the bards song [azenia&lux]

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    • the bards song [azenia&lux]

      Zur Vorstellung
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      Taverne "Am Steilen Hang" - Es war brechend voll. Eigentlich wie immer und man kannte und wollte es auch nicht anders. Die Taverne des großen Yak von Silb war riesig und stets beliebt. Raufereien waren erlaubt, jedoch durfte niemand sterben. Das war ungeschriebenes Gesetz. Hier musste sich niemand lieben, aber Yak war der Meinung, dass man wenigstens an einem einzigen Ort in dieser verfluchten Welt zur Ruhe kommen sollte. Deswegen war das Feuer im Kamin stets geschürt und man konnte einen jungen Burschen entdecken, der sich seinen Weg von Draußen und zwischen den Leuten bahnte, während er die Holzscheite vor der Brust balancierte. Über dem Kamin hing ein riesiges uraltes Wappen. Wenn man Yak fragte, dann erzählte er, dass dieses Wappen das Schild seines Ur-Ur-Ur-UrGroßvaters war. Ein Mann der dreimal größer und zweimal breiter war als er. Wenn man den Wirt so musterte, dann konnte man das nicht glauben, denn der Mann selbst war gute 1,90m groß und wog so viel wie ein riesiges Rind. Das sagte man ihm natürlich nicht, denn dann wurde er fuchsteufelswild und nur noch seine Frau konnte ihn bändigen. Diejenige, die mit dem Holzlöffel und einer großen Schüssel stets in die Küche ging und ein Gericht zauberte, der jeden armen Teufel wieder aufpeppeln konnte. Das konnten und werden alle bestätigen. Denn für Martha von Silbs Eintopf würden Männer ihre Kinder verkaufen, egal wie ertragreich diese sonst wo wären. Außerdem war sie das einzige Glück von Yak, der nach 3 weggelaufenen Frauen endlich jemanden fand, der ihm das Wasser reichen konnte. Und sie blieb bei ihm, als wären sie Pech und Schwefel. Gemeinsam mit ihren Kindern halten sie die Taverne am Laufen. Die Söhne holen Holz, Kohle und kümmern sich um das Vieh. Die Töchter, etwa 3 an der Zahl helfen in der Küche, beim Ausschank und auch oben in den Zimmern. Es gab stets viel zu tun und wie auch heute, war es so voll, dass man nicht einmal die Klampfe der Bardin hören konnte, die auf der kleinen Bühne saß und mit schöner Stimme von der alten Saga trällerte. Eine uralte Söldnertruppe, aber deren Geschichten die härtesten Herzen erweichen und zum Träumen brachten.

      Das Kaminfeuer knisterte als der Wirtssohn die frischen Scheite von draußen geholt hatte. Es regnete wie aus Kübeln und so war eine Holzbank an einem Tisch und ein Humpfen Butterbier genau das Richtige, um sich wieder aufzuwärmen. Eine der Töchter trug auf einmal ganze 5 Krüge und stolperte über das Tierfell am Boden. Glücklicherweise fing sie einer der Gäste auf, hielt es jedoch für angemessen für diese Hilfe auch bezahlt zu werden. Scheinbar wohl auch in Naturalien. Seine Kameraden am Tisch senkten sofort die Köpfe, um von der ausholenden Hand und der darauf folgenden Ohrfeige nicht erwischt zu werden. Die Töchter Von Silb waren nicht zaghaft, sondern wussten, wie sie mit all diesen Rüpeln umgehen mussten. Aber sie rief trotzdem fluchend zu ihrem Vater herüber, dass dieses Fell auf dem Boden endlich weg musste. Nicht nur, dass da schon etliche Besucher ihr verdautes Essen ausgeleert haben, sie stolperte jedes Mal und musste dann den Gästen beibringen wie sie sich zu verhalten hatten. Das nervte sie. Aber Yak lachte nur, winkte ab und putzte das Glas in seiner Hand fertig, bevor er einer Frau an seinem Tresen endlich den versprochenen Drachenlikör lieferte.
      “So, Lady. Hier bitte.”, sagte Yak mit einem verschmitzten Lächeln. “Du bist die einzige Frau, die ich kenne, die dieses Zeug trinken kann.”
      Elera verdrehte die Augen: “Das sagst du jedes Mal Yak. Es gibt 5 weitere Frauen, die ich zeigen kann und die Bohnenstange da hinten? Kann das auch!”, sie verwies mit ihren behandschuhten Händen auf ihren Begleiter. Ein junger Mann der sein Musikinstrument fest an seine Brust drückte und seinen kommenden Auftritt erwartete. Mit ihrem Getränk stieß sich Elera ab und wanderte elegant wie sonst auch ihr übriges Auftreten von ihr vermuten ließ, durch die Menge und gesellte sich zu Linius. Dieser zuckte ein wenig zusammen, dankte ihr aber, dass sie ihm ebenso ein Gläschen gebracht hatte.
      “Das wird dich locker machen.”, meinte sie und warf einen Blick zu der Bardin, die ihre letzten Strophen sang. Linius schluckte den brennenden Likör herunter, stieß einmal kurz aus und reichte der Frau neben sich das Glas wieder. Dann fuhr er sich nervös durch die aschblonden Haare, die in perfekten Wellen hinunterfielen. In vielerlei Hinsicht war er ein Blickfang. Süß und zart. Die meisten Mädchen, man wird es sehen, wenn er auf die Bühne trat, fingen an zu kichern und wie verrückt ihre Haare zu zwirbeln.
      Elera wartete noch kurz, bis Linius hoch ging, dann ging sie zurück an ihren Tisch, der sich in einer kleinen ecke nicht unweit der Bühne befand. Das war nun das zweite Mal, dass sie sich über die Tage ein Zimmer “Am Steilen Hang” nahmen, nur um genügend Proviant und Energie zu haben für ihren nächsten Auftrag. Der letzte war klein gewesen und nicht aufregend genug, geschweige denn, dass er genügen Geld eingebracht hatte. Also musste der nächste her und so flog ihr Blick auch zu der Tafel in der Nähe des Schankthresens an dem der Wirt stand. Ein großes Brett war dort und es hingen unzählige alte sowie neue Zettel darin. Manche in schöner Handschrift, andere mit offiziellen Wachssiegeln andere wiederum bereits vergilbt und zerfleddert. Sie würden aber noch nicht schauen. Meistens entschieden sie gemeinsam was sie machen wollten, aber Athreus war noch nicht wieder da und Linius wollte unbedingt wieder auf die Bühne. Also blieb Elera allein am Tisch, überschlug die Beine und wippte mit einem Fuß, während sie langsam an ihrem Getränk nippte. Athreus war derzeit ausgetreten und stand unter einem kleinen Vordach in der Nähe des Eingangs um eine Pfeife zu rauchen. Dieses eigentümliche Kraut und das Werkzeug selbst hatte er einmal in einem weit entfernten Land gefunden und seit dem genoß er den harten und bitteren Geschmack. Aber das Kraut machte seinen Kopf für einen Moment frei und unbesorgt. Das war dann auch sehr passend für den nächtlichen Regen der vor seinen Füßen den Boden ganz und gar in ein Schlammfest verwandelte.
    • Irgendwie wurde es draußen mit einen Male ungemütlicher. Kein Wunder, immerhin war Nora zu gegen. Die klate Frau strahlte ihre Grausamkeit einfach aus. DIe Luft schnürrte sich förmlich zu wenn man an ihren stählernen, mit Narben gezichneten Körper herauf blickte. Und ihr Blick... ihr Blick war so schmerzhaft und ängstigend, dass alle Gemälde der Dämonen der Hölle wie Portraits von Kleinkindern schienen. Eben diese wandelnde Bestie stieß ein genervtes Grummel aus, ehe sie mit vollster Verachtung auf den Boden spuckte. "Los! Rein da! Na macht schon!" Hallte ihre Stimme lautstark und wie ein Donnergrollen durch die Weiten. Der dürre junge Mann, mit den langen lockig schwarzen Haare etwas hinter diesem Monstrum fuhr wimmernd zusammen. Keiner rührte sich, nicht einmal die Dame hinter der er sich vor den abwertenden Blick seiner Herrin versteckte. "Schon gut, schon gut." Der Große neben ihr hob beschwichtigend die Hände. Dann gab er den Beiden hinter sich ein Handzeichen. Zu Dritt betraten sie die berühmten Hallen der Tarverne. Es war wirklich keine schlechte Idee, dass Nora draußen blieb. Kälte oder Regen hielt diese Frau nicht auf. Auch nicht das Gebot von Wirt und Schankmeister. Wenn sie jemand auch nur falsch ansprach konnte es zum Äußersten kommen. Daher hatte ihr jüngerer Bruder den brutalen Dickschädel überredet an ihrer Stelle in der Tarverne einen lukrativen Auftrag zu suchen. Seit Begleiter waren darbei jedoch nicht zum Vergnügen an diesem Ort gekommen. Warme Luft und der Geruch von köstlichen Speisen begrüßte die Drei als Cedric die Tür auftieß. All dieses fröhliche Treiben, das liebenswürdige Durcheinander, die wohlige Wärme, die lebensfrohen Gesänger, der betörende Duft, die einladenden Farben... all das wirkte zunächst ungewohnt und etwas überfordernd auf die kleine Reisegruppe. Sie kannten ja kaum mehr. Als Grau sowie ein wenig schwar und weiß. Athena, für die ihr Krug stehts halb leer war, Indra welcher vor jeden Schatten floh und Cedric der die Menschen schuete... gerade die Drei sollten sich in der Tarverne behaupten.
      Während Athenas stahlgraue Augen langsam den roten Faden im Getümmel erblickten, schritt ihr Anführer vorran. "Ich glaube, wir können die Umhänge jetzt abnehmen. Man vertraut uns wohl nicht wenn wir vermummt umher stolzieren. Das signalisiert Ärger." Gab er dabei von sich und rieb sich nachdenklich den Dreitagebart. Während Athena gedankenverloren folge leistete und ihr rotes Haar entblöste, wurde auch das Tier sichtbar, was sie unter den Mantel vor der Kälte geschützt hatte. Es war ein leicht abstruß wirkender, zottliger Kater der sich auf ihren Armen umher tragen ließ. Der Dünne Mann hinter den Beiden aber zog seine Kaputze nur weiter in sein Gesicht. "Vielleicht sollten wir etwas bestellen." Bemerkte das Rothaar. Cedric nickte. "Gute Idee. Aber nicht zu viel. Sonst wird Nora sauer." Wieder war, wenn auch nur ganz leise das ängstliche wimmern zu hören. "Oh Indra." Stöhnte die junge Maid vor ihn. Als sie ihn aber erblickte wurde ihre Körperhaltung mit einen Male etwas weicher. "Schon gut, halt dich einfach an mir fest wenn es dir zu viel wird." Ein Umstand den sie kaum zwei mal anbieten musste. Vorsichtig aber mit stolzen Schrittes folgte die junge Frau, mit Kater und Gefährten im Schlepptau den Großen bis zur Theke. Das Zottelvieh in ihren Armen machte einen Satz auf den nächsten Barhocker. Da Muta so hieß das seltsame Tier, sich seelenruhig auf den Möbelstück breit machte, wand seine Besitzerin sich ihren ängstlichen Freund zu. Wortlos zog sie seine Kapuze herunter.
      Indra war ein Geistlicher. Seine Talente, seine Waffe und sein einziger Wert war sein heller Verstand. Mut, Courage, oder Kraft waren gar nicht seine Stärken. Das konnte man auch an seinen Körperbau erkennen. Er war durchschnittlich groß aber dürr, beinah eine Art mager. So zittrig und verbrechlich wie er schien war er dann doch nicht. Seine Gesichtszüge waren ehr weich, aber stehts mit Trauer gezeichnet. Umspielt wurde das Häufchen Elend von seinen langen, schwarzen Haar. Alles in allen eine merkwürdige Erscheinung. Die Frau welche ihm auf den Hocker neben den Kater führte, hörte seit einiger Zeit auf den Namen Athena. Sie war seit ihrer Geburt mit den schönen Abitur ihrer Mutter gesegnet. Eine holde Jungfer die sich hinter einen holden Recken verstecken musste war sie jedoch nicht. Sie war klug und dank dem Dritten im Bunde kampferprobt. Neben ihrer hellen Haut war vor allem ihr rotes Haupt ein Erkennungsmerkmal. Abgerundet wurde das Bild von rosigen Wangen, vollen Lippen und großen stahlgrauen Augen. Cedric war der Größte der Drei, oder Vier wen man den Kater mitzählte. Er trug die meiste Erfahrung mit sich. Sein schwarzes Haupt und der leichte Bart verdeckte einige Narben. Ein Umstand der ihm recht gelegen kam, auch wenn seine Haare mehr aus Bequemlichkeit sprossen. Seine Muskeln zeugten von den Ergeiz des Kämpfer und von den ein oder anderen Triumph einer Schlägerei.
      "Hey da. Ich hätte gern was Leichtes für meine Kameraden hier und ... etwas Milch." Bestellte die junge Dame schließlich während sie sich etwas über den Tresen lehnte. "N-Nicht für mich!" Entgegnete sie schnell als sie die Blicke des Schankmeisters sah. "Für ihn." Erklärend deutete sie auf den Kater. "Ich nehm ein Krug Met." Fragend blickte sie zu Cedric. Aber er schien gar nicht mehr an Alkohol oder den Tresen zu denken. Sein Blick huschte durch die Mengen. "Ich werde mich unters Volk mischen." Brummte er und sie nickte stumm. Das passte zu den stolzen Mann. Er mochte Menschenmegen zwar nicht, aber hatte stehts seine Aufgaben im Sinn. Ein Auftrag. Ein Lukrativer Auftrag und Informationen. Das war es, was Nora von ihnen wollte. Und nur das zählte.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Wenn neue Gesichter die Taverne betraten, erhoben sich stets Köpfe, um rüber zu blicken. Jeder, den man noch nicht hier gesehen hatte, wurde argwöhnisch begutachtet. Die meisten waren dann drunter und drüber bereit zu erwähnen, dass das hier kein Kampfplatz war. Sie mussten sich benehmen, das war das ungeschriebene Gesetz der Taverne und jeder musste sich daran halten. Wer es nicht tat, bekam es nicht nur mit der von Silb Familie zu tun, sondern auch mit all den Söldnern, die seit ewig und einer Nacht gerne in diese Anstalt einkehrten, um ein wenig den Abend zu genießen. Man hatte ja nichts weiter.
      Elera saß so weit im Hintergrund, dass es kurz brauchte, dass sie die Neuankömmlinge erblicken konnte. Mit einer Hand wickelte sie ihre langen blonden Haare, die sie in einem strengen Zopf hielt, um ihr Handgelenk. Den Staturen nach war mindestens einer davon ein Krieger. Die anderen zwei... nun lediglich an ihrer Haltung wirklich auseinander zu halten. Einer schien zu scheuen, die andere war... Elera hob eine Augenbraue, weil sie kurz innehielt, als die mittlere Gestalt ihren Umhang abzog. Darunter offenbarte sich eine schöne junge Frau mit feuerroten Haaren. Das hatte sie hier selten gesehen. Aufmerksam beobachtete sie, wie viele andere den Weg der drei durch die Mitte der Taverne hin zu Yak. Der Wirt begrüßte die drei warmherzig und mit wortwörtlich offenen Armen, die dabei eine Spanne von über zwei Meter kamen. Sein warmes Lachen war deutlich unter dem Gemurmel zu hören.
      Noch bevor er etwas sagen konnte, bestellten die Fremden und Yak nickte zufrieden. Wenn er Geschäfte machen konnte, dann war er stets zufrieden. Da konnte er auch über das Haustier hinwegblicken, welches sich zufrieden auf einem der Hocker breit machte.
      "Aber nicht, dass der Fellknäuel mir meine Hocker zerkratzt, ja?", sagte er deutlich und verwies auf den gestreiften Kater. Eigenartig war, dass dieser seine Worte vielleicht sogar verstand.

