I don't want to be the demonking/ hero! [Glaskatze&Caili]

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    • I don't want to be the demonking/ hero! [Glaskatze&Caili]

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      Gladius Smithen

      Endlich, nach so vielen Jahren harter Arbeit, zahlreichen Abenteuern, abgeschlossenen Dungeons und geretteten Prinzessinnen – oder auch Prinzen, Gladius war da nicht so wählerisch, solange er als Abenteurer und zukünftiger Held glänzen konnte, rettete er alles was nicht bei drei auf den Bäumen ist – hatte sich der Rotschopf durch das Land der Dämonen gekämpft und war endlich an seinem Ziel angekommen, an dem Ort, an dem er offiziell zum Helden werden würde, Prophezeiung hin oder her!
      Solange er zuerst hier war und den Dämonenkönig besiegte, sollte sich doch keiner beschweren, nicht wahr? Und wenn der sogenannte Held, der sich während seiner Abenteurerlaufbahn kein einziges Mal hatte blicken lassen, geschweige denn das er auch nur eine Geschichte über seine Heldentaten gehört hatte und woran lag das wohl? Genau! Es gab keine!!
      Jedenfalls, sollte der von der Prophezeiung eigentlich auserwählte Held auftauchen und sich beschweren wollen, hätte Gladius auch nichts gegen ein episches Duell, das würde ihn nur noch berühmter machen und seine Stellung als Heldin festigen! Ganz sicher!
      Wie auch immer, kehren wir zurück zum entscheidenden Punkt dieser Geschichte.
      Gladius bahnte sich also seinen Weg durch das Schloss des Dämonenkönigs, es war deutlich einfacher, als er erwartet hatte und obwohl er durchaus ein bisschen enttäuscht über diese Tatsache war, musste das nur bedeuten, dass er unglaublich stark geworden sein musste, nicht wahr?
      Mit einem heldenhaften Tritt zwang er die schweren Eisentüren, die zum Thronsaal führten, sich zu öffnen und der Rotschopf wusste bereits ganz genau, welchen überaus epischen Monolog er halten wollte, er hatte sich Jahre lang auf diesen Moment vorbereitet, er würde sicherlich nichts dem Zufall überlassen, damit dieser Moment seiner Geschichte des best erzähltest werden würde!
      Nur Schade, dass er keine Kameraden hatte, die ihm als Zeugen dienen konnten, aber so konnte ihm auch niemand den Ruhm stehlen.
      „Dämonenkönig! Ich bin hier um deine Schreckensherrschaft-!“, wollte er bereits breit grinsend und heroisch den Grund für seinen Besuch verkünden, als er von einem leeren Thron begrüßt wurde.
      Verwirrt verließ der Abenteurer seine Kampfposition und kratzte sich am Hinterkopf, war er zu früh? Der Dämonenkönig aß doch nicht gerade etwa zu Mittag, oder? Das wäre nun aber wirklich peinlich! Sollte er sich ihm nicht stellen, wenn ein Abenteurer kam um ihn herauszufordern?!
      Wie unglaublich unhöflich das war! Ihn hier so warten zu lassen!
      Im nächsten Moment entließ Gladius einen alles andere als heroischen Schreckensschrei, als er eine Hand auf seiner Schulter spürte, zückte sogleich wieder sein Schwert und drehte sich zu dem Missetäter um.
      Ein Dämon, umringt von Ranken und Blumen, war er das? Ohhh~ eine Falle also?! Sehr schlau von dir Dämonenkönig!
      „Verzeihung, aber der Dämonenkönig ist zur Zeit leider nicht da.“, wurde ihm mit einem breiten Lächeln mitgeteilt und der Abenteurer verstand nicht.
      „... hä? Was soll das heißen, der Dämonenkönig ist... nicht da? Wo soll er denn sein? Bringt ihn doch sofort hier her!!“, beschwerte sich Gladius dagegen, welcher unglaublich frustriert wirkte, aber wie sollte er auch nicht?! Das war sein Moment! Seine Chance endlich seinen Traum zu erfüllen und ein Held zu werden! Was war mit dem Ruhm und der Ehre?!
      „Ich fürchte das kann ich nicht, ich weiß selber nicht, wo sich ehrwürdige Dämonenkönig gerade befindet...“, blickte der lilahaarige Dämon nachdenklich zur Seite, mit hinter dem Rücken verschränkten Armen, „Man könnte sagen er ist auf einer Reise... genau, einer Trainingsreise um sich dem Helden entgegen zu stellen! Darf ich fragen, ob du dieser sogenannte Held bist?“, legte der Dämon fragend den Kopf schief, was in seinem Kopf vor sich ging war jedoch weder zu erkennen noch zu erahnen, aber Gladius war das auch recht egal.
      „N-natürlich bin ich das! Sieht man das nicht?! Dieser Dämonenkönig hat echt nerven... da macht man den langen Weg, nur um ihn zu töten und dann ist er nicht mal da? Wo ist er hin? Sag es mir, oder ich mach dich einen Kopf kürzer, Dämon!“, stellte sich Gladius bereits in Kampfposition, während der Dämon einige Schritte zurückwich und schützend die Hände vor seinen Körper hielt.
      „Aber aber, das ist doch kein Grund gleich so gewaltätig zu werden. Natürlich werde ich dir verraten, wo der Dämonenkönig hin ist, das versteht sich doch von selbst.“, nickte Florinus zu seinen Worten.
      „... Wieso?“
      „Weil mir mein Leben lieb ist, natürlich.“
      „Ich verstehe... das macht natürlich Sinn, also?“
      „Nur Geduld, nur Geduld, erst einmal musst du wissen, dass der Dämonenkönig sich als Mensch ausgibt und das Abbild auf den Goldmünzen gar nicht seins ist....“, hob der Dämon den Zeigefinger um dem Abenteurer oder womöglich Helden die ganze Sache zu erklären, legte ihm fast schon freundschaftlich die Hand auf den Rücken, um ihn zu einem Gemälde zu führen, dass das wahre Antlitz des amtierenden Dämonenkönigs zeigte.

      Florinus Murasaki Bellum

      Lächelnd verabschiedete die Rechte Hand und einer der Berater des Dämonenkönigs den Eindringling winkend, nachdem er ihm die nötigen Mittel und Werkzeuge in die Hand gelegt hatte, um Calcifer nicht nur ausfindig zu machen, sondern ihn auch noch zu töten.
      Kichernd begab sich Florinus auf den nun leeren Thron, holte die Krone hervor, die Calcifer zurückgelassen hatte und betrachtete das hübsche, in goldgefasste Stück und er fand, dass sie ihm einfach hervorragend stand.
      Der Thron mag zwar noch etwas unbequem sein, aber er würde sich sicherlich daran gewöhnen oder sich gar einen neuen besorgen.
      Natürlich hatte er versuchte den derzeitigen Dämonenkönig von seiner Reise abzubringen, davor vor der ganzen Prophezeiung einfach weg zu laufen, aber natürlich auch nur recht halbherzig, immerhin war das die Gelegenheit sich stattdessen alles unter den Nagel zu reißen!
      All die vielen Jahre harter Arbeit und gespielter Loyalität würden sich jetzt endlich auszahlen!
      Jetzt musste nur noch dieser Abenteurer ihm Calcifer aus dem Weg schaffen, dann würde er dem Helden eine hübsche kleine Falle stellen und seiner Herrschaft sollte nichts mehr im Wege stehen.
      Florinus konnte sich das Lachen aufgrund eines so wunderschönen Gedankens nicht verkneifen, während er sich auf dem Thron bequem machte und mithilfe einer seiner Ranken sich die Krone auf das eigenen Haupt setzte.
      Bald würde sie sowieso ihm gehören.

      Daidus Phoenix

      Währenddessen war die Szene, in der sich der eigentliche Held in diesem Moment befand, alles andere als heldenhaft.
      „Kommt schon... ich bin mir sicher, man kann da eine Lösung finden, meint ihr nicht?“, versuchte Daidus sich mit einem nervösen Lächeln und beruhigend gestikulierend aus der Affäre zu ziehen, doch die Gesichter seiner Gegenüber blieben hart und eisern.
      „Zahlen. Sonst....“, zückte einer der Männer am Tisch ein Klappmesser.
      Wow... die nahmen das Karten spielen hier wohl ziemlich ernst, was? Mir leider war der Geldbeutel des rothaarigen so leer wie sein Becher, er würde nicht einmal seine Zeche begleichen können.
      Eigentlich hatte er versucht mit einem bisschen Glücksspiel seiner finanziellen Lage auf die Sprünge zu helfen, aber stattdessen hatte er alles verloren und sogar Schulden gemacht, alles gar kein Problem, immerhin würde er bald von hier abhauen, nun, normalerweise, aber die Leute mit denen er gespielt hatte waren wohl alles andere als gutherzige Gesellen.
      „Ah! Mir fällt gerade ein, der Bäcker schuldet mir noch etwas! Ich werde es nur schnell holen gehen...“, griff Daidus vorsichtig, gar zögernd nach seinem übergroßen Hammer, welcher gegen seinen Stuhl lehnte, um sich möglichst aus dem Staub zu machen und ein Nicken von dem übergroßen Kerl an den, der gerade noch das Klappmesser gezückt hatte, brachte ihn dazu selber aufzustehen.
      Wie jetzt? Wollte er ihm etwa folgen?
      Ahhhh~ wie nervig! Konnten die sich nicht einfach still und leise übers Ohr hauen lassen?! Diese Welt verkommt wirklich, wo findet man einen Helden, wenn man ihn mal braucht?!
      Oh, das war ja er, na dann vergesst es.
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      @Glaskatze
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    • Theron Casus
      Theron nahm seine Brille ab und betrachtete sie. Er drehte sie nach rechts und nach links, warf einen Blick auf die Gläser. Hm.
      Er zog ein Brillenputztuch aus der Tasche seines Jacketts. Zum zehnten Mal diese Stunde, polierte er die Gläser seine Brille. Schneeball bellte.
      Ein Seufzen entfuhr Theron. „Du hast Recht, Schneeball. Der Held lässt sich unerhört viel Zeit.“ Theron verlagerte sein Gewicht. Seine Beine baumelten über einer der Armlehnen. „Vielleicht sollte wir James rufen.“ Da war noch ein Fleck. Hatte er den nicht eben schon beseitigt?
      Schneeball gab erneut ein Blaffen von sich. Der Schrille laut war das Schönste, was Theron jemals gehört hatte. „Geniale Idee.“, sagte Theron. „James!“, rief er dann.
      Es machte einmal hörbar Plopp. Vor dem schwarzen Thron materialisierte sich ein untersetzter Dämon in einem schwarzen Anzug. Theron fand, dass James Ähnlichkeit mit einem Pinguin hatte.
      „Ja, Sire?“
      „James. Schneeball und ich haben uns gefragt, wo der Held bleibt.“
      „Nun, Sire…der Held hat beschlossen, dass er kein Held sein möchte.“
      Theron stoppte mitten in der Bewegung. Er blickte auf. Schneeball sah ihn aufmerksam an. „Der Held hat beschlossen, kein Held zu sein?“ Theron klang nicht halb so ungläubig, wie man es erwartet hätte. Viel mehr wirkte er neugierig. Ein Held, der nicht Held sein wollte. Interessant.
      Theron faltete das Brilleputztuch fein säuberlich und steckte es zurück in seine Brusttasche. Die „Laaaaangweilig“- Brille verschwand mit einem Fingerschnippsen. Ihrer statt hielt er nun die „Erzähl mir mehr“-Brille in der Hand. Sogleich wanderte die Brille auf seine Nase. Theron schwang die Beine über die Lehne, stellte sie auf dem Boden ab und beugte sich nach vorne. „Erzähl mir mehr.“

      Ontari Cretillon
      „Daidus Phoenix!“, donnerte Ontari und stieß die Tavernentür auf. Es knallte laut, als die Tür gegen die Holzwand stieß. Ontari blieb in der Tür stehen. Es war, als wäre ein Titan durch die Pforten des Olymps gestiegen und stünde nun dort. Mächtig und furchteinflößend.
      Der Raum schien in sich zusammen zu schrumpfen. Die Leute hielten den Atem an. Ontari ließ ihren Blick schweifen. Von rechts nach links und dann wieder zurück. Die rechte Hand hielt die Tür in Position, die linke lag bereit auf ihrem magischen Lasso. Wenn sie Fangen spielen musste, um Daidus Phoenix zum Helden zu machen, würde sie das tun.
      Doch niemand sprang auf. Der Raum war still. Kein Rotschopf, der aus dem Tavernenfenster hechtete.
      Falscher Laden.
      Ontari seufzte, trat einen Schritt ein und ließ die Tür zufallen. Die Leute atmeten auf. Die Schenke schien wieder auf ihre normale Größe zu wachsen.
      Zähneknirschend warf Ontari noch einen letzten Blick durch Raum. Die Hoffnung starb zuletzt, ganz besonders bei ihr. Sonst wäre sie nicht hier. Aber für heute, beschloss sie, konnte die Hoffnung sich zu Bett begeben. Beim Biere bechern brauchte sie diese nicht.
      Und Biere hatte sie nötig. Dies war heute schon die siebte Taverne, in der sie nach dem Helden gesucht hatte.
      Ontari schnaufte. Nach Daidus Phoenix, korrigierte sie sich. Den Titel des Helden hatte er sich noch nicht verdient. Aber sie würde ihn schon noch dazu kriegen, sein Schicksal anzunehmen. Und wenn sie ihn persönlich bis vor die Tore des Dämonenkönigs schleifen musste. Im wahrsten Sinne des Wortes. Ontari legte geistesabwesend eine Hand auf ihr magisches Lasso.
      Wenn man Daidus Phoenix irgendwo fand, dann war es eine Taverne. Von den drei Malen, die sie ihn bereits außerhalb des Ordens angetroffen hatte, war es immer eine Taverne gewesen. Das letzte Mal war allerdings schon einige Zeit her. Sie war sich so sicher gewesen, dass dies die Taverne war, in der sie ihn endlich finden würde.
      Verärgert glitt Ontari auf einen Barhocker. Ob der Typ am Markt sie wohl verarscht hatte? Von ihm kam die Information, dass Daidus Phoenix hier gesehen worden war. Hatte sie am Ende das Monsterfleisch gegen nutzlose Informationen eingetauscht? Ontaris Lid zuckte.
      „Was darf’s sein?“
      „Ein Bier“, murmelte Ontari. Der Händler mit der feuchten Stirn konnte sie nicht verarscht haben. Ontaris Lid zuckte erneut. Dafür war sie viel zu gut darin, Preise auszuhandeln. Und diese Information war ihren Preis wert gewesen. Vielleicht war Daidus Phoenix schon weitergezogen. Es konnte gar nicht anders sein…Niemand könnte sie bei Feilschen reinlegen!
      Vor ihr wurde ein großer Humpen Bier auf den Tresen geknallt.
      „Drei Goldstücke.“
      Das zucken ihres Lides stoppte. „Drei Goldstücke?“ Ontari rümpfte die Nase. In ihren Augen begann es zu funkeln. „Braust du dein Bier mit heiligem Wasser?“ Ihr Ausdruck wurde fiebrig. „Die Plörre ist höchstens ein Goldstück wert!“ Der Tag nahm gerade eine gute Wendung.
      Nichts ahnend, das eine Straße weiter gerade ein Streit ausbrach, an dem niemand anderer beteiligt war als Daidus Phoenix höchstpersönlich und der von niemand anderem beobachtet wurde als...

      Calcifer Vespertine
      Calcifer kratzte sich am Hinterkopf. Das Spiel hatte er mittlerweile verstanden – nur der Grund ergab sich ihm nicht so recht. Offensichtlich verlor einer der Spiele mehr, als er sich leisten konnte. Dennoch spielte er weiter. Den Gegenspielern schien dies nicht aufgefallen zu sein. Zugegeben, sie wirkten nicht gerade, als würden sie in ihrer Freizeit viele Bücher lesen. Ihre Muskeln ließen auf andere Aktivtäten schließen.
      Einer der Kerle zückte ein Messer. Bestimmt illegale Aktivitäten. Darauf würde Cal wetten - und damit hätte er wahrscheinlich mehr Erfolg als der Rotschopf. Der schien gerade nämlich ziemlich in der Bredouille zu stecken.
      Cal warf einen Blick auf sein halbleeres Bier. Er würde es vorziehen, es in Ruhe fertig zu trinken.
      Sein Blick wanderte zurück zu dem Tisch der Glücksspieler. Mittlerweile waren sowohl der Rotschopf als auch der Messerstecher aufgestanden.
      Cal blickte wieder zu seinem Bier. Zu den Glücksspielern, zu seinem Bier.
      Ach, was soll‘s. Cal erhob sich.
      Eigentlich hatte er sich geschworen, sich aus den Angelegenheiten der Menschen rauszuhalten, aber warum mussten die auch so streitsüchtig sein? Das war ja fast schlimmer als bei den Dämonen. Dabei war er extra hierhergekommen, um seine Ruhe zu haben.
      Cal nahm sein Bier, warf den Kopf in den Nacken und exte den Rest. Schade, er hätte es lieber genossen. Das nächste dann eben. Erstmal musste er für Ruhe sorgen.
      Das leere Bierglas stellte er sanft auf den Tisch zurück. Dann schlängelte er sich zwischen den Tischen und Stühlen zu den Glücksspielern.
      Ohne darüber nachzudenken, legte Cal ein schweres Säckchen auf dem Tisch ab. Er ragte hinter der Schulter des Rotschopfes empor. Schwarze Haare umspielten Calcifers Resting Bitch Face. Ein Wind pustete die Kerzen in ihrer Umgebung aus. Sein dunkler Umhang flatterte um seine Schultern. Irgendwo in den Straßen schrie ein Kind. Was ein dramatischer Eintritt in die Szene.
      „Reicht das?“, fragte Cal.
      Genug war es allemal. Sie durften nur nicht zu genau hinschauen, denn auf der Rückseite des Goldes prangte die Fratze des Schauspielers, der Cal einige schlaflos Nächte beschert hatte – und nicht im positiven Sinne.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.

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    • Daidus Phoenix

      Zur Überraschung des Helden tauchte wohl doch noch ein Retter auf und er warf einen Seitenblick nach hinten, um den Neuankömmling zu betrachten und wenn Daidus ehrlich war, konnte er nicht sagen, ob er lieber in der Schuld dessen oder der Muskelprotze stehen wollte, letztere wirkten wenigstens, als wären sie deutlich einfacher übers Ohr zu hauen, aber nun gut, man nahm, was man kriegen konnte, nicht wahr?
      Gerade wollte eine große Pranke nach dem schweren Säckchen greifen, als sich der geflohene Held fast schon mit beiden Armen davor stürzte, nicht im Begriff das sicherlich mit einer Menge Gold gefüllte Säckchen den anderen einfach zu überlassen.
      „Nicht doch, nicht doch, wir wollen den freundlichen Gesellen doch nicht einfach übers Ohr hauen, oder? Das dürfte doch bei weitem mehr sein, als ich euch Schulde.“, wusste er zwar nicht, ob der Neuankömmling wirklich freundlich oder einfach nur steinreich und genervt von dem Streit war, setzte sich dennoch wieder bequem auf seinen Stuhl um den kleinen Beutel zu öffnen, ein paar der Goldstücke heraus zu holen – wow, das war jawirklich alles mit Gold gefüllt! Jackpot~ - und diese den Grobianen gar unhöflich entgegen zu werfen, so dass sie sie fangen mussten, damit sie nicht auf den Boden fielen, nur um geschickt den Rest in seine eigenen Taschen zu stopfen.
      Es mag undenkbar sein, dass ein Held stahl, oder gar den ein oder anderen Taschenspielertrick kannte, um genau dies unbemerkt zu tun – Ontari würde ihm sicherlich eine Stundenlage predigt halten, wenn sie das mitbekommen hätte, und Daidus machte für einen Moment gar ein Gesicht, als hätte er in eine Zitrone gebissen, bei dem Gedanken an die Frau, die ihn einfach nicht in Ruhe lassen und einfach nicht akzeptieren wollte, dass er nicht bereit war die Rolle des Helden zu erfüllen, soll das doch ein anderer Idiot machen, fing sich aber recht schnell.
      Der Rothaarige erhob sich, legte dem Schwarzhaarigen freundschaftlich einen Arm um die viel zu hohen und breiten Schultern – seiner Meinung nach – und verabschiedete sich mit einem „Nun denn, hat Spaß gemacht mit euch zu spielen, wir sehen uns Jungs.“ von den anderen Kartenspielern um den Fremden aus der Taverne zu ziehen, natürlich nicht ohne seine Waffe zu greifen.
      Daidus zweifelte daran, dass sich diese Leute damit zufrieden geben würden, sobald sie merken würden, dass der Rotschopf ihnen einfach die Möglichkeit genommen hatte deutlich mehr Geld einzustecken, aber das konnte ihm recht egal sein, immerhin wäre er bis dahin schon längst weg.
      Wieso er den Fremden mit sich nahm, obwohl die Chance bestand, dass er bemerken würde, dass er ihn gerade bestohlen hatte?
      Weil die Grobiane sich sicherlich auf ihn stürzen würden, wenn er ihn zurückließ – jemand der einfach so einen Beutel voller Gold mit sich herum trug und bereit war es Fremden zu übergeben, hatte doch sicherlich noch deutlich mehr, nicht wahr? - und auch wenn Daidus ein Taugenichts war, war sein Herz doch nicht so schwarz wie er es gerne hätte.
      „Okay, danke für die Hilfe Partner, aber ich sollte jetzt lieber verschwinden. Ich würde dir das selbe raten, die sahen aus wie Diebe oder Räuber. Jemand mit so viel Geld in der Tasche wäre sicherlich das perfekte Ziel für die Bande. Man sieht sich.“, klopfte er dem Fremden freundschaftlich auf die Schulter, in der Hoffnung ihn gleich wieder los zu werden, mit deutlich mehr Gold in der Tasche, als womit er die Taverne betreten hatte.
      Alles in allem doch ein guter Tag für einen Nicht-Helden, nicht wahr?
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    • Calcifer Vespertine
      Cal schaute verwirrt zu, wie sich der junge Mann praktisch auf den Geldbeutel warf. Hatte er was falsch gemacht? Warf man sich hier auf Geldbeutel? Hätte er sich vielleicht vorher vorstellen sollen? Er hätte sich vorstellen sollen, oder? Seine Berater hätten die Hände über den Köpfen zusammengeschlagen. Natürlich hätte er das tun sollen, wo waren seine Manieren!
      „Nicht doch, nicht doch, wir wollen den freundlichen Gesellen doch nicht einfach übers Ohr hauen, oder? Das dürfte doch bei weitem mehr sein, als ich euch Schulde.“, riss ihn der Rotschopf aus seinen Gedanken und fläzte sich wieder auf den Stuhl. Verwundert sah Cal dabei zu, wie er den anderen Glücksspielern ein paar Münzen zuwarf. Achso. In dem Beutel war einfach zu viel Gold gewesen.
      …Er hätte sich trotzdem vorstellen sollen.
      Und sollte er sich jetzt dazu setzen? Oder konnte er zurück in seine Ecke? Menschliche Gebräuche verwirrten ihn.
      Eigentlich wollte er doch nur in Ruhe ein Bier trinken.

