Little Miss Mafia [Caili & Lyssy]

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    • Little Miss Mafia [Caili & Lyssy]

      *Vorstellung*
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      Yomiwari Shiori

      Es kam viel zu plötzlich. Der Anruf über den Herzinfarkt seines Großvaters hatte Shiori viel zu spät erreicht und obwohl sie die Vorlesung sogleich verlassen hatte um zum Krankenhaus zu sprinten, war sie zu spät gewesen. Sie hatte nicht einmal seine letzten Worte hören können, war nicht in der Lage gewesen in den letzten Momenten seines Lebens an seiner Seite zu sein, ein Umstand, den sie sich auch heute, Tage nach seinem Tod bei seiner Beerdigung nicht verzeihen konnte und auch an diesem Tag gab sie sich Mühe, nicht ein weiteres Mal in Tränen zu versinken, wobei sie kläglich scheiterte.
      Der Verlust eines geliebten Menschen, ihrer letzten Familie, schmerzte einfach zu sehr, da erschien es ihr vollkommen natürlich zu weinen und Shiori wusste beim besten Willen nicht, wie sie nach dem Tod ihres Großvaters einfach weiter machen sollte, einfach wieder zu ihren Vorlesungen gehen, ihre Arbeiten schreiben, sich mit ihren Freundinnen und ihrem Freund treffen, als wäre nie etwas gewesen und sie fragte sich, wie das andere Menschen machten, wie sie das nach dem Verlust ihrer beiden Eltern getan hatte, aber genau deswegen wusste sie, dass es einfacher werden würde.
      Man vergaß es nie, der Verlust würde einen ein Leben lang begleiten, aber es würde einfacher werden, das Leben musste nun einmal weiter gehen, aber nicht heute, vielleicht auch nicht morgen oder übermorgen, aber eines Tages.
      Im Nachhinein wünschte sie sich sie hätte Yoshiro darum gebeten sie zu begleiten, dann hätte sie sich wenigstens weinend in seine Arme fliehen können, wie sie es bei dem Verlust ihres Vaters bei ihrer Mutter getan hatte und bei dem Verlust ihrer Mutter bei ihrem Großvater und nun war er es der... manchmal fragte sie sich wirklich, ob die Welt sie nicht einfach hasste.
      Auch ihr Stiefvater und ihr Stiefbruder waren anwesend, doch sie wusste, dass sie nur aus obligatorischen Gründen hier waren und nicht, weil sie ihn wirklich als einen Teil ihrer Familie angesehen hatten.
      Seit dem Tod ihrer leiblichen Mutter und der Wiederheirat ihres Stiefvaters war ihr Großvater bei keinen Familienfesten mehr anwesend gewesen, viel mehr waren es immer nur sie zwei gewesen, denn obwohl ihr Stiefvater immer wieder versuchte zu versichern, dass sie noch Teil der Familie war, dass sie dazu gehörte, dass er sich um sie kümmern würde, so merkte sie die Blicke seiner neuen Frau, konnte hören wenn sie sich um sie stritten... nein, da war es deutlich angenehmer das Weihnachtsfest mit ihrem Großvater oder ihren Freundinnen zu verbringen, wobei ersteres wohl nun nicht mehr möglich sein würde... und ein weiteres Mal brach die junge Frau in Tränen aus, während der Körper ihres Großvaters unter die Erde gebracht wurde und ihr nichts anderes blieb als die schönen Erinnerungen vergangener Tage und der Wunsch, sie hätte in seinen letzten Momenten an seiner Seite sein können.
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      @Lysios
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    • Yamada Shichi
      Halte den Rücken stets gerade und den Blick aufrecht. Gleich wo du bist und gleich ob es wahr ist oder nicht; lasse niemals jemanden daran zweifeln, dass du an diesen Ort gehörst. Seine Worte hallten im Klang der Kirchenglocken in Shichis Ohren. Mit den Händen in den Taschen seiner Anzughose sah er auf des hölzerne Gefäß herab, das in die Erde gelassen wurde. Es glänzte, strahlte beinahe in dem Schein des des unpassend heiteren Tages. Keine Wolke am Himmel hatte sich hierher verirrt, um diesen einflussreichen Mann zu verabschieden und zu betrauern. Und in einem Anflug von milder Sentimentalität musste er schnaufen und empfand es als ungerecht, dass es heute nicht regnete. Gerne hätte er sich vorgestellt wie dieses Echo seiner Worte in Shichis Kopf vom Regen weiter getragen wird.
      Doch schnell verdrängte er solcherlei Hirngespinste. Er hatte keine Zeit zu trauern. Shichi hatte viele Gelegenheiten gehabt seinen Mentor zu verabschieden. In seinen letzten Momenten hat er bei ihm gesessen und den Blick in seinen Augen gesehen. Er war geblieben als seine Kameraden einer nach dem anderen ins Krankenzimmer kamen nachdem die Besuchszeiten schon vorbei gewesen sind und ihr Mitgefühl verdeutlicht haben. Die ganze Nacht hat er da gesessen und die Krankenschwestern nicht aufgehalten, als sie den Leichnam aus der Tür geschoben haben.
      Von seinem eigenen Verlust hat er zu Genüge gekostet nun war er hier um ihren zu bewachen. Der große Mann mit der einschüchternd wirkenden Statur blickte auf das Mädchen, das ein weiteres Mal in Tränen auf dem Boden zusammen brach. Yashiro hat seine Enkelin verehrt und mit jeder Faser seines Herzens geliebt. Sie war sein Licht in der Welt, in der er versteckt von der Sonne wandeln musste und der Grund warum er Tag für Tag durchgestanden hatte. Und es war nur zu deutlich, dass es ihr ähnlich ergangen sein muss.
      Der schwarz-haarige sah auf die beiden Männer, die sie hierher begleitet hatten. Der jüngere stand etwas abgewandt und rauchte eine Zigarette und der ältere schaute lediglich verlegen auf den Boden, beide nicht anwesend genug um eine Stütze darzustellen und nicht abwesend genug, um als ignorant zu gelten. Shichi ist es also gewesen, der auf das auf dem Boden knienden Mädchen zukam und eine Hand auf ihren Kopf legte. Erst dann beugte er sich mit ihr in die Hocke und schaute weiterhin herunter auf den Sarg.
      "Er sprach davon, dass du schrecklich traurig sein wirst und wollte dass ihr dir ausrichte, dass es ihm leid tut, dich zum weinen gebracht zu haben.", fing er mit ruhiger Stimme zu sprechen an und überbrachte einen seiner letzten Aufträge, die er jemals wird von diesem Mann erhalten können. Vorsichtig streichelten seine Finger über ihren Kopf. Er wirkte etwas unbeholfen in der tröstenden Geste. "Es tut mir sehr leid für deinen Verlust, Yomiwari." Erst jetzt schaute er das erste mal zu ihrem Gesicht. "Es tut mir leid das nun anzusprechen, doch es gibt da etwas, das ich dir von ihm überbringen muss. Dürfte ich dich darum bitten mich nach der Trauerfeier anzuhören."
      Shichi wählte seine Worte weise. Er kannte die junge Frau besser als ihr bewusst gewesen ist und er ahnte, dass der einzige Weg sie ein bisschen zu beruhigen gewesen ist ihre Neugierde ebenso wie ihren Wunsch eines Kontaktes zu ihrem Großvater zu bieten und sie damit abzulenken. Wenn es auch nur ein bisschen gewesen ist.

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    • Yomiwari Shiori

      Als würde ihr Herz den fehlenden Regen an einem traurigen Tag wie diesen wett machen, schienen Shioris Tränen nicht versiegen zu wollen, als sie eine große Hand auf ihrem Kopf spürte und fast schon hoffnungsvoll blickte sie auf, in dem Gedanken gefangen, dass es ihr Großvater war, der ihr wie gewohnt über den Kopf strich und bald darauf würde seine freundliche Stimme ertönen und sie daran erinnern, dass es keinen Grund zum Weinen gab, dass er hier war, an ihrer Seite, für sie da wäre und sie wären wieder füreinander da, wie all diese Jahre zuvor, doch verwirrt blickte sie nur Yamada entgegen.
      Shiori kannte ihn kaum, sie hatten nie richtig die Zeit oder die Gelegenheit gehabt sich mit ihm zu unterhalten, doch oft hatte sie den Schwarzhaarigen an der Seite ihres Großvaters gesehen, der junge Mann war sein Assistent, seinerechte Hand, wie ihr Großvater immer zu pflegen sagte, neben all den anderen Komplimenten, hatte der alte Mann doch nur gutes über Yamada zu erzählen und nicht nur einmal hatte er sich gar schelmisch bei ihr erkundigt, ob er nicht gut aussah.
      Sicherlich hatte ihr Großvater mit dem Gedanken gespielt, die beiden mögen ein Paar werden, es war unglaublich offensichtlich gewesen, aber Shiori hatte nie Interesse an ihm gehabt, was sollte eine Studentin auch mit einem so beschäftigten Mann?
      Ganz zu schweigen davon, dass sie Yoshiro hatte.
      Dennoch war sie dem Schwarzhaarigen in diesem Moment dankbar für die Anteilnahme, die ihr sonst niemand am heutigen Tagen zu geben konnte schien und für einen Moment verfiel sie ein weiteres Mal in ein gar verzweifeltes Schluchzen, als sie von den letzten Worten des alten Mannes hörte, die sie nicht hatte hören können, zumindest nicht aus seinem Mund.
      Natürlich war sie traurig, dass er gestorben war, wie hätte sie das denn nicht sein sein können?! Er war ihre einzige Familie! Und jetzt... und jetzt... hatte sie niemanden mehr, den sie als solche bezeichnen konnte. Und sie hatte ihren Großvater geliebt, das hatte sie wirklich und selbst kurz vor seinem Tod dachte er noch an sie.
      „Natürlich.“, brachte Shiori schniefend und schluchzend nach einer ganzen Weile der Stille von sich, nachdem sie es endlich geschafft hatte sich einigermaßen zu beruhigen, damit sie überhaupt wieder in der Lage war Worte zu formen, welche nicht zu Schluchzern wurden oder in welche übergingen.
      „Wenn es etwas von meinem Großvater ist, dann will ich es hören!“, kam es fast schon trotzig von der jungen Dame in ihrem Leid, während sie sich mit den Händen ihre Tränen aus dem Gesicht wischte. Ob ihr Großvater wohl gerade zu sah? Ob er im Himmel war, wenn es einen gab?
      Und ob es ihm wohl gerade das Herz brach, sie so weinen zu sehen? Das musste es, nicht wahr?
      Alleine ihm zu liebe gab sich Shiori große Mühe sich wieder zu beruhigen, sie würde versuchen für den Moment nicht zu weinen, doch ein Lächeln würde sie ihm wohl leider nicht schenken können, nicht heute.
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    • Yamada Shichi
      Sie versuchte wirklich stark zu sein. Schichi erkannte ihre Bemühungen und schenkte ihr dafür ein dankbares Lächeln und nickte. "Danke." Damit ließ er von ihrem Kopf ab, blieb allerdings neben ihr knien, sich nicht darum scherend, dass seine Hose staubig sein würde. Er zollte seinen Respekt wie es sich gehörte. Die Hände lagen auf seinen Oberschenkeln und den Kopf behielt er in Demut gesenkt. Als der Sarg eingelassen gewesen ist verschwanden nach und nach die anderen Trauergäste zur darauf folgenden Trauerparty. Lediglich Shichi und Shiori blieben zurück. Nach einer langen Weile, die sie beide geschwiegen hatten erhob er sich schließlich und reichte dem jungen Mädchen die Hand, um ihr aufzuhelfen.
      Mit einem fragenden Blick erkundigte er sich danach, ob es jetzt in Ordnung gewesen ist und auf ihre Zustimmung hin führte er sie sanft zu einer Parkbank und ließ sie sich setzen. Shichi zog einen Briefumschlag aus seiner Jacketttasche und räusperte sich leicht. "Wie Sie sicherlich wissen, Yomiwari-san, habe ich sehr eng mit ihrem Großvater zusammen gearbeitet. Er war ein wundervoller Mann mit einem... komplizierten Leben.", setzte er an und reichte ihr den Briefumschlag. "Er hat wie Sie sicherlich wissen ein großes Unternehmen geführt. Genau genommen waren es... zwei." Er räusperte sich erneut und seufzte still. Er war nervöser als er erwartet hat. "Er hat Ihnen ein Sparkonto überlassen. Die Zugangsdaten dafür stehen alle in diesem Schreiben. Und er hat mich persönlich darum gebeten Ihnen... sein Leben vorzustellen."
      Shichi machte eine kurze Pause und setzte sich dann zu ihr. Mit dem Blick in den Himmel fuhr er vor. "Er hat seine zweiten Geschäfte auf Wunsch ihrer Mutter vor Ihnen geheim gehalten. Er wollte Sie damit schützen und ein gewöhnliches Dasein ermöglichen. Jedoch wurde er ein wenig melancholisch kurz vor seinem Tod. Er hatte ein schlechtes gewesen etwas vor Ihnen geheim gehalten zu haben und er hatte Sorge, dass Ihr Blick auf ihn sich wandeln wird, sobald Sie die volle Wahrheit erfahren. Es gehört zu meinen persönlichen Aufträgen sie in seine zweite Familie vorzustellen und Ihnen das Vermächtnis zu überreichen, das Ihnen zusteht. Dürfte ich Sie in Folge dessen... zu seinem zweiten Wohnsitz begleiten, sobald Sie sich bereit dafür fühlen?"
    • Yomiwari Shiori

      Es spendete der jungen Dame etwas Trost, dass Yamada weiterhin neben ihr saß, die einzige Person am heutigen Tage, mit welchem sie wenigstens einige Erinnerungen an den gemeinsamen, geliebten Menschen hatte, welcher nun leider unter der Erde weilte. Es war abzusehen, dass ihr Großvater vor ihr sterben würde, aber wieso so früh?
      Die Beerdigung war gut besucht, zahlreiche Geschäftsmänner die Verbindungen zu dem alten Mann hatten, Anwälte und andere wichtige Persönlichkeiten, von denen Shiori nicht einmal ahnen konnte, was sie beruflich machten oder welche Beziehung sie zu ihrem Großvater hatten, aber eines war sicher: er hatte viele Menschen gekannt und es wärmte ihr etwas Herz dass so viele gekommen waren, sich womöglich den Tag freigenommen hatten, um den alten Mann ein letztes Mal zu verabschieden.
      Nur mit halbem Ohr hörte sie den Ausführungen des Priesters zu, während der Sarg in die Erde gelassen wurde. Ihr Großvater war nie ein besonders gläubiger Mensch gewesen, wäre er hier würde er sich sicherlich über jedes einzelne dieser Worte beschweren, dass es keinen Himmel gab, dass die Menschen selber ihr Glück in die Hand nehmen mussten, statt an einen großen Mann im Himmel zu glauben und dass wenn es einen Himmel und eine Hölle gab, er sicherlich in letzterem landen würde und sie hörte sein aufrichtiges Lachen und es zierte doch noch ein Lächeln am heutigen Tag ihre Lippen.
      Es tat gut in Erinnerungen zu schwelgen und sie tat dies auch noch, während die andere Gäste Stück für Stück den Platz verließen und einige Momente zu spät bemerkte sie Yamadas ausgestreckte Hand, welche sie jedoch dankbar annahm, um sich im nächsten Moment den Staub vom Kleid zu wischen und ein Taschentuch aus ihrer Handtasche zu fischen, um sich die Nase zu putzen und die Tränen aus dem Augenwinkel zu wischen.
      Man, sie musste in diesem Moment wirklich schrecklich aussehen, aber vielleicht war das auch gut so, denn genau so fühlte sie sich.
      Shiori richtete ihren Blick wieder zu dem schwarzhaarigen Mann und nickte, als er sich erkundigte ob es nun in Ordnung sei über das, was ihr Großvater wohl wollte dass sie bekam, zu reden, doch was Yamada ihr erzählte, warf mehr Fragen auf als sie Antworten gaben.
      Sein Leben? Wie meinte er das? Sie kannte das Leben des alten Mannes, sie war ein Teil davon gewesen, er hatte ihr alles erzählt, von seiner Firma bis hin zu seiner alten Frau, welche Leider viel zu früh von dieser Welt gegangen war.
      Konnte es etwas geben, wovon sie nicht gewusst hatte, was er ihr gar verborgen hatte?
      „Wie meinen sie das... ein zweiter Wohnsitz?“, verstand Shiori nicht ganz und ein unbehagliches Gefühl breitete sich in ihrer Magengegend aus. Was konnte diese zweite Firma sein, wenn ihre Mutter nicht gewollt hatte, dass sie jemals davon erfuhr? Und wieso sollte sie dass dann ausgerechnet jetzt?
      Verwirrt richtete sie ihren Blick auf das Schreiben in ihrer Hand, dass sie mehr aus Reflex einfach angenommen hatte und ihr wäre es deutlich lieber gewesen ihren Großvater zu haben, statt das Geld.
      Die junge Frau überlegte kurz. Yamada mag im Grunde ein Fremder sein, doch er gehörte zu den engsten Vertrauten ihres Großvaters, zumindest von denen die sie kannte und sie wusste, dass der alte Mann schon immer einen guten Blick für Menschen hatte, weshalb sie sich sicher war, dass sie dem schwarzhaarigen vertrauen konnte.
      „Okay. Können wir... noch heute los...?“, sehnte sich Shiori danach ihrem Großvater näher zu sein. Wenn es etwas gab, dass sie nicht über ihn gewusst hatte, dann wollte sie es jetzt erfahren.
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    • Yamada Shichi
      Er war dankbar dafür, dass sie hier und jetzt nicht zu viele Fragen stellte. Denn Shichi ahnte selbst noch nicht recht, wie er sie beantworten sollte. Es war sicherlich keine angenehme Neuigkeit zu erfahren, dass der eigene Großvater ein Mogul der Verbrecherwelt gewesen ist. Auf ihren Wunsch hin nickte er. "Selbstverständlich. Bitte." Er stand auf und deutete ihr den Weg zu seinem Auto. "Möchten Sie noch...?" Er deutete auf die Trauerfeier, doch das Mädchen verneinte. Sie wollte zu ihrem Großvater und er verstand ihre Gefühle. Nickend brachte er sie zu seinem Auto und hielt ihr die Beifahrertür auf, ehe er um den Wagen herum ging. Sie fuhren schweigend gemeinsam in eine ruhige Gegend am Straßenrand. Die hohen Häuser endeten, die Einkaufsstraßen ließen sie lange zurück und schließlich grüßten sie nur einzeln stehende große Häuser, ähnlich von Villen.
      Shichi wusste genau wo er hin musste. Er wird diese Strecke bis an sein eigenes Lebensende mit verbundenen Augen fahren können. Wie selbstverständlich nahm er die Einfahrt zu einer edlen Villa in traditionellem japanischen Stil. "Er hat hier seit den 80ern gelebt", fing Shichi einfach an zu erklären, als er ihr erneut die Tür aufhielt und die Hand reichte, um aus dem Auto heraus zu helfen. "Seine Frau hat es damals ausgesucht und nach ihrem Tod hat er es als eine Art Rückzugsort erworben. Leider kam er nie dazu mit ihr hier drin zu wohnen. Allerdings hat er damals den Garten für sie anbauen lassen. Die Rosen waren ihre liebsten. Und diese Tradition hat er fortgeführt. Hier ist das Beet für Ihre Mutter und hier, am nächsten zum Eingang ist ihres." Er zog den Schlüssel für das Anwesen aus der Tasche und öffnete die großen Schiebetore. "Es könnte ein bisschen staubig sein, Verzeihung. Ich habe die Putzfirma darum gebeten bis zur Beerdigung nichts anzurühren. Er selbst mochte Aberglauben nicht gut heißen doch ich... erachtete es als das richtige."
      Der lange Flur ging einmal komplett um das ganze Anwesen herum und führte in die vielen Zimmer. Für den Moment steuerte Shichi das Wohnzimmer an mit Tür auf den prächtigen Garten. Alles hier trug seine Handschrift. Von den Möbeln bis hin zu den Bildern seiner Familie und die abgegriffenen Bücher, die er am liebsten gelesen hat. Es stand ein Teeservice auf dem Teetisch und es befand sich kein allzu moderner Schnickschnack im Zimmer, er war kein Freund von Fernsehern oder sonst irgendwelchen neumodischen Ablenkungen. "Den Bücherschrank hat er selbst gebaut", erklärte Yamada. "Er hat das Holz importieren lassen und...-" Er unterbrach sich selbst mit einem Räuspern. "Verzeihung... ich schweife ab. Yashiro war mir wie ein Vater, ich fürchte ich bin nicht professionell genug in dieser Angelegenheit." Er kniete sich an den Tisch und sah zu Shiori. "Ich erwähnte eben seine anderen Geschäfte. Er hat es damals von seinem Vater bereits vererbt bekommen. Es war das Vermächtnis seiner Familie und er hat sein Leben der Aufgabe gewidmet die... Probleme der Organisation aufzulösen." Shichi atmete schwer durch. "Er... war das Oberhaupt der Yakuza dieses Distriktes. Sein Vermächtnis ist ein Millionen schweres Untergrundunternehmens, das mehrere Hundert Mitglieder vereint. Und laut seinem Testament wünscht er sich, dass Sie seine Geschäfte kennenlernen. Er verlangt nicht von Ihnen, dass sie sie übernehmen. Er... wollte Ihnen nur die selbe Chance auf eine Wahl geben, wie ihre Eltern es erhalten haben."
    • Yomiwari Shiori

      Selbst als sie direkt in den Eingang fuhren und der Schwarzhaarige gar den Schlüssel für das edle Gebäude heraus kramte, konnte Shiori noch immer nicht glauben, dassdas ihrem Großvater gehören sollte. Ja, er hatte immer Geld gehabt, sie wusste am besten wie reich er war, doch er schien nie groß ein Faible für Luxus und große Häuser, gar Villen gehabt zu haben, doch je mehr sie sich umsah desto deutlicher konnte sie spüren, dass er hier gewesen ist, dass er hier gelebt hatte, denn alles trug seine Handschrift, die sie nur zu deutlich sehen konnte.
      Sehr gerne lauschte sie den Worten Yamadas, der Seite ihres Großvaters, von der die braunhaarige wohl nichts gewusst hatte und sie fragte sich, wieso sie nie etwas davon erfahren hatte, wieso er sie nie hierher gefahren hatte, ihr nicht die wunderschönen Blumenbeete gezeigt hatte und es stimmte sie traurig, stach ihr gar ins Herz, dass ihr Großvater dies alles vor ihr verschwiegen hatte, doch schon sehr bald würde sie erfahren warum und sie würde kein einziges Wort glauben können.
      „Nein nein, bitte! Erzählen sie mir mehr von meinem Großvater, es... hilft mir mich an ihn zu erinnern. Neues und vertrautes über ihn zu hören, nun... da er nicht mehr da ist...“, versicherte Shiori dem Schwarzhaarigen, dass es sie sogar freute, dass er abschweifte, sich Zeit ließ, statt direkt zum geschäftlichen zu kommen, wie es mancher wohl so gesagt hätte.
      Sie brauchte die Ruhe, die Zeit.
      Die junge Frau brauchte an diesem Tag keine Professionalität, sondern menschliche Nähe und Verständnis, jemanden der genauso fühlte wie sie.
      Langsam setzte sich Shiori zu Yamada an Tisch, zupfte gerade ihr Kleid zurecht, als sie etwas hörte, dass sie inne halten ließ und mit großen, ungläubigen Augen starrte sie den Schwarzhaarigen an.
      „Ist das.... das ist... das ist nicht besonders lustig.“, war die einzige logische Schlussfolgerung, zu der ihr von Trauer übermannter Kopf kommen konnte, nachdem sie sich die Worte ihres Gegenübers noch einmal durch den Kopf hatte gehen lassen.
      Ihr Großvater, der Oberhaupt der Yakuza? Ja, er hatte Tattoos, aber das waren doch nur Überbleibsel einer übermütigen Jugend... oder? Er konnte doch nicht... dafür war er viel zu nett! Viel zu freundlich! Ja, er konnte auch überaus streng sein, aber... so?
      „Das... kann einfach nicht sein. Mein Großvater würde doch nie...“, wollte Shiori gar nicht wissen, was das ganze bedeuten sollte. Bedeutete das, ihr Großvater hatte illegale Geschäfte geführt? Vielleicht gar jemanden mit seinen eigenen zwei Händen ermordet?
      Sie malte sich all die Dinge über die Yakuza aus, die sie aus Gerüchten, Film und Fernsehen gehört hatte und sie konnte sich ihren Großvater in einer solchen Position gar nicht vorstellen, nein, sie wollte das nicht.
      Ihr Großvater war doch ein guter Mann gewesen!
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    • Yamada Shichi
      Ihre Reaktion war überaus verständlich. Immerhin erzählte er ihr gerade etwas wirklich durch und durch unglaubwürdiges. Und es tat ihm leid. Er wusste direkt, dass er ihr Bild von ihrem geliebten Großvater wird vernichten müssen und hatte wirklich versucht sich darauf vorzubereiten. Aber so recht hat das nicht funktionieren wollen. Er räusperte und nickte. "Ich verstehe, dass Sie so denken. Doch ich scherze nicht. Wenn es Ihnen recht ist, dann würde ich gerne einfach erzählen, in der Hoffnung es Ihnen einigermaßen erklären zu können." Er dachte nach wo er am besten beginnen sollte und holte dann schließlich tief Luft. "Bitte versuchen Sie sich so gut es geht von dem allgemeinen Bild, das von der Yakuza vermittelt wird zu trennen. Denn Yashiro hat alles dafür getan, um von diesem Bild weg zu bekommen. Es stimmt, er hat ein illegales Imperium in die Hände gelegt bekommen, doch wie bereits erwähnt hat er es sich zur Aufgabe gemacht nicht in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Seine Familie hat klare moralische Vorstellungen und Kodexe. Er hat in seiner Zeit als unser Oberhaupt vielen Menschen geholfen. Er hat verwaiste Kinder aufgenommen und ihnen ein zu Hause gegeben, Menschen von der Straße geholt, die unter einem schweren Leben gelitten haben. Er hat sein Geld darin zurück investiert, dass jeder seiner Männer eine Krankenversicherung hatte und sie ein so normales Leben führen konnten, wie nur möglich."
      Shichi blickte sich ein wenig in dem Raum um. "Er hat Wohnhäuser errichten lassen, ganze Blöcke an Wohnungen gekauft, wo er seine Mitglieder für eine lächerliche symbolische Summe wohnen lässt. Er hat wahrlich eine Familie geschaffen. Es wird... immer Geschäfte im Untergrund geben. Es wird immer ein illegales Leben geben. Doch Yashiro wollte diese illegalen Strömungen kontrollieren und dafür Sorgen, dass so wenig Menschen wie möglich darunter in Gefahr geraten. Er hat den Frieden zwischen zwei seit Generationen rivalisierenden Yakuzas geschaffen, der nun schon länger anhält, als es jemals zuvor von solchen Gruppierungen bekannt gewesen ist. Er hat die Mittel und Werkzeuge genommen um ein Vermächtnis zu schaffen, auf das er sehr stolz ist und tragischerweise wurde er für all seine guten Taten nicht gewürdigt..." Er räusperte sich. "Verzeihung, das war unangemessen von mir. Was ich sagen möchte: Ihr Großvater war einer der besten Menschen, die mir in diesem Leben begegnet sind und ich bin überzeugt davon niemanden wie ihn zu treffen. Ich stehe tiefer in seiner Schuld als ich es jemals werde zurückzahlen können, so wie wir alle."
      Er wich ein wenig zurück um Platz zu schaffen zwischen sich und dem Tisch um sich tief vor der jungen Frau zu verbeugen. "Ich habe Verständnis, dass das alles eine überwältigende und mit Gewissheit angsteinflößende Neuigkeit ist. Doch uns allen bedeutet Yashiro die Welt. Er hat unser aller Leben gerettet und es ist in seinem Sinne, dass Sie sein Leben kennenlernen und vielleicht... diese Seite akzeptieren könnten. Doch genauso ist es uns allein ein persönliches Anliegen seiner geliebten Enkelin im Dienste zu stehen, wie wir es für ihn getan haben." Langsam richtete er sich wieder auf und sah der Brünetten nicht direkt ins Gesicht. Er zog erneut ein Schreiben aus seiner Tasche. Dieses Mal einen Brief. "Yashiro bat darum, dass Sie sich zumindest versuchen an seine Familie zu gewöhnen, bevor Sie ihre Entscheidung treffen. Ich soll Ihnen dazu diesen Brief von ihm übergeben." Er legte den Zettel auf den Tisch. "Wenn Sie mich entschuldigen möchten, ich hole Ihnen etwas zu trinken." Damit erhob er sich und trat einfach aus dem Zimmer heraus, die Tür hinter sich schließend. Und erst im Flur gestattete er sich tief durchzuatmen. Das Gewicht dieser Aufgabe wog schwer auf seinen Schultern. Er konnte nicht zulassen, dass Shiori ihren geliebten Großvater als Monster ansehen würde. Nicht nach allem, was er für die Yakuza getan hat. Doch das war wirklich keine leichtfertige Aufgabe...
    • Yomiwari Shiori

      Yahsiro. Ihr Großvater. Ein Yakuza? Und dann auch noch das Oberhaupt? Und doch... all dass, was ihr Gegenüber von sich gab, klang nach ihm und es fiel ihr leichter zu glauben, dass er all diese Dinge getan hatte und doch war es schwer zu akzeptieren. So viele gute Dinge er auch getan hatte, Yamada hatte recht, die illegalen Geschäfte würden immer bleiben und wer wusste was noch.
      Shiori konnte hören, wie sehr der Schwarzhaarige ihren Großvater bewundert hatte, ihn respektiert hatte und zu ihm aufsah, wie dankbar er für all das was, was der alte Mann in seinem langen Leben bewerkstelligt hatte und die Brünette fragte sich, ob er auch Yamada auf irgendeine Art und Weise gerettet hatte.
      Es schien zu viel zu geben, was sie nicht über ihren Großvater wusste, wieso sollte dieser Mann sie anlügen? Für einen dummen Scherz ging das ganze eindeutig schon zu lange und zu weit und sie konnte die Ehrlichkeit in seiner Stimme hören, doch es würde schwer werden das ganze zu akzeptieren.
      Moment, bedeutete das, dass sie hier gerade ebenfalls einem Yakuza entgegen saß, einem gefährlichen Mann? Sollte sie nicht eigentlich... Angst haben? Aber viel mehr als die Angst vor all diesen gefährlichen Umständen, brannte in ihr der Wunsch mehr über ihren Großvater zu erfahren.
      Shiori blickte auf, als Yamada sich mit einem Mal verbeugte und sie wollte schon nervös von sich geben, dass er das nicht brauchte, dass er bitte wieder aufstehen sollte, als der Schwarzhaarige Mann bereits weiter sprach und sie sich dazu entschloss ihm diesen Moment einfach zu lassen, da es ihm wichtig zu sein schien.
      Im Dienste zu stehen? Die junge Frau konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, eine Yakuza im Rücken zu haben, alles was sie jemals gewollt hatte, war Künstlerin zu werden, nicht mehr und nicht weniger, es machte ihr geradezu Angst mit einem Mal so viel Macht angeboten zu bekommen, wobei sie seinen Worten nicht ganz glauben konnte.
      Auch wenn sie die geliebte Enkelin ihres Bosses war... wer würde schon jemandem wie ihr wirklich dienen wollen? Es schien absurd.
      „Seine... Familie...?“, kam es unbedacht von ihren Lippen.
      Yamada hatte dieses Wort bereits sehr oft in dem Kontext benutzt, hatte ihr Großvater diese Leute auch als solche gesehen? Als seine Familie?
      Mit den Augen auf den Brief geheftet nickte Shiori und auch als der Schwarzhaarige den Raum verließ, starrte sie das Stück Papier für einige Momente nur an und ließ ihre Gedanken kreisen, versuchte sich an den Gedanken zu gewöhnen, doch es wollte ihr nicht so recht gelingen, ehe sie mit zitternden Händen nach dem Brief griffen und nachdem sie die Handschrift ihres Großvaters erkannte, tropfte auch bereits die erste Träne auf das Papier.
      Meine geliebte Shiori, begann er, wie in jedem einzelnen Brief oder gar eine Notiz, welche an sie gerichtet war. Selbst nachdem sie ihm beigebracht hatte mit einem Handy umzugehen, begann er all seine Nachrichten auf diese Art und Weise.

      Meine geliebte Shiori,
      ich weiß, dass dich diese Neuigkeit sehr überraschen wird, sicherlich hat es Shichi dir bereits berichtet, er ist ein guter und aufrichtiger Junge, sicherlich konnte er dir nicht einfach diesen Brief übergeben.
      Bitte sei mir nicht böse, dass ich all dies vor dir geheim gehalten hatte, doch deine Eltern wollten es so, sie hatten die Familie, die Yakuza verlassen und wollten auch für dich ein normales Leben, verzeih, dass ich dir diese Chance damit vielleicht genommen habe, doch genauso wie du, deine Mutter und dein Vater für mich immer eine Familie waren, gehören auch diese Menschen zu meiner Familie.
      Ich wusste, dass ich es wahrscheinlich nicht mehr lange machen werde, verzeih, dass ich dich einfach zurück lassen musst, dieser Gedanke bricht mir auch jetzt das Herz, doch ich tat was ich konnte um ein möglichst langes leben zu führen.
      Ich wünsche mir nur eines: lerne meine Familie kennen, deineFamilie, auch den Teil, vor dem wir dich immer verborgen haben. Du bist ein Teil davon, Shiori, zumindest hab ich mir das immer gewünscht. Shichi wird dir alles zeigen, deine Fragen beantworten, dir einen Blick in meine Arbeit gewähren und dich darauf vorbereiten, solltest du eines Tages meinen Platz einnehmen wollen und sie alle werden dich beschützen, das weiß ich.
      Tu mir den Gefallen, nur bis zum Ende deines Studiums. Danach sei dir frei zu wählen, ob du dieses Leben möchtest, oder den selben Weg wie deine Mutter gehen möchtest.

      Vergiss niemals, dass ich dich Liebe

      dein Großvater, Arata Yashiro

      Sie fuhr die große, geschwungene Unterschrift ihres Großvaters nach, als hätte sie ohne diese nicht wissen können, dass es ein Brief von ihm war, während ihr stumm die Tränen über die Wangen liefen und sie die Worte immer und immer wieder las. Hier stand es, schwarz auf weiß, dass alles, was Yamada ihr erzählt hatte, keine Lüge gewesen war.
      Familie... sie hatte eine Familie, einen Teil von ihr, denn sie nie kennen gelernt hatte, nie hatte kennen lernen dürfen und nun war es der letzte Wunsch ihres Großvaters genau dies zu tun.
      Wie hätte sie da nein sagen können?
      „Ich mach es. Nein, ich will es.“, kam es entschlossen von der jungen Frau, als der Schwarzhaarige den Raum wieder betrat, „Bitte lassen sie mich... meine Familie kennen lernen.“
      Shiori müsste lügen zu behaupten, dass sie sich nicht davor fürchtete und sie war sich sicher, dass man es ihr ansah, sie konnte spüren wie ihre Hände zitterten, wie sich ihr verstand nur gefährliche Individuen vorstellen konnte, das Bild einer typischen Yakuza nicht ganz abschütteln konnte, aber sie hatte sich entschieden.
      Sie würde ihnen eine Chance geben.
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    • Yamada Shichi
      Shiori war wirklich, wie Yashiro sie immer ihm gegenüber beschrieben hat. Ein sensibles Mädchen mit einem riesigen Herzen, das geschützt werden musste. Sie fing schnell an zu weinen, die Welt konnte ihr Angst machen, doch die Entschlossenheit, von der er immer gesprochen hat, stand auch an diesem Tag klar und deutlich in ihren Augen, als sie sich entschieden hatte die Yakuza kennenzulernen. Es hatte Shichi ein dankbares Lächeln auf die Lippen gebracht und er hat verstehend genickt. Sie waren noch eine ganze Weile in der Villa geblieben, haben aber nicht mehr über die Geschäfte gesprochen. Irgendwann hat Shichi das Jackett abgenommen und ihr einfach nur Geschichten zu diesem Haus erzählt, die er noch kannte. Er gab ihr eine komplette Tour durch die Villa, zeigte ihr alles, worauf Yashiro besonders stolz gewesen ist und welche Souvenirs er aus welchen Ecken der Welt angeschleppt hatte. Irgendwann wurde es dunkel draußen und er war gezwungen die Lichter an zu machen.
      "Das hier sind seine Schlüssel für dieses Anwesen.", sagte er irgendwann, als sie beide nach draußen traten, damit er sie nach Hause bringen konnte. "Du kannst mich jederzeit anrufen, wenn du hier her möchtest. Ich werde dich hier her bringen.", versprach er ihr. Oder herbringen lassen, ergänzte er in Gedanken, sprach es allerdings noch nicht aus, um ihr keine Angst zu machen. Seine Telefonnummern speicherte er ebenfalls in ihrem Telefon ein und erbat auch die ihre, damit er sie erreichen konnte, sollte die Notwendigkeit dafür bestehen, bevor er sie nach Hause fuhr. "Bitte nimm dir alle Zeit, die du brauchst." Er war irgendwann einfach ins Du hinein gerutscht aufgrund der duzenden Erzählungen, die er von ihr kannte. "Und gebe mir einfach Bescheid, wenn du soweit bist." Damit verabschiedete er sich und fuhr davon, als er sicher gewesen ist, dass sie im Haus verschwunden war.
      Die nächste Woche brachte Shichi damit zu fieberhaft zu planen, wie sie Shiori begrüßen konnten. Als aller erstes rief er Rima und Yamamoto zu sich. "Passt auf ihr beiden", sagte er ernst an sie beide gerichtet. "Es ist für alles gesorgt. Yashiro hat mir die Führung überlassen für die Zeit, in der Shiori diesen Posten nicht antreten möchte. Das gilt auch sollte sie generell ablehnen. Wir sind nicht davon abhängig, dass sie ein Teil von uns wird. Aber ich hoffe für uns alle zu sprechen, wenn ich sage, dass wir das Yashiro schuldig sind." Rima war es die seufzend nickte und sich das Bild des Mädchens noch einmal zur Hand nahm, das er ausgedruckt vor sie hin gelegt hatte. Sie hielt es unbeeindruckt Yamamoto hin. "Sie sieht aus wie Ayaka-san aus unserer Klasse damals, weißt du noch?", nuschelte sie und sah es sich wieder an. "Meinst du denn sie wird sich wirklich an das alles gewöhnen können? Wir sind nicht gerade das, was ein normales Mädchen sich in ihrem Umfeld wünscht." Shichi drehte sich mit dem Rücken zu den beiden. "Ich weiß. Alles was wir tun können ist, es zu versuchen." Rima reichte das Bild einfach weiter, ein bisschen in Gedanken versunken. "Dann sollten wir sie definitiv nicht mit Shitymoto hier vertraut machen. Er wird sie schneller vergraulen als du wirst gucken kannst, Big Boss junior."
      "Sie wird euch beide kennenlernen.", unterbrach er ihren Versuch zu pisaken. "Ich möchte dass sie auch Verbindungen zu den Ryubis aufnimmt. Es könnte vielleicht ganz gut tun mit einem anderen weiblichen Oberhaupt zu sprechen. Fern halten möchte ich sie für den Moment von allem was mit Waffen und Drogen zu tun hat. Führen wir sie zunächst langsam an das Pferderennen heran. Vielleicht auch noch einige unserer Bars. Sie wird sich sicherlich gut mit Kiku verstehen." Rima runzelte die Stirn. "Meinst du nicht du führst sie damit hinters Licht?" Shichi ignorierte die Kritik. "Ihr werdet ihre Bodyguards." - "Bitte!?"
    • Shironome Yamamoto

      Wie immer trug der Blonde einen recht ermüdeten Gesichtsausdruck, auch wenn der Rest seiner Kleidung fast schon zu perfekt war und jede einzelne Haarsträhne genau so saß, wie sie sollte, während er Shichis Worten lauschte und beugte sich zu Rima, um ebenfalls einen Blick auf das Foto werfen zu können und er fragte sich nicht zum ersten Mal, was sich Yashiro bei dieser aberwitzigen Idee gedacht hatte. Man sagte zwar immer, man sollte ein Buch nicht nach seinem Äußeren beurteilen und Yamamoto wusste nur zu gut, dass man lieber auf dieses Sprichwort hören sollte, wenn man nicht sein Leben verlieren wollte, vor allem in der Art von Leben die sie alle führten, doch dieses Mädchen wirkte, als würde sie nicht im geringsten hierher passen und es war deutlich, dass auch der Schwarzhaarige dieser Meinung war, wenn er sich Mühe gab die schlimmen Aspekte ihres Lebens möglichst zu verstecken.
      Seiner Meinung nach war das ein lächerliches Unterfangen, glaubte er wirklich dass ein Mädchen, dass ihr Leben lang ein normales Leben geführt hatte, dieses Leben hier, ihrer aller Leben, akzeptieren könnte? Auch nur einen von ihnen akzeptieren würde?
      Wenn sie wüsste, wie einfach Yamamoto es fiel Menschen zu töten, dann würde sie sich sicherlich nicht einmal in seine Nähe trauen.
      „Das Mädel das nie die Klappe halten konnte? Klar weiß ich das noch, wenn ich die Augen zu mache kann ich immernoch ihre nervige Stimme hören.“, rief der Blonde alles andere als gute Erinnerungen hervor und zündete sich stattdessen eine Zigarette an, sich noch immer fragend, wieso er eigentlich hier war, wenn es doch keine Arbeit für ihn zu geben schien.
      „Wenn Stupidrima sie nicht vorher vergrault. Welches normale Mädchen würde sich in ihrer Gegenwart schon sicher fühlen?“, atmete er den Rauch aus seiner Lunge mit vor der Brust verschränkten Armen aus und nickte zu seinen Worten, ehe Shichi sich wieder zu Wort wandte und das konnte doch nur schief gehen.
      Als der Schwarzhaarige jedoch verkündete, dass sie beide ihre Bodyguards werden sollen, starrte er den Boss in spe an, als wäre er verrückt geworden.
      „Ist das dein ernst? Shichi... ich meine Yamada, Boss... wie auch immer“, suchte Yamamoto nach der passenden Anrede, nun da der Schwarzhaarige als ihr Boss fungierte, „dass ist nicht mein Job. Das ist das genaue Gegenteil von meinem Job, bist du dir sicher, dass du jemanden wie mich überhaupt in ihre Nähe lassen willst? So zerbrechlich wie das Mädchen wirkt?“, zweifelte er offen an der Entscheidung seines Gegenübers, etwas, dass er bei Yashiro niemals gewagt hätte, aber er war nicht mehr da und obwohl Shichi Jahre lang seine rechte Hand war, fiel es dem Blonden schwer diesem den selben Respekt entgegen zu bringen, wie er es bei dem alten Mann getan hatte.
      Es war noch immer schwer zu akzeptieren, dass er nicht mehr unter ihnen weilte.
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    • Yamada Shichi
      Seufzend runzelte der große Mann die Stirn und fuhr sich über die Augenbrauen. "Ihr seid meine beiden Vertrauten und die, die mir am nächsten stehen. Wenn ich nicht einmal euer Vertrauen bekommen kann, wird hier schneller als ihr gucken könnt das Chaos ausbrechen. Also bitte, verschont mich mit euren Diskussionen." Shichi stellte sich aufrecht hin, die Schultern drückte er nach hinten und seine Arme hielt er hinter seinem Rücken. "Meine Entscheidung fußt auf vielen Faktoren. Für euch der relevanteste ist, dass ihr diejenigen sein sollt, die für Yashiros eigen Fleisch und Blut zuständig seid. Rima soll den Job als Bodyguard als Nummer eins Mission erhalten. Yamamoto, dich bitte ich darum so oft es deine sonstige Arbeit gestattet die beiden einfach ein wenig zu begleiten. Versteht, dass es hier nun viel darum geht wie wir der kleinen gegenüber treten. Wir müssen von vorne herein ein Zeichen damit setzen, dass nur die besten dieser Aufgabe würdig sind."
      Dass er noch einen weitere, sehr viel wichtigeren Grund hinter seiner Entscheidung hatte, behielt er für sich. Er wusste, was der relevanteste Aspekt für die beiden gewesen ist und das sollte reichen. Doch bereits wie er nun vor den beiden Streithälsen stand und mit ansah, wie sie sich gegenseitig leicht aufzogen im Irrglauben sie würden es diskret tun. Nachdem Yamamoto sich eine Zigarette angezündet hatte, erhob sich Rima sogleich und beugte sich über den Tisch, um nach dem Aschenbecher darauf zu greifen und ihn demonstrativ vor seine Nase zu setzen. Und als er ihr einen skeptischen Blick zuwarf drückte sie mit dem Fuß seinen Stuhl weiter von ihr weg. "Verspeste nicht meine Luft", fauchte sie ihn an. Die Interaktionen der beiden sollten genau das richtige sein, um Shioris Vorstellung der Yakuza zumindest zum Wanken zu bringen. Und das würde Shichi für den Moment sogar reichen.
      "Fein! Ich spiele den Bodyguard für unsere kleine neue Prinzessin! Was beinhaltet das? Was macht sie? wenn du willst, dass wir das als Mission verstehen, dann brauchen wir Informationen zu der Zielperson.", forderte die Blondine und schnappte sich das Bild von ihrem Kollegen zurück. "Und nicht diese Art von Zielperson", streckte sie ihm leicht die Zunge raus und schaute wieder zu Shichi. Normalerweise war ihm egal wie sie miteinander umgingen oder wie offensichtlich sie miteinander umgingen. Doch gerade nervte es ihn ungemein, da ihm diese Angelegenheit wirklich am Herzen lag. "Sie ist Studentin. Hier sind die Daten und Adressen aller Orte, die sie regelmäßig besucht und natürlich ihr Wohnort, zusammen mit den Menschen, die in ihrem Umfeld sind. Besonders verdächtig finde ich dabei ihren Freund. Zu allen habe ich problemlos herausfinden können was ich wissen muss. Außer zu ihm." Shichi wendete sich an Yamamoto. "Ich verlasse mich darauf dass du diskret alle Informationen einholst, die wir brauchen, um ihre Akte zu vervollständigen." Er schob eine braune Mappe über den Tisch zu den beiden. "Da sie ein gewöhnliches Leben hatte... ist die Akte nicht gerade sehr dick. Es wird sicherlich nicht lange für euch dauern euch einzulesen." Der stellvertretende Boss der Yakuza hielt die Augen für einen Moment auf der Mappe geheftet. Eine Mappe, die sie nun unweigerlich werden füllen müssen, ob Shiori es wollte oder nicht. Wieder verließ ein seufzen seine Lippen und er sah auf seine Armbanduhr. "Ich werde sie nun abholen. Bereitet euch also vor."
    • Shironome Yamamoto

      „Es ist chatoisch genug, seitdem Yashiro uns verlassen hat. Yamada Ichi spricht die ganze Zeit davon, dass er es sein sollte, der die Organisation weiter führt, irgendwas davon dass er der begabteste der Yamadas sei und er hat angefangen Günstlinge um sich zu scharen, erfolglos natürlich, versteht sich, dennoch solltest du diese Entwicklung weiterhin im Auge behalten, am besten gar im Keim ersticken, bevor es dir noch Probleme machen könnte. Natürlich ist er nicht die einzige kritische Stimme in unseren Reihen, aber wenigstens haben die anderen genug Respekt vor dem alten Mann, um seine Wünsche zu respektieren. Wie sie es jedoch darauf reagieren werden, dass ein vollkommen normales Mädchen dazu erzogen werden soll seinen Posten zu übernehmen.... bleib fraglich.“, gab Yamamoto nachdenklich von sich, den Blick zur Seite wendend, ehe er mit einem Mal einen Aschenbecher vor sich stehen hatte und Rima einen fragenden Blick zuwarf, ehe ihm die Intention hinter ihrer Gestik bewusst wurde.
      Demonstrativ nahm der Mann einen weiteren Zug von seiner Zigarette, als sie meinte er solle nicht die Luft verpesten und blies ihr den Rauch direkt ins Gesicht.
      „Gewöhn dich endlich dran.“, blickte er mit einem desinteressierten Blick auf die blonde Frau hinab und zog ein weiteres Mal an der Zigarette, ehe das Gespräch sich wieder um die wichtigen Dinge des Tages drehten.
      Nicht diese Art von Zielperson, schon klar.“, machte er seine Kollegin auf lächerliche Art und Weise nach, ehe auch er ihr genervt die Zunge entgegen streckte, ehe er sich in seinem Stuhl zurück lehnte und den ihren aus Wut heraus einfach trat.
      „Du hättest dir echt jemanden professionelleren für diese Mission aussuchen sollen, Shichi. Ich will nicht mit hineingezogen werden, wenn Stupidrima es vermasselt.“, konnte er sich den Kommentar nicht verkneifen.
      Ohne zu zögern beugte sich der Killer auf gewohnte Art und Weise vor, um die dünne Mappe in Händen zu nehmen und sogleich die Informationen durchzugehen.
      „23? Vom Bild her hätte ich sie vor 16, vielleicht für 19 gehalten.“, kommentierte er, während seine Augen über das Papier flitzten und Yamamoto letztendlich seine Zigarette in dem Aschenbecher ausdrückte.
      „Diskret, natürlich. Beleidige mich nicht, alter Freund, meine leichteste Übung.“, erhob er seinen Blick von der Mappe, hielt diese seitlich und blickte den Schwarzhaarigen fast schon enttäuscht an.
      Wie schwer konnte es schon sein mehr über den Freund einer Studentin herauszufinden? Selbst wenn er in irgendwelchen schlimmen Dingen verwickelt sein sollte, würde er das schon herausfinden, dann gar erst recht.
      „Hmmmm... Kunststudentin? Hat Ayaka nicht auch immer gesagt, sie will Künstlerin werden? Was wohl daraus geworden ist? Oder war das Suzuki... Tamari?“, runzelte Yamamoto die Stirn und versuchte sich an die alten Mitschüler zu erinnern, ehe er Shichis Worte mit einem Nicken bedachte.
      Es würde nicht lange dauern die Mappe zu lesen.

      Yomawari Shiori

      Nun war bereits eine Woche seit der Beerdigung vergangen, Shiori hatte begonnen Stück für Stück ihre Vorlesungen wieder zu besuchen, nicht jede einzelne Einladung ihrer Freundinnen abzulehnen, doch das bleierne Gefühl des Verlustes blieb noch immer, gepaart mit der Nervosität bald den anderen Teil der Familie ihres Großvaters kennen zu lernen, Stück für Stück zu verarbeiten, welches zweite, geheime Leben im Untergrund er geführt haben mag.
      Und heute wäre es soweit. Mit zitternden Händen hatte sie Yamada vor einigen Tagen angerufen, um ihn mitzuteilen, dass sie soweit war, obwohl ihre Stimme sicherlich mindestens genauso sehr gezittert haben musste und sie sich beim besten Willen nicht sicher war, ob es wirklich eine so gute Idee war diesen Schritt zu gehen, ob sie das alles nicht einfach vergessen sollte, weiterhin ein gewöhnliches Leben als Studentin führen sollte, als wäre nie etwas gewesen, aber das konnte sie nicht. Dafür liebte sie ihren Großvater viel zu sehr. Und sie brachte es nicht übers Herz seinen letzten Willen einfach zu ignorieren.
      Was zog man da überhaupt an? Wenn man die Yakuza besuchte? Ahhhh~, das klang so unglaublich angsteinflößend! Etwas schwarzes? Ja, etwas schwarzes klang nach einer wundervollen Idee!
      Doch sobald Shiori ihren Kleiderschrank aufmachte, wurde ihr bewusst, dass sie kaum schwarze Kleidungsstücke besaß und sie wollte nicht das selbe Kleid tragen, dass sie zur Beerdigung getragen hatte, das wäre einfach nicht richtig... dunkelblau? Gut, dann musste es eben dunkelblau sein!
      Auch wenn es die Yakuza war, wollte die junge Frau doch einen guten ersten Eindruck hinterlassen, vor allem wenn es gar über Leben und Tod entscheiden könnte, immerhin sprachen sie hier von der Yakuza, nicht wahr?
      Nervös spielte die Brünette mit einer ihrer Haarsträhnen, während sie auf sie auf den Schwarzhaarigen Mann wartete.
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    • Suzuki Rima
      Murrend rümpfte Rima die Nase und wedelte den Rauch von ihrem Gesicht. "Ts! Ichi soll den Ball flach halten. Er denkt doch nicht wirklich, er hätte irgendeine Chance gegen Shichi." Sie stemmte das Gesicht in die Hände. "Andererseits macht es Sinn, dass die ganzen Kakerlaken nun aus ihren Löchern gekrochen kommen. Das Chaos ist natürlich ein unglaubliches Ablenkungsmanöver für aufständige Feiglinge, die sich sonst nicht trauen würden einen direkten Angriff durchzuziehen." Die Blondine sah zu ihrem derzeitigen Boss. "Ich kümmere mich gerne darum, wenn du möchtest." Shichi schnaubte. "Wir begeben uns nicht auf sein Niveau herunter. Wenn er der Überzeugung ist das durchziehen zu müssen, dann lasse ich ihn gerne gegen die Wand fahren oder er soll mitnehmen wen er kriegen kann und versuchen sich ein eigenes Standbein aufzubauen." Rima seufzte. "Yamada Shichi, ganz der pazifistische Yakuza wie eh und je."
      Er schaute auf seine Uhr. "Bereitet alles vor, während ich weg bin.", wiederholte er noch einmal. Damit ließ er die beiden Streithälse allein und beinahe beiläufig sah die junge Frau noch einmal auf die Akte, als Yamamoto wieder ihre Klassenkameraden erwähnte. "Keine Ahnung", gab sie offen zu. "So dick war ich nicht mit ihnen. Oder hast du einfach da schon die Tendenzen zum Stalker gezeigt?" Sie stand auf und öffnete ein Fenster am anderen Ende des Zimmers. "Und du sprichst davon deinen Job so unglaublich heimlich und diskret zu machen! Wie willst du das machen, wenn man dich schon von Meterweiter Entfernung riecht?" Zugegebenermaßen hatte sein Laster auch irgendwie etwas tröstliches. So sehr Rima sich auch gegen sein Rauchen auflehnte, sie hatte sich daran gewöhnt, dass er meistens einen Glimmstängel zwischen den Fingern hielt. Und sie würde seine Zigarettenmarke unter jeder anderen sofort wieder erkennen. Etwas, von dem sie nicht wusste, dass das überhaupt möglich gewesen ist.
      Die Blondine setzte sich auf die Fensterbank und sah herunter zu Shichis Wagen, der gerade die Ausfahrt verließ. Es war wohl wirklich alles im Wandel. Es war schwer es zuzugeben, doch dieses Durcheinander machte ihr ein wenig Angst. Die Yakuza war die einzige Konstante gewesen, die sie im Leben hatte. Und nun sprach Shichi davon Männer gehen zu lassen und Ichi zu erlauben eine eigene Gruppierung zu bilden. Das könnte Gefahr für sie alle bedeuten. Ihre Zukunft stand wirklich auf einem wankenden Bein im Moment und die Entscheidung darüber sollte eine kleine Studentin geben? Vielleicht sollte sie doch noch einmal die Angebote durch den Kopf gehen lassen, die sie bekommen hat. Sowohl die Ryubis, die ohnehin sehr Frauendominiert gewesen sind in den Führungspositionen, als auch diese Punks vom anderen Ende der Straßen haben ihr angeboten sie abzuwerben. Letztere waren deutlich hartnäckiger. Es war ihr nicht aufgefallen, dass sie angefangen hatte in ihren Gedanken zu versinken. Nein, das konnte sie nicht machen. Sie konnte Shichi und Yamamoto nicht hier alleine lassen. Das könnte sie niemals übers Herz bringen. Rima hoffte inständig auch niemals dazu gezwungen zu sein.

      Yamada Shichi
      Es war leicht den Weg zu ihrer Wohnung wiederzufinden. Dafür musste er nicht einmal das Navi anschalten. Es ist ihm immer schon leicht gefallen sich Wege zu merken. Besonders, wenn sie wichtig gewesen sind. Er parkte den Wagen und zückte bereits das Handy, um ihr Bescheid zu geben, dass er da gewesen ist, als er erschrocken hoch sah und sie bereits am Wegesrand stehen sah. Instinktiv stieg Shichi aus dem Wagen aus. "Entschuldige, ich hoffe du musstest nicht lange warten.", sagte er während er ihr die Tür aufhielt. Der schwarz-haarige wendete den Blick nach links und rechts und atmete erleichtert auf, als er die Tür zudrückte und niemand in Sicht gewesen ist. Das war unnötig gefährlich von ihr. Wie sollte er ihr denn nun am besten verständlich machen, dass es gefährlich für sie gewesen ist alleine so in der Gegend herum zu stehen ohne Geleitschutz? Es wurde ihm zu deutlich, dass sie ein wirklich sorgloses Leben zuvor geführt hat.
      Shichi setzte sich ans Steuer und startete den Wagen. Im ersten Moment breitete sich eine unangenehme Stille zwischen den beiden aus und beinahe ein bisschen nervös fuhr er mit der Hand in den Nacken. "Ich... habe zwei meiner engsten Freunde darum gebeten dich heute zu begrüßen.", erklärte er. "Du wirst viel mit ihnen zu tun bekommen, ich hoffe sehr ihr werdet euch verstehen." Seine Stimme war ruhig und er bemühte sich nach außen hin die volle Kontrolle auszustrahlen, während sein Kopf komplett Amok lief.
      "Konntest du bereits über die ganze Situation nachdenken? Hast du vielleicht Fragen an mich? Ich werde mein bestes geben dir alles zu beantworten." An einer roten Ampel wendete er schließlich den Blick zu der Brünetten und ihm entwich ein sachtes Lächeln. "Du siehst im übrigens sehr hübsch aus heute. Rima und Yamamoto werden sicherlich keine Schwierigkeiten bekommen dich in Verbindung zu bringen mit den unzähligen prahlerischen Geschichten deines Großvaters über seine bildschöne Enkelin."
    • Shironome Yamamoto

      „Wenn ich zu der Zeit ein Stalker gewesen wäre, dann wüsste ich das ja wohl.“, seufzte Yamamoto genervt und hätte sich am liebsten eine zweite Zigarette angezündet.
      „Man bekommt eben so ein bisschen was mit, wenn Zeit mit Leuten verbringt. Aber wie gesagt ist das ewig her und ich habe mit niemandem aus der Oberstufe mehr Kontakt.“
      Es war nicht leicht in diesem Milieu Arbeit von Privatem zu trennen, vor allem wenn man darauf achten musste möglichst nicht nach Blut oder Tod zu riechen, weshalb Yamamoto die Tendenz dazu entwickelt hatte Freundschaften alleine innerhalb der Yakuza zu pflegen.
      Es half sicher nicht, dass er bereits das ein oder andere Mal im Gefängnis war, auch wenn er dank der Beziehungen Yashiros nie besonders lange dort geblieben war.
      Nachdem er die Akte gelesen und sich das nötigste gemerkt hatte, legte er diese wieder auf dem Tisch ab und ließ seinen Blick zu der blonden Frau schweifen, während er sich doch dazu entschieden hatte noch eine Zigarette anzuzünden.
      Er konnte sich vorstellen, was ihr so durch den Kopf ging, dafür kannten sie sich lange genug und für einen Moment spielte er mit dem Gedanken, zu ihr rüber zu schreiten und ihr zu versichern, dass er nicht zulassen würde, dass ihre Organisation in Gefahr geriet, und wenn er dafür gegen Shichis Befehle agieren müsste, es gab schlicht und einfach nichts, was Yamamoto für diese Leute nicht tun würde, dann erinnerte er sich jedoch daran, dass das nicht die Art von Beziehung war, die sie hatten.
      Bakarima würde sich schon wieder einkriegen.
      Stattdessen entschied er sich dazu sich zu erheben und über die Schulter der Blonden nach draußen zu blicken.
      „Woran denkst du gerade? Wobei, so wie ich dich kenne, kann es nur etwas dummes sein. Also komm bloß nicht auf irgendwelche Ideen.“

      Yomawari Shiori

      „Ah, nein... ich habe nicht lange warten müssen.“, versicherte sie dem Schwarzhaarigen Mann, obwohl sie selber nicht einmal wusste, wie lange sie wirklich gewartet hatte, in ihrer Nervosität war ihr die Zeit sowohl unglaublich langsam als auch viel zu schnell vorgekommen und ihr Herz pochte bei der Aufregung, während sie sich in den Wagen setzte, während Yamada ihr freundlicherweise die Tür offen hielt.
      Sie konnte noch immer nicht glauben, dass dieser freundliche Mann, welchen ihr Großvater in den höchsten Tönen gelobt hatte, ein Teil der Yakuza sein sollte, aber genauso wenig konnte sie sich das bei ihrem Großvater vorstellen und sie war sich bewusst, dass sie wohl daran arbeiten müssen würde ihre Vorurteile abzulegen.
      Shiori hielt sich mit beiden Händen am Riemen ihrer Umhängetasche, welche ein bekanntes, niedliches Maskottchen in Weiß darstellte, fest, unsicher, ob und worüber sie sich mit Yamada unterhalten sollte, als dieser ihr glücklicherweise zuvor kam und die junge Frau erleichtert ausatmete, als die Atmosphäre sich etwas zu lockern schien, nun da die Stille nicht mehr zwischen den beiden hing.
      „Freunde? Gehören sie auch zu... du weißt schon...“, war sich die Brünette nicht einmal sicher, ob sie das Wort Yakuza einfach so unvorsichtig von sich geben sollte, sagte man nicht immer Handys hörten mit? Shiori wusste beim besten Willen noch immer nicht, wie sie richtig mit dieser ganzen Situation umgehen sollte.
      „Fragen? Nun...“, fing sie an zu grübeln, blickte jedoch sogleich wieder auf, als sie unerwartet ein Kompliment bekam und sie konnte sich bildlich vorstellen, was ihr Großvater alles über sie erzählt haben könnte und mit einem Mal war ihr das peinlich und machte sie verlegen.
      „Großvater hat....? Oh nein, hat er irgendwelche peinlichen Geschichten über mich erzählt? Ich muss es wissen, wenn ich den anderen in die Augen blicken können will!“, wollte sie wissen, was ihr Großvater sonst noch alles über sie erzählt hatte. Hoffentlich hatte sich niemand ein Model vorgestellt und wäre nun sehr enttäucht.
      „Trotzdem... danke. Ich wusste nicht so recht, was ich anziehen sollte, immerhin trifft man nicht oft einen... unbekannten Teil der Familie.“, der auch noch zur Yakuza gehörte, füge sie alleine in Gedanken hinzu.
      „Gibt es eigentlich irgendwelche Regeln, die ich beachten muss? Irgendwie, wie ich mich zu verhalten habe? … etwas das ich nicht sagen darf oder sowas? Ich... hab wirklich keine Ahnung wie ich mich in so einem Umfeld verhalten soll.. und wenn ich ehrlich bin hab ich auch ein bisschen Angst...“, musste Shiori beschämt zugeben.
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    • Suzuki Rima
      Seinen Ausführungen bezüglich dessen, dass sie hätte mehr mit den Menschen in der Schule interagieren sollen, hörte Rima gar nicht mehr zu. Den Vortrag hat sie sich damals in der Highschool schon oft genug anhören müssen. Als Yamamoto noch nicht so... müde gewesen ist. Sie war sich sehr deutlich im Klaren, wie er sich erhob, obwohl es in ihrem Rücken stattfand. Vor ihrem inneren Auge sah sie, wie er sich die Zigarette anzündete und den Stuhl nach hinten rückte. Und selbstverständlich direkt wieder richtete, bevor er auf sie zu kam. Seine Schritte waren beinahe geräuschlos. Aber nur beinahe. Und schon bald blies er den Zigarettenqualm an ihr vorbei und seine Präsenz in ihrem Rücken gab ihr sowohl Sicherheit, als auch das Bedürfnis wegzurennen, sobald das Bedürfnis sich einfach gegen ihn zu lehnen in ihr aufkam. Bei seinen nächsten Worten wendete sie sich ihm mit verschränkten Armen vor der Brust zu. Empört hob sie eine Augenbraue. "Dumme Ideen?" Ihre Augen wanderten an ihm herunter und schneller als er gucken konnte griff sie nach seiner Krawatte und löste den Knoten.
      Rima wusste sehr genau von Yamamotos Tick ordentlich aussehen zu wollen und so streckte sie ihm einfach die Zunge raus, nachdem sie seine Ästhetik zerstört hatte. "Ich denke nur darüber nach, dass es schade ist, wie schnell sich alles ändern muss", sagte sie plötzlich und schnell im Schutze dieser kleinen Albernheit als hätte er es überhören können. "Und was wir wohl werden zusammen halten können." Das war ein immenser Schritt für Rima. Ein Vertrauensbeweis sondergleichen. Niemandem sonst hätte sie auch nur einen winzigen Blick in ihr Innenleben gewährt. Ohne eine Antwort abzuwarten oder eine zu verlangen drehte sie sich aus seiner Präsenz und ging noch einmal zum Tisch mit der Akte, um sie sich zur Hand zu nehmen. "Begrüßen wir die kleine Maus im Eingang. Ich habe gerade Lust ein paar Schergen herum zu kommandieren. Komm nach, wenn du dich gerichtet hast." Als wäre es das normalste der Welt nahm sie sich die braune Mappe und griff in ihre Hosentasche um einen kleinen runden Taschenspiegel herauszuziehen und ihn einfach auf dem Tisch für ihn liegen zu lassen, bevor sie den Raum beinahe fluchtartig wieder verließ.
      Sie hasste Yamamoto wahrlich. Nichts anderes konnte dieses Gefühl in ihrer Brust sein, dass es ihr schwer machte zu atmen, wenn sie alleine gewesen sind. Nur ihr Hass konnte stark genug sein um ihren Körper in seiner Nähe so schwer zu machen, dass sie drohte ihm in die Arme zu stürzen, wenn sie nicht aufpasste. Nur der Hass konnte erklären, warum sie solche Sorge hatte ihn von allen Menschen in dieser Yakuza endgültig zu verlieren und schließlich nicht mehr zu wissen, ob er den folgenden Tag noch lebte oder nicht. So musste es sein und nicht anders.

      Yamada Shichi
      Sie hatte Hemmungen davor das Wort auszusprechen, also nahm Shichi es ihr ab. Er nickte ruhig. "Sie gehören ebenfalls zu der Familie, richtig. Dein Großvater hat ihnen beiden sein Leben anvertraut und sie haben ihn diese Entscheidung nie bereuen lassen.", sagte er gedankenlos und wollte sich innerlich sogleich dafür ohrfeigen. War das zu düster ausgedrückt gewesen? Verdammt, was um alles in der Welt konnte er dem Mädchen gegenüber denn nur sagen und was nicht? Das war ja wie ein Spießrutenlauf. Ein bisschen erschrocken jedoch sah er zu ihr herüber, als sie mit neuem Elan wissen wollte, was Yashiro über sie erzählt hat. Nur mit Mühe konnte er sich ein amüsiertes Grinsen verkneifen. Schweigend hörte er sie ganz zum Schluss an und nickte schließlich. "Ich verstehe. Es ist normal, dass du Angst hast. Das kann ich verstehen. Jeder von uns, da lege ich die ganz für ins Feuer." Nachdenklich runzelte er die Stirn. "Wir haben keinen Dresscode oder dergleichen. Die gehobeneren Posten kannst du dir wirklich vorstellen wie Vorgesetzte in einer Firma."
      Shichi lehnte sich zurück und stützte den Arm auf die Tür, um seinen Kopf von der Faust gestützt zu halten, den Blick weiter konzentriert auf die Straße, mit einer Hand am Lenkrad. "Wir tragen überwiegend Anzüge. Wobei auch darunter einige Exzentriker sind, die ihrem privaten Stil einfach treu bleiben. So oder so also solltest du dir nicht zu viele Gedanken machen. Yashiro selbst war ein großer Fan alltäglich bei uns im Kimono herum zu laufen. Er sagte immer er mochte es sich wie ein Feudalherr zu fühlen." Shichi schnaubte leicht amüsiert, wenn er daran dachte. "Kannst du dir seinen dicken Bauch in einer braunen Tracht vorstellen? Er hat sogar die passenden Schuhe dazu getragen." Der schwarz-haarige winkte leicht ab. "Und die Geschichten die er erzählt hat variierten wild von deinen Erfolgen in der Schule - wir haben übrigens jeden deiner Abschlüsse gefeiert! -, bis hin zu deinen Kunstwerken. Sein Büro hängt immer noch voll mit deinen Bildern. Da durften allerdings wirklich nur seine Vertrauten rein, nicht einmal Geschäftstreffen hat er da drin abgehalten. Er wollte nicht das irgendjemand mit einem möglicherweise bösen Geist auch nur einen Blick auf ein Geschenk von dir wirft."
      Über Yashiro zu sprechen fiel Shichi wirklich am einfachsten. Es entspannte ihn ganz automatisch und die Erinnerungen gaben ihm genug Wärme, dass er ein wenig an Selbstbewusstsein zurückgewann Shiori eine ähnliche Wärme vermitteln zu können. "Er hat sehr dramatisch auf deinen Freund reagiert. Er hat mich entsetzlich vollgejammert, dass du jetzt sicherlich weniger Zeit für ihn haben wirst und mich andauernd gefragt ob ich ihn einer Freundin vorziehen würde oder nicht." Wie viel er gesprochen hatte bemerkte er erst, als sie bereits in die Einfahrt ihres Quartiers einfuhren und ihm entwich ein tiefes Stöhnen, als er bereits sah, was sie da erwartete. Rima hatte alle aufgetrieben, die verfügbar gewesen sind und sie kerzengerade wie Soldaten links und rechts von der Einfahrt platziert, die sich synchron verbeugten, als Shichi ausstieg und ihr erneut die Tür aufhielt. "Herzlich Willkommen, Yomawari-sama!", ertönte es im Chor und genervt schlug Shichi die Beifahrertür zu. Rima und Yamamoto standen vor dem Eingang, auf den die beiden zugingen. "Musste das sein?", brummte der schwarz-haarige sogleich und Rima streckte ihm unbeteiligt die Zunge heraus. "Klar! Lass mich doch auch mal meinen Spaß haben." Damit verbeugte sich die blonde Frau ebenfalls leicht vor dem kleineren Mädchen. "Hallo, ich bin Suzuki Rima. Und das ist jemand irrelevantes. Schön dich kennenzulernen", stellte die Frau sich und Yamamoto vor. Shichi seufzte schwer. "Ja. Das ist... unsere und auch deine Familie..."
    • Yamamoto Shinonome

      Der Blonde seufzte genervt, während er seine Krawatte vom Boden fischte und sich diese um den Hals legte, ehe er sich frustriert durchs Haar fuhr, er wusste einfach nicht recht mit Rima umzugehen, sie gab ihm nicht einmal eine Chance irgendetwas zu ihr zu sagen, aber vielleicht war das ganz gut so, denn er wüsste auch nicht so recht, was, aber offenbar hatte er das falsche gesagt.
      Wie selbstverständlich nutze er den Handspiegel, um sich die Krawatte wieder zu machen, brauchte deutlich zu lange, um diese wieder gerade hinzubekommen und ließ den Handspiegel in seine Hosentasche gleiten, ehe er zu der Blonden nach draußen aufschloss und sah, was diese vor hatte.
      Yamamoto seufzte, richtete sich ein weiteres Mal die Krawatte und machte sich an die Arbeit jeden einzelnen Idioten dazu zu bringen zwei anständige Linien zu bilden. Das konnte doch nicht so schwer sein!

      Yomawari Shiori

      Er hatte ihnen sein Leben anvertraut? Bedeutete das etwa, dass Leben ihres Großvaters war in Gefahr gewesen?! Natürlich, natürlich, immerhin war er der Boss der Yakuza, alleine aus Filmen heraus konnte sich Shiori vorstellen, dass viele hinter seinem Leben her waren und erschrocken fragte sie sich, ob er jemals angeschossen worden war. Oder war das auch nur etwas was in Filmen geschah? So oder so musste sie diesen beiden wohl dankbar sein, dass ihr Großvater in der Lage gewesen war einen natürlichen Tod zu sterben, zumindest hoffte sie das sehr, nicht dass noch mehr vor ihr geheim gehalten worden war als sie bereits wusste.
      „Mein Großvater in einem Kimono? Das hätte ich nur zu gerne gesehen!“, schlich sich ein Lächeln auf ihre Lippen bei dieser Vorstellung. Shiori selber kannte den alten Mann hauptsächlich in schwarzen Anzügen, sicherlich um seinem Image als Chef einer großen Firma gerecht zu werden, neben der alltäglichen Kleidung, die er trug, wenn sie gemeinsam in den Park gegangen waren und nur zu gerne begann die junge Frau in Gedanken zu schwelgen.
      Aber ein Kimono? Nein, das hätte sie beim besten Willen nicht erwartet.
      „Moment, was?! Ihr habt jeden meiner Abschlüsse... gefeiert?!“, konnte sich die Brünette nicht so recht vorstellen, wie eine große Gruppe an Yakuza sich zusammen fand um ihren Abschluss zu feiern, die Vorstellung war fast schon aberwitzig, aber irgendwie passte das auch zu ihrem Großvater, der immerzu wegen jeder Kleinigkeit so unglaublich stolz auf sie war, dass sie es als übertrieben empfand.
      Als sie das Fahrrad fahren gelernt hatte, das erste Mal in einem kleinen Kunstwettbewerb der Schule gewonnen hatte oder sie es geschafft hatte in ihre Wunschuni zu kommen... immerzu hatte er sich so unglaublich für sie gefreut, egal wie klein oder groß der Erfolg war und alleine deswegen hatte Shiori sich immer angestrengt, sie wollte das die Augen ihres Großvaters weiterhin vor Stolz glänzten, auch wenn sie das jetzt wohl nie wieder tun werden.
      „Ah, dieses Büro auch? Ich weiß noch, wo ich ihn das erste Mal in seinem Büro in der Firma besucht hatte, die Wände waren fast schon tapeziert mit meinen Bildern... und manche davon waren nicht einmal gut und recht alt. Ich kann mir also vorstellen, wie es da aussehen wird.“, seufzte sie schwer, das Lächeln in ihrem Gesicht zeigte jedoch, dass es sie dennoch freute.
      So war ihr Großvater nun einmal.
      „Ah... ich weiß was du meinst, durch dieses Gespräch musste ich auch durch.“, lachte sie etwas verlegen. Es hatte sie eine Menge Mut gekostet, ihrem Großvater von ihrem Freund zu erzählen und sie hatte immer gewollt, dass sich die beiden kennen lernten, war er doch die letzte Familie die er hatte, ohne Eltern, denen sie ihren Freund hätte vorstellen können, wollte sie sich wenigstens einmal wie ein normales Mädchen fühlen... aber leider schienen beide immerzu nicht die Zeit zu haben, es kam immer etwas dazwischen und letztendlich hatte sich nie die Gelegenheiten geboten, bis zum Ende.
      Shiori wurde bewusst, dass sie sich bei den ganzen Sorgen und dem Stress noch gar nicht wieder bei Yoshiro gemeldet hatte, sicherlich machte er sich Sorgen. Sobald sie den heutigen Tag hinter sich hatte, sollte sie sich unbedingt bei ihm melden!
      Als die junge Frau die große Menschenmasse an der Einfahrt erkannte, spürte sie wieder die Nervosität in sich aufsteigen, wieso waren das so viele? Waren sie etwa alle hier, um sie zu begrüßen? Hatte Yamada nicht etwas von zwei Freunden gesagt?
      Errschrocken zuckte die Brünette etwas zusammen, als der laute Sprachchor ertönte und gab sich Mühe nahe bei Yamada zu bleiben, da er der einzige Mensch war, den sie hier kannte und dem sie einigermaßen vertrauen konnte, gab sich jedoch Mühe höflich zu bleiben und immer wieder links und rechts zu nicken und die Leute zu begrüßen, unsicher, wie sie sich verhalten sollte, aber das war doch ihre Familie, nicht wahr? Die, die Großvater so sehr am Herzen lagen?

      „Shironome Yamamoto, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen, Yomawari-san.“, tat der Blondschopf es seiner Kollegin nach und verbeugte sich leicht vor dem fremden Mädchen.
      „Ah, ähm... Yomawari Shiori, freut mich ebenfalls euch kennen zu lernen...“, spielte sie weiterhin mit dem Riemen ihrer Tasche, unsicher und nervös.
      „Wieso setzen wir den Rest des Gesprächs nicht im Büro fort?“, schlug Yamamoto vor, dem aufgefallen war wie nervös die junge Frau wirkte und es machte es sicherlich nicht besser, von so vielen Fremden umgeben zu sein, obwohl er sich die größte Mühe gegeben hatte sie in eine saubere, gerade Reihe zu bekommen, doch das schien einfach nicht die Welt der little Miss zu sein und wenn er ehrlich war bezweifelte er, dass sie es jemals werden könnte.
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    • Yamada Shichi
      "Hervorragende Idee", stimmte der schwarz-haarige Yamamoto schnell zu und bat sie beide darum vor zu gehen. Er blieb noch einen Moment stehen und drehte sich zu den noch immer in Reih und Glied aufgestellten Männer. Seufzend machte er eine kreisende Handbewegung. "Weitermachen." Und erst jetzt setzten sich die vielen Männer wieder in Bewegung und er konnte hören, wie sie hinter ihm anfingen still miteinander ihre Eindrücke auszutauschen. Shichi schloss zügig die Tür hinter sich, damit Shiori nichts mitbekommen könnte, was sie in irgendeiner Form verunsichern könnte und schloss dann auf die kleine Gruppe an und führte sie. Der Eingang wirkte wirklich wie der gewöhnliche Eingangsbereich einer Firma. Es war sehr ordentlich und sauber, jedoch wirklich geräumiger, da es hierüber auch zu den Quartieren einiger der Mitglieder führte. Es war wie leer gefegt. "Hast du wirklich alle aufgeschreckt?", wendet er sich stirnrunzelnd an Rima. Diese verschränkte nur die Arme vor der Brust. "Willst du damit andeuten du erwartest von mir halbe Sachen?" Shichi schnaubte und schüttelte den Kopf, ehe er den Fahrstuhl ansteuerte. Er ließ Shiori zuerst einsteigen und gab eine 10-stelligen Code ohne Probleme ein, bevor der Fahrstuhl sich in Bewegung setzte.
      "Geht es ins Büro vom Chef?", fragte Rima neugierig. Shichi nickte. "Cool." Sie drehte sich zu Shiori herum. "Ich war Yashiro-samas Handyman. Ich habe jeden Nagel in die Wand geschlagen für deine Bilder.", sagte sie mit einem Hauch von Stolz in der Stimme. Und bevor er auch nur Luft holen konnte, winkte sie bereits ab in Yamamotos Richtung. "Ja, ja, meine güte ich höre dich bereits einwendend einatmen! Er hat sie alle gerichtet. Wahrscheinlich gibt es nichts auf dieser ganzen Erde, das so gerade ist, wie diese Bilder. Wenn er schlauer gewesen wäre, hätte er sicherlich etwas neues erfunden, dass genauer ist als Wasserwaagen." Shichi schüttelte den Kopf und überließ Shiori erneut den Vortritt. Es ging nur in einen Vorraum mit einer großen hölzernen Tür, für die der schwarz-haarige den Schlüssel heraus zog. Die Wände sind wirklich voll mit ihren Kunstwerken gewesen. Im Allgemeinen ist das ganze Büro mehr eine Art Schatzkammer gewesen als alles andere. Stünde der große Schreibtisch nicht mitten im Raum würde man wirklich denken es ist eine Abstellkammer mit Erinnerungen. Fotoalben und Mementos, diverse Erinnerungsstücke. Auch hier wieder hatte Yashiro seine ganz eigene Ordnung. Es gab einen Abschnitt nur für seine Frau, einen für seine Tochter und einen für Shiori. Kurz überlegte er der jungen Frau den Platz ihres Großvaters anzubieten, entschied sich dann aber dagegen und schob einfach die Stühle so zusammen, dass sie vor dem Schreibtisch sitzen konnte. Es gab drei Stühle in dem Raum, wenn man von dem Sessel absah. Die anderen beiden bot er Yamamoto und Rima an. Shichi selbst blieb stehen.
      Er ließ der Brünetten ersteinmal die Zeit alles auf sich wirken zu lassen und die Vertrautheit aufzunehmen, ehe er anfing. "Willkommen noch einmal. Das hier ist unser Hauptsitz. Von hier aus gehen auch einige der Schlafräume ab. Yashiro hat so etwas wie eine Herberge hier dran bauen lassen. Ansonsten haben wir noch Trainigsräume und eine große Kantine.", fing er mit den organisatorischen Dingen an, um zu verdeutlichen, dass es hier sehr gesittet zuging. "Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich gerne ein wenig organisiert an die ganze Sache heran gehen. Unsere Familie hat viele Bereiche, die wir dir gerne näher bringen möchten. Es gibt einige Menschen, die du kennenlernen solltest, um in Gänze zu verstehen was das Vermächtnis deines Großvaters wirklich beinhaltet. Und keine Sorge, den ganzen Weg über werden wir dich begleiten." Das war möglicherweise eine nettere Form zu sagen du hast jetzt einen Bodyguard. Und Rima verstand sofort was Shichi sich nicht auszusprechen traute und sprang mit ein. "Ich bin die beste unter den Besten, du kannst es mir glauben. Ich weiß wie man mit den Männern hier umspringen muss und wie ich wem am meisten auf den Sack gehen kann. Frag ihn", deutete sie auf Yamamoto. "Ich pass hier auf dich auf, dass dich keine krumm anguckt!"
    • Yomawari Shiori

      Shiori ließ noch einmal ihren Blick durch das Büro fahren, blieb an dem ein oder anderen Erinnerungsstück hängen, lächelte als sie die Tonfigur auf dem großen Schreibtisch erkannte, die sie ihrem Großvater mit 13 Jahren geschenkt hatte, selbst gemacht aus der Schule.
      Eigentlich hatten sie diese alle gemeinsam zum Muttertag gemacht, doch da Shiori zu dem Zeitpunkt keine mehr gehabt hatte, war ihr Großvater der einzige, dem sie die Figur hatte schenken können.
      „Sie ist wirklich gut darin anderen auf die nerven zu gehen.“, gab der blonde Mann mit einem recht müden, und doch genervten Gesichtsausdruck von sich, während er sich durchs Haar fuhr und einen genervten Seufzer von sich gab.
      „Sollte sie ihnen auf den Geist gehen, können sie sich jederzeit bei mir melden, little miss. Ich halte ihnen Stupidrima gerne vom Hals.“, bot Yamamoto an und die Brünette hatte nicht mehr als ein unsicheres Lächeln dafür übrig, da sie nicht so recht wusste wie sie sich verhalten sollte.
      Dennoch schienen sie alle bisher sehr nett zu sein, ganz anders, als sie es bei Yakuzas erwartet hatte, keiner von ihnen hatte diesen bösartigen, durchdringenden Blick auf Lager oder fluchte die ganze Zeit ununterbrochen.
      „Danke, aber... die Beste worin?“, verstand die junge Frau nicht so recht worauf die blonde Frau hinaus wollte.
      „Bevor du hier angekommen bist, hat Shichi Stupidrima und mich dazu beauftragt deine Bodyguards zu sein.“, klärte Yamamoto ohne jegliche Gefühlsregung das zukünftige Oberhaupt auf, einfach und schnell als würde man ein Pflaster schnell abziehen. Tat vielleicht umso mehr weh, aber dafür für deutlich kürzere Zeit. Ihn nervte dieses ganze auf Eierschalen herumgelaufe, wieso konnte Shichi nicht auf mit der Sprache heraus rücken?
      „Hm? Bodyguards? Aber ich.... danke, aber sowas brauch ich doch nicht.“, wollte die Brünette das freundliche Angebot ablehnen, ohne zu wissen, dass es weniger ein Angebot und mehr eine Tatsache war. Shiori konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wofür ausgerechnet sie Bodyguards benötigen könnte!
      „Natürlich brauchst du das. Du bist die Erbin einer Millionen schweren Untergrundorganisation, sobald man dein Gesicht hier öfter sieht wird es früher oder später jemand auf dich abgesehen haben. Die Welt ist nicht so freundlich wie du... ah, Verzeihung, sieglauben. Bisher mag es niemandem aufgefallen sein, dass sie seine Enkelin sind, womöglich hat Yashiro-sama alle möglichen Spuren so gut wie möglich verwischt, aber nun, da sie hier täglich ein und aus gehen werden, dürfte sich das als nicht so einfach herausstellen. Irgendwelche Maulwürfe gibt es immer.“, sprach der Blonde die harte Realität einfach aus und es war Shiori anzusehen, wie nervös sie diese Vorstellung machte.
      War sie jetzt etwa wirklich in Gefahr? Nur weil sie sich dazu entschlossen hatte dem Wunsch ihres Großvaters zu folgen... hatte sie etwa doch die falsche Entscheidung getroffen?
      „Das heißt nicht, dass wirklich etwas passieren wird. Natürlich geben wir unser bestes Yashiro-samas Enkelin zu beschützen, niemand hier möchte, dass ihnen etwas geschieht. Sehen sie es als Vorsichtsmaßnahme.“, seufzte Yamamoto, dem aufgefallen war wie nervös seine Worte die junge Frau machten. Konnte man wirklich so naiv sein?
      „Aber.... bedeutet das, dass sie mir rund um die Uhr folgen werden?“
      „Das ist es, was Bodyguards machen. Wobei Rima dies zum Großteil übernehmen wird. Ich werde sie begleiten wenn meine anderen Aufgaben es möglich machen.“
      „Aber wie soll dass dann den Leuten mit denen ich zusammen wohne erklären? Oder meinen Freundinnen?“
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    • Yamada Shichi
      Der Blick, den die junge Frau Yamamoto zuwarf hätte ihn auf der Stelle tot umfallen lassen können wie seine Schüsse es normalerweise taten. "Du unsenibler...", grummelte sie in sich hinein und schnappte sich wieder seine Krawatte und riss diese achtlos zu Boden. Shichi war es, der die Situation schnell retten musste und versuchte die Aufmerksamkeit Shioris wieder ganz auf sich zu lenken. "Yamamoto ist es gewohnt die Dinge beim Namen zu nennen, allerdings hat er Worte genutzt, die die ganze Situation in das falsche Licht rücken könnten. Wie gesagt, Rima ist was persönliche Sicherheit angeht unser absolutes Ass, auch wenn man es ihr vielleicht nicht direkt ansieht." - "Hey!" Genervt hob Shichi die Hand und ließ sie damit sofort verstummen. "Es ist wahr, dass ich möchte, dass du einen Bodyguard hast. Allerdings nicht zwangsläufig weil ich erwarte, dass jemand dir in irgendeiner Form das Leben trachten könnte. Es ist viel eher so, dass wenn die Nachricht publik wird wer du bist oder besser gesagt wer dein Großvater gewesen ist, dass man durchaus auf die Idee kommen könnte dir Angebote zu machen. Ob es nun Geld ist oder politischen Einfluss, man weiß nie welche Mittel die anderen Gruppen im Ärmel haben könnten. Eine Ehe mit der Erbin einer Yakuza öffnet viele Türen. Siehe es als eine Möglichkeit Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen. Selbstverständlich wird Rima nicht bei dir einziehen oder dergleichen." Shichi versteckte seine Hände in den Taschen seiner Hose. "Lediglich zur Uni und hier ins Quartier wird sie dich begleiten. Und du kannst sie als persönliche Assistentin betrachten, wenn du irgendwelche Erledigungen verrichten musst. Öffentliche Orte eben. Und sie muss auch nicht immer aussehen wie jetzt."
      - "Willst du mich verarschen, was sollen denn diese Tiefschläge hier auf meine Kosten?!", meldete Rima sich empört zu Wort. "Was hast du gegen meine Klamotten?" Shichi musterte sie noch einmal. Sie trug eine schwarze Anzughose und ein weißes Hemd, dessen Ärmel hochgekrempelt gewesen sind und ein passendes Jackett, dass sie über dem Arm mitführte. "Ich spreche davon, dass du auch Alltagskleidung hast in der du nicht aussiehst, als wärst du angestellt bei einer Personenschutzfirma. Sie kann sich einfach als eine neue Freundin von dir vorstellen. Oder Cousine, die noch nicht lange in der Stadt ist. Du wirst sie sicherlich kaum bemerken. Es dient nicht nur deiner Sicherheit, sondern auch einer Formalität. Auch unsere Männer sollen direkt wissen, dass du ernst zu nehmen bist. Und am besten machst du das mit dem Bodyguard des Bosses, wenn du verstehst was ich meine. Es vertritt eine gewisse Symbolik. Du bist jetzt so gesehen eine Person des öffentlichen Lebens."
      Rima wurde jetzt erst bewusst, dass sie wird die neue Chefin in die Uni begleiten müssen. Was soll sie denn den ganzen Tag machen, wenn sie Babysitterin spielen muss. "Yamamoto wird wie gesagt nicht zu oft dabei sein. Erst dient Rima lediglich als Unterstützung. So sehr sie sich auch zanken mögen, ich garantiere dir wenn sie zusammen sind wirst du es nicht einmal schaffen dich an einem Papier zu schneiden. Es gibt in der ganzen Stadt kein besseres Team. Ist das für dich in Ordnung?"