      Derweil beendete die Bardin ihr Lied, öffnete endlich ihre Augen, nachdem sie aus ihrer kreativen Trance auftauchen konnte und bedankte sich mit breitem Lächeln bei dem Publikum. Diejenigen, die wirklich zugehört hatten, klatschten aufgeregt, pfiffen und bedankten sich bei der schönen Geschichte, die sie erzählt hatte. Die Bardin kämpfte sich durch die Menge und setzte sich an einen Tisch fast in der Mitte. An diesem saßen 5 weitere Gestalten. Ein Mix aus Krieger, Frau und Mann, die ihre Bardin gerne wieder in ihre Mitte nahmen.
      Die Stille, die nach dem Ende des Liedes eintrat, war kaum ungemütlich. Viele Besucher wandten sich ihren Gesprächen wieder zu. Die Krüge knallten auf die Tische und man rief sich einige Dinge zu. Aber schließlich wandten sich auch einige, ob trunken oder nicht, zur Bühne, wo Linius mit nun gezwungenermaßen geradem Rücken hochstieg. Er trug eine ihm schmeichelnde Hose aus dunkelbraunem Samt und hoch abschließende Stiefel mit vergoldeten Broschen. Ein weit ausladendes Hemd darüber, welches seine doch eher schmale Statur kaschierte. Der Kragen des Hemdes fiel ihn mehreren aufregenden Wellen flüssig über seine Brust. Die Weste, die er sonst geschlossen trug, war heute offen. Es war warm in der Taverne und der Drachenlikör, den er bekommen hatte, wärmte ihn von innen.
      Linius räusperte sich aufgeregt, als er sich den Hocker nach und halb darauf setzte, halb ein Bein noch standfest auf dem Boden behielt. Kurz rauschten seine langen Finger über die Saiten, bevor er mit ungewöhnlich hellen Augen hochsah. Er war ein Jüngling. Ein Spross einer Adelsfamilie und verfolgte voller Inbrunst einen gewissen Traum. Sowie er hinuntersah auf all die Besucher, lächelte er sein charmantestes Lächeln. Die blonden Locken fielen ihm sachte bis zu den hervorstehenden Wangenknochen und die Ohren. Sommersprossen verliehen ihm ein viel zu junges Aussehen.
      Hier und da hörte man Kichern und Pfeifen. Eine der Besucherinnen stand sogar auf und hob ihren Humpen: "Ich liebe dich, Linius! Schenk mir deine Saat!", rief sie und die Schenke stimmte in schallendes Gelächter ein.
      Peinlich berührt bedankte sich Linius für das eigenartige Kompliment und fing schließlich an zu spielen. Seine zarten Finger zupften mit Leichtigkeit und Gefühl die Saiten, bis eine schöne und etwas traurige Melodie entstand, die erst einmal den Raum füllen musste und die Besucher etwas beruhigte. Erst dann stieg er mit seiner Stimme ein, die so sanft und wogend war, dass man ihm an den Lippen hängen musste. Er verzauberte auch ohne Artefakt einige der Besucher. Und während er sang, wiegte er sich in dem Gefühl, dass er auslösen wollte in den Besuchern. Ein holder Kampf, ein mutiger Wunsch. Krieger und Ritter, die sich wagemutig in den Kampf stürzten und es ging um ihre aller sehnlichsten Wünsche.

      Er wäre gerne dabei gewesen, um dem Barden ein wenig Mut zu schenken. Aber Athreus blieb draußen und zog den schwarzen Mantel aus Filz und Wolle näher um seine Schultern, als ein Schwall Regenwasser über die Dachkante floß. Er wich nicht aus, weil er Angst vor Wasser hatte, sondern weil er die Pfeife retten wollte. Auch hier draußen, wo er neben dem gekippten Fenster stand, konnte er der schönen Stimme des jungen Mannes lauschen, während sein Blick an der dunklen Figur einer Frau hing, die vor kurzem mit 3 weiteren Personen angereist war. Sie war groß und grimmig und blieb draußen, obwohl es drinnen, um einiges gemütlicher wäre. Aber er stand ja schließlich auch hier draußen. Athreus zog an seiner Pfeife, hielt den Rauch in der Lunge für einen Moment, bevor er ihn wieder entließ und konnte seinen Blick nicht von der Frau lassen. Sie hatte etwas an sich, dass er als Gefahr deuten konnte. Etwas, dass Unglück bedeutete, wenn man zu nahe kam und wenn man sie irritierte. Und dennoch...es gab nur noch wenig, dass Athreus wirklich Angst einflößte. Dafür hatte er zu viel gesehen, zu viel erlebt. Die Glut in seiner Pfeife glimmte wieder auf und erhellte sein grobes, aber doch eigensinnig ebenmäßiges Gesicht in rotem Licht. Im Vergleich zu der Frau trug er selbst nur eine große Narbe, die auf der linken Seite sein Gesicht teilte. Damals hatte er unglaublich viel Glück gehabt, dass es ihm nicht das Augenlicht genommen hatte.
    • Es war noch immer lästig, die scheinbar Abertausend fremden Blick an sich zu spüren. Nicht nur bei den großen Krieger, löste dieses Gefühl Unbehagen aus. Dennoch ließ er die anderen Beiden am Tresen zurück. Still schob er sich durch die ausgelassenen Reihen. Die Menschen dieser Gegend waren schon erstaunlich. Wie sie wohl so fröhlich sein konnten? Sicher half der Alkohol nach doch.... was war es noch? Jemand wie der Schwarzhaarige, der nur Gewalt und den Kampf kannte wollte es nur schwer in den Sinn. So langsam nervte es Cedric schon, das diese Fremden nur starrten aber sonst nichts besseres taten. Er selbst kam aber auch nicht auf die Idee ein Gespräch anzufangen. Das Los eines Neuankömmlings. Dann endlich erblickten seine dunklen Linsen die Questtafel. Doch durch die feiernde Menge bis dort hin zu gelangen war eine andere Aufgabe.

      "Hm? Oh! ....Ach der haart nur." Entgegnete das Rothaar beschwichtigend, während der benannte Stubentieger finsteren Blickes zum Tresen herauf sah. Das seltsame Tier war nicht gerade sozialer Art. Noch dazu mochte er keine Männer. Egal ob Tier oder Mann. Frauen konnte er gerade noch so dulden. Aber Männer.... nein. Da war auch der Wirt keine Ausnahme. Jedoch senkte er sein Köpfchen auch gleich wieder. Entschlossen nahm seine Besitzerin derweil die Krüge entgegen und schob das Glas Wein zu den Gelehrten weiter. "A-aber ich-" begann er zu protestieren, stockte aber als er Athena mit den Kopf schütteln sah. "Lass gut sein und trink. Du brauchst ja nur daran zu nippen. Trink es ganz langsam. Da passiert schon nichts." Sie hatte gut reden. Alkohol vernebelte den Geist, das was ihn ausmachte und wofür er bekannt war. Deshalb nahm Indra sonst davon Abstand. Der Maid war dies wohl bewusst. Es war ihr aber unangenehm in einer Taverne nach Wasser zu verlangen. Der junge Mann würde nach ein paar Schlückchen schon nicht umkippen. Da war sie sich sicher. Als sie ebenfalls auf einen der Hocker Platz nahm, umklammerte er das Glas als würde sein Leben daran hängen. Doch trinken tat er keinen Tropfen. Einige Zeit beobachtete er sein trauriges Spiegelbild in der roten Flüssigkeit. Das weckte schlechte Erinnerungen. Weshalb er doch schnell seinen Blick verwarf. "Wir fallen auf." Flüsterte er. Athena nickte. Wohlwissend, das ihr rotes Haar eine der Gründe dafür war. "Wir sind halt neu." Langsam drehte sie sich herum, so das ihr Blick über die Besucher der Terverne gleiten konnte sie über das Meer. "W-was machst du?" Sie feixste. "Sollen sie mich doch richtig anstarren können, wer weiß? Vielleicht besitz Jemand den Mut uns auch anzusprechen." Gedankenverloren griff sie nach ihren Metkrug, während der Kater welcher bis jetzt gemütlich geruht hatte, von einen Barhoccker auf den nächste hopste, bis er auf ihren Schoß wieder zu ruhen kam. Der Schwarzhaarige schluckte schwer ehe er an dem Wein nippte. "Wir stürzen uns noch in unser Verderben." Murmelte er und war gewillt seine Kaputze wieder aufzuziehen. "Oh mein Freund, wir sind schon längst in unserer .... eigenen Hölle gelandet und wandeln seit langen als untote Schatten Unsrerselbst von Lande zu Lande." Tröstend klangen ihre Worte nicht gerade. Doch sie waren wahr. Demonstrativ schwenkte sie ihr Handgelenk. Indra verstand sofort und schluckte schwer. "....Ich bin der Philosoph."
      Die junge Dame nahm einen Schluck vom Met. "Eben. Und ich die Seherin, also lass die Zukunftsvorhersagen." Er nickte bevor er seinen Blick abwand. Für diesen einen Moment indem er seinen Leid entfliehen konnte, sollte er auskosten. Das war es doch was Athena ihn sagen wollte, oder nicht? Recht hatte sie ja.
      Sein Blick war tanzend und scheu. Er verweilte kaum lang an einen Ort. Dann aber blieb er für längere Zeit an etwas... oder besser jemanden hängen. Es war der junge Bursche welcher wie die aufgehenden Sonne die Bühne betrat, sein Interesse auf sich zog. Es war dabei seine bloße Art und Weise wie er seine Glieder bewegte, die den Gelehrten in seinem Banne zog. "Starr nicht so." Indra zuckte erneut zusammen. Dieses Mal zeichneten sich jedoch zwei rot glühende Mahle auf seinen sonst so blassen Wangen ab. Sie hatte ihn ertappt. "Das war der Wein! Deshalb verabscheue ich dieses Zeug." Nicht nur ihr Gefährte ... oder treffender ... ihr Leidensgenosse fand Intresse an den Jungspund. Auch die Damenwelt schien höchst entzückt. "Pff. Wie ordinär." Solche Frauen wiederten die Rothaarige an. Aber vielleicht war es auch nur das Unverständniss von jemanden der gebunden war. Sie selbst war nicht mehr frei sie war Besitztum und verstand einfach nicht wie diese Frau sich mit einen Blag an diesem Sänger binden wollte. "Beruhig dich. Das war wahrscheinlich nur ein Spaß." Nahm nun auch Cedric wieder an der Unterhaltung teil. "Nein, das macht der Alkohol. Dieses Teufelszeug." Der Bärtige und seine weibliche Begleitung verdrehte sie Augen. "Na wenn das so ist, hätte ich jetzt auch gern von der Teufelsbrühe." Verkündete er und machte den Wirt mit einen Handzeichen klar, das er bestellen wollte. "Hast du was interessantes gefunden?" Wollte sie Schöne wissen. "Ich weiß wo die Questen ausgeschrieben sind. Aber sonst erzählt man sich nichts, was wir nicht schon wissen. Das belanglose Geschwätz wer hier wen flach gelegt hat mal abgesehen." Der Große fuhr sich durchs verzauste Haar und ließ sich auf einen der Barhocker neben seinen Begleitern nieder. "Nora wird nicht erfreut sein." Jammerte Indra, wurde aber von den andern Beiden zunächst ignoriert. "Wir sind doch gerade erst gekommen." Beruhigte ihn schließlich Cedric mit aufmunternden Lächeln. Wieder schimmerten die kargen Wangen des jungen Mannes leicht rosig. "Oh je. Du solltest wirklich aufhören zu trinken. Der Wein bekommt dir echt nicht gut." Nachdenklich fuhr sich Cedric durch seinen Bart. Zumindest der Schrecken, welcher draußen auf sie wartete schien kurz vergessen.

      Eben dieser lehnte an einer Wand der Tarverne, in einen windarmeren Winkel. Ihre felsengleiche Statur stach aus dem Bilde der offenen Landschaft heraus. So viel stand fest. Es brauchte gar nicht ihre unheilvolle und beängstigende Aura. Während sie immer mal wieder auf den Boden spuckte, blickte sie ab und an nach drinnen. Noras Blick blieb dabei an dem schönen roten Haar der jungen Maid hängen, welche zwischen den beiden Herren sahs und ihren Kater liebkoste. "Dieses Miststück .... verdammtes Hexenbalg!" Fluchte sie immer einmal. Es war wie das Zischen seiner Schlange. Ja, es war kein Geheimnis. Sie hasste dieses Mädchen, sie hasste ihren Kater. Dann glitt ihr Blick zu den zusammengekauerten Indra. "Erbärmlich! ... Jämmerlicher Hasenfuß." Sie hasste den jungen Gelehrten. Zu guter Letzt bedachte sie ihren Bruder. "....Nichtsnutz aus dem Schoß einer Hure!" Sie hasste sogar ihren eigenen Bruder. Dann wandte die brutale Furie ihren Blick über das gesammte Spektakel der Tarverne. "....ehlendes Gesindel." Eigentlich hasste sie alles Andere was nicht sie selbst war. Genervt von den Treiben und provoziert davon ihren Willen nicht so gleich zu bekommen, holte sie ihre Messer hervor. Wütend brummend kaute sie auf ihren harten Stück Trockenfleich. Für einen Moment überlegte Nora wenigstens auf einen der Holzscheite einzustechen, wenn sie es schon nicht durch lebendiges Fleisch reißen konnte. Beließ es aber dabei, es nur auf und ab durch die Luft wiebeln zu lassen. Eine ganze Weile vollführte sie die wildesten Kunststückchen mit der wirbelnden Klinge. Zumindest bis ihr langweilig wurde, was relativ schnell der Fall war. "Hey da! Was glotzt Ihr so?" Murrte sie den einigen Fremden an der sich auch nur in ihre Nähe wagte während das beängstigende Weib sich doch einen Scheite Holz zum blindlinks darauf einstechen suchte.


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Auch wenn man dem Wirt versicherte, dass der Vierbeiner nichts anderes machen wird, als auf den Hockern zu haaren, musste er skeptisch sich über den eigenen Bart fahren. Hauptsache er sagte nichts dazu. Je mehr er über das Tier sprechen wir, desto eher wuchs die Wahrscheinlichkeit, dass einer seiner Kinder unbedingt das Vieh anfassen musste. Als hätten sie nicht genug Haustiere in den Ställen, nach denen sie schon schauen mussten. Geschweige denn vom Hund, aber dieser lag bei solchem Mistwetter eingerollt in seiner Hütte und wartete, bis es wieder aufhörte zu regnen. Der Abend war noch jung und wahrscheinlich wollte auch kein Räuber in so einem Wetter sein Glück in einer vollen Taverne versuchen. Denn neutrales Gebiet hin oder her. Es gab genug verzweifelte Individuen, die glaubten, dass sie einbrechen konnten. Schließlich war Yak kein armer Mann. Seine Taverne war die einzige weit und breit und diejenige, mit den wohl berühmtesten Quests, die je eingeholt wurden.
      Aber eben jene Aufträge holte man sich am besten immer nur dann, wenn die Taverne nicht voll war und die meisten der Söldner und Abenteurer einfach nur ausspannen wollten. Die wenigstens wollten wirklich jetzt noch daran denken, was es am nächsten Tag zu arbeiten gab.

      Linius hatte sie alle verzaubert. So wie jedes Mal, wenn der junge Herr sich seine Klampfe holte und auf ihr spielte. Und er selbst merkte es kaum, denn während er spielte, versetzte er sich selbst in eine Art Trance, die ihm erlaubte mit den Worten, der Melodie und dem zu malenden Bild eins zu werden. Keinen einzigen Fehler spielte er. Seine dünnen Finger umfassten gekonnt den Hals des Instruments und sein Blick huschte wie abwesend über die Köpfe der Menschen und blieb kurz am Tresen hängen. Dort saßen selten Menschen und wenn, dann oft Neuankömmlinge. In seiner Trance vergaß er aber, dass er lächelte und das manchmal die Menschen irritierte. Seine Augen hefteten sich an eine junge Rothaarige, kurz darauf auf den schüchternen Mann neben ihr, der ihn ebenso sehr anstarrte, wie die jungen Mädchen in der vordersten Reihe. Auch ihn lächelte er an, während er die Strophe sang, wie der Krieger noch nie in seinem Leben eine so schöne Aussicht genoßen hatte. Aber als man sich von ihm abwandte, glitt auch Linius Blick weiter und er ging über zu den letzten Zeilen, wo er anfing nach Athreus Ausschau zu halten, der jedoch weder in der noch, geschweige denn überhaupt wieder in den Räumlichkeiten war.

      Der Wirt lauschte den Gesprächen der Neuankömmlinge, sagte aber nichts dazu. Er hätte es auch nicht versuchen brauchen, denn keine Minute später hüpfte sein Sohn heran. Er trug Hosen, die an den Knien aufgeschürft waren und ein dreckiges Hemd. Die Schuhe waren alt genug, dass man glauben durfte, dass die Sohle aufgescheuert war. Aber er grinste breit und mit großen Augen, als er neben den neuen Gästen sich auf einen der Hocker bequemen wollte. Was er kurz darauf unterließ, weil er den Schweif des Katers entdeckte und sofort laut aufrief: “Ohhh! Wie toll ist der denn?”, natürlich musste dieses Tier direkt gestreichelt werden und der Junge langte mit der Hand voraus auf den Schoß der rothaarigen Maid.

      Draußen frischte der Wind noch einmal auf. Aber das war kein Problem. Nicht so sehr, wie die Auffälligkeit der großen Frau, die die Aufmerksamkeit auf sich zog. Siegrummelte und fluchte in sich hinein, bevor sie anfing mit einem Messer zu spielen. Die Bewegungen waren so kontrolliert und fließend man mochte meinen, dass sie jemanden direkt vor sich sah und denjenigen erstechen wollte. Athreus zog noch einmal an der Pfeife und der Tabak knisterte unter der hochkommenden Glut. Doch er ließ seinen Blick nicht ab, auch nicht als sich die Frau an ihn wandte und dabei unfreundlich blaffte. Athreus zuckte weder zurück, noch blinzelte er in dem Moment. Einem Wolf sieht man in die Augen.
      “Warum ich glotze? Nun…”, seine Stimme war rau und müde und kaum über den Regen hinweg zu verstehen. Er machte sich aber auch nicht die Mühe dazu: “Ich sehe sonst nichts anderes, was ich mir ansehen soll. Das Wetter ist Scheiße und du tanzt mit einem Messer im Dreck.”, Athreus hob die Schultern an. Unter seinem Mantel trug er stets seine Rüstung. Auch sein Schwert, dessen Griff unter diesem hervorlugte, trug er stets bei sich. Nur den Schild hatte er bei Elera am Tisch gelassen. Er war heute eigentlich nicht auf Konfrontation aus. Dafür hatte er zu wenig getrunken. Aber einer guten Schlägerei wollte er auch nicht absagen, weswegen seine Worte, wohl genauso wenig beschwichtigend waren.
    • Wenn man sie so reden hörte, war es kaum zu glauben wie unsagbar lang es her war, dass die Drei ....-einhalb Freunde so ausgelassen gespaßt und getrunken hatten. Die ausgelassene Stimmung steckte wohl an. Freudig umfasst Cedric seinen Krug, der langsam und präzise zu ihm geglitten kam. Er nahm den begierig den ersten Schluckund schnekte nun endlich auch den sagenumwogenen Barden seine Aufmerksamkeit, über den seine Gefährten sprachen. Nun... Indra schien für diesen Jungspund zu schwärmen und Athena ihn damit aufzuziehen. Oder sie wollte schlimmeres verhindern... Dabei war ihn nicht entgangen wie traurig sie wieder schien. Der Schönling erinnerte sie wohl an ihre Zeit in Camelot. "Sag mal ... das kannst du doch auch. Wann beglückst du uns denn mit einen Lied auf der Klampfe und deiner elfenhaften Stimme?" Die Jungfer blickte ihn streng, gar finster an. "Ich fürchte nicht nur Indra hat den Alkohol nicht recht vertragen." Der große Kämpfer konnte daraufhin nicht mehr an sich halten. Er lachte lauthals los. Dies führte dazu, das aus den lieblichen vollen Munde seiner Begleiterin, pralle Schmollippen wurden. Egal wie sauer die Rothharige drei schaute, sie sah in seinen Augen unglaublich niedlich aus. ....In den meisten Fällen jedenfalls. In den Anderen, loderte ein Feuer in in ihren Blick was heller loderte als ihr flammendrotes Haar und ihre stahlgrauen Augen schnitten schärfer als jede von Menschenhand geschmiedete Klinge. Ein Kombination die selbst ihn zucken ließ. In diesen Falle aber war es putzig anzuschauen. Beherzt nah der Braunhaarige wieder einen Zug und wandte sich dann Indra zu. Es war wohl besser die Dame schmollen zu lassen. "Ich kann dein Glas für dich leeren wenn du möchtest. Man sagt doch Wein auf Bier das rat' ich dir." bot er sich aufopferungsvoll an. Der junge Mann war drauf und dran das Glas, an dem er nur ein mal genippt hatte zu Cedric zu schieben. "Es heißt aber auch Bier auf Wein, das lass sein. Und so wie ich dich kenne bleibt es nicht bei deisem einen Humpen Bier." Der Große zog verwundert eine Augenbraue nach oben. "So? Du würdest für mein Wohlergehen sogar Alkohol trinken?" Oh ... wenn er nur wüsste. Indra würde doch so viel mehr für ihn tun. Wieder erblühten seine Wangen in zarten Rosa uns stumm zog er sein Glas zurück.

      Der Braunhaarige wollte gerade etwas entgegen als ein unsagbar lautes Fauchen durch die fröhlichen Hallen zog. Indra fuhr bei den plötzlichen Laut, der auch von einen Dämon stammen könnte zusammen. Cedric fuhr herum. Aber das Bild was sich ihm bot war völlig unerwartet. Muta, war blitzschnell von den Schoß seiner Herrin gesprungen und fauchte die freche Kinderhand nun vom Boden aus an, welche ihn gerade berühren wollte, ehe er sich unter Indras Umhang verbag. Allerdings ruhte genau diese unschuldige Hand in den immernoch unschuldigen Schoß seiner Begleiterin. "Aber aber..." schmunzelte er während er die Hand des Jungen sanft von Athenas Schoß schob. "Hab etwas Klasse und lade die holde Maid erst einmal auf einen Krug ein, bevor du so etwas planst." Man sah es den Kämpfer nicht an, aber er hatte eine Ader für Kinder. Auch wenn selbst nur eines aus seinen Schoße entsprungen und sei Leben nicht für Kinder vorgesehen war. Beherzt griff er sich die rothaarige Schönheit, so als wolle er sie gleich über die nächste Schwelle und das nächte freie Nachtlager tragen. "Nur diese schöne Königstochter ist bereits mir zum Weib versprochen. Du musst dir eine andere holde Maid zum retten suchen." Nun wurde es ihr der bis jetzt leicht geschockten Maid zu bunt. "Hör auf mit den Quatsch! Lass mich sofort runter und - hey! Wo steckst du denn deine Hand hin?!" Der Kater, kam eben so schnell wie er verschwunden war wieder aus seinen Versteck hervor. Sichtlich erbost begann er sogleich damit seine Krallen in die behaarten Beine des lüsternen Wüstlings zu rammen, in der Hoffnung er würde von seiner geliebten Herrin ablassen. Doch Cedric störte das kaum. Es brannte höllisch, doch er wusste Schmerz zu verbergen. "Alle starren uns an!" Flüsterte Indra in der Hoffnung, das Theater würde nun enden. Wen konnte man es verübeln. Ein angetrunkener Grabscher der mit einen schönen, rothaarigen, Geschöpf raufte - war schon ein fazinierender Blickfang. "Du solltest sie wirklich lieber runter lassen. Da beruhigt sich Muta auch wieder." Riet er den Braunhaarigen, der daraufhin langsam folge leistete. "Als... Tze!" Prustete das Rothaar noch immer empört. Entschlossen griff sie nach ihren Krug, leerte ihn in einen Zug und holte zum Schlag aus. Das Schallen ihrer Ohrfeige durchdrang die Tarverne, beinah mit der selben Intensität wie das Fauchen ihres Katzenviehs. "WIrt? Einmal nachfüllen bitte." Der Kämpfer schluckte schwer. "Nicht schlecht." Für einen Moment musste er seine Gedanken ordnen. Dann kniff er die Augenbraun zusammen ehe er sich zu den Jungen herunterbeugte. "Mach dir nichts drauß, der Kater ist bei ihr extrem eifersüchtig. Es kann ja nicht jeder so gut aus sehen wie wir." Sein Lächeln war breit und hell. Vorsichtig klopfte er den Jungen auf den Rücken. "Alles gut? Hast du dich erschreckt?"

      Wieder grollte es in der Kaltherzigen. Dann holte sie auf und Spuckte angewiedert und so weit sie konnte vor sich hin. Nora war wohl bewusst, das man sie hier nicht kannte, das sie nichts zu sagen hatte und auch sonst unbedeutend schien. Die Meisten aber, fürchteten sich allein wegen ihrer Ausstrahlung. Dieser Kerl wich jedoch nicht zurück. Weder zitterte noch zuckte er. "Bald kommt ein Gewitter, glotzt lieber auf die Blitz oder den primitiven Haufen da drinnen. Damit sein Euch besser getan." Es klang wie eine Drohung, so wie alles aus ihren Munde. Dabei war es in diesem Falle nur ein Rat. Da der Mann diesen aber nicht behrzigen wollte wunk sie genervt ab. "Ich hoffe Ihr stürzt besoffen diesen Hang hinab!" Waren die letzten Worte die sie an ihn richtete. Langsam trat Nora um die Tarverne herum. Das alles hier kotzte sie so dermaßen an, dass es klüger war sich zu entfernen. Die Drei in inneren dieses Dreckslochs konnten ihr eh nicht entfliehen. Egal wie weit sie sich entfernte. Vielleicht fand sie im Wald einen blöden Bären oder etwas anderes was sie erlegen konnte. Ansonsten musste das Miststück oder der Hasenfuß ihren Zorn herhalten...


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    • Das war doch ein Anblick und gleichzeitig zum falschesten Moment. Yaks Sohn, der die Hand eigentlich nur in das weiche Fell der Katze hatte senken wollen, wurde mit einer Reaktion beschenkt, die er mit großen Augen und offenem Mund betrachten musste. Die Katze war fauchend verschwunden. Der Wirt selbst, war gerade dabei selbst bereit zu sein auszuholen, um seinen Sohn zu schützen, aber dann hob der Mann die Rothaarige hoch und raufte mit ihr auf ganz eigentümliche Art. Dass alle dorthin sehen mussten, fiel sogar dem Barden auf, was ihm die Stimmung verschlug und die Finger eine Saite zu tief griffen. Aber er fing sich, schloss die Augen und sah weg. Die andere Hälfte schien überhört zu haben oder interessierte sich nicht für das Treiben.
      Der Junge verstand nicht wo der Mann der Frau hingriff und warum er das auch tat. Er verstand auch nicht was dieser von holden Maiden sprach und warum er ihm ein Kompliment gab. Man konnte so sagen…Die von Silbs waren zwar erhaben, aber weitesgehend noch Bauern und bei diesem einen Sohn konnte man das ganz deutlich erkennen. Dennoch freute er sich über die Aufmerksamkeit am Ende und grinste weiter, klatschte sogar mehrmals, weil auch auf die schallende Ohrfeige eine handvoll an Männern johlte und pfiff.
      “Du sollst ranklotzen! Schnapp sie dir!”, riefen sie lallend und hoben die Krüge an.
      Der Wirt hinter dem Tresen schüttelte den Kopf und scheuchte seinen Sohn fort, der sich aber wieder auf die Suche nach der Katze machen wollte, die er erst einmal am Boden suchte, dann aber wieder zu der Frau sah: “Ich wollte nur streicheln!”
      Dass das dem Kater nicht gefiel, fiel nicht weiter auf in den Kinderaugen. Bis schließlich eine der Damen kam, die große Schwester und mit einem gezwungenem Lächeln die Hand ihres kleinen Bruders nahm und ihn zu sich zerrte: “Entschuldigt, entschuldigt…”, sie verbeugte sich mehrmals, senkte den Blick und kam doch nicht umhin dem großen Mann mit den langen braunen Haaren einen schüchternen Blick zuzuwerfen.

      Linius beendete sein Lied, ließ es ausklingen und seine Stimme hallte noch einmal nach, als wäre die Taverne eine Halle der alten Wikinger gewesen. Ein kleiner Trick lediglich in den Köpfen der Besucher. Schließlich klatschten sie alle aufmerksam und erfreut. Der Barde winkte, bedankte sich und verbeugte sich theatralisch bevor er leichtfüßig die Bühne verließ und sich zu seiner Begleiterin begab, die er mit einem so schmerzlichen Ausdruck ansah, dass sie laut seufzte und mit den Augen rollte: “Du warst gut.”
      “Ja. Ich weiß. Ich bin immer gut.”, erwiderte Linius und beugte sich über den Tisch auf der Suche nach seinem Glas Likör. Elera zuckte die Schultern: “Ich hatte Durst und das Lied ist so lang. Kannst ja vor und dir selbst was holen.”
      Da blieb dem Barden nichts übrig und er ließ die Klampfe liegen und steuerte zum Tresen vor, dabei konnte er nicht anders als etwas missbilligend und unzufrieden in die Richtung der Fremden zu sehen. Er hatte sie hier noch nie gesehen. Die roten Haare wären im aufgefallen, ganz sicher. Er hatte ein außerordentlich gutes Gedächtnis.
      Yak füllte direkt beim Näherkommen das gewünschte Glas auf des Barden und gab ihm noch ein Kompliment. Linius winkte gekränkt ab: “Ja, ja…”
      Mit einer Schnute lehnte sich der Barde am Tresen ab und saß halb auf dem Hocker, während sein Blick zu der eigenartigen Konstellation von Fremden ging. Aber wer war er schon, wenn er sie nicht ansprach. Schließlich haben sie ihm seine Show gestohlen.
      “Wisst ihr, dass es Unglück bringt dem Barden seine letzte Strophe zu stehlen?”, auch wenn die Worte anklagend waren, lächelte er dennoch zaghaft. Ein Kämpfer war er nicht, aber schüchtern war er auch nicht direkt. Nicht wenn er halb euphorisch und nun doch melodramatisch sich in seiner Brust fühlte.
      “Ihr seid neu hier, oder?”, Linius lehnte seinen Kopf auf einer Hand ab und lag halber auf der Tischoberfläche, während er versuchte alle drei in Augenschein zu nehmen.

      Athreus bewegte sich keines Falls. Er war einer der wenigen Söldner, die bereits mehr als die Hälfte der bekannten Lande bereist hatte und einen Teil seines Lebens hatte er im Wald vom Niemandsland verbracht und das nicht nur um Aufträge zu erledigen. Da war er von dem Anblick des wütenden Weibsbildes kaum überrascht und sicherlich auch nicht ängstlich. Er machte sich sogar bereit die Glut der Pfeife zu löschen und sich ihr entgegen zu wenden. Aber mehr als eine Drohung und ein Abwinken gab sie nicht her.
      Athreus senkte die Schultern und folgte ihr mit dem Blick, als sie um die Ecke der Taverne bog. Wobei sie wahrscheinlich nicht viel weiter als den Hang kommen könnte…Die Taverne konnte keiner rückwärtig betreten. Deswegen waren die Ställe und die Lager vor der Taverne anstatt dahinter. Aber das erleichterte vielen Kaufleuten und fahrenden Händlern sich provisorisch an die Gebäude zu richten.
      “Ein Jammer…ich zögere auch nicht ein Weib zu schlagen, wenn sie feist genug is…”, nuschelte er zu sich selbst, zuckte nochmal mit den Schultern, weil er nichts machen konnte und machte die Pfeife aus. Gerade in dem Moment stürzten zwei Betrunkene aus der Taverne, johlend und singend und machten sich auf den Weg zu dem kleinen Waldabteil, wo sie ohne Probleme sich Erleichterung verschaffen konnten. Der Krieger sah ihnen aufmerksam nach, wartete noch einen Augenblick bis sie im Dunkeln verschwanden, bevor er den Blick die Straße hin zu den provisorischen Händlerständen schweifen ließ. “Da hat das Weibsbild recht gehabt…es kommt ein Sturm…vielleicht sollte ich noch etwas trinken, bevor ich das Schauspiel genieße…”, schnaubend dachte er noch einmal kurz nach bevor er sich nach innen in die Taverne wandte.
    • Das war schon ein sonderbarer Haufen an einen noch merkwürdigeren Ort. Der Alkohol der in Strömen floss begünstigte das verrückte Treiben nur noch um so mehr. Bei all der lautstarken Rückmeldung der übrigen Gäste sank Indra weiter in sich zusammen. Athena verleiherte ihre großen Augen während sie den neuen Krug an ihre Lippen stezte. Dann sah sie sich eben so suchend wie das Kind nach ihren Kater um. Verwundert blickte die Rothaarige das Kind an, ehe sie in die Hocke ging und den Jungen ein leichtes Lächeln entgegen brachte. "Schon gut. Er mag es nur nicht so von Fremden gestreichelt zu werden. Bei den Wetter kann ich ihn aber nicht draußen lassen." Erklärte sie ruhig und war kurz davor den Kind den Kopf zu tätscheln. Doch da kam auch schon sein Schwesterchen. Es war sonst nicht ihre Art aber ... vor vielen Jahren hatte sie auch einmal diese kindliche Unschuld. Bis das Zischen der Peitsche und die Schläge obendrein all das zu Nichte machten. "My, my! Das gute Äußere liegt wohl in der Familie." Cedric war auch nur ein Mann und auch ohne Alkohol im Blut der Frauenwelt zugetan. Die Rothaarige holte erneut zum Schlag aus, es gelang den Mann aber ihr Handgelenk aus der Luft zu greifen. Noch einmal ließ er sich nicht vor allen züchtigen. Genau genommen war er der Herr und das Mädel die Untergebene. "Was denn? Wenn du mich doch nicht willst." Mit einen Ruck befreite sich Athena aus seinen bestimmten Griff. "Vergiss es du Trunkenbold! Ohne dich, ist das Mädel doch viel besser dran." Nun wandt der braunhaarige Mann seinen Blick doch von der Wirtstochter. Er nahm einen Schluck von seinen Bier ehe er vorsichtig die Taillie der Rothaarigen umfasste. "Aber Liebchen - Doch eifersüchtig?" Statt weiter auf die Späße einzugehen blickte die Schöne besorgt zu ihren Freund, der recht wehmütig den Kater streichelte. Dann blickte sie noch einmal zu Cedric und drehte sich galant aus seinen Griff. "Konzentrier dich lieber." Sie hatte recht. Die Beiden hatten sich hinreißen lassen.

      Still ließen sie sich wieder auf ihren Hockern nieder. "Wenn wir eine Weile nichts tun, sind wir gleich wieder vergessen." flüsterte der junge Mann als das Tier auf seinen Schoß wieder zu seiner Herrin streifte. Und so kam es auch. Zumindest wurde es ruhiger um die Drei. So blickten sie recht verwundert drein als sie wiedererwartend doch noch einmal angesprochen wurden. Es war der Barde mit der bezaubernden Darbietung. Nachdem sie ihn für einige Sekunden entgeistert angesehen hatten blickten sie sich genauso erstaunt an, nur um alle gar zeitgleich zu seufzen. Dieser Schönling hatte ja keine Ahnung was er da sagte. "Unglück? Nein..." Schmuzelte die rothaarige Maid, ehe sie in hallendes Gelächter ausbrach. Auch ihr angetrunkener Gefährte stimmte dabei mit ein. Still blieb nur Indra. Jetzt wo dieser Mann zum greifen nahe vor ihn aufgetaucht war, war seine Aura noch strahlender. Fast wie ein Engel. Es blendete ihn regelrecht. "W-Was sie damit andeuten wollen-" begann der Gelehrte beschwichtigend. "Nun, so etwas wie Glück kennen wir nicht. Aber Eure Darbietung zu unterbrechen, das war wirklich nicht unsere Absicht." Der Alkohol machte ja selbst ihn mutiger. Normalerweise bekam er vor Fremden kein einziges Wort zu stande, geschweige denn eine Silbe vor einen Mann der ihn in den Bann gezogen hatte. Nun schob sich die Schöne schützend an ihn vorbei. "Die Frage könnt Ihr euch wohl selbst beantworten. Aber ich nehme an, Ihr hattet keine Idee wie Ihr sonst eine Kovensation anfangen könntet." Ihr Blick fiel auf seine Getränkewahl. Zwischen den ganzen Krügen und Humpen waren so ein kleines Glas ein merkwürdiger Anblick. "Ist das der Alkohol? Oder könnt Ihr nicht anders als eure Mundwinkel so merkwürdig zu verzerren?" Nun horchte auch Cedric auf und schob sich abermals an Indra und an Athena vorbei. Indra war nicht in der Lage klar zu denken, obwohl er in solchen Lagen für dafür zuständog war die Wogen zu glätten. Die junge Dame war auch wegen der Vorgeschichte und den Feuerwasser viel zu sehr auf Kravall gebüstet. Ihr feuriges Temprament, welches sie sonst in ihrer harten Hülle im Zaun hielt kam dann immer hervor. "Was sie sagen wollte ... Ihr seid demnach öfters hier? Was könnt Ihr hier empfehlen?" Versuchte sich der braunhaarige nun in einer normalen Konversation.

      Nora stoppte kurz. Eine Schlägerei war ganz in ihren Sinne, jedoch ihrer Sache nicht dienlich. Dieser törichte Mann unterschätze sie doch nur wie es alle getan hatten. Und alle waren nun tot... langsam stiefelte sie in das Dickicht des Waldes. Selbst wenn das Unwetter zu ungemütlich würde, es fand sich schon ein Unterschlupf und vielleicht auch eine lukrative Möglichkeit sich die Zeit zu vertreiben. Wobei bei diesen Wetter wohl ehr unwahrscheinlich.


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    • Yak der Wirt schüttelte lediglich den Kopf und servierte stumm weiter. Das war seine Aufgabe, aber mehr noch, wollte er sich, bevor er ein Urteil über die Fremden fällte, nicht zu sehr aus dem Fenster oder über den Tresen lehnen. Die drei vor ihm waren sonderbar, sowohl im Verhalten, als auch im Aussehen. Aber andererseits hatte er sich wohl lediglich an das unterschiedliche Aussehen der vielen Abenteurer, die seine Schenke besuchten, einfach nur gewöhnt. Da war der Anblick einer Rothaarigen mit scharfer Zunge, einem zurückhaltenden und doch selbstbewussten Krieger, sowie einem nuschelnden Gelehrten doch was ganz Neues.
      Als er das kleine bauchige Glas dem Barden vorsetzte, hatte er eigentlich gehofft, dass es keinen Streit gab. Aber die Worte kamen bei den Fremden nicht so an, als sei hier Frieden eine Option.
      Auch Linius, der eigentlich nur eine Konversation im wahrsten Sinne des Wortes hatte anfangen wollen, hob eine Augenbraue auf die Reaktion und richtete sich ein wenig auf, nippte an seinem süß-scharfen Getränk und musterte die drei, die nach und nach etwas von sich gaben, das nicht hätte unterschiedlicher sein können. Dabei sah man ihm an, dass er nach jedem Satz skeptischer wurde und bei der letzten Frage an ihn lediglich hochsah, weil der Krieger von den dreien vor ihm stand. Nur er war so frei und bot so etwas wie ein normales Gespräch an, was Linius auflächeln ließ.
      "Wir sind nicht so oft hier. Das ist unser...ach, ich weiß auch nicht. Oft genug, dass das Publikum mich kennt und der Wirt weiß, dass der Drachenlikör das beste ist.", langsam richtete sich der Barde auf. Seine eigenen Augen, so eigentümlich blass und hell, taxierten den großen Mann vor sich.
      "Wofür seid ihr denn hier, wenn ihr nicht wisst, dass das hier eine friedfertige Unterkunft ist? Oben die Zimmer für Nächte. Hier unten treiben sich alle herum. Söldner, Abenteurer, Huren und Händler. Manchmal jemand mit einem Auftrag. Aber meistens hängt ja alles dahinten. Man muss nur den richtigen finden, der eurer... na ja...", er hob das Glas und schwenkte es, musterte die golden glitzernde Flüssigkeit darin, die etwas zäh umher schwang, "Fertigkeit." Und nach dem er das gesagt hatte, warf er einen Blick zurück auf die Bühne, die vorerst leer blieb. Stattdessen füllte der Raum sich wieder mit Gesprächen, lautem Gejammer und dem ein oder anderen Gejohle. Ein Pärchen, deutlich in Abenteurermontur, machte sich schwankend eine Treppe auf nach oben. Dabei waren sie innig ineinander geschlungen. Das erinnerte ihn ein wenig an Athreus, den er gerne wieder sehen würde. Aber er wusste, dass er ihn nur aus der Ferne in dieser Gesellschaft betrachten durfte. So hatten sie das abgemacht. Und wenn er an den Teufel dachte, trat er ein. Ein Mann von guter Größe und mit breiten Schultern. Von seinem Mantel floß das Wasser etwas herunter und die schweren, Schlammbesetzten Stiefel klangen auf dem Boden wieder. Er trat er zu Elera und ihren Tisch, die scheinbar brav dem Treiben zusah und dabei auf Instrument und Schild achtete. In einer Hand drehte sie geistesabwesend einen Pfeil und streichelte über die feuerroten Federn.
      Sie sah nur kurz zu ihm auf, "Bringst du mir etwas mit vom Wirt?"
      Athreus grummelte, löste die Schnalle des Mantels und ließ diesen auf eine Bankgruppe gleiten. Darunter offenbarte sich eine aufwändige, aber alte Schuppenrüstung, verstärkt mit Ketten und hartem Leder.
      Elera schnaufte bei dem Anblick: "Du könntest dich wenigstens frei machen. Ich dachte, wir gehen heute nirgends wo mehr hin?"
      "Machen wir auch nicht. Aber ich jederzeit bereit aufzubrechen.", mit einer erhobenen Hand winkte er eine der Bediensteten heran und bestellte große Krüge an Bier und Likör für die Dame. Sie hatten nichts zu feiern. Nicht, wenn ein Sturm kam.
      "Hast du schon einen Auftrag gefunden für morgen?", fragte Arthreus während er sich noch im Stehen in der Taverne umsah. In einigen Ecken erkannte man bereits tiefsinnigere Gespräche. Wobei die Tiefe wohl auch von der Leere der Becher abhing. Aber einige davon sprachen bereits über Aufgaben, das sah er der Haltung an. Nur in der Mitte gab es dieses trunkene Treiben. Elera holte aus ihrem eng sitzenden Wams einen Zettel heraus, der sowohl Siegel trug, als auch ein seidenes rotes Band, welches die Nachricht wohl im zusammen gerollten Zustand gehalten hatte. Athreus sah diese kurz an. Niemandslandgrenzlande... verlorene Kaufmannskost... "Eine Orakeltochter?" Orakelabkömmlinge waren eine heißbegehrte Ware. Nicht unter dem Plebs. Sie waren teuer. Zu teuer. Und wenn ein Orakelabkömmling irgendwo verloren ging, konnte das eine Katastrophe heißen, wenn sie in die falschen Hände geriet. Diese Menschen waren nicht nur hellseherisch, sie schienen das Schicksal sowohl vorauszusehen, als auch anders verweben zu können. Dafür büßten sie mit ihrem eigenen Augenlicht, denn sie sahen nur noch die Gestirne der Nacht und des Schicksals.
      Elera nickte: "Das klingt doch gut, oder? Der Sold wird uns über die nächsten Wochen bringen, wenn wir uns auf etwas Größeres vorbereiten wollen."
      Da hatte die Blondine recht. Kurz darauf kamen die Getränke und der Mann hob sein Bier an und leerte das erste in einem Zug. Er hatte gewaltigen Durst nach der Pfeife und ließ sich von ihrer einnebelnden Wirkung nur noch mehr verzaubern. Während er trank glitt sein Blick hinüber zu dem Tresen, an dem er ihren Barden erkannte, der sich scheinbar neue Freunde angelacht hatte.
    • Auf leisen Sohlen schlich sich die Samtpfote heran. Vorsichtig, gar zaghaft schnupperte er aus sicher Entfernung an den zarten Glas und der Hand des Fremden. E verstrich ein kleiner Augenblick bis das Tier plötzlich fauchend kehrt machte. Die führte zur allgemeinen Belustigung der überigen Drei, konnten sie doch erahnen was in Kater vorgegangen war. Wahrscheinlich hatte Muta den jungen Musikus für ein holdes Wesen gehalten, dann aber mit Erschrecken festgestellt, dass es sich hierbei um einen Mann handelte.
      Der Bärtige räusperte sich. "Nun..." sein Blick sank auf das Glas seines Gegenübers. "Solch liebliche Spirituosen sind nicht mein Geschmack und die Dame hinter mir hat habe ich in dieser Hinsicht ich geprägt." Der Kämpfer sah leicht über seine Schulter. Athena ward ruhiger geworden. Sie hatte sich ganz Indra und ihren Krug gewidmet. Der Stubentieger strich strich um die Beine des schmalen Schwarzhaarigen und ehe er auf den Schoß des Rotschopfs zur Ruhe kam. Der Gelehrte nippte tatsächlich noch einmal an seinen Wein. Wohlmöglich um sich Mut anzutrinken. "Wir kommen von Weit her und sind nur auf der Durchreise." Antwortete Cedric ehrlich aber waage. Auch er hob weinen Humpen um einen kräftigen Zug zu nehmen. "Wollt ihr uns etwa vorwerfen uns nicht korrekt und friedfertig verhalten zu haben? Ich habe mir höchstens zu Schulden kommen lassen, dass ich diesen unholden Trunkenblod nicht vorher gezüchtigt habe, als er mich so uncharmant berührte." Die grauen Seelenspiegel der Schönen bedachten den Fremden mit scharfen Blick. Langsam lehnte sich der Schwarzhaarige nach vorn. "Ich glaube du hast etwas falsch verstanden." Als Gelehrter war er ebenso Diplomat und daher stets um Frieden bemüht. "Jedenfalls neigt sich unsere Reisekasse ihren Ende entgegen." Fuhrt Cedric seelenruhig fort. "Leider ist..." Nachdenklich strich sich der Große durch das braune Haar. Er suchte nach einen Wort, welches glimpflich ausdrückte was er zu sagen versuchte. "...unsere Anführerin sehr anspruchsvoll was Aufträge betrifft." Ja, das kam in Etwa hin.
      Athena seufzte. "Meine Wenigkeit meint er dabei nicht." Zwar schien sie wie eine edle Maid mit eigenen Gefolge, vielleicht war sie dies auch einmal, doch in Wahrheit war sie Meilenweit davon entfernt. "Zur Zeit gibt es leider keinen Auftrag der sie zufrieden stellen könnte." Nahm nun auch Indra wieder an dem Gespräch teil. Tatsächlich war es ein Ding der Unmöglichkeit Nora je zufrieden stellen zu können. Solch eine Bestie würde niemals zufrieden sein und gnadenlos immer mehr anstreben wollen. Ein Fakt der ihm erschaudern ließ. Diese Frau war nicht gerade für ihre gnädige Arder bekannt.
      Athena ließ Muta vorsichtig auf den Schoße ihres Nebenmannes gleiten, ehe sie von ihren Hocker aufsprang und sich abermals an den Großen vorbei schob. "Es ist besser, dass du sie nicht kennst. So Jemand wie dich zerlegt Nora doch in einen Stück. Verspeist dich mit Haut und Haar. ....Zumindest wenn du ihr keinen Wert bieten kannst." Gab sie mit einen finsteren Lächeln zum besten ehe sie sich abwandte um beim Wirt, die selbe Brühe zu bestellen wie die, welche der Barde als so schmackhaft empfand. "W-wo ist sie überhaupt?" Bemerkte Indra nun ihr Verschwinden. Cedric zuckte mit den Schultern. "Wahrscheinlich weidet sie gerade ein Raubtier aus und erhängt Jene welche ihr über den Weg laufen an deren Eingeweide." Er musste seine Schwester ja kennen. Doch obwohl sie den selben Vater hatten, waren die Beiden ziemliche Gegensätze. Nicht wie Tag und Nacht oder Feuer und Eis, mehr wie Salz- und Süßwasser. "Sag mal ... Athena Liebes? Wenn dieser Tropfen deine Zunge lockert ... Singst du mir auf dieser Bühne dann ein Schlaflied? Du musst auch nichts spielen. Wenn du zur Abwechslung freundlich zu diesen Jungspund bist begleitet er dich vielleicht sogar." Ein schlechter Scherz, die Verdrängungsstrategie Nummer eins des Braunhaarigen. Er hatte keine Lust weiter über seine Schwester zu reden, er war viel zu angetrunken um sich die Stimmung zu versauen. Doch dieser Scherz war eine dümmliche Bemerkung zu viel. Ein banges "Oh je..." war das Letzte, was seinen rauen Lippen entfläuschte.


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    • Athreus sah den Barden an dem Tresen sitzen und erkannte allein an der Haltung seiner Schultern, dass ihn wohl jemand gekränkt haben musste. Ein Jammer, dass er sich so schnell von jemandem abhängig machte, wie der bloßen Meinung des Publikums. Oder einem einzigen in dem Publikum. Elera schwenkte ihr Glas und kippte den letzten Schlucken hinunter, woraufhin sie sich jedoch hustend auf die Brust schlug, um das aufkommende Brennen und das Gefühl zu ersticken zu unterdrücken. Glücklicherweise, war es genau das, was sie haben wollte und so nahm sie sich auch das neue Glas, dass ihr Begleiter bestellt hatte.
      "Wenn wir so weiter trinken, dann sind wir noch vor Morgengrauen mit Löchern in den Taschen, weil nichts mehr da ist.", maulte Elera und sah unter halb geöffneten Lidern zu Athreus hinauf, der aufmerksam das Schauspiel drüben beobachtete. Weil sie eben das bemerkte, piekste sie mit der Pfeilspitze dem Krieger in den Unterarm.
      "Hey!", Athreus wandte sich direkt um, hob die Arme und bleckte die Zähne unzufrieden, doch Elera hatte schon lange keine Angst mehr von ihm. Sie winkte nur zu dem freien Platz: "Ich habe es satt, ständig allein hier zu sitzen. Setz dich!", bestimmt schob sie den Auftrag in Athreus Richtung, der sich die filzigen blonden Strähnen hinter die Ohren schob, bevor er sich setzte und dabei den Umhang bei Seite schieben musste.
      "Ich seh es ja...und es wird eine Menge Arbeit...", sprach er ruhig und tippte dabei unterbewusst auf den Begriff Orakeltochter, welches in schnörkeligen Lettern verfasst worden ist. Die Schrift deutete auf jemanden vom hohen Rang hin. Wenigstens das und auch der Inhalt der Aufgabe zeugten davon, dass sie eine Menge Gold damit machen könnten. Vielleicht sich sogar wieder das ein oder andere Pferd leisten.

      Währenddessen saß Linius nun weiter auf dem Hocker und hatte sich angefangen vom Liegen aufzurichten, die Hände zwischen die Beine auf den Stuhl zu legen und aufmerksam dem Geschehen zu folgen. Dass die Katze ihn absolut nicht riechen konnte und das im wortwörtlichen Sinne machte ihm nichts aus. Tiere waren nicht wirklich sein Metier und Freude hatte er an ihnen schon gar nicht. Aus dem Hause aus dem er kam, waren solche Haustiere lediglich als Nutztiere gesehen. Katzen zur Mäusejagd, Hunde zum Schützen der Hühner und Pferde waren ein Transportmittel. Beleidigt war er nicht wegen der Katze, sondern wegen der Störung seines Liedes. Auch dass man ihn, auch wenn er es nicht wusste, mit einem Weib verwechselt hätte, hätte er kaum abgeschrieben. Seine schmale Silhouette, die Art wie er sich selbst gern bewegte und wie viel er darauf gab, wie seine Kleidung saß, waren alles gute Indizien dafür, dass er nicht der typische Raufbold war und sicherlich auch kein Hengst. Dafür fehlte ihm das grobe Etwas, dass der Mann vor ihm aber sichtlich hatte.
      Ein kleiner Pluspunkt der Linius milde stimmte, ebenso wie man auf einmal anfing über eine Frau zu reden, die wie eine Tyrannin klang. Ein Teufel in Menschengestalt? Sofort horchte er auf und statt zu bangen, war er nur noch interessierter. Neugierig beugte er sich vor und versuchte den Gelehrten zu mustern. Der junge Schwarzhaarige kauerte sich aber so sehr zurück, dass der große Mann ihn verdeckte.
      "Erzählt mir von eurer Anführerin! Ich habe mehr als genug Aufmerksamkeit und sie klingt wie eine Inspiration für sich!", er nickte bestätigend und wollte die drei Fremden dazu antrieben, während er sah, dass sich die Rothaarige ebenso dasselbe Getränk bestellte und kurz darauf einen Seitenhieb vom Mann bekam.
      Linius schmunzelte, sah hin und her und vergaß, warum er eigentlich mit ihnen sprach. Die Szene war für ihn überraschend und erfrischend. "So verhalten sich Elera und Athreus nicht. Das ist großartig.", rief er fast schon entzückt, nicht wissend, dass vor ihm eine reele Gefahr war.
      "Trinkt aber vorsichtig! Drachenlikör ist nicht nur teuer, er brennt einen von Innen heraus aus! Ich liebe es. Aber auf einmal sollte man ihn nicht trinken.", Linius schüttelte den Kopf, sich nicht bewusst, dass man ihm möglicherweise gar nicht mehr weiter zuhörte und anderweitig beschäftigt war.
    • Dieses Land war wirklich unbegreiflich. Da war sich diese merkwürdige Freundesgruppe sicher. Athena, welche gerade noch vorsichtig an dem Getränk gerochen hatte, wollte gerade Luft holen um etwas zu sagen da wurde sie von den Großen unterbrochen. "Keiner...oder keine spricht noch ein weiteres Wort über sie! Es reicht jetzt." Dieser Musikus hatte ja keine Ahnung. Niemand hier hatte eine Ahnung. Das war ihr Glück und gleichzeitig ein Problem. Sie waren keine gewöhnliche Reisegruppe, keine normalen Freunde oder eine liebende Familie. Nora war die Herrin, Cedric war der Wärter, Indra und Athena der Besitz. Nicht mehr und nicht weniger. Mit Sicherheit alles Andere als der Barde mit seinen Leuten. Von diesen jungen Mann hatte die Abscheuliche nichts. Wobei sie ihn vielleicht mit der ein oder andern Beschädigung sicher verkaufen würde.
      "Hm?" Die Drei sahen sich verblüfft an, bis sie ebenso fragend zu den Blonden blickten. Diese plötzliche Euphorie war ungewohnt, beinah unbehaglich. Für einen kurzen Moment schien es als würde Athenas Alkoholtheorie mehr als eine gehässige Bemerkung zu sein. "Bitte was? Braucht Ihr Hilfe oder...?" Stieß jene sogleich nach. Dieses Mal jedoch um einiges freundlicher. Alkohol, welch ein Wundersaft. "Klingt wie trunkender Drache." Welch Wehmut machte sich im Herzen Cedrics breit. Eines der wenigen Dinge aus der Heimat welche der Trunkenblod neben dem ein oder anderen Weibe wirklich vermisste. "Stimmt. Aber es hat nicht so einen beißenden Geruch." Die Rothaarige war hin und her gerissen. Sollte sie es wagen? "Aaach, das erinnert mich an etwas. Weißt du noch? Dein Wetttrinken damals? Ich war noch nie so stolz auf dich! Alles durch meine Schule." Freudig legte der Braune einen Arm um die Dame. Dies ließ den Kater aufschrecken. Schnell machte er einen Unmut laut kund. Anschließend setzte er zum Angriff an, wurde aber von Indra zurück gehalten. Dem Mann, der die ganze Zeit etwas zu sagen versuchte. "Verdammt! Der Alte färbt zu sehr auf mich ab. Ich werd' wohlmöglich wirklich noch wie du. Dabei will ich mein Niveau behalten!" Auf den Schreck kippte sie das Getränk mit einen Zug herunter. Zunächst bemerkte sie nichts. Ann aber war ein Kratzen in der Speiseröhre zu vernehmen. Erst mach einigen Sekunden kitzelte es in ihren Bauch und eine wohlige Wärme breitete sich in ihren Körper aus. Diese Wärme nahm allerdings rapide zu. Was für ein Gesöff! So feurig wie sie. "Huuui." Hauchte sie und kniff die großen Augen drei Mal zusammen. "Das ist ganz schön süß." Cedric blickte recht traurig drein. "I-ich .... aber... trunkender Drache... ich wollte auch..." stammelte er etwas benommen. Vorsichtig dabei dieses Male ohne seine Begleiterin zu belästigen entriss er ihr das Glas. Bevor er noch solch einen Drink bestellen zu können, war ein räuspern zu hören. Es gehörte den Gelehrten, der noch immer mit seinen Wein kämpfte. "Die Finanzen." Entgeistert blickten die anderen Beiden sich an. "Stimmt. ....Da war ja was." Nun war guter Rat teuer. Der Kämpfer fuhr sich nachdenklich durchs Haar. "Wir sollten wohl lieber zu einen anderen Tage wiederkommen." Bestätigte Indra als er der Rothaarigen ihren Kater in die Arme drückte. "Du willst nach draußen in den Sturm?" Ein berechtigter Einwurf Ihrerseits. "N-nein das nicht aber-" find der Schwarzhaarige an, wurde aber durch ein Handzeichen des Älteren unterbrochen. "Nicht diesen Namen. Wir nehmen ein Zimmer. Das passt schon. Wahrscheinlich macht sie ein Wettschreien mit den Donnergrollen wer lauter ist." Wieder rieb er sich den Bart. Im Rechnen war er nicht so begabt wie im Kämpfen. Dafür hatten sie ja Indra. "Morgen sehen wir weiter. Außerdem kann mir jemand von euch Beiden dann das Nachlager wärmen." Die holde Maid verleierte die hübschen Augen. "Sag doch gleich wenn Muta dir dein Gesicht zerkratzen soll." Er grinste. "Ich trink euren Rest. Dann kann ich auch ohne den Kampftiger einschlafen." Während Indra den Wirt entlohnte, holte Athena die Umhänge. "Also dann Jungspud. Vielleicht sieht man sich. Gehabt Euch wohl und.... haltet euch von Nora fern. Es wird das Beste für Euch sein."


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”
    • Linius machte große Augen, als die junge Rothaarige so einfach das feine Glas an ihre Lippen setzte und es in sich hinein fließen ließ, als wäre das einfache Gesöff des Wirts. Auch dieser beäugte die Frau skeptisch. Yak war bereit ihr einen Eimer zu geben oder mindestens eine Standpauke, wenn sie sich übergab. Aber sie hielt es aus, war sogar recht standfest.
      Der Barde kam nicht umhin zu staunen und lauschte der Unterhaltung der dreien. Es waren so viele Themen und so viel Zurückhaltung gleichermaßen in anderen, dass ihn gerade das eher interessierte, was man ihm verbieten wollte. Keine Informationen zu Nora. Wer auch immer Nora wirklich sein sollte. Bisher schien sie das schlimmste Weib zu sein, wenn er den Fremden glauben durfte. Aber das tat er ja auch. Fand es gut genug, dass sie ihm wenigstens unterbewusst die ersten Informationen gaben. Und bevor sie sich hätten weiter unterhalten können, war es der Ruhige im Bunde, der seine Stimme hob und zum Einhalten bat. Keine weiteren Getränke, wohl auch kein Abendessen, wo Linius doch gemeint hätte, dass dies am nötigsten gewesen wäre. Aber er war nicht die Mutter der Dreien und blieb sitzen, während sich der Trupp ihre Sachen zusammen klaubte und sich verabschiedete.
      Linius Lächeln wurde breiter und nebst der Sommersprossen über seinem Gesicht, tauchten in seinen Wangen kleine Grübchen auf, die ihn nur noch sympathischer machten.
      "Gehabt euch wohl. Eine gute, aber leider so kurze Unterhaltung. Hoffentlich hört man sich wieder.", er hob noch die Hand und folgte ihnen mit dem Blick die Treppen hinauf, nachdem der Wirt ihnen erklärt hatte, wo die Räumlichkeiten waren und welche Zimmer sie nehmen konnten. Da die Zeit vorangeschritten war, war auch die Taverne etwas spärlicher besetzt. Da diese auch nicht alle Reisenden aufnehmen konnte oder viele ihr Gold lieber versoffen hatten, als es klugerweise in ein Dach über dem Kopf zu investieren, mussten sie raus in das Unwetter und dort ihre Zelte aufbauen. Aber mit der Zeit war ein großer Platz neben der Schenke aufgetaucht, sodass sie nicht alleine waren.

      Der Barde stakste wieder zurück, diesmal ohne sich groß durch die Menge manövrieren zu müssen. Als seine Augen den Schwertkämpfer entdeckten, machte sein Herz einen spürbaren Sprung und er hielt einen Moment in seinen Schritten inne, bevor er sich erinnerte, dass er auch vor Elera so unauffällig wie möglich sein sollte. Leider gelang ihm das nicht immer. Nicht so gut, wie es Athreus schaffte, der unberührt zu ihm aufsah und ihn musterte. Wie sie zueinander gekommen waren, war eine sonderliche und sehr abrupte Geschichte, die der Barde gerne einmal teilen würde...Vielleicht in einem Lied, in dem nur Athreus wissen würde, dass es für ihn sei.
      Schließlich setzte er sich aber und musterte die Getränke auf dem Tisch und den Auftragszettel.
      Elera hatte bereits einige Gläser intus und drehte ihren Pfeil zwischen den Fingern: "Dein Auftritt war gut!", sprach sie dem Barden Mut zu und dieser nickte mit betroffenem Lächeln. "Ja...ich weiß. Er ist immer gut.", winkte Linius ab und sah auf den Tisch, rieb sich die Hände und lehnte sich dann doch schließlich vor, um sich sein Instrument zu nehmen und es noch ein wenig zu stimmen. Es störte ihn nicht das währenddessen andere versuchten zu Singen und selbst Musik zu machen, auch wenn das alles andere als gut klappte.
      Gemeinsam sprachen sie noch ein wenig über den nächsten Morgen, aber schon bald trat Elera ebenso den Weg in ihr Zimmer an.
      "Ich will euch morgen ausgeschlafen sehen, Jungs.", und damit verschwand, sie hielt sich aber an jeder Wand und an dem Geländer fest, als sie hinauf wankte in ihr Einzelzimmer. Um Kosten zu sparen hatten Linius und Athreus ein gemeinsames Zimmer. Das erleichterte in vielerlei Hinsicht ihr gemeinsames Stelldichein. Und da genügend Alkohol geflossen war, wusste Linius, dass es diese Nacht wieder so war und er die hitzige Nähe des anderen spüren durfte. Stets nahm es sich Athreus, wenn er es brauchte und Linius hatte bisher nie abgelehnt. Mit roten Wangen, nicht nur wegen des Alkohols, musterte er den Krieger, der sich noch nach dem Gespräch von ihm mit den Fremden erkundigte und die Information zusammenzog, dass das Monsterweib draußen den Namen Nora trug. Hübsch eigentlich. Zu hübsch für so eine grobe Gestalt.
    • Ein müdes Schmunzeln war das Letzte was der große geratene Mann den schmucken Barden entgegenbrachte. Als er sich abwandt wurde ihm bewusst wie lang es her gewesen war, ein normales ....gar freudiges Gespräch zu führen. Er besahs wohl doch noch etwas von Menschlichkeit. Einen Menschenhändler sagte man dies nicht direkt nach. Da Cedric in dieses Leben geboren war, erzog man ihn Güte nicht gerade an. Seine liebe Frau Mutter, die Götter haben sie seelig, hatte es dennoch versucht. Herraus kam ein in sich zerrissener Mann, der nicht einmal mehr wusste, dass er noch immer ein normales Gespräch führen konnte. "....Habt dank." Murmelte er im Gehen vor sich hin, ehe er auf Indra und Athena stieß.

      Das Zimmer war nicht groß aber dennoch dienlich. Schöner als es die Drei gewohnt waren. Sie schliefen meist unter der schönen aber grausamen Decke des Himmelszelt, in Schoße von Mutter Erde. Die alten Holzdielen knartzten als der Braunhaarige mit groben Tritten über sie schritt. Müde ließ er sich am Fenster nieder. "Nehmt ihr das Bett." Murrte er während der Mann einige Rüstungsteile ablegen wollte. "Soll ich dir helfen?" Bot sich der Gelehrte sogleich an. "Schon gut." Fragend blickten sich Indra und Athena an. Nicht einmal ein Scherz, dass die Rothaarige ihn gern etwas nähr konmen könnte. Irgendetwas ... oder irgendjemand hatte Cedric wohl die Laune verhagelt. Die Holde war sich auch sicher woran es lag, ihr Gefährte hatte eine andere Vermutung. "Legt die Kleider nicht ganz ab. Wir brechen auf, so bald der Sturm vorbei ist. Je schneller wir uns auf machen, desto besser." Die fahlen Augen des jungen Mannes erfassten wehmütig wie der Mann seines Herzens sich niederließ. Wenn er ihn nur irgendwie Trost spenden könnte? So oft schon hatte er diesen Kämpfer sein Leben zu verdanken und er konnte, so schmächtig und unnütz wie er war nicht einmal jetzt helfen. Seine Freundin seufzte leise ehe sie ihren Kater auf den Boden absetzte. "Es war schön aber...jetzt ist es vorbei." Tröstend legte sie ihren Hand auf seine Schulter. Sanft schloss Indra seine Augen. Wortlos nickend legte er seine Hand auf ihre. Sie war so warm. Anders als sonst. Ob es an den Drachentrunk lang? "Lass uns ruhen. Viel Schlaf werden wir kaum erhalten." Die Samtpfote tippelte leis bereits bis zu dem Bett. Mit einer Seelenruhe machte er es sich in den Nachtlager gemütlich, ungeachtet dessen das er es mit zwei Menschen teilte. "Eines Tages vielleicht...." Flüsterte Cedric in sich hinein als Athena und Indra das Bett bestiegen. Weder hatten sie seine Stimme vernommen noch etwas damit anfangen können.

      Es blieb bei der Abmachung. Kaum hatte sich das Unwetter gelegt brachen sie so plötzlich auf, wie sie gekommen waren. Schlamm quoll gefühlt meterhoch unter ihren Füßen hervor. Irgendwo her zu ein merkwürdiger Geruch. Wahrscheinlich hatte sich der ein oder andere Gast noch ürbergeben oder erleichtert. Missbilligend rümpfte das schöne Rothaar ihre Nase. "Bei diesem Geruch bin ich doch um unsere Lebensweise froh." Der Schmale neben ihr blieb stehen. Für einen kurzen Moment sah er auf die Taverne zum steilen Hang zurück. Seine Begleiterin hatte recht. Schön war es gewesen, doch jetzt verblassenten die Erinnerung an die fröhlichen Stunden wie ein Traum aus der letzten Nacht. Unwirklich schien es. Unwirklich und wie der Biss von der Sündenfrucht ihrer Welt. Der kräftige Mann, welcher ihn vorran schritt schien das Klagen der Göre nicht zu stören, er scherte sich aber auch nicht um das Tagträumen seines Gefährten. Es war schon ein Fehler gewesen und als eben dieser sollte er begraben werden. "Los, kommt jetzt." Mahnte er recht stumpf wenn auch mit besten Absichten. Je schneller sie wieder in der Realität weilten desto besser. Diese Inneren Hoffnungen die er eigentlich selbst hegte war doch nur bloßes Gift. Unruhig wanderten seine Augen hin uns her. Immer auf der Suche nach den sicheren Stand und der Erscheinung seiner Schwester. Doch von Nora war noch immer weit uns breit etwas zu sehen. Keine Spur der Verwüstung ....außer diedes Sturms, keine Spur aus Leichen egal ob menschlich oder Tier. Fast so als wäre sie nie hier und die Drei frei gewesen. Das das war nach wie vor bloße Wunschvorstellung. Unruhig schwang der Schweif des Katers, welcher in den Armen der Schönen lag auf und ab. Fast so als wären seine Gedanken die von Cedric. Manchmal waren sich dieser zwei ungleichen Widersacher wohl ähnlicher als ihnen lieb war.


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    • Der Krieger und der Barde. So würde sein Lied heißen. Oder so wollte er es nennen, aber ebenso gut, hätte er sich auch hier und jetzt zur vollsten Stunde in der Taverne auf einen Tisch stellen können und laut rufen, dass er nun mit diesem Mann nach oben ging und ein Bett mit ihm teilte. Athreus hätte noch im selben Moment alles hingeschmissen, ihm gedroht, vielleicht sogar wirklich getötet. Nein, nichts davon brauchte er und so genoß er lediglich nach ihrem gemeinsamen Stelldichein einfach nur an seiner Brust zu liegen. Doch den Morgen verbrachte er stets allein. Athreus war jemand, der früh genug aufstand, oft genug noch nicht einmal auf das Steigen der Sonne wartete, sondern bereits draußen saß und seine Pfeife rauchte. Die Kräuter erfüllten ihn und seine Umgebung mit einem sonderbaren Geruch, sodass er all den Unrat um die Schenke nicht mehr wahrnahm. Außerdem war er oft genug hier gewesen, sodass ihm das gar nicht mehr auffiel. Ein Mann trank, ein Mann erbrach. Das war doch gar nicht so schwer zu verstehen. Er hatte sogar Verständnis dafür.
      Aber wofür er weniger Verständnis hatte, waren die langen Schlafenszeiten seiner neuen Mitstreiter. Solange hatte er mit der Bogenschützin und dem Barden nicht zu tun. Er erinnerte sich noch an den Abend, an dem die beiden auf ihn zukamen. Linius hatte ein verheißungsvolles Glitzern in den Augen und Elera war knallhart und zeigte ihm zu welchem Auftrag sie als Nächstes gingen. Noch heute erschien sie in ihrer kleinen Truppe weiterhin als die bessere Anführerin. Athreus hatte sich aber, um ihn besser darzustellen, nie darum geschert. Leider schliefen sie so lange bis die ersten Sonnenstrahlen schon längst ihre Magie verwirkten. So saß er des Öfteren alleine vor den Gaststätten oder ihrem Lager und besah den noch dunklen und sternenreichen Himmel.
      Heute blieb er nicht allein. Die Fremden, die gestern sowohl seine, als auch Linius Aufmerksamkeit errungen hatten, traten zu einer unüblichen Zeit heraus. Ausgeschlafen schienen sie, aber sie wirkten ebenso aufgescheucht und unruhig.
      Athreus beobachtete ihre Schritte, paffte an der Pfeife und ließ sie Glut und die Kräuter knistern, bevor er seine Lungen damit richtig füllte und die volle Wirkung entfalten ließ.
      Dabei beobachtete er auch die Katze, die unbeholfen durch den Schlamm ging, den großen Mann an der Spitze ihrer Gruppe, der sich nach jemandem umsah. Die Frau war bildhübsch und wirkte wie aus Marmor geschlagen. Und der dürre Kerl, der sich hinter ihr versteckte? Wahrscheinlich ein Bücherwurm.
      Aus alter Angewohnheit schätzte Athreus in Gedanken ab, welcher dieser Personen ihm am ehesten schaden könnte, empfand es am Ende aber interessanter zu erfahren, nach wem sie suchten.

      Aus der Ferne, irgendwo zwischen den Bäumen erhörte man ein klägliches Winseln und Stöhnen. Kurz darauf schälte sich ein junger Mann, gekleidet in schwarzer Kutte mit Dreispitz auf dem Kopf, aus dem Gebüsch vor dem Wäldchen. Er wankte, war nicht ganz nüchtern und stolperte aus seinem nächtlichen Ruheplatz, wie einem schien, heraus. Mit fahlem Blick wankte er auf die drei zu, die der Krieger so ausgiebig betrachtet hatte und hätte gern gewusst, ob es zu einer größeren Auseinandersetzung kommen wird. Wobei sie eher wirkten, als wollen sie die Stätte so schnell wie möglich verlassen. Was sie in der Taverne jedoch gesucht hatte, das wusste er nicht, hätte auch nicht einblicken können, ob sie überhaupt einen Auftrag mitgenommen hatten, der sich für 3 Abenteurer lohnte. Mehr Köpfe bedeutete zwar mehr Kampfkraft, aber es bedeutete auch mehr Mäuler zu stopfen. Athreus pflichtete brummelnd seinen eigenen Gedanken bei und zog wieder den Rauch ein.
    • Allmählich bahnten sich alle Drei einen Weg Richtung Wald. Es war nicht magisch, es war nicht romantisch. Nur finster und trüb. So wie ihre Stimmung. Bald aber regte sich etwas vor ihnen. Instinktiv glitt Cedrics Hand zur Waffe, bereit das zu verteidigen was ihn lieb wie teuer war. Er stürmte jedoch nicht lauthals los, zögerte aber auch nicht. Sein Schritt wurde langsamer, seine Sinne mit jeder Sekunde wacher, sein Geist und seine Muskeln machten sich bereit. Auch die Lady hinter ihm streckte ihre zarten Finger nach ihrer Klinge aus. Entgegen taumelte ihnen ein merkwürdiger Zeitgenosse entgegen. Noch benommen und wie frisch vom Tode auferstanden kam er auf sie zu. Die Vorsicht hielt Athena und Cedric jedoch an, nicht von der Waffe abzulassen. Indra welcher sich einmal mehr hinter dem Mädel geduckt hatte, blickte mitleidig den Trunkenen hinter her. "...Alkohol..." Seiner Meinung nach ein Feind des Menschen. Sein Blick beglitt den Menschen etwas längere als die der anderen. Bald schon betraten sie den Wald. Der strenger Geruch wurde immer schwächer, der Betrunkene und die Taverne immer kleiner. Auch der Boden ward immer trittfester. Dafür zogen sich immer mehr Geäst im den verschiedensten Größen über die Wege. Der Strum hatte sein übriges getan. Einige der Bäume waren beschädigt oder ganz umgeknickt. Die Spannung des Sturms war noch nicht ganz verflogen. Tiere lauerten ängstlich im Unterholz. Alles im allen war es kein von der Nacht verhangener Wald. Es war nicht romantisch im Moment der anbrechenden Dämmerung zu passieren. Dabei lud ein verschlafener Wald meist dazu ein. Die Folgen des Sturms machten ein Spuren lesen schwer bis gerade unmöglich. In dem Fall der Babarin war schwer zu sagen welcher der Schäden natürlich entstanden war. Dennoch folgte der Große zielstrebig einen Weg. Er kannte sie einfach zu gut. Es war nur Intention, bloße Mutmaßungen was die Frau gestern Abend getan haben könnte. "Geht es hier nicht direkt Richtung Niemandslande?" Bemerkte der Schwarzgelockte recht schnell. "Ja." Es passte zu Nora in ihren Zorn, während eines herannahenden Sturms, allein und ohne weitere Ausrüstung in die Fremde zu ziehen. "Meint ihr sie ist..." begann er leise. Athena schüttelte ihren Kopf. "Nein... dann wären wir ja frei." Sie hatte recht. Jeder der Beiden hatte ein war gezeichnet.

      Nicht nur mit den Mahl des Menschenhändlerclans welches man ihnen eingebrannt hatte. Beide trugen eine Art altmagisches Geflecht aus dünnen Metall um ein Handgelenk. Wie die Marke eines Nutztieres. Dabei war die Einsetzung flexibel. Es konnte beispielsweise mit bloßer Willenskraft zu einer Kette geführt werden, an der man sie durch die Gegend schleifte wie ein Zug Gefangener. Es war Nora aber auch möglich nach bloßen Belieben die unscheinbaren 'Armbänder' enger zu schüren. Im Normalfall wurden sie dazu genutzt, dass sich weder Indra noch die Rothaarige weit entfernen konnten. Nora war eine Frau des Kampfes. Sie setze auf rohe Gewalt durch Muskelkraft nicht auf die des Verstandes oder der Magie. Daher nutze sie die diversen Funktionen nut selten. Zu einen war es weil sie die komplexe Magie nicht verstand. Die genauer Anwendungsweise war mit ihren Vater gestorben. Zum anderen ließ sie den anderen Menschen lieber ihre Waffen oder eigenen Hände spüren. Nur selten griff sie zur Magie und ihre Möglichkeiten. Damit zu handeln war schon mehr ihr Ding. Für magische Artefakt gab es meist viel Geld und Geld war ein Teil von Einfluss. Macht war das, wonach das Kriegsweib strebte.

      Mittlerweile war die Gruppe tief im den Wald gekommen. So tief, dass das Licht des anbrechenden Tages sie kaum erreichte. "Wir sind ganz nah." Verkündete der Anführer ruhig. Er sollte recht behalten. Seine Schwester war hier gewesen und sie war eindeutig in der Nähe. "Da vorn." Zwischen den Geäst und all dem was der Sturm angetragen hatte vielen die Kadaver kaum auf. Auch wie Menschen sahen sie nicht mehr aus. "In so einen tiefen Teil des Waldes wahrscheinlich Räuber oder andere Tunichtgute." Unzählige Male hatte sich eine Klinge in ihr Fleisch geborht, teilweise fehlte etwas. Ihr Gesicht schien deformiert. Als hätte jemand auf sie eingeschlagen bis nichts mehr übrig war. Die Schnittwunden hatte man sichtlich später zugefügt. Andere waren teils verbrannt. Der Gelehrte musste seinen Blick abwenden. Für seine Begleiter war es nichts weiter als bittere Realität. Es waren fünf an der Zahl. Zumindest an dieser Stelle. "Cedric!" Rief die Schöne ihn an Inne zu halten. Ohne ein weiteres Wort deutete sie auf einen der Toten. "Der trägt das Wappen der Trügler." Ihr Finger wanderte langsam weiter. "Der auch. Und der-" Was machten sie hier? "Du hast recht. Gut beobachtet. Also doch keine einfachen Tunichtgute." Da hatte sich Nora heute Nacht ja noch richtig austoben können. "Es scheinen aber nur unwichtige Untergebene zu sein. Vielleicht wurden sie auch in der Tarverne angeheuert. Sie sind mir bei ihm nie aufgefallen." Athena Blick hing noch immer an den Männern. "Nun, die Vorderen sind auch kaum noch als Menschen zu erkennen. Wie willst du da ihren Namen finden."


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    • Elera wankte auf ihren Beinen, als sie noch mit müder Miene, aber bereits schönem Antlitz, das sie mit ein wenig Farbe stets zu unterstreichen vermochte, hinaus. Linius, dem diese frühen Morgenstunden stets schwer im Magen lagen, beugte sich über sein Musikinstrument und stimmte es. Sie hatten noch ein paar Minuten und kontrollierten dabei das Gepäck, dass sie mitnehmen wollten. Eine Handvoll an Proviant für jeden. Ansonsten hatte jeder seine Waffe dabei und Linius sogar ein wenig Medizin. Das jedoch hatte er nicht aus der Taverne, die bot dergleichen gar nicht an. Einer der Händler am gestrigen Tage hatte ihm das verkauft und er war der Meinung, dass ihnen das noch zugutekäme. Wobei Athreus darüber nur schnauben musste. Ein von Narben gezeichneter Krieger sagte nur aus, wie oft er versagte. Deswegen trug er ebenso Narben und er erinnerte sich an jede einzelne davon und wie schwer die Wunden waren und welchen fatalen Fehler er stets in diesen Momenten getan hatte. Er lernte daraus und erzählte nie, was die Fehler waren.
      Schließlich hingen sie sich ihre Mäntel um, da auch an diesem Morgen, obwohl der Sturm vorbeigezogen war, ein Frost und Feuchtigkeit in der Luft lag. Vögel hörte man selten im Niemandsland und so hielten sich die meisten Tiere auch nicht gerne in der Nähe der Taverne auf.
      Mit den Umhängen wäre ihnen noch bis zum Mittag warm. Und vor allem Linius begrüßte es.
      "Hach, aber versprecht mir, dass wir beim nächsten Mal etwas nehmen, was weniger kratzig ist!"
      Elera schnaufte zustimmend, war an diesem Morgen aber längst nicht so gesprächig. Athreus, der bereits länger wach war, schulterte lediglich sein Schild auf den Rücken und kontrollierte das Halbschwert, dass er trug. Eine ungewöhnliche Mischung an Waffen, wenn man in das Niemandsland ging, aber es waren die Waffen, die man ihm beigebracht hatte und die er nie wieder von sich werfen würde. Vor allem nicht den Schild. Die Kapuzen rückten sie zurecht und brachen schließlich auf.

      Linius, der spätestens nach dem er richtig wachgeworden war, am liebsten ein paar Töne gespielt hätte, ließ sich nicht verbieten wenigstens zu summen. Und er tat es mit lieblicher Stimme, wiederholte das Lied, dass er gestern gehört hatte von der ihm vorgegangenen Bardin. Elera lief auf leisen Füßen durch das Dickicht. Der Boden war zwar mit Laub bedeckt, aber dieser Weg, war so typisch für so viele neugierige Abenteurer, dass die ersten Meter in das Niemandsland hinein, viel zu oft besucht wurden. Der Boden war gut ausgetreten, man hatte kein Problem zu laufen. Und die Blätterwerke hatten ihn vor stärkerem Regen bewahrt. Sie liefen lange und sahen sich stets sorgfältig um, um keinem Problem entgegenzukommen. Sie hatten den Auftrag angenommen und hofften eigentlich, dass es ein einfaches rein und wieder raus wurde. Doch der Weg wurde später rauer, sie mussten eine kleine Höhle durchqueren, die auch als Tunnel gelten mochte. An einigen Rückbleibseln von Schüsseln und Löffeln, konnte man erkennen, dass hier des Öfteren Abenteurer hielten und übernachteten. Es war ein gutes Versteck und ließ sich ganz in Ordnung verteidigen, wenn es denn sein musste.
      Auf der anderen Seite entdeckten sie einen Weg mit tiefen Fahrrinnen von einer Kutsche. Elera senkte sich neben diesen ab und folgte den Spuren von ihrer Position aus.
      "Das Pferd ist deutlich zu erkennen...sie müssen aber vom Weg abgekommen sein...das hier ist keine offizielle Route...", sie bedeutete auf den in der Ferne kaum noch erkennbaren ausgang des Waldes. Die Grenze war so schmal und doch mieden die normalen Menschen in ihrem Alltag jeglichen Kontakt. Dabei waren die Grenzgebiete des Niemandslandes nicht so schlimm. Gefährlich wurde es dann, wenn man schon drin war und nicht mehr wusste, wie tief es noch hinein ging.
      Der Krieger rollte die Schultern und seufzte schwer: "Dann finde ihn.", raunte er genervt, woraufhin Elera mit einer flüchtigen Bewegung ihn zum Teufel schicken wollte. Linius hatte derartige Auseinandersetzungen schon oft gesehen und vor allem die Frau ließ sich nicht gern etwas sagen. Und Athreus...Athreus hatte eine...grobe Art sich auszudrücken. Doof, dass ihm das persönlich sehr gefallen konnte.
      Elera sprang zwischen den Rillen im Boden herum und machte fest in welche Richtung die Kutsche gegangen ist, dann ging sie voraus und zog bereits ihren Bogen, um einen ihrer Pfeile einzulegen. Eigentlich dürfte sie keine Probleme erwarten. Aber wer wusste, ob nicht bereits jemand anderes von der Kutsche erfahren hatte und sie für sich ausnutzen wollte.
      Linius hielt sich im Hintergrund, doch er langte in seine Tasche und brachte einen Stein hervor, den er aufmerksam mit dem Daumen rieb. Als Antwort darauf fing dieser anzuleuchten und offenbarte ein seltsames, altertümliches Runenzeichen, welches gefühlt aus der Steinmitte heraus leuchtete. Schnell steckte er es wieder weg. Solange es funktionierte und auf ihn reagierte, sollte er mit dem Leuchtzeug wohl aufpassen. Der Krieger hatte ihn schonmal gewarnt deswegen.

      Die Kutsche war nicht nur vom Weg abgekommen. Wie ihnen schien, war es von der Nebenstraße hinein in den Wald gerast und beschrieb schon bald eine Kurve. Das Pferd hatte schnell die Orientierung verloren und war versucht zu entfliehen, was auch immer es aufgebracht hatte. Dabei raste es mitten in die Bäume hinein. Die Kutsche trug schwere Stöße davon, brach sowohl in der Fahrerkabine, als auch mit dem Hänger, bis sie schließlich zwischen zwei Bäumen verkeilt war. Die Halterung für das Pferd hing gerade nach oben, aber vom Tier war keine Spur mehr. Keiner von ihnen glaubte jedoch, dass es noch lebte. Nicht hier.
    • Nachdenklich brummend ging der Große weiter. Es war lang her. Vor vielen Monden, während ihrer Reise waren sie sich bereits begegnet. Die letzte Zusammenkunft war jedoch nicht so gut ausgegangen. Die Trübler und die Van Hervins hatten schon sehr lange eine Zwiste. Es gab durchaus Pläne diese beizulegen und durch eine Verbindung der Häuser Machtstruckturen zu festigen. Dies endete aber in einen Desaster was beinah zum Ende von den Van Hervins geführt hatte. Nun labten sie sich am Leid von Cedrics Sippe. Teilweise waren diese Banditen schuld am Ende der Familiendynastie. Eigentlich brauchte Nora keinen Grund andere Menschen zu hassen, für diese Familie hatte sie gleich tausend gründe. Angefangen damit, dass ihr aktuelles Oberhaupt ihr das rechte Augenlicht genommen hatte. Nicht das es ein menschliches Monstrum wie sie störte, es verletzte nur ihren Stolz. "Vielleicht gibt es hier etwas ....Besonderes, etwas Magisches. Oder zumindest erhoffen sie sich das." Gedankenverloren strich Athena über das zottlige Fell ihres Kater. Auch ihre blieben nur schlechte Erinnerungen an die Trübler im Gedächtnis hängen. Indra, der hellste Kopf von ihnen hatte sie noch nie erlebt. Doch er fürchtete ihre Erzählungen.

      Der Spur aus Körperteilen folgend kam die Gruppe vorran. Da zeichnete sie sich ab. Wie eine Riesin stand Nora in Mitten der aufgehenden Sonne. "Wie ich sehe wurdest du gut unterhalten." Das Biest blickte auf. "Pah!" Ihr Blick fukusiert prüfend ihren Bruder. "Diese kleinen Würmer wussten nichts. Nicht viel." Brummte sie unzufrieden. Jetzt wo auch die restlichen Zwei nähr kamen und das rote Haupt der jungen Dame erstrahlt, löste sie ihren kalten Blick von Cedric. Dafür legte sie ihre Aufmerksamkeit auf den Gelehrten. "Sag bloß der Hasenfuß hat auch getrunken?" Er zuckte. "...Dacht' ich mir." Nora machte eine Pause. "Der Auftrag muss warten. Ich will diesen gottverdammten Idioten erst ausweiden und an seinen erbärmlichen Gedärm erhängen! ...Oder... vielleicht pfähle ich ihn auch. Seine Leiche kann dann vor meinen Toren verrotten!" Während sie so fluchte viel den Scharzhaarigen ein Stein vom Herzen. Hatte Indra doch gefürchtet, das ihm Folter als Strafe erwartete. "Steht da nicht maulaffen feil! Schnappt euch den brauchbaren Dreck dieser schwächlichen Maden." Viel Zeit hatten sie nicht. Dem Gelehrten war es nicht wohl dabei einen Toten zu beklauen, es ängstigte und eckelte ihn auch etwas, die kalten teils starren Körper nach Proviant oder Ähnlichen zu durch suchen. Doch dieses Teufelsweib würde ihn keine Wahl lassen. Seine Gefährten gingen da weitaus weniger zimperlich vor. Aber keiner der Beiden konnte diese Menschen wieder zum Leben erwecken, geschweige denn wollten sie es.

      Recht planlos aber dafür mit einer blutrünstigen Vettel setze die Gruppe ihre Reise fort. Voran schritten Nora, einen Schritt hinter ihr Cedric, etwas weiter hinten Athena mit Muta und zum Schluss ließ Indra sich von ihr mitziehen. "Sie suchen Frauen. Magische Frauen wie Fischweiber." Ließ die Kalte ihren Bruder wissen. "Fischweiber? Sie jagen solch alten Geschichten hinterher?" Es war nicht unüblich für das Hause Trübler. Während Cedrics Familie mit bloßen Menschen, manchmal auch durch Zufall mit Magiedilettanten, handelten waren Trüblers neben den zwilichsten Aufgaben vor allem auf mystische Wesenheiten und Artefakte spezialisiert. Eben diese schienen sie sich hier erhoffen zu wollen. "Es scheint fast als wäre das nicht ihr einziges Ziel." Rodewig Trübler wollte wohl auch zu Ende bringen was er begonnen hatte. Passender Weise waren die Geschwister ihn stehts über den Weg oder gar in die Arme gelaufen. "Es wird wohl auf er oder wir hinaus laufen." Rieb sich der Große gedankenverloren den Bart. Nora feigste. "Ich werde schon dafür sorgen, dass die Geschichte ihn vergisst. Oder nur über seinen grausamen und erbärmlichen Tod berichtet." Ihr Stolz in allen Ehren. Der Trübler hatte viel mehr Männer. Nora und ihr sonderbares Gefolge zählten gerade einmal viereinhalb. "Sie sind ins Innere gezogen. Die Maden von Vorhin sollten sich am Steilen Hang umhören." Fuhr wie fort ehe sie herum fuhr. "Was dauert da so lang?! Schneller verdammt!" Trieb sie die anderen Beiden an. Nur, um sie anschreien zu können. "Also deshalb bist du um diese Tarverne geschlichen und anschließend im den Wald verschwunden." Seine Schwester grinste. "Ich hätte mich auch mit einen anderen Mann hauen können. Aber die Rache war verlockender." Verwundert hob Cedric eine Braue an. Dieser Satz... dieses Grinsen... dieser Mann war ihr im Gedächtnis geblieben. Folglich musst er Eindruck hinterlassen haben.


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    • Die Sonne schien durch ein paar verwinkelte Äste. Der Wind raschelte durch die trockenen Blätter und schickte eine verspätete Ladung an Regentropfen herunter, woraufhin der Barde seine Arme hob und ein für ihn unverkenntliches Geräusch von sich gab, welches an Maus und jaulenden Welpen erinnerte. Er sprang sogar über eine Wurzel in der Hoffnung einer vermeintlich weiteren Schwall an Wasser zu entgehen. Da kam aber nichts mehr. Elera schnalzte auf die Reaktion mit der Zunge, nuschelte etwas in sich hinein, bevor sie ihre Haare von der Schulter flippte und vorausging. Sie überholte Athreus und ging ohne zu zögern um das Objekt ihrer Begierde herum.
      Die Kutsche war recht neu. Der Regen hatte zwar seine Spuren hinterlassen, doch es hatte noch nicht genug Zeit hier verbracht, dass die Tiere, Monstren oder was auch immer hier hausen mochte, großartig für sich beanspruchte. Sie schlich erst herum und brauchte Zeit dafür, denn das Gefährt war riesig. Es hätte locker 6 Personen gleichzeitig befördern können, und das, wenn man den Kutscher und den Pagen nicht zählte. Also 8 insgesamt. Das Pferd war aus seiner Halterung panisch ausgebrochen, wie ihr schien und fort gerannt. Nichts sagte ihr aber, dass es geblutet hat oder anderweitig angegriffen worden war.
      Athreus hob den Kopf und schnupperte in die Luft. Kein Rauch, kein Menschengestank. Nichts davon war deutlich zu erkennen. Er hatte keine besonderen Kräfte, war nur ein Mensch wie jeder andere, aber mit der Zeit, wenn man lang genug alleine gewesen ist, konzentrierte man sich auf mehr als nur den visuellen Sinn.
      Linius wanderte auf der anderen Seite um die Kutsche herum und versuchte Elera zu treffen, doch die Bogenschützin war behände und leise auf das Dach geklettert und stand nun über ihnen allen.
      "Was siehst du?", rief Athreus hoch, während er sich umsah. Doch Elera schüttelte den Kopf: "Dank dem vermaledeiten Sturm ist wahrscheinlich keine einzige Spur zu finden...außer wir finden den Kadaver des Pferdes..."
      Athreus schüttelte den Kopf. Darum ging es ihm nicht. Sie mussten nicht das Pferd finden. Sie mussten mehr als das finden. Linius war derweil in das Innere geklettert und durchsuchte die Bänke, die man hochklappen konnte für mehr Stauraum. Aber auch dort war nichts zu finden.
      "Eigenartig...es wirkt als sei die Kutsche komplett leer gewesen. Sicher, dass es die ist, die wir suchen?"
      Elera sprang herunter und suchte nach der kleinen Insignientafel, die verriet woher die Kutsche kam und wem sie gehörte. Daraufhin tippte sie nur darauf: "Die ist unberührt. Es ist unsere..."
      Linius schüttelte den Kopf: "Ein Jammer. Jetzt sind wie so früh aufgestanden und das ist ein Reinfall."
      "Nicht ganz.", die Frau trat an Linius heran, kletterte mit rein in das Gefährt und ergriff ein Stückstoff, welches zwischen einem Ast und der Türe auf der anderen Seite hing. Der Stoff war nicht mehr sauber, doch wenn man ihn richtig betrachtete, glänzte er. Linius Augen wurden groß: "Ist das ein Stoff aus der Schicksalskinder?"
      Elera nickte. Erst als sie es Athreus zeigten, nickte dieser. Er hatte schon einmal eine Orakeltochter gesehen. Eine, die bereits in die Jahre gekommen war und doch das Antlitz einer Dame trug. Jung und reif. Aber sie hatte etwas Unantastbares. Etwas, dass ihn auch von anfang an abgestoßen hatte. Das war nicht nur bei ihm so. Viele erzählten gleiche Reaktionen, wenn sie die halb angezogenen Orakelkinder sahen. Es war wie eine unsichtbare Barriere, die einem sagen wollte, dass diese Wesen nicht für frevelhafte Gedanken waren. Wie sie sich letztlich fortpflanzten, wussten die Orakelkinder nur alleine.
      Athreus fuhr sich mit der Zungenspitze über die Frontzähne. "Das ist unsere Kutsche...und sie muss hier sein...Elera. Schau nach Fußspuren und zwar gründlicher."
      Die Bogenschützin schnaubte laut, doch sie tat ihm den Gefallen. Linius, der eigentlich mehr im Weg stand, kletterte ebenso raus und wollte sich umsehen. Am Ende zählte der Gedanke, nicht wahr.
    • Das war alles Andere als normal für die Brünette. Normalerweise sahen alle anderen für sie gleich aus. Es wären Würmer, Abschaum oder Maden, manchmal Tunichtgute, erbärmliche Idioten aber auch Narren oder einfach Ungeziefer. Nicht aber ein Mann. Etwas menschliches, etwas lebendiges mit Wert. Und sie waren schon gar keine Verzerrung ihrer Mundwinkel wert. War Cedric wohl noch benebelt vom Alkohol? Ungläubig schob er die Brauen zusammen. Seine Schwester schritt aber wortlos, ohne mit einer weiteren Regung oder Laut darauf einzugehen weiter vorran. Irritiert schüttelte er sein kastanienbraunes Haupt.

      Still zog die Gruppe weiter durch den Wald. Einzig und allein das knarren des Gehölz zeriss die Stille, welche sie wie ein eiserner Vorhang umschlungen hatte. Irgendwann war ein finsteres Grummel von seiten des grimmigen Dickkopfes zu vernehmen. Es war die abstruse Mischung aus einen nachdenklich-giftigen Blick den sie ihren Bruder zu warf. Jedoch verweilten ihre Augen nie bei den Kämpfer. Sie tanzten zwischen der Sicht mach vorn und ihm hin und her. Es lag ihr etwas auf der Zunge, doch es wollte nicht heraus. Sie überlegte einfach wie sie ihre Nebenmann am besten mit ihren Worten treffen konnte. "Ich weiß schon." Brummte er zurück. Sein Blick war dabei starr und kalt. Fast so als wolle er sagen 'Tue es doch und sieh was du davon hast.' Es reichte um sie aus der Reserve zu locken. "Willst du mir drohen?" Der Mann schloss seine Augen, wandte den Blick an. "Nein. Du hast mein Leben .... liebste Schwester. Daran wird sich nichts ändern. Aber...." find er leise an ehe er stoppte. "Hörst du das auch?" Das waren keine Geräusche des Waldes. Aus der Ferne war menschlicher Lärm zu hören. Auch die Harte horchte auf. Hatten sie etwa eine Spur? War es die Trübler? "Darüber sprechen wir noch!" Fuhrt Nora ihren Bruder an, ehe sie sich herum wand. "Gen Westen! Und ab jetzt seid gefälligst leis, kein Murks, auch kein verdammtes Knacken der Äste! Verstanden?!" Wieder nutze sie die Gelegenheit um Indra zu bