Fushi - Are we Humans? [Lucy~ & Aozora]

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    • Fushi - Are we Humans? [Lucy~ & Aozora]

      Hier geht es zur Vorstellung :D
      @Lucy~

      Yushin Akiyama

      "Hört auf!" schrie Yushin auf, völlig schweiß gebadet und außer Atem. Nach einem kurzen Moment konnte er sich fassen. "Schon wieder dieser Traum.." murmelte er, und fasste sich dabei an den Kopf. Noch immer voller Schweiß, als hätte er Todesangst.
      Langsam sammelte er sich und setzte sich an den Rand des Bettes. Der Wecker klingelte kurz darauf, und durch die Jalousien drang die Morgensonne leicht durch. Nur wenige einzelne Strahlen.
      Er träumte meist schlecht, weshalb es ihn auch schwer fiel überhaupt zu schlafen. Doch konnte er absolut nichts dagegen tun, ist ja nicht so, als würde er jemanden etwas davon erzählen. Nein, Yushin konnte sich keine Gefühlsduselei erlauben. Niemals.
      Er stand auf, währenddessen schaltete er seinen Wecker ab, der 5:00 Uhr Morgens anzeigte, und ging daraufhin ins Bad um sich zu duschen.
      "Bald ist es soweit.." murmelte er zu sich während der Dusche, stützte sich mit seinen Armen an der Wand ab und ließ das Wasser über nackten seinen Körper prasseln.
      Nach der erfrischenden Dusche, bedeckte trocknete er sich ab, zog sich Unterwäsche an und ging Richtung Wohnzimmer, wo er den Fernseher anschaltete und sein Frühstück, an der kleinen Küche vorbereitete, das im gleichen Raum war wie sein Wohnzimmer.
      Mit einer Schüssel Müsli und Joghurt sah der Tag wenigstens etwas besser aus. Im Fernsehen lief aber nur der gleiche Müll. "Langweilig.. Nichts neues.. schon gesehen.." murmelte er, während er durch die Sender wechselte, bis er bei den Nachrichten ankam.
      "Wir wissen noch nicht wer zu so einer grauenvollen Tat im Stande ist doch die Polizei versicherte, dass es wahrscheinlich sich um ein weiterer Mord eines Fushis handelt.." erzählte die Nachrichtensprecherin, die dazu Bilder zeigten von einer jungen Dame.
      "Tsk.." machte Yushin nur und aß weiter sein Müsli. "Schon wieder eine.." fügte er hinzu und aß dabei weiter. "Selbst schuld, wenn man alleine durch die Gegend läuft."
      Es waren in den letzten Monaten gleich Drei solcher Morde passiert. Das war zwar immer noch eine seltene Angelegenheit, jedoch hatte Yushin das Gefühl das es immer schlimmer werden würde.


      Nachdem er aufgegessen hatte, ging er in seinen Raum und zog sich etwas drüber. Ein kurzärmliges weißes Hemd und eine normale Jeans, so was er meist trägt. Seine Haare ließ er so, und machte sich samt seiner Tasche, die bereits fertig gepackt war für die Uni auf den Weg dorthin.
      Unten angekommen blieb er vor seinem Auto stehen, nichts besonderes aber gut um von A nach B zu kommen, und holte aus seiner Hosentasche seine Packung Zigaretten raus. Davon nahm er sich eine und zündete sie mit dem drin liegenden Feuerzeug an.
      Es war noch sehr früh am Morgen, doch hatte Yushin versprochen ein paar aus dem gleichen Semester heute früh auszuhelfen mit einer Aufgabe die heute abgegeben werden müsste. Er war nun mal Intelligent, und dieses Wissen versuchen viele Mitstudenten zu ihrem eigenen Interesse auszunutzen. Äußerlich gaben sie sich natürlich als Freunde, doch Yushin kannte schon die Wahrheit. Es ist aber nicht so, als würde es ihn großartig stören.
      Einen Moment lehnte er sich an seinen Auto, und genoss die beruhigende Wirkung dieser Zigarette... "muss wohl später neue kaufen.." bemerkte Yushin, als er in die Schachtel sah und nur noch 2 vorfand.
      Er packte sie in seine Tasche ein, warf die Zigarette auf den Boden und zerdrückte den restlichen Stümmel, um dann in sein Auto einzusteigen.
      Damit fuhr er schließlich zur Universität, die ca 20 Minuten von ihm entfernt war.

      Auf dem Parkplatz der Universität parkte er, wie immer, wo er bereits von seinen 'Freunden' erwartet wurde.
      "Hey Yushin! da bist du ja. Dachte schon du lässt mich hängen!" begrüßte der rothaarige Kai, Yushin. "Ach was." lächelte Yushin ihn an, beim aussteigen und nahm seine Tasche aus dem Auto. Schloss das Auto ab und ging dann zu Kai.
      "Würde ich doch niemals tun. Das weiß du." lächelte er weiter. Die beiden gingen Richtung Eingang, wo bereits noch 2 andere warteten. //Ernsthaft?..// dachte sich Yushin und seufzte innerlich. Doch äußerlich behielt er sein lächeln und betrat mitsamt der 3 Studenten die Universität. Sie war bereits schon sehr früh geöffnet, da viele Studenten schon deutlich früher eintreffen als ihre Kurse sind, um eben z.b. zu lernen.
      Zusammen setzten sich die Jungs in die Cafeteria um gesagtes zu tun. Doch einer der Jungs, ein Blondschopf namens Hayato lenkte ab während sie alle abgelenkt waren.
      "Hey habt ihr von diesem Mord im Shinjuku-Viertel gehört? das soll letzte Nacht passiert sein!" sprach er leicht verängstigt, was aber die anderen auch sofort beunruhigte.
      "Ja schon.. schon echt heftig, oder?" meinte ein anderer und schüttelte mit dem Kopf. "Wer das wohl war?" fragte Hayato verunsichert.
      "Egal wer es war, er wird sicherlich bald geschnappt werden." mischte sich Yushin auf einmal ein. "So jemand würde nicht einfach so davon kommen." fügte er noch schlussendlich zu und damit war das Thema für ihn beendet.
      "Bist du dir sicher?.." sprachen die Jungs darüber weiter.
      //Na toll, das wird wohl das Gesprächsthema heute sein..// dachte Yushin nach, aber versuchte sich wieder der Aufgabe zu widmen. "Es war sicherlich einer dieser Fushi's!" fügte wieder Hayato hinzu. "Sie sind doch einfach nur Monster." Dieser Kommentar hinterließ bei Yushin einen kalten Schauer, es so zu hören, war nicht sehr angenehm.
      "Wisst ihr was, ich werde einfach schonmal zum Saal gehen, in Ordnung?" meinte Yushin lächelnd, sich gar nichts anmerken lassen, wie wütend er war. Sammelte ohne weitere Worte sein Zeug ein, und machte sich wieder auf den Weg nach draußen. Das rief nach einer weiteren Zigarette.. Noch hatten sie etwas zeit, bis der erste Kurs los geht.

    • Juna Sato

      Der Wecker klingelte schrill und unfassbar laut. Juna grummelte ebenfalls laut, krallte sich den Wecker und schlug ihn gegen die Wand. Sofort erstummte dieser und knallte auf die harten Marmorfliesen ihres Appartments. Juna kicherte und vergrub ihr Gesicht ins Kissen. Sie liebte es auf diese Art und Weise ihren Wecker auszuschalten, denn dafür war er vorgesehen. Das hatte zwar den rollen Vorteil, dass der Wecker dies aushielt, blöderweise konnte sie ihn so aber nicht mehr auf Schlummern stellen und musste wohl oder übel aufstehen. Juna hatte bereits die Erfahrung gemacht, dass sie sonst nur verschlafen würde. Also rappelte sie sich auf, saß nun auf ihren Bett und rieb sich die Augen. Juna war noch lange wach gewesen und hatte ihren anstehenden Aufsatz fertiggestellt. Wieder einmal handelte er über die Fushis und ihrer Auffassung nach über die Fehlinterpretation ihrer angeblich fehlenden Menschlichkeit. Juna war nämlich der Auffassung, dass Fushis nicht größere Monster sein konnten, als die Menschen es ohnehin schon waren. Nachdem Juna sich den Schlafsand aus den Augen gerieben hatte, stand sie auf. Ihre Beine zitterten noch leicht vor Müdigkeit. "Maaaaaan, ich will nicht", grummelte sie, wie jeden Morgen. Es war eigentlich egal, wie lange Juna schlief. Sie war so oder so immer müde. Langsam schlich sie sich in ihr Badezimmer, es sah fast so aus, als wäre sie ein Zombie, und setzte sich als erstes auf die Toilette, um ihr morgentliches Meeting abzuhalten. Anschließend wusch sie sich die Hände und das Gesicht und fing an, ihre Zähne zu putzen. Zähneputzen war morgens wohl die zweitgehasste Aufgabe nach dem Aufstehen. Zwar war Juna immer gut gelaunt, doch sollte man sie lieber nichts morgens antreffen. Duschen würde sie heute Morgen nicht. Dies erledigte Juna immer abends. Zum einen, weil das morgentliche Duschen mit der anschließenden einschneidenen Kälte furchtbar war, zum anderen, weil sie sonst noch ewig mit ihren langen Haaren beschäftigt sein würde. So musste sie das lange leicht rosafarbene Haar nur noch mit zwei Haarbändern links und rechts einfädeln. Da sie am heutigen Morgen auch noch ziemliche Augenränder hatte, deckte sie alles mit Makeup so makellos ab, dass man kaum sah, dass sie welches trug. Das hatte auch den Vorteil, dass sie sich ihre gehassten kleinen Sommersprossen ebenfalls mit abdecken konnte. "Schon besser", lächelte sie in ihr Spiegelbild hinein und zog sich ihren Schlafanzug aus. Sie schnappe sich ein weißes Hemd aus dem Kleiderschrank ihres Schlafzimmers, einen schwarzen Blazer sowie eine schwarze Jenashose heraus. "So siehst du schon aus wie eine waschechte Journalistin", kicherte sie in ihr Spiegelbild am Schlafzimmerschrank. Journalistin zu werden war schon immer ihr größter Traum und dafür tat sie auch alles. Die Universität sah ihr Potenzial und gab ihr sogar ein Stipendium, sodass Juna sich nur noch um ihre Wohnung und ihren Lebensunterhalt kümmern musste. Blöderweise bekam sie durch ihre Fushin Leidenschaft nicht immer gute Noten, da die Dozenten einfach ganz anderer Meinung waren als sie. Das aber störte sie nicht. Sie sah es gar nicht ein, den Dozenten das zu Lesen zu geben, was sie hören wollten. Juna blieb ihrer Meinung stets treu und irgendwann fanden sich die Dozenten damit dann auch mal ab und benoteten nur noch ihre begründeten Argumentationen. Als Juna in der Bahn zur Universität saß, steckte sie sich ihre Kopfhörer ins Ohr und hörte wie immer morgens die Nachrichten. Das Tagesaktuelle Thema waren wieder die Fushis und ein von ihnen angeblich verübter Mord im Stadtteil Shinjuku. Juna rollte mit den Augen. Alles wurde stets auf die Fushis geschoben, ohne wirklich begründete Beweise dafür zu haben. Es gab auch wirklich kranke Menschen auf dieser Welt. Diese Erfahrung hatte Juna bereits in der Vergangenheit gesammelt, also warum wurde es immer auf die Fushins geschoben? Das war eine Sache, die Juna irgendwann endlich ändern wollte. Das junge Mädchen stellte ihr Handy ab, nahm die Kopfhörer aus den Ohren und sah durchs Fenster nach draußen. Auf großen Leinwänden wurde die Leiche, zwar mit einem Tuch bedeckt, gezeigt. Ihr Arm schaute raus und man konnte eutliche Bissspuren erkennen. "Genau, verstört doch gleich auch noch eure Kinder", murmelte Juna leise mürrisch und sah wieder geradeaus. "Campus der University of Tokio", ertönte eine Durchsage aus der Straßenbahn und Juna stieg gemeinsam mit gefühlten 100 weiteren jungen Menschen aus. Die Sonne brannte auf sie herunter und Juna blieb kurz stehen, um diese u genießen. Sie gönnte sich solange die Wärme, bis ein schwarzhaariges Mädchen lachend auf Juna zustürmte. "Junaaaaa~ du wirst es nicht glauben", sagte sie und schwang sich um den Hals der Rosahaarigen. Juna verlor fast ihr Gleichgewicht, konnte sich aber gerade noch so auf den Beinen halten. "Heeee!", brüllte Juna. "Was ist denn los, Haru?", fragte sie verdutzt und lächelte ihre Freundin hat. Haru kam Junas Ohr nah und flüsterte: "Nunja, Sai und ich habens getan", kicherte sie. "WAAAAS?", schrie Juna auf. "Echt?", fragte sie ungläubig nach und ihre Freundin nickte bestätigen. "Na dann, herzlichen Glückwunsch zur offiziellen Bezeichnung 'Frau', Willkommen im Club", sagte Juna kichernd und ging mit Haru los zum Gebäude. "Ohh Juna, es war perfekt", kicherte sie. Juna hörte Haru nicht sonderlich gut zu, als sie erzählte, wie wunderschön romantisch Sai alles hergerichtet habe und so weiter. Das war einer der Themen, mit denen Juna nichts sonderlich Gutes verband. Sie tat dennoch so, als würde sie Haru zuhören. Die merkte es ohnehin nicht, dass Juna gar nicht zuhörte. Erst als Haru ihr eine Frage stellte: "Wie war eigentlich dein Erstes Mal? Ich bin deine beste Freundin und du hast mir nie etwas davon erzählt", meinte Haru tadelnd, aber lächelnd. "Geht dich nichts an, Haru", meinte Juna mürrisch und Haru sah sie entsetzt an. Sofort lenkte Juna ihren Gemütszustand um. "Nunja, nie was davon gehört, dass eine Gentledame genießt und schweigt?", lachte Juna auf. "Oh, der Spruch geht aber anders", lachte Haru. "Nun, aber nicht bei mir", erwiderte Juna schlagfertig und beendete damit dieses Thema.
      Vor der Universität tummelten sich schon die Menschenmassen. 'Ob sich hinter irgendeinen dieser Menschen wohl ein Fushin befindet?', fragte sich Juna in Gedanken versunken und ihr Blick fiel auf einen weißhaarigen jungen Mann mit einer Zigarette im Mund. Plötzlich kam Sai aus der Ecke. "Hallo ihr wunderschönen Frauen", ertönte es und Sai umarmte die beiden Mädchen. "Guten Morgen Sai", meinte Juna. Sai grüßte zurück und küsste seine herzallerliebste Haru. "Ich liebe dich", hauchte er ihr ins Ohr. Juna lächelte zufrieden. Sie fand es schön, dass ihre beiden aller besten Freunde zueinander gefunden hatten. "geht doch schon mal rein, ich muss noch atmen gehen", sagte Juna und zückte ihre elektronische Zigarette. "Du musst damit aufhören", meinte Haru ernst. "Noch nicht", meinte Juna lächelnd und gesellte sich zu den Menschen am Raucherplatz. "Bis gleeeeeich~", rief Haru ihr hnterher. Sai wirkte nur freundlich.
      Juna zog an ihrem Dampfer und erfreute sich, wie immer, über den dichten weißen Rauch, der sich bildete. Das machte ihr am Rauchen am Meisten Spaß. Sie stand etwas weiter entfernt von dem jungen Mann mit den weißen Haaren. Juna kannte ihn nicht, da er wohl nicht Journalismus studierte. Aber gesehen hatte sie ihn schon oft an diesem Platz, was nichts besonderes gewesen war. Während sie es genoß, auch einige Ringe mit dem Rauch zu formen, stellte sie erschreckend fest, dass sie ihren USB-Stick mit ihren Aufsatz zu Hause vergessen hatte. "FUCK!", stieß sie wütend aus und kramte in ihrer Tasche. Nichts!! Die Menschen um sie herum beachteten Juna gar nicht, weil sie mit sich selbst beschäftigt gewesen waren. Juna seufzte laut und sah auf die Uhr. Verdammt, der nächste Bus und die nächste Bahn kamen erst in einer Stunde. So viel Zeit hatte Juna nicht, bis ihr Kurs begann. Also schulterte sie ihre Tasche, steckte ihren Dampfer ein und lief zu Fuß Richtung nach Hause.
      Auf dem Weg versteckte sich die Sonne und die Wolken nahmen eine Blumenkohlartige Form an. Es donnerte laut und die Stadt dunkelte sich schlagartig ab. "Was soll das denn jetzt?", fragte sich Juna. Heute Morgen war nirgends die Rede von Gewitter. Ihr blieb jedoch nichts anderes übrig, als weiterzugehen. Heute musste sie in jedem Fall ihren Aufsatz abgeben und vorher wollte sie ihn im PC-Raum ausdrucken, da Juna zu Hause keinen Drucker besaß. Sie hielt ihre Tasche am Riemen fest, bewegte sich nun schneller und begann eine Abkürzung zu nehmen. In einer ziemlich dunklen Gasse, die menschenleer gewesen war, ertönte plötzlich eine Stimme. "Juna Sato also, was machst du hier so allein?", fragte eine männliche Stimme. Juna drehte sich erschrocken um und sah eine schwarzbegleitete Person mit dunkler Sonnenbrille.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Yushin Akiyama


      So langsam tummelten sich immer mehr Menschen herum, und die kurze ruhe Zeit für Yushin war damit zu ende. Seine Rauchzeiten, waren eigentlich seine einzigen Zeiten um etwas zu entspannen. Doch wenn viele Menschen um ihn herum waren, die auch noch laut redeten, lachten oder sogar schrien war es schwer mit dem entspannen.
      Damit hatte sich diese Pause für ihn auch erledigt, ging zum Aschenbecher, der extra dort bereitgestellt wurde, und drückte seine Zigarette darin aus.
      Im anderen Augenblick holte er aus seiner Hosentasche sein Smartphone, um die Uhrzeit zu erfahren. //7:32.. ich habe noch etwas Zeit../ dachte er und erinnerte sich dran, dass er nur noch eine Zigarette hatte. Die würde niemals reichen für den ganzen Tag.
      Bevor er losging, schreckte er jedoch plötzlich auf. Irgendein Mädchen fing fast schon hysterisch an zu schreien, als er grade an ihr vorbeiging.
      Einen kurzen Blick wandte er zu ihr.. sie hatte er hier schon paar mal gesehen, aber wirklich kennen tat er sie nicht. Sie kramte in ihrer Tasche, //hatte sie vielleicht etwas verloren oder vergessen? // dachte der junge weißhaarige, eigentlich wollte er dem keine weitere Beachtung schenken, doch bekam er grade ein wirklich merkwürdiges Gefühl, als sie an ihm vorbeilief um anscheinend den Campus wieder zu verlassen. Er starrte ihr einen Augenblick hinterher, bemerkt dabei, dass eine andere Person ebenso daraufhin den Campus verließ. Erkennen konnte er aber nicht wirklich wer.
      "Was auch immer.." murmelte er leise zu sich, versuchte nicht weiter an dieses merkwürdige Gefühl zu denken und kümmerte sich wieder um sein eigenes Ding.
      //Dann gehe ich mir wohl noch neue Zigaretten kaufen.. ich habe ja zum glück noch etwas Zeit..// stellte er fest. Sein Kurs würde erst um 8:20 losgehen, deswegen hatte er auch keine eile.
      Ein Lebensmittelladen, der auch Zigaretten verkauft, war nur ca 5 Minuten entfernt. Ganz entspannt ging er also Richtung des besagten Ladens, um sich eine neue Ladung seiner 'Nervenmedizin' zu holen, und eventuell noch etwas zum trinken da er seins vergessen hat.

      Kurz vorm Laden angekommen war, auf der anderen Straßenseite, beschlich Yushin wieder so ein merkwürdiges Gefühl, als er eine Person in die Seitengasse reinlaufen sah. Dieses eine Mädchen von vorhin eilte doch auch in diese Richtung? war es etwa der, den Yushin sah? Nach den Nachrichten die wieder rumgehen alleine irgendwo rumzulaufen war im Moment immer gefährlich, jeder war also selbst schuld wenn er es dennoch tat.
      //Das ist einfach nicht mein Problem..// dachte er wieder nach und lief über die Straße, als die Ampel grün wurde. Während er rüber lief bemerkte er, wie das Wetter sich schlagartig änderte und man von irgendwo einen Donner hören konnte. "Ernsthaft jetzt?" meckerte er und lief schneller über die Straße zum Laden, nicht das es dazu noch direkt regnen würde. Zögernd vorm Laden blieb er aber stehen.. er war sich einfach nicht sicher, ob es die gleiche Person grade war, die er vorhin auf dem Campus gesehen hat.

      "Verdammt." fluchte er, ging Richtung dieser Gasse, die diese komische Person grade betrat und schaute sich um. Er konnte es einfach nicht auf sich beruhen lassen, bis er sicher gegangen ist, dass sein Gefühl sich getäuscht hat. Wobei dies eigentlich noch nie vorkam.
      Yushin betrat ebenso diese Seitengasse, die doch größer war als erwartet, Der Gestank der von den Mülltonnen kam war mehr als ekelhaft, vermutlich lebten auch paar Obdachlose hier.
      Es dauerte dennoch nicht so lange bis er Stimmen vernehmen konnte. Er folgte der Stimme, fand schließlich in einem sehr dunklen Teil der Seitengasse diese merkwürdige Person und das Mädchen, von vorhin.
      "Juna Sato also, was machst du hier so allein?" sprach eine dunkle männliche Stimme. Nicht wirklich eine, die Yushin jetzt irgendwie zuordnen konnte.
      "Es ist doch gefährlich.. komm ich begleite dich." fügte die Stimme hinzu, seine Stimme wirkte zwar ruhig, aber auch sehr bedrohlich.
      Grade wollte der schwarzgekleidete Mann das Mädchen namens Juna packen, das war für Yushin das Signal einzugreifen.
      "Komm mit mir" sprach der Mann, griff nach dem Arm des Mädchens, doch ging Yushin dazwischen. Packte blitzartig, das Armgelenk des Mannes.
      "Lass lieber die Finger von ihr." meinte Yushin und drängte sich dazwischen, noch immer das Armgelenk festhaltend.
      Dieser Mann riss seinen Arm aus den Griff des Weißhaarigen und fluchte. "Was mischst du dich da ein, huh?" war die ruhige Stimme schon deutlich rauer und grob geworden.
      Doch der sonst so freundlich wirkende weißhaarige, sah ihn nur mit einem bedrohenden Blick an, mit dem Rücken zum Mädchen und sprach:
      "Ich will dich nur von einem großen Fehler abhalten." meinte er stumpf, aber sein Blick verfinsterte sich immer mehr, sah fast so aus, als würde er ihn gleich attackieren.
      Der Mann trat einen Schritt zurück, nicht wegen Yushins Worten, sondern konnte man die Angst in seinen Augen sehen, als hätte er einen Geist gesehen. Aus Furcht wollte der Mann instinktiv wieder zuschlagen. Doch Yushin konnte den Schlag abfangen, was den Fremden umso mehr einschüchterte.
      Ohne weitere Worte machte sich der Fremde davon, auch wenn es sich nicht so anfühlte, als hätte man ihn das letzte mal gesehen.
      Yushin war deutlich erleichtert, wäre es zur eine Konfrontation gekommen, wüsste Yushin nicht wie er reagiert hätte. Immerhin verletzte er nicht gerne andere, einfach so. //Zum glück war es so ein Feigling..//
      Mit einem Seufzer und einem wieder aufgesetzten lächeln drehte sich Yushin zum Mädchen namens Yuna um.
      "Gehts dir gut?" fragte er dann. Wirklich froh darüber, das diese Situation Gewaltfrei geregelt werden konnte, da dieser Stalker, oder wer auch immer das war, sich leicht einschüchtern gelassen hat.

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    • Juna Sato

      Im ersten Moment erkannte Juna diesen schwarz bekleideten Mann nicht. Ihr Herz fing an zu pochen. Zwar war sie sich irgendwie sicher, dass sie nicht vor einem Fushis stand und weiß eigentlich auch, dass sie vor Fushis keine Angst zu haben braucht, dennoch breitete sich in ihrem Magen ein komisches Gefühl aus. Wieder wurde ihr klar, dass die Medien auf die Gesellschaft große Macht ausübte. Trotz allem, was sie über Fushis recherchiert und herausgefunden hatte, hatte sie doch Angst, am lebendigen Leib gefressen zu werden. 'Sei nicht so dumm, Juna!', dachte sich die junge Erwachsene und richtete sich voller Selbstbewusstsein auf. "Geh weg!", fauchte sie, doch ihre Stimme zitterte. "Es ist gefährlich ... komm ich begleite dich", meinte der Mann und trat einige Schritte auf Juna zu. Aus Reflex ging Juna genauso viele Schritte zurück, wie er vorgekommen war. Diese Stimme kannte sie doch von irgendwoher. 'Oh nein!', dämmerte es ihr langsam. "Hau ab, ich will mit dir nichts mehr zu tun haben", schrie Juna und in diesem Moment versuchte er ihren Arm zu packen. Er wollte sie zwingen mit sich zu kommen. Plötzlich stand ein großer, weißhaariger junger Mann zwischen den Beiden. Juna blickte hoch und starrte auf seine wehenden Haare im Wind. "Das ist doch...", flüsterte sie leise. '...dieser Kerl von der Uni', dachte sie ihren Satz dann vollendet in ihrem Kopf. Er große Kerl forderte den dunkel bekleideten auf, seine Finger von ihr zu lassen. Junas Herz pochte wie wild. Sie hatte Angst, diesmal nicht um sich selbst, sondern um ihren Retter. Sie wusste zu was der dunkel gekleidete Mann in der Lage gewesen war, schließlich ging sie mal mit ihm aus.
      Juna konnte nicht viel erkennen, da der weißhaarige genau vor ihr Stand und sie nur seinen Rücken sah, dennoch spürte Juna eine unglaublich furchterregende Aura. Ihr Körper versteifte sich und sie konnte sich nicht regen. Ihr ehemaliger Freund holte zum Schlag aus, doch der Weißhaarige konnte diesen Schlag genauso schnell stoppen, wie er gekommen war. Plötzlich verschwand sein Gegner, was Juna kaum verstand. Sie war sehr froh darum, doch kannte sie ihn gut genug, um zu wissen, dass er sich eigentlich mit dem Weißhaarigen hätte gerne prügeln wollen. Der Mann vor ihr drehte sich zu Juna um und fragte sie, ob es ihr gut ginge.
      Juna schaute nach oben in seine Augen und ihr Herz pochte noch immer. "Eh...", stotterte sie. "Ja, ich... glaube... ich denke schon... danke...", sagte sie zittrig und atmete kurz auf. "Verdammte Scheiße. Dieser ... arg", regte sie sich plötzlich auf. "Es tut mir leid, dass du da mit rein gezogen wurdest", entschuldigte sich Juna schließlich. "Du bist auch auf der Uni oder? Ich glaube, ich habe dich rauchen gesehen", meinte sie und lächelte den weißhaarigen Mann freundlich an. "Ich bin dir wirklich was schuldig. Wenn du magst, lade ich dich heute Mittag in der Mensa zum Essen ein. Und... ich möchte kein Nein hören ok?", lachte sie auf. Sie war endlich wieder sie selbst. "Aber jetzt muss ich los. Ich habe meinen Aufsatz über die Fushis zu Hause vergessen", meinte sie und erkannte nach diesem Satz einen komisch wirkenden Blick des jungen Mannes vor ihr. "Ich mag die Fushis", meinte sie schließlich, um sich für irgendetwas rechtfertigen, was sie eigentlich nicht rechtfertigen wollte. Aber Juna wollte klar stellen, wie sie in diesem Thema dachte. Denn sie mochte Menschen nicht, die Fushis bekriegten und wenn er ein solcher war, dann brauchte sie ihn wirklich nicht zum Essen einzuladen. "Nun denn, wir sehen uns in der Mensa. Ich bin übrigens Juna", sagte sie, während sie schon auf dem Weg weiter lief und immer schneller wurde. Jetzt musste sich Juna wirklich beeilen, um pünktlich in ihre Vorlesung gehen zu können. "Bis später!", rief sie von weiter weg winkend und kicherte ein wenig.
      'Ohhh, der is aber süß', dachte sie sich, als sie nach Hause lief. Was für eine wirklich komisch Begegnung. Die ganze Zeit über dachte Juna darüber nach. Auch später in der Vorlesung konnte sie sich kaum darauf konzentrieren, was der Professor vorne erzählte. "Dieser Blick", murmelte sie leise. Es kam ihr irgendwie komisch vor und sie wollte unbedingt herausfinden, wie der Weißhaarige über die Fushis dachte. Immerhin konnte Juna ihren Aufsatz pünktlich abgeben und musste sich nicht mit ihrem komischen Ex-Freund herumschlagen. Das wäre wirklich gefährlich geworden mit ihm. Juna seufzte. Wenn das so weiter ginge, müsste sie wohl eine Verfügung gegen ihn stellen müssen.
      Der Professor der Universität beendete die Vorlesung und endlich war es Zeit in die Mensa zu gehen. "He Juna, essen wir zusammen?", fragte ihre Freundin Haru. "Heute nicht, ok? Ich hab was vor", lächelte Juna, winkte ihren beiden Freunden zu und machte sich auf den Weg in die Mensa. Ob er überhaupt kommen würde?
      Juna setzte sich an einen freien Tisch und wartete geduldig ab. Währenddessen spielte sie auf ihrem Handy ein Spiel, um sich die Zeit zu vertreiben.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Yushin Akiyama


      Zunächst schien es fast so, als hätte dieses Mädchen wirklich angst gehabt, doch war es wirklich vor ihm? Yushin ist sich manchmal selbst nicht bewusst, wie furchterregend er sein kann, wobei das noch gar nichts war.
      Sie antwortete zögerlich doch schien sie sich langsam wieder einzukriegen.
      "Das ist schon in Ordnung. Du hattest wohl glück das ich hier zufällig vorbeikam." lächelte er leicht beschämt. Nicht das es noch so aussehen würde, dass er ihr mit Absicht hinterherlief. "Ich möchte mich ja nicht zu sehr darin einmischen, aber ich würde wohl lieber damit zur Polizei." verschränkte er dann seine Arme. Eigentlich war es ihm schon egal, was passiert wäre, wenn er nicht vorbeigekommen wäre, doch er war ziemlich gut darin, Interesse oder Sorge vorzutäuschen. So würden normale Menschen das doch untereinander tun, oder? Er kannte sie aber immerhin nicht, also war es schon uninteressant, wenn ihr was passiert wäre, so eiskalt es auch klingen mag.
      "Ja genau." beantwortete er dann ihre Frage weiterhin mit einem lächeln. "Heh, ja ist wohl immer noch eine blöde Angewohnheit." wobei er wusste, dass er sie eben da auch schon paar mal gesehen hatte, erwähnte er es einfach nicht.
      Ihr Angebot, ihn zum Essen in der Mensa einzuladen wollte der junge Mann eigentlich ablehnen.
      "hmm.. na gut, wie kann ich da nein sagen." belächelte er es nur wieder beschämt, doch innerlich bereute er es jetzt schon, da nicht einfach nein gesagt zu haben. Manchmal wünschte er sich doch, dass er sich nicht so verstellen müsste in der Öffentlichkeit.
      "Aber jetzt muss ich los. Ich habe meinen Aufsatz über die Fushis zu Hause vergessen" sprach diese Juna.
      "Ein Aufsatz über..Fushis?" war er leicht verwirrt, innerlich fluchend, was da wohl für lügen wieder drinstehen könnte, doch beteuerte sie, dass sie Fushis mögen würde.. "W-was?" war er für einen kurzen Moment nur noch verwirrter, und wusste nicht so ganz wie er darauf reagieren sollte. Meinte sie das jetzt ernst, oder ist sie einfach irgendeine durchgeknallte? Yushin versuchte sich wieder einzukriegen, bevor er noch aus seiner 'Tarnung' rausfällt. Sowas würde ihn doch niemals komplett aus der Fassung bringen.
      Seine kurze Verwirrung wandelte sich in ein unsicheres lächeln wieder. "Das hab ich auch noch nicht gehört." belächelte er sie weiter, und verschränkte dabei die Arme. "Tut mir leid, ich kann mit diesem Thema nicht soviel anfangen." gab er vor, kratzte sich dabei sogar unsicher am Kopf und kicherte. "Aber ich wünsche dir viel Erfolg mit der Aufgabe." gab er sich sogar Neutral dem Thema gegenüber. Er bezweifelte stark, dass sie großartig was darüber weiß, zumindest nicht mehr als die Öffentlichkeit es nun mal tut. Weswegen er sich da wohl eher weniger Sorgen macht, wenn er sie nicht sogar als ein wenig merkwürdig findet. //Netter Versuch, aber niemand würde sowas ernst meinen..// sagte er sich jedoch innerlich, ohne sich was anmerken zu lassen.

      So schnell sie darüber sprach, war sie damit auch schon wieder verschwunden, nur noch mit ihren Namen und dass sie sich in der Mensa treffen.
      "Wo hab ich mich da nur wieder reingeritten.." murmelte er dann leise, nachdem er sicher war alleine zu sein und verließ ebenso wieder die Seitengasse, Richtung des Ladens, wo er eigentlich hinwollte.
      "Was ein merkwürdiges Mädchen.." murmelte er leise zu sich, während er den Laden betrat um sich seine tägliche Nervenmedizin zu besorgen. Auch wenn es ihn leicht zu denken gab, was genau sie wissen könnte, könnte es jedoch niemals etwas sein, was andere nicht schon längst wissen.
      Gedankenversunken kaufte er seine benötigten Sachen ein. "Das macht 1000 Yen bitte.." sprach die Kassiererin an der Kasse, für eine Packung Zigaretten und eine Flasche Wasser. Yushin gab ihr das Geld, packte die Sachen ein und machte sich direkt wieder auf den Weg zur Uni.
      Daraufhin ging sein Kurs auch schon los, wofür er seine Gedanken für wenigstens einer Weile beiseite schieben kann und lernen. Die Jungs, die mit ihm lernen wollten, waren eventuell auch leicht angesäuert, da sie die Aufgabe nicht mehr geschafft hatten.

      Nach dem Kurs gingen diese zu Yushin hin, der sie einfach quasi damit alleine gelassen hat. "Heeey Yushin." sprach der Junge von heut Morgen. "Wieso bist du einfach gegangen. Wir hätten deine Hilfe echt gebraucht." quengelte er, Yushin merkte aber wie wütend dieser Typ war. "Tut mir leid.. Ich konnte mich einfach nicht wirklich konzentrieren." gab er als ausrede, auch wenn es nicht wirklich der Grund war.
      "Mist.. Ich hab die Aufgabe für heute so versäumt.." sprach er enttäuscht. //Selbst schuld..// dachte Yushin wieder innerlich.
      "Ich helfe dir nächstes mal wieder, in Ordnung?" versprach Yushin dem nervigen Studenten namens Kai.
      "Wie wärs mit heute Nachmittag?" nervte er weiter. "Tut mir leid.." würgte Yushin in direkt ab. "Ich muss später.. zur Arbeit." meinte er und wimmelte ihn damit ab. "Ich muss dann aber auch jetzt los.. wir sprechen uns morgen, ok?" verzog sich Yushin ganz schnell und machte sich auf den Weg zur Mensa.
      Er hatte nun mal zugesagt, wäre doof da jetzt nicht aufzutauchen. Als er die Mensa betrat, wo sich bereits viele Studenten gesammelt haben um etwas zu essen, zu lernen oder einfach ihre Zeit zu vertreiben, war es nicht einfach dieses Mädchen ausfindig zu machen.
      Yushin stand neben den Eingang und glitt mit seinem Blick durch die ganze Mensa, bis er schließlich diese Juna entdeckt. Sie saß alleine an einen der Tische, mit ihrer Frisur und Kleidung dennoch nicht wirklich unauffällig. Weshalb Yushin sie nur noch merkwürdiger findet.
      "Hey, Juna." begrüßte er sie, als er Richtung des Tisches lief und winkte ihr beiläufig zu.
      "Tut mir leid, dass du warten musstest. Ein Freund hat mich noch aufgehalten.." entschuldigte er sich, auch wenn es wieder nur die halbe Wahrheit war. Er hatte sich auch einfach nur Zeit gelassen zur Mensa zu kommen.
      Er setzte sich daraufhin gegenüber von ihr, und stellte seinen Rucksack ab. // Merkwürdig..// behielt er im Hinterkopf, doch lächelte er wieder. "Hat es noch mit deinem Aufsatz geklappt?" fragte er äußerlich interessiert.

    • Juna Sato

      Juna war bereits fast schon vollends in ihrer Handyapp versunken, als sich jemand zu ihr setzte. Sie sah auf und erkannte den Jungen von vorhin. Sie lächelte, stand kurz zur Höflichkeit auf und hörte ihm zu, als er sprach. "Nein, nein, schon gut. Schön, dass du überhaupt gekommen bist. Ich muss dir sagen, dass ich selbst nicht wüsste, ob ich an deiner Stelle gekommen wäre", lachte Juna. "Ich kann schon sehr verstörend wirken", fügte sie kichernd hinzu. "Aber es freut mich wirklich", meinte sie schlussendlich und legte ihr Handy beiseite. "Mein Aufsatz?", fragte sie nach. "Du bist aber ein guter Zuhörer. Ja, ich hab ihn rechtzeitig abgegeben, was darauf folgt, weiß ich noch nicht. Die Dozenten sind nicht immer ganz begeistert über meine Aufsätze über die Fushis. Das ist mein kleines Projekt, weißt du", erzählte Juna frei heraus. "Meist sind die Dozenten ganz unterschiedlicher Meinung, was das betrifft. Und da hatte ich schon die ein oder anderen Kämpfe. Mittlerweile akzeptieren sie meine Meinung und meine Begründungen und benoten meinen Aufsatz qualitativ an meinen Ausführungen und weniger um den eigentlichen Inhalt", erklärte das junge Mädchen. Juna wurde kurz ungewöhnlich still und starrte leicht in die Leere, ehe sie wieder zur Sprache kam. Etwas betrübt sprach sie dann: "Ich verstehe diesen Wahnsinn einfach nicht. Nur, weil jemand etwas anders ist, ist er doch noch lange nicht kein Mensch. Das ist abartig, selbst für die menschliche Rasse selbst". Schließlich fand Juna ihre Freude wieder. "Aber naja, was soll man sagen?!... Wollen wir was essen?", fragte Juna den Jungen ihr gegenüber. "Aber warte mal, ich kenne gar nicht deinen Namen", kicherte sie. "Wie peinlich", fügte sie hinzu. Juna fand den Kerl wirklich interessant. Er hatte eine vollkommene andere Ausstrahlung, als jeder andere, der ihr begegnet war. Sie fühlte, dass er ein Geheimnis in sich trug. 'Was das wohl sein mag?', fragte sich das junge Mädchen und sah ihn erwartungsvoll an.
      Plötzlich riss ihr Handy sie vollkommen aus den Gedanken, da es anfing zu klingelte. "Oh entschuldige bitte!", meinte sie und nahm den Hörer ab. "Sato, Guten Tag", meldete sie sich am Handy. "Ehm... ja richtig", antwortete Juna am Telefon. "Jetzt sofort?", fragte sie entsetzt nach. "Ja natürlich habe ich das Geld.... ja... ja ok... mh... ich verstehe...Geben Sie mir etwas Zeit. Ich bin da dran... ja... Sie kennen einen?... das ist fantastisch. Natürlich. Ja, ich will den Namen... Ja, ich verstehe und bin bald bei Ihnen, dankeschön. Bis später", telefonierte Juna und legte schließlich auf. Nun musste sie erst einmal durchatmen und lächelte breit. "Oh verdammt. Gerade jetzt", meinte Juna leicht enttäuscht, aber dennoch glücklich. "Ich habe gerade etwas erfahren, was ich für meine Recherchen brauche", rechtfertigte sie sich, packte ihre Tasche und stand auf. "Bitte entschuldige mich. Mir ist das aber verdammt wichtig. Ich möchte, dass wir das hier noch mal probieren, ok?", fragte Juna liebenswert nach. "Hier ist meine Nummer", meinte sie, nahm sich einen Stift und schrieb ihre Handynummer ohne zu fragen auf den Arm des jungen Mannes. "Schreib mir doch mal heute Abend, ja?", forderte sie ihn freundlich auf. "Normalerweise bin ich auch nicht so unhöflich", kicherte sie, winkte ihm und verzog sich aus der Mensa.

      Juna ärgerte sich wirklich zutiefst, dass sie keine Zeit hatte, mit ihrem Retter zu Mittag zu essen, aber ein Informant hatte einen Namen eines Fushins herausgefunden und für das nötige Kleingeld würde er diesen Juna verraten und zwar NUR ihr. Mit Sicherheit würde ihm die Regierung einiges mehr an Geld übergeben, aber aus irgendeinem Grund war er eher Junas Informant. Vermutlich wusste er, dass die Regierung nichts wirklich gutes damit vorhatte. Schließlich machte sich Juna auf den Weg zu ihrem Informanten.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Yushin Akiyama


      Er musste kurz auflachen. "Ach was, das glaube ich nicht." sagte er zu ihr und lächelte weiter. //Eher sehr merkwürdig..// behielt er aber weiterhin in seinen Gedanken. "Ich kann doch sowieso schlecht nein sagen, wenn mich jemand nettes einlädt." fügte er schlussendlich hinzu.
      Als sie aber anfing, viel über diesen Aufsatz zu reden, bereute Yushin es etwas, nachgefragt zu haben. //Ich wollte jetzt nicht unbedingt alles wissen..// dachte er wieder, behielt aber sein lächeln bei und zeigte Interesse.
      "Stimmt du hattest heute Morgen auch etwas davon erwähnt gehabt. Das scheint dir ja wirklich wichtig zu sein. Darf ich davon ausgehen, dass du deswegen in diesen Bereich studierst? also Journalismus?" vermutete Yushin dann, auch wenn es ihn weiterhin eigentlich nicht interessiert, er konnte sich immerhin kein anderes Studienfach vorstellen, wo man solche Aufsätze schreiben müsste.
      Sie sprach weiter, und wurde mittendrin sichtlich betrübt. Wenn auch nur für einen Moment, wovon Yushin schon leicht verwundert war. Aber sie deutete auch sowas komisches heute Morgen an. Meinte sie das ernst? oder was sollte das werden.. Das fragte sich Yushin schon in diesem Moment.
      //Es gibt viel Wahnsinn auf dieser Welt.// dachte er daraufhin, womit man das aber nicht wirklich verharmlosen konnte. Yushin selbst konnte sich glücklich schätzen, noch ein Normales Leben führen zu können, naja halbwegs Normal, doch verliert er nie aus den Hintergedanken, was passieren könnte wenn es rauskommt. Dann könnte er dieses Leben hier niemals weiterführen. Und das konnte er nicht zulassen.
      Yuna sah wieder glücklicher aus, und bot daraufhin etwas zu essen an. "Hehe gerne, ich bin schon am verhungern." scherzte er, sah aber sie daraufhin schief an, als sie feststellte, dass sie gar nicht seinen Namen kannte. "Stimmt.. Akiyama Yushin. Freut mich." lachte er wieder und stellte sich höflich vor.

      Das 'nette' Gespräch hatte damit wohl ein Ende, als ihr Handy anfing zu klingeln. "Oh, kein Problem." meinte er nur, und sah sie an, während sie ranging.
      Etwas verwirrt war Yushin schon, da er nicht so ganz verstanden hatte, worum es in diesem Gespräch ging. Er wollte jedoch nicht zu neugierig erscheinen und packte demnach selbst sein Handy aus seiner Tasche. //Eine Nachricht?..// bemerkte er und sah auf die SMS.
      "Wir müssen reden!" stand da einfach nur, von 'Dai', natürlich wusste Yushin um wen es sich da handelt. Innerlich seufzend schrieb er zurück. "Ok. Treffen uns in 2 Stunden, du weißt wo." und schloss daraufhin seine Nachrichten. Tat weiterhin so als würde er am Handy spielen, doch gleichzeitig hörte er ihrem Gespräch zu. Es war nicht unbedingt Absicht, sondern einfach eine Angewohnheit alles zu belauschen. Könnte ja wichtig sein.
      //Geld.. sie kennen einen?.. wovon redet die?// fragte er sich, doch hatte er eine blöde Vermutung. Sie ist doch schon so 'fanatisch' nach 'uns'.. nein, dass glaubte er nicht. Sie muss etwas anderes meinen.
      Als ihr Gespräch beendet war schaute Yushin wieder zu ihr auf. "Alles in Ordnung?" fragte er dann. Es sah aber wohl so aus, als würde sie gehen müssen. Yushin war nicht dämlich, als sie meinte, dass wäre wichtig für ihre Recherchen. Und darüber ging es offensichtlich um welche wie ihn.. Fushis.
      "Ok.. " Sie sah so aufgeregt aus, als wäre es wirklich etwas wichtiges gewesen. "Dann kümmere dich lieber erstmal darum. Kein Problem." lächelte er nichtsahnend und stand auf, um sie zu verabschieden.
      Die aufgeschrieben Nummer auf seinem Arm sah er sich für einen Moment an, bis er wieder zu ihr sah. //Ihr ernst...// dachte er sich wieder. "Klar, ich schreibe dir später bestimmt." meinte er dann und winkte ihr wieder zu, als sie ging. "Das sehen wir ja dann." meinte er frech, und lachte dabei.

      Und weg war sie. Seine Miene wandelte sich von einem lächeln zu einem wirklich genervten Blick. //Warum tu ich mir sowas immer wieder an.// ärgerte er sich innerlich und setzte sich wieder hin. Eigentlich würde er das nicht wirklich ernst nehmen, doch dieser Satz 'sie kennen einen?' ließ ihn nicht los. Was genau hat sie damit gemeint? seufzend, nach etwas nachdenken beließ er es jedoch. Es sollte nichts schlimmes passieren, und selbst wenn, es kann niemals damit Yushin gemeint sein. Er hat sich immerhin immer sehr bedeckt gehalten, was sein 'zweites ich' angeht.
      Kurz darauf nahm er seine Tasche wieder, und verließ die Mensa. Sofort ging er zu seinem nächsten Kurs, wobei es eher nur eine Übung war. Da er sich aber in 2 Stunden mit Dai treffen wollte, beeilte er sich etwas. Zu seinem Glück, war die Übung ziemlich einfach für ihn, womit er also in einer knappen Stunde mit durch war. Während die anderen noch mit zu kämpfen hatten. So konnte er damit schon früher gehen und hätte damit für heute seinen Zoll getan.

      Damit machte er sich sofort auf zu seinem Auto, was er auf dem Parkplatz der Uni geparkt hatte, und fuhr damit erstmal nach Hause. Zuhause angekommen, legte er seine Sachen ab, und zog sich um. Eine weite Jeans, ein weißes T-Shirt, und darüber seine Jacke. Seine offenen Haare, machte er hinten einen kleinen Zopf, und ließ es recht offen und zersaust.
      Schon sah er aus, wie ein anderer Mensch. Er wollte einfach nicht, falls ihn jemand bekanntes sehen sollte, nicht erkannt wird. So ging verließ er wieder seine Wohnung, allerdings ohne Auto, machte er sich auf in die Innenstadt von Bunkyo.
      Pünktlich kam er damit an dem Treffpunkt an. Ein verlassenes Wohnhaus, zwar mitten in der Stadt, doch finden da nicht wirklich viele Menschen hin, da es eine kleine runtergekommene Ecke ist.
      Er betrat das Haus, wo selbst die Türen nicht mehr standen, es war eins, was mitten im Bau abgebrochen wurde. Deshalb stehen da auch noch so viele Materialen rum. Verlassen, runtergekommen, ein perfekter Treffpunkt also für solche 'Menschen' wie Yushin.
      Es gab paar mehr Fushis, als Yushin in Tokyo, die sich zusammengefunden haben. Sie teilen alle den gleichen Hass mit sich, weshalb sie sich zusammentaten im geheimen. Sie waren ganz unterschiedliche Menschen. Einer war ein normaler Bankkaufmann, ein anderer ein Baustellenarbeiter, oder eine Sportlerin, insgesamt waren sie aber nur zu 5. Sie waren nicht viele, doch sie hatten alle das gleiche Ziel.

      Dort also angekommen, im 4. Stock oben, wurde Yushin bereits erwartet. "Da bist du ja." sprach einer, als er Yushin die Treppe raufgehen sah.
      "Was gibt es so dringendes, was du mit mir besprechen willst?" kam Yushin direkt auf dem Punkt, klang viel schroffer und genervter als sonst.
      "Wir haben ein Problem. Du hast doch die Nachrichten gesehen, oder?" fing Dai direkt an. Er war ein dunkelhaariger, recht junger Mann. War aber viel in der Untergrundszene unterwegs, weshalb er viele Kontakte pflegte, und über alles bescheid weiß.
      "Diese Morde.. ich weiß wer sie begeht." sprach der dunkelhaarige weiter. "Du erinnerst dich doch an diesen Jungen, von letztens. Wir fanden ihn, eigentlich tot. Doch.."
      "überlebte er, und haute uns ab." vollendete er seinen Satz. "Woher willst du wissen, dass er es ist?"
      fragte Yushin ihn direkt.
      "Er wurde gesehen. Voller Blut, eines seiner Opfer. Es wurde noch nicht Publik, doch wenn es so weiter geht, wird es das. Und das wird dann nicht nur sein Problem sein." erzählte er weiter. "Und was ist das Problem?" obwohl Yushin sich schon denken konnte, fragte er dennoch nach.
      "Ich weiß von einer Quelle, dass bereits viele auf ihn aufmerksam geworden sind. Und das nicht nur irgendwelche Leute.. und wenn man ihn erwischt war es das."
      "Verdammt.." fluchte Yushin und fasste sich an die Stirn. "Er wird uns mit da rein ziehen, immerhin weiß er von uns." fügte Dai noch hinzu.
      Einen kurzen Moment hielt Yushin inne. Es war wenige Monate her, als sie auf diesen Jungen Fushi trafen. Doch, dass er wirklich diese Morde begehen soll..
      "Dann müssen wir ihn wohl vorher finden." schloss Yushin daraus und ballte seine Hand zur Faust.
      "Wissen die anderen das schon?" fragte Yushin ihn, doch er schüttelte den Kopf. "Ich wollte es erstmal nur dir sagen, da wir dafür einen kühlen Kopf brauchen werden." und Dai wusste, dass Yushin sehr wohl dazu in der Lage war. "Vorallem darf dies nicht unseren Plan behindern. Deswegen müssen wir uns alleine darum kümmern.
      "Na gut. Dann kümmer ich mich darum. Hast du schon einen Anhaltspunkt?"
      Er grinste Yushin nur an... "Natürlich."

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    • Juna Sato


      Es tat Juna sehr leid, dass sie ihr kleines Date so abbrupt abbrechen musste, aber sie recherchierte schon so lange, dass konnte sie sich also nicht entgehen lassen. Endlich würde sie einen Namen erfahren. Sie war komplett aus dem Häuschen!
      Also fuhr Juna schnellstmöglich mti der nöächsten Bahn nach Bunkyo, wo sich ihr Informant befand. Es war ein Stadtteil von Tokyo, wo sich Juna nicht gerne aufhielt. Hier trieben sich allke möglichen Menschen herum. Meist, um ihrer Leidenschaft für Baseball nachzugehen, aber auch viele Gangster und Verbrecher verbrachten hier ihre Zeit. Sie klingelte an einem Hochhaus und fuhr mit dem Aufzug in den 7. Stock des Gebäudes. Juna hatte etwas Höhenangst und der gläsernde Aufzug machte die Sache nicht gerade besser. Viele bewunderten diesen Ausblick, aber nicht Juna. Während sie hochfuhr, nahm sie einen Edding-Stift aus ihrer Tasche und schrieb etwas an die gläsernde Aufzugsmauer. 'Fushin sind Menschen', lächelte glücklich darüber und stieg im 7. Stock aus. Juna atmete kurz auf und lief dann an die Appartement-Tür ihres Informaten, an welcher sie anklopfte. "Komm rein, es ist offen", hörte sie eine männlcihe Stimme und trat ein. In einem abgedunkelten Raum mit Schwarzlicht sah sie ihren Informatanten Hideki. "Hey! Fröhlich wie immer, wie?", kicherte Juna uns setzte sich auf einen Sessel. Hideki saß, wie immer an seinem Computer. Er war ein dicklicher typischer Nerd. Unheimlich schlau und gewitzt und war älter als Juna. Sie schätzte ihn ungefähr auf 32 Jahre, aber sicher war sie sich da nicht. Die beiden sprachen nie über Privates, was der geschäftlichen Beziehung, dei die beiden pflegten, aber gut kam. "So, dann lass mich mal nicht warten", sagte Juna aufgeregt. "Und du mich auch nicht", meinte Hideki und drehte sich in seinem rollenden Computerstuhl um. Er trug einen 3-Tage-Bart und auf seinem Schreibtisch waren mehrere Dosen vom leerem Redbull. "klar doch", meinte Juna, lächelte und zog einen Umschlag hervor, in welchem Geld war und legte diesen auf den Tisch. Hideki zählte nicht nach, denn er vertraute ihr. Er drehte sich nochmal um, schrieb etwas auf einen kleinen Notizzettel und heilt diesen Juna hin. "Pass auf dich auf, ok?", meinte er schließlich, bevor Juna den Zettel entgegen nahm. "Ich bin unkaputtbar", kicherte die junge Frau und nahm den Zettel. Sie konnte nicht warten, bis sie im Aufzug war, also öffnete sie den einmal gefalteten Notizzettel. "Ichiro Kamamura; 1-chōme-1 Nezu, Bunkyo City", las sie vor. "Das ist gar nicht weit von der Universität Tokyo", meinte sie entrüstet. "Jup", antwortete Hideki ihr monton und war schon wieder mit seinem Computer beschäftigt. "Woher hast du denn diese infos?", fragte die junge Frau neugierig. "Was denkst du denn? Darknet", meinte der Nerd grummelig. "Danke Hideki, ich werde ihn aufsuchen", meinte Juna fröhlich und unbekümmert. Hideki drehte sich zu ihr um und sah sie besorgt an. "Du weißt, dass die Fushin erstens gar nicht scharf drauf sind aufzufliegen und zweitens treibt sich hier ein Mörder rum, der junge Frauen zerstückelt... pass auf deinen dünnen Arsch auf, klar?", meinte Hideki. "Klar doch", stimmt Juna ihm lächelnd zu. "Bis bald", meinte sie, winkte und verließ das Appartement und gleich darauf das Gebäude. Sie war voller Vorfreude und Anspannung, dass sie sich gleich auf den Weg zu der notierten Adresse machte. Das würde ihr Durchbruch werden! Sie hatte endlich einen Kontakt zu einem Fushin. Das erträumte sie sich schon seit Ewigkeiten.

      Juna war schon fast bei der Adresse angekommen. Natürlich würde sie nie etwas unüberlegtes tun, also legte sich sich erstmal in der Nähe auf die Lauer. Sie setzte sich auf eine Parkbank, hatte eine Sonnenbrille an und spielt an ihrem Handy herum. 'Noch keine Nachricht von ihm', dachte sie sich und war darüber etwas traurig. Irgendwie schien er ihr zu gefallen. Er hatte eine ganz spezielle Aura, die ihr sehr gefiel. Es machte sie etwas wehmütig, dass sie keine richtige Zeit mit ihm in der Mensa verbracht hatte und wer weiß, vielleicht hatte er schon keinen Bock mehr auf sie. Eine Nachricht von Haru ploppte plötzlich auf. 'Hey, wollten wir nach der Uni nicht zusammen was machen?', fragte ihre Freundin. 'Oh Stimmt', tippte Juna ab. 'Aber ich habe gerade was wichtiges zu tun', antwortete sie ihr. 'Achja, hat es was mit dem weißhaarigen Typen aus der Mensa zu tun?', fragte Haru etwas eifersüchtig nach. 'Woher weißt du das?', fragte Juna nach. 'Wir haben dich gesehen. Wir hatten auch Hunger', meinte Haru. 'Entschuldige, Haru :(. Nein, ich glaube nicht, dass er mich mag. Aber mit ihm hat es nichts zu tun, ich bin gerade am recherchieren', antwortete die junge Frau auf der Parkbank. 'Oh! Bitte pass auf dich auf. Wir reden später, okay?', schrieb Haru zurück und Juna sendete nur einen Daumen hoch. Juna musste sich konzentrieren. Erst jetzt bemerkte sie, dass unter dem Notizzettel noch etwas mit einer Büroklammer befestigt wurde. " !", sagte Juna leise zu sich selbst und sah sich diesen Typen an. "Ichiro.. mhh... er sieht so normal aus... ", flüsterte Juna. Natürlich sah er normal aus. Er war ja auch ein Mensch! Diese Vorurteile nervten Juna extrem. Vor allem, wenn sie sich selbst dabei erwischte.
      Wir alle fliegen hier unten...
    • Yushin Akiyama


      Dai, gab Yushin einen kleinen Zettel, worauf stand: 'Ichiro Kamamura; 1-chōme-1 Nezu, Bunkyo City' und fing an zu sprechen.
      "Er geht auf die örtliche Oberschule, im ersten Jahrgang, und wie es sich laut meinen Quellen rausgestellt hat, waren all seine Opfer, Mädchen, von der gleichen Oberschule. sie waren alle drei vor wenigen Wochen vorher verschwunden gemeldet worden, bevor ihre Leichen gefunden worden. Dazu kommt, dass Ichiro selbst, erst vor 1 Monat anscheinend verschwunden ist, wo er eben von einem Zeugen, voller Blut gesehen wurde." erklärte Dai, und sprach weiter. "Wie ich vermute, hat er sich selbst nicht unter Kontrolle, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis das nächste Mädchen verschwinden wird." erzählte er schlussendlich.
      "Hm.. für uns also umso wichtiger ihn so schnell wie möglich zu finden und aufzuhalten.." sprach Yushin leise zu sich selbst.
      "Bevor er uns alle mit ins Verderben zieht." fügte Dai zu Yushins Satz hinzu, zuckte dabei mit seinen Schultern. "Es wäre wohl kein Fehler, rauszufinden welche Mädchen, mit Kamamura zu tun haben. Wohlmöglich besteht da eine Verbindung." sprach Dai schlussendlich und seufzte.
      "Sag mir bescheid, wenn du irgendwas brauchst. Ich werde den anderen weiterhin nichts sagen, bis das Problem aus der Welt geschafft ist." wollte sich Dai damit wieder auf den Weg machen. "Achja und Akiyama.. Der Junge ist unberechenbar.. stell dich lieber darauf ein, dich wehren zu müssen." warf Yushin dabei eine Waffe zu, und verabschiedete sich mit diesen Worten.

      Yushin fing die geworfene Schusswaffe auf, betrachtete diesen tödlichen Gegenstand einen Moment lang und versteckte diese daraufhin unter seiner Jacke. Mit einem großen Seufzer verließ Yushin selbst das große, verlassene Gebäude.
      "Ich sollte wohl bei seiner Adresse anfangen.. ist nicht so weit von hier." murmelte Yushin leise zu sich selbst und machte sich auf den Weg. Eigentlich hätte Yushin kein Problem, sich um solche Dinge zu kümmern, aber es gab ihn ein Unbehagen, eventuell diesen Jungen 'töten' zu müssen. Natürlich könnte er ihn nicht direkt töten, aber es gibt Mittel und Wege ihn auch anders loszuwerden.
      //So ein Mist..// fluchte er gedanklich, ist auf dem Weg zu dem Haus des Jungen sehr Gedankenverloren, und überlegte sich weiter, wie er dieses Problem sonst lösen könnte. Doch alle Lösungen, waren mit Gewalt verbunden, so wie Dai den Jungen beschrieben hat, könnte er wirklich komplett außer Kontrolle sein.
      Er kannte sich schon wirklich gut in der Gegend aus, weshalb er auch nicht wirklich aufpassen musste, und seinen Weg Problemlos fand.

      An der besagten Adresse angekommen, ein normales kleines Familienhaus, an einer recht belebten Straße, hier lebten viele Familien und war somit um die Uhrzeit viele Unterwegs, vorallem Kinder. Als seine Blicke durch die Gegend schweiften, fiel ihm erstmal nichts auf. Als er um die Ecke lief, kurz vor dem gesuchten Haus, entdeckte er jemanden, die ihm nicht sehr gelegen kam. Er sprang sofort wieder hinter die Mauer.
      "Was zum..?" dachte er und wagte vorsichtig einen erneuten Blick, Kinder mit ihren Eltern liefen hier viel rum, zum Nachmittag waren sie wohl alle zuhause und deshalb war es recht belebt. Aber eine Person, fiel ihm sofort auf, so wie in der Mensa. da änderte diese Sonnenbrille auch nichts daran.
      "Ist sie das jetzt ernsthaft?.." war er genervt und grummelte vor sich her. //Sie hatte es ja ziemlich eilig.. aber weshalb ist sie denn jetzt genau hier? sie will doch nicht..// befürchtete er schon das schlimmste, und sie war wirklich selbst hinter dem Jungen her. //Sie ist doch niemals so blöd.... oder?// grummelte er wieder und fasste sich an die Stirn. Das konnte Yushin nicht zulassen.
      Dazu könnte sie ihn nur behindern den Jungen vor allen anderen zu finden.

      "Moment mal.." murmelte er und zog den Ärmel seiner Jacke etwas hoch, und sah die leicht verschmierte Nummer des Mädchens. //vielleicht kann ich sie irgendwie ablenken..// dachte er nach, holte sein Handy aus der Hosentasche und tippte die Nummer auf seinem Handy ein.
      Dabei fing er dann an eine Nachricht einzutippen.
      "Hey! :) ich wollte mich mal melden, da du heute es ja so eilig hattest und wir gar keine richtige Chance hatten zu reden. "Hast du vielleicht lust, morgen früh einen Kaffee zu trinken? kannst mir dann erzählen, warum du es so eilig hattest :D"
      und schickte sie so dem jungen Mädchen ab.
      Er brauchte nur einen Moment um schnell an ihr vorbei zu schleichen, und dann in das Haus des Jungen einzubrechen. Er war sich sicher, er würde irgendwas in seinem Zimmer finden, was ihn zu ihm führen könnte, oder sogar vielleicht rausfinden auf wen er es als nächstes abgesehen hat. Doch wollte er einfach nicht von ihr gesehen werden, dass zu erklären könnte vielleicht doch zu viel werden.