Children of the stars [Asphyxia&Caili]

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    • Children of the stars [Asphyxia&Caili]

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      Story
      Vor langer, langer Zeit, nun, eigentlich gar nicht so lange, gab es ein nettes, freundliches Mädchen auf dieser Welt. Manch einer würde gar sagen, sie war zu lieb für diese schreckliche Welt, andere würden sie gar als naiv beschimpfen, doch sie wusste, wie sie diese Welt durchschreiten wollte, wie sie in Erinnerung bleiben wollte und die Waise beschloss eine Reise anzutreten.
      Auf dieser Reise begegnete sie vielen Menschen, einer mitleiderregender als der Andere, doch half das Mädchen jedem einzelnen dieser Personen, bis sie letztendlich ihr letztes Hab und Gut hergab.
      Ohne jeglichen Besitz, alleine mit ihrem goldenen Herz ausgestattet, blickte eine gütige Göttin herab, sah, was das Mädchen getan hatte und was sie sah, gefiel ihr.
      So berief sie das Waisenmädchen selber zu einer gütigen Göttin zu werden, als Schutzgöttin aller Bedürftigen zu dienen und so schenkte sie den Kindern dieser Welt Gaben.
      Gaben, mit denen sie ihrem trostlosen Leben entkommen konnten, oder gar nach ihrem Vorbild gutes vollbringen.
      Und lass dir nichts von anderen einreden, mein Kind.

      Dieses Märchen machte recht schnell die Runde in den Armenvierteln dieser Welt, in welcher die Schere zwischen reich und arm größer war, als eine tiefe Schlucht und mit jedem Tag schien die Macht der reichen und Adeligen zu wachsen, während die armen immer weniger zu essen fanden und dennoch für jene in den Oberschichten bis an ihr Lebensende schuften mussten.
      Doch war dies nicht einfach nur ein Märchen, nein, es entsprach gar wahren Begebenheiten, den überall hatten Menschen begonnen besondere Fähigkeiten auszubilden und zu entdecken, wo sich arme Seelen fanden, die die extra Hilfe gebrauchen könnte, doch brachte dies nicht nur gutes mit sich.
      Aufrührerische Stimmen erhoben sich, arme und zerrüttete Seelen, die die Schreckensherrschaft der Adeligen nicht mehr aushalten konnten, Stimmen der Rache und des Frustes wurden laut, diese aus Güte gewonnen Fähigkeiten zur Gewalt zu nutzen, wenn auch unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit, doch heiligte der Zweck immer die Mittel?
      Auf der anderen Seite erhoben sich die Stimmen der Kirche, welche verkündeten jenes Mädchen sei zum Teufel geworden, nicht zu einer Göttin, wie die Unterschicht glauben wollte und so spalteten sich die Meinungen der Menschen und Chaos war vorprogrammiert.
      In diesen Zeiten lebte X, eine Person mit Gerechtigkeit im Herzen, welche sich der Organisation Sternentaler anschloss, welche es sich zur Aufgabe gemacht hatte den Adel, diese strikte Hierarchien zu stürzen, welche ihnen das Leben unnötig schwer machten und ihre erste Aufgabe wartete nicht lange.
      Denn Y, eine adelige Person, welche der Polizei dieser Zeit angehörten und eine recht hohe Position in dieser Inne hielt, suchte nach eben einem dieser Personen, welche einen Sternentaler an ihrem Körper trugen, was sie als Besitzer eben jener besonderen Fähigkeiten auszeichnete, um diese als Assistenten einzustellen, um ihm/ihr zu helfen Verbrecher zu fangen, welche ebenfalls Fähigkeiten besitzen, gegen welche Y nicht einfach so ankommen kann, oder gar aufrührerische Gruppen im Keim zu ersticken.
      Um Informationen über die Oberschicht zu sammeln meldet sich X für eben jene Position, doch zu X Verwunderung scheint Y nicht so zu sein, wie er/sie sich eine Person vom Adel vorstellte, begann gar Sympathie für diese Person zu verspüren, was auf Gegenseitigkeit zu beruhen schien, doch konnte oder würde sie ihre Ambitionen einfach so verraten können? Oder könnte gar Y X bei seinem/ihren Vorhaben helfen und dieses unfaire System von Innen heraus ändern? Let's find out!

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      Alaina "Ally" Shepard : @Asphyxia
      Alastor "Marx" van Greyhem : @Cailemia
    • Alaina "Ally" Shepard

      Gierig sog sie die frische Luft ein. Es war das erste Mal in ihrem Leben, dass sie saubere Luft einatmen durfte. Die ganze Zeit über hatte sie die verunreinigte Luft des Bezirkes zu sich genommen, welche ihre Lunge mit schädlichen Stoffen benetzte. Der Duft von illegalen Substanzen, Leid und Tod waren ein ständiger Begleiter. Doch niemals hatte sie nur einen Gedanken daran verschwendet, dass die unterschiedlichen Lebensbedingungen zwischen Arm und Reich sich so weit auseinander streckten. Konnten sich überlebenswichtige Aspekte, die von den Göttern geschenkt worden waren, dermaßen von Person zu Person unterscheiden? Der Hass in ihrem Herzen gegenüber der gesamten Welt breitete sich aus. Doch würde sie nicht länger an Hass und Kummer verzweifeln, denn schon bald würde sie zum Sturz der Adeligen und der Kirche beitragen. Schon bald würde Alainas Familie in einer prächtigen Villa leben und es sich ihr Leben lang gut gehen lassen. Daran hatte sie keine Zweifel.
      Ihr Blick richtete sich nun auf das große Anwesen vor ihr. Hier würde sie eine Zeit lang unter ihren Feinden leben, um diese auszuspionieren. Eine Mission, die sie anfänglich verweigert hatte als Deacon, ihr Vorgesetzter, sie ihr präsentiert hatte. „Zu gefährlich“, hatte sie ihn abgewimmelt. Doch er wusste genau, wie er sie auf seine Seite ziehen konnte. „Du bist die Einzige mit genügend Erfahrung. Und deine Kraft würde sich in solch einer Situation bestens anbieten. Aber wenn du nicht willst, schicke ich eines der jüngeren Mitglieder.“ Und so war sie in jener Situation gelandet. Ihr Beschützerinstinkt konnte nicht zulassen, dass sich eines der unerfahrenen Mitglieder dieser Mission annahm. Die Chance erwischt zu werden war zu groß.
      Ally beobachtete die große, hölzerne Tür als jene sich öffnete und eine kleine, ältere Frau das Anwesen verließ. Ihre grauen Haare waren zu einem strengen Dutt gebunden worden und ihr Blick durchbohrte die Rothaarige beinahe. Alaina war direkt klar, dass dies eine Frau war, der man sich nicht widersetzen sollte. Sie strahlte eine Autorität und Strenge aus, die selbst ihre Knien zum Zittern brachten. Und jene Frau bewegte sich direkt auf sie zu. Das Klemmbrett fest umschlossen. Mit einem Räuspern blieb die ältere Dame vor ihr stehen und musterte sie von Kopf bis Fuß mit kalten Augen. Alaina ragte zwar einen ganzen Kopf über ihr, doch fühlte sie sich unter ihrem harten Blick klein wie eine Maus. „Guten Tag -“, begann sie, wurde aber sogleich von der Frau unterbrochen, die sich nun den Dokumenten auf ihrem Klemmbrett zugewendet hatte. Während sie las kniff sie die Augen zusammen. „Alaina Shepard, ja?“, hakte sie nach. Den Blick stets auf dem Papier. Ally konnte es nicht fassen. Deacon hatte sich nicht einmal die Mühe gemacht ihren Namen zu ändern, nachdem er sie in das System geschleust hatte. „Ja!“ Die Dame nickte: „Folge mir bitte. Mein Name ist Constance Walsh. Für dich Ms. Walsh. Ich werde dich über die Regeln im Anwesen und gegenüber Lord Greyhem einweisen. … Und bitte, berühre nichts.“
      Alaina folgte der kleineren Frau in die riesige Villa, welche sie direkt mit einem großen Raum begrüßte, der beinahe die Größe eines Saals hielt. Prachtvolle Gemälde, die vermutlich die Erscheinung der vielen Lords und Ladys dieser Familie in Erinnerung hielten, schmückten die Wände. Jedes von ihnen war wunderschön. Neid durchstach sie. Dieser erste Raum war größer als jeder Unterschlupf, den sie jemals bewohnt hatte. Und er diente lediglich als Empfangsraum, wie Constance ihr mitteilte. „Nach 10 Uhr bist du auf deinem Zimmer verschwunden. Es gelten feste Essenszeiten. Entweder du bist da oder nicht. Die Gemächer des Lords sind für dich eine absolute Sperrzone. Es sei denn der Lord bittet um deine Audienz. Das Anwesen wird deinerseits nur mit Begleitung verlassen“, erklärte Constance streng, während sie durch die Gänge und Räume des Anwesens schlichen. Es war riesig und Ally war sich sicher, dass sie sich in den vielen Gängen verlaufen würde. Wenn Constance sie nicht eher wegen der Missachtung einer ihrer vielen Regeln herausschmiss. All diese Anforderungen und Verbote ließen sie sich wie ein kleines Kind fühlen. Als sei sie vier Jahre alt und besuchte mit ihrer strengen Mutter ein Porzellan-Museum. „Hast du all das verstanden?“ Die Rothaarige nickte knapp. Mittlerweile waren sie in einem kleineren Raum angekommen, der ein luxuriöses Sofa, ein dazu passenden Sessel, einen Kaffeetisch und ein riesiges Bücherregal beherbergte. „Der Lord wird jeden Moment hier sein, um dich persönlich zu treffen.“
      Alaina schluckte schwer. Obwohl sie Missionen jeglicher Art gewöhnt war, war dies etwas vollkommen Neues. Noch nie war sie allein unterwegs gewesen. Noch nie war sie mit ihrem Feind allein gewesen. Wenn Lord Greyhem ihre Lüge durchschaute, würde sie direkt im Gefängnis oder schlimmer auf dem Scheiterhaufen landen. Zum ersten Mal wurde ihr bewusst, in welch gefährlicher Lage sie sich befand. Doch es gab kein Zurück mehr. Sie würde es zum Wohl ihrer Familie durchstehen.
    • Alastor 'Marx' van Greyhem

      Mit einem breiten, vorfreudigen Lächeln auf den Lippen sprang der zukünftige Herzog fast schon aus dem Automobil, welches von einem aus Kupfer und Drähten bestehenden Roboter samt Zylinder gefahren worden war, während Alastor damit beschäftigt war Dokumente und Berichte zu lesen, welche er von der Arbeit mitgenommen hatte, er konnte das Präsidium einfach nie ohne verlassen und seitdem immer mehr Menschen ihre besonderen Fähigkeiten entdeckten und eine falsche Entscheidung nach der anderen treffen, beschlossen ihre von einer gütigen Göttin geschenkten Fähigkeiten zu nutzen um Straftaten zu begehen – zumindest erschien das dem Adeligen so – stapelten sich die Fälle und sie kamen kaum hinterher.
      Umso erleichterter war Alastor, dass sich eine Person mit dem Zeichen eines Sternentalers gemeldet hatte und er hoffte sehr, dass sie ihm nützlich sein würde, immerhin hatte sie alleine für das angekündigte Mädchen das Polizeirevier deutlich zeitlicher verlassen, wie er es normalerweise tat, wobei Ms. Walsh darüber sicherlich erfreut wäre, sie lag ihm schon lange genug in den Ohren damit, dass er sich nicht überarbeiten sollte, aber der zukünftige Herzog konnte einfach nicht anders, wenn im schlimmsten Fall sogar Menschenleben auf dem Spiel standen, vollkommen egal ob es sich dabei bei Menschen der Unterstadt oder den Adel handelte, im Gegensatz zu seinen Kollegen machte Alastor dort keinen Unterschied, wobei, vielleicht doch.
      Der Adel war dazu verpflichtet die armen Seelen in der Unterstadt zu beschützen, selbst vor sich selber, wieso verstand das kaum jemand?

      „Alaina Shephard ist angekommen, mein Lord. Sie wartet in ihrem Salon auf sie.“, wurde er sogleich von der alten Dame begrüßte, welche wusste dass der Herr des Hauses keine Zeit für Nebensächlichkeiten wie eine Begrüßung hatte und mit einem Danke auf den Lippen hob er nur kurz die Hand, ehe er mit großen Schritten direkt auf sein Arbeitszimmer zuging und ohne zu zögern sogleich die Tür öffnete.
      „Ms. Shephard, nicht wahr? Freut mich sie kennen zu lernen!“, begrüßte er die rothaarige sogleich enthusiastischer, als es hätte sein müssen, aber wie konnte er auch nicht, wenn sie ein wichtiger Bestandteil seiner Ermittlungen werden würde?
      Er begab sich auf das Sofa, um sich seinem Besuch gegenüber zu setzen, legte die Dokumente vor ihm auf den Kaffeetisch ab und wunderte sich darüber, dass der jungen Frau noch gar kein Tee gebracht worden war und fasste geschickt mit der Hand unter den Tisch, um auf einen Knopf zu drücken, welcher der Küche deutlich machen würde, dass sie Tee brauchten.
      Was sollte sein Gegenüber nur von ihnen denken, wenn sie ihr nicht einmal Tee anbieten konnten? Wie überaus unhöflich!
      „Nun denn... ich bin mir sicher es ist nicht einfach für sie gewesen hierher zu kommen und sich einem solchen Job anzunehmen, dürfte ich fragen, wieso sie sich dennoch dazu entschieden haben? Über welche Fähigkeiten verfügen sie denn?“, wartete Alastor nicht lange um direkt zu den wichtigen Angelegenheiten zu wechseln, während er sich fragte wie alt Alaina wohl war, sie wirkte in seinen Augen recht jung für eine solche Stelle, aber da konnte er beim besten Willen nichts sagen, war er doch selber trotz seines jungen Alters führender Ermittler.
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    • Alaina "Ally" Shepard

      Sie würde lügen, wenn sie von sich behaupten würde, keineswegs nervös zu sein. Ihr Herz schlug so schnell, sie glaubte es würde jeden Moment aus ihrer Brust springen.
      Wie würde Lord Greyhem wohl sein? In ihren Gedanken formte sich das Abbild eines alten Mannes, dessen Haare und langer Bart sich bereits weiß gefärbt hatten. Strenge Augen sahen zu ihr herab. Seinen Charakter stellte sie sich so kalt wie streng vor. Möglicherweise war sie zu voreilig, doch konnte sie ihre Vorurteile nicht abschütteln. Sie hingen an ihr, wie ihr eigener Name.
      Unsicher ließ sie ihren Blick durch das luxuriöse Zimmer streifen. Und wieder konnte sie es sich nicht verkneifen die Adelige für ihren Reichtum innerlich zu beneiden und zu verfluchen. Wie konnten sie ruhigen Gewissens in ihren Palästen leben, während arme Kinder auf den Straßen der Stadt verhungerten? Die Rothaarige würde es nie verstehen können.
      Gerade als sie aufstehen und sich etwas umsehen wollte, öffnete sich die Tür und ein enthusiastischer, junger Mann betrat die geräumige Räumlichkeit. Überrascht sprang Alaina auf, um sich hastig zu verbeugen. Deacon hatte ihr die Sitten und Regeln des Adels erläutert, sodass sie sich einigermaßen angebracht in deren Gegenwart benehmen konnte. Und Mrs. Welsh hatte ihr soeben einen weiteren Crashkurs gegeben.
      Alaina richtete sich auf und sah den dunkelhaarigen Mann vor sich an. Er sollte Lord Greyhem sein? Oder war er vielleicht sein Sohn? Sie hatte stets das Vorurteil gehegt, dass mächtige Lords bereits einige Jahre auf ihrem Buckel trugen. Anscheinend hatte sie sich geirrt.
      „Die Ehre ist ganz meinerseits, Lord Greyhem!“, brachte sie freudig heraus. Nun war ihr gesamtes Können als Schauspielerin gefragt. Dass sie in diesem Feld kein Wissen beherbergte, machte die Sache nicht leichter. Mit einem sachten Lächeln auf die Lippen gepflastert, ließ sich Alaina erneut auf der bequemen Sitzgelegenheit nieder. Sie bemerkte, wie ihre Hände vor Nervosität zu schwitzen begangen, weswegen sie diese eilig auf ihrem Schoß niederlegte. Lord Greyhem begann sogleich mit den wichtigsten Fragen. „Nun ja“, begann sie, „es war wirklich keine leichte Entscheidung, doch ich wollte meine Kräfte für etwas Gutes einsetzen. Also bewarb ich mich bei der Behörde für Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die mich dem System hinzufügten. Es hat nicht lang gedauert bis sie sich bei mir gemeldet hatten, weil ich mich durch meine Fähigkeit bestens für Eure Stelle eigne.“ Das war natürlich nicht wahr. Deacon hatte seine Kontakte spielen lassen, um diese Stelle zu ergattern. „Er ist der führende Ermittler der Polizei! Er wird eine sagenhafte Informationsquelle darstellen, Ally!“, hörte sie die freudige Stimme ihres Anführers, der seinen Sieg über die Adeligen bereits fühlen konnte. Doch Alaina war sich nicht so sicher. Ein Polizist seines Ranges würde ihre kleine Lüge mit Sicherheit von kilometerweiter Entfernung riechen können, oder?
      „Meine Fähigkeiten? Oh, natürlich! Sie sind nichts Einzigartiges, doch hoffe ich, dass sie Euch bei Euren Vorhaben nützlich sein werden. Meine Kraft ermöglicht es mir Objekte anzufassen und ihre Geschichte zu erfahren. Möchtet Ihr es einmal sehen?“ Vorsichtig streckte sie ihre Hand aus und berührte den Kaffeetisch vor sich. Wärme durchfuhr sie, wie jedes Mal, wenn sie ihre Fähigkeit nutzte. Ihre Augen wurden glasig und richteten sich auf das Möbelstück vor sich. „Der Tisch ist seit Generationen im Besitz Eurer Familie. Er wurde von einem Justus Gallaghan im Auftrag eines Eurer Familienmitglieder in Auftrag gegeben. Seither verweilt er in diesem Raum. Außerdem besitzt er einen Knopf, der die Küche benachrichtigt.“ Die Visionen verklangen und die Rothaarige zog sich zurück. „Aber seid beruhigt, Lord Greyhem. Ich nutze meine Fähigkeit nur, wenn Ihr es wünscht.“ Sie wusste, dass ihre Fähigkeit eine unangenehme Seite mit sich führte. Manches Mal erfuhr sie Dinge, die sie nicht hätte sehen sollen.
      „Möchtet Ihr noch etwas wissen?“
    • Alastor 'Marx' van Greyhem

      „Faszinierend.“, entfuhr dem Schwarzhaarigen Herzog nur ein einziges Wort, während er die junge Frau vor sich aus unverhohlener Neugierde und Interesse anstarrte. Es hatte ihn schon immer fasziniert, wie sollte es denn auch nicht?
      Einfache Menschen, die außergewöhnliche Fähigkeiten erhielten mit welchen sie nicht so recht umzugehen wussten? Wieso waren es ausgerechnet diese Leute, ausgerechnet dieses Mädchen aus den Slums und nicht jemand wie er, ein führender Polizist, welcher deutlich mehr Nutzen aus einer solchen Fähigkeit ziehen könnte?
      Zwar kannte auch Alastor die Geschichte, welche sich neben den zahlreichen Lauten Stimmen, die besagen ein Teufel habe ihnen diese Fähigkeiten geschenkt, verbreitete, doch letzten Endes war sie nur das, eine Geschichte, nicht wahr?
      Er konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie ein junges Mädchen zu einer Göttin wurde, alleine weil sie all ihr Hab und Gut hergegeben hatte. Er verstand es nicht recht. Aus einer logischen Perspektive unmöglich.
      Zugegeben waren auch diese Fähigkeiten aus biologischer und logischer Sicht mehr oder minder unmöglich und für einen Moment überlegte der Schwarzhaarige ob die junge Frau ihm gegenüber nicht einfach nur besonders intelligent ist und mehrere Dinge zusammen gezählt hatte, um auf ihre Schlussfolgerungen zu kommen, aber woher hätte sie den Namen Justus Gallaghan wissen sollen?
      Dieser Mann war kein besonders berühmter Tischler gewesen, sein Name müsste bereits aus dem Gedächtnis der meisten Menschen verschwunden sein, alleine ihm und seiner Familie war er noch ein Begriff, da diese Geschichte seit Generationen in seiner Familie genutzt wurde, um das Verhältnis von Adel und dem einfachen Volk zu vermitteln.
      Seine Familie hatte die seine aus einem Akt der Barmherzigkeit aus der Hungersnot gerettet und ihnen Arbeit gegeben, im Gegenzug schenkte er ihnen diesen Tisch.
      Manchmal war sich Alastor nicht einmal sicher, ob diese Geschichte wirklich stimmte oder nur von seinem Vater erfunden worden war, aber offenbar enthielt sie einen Funken an Wahrheit.
      „Hm? Ah... natürlich, natürlich.“, war dem Polizisten gar nicht erst in den Sinn gekommen, dass Alaina diese Fähigkeit auch gegen ihn verwenden hätte können, um Informationen zu klauen oder ähnliches, aber wieso sollte sie das auch tun?
      „Was passiert, wenn du einen Menschen berührst? Kannst du diese Fähigkeit auch bei ihnen anwenden? Was erfährst du dann?“, war es mehr eine Frage aus purer Neugierde als Teil des Vorstellungsgesprächs, als Ms. Walsh nach einem Klopfen und einem „Herein!“ seinerseits in das Zimmer hereintrat und vor beiden mit strenger Miene eine Tasse Tee abstellte, bevor sie sich wieder verabschiedete, nicht ohne der Rothaarigen einen gar warnenden oder skeptischen Blick zuzuwerfen, aber das bemerkte der Herzogssohn sowieso nicht.
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    • Alaina Shepard

      Der Herzog schien von ihren Fähigkeiten begeistert zu sein. Zumindest äußerte er keine Bedenken oder gar Missbilligungen. Sogleich hatte er sie mit Fragen bombardiert, die sein Interesse gegenüber ihren Kräften widerspiegelten und Alaina in ihrer Annahme bestätigten.
      Dass sich jemand für ihre Fähigkeiten interessierte, war der Rothaarigen allerdings ein unbekanntes Phänomen. So stieß sie eher auf Unbehagen und Unsicherheit, wenn ihre ungewöhnlichen Kräfte zur Sprache kamen. Während andere "Children of the Stars" Feuerbälle vom Himmel regnen ließen oder sich schneller als das Licht bewegten, drang Alaina in die Privatsphäre der Menschen ein. Sie konnte es anderen Individuen daher nicht verübeln, wenn sie sie darum baten, nichts anzufassen. Wenngleich das fehlende Vertrauen ihrer Mitmenschen verletzte.
      Ein Klopfen an der hölzernen Tür zog Alaina aus ihren tiefen Gedanken. Alastor bat die Person herein und sogleich betrat Ms. Walsh ausgestattet mit einem Tablett den Raum. Alaina fragte sich, ob die Lippen der älteren Dame sich jemals zu einem Lächeln gezogen hatten. "Vielen Dank", murmelte sie, als Ms. Walsh ihr eine Tasse voller Tee vor die Nase stellte. Der warnende Blick der Frau war ihr dabei nicht entgangen. Unsicher wandte die Rothaarige ihre Augen gen Boden und wartete, bis die Frau die Räumlichkeit verlassen hatte, um die Fragen ihres neuen Vorgesetzten zu beantworten. Sicherlich brannte er bereits darauf, eine Antwort von ihr zu hören. Auch, wenn sie ihn enttäuschen müsste. "Es tut mir leid, mein Herr, aber bei Menschen funktioniert meine Fähigkeit nicht. Bisher hat es nur bei Gegenständen geklappt", antwortete sie und ließ ihren Blick auf dem jungen Mann ruhen. Ms. Walsh Abwesenheit ließ sie selbstbewusster werden. Sie konnte nicht sagen, weshalb, doch die reine Anwesenheit der Dame ließ ihr einen kalten Schauer über den Rücken gleiten.
      "Allerdings ... könnte ich es üben. Möglicherweise hat sich dieser Teil meiner Fähigkeit noch nicht manifestiert. Einen Versuch wäre es wert." Doch war sie sich nicht wirklich sicher, ob sie ihre Fähigkeiten ausbauen konnte. Sie hatte von Menschen gehört, die ihre Kräfte weiterentwickelt hatten. In Austausch für einen angemessenen Preis. Lloyd Edwards war einer von ihnen. Ally hatte ihn flüchtig bei einem Treffen aller Widerstandsgruppen ihrer Organisation getroffen und kennengelernt. Der "Traumwanderer", wie er von den Behörden getauft worden war, hatte seine Kräfte ausgebaut und weiterentwickelt. Nun konnte er nicht nur in die Träume der Schlafenden eindringen und diese zu seinem Belieben verändern, sondern auch die Ängste seiner Mitmenschen ausfindig machen und sie sogar im wachen Zustand damit quälen. Ein Illusionist. Doch wird er niemanden erzählen können, wie er zu dieser Stärke gelangt war, denn verlor er im Austausch seine Stimme.
      "Darf ich fragen, an was für einem Fall Ihr derzeitig arbeitet? Möglicherweise könnte ich mit meiner Fähigkeit als nützlich erweisen. Bitte entschuldigt es, falls meine Frage unangebracht ist."