Life as an outcast [Alea & Aozora]

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Life as an outcast [Alea & Aozora]

      Hier geht es zur Vorstellung :)
      @Alea CroniX


      Ava Williams

      "Mist! wo verstecken die das nur?!" fluchte Ava leise zu sich selbst, als sie grade dabei war ein kleines Lager auszurauben. Ja, es war mitten in der Nacht, die Leute die hier sich so ein unsicheres kleines Lager aufgebaut haben, um vermutlich die Nacht irgendwie zu überstehen, schliefen. Zumindest bis auf einen, der sich wohl entscheiden hat, die Nachtwache zu übernehmen. Es waren grade mal 4-5 Leute die hier waren, doch gefährlich genug für Ava.
      Die eine Nachtwache die ihr über den Weg lief, hatte sie längst ausgeschaltet. Es war ihr egal wer er war, oder ob Gut oder Böse. Es war jemand der ihrem Überleben im Weg war, also musste er weg.
      So durchsuchte sie also schnell, aber leise deren Taschen wo wohlmöglich Essen gelagert sein könnte. //Bingo!// dachte sie, als sie auf eine alte Konservendose mit Bohnen stieß. Grinsend steckte, sie diese in ihre eigene Tasche, und suchte daraufhin weiter. Ihr Gefühl hat sie also nicht getäuscht, und das kam ihr grade recht. Sie hatte seit knapp 3 Tagen nichts wirklich zu essen, außer vielleicht ein paar kleinen Beeren die sie in der Wildnis fand. Sie hielt es nicht mehr lange durch ohne etwas vernünftiges zwischen den Zähnen.

      Grade als sie fertig war, ihre Taschen zu plündern, wobei zumindest 2 Dosen, und eine 1/4 Wasserflasche bei rauskamen, wollte sie grade das weite suchen.
      "Ganz langsam.." schlich sie sich wieder weg, doch zu ihrem Unglück blieb sie nicht unbemerkt.
      Sie bemerkte, als sie grade das weite suchen wollte, wie eine Waffe auf sie gerichtet war. "Wer bist du!" fragte diese Stimme hinter ihr, und sagte ihr, dass sie sich umdrehen sollte.
      Immerhin hatte niemand in dieser Welt mehr einen festen Schlaf.. Wie denn auch? In jeder Ecke könnte Gefahr lauern, und das wusste Ava mehr als gut.
      "Hey Stop!" rief eine Frau, Die ebenso wach wurde, und nun die Waffe auf Ava richtete. "Was willst du hier?" Ava jedoch hob leicht ihre Arme und lachte unsicher.
      "Also.." murmelte sie zögernd. Nicht lange dauerte es, bis sie bemerkten, dass Ava's Katana mit Blut befleckt war. Natürlich waren sie nicht dumm, und haben sofort verstanden was los war.
      In dieser Grausamen Welt, war jeder auf sich gestellt, Fremde waren also allesamt Feinde.. zumindest für Ava.
      Vorsichtig griff Ava eine der Dosen, die sie eben noch eingesteckt hatte aus der Tasche, und warf ohne Vorwarnung diese Dose auf den Kopf von einem der beiden.
      Den kurzen Moment der Überraschung nutzte sie, um die Beine in die Hand zu nehmen. Sie flüchtete zügig in den Wald weiter rein, da es dunkel war, hatte sie die Hoffnung sie würden sie so nicht finden.
      "Hey bleib sofort stehen!" rief der andere, und rannte hinterher, versuchte dabei sie abzuschießen. Ava rechnete tatsächlich nicht damit, dass er ihr folgen würde, doch da lag sie falsch. Er wollte sich wohl für den Toten rächen.
      "Na klasse! gut gemacht, Ava!" schimpfte sie mit sich selbst und rannte weiter den dunklen Wald entlang. Er holte immer mehr auf und schoss weiter auf sie. Zum glück war er kein guter Schütze, weshalb die Kugeln sie bisher verfehlten.

      "Oh nein!" schrie sie, als sie aufschreckte und versuchte anzuhalten. Eine kleine Klippe, die recht steil nach unten ging. Vor ihr erstreckte sich der weitere finstere Wald.
      Ein weiterer Blick nach unten, war es wirklich steil, bei dem Versuch darunter zu rutschen, könnte sie sich was brechen.
      Viel Zeit zum Nachdenken hatte sie aber nicht. Ein letzter Schuss folgte, mitsamt eines stechenden Schmerzes in der Schulter.
      Vor Schreck, rutschte sie ab und fiel in diese recht Steile Schlucht, rollte den Weg komplett runter und landete komplett unten. Als ihr Kopf gegen einen Stein aufschlug, wurde sie daraufhin Ohnmächtig..

    • "Caleb! Aufstehen!" wurde der junge Mann grob aus dem Bett geworfen. "Du bist heute dran, mit Außenpatrouille!" Der Dunkelhaarige setzte sich auf sein provisorisches Bett auf und rieb sich die Augen. Die Sonne war noch nicht mal aufgegangen, dennoch bemühte er sich aufzustehen und sich für den Tag zu richten. Er gehörte zu den wenigen, von der kleinen Siedlung, der freiwillig die schützenden Mauern verließ und sich in der Nähe nach Essen, aber auch Feinden umsah. Die Mündigkeit steckte noch in seinen Knochen, als er ein dunkles T-Shirt und eine schwarze Hose anzog. Er schlüpfte dann in seine schweren Stiefel und zog noch eine Jacke über seine Schultern, ehe er seinen Rucksack schnappte, der eine Tagesration beinhaltete, zwei Liter Wasser und Werkzeug für das Überleben in der Wildnis. Der Außendienst gehörte zu den gefährlichsten und niemand machte es gerne freiwillig. Nur Caleb gehörte zu diesen, hatte es aber auch damit zu tun, dass er sich mit den anderen Bewohnern der Siedlung nicht wirklich gut verstand. Bis auf seine Mutter wurde er immer auf irgendeine Weise angefeindet. Da blieb er lieber allein, auch wenn das bedeutete, den geschützten Raum zu verlassen. Doch im Gegensatz zu den anderen fand sich Caleb draußen sehr gut zurecht. Denn durch seine empfindliche Nase konnte er schon Gefahr von weitem wittern oder auch Nahrung finden. Doch von diesem Talent wusstet keiner, nicht mal seine Mutter. Er hatte die Befürchtung, dass man ihn dann nur noch ausnutzen würde. Den Rucksack geschultert verließ er die Siedlung durch ein riesiges Metalltor, nur mit einer Solar-Taschenlampe und einem Jagdmesser bewaffnet. Zuerst würde er einmal um die Siedlung gehen, um zu prüfen, ob sich irgendetwas geändert hatte. Allein das dauerte schon fast eine Stunde, doch fiel ihm nicht ungewöhnliches auf. Bis dahin war auch nun endlich die Sonne am Aufgehen, dass er die Taschenlampe auf seinem Rucksack festschnallte, damit sich diese über die kleinen Solarpanels wieder aufladen konnte. Jetzt gab es mehrere Möglichkeiten, in welche Richtungen er gehen konnte. Im Süden schlängelte ein Fluss an der Siedlung vorbei. Dort konnte man sein Glück versuchen und Fische, Flusskrebse oder Muscheln zu finden. Doch hauste dort auch ein mutierter Wachbär. Dieses Vieh war so groß wie ein Wolf und hatte messerscharfe Krallen und Zähne. Wenn es sich gerade am selben Ufer aufhielt, sollte man lieber schnell das Weite suchen. Im Osten, dort wo die Sonne gerade am Horizont hervor kletterte, erstreckte sich nur Ödland. Keiner hat es bis heute gewagt, dieses Gebiet weiter zu durchqueren, konnte man mit bloßem Auge erkennen, dass sich diese Wüste mehrere Kilometer weit erstreckte. Westen fing der Wald an, der sich bis zum Norden erstreckte. Im Norden selber gab es noch eine steile Klippe, die auch niemand erklommen hatte. Doch konnte man vom Westen aus diese leichter besteigen, doch dauerte dies einige Stunden. Im Wald selber hausten die unterschiedlichsten Tiere, die man von dort gewohnt war. Eichhörnchen, Eulen, Wildschwein und Füchse. Jedes erdenkliche Tier war vertreten und auch deren Mutationen, vor denen man sich Acht nehmen sollte. Caleb würde heute seinen Rundgang im Norden beginnen. E war schon einige Minuten im Wald unterwegs, als ihm plötzlich ein prägnanter Duft in die Nase stieg. An dem Eisengeruch konnte er sofort erkennen, dass es sich hier um Blut handelte. Seiner feinen Nase nach folgte er dem Duft und kämpfte sich so leise und vorsichtig wie möglich durch den Wald. Vielleicht war es ein frisch gerissenes Beutetier, dass er mit nehmen konnte, denn das Blut roch noch recht frisch. Das Aroma wurde immer stärker, fast schon unerträglich als er plötzlich vor einer jungen Frau stand, die mit einer Kopfwunde am Boden lag. "Ach du Scheiße." stieß Caleb geschockt aus und eilte zu der verletzen Person. Nun konnte er auch das Schießpulver riechen, was von ihrer Schulter ausging, zwar schwach, doch immer noch erkennbar. Was war nur passiert? Wurde sie vielleicht von Streunern überfallen? So nannten sie in der Siedlung die Menschen, die in der Wildnis lebten und mit jedem Mittel um ihr Überleben kämpften. Der Junge sah sich kurz um, doch sah er niemanden anderes hier im Wald und auch riechen konnte er nichts. Doch war das schwer, mit dem vielen Blut, das in der Luft lag. "Hey, kannst du mich hören?" fragte er die junge Frau, da er bemerkt hatte, dass sie noch am Atmen war. Er sah zu der steilen Steigung hoch und konnte den Weg ausmachen, den die Frau heruntergerollt war. Es war eigentlich ein Wunder, dass sie noch lebte. Vorsichtig tippte Caleb die Frau an, vielleicht würde sie darauf schon reagieren.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Ava Williams

