When a novel becomes reality (Saki & Uki)

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    • When a novel becomes reality (Saki & Uki)

      -Vorstellung-

      Suzume war aufgeregt wie ein kleines Kind bei einem Schulausflug. Schon einige Jahre schrieb sie erfolgreich Krimis und wünschte sich schon genau so lange mal einem echten Polizisten über die Schulter zu sehen, doch bis jetzt hatte es nie geklappt. Ab heute jedoch sollte alles anders werden. Sie hatte die Nacht kaum geschlafen und sich heute morgen schon 5 mal umgezogen, denn sie wollte einen ersten guten Eindruck machen und möglichst viele Informationen bekommen über die Abläufe um ihren Schreibstil zu verbessern. So stand sie nun kurz vor der verabredeten Zeit vor dem Revier und ließ sich nach oben führen. Noch wusste sie nichts darüber was genau sie erwarten würde und man brachte die Braunhaarige erstmal zu dem befehlshabenden Chief. Als sie den Raum betrat stellte sie sich erstmal mit einer Verbeugung vor und sogleich tat es ihr der Chief gleich. "Shintaro Yamazaki. Sehr erfreut. Ich werde Ihnen einen meiner besten Männer an die Seite geben. Er soll gleich zu mir kommen, aber Sie sind auch etwas früh dran.", meinte er freundlich und nachdem sich Suzu kurz entschuldigt hatte zu früh zu sein, verfielen beide in Smalltalk während sie auf den Inspektor warteten. Der Chief hatte auch ziemlich kurzfristig die Informationen bekommen, dass sie einen Promi zu Gast haben würden und noch dazu war es eher ein Zufall, dass es nun Shokudaikiri Mitsutada traf. Er hatte einfach beschlossen demjenigen sie zur Aufsicht zu geben, der grade mit einem Fall fertig war, damit sie auch einen frischen Einstieg bekam.

      @Saki
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    • Endlich war es vorbei gewesen. Manchmal frage sich Shokuda wirklich, was in den Leuten vor sich ging. Wie sie denken konnten, dass sie sich verstecken konnten und glimpflich davon kommen würden. Da hatten sie die Rechnung ohne den Dunkelhaarigen gemacht. Und das hatte der Täter am eigenen Leib erfahren müssen, welcher nun auf dem Weg hinter Gittern war. Und das für eine lange Zeit. Shokudaikiri selbst betrat das Gebäude und rieb sich etwas den Nacken. Die letzten Tage waren doch etwas zu viel für ihn und langsam machte sich eben jenes bemerkbar. Seine Arbeit, die ihn gefühlt von früh Morgens bis spät Abends und dann noch die Besuche im Krankenhaus, welches 2 Stunden Zugfahrt entfernt lag. Was mussten seine Eltern Kouta auch so weit weg bringen? Doch anderer Seits war es für ihn selbst besser, da er dort bessere Behandlung bekam als im städtischen Krankenhaus hier.
      "Oh nein!" hörte man sogleich einen Kollegen, welcher Sho ansah. "Wir haben da wohl ein kleines Problem. Da haben wir wohl einen unserer Männer in die Pathologie geschickt, anstatt die Leiche. Ach nein... es ist nur Mitsutada." lachte er, war jedoch der einzige, der über seinen misslungenen Witz selbst lachte. Mit halb offenen Augen sah der Ältere seinen Kollegen also an, schwieg etwas und schüttelte etwas den Kopf, als sich sein Gegenüber nun wieder beruhigt hatte. "Ok ok. War wohl nicht so witzig, wie gedacht. Apropos: Yamazaki will dich sehen. Irgendwas, dass er mit dir besprechen will." sprach er nun weiter und Sho runzelte etwas die Stirn. "Was will er denn schon wieder? Ich bin gerade erst angekommen und habe ihn vor ein paar Minuten gerade einmal angerufen, dass der Kerl abgeführt wurde." meinte er, doch erntete er nur ein kurzes Schulterzucken, was den Dunkelhaarigen ein wenig genervt seufzen ließ. "Übernimm das mal, ja?" Er drückte seinem Kollegen, mit welchem er das Gebäude betreten hatte, eine Akte in die Arme und machte sich auf den Weg zum Büro. Den Bericht konnte auch Hamada übernehmen, war er doch selbst dabei gewesen.
      Ein kurzes Klopfen ertönte an der Tür, bevor diese auch schon geöffnet wurde und der Dunkelhaarige hinein trag. "Man darf bei Ihnen wohl wirklich keine 2 Minuten Pause haben, oder? Was gibt es denn?" fragte er sogleich, bevor sein Blick auf die Brünette fiel, die sich mit seinem Vorgesetzten zusammen im Raum befand.
    • Der Chief war wirklich leicht und umgänglich zu reden und Suzu konnte sich wirklich entspannen. Zumindest bis es an der Tür klopfte und sie zusammenzuckte. Zu sehr war sie in dem Gespräch aufgegangen und hatte vollkommen vergessen, dass sie eigentlich auf jemand warteten. als dann auch noch der große Dunkelhaarige hereinkam. Schon jetzt machte er ihr etwas Angst, wobei dies vielleicht das falsche Wort war. Er schüchterte sie eher ein und dennoch versuchte sie ein kleines Lächeln auf ihre Lippen zu zaubern und sich leicht zu verbeugen.
      "Ah.. Mitsutada. Nicht so genervt.", meinte der Chief und lachte leicht. Er kannte es ja nicht anders und doch hielt er große Stücke auf den Großen. "Du bekommst ab heute eine Sonderaufgabe. Dies hier ist Suzume Hirabayashi. Sicher hast du ihren Namen schon mal gehört. Sie wird dir etwas über die Schulter schauen um es als Inspiration zu nutzen." Der Chief schwieg plötzlich und Suzu wusste, dass es nun an ihr war. "S-suzume Hirabayashi. Vielen Dank. Bitte kümmern Sie sich gut um mich." Erneut verbeugte sie sich und war nun schon gespannt. Hatten alle Polizisten so eine Aura um sich?
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    • Nicht so genervt. Er sprach sich leicht, immerhin hatte er keine 5 Stündige Befragung hinter sich gehabt, gefolgt von weiteren Stunden Beweislageklärung und Überführung. Kurz schloss er jedoch die Augen und atmete etwas ein, ehe er die Tür nun hinter sich schloss und eine Hand an der Hüfte hatte. Eine Sonderaufgabe also? Wahrscheinlich durfte er wieder durch halb Japan fahren für etwas, was die örtliche Streife wohl erledigen konnte. Doch als sein Chef meinte, dass die junge Frau, welche mit ihnen im Raum stand, ihm über die Schulter sehen sollte, sah er Yamazaki schweigend an, ehe sein Blick langsam zu der Brünette wanderte, welche sich zum wiederholten Male etwas verbeugte. "...soll das ein schlechter Witz sein? Dafür bin ich heute wirklich nicht in Stimmung." fragte er nach, ein seichtes Schmunzeln auf seinem Gesicht, ehe er sich wieder dem Älteren zuwandte. Das konnte doch nicht wirklich sein Ernst sein. Doch sein Gesichtsausdruck verriet Mitsutada, dass er es völlig ernst meinte, was das eben aufkommende Schmunzeln ebenso schnell wieder schwinden ließ. "Bei allem Respekt, Sir... Wir sind hier doch kein Kindergarten, dass ich mich auch noch damit rumschlagen könnte." antwortete er und deutete mit dem Daumen in die Richtung der jungen Frau. "Setzen Sie sie doch in einen der Streifenwagen. Verkehrskontrollen oder der Gleichen reichen doch völlig aus. Ich habe nicht auch noch die Zeit Babysitter zu spielen, wenn ich einem Kerl mit Schusswaffe hinterher rennen muss."
    • Was war bei dem denn verkehrt? Der Brünetten gefielen die Sprüche nicht und ihr gefiel es auch nicht, dass er über sie sprach als sei sie nicht im Raum und nur ein Gepäckstück. Er ignorierte sie quasi, stellte sich nicht mal vor und wie abfällig er mit dem Daumen auf sie deutete. "Bei allem Respekt meinerseits, aber Sie sind unhöflich. Und wenn dies kein Kindergarten ist, dann frage ich mich: Wieso benehmen Sie sich dann selbst wie ein Kind? Ich bin nicht hier um in einem Streifenwagen mitzufahren oder an einem Schreibtisch zu sitzen. Ich bin hier um echte Polizeiarbeit zu sehen, doch so wie Sie sich sträuben... Vielleicht sind Sie doch der Falsche, weil Sie nicht gut genug sind in Ihrem Job." Auch wenn er sie einschüchterte, Suzu hatte jahrelang schon erlebt, dass Menschen auf sie hinabsahen, immerhin war sie noch sehr jung und viele Krimiautoren in Japan Männer. Der Chief hingegen musste sich ein Schmunzeln verkneifen, ehe er sich räusperte und dann wieder das Wort ergriff: "Genug damit. Der Befehl kommt von ganz oben, Mitsutada und es führt kein Weg mehr dran vorbei, außer du willst bald nur noch Innendienst schieben, wenn überhaupt noch. Und nun an die Arbeit." Er erhob leicht die Stimme, extra um seinen Worten noch mehr Nachdruck zu verleihen und zu verdeutlichen, dass es keinen Ausweg mehr gab.
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    • Kaum hörte er die Stimme der jungen Frau erneut wollte er diese auch schon wieder unterbrechen, als sie ihn schließlich als inkompetent betitelte. Den Mund leicht geöffnet sah der Dunkelhaarige schließlich zur Seite und somit direkt die Jüngere an. "Wie bitte....?" Er hatte sich wohl nicht verhört, wie er es an ihrem Blick deuten konnte. Was erlaubte sie sich eigentlich? Seine Augen funkelten gefährlich auf, als er sich im Kopf bereits etliche Worte und Sätze bereit stellte, doch bevor er diese auch nur ansatzweise aussprechen konnte, meldete sich auch schon Yamazaki zu Wort. Wieder zu diesem sehend schnaubte er leise. Wollte ihn heute denn wirklich jeder verarschen? Und nun auch noch sein Vorgesetzter? Doch so wie er all dies nun betonte hatte Mitsutada wohl wirklich keine Wahl mehr. Erneut ein leises Schnauben, ehe er die Arme verschränkte und die Augen schloss. "Schön..." gab er schließlich mit gepresster Stimme nach, ehe er aus dem Augenwinkel heraus wieder zu Suzume sah und schließlich in Richtung der Tür schritt. "Wär sonst noch etwas? Ansonsten zeige ich dann der werten Dame natürlich die spannenden Hintergründe unserer Arbeiten." fragte er mit etwas Ironie in seiner Stimme nach. Er würde sicherlich nicht den Babysitter für eine dahergelaufene Reporterin oder was auch immer sie war spielen. Vielleicht konnte er sie ja doch an einen seiner Kollegen weiterreichen, damit sich einer von ihnen um sie kümmert.
    • Kaum hatte der Chief gesprochen wusste Suzu, dass sie zu weit gegangen war. Immerhin sollte sie ja mit diesem Mann zusammenarbeiten und dann war es sicher nicht klug gewesen ihm all ihren Frust an den Kopf zu werfen, auch wenn er ihn sicher teilweise verdient hatte. Nun wurde sie immer kleiner und kaute leicht auf ihrer Unterlippe rum. Würde der Kerl ihr gleich noch den Kopf abbeißen? Doch nach den Worten vom Chief folgte nur ein kleiner gehässiger Spruch und nach einer kurzen Verbeugung zum Chief folgte sie dem Größeren. Alleine schon, dass er so ein Riese war machte sie etwas unsicher und immerhin trug sie Absatzschuhe. Der Chief machte nur noch eine Handbewegung im Sinne, dass es alles war und Suzu schloss zu Mitsutada auf. "Ähm... also...", setzte sie an und beschloss dann doch lieber erstmal nichts zu sagen bis sie aus dem Büro vom Chief waren und bis der Inspektor vielleicht das Wort an sich nahm. Als sie nun den Raum verließen waren sofort viele Augen auf sie gerichtet. Suzu war es gewohnt und so dachte sie sich nicht viel bei, doch ein Teil der Blicke galt nicht wirklich ihr, sondern eher ihr in der Kombi mit Mitsutada.
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    • Was hatte er nur falsch gemacht, dass ihm momentan alles auf den Kopf fiel? Zuerst all die Fälle, welche sich in einer Reihe aufzustellen schienen, nur um ihm ja keine Verschnaufpause zu geben, gefolgt von all den Anrufen seiner Eltern und dem hin und her Fahren zwischen den Städten und nun auch noch die junge Frau, welche ihm wie ein Hund hinterher rennen sollte. Er wollte es nur ungern zugeben, aber er hätte gerne einmal ein paar Minuten Pause, ohne sich in irgendeiner Art und Weise aufregen zu müssen. Sehnte er sich sehr nach Urlaub, doch war es bis dahin noch lange hin gewesen. Als die Brünette leise begann zu stammelt rieb sich Sho über die Stirn, die Augen geschlossen und betete innerlich, dass sie einfach still war. Und zumindest dieses Gebet wurde erhört, als sie nicht weiter sprach. Lieber widmete er sich seinem Kollegen, welcher bereits an einem der Tische saß und den Bericht abtippte, doch auch ihm waren all die Blicke nicht entgangen, woraufhin er zu dem Rest der Belegschaft sah. "Habt ihr alle keine Arbeit oder ist Tag des glotzens?" fragte er harscher als gewollt, woraufhin der Großteil wieder seinen Sachen widmete. Lediglich Kimura lächelte etwas bei der Wortwahl seines langjährigen Kollegen. Kannten die beiden sich schon, als sie zusammen auf der Oberschule gewesen waren. "Man, dir ist heut aber wirklich eine Laus über die Leber gelaufen, was?" fragte er, erwartete aber keine Antwort. Stattdessen sah er an Mitsutada vorbei und lächelte der Brünette etwas entgegen. "Sei einfach still..." brummte der Ältere lediglich und griff nach einer Flasche, welche Kimura wie jeden Tag bereit stellte. Diese geöffnet nahm er einen Schluck des kühlen Pfirsicheistees, bevor auch er wieder zu der jungen Frau sah. "Und du..." begann er und drehte die Flasche wieder zu. "Sieh zu, dass du mir nicht im Weg stehst, verstanden? Das hier ist kein Bilderbuchabenteuer sondern die Realität."
    • Langsam war Suzu ihm zu seinem Schreibtisch gefolgt und bis jetzt schwieg er, doch als er die Blicke bemerkte wurde er ziemlich harsch und Suzu zuckte zusammen. Sie hasste Männer, die laut wurden und harsch und so rollte sie leicht mit den Augen. Doch endlich sah sie das freundliche Gesicht von seinem Partner Kimura und dies erwiderte sie als sie auch schon die Stimme von Sho hörte und nun zu ihm hoch sah. Er war definitiv eine gute Vorlage für einen korrupten Arschlochbullen und sie würde sich nachher sicher Notizen machen. Einen guten Bösewicht würde er abgeben. "Echt nicht?", fragte sie und legte den Kopf leicht schief und lächelte ihn an als sei sie dumm. So ein arroganter Kerl. "Ich dachte, dass ich hier an einem Set für einen Film bin und alle nur so tun als ob sie Polizisten sind." Erneut rollte sie mit den Augen und ignorierte ihn nun einfach um sich an Kimura zu wenden. "Hallo, Suzume Hirabayashi. Freut mich Sie kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich viel von Ihnen lernen kann und werde mein bestes geben nicht zu stören." Ja, dies musste sie extra so lieb sagen, nur um es dem anderen Kerl auch noch extra unter die Nase zu reiben.
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    • Zu ihr herab sehend, als diese mit einem Lächeln sprach, verengte sich sein sichtbares Auge etwas, während Kimura leise lachen musste. Nein, er würde sich zusammen reißen. Lag ihm doch einiges an seinem Job und wegen jemandem wie ihr würde er diesen nicht aufs Spiel setzen, das stand fest. So setzte er sich auf seinen Stuhl, die Flasche bei Seite gestellt und den Bericht von vorhin vom Nebentisch an sich nehmend. Noch kein Wort war bearbeitet gewesen, was also wieder an ihm hängen blieb. Kimura nickte währenddessen kurz, als sich die Brünette vorstellte. "Eicchiro Kimura. Und mach dir nichts aus ihm." sprach er und deutete mit einem kurzen Nicken zu seinem Freund und Kollegen, ehe er sich etwas zu ihr beugte, die Handkante locker an seinem Mundwinkel. "Andere sagen immer, man solle Arbeit und Privat voneinander trennen. Er nimmt das ein wenig zu ernst. Nimm es nicht persönlich." grinste er nun etwas und setzte sich wieder normal auf seinen Stuhl, als er den stechenden Blick Mitsutada's auf sich spürte. "Was denn?" lachte er leise und hob die Hände beschwichtigend.
    • Schon jetzt war der Kollege, welcher sich ihr nun freundlich vorstellen, ihr wesentlich sympathischer und sie grinste ihn leicht an und nickte. War es wirklich so? Dann würde dieser Kerl ja voll das Gegenteil im Privatleben sein, oder zumindest malte sie es sich aus. Langsam ließ sie sich auf dem Extra-stuhl nieder, der sonst für Zeugen und der Gleichen war, sicher würde erstmal niemand was dagegen haben. Schnell holte sie einen Block und Stift raus um sich Notizen zu machen und sah nun wieder zu dem Großen. Wenn sie sich richtig erinnerte hieß er Mitsutada. „Mister Mitsutada? Was machen Sie nun da? Ist das eine Akte? Kann ich die mal sehen? …. Bitte?“ Langsam ignorierte sie all ihre Vorsicht ihm gegenüber und wollte endlich mit ihrer Recherche beginnen. Dafür würde sie echte Fälle und Befragungen und Akten brauchen und nicht nur hier sitzen müssen und ihm beim Schreiben zusehen. Kurz kam die Frage in ihr auf: Wusste er wirklich und überhaupt wer sie war? Zwar hatte der Chief so geredet, aber nicht jeder kannte sie. Außerdem hatte sie vollkommen vergessen, dass sie sich noch entschuldigen wollte. Nicht aus Unhöflichkeit, sondern einfach, weil sie nun auch in ihrer Arbeit aufging.
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    • Zumindest schien Kimura sie nun ruhig gestellt zu haben sodass Shop sich ganz seinem Bericht widmen konnte, bevor er erneut los musste. Kannte er es doch zu gut dass es kaum eine freie Minute im Dienst gab und kaum hatte er diesen Gedanken auch schon zuende gedacht klingelte sich schon das Telefon, an welches sein Freund ging. Das Gespräch nur am Rande vernehmen aber nicht wirklich zuhörend seufzte der Dunkelhaarige leise, als er sich schon wieder die Worte der jungen Frau hörte und von seinem Monitor aufsah. War sie noch ganz bei Sinnen? Wieso sollte er einer dahergelaufenen Klatschtante Akteneinsicht geben, die sie gar nichts angingen? So bildete sich ein kurzes, schiefes und seichtes Lächeln auf seinen Lippen, ehe er sich wieder dem Bericht widmete. "Ich schreibe meinen Bericht zuende. Ja das ist eine Akte. Und nur über meine Leiche." antwortete er knapp auf ihre Fragen, als Kimura auch schon den Hörer bei Seite legte. "Gib den Bericht Hamada wieder. Wir müssen los." gab er seinem Freund zu wissen, woraufhin dieser erneut seufzte. "Ich bin gerade erst angekommen. Die Leute stellen sich doch echt in eine Schlange." brummte er leise und erntete ein mitfühlende Lächeln. "Na kommt." ließ er beide wissen, war Suzume immerhin heute eine Begleitperson, wie der Chief nun auch ihm mitgeteilt hatte.
    • Langsam war Suzume auf ihrem Stuhl nach vorne auf die Kante gerutscht und hoffte endlich mehr zu erfahren als sie auch schon eine ziemlich herbe Abfuhr bekam. Seine Worte „Nur über meine Leiche“ ließen sie dennoch leicht schmunzeln. Eigentlich kein schlechter Titel, wenn auch etwas abgenutzt oder aber immer ein gutes Motiv. Sie zuckte mit den Schultern, denn jetzt grade hatte sie keine große Lust sich wieder mit dem Kerl anzulegen und außerdem was das Telefonat viel interessanter gewesen, weshalb sie zu Kimura sah. Während Tada aber nicht begeistert war leuchteten die Augen der Jüngeren förmlich auf als sie auch schon aufsprang. „Ein echter Fall? Das wird toll.“, meinte sie freudestrahlend ohne in diesem Moment daran zu denken, dass es leider auch hieß, dass ein Verbrechen passiert war. Zu groß war einfach ihre Begeisterung, sodass Suzu am liebsten schon vorgelaufen wäre.
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    • Der Dunkelhaarige erhob sich nun ebenfalls, warf den Bericht wieder auf den Nebentisch und fuhr sich durch das Haar, ehe sein Blick auf die Brünette fiel. "Ach ja... Wir haben ja einen Hund dabei." murrte er leise, jedoch für die junge Frau gut hörbar, ehe er sich in Bewegung setzte. Mit den beiden machte er sich auf den Weg zum einen der Wägen, stieg in diesen ein und lehnte den Kopf an die Kopfstütze, während nun auch Kimura und Suzume einstiegen. Sho's Kollege startete den Motor und verließ den Parkplatz, bevor er das Wort an sich nahm. "Zumindest haben wir dieses Mal keinen erfolgreichen Mord. Die Frau eines Firmenchefs hat ihn in seinem Büro gefunden. Er ist bereits auf dem Weg ins Krankenhaus." schilderte er kurz die Sachlage, was den Dunkelhaarigen kurz nicken ließ. "Ist noch etwas bekannt?" - "Es wurde versucht Mister Hato mit Cyanit zu vergiften. Zumindest wurden Rückstände davon an seiner Tasse gefunden." - "Und war nur seine Frau am Ort?" - "Seine Frau, ein Mitarbeiter seiner Firma und die Chefin der Shijun Corporation. Er hatte mit beiden wohl einen Termin gehabt. Und das nicht gerade für rosige Gespräche. Seine Frau hatte ihm die Tasse Kaffee gebracht, aber die Spurensicherung sagte bereits, dass das Cyanit außerhalb der Tasse gefunden wurde. Dass es also im Kaffee war ist ausgeschlossen, da die anderen beiden ebenfalls davon getrunken haben sollen." Bereits auf dem Weg dachte Shoku nach, Ehe ihm einfiel, dass sie auf dem Rücksitz noch jemanden hatten. Ein kurzer Blick über seine Schulter geworfen brummte er leise. "Ein paar Regeln für dich, wenn wir da sind: Steh nicht im Weg. Fass nichts an. Und vor allem, sei ruhig. Verstanden?"
    • Kurz schloss Suzume die Augen als er sie einen Hund nannte. Kein Wunder, dass Menschen was gegen die Polizei hatten, wenn sie alle so waren. Zweifel und Verbitterung stiegen in ihr hoch, doch sie schluckte sie runter und folgte brav zum Wagen in welchem sie hinten Platz nahm. Aufmerksam notierte sie sich die ganze Zeit Dinge, die für sie nützlich sein könnten und noch mehr als nun die Vorbesprechung im auto stattfand. Nun wurden auch ihre Fragen beantwortet, die ihr unter den Nägeln brannten, denn ohne irgendwelche Infos an einen Tatort zu kommen brachte nichts. „Die Ersten am Tatort sind die ersten Verdächtigen.“, murmelte sie zu sich selbst, zum Glück so leise, dass keiner sie hörte, auch wenn sie für einen Moment anderer Meinung gewesen war als sie die Stimme von Shoku hörte. Fast schon rechnete sie mit einem Donnerwetter was es für ein Schwachsinn war, doch dann kam er mit einer ganzen Liste an Regeln. Mit dem Anfassen und dem im Weg stehen hatte sie keine Probleme und dies war ja wohl klar, doch die Regel nichts zu sagen war unter aller Sau, denn wie sollte sie da Fragen stellen und begreifen was sie da taten? Suzu überlegte einen Moment, wenn sie nun nichts sagen würde, würde er sicher auch zicken und vor allem: wieso duste er sie einfach? Doch sie beschloss es so anzunehmen. „Weißt du: es gibt einige Hunde, die sehr stur sind und trotz guter Erziehung bellen. Und es gibt Hunde, die Menschen beißen, wenn diese sie nicht gut behandeln.“ Die Brünette sprach ruhig und gelassen mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen. „Aber ich werde euren Tatort schon nicht verunreinigen oder so was.“
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    • Sich wieder nach vorne drehend rieb sich Sho kurz über das Gesicht, ehe er die Worte hi ter sich vernahm und eine Augenbraue leicht nach oben zog. Sie legte es wohl wirklich darauf an, dass er heute nicht explodierte, so kam es ihm zumindest vor. Doch ein gefährliches Lächeln zierte nun seine Lippen. "Und beißende Hunde werden ohne wenn und aber eingeschläfert. Überleg dir lieber gut, ob du mir wirklich die Zähne zeigen willst." sprach er, seinen Blick gerade aus auf die Straße gerichtet. "Ich frage mich immer noch was Yamazaki sich dabei gedacht hat, mit eine Klatschblatt-Reporterin an den Arsch zu kleben." murrte er leise, während Kimura lediglich etwas Lächeln musste. Das würde ein langer Tag werden, sagte ihm sein Gefühl.
      Als sie nun am Haus des Firmenchefs angekommen waren schritten sie sich sogleich durch die Tür. Die Marken einem der Polizeibeamten gezeigt, während der Dunkelhaarige sich bereits umsah. "Wurden die potentiellen Zeugen schon alle genau befragt?" fragte er und erntete ein nicken, bevor der Beamte seinen Blick heraus holte und darin blätterte. "Bemerkt von seiner Frau, Miss Hato, um 16:30 Uhr. Der Kaffee wurde um 15:50 Uhr serviert und von allen beteiligten getrunken. Miss Sato und Mister Hitoriyamato waren gleichzeitig im Büro. Moss Sato ist um 15:15 Uhr angekommen, Mister Hitoriyamato um 15:30 Uhr." ließ er kurz wissen, während es nun Mitsutada es war, der nickte. "Shota? Finde heraus was alles von der Spurensicherung sichergestellt wurde. Ich unterhalte mich mit den Zeugen." gab er seinem Freund weiter, welcher mit einem Lächeln nickte und zu Suzume sah. "Kommen sie mit mir mit? Oder lauschen sie ruhig der Befragung?"
    • Ruhig hörte Suzu zu und rollte leicht mit den Augen. Da hatte sie gedacht endlich einen Deckel auf den Mist mit dem Hund gemacht zu haben und dann so was. Er drohte ihr förmlich schon und dies ließ sie etwas schlucken. Dieser Mann hatte immerhin eine Waffe und auch so wusste sie aus Erfahrung und auch aus ihren Büchern wozu Männer und Menschen im Allgemeinen in Stande waren. Sie biss sich auf die Unterlippe und sah nun aus dem Fenster. Auch seinen Kommentar mit der Klatschblatt-Reporterin ließ sie unbeachtete, auch wenn es innerlich in ihr kochte. Sie war doch nicht so jemand, auch wenn sie vielleicht viele Fragen stellte, die für ihn dumm klangen.
      Am Tatort angekommen folgte sie dem Ganzen und versuchte sich im Hintergrund zu halten, wobei sie sich brav Notizen machte, denn vielleicht würde all dies ihr helfen. Doch nun war es soweit. Die Beiden arbeiteten eben als Team und sie sah zwischen beiden hin und her als es nun hieß: Zeugenaussagen oder Spurensicherung? Sie würde gerne bei beiden Dingen Mäuschen spielen und doch würde sie sicher nicht noch mal eine Gelegenheit dafür finden. Menschen logen und diese Sachen machten ihr beim Schreiben nicht so viele Probleme wie der ganze wissenschaftliche Kram. Andererseits würde es hier nur eher um Aufzählungen gehen. "Ich würde bitte gerne bei den Befragungen zuhören.", meinte sie dann leise und hoffte, dass sie sich richtig entschieden hatte und man ihr nicht wieder den Kopf abreißen würde.
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    • Mit einem Nicken sah Kimura die Brünette an, ehe sein Blick auf seinen Kollegen fiel. "Also gut. Aber versuchen Sie wirklich ein Schatten zu sein. Sho ist momentan sehr reizbar, wie Sie schon bemerkt haben. Er hatte seit Tagen keinen freien Tag mehr." lächelte er nun etwas, bevor er sich durch das dunkelblonde Haar fuhr. "Und nehmen Sie sich sein Gemeckere nicht so zu Herzen. Wie gesagt ist er momentan sehr reizbar. So ziemlich jeder bekommt eine über den Mund gefahren." grinste er nun, bevor er sich der Spurensuche widmete, um alle Details zu erfahren, während der Ältere bereits bei den Zeugen stand.
      "Ich weiß, Sie haben alle mit meinen Kollegen bereits gesprochen, aber bitte schildern Sie mir noch einmal geordnet, wann Sie ankamen, wo Sie waren und wieso Sie hier waren." hörte man die tiefe Stimme Mitsutada's, während die Frau des Firmenleiters begann.
      "Ich bin seine Frau, Hitomi Hato. Ich war den ganzen Tag über hier und habe den Haushalt gemacht. Sie wissen schon: Geputzt, die Wäsche gemacht, gesaugt..." zählte sie auf und dachte kurz nach. "Als die beiden schließlich kamen habe ich frischen Kaffee aufgesetzt. Der Rest der Kaffeebohnen ist noch in der Maschine. Und gegen halb 5, als die beiden hier sich bereit gemacht hatten zu gehen, habe ich einen Rumps aus dem Büro meines Mannes gehört. Ich bin natürlich sofort rein, um nach zu sehen und dann lag er auf dem Boden. Ich habe sofort den Krankenwagen gerufen." sprach sie weiter, während der junge Inspektor genaustens zuhörte und nickte.

      "Aiko Sato. Chefin der Shinjun Corp. Ich bin gegen 3 Uhr hier angekommen. Vielleicht auch etwas später. Ich hatte um halb 4 einen Termin mit dem Halsabschneider." meldete sich nun die zweite Frau der Verdächtigen. Mit verschränkten Armen stand sie da, sichtlich genervt und hibbelig darauf, endlich gehen zu können. "Halsabschneider? Sie haben wohl nicht viel von ihm gehalten." - "Niemand hat viel von ihm gehalten. Seine Frau nicht, nachdem er ihr zig Mal fremdgegangen ist und auch Herr Hitoriyamato nicht, nachdem er wie ein Fußabtreter benutzt wird." Ein Lächeln zierte ihr Gesicht, bevor sie die Arme locker ließ und die Schultern kurz nach oben zog. "Wie Sie also sehen konnten wir ihn alle nicht oder nicht mehr leiden. Also ja, wir hatten alle ein Motiv."
      Mit einem leichten Nicken stimmte der Dunkelhaarige zu und dachte kurz nach. "Und was wollten Sie beide hier? Sie hatten sicher nicht umsonst einen Termin bei Mister Hato gehabt." - "Er hatte mich vor 3 Tagen angerufen und meinte, dass er noch einmal die Kooperation unserer Firmen besprechen wollte. Natürlich habe ich da zugestimmt, da er Schuld daran war, dass ein großer Skandal öffentlich wurde, der nicht einmal stimmt. Shinjun Corp. sollte Gelder veruntreut haben, welche er uns durch die Investitionen überwiesen hatte. Allerdings hat er uns nie regelmäßig etwas überwiese, geschweige denn alles. Und da er nicht zahlen wollte hat er natürlich versucht meine Firma in den Ruin zu treiben."

      "Und Sie?" wandte er sich nun an Mister Hitoriyamato, welcher den Blick zu Boden gerichtet hatte. Seine mitgebrachte Aktentasche in beiden Händen vor sich auf Brusthöhe gehalten. "Ich... Mister Hato hatte mich gebeten hier her zu kommen, um meine weitere Anstellung in der Firma zu besprechen. Und eine eventuelle Versetzung in die Shinju Corp zu Miss Sato." erzählte er und sah kurz zu eben jener Chefin. "Er müsste einige Arbeiter entlassen und mich hatte er schon zwei mal in andere Abteilungen versetzt. Angefangen hatte ich als Co-Chef. Wir hatten die Firma damals zusammen aufgebaut, aber er meinte, dass es das Beste wäre, nachdem..." Abrupt stoppte er und zog die Schultern noch etwas weiter nach oben. Natürlich wurde Shokudaikiri nun noch neugieriger und hakte nach. "Nachdem? Ist etwas vorgefallen?" fragte er direkt, woraufhin kurzes Schweigen folgte. "....Er drohte mir, dass er mich komplett rauswerfen würde und auch dafür sorgen würde, dass ich nirgends mehr eine Anstellung finde.... Seine Frau und ich hatten eine kurze Affäre und... Nun... Sie können sich ja vorstellen, dass er es irgendwann herausgefunden hatte."
    • Am liebsten wäre Suzu nun drauf eingestiegen und hätte mal deutlich gesagt wie reizbar der Kerl in ihren Augen war. Ihrer Meinung nach war er eine öffentliche Gefahr und brauchte dringend eine Therapie. Doch Kimura schien nett zu sein und sie wollte nicht schon jetzt nur meckern, weshalb sie ein Lächeln aufsetzte. "Wird schon schiefgehen und ich hoffe, dass er mich zumindest nicht umbringt.", witzelte sie und folgte dann brav Mitsutada. Vielleicht half es ihm ja als Polizist so ein Arsch zu sein, besonders wenn Kimura den Part des netten Bullen übernahm. Sie musste sich ein Kichern verkneifen bei der Vorstellung und als sich die Szene in ihrem Kopf förmlich abspielte. Wenig später stand sie nun mit Mitsutada bei den Zeugen oder Verdächtigen, wenn man sie fragte. Sie lauschte ihren Worten und notierte sich auch hier immer wieder was. So war es also. Niemand war wirklich gut auf diesen Kerl zu sprechen und doch hatten sie sich mit ihm getroffen. Es war seltsam, dass sie noch immer versuchten sich so gut mit ihm zu stellen. Auch fragte sie sich wieso Mister Hitoriyamato nicht einfach gekündigt hatte und man darüber reden musste und auch wieso seine Frau noch nicht gegangen war. Suzu lehnte sich etwas zur Seite und sah nun auf die Leute. Es gab zwei Möglichkeiten: Er war ein zufälliges Opfer oder geplant, wobei das Zweite logischer war, aber auch schwerer. Kaffee für alle und sicher auch Tassen für alle. Man hätte also genau wissen müssen welche Tasse er nehmen würde. 1,5 Stunden waren auch lange, ihrer Meinung nach. Sie fragte sich wie lange das Gift wohl brauchte um zu wirken.
      "Ver-Verzeihung, aber hatten Sie die Tassen und den Kaffee rein gebracht zu dem Meeting und nur abgestellt oder ist ihr Mann einer der Sorte, die hinter seinem Schreibtisch wie auf einem Thron sitzt und seine Gäste etwas ab sich Platz nehmen lässt und sie haben deshalb allen ihre Tassen gereicht?" Auch wenn sie der Kerl gleich fressen würde, aber ihrer Meinung nach war es wichtig. Auch war es ihr zu lange, dass es 1,5 Stunden dauern sollte zwischen den Kaffee, der kommt und dann dem Zusammenbruch.
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      Lookin' for love in a different light
      Until we find that equal sign
    • Er lauschte den Worten der drei Personen und dachte nach. Eine Frau, die ein Motiv durch Eifersucht hatte. Eine Firmenchefin, welche durch ihn beinahe in den Ruin getrieben wurde. Und einen Ex Co-Chef, der verschwinden sollte. Alle drei hatten ein gutes Motiv. War es Rache? Große Bestürzung über den wohl versuchten Mord war in den Gesichtern der dreien jedenfalls nicht zu sehen. Doch über eine Stunde waren sie zusammen im Büro, außer seine Frau. Konnte er sie wirklich ausschließen? Seine Hand an sein Kinn geführt dachte er nach, ging alles in seinem Kopf durch und sah sich im Raum um. Hato hätte es sicher gemerkt, wenn ihm etwas in den Kaffee gegeben worden wäre. Die beiden saßen dicht vor ihm, nur der Tisch dazwischen. Seine Frau hatte den Kaffee gebracht und hatte augenscheinlich keinen weiteren Kontakt ermöglicht bekommen. Ein leises "Hm..." entwich ihm, ehe er die Stimme der Schriftstellerin vernahm und sich seine Augen etwas verengten. Er sprach bei ihr wohl wirklich gegen eine Wand. Hatte er nicht gesagt sie solle ruhig sein?
      Die Frau des Chefs jedoch sah Suzume für einen Moment schweigend an, ehe sie kurz nachdachte und nickte. "Ich habe den Kaffee in einer Kanne und seperaten Tassen und Gläser, sowie Zucker und Milch auf einem Tablett hinein gebracht. Ich wusste nicht, wie mein Mann heute seinen Kaffee trank und noch dazu habe ich keine Ahnung wie die beiden den Kaffee trinken würden, wenn überhaupt. Deswegen brachte ich auch die Gläser und die Karaffe Wasser." ließ sie die Brünette wissen.
      Als diese Worte gefallen waren vergaß Sho kurz seine Gedanken zu der Jüngeren. Er hob seinen Blick und sah Miss Hato an als diese sprach, bevor sein Blick auf das Tablett fiel, auf welchem noch alles wie gehabt stand. Mit wenigen Schritten trat er an den Tisch heran, begutachtete die Tassen, Glaser und Kannen, ehe er kurzerhand die Fingerspitze seines kleinen Fingers in die nun halb leere Karaffe Wasser steckte. "Eine Frage noch: ist einem von Ihnen etwas merkwürdiges aufgefallen, wie Mister Hato seinen Kaffee trank? .....Gab er sich vielleicht Eiswürfel in die Tasse, weil er keinen heißen Kaffee mag?" fragte er, ein seichtes Lächeln auf seinen Lippen, als er für einen Moment das Gesicht einer der Zeugen bei seiner Frage sah. Er hatte damit wohl ins Schwarze getroffen.