Monster seziert?” hörten sie eine Stimme fragen. “Weiß nicht. Ich glaube, er wollte vorher noch ein paar Versuche machen.” kam die recht trockene Antwort eines anderen Kerls. In geduckter Haltung kam Azrael in einem sehr großen Raum an und versteckte sich hinter ein paar herumstehenden Kisten und auch anderen Gerätschaften, die ihm aber nichts sagten. Der Bereich hatte sehr hohe Decken und überall standen verschiedenste Käfige herum. Manche aus Metall, andere aus Plexiglas und in ein paar saßen wirklich Dämonen. Es waren nicht viele, nur vier und es sah danach aus, als wären es vor allem eher jüngere Exemplare, die noch nicht ganz ihre Kräfte beherrschen konnten. Aber es reichte ja nicht, die armen Dinger nur einzusperren, nein, sie wurden auch noch in Ketten gelegt. Bei dem Anblick wurde Azrael sehr wütend, doch jetzt einfach aus ihrem Versteck herauszuspringen war auch keine sehr kluge Idee. “Wie gehen wir am besten vor?” fragte er daher seinen Freund und Kollegen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Alexander "Alec" van Necrach

      Gilgamesh_Reencarnar_En_DxD_-_Capitulo_4.jpegRegelrecht erschöpft schleppte Alec seinen Körper mit, während er seinem besten Freund folgte als sei er sein leibhaftiger Schatten geworden. Diese Mission war wichtig. Für sie beide. Er würde sie nicht wegen der Beeinflussung seiner Familie in den Sand setzen. Doch eines stand fest: Wenn er nicht bald etwas zwischen die Zähne bekam, etwas Richtiges, dann würde er keine große Hilfe sein können. Im schlimmsten Fall würde er die Kontrolle über sein Bewusstsein verlieren und ihren verdeckten Einsatz vollkommen gefährden. Das würde kein gutes Licht auf seine Arbeit werfen und Azrael würde es ihm wohl noch eine ganze Weile vorwerfen - zumindest würde Alec das so machen, wenn sein Kumpel unkontrolliert ausflippen würde.
      Nachdem Azrael die Türe aufbekommen hatte, schlichen sie die Treppen hinunter in einen Gang voller Räume, die zu verschiedenen Laboren zu führen schienen. Alles hier unten wirkte im kompletten Gegensatz zu dem heruntergekommenen Anblick der oberen Stockwerks. Stiril, recht modern - gepflegt. Hier lebten definitiv Menschen, jedoch welche, die von anderen nicht gesehen wollen würden. Ansonsten wären sie nicht so verborgen.
      Während sie den düsteren Gang entlang liefen, gingen sie an vielen leeren Käfigen auf Rollen vorbei, doch Alec roch heraus, dass diese noch nicht lange leer standen. Der Gestank von dämonischem Blut schwebte noch immer darin, egal wie sehr sie diese Käfige auch reinigen mochten. Seine Nase konnte man nicht betrügen. Angewidert rümpfte er diese und verzog den Mund. Besser ihm kam keiner in die Hände, der für das Leid dieser armen geschöpfe verantwortlich gewesen war! Oder gar für die an ihre Ohre dringenden Schreie..
      Aus einem der Räume, die ihnen am nächsten waren, kamen besonders laute Schreie, das Scharen von Krallen auf steinernem Boden und Stimmengewirr von nicht dämonischen Geschöpfen - Menschen. Sogleich schlichen sie sich in diesen Raum, wobei sie einen kurzen Blick auf die im Raum befindlichen Gegebenheiten erhaschen konnten - die eingesperrten Geschöpfe und die zwei Männer in den weißen Kitteln, die über ihre Experimente sprachen und über ihren .. Guru, wie sie ihren Boss wohl nannten. Die Käfige im Gang waren wohl für den Transport gedacht gewesen, während diese hier wesentlich mehr ausgestattet zu sein schienen, immerhin verfügten diese über eiserne Ketten und, wenn Alec es richtig wahrnahm, über eingebaute Elektrizität, die die Gefangenen wohl in Schacht halten sollte. Widerlich!
      Er fletschte seine allmählich herausstechenden Reißzähne. Seine Wut über seine Familie war noch lange nicht abgeklungen und diese wurde durch den Umstand, wie Geschöpfe Ihresgleichen behandelt wurden, noch um ein Vielfaches verstärkt, was ebenfalls zu einem gesteigerten Hungergefühl führte, da der Grund der Qual dieser Wesen noch köstlicher duftete, als es Menschen in der Regel schon für ihn taten. "Gib mir 2 Minuten. Höchstens 3", erklärte er seinem Freund, während er ein Bild an der Wand ihm gegenüber fixierte, das eine Gruppe von Laboranten zeigte, sowohl männliche als auch weibliche. Mit einem boshaften Grinsen auf dem Gesicht veränderte sich plötzlich sein Körper nach und nach. Er schrumpfte leicht, bekam schmalere Finger und Taille, seine blonden Haare wuchsen und endeten in einem femininen Pferdeschwanz, ehe er das komplette Ebenbild einer Frau mittleren Alters darstellte, inklusive ihrer Laborkleidung. "Mal sehen, ob ich meinen Charme auch noch als Frau gut einsetzen kann. Ist Ewigkeiten her, dass ich mich in eine verwandelt hab.", sprach er in einer vollkommen fremden und weiblich trällernden Stimme, während seine rot leuchtenden Augen für einen Moment durchschienen, ehe sie wieder eine Kastanienbraune Farbe annahmen. Er sah auf die Armbanduhr an dem Handgelenk der Frau, in die er sich verwandelt hatte. 3 Minuten. Mehr blieb ihm nicht. Insbesondere wenn man seine Erschöpfung bedachte. Vielleicht hatte er auch noch weniger Zeit, diese Gestalt zu benutzen. Am besten vertrödelte er keine Zeit mit Spielchen, wie sonst. Und so zwinkerte er Azrael verspielt zu, ehe er um die Kisten herumtrat, sodass es beinahe wirkte als wäre er gerade erst zur Tür eingetreten. Die Schritte seiner höheren Absätze - oh, wie er diese Teile hasste! - kündigten ihn bei den zwei Laboraffen an, die sich zu ihm umwandten. "Dr. Stewart? Ich dachte, dass Sie heute früher Feierabend machen wollten." Alec lächelte die beiden bezaubernd an. "Das stimmt. Allerdings hatte ich noch etwas Wichtiges vergessen und wollte das erledigen, bevor ich Feierabend mache. Ich hoffe doch, ich komme nicht allzu ungelegen?" Dabei warf er den beiden einen vielsagenden Blick zu und trat näher an sie heran. Oh, der Hunger stieg in ihm ins Unermessliche, weshalb er sich wirklich bemühen musste seine Verkleidung nicht durch seine hervorschnellenden Reißzähne auffliegen zu lassen. Dies war in der jetzigen Situation schwieriger als man sich wohl vorstellen konnte. "Ach nein, Sie kommen nicht ungelegen. Der Professor ist eh noch nicht da. Sie wissen ja, wie er ist. Frauen stören ihn nur bei seiner Arbeit. Aber solange er ni-- uhm.. hab ich was im Gesicht?" Alec grinste verführerisch, als der Mann vor ihm sichtlich nervös wurde, nachdem seine weibliche Kollegin ihm so dicht auf die Pelle gerückt war. "Es ist mehr.. was unter deinem Gesicht ist, was mich so fesselt~" Kaum ausgesprochen glühten Alecs Augen blutrot leuchtend und verdrängten das Kastanienbraun vollkommen, ehe seine Reißzähne hervorschnellten, die er dem Mann gnadenlos in den Hals rammte. Dieser schrie qualvoll auf, doch konnte er sich gegen den kräftigen Griff Alecs nicht zur Wehr setzen, obwohl dieser noch in dieser zerbrechlich wirkenden Frauengestalt verharrte. Der andere Mann wollte so eben die Flucht ergreifen und das wohl lautstark. Tja, nicht mit Alec. Er hatte einfach eine Hand gehoben, denn beide bräuchte er für sein Opfer nicht, und schon konnte der andere Mann keinen Muskel mehr rühren. Er war auf der Stelle am ganzen Körper gelähmt und konnte nur mit Entsetzen zusehen, wie sein Kollege nach und nach blutleer gesaugt wurde und schließlich wie eine ausgetrocknete und vollkommen blasse Hülle in sich zusammenfiel. Alec, nun wieder seine eigene Gestalt annehmen, bleckte sich die blutigen Zähne. "Ich bin noch immer hungrig~ Der Typ hat null geschmeckt. Hoffe du enttäuschst mich nicht auch so." Kurz darauf überbrückte er die kurze Distanz zu dem anderen Laborant, packte ihn grob am Haarschopf und rammte auch ihm seine Reißzähne in die Halsschlagader. Da dieser noch gelähmt war, erklang kein Schrei, auch wenn man glauben mochte, dass er stummer Schrei seiner Kehle versuchte zu entfliehen, während sein Körper erbebte und das Blut, das nicht in Alecs Mund landete langsam den Körper des Opfers hinuntertropfte, bis sein Körper schließlich ebenfalls so zusammensackte wie der vorige. Angewidert ließ der Blondschopf ihn zu Boden fallen und bleckte sich erneut die Zähne und die Lippen vom Blut sauber. "Widerliches Blut.. Darum trinke ich nicht von Kerlen. Erst recht nicht von so hässlichen." Er trat dem letzten Opfer zornig in den Magen, wodurch dieser sofort entzweibrach. Leichen sollte man nicht schänden? Aber nicht in Alecs Welt und erst recht nicht solch widerliches Pack, das es nicht anders verdiente. Er bückte sich und hob den Kittel vom Boden, ehe er zu Azrael rüber sah. "Räum mal auf hier, bevor wir Besuch bekommen. Und zieh dir den anderen Kittel a-a-a--" Im nächsten Moment noss Alec so kräftig, dass eine Glasscheibe eines Schranks zerbrach, die direkt neben ihm war. Nase rümpfend rieb er sich diese. "Was zur.. Irgednwas.. Irgendwas juckt in meiner Nase." Er sah sich irritiert um, bis er einen Käfig entdeckte, in dem ein kleines schwarzes Fellknäul lag. "Was zur?! Wieso haben die hier Tiere?????? Oder warte! Oh, nein! Das Vieh ist ein Dämon? Sag nicht wir retten ein Dämon mit TIERHAAREN! Da bin ich ra-ra-ra-- HATSCHIIII!!!" Nun zersprangen mehrere Reagenzgläser hinter ihm auf einem Tisch, wodurch die Flüssigkeiten gepaart mit den Glassplittern durch die Luft flogen und sich schließlich auf dem Boden verteilten. "Scheiß Tierviecher mit Haaren!"