♛ Once upon a time ♛ [Runa & Nao]

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    • ♛ Once upon a time ♛ [Runa & Nao]

      Hier geht's zur Vorstellung.

      Valentine Crowford

      Wir schreiben 1810. Ich sitze in meinem Gemach, an meinem Arbeitstisch. Mutter’s Kerze brennt und wirft ein schwaches Licht auf das Papier. Es ist kalt, denn der Winter überkam uns letzte Woche plötzlich. Die Decken sind zu hoch, als dass des Kamins Wärme sie erreichen könnte. Und so friere ich im obersten Stockwerk dieses edlen Gebäudes. Übrigens wurde dies um 1620, der Zeit des Frühbarocks erbaut. Bereits mein Urgroßvater und viele Generationen vor ihm durften die Malereien, Figuren und verzierten Kuppeln dieses Gesamtkunstwerks bestaunen.

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      Um Gottes Willen. Noch ungebildeter konnte ein Mensch doch nicht klingen.
      “Bentley!” Der Ruf des jungen Königs hallte durch den großen, dunklen Raum und erreichte am anderen Ende den vertrauten Diener, der sich sofort mit großzügigen Schritten zu seinem Herrn begab.
      “Jawohl?”
      “Holen Sie mir mehr Papier. Ah- moment! Zuerst lesen Sie, was ich geschrieben habe” Der Schwarzhaarige reichte dem älteren Mann schwungvoll das Papier. “Und sagen Sie mir, wie Sie es finden”, fügte er streng hinzu.
      “Natürlich”, erwiderte Bentley gehorsam und las blitzschnell die Zeilen. Er zögerte, dann sagte er: “Ganz wunderbar, mein König. Sie können außerordentlich gut schreiben!”
      Stille.
      “Verschwinden Sie, Bentley”, flüsterte der Junge nach einer Weile. “Und vergessen Sie nicht, das Papier zu holen”
      Der Butler nickte und ließ den König in seinem Gemach zurück. Dieser ließ im selben Moment den Kopf mit einem lauten Knall auf den Tisch fallen. Die Wut pochte ihm in den Adern. Konnte nicht ein einziger Mensch auf dieser verdammten Welt ehrlich zu ihm sein? Seufzend erhob er sich und schob den Stuhl an den Tisch. Es war Zeit.
      Mit erhobenem Haupt und steifem Schritt begab er sich in die Kirche des Hauses. Vor allem dieser Ort, die Räumlichkeit Gottes, war wunderschön anzusehen. Valentine hatte nicht gelogen, als er beim Schreiben die großartige Kunst des Schlosses erwähnte. Alles strotzte vor Prunk und Gold.
      Der Junge ließ sich in der ersten Reihe nieder und schloss die Augen. Er hörte seinen Atem widerhallen. Er war ganz alleine. Niemand sonst hatte Zugang zu seiner Kirche.

      Mutter. Ich habe deine Kerze angezündet. Sie geht mir bald aus.

      Valentine öffnete die Augen wieder und verschränkte die Finger, während er die gigantische Jesusfigur ansah.
      Lieber Gott. Heute sind zwölf Menschen von meinen Soldaten getötet worden, auf meinen Befehl. Sie hatten keine Steuern bezahlt. Bitte vergib mir. Amen.

      Tja. Und damit hatte er Gott wieder an seiner Seite. Dafür lohnte das Christentum sich. Valentine erhob sich, spazierte aus der Kirche hinaus und machte seinen schweigenden Rundgang durch die Gänge des Schlosses. Das Personal verneigte sich, trat ab. Jeder schwieg. Das Schweigen war in den letzten zehn Jahren immer lauter geworden. Er fragte sich nicht, woran das lag. Natürlich hassten sie ihn. Sie waren verpflichtet dazu, ihm zu dienen und wer wollte schon einem Kind dienen? Vielleicht lag es daran, vielleicht auch an den Entscheidungen, die er getroffen hatte. Es interessierte ihn nicht, ob sie ihn hassten. Doch angelogen zu werden, das war das größte Verbrechen. Sie verstanden es einfach nicht. Daher brauchten sie Lektionen. Im verschneiten Garten angekommen, ließ der König sich auf eine Bank im Pavillon fallen. Die Ruhe war herrlich gewesen, nachdem seine Eltern gestorben waren. Von einem Tag auf den anderen war Stille eingekehrt und nur der König durfte sprechen. Herrlich. Schmerzhaft.

      Mutter. In dreizehn Tagen stellen Sie mir wieder Frauen vor. Herzoginnen aus ganz England. Ich kann an nichts anderes denken, als an diese Frisuren von letztem Mal, die doch alle irgendwie gleich ausgesehen haben. Und die Augen auch. So ängstlich und unterwürfig. Mit so einer Frau kann man doch kein ordentliches Gespräch führen. Aber du warst ja genauso, Mutter.

      “Mein König, der General hat Ihnen eine eilige Nachricht zu überbringen”, tönte Bentleys Stimme hinter ihm aus dem Nichts.

