Getting back in Time [Stuffie&Caili]

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    • Getting back in Time [Stuffie&Caili]


      Mephisto Sanguis van Darkness

      In der Luft schwebend, versteckt von den Blicken der Menschenmenge, die sich unter ihm versammelte, um das Spektakel mit eigenen Augen zu sehen, betrachtete der Dämon das Geschehen unter sich, mit einem breiten Grinsen auf den Lippen, das einem das Blut in den Adern gefrieren könnte.
      Bösartige Zungen waren zu hören, Beleidigungen, gepaart mit dem Wunsch, nein, gar der Aufforderung die junge Frau, welche zur Guillotine geführt wurde, endlich zu töten, ihr ihrer gerechten Strafe teil werden zu lassen. Doch dies ignorierte der Dämon geflissentlich, in diesem ganzen Chaos hatte Mephisto nur Augen für eine einzige Person: Celeste Alizée de Fleur, gebrandmarkt als Verräterin und Verbrecherin ihres Landes, konnte er ihre Gedanken fast schon hören. Der Wunsch, gar der Ruf nach Rache, der immer lauter wurde, je näher die junge Frau sich dem tödlichen Instrument näherte, und das Grinsen des Dämonen wurde immer breiter.
      Genau das war es, wonach er gesucht hatte. Eine Seele, würdig von ihm verspeist zu werden. Er musste sie haben. Koste es, was es wolle.
      Die Freudenschreie, als der zärtliche Hals endlich durchtrennt und der Kopf von seinen Schultern rollte, war Laut, ohrenbetäubend, doch Mephisto musste schnell handeln, wenn er diese Seele sein eigen nennen wollte, bevor sie aus dieser Welt verschwand.

      Der Dämon hatte ihren Ruf nach Rache, nach einer zweiten Chance, laut und deutlich gehört und war in Begriff diesem zu folgen, erschien ihr im Reich zwischen Leben und Tod, mit einem breiten, triumphierenden Grinsen auf dem Gesicht, als wüsste er bereits, dass sie seinem Angebot nicht widerstehen können würde. Wie sollte sie auch?
      Eine zweite Chance war etwas, das Menschen normalerweise nicht vergönnt war, wer würde so etwas schon freiwillig ablehnen?
      „Es ist mir eine Ehre dir zu begegnen, Celeste. Oder sollte ich eher sagen, es wird dir eine Ehre sein, dass du mir begegnen durftest? Ich kann dir deinen Wunsch erfüllen, meine Teuerste. Ich kann dir eine zweite Chance schenken, die Möglichkeit, dich zu rächen, alles rückgängig machen, deinen Tod verhindern, was auch immer du dir wünscht... alles, was ich dafür verlange, ist deine Seele.“, hob er das Kinn der Adelsdame, um ihr direkt in die Augen blicken zu können, im Versuch ihr sein Angebot schmackhaft zu machen, nicht, dass er sich dabei viel Mühe geben musste, nicht wahr?
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      @Stuffie
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    • Celeste

      'Unfair'

      Das war das Wort, welches sich immer wieder in Celestes Gedanken drängte, wie bei einer kaputten Schallplatte.
      Als man sie in den Kerker gesperrt hatte, sie dort tagelang hungern ließ und alles über ihren Kopf hinweg entschied ... bis man sie schließlich heraus gezerrt und zur Guillotine geführt hatte. Alle Vorwürfe, alle Beleidigungen ... es war alles unfair.

      In dem Moment, als man sie auf die Knie zwang und ihren Kopf unter die scharfe Klinge legte, konnte sie nichts weiter empfinden, als Hass uns Verachtung. Man hatte ihr so viel Dreck zugeschoben und sie hatte es einfach nicht bemerkt ... jahrelang! Und das war die Konsequenz. Ihre Mauer, die sie aufgebaut hatte und die sie für ein paar wenige Menschen gebrochen hatte..
      Es war ihr größter Fehler gewesen.
      Oh, wenn sie doch nur noch eine Chance hätte, eine Chance, noch einmal zurückzukehren und alles zu verändern! Sie würde sich rächen! Sie würden fühlen, wie es war, vor dem Tode zu stehen!

      "Ich verfluche euch!", schrie sie mit ihrem letzten Atem noch aus, ehe die Klinge hinab stürzte und-

      ....

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      Was ... war das für ein Ort?
      Alles um sie war grau, ja fast schon nebelig ..
      Sie stand mitten auf einem Weg, um sie herum war es totenstill..
      Bedeutete das, dass sie nun gestorben war? Führte der Weg zum Himmel? Oder zur Hölle?
      Doch bevor sie überhaupt daran denken konnte, aufzubrechen, hörte sie eine Stimme. Erschrocken drehte sich Celeste um und entdeckte einen Mann, etwas größer als sie selbst mit langen, schwarzen Haaren und einem Lächeln, das mehr als nur Misstrauen hervorrief.

      Er erzählte davon, dass er ihr jeden Wunsch erfüllen konnte - ihre zweite Chance, ihre Rache .. einfach alles. Und dafür würde er ihre Seele verlangen.
      Ihre Augen blickten direkt in die seine, als er ihr Kinn anhob.
      Diese Gestalt vor ihr musste so etwas wie ein Dämon sein.
      "Meine Seele?", wiederholte Celeste nachdenklich.