      //War ich tot?// fragte sich die innere Stimme, während sie ein weißes Licht entgegen sah. Man sagte doch, wenn man kurz vorm Tot wäre, würde man sowas sehen. Innerlich hatte Ava sich schon längst aufgegeben, doch ihr Verstand und ihr Körper kämpfte dagegen an. Immer wieder brachte sie sich unnötig und leichtsinnig in Gefahr, doch irgendwie hat sie es bis jetzt immer überlebt. So war es auch für sie nichts neues, dieses sogenannte weiße Licht zu sehen. Sie war schon öfters kurz vorm Tot, und doch wieder nicht. Das lag wohl an ihrer besonderen 'Fähigkeit', dass sie letztlich immer überlebt. //Dieser Fluch..// sprach ihr inneres weiter. Würde am liebsten endlich aufgeben.
      "Hey, kannst du mich hören?" vernahm sie schwach, und leise, doch sie hörte es. //Wer spricht da?// sprach ihr inneres weiter doch keine Antwort kam. Langsam, aber sicher würde die junge Frau wieder zu sich kommen und die Augen öffnen. Viel konnte sie allerdings nicht erkennen, da ihre Sicht noch sehr verschwommen war. Sie konnte nur eine Gestalt vor sich sehen, eher eine Silhouette.

      Komplett benommen, und schmerzvoll drehte sie vorsichtig ihren Kopf nach oben. //Bin ich da runtergefallen?// erst bei dem Anblick fiel ihr wieder ein, warum. "Diese verdammten.. " sprach sie leise, und sah weiter Richtung Himmel. Ihre Rücksichtslose Art, hat sie mal wieder fast umgebracht.
      "Bitte.." sprach sie leise zu der schwarzen Silhouette, sie war einfach grade zu schwach um sich rühren, geschweige großartig zu reden.
      Doch wollte ihr Verstand einfach nur um Hilfe bitten. Ihre Worte wären aber fast was ganz anderes gewesen, wenn sie nicht wieder das Bewusstsein verloren hätte.
      Ihr Körper versuchte sich zu regenerieren, da es schwere Verletzungen waren, verlangte es sehr viel Kraft. Doch die Wunde an der Schulter würde nicht so gut verheilen, wenn die Kugel drin bleibt.

    • "Hey, du musst wach bleiben!" rief Caleb aus, doch keine Chance, verlor die junge Frau wieder das Bewusstsein. "Verdammt! Was mach ich jetzt bloß?" überlegte er und versuchte trotz dieser Krisensituation ruhig zu bleiben. Als Erstes musste er sie von hier weg bringen, an einen geschützten Ort. Doch die Siedlung kam dafür leider nicht infrage, ließen sie Streuner nicht rein und waren auch ansonst Fremden sehr misstrauisch gegenüber, egal wie verletzt sie waren. Aber zu Calebs Glück war hier in der Nähe ein alter Unterschlupf, der wenigstens etwas Schutz vor der Witterung bot. Er müsste sie aber dort hintragen und so nahm er die Verletzte vorsichtig Huckepack und lief so schnell wie er konnte zu der kleinen Holzhütte. Es dauerte bestimmt eine gute Viertelstunde, bis er die Unterkunft erreichten. Sein Bein und Arme zitterten vor Anstrengung, doch erst als er sie auf eine kleine Pritsche abgelegt hatte, gönnte er sich eine kurz Verschnaufpause. Sein Blick fiel sofort wieder auf ihre verwundete Schulter und nun nahm er sich die Zeit, um dieser genauer zu betrachten. Doch dafür musste er erst die Lagen Stoff entfernen, welche die junge Frau noch anhatte. "Jetzt ist keine Zeit für Schamgefühl!" ermahnte sich Caleb und zog vorsichtig ihr Oberteil aus. Zum Glück trug sie unter ihren Sachen noch ein Top, was den Dunkelhaarigen doch sehr erleichterte. Behutsam drehte er sie so hin, dass er an die verletzte Schulter besser herankam und musste dabei feststellen, dass noch eine Kugel in dieser steckte. Er durfte keine Zeit verlieren, um diese zu entfernen, könnte so etwas eine Sepsis nach sich ziehen. In seinem Rucksack hatte er zum Glück ein Erntehilfe-Kit, das er sofort hervorholte. Doch würde das nicht ausreichen, um ein Fremdkörper aus dem Fleisch zu entfernen. Er selber hatte sein noch Jagdmesser dabei, doch dieses musste er irgendwie steril bekommen. "Feuer!" schoss es Caleb durch den Kopf und holte einen kleinen Gaskocher hervor. Diesen entfacht, hielt er die Spitze des Messers für einige Minuten in die bläuliche Flamme, bis das Metall schon fast glühte. Das müsste reichen und so drehte er sich wieder zu der Verletzten. Etwas ließ er die Klinge abkühlen und versuchte dann die Kugel vorsichtig aus der Schulter zu holen. Zu seinem Glück saß diese nicht allzu tief, dass er sie quasi raushebeln konnte. Mit einem metallischen Klirren ging diese zu Boden und sofort nahm er das Desinfektionsmittel und übergoss damit die freie Wunde. Dann nahm er Verband, eine Kompresse und eine weiter Mullbinde an sich, um die Blutung so gut wie möglich zu stillen, in dem er Kompresse und Binde darauf legte und der Verband recht stramm festzog. "Und jetzt?" dachte sich Caleb und wischte sich den Schweiß von seiner Stirn. Zuerst versorgte er die ganzen Sachen wieder, die er gebraucht hatte. Dann deckte die Blonde mit einer Decke zu und stellte ihr etwas Wasser in einer kleinen Flasche, etwas Trockenfleisch und Brot auf eine Kiste hin, die als Tisch diente. Mehr konnte fürs Erste nicht tun und so beschloss der Dunkelhaarige seine Patrouille weiter fortzuführen und später nach der Verletzten wieder zu schauen. Damit verließ er die kleine Hütte und kehrte als Erstes an den Ort zurück, wo er die junge Frau gefunden hatte. Vielleicht fand er dort noch etwas, hatte er vorher keine Zeit gehabt sich mehr umzuschauen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Ava Williams


      Völlig schweißgebadet und außer Atem wachte sie aus ihren Traum auf. Es dauerte zwar paar Stunden, doch für normale Menschen wäre das wohl wirklich wenig, um sich von solchen Verletzungen zu erholen, zumindest zum Großteil. Schmerzerfüllt fasste sie sich an Ihren Kopf, der noch etwas dröhnte, aber immerhin wurde ihre Sicht wieder klarer. Es dauerte also wenige Minuten bis sie überhaupt realisierte was passiert war.
      Immer noch am Kopf fassend setze sie sich auf und wagte einen Blick um ihr Umfeld. "Wo.. bin ich?" war sie verwirrt, und ließ ihren Blick weiter über diesen Ort schweifen. Es war eine alte, runtergekommene Hütte, wo selbst die Möbel, ihre besten Jahre hinter sich hatten, nicht das es sie verwundern würde. Sie realisierte aber nicht nur, dass neben ihr eine Kiste mit etwas Nahrung stand, sondern auch, als ihr Blick zur Seite fiel, sich anscheinend um ihre Verletzung an der Schulter gekümmert wurde. Sie schmerzte zwar noch, aber es war nicht so schlimm wie erwartet.
      Jemand hatte sich also um sie gekümmert, und ihr sogar Essen und Trinken da gelassen. //Wer tut denn sowas für eine Fremde?// dachte sie ungläubig, glaubend, dass dies sogar ein Traum sei, doch das war es nicht.

      Noch leicht benebelt versuchte die junge Frau aufzustehen, was erst sehr wackelig war doch sie es dennoch schaffte letztlich aufrecht zu stehen. Sie sah sich weiter im Raum um, in der Hoffnung ihre Sachen hier wieder vorzufinden, doch sie waren weg. "Vielleicht hab ich sie beim Sturz verloren?.." stellte sie fest und musste daraufhin seufzen.
      Eigentlich müsste sie zurück, um ihre Sachen wiederfinden zu können, doch wusste sie ja nicht mal wo sie war. Wie sollte sie dann also an den Ort zurückfinden, wo vermutlich ihre verlorenen Sachen waren.
      Nachdem sie die Hütte zu ende durchsucht hatte, und enttäuscht sich wieder auf dem Platz, hinsetzte, wo sie aufwachte, fing ihr Magen wieder sehr laut an zu knurren. "Mist.." klammerte sie ihre Arme um den Bauch und fühlte sich nach alldem viel zu schwach. Das war auch der Grund, der sie dazu getrieben hatte, diese 'Streuner' zu bestehlen, sie war einfach am verhungern.

      "Ahja.." realisierte sie, dass etwas essbares auf dieser Kiste lag, wo ihr Blick direkt darauf fiel, und sie am liebsten zugegriffen hätte.
      "Moment.. " zögerte sie doch wieder. "Als ob jemand einem einfach so hilft? und dann auch noch essen da lassen würde. Irgendwas stimmte hier doch nicht. Allerdings ihr Magen ließ ihr da nicht viele Möglichkeiten. So schwach wie sie sich fühlte, würde sie nur wieder fast umkommen, wenn sie das nicht essen würde.
      Sie würde am liebsten zugreifen, doch ihr Stolz war ihr grade im Weg. So beschloss sie, auf diese Person zu warten, der ihr anscheinend geholfen hat, und ihn zur Rede zu stellen. Sie konnte es selbst einfach nicht glauben, dass irgendwer helfen würde ohne Gegenleistung. So war das in dieser Welt einfach nicht mehr Gang und Gebe. Vielleicht hatte er auch einfach ihre Sachen gestohlen? vorsichtig wartete sie also, wenn diese Person überhaupt zurückkehrt. Sah dabei aus einem der Staubigen Fenster nach draußen, es war zwar Tag, doch durch den dichten Wald konnte man nicht viel sehen. Sie würde jemanden also erst recht spät bemerken.