      “Gott, schleichen Sie sich nicht so an”, murmelte Valentine, dessen Herz kurz einen Sprung gemacht hatte. Dann fügte er lauter hinzu: “Ich höre!”
      “Er möchte Sie sehen. Es geht um einen Fund”, erwiderte der Diener.
      “Einen Fund?”
      “Ein junger Mann, den sie auf der Hauptstraße gefunden haben. Der General bittet um Ihren Rat. Er weiß nichts mit dem Jungen anzufangen”
      Valentine seufzte. “Ernsthaft? Soll er Ihn doch einfach erstechen”, murmelte er. Er erhob sich trotzdem. “Schön, ich sehe mir das an. Aber ich weiß nicht, was daran so besonders sein kann, dass es meine Konsultation verlangt”
      Doch der König wartete letztendlich genervt im Salon auf den fragwürdigen Gast, der unbedingt seine Zeit in Anspruch nehmen musste. Hatte der General nicht auch sonst schon hunderte von Menschen erstochen, deren Leben es ihm NICHT wert gewesen war, mal den König nach seiner Meinung zu fragen?
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    • Keisuke Hyakuya

      Es war eigentlich ein Tag wie jeder andere. Um 6 Uhr morgens musste er aufstehen, denn schließlich war Schule und Emma würde nicht zu lassen, dass Keisuke auch nur einmal schwänzte. So war sie obwohl sie jünger als er war. Sie war gerade Mal 15 Jahre alt. Aber klagen wollte er nicht. Sie kümmerte sich ja mit Izumis Schwester um den Haushalt, da er und Izumi totale Nieten darin waren. Izumi war wie Keisuke 17 und mit Emma zusammen. Damit hatte er auch die Unmengen an Liebesbriefe im Briefkasten gestoppt. Ja, Emma war sehr beliebt. Aber das war kein Wunder bei ihrer Schönheit. Braunes, langes Haar und saphirblaue Augen zu einem schönen weißem Gesicht. Die Gesichtszüge wie bei Keisuke asiatisch, aber auch etwas britisch. Schließlich waren die beiden Halb Japaner Halb Engländer. Seufzend stand der schwarzhaarige Schüler auf und zog sich an. Die ganz normale Schuluniform. Dann trat er aus dem Zimmer. Als er an einer Tür vorbei ging, hörte er heiße Küsse. Nicht so früh am morgen. So trat er die Tür auf. ,,Ey zieht euch an. Vernaschen könnt ihr euch nachts", meinte er und ging dann in Küche nur um sich ein Toast zu holen und dann zur Haustür zu gehen. ,,Nii-san, wir haben doch noch Zeit", erklang Emmas samtweiche Stimme. Er sah über seine Schulter. ,,Mag zwar sein, aber ich geh trotzdem los", sagte er und ging.

      Der Schultag verlief bis zur Mittagspause ruhig. Alle hielten Abstand vor ihm. Sie hatten Angst wegen seiner brutalen Art. Mitten im Unterricht bekam er einen Zettel gereicht

      'Heute in der Mittagspause auf dem Dach'

      Hoffentlich nicht wieder ein Liebesgeständnis von einem Fangirl. Doch als er auf dem Dach wartete, bekam er Gesellschaft von vier Jungs. Sie waren reiche Typen. ,,Ey Hyakuya! Mag sein, dass du stark bist, aber übertreib es nicht. Naja es wird eh hier enden", meinte einer und schubste Keisuke das Dach runter bevor diese die Worte realisieren konnte. Starb er wirklich nun?! Na hoffentlich kümmerte sich Izumi gut um Emma. So schloss er seine Augen und wartete auf den Aufprall.

      Doch er kam nicht. So öffnete er seine Augen und...... Hä? Wo war er? Er stand auf und lief aus der Gasse. Schnee? Dabei war doch erst für nächste Woche Schnee angekündigt. Und alles sah so altmodisch aus. Hatte die Wahrsagerin von gestern etwa Recht und er war in der Vergangenheit. ,,Ey Bengel, wer bist du", fragte ein großer Mann den Jungen Schüler. ,,Das ist der General der Armee", hörte er ein paar flüstern. Ein Mittelalter Markt?! Ernsthaft Jetzt?! ,,Ich wüsste nicht, warum ich dir meinen Namen sagen soll", meinte Keisuke. Ein paar Soldaten wollten ihn fangen, doch er trat sie weg. Er war verdammt angepisst wegen den vier Jungs auf dem Dach. Und nun sowas! War er hier im Zirkus oder was?! Schließlich verlangte dieser General nach dem König. Das wurde ja immer seltsamer
      Nea D. Campell aus D.Gray-man. Der 14. Noah und so ein hotter Boy *-* Ich liebe ihn einfach nur. ER ist mein aktueller Husband und wird es bleiben (Außer man löscht jetzt meine Erinnerungen an ihn xD). Und noch was: PFOTEN WEG! Er ist MEINS. Mein hotter Noah *-*

    • Valentine Crowford

      Endlich. Die schweren Türen öffnete sich, der General trat ein, den Kragen eines Jungen in der Hand und zehn Soldaten in Gefolgschaft, die ihre Augen alle kaum von dem Kerl abwenden konnten, den ihr Chef nun endlich fest im Griff hatte.

      “General Atkins. Was für eine Freude”, verkündete Valentine laut und mürrisch. “Was ist das?” Mit einem Finger zeigte er auf den Gefangenen.
      “Verehrter König…” Der General verbeugte sich tief und drückte den Jungen mit sich zu Boden. “Wir fanden ihn am Markt. Er bog gerade aus einer Gasse und wollte uns nicht sagen, wer er ist und wo er herkommt. Doch nicht nur sein respektloses, unwürdiges Auftreten machte mich skeptisch, auch die Kleidung ist bestimmt nicht von hier. Ich befürchte, dass er ein russischer Spion ist. Mein König, ich bitte Sie darum, Ihn ins Verließ zu sperren und mir und meinen Männern zu erlauben, ihn durch Folter zum Reden zu bringen. Es könnte uns weitere Vorteile als industrielle Macht bringen”

      Valentine hatte bloß halb zugehört. Sein Blick war verachtend auf diesen genervt wirkenden jungen Mann gerichtet. Er trug tatsächlich eigenartige Kleidung. Aber er war doch kaum älter als er selbst? Und wieso ein russischer Spion, wenn er doch eindeutig Asiate war? Niemals würden die Russen so jemanden nach Großbritannien senden. Trotzdem hatte er bisher kein bisschen Respekt gezollt, sondern nur eine finstere Grimasse gezogen und Valentine gemustert. War er wütend, weil die Briten seine Heimat besetzen wollten, und deswegen hier? Oder war er ein Flüchtling, der ein englisches Handelsschiff als Fahrzeug gewählt hatte? Für einen Spion wäre er zumindest in jeglicher Hinsicht zu auffällig gewesen.
      Als er ihm in seine missbilligenden Augen blickte, spürte der junge König bereits wieder, wie ihm die Hitze in den Kopf stieg.


      “Was gibt es so zu starren?”, fuhr er ihn an. War dieser Bengel etwa noch nie in einem Schloss gewesen? Anstand schien ihm offensichtlich ein Fremdwort zu sein.
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    • Keisuke Hyakuya

      Leider wurde er schnell überrumpelt und zum Schloss gebracht. Auf dem Weg hatte er einiges Aufgeschnappt, da der General murmelte. Auch das mit dem russischen Spion. Also wirklich! War der dumm oder so?! Keisuke sah in keinster Weise aus wie ein Russe. Hervorstechen taten seine asiatischen Zügen aber ein wenig auch die britischen. Bei Emma war es anders. Bei ihr traten nur die britischen Zügen hervor. Naja sie kam auch nach Vater vom Aussehen her während Keisuke nur die Augenfarbe dieses Mistkerls hatte. Er hatte seinen Eltern nie verziehen für das was sie taten. Und auch seiner Mittelschullehrerin. Diese drei Personen waren der Grund, warum Keisuke Menschen so sehr hasste.

      Sein Vater hatte Emma und ihn immer geschlagen, wenn er betrunken war und das war gefühlt jeden Tag. Seine Mutter tat Nichts dagegen. Erst dachte Keisuke, sie hätte Angst vor ihrem gewalttätigen Ehemann, was Keisuke auch sicher verstehen konnte. Doch in der Grundschule erfuhr er die ganze Wahrheit - ungewollt. Er hatte Fieber und musste nach Hause. Dort sah er fremde Männerschuhe. Zuerst dachte er an einen Polizist, der der Familie helfen wollte. Doch im Schlafzimmer hörte er Geräusche. Also ging er dorthin und sah seine Mutter durch einen Spalt mit einem fremden Mann schlafen. Er war klein und dachte, seine Mutter liebe die Familie nicht. Keisukes Vater erfuhr wenige Tage später, dass seine Frau ihm fremd ging. Da ging die Streiterei zwischen beiden los und Emma und Keisuke mussten zu ihren Großeltern nach Kyoto ziehen. Für die beiden Geschwister kein Problem und Keisuke wurde aufgeklärt, was Fremdgehen ist. Da dachte er, dass er nie wieder Zeuge von sowas sein würde. Irrtum! In der Mittelschule gab es eine Lehrerin, die gleichzeitig auch Schul-Ärztin war. Sie war verheiratet, doch eines Tages bekam Keisuke mit, sie sie mir einem Schüler aus dem Abschlussjahrgang im Krankenzimmer schlief. Keisuke fing daraufhin an, die Menschen außer Izumi, Emma und seine Großeltern zu verachten. Mit 15 gründete er mit Izumi, Emma und Izumis Schwester eine WG um seinen Großeltern nicht zur Last zu fallen.

      Nun waren sie im Palast angekommen und wurden direkt zum König gebracht. Dieser war Recht jung. Gerade Mal ein oder zwei Jahre älter als Keisuke selber. Aber er wirkte auch er sehr arrogant und eingebildet. Urgh! Solche Menschen hasste er am meisten und erst als der König ihn so anfuhr, erhob er spöttisch die Stimme. ,,Ach nichts. Ich bin nur überrascht. Der König hier scheint ja dümmer zu sein als gedacht. Warum sonst solltet Ihr sonst einen so dummen General im Dienst haben", sprach er
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    • Valentine Crowford

      Valentine starrte den Jungen perplex an. Er war bloß eine winzigen Moment davor, die Fassung zu verlieren und ihm selbstständig ein Messer ins Herz zu stechen. Doch jemand wollte ihm zuvor kommen.
      Der General zog den Jungen am Kragen an sich heran, sah ihm mit purer Wut in die Augen und brüllte: “Du wagst es, den König in diesem Ton anzusprechen!” Mit der freien Hand zog er bereits sein Schwert aus der Scheide und war bereit, ihn umzubringen.

      “HALT”, rief Valentine. Das ging zu schnell. Hatte der General ihn nicht foltern wollen? Dem König war am ganzen Körper heiß, als würde er gleich in Flammen aufgehen. Trotzdem versuchte er sich zu beruhigen damit Atkins den Jungen nicht wirklich gleich ins Jenseits schickte. “Ist… schon in Ordnung”, presste Valentine heraus. “Bringen Sie ihn sofort ins Verlies. Ich will bis spätestens morgen Früh seinen Namen und Aufenthaltsgrund erfahren” Dann sah er den General noch einmal drohend an. “Und wehe Ihnen, er lebt bis dahin nicht mehr”

      “Jawohl, mein König”, erwiderte der General ernst. Doch in seiner Stimme klang Beschämtheit mit. Offenbar war ihm bewusst, dass er eben beinahe einen großen Fehler begangen hatte, mit dem er genauso mit dem Leben gebüßt hätte wie der Gefangene.

      “Gut” Valentine erhob sich schwungvoll und sah von oben auf seine Gefolgschaft herab. Er musterte noch einmal alle verächtlich.

      Dämliche, winzige Ameisen.

      “Bentley!”, rief er dann. “Ich wünsche, das Abendmahl in meinem Arbeitszimmer zu mir zu nehmen. Und sorgen Sie dafür, dass der Gast seinen rechtmäßigen Platz im Verlies auch findet. Der General scheint heute nicht in bester Verfassung zu sein” Ohne irgendjemanden noch eines Blickes zu würdigen, schritt Valentine aus dem Salon. Sein rasendes Herz hatte sich noch immer nicht beruhigt. Er brauchte Zeit. Vielleicht konnte er sich beim Essen ja noch einmal an seiner Autobiografie versuchen.

      Der Butler machte sich unterdessen an die Arbeit, den General stillschweigend in das Untergeschoss des Schlosses zu begleiten. Das Verlies bestand aus zehn Zellen und einer privaten französischen Guillotine im Folterraum. Der König hatte sich eine beachtliche Sammlung an Geräten angeeignet, die jedem, der an dem Raum nur vorbeiging schon Schauer über den Rücken jagte.

      Während der General den widerspenstigen Jungen mit zerrte, wagte er es doch, den Butler anzusprechen. “Hören Sie, Bentley. Sie haben doch einen guten Ruf. Sie sind der einzige, der den König in Schach halten kann und das Volk ist Ihnen dankbar. Wieso also gehen Sie nicht nach Irland? Die Herzogin würde Sie besser behandeln, was ich so von ihr gehört habe”, murmelte Atkins.

      Bentley schwieg einen Moment, dann flüsterte er, in der Hoffnung der Gefangene würde ihn nicht hören. “Lassen Sie das, Robert. Sie sagen es doch gerade selbst. Soll ich den König wirklich alleine lassen? Er ist im Geiste noch immer ein Kind. Widersprechen kann ich ihm nicht, aber Gesellschaft leisten kann ich ihm. Das ist es, was er braucht und was uns allen letzten Endes zugute kommt”

      Der General seufzte. “Sie sind ein guter Mensch. Ich habe Frau und Kinder, die mich hier halten. Doch wenn ich könnte, würde ich sie einpacken und verschwinden. Dieses Land raubt mir den Verstand. Ich bin ein Mörder, Lügner und jede Sekunde meines Lebens diene ich einem Wahnsinnigen, der mich morgen köpfen könnte”

      “Die Wände haben Ohren, Herr General. An Ihrer Stelle würde ich im Schloss nicht so sprechen”, erwiderte Bentley und warf dem Gefangenen einen Blick zu. Ach, der König wusste es doch ohnehin selbst.
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    • Keisuke Hyakuya

      Er war still gewesen und zugehört hatte er nur grob, denn versuchte sich irgendwie frei zu kämpfen. Jedoch ohne Erfolg. Schließlich wurde er einfach in eine Zelle geworfen. Na die gingen ja freundlich mit einem um. Als er wieder alleine war, setzte er sich auf etwas, was wohl das sogenannte Bett sein sollte und lehnte sich mit dem Rücken an die Wand. Seufzend schloss er die Augen. Wie war er bitte an diesem Ort gelandet? Er wusste nur, dass diese drei oder vier Mistkerle ihn vom Dach geschubst hatten, weil sie mit seiner groben Art nicht zurecht kamen. Na klar, wusste er, dass einige ziemlich unzufrieden mit ihm waren. Vor allem weil Emma seine Schwester war, was jedoch irgendwie niemand glauben will. Natürlich, sie war auch so ganz anders als Keisuke selber. Sie war nicht so voller Hass sondern einfach nur schüchtern und sehr scheu, was die Schuld ihres Vaters war. Die einzige Liebe, die die beiden als Kinder jemals zu spüren bekamen, war von ihren Großeltern mütterlicherseits. Seine Großmutter hatte immer behauptet, dass seine Mutter Mary-Ann früher ganz anders war. Aber er konnte das irgendwie nicht glauben. Diese elendige Frau, die er so sehr hasste, war niemals irgendwann anders gewesen. Was er selber nicht ahnte, dass sie hier war. Keisuke beschloss erstmal abzuwarten. Vielleicht war das hier ja doch nur ein verrückter Traum, weil Izumi ihm etwas Alkohol ins Getränk gemischt hatte gestern

      Mary-Ann Lawrence

      Sie war schon seit einiger Zeit wieder hier in der Vergangenheit. Sie hatte gerade geputzt als sie den General, mit dem sie relativ gut auskam, mit Bentley und einem Jungen mit Kleidung aus der Neuzeit sah. Sie sah zwar nicht die Augen, weil der Junge niemanden ansah, doch ihr eigenes Fleisch und Blut würde sie überall erkennen. Was tat Keisuke hier und war Emma auch hier? Doch sie ließ sich ihre Gedanken nicht anmerken sondern machte ihre Arbeit weiter. Trotzdem fragte sie sich, was bitte ihr Sohn hier verloren hatte. Soweit sie richtig gerechnet hatte, musste er doch mittlerweile 17 und kurz vor seinem Abschluss sein. Also warum war er in dieser Zeit und nicht in der Neuzeit? Hatte er etwa die Fähigkeit geerbt und sie unbewusst eingesetzt?
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    • Valentine Crowford

      Das Essen war Valentine wie befohlen in seinem Arbeitszimmer serviert worden, wo er nun seit einigen Stunden an seinem Tisch saß, eine Feder in der Hand hielt und es einfach nicht schaffte, ein Wort zu Papier zu bringen. Er war noch immer aufgebracht. In seinem Kopf hallten die Worte wider, die der Fremde ihm so verächtlich ins Gesicht gesagt hatte, wie es niemand wagen würde der keinen Todeswunsch hatte.

      Dumm. Dumm? Was soll das denn heißen? Ich bin zwar kein begabter Dichter aber doch nicht dumm?

      Valentines Blick verfinsterte sich wieder. Er war so zerstreut, dass er kaum essen hatte können. In seinem Kopf drehte sich alles bloß darum, wie frech dieser Kerl ihn angesprochen hatte. Er war der König von Großbritannien und Irland, der gefürchtetste Mann in ganz England, dem fortschrittlichsten Land seiner Zeit. Wofür hielt dieser Junge sich bloß?
      Es musste mittlerweile spät Nachts sein. Bentley hatte sich bereits verabschiedet und das Personal, abgesehen von den Wachleuten, war in ihre Gemächer eingekehrt. Mit einem genervten Zischen erhob sich Valentine. Er verblieb im weißen Hemd und schnappte sich eine Kerze für besseres Licht. Valentine musste etwas gegen diesen Gedanken-Teufelskreis tun. Mit sicherem Schritt machte er sich auf den Weg ins Verlies. In den Gängen standen alle paar Meter Wachmänner, die sich reihenweise nacheinander verbeugten. Beim letzten vor der Treppe zum Verlies blieb er stehen.

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      “In welcher Zelle befindet sich der Gefangene?”, fragte er leise.

      “In der vierten, mein König”

      Valentine schritt die Treppe hinunter und rollte die Augen, als er bemerkte, wie der Soldat ihm folgte. Was sollte der Junge ihm denn tun? Er war eingeschlossen. Außerdem war der König stets mit einem Messer ausgerüstet. Darauf hatte seine Gouvernante bestanden.

      An der vierten Zelle reichte Valentine dem Soldaten seine Kerze. Hier unten taten die Wandfackeln ihre Arbeit.
      “Ich brauche Sie hier nicht. Warten Sie an der Treppe. Das sind kaum zwanzig Meter, so laut werde ich wohl schreien könnte”, meinte Valentine sarkastisch. Der Soldat trat zögernd ab und Valentine wandte sich dem Jungen in der Zelle zu.
      “Wie lautet dein Name?”, fragte er.
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    • Keisuke Hyakuya

      Er hatte die Ruhe genossen. Hier ging ihm keiner auf den Senkel und er konnte ganz in Ruhe über seine momentanen Lage nachdenken. Das das hier keine Traum war, musste er bereits am Nachmittag fest stellen als er sich für ein Paar Minuten schlafen gelegt hatte. Nun war er Wach, hatte aber die Augen geschlossen. Wirklich schlafen wegen den Fackeln konnte er eh nicht. Und nach einigen Stunden, die sich wie eine Ewigkeit anfühlten, vernahm er Schritte, die vor seiner Zelle hielten. Kurz darauf hörte er die Stimme dieses arroganten Königs. Zuerst sprach er wohl zu einem Soldaten. Jedenfalls nahm Keisuke dies an. Dann wurde der schwarzhaarige persönlich angesprochen. Er wollte also sein Namen wissen. Tch! So leicht würde er ihn diesem aufgeblasenen und arroganten Kerl nicht verraten. Er öffnete seine blauen Augen und starrte zu ihm. Gegen den Hass in seinen Augen konnte er nichts tun. Er hasste Menschen nun mal

      ,,Sieh an, welch eine Ehre, der König fragt persönlich jemanden nach seinem Namen", meinte er spöttisch grinsend. Auch sein Ton hatte etwas Spöttisches. Der Gedanken, dass ein König Interesse an ihm haben sollte, fand er einfach nur absurd. ,,Nenne mir nur einen guten Grund, warum ich dir meinen Namen verraten sollte", sprach Keisuke dann ernst und kühl
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    • Valentine Crowford

      Der König war wütend, aber nicht überrascht. Er zögerte nicht mit seiner Antwort. "Lass mich nachdenken", zischte Valentine. "Weil ich dich sonst hinrichten lasse? Verhungern lasse? Dir die Finger abschneiden lasse? Stell dich nicht so an und sag endlich, wie du heißt. So unfähig, wie du bist, kannst du kein Spion sein. Also wieso gefährdest du dein Leben? Willst du sterben?"

      Noch nie war ihm ein solcher Vollidiot untergekommen. Zwar erschien es Valentine selbst ein wenig dämlich, dass er eigenständig hier runter gekommen war um mit einem Gefangenen persönlich zu sprechen, doch mit dieser Respektlosigkeit konnte er einfach nicht leben. Er hörte bereits im Geiste, wie die Gouvernante ihn schimpfte. "Ein König hat Angestellte! Er spricht nicht selbst mit dem Volk!"
      Diese Frau war aber auch die Einzige, die es sich erlaubte, ihm Vorschriften zu machen. Zumindest solche, die Valentine's Anschein nach Sinn machten. Doch ihr verdankte er es nunmal, dass er sein Land unter Kontrolle hatte. Wenn auch auf anderem Wege, als seine Hauslehrerin es sich vermutlich gewünscht hätte. Doch wenn sie mal diesen Gefangenen in die Finger kriegen würde... hah! Da würde sie glatt einen Herzinfarkt erleiden. Vielleicht war es ja tatsächlich keine so schlechte Idee, sie mal hier runter zu schicken. Der Junge konnte vermutlich nicht mal lesen, wenn er nie erzogen wurde.

      Moment. Schluss. Der Gefangene ist es doch nicht wert, auf Adelsniveau unterrichtet zu werden!


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    • Keisuke Hyakuya

      Na wenn er einem sofort Folter oder mit dem Tod drohte, verwunderte es Keisuke kein bisschen, dass er so unbeliebt beim General oder generell bei dem Volk ist. Allein dieser Butler schien ihn zu mögen. Der Kerl und einsam?! Wo war der das bitte? Allerdings wollte er sich nicht so einfach geschlagen geben. Er würde ihm zwar seinen Namen verraten, aber auch noch etwas provozieren. Deswegen lächelte der schwarzhaarige etwas.
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      ,,Keisuke ist mein Name. Aber ich sag dir Mal was, mich wundert es nicht, dass du bei deinem Volk so unbeliebt bist, wenn du einem unschuldigen Menschen mit Folter oder dem Tod drohst. Sie hatten wohl recht mit der Bezeichnung, Tyrann.", Sprach er. Er hasste Menschen, doch wenn ihm wie jetzt zu Unrecht gedroht würde, musste er provozieren. Das war eine Veranlagung von ihm. Außerdem würde seine Schwester hiervon erfahren, würde dieser Kerl erst Mal ne richtig lange Predigt bekommen, dass man so mit keinem unschuldigen Menschen und so umgeht und danach würde sie sicher Keisuke eine Predigt halten, dass er nicht einfach so Leute provozieren soll um zuzuschlagen. Dieser dumme General würde bestimmt auch eine Predigt bekommen. Allein bei diesem Butler würde sie sich entschuldigen, weil ich solche Umstände machen
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    • Valentine Crowford

      Keisuke also. Die Art, wie der Junge ihm von der Meinung seines eigenen Volks berichtete, verriet ihm, dass er nicht daran dachte, dass Valentine das alles bereits wusste. Doch er war kein Tyrann. Er herrschte als König über ein Land, das die Führung eines starken Mannes brauchte. Er machte seinen Job gut. Umso mehr die Menschen sich fürchteten, desto härter arbeiteten sie, trieben die Wirtschaft voran und schufen sich somit selbst ein besseres Leben. Mitten in der industriellen Revolution brauchte es jemanden, der den Menschen ihren Platz zuwies. Das hatte sein Vater früher oft gesagt und auch, wenn er sich an dessen Herrschaft kaum erinnern konnte, geschweige denn wusste, was er selbst so anders machte, hielt Valentine an dem Glauben fest, das Richtige zu tun. Natürlich war Mord nicht der beste Weg. Zugegeben, das waren meistens Ausrutscher, die irgendwelchen Wutausbrüchen zugrunde lagen. Doch der Großteil der Menschen lebte ja noch.
      Wenn Valentine jedoch eines an seinem Leben hasste, dann war es die absolute Unterwürfigkeit die ihm jeder entgegen brachte. Man konnte nicht sagen "er beißt doch nicht"... aber er würde ja nicht jedem gleich den Kopf abschlagen, der ihm mal die Meinung sagte. Immerhin tat es sowieso recht wenig zur Sache, denn letztendlich zählte immer nur das Wort des Königs. Darum würde er diesem Jungen namens Keisuke auch nichts antun. Solange er ihn nicht zu Tode nervte jedenfalls.

      "Mir ist bewusst, dass ich nicht sonderlich beliebt bin, aber ich habe nun mal gewisse Aufgaben, die erledigt werden müssen und die können nicht jedem gefallen", erwiderte Valentine kühl, mit einem mulmigen Gefühl im Magen, weil er sich allen Ernstes vor einem unwichtigen Untertanen rechtfertigen wollte. "Wenn du noch etwas zu beichten hast, erzähle es einem Wachmann. Bis morgen werde ich hoffentlich deinen Aufenthaltsgrund erfahren haben. Ich habe noch zu tun", sagte er und wandte sich zum Gehen um. Je schneller er hier weg kam, desto besser. Dieser Gefangene brachte ihn ganz aus dem Konzept.
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    • Keisuke Hyakuya

      Seinen Aufenthaltsgrund? Ach ja, der wollte ja, dass dieser General das mit Folter herausfindet. Aber warum er hier war, wusste er doch selber nicht. Der Tag hatte ganz normal angefangen. Ein typischer Schultag hätte es werden können...... wären da nicht diese scheiß Mistkerle, die mit seiner Art nicht zurecht kamen. Keisuke konnte doch auch nichts dafür. Er war so wie er war. Nein, falsch. Sein Trauma war an seinem Charakter schuld. Hätte er damals seine Mutter nicht dabei erwischt! Er sah zu Boden.
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      ,,Ich weiß selber nicht warum ich hier bin. Wären diese Mistkerle und diese alte Wahrsagerin nicht, wäre ich wohl kaum in dieser Zeit und müsste auch nicht Emma so viele Sorgen bereiten", murmelte er. Ja, Emma weint bestimmt, weil er nicht nach Hause kam. Bestimmt war es in der Gegenwart bereits sehr spät Abend und Emma würde versuchen ihn ständig anzurufen. So war seine fürsorgliche kleine Schwester. Und eigentlich vermied es Keisuke gerne, ihr Sorgen zu bereiten doch jetzt ließ es sich wohl nicht vermeiden. Doch auch wenn er nun deprimiert wirkte, war er schnell wieder der alte mit einem kühlen Gesichtsausdruck
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    • Valentine

      Ehe der König gehen konnte, erweckte die Antwort des Gefangenen sein Interesse. Hatte er gerade Wahrsagerin gesagt? Welche Zeit? Und wer war Emma? Valentine spähte über die Schulter und beobachtete den Jungen, der eindeutig deprimiert war. Verärgert über seine eigene Schwäche drehte er sich um.
      "Nun gut", erhob er die Stimme wieder. "Was ich aus deiner Antwort heraushöre, ist, dass du selbst verwirrt über deinen Aufenthaltsgrund bist. Hättest du das gleich gesagt, säßest du jetzt vermutlich nicht im Verlies. Aber hier sind wir und du kommst nicht raus, bist du bewiesen hast, dass ich dir vertrauen kann. Und ich warne dich, so furchtbar ich als König auch sein mag, wie du siehst, ist das Verlies leer, bis auf dich. Sträflinge befinden sich im Staatsgefängnis und ich habe mit Sklaverei nichts zu schaffen. Es wird hier unten einsam werden, also entscheide dich schnell, ob du als ordentlicher Bürger oder als widerspenstiger Gefangener dein Leben verbringen möchtest" Von oben auf ihn herab blickend versuchte der König zu verstecken, dass dies absolut nicht das Verhalten war, dass er an den Tag legen sollte. Gefangener war Gefangener und wer sich dem Königlichen Befehl verweigerte, der war verbannt, vogelfrei oder gleich hingerichtet. Irgendetwas an Valentines Verhalten war schon immer unschlüssig gewesen. Dieser Ansicht war Bentley zumindest.
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    • Keisuke Hyakuya

      Wollte der Kerl ihn verarschen? Sah er wirklich so aus als würde ihm Einsamkeit etwas ausmachen?! Als würde er sich jemanden beugen?! Wenn dieser König das dachte, hatte er sich ins eigene Fleisch geschnitten. Keisuke war sein eigener Herr. Er hasste Befehle über alles. Er war doch kein Schoßhund, der alles tat was man wollte. Ja, gelegentlich hatte er Mal auf Emma gehört aber auch nur weil seine kleine Schwester verdammt furchteinflößend sein könnte, wenn sie nur wollte. Aber auf so arrogante Kerle hörte er sicher nicht. Mit kaltem Blick aber einem leichten, Spöttischen Grinsen sah er Valentine an.


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      ,,Wenn du ernsthaft denkst, dass ich jemanden wie dir dienen werde?! In deinen Träumen vielleicht aber lieber bleibe ich hier im Verließ als auf einen arroganten König zu hören", meinte er. Aber er hatte ein kleines Problem. Er musste auf jeden Fall in seine Zeit zurück. Dann wäre er 1. Diesen König los und 2. Könnte er sich dann an diesen Mistkerle rächen. Aber dazu musste er sich erstmal eine Frage beantworten können. Wie zur Hölle war er durch die Zeit gereist?! Musste sein Leben dafür in Gefahr sein? Denn so war es ja als er hier her kam. Oder musste es wie Selbstmord aussehen? Bestimmt sah es so aus wenn man vom Dach fiel. Okay, er kam definitiv nicht weiter. Na super.
      Nea D. Campell aus D.Gray-man. Der 14. Noah und so ein hotter Boy *-* Ich liebe ihn einfach nur. ER ist mein aktueller Husband und wird es bleiben (Außer man löscht jetzt meine Erinnerungen an ihn xD). Und noch was: PFOTEN WEG! Er ist MEINS. Mein hotter Noah *-*

    • Valentine Crowford

      Der König drehte sich mit einem verärgerten Zischen um. Gut, wenn er es so wollte, sollte er eben im Verlies verhungern. Durch die Dunkelheit stampfend begab Valentine sich zurück auf sein Zimmer. Dass ein Mensch so stur sein konnte, dass er lieber starb als eine Chance anzunehmen… ja, das konnte er leider gut nachvollziehen. Verdammt.
      Als er um die letzte Ecke bog, stockte er. Bentley stand vor seiner Zimmertür und beobachtete ihn durch zusammengekniffene Augen. Hatte er mitbekommen, wo der Schwarzhaarige hingegangen war? Er unterbrach seinen zögerlichen Gang mit einem lauten Räuspern, reckte den Kopf wieder stolz in die Höhe und meinte: „Bentley, Sie haben seit Stunden Feierabend. Was wollen Sie vor meiner Tür mitten in der Nacht?“
      „Ich machte mir Sorgen, dass Ihr keinen Schlaf finden würdet, wegen des Gefangenen. Ihr lasst selten jemanden im Verlies einsperren“, erwiderte Bentley ruhig.
      „Lassen Sie das meine Sorge sein“ Nun spukten ihm im Kopf auch noch Gedanken über seinen Image-zerfall herum. Vielen Dank, Bentley. „Gehen Sie jetzt bitte“, forderte Valentine ihn auf.
      „Seid Ihr sicher, dass alles in Ordnung ist?“, fragte der Butler noch einmal nach.
      „Gehen Sie“, sagte Valentine erneut, dieses Mal ruhiger. Er wollte nur seine Ruhe haben und den Kopf frei bekommen. Diesen Keisuke im Verlies aufzusuchen war ein Fehler gewesen. Er würde sich nicht beugen. Mit dem Gedanken schloss er hinter sich die Tür zu seinem Zimmer und hoffte, dass Bentley endlich verschwinden würde. Er konnte es nicht gebrauchen, ständig unter Beobachtung zu stehen.
      Als er sein Nachtgewand anzog und sich langsam in das riesige, mit Kissen geschmückte Himmelbett begab, erwischte den jungen König erneut eine gewisse Aufregung. So viel Widerspruch wie allein heute war ihm in 19 Jahren nicht entgegen gekommen. Der Gedanke an dieses sture Gör ließ ihn nicht mehr los. Heimlich hegte er den Wunsch, der Junge würde überleben, um diese interessante Stimmung im Schloss aufrechtzuerhalten.

      Calvin Bentley

      Reden konnte der König viel, doch glaubwürdig war er selten, das musste Calvin Bentley wieder einmal seufzend feststellen. Sein König war ganz eindeutig im Verlies gewesen, mitten in der Nacht. Er musste aufpassen, denn wenn solche Gerüchte unter das Volk gerieten, war der Respekt von heute auf morgen weg. Dann war Valentine bloß noch ein unerzogenes Kind, das nicht wusste, was es wollte und heute jemanden zu Tode verurteilte, morgen aber Rosen verteilte. Doch so sehr dies den Butler beunruhigte, kam er nicht umhin zu bemerken, wie gut dem König ein wenig Widerspruch tun musste. Selbst konnte Bentley es sich nicht leisten, so mit ihm umzugehen, immerhin hatte er hier eine gute Anstellung und konnte nicht riskieren, sich einem Stimmungsumbruch des Königs auszusetzen und auf der Straße zu landen. Dieser merkwürdige junge Mann mit Todeswunsch konnte vielleicht genau das richtige sein, um Valentine beizubringen, was richtig war und was falsch. Nun, zumindest, wenn der Junge selbst eine Ahnung von Moral hatte. Doch ein schlechter Einfluss war bei Valentine gar nicht mehr zu erreichen. Mit viel Glück erkannte er jedoch selbst, dass ihm ein wenig Führung nur helfen konnte. Und Freundschaften in seinem Alter waren bestimmt auch nicht fehl am Platz.
      Bentley schüttelte im Gehen den Kopf. Was dachte er da bloß? Dieses aufmüpfige Kind war immer noch ein Gefangener. Doch irgendwas sagte dem alten Butler, dass er ein ganz harmloser Junge war, der einfach eine zu große Klappe hatte. In nächster Zeit sollte er mal ein Gespräch mit ihm einleiten, hinter Valentines Rücken, verstand sich.
      >> it takes courage to bloom <<