      Das sein Geldbeutel irgendwo in den tiefen einer Tasche verschwanden, die nicht die seine war, bemerkte er gar nicht.
      Im nächsten Moment erhob sich der Rotschopf auch schon wieder und – Cal versteifte sich unmerklich – legte ihm einen Arm um die Schulter? Wo er herkam, hatte ihn noch nie jemand mit einer solchen Selbstverständlichkeit angefasst. Normalerweise hatten die Leute Angst, er würde ihnen die Hand abbeißen.
      „Nun denn, hat Spaß gemacht mit euch zu spielen, wir sehen uns Jungs.“, sagte der Rotschopf und schleifte Cal mit sich aus der Taverne. Perplex ließ er sich mitziehen. Dann breitete sich ein Runzeln auf seiner Stirn aus. Er warf einen sehnsüchtigen Blick auf seinen leeren Platz. Das letzte was er sah, war das einsame Bierglas auf dem Tisch. Dann fiel die Tür hinter ihnen ins Schloss.
      „Okay, danke für die Hilfe Partner, aber ich sollte jetzt lieber verschwinden. Ich würde dir das selbe raten, die sahen aus wie Diebe oder Räuber. Jemand mit so viel Geld in der Tasche wäre sicherlich das perfekte Ziel für die Bande. Man sieht sich.“
      Cal wandte sich zu dem Rotschopf um. Mit so viel Geld in der Tasche? So viel war es gar nicht.
      …Oder? Er griff in seine Manteltasche, doch die war leer. Moment mal. Wo war sein Geldbeutel eigentlich? Cal war sich sicher, dass der junge Mann vor ihm den Raufbolden Gold zugeworfen hatte. Also hatte der Rotschopf den Beutel zuletzt gehabt. Alsooo… musste er ihn auch jetzt haben. Ahja.
      Jetzt wo Cal so drüber nachdachte, schien es der andere plötzlich ziemlich eilig zu haben, von ihm weg zu kommen.

      Calcifer zog die Augenbrauen zusammen und sah den Rotschopf eindringlich an. Er sah nicht arm aus, aber seine Ausrüstung hatte bestimmt schon bessere Tage gesehen. Vielleicht sollte Cal sich einfach dumm Stellen und ihm den Geldbeutel lassen. Wäre auf jeden Fall um einiges weniger peinlich für den Typen.
      Vielleicht sollte er sich aber auch einfach mal abgewöhnen, mit Gold um sich schmeißen. Cal stutze. Ach was. Davon gab es noch genug in seiner Schatzkammer. Er würde sich einfach -
      Moment. Die Schatzkammer war im Palast.
      Cal hatte einen Moment der Eingebung. Der Palast war sehr weit weg. Die Schatzkammer war sehr weit weg. Und er hatte nicht vor, bald nach Hause zurückzukehren. Nicht das er am Ende noch dem Helden in die Arme lief. Dann würde es einen Kampf geben. Das wollte er um jeden Preis vermeiden.
      Bei dem Gedanken zog er die Augenbrauen noch enger zusammen. Er sah jetzt sehr düster aus.
      Es gab nur eine Möglichkeit; Er brauchte seinen Goldbeutel wieder.
      Das hier war das Reich der Menschen. Wenn er nett fragen würde, würde er seinen Beutel bestimmt wieder bekommen, aber etwas riss ihn aus seinen Gedanken.
      Irritiert sah er zu, wie der Rotschopf ihm auf die Schulter klopfte. Da war es wieder – diese selbstverständlichen Berührungen. Die Falte zwischen seinen Brauen vertiefte sich noch mehr. Daran würde er sich gewöhnen müssen.
      Dann sah er dem anderen direkt in die Augen. Das machte Menschen so, wenn sie miteinander sprachen, ja? Er legte ihm außerdem einen Arm um die Schulter. Ein unbeholfener Versuch, das Verhalten des Menschen zu imitieren. Irgendwie passte die Art nicht so ganz, wie Cals Arm auf der Schulter des anderen ruhte. Das würde er üben müssen.
      Hatte Cal eben noch einfach nur düster ausgesehen, so wirkte er jetzt, als würde er den jungen Mann vor sich bei einer falschen Bemerkung fressen.
      „Könnte ich den Beutel bitte wieder haben…“ Cal machte eine kurze Pause. „…Partner?“ Das war freundlich gewesen, ja? Man, waren Menschen irritierend.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.
    • Daidus Phoenix

      Doch bevor der junge Mann einfach verschwinden konnte, spürte er auch schon den Arm des Anderen um seine Schultern gelegt und ein Blick in das Gesicht des Anderen genügte, um Daidus ein nervöses Lächeln auf die Gesichtszüge zu zaubern, man sah der wütend aus und nicht gerade wie ein freundlicher Geselle, er war hier doch nicht etwa auf irgendeine Art von Masche hereingefallen, oder?
      Zu seinem Leid hatte der Fremde offensichtlich bemerkt, dass er bestohlen worden war, und dieser Umstand schien ihm nicht gerade zu gefallen, was Daidus unglaublich Schade fand, aber er würde es ihm wohl wieder geben müssen, wenn er keinen gebrochenen Arm oder schlimmeres davon tragen wollte.
      Okay, okay, also die Worte mit bedacht wählen....
      „Hm? Beutel? Oh~! Natürlich, natürlich, sorry! Bei dem ganzen Stress so schnell wie nur möglich da weg zu kommen, hab ich es ganz vergessen, mein Fehler.“, kam es auf amüsante Art und Weise entschuldigend von dem eigentlichen Helden, ehe er sich duckend aus dem Griff des Schwarzhaarigen befreite, jemandem, der ein solches Gesicht ziehen konnte, wollte der Rotschopf lieber nicht zu nahe treten.
      Geschickt fischte er den besagten Beutel aus einer seiner Taschen, öffnete das Säckchen, tat so, als würde er nur sicher gehen wollen, dass es der richtige und alles noch da war, während er unbemerkt ein paar in seinem Ärmel verschwinden ließ, ehe er zufrieden nickend den Beutel wieder schloss und diesen dem Schwarzhaarigen überreicht.
      „Hier bitteschön, ich hoffe doch du nimmst es mir nicht übel, ich habe es nur vergessen, wirklich, ich hatte nicht vor dich zu bestehlen oder so!“, waren die Worte des jungen Mannes eine vollkommene Lüge, aber das musste sein Gegenüber ja nicht wissen.
      „Wie wärs, ich kenne hier in der Nähe eine andere Taverne, mit weniger zwielichtigen Gestalten, als Entschuldigung lad ich dich zu nem Becher ein, nah? Klingt das in Ordnung?“, schlug Daidus stattdessen gut gelaunt vor, wieso auch nicht?
      Mit ein paar Bechern Alkohol intus würde es deutlich einfacher werden seinen Gegenüber zu bestehlen.
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    • Calcifer Vespertine
      Es hatte funktioniert. Cal musste unglaublich freundlich rübergekommen sein, denn der Rotschopf lenkte so gleich ein:
      „Hm? Beutel? Oh~! Natürlich, natürlich, sorry! Bei dem ganzen Stress so schnell wie nur möglich da weg zu kommen, hab ich es ganz vergessen, mein Fehler.“
      Also alles nur ein Missverständnis. Fast – aber auch nur fast! - hatte Cal begonnen zu glauben, dass der Mensch ihn absichtlich hatte ausrauben wollen. Aber Menschen schienen wirklich gut zu sein. Hm. Zumindest bis jetzt. Cal konnte wohl von dem einen nicht auf alle anderen schließen. Die Kerle in der Bar hatten wohl kaum nur spielen wollen, so viel hatte das Messer deutlich gemacht.
      Aber nettes Fragen hatte in diesem Fall vollkommen gereicht, um seinen Beutel wiederzubekommen. Nett sein sollte also wohl auch in Zukunft immer die erste Option beim Umgang mit Menschen sein.
      Innerlich machte Cal sich eine Notiz. Viel entspannter als im dämonenreich. Da musste er immer den großen bösen Dämonenkönig mimen und Dinge in Brand setzen. Das noch keinem seiner Bittsteller aufgefallen war, dass das immer nur dann passierte, wenn einer seiner Berater das Wort „Blaubeere“ in einem abstrusen Satz einbaute. Irgendwie waren alle um Cal herum seltsam.
      …vielleicht war er auch der Seltsame.
      Das Cal schon wieder in Gedanken vertieft war merkte er erst, als sich der Rotschopf unter seinem Arm wegduckte. Einen Moment ließ Cal seinen Arm bedröppelt in der Luft hängen und sah ihn an als wollte er sagen: „Großartig gemacht.“, dann ließ er ihn an seiner Seite herabhängen. Gut, das mit dem Arm um die Schultern sollte er wohl vorerst nicht mehr machen. Immerhin wusste er jetzt, was die richtige Reaktion darauf war – sich wegducken. Cal machte eine mentale Notiz. Jetzt hatte er schon zwei. Bald würde man ihn nicht mehr von einem gebürtige Menschen unterscheiden können.
      „Hier bitteschön, ich hoffe doch du nimmst es mir nicht übel, ich habe es nur vergessen, wirklich, ich hatte nicht vor dich zu bestehlen oder so!“, sagte der Rotschopf und überreichte den Beutel. Cal wiegte ihn kurz in seiner Hand und gab ein „Danke.“ von sich, während er den Beutel in eine Innentasche seines Mantels gleiten ließ.
      „Wie wärs, ich kenne hier in der Nähe eine andere Taverne, mit weniger zwielichtigen Gestalten, als Entschuldigung lad ich dich zu nem Becher ein, nah? Klingt das in Ordnung?“
      Hatte der Typ wohl doch noch irgendwo ein bisschen Gold versteckt, wenn er ihn auf einen Becher einladen konnte. Was auch immer ‚ein Becher‘ war. Vielleicht ein Bier?
      Cal war ein bisschen überrumpelt von den Ereignissen, wenn er ganz ehrlich war. Einen Plan, wohin, hatte er ohnehin nicht. Außerdem tat es gut, die Führung abzugeben (als ob er nicht gerade ein ganzes Königreich hinter sich gelassen hatte) und so ging er, ohne zu zögern, fast schon dankbar auf das Angebot des Anderen ein. „Klingt in Ordnung.“, Cal nickte ernst. Außerdem bekam er dann doch noch sein Bier.
      Kurz musste Cal an sein zurückgelassenes Glas denken. Oh. Er hatte vergessen zu bezahlen. Hoffentlich würde er dafür nicht im Knast landen. Aber jetzt stand er mit – ja, mit wem eigentlich?
      Da waren sie wieder. Vor seinem geistigen Auge schlugen seine Berater die Hände über den Köpfen zusammen, obschon seiner verlorenen Manieren. Vorstellen, er sollte sich vorstellen.

      Aber wie eigentlich?
      In seinem Palast hatte Cal sich noch nie vorstellen müssen. Dort wusste jeder, wer er war. Ganz zu schweigen davon, dass es den Bediensteten nicht gestattet war, ihn mit seinem Namen anzusprechen. Dort war er nur „Eure Hoheit“ oder „Mein König“.
      Cal stutze. Was, wenn Menschen irgendeine Art Ritual beim Vorstellen hatten? Vielleicht umtanzten sie sich ja, ähnlich wie die bunten Kreaturen, von denen Cal einmal gelesen hatte. Wobei Menschen mit denen eigentlich nichts gemein hatten. Unwahrscheinlich, dass der Rotschopf wild gestikulierend in einen Tanz ausbrechen würde. Überhaupt waren Menschen gar nicht so anders als Dämonen, wie Cal bis jetzt beobachtete hatte. Dennoch wollte er kein Risiko eingehen, bis er sich sicher war. Das Einzige was ihn Momentan vor den Schwertern der Menschen bewahrte, war ein dünnes Silberkettchen um seinen Hals. Es half ihm jedoch nicht dabei, sich wie ein Mensch zu verhalten. Das lag allein bei ihm. Daher die Übervorsicht.
      „Wie darf ich dich nennen?“, er neigte den Kopf zur Seite wie ein neugieriger Vogel. Aufmerksam sah er den anderen an, um ja keine Geste der Vorstellung zu verpassen.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.
    • Daidus Phoenix

      Die Gestik und Mimik seines Gegenübers war wirklich eigenartig, wie Daidus fand, und er wurde nicht so recht schlau aus dem Fremden, wo er doch immerzu sehr stolz auf seine Fähigkeit Menschen zu durchschauen war, doch solchen begegnete man ja auch hin und wieder und der Nicht-Held war sich fast schon sicher, hier einem Verrückten gegenüber zu stehen.
      Oder einem mit Persönlichkeitsstörungen, wer war er schon darüber zu urteilen?
      Für einen Moment, als der Schwarzhaarige den Beutel wiegte, musste der Rothaarige befürchten durchschaut worden zu sein, unterdrückte dann jedoch ein erleichtertes Seufzen, als sein Gegenüber nichts falsches an dem Gewicht seines Geldbeutels fand. Dennoch war er sich nicht sicher, ob das Danke wahrer Natur war, nur eine Floskel oder gar hätte sarkastisch gemein sein können, wenn man Daidus fragte, wirkte er immernoch, als hätte er nicht gerade gute Laune.
      „Hm? Wie du mich nennen darfst? Du sprichst aber förmlich, sag bloß du bist ein Adeliger oder so?“, kommentierte der Abenteurer die Worte des Schwarzhaarigen, durchaus darauf aus mehr über sein Opfer herauszufinden, ein Adeliger müsste ja wohl noch deutlich mehr als das bisschen Gold irgendwo versteckt haben, nicht wahr?
      „Daidus, nenn mich Daidus, wie ist dein... oder womöglich euer Name?“, gab er die letzten Worte spielerisch, gar amüsiert von sich und machte eine kurze, gespielte und recht übertriebene Verbeugung, bevor er den Fremden in ein Lokal führte, das nur ein paar Straßen weiter lag und deutlich besseres Bier hatte, wenn es auch etwas teurer war, aber womöglich würde er es sich heute gar leisten können.
      Oder er verschwand einfach in einem sehr günstigen Moment und ließ seinen neuen Freund alles bezahlen, das machten Freunde doch gerne für einen, nicht wahr?
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    • Calcifer Vespertine
      Ganz wie Cal erwartet hatte, brach der Mensch nicht in wilde Tanzbewegungen aus. Der Anblick wäre zwar amüsant gewesen, aber Cal war darüber trotzdem froh. Seltsame Tänze hätte er wohl kaum glaubhaft imitieren können. Dann wäre seine Reise im Menschenreich eine kurze gewesen.
      „Hm? Wie du mich nennen darfst? Du sprichst aber förmlich, sag bloß du bist ein Adeliger oder so?“, fragte der Rotschopf. Für einen kurzen Moment weiteten sich Cals Augen – er fühlte sich ertappt. So schnell wie der Ausdruck über sein Gesicht gehuscht war, war er jedoch wieder verflogen. Seine Berater hatten ihn darin trainiert, Gefühlsregungen bei sich zu behalten. Cal hatte nie ganz verstanden, wieso dies nötig war und er nicht einfach er selbst sein konnte – jetzt, aber, war er dankbar dafür. Wer hätte das gedacht.
      „Daidus, nenn mich Daidus, wie ist dein…oder womöglich euer Name?“, der Mensch – nein, Daidus, korrigierte Cal sich selbst - verbeugte sich vor ihm. Trotz der offensichtlichen Übertriebenheit der Geste stieg Cal Hitze in den Kopf. So falsch lag Daidus mit seiner Vermutung gar nicht. Cal musste besser aufpassen, wie er sich ausdrückte. Das er wegen seiner Art zu sprechen auffliegen könnte, war ihm bis gerade gar nicht bewusst gewesen.
      Er beschloss, so nah an der Wahrheit zu bleiben, wie möglich. Ein Geflecht aus zu vielen Lügen würde nur unweigerlich dazu führen, dass er irgendwann den Überblick verlieren und sich verraten würde.
      „Ähm – ich habe, bis vor kurzem, viel Zeit an einem Adels Hof verbracht. Muss wohl etwas von ihrer Sprache übernommen haben.“, beantwortete Cal Daidus‘ Frage. Er ließ Daidus nicht aus den Augen und versuchte an seiner Reaktion zu erkennen, ob er ihm glaubte. Doch der hatte sich bereits in der Verbeugung umgedreht und war losgegangen. Cal folgte ihm.
      Gelogen hatte er nicht. Er verschwieg einfach nur einen kleinen Teil der Wahrheit.
      …Okay, einen ziemlich großen Teil der Wahrheit. Wohl fühlte er sich damit nicht, aber was war die Alternative?
      „Du kannst mich Calc-“, Cal unterbrach sich. Das war schon wieder gesprochen wie jemand mit einem Stock im Arsch. Seine Berater waren nicht hier. Niemand konnte ihn schellten, wenn er sich nicht wie ein König benahm. Im Gegenzug – würde er es tun, würde er auffliegen. Noch schien es Daidus einfach nur zu amüsieren, wie Cal sprach. Cal beschlich jedoch das Gefühl, dass der Rotschopf schneller eins und eins zusammenzählen könnte, als ihm lieb war, wenn er nicht aufpasste.
      Außerdem hätte er sich gerade beinahe mit seinem vollen Namen vorgestellt. Es war Cal nicht klar, wie gut die Menschen ihn oder auch nur seinen Namen kannten. Aber er wollte kein Risiko eingehen. Schnell korrigiert er sich: „Ich heiße Cal.“ Dabei beließ er es.
      Daidus führte sie durch die engen Straßen der fremden Stadt. Cal ging hinter ihm und betrachtete daher mit unverhohlener Neugier alles, was sich ihm Bot.
      Mittlerweile war es dunkel geworden. Viele der Häuser hatten ihre hölzernen Fensterläden zugezogen. In einigen Gebäuden brannte jedoch noch Licht. Vereinzelt kamen ihnen Personen entgegen, einige schwankten oder sangen fröhlich Lieder, die Cal noch nie gehört hatte. Wie anders hier alles war und doch so gleich. Der Stein, aus dem die Häuser gebaut waren, war heller. Die Straßen waren enger, die Dächer etwas runder. Und doch wurde zu so später Stunde gesungen und getrunken. Nur die Lieder waren andere, der Alkohol etwas milder.
      Cal runzelte die Stirn. Und doch befanden sie sich im Krieg. Er gab ein kaum hörbares Seufzen von sich und betrachtete Daidus‘ Hinterkopf. Ob er Dämonen wohl auch so hasste, wie die gewöhnlichen Dämonen die Menschen hassten?
      Cals Blick wanderte von Daidus‘ Haaren zu dem schweren Hammer, den er sich über den Rücken geschnallt hatte. Wie konnte er das Teil so mühelos mit sich herumschleppen? Der Hammer sah zwar sehr gefährlich, aber auch sehr schwer aus. Er bezweifelte nicht, dass Daidus‘ mit der Waffe umzugehen wusste.
      Bei dem Gedanken an Waffen musste Cal an seinen leeren Schwertgürtel denken. Er trug nichts bei sich, außer einem Brotmesser. Ein leises lächeln breitete sich auf seinen Lippen aus. Als ‚Waffe‘ ließ sich das Messer wohl kaum bezeichnen.
      Aber Cal hatte es bis in diese Stadt geschafft, ohne dafür jemanden töten zu müssen. Das hatte er zu einem großen Teil dem Händler zu verdanken, der ihn auf der Straße aufgesammelt und in seinem Karren hatte mitfahren lassen. Seine Reise war so um einiges schneller und sicherer gewesen.
      Cals Gedankenfluss wurde herbe unterbrochen, als er hinter Daidus in die Taverne trat. Der Raum war hell erleuchtet – kurz kniff Cal die Augen zusammen. Als er sich an das Licht gewöhnt hatte, sah er sich um. Die Atmosphäre hier schien eine andere als in der Taverne, in der er Daidus beim Glücksspielen beobachtet hatte. Die Gesichter hier schienen weniger düster, die Messer nicht ganz so locker zu sitzen. Es wurde laute Musik gespielt, die Leute lachten und tranken. Niemand drehte sich zu ihnen herum, als sie eintraten. Das gefiel Cal. Er hatte es schon fast fertiggebracht, sich unter der Aufmerksamkeit eines Menschen zu verraten. Besagtem Menschen starrte er jetzt wieder mit undurchdringlicher Miene auf den Hinterkopf. Cal würde warten, bis Daidus etwas sagte oder tat. Vielleicht kannte er jemanden hier, hatte einen Lieblingstisch oder sonst etwas vor. Er musste vorsichtiger sein, wenn er nicht auffliegen wollte, also hieß es, sich erst einmal zurückzuhalten.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.

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    • Daidus Phoenix

      Selbstverständlich entging es dem Rothaarigen nicht, wie ein kurzer, ertappter Ausdruck über die Züge des Schwarzhaarigen huschte, auch wenn er so schnell wieder verschwand, wie er gekommen war, was nur bedeuten konnte, dass – wer oder was der Fremde auch immer war – er nicht bereit war seine wahre Identität zu offenbaren, aber das konnte Daidus gar respektieren, immerhin erging es ihm nicht anders.
      Auch er hatte nicht das geringste Interesse daran, dass ihn jemals als Helden erkannte, weshalb er beschloss sich nicht näher nach der Vergangenheit seines Gegenübers zu erkundigen und das Thema damit mit einem Schulter zucken einfach ruhen zu lassen.

      Es dauerte nicht lange, bis sie mit Daidus hervorragender Führung bei der Taverne ankamen und sogleich schnappte sich der junge Mann den erst besten Tisch, nahe an dem wärmenden Feuer des Kamins, welcher die sich anbahnende Kälte des Abends wieder verscheuchte und der Abenteurer schnallte sich wieder das schwere Ding von der Schulter, um sich auf seinen Stuhl setzen zu können, ehe er aus dem Augenwinkel heraus ein ihm bekanntes Gesicht erkannte und mit einem breiten Grinsen sogleich den Arm hob, um auf sich aufmerksam zu machen.
      „Hey Mira! Hier her, hier her! Eins deiner besten Biere für mich und meinen Freund hier bitte!“, gab der Rothaarige gut gelaunt von sich und die angesprochene Kellnerin richtete ihren Blick auf das ungewöhnliche Duo, seufzte amüsiert und stützte ihren Arm in ihre Hüfte.
      „Kannst du dir das überhaupt leisten, Daidus?“, war ihre Aussage vergnügter Natur, auch wenn sie es offensichtlich bezweifelte.
      „Natürlich, natürlich! Nur damit du es weißt, ich habe gerade einen wirklich gut bezahlten Auftrag erledigt und kann es mir heute leisten!“, gab er dagegen mit gespielter Beleidigung von sich.
      „Ach ja? Bist du nicht derjenige der immer nur die einfachsten Aufträge abgrast? Hast du dich endlich mal gegen etwas stärkeres getraut? Ich bin gespannt die Geschichte zu hören... sobald ich hier Feierabend habe, versteht sich.“, musste sich Mira um einen weiteren Tisch kümmern, ehe sie in der Küche verschwinden würde, um den beiden Herrn das bestellte Bier zu holen.
      Der prophezeite Held hatte nun schon einige Woche in diesem Dorf verbracht, welches so nah an der Grenze zum Reich der Dämonen war, wie es sich die Menschen zur Zeit leisten konnten, ohne direkt in den Krieg hinein gezogen zu werden.
      Weder die Dämonen noch die Menschen hatten großes Interesse an diesem Ort, er konnte nicht als strategischer Punkt genutzt worden und so war es hier einigermaßen friedlich.
      Daidus konnte sich als Abenteurer durchschlagen, wie er es getan hatte, seitdem er vom Tempel und dem Hof des Königs geflohen war, wo er doch nie irgendetwas anständiges gelernt hatte, womit er sich seinen Lebensunterhalt hätte verdienen können – man hatte immer von ihm erwartet, dass er zum Helden werden würde, die Reise zum Schloss des Dämonenkönigs auf sich nehmen würde, sobald er alt und stark genug für eine solche Aufgabe war, ihm die nötigen Fähigkeiten gelehrt, was vor allem den Kampf betraf und nun kannte er nichts mehr anderes – außerdem konnte er es sich nicht leisten, irgendwo sesshaft zu werden.
      Nicht wenn eine Verrückte ihn jagte. Wobei sich der Rothaarige sicher war, dass er das sowieso nicht konnte, er brauchte die Abwechslung, das Reisen und sollte jemals jemand behaupten, dass es daran lag, dass er nun mal ein Held war, würde er dieser Person persönlich den Hals umdrehen.
      Dennoch wäre es wohl langsam an der Zeit, weiter zu ziehen, bevor noch jemand misstrauisch wurde oder Ontari seiner Spur bis hierher folgte.
      „Nun denn“, wandte er sich letztendlich lächelnd an seine Begleitung, „du meintest, du hättest viel Zeit am Hof des Adels verbracht, und was machst du jetzt? Reisen? Arbeit suchen? Oder ein anderes Ziel?“
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    • Calcifer Vespertine
      Schweigend folgte Cal Daidus durch den Raum. Er steuerte einen Tisch nahe dem offenen Feuer an. Cal ließ sich auf dem Stuhl nieder, der dem Feuer zugewandt war, so dass Daidus mit dem Rücken zur Flamme saß. Während Daidus grinsend dem Arm hob, um die Aufmerksamkeit von jemandem zu erregen, wie Cal schätzte, beobachtete er die Flammen. Knisternd fraßen sie sich durch die Holzscheite. Musik in Cals Ohren. Er hatte sich schon immer von Feuer angezogen gefühlt. Umso mehr freute er sich, in der Nähe dessen zu sein. Daidus wusste wahrscheinlich gar nicht, dass er Cal gerade eine große Freude bereitet hatte.
      Cal warf einen Blick zum Nebentisch. Die drei Menschen dort unterhielten sich angeregt. Einer von ihnen gestikulierte wild. Es sah aus, als würden sie streiten.
      Da kam Cal eine Idee. Sein Blick wanderte zu den Flammen zurück. Es erforderte keine große Anstrengung, es zum Tanzen zu bringe. Die Holzscheite knackten, das Feuer flammte auf und bewegte sich rhythmisch zu seiner Melodie, die nur Cal und es selbst hören konnten. Aufgeregt stieß einer der Menschen am Nebentisch die beiden anderen an und deutete auf die Flammen. Wie kleine Kinder beobachteten sie das Feuer mit großen Augen und lachten, als Cal es zu einer Herde aus Pferden formte, die über das knisternde Holz galoppierte.
      Das Ganze hatte nur einen Augenblick gedauert. Dann ließ Cal das Feuer wieder auf seine normale Größe schrumpfen. Friedlich flackerte es wieder vor sich hin. Der Streit am Nebentisch war vergessen. Stattdessen schienen sie sich begeistert über das Feuer zu unterhalten, wie Cal durch einige Gesprächsfetzen aufschnappte.
      Zufrieden lehnte er sich zurück.
      Genau in diesem Moment trat eine junge Frau an ihren Tisch. Cal überlies es Daidus, sich mit ihr zu unterhalten. Offensichtlich kannten die beiden sich. Zumindest musst Daidus hier öfter zu Gast sein, Miras Aussagen nach. Den Namen der jungen Frau hatte Cal ebenfalls ihrem Gespräch entnommen. Überhaupt erfuhr er ziemlich viel, indem er einfach nur zuhörte. Beispielsweise schien Daidus sich mit Aufträgen über Wasser zu halten und legte dabei Wert auf kleine, unkomplizierte Aufträge.
      Cal nutzte die Gelegenheit, um seinen Fremdenführer genauer zu betrachten. Der schwere Hammer, der jetzt abgeschnallt hinter seinem Stuhl ruhte, ließ darauf schließen, dass er ein Abenteurer war. Daidus‘ Kleidung sah aus, als hätte sie einige Tagesreisen hinter sich – selbst sah Cals Mantel wahrscheinlich nicht besser aus. Vielleicht war Daidus auch ein Söldner? Soldat in der Armee des Königs schien er nicht zu sein, denn er trug keine Rüstung. Außerdem hatten diese es wahrscheinlich nicht nötig, sich mit Aufträgen über Wasser zu halten.
      Ein Windstoß fuhr durch eines der Fenster in den Raum und ließ das Feuer aufflackern. Cals Blick blieb daran hängen, wanderte dann zu Daidus zurück. Jetzt erst fiel ihm auf, dass die Farbe von Daidus‘ Haaren kaum von denen der Flamme hinter ihm zu unterscheiden war. Cal runzelte die Stirn. Ein etwas gläubigerer Dämon hätte das wohl als Zeichen gesehen - wofür auch immer.
      Cal lehnte sich zurück. Seine Arme hatte er auf den Lehnen des hölzernen Stuhls ausgebreitet, den Kopf hielt er erhoben, sein wacher Blick noch immer ganz unverhohlen auf Daidus, als dieser sich wieder ihm zuwandte. Ein Lächeln breitete sich auf den Zügen des Rotschopfes aus. "Nun denn, du meintest, du hättest viel Zeit am Hof des Adels verbracht, und was machst du jetzt? Reisen? Arbeit suchen? Oder ein anderes Ziel?“, fragte er. Cal blinzelte langsam. „Ich schätze…ein bisschen von allem?“, das hatte wie eine Frage geklungen, obwohl er das nicht beabsichtigt hatte. Plötzlich wurde er sich seiner Haltung bewusst – zu königlich – und verlagerte sein Gewicht. Die Arme ließ er von den Lehnen gleiten. Er zog die Brauen zusammen und ließ seinen Blick durch den Raum wandern, als würde er dort auf eine Antwort hoffen, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder auf Daidus richtete. „Ich bin mir, ehrlich gesagt, nicht sicher.“ Das entsprach tatsächlich der Wahrheit.
      Cal hatte nicht lange überlegt. Als er davon erfahren hatte, dass der Held ihn aufsuchen würde, war er geflohen. Florinus hatte er eingeweiht, außerdem eine Handvoll anderer Auserwählter. Der Rest des Hofes dachte, er hätte sich in einem dramatischen Akt auf die Insel seiner Vorväter zurückgezogen, um dort zu trainieren und sich auf die Ankunft des Helden vorzubereiten. Florinus war es gewesen, der ihn davon hatte abhalten wollen, zu gehen. Für einen kurzen Moment dachte Cal an seinen alten Freund und daran, wie es ihm wohl gehen mochte. Der andere Dämon hatte ihn mit aufgezogen und ihm viel beigebracht. Ihn zurück zu lassen war Cal am schwerste gefallen. Seine Eltern lebten schon lange nicht mehr. Florinus war die einzige Familie, die er noch hatte.
      Vielleicht hatte Florinus ja Recht gehabt. Vielleicht war es eine dumme Idee gewesen, sein Königreich zu verlassen. Denn, was genau erhoffte Cal sich eigentlich davon? Auf Kurz oder Lang würde er ins Schloss zurückkehren müssen. Niemand konnte seinem Schicksal für immer aus dem Weg gehen.
      Aber dieser Tag war nicht heute. Im Hier und Jetzt saß er am Schein eines wärmenden Feuers. Die Leute um ihn herum unterhielten sich angeregt, lachten und tranken. Für heute, beschloss Cal, würde er es ihnen gleichtun. Um alles andere würde er sich morgen sorgen.
      „Aber ich denke, das ist schon mal ein guter Anfang“, auf seinen Lippen breitete sich der Hauch eines Lächelns aus. Dann deutete er mit dem Kopf auf den Hammer, der bedrohlich hinter Daidus aufragte. „Du bist ein Abenteurer?“, sprach er dann seine Schlussfolgerung von vorhin aus. Gleichzeitig versuchte er so herauszufinden, mit wem genau er es hier eigentlich zu tun hatte.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.
    • Daidus Phoenix

      „Hmmmm... ein bisschen von allem, was?“, gab der rothaarige interessiert von sich, welcher seine Neugierde nicht versteckte und beobachtete wie der schwarzhaarige seine Position wechselte, als wäre ihm gerade erst einfgefallen, dass er sich nicht gerade wie ein gewöhnlicher Reisender verhielt, aber das hatte er von Anfang an nicht, weder was Gestik noch Mimik anging und wenn Daidus raten müsste, würde er behaupten er hat hier einen entlaufenen Adelssohn vor sich sitzen.
      Vielleicht war er die ganzen Regeln und das vornehme Getue Leid? Er selber konnte das nur zu gut nachvollziehen, wie oft hatte er sich am Hof des Königs blicken lassen müssen, nur weil er der zukünftige Held war? Sobald sich die Gelegenheit dazu geboten hatte, hatte er sich immer wieder hinaus geschlichen und es sich auf einem Dach bequem gemacht, den Himmel betrachtet, denn er war schon immer fasziniert von den Sternen gewesen, aber das war eine andere Geschichte.
      „Verstehe... also kein Plan, wie? Lass mich dir einen guten Rat geben, so von Reisender zu Reisender.“, hob der rothaarige seinen Becher, nachdem Mira ihnen ihre Bestellung gebracht hatte und nickte dieser noch kurz freundlich zu, ehe er sein Bier dem schwarzhaarigen entgegen hielt, damit sie anstoßen konnten, „Sei sparsam mit deinem Geld und zeig nicht einfach so öffentlich deinen großen Beutel herum, sonst könnte er dir schneller abhanden kommen, als du gerne hättest.“
      Daidus nahm einige tiefe Schlücke, das Bier hier war eindeutig besser als in dem Saftladen, in dem sie gerade noch gewesen waren, als er es nun war, der aufgrund seiner Identität gefragt wurde.
      „Abenteurer... nun, nicht wirklich. Abenteurer ist so ein großes Wort, ich habe kein Interesse an großen Abenteurern, Ruhm und Ehre und wovon diese Leute noch so den lieben langen Tag quatschen, um sich den täglichen Kampf gegen Monster und Dämonen gut zu reden.“, hob der Rothaarige demonstrativ die Hand und ihm war deutlich anzusehen, dass er nicht viel von dieser Berufsgruppe hielt, „Aber mehr als einen Hammer schwingen kann ich nicht und zum Schmied bin ich nicht gemacht, also~ halte ich mich mit Aufträgen der Abenteurergilde über Wasser, die Reise will ja irgendwie finanziert werden, nicht wahr? Also ich würde mich eher als umherstreifenden Reisenden mit genug Kampfexpertise um den ein oder anderen Goblin zur Strecke zu bringen bezeichnen, aber da das recht lange ist, reicht mir der Titel als Reisender vollkommen.“, nickte der Rothaarige, vollkommen zufrieden mit seiner Erklärung, damit würde nie im Leben jemand darauf kommen ihn in eine Abenteurergruppe einzuladen oder ihn gar für den Held zu halten, dafür legte er deutlich zu wenig Ehrgeiz an den Tag und er gab sich wirklich Mühe damit.
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    • Calcifer Vespertine
      „Hmmmm... ein bisschen von allem, was?“, wiederholte Daidus seine Worte und sah Cal neugierig an. Vielleicht war diese Antwort zu allgemein gewesen? Schöpfte er verdacht? Fast erwartete Cal, dass hinter Daidus‘ Stuhl einer seiner Berater aufploppen und ‚Blaubeere‘ schreien würde. Etwas in Brand zu setzen, wenn die Leute Verdacht schöpften, war stets eine gute Lösung gewesen.
      Aber es ploppte kein Berater auf. Der Raum hinter Daidus blieb leer, das Feuer flackerte weiter ruhig in der Feuerstelle.
      Stattdessen kam Mira an ihren Tisch, stellte zwei Krüge Bier vor sie und eilte mit einer weiteren Handvoll zum nächsten Tisch. Erstaunlich, wie sie so viele von den Getränken in zwei Händen balancieren konnte. Cal konnte nicht mal auf einem Baumstamm balancieren, ohne Gleichgewichtsprobleme zu bekommen.
      „Verstehe... also kein Plan, wie? Lass mich dir einen guten Rat geben, so von Reisender zu Reisender.“, setzte Daidus an und schnappte sich sogleich eines der Biere und hielt es Cal entgegen. "Sei sparsam mit deinem Geld und zeig nicht einfach so öffentlich deinen großen Beutel herum, sonst könnte er dir schneller abhanden kommen, als du gerne hättest.“
      Cal runzelte die Stirn und griff stumm nach dem anderen Bier. Dann stieß er damit gegen den Becher des Rothaarigen – etwas fester, als beabsichtigt und ein wenig von dem Inhalt schwappte über Cals Hand. Das war nur passiert, weil er darüber nachdachte, dass sein Beutel gar nicht so groß war.
      …Oder? War er groß? Cal widerstand dem Drang, seinen Beutel aus der Manteltasche zu holen und nachzumessen. Stattdessen nickte er ernst „Verstanden." Dann nahm er einen großen Schluck, als ob er gerade ein besonders verschwörerisches Geheimnis erfahren hätte. Sein Geldbeutel war groß und große Geldbeutel sollte man nicht in der Öffentlichkeit herumwedeln. Er wusste nicht, welchen dieser Fakten er überraschender fand.
      Aber Daidus hatte ihm bis jetzt nicht Böses getan – im Gegenteil, hatte er ihn offensichtlich vor den Messerschurken bewahrt.
      …Die es auf seinen großen Beutel abgesehen hatten...
      Den er nicht mehr einfach so präsentieren würde...Wie auch immer. Jedenfalls hatte Daidus ihm bis jetzt nur geholfen, also glaubte Cal ihm. So einfach war das.
      Dann setzte Daidus zu einer ausschweifenden Antwort an. Cal hörte mit ernster Miene stumm zu, trank währenddessen sein Bier und versuchte so viel wie möglich aus der…etwas verwirrenden Antwort des Anderen zu lernen. Zwei Dinge blieben dabei besonders bei ihm hängen; Daidus war ein Abenteurer, der von sich behauptete, kein Abenteurer zu sein, aber Aufträge von der Abenteuergilde annahm, um auf Abenteuern sein Brot und Wasser zu verdienen, aber nichts für Abenteurer übrighatte. So…in etwa. Um ehrlich zu sein schwirrte Cal nach der Erklärung etwas der Kopf. Das zweite, was hängen blieb, war die Tatsache, dass diese Aufträge wohl darin bestanden…mit genug Kampfexpertise Goblins und anderes Kleinvieh zur Strecke zu bringen. Darauf erstmal einen tiefen – oh. Das Bier war leer. Wie zum Teufel konnte das Bier schon leer sein? Cal warf einen enttäuschten Blick in den verräterischen Becher, dann sah er wieder zu Daidus auf.
      „Du bist also ein Reisender ohne Ziel.“, fasste er kurz zusammen, um seine eigenen Gedanken zu sammeln. Den treuelosen Becher stellte er auf den Tisch. Wieso war der auch so klein.
      Cal hob die rechte Augenbraue leicht an – er war sich selbst nicht sicher, ob das dem leeren Bier oder Daidus galt. Wahrscheinlich beiden. „Oder hat deine Reise ein Ziel?“ Er machte eine kurze Pause. „Kann man seine Reise auch anders finanzieren, als Goblins zur Strecke zu bringen?“, fragte er dann und legte den Kopf schief. Sein Geldbeutel war zwar noch gut gefüllt, aber das würde nicht ewig halten. Vielleicht konnte er durch Daidus noch einige Dinge über die Menschen in Erfahrung bringen, die ihm helfen würden, sich in ihrem Land zurechtzufinden, bevor sich ihre Wege wieder trennten.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.
    • Daidus Phoenix

      „Nun, ich will zwar nicht zu philosophisch werden, aber wie sagt man so schön? Der Weg ist das Ziel, nicht wahr?“, kommentierte der Nicht-Abenteurer die Worte des Schwarzhaarigen und trank seinerseits die letzten Schlucke seines Bieres, ehe er die Hand hob, um bereits zwei weitere Becher zu bestellen.
      Die Nacht war jung und Daidus durstig.
      „Hm? Nun, du könntest es wie Mira machen und als Bedienung arbeiten, wenn du Glück hast und jemand eine Aushilfe braucht. Abgesehen davon musst du halt sehen, was die derzeitige Stadt oder das Dorf zu bieten hat. Verkäufer in einem Laden, Türsteher, beim Ernten helfen...“, zählte der Rothaarige an seinem Finger einige Jobs ab, die er bereits hinter sich gebracht hatte, „Heilkräuter sammeln und verkaufen oder Tiere jagen. Im Grunde kannst du alles, was du auf deinen Reisen findest auf einem Markt verkaufen oder versuchen irgendeinem Laden anzudrehen, es gibt in dieser Welt genug Möglichkeiten Geld zu machen. Gibt es irgendetwas spezielles was du tun kannst? Ein Hobby oder eine Fähigkeit die sich zu Geld machen lassen würde?“, erkundigte sich Daidus, während die nächsten Becher von einer anderen Bedienung an ihren Tischen ankam.
      „Was auch immer du vorher gemacht hast, vielleicht findet ja dafür irgendjemand Verwendung. Ansonsten werden bei Abenteurergilden auch gerne Mal Gegenstände gesucht oder nach einer Leibwache gefragt. Vollkommen ungefährlich ist das ganze aber natürlich nicht.“, fiel dem Nicht-Abenteurer mit einem Mal auf, dass sein Gegenüber deutlich zu sehen die Statur einer Person hatte, welche mit einer Waffe umzugehen wusste, ob er früher mal in einem Adelshaus angestellt war? Oder hatte er vielleicht gar einen Ritter vor sich sitzen? Wow~ welche Ehre!
      Als hätte er nicht genug von diesen Leuten in seinem Leben getroffen und Daidus musste zugeben, dass Cal nicht so recht in das Bild zu passen schien, aber Ausnahmen bestätigten immerhin die Regel, nicht wahr?
      Der Rotschopf lehnte sich mit seinem Becher in der Hand in seinen Stuhl zurück und bewegte sich ein stückweit unbemerkt zur Seite, um einen Blick an die Hüfte des Mannes zu werfen, doch er konnte kein Schwert erkennen, also wohl doch kein Ritter? Oder hatte er es gar verloren?
      Nein, nein, nein, ein Ritter würde lieber sein Geld als sein Schwert verlieren!
      „Wenn du vor hast länger in der Stadt zu bleiben, könnte ich Mira fragen ob sie noch eine Stelle für dich hätten? Mindestens Teller waschen wirst du ja wohl können.“
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    • Calcifer Vespertine
      Der Weg ist das Ziel? Hm. Diese Aussage traf auf ihn wohl genauso zu, wie offensichtlich auf Daidus. Immerhin hatte er das gerade gesagt. Das der Weg das Ziel…ist…Wie auch immer.
      Sie wussten also beide nicht, wohin mit sich. Cal wusste nur, wo er nicht hinwollte. Und das war sein Schloss, wo wahrscheinlich gerade der Held auf ihn wartete. Ob Florinus ihn wieder weggeschickt hatte? Hoffentlich hatte der Held den älteren Dämon nicht in einen Kampf verwickelt. Cal machte sich ein wenig Sorgen. Aber nur ein wenig, denn er wusste, dass Florinus auf sich selbst aufpassen konnte.
      Halt stopp! Hatte Cal sich nicht noch vor ein paar Minuten vorgenommen, im hier und jetzt zu leben? Florinus ging es gut und er würde sich jetzt auf Daidus konzentrieren.
      Der zählte gerade an einer Hand ab, was Cal alles für Jobs ausführen konnte. Aber…eine Arbeit als Aushilfe? Hrm. Jetzt wo Daidus das so sagte, wurde Cal bewusst, dass er nicht sesshaft sein wollte. Er wollte das Reich der Menschen kennen lernen, herumreisen und alles sehen. Denn…bis jetzt waren die Menschen gar nicht so verschieden, von dem, was er von zuhause kannte. Zugegeben, Cal kannte nicht sehr viel, denn er war sehr behütet aufgewachsen. Aber die Menschen waren bei weitem nicht dass, was erst seine Eltern und später seine Berater ihm hatten weiß machen wollen. Dämonen gegen Menschen – das war nicht sein Krieg. Das war der Krieg seiner Eltern gewesen. Ein Krieg, den er als Stratege von seinem Palast aus weitergeführt hatte, weil es von ihm erwartet wurde. Weil alle um ihn herum ihm einredeten, dass die Menschen es verdienten.
      Plötzlich war Cal sich sicher. Er fasste einen Entschluss.
      Lange genug hatte er sich hinter den Geschichten seiner Eltern versteckt. Nun war es an der Zeit zu überprüfen, ob diese Geschichten auch stimmten – ob der Krieg gegen die Menschen gerechtfertigt war. Vielleicht…vielleicht konnte er ja eines Tages in seinen Palast zurückkehren und der erste Dämonenkönig sein, der Frieden mit den Menschen brachte. Aber hierfür würde er überzeugende Argumente brauchen. Also musste er die Welt der Menschen besser kennen lernen.
      „Gibt es irgendetwas spezielles was du tun kannst? Ein Hobby oder eine Fähigkeit, die sich zu Geld machen lassen würde?“, fragte Daidus dann abschließend. Cal runzelte die Stirn und legte seinen Zeigefinger an seinen Nasenflügel. Hobbys? Er las gerne, wenn er die Zeit dazu hatte. Aber…damit ließ sich wohl kaum Gold verdienen. Viel Zeit für andere Hobbys war ihm nie geblieben.
      Fähigkeiten…Cal ließ seinen Blick nachdenklich auf dem leeren Bier ruhen, dass soeben von einer Bedingung ersetzt wurde. Er betrachtete den weißen Schaum am oberen Rand des neuen Bechers. Kämpfen konnte er zwar ganz gut, aber das war nichts, was er gerne machte. Es stand außer Frage, dass er damit Gold verdienen würde. Vielleicht… „Ich bin ganz gut mit Magie.“, gab er schließlich von sich und lauschte dann weiter Daidus.
      Gegenstände besorgen? Leibwache? Ouh man. Cal nahm einen tiefen Schluck von seinem Bier. Es würde schwierig werden, an Gold zu kommen. Er wollte nicht in der Stadt bleiben, aber er wollte auch nicht kämpfen. Naja, eigentlich wollte er nur nicht töten. Ob man wohl Leibwache werden konnte, ohne töten zu müssen? Mhh, unwahrscheinlich.
      „Wenn du vor hast länger in der Stadt zu bleiben, könnte ich Mira fragen ob sie noch eine Stelle für dich hätten? Mindestens Teller waschen wirst du ja wohl können.“
      Cal verschluckte sich an seinem Bier und hustete kurz. Tellerwaschen? Keinen Plan, wie das ging. Aber er konnte wohl kaum lang und groß breittreten, dass er noch nie in seinem Leben einen Teller gewaschen hatte.
      „Ich würde gerne reisen.“, äußerte Cal dann. „Wenn’s geht, ohne…viele Kämpfe?“ Sein Blick wanderte zur Seite, das Bier in der Hand so drapiert, dass es sein halbes Gesicht verdeckte. Irgendwie war ihm das unangenehm. Vielleicht, weil von ihm immer erwartet wurde, den großen, bösen Dämonenkönig zu mimen? Konnte er einfach so sagen, dass er sein Gold lieber nicht mit dem Töten von Kreaturen verdienen würde? War das seltsam? Hoffentlich würde Daidus nicht nachfragen.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.
    • Daidus Phoenix

      „Ohhh~, du bist ein Magier? Dann solltest du eigentlich keine Probleme haben dich nützlich zu machen! Ein paar verlorene Gegenstände finden, hier und da ein Feuer mit Wassermagie löschen, ein paar kleine Feuer anzünden oder mit Barrieren zu arbeiten... versuchs doch mal bei einer Magiergilde, die sollten doch immer Arbeit für jemanden wie dich haben, vor allem wenn du gut darin bist.“, schlug Daidus vor und musste grinsen, als sich der Schwarzhaarige bei der Erwähnung von Tellern an seinem Bier verschluckte. Wie es schien, hatte er in seinem gesamten Leben noch keinen einzigen Teller gewaschen, der Glückliche.
      „Hmmmm.... ohne Kämpfe, was? Da hast du dir aber ganz schön viel vorgenommen.“, lehnte sich der Rothaarige in seinem Stuhl zurück und blickte nachdenklich hinauf auf die Decke.
      Eindeutig kein Rittern, sicherlich irgendein Adelssohn, der noch nie in seinem Leben hatte arbeiten müssen. Daidus würde wetten, dass er alleine keine Woche überleben würde, okay, vielleicht ein paar Monate, wenn man bedachte dass er Geld hatte und Magie beherrschte, zumindest mit ganz viel Glück.
      Eigentlich ging das den Nicht-Abenteurer auch gar nichts an, aber ihm gefiel der Gedanke nicht den armen Idioten einfach so ins offene Messer laufen zu lassen, andererseits hatte er es wohl von wo aus auch immer bis hierher geschafft, also wusste er ja vielleicht doch das ein oder andere über das Reisen.
      Entweder das, oder er hatte unglaubliches Glück.
      „Ich schätze einfach auf den Wanderwegen bleiben, wenn möglich sich einer großen Gruppe anschließen und die Beine in die Hand nehmen, sobald Monster auftauchen? Kannst du gut weg rennen?“, grinste der Rothaarige und richtete seinen Blick wieder auf seinen Gegenüber, sich fragend wieso er wirkte, als wäre ihm das Gespräch unangenehm.
      Oh, ob er dafür gehänselt wurde keine Monster töten zu wollen? Immerhin war das mittlerweile – wenn nicht schon immer – Normalität dieser Welt. Zwar kannte Daidus die Geschichten der Kirche über eine Zeit, als es noch keine Monster und Dämonen in dieser Welt gab, dass diese angeblich mit dem erscheinen des Dämonenkönigs erschienen sind und den Menschen das Leben zur Hölle gemacht haben, darauf wartend das ein Held, blablabla, sicherlich kannte jeder diese Geschichte und Daidus hasste sie wie die Pest. Einmal hatte er einen der Priester gefragt, wieso der Dämonenkönig nicht einfach Monster in seiner Armee verwendet, wenn er angeblich ihr Herrscher war, aber dann wurde er ausgeschimpft für eine solch blasphemische Frage, ohne eine zufriedenstellende Antwort darauf zu erhalten.
      Er hatte noch nie verstanden wie Ontari diesen Leuten ohne Sinn und Verstand folgen konnte, sicherlich hatte sie mehr als nur eine Schraube locker.
      „Kein Grund so eine Miene zu ziehen, was auch immer du vorher warst, jetzt bist du ein Reisender! Das bedeutet du bist frei und kannst tun und lassen was du willst, solange du mit den Konsequenzen leben kannst, natürlich. Wenn du niemanden töten willst, dann ist das eben so, kein Grund sich dafür zu schämen. Hat dir nie jemand beigebracht für deine eigenen Ideale und Worte einzustehen?“, zeigte der Rotschopf mit dem Finger auf Cal und schimpfte fast schon genervt mit ihm. Er konnte es einfach nicht ausstehen wenn andere nicht in der Lage sind für sich selber einzustehen, oder noch schlimmer, tun was andere von ihnen verlangen, nach den Idealen und Ideen eines anderen zu leben. Warum sonst wäre er wohl vor seinem Schicksal ein Held zu werden weggelaufen.
      „Wie auch immer, genug kompliziertes Gequatsche, lass uns lieber das Bier genießen! Nah, Lust ein Kartenspiel zu lernen? Für alle Fälle hab ich immer eines dabei.“, grinste Daidus breit und hob ein weiteres Mal seinen Becher, um einen spaßigen Abend zu beginnen.
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    • Calcifer Vespertine
      Eine Magiergilde? Hm. Das wäre sicher eine Option, aber irgendwie missfiel Cal das Wort „Gilde“. Er wollte sich keiner Gilde anschließen, das würde nur wieder zu viele Verpflichtungen und Verantwortung mit sich bringen. Und genau das wollte er nicht. Wobei Daidus sich ja auch mit Aufträgen der Abenteuergilde über Wasser hielt, ohne…ein…naja, Abenteurer zu sein. Seine Worte, nicht Cals.
      Aufträge von der Magiergilde, also. Cal fügte eine weitere mentale Notiz hinzu.
      Sein zweiter Wunsch, ohne Kämpfen zu reisen, ließ Daidus nachdenklich den Blick heben.
      „Ich schätze einfach auf den Wanderwegen bleiben, wenn möglich sich einer großen Gruppe anschließen und die Beine in die Hand nehmen, sobald Monster auftauchen? Kannst du gut weg rennen?“, grinste Daidus ihn an.
      „Ich glaube, im Wegrennen könnte ich ganz passabel sein.“, nickte Cal ernst, der alles wie ein Schwamm aufsaugte, was Daidus bereit war preiszugeben. Das der Rotschopf einen Scherz gemacht hatte, kam ihm gar nicht in den Sinn. Eindringlich sah Cal Daidus hinter seinem Bier heraus an. „Hast du eine Gruppe?“ Bis jetzt hatte Daidus zwar nichts von einer Gruppe erwähnt, die irgendwo auf ihn wartetet, aber Cal versuchte sein Glück trotzdem. Es war nicht auszuschließen, dass Daidus Reisegefährten hatte, die sich gerade in einem anderen Teil der Stadt aufhielten. Sich einer Gruppe anzuschließen, klang logisch und hätte Cal die Wahl gehabt, hätte er sich lieber Leuten angeschlossen, die er wenigstens etwas kannte. Und der einzige, den er etwas kannte, war Daidus. Gut, kennen war vielleicht zu viel des Guten, aber Daidus war definitiv bis jetzt der einzige Mensch, mit dem Cal mehr als drei Worte gewechselt hatte.
      Bei Daidus‘ folgenden Worten bemerkte Cal erst, dass er das Bier schützend vor sein Gesicht gehalten hatte. Hatte er gerade…eine Miene gezogen? Jetzt war das Bier gleich in zweierlei Sinne ein Verräter; Es ging zu schnell leer und lockerte seine Mimik.
      Hastig nahm Cal einen Schluck, knallte den Becher etwas zu laut auf den Tisch und bemühte sich darum, seinen Ausdruck neutral zu halten. Da war es wieder, das resting Bitchface.
      Und doch konnte er nicht umhin, seine Augen nachdenklich zu der Flamme hinter Daidus wandern zu lassen, als dieser ihn schalt. So…hatte er das noch gar nicht betrachtet. Aber Daidus hatte Recht. Er war frei. Zumindest war bis jetzt noch kein Berater aufgeploppt, der ihn wegen seines Verhaltens ermahnt hatte. Es würde wohl dennoch seine Zeit dauern, die antrainierten Angewohnheiten seines Lebens im Palast hinter sich zu lassen. Dennoch war es ein großer Schritt, zu realisieren, dass diese Möglichkeit nun bestand.
      „Hat dir nie jemand beigebracht für deine eigenen Ideale und Worte einzustehen?“, schimpfte Daidus weiter und zeigte anklagend mit dem Finger auf ihn. Das war wohl ein wunder Punkt für den Nicht-Abenteurer.
      Cal zog leicht die Augenbrauen zusammen. „Nicht wirklich.“, sagte er mehr zu sich selbst als zu Daidus. Je mehr er darüber nachdachte, umso mehr sah er sich als Marionette all derer, die um ihn und seinen Thron herumgelungert hatten. Und all die Jahre hatte er das einfach hingenommen. Der Ausdruck um Cals Augen bekam etwas Finsteres.
      „Wie auch immer, genug kompliziertes Gequatsche, lass uns lieber das Bier genießen! Nah, Lust ein Kartenspiel zu lernen? Für alle Fälle hab ich immer eines dabei.“, riss Daidus ihn aus seinen Gedanken, bevor er sich zu tief in der Abwärtsspirale befand. Der Rotschopf grinste ihn schon wieder an. Cal fand seine Offenheit erfrischend. Es half, ihn im hier und jetzt zu halten.
      Dankbar für Ablenkung nickte Cal eifrig. „Und diesmal werfe ich nicht meinen Geldbeutel auf den Tisch.“, in Cals Augen funkelte es verschwörerisch, er beugte sich wissbegierig vor. Ha, war das…ein Witz gewesen? Vielleicht vertrug er doch nicht mehr so viel von dem Zeug, wie er dachte.
      … Scheiß drauf – und er trank den ganzen Rest in einem Zug.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.

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    • Daidus Phoenix

      Der Rotschopf wurde wirklich nicht schlau aus Cal. Manchmal schien er keine Witze zu verstehen, es schlicht und einfach zu ernst zu nehmen und dann machte er doch selber einen Scherz, also schien er zumindest keiner von diesen zugeschnürten Idioten zu sein, die keinen Humor besaßen.
      „Hm? Eine Gruppe? Nein, nein, ich bin ein Einzelgänger in Fleisch und Blut!“, schüttelte Daidus zunächst den Kopf, ehe er zu seinen eigenen Worten nickte. Das Risiko war einfach viel zu groß, dass ihn irgendjemand als Held erkannte und wenn er ehrlich war hatte er auch keine Lust sich mit jemandem abzugeben, der hochgestochene Ziele hatte, wie ein berühmter Abenteurer zu werden oder schlicht und einfach viel Geld zu machen. Daidus wollte es lieber ruhig angehen, sein Leben genießen, so wenig Aufmerksamkeit wie möglich auf sich zu ziehen. Wenn er ehrlich war, wusste er nicht so recht was er mit seinem Leben anfangen wollte oder welche Zukunft er zu erreichen versuchte, doch eines war klar: ein Held werden wollte er ganz bestimmt nicht.

      Nachdem sie den komplizierten Teil ihres Gespräches hinter sich gebracht hatten, holte der Nicht-Abenteurer sein Kartenspiel hervor und begann es bereits auszuteilen. Man lernte immerhin am besten wenn man es einfach spielte, nicht wahr?
      „Ich hätte auch nichts dagegen gegen Geld oder einen weiteren Becher Bier zu spielen.“, grinste der Rotschopf breit als Antwort auf den Scherz des Schwarzhaarigen und alleine das Funkeln in seinen Augen verriet, dass er es nicht wieder ernst gemeint hatte, den seinem Gesichtsausdruck nach zu urteilen hatte Cal mal wieder schlechte Laune, oder sah der Kerl einfach immer so aus? Der sollte mal lernen ein bisschen zu lächeln, sonst verjagt er die Leute nur.
      „Also... zu Anfang hat jeder fünf Karten in der Hand und....“, begann er das Kartenspiel Stück für Stück zu erklären, während sie spielten und wie erwartet war es Daidus, der die ersten paar Runden gewann, doch Cal lernte schnell und schon bald musste sich der Rotschopf anstrengen weiterhin die Oberhand zu halten, vielleicht war es doch keine gute Idee gegen ihn mit Einsatz zu spielen, er wollte nicht noch seine letzten, geklauten Münzen verlieren.
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    • Calcifer Vespertine
      Im Endeffekt hatte Cal sich darauf eingelassen, mit Einsatz zu spielen. In den ersten Runden hatte das dazu geführt, dass er ein paar Goldtsücke verloren hatte. Aber je mehr sie spielten, umso besser verstand Cal das Spiel. So stellte er anfangs immer dann eine Frage, wenn ihm doch noch etwas unklar war. Wie zuvor saugte Cal auf, was Daidus ihm verriet – nur hätte der Rotschopf in diesem Fall mit seinen Informationen vielleicht etwas zurückhaltender sein sollen.
      Der Stratege in Cal erkannte schnell die Ähnlichkeit zwischen Spiel und Truppenbewegungen. Er analysierte die Regeln, fand Schlupflöcher und nahm aus jedem verlorenen Spiel eine neue Lektion mit.
      Bis er schließlich sein erstes Spiel gewann. Stumm legte er seine Karten auf den Tisch und sah stolz zu Daidus. Ha, das war nur der erste Sieg gewesen.
      Cal hatte das Spiel verstanden und schon bald erkannte er auch, wenn Daidus mal wieder vorgab, gute Karten auf der Hand zu haben und dabei log. Erst war Cal so konzentriert gewesen, dass er es nicht wahrgenommen hatte. Aber dann fiel ihm auf, dass immer dann das Tappen eines Fußes zu hören war, wenn Daidus mal wieder bluffte.
      Innerhalb der nächsten Stunde hatte Cal das Spiel komplett an sich gerissen. Und so schritt die Nacht voran, während Daidus und Cal zockten und tranken.
      Nach einer besonders intensiven Runde, in der Cal Daidus fast hatte gewinnen lassen, lehnte Cal sich zufrieden in seinem Stuhl zurück und sah den Rotschopf herausfordern an. „Hast du überhaupt noch etwas, was du setzen kannst?“, der letzte Sieg war ihm eindeutig zu Kopfe gestiegen, die Biere trugen ihren Teil dazu bei, aber es machte einfach so viel Spaß Daidus abzuzocken. Cals Augen funkelten erbarmungslos. Warum hatte ihm nicht schon früher jemand gesagt, wieviel Spaß das machte? Er war ein furchtbar schlechter Gewinner. Daidus würde wahrscheinlich nie wieder mit ihm Karten spielen.
      Er zog eine dunkle Augenbraue hoch. „Oder wie möchtest du mich ohne Gold auf die Biere einladen?“
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.

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    • Daidus Phoenix

      Mit einem tiefen Seufzen ließ der ehemalige – oder wohl nie gewesene – Held den Kopf auf den Tisch und ließ dabei sein sowieso schreckliches Blatt Karten einfach fallen. Heute war wirklich nicht sein Glückstag, erst ließ er sich von ein paar Banditen – zumindest hatten sie für Daidus ganz eindeutig wie Banditen ausgesehen – abzocken und dann auch noch von einem Anfänger, der das Spiel gerade erst gelernt hatte? Was war los? Strafte ihn die Götter jetzt etwa doch dafür, dass er vor seinem ach so tollen Schicksal davon rannte?
      „Es war nie von mehreren Bieren die Rede gewesen.“, grummelte der Rotschopf, den alle Lebensgeister verlassen zu haben schienen, „Ich hab gesagt ich lad dich auf einBier ein. Ich weiß nicht mal ob ich meine eigenen Becher bezahlen kann.“, seufzte der Nicht-Abenteurer und setzte sich wieder halb auf, die Hand unter das Kinn gestützt und betrachtete Cal.
      Wie um alles in der Welt machte er das? Hätte Daidus doch versuchen sollen zu schummeln?
      „Hast du irgendeinen Trick? Du hast das Spiel doch gerade erst gelernt! Wie kommt es, dass ich nicht gewinnen kann?!“, kam es grummelnd von dem Rothaarigen, während er sich überlegte, ob er sich einfach entschuldigen und abhauen sollte. Es wurde sowieso langsam Zeit die Stadt zu verlassen.
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    • Calcifer Vespertine
      Muhahah, die Macht war sein! Daidus hatte sein Blatt einfach fallen lassen - der endgültige Sieg! Zum ersten Mal in seinem Leben kam Cal sich vor, wie der böse Dämonenkönig, den er ständig gab. Vielleicht sollte er sich von Kartenspielen fern halten, sie weckten ein dunkles Verlangen in ihm.
      Es kostete ihn tatsächlich körperliche Überwindung, sein eigenes Blatt auf den Tisch zu legen und die Finger davon zu lassen.
      Dennoch war Cal in Höchststimmung. Er war...nicht glücklich, aber vielleicht...ausgelassen? Sorglos?
      Und so kam es, dass er sich vorbeugte, einen diebischen Glanz in den Augen und den leisesten Hauch eines Grinsens auf den Lippen: "Und wie möchtest du mein eines Bier dann zahlen?" Natürlich würde Cal die Kosten dafür tragen. Zum Teufel, er würde sogar alle Kosten tragen. Noch war sein Geldbeutel dafür gut genug gefüllt und er war bei weitem nicht geizig. Aber gerade in diesem Augenblick war er auf der Höhe seiner Siege und außerdem stieg ihm der Alkohol zu Kopf. Er machte sich tatsächlich einen Spaß daraus, Daidus ein wenig zappeln zu lassen.
      Daidus hob seinen Kopf, der bis gerade noch schicksalsergebend auf der Tischplatte gelegen hatte und stütze sein Kinn auf die Hand. Cal lehnte sich erhobenen Hauptes zurück, verschränkt die Arme vor der Brust und grinste in sich hinein. Hoho, gab es noch andere Kartenspiele? Ob er sie wohl auch so gut durchschauen konnte? Waren sie alle nur eine Sache der Strategie? Eine Welt der ungeahnten Möglichkeiten tat sich gerade vor ihm auf. Vielleicht sollte er sein Glück als professioneller Kartenspieler versuchen. Ob man damit wohl Gold verdienen konnte?
      Auf Daidus' Frage hin hob er wieder den Zeigefinger an den Nasenflügel und stütze seine Hand, ähnlich Daidus', auf sein Kinn, den Ellbogen dieses Arms auf den verschränkten Arm geschützt. Er sah Daidus durchdringlich an, noch immer ein amüsiertes Glimmern in den Augen. He. Das war wirklich lustig gewesen.
      Sollte er Daidus verraten, wie er ihn durchschaut hatte? Dann würde der sich in Zukunft sicher nicht mehr so leicht abziehen lassen, auch wenn Cal zwar immer noch glaubte, der bessere Taktiker zu sein, hatte Daidus' Angewohnheit, mit dem Fuß zu klopfen, wenn er bluffte, Cal heute einige Siege eingespielt. "Was bekomme ich dafür, wenn ich es dir verrate?", Cal saß wie eine diebische Elster auf seinem Thron (der eigentlich nur ein Holzstuhl war) und wartete ab, was Daidus erwidern würde. Immerhin war die Information, die er preiszugeben bereit war, eine Menge wert. Sie würde Daidus' Kartenspielschicksal komplett wenden - da war Cal sich sicher.
      Gegen ihn würde er natürlich trotzdem noch verlieren. Stand außer Frage.
      nur, weil du nicht paranoid bist, heißt das nicht, dass sie nicht hinter dir her sind.

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