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      Ah.
      Moment mal kurz.
      Das hatte sich sich doch gerade eben gewünscht. Ja, kurz vor ihrem Tod hatte sie regelrecht nach einer zweiten Chance gebettelt - aber sie hatte da eher mit einem gnädigen Engel gerechnet, der mal eben mit einem Finger schnipste und sie wiederbelebte und nicht mit einem Dämon, der für alle Ewigkeiten ihre Seele foltern würde!!
      Hatte sie ihn jetzt aus versehen beschworen? Würde er kein 'Nein' akzeptieren und sie gleich mit in die Hölle schleifen, wenn sie es versuchte?
      "Ähm..."
      Ein beschämtes und eingeschüchtertes Lächeln legte sich auf ihre Lippen, als sie bemüht seinem Blick auswich,
      "Also..."

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      "Wisst Ihr, werter Herr, es ist wohl besser, wenn ich doch einfach ganz normal sterbe. Ich mag Schmerzen nicht so sehr, da erscheint mir dieses Angebot mit meiner Seele .. nun .. meine Seele liegt mir doch schon irgendwie am Herzen."
      In was war sie hier hinein geraten?!
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      „Hah?“, starrte der Dämon die junge Frau ungläubig an, mit einer Spur von Genervtheit, konnte er doch nicht glauben, dass sie sein Angebot so einfach ausschlug, nein, dass sie es überhaupt ausschlug. Wo war denn ihr Durst nach Rache hin? Der flehende Ruf nach einer zweiten Chance? Eine Seele war dagegen doch nichts, nicht wahr? Tod konnte sie damit sowieso nicht so viel anfangen. Aber Mephisto hatte ganz sicher nicht vor ihr Nein einfach zu akzeptieren. Es war schwer genug gewesen überhaupt eine Seele zu finden, die ihn interessierte.
      „Du willst sterben, wirklich? Das hat gerade noch ganz anders geklungen.“, machte der Dämonen einen Schritt nach hinten und betrachtete Celeste mit einem spöttischen Lächeln.
      „Sicher, dass deine Mutter einfach damit davon kommen soll? Wie sieht es mit deinem Verlobten aus? Hast du ihn nicht geliebt? Und doch hat er dich einfach weggeworfen, für eine andere, die nicht einmal an deine Schönheit heran reicht? Ganz zu schweigen von dem Mädchen, dass es gewagt hat sich an deinen Verlobten ran zu schmeißen, lange bevor ihr eure Verlobung aufgelöst habt. Sollen diese Leute wirklich ein gutes Leben leben, während auf dich nur der Tod wartet? Glaub mir, was hier nach auf dich wartet, ist deutlich schlimmer, als deine hübsche Seele an einen noch hübscheren Dämon zu verkaufen. Oder bist du wirklich der Meinung im Leben ein guter Mensch gewesen zu sein?“, lächelte Mephisto viel sagend, an ihren Wunsch nach Rache appellierend, im Versuch sie doch noch umzustimmen.
      „Hab keine Angst, ich werde deine Seele schon gut behandeln.“, wurde sein Grinsen ein ganzes Stück breiter. Er brauchte ihr ja nicht gleich zu erzählen, dass er sie essen würde, nicht wahr? Er wollte ihr nicht auch noch damit Angst machen.
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    • Celeste

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      Hah .... natürlich würde ein Dämon nicht einfach ein 'Nein' akzeptieren. Was hatte sie denn auch erwartet?
      Bevor Celeste sich überhaupt noch eine Ausrede herbeidenken konnte, fing der Mann schon an, Salz in ihre Wunden zu streuen. Ihre Stiefmutter, ihr Verlobter, die Schlange, die diesen verführt hatte ...
      Die Adelsdame wusste, dass sie eigentlich gar nicht darauf hören durfte. Früher hatte sie in sämtlichen, religiösen Schriften gelesen, dass Dämonen alles versuchten, um ihrem Opfer ein Pakt schmackhaft zu machen. Sie wusste, dass sie ablehnen sollte, auch, als er behauptete, dass sie nach ihrem Tod noch etwas schlimmeres erwartete, als sie glaubte.
      Aber irgendwas ... hielt sie davon ab.

      "Und wie soll ich mir das vorstellen?", fragte sie.

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      "Ich meine, wenn Ihr mich wiederbelebt, wie soll das aussehen? Bin ich dann plötzlich wieder da und habe Superkräfte? Kann ich dann auf einmal fliegen und Gedanken lesen?"
      Anstatt einfach an dem Dämon vorbeizugehen und ihm die kalte Schulter zu zeigen, ließ sie sich ernsthaft weiter auf ein Gespräch ein! Was war nur mit ihr los? Das sah Celeste gar nicht ähnlich ....
      Wenn sie etwas ablehnte, dann blieb sie für gewöhnlich auch dabei, aber es war jetzt fast so, als wollte sie überredet werden..

      "Ich will das alles jetzt nicht ins lächerliche ziehen, aber meint Ihr nicht, dass es total auffällig wäre, wenn ich da plötzlich wieder auftauche?"
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      Das siegessichere Lächeln kehrte in die Züge des Dämons zurück, als die Adelsame vor ihm anfing nach den Details zu fragen. Er hatte sie bereits an der Angel, nun müsste er den Köder nur noch einholen und... schon bald würde ihre Seele ihm gehören.
      „Nicht doch, was sollst du schon groß anstellen, wenn du bei deiner eigenen Hinrichtung wieder lebendig auftauchst? Nicht, dass ich etwas dagegen hätte ein hübsches Massaker zu veranstalten, wenn es das ist, was du willst, aber das ist es sicherlich nicht, was du unter Rache verstehst, nicht wahr? Es wäre doch ziemlich langweilig und viel zu nett, wenn du all diesen Leuten einen einfachen Tod bereitest, nachdem, was sie dir alles angetan haben, nicht wahr? Zumindest mir persönlich würde das ganze so gar nicht gefallen.“, hob Mephisot die Hände in die Luft und schüttelte mit einem bedrückten Gesichtsausdruck den Kopf, als wäre dies zu bedauerlich, um es zuzulassen.
      „Oh nein, ich habe da eine viel bessere Idee.“, wurde sein Grinsen noch breiter und in seinen Augen glänzte die Grausamkeit und die Vorfreude, die einem Dämon gebührte, „Wir drehen die Zeit um. Du wirst an den Tag zurückkehren, bevor die Pläne all dieser Leute zuschlagen können, eine zweite Chance wie sie im Buche steht. Mit deinem Wissen von der Zukunft solltest du in der Lage sein ihre Pläne gegen sie zu verwenden, dafür zu Sorgen, dass es ihre Köpfe sind, die am heutige Tage rollen sollen, statt deinem. Und natürlich stehe ich dir mit meine Kräften als Dämon zur Seite, versteht sich. Ich fürchte Superkräfte kann ich dir nicht geben.“, schüttelte der Dämon bedauerlich mit seinem Kopf.
      Im nächsten Augenblick war der Dämon wieder direkt vor Celeste aufgetaucht, war ihrem Gesicht so nahe, dass nur wenige Zentimeter die beiden trennten, während er sie erwartungsvoll anblickte und seine Augen fast schon funkelten.
      „Und? Was sagst du? Klingt doch gar nicht so schlecht, oder?“
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    • Celeste

      In diesem Moment hasste sie sich selbst.
      Jedes Wort, welches der Dämon über die Lippen brachte, klang so verlockend, fast schon zu schön um wahr zu sein und sie wusste, dass es nicht das Richtige war. Aber alles in ihr zerrte sich nach der Rache, über die dieser Mann so überzeugend Süßholz raspelte ...
      Und in der Zeit vor der ganzen Katastrophe von vorne zu beginnen, war in der Tat eine Lösung, mit der sie wunderbar arbeiten konnte. Es sprach also wirklich alles dafür, lediglich die Sache mit ihrer Seele ...

      Andererseits - was genau geschah nach dem Tod eigentlich wirklich? Was, wenn sie in so eine Art Hölle fuhr, für all die grausamen Dinge, die sie mit der Zeit doch getan hatte? War das Erlöschen ihrer Seele dann wirklich so viel schlimmer? Zumindest ging sie davon aus, dass ihre Seele sozusagen spurlos verschwand - denn dass der Dämon sie hegte und pflegte wie ein niedliches Haustier, wagte die Adelsdame zu bezweifeln. Und sollte er sie foltern, wäre es ja auch kein Unterschied zu dem, was sie sowieso erwartete .. richtig?

      Fast hätte sich Celeste erschrocken, als der Dämon auf einmal wieder vor ihr auftauchte und ihrem Gesicht so nahe war, dass sie meinte, seinen Atem auf ihren Lippen spüren zu können.
      Für einen Augenblick sah sie ihm tief in die Augen ...

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      "...Okay."
      Einerseits widerwillig, andererseits doch gespannt, stimmte die junge Frau zu.
      "Ich habe ja sowieso nichts zu verlieren.", fügte sie hinzu und atmete aus, "Und diese Leute haben es verdient, Dreck zu fressen."
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      Das Grinsen des Dämons wurde noch ein ganzes Stück breiter, denn mehr hatte er nicht gebraucht. Ein einfaches Ja, ein Okay, ein Zeichen der Zustimmung war alles, was Mephisto gebraucht hatte, um diesen Pakt, den er sich so sehnlichst wünschte, einzugehen und er würde ihr keine einzige Sekunde geben es sich anders zu überlegen.
      Er überbrückte die wenigen Zentimeter, die sein Gesicht vor dem ihren trennten, legte seine Lippen auf die von Celeste und zwang ihr damit einen Kuss auf, um den Pakt zu besiegeln, während er mit der anderen Hand, welche nicht das Kinn seines Opfers fest hielt, das Kleid der Adelsdame hob um seine Hand auf ihren Oberschenkel zu legen und dort ein brennendes Gefühl zu verursachen, das Mal zu platzieren, der Beweis dafür, dass ihre Seele nun ihm gehörte, solange er sich an seinen Teil der Abmachung hielt.
      Mephisto leckte sich genüsslich über die Lippen, nachdem er sich wieder von Celeste löste, welche mittlerweile aufgrund der Magie, welche er an ihr genutzt hatte und die ihr Körper offensichtlich nicht gewöhnt war, ohnmächtig geworden war und er hielt die Adelsdame mit einem Arm um ihre Taille fest.
      Sobald sie aufwachen würde, würde sie sich wieder in ihrer gewohnten Umgebung befinden, in ihrem Bett im Elternhaus, zwei Jahre vor ihrem eigentlichen Tod.
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    • Celeste

      Als der Dämon ihr plötzlich die Lippen auf ihre legte, zuckte Celeste merklich zusammen. Für einen kurzen Augenblick musste sie sogar den Reflex unterdrücken, ihn von sich zu schubsen und eine Ohrfeige zu verpassen - so, wie sie es bei jedem fremden Mann getan hätte, der ihr zu nahe kam. Doch schon als er ihr Kleid ein Stück weit nach oben schob und seine Hand auf ihren Oberschenkel legte, hatte sie gar nicht mehr die Kraft dazu, sich zu wehren.

      Alles in ihr ... fühlte sich komisch an ...

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      Was war das..?
      Sie ... konnte sich nicht bewegen. Ihr ganzer Körper horchte nicht mehr auf sie. Es war beinahe so, als war sie gar nicht Teil dieser Hülle, die sie bis gerade eben noch einwandfrei gesteuert hatte!
      Und dann ... wurde alles schwarz.


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      Die Adelsdame schreckte in ihrem Bett hoch und musste mehrmals blinzeln, um scharf sehen zu können.
      War .. War das alles gerade ein Traum gewesen..?
      Nachdem sie den Kopf hektisch zum Fenster gedreht hatte und feststellte, dass es sich gerade um einen gewöhnlichen Morgen handeln musste, setzte sich die junge Dame langsam auf und atmete tief durch.

      Du meine Güte...
      Hasste sie ihre Familie wirklich schon so sehr, dass sie davon träumte, einen Pakt mit einem Dämon einzugehen?

      "Madeleine", rief sie erschöpft und legte sich die Finger auf ihren Nasenrücken.
      Ihre Zofe sollte ihr schon einmal ihr Frühstück servieren. Vielleicht vergaß sie dann diesen ganzen Albtraum.
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      „Verzeihung, aber mein Name ist Mephisto.“, kam der unschuldig lächelnde Dämon in seiner neuen Verkleidung in das Zimmer der Adelsdame, als diese nach seiner Zofe rief, welche sich normalerweise um Celeste und ihre Bedürfnisse kümmerte, doch geschickt hatte Mephisto hier und da an ein paar Erinnerungen geschraubt, sich selber die Existenz von Mephisto Smith geschaffen, dem persönlichen Butler von Celeste Alizée de Fleur und er freute sich schon tierisch auf das verirrte und womöglich geschockte Gesicht der jungen Dame, als ihr bewusst werden würde, dass sie tatsächlich einen Pakt mit einem Dämonen eingegangen war. Mephisto war dies gewohnt, vielen wurde erst danach die gravierende Ernsthaftigkeit ihrer Taten bewusst, suchte sich der Dämon doch absichtlich jene Momente in dem Leben der Menschen aus, in denen es sich als nicht allzu schwer gestaltete, ein Ja zu hören zu bekommen.
      Solange niemand zu sehr darüber nachdachte, wer Mephisto Smith eigentlich war oder versuchte mehr über ihn herauszufinden und die Löcher in den Erinnerungen anderer entdeckte, würde auch niemand herausfinden, dass seine bloße Existenz eigentlich eine Lüge war.
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    • Celeste

      Als die junge Frau eine männliche Stimme vernahm, zuckte sie erschrocken zusammen und schob ihre Decke sogleich ein Stück weit mehr nach oben, damit kein Fremder einen Blick auf ihr Dekolleté werfen konnte. Zwar hatte sie ein Nachthemd an, aber es genierte sich trotzdem nicht für einen Mann, eine unbekannte Dame so zu sehen! Was fiel diesem Kerl eigentlich ein?!

      Sie beäugte ihn von oben bis unten, ehe sie genervt die Augenbrauen zusammenzog.

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      "Huh? Mephisto?"
      Was war das denn für ein Name? Hatte sie noch nie gehört.
      Das war sicher wieder so ein billiger Trick ihrer Stiefmutter. Madeleine hatte sie immer makellos eingekleidet und jetzt .... hatte sie so einen Typen engagiert, der vermutlich keine Ahnung von Frauensachen hatte. Sicherlich war es sogar ihr Ziel, einen Skandal zu erfinden, der daraus bestand, dass Celeste etwas mit ihrem Butler hatte.
      Dass es sich dabei um den Dämonen handeln konnte, hatte sie schon lange verdrängt und als Traum abgetan. Immerhin sah die Gestalt in ihrer Fantasie ganz anders aus und hatte sich ihr nicht mit so einem albernen Namen vorgestellt.

      "Nun gut, Mephisto. Ich sage dir, was jetzt passiert."
      Sie schenkte ihm ein kaltes, ja sogar furchterregendes Lächeln, bei dem die Menschen um sie herum immer zusammenfuhren.

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      "Du hast zehn Sekunden, meine Zofe hierher zu bestellen, sonst nehme ich dieses stumpfe Messer auf meiner Ablage dort hinten und höhle dir deine wunderschönen Augen aus, die ich mir dann zu einer hübschen Kette anfertigen lasse. Ja?"

      Das 'Ja?' am Ende des Satzes hatte sie noch einmal übertrieben freundlich ausgesprochen.
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      Zunächst wurde das Lächeln des Butlers breiter, während er sich trotz des Spektakels nicht aus seiner leicht verbeugenden Haltung löste, ehe der Dämon sich nicht mehr zurückhalten konnte und in schallendes Gelächter ausbrach. Wie es aussah, würde es mit dieser Frau nicht langweilig werden, bis er sich seinen Preis holen können würde.
      „Welch Schande, wie sollte ich ohne meine Augen noch eure Schönheit genießen können?“, gab der Butler lächelnd und gespielt bedauernd von sich, nachdem er es dann doch geschafft hatte sich wieder zu beruhigen, auch wenn ihn das ganze noch immer amüsierte.
      „Oh, kann es sein, dass ich ganz vergessen habe mich vorzustellen?“, wusste Mephisto nicht mehr so recht, ob er sich in seinen Bemühungen diese Seele an sich zu binden, überhaupt die Zeit genommen hatte sich vorzustellen und bedachte dies nun nachzuholen, als er mit einem Mal an Ort und Stelle verschwand und stattdessen neben dem Bett von Celeste wieder auftauchte, eine Strähne ihres hübschen, langen Haars in der Hand und einen Kuss darauf drückend.
      „In der Welt von euch Menschen kennt man mich nun nur als Mephisto Smith, doch dir möchte ich meinen echten Namen verraten, werte Partnerin, oh, oder würde es dir gar besser gefallen als Meisterinangesprochen zu werden? Wie auch immer. Mephisto Sanguis van Darkness mein Name, Dämon von Beruf, zu deinen Diensten.“, löste sich die Gestalt des Butlers auf und offenbarte stattdessen die Gestalt des Dämons, dessen Augen Celeste erwartend anfunkelte.
      „Oder hast du deinen Tod etwa bereits vergessen, werte Celeste? Den Schmerz? Die Schmach?“, grinste er breit und erinnerte die Adelsdame mit Freuden an das, was auf sie warten würde, wenn sie die Pläne ihrer Feinde dieses Mal nicht durchkreuzen würde. Und dann würde Mephisto seine versprochene Seele nicht bekommen, wäre das nicht die wahre Tragödie dieser Geschichte?
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    • Celeste

      Als der 'Butler' ins Gelächter verfiel, verzog Celeste missbilligend das Gesicht und machte für einen kurzen Moment Anstalten, tatsächlich aufzustehen und nach dem Messer zu greifen. Doch erst, als der junge Mann verschwand und aus dem Nichts neben ihr auftauchte, hielt sie inne.
      Wie-?
      Und da erklärte er schon, der Dämon zu sein, mit dem sie einen Pakt geschlossen hatte.
      Als er so ihre Haarsträhne hielt und sie an ihren Tod erinnerte, konnte sich die Adelsdame kein Stück rühren. Es war, als hätte man sie versteinert.

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      Das .. war alles kein Traum gewesen? Dieser Mann .. war der Dämon?
      Ihre letzte Skepsis wurde sogleich niedergeschmettert, als Mephisto seine originale Gestalt zeigte.
      Genau das war er. Der Dämon aus ihrem Traum..!
      Oder besser gesagt: Der Dämon, der scheinbar die Zeit zurückgedreht hatte, um ihr noch eine Chance zu geben!

      Und sie ...
      Sie hatte ihm gerade gedroht, ihm die Augen auszuhöhlen!!

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      Haaaaaah...! Scheiße, wie peinlich!
      Celeste hatte einem Dämonen gedroht, der sie dazu auch noch ausgelacht hat!!
      Oh mein Gott.
      Am liebsten würde sie jetzt im Erdboden verschwinden.

      "Ähm...", die Brünette räusperte sich und fand glücklicherweise schnell die Kontrolle über ihren Körper wieder, um seine Hand wegzudrücken und den Kopf zur Seite zu drehen.
      "A-Achso .. na wenn das so ist .."
      Wie sollte sie jetzt handeln? Einfach so tun, als wäre nichts gewesen? Direkt einen Plan mit ihm schmieden? Noch einmal darüber verhandeln, ob er wirklich ihre Seele haben wollte?

      "Ähm .. ich .."
      Sie stand auf und wagte es, ihn noch einmal anzusehen und mit dem Zeigefinger auf seine Brust zu tippen,
      "Ich gehe mich jetzt duschen. Und du .. wartest einfach draußen. Und danach sehen wir weiter."
      Ohne weiter zu zögern, machte sie sich auf den Weg ins Bad, welches sie direkt durch ihr Gemach erreichen konnte. Kaum dort angekommen, knallte sie die Tür hinter sich zu und blieb stehen.

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      War das jetzt echt? Also hatte sie jetzt nicht irgendwelche Halluzinationen?
      Sie kniff sich selbst in die Wange, um sicherzugehen, dass sie gerade nicht noch träumte. Bislang wirkte aber alles sehr real..
      Hastig schüttelte sie den Kopf.
      Sie musste runter kommen.
      Tief durchatmend legte sie ihre Kleidung ab und stieg unter das plätschernde Wasser des Bads. Ja, das war genau das richtige, um-

      ?!
      Da-Da war ein komisches Muster auf ihrem Oberschenkel?!?!
      Was war das..?!!?!?!

      Gerade, als sie mit dem Finger darüber streichelte, erinnerte sie sich.
      Der Kuss mit Mephisto und seine Hand, die den Rock ihres Kleides hochgeschoben hatte, um sie auf genau diese Stelle zu legen..!
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      Ein breites Lächeln lag auf den Lippen des Dämons, als er Zeuge der Reaktionen von Celeste wurde, es war einfach zu köstlich und am liebsten hätte er ein weiteres Mal, beließ es dieses Mal jedoch bei dem amüsierten Lächeln.
      „Hm? Sicher, dass ich euch nicht behilflich sein sollte?“, wechselte der Dämon in seine Gestalt als Butler und gab diese Worte demütig und hilfsbereit von sich, doch das Lächeln in seinem Gesicht verriet, dass er sie nur necken wollte, dennoch war sich der Dämon nicht sicher, ob Celeste seine Worte überhaupt gehört hatte, so schnell, wie sie die Tür hinter sich schloss, ehe er wieder seine originale Gestalt annahm, in welcher es für den Dämon einfach angenehmer war umher zu laufen.
      Mephisto blickte sich in dem Raum um, von dem er nicht weniger erwartet hatte, ein Zimmer das einer reichen Adelsdame nun einmal gebührte, auf der Suche nach etwas, womit er seiner aufsteigende Langeweile entkommen könnte. Denn wenn es etwas gab, dass dieser Dämon hasste, dann war es sich zu langweilen.
      Hmm... er hatte draußen ein paar hübsche Dienstmädchen gesehen, ob er gehen und sich mit diesen etwas unterhalten sollte? Nein, er sollte doch hier warten.
      Letztendlich seufzte Mephisto und machte es sich einfach auf Celestes Bett gemütlich. Es hatte ihn eine große Menge an Energie gekostet alleine diese zwei Jahre zurück in die Vergangenheit zu reisen.
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    • Celeste

      Es dauerte lange, wirklich lange, bis Celeste realisierte und akzeptierte, was sie da getan hatte.
      Einen Pakt mit einem Dämon. Zeit zurück gedreht. Rache.
      Gut, es brachte nichts, sich den Kopf über die Folgen zu zerbrechen. Dafür war es jetzt sowieso zu spät.
      Sie musste diese Ressource nutzen! Dafür hatte sie ihn ja mehr oder weniger beschworen!

      Frisch geduscht, angezogen und frisiert öffnete sie die Tür des Bads und setzte sich still an ihren Schreibtisch.
      Nachdenklich blickte sie zu dem Dämonen, der es sich mittlerweile auf ihrem Bett gemütlich gemacht hatte. Jedem anderen hätte sie dafür die Hölle heiß gemacht - ja sogar dafür, dass sie sich selber einkleiden musste! - aber dieses Glück wollte sie wirklich nicht in seine Hände legen. Sollte er einfach da liegen bleiben.
      Tief durchatmend legte sie zwei Finger an ihre Stirn.

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      "Ok, ich brauche Informationen."
      Alles. Welcher Tag es war, was die anderen über Mephisto zu wissen glaubten, wo ihre Zofe jetzt alternativ war, einfach alles!
      "Und lass nichts aus.", wies sie ihn an.
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      Geduldig wartete der Dämon darauf, bis die hübsche Adelsdame endlich aus dem Bad kam und richtete auch sogleich seinen Blick auf diese, betrachtete sie von oben bis unten. Tatsächlich hatte ihm das Nachtkleid besser gefallen, aber das war abzusehen.
      „Informationen? Das ist deine Vergangenheit, oder nicht? Müsstest du nicht besser wissen, wo wir hier sind?“; konnte sich Mephisto es nicht nehmen ihr gegen den Kopf zu stoßen und wenige Momente nach seiner Aussage kehrte ein Grinsen auf seine Züge, „Aber ich will mal nicht so sein! Der Tod ist für euch Menschen sicherlich nicht so einfach zu verkraften, was? Nun... wir sind genau zwei Jahre zurück in die Vergangenheit gereist, Sommer, den 2. Juni, um genau zu sein. Vielleicht erinnerst du dich ja daran, dein hübscher Verlobter wollte heute vorbei kommen und dich besuchen? Zumindest reden die Dienstmädchen gefühlt über nichts anderes, der muss ja recht beliebt sein, was?“, lächelte der Dämon, ehe das Lächeln verging und er wieder ernster wurde, „Noch seit ihr Verlobt, das Mädchen, das ihn dir ausgespannt hat, ist noch gar nicht auf der Bildfläche erschienen. Soweit ich weiß sollte ihr Debüt auf dem nächsten Ball... oder war es eine Teeparty? Irgendwie sowas in der Art, stattfinden. Mehr hab ich in der kurzen Zeit nicht herausfinden können. Also? Wie siehts aus? Was ist der erste Plan? Werfen wir deinen Verlobten aus dem Fenster, nachdem du ihn schön gedemütigt hast?“, grinste Mephisto voller Vorfreude. Er konnte es kaum erwarten mit dem Chaos zu beginnen. Und hungirg war er auch noch.
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    • Celeste

      Sichtlich wenig begeistert starrte Celeste den Dämonen an, als dieser ihr so vor den Kopf stoß.
      Erst, als dieser dann zu erzählen begann, wurde ihr Gesichtsausdruck weicher. Es war also der zweite Juni vor genau zwei Jahren. Die Adelsdame schluckte leicht, als sie hörte, dass ihr Verlobter heute kommen sollte. Einerseits war es beruhigend, als sie hörte, dass dieser ihr noch nicht fremd gegangen war, andererseits ...

      Die Braunhaarige atmete tief durch, während sie die Finger an ihrer Stirn zu einer Faust ballte.

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      ... das machte es doch nur komplizierter!
      In ihr hatte sich bereits so viel Wut angestaunt, dass sie Darius bei ihrem Treffen am liebsten direkt ins Gesicht schlagen wollte - aber wenn er diese Dirne noch nicht kennengelernt hatte, dann bedeutete das, dass er bis jetzt absolut treu war! Andererseits war der nächste Ball, von dem Mephisto sprach, nur noch ein paar Tage entfernt ... wenn er sie also bald kennenlernte und sich bereits in sie verliebte, musste es doch heißen, dass Darius mittlerweile nichts mehr für sie empfand, richtig?!
      Dieses miese, verlogene ..
      Wofür zur Hölle kam er sie dann überhaupt noch besuchen?!

      'Werfen wir deinen Verlobten aus dem Fenster, nachdem du ihn schön gedemütigt hast?'

      ....
      So sehr Celeste genau das machen wollte ...
      Am Ende sträubte sich in ihr etwas dagegen. Vielleicht war es das Wissen, dass sie diesen Mann schon als kleinen Jungen gekannt hatte oder aber auch, dass sie vielleicht noch etwas für ihn empfand, obwohl er es nach der Aktion mit ihrem Tod überhaupt nicht verdient hatte!

      "Ich überlege mir noch was.", gab sie schließlich an und stand wieder auf.
      Sie fuhr sich einmal über das Haar und öffnete dann die Türen ihres Gemachs. Ja, Celeste würde entscheiden, wie sie handelte, wenn sie Darius sah. Sie wollte sehen, ob er sich möglicherweise jetzt schon komisch verhielt, was sie zuvor möglicherweise nicht bemerkt hatte..

      "Komm.", wies sie den Dämon dann an, "Ich will, dass du an meiner Seite bleibst."
    • Mephisto Sanguis van Darkness

      „Wie sie wünschen, gnädiges Fräulein.“, war der Dämon in seine Butlergestalt gewechselt, noch bevor Celeste die Tür geöffnet hatte und hatte sich von dem Bett erhoben, um sich elegant vor ihr zu verbeugen, ehe er ihr an ihrer Seite hinaus aus dem Zimmer folgte. Ein scheußliches Affentheater, aber er musste nun einmal in seiner Rolle bleiben, dieser gerecht werden, wenn er ihre Seele haben wollte. Würde jemand bemerken, dass er nicht derjenige war, als der er sich ausgab, würde es nur unnötig kompliziert werden.
      Dennoch enttäuschte es ihn, dass Celeste seinen Vorschlag nicht einfach angenommen hatte, andererseits war er schon gespannt darauf, was sich die Adelsdame sonst noch einfallen lassen würde. Aus Erfahrungen wusste er, dass Menschen ihren Feinden gegenüber grausamer sein konnten, als es selbst die Dämonen vermögen und er musste ein breites, vorfreudiges Grinsen bei bei dem Gedanken unterdrücken.

      Der Kronprinz traf ein, Tee und Kuchen war den beiden in einem hübschen Teil des Gartens vorbereitet worden, durchaus romantisch und Darius wartete bereits mit einer Tasse Tee vor sich auf einem der Stühle, ehe Mephisto mit seiner Vertragspartnerin auftauchte. Sein Gesicht wirkte nachdenklich, doch sobald er Celeste erblickte strahlte es fast schon. Und dieser Mann würde sie in Zukunft persönlich ans Schafott führen? Wie grausam. Gefiel ihm.

      Darius Othniel Valdovas

      „Celeste! Verzeih die Störung so früh am Morgen, ich hoffe doch es geht dir gut?“, erhob sich der Kronprinz von seinem Stuhl und verbeugte sich leicht vor seiner Verlobten, um sie wie gewohnt zu begrüßen und gesellte sich zu ihrem Stuhl, um ihn ihr zurück und an den Tisch zu rücken, wie er es immer tat, wenn sie gemeinsam Tee tranken oder etwas aßen, es waren einfachste Benimmregeln, doch er tat es gerne.
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    • Celeste

      Schon von weitem hatte Celeste diese unverwechselbaren, rosaroten Haare und die vornehme, königliche Kleidung erkannt. Je näher sie diesem Mann kamen, desto mehr redete sich die junge Adelsdame ein, dass sie sich schon nicht aus der Bahn werfen ließe, dass sie einfach kühl bleiben würde, dass..

      'Celeste! Verzeih die Störung so früh am Morgen, ich hoffe doch es geht dir gut?'

      Die Frau blieb stehen und sah zu, wie ihr Verlobter aufstand und sich verbeugte, sie anstrahlte und den Stuhl nur für sie nach hinten rückte. Etwas, was für sie über die Jahre schon eine Selbstverständlichkeit geworden war.
      Und genau in diesem Moment, wenn auch nur für den Bruchteil einer Sekunde, fragte sich Celeste, ob sie nicht vielleicht der Grund dafür gewesen war, dass dieser Mann sie nicht mehr liebte. Ob es wirklich eine andere Frau war, die ihn ihr gestohlen hatte oder ob es nicht doch Celeste war, die ihn mit ihrem Verhalten immer mehr vergrault hatte.
      Denn wenn sie so in dieses strahlende, nahezu unschuldige Gesicht blickte ...

      Stopp.
      Kurz, ja nahezu unauffällig, schüttelte die Braunhaarige den Kopf. Sie durfte jetzt nicht weich werden.
      Selbst wenn sie Mitschuld an der ganzen Sache trug - war es Grund genug, sie zu ermorden? Sie persönlich zur Guillotine zu führen? Hätte er nicht zumindest den Anstand haben können, sich vorher von ihr zu trennen, bevor er in das Bett einer anderen stieg?
      Dieser Gedanke schmerzte sie genug, um sie von den vorherigen abzulenken. Gut genug, um sich wieder auf das Eigentliche zu fokussieren.

      Mit einem fröhlichen, aufgesetzten Lächeln machte sie einen höflichen Knicks, um ihren Verlobten ebenfalls zu grüßen,
      "Aber Darius, du störst nie. Ich freue mich immer, dich zu sehen."
      Hmm .. das war vielleicht war das ein wenig dick aufgetragen, aber was sollte es schon?
      Nach Außen hin wirkte sie gut gelaunt, als sie Platz nahm und den Mann weiter im Auge behielt. Er konnte nicht ahnen, was für Flüche ihr derweil durch den Kopf schossen.

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      Er war ein Verräter, wenn auch nur in Zukunft. Genau. Und schon in wenigen Tagen würde er in den Armen einer anderen liegen und Celeste belügen und betrügen ..
      Kleiner Hu*!#sohn.

      Sachte nahm sie ihre Tasse in die Hand und fuhr fort,
      "Aber es ist gut, dass du heute hier bist. Es gibt da etwas, worüber ich mit dir reden wollte."
      Um ihn ein wenig zappeln zu lassen, nahm sie zunächst einen langsamen, ausgiebigen Schluck von ihrem Tee.

    • Mephisto Sanguis van Darkness

      „Hm? Du möchtest über etwas reden? Aber natürlich, was gibt es denn, Celeste?“, gab der Kronprinz mit einem unschuldigen Lächeln von sich und der Butler hätte nur zu gerne gewusst, woran die Adelsdame in diesem Moment dachte, während er mit gebührendem Höflichkeitsabstand hinter Celeste stand, nur darauf wartend, dass die Bombe platzen würde oder sie ihm gar den Befehl geben würde ihrem ach so geliebten Verlobten etwas anzutun. Mephisto sah sich in dem großen Garten um und erblickte einen See, welcher perfekt für eine kleine Abkühlung wäre und ihm ein Lächeln auf die Gesichtszüge zauberte. Hoffentlich konnten Prinzen schwimmen, wobei es ihn auch nicht weiter gekümmert hätte, wenn dem nicht so gewesen wäre.
      Aber für den Moment wandte er sich wieder der kleinen Teegesellschaft zu, gespannt darauf, ob die Adelsdame ihren Gefühlen der Rache erliegen würde oder es sich bei dem hübschen Gesicht nicht noch anders überlegte.
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    • Celeste

      Dieses unschuldige Lächeln von Darius machte es Celeste wirklich schwer, das, was sie sich auf die schnelle ausgedacht hatte, in die Tat umzusetzen.
      Aber es gab jetzt kein Zurück. Das war das beste, was sie in dieser Situation tun konnte.
      So setzte die Braunhaarige ihre Tasse ab, legte eine Hand auf ihre Wange und schenkte dem Mann gegenüber von ihr das süßeste Lächeln, welches sie drauf hatte, als sie aussprach,

      "Lass uns die Verlobung zurückziehen, ja?"

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      "Machen wir uns nichts vor, Darius. Ich bin lange nicht die Art von Frau, die du begehrst. Zu dir passt doch viel mehr eine, die ..."
      Bei dem Gedanken an diese Dirne wurde Celeste kurz schlecht, aber sie ließ sich nichts anmerken und fuhr fort,
      ".. lieb und gehorsam ist, nicht? Eine Frau, die die Unschuld in Person repräsentiert. Ich mochte früher so gewesen sein, aber findest du nicht, dass ich mich verändert habe?"

      Ja, es war wirklich am besten, wenn sie es so handhabte. Sich jetzt von Darius zu trennen wäre ein Problem weniger in der Zukunft. Sie würde nicht wie diese hysterische Frau aussehen, die es nicht geschafft hatte, ihren Verlobten bei sich zu behalten. Ganz im Gegenteil sogar. Celeste entpuppte sich dann als feine Adelsdame, die dem ganzen ein Ende setzte, bevor jemand an der Beziehung litt. Sie war dann diejenige, die den Mann ablehnte.
      Sollte diese blonde Schnepfe doch Celestes Reste fressen. Es würde den Ruf der de Fleur Tochter nicht schaden und sie konnte sich um andere, wichtigere Dinge kümmern, die ihren Tod verhindern würden.



      Dameon

      "Ugh..."

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      Was war nur los mit ihm?
      Dameon fühlte sich schon seit heute morgen merkwürdig. Er konnte dieses Empfinden nicht gänzlich beschreiben - es war wie eine grässliche Mischung aus Übelkeit, Benommenheit und ... Wehmut?
      Fühlten sich Menschen so, wenn sie krank waren?
      Wie lächerlich ...

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      Irgendwas stimmte hier nicht. Und damit war nicht irgendeine Krankheit gemeint - er als Dämon konnte sich nicht an diesen albernen Leiden der Menschen anstecken. Etwas anderes musste dafür verantwortlich sein. Etwas, was eine ähnliche Stärke besaß, wie er ...

      Wie dem auch sei. Er sollte bald wieder aufbrechen. Es sah dem Butler nicht ähnlich, Marianna auf längere Zeit unbegleitet zu lassen.
      Einen Moment noch blieb der Dämon so liegen, schwang sich dann aber wieder hoch und klopfte sich den Anzug gerade, den er am menschlichen Körper trug.
      Mit seinem üblichen, aufgesetzten Lächeln verließ er den Raum und machte sich auf dem Weg.

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      Dameon würde schon noch herausfinden, wer oder was dafür büßen würde ...

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