After Death (Alea&Caili)

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    • After Death (Alea&Caili)

      Matthew Maisinger

      Die Kopfschmerzen, die ihn begrüßten, waren die schlimmsten, die er jemals in seinem Leben hatte erleben dürfen, und Matthew hatte schon so einige üble Kater hinter sich gebracht.
      Fröhliche, fast schon nervtötende Musik Drang ihm zu Ohren und nachdem sich seine Augen an die unglaubliche Helligkeit gewöhnt hatten, erkannte der Mann, dass er keine Ahnung hatte, wo er sich hier befand.
      Von einem Moment auf den nächsten war er mit einem Mal unter einer Menschengruppe aufgetaucht, nicht wissend wo er war oder wie er überhaupt hierher gekommen war, doch er erkannte eine Spielhölle, wenn er eine sah.
      Tatsächlich war es weder erschreckend noch ungewöhnlich für den Alkoholiker an fremden Orten wieder aufzuwachen und sich an nichts mehr zu erinnern, was er vor wenigen Stunden noch getan hatte, sein Kopf schmerzte wenn er versuchte sich daran zu erinnern, also ließ er es lieber und wandte sich stattdessen an eine Frau, die wirkte, als wüsste sie, was sie tat.
      „Entschuldigen sie... aber könnten sie mir verraten wo wir uns hier befinden?“, erkundigte er sich mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen und ließ all seinen Charme spielen, was ihm alles andere als schwer fuhr.

      Mirai Kurogami

      Die Schülerin hätte genauso gut in einem Albtraum stecken können, umgeben von so vielen fremden Menschen, lauten Geräuschen die ihr schon vom ersten Moment an zu viel wurden, so dass sie instinktiv ihre Hände über die Ohren legte, was jedoch nur mäßig zu helfen schien und geradezu verzweifelt blickte sie sich um, auf der Suche nach einem Ausgang, einem Weg von hier weg zu kommen.
      Alles war viel zu hell, viel zu fröhlich, viel zu laut. Der Geruch von Alkohol stieg Mirai in die Nase, irgendjemand musste an einem der zahlreichen Automaten gerade den Jackpot geholt haben, an einem Tisch wurden Karten ausgeteilt, auf einem anderen drehte sich gerade das Rad das bestimmten würde, ob das Geld gewonnen oder verloren war und die Schülerin wusste, dass sie eigentlich gar nicht hier sein dürfte und sie wollte schlicht und einfach einfach weg von hier.
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      @Alea CroniX
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    • Sylvia Stein

      Das Erste, was Sylvia vernahm als sie langsam wieder ihr Bewusstsein erlangte, waren Geräusche, ähnlich wie auf einem Rummelplatz. Einem sehr schlechten Rummel, da die Musik, die man doch recht gut vernehmen konnte, eher schief klang und praktisch aus einer Geisterbahn stammen könnte. Ihre Augenlider flackerten, als sie diese langsam öffnete und die junge Schauspielerin fand sich auf einer Parkbank wieder. Ihr Schädel brummte etwas, als hätte sie eine schwächere Migräneattacke. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Lichtverhältnisse und sobald sie alles scharf sehen konnte, fing Sylvia an, sich etwas um zuschauen. War sie vielleicht wirklich auf einem Rummel oder in Vergnügungspark? War etwa schon Halloween, da hier ein paar gruselige Gestalten herumliefen, auch wenn sie ab und an wie riesige Plüschtiere wirkten. Sehr gruselige Plüschtiere. "Es hilft nichts." dachte sich die Blonde und stand von der Bank auf. Unweit von ihr entdeckte sie auch gleich eine kleine Menschentraube, die in diesem Ambiente schon fast fehl am Platz wirkte. Dennoch erhoffte sie sich, dass jemand sie über diesen eigenartigen Ort aufklären könnte.

      Juan Sanchez

      Als Juan seine Augen aufschlug, wusste er zunächst nicht, wo er war. Doch das ließ er sich natürlich nicht anmerken. Je selbstbewusster man auftrat, desto eher wurde man ernst genommen und akzeptiert. Anstatt die Leute gleich zu fragen, wanderte zwischen den Anwesenden etwas herum und machte sich ein Bild von der Situation. Es schien, dass keiner eine Ahnung hatte, wo sie sich hier befanden. Das war zwar komisch, vielleicht auch beunruhigend, doch auch das brachte den jungen Mann nicht davon ab, die Contenance zu bewahren. "Alles in Ordnung mit dir?" sprach er dann eine junge Frau an, die sich wie verzweifelt die Ohren zu hielt. "Hast du Schmerzen?" fragte er sie vorsichtig und führte sie etwas von der Gruppe weg zu einer kleinen Mauer, auf die man sich mit Leichtigkeit hinsetzen konnte. Dabei behielt er immer noch die Gruppe im Auge, damit er nichts Relevantes verpasste.

      Jennifer Nightingale

      "Was? Keine Ahnung." antwortete Jenny wie aus der Pistole geschossen, als ein adretter Herr sie ansprach und wissen wollte, wo sie waren. "Vielleicht eine Halloween-Parade oder so." gab sie Schulter zuckend von sich und betrachtete den Mann vor sich etwas genauer. Bevor sie von diesem Kerl angesprochen wurde, hatte die Blauhaarige darüber nachgedacht, wie sie überhaupt hierhergekommen war. Doch jedes Mal, wenn sie sich zu erinnern versuchte, bekam sie stechende Kopfschmerzen und ein Nebel lege sich um ihre Gedanken. Hatte sie vielleicht ein Trauma, vor dem ihr Unterbewusstsein sie schützen wollte? "Hey! Hat hier vielleicht irgendjemand eine Ahnung, wo wir uns befinden?" fragte sie dann unbekümmert in die Runde. Es musste doch wenigstens eine Person geben, die wusste, was hier los ist.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Mirai Kurogami

      Die Schülerin zuckte zusammen, als sie von einer fremden Person angesprochen wurde, doch alles was sie von dem jungen Mann sah, waren ihre Schuhe, denn sie traute sich gar nicht erst den Blick zu heben und schloss auch gleich darauf die Augen, hoffend der Fremde würde sie in Ruhe lassen, wenn sie einfach still blieb und nicht reagierte, doch leider taten das die wenigsten und sie zuckte ein weiteres Mal zusammen, als der Fremde sie berührte um sie aus der Menschentraube zu führen.
      Sie kam einfach mit ohne viel darüber nachzudenken, wusste nicht recht, was sie sagen sollte, begann irgendetwas unverständliches zu stammeln und gab es dann doch irgendwann auf, letztendlich die Hände von ihren Ohren nehmend, nachdem sie bemerkte, dass die zahlreichen Menschenstimmen leiser geworden waren, doch noch immer klebte ihr Blick auf dem Boden und unsicher und sich unwohl fühlend legte sie eine Hand auf ihren Oberarm.
      „I-i-ich... ich... ähm... ich... mir geht’s... g-gut...“, murmelte sie letztendlich nach mehreren Versuchen, unsicher ob ihr Gegenüber sie überhaupt verstanden hatte. Mirai wollte nur noch nach Hause, aber wie, wenn sie nicht einmal wusste, wo sie waren?

      Matthew Maisinger

      „Hmmm... eine Halloweenparade?“, wiederholte der Schwarzhaarige grübelnd die Worte der jungen Frau und blickte sich mit zusammen gekniffenen Augen um. Halloween, was? War es nicht gerade noch Sommer gewesen? Er hatte sich doch nicht etwa wirklich die Erinnerungen mehrere Monate weg getrunken.... oder? Nein, so leichtfertig wäre selbst er nicht mit Alkohol umgegangen, er brauchte seine Erinnerungen, er verabscheute dieses Gefühl von Hilflosigkeit, weder zu wissen wo er war, doch was hier los war.
      Wer auch immer ihn auf diesen schrecklichen Vergnügungspark gezerrt hatte, musste einen unglaublich schrecklichen Geschmack haben, aber wirklich.
      Verwirrte Stimmen erhoben sich, als die Frau in die Runde fragte ob irgendjemand irgendetwas wusste, doch niemand schien irgendeine Ahnung zu haben, alle Gesichter, in der er blicken konnte waren verwirrt oder es schien ihnen einfach egal zu sein.
      Konnte das sein? Hier waren sicherlich mindestens zwanzig Menschen, vielleicht sogar mehr, und keiner konnte sich daran erinnern, wie sie hierher gekommen waren? Er steckte doch nicht etwa mitten in irgendeinem Entführungsfall, oder? Aber wieso dann ein gruseliger Vergnügungspark und niemand war gefesselt oder ähnliches?
      „Hm?“, erblickte der Schwarzhaarige in seinem Augenwinkel ein Tablett mit Champagner, dass ihm von einem komischen türkis-schwarz gekachelten Hund auf zwei Beinen mit ausgestreckter Zunge und einem fehlenden Auge und zahlreichen Nahten hingehalten wurde und Matthew machte ein angewidertes Gesicht. Wer hatte diese schrecklichen Kostüme designt?
      Das Ding schien nicht zu sprechen, stattdessen bewegte er das Tablett ein weiteres Mal, als würde er fragen wollen, ob Matthew ein Glas wollte, doch dieser hob nur entschuldigend die Hand, woraufhin von ihm abgelassen wurde und das Tablett weiter seine Runden machte, um den Leuten Alkohol anzubieten.
      Er konnte ein weiteres dieser komischen Dinger in der Menge ausmachen, welches Speisen rum zu reichen schien und der Schwarzhaarige schnaufte spöttisch, als er mitbekam wie jemand sich tatsächlich etwas davon nahm. Sicherlich würde er nichts trinken, dass ihm hier angeboten wurde, wer wusste schon was für Drogen darin gemischt worden sind?
      „Ich meine, wenn wir schon hier sind... dann können wir doch auch etwas Spaß haben... oder?“, hörte er eine fremde Frau zögerlich sagen, während andere sich bereits an irgendwelche Casino Tische gesetzt hatten und zu spielen begannen, mit einer ungewöhnlichen Siegessträhne nach der anderen. Verlor hier überhaupt irgendjemand? Und wie konnte man so dumm und leichtgläubig sein?
      Matthew fuhr sich gerade genervt durchs Haar, als er ein ihm wohl bekanntes Geräusch vernahm: den Schuss einer Pistole und sobald er aufsah, konnte er auch schon die Leiche erblicken, welche von einem der Casino Automaten fiel und Leute begannen zu schreien, von ihrem tun aufzuspringen und von der Leiche zu weichen, doch andere, die es nicht bemerkt zu haben schienen oder denen es schlicht einfach egal war, spielten weiter, weitere Schüsse folgten und weitere Leute brachen am Boden zusammen.
      Verzweifelt blickte sich der Schwarzhaarige um, auf der Suche nach dem Arschloch, dass die Leute hier wie fliegen tötete, doch als er es erblickte wollte er zuerst seinen Augen gar nicht trauen.
      Ein mindestens zwei Meter großes Monster – vielleicht war es noch größer, schwer zu sagen aus dieser Entfernung, in schwarz, mit lächerlich langen Armen und gekleidet in weiß, lud eine gewöhnliche Pistole nach, zielte und ein weitere Mensch starb, ehe es ein hallendes Lachen von sich gab, das klang als würden mehrere Stimmen aus seinem Mund kommen und Matthew konnte beim besten willen nicht sagen, ob das Ding weiblich oder männlich war, wobei er in diesem Moment deutlich größere Probleme hatte.
      Was um alles in der Welt wurde hier bitteschön gespielt?!
      „Immer wieder schön wenn man zu Anfang den Abschaum ausschalten kann. Nun denn, lasst mich euch offizielle in der Hölle willkommen heißen, ihr Sünder!“, hallte es durch die Gegend und Matthew konnte nicht glauben, was er da hörte.
      Hölle?
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    • Sylvia Stein

      Als Sylvia bei der kleinen Gruppe ankam, die schon etwas größer geworden war, bekam sie gerade noch mit, als man darüber spekulierte, wo sie hier gelandet waren. "Halloween-Parade? So ein Quatsch!", dachte sich die Blondine und verschränkt ihre Arme vor der Brust. Wenn man ihr nicht bald sagen würde, was hier los war, würde sie nach dem Manager dieses Ortes verlangen. So konnte man nicht mit ihr umgehen! Jedenfalls konnte niemand der Anwesenden sagen, wo sie waren und was hier überhaupt los war. Plötzlich tauchten nach und nach irgendwelche Maskottchen auf, das dachte Sylvia jedenfalls, und fingen an, den Leuten hier Sektgläser anzubieten und auch Häppchen. Die Verkleidungen waren grässlich, und als ein gigantisches Plüsch-Kätzchen bei ihr auftauchte, das aus verschiedenen Flicken bestand, als Augen nur Knöpfe hatte und der Mund mit einer groben Naht dargestellt wurde, schüttelte die Blonde ablehnend ihren Kopf. "Nein Danke." gab sie von sich und schüttelte nur den Kopf über die Leute, die etwas von dem Alkohol tranken. Die Ersten gingen nun auch an die Glücksautomaten und fingen an zu spielen, doch auch davon ließ sie lieber ihre Finger. Sie selber stellte sich lieber zu den Leuten, die hier nichts anrührten. Auch Sylvio empfand dies als klüger, solange sie nicht wusste, was hier los war. Als dann ein Schuss die fast schon vergnügte Stimmung zerriss, zuckte sie kurz zusammen. Sofort suchte sie nach dem Schützen, um notfalls sich vor diesem in Sicherheit zu bringen. Sie traute kaum ihren Augen, als manche Leute einfach weiter an den Automaten sitzen blieben, als wäre nichts passiert, während andere panisch durcheinander liefen und zum Teil einander bei der Flucht behinderten. Da erklang ein weiterer Schuss und jetzt sah sie auch den Schützen. Sylvia blinzelte mehrere Male und rieb sich sogar die Augen. Was in Gottes Namen war denn das für eine Gestalt? Instinktiv reagierte ihr Körper und die junge Frau verspürte Angst. Sie schob sich hinter einen Mann mit dunklem Haar (Matthew), der noch recht gefasst wirkte und erhoffte sich von ihm etwas Schutz. Nun, sie nutze ihn gerade als Deckung aus, falls das Ding nur wahllos herumballerte. Ein Schauer lief ihr über den Rücken, als die Gestalt lachte und ihnen verkündetem, dass sie in der Hölle seien. "Das ist doch wohl ein schlechter Scherz." kam es eher leise der jungen Frau und beobachtete das unheimliche Ding weiter.

      Juan Sanchez

      Das Mädchen schien sich etwas zu beruhigen, doch präsentierte sie sich sehr schüchtern. "Bist du dir sicher?" fragte der Dunkelhäutige und legte den Kopf etwas schief, während er die junge Frau betrachtete, die in leisen Tönen von sich gab, dass es ihr gut ginge. Sie wirkte wie ein typisches Mauerblümchen, dass von niemanden beachtete werden wollte. Oder eher wie eine graue Maus. "Ich bin Juan." stellte er sich dann ihr vor, verzichtete aber darauf ihr die Hand zugeben, so scheu wie sie war. Er setzte sich einfach auf die kleine Mauer und sah zu der Menschenmenge, die immer etwas größer wurde. "Ein komischer Ort ist das hier." gab der Brünette von sich und runzelte dabei etwas seine Stirn. Da kam plötzlich Bewegung in die kleine Menschenmenge. Erst schien alles harmlos zu sein, doch da kippte die Stimmung schlagartig. Eine groteske Gestalt war aufgetaucht und erschoss einfach ein paar Menschen. "Ach du Scheiß!" konnte er nur noch aussprechen und als er plötzlich eine große Hand, oder doch eher Klaue auf seiner Schulter spürte. Sein Blut gefror in seinen Adern und langsam drehte er seinen Kopf nach hinten. Er musste sich um einige zurücklehnen, damit er die Gestalt im Ganzen erblicken konnte. Das Wesen hatte gräulich bleiche Haut und ein teuflisches Grinsen zierte seinen Mund mit spitzen Zähnen. Zwei riesige nach unten gedrehte Hörner wuchsen aus seinem Kopf, doch das erschreckendste war, dass er keine Augen besaß. "Na, na, na. Nicht von der Gruppe trennen. Das könnte gefährlich werden." grinste er Juan und auch Mirai mephistophelisch an und schob die beiden nun einfach mit seinen Klauen vor sich her, bis auch diese beider Gruppe waren. Dort wartete auch schon der andere Game-Master. "Ach, das wird wieder ein Spaß!" dachte sich das Wesen und trieb die anderen Neuankömmlinge zusammen wie verlorenen Schafe.

      Jennifer Nightingale

      Jenni hatte sich während des Vorfalls kaum von der Stelle bewegt und stand jetzt direkt vor dieser schwarz weißen Gestalt, mit einer Waffe in seiner enormen Hand. Sie musste ihren Kopf in den Nacken legen, um diesem Wesen in die Augen zusehen. Hatte diese überhaupt welche? Sah sie nur zwei rote X an der Stelle, wo die Augen hätten sein müssen. "Hölle? Bin ich etwa tot?" kam es fast schon mutig über die Lippen der Blauhaarigen. Das würde wenigstens einiges an dieser Situation schon fast plausibel erklären. Ein paar andere Leute sahen sich ängstlich an, als die die Frage von Jennifer hörten und viele wurden nun noch bleicher.

      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Matthew Maisinger

      Der Mann musste sich ein genervtes Schnauben verkneifen, als sich eine Blonde Frau hinter ihm versteckte. So hübsch sie auch war – eindeutig ihr Typ, wie Matthew fand, aber das war wahrscheinlich jede hübsche Frau – hatte er nicht vor zu sterben, auch wenn es ihm mittlerweile schwer viel zu glauben, dass das ganze hier nicht einfach nur ein böser Traum oder ein besonders schlimmer Trip war, so unwirklich wie alles einfach war, doch riskieren wollte der Schwarzhaarige es auch nicht.
      Während er sich panisch nach einer Möglichkeit umsah sich in Sicherheit zu bringen, sich irgendwo vor den Kugeln zu verstecken, fiel ihm mit einem Mal etwas auf: dieses was auch immer zielte genau. Und traf immer. Es war kein wahlloses töten, im Gegenteil, es waren jene, die sich ohne jegliche Sorgen an die Glücksautomaten gesetzt hatten, begonnen hatten dem Alkohol zu fröhnen oder einer anderen Vergnügung nachzugehen – eigenartigerweise gab es hier genug davon, fast schon wie ein kleines Paradies, wenn er nicht befürchten musste, dass es sich hierbei um eine Entführung handelte – und auch nach dem ersten Schuss und dem ersten Toten noch immer nicht von ihrer Tätigkeit abließen, als würden sie nicht einmal merken, was um sie herum geschah.
      So oder so: Matthew war sich sicher, dass es ihn nicht treffen würde und sein angespannter Körper entspannte sich merklich. Mag sein, dass es eine Wette mit schlechtem Einsatz war, aber hier schien sowieso nichts Sinn zu machen.
      Wenn diese Frau hinter ihm glaubte, dass er sie beschützt hatte, wäre sie ihm vielleicht wenigstens dankbar und jemanden auf seiner Seite konnte er hier sicherlich gebrauchen. Wenigstens als menschliches Schutzschild würde sie ja wohl taugen können, oder?
      Sünder? Hölle? War das irgendein dummer Scherz?

      Mirai Kurogami

      Das junge Mädchen begann unruhig mit dem Saum ihres Kleides zu spielen, wusste nicht recht, ob sie etwas sagen sollte und was, sie empfand sich selber als eine schreckliche Konversationspartnerin und verstand nicht, wieso dieser augenscheinlich freundliche Mann ausgerechnet sie aus der großen Menschenmasse gezogen hatte und nun sicherlich auch ihren Namen erfahren wollte, nachdem er den seinen genannt hatte, doch bevor Mirai in der Lage gewesen war ihren Mut zusammen zu nehmen, um wenigstens ihren Namen von sich zu geben, sich gar traute für einen kurzen Moment vom Boden zu blicken, doch dieses Unterfangen bereute sie sofort, als sie etwas – oder wohl jemanden – erblickte, das ohne jeglichen Zweifel ein schrecklicher Dämon sein musste und sie konnte sich das darauffolgende Schreien nicht verkneifen, ehe sie sich die Hände vor den Mund legte, aus Angst damit seine Aufmerksamkeit auf sich gezogen zu haben, um nicht noch einmal zu schreien und schloss vor Angst und Panik die Augen, doch mehr als wieder in die nun noch lautere Menschenmasse geschoben zu werden, passierte nicht viel.
      Mirai begab sich in die Hocke, fühlte sie sich hier unten, versteckt doch irgendwie sicherer, drückte sich wieder die Hände auf die Ohren, im Versuch der Realität zu entfliehen, während ihr vor Angst Tränen in die Augen stiegen. War das das Ende? Würde sie hier sterben?
      Mirai wollte nicht... sie wollte nicht sterben!
      Doch kaum hatte sie diesen Gedanken, bildete sich statt dem verängstigten Gesichtsausdruck ein breites Grinsen in ihren Zügen aus und man konnte sie fast schon leicht lachen hören.

      Gamemaster Abbadon

      „Hääää~? Was haben wir denn hier?“, wandte sich die Aufmerksamkeit des zu groß geratenen Gamemasters dem Blauhaarigen etwas zu – wie er es beschreiben würde – und während sein breites Grinsen nur für den Bruchteil einer Sekunde vor Verwunderung verschwand, kehrte es sogleich wieder zurück, noch breiter und amüsierter als zuvor und er richtete den Lauf seiner Pistole direkt in das Gesicht der jungen Frau, ohne jeglicher Intention abzudrücken und pfiff anerkennend, als sie auch davor nicht weg zu rennen schien. Vielleicht würde dieses Spiel ja besonders interessant werden.
      „Ganz genau, du hast es erfasst, kleiner Menschen. Ihr alle hier seid gestorben, auf euch wartet ein schreckliches Schicksal von ewiger Verdammnis, da jeder einzelne von euch sich einer schrecklichen Sünde zu verantworten hat, die euch direkt in die Hölle geschickt hat. Nun, sicherlich haben die meisten von euch mehr als nur eine Sünde aufgeladen, wenn mich so umsehe.“, ließ er seinen Blick durch die Menge schweifen, machte eine Pause, damit die Wirkung seiner Worte sich erst richtig entfalten konnte und er liebte es wie all diese Gesichter der Verzweiflung erlagen, ehe er fortfuhr, „Aber~“, gab er lang gezogen und gespielt von sich, „Ihr habt Glück. Ihr erhaltet die einmalige Chance ein neues Leben zu gewinnen, doch bevor wir zu den Regeln kommen: gibt es hier jemanden der gleich aussteigen will?“, wurde Abbadons Grinsen noch ein ganzes Stückchen breiter.
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    • Jennifer Nightingale

      Jennifer zuckte nicht mal zusammen, als der Lauf der Waffe direkt in ihr Gesicht gehalten wurde. Zu sehr beschäftigte sie die Tatsache, dass sie wohl wirklich tot war. Tot und in der Hölle! War sie denn so ein schlimmer Mensch gewesen? Eigentlich war sie doch immer nett und freundlich zu ihren Mitmenschen gewesen. Wie konnte es dann sein, dass sie hier gelandet war? Der Dämon riss Jennifer dann wieder aus ihren Gedanken, als er eine zweite Chance erwähnte. Ein zweites Leben, zurück auf der Erde. Aussteigen? Nein, sie würde es auf jeden Fall versuchen, dieses neue Leben zu erlangen. Doch schien sie nicht die einzige mit diesem Gedanken zu sein. Entschlossen ballte das zierliche Mädchen ihre Fäuste und sah mit festem Blick zu der grotesken Figur hoch. "Was sind das für Regeln?"

      Sylvia Stein

      Es kehrte wieder etwas Ruhe ein, wenn man denn das so nennen konnte, als dieses Wesen anfing zu sprechen und allen Anwesenden erklärte, dass sie wirklich in der Hölle waren. Sie trat nun neben den Mann, hinter dem sie sich noch vor kurzem verstecken wollte und nickte ihm dankend zu. Für ein Gespräch mit ihm, gab es wohl noch genug Zeit, wenn sie wirklich tot war. Doch jetzt galt ihre Aufmerksamkeit diesem unheimlichen Ding, das von Regeln sprach und einem neuen Leben. Wollten man daraus etwa einen Wettkampf machen? Egal was es war, sollte sie jetzt gut zuhören, denn immer mehr beschlich sie das Gefühl, dass das hier echt war und kein verrückter Traum. Da tauchte auch schon ein zweites Wesen auf, dass mindesten genauso unheimlich war, die das Erste und die Leute hier zusammentrieb.

      Juan Sanchez

      Juan bekam eine Gänsehaut, als dieser Teufel ihn und das Mädchen, dessen Namen er noch immer nicht kannte, wieder zu den andren führte. Die Unbekannte schien auch wieder etwas panisch zu werden und ging in die Hocke und legte wieder ihre Hände auf die Ohren. Es wirkte fast so, als würden ihr Menschenmassen Angst machen. Wieder bei den anderen bekam auch der Dunkelhaarige die Worte des anderen Dämons mit, die bei allen die gleiche Reaktion auslöste; ein Hauch von Hoffnung. Auch er hörte aufmerksam zu und schielte immer wieder zu dem Mädchen herunter, ob es ihr gut ging oder sie schon vor Angst in Ohnmacht gefallen war.

      Gamemaster Azazel

      Azazel konnte es genau spüren, die Angst, die von allen ausging, hier und da noch mit etwas Ungläubigkeit gepaart und Verwirrung. Doch das würde sich bald legen, wenn diesen Menschlein bewusst wurde, dass dies hier real war und kein Spiel oder Albtraum. "Sagt es uns am besten gleich, denn Enttäuschungen verkraften wir nur schwer." sprach der riesige Dämon und schwebte nun einfach über die Gruppe hinweg und schenkte ihnen dabei ein unheimliches Grinsen. Galant landete er neben seinem Kollegen Abbadon und besah sich die verlorenen Seelen noch mal etwas genauer. Hier gab es ein paar Spielfiguren, mit denen er sich bestimmt sehr gut die Zeit vertreiben konnte und sie nach Herzenslust quälen zu vermag. "Es wird ein kleiner Wettstreit sein und die schlechtesten bekommen das, was sie verdienen." gab Azazel eine kleine Einsicht, was die Menschen noch erwartete. Und bei den letzten Worten führte seine spitze Kralle an seinen Hals und schlitzte diesen symbolisch auf, dass es so aussah, als würde wirklich das Blut aus der Wunde tropfen, die dann doch nur wenige Sekunden später wieder verschwand. Der Dämon konnte sehr theatralisch sein und überspitzte gerne Aussagen oder Situationen. "Also, wenn alle mitmachen wollen, ist das nur um so besser!" klatschte er vergnügt in die Hände und sah wieder zu Abbadon, dem er den Vortritt ließ, die Regeln zu erklären.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • „Hääää~... Hölle, was? Ich hab es mir hier immer etwas wärmer vorgestellt, aber was solls.“, erhob sich Mirai letztendlich mit einem breiten Grinsen im Gesicht, wirkte wie ausgewechselt, denn von ihrer schüchternen, ängstlichen Art und Weise war nichts mehr zurückgeblieben, stattdessen wirkte sie mit dem breiten Grinsen im Gesicht schon fast schon so, als würde sie die ganze Situation amüsieren und mit die Hände in ihren Rocktaschen vergraben starrte sie erwartungsvoll das Monster an, ehe sie einen Seitenblick bemerkte.
      „Was guckst du so? Behalt deine Augen gefälligst bei dir, Arschloch.“, gab sie mit einem genervten Gesichtsausdruck an Juan gerichtet von sich, ehe sie ein genervtes Schnauben von sich gab und sich wieder auf das hier und jetzt konzentrierte.
      „Äh... i-ich... ich kann das nicht.“, hob sich letztendlich nach einer halben Ewigkeit zögerlich eine Hand aus der Menge. Es handelte sich dabei um eine junge Frau, mit Tränen in den Augen, aufgeschreckt von der bildlichen Vorstellung des anderen Dämons, was aus ihr werden würde, wenn sie den Wettstreit nicht gewinnen könnte. Sie wusste zwar nicht recht, was sonst auf sie wartete, aber ihre zitternden Beine hielten sie jetzt schon kaum aufrecht, wie sollte sie diesen Horrortrip überleben?! Nein, dann wollte sie lieber gleich aussteigen.
      „I-ich steig auch aus! Das ist doch verrückt! Hölle, Sünder, wir sollen Tod sein?! Ha! Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie etwas schlechtes getan! Das muss irgendein Fehler sein! Außerdem kann das alles nicht stimmen! Das sind doch nur irgendwelche Lügen, um uns dazu zu bekommen zu tun, was ihr von uns wollt! Da mach ich nicht mit!“, meldete sich eine weitere Person, vertieft sich gar wütend und verzweifelt in eine Tirade, wobei es schwer zu sagen war, ob er wirklich dieser Meinung war, oder einfach nur versuchte es sich selber einzureden, dass das alles nur Lügen waren.
      Nun, Abbadon konnte es recht egal sein.
      „Ist das so? Nun denn, wir kommen gleich zu dir, Blaumeise, aber davor...“, legte er fast schon vorsichtig, als müsste er Angst davor haben ihr hübsches kleines Köpfchen kaputt zu machen, seine Pranke auf den Kopf der jungen Frau, um diese daraufhin aufzuheben und auf einem nahegelegenen Karussell auf einem der Schaukelpferde abzusetzen. Er wollte auf gar keinen versehentlich eine seiner interessanten Spielfiguren verlieren, nicht wahr?, „... wer aussteigen möchte, möge bitte näher treten. Nur keine Scheu, nur keine Scheu! Wer keine Lust auf Spaß hat, muss natürlich nicht!“
      Mit ausgebreiteten Armen wies er alle Aussteiger an zu ihm zu kommen, zögerlich, auf zitternden Beinen, schälte sich die junge Frau, welche zunächst gesprochen hatte, aus der Menschenmenge, dich gefolgt von dem älteren Mann, der sich zuvor aufgeregt hatte, jedoch nicht ohne zahlreiche Leute mit Gewalt einfach aus dem Weg zu schubsen und noch einige wenige hatten sich letztendlich Stück für Stück dazu entschieden bei diesem Spiel nicht mit zu spielen, ob nun aus Angst, Unsicherheit oder schlicht und einfach weil sie glaubten, dass es wahrscheinlich ihre einzige Chance sein würde, freiwillig auszusteigen, dem Dämon konnte es recht egal sein und mit einer Geduld, die man eher einem Engel zuschreiben würde, wartete er, bis sich die kleine Menschengruppe versammelt hatte und das fast schon freundliche Lippen auf seinen tiefschwarzen Zügen, verschwand mit einem Mal und ein mit spitzen Zähnen besetztes Grinsen kehrte zurück, ehe ein weiteres Mal eine Pistole in seiner Hand erschien und er einen nach dem anderen der Aussteiger kaltherzig erschoss, irgendwann mittendrin zu Lachen begann, und ohne sich überhaupt richtig beruhigt zu haben, ließ er auch schon die erste Regel des Spiels verlauten.
      „Regel Nr. 1, aussteigen ist unmöglich. Auf jeden einzelnen von euch wartet nur die endgültige Auslöschung! Wer nicht spielen will, stirbt. Wer verliert, stirbt. Wer sich keine Mühe gibt, stirbt. Und oh, Spielverderber sterben auch! Hoppla, ihr seid ja schon alle tot!“, lachte Abbadon ein weiteres Mal auf, als hätte er gerade den witzigsten Witz des Jahrhunderts gebracht.

      „Das ist doch einfach nur krank...“, gab Matthew zähneknirschend von sich, wieso ihnen überhaupt eine Wahl geben, wenn es keine gab? Wenn sie schon tot waren, wieso konnte er diese Leute dann überhaupt nochmal töten? Wobei er sich auch nicht erklären konnte, wie ihre Erscheinungen, das schweben und auftauchen und verschwinden lassen von Schusswaffen zu erklären ist, aber irgendeinen Trick dahinter musste es doch geben, oder? Oder war es vielleicht sogar schlauer die Dinge einfach anzunehmen wie sie waren und zu akzeptieren, dass sie tot und in der Hölle waren?
      Der Schwarzhaarige konnte sich beim besten Willen nicht daran erinnern, dass er gestorben war oder wie, war er nicht noch viel zu jung für einen natürlichen Tod? Dass er in der Hölle gelandet war, überraschte ihn jedoch weniger. Matthew wusste, dass er kein guter Mensch war, sein Leben lang nicht und er bereute es auch nicht, aber er hatte auch nie daran gedacht, dass dieses ganze Gerede von einer Hölle tatsächlich der Wahrheit entsprechen würde.
      Ob er mit diesem Wissen sein Leben anders gelebt hätte? Wahrscheinlich nicht.
      Ganz abgesehen davon, dass dieses ganze Gerede von einem zweiten Leben unglaublich gut klang... wenn er einen Blick durch die Menge schweifen ließ, konnte er auf dem ersten Blick keine richtige Konkurrenz erkennen. Okay, der Muskelprotz dahinter wirkte nicht nur, als würde er es tun, sondern als könnte er ihn mit einem Schlag umhauen, die Geschäftsfrau oder Anwältin da drüben wirkte unglaublich gerissen, doch die eigentliche Frage war, was wurde hier gespielt?

      „Können wir das Schmierentheater hinter uns bringen? Jetzt spuck schon die Regeln aus! Wir haben nicht den ganzen Tag Zeit!“, plädierte ein weiterer Kerl, offensichtlich in einem teuren Anzug und einer goldenen Armbanduhr um das Handgelenk, dazu endlich weiter zu machen, während der Dämon noch immer über seinen eigenen Witz lachte.
      „Ohhh~? Aber natürlich haben wir das! Ihr habt alle Zeit der Welt! Jetzt, wo ihr tot seid! Aber nun gut, euch ist sicherlich langweilig, wir sollten spielen! Nun denn...“, klatschte Abaddon in die Hände und machte sich endlich dazu bereit die Umstände und Regeln des ganzen zu erklären.
      „Wieso stell ich mich nicht erstmal vor? Ihr könnt mich Gamemaster nennen, Abbadon, für die ganz mutigen. Wir werden hier alle gemeinsam eine Reihe von Spielen spielen, welche den Titel höllisch sowas von verdient haben. Die Verlierer... nun, auf diese wartet natürlich eine schreckliche Strafe, bevor auch sie ausgelöscht werden, wie alle unsere Freunde hier.“, machte der Dämon eine ausschweifende Geste, um auf das Massaker vor ihm aufmerksam zu machen, „Wer auch immer übrig bleibt, hat einen Wunsch frei. Ganz egal welchen! Ihr könnt gar mit Superkräften wiedergeboren werden, wenn ihr das möchtet! Nah? Ermutigt euch das nicht?“, grinste Abaddon breit und schien sich tatsächlich darauf zu freuen.
      Dennoch verschwieg er ihnen so einige Details des Spiels, den wahren Sinn dahinter und die einzige wahre Möglichkeit zu gewinnen, wenn man nicht auf ewig diese Spiele spielen wollte. Aber war es nicht lustiger, wenn sie es selber herausfanden?
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    • Jaun traute seinen Ohren und auch Augen nicht, als das zierliche Mädchen eine 180 Grad Wendung mit ihrem Charakter machte. Er wich etwas von ihr zurück, als sie sogar begann, ihn zu beschimpfen. "Was ist denn mit der falsch?" ging es dem Dunkelhaarigen durch den Kopf, der mehr als verwirrt über diese Persönlichkeitsänderung war und sie auch als recht unheimlich empfand. Im Gegensatz zu Juan empfand Azazel diesen plötzlichen Wechsel ihrer Gefühle mehr als interessant.
      "Faszinierend!" ging es dem Teufe durch den Kopf und wollte diese kleine Persönlichkeit gerne in seinem Team haben. So jemanden unberechenbares hatte es schon lange nicht mehr in der Hölle gegeben. Der Game-Master sah dann seinem Kollegen zu, wie er wieder seine Spielchen mit den Menschlein trieb. "Blaumeise? Hat er sich etwa auch schon jemanden ausgesucht?" ging es dem Teufel durch den Kopf und konnte ein Grinsen nicht unterdrücken, als Abbadon schon die ersten Aussteiger über den Haufen schoss. Wirklich sterben konnten die verlorenen Seelen nicht, sie wurden einfach nur ins ewige Fegefeuer geschickt, wo sie grausige Qualen erlitten und die schlimmsten Momente ihres Lebens immer und immer wieder erleben mussten. Aber dies behielten die beiden und auch anderen Dämonen für sich. War es ein viel schönere Freude, die anderen vor Angst bibbern zu sehen, dass sie ihm nichts verschwanden. Da spürte Azazel bei einem Menschen etwas Wut aufkommen und im nächsten Moment stand die große Gestalt ohne Augen hinter dem Schwarzhaarigen und legte wie zur Beruhigung seinen Pranken auf seinen Schultern ab. Dass dies aber auch sehr einschüchternd wirken konnte, war dem Dämon bewusst. "Aber, aber. Wieso so zornig? Noch hast du nicht verloren." kicherte er dem Mann namens Matthew Maisinger zu. Alle Game-Master kannten die Namen der Verstorbenen, doch machten sie sich daraus auch einen Spaß. Es gab nichts Amüsanteres, das entsetzte Gesicht eines Menschen zusehen, wenn man ihm plötzlich mit seinem vollen Namen ansprach und dann auch noch unglaubliche Dinge über ihn wusste. Dinge, die man als Geheimnis mit in den Tod genommen hatte.
      "Einen Wunsch?" hörte er nun eine weitere Person direkt bei sich ungläubig flüstern, eine blonde Frau, Sylvia Stein. "Ja. Ein Wunsch und es ist auch ganz egal was dieser umfasst." bestätigte er der Dame mit seinem mephistophelischen Grinsen. "Und ich bin übrigens auch ein Game-Master. Azazel der Name, wenn ihr es wagt." stellte sich auch der andere Teufel endlich vor. Er war keine so große Rampensau wie sein Kollege, zog er lieber seine Fäden im verborgenen und ließ die Menschen wie seinen Marionetten tanzen. Außerdem "tötete" er viel subtiler die Menschen und nicht mit einer langweiligen Waffe.
      Jenny sah zu dem Dämon auf, der seine große Hand auf ihren Kopf ablegte und sie so sich fühlte, als wäre sie ein Haustier. Aber vielleicht war es gar nicht so schlecht, wenn dieser Game-Master sie mochte. Also ließ sich die Blauhaarige auch anstandslos und ohne Geschrei hochheben, nur damit sie sich in einem Karussell wieder fand. Das Schaukelpferd wippte etwas hin und her, als man sie darauf absetzte und voller Neugier beobachtete sie das weitere geschehen. Als dann noch mehr Leute erschossen wurden, weil sie nicht mitspielen wollten, ließ dies Jenny doch etwas kalt. Wieso sollte sie Mitleid haben, wenn jeder hier letztlich gegen jeden kämpfen musste? Da war Mitgefühl einfach fehl am Platz und stattdessen, begann sie in ihrem kindlichen Sein auf dem Pferd hin und her zu schaukeln.
      Ein Schauer überkam Sylvia, als plötzlich die andere Gestalt bei ihr war und dann auch noch mit ihr sprach. Laut den sogenannten Spielregeln, war hier jeder gezwungen mitzumachen, außer er wollte sofort sterben. Aber wie sahen diese Spiele aus? Und wie in aller Welt sollten sie diese bestehen? Sie waren doch nur Menschen. Da ertönte wieder diese eisige Stimme des Game-Masters Azazels, der zu seinem Freund sprach. "Sollen wir ihnen auch etwas von der "Gabe" verraten?" fragte der Teufel den anderen und kicherte dabei so unheimlich, dass es einem eiskalt den Rücken herunterlief.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Matthew zuckte zusammen, als er die kalte Klaue des Monsters auf seiner Schulter spürte, unsicher, wie er sich diesem Gegenüber verhalten sollte, hoffend er würde seine viel zu langen und spitzen Fingernägel nicht in seiner Schulter vergraben, legte sich ein nervöses Grinsen auf seine Züge. Nochhatte er nicht verloren... was? Sollte das heißen das Ding hat schon ein Auge auf ihn geworfen und würde dafür Sorgen, dass er verlor? Der Schwarzhaarige hoffte, dass das ganze kein abgekartetes Spiel war, auf der anderen Seite war das hier die wortwörtliche Hölle– so ungerne er das alles glauben wollte, aber welchen Sinn machte es noch so zu tun, als wäre alles hier normal? Es erschien ihm deutlich intelligenter das ganze einfach zu akzeptieren, Anzeichen auf Entführung oder Drogen würde er sicherlich früh genug finden – da war es schwer zu glauben, dass hier alles fair zugehen würde.
      Eines stand fest: man durfte diesen komischen Wesen, die sich selber Gamemaster nannten, kein bisschen trauen.
      Matthew warf einen Blick zu der blonden Frau neben sich, die Aussicht auf einen freien Wunsch schien ihr ja ziemlich zu gefallen, vielleicht würde sie sich auf eine zweckgebundene Gemeinschaft einlassen, die so lange halten würde, bis sie beiden die letzten Spieler waren... und dann – so glaubte er – wäre es ein leichtes auch die blonde Frau aus dem Weg zu schaffen.
      Doch dafür würde er auf einen ruhigen Moment warten müssen, Matthew wollte auf gar keinen Fall, dass dieser Azazel von seiner Idee erfuhr. Er bezweifelte, dass das zu etwas gutem führen würde.
      „Wenn man es wagt? Was passiert denn, wenn man deinen Namen ausspricht,Azazel?“, kam es übermütig, mit einem breiten Grinsen von der Seite, offensichtlich eine Schülerin und Matthew fragte sich, was ein so junges Ding in der Hölle machte und vor allem, was sie getan hatte, um hier zu landen. Ladendiebstahl? Lügen? Wie klein oder groß musste die Sünde sein, um hier zu landen?
      Der Schwarzhaarige wünschte sich jemanden normalen hier zu haben, der oder die Antworten auf seine Fragen hatte, doch da er den beiden Gamemastern nicht über den Weg traute, sparte er sich das lieber.
      Der vollkommen ausgewechselten Mirai entging das Auftauchen und das Gespräch mit dem Dämonen nicht, ein breites Grinsen lag auf ihren Zügen, während sie mit etwas in ihrer Rocktasche herum spielte. Sie war so unglaublich froh, dass sich trotz ihres Todes ihre Taschen nicht gelehrt hatten, was würde sie nur ohne ihr Taschenmesser tun?
      Und, vielleicht sah man es ihr an, spielte sie mit dem unglaublich verlockenden Gedanken ihr Messer einfach rücklings in den Körper des grauen, augenlosen Dämonen zu stoßen. Ob er bluten würde? Schmerzen verspüren konnte? Oder würde sie gar genauso enden wie diese Gruppe an Leuten, die der schwarze Dämon über den Haufen geschossen hatte?
      Erst jetzt fiel Mirai auf, dass sich die toten Körper Stück für Stück aufgelöst hatten, verschwunden waren, als wären sie nie echt gewesen und ihr Grinsen wurde noch ein ganzes Stückchen breiter. Das ganze hier versprach doch unglaublich amüsant zu werden.
      Okay, sie würde sich für den Moment zurückhalten, so schnell wollte sie beim besten Willen nicht aus dem Spiel geworfen werden.

      Gabe?, wurde der Schwarzhaarige hellhörig, spitzte seine Ohren, da ihm das folgende durchaus nützlich erschien, doch Abbadon kicherte nur hinter vorgehaltener Hand, beugte sich zu Azazel, als wären sie zwei Schulmädchen die hinter vorgehaltener Hand auf dem Pausenhof lästerten und doch konnte er die nächsten Worte des Dämonen verstehen.
      „Das wäre doch langweilig, wieso lassen wir es sie nicht selber herausfinden?“, kicherte Abbadon, er machte es immer so. Es war einfach so unglaublich amüsant zu beobachten, wie die armen Sünder Stück für Stück herausfanden, dass sie zu mehr in der Lage waren als ihr menschliches Selbst und die armen Schweine erst, die ihren Tot fanden ohne überhaupt von irgendeiner Gabe zu wissen! Umso witziger empfand es Abbadon, wenn eben jene Gabe diese Leute im genau richtigen Moment hätten retten können... wirklich traurig, wirklich traurig und so unglaublich lustig!
      Nun gut, mit seiner Aussage hatte Azazel sicherlich dem ein oder anderen schlauen Kopf verraten, dass etwas wie eine Gabe existieren musste, schade, aber er mochte die verwirrten und fragenden Gesichter der Sünder, also wieso nicht? Mal sehen wie intelligent die heutige Ausbeute war!
      Der Dämon erhob seine Hände zur Seite, nur um zwei Mal zu klatschen, woraufhin zur Seite von ihnen einige Lichter angingen, welche ein großes Gebäude erleuchtete, das wie ein luxuriöses Hotel aussah.
      „Das muss sicherlich viel für euch arme Schafe sein, und obwohl ich mir sicher bin, dass ihr die Spiele kaum erwarten könnt!“
      Ja, wers glaubt, dachte sich Matthew nur, gab sich dieses Mal jedoch Mühe ein Pokerface beizubehalten, sich fragend wie Azazel in der Lage gewesen war so einfach zu sagen, dass er wütend gewesen war. Hatte man es ihm angesehen? Oder verfügten diese Wesen wohl über mehr Fähigkeiten als sie ahnten?
      „Bin ich so überaus freundlicheuch das ganze ersteinmal verdauen zu lassen. Auf jeder Tür befindet sich ein Name und ich bin mir sicher, die Zimmer sind ganz zu eurer Zufriedenheit.“, grinste Abbadon breit und wies die Gruppe mit einer Geste an, dass sie ihre Zimmer beziehen dürften. Aus Erfahrung wusste er, dass die armen Menschlein hin und wieder eine Pause brauchten, sie sollten ihm ja nicht zu früh zerbrechen! Er war schon unglaublich gespannt darauf wann der erste Mord geschehen würde! Achja, wie aufregend, wie aufregend!
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    • Der Körper des Dämons blieb einfach ruhig stehen, als er die freche Frage vernahm, doch sein Kopf drehte sich wie der einer Eule zu der Teenagerin und auch wenn er keine Augen hatte, bohrte sich sein Blick in sie. "Nun, wenn mich ärgert …" kam es schon bedrohlich leise von dem Dämon "dann lasse ich die Person Höllenqualen erleiden, dass sie sich wünscht zu sterben. Doch dafür ist es dann zu spät." erklärte er der kleinen Mirai. Sie schien etwas irre zu sein, was sie ungemein interessanter machte, konnte er ihren Blutdurst spüren. " Hoffentlich hat Abbdon sie noch nicht entdeckt." ging es Azazel durch den Kopf. Sie wäre eine gute Kandidatin, auf die man Wetten konnte. Auch Matthew schien eine Spielfigur zu sein, die sich lange in dieser höllischen Partie halten könnte. Er versuchte seine Gefühle immer zu verbergen, doch half das gegen Azazel nichts.
      Sylvia bemerkte auch, wie die Leichen sich langsam wie Rauch auflösten. Waren diese Menschen jetzt wirklich tot? Also inexistent? Nein! So weit durfte sie es nicht kommen lassen. Sie sah wieder zu dem Mann und dabei kreuzten sich kurz ihre Blicke. "Ob ich mich mit ihm zusammentun sollte? Wenigstens für den Anfang. Damit erhöhen sich meine Überlebenschancen bestimmt." ging es der Blonde durch den Kopf. Als dann Abbadon die Herberge für die Menschlein herbeirief, zögerten diese zuerst. "Nur keine falsche Scheu, meine Lieben. Hier findet ihr fast alles, was euer Herz begehrt." lockte der Dämon die verlorenen Seelen. So kam langsam Bewegung in die kleine Gruppe und die ersten betraten das Gebäude und suchten ihren Namen an der Türe. Auch Juan gehörte zu den ersteren, die ihre Zimmer aufsuchten, doch zu seiner Verwunderung, konnte er keinen Namen an den Türen der anderen lesen, während seinen auf einem goldenen Schild erblickte. Hatte das einen Grund? Er drückte dann die Türklinke herunter und stand in einem herrlichen Zimmer, ausgestattet mit einem breiten Bett und auch ein gedeckter Tisch, erwartete ihn. "Ob ich das wirklich gefahrlos essen kann?" beschlich ihn der unangenehme Gedanke und sah sich daher lieber noch etwas um. Es gab eine weitere Türe, die in ein Bad führte. Auch hier fehlte es einem an nicht, doch ihm fiel auf, dass es keine Fenster in den Zimmern gab. Einen Fernseher oder Telefon existierten auch nicht. Jedenfalls konnte er nicht dementsprechendes entdecken.

      Auch Sylvia folgte den anderen, wobei sie lieber sich etwas zurückfallen ließ. "Hey." stupste sie dann den schwarzhaarigen Mann an, der noch in ihrer Nähe war. "Können wir gleich kurz reden?" flüsterte sie ihm zu, da sie nicht wollte, dass die anderen sie hörten. Aber ob sie ihr Vorhaben auch vor den Game-Mastern geheim halten konnte, bezweifelte sie etwas. Sie schienen sehr mächtig zu sein und dabei haben sie kaum etwas von ihren Kräften gesehen. Doch wenn sie hier wirklich in der Hölle war, musste sie sich auf noch absurdere Fähigkeiten gefasst machen. Auch Sylvia fand ihre Türe, blieb aber erstmal davor stehen, um zu sehen, wo der Mann seine Türe hatte. Ebenso konnte sie kein Namensschild von ihm sehen, sodass sein Name ihr noch unbekannt blieb. Aber sie merkte sich wie viel Türen sein Raum von ihrem entfernt waren. Genau drei, lagen die Räume auf derselben Seite des Flures. Ganz leicht nickte sie ihm zu und betrat dann ihre Räumlichkeiten.

      "Hey! Was ist mit mir?" rief Jenny etwas beleidigt, als sie noch immer auf dem Karussell saß, während die anderen in dem Gebäude verschwanden. Hatte man sie vergessen? Oder war sie vielleicht sogar was Besonderes? Aber da sie nicht warten wollte, kletterte sie schon mal von dem Schaukelpferd herunter. Da tauchte plötzlich dieser Azazel neben ihr auf und packte sie am Kragen, um sie von dem Ding ganz herunterzuholen. "Auf, auf kleines Schäfchen, du willst doch nicht verloren gehen." sprach er sie grinsend an und sah der Blauhaarigen nach, wie sie einer der letzten war, die das neue Heim der Menschen betrat.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Mirai Kurogami

      Ärgern? Mirai hatte nicht wirklich vor ihn... ach, wem machte sie da etwas vor? Wann bekam man denn jemals die Chance einen waschechten Dämonen– was sollte dieser Kerl denn sonst darstellen? - zu ärgern? Nicht, dass das ihre eigentliche Fragen beantworten würde, wieso man es erst wagen musste, seinen Namen auszusprechen, aber das würde sie sicherlich früh genug herausfinden, vielleicht, Angst machte er ihr zumindest nicht, obwohl sich Azazel recht viel Mühe damit zu geben schien. Ob sie lebensmüde war? Wahrscheinlich war sie das, aber waren sie hier nicht sowieso schon tot? Was taten da schon ein paar Qualen mehr?
      „Wir sind schon tot, verstanden, erzähl mir etwas neues.“, kam es nur frech von der Schülerin, die sich keine Blöße, keine Schwächen zeigen wollte und noch immer kribbelte es in ihrer Hand und sie fragte sich, ob Mord wohl gegen die Regeln war? Dann würde sie es hier sicherlich nicht lange aushalten, wobei sie sich sicher war, dass ihr Counterpart bereits verzweifelte.

      Im Hotel angekommen hatte der Dämon nicht gelogen, es wirkte überaus luxuriös, der Eingangsbereich, selbst die Treppen und die zahlreichen Türen machten deutlich, dass das hier nicht irgendeine billige Bleibe war und mit in den Rocktaschen vergrabenen Händen schritt sie den Korridor entlang, auf der Suche nach ihrem Namen, stieß dabei mit voller Absicht mit der Schulter gegen den Mann mit der goldenen Armbanduhr an der Hand, der sich vorhin beschwert hatte, dass sie keine Zeit hätten und ignorierte seine darauffolgenden Beschwerden und Schimpftirade, hörte nicht mehr, wie er leise „Diese Jugend von heute...“ vor sich her murmelte, bevor er in seinem Zimmer verschwand und endlich fand die Schülerin, was sie suchte.
      Mirai, ihren Namen auf der hübschen Goldplakette, naja, ihrenNamen, aber offensichtlich war dieses Zimmer für sie bestimmt, der einfachen Tatsache entsprechend, dass es die einzige Tür war, die einen Namen enthielt, zumindest einen den sie sehen konnte.
      Die Brillenträgerin öffnete die Tür... nur um sie daraufhin verwundert wieder zu schließen und sie blickte sich im Korridor um, sicher gehend, dass sie sich noch immer in der Hölle befand, ehe sie die Tür ein weiteres Mal öffnete und das einzige erblickte, was Mirai in einer solchen Situation beruhigen konnte: ihr eigenes Zimmer.
      „Magie... was?“, grinste die Schülerin schief, konnte kaum glauben, was ihr Zimmer aus der Zeit, als sie noch am Leben war, hier machte, aber es konnte ihr eigentlich auch recht egal sein.
      Denn das war genau das, was sie brauchte, etwas das sie kannte, ein Stück Normalität, Vertrautheit, auch wenn hier nun wirklich gar nichts normal war.
      Mit dem Rücken ließ sie sich mit einem Seufzen auf das Bett fallen und starrte die Decke an.
      „Okay, jetzt brich mir bloß nicht zusammen.“, sprach sie zu sich selber, ehe sie ihre Brille abnahm, wie gewohnt auf ihrer Kommode ablegte und sich auf ihr Bett legte, um sich etwas auszuruhen, oder wohl eher damit sie sich etwas ausruhen konnte und im nächsten Moment wirkte sie wieder vollkommen anders, jegliche Agression war aus Mirai gewichen, während sie nach einem ihrer Kuscheltiere griff und das Gesicht darin vergrub.
      Endlich alleine, endlich keine Menschen, auch wenn sich Mirai nicht daran erinnern konnte, wie sie nach Hause gekommen war. Ein Traum, nicht wahr? Es musste ein Traum gewesen sein.

      Matthew Maisinger

      Der Schwarzhaarige schenkte der jungen, blonden Frau einen verwunderten Blick, als ob er nicht wusste, worüber sie mit ihm sprechen wollte, obwohl er es sich denken konnte. Sie schien nicht auf dem Kopf gefallen zu sein, sicherlich war auch sie bereits auf den Gedanken gekommen, dass es keine schlechte Idee sein könnte sich zu verbunden und Matthew nickte letztendlich
      Reden war eine hervorragende Idee.
      Im Hotel angekommen erwiderte er das Nicken der junge Frau, ehe er in seinem eigenen Zimmer verschwand... oder sollte er es gar eine Wohnung nennen? Der Schwarzhaarige war es gewohnt in großen Penthäusern zu leben, ein solches schien das hier auch zu sein, konnte er doch deutlich die Treppe sehen, welche nach oben führte, aber er konnte diesen Ort auch später erkunden, zunächst griff er einfach nach einem Schokoriegel, welcher mit anderen Süßigkeiten und Knabbereien auf einem weißen, viereckigen Tisch in einer Glasschüssel lagen – allgemein war die Inneneinrichtung unglaublich modern und schlicht in weiß gehalten – nahm sich ein paar Minuten Zeit diesen zu essen und seine Gedanken zu ordnen, ehe er das Zimmer wieder verließ und vor jenem der jungen Frau stehen blieb und klopfte, dass man ihn herein lassen möge.
      Es war Zeit sich Verbündete zu suchen.
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    • Jennifer Nightingale

      Als auch Jenny endlich ihr Zimmer gefunden hatte, traute sie ihren Augen nicht. Es war definitiv nicht ihr Zimmer, aber als sie noch lebte, hatte sie sich genau so eins immer gewünscht. Ein großes Himmelbett in verschiedenen Blautönen stand mitten im Zimmer, das eine dunkelblaue Decke hatte, an dem über all leuchtende LEDs angebracht wurden, dass es wie ein Sternenhimmel wirkte. Es gab ein großes Sofa, einen Schreibtisch und mit Sessel große Stereoanlage. Die Blauhaarige konnte es kaum glauben und sprang einfach in das Bett. Sie entdeckte dann einen Schalter gleich neben sich und drehte etwas daran. Damit konnte sie das normale Licht dämmen und mit dem zweiten die LEDs aufleuchten oder sogar funkeln lassen. War das wirklich die Hölle? Hier in dem Zimmer kam sie sich eher wie im Himmel vor. "Wenn es doch nur etwas zum Essen gäbe." dachte sie sich und ließ den Blick durch das Zimmer wandern. Vor dem gemütlichen Sofa stand auch ein Glastisch und auf diesem wiederum befand sich eine große Obstschale und ein Glas mit nur blauen und grünen M&M's. Sie konnte schwören, dass es das zuvor nicht hier gegeben hatte, doch beschweren wollte sie sich auch nicht darüber. So schnappte sich Jenny einen Apfel und biss genüsslich hinein. Jetzt ließ sie sich erstmal gut gehen!

      Juan Sanchez

      Juan stellte nach ungefähr zehn Minuten fest, dass etwas Komisches an den Zimmern war. Da er nie wirklich ein Zuhause hatte, in dem er sich gänzlich wohlfühlte, glich sein Zimmer auch eher ein Hotelzimmer. Doch als er sich dachte, dass es cool wäre in einem Kingsize-Bett zu schlafen, änderte das vorhandene direkt seine Form und wurde zu dem gewünschten Bett. Der junge Mann konnte seinen Augen nicht trauen und dachte nun an einen Thron, der mitten im Zimmer stehen sollte. Ein Wimpernschlag später, stand auch dieser vor ihm. "Das gibt es doch nicht." murmelte er und dachte jetzt an Spaghetti Carbonara. Auch diese erschien wundersamerweise auf dem Tisch und dampfte sogar etwa. Sofort setze sich Juan hin und aß davon etwas, wobei das Gericht ausgezeichnet schmeckte. Nachdem er aufgegessen hatte, überlegte er, ob das auch mit anderen Dingen funktionierte und dachte an eine Pistole, doch nichts passierte. Da er kein TV-Gerät hier hatte, dachte er indessen an das und siehe da, in einer Ecke stand plötzlich das Gerät. Seine Wünsche wurden also teilweise erfüllt. "Fast alles, was euer Herz begehrt…" erinnerte er sich an die Worte des Game-Master Azazel. Ob, wirklich das damit gemeint war?

      Sylvia Stein

      Die Blonde musste kurz blinzeln als sie den Raum betrat. Doch war es kein Zimmer, sondern glich mehr ihrer Wohnung. Doch auch das war nicht ganz korrekt, gab es einen Bereich, den sie eher aus dem Theater kannte: ihre Garderobe. "Was ist hier nur los?" wunderte sie sich und besah sich alles haargenau. Auf einem Silbertablett hatte man ihr ihre Leibspeise angerichtet; Bruschetta und dazu einen feinen Rotwein. Vorsichtig nahm sie eines der kleinen Scheiben in die Hand und schob es auch gleich im Ganzen in ihren Mund. "Mhmm." gab sie erfreut von sich, schmeckte das Essen wirklich hervorragend. Daher setzte sie sich etwas hin und aß sich satt. Danach wurde der Rotwein geöffnet und ein entsprechendes Glas gekippt. Da klopfte es auch schon an ihrer Türe und der schwarzhaarige Mann, mit dem sie reden wollte, stand vor ihrer Türe. Sofort trat sie zur Seite und schloss die Türe gleich wieder. "Nett, dass du gekommen bist. Ich würde sagen, wir stellen uns erstmal vor. Mein Name ist Sylvia." verriet sie ihm ihren Vornamen und reichte ihm die Hand. Der Nachname würde hier keine Rolle spielen, konnte man als Tote wohl niemanden mehr damit beeindrucken. "Rotwein?" fragte sie ihn dann und zeigte auf die Flasche, neben der nun ein zweites leeres Glas stand. Die junge Frau runzelte etwas ihre Stirn, dachte sie, dass die nur ein Glas hatte, doch dann zuckte sie nur mit den Schultern und schenkte auch in das zweite Glas etwas von dem Wein ein. Beide Gläser je in eine Hand genommen, reichte sie eines dem Dunkelhaarigen und nippte selber etwas an dem Alkohol. "So wie es aussieht müssen wir an diesen komischen Spielen teilnehmen, damit wir weiter existieren dürfen. Damit wäre es zu Beginn bestimmt nicht falsch Verbündete zuhaben." sprach sie den Gedanken an, den wohl beide gehabt haben.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Matthew Maisinger

      „Matthew. Freut mich, deine Bekanntschaft zu machen, Sylvia.“, lächelte der Mann freundlich und erwiderte das Händeschütteln der jungen Frau freundlich, welche er nicht älter als 20 schätzte, wobei, so erwachsen wie sie wirkte... 23? So oder so musste er zugeben einer Schönheit gegenüber zu stehen und nur zu gerne hätte er sich nach ihrem Beruf oder ihrem alten Leben erkundigt, aber an diesem Ort schien dies wohl keine Bedeutung zu haben und die blonde Frau schien lieber gleich zum wesentlichen kommen zu wollen, weshalb er sich den Small Talk für später sparte.
      Eine Frage kribbelte ihm besonders auf der Zunge, was war wohl die Sünde – oder die Sünden – die eine junge Frau wie sie dazu verdammten hatte in der Hölle aufzutauchen?
      Doch da er nicht bereit war eine solche Frage selber zu beantworten, schwieg er.
      Verwundert musste der Sünder feststellen, dass das Interior ihres Zimmers ganz anders war, als sein eigenes, es konnte sich kaum mehr unterscheiden und er fragte sich, wie das wohl möglich war.
      Ob alle Zimmer anders aussahen? Ob das irgendeine Bedeutung hatte?
      Sein eigenes Hotelzimmer war ihm bekannt gewesen, zumindest der Art und Weise nach, wie es aufgebaut und ausgestattet war und er schätzte, dass es hier genauso sein musste.
      „Ich könnte ein Gläschen gebrauchen.“, seufzte der Schwarzhaarige und ließ die Schultern sinken, ganz so als würde ihn die ganze Sache unglaublich mitnehmen, was es wohl auch sollte, wenn man von einem Tag auf den nächsten in der Hölle aufwachte, doch war Matthew da mehr der pragmatische Typ. Er verschwendete seine Zeit lieber darüber nachzudenken, wie er dieses lächerliche Spiel gewinnen konnte, als panisch aufgrund der Umstände zu werden.
      „Verbündete...“, murmelte der Schwarzhaarige vor sich hin, das Wein in seinem Glas betrachtend und hin und her schwenkend, als wäre er nicht selber auf den gleichen Gedanken gekommen, wollte er dieser Sylvia das Gefühl geben, dass es alleine ihre Idee war, dass sie die Oberhand hatte, dass Matthew selber keine Gefahr für sie darstellen würde, um sie unvorsichtig werden zu lassen.
      Wenn Matthew etwas konnte, dann war es andere hinters Licht zu führen.
      „Das klingt nach einer hervorragenden Idee. Wir wissen nicht womit wir es hier noch zu tun bekommen, geschweige denn wie diese Spiele aussehen mögen. Ich bezweifle, dass wir uns in Teams aufteilen und Basketball spielen müssen.“, seufzte der Schwarzhaarige, ehe er endlich einen Schluck von dem Rotwein nahm und fragte sich verwundert, ob er jemals einen besseren Rotwein getrunken hatte. Welcher Jahrgang das wohl war?
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    • Sylvia Stein

      "Freut mich Matthew." erwiderte sie mit einem charmanten Lächeln, als auch er sich ihr vorstellte. Ihre Idee, wobei sie vermutete, dass er bestimmt selber schon daran gedacht hatte, fand bei dem Schwarzhaarigen Anklang. "Sehr gut. Ich denke auch nicht, dass das hier Kinderspiele werden, noch dass wir als Team auftreten werden. Nicht, wenn der Preis nur einer ergattern kann." stimmte sie ihm zu. "Aber weißt du, was ich mir gedacht habe? Was ist, wenn auch dieser Preis ein e Lüge ist und diese Teufel sich einfach nur einen Spaß machen Menschen zu quälen?" stellte Sylvia diese Frage einfach mal in den Raum. Als Schauspielerin hatte sie schon so einige Textbücher gelesen, alte wie neue. Und natürlich gab es da auch welche mit Dämonen und Teufeln, und eben in einem Skript gab es eine ähnliche Situation. Diese Unterweltwesen wollten einfach sich nur am Leid der Seelen erfreuen und logen in allem. "Wäre es nicht clever, wenn wir einen Beweis haben wollen, damit wir wissen, ob dieser Preis überhaupt echt ist?" überlegte sie dann weiter. "Wie sieht eigentlich dein Zimmer aus?" fragte die Blonde ihn aus Interesse. Es konnte unmöglich so aussehen wie ihres. Außerdem fehlten hier die Fenster, das war ihr beim Inspizieren der Räumlichkeiten aufgefallen. Gab es dafür einen bestimmten Grund? Sollten sie einfach nicht nach draußen sehen können? Oder war es nur die Eliminierung einer Fluchtmöglichkeit? Wobei, wo sollte sie denn gehen? Sie ja in der Hölle.
      Während Sylvia sprach, betrachtete sie ihr Gegenüber etwas genauer. Matthew war ein gutaussehender Mann, ohne Frage, doch so wie alle Männer, musste er irgendetwas ausgefressen haben, dass er hier in der Hölle gelandet war. Männer waren nun mal einfach Schweine. Seine blauen Augen stachen besonders hervor durch sein dunkles Haar und sie schätzte ihn auf Anfang 30, aber nicht älter. Ober er sie erkannte, wenn sie ihm verriet, was sie beruflich mal gemacht hatte?
      "Bedien dich." merkte die Blonde dann an, und stellte die Weinflasche so hin, dass beide problemlos danach greifen konnten, um sich nachzuschenken. Wenigstens warn Kost und Logis hier ausgezeichnet, ja fast schon luxuriös.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Matthew Maisinger

      „Wenn dieser Preis eine... Lüge ist?“, runzelte der Mann die Stirn, über die Worte der Blonden grübelnd, aber sie könnte recht haben. Wer sagt, dass diese Worte nicht gelogen waren? Dieser Dämon hatte ihnen angeboten auszusteigen, was jedoch nichts weiter als eine Lüge war, da diese Möglichkeit offenbar nicht bestand, oder er nicht bereit gewesen war sie ihnen zu geben. Wer sagte, dass der Preis selbst dann nicht auch eine Lüge war?
      „Ein Beweis... aber was könnte ein solcher Beweis sein? Wie könnte dieser aussehen?“, grübelte Matthew vor sich hin, unschlüssig, aber das wäre dann wahrscheinlich das Problem dieser Dämonen... was?
      „Hm? Meine Zimmer? Möchtest du es sehen?“, lächelte der Schwarzhaarige charmant und machte sich nichts daraus die stumme Frage hinter seinen Worten zu verbergen.
      „Es ist ein Penthouse, modern, in weiß, nicht gerade gemütlich aber groß und luxuriös.“, erzählte er dennoch, während er nach der Flasche griff um sein Weinglas wieder aufzufüllen.
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    • Sylvia Stein

      "Ein ganzes Penthouse? Da lässt sich einer aber nicht lumpen." lachte Sylvia leise und nippte an ihrem Rotwein. "Hmm. Wer weiß? Vielleicht." antwortete sie mit einem koketten Zwinkern. "Aber kommt es dir denn bekannt vor? Ich meine das Penthouse. Denn meine Räumlichkeiten hier kenne ich. Es ist irgendwie eine Mischung aus meinem Appartement und meiner Gardarobe, als noch gelebt habe." erklärte sie ihm, damit Matthew verstand, auf was sie genau hinaus wollte. Dies aber auszusprechen, zu akzeptieren, dass sie nun tot war, hinterließ einen bitteren Nachgeschmack auf ihrer Zunge. Nach dem sich der Dunkelhaarige sich ein weiteres Glas eingeschenkt hatte, ergriff auch sie die Flasche und schenkte sich nach. "Schade. Dieser Bordeaux war sehr schmackhaft." gab die Blonde mit einem Seufzen von sich und schwenkte den letzten Rest etwas hin und her, dass auch ihr Gast die wenige Flüssigkeit gut erkennen konnte. "Eine weitere Flasche wäre nicht schlecht." gab sie laut kund und stellte die Weinflasche wider ab. Just indem Moment, als der Boden die Tischplatte berührte, stieg plötzlich der Flüssigkeitsstand in der Flasche wie aus Geisterhand wieder an. Erschrocken zog Sylvia ihre Finger zurück und beobachtete mit Argwohn, was da gerade vor ihren Augen passierte. "Sag mir bitte, dass du das auch gerade gesehen hast." sprach sie Matthew mit einem leichten Zittern in er Stimme an. Was ging hier nur vor?
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Matthew Maisinger

      Natürlich kam ihm das Penthaus bekannt vor, er hatte in eben einem solchen – oder ähnlichen – die meiste Zeit seines Lebens gelebt, wer würde schon ein simples Quartier oder idyllisches Haus dem ganzen Luxus vorziehen? Doch Matthew war sich nicht sicher, ob er das so einfach zugeben sollte, vielleicht wäre es besser eine eher unscheinbare Persönlichkeit zu spielen, denn wer wusste schon wer diese Frau in ihrem früheren Leben gewesen ist? Eine Garderobe schien jedoch nichts zu sein, was gewöhnliche Leute besaßen.
      Wie auch immer, er würde sich wohl eine Persönlichkeit andichten müssen und für den schwarzhaarigen war nicht leichter als das. Nur schade, dass er noch nicht genug über Sylvia wusste, um sein Profil dem ihren anzupassen.
      „Nun, ja. In der High School war ich mit einem Kerl mit reichen Eltern befreundet und der hat uns alle zu seinem Penthaus eingeladen. Wie es scheint hab ich mich in der Bude wohler gefühlt als Zuhause.“, antwortete Matthew amüsiert über seine eigene Aussage und prostete der blonden Schönheit zu, ehe er seinen Wein trank, welcher tatsächlich herausragend schmeckte.
      „Wie kommt es, dass du zu Lebzeiten eine Garderobe hast? Sitze ich hier womöglich nicht nur einer schönen Frau, sondern gar einer Berühmtheit gegenüber?“, erkundigte sich der Schwarzhaarige und schien offensichtlich nicht mit Komplimenten zu geizen. Sylvia, Sylvia, Sylvia... hatte er diesen Namen nicht schon einmal gehört? Nun, sicherlich hatte er das, sie war sicherlich nicht die einzige Person auf dieser Welt mit diesem Vornamen, zu gerne hätte er sich nach ihrem Nachnamen erkundigt, doch wenn sie ihm diesen hätte nennen wollen, hätte sie das sicherlich schon vorher getan.
      Selbstverständlich war auch ihm nicht entgangen, wie sich der Pegel der Flasche mit einem Mal angehoben hatte und sie so voll da stand, als hätten sie beide sie nie zuvor berührt und keinen einzigen Schluck getrunken, was offensichtlich nicht der Wahrheit entsprach.
      „Ich habe es auch gesehen.... wäre es nicht wundervoll wenn wir gleich zwei Flaschen da hätten?“, betrachtete Matthew zunächst nachdenklich die Weinflasche, ehe er den nächsten Satz wie beiläufig von sich gab, doch auch wenn er sich umsah, entdeckte er nirgends eine zweite Flasche. Ob das womöglich die Gabe war, von der die Dämonen gesprochen hatten? War Sylvia in der Lage durch ihre Worte... Dinge geschehen zu lassen?
      „Würdest du dir nicht auch eine weitere Flasche wünschen?“, gab er mit einem vielsagenden Lächeln von sich, in der Hoffnung seine Theorie damit bestätigen zu können.
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    • Sylvia Stein

      Gut, sie war nicht verrückt, aber sie runzelte etwas die Stirn, als sie Matthew sagen hörte, dass es doch schön wäre zwei Rotweinflaschen hier zu haben. “Nun, ich …” fing Sylvia anzusprechen, als sich dann minimal ihre Augen weiteten, da sie verstand, worauf er hinaus wollte. “Ja. Eine zweite Weinflasche wäre wunder voll, genauso wie süße, kernlose Trauben.” äußerte sie ihren Wunsch. Wie von Zauberhand erschien wie aus dem Nichts ein weiterer Rotwein und zusätzlich noch eine Schale mit grünen und roten Trauben. Mit spitzen Fingern zupfte die Blonde eine davon ab und nach kurzem Zögern, steckte sie diese auch in ihren Mund und biss darauf. “Die sind ja wirklich kernlos und schmecken auch noch wirklich sehr gut.” dachte sie sich verwundert und nahm eine weitere Traube in den Mund. Wie konnte das nur sein? War das vielleicht ihr Talent, ihre Gabe? Oder hatte das alles eher einen anderen Grund. Sylvia sah wieder zu Matthew und lehnte ihren Kopf etwas zu Seite, als sie nachdachte. “Wie wäre es, wenn du mir dein Zimmer zeigst. Vielleicht gibt es dort auch Trauben und Wein?” sprach sie den Schwarzhaarigen an. “Und um auf vorhin zur Sprache zukommen, so berühmt war ich wohl doch nicht, wenn man mich nicht gleich erkennt.” gab die junge Frau schlagfertig von sich. Wenn man sich im Theatergeschäft nicht auskennt, dem würde der Name Sylvia Stein auch nichts sagen. Zwar wurde sie hier und da mal auf einem Magazin abgebildet, oder war sogar in der ein oder anderen Werbung zu sehen, doch mit den Stars am Hollywood-Himmel konnte sie bei weitem nicht mithalten. Auch wenn sie das gerne gekonnt hätte. Sylvia stand dann auch auf und ging an die Türe zum Flur, wo sie auf ihren Gast wartete. Sie mussten diese Theorie unbedingt überprüfen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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