    • Wieder am Fundort der Verletzten angekommen, sah sich Caleb akribisch um. Die steile Böschung hinauf gesehen, erkannte er, dass sich in manchen Büschen und Ästen ein paar Dinge verfangen hatten. Er suchte sich einen stabilen Gehstock und nutzte diesen, in dem er das Holz immer wieder fest in den Boden rammte, um die Steile zu erklimmen. Es dauerte auch eine Weile, bis er beim ersten Objekt angekommen war, das sich als Rucksack herausstellte. Diesen schulterte er auch gleich und kletterte weiter den Abhang hoch. Zweimal wäre beinahe abgerutscht und wie die Frau in die Tiefe gestürzt, doch konnte er sich gerade so noch rechtzeitig festhalten. Das Zweite, was er fand, war ein Schwert, um genauer zu sein, ein Katana, das von einer Holzscheide geschützt wurde. Auch dieses sammelte er ein und schob es in den Rucksack der Verletzten. "Ob sie schon wach ist?" überlegte sich Caleb, was er aber als unwahrscheinlich abstempelte, sahen die Verletzungen sehr schwer aus, die er an ihr aus machen konnte. Er sah sich noch ein paar mal prüfend um und rutschte dann langsam den Hang wieder herunter. Unterwegs fand er noch eine Konservendose, die auch gleich in den Rucksack wanderte. Als er wieder festen Boden unter seinen Füßen hatte, sah er noch mal den Abhang hoch. "Entweder die Frau hatte einfach tierisches Glück gehabt, oder…" dachte sich Caleb und schüttelte dann den Kopf. Kurz hatte er mit dem Gedanken gespielt, ob sie auch eine Mutation hatte, die sie vor dem Tod bewahrt hatte. Doch fiel ihm nichts ein, was das verhindert hätte können. Damit lief er wieder zurück zu der kleinen Hütte. Unterwegs fand er noch ein paar essbare Pilze, die er vorsichtig abschnitt und in seinen Rucksack steckte. Diese Aktion hatte seinen ganzen Zeitplan über den Haufen geworfen und er musste noch immer seine Runde machen. Er würde einfach die Wüstenseite auslassen, sollte von dort wirklich niemand kommen können. Er eilte dann wieder zu der Hütte zurück, damit er das überflüssige Gepäck ablegen und seiner eigentlichen Aufgabe nachgehen konnte. Beider Hütte angekommen, öffnete er die Türe und roch sofort, dass die Frau wach sein musste, da er den Stress riechen konnte, der von ihr ausging. Bevor ganz eintrat, richtete er sein Wort beschwichtigend an die Verletzte. "Ich tu dir nichts. Ich hab deine Sachen dabei." erklärte er ihr und trat dann in die Hütte ein und schloss die Türe hinter sich. Mit einem freundlichen Blick, sah er zu der Frau und hielt ihr, den Rucksack mit dem Katana entgegen. "Wie geht es dir?" fragte er dann vorsichtig. "Mein Name ist Caleb." stellte er sich auch gleich vor. Dabei hoffte er inständig, dass diese Frau seinem Helfer nicht angreifen würde.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Ava Williams

      Sie musste tatsächlich nicht lange warten, bis sie eine Person bemerkte die sich dieser Hütte näherte. Jemand kam durch den dichten Wald, bepackt mit ihrem Rucksack. "Ernsthaft?" ärgerte sie sich, das er tatsächlich ihre Sachen hatte, und trat für einen Moment zurück. Ihr Blick fiel wieder quer durch den Raum, um nach etwas brauchbares als eine Waffe zu finden, und sah schlussendlich zum alten Kamin der sich in der Hütte befand. Dort lag der Metallstab, den man für den Kamin brauchte und schnappte sich diesen. Er war zwar komplett verrostet, aber besser als gar nichts. Ava war bereit ihn sofort anzugreifen, wenn er die Hütte betreten würde.
      Doch überraschenderweise, grade als Ava ausholen wollte um anzugreifen, wusste der Fremde anscheinend das sie erwacht war, und versuchte sie zu beschwichtigen.
      "Was zum.." murmelte sie sehr verwirrt. Wie konnte er wissen, dass sie wach war. Hätte er es nicht gesagt, hätte die junge Frau ihn vermutlich aus dem Hinterhalt überwältigt und wäre mitsamt ihrer Sachen direkt abgehauen, doch das war einfach zu verwirrend für Ava.
      Als er ihren Rucksack ihr hinhielt, konnte sie es immer noch nicht wirklich glauben, ließ die provisorische Waffe dennoch nicht los.
      "Was soll das? willst du mich verarschen?" war sie weiterhin misstrauisch und ging einen Schritt zurück. Erst dachte sie, sie hätte die Überraschung auf ihrer Seite, doch das war diesmal nicht der Fall.
      Sie hätte am liebsten einfach ausgeholt, und ihn dennoch irgendwie niedergeschlagen, doch ihr schwacher Körper ließ es nicht zu.
      Schmerzerfüllt knickte sie wieder zusammen und ließ den rostigen Stab fallen.
      Sie konnte sich einfach nicht richtig erholen, so schwach wie sie war. Das war nun mal ein großer Nachteil ihrer besonderen "Fähigkeit".
      Doch das hatte an sich nur einen Grund, der sich kurz darauf laut beschweren würde. Ihr Magen fing lautstark an zu knurren, wenn sie nicht zu stolz gewesen wäre, dass dagelassene Essen einfach zu essen, hätte dies wohl anders aussehen können.

    • Zum Glück hatte sich Caleb angekündigt, trat die Fremde, mit einem rostigen Schürhaken bewaffnet, ihm gegenüber. "Nein." gab der Dunkelhaarige verwirrt von sich, da sie so feindselig zu ihm war. Dabei hatte er ihr doch geholfen. Als sie dann zusammenbrach, ließ Caleb alles fallen, um sie aufzufangen. Stützend half er der Blonden wieder auf die Liege und reichte ihr das Wasser zum Trinken. "Du solltest wirklich was essen." riet er ihr, nach dem er bemerkt hatte, dass sie von der Nahrung, die er ihr da gelassen hatte, nichts angerührt hat. "Ich tue dir wirklich nichts." wiederholte er nochmal, mit ehrlichen Worten. "Wie heißt du denn?" fragte er dann die junge Frau, wollte er sie wenigstens mit ihrem Namen ansprechen können. Doch allzu lange konnte er nicht bleiben, sonst würde er die Patrouille heut nicht mehr schaffen. "Ich lass dich wieder alleine, okay. Du kannst dich hier ausruhen. Hier ist eigentlich sicher." erklärte er ihr dann und richtete sich wieder auf. "Später schaue ich noch mal nach dir." Caleb hoffte, dass sie nicht so dumm war und doch weglief. Mit diesen Verletzungen würde sie nicht weit kommen und wenn eines der mutierten Wildtiere sie finden sollte, hätte ihre letzte Stunde geschlagen. Er stellte ihren Rucksack an die Pritsche und deckte sie noch mit einer alten Decke zu. Sie war zwar etwas muffig, doch hielt sie warm. Feuer im Kamin zu machen, wäre doch etwas gefährlich. Das würden die anderen aus der Siedlung sehen und neugierig werden. Im schlimmsten Fall kämen sie hier her und dann konnte er nicht sagen, was sie mit der Verletzten anstellen würden. Er wusste ja aus eigener Erfahrung, dass die Leute nicht gerade die herzlichsten waren. "Ich ähm, geh jetzt. Bis nachher." verabschiedete sich Caleb und verließ damit wieder die Hütte, um endlich seiner eigentlichen Aufgabe nachzukommen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle