Dead or a vamp? [Cyrus & Icecold]

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    • Dead or a vamp? [Cyrus & Icecold]


      Jiyong

      Er wusste gar nicht, wie viele Tage er schon unterwegs war. Doch für den Moment war total froh, dass er diese abgelegene Tankstelle gefunden hatte. Die Fenster war zwar bereits eingeschlagen und ein nicht unerheblicher Teil der Vorräte geklaut, doch auf dem Boden des Tankstelleninnengebäudes fanden sich doch noch ein paar Materialien, die er für die nächsten Wochen sicherlich gebrauchen könnte. Sein Blick glitt durch die Regale, sodass er unvorsichtig eine Konservendose mit dem Fuß trat und diese über den gefliesten Boden rutschte. Das Geräusch dabei war nur das geringere Problem, denn die Dose knallte lauter gegen ein Metallregal. "Mist", fluchte er leise und blieb kurz wie paralysiert stehen, um zu sehen, ob in dem kleinen Gebäude ein Vampir war, der nun ggf. auf ihn aufmerksam geworden war. Doch nichts. Er sah niemanden. Er biß sich mit seinen spitzen Eckzähnen auf die Unterlippe und zog das Tuch, das seinen Mund verdeckte, etwas höher.

      Als er sich gerade wieder den auf dem Boden liegenden Materialien zuwenden wollte, erblickte er hinter der Kasse einen Menschen. Er starrte diesen an und dieser starrte ihn an. Wo kam der her, fragte sich der Mann und wagte es nicht den Typen aus den Augen zu lassen. "Hey, wir müssen uns hier um nichts prügeln. Du nimmst, was du brauchst und ich das, was ich brauche, ok?", fragte er den Jungen und umgriff den Schlagring in seiner rechten Hand fester. Jiyong war immer auf das Schlimmste vorbereitet. Diese Apokalypse hatte aus den Menschen wahrlich Monster gemacht und damit meinte er nicht das Virus, sondern deren verhalten. Viele Leute klauten sich untereinander die Vorräte und Gangs zogen plündernd durch die verlassenen Gegenden. Jiyong hingegen wollte mit all dem nichts zu tun haben, viel zu sehr ärgerte ihn seine eigene Naivität, die ihm diesen Virus eingebracht hatte.

      Ein lautes Motorengeräusch ließ den Koreaner aufhorchen. Durch seinen Virus war er nicht nur stärker sondern seine Instinkte waren bedeutend geschärfter als die eines Menschens, sodass er auf die Kasse zu rannte, hinter der junge Mann stand. Er sprang über den Tresen und griff den Jungen mit sich und zog ihn unter den Tresen. Er legte ihm die Hand auf den Mund. Dieser versuchte etwas zu sagen, doch Jiyong machte nur ein "Psssch!" Ehe man schon hörte, dass ein Wagen vor der Tankstelle ankam.
      "Hallo? Hallo? Jemand hier?", fragte eine Stimme. Jiyong sah hinunter zu dem anderen und schüttelte leise den Kopf. Würde er jetzt etwas sagen, wäre es wohl sein Todesurteil. Die Person, die in die Tankstelle gerufen hatte, schien sich umzudrehen und sprach zu einer Gruppe. "Alles klar. Seht zu, dass ihr den Wagen betankt bekommt. Ich suche hier drinnen nach etwas Brauchbarem" Die Person schien die fast leeren Regale abzusuchen.

      Jiyong spürte so nah mit dem Menschen an sich, dessen Puls und musste sich kräftig auf die Unterlippe beißen. Er hatte seit Tagen nichts mehr getrunken, um seine Vorräte nicht zu schnell aufzubrauchen. Reiß dich zusammen, wies sich Jiyong selbst zurecht, ehe ein lauter Knall ihn aus dem Gedanken riß. "Boohja! Kaugummis!", rief die Stimme, die gerade einen Kaugummi-Automaten zu Boden gerissen hatte und die Süßigkeiten aufsammelte. Anschließend richtete sich die unbekannte Person auf und ging bis zum Tresen. Würde sie nun wie Jiyong über den tresen springen, würden die beiden wohl auffliegen. "Hey da hängt ja eine Knarre!", sprach die Stimme und schwang sich über den Tresen, um zum Kasten hinter der Kasse zu gelangen.

      Die Person landete und es stellte sich als ein Mann heraus. Jiyong musterte diesen kurz und nutzte dann seinen Moment, er griff nach dem Bein des Mannes, drehte es laut knackend und um sprang auf diesen. Er hielt ihm den Mund zu, ehe er sein Tuch abnahm und seine Zähne tief in den Hals des Mannes bohrte. Dieser schrie unter Jiyongs Hand, jedoch verstummten die Schreie. Der Plünderer zappelte wild bis Jiyong sämtliches Blut aus ihm getrunken hatte. Er leckte sich den Mund sauber und sah dann den ängstlichen Blick des Jungen unterhalb des Tresen. "Bleib still. Ich tu dir nichts!", flüsterte er ihm zu, ehe er hörte, wie die anderen Typen in den laden kamen. "Hey, Tamaro? Tamaro? Was ist?"

      Jiyong richtete sich auf. "Verpisst euch, wenn ihr nicht wie Tamaro enden wollt", raunte er die beiden anderen Typen an. Keiner von ihnen hatte eine Schusswaffe. Das war dämlich von ihnen. "Oder soll ich euch auch noch aussaugen?", fragte Jiyong und leckte sich über die Lippe. "Scheißvampir!", raunte einer von ihnen. Jiyong sah unauffällig nach unten und deutete dem Jungen zu gehen. Nun waren die Typen abgelenkt. Jiyong würde wohl mit ihnen klarkommen. Das war für ihn keine neue Situation, dass er einen Plünderer erledigt hatte und die anderen dann wütend war. Sollten sie doch froh sein, nun können sie ihren Kollegen immerhin in Ruhe plündern. Jiyong spürte die Anspannung im Raum.
      "And on the pedestal these words appear
      ‚My name is Ozymandias, king of kings
      Look on my works, ye Mighty, and despair!‘

      Nothing beside remains. Round the decay
      Of that colossal wreck, boundless and bare
      The lone and level sands stretch far away."

      ~ "Ozymandias" by
      Percy Bysshe Shelley
    • Arima Akibane:

      Der Blonde konnte mal wieder eher weniger Atmen in diesem Moment - er musste eben schon flüchten, er hatte sich mit einer Gruppe von irgendwelchen Idioten angelegt gehabt und somit war er froh, einen Ort gefunden zu haben, wo er rein konnte.
      Sich einfach verstecken konnte.
      Mehr wollte er gar nicht, er wollte einfach nur kurz Ausruhen. Das er hier in eine "Goldgrube" in manchen Augen von Personen.
      Tief atmete er durch, als er die Gasmaske von seinem Kopf gezogen hatte. Kurz strich er sich über den Blonden Schopf und musste sich kurz ausruhen, weshalb er sich kurz an die Brüchige Wand hinter sich lehnte und sich auf den Hosenboden sinken ließ.
      "Verdammt...bisher war es noch nie so knapp gewesen. Ich sollte mich vielleicht doch wieder einer Gruppe anschließen. Sonst werde ich noch von denen einfach abgeschossen" meinte er grummelnd und kramte kurz in seiner Tasche.
      Er hatte eine kleine Panikattacke gehabt gehabt und so nahm er eine der Pillen ein.
      Zum Glück war er doch ziemlich schnell gewesen. Und deren Bikes konnten nicht in Ecken kommen, wo er gerade so durchhuschen konnte. Aber wahrscheinlich war es seine Schuld, dass diese Idioten auf dieses Gebäude aufmerksam wurden.

      Der Blondhaarige hörte nach ein paar Minuten Schritte, aus diesem Grund hatte er auch schon sein Klappmesser gezogen gehabt. Seine Augen verengten sich Automatisch und er wirkte nicht sonderlich begeistert, dass nun ein Fremder in das Gebäude kam.
      Kurz hoffte Arima, dass der Kerl ihn nicht bemerkte hatte.
      Doch hatten sie nach kurzer Zeit trafen sich ihre Blicke - leise zischte er. Das konnte nun wirklich nicht wahr sein.
      Denn das Letzte was er wollte war, dass er sich nun mit irgendeinem Kerl anlegen musste. Dafür hatte er im Augenblick nicht einmal die Kraft dazu. Kurz knurrte sein Magen und direkt legte er seine Hand auf den Magen um das Knurren etwas zu unterdrücken.
      "Verflucht.." zischte er leise - das war nun etwas, was er gar nicht gebrauchen konnte.
      In den letzten Tagen hatte er nun einmal nicht viel zu essen bekommen gehabt, die Situation wurde von Mal zu Mal problematischer, was Nahrungsbeschaffung anging...

      Leicht hatte der junge Mann seine Hände hochgehalten um zu beschwichtigen, dass er auch nicht Lust auf irgendeine Prügelei hatte. Denn die Kraft hatte er aktuell nicht einmal gehabt. Er war froh, dass er sich gerade noch auf den Beinen halten konnte.
      "Ich möchte nicht einmal etwas. Ich will mich nur kurz ausruhen" erklärte er ihm dann auch recht knapp, schließlich wollte er dem Anderen nun nichts wegnehmen und sobald er wieder ordentlich Luft bekam, würde er sich auf den Weg machen.
      Doch er kam nicht einmal dazu, sich irgendwie Auszuruhen, als er dann auch schon von dem Fremden durch die Gegend geschliffen wurde und schlussendlich vollkommen verwirrt mit ihm unter dem Tresen hockte.
      Im ersten Moment wollte er ihm in die Hand beißen - doch in dieser Zeit konnte man nie sagen, was für Krankheiten jemand in sich hatte und so blickte er ihn kurz panisch an, doch verengte er die Augen wieder.
      Das der Fremde ihn nun so anpackte, gefiel ihm gar nicht - doch bevor er irgendwelche Handlungen ausführen konnte, hörte er dann auch schon eine Stimme.
      Kurz blickte er zu dem Fremden bei sich unter dem Tresen und kurz nickte er - gut, er wollte wirklich nichts sagen oder ähnliches. Schließlich kannte er diese Stimme. Es war einer von seinen Verfolgern gewesen.
      Auf diese Leute hatte er wirklich keinerlei Lust gehabt. So gar nicht.

      Kurz hatte Arima die Augen geschlossen gehabt, doch in diesem Moment passierte es, dass der Andere dem Kerl ans Bein griff und ihn einfach umbrachte. Kurz wurde der junge Mann kreidebleich, schließlich hatte er es wohl gerade mit einem Vampiren zutun gehabt.
      Verflucht...er hätte dieses Monster abstechen sollen, als er die Zeit dafür hatte...aber dann wäre er ins Visier der Gruppe gekommen.
      Leise zischte er und biss sich auf die Unterlippe - dieser Kerl war ein Monster.
      Ein krankes Monster!

      Doch wusste er nicht wirklich, wie er nun unbemerkt wegkommen könnte.
      Schließlich war der Laden durch die Plünderungen doch ziemlich leer - und er müsste zur Hintertür kommen. Diese hatte er für den Notfall geöffnet gehabt, denn er war nun einmal sehr Vorsichtig.
      Dennoch war er auf diese Situation nicht vorbereitet gewesen - ein Vampir und eine Gruppe von brutalen Plünderern.
      Wo war er hier bloß reingekommen. So atmete er tief durch.
      War einige Zeit durch den Raum des Ladens gekrabbelt und war, als er einigermaßen aus dem Blinkwinkel verschwunden war, da hatte er sich auch schon gegen die leeren Regale gedrückt gehabt und so waren sie wie Dominosteine auch schon gekippt gewesen.
      Die Tür nach außen wurde somit komplett blockiert gewesen, mit zweien würde er wahrscheinlich locker klar kommen.
      Demnach war Arima dann auch schon durch die Hintertür raus und setzte sich automatisch auch schon die Gasmaske auf.
      "Verdammt...nun muss ich mir ein neues Versteck suchen..." meinte er grummelnd.
      So war er durch mehrere Gassen gerannt gewesen, bis er schlussendlich langsamer wurde und sich kurz an eine der Wände lehnte.
      Diese verdammte Situation hatte ihn nun doch mehr als nur fertig gemacht.
      Er wollte niemanden mehr vor seinen Augen sterben sehen...und nun ist es wieder passiert.
      Auch wenn dieser Kerl das größte Arschloch war... einen solchen Tod hatte niemand verdient gehabt. Und dennoch war er froh, dass es ihn nicht erwischt hatte. Denn wer konnte wissen, wann dieser Vampir das letzte mal etwas gegessen hatte.
      Denn wahrscheinlich wäre er die nächste Mahlzeit gewesen.

      "Ich sollte weiter..." meinte der junge Mann, welcher Kreidebleich unter der Gasmaske war.
      Denn er wollte nicht, dass dieser Vampir ihn irgendwie verfolgen konnte...oder diese Typen es auf ihn abgesehen haben.
      Diese Welt war nun einmal zu gefährlich, um sich etwas auszuruhen. Eine Pause konnte tödlich enden.
      Man musste immer auf der Hut sein...sonst war man schneller Tod, als es einem lieb war.

      [..............Play with me~...............]
      [.....Auf der Suche nach DIR!....]
    • Jiyong

      Der Blonde stieß bei seiner Flucht einige Regale um, sodass es durch den Vorderausgang keinen Ausweg gab. Jiyong rollte die Augen. Panisch stürmte einer der beiden Plünderer auf ihn zu. Gekonnt schaltet Jiyong diesen aus, indem er ihn mit wenigen Handgriffen das Genick brach. Der zweite zitterte nun panisch. Jiyong hob die Augenbraue. Er zog sich die Maske wieder über sein Gesicht, richtete seinen Rucksack und ging auf den anderen typen zu. "Buh!", fuhr er diesen an, der vor Schreck gegen ein Regal hinter sich lief und umstürzte. "Mach endlich etwas Vernünftiges aus deinem Leben, Arschloch", wies er den verängstigten Plünderer an, ehe Jiyong das Gebäude durch denselben Ausgang wie der Blondschopf verließ. Davor jedoch hatte er eine Pillenbox, die der blonde Kerl gerade verloren hatte bei seiner Flucht, aufgehoben. Draußen angekommen atmete Jiyong kurz tief durch, ehe er die Spuren im sandigen Boden sah.

      Sollte er, sinnierte der Koreaner kurz und sah auf die Pillenbox in seiner Hand. Er hatte schon so viele Leben zerstört, vielleicht könnte er nun mal eines retten? Er umklammerte die Box fester und beschloß der Spur im sandigen Boden zu folgen. Sie führte in bald tiefer in eine Großstadt. Die Spuren führten immer mittig der Straße bis sie auf einmal in eine Seitengasse abbogen. Dort angekommen, erspähte Jiyong den Jungen vorhin. Auch wenn er eine Maske trug, wusste Jiyong anhand der Kleidung, dass es der Typ von vorhin war. "Du hast deine Pillen verloren", meinte Jiyong und wackelte mit der Box in seiner Hand. "Vermutlich wirst du sie brauchen", überlegte er laut und ging nah auf den Blonden zu. Jiyong hatte sich Angst abgewöhnt. Natürlich könnte der Blonde ihn gleich erschießen, doch dazu hatte er bereits die Chance gehabt und nicht genutzt.

      "Tut mir übrigens leid, dass du das mit ansehen musstest", erklärte Jiyong reumütig, da er es hasste, wenn er sich selbst nicht unter Kontrolle hatte. "Ich vermeide es vor Menschen jemanden auszusaugen. Es ist schrecklich. Leider habe ich mich aber ... aber nicht immer so gut unter Kontrolle." Jiyong sah betreten zur Seite. Er fragte sich, ob er jemals seine Instinkte richtig selbst kontrollieren könnte. Bisher hatte dies immer besser funktioniert, wenn er in einer Gruppe unterwegs war. Doch dann steigt auch das Risiko, dass er Gefallen an dem gegenüber findet und von him trinken möchte. "Was hältst du davon, wenn wir ein Stück zusammen gehen?", brach es damit aus Jiyong heraus. "Ich kann mich meist besser kontrollieren, wenn ich nicht alleine bin. Und vielleicht kommt man zu zweit auch etwas weiter."

      Richtig erklären konnte er sich nicht, wieso er die Frage laut ausgesprochen hatte, doch nun stand sie im Raum. "Ich werde dir auch nichts tun, habe mein Blut dabei", erklärt er beschwichtigend und zeigte auf seinen Rucksack, an dem auch der metallene Baseballschläger hang. Innerlich konnte Jiyong jedoch auch nicht abstreiten, dass irgendetwas an dem Blonden sein Interesse geweckt hatte. Was es genau war, konnte er noch nicht sagen, aber seine Intuition verriet ihm, dass er mit dem Blondschopf gehen soll.
      "And on the pedestal these words appear
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      ~ "Ozymandias" by
      Percy Bysshe Shelley
    • Arima Akibane:

      Der 28ig-jährige Mann atmete tief durch, so wie es die Gasmaske gerade zuließ und schloss die Augen einen Moment.
      Er musste sich bei Zeiten wirklich ausruhen. Denn wenn es so weiter ging, dann würde er noch Fehler machen und dann würde er diese Woche eindeutig nicht mehr überleben. Schließlich hatte er schon genug Glück als Verstand in seinem Leben gehabt.
      Kaum hatte er sich wieder in Bewegung gesetzt gehabt, da hörte er dann auch eine Stimme. Eine Stimme die er doch noch von eben kannte und so zuckte er stark zusammen. Leicht wandte er sich um und blickte dann auch schon zu dem Mann.
      Ihm gefiel es gar nicht, dass dieser ihn direkt gefunden hatte.
      Das war sehr unangenehm und kurz schnürte es ihm sogar sein Hals zu.

      "Wie..." sprach er und kramte dann auch schon etwas erschrocken in seiner Umhängetasche herum - das konnte nicht wahr sein! So ein Mist aber auch. "...nun, da hast du recht."
      So wirklich zugeben wollte er es nicht, dass er diese Pillen brauchte. Nicht unbedingt zum täglichen Überleben, aber wenn er Panikattacken hatte, würde es sonst sehr unschön sein. Viele hatte er mittlerweile nicht mehr.
      Daher musste er sie wirklich wiederbekommen...
      Doch war er ein paar Schritte zurück gegangen, als der Andere so auf ihn zukam. Schließlich konnte man einen Vampiren nie vertrauen. Erst recht nicht solch einen, der ohne wirkliche Skrupel jemanden umbrachte.

      "Dieser Mann hat dir nicht einmal etwas getan. Vielleicht hatte er eine Familie noch zu versorgen. Du hast ihn jedoch ohne mit der Wimper zu zucken umgebracht. Mit Sicherheit hättest du mich ebenfalls umgebracht, wenn ich im falschen Moment dagewesen wäre. Dementsprechend kann ich dir nicht glauben" erklärte er.
      Dennoch hatte dieses Monster ihn gerettet gehabt und es wäre wirklich besser, wenn sie vielleicht im Team bilden würden. Konnte er ihn wirklich trauen - nun er hatte ihm die Medikamente zurück gebracht.
      Da konnte er wirklich dankbar sein - und er hatte ihm von diesen Idioten gerettet, auch wenn der Andere es wohl nicht wusste.
      Wie sollte er es auch nur ahnen, dass diese Idioten erst vor kurzem hinter ihm her waren.

      "Du vermeidest dich Menschen auszusaugen, aber kaum 2 Minuten später als wir uns Treffen, da bringst du jemanden um und saugst ihn aus. Da merkst du wohl selbst, dass ich dir wohl eher weniger vertrauen kann" erklärte er ihm.
      Dann hatte er ihm auch schon die Tabletten abgenommen gehabt, da er mittlerweile die letzten zwei Schritte wieder auf ihn zugekommen war. Schließlich brauchte er sie wirklich.
      Tief atmete er durch, blickte kurz zur Seite, sah den Anderen dann auch schon wieder an.
      "Nun, aber da ich derzeit mich eh an eine Gruppe hängen wollte und bisher nicht die Chance hatte, würde ich dich dann an meiner Seite haben wollen. Nun nicht wirklich wollen, aber man hängt sich auch an das letzte Grashalm" meinte er dann auch schon und schloss die Augen einen Moment.

      "Aber machst du irgendwelche Anstalten, mich beißen zu wollen oder ähnliches, würde ich dich dann gern bitten zu gehen. Schließlich habe ich kein Vertrauen in irgendwelche Vampire." meinte er grummelnd.
      Denn er hatte schon zu viel durchgemacht mit Vampiren und nun einen Vampir an seiner Seite zu haben... das würde wirklich verdammt anstrengend werden. Doch hatte der Andere etwas gut bei ihm und so würde er wohl irgendwann als Mahlzeit für diesen Mann enden.
      Nun ja, dann hatte er wenigstens irgendeinen Sinn in seinem Leben erfüllt gehabt.
      Schließlich war er nun der letzte, welcher von seiner Familie noch lebte...

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    • Jiyong

      Der junge Vampir spürte die Distanz und das Misstrauen seines Gegenüber. Er sprach sogleich auch seine Zweifel aus und Jiyong nickte daraufhin bedenklich. "Hätte er die Waffe genommen und auf dich gezielt ... wäre dir das lieber gewesen? Ich für meinen Teil möchte hier draußen nicht draufgehen. Dazu werde ich jede Chance nutzen, mich zu verteidigen. Dies ist natürlich nur mein letztes Mittel. Aber verurteile mich deswegen nicht. Ich werde hier bloß nicht als Leiche enden", erklärte der Koreaner ruhig, während ein kräftiger Wind durch die Seitenstraße peitschte und den Staub unter ihren Füßen aufwirbelte.

      "Ich werde dich nicht beißen", meinte Jiyong ernst und sah dem Blonden vor ihm direkt in seine Augen. "Ich ziehe es sowieso lieber vor ihm Verdeckten zu bleiben. Als Vampir lenkt man sowieso schon genug Aufmerksamkeit auf sich.", rollte der Schwarzhaarige die Augen. "Jedoch scheue ich vor keiner Konfrontation zurück, wenn sich mir jemand in den Weg stellt", zuckte er mit den Schultern und erinnerte sich an seine Zeiten im Boxring. Kur musste er schwach lächeln, was man durch das dunkle Tuch vor seinem Mund nicht sah. Jiyong war sich manchmal selber nicht sicher, ob er sein neues Dasein schrecklich oder schrecklich schön finden sollte. Denn ab und zu fand er Gefallen an seinen neuen Fähigkeiten und war sich nicht sicher, ob er diese wieder aufgeben wollen würde.

      Jiyong schüttelte den Kopf und sah zu dem Blonden. "Vielleicht sollten wir uns besser einen Unterschlupf für die Nacht suchen?", warf er in den Raum und sah dann nach links und rechts. Es würde hier genug eingefallene Gebäude geben, in denen sie die Nacht sicher und in Ruhe verbringen könnten. Der Himmel verdunkelte sich allmählich, sodass die Zeit, die ihnen zu Verfügung stand, davon rannte. "Vielleicht sollten wir das Gebäude an der Ecke abchecken", erklärte Jiyong und deutete über seine Schulter. Als er dem Typen hierher gefolgt war, war er an einem alten Hotel vorbei gekommen. Die vordere Glasfront war zersprungen und beschädigt, aber im Inneren würden sie sicherlich eine bequeme Suite finden, in der sie die Nacht verbringen könnten.

      Der Koreaner sah zu dem Blonden. "Du wirst mir wohl ab hier etwas vertrauen müssen, zumindest wenn du diese Nacht schlafen willst. Ich habe etwas dabei, falls ich durstig werden sollte", erklärte der Vampir ehrlich und deutete auf den Rucksack auf seinem Rücken, in welchem sich einige Blutkonserven verbargen. "Und nun sollten wir aufbrechen, ehe diese elendigen Vampire aus ihren Löchern kommen", raunte der Schwarzhaarige und sah seinen Gegenüber dann auffordernd an.
      "And on the pedestal these words appear
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      Nothing beside remains. Round the decay
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      ~ "Ozymandias" by
      Percy Bysshe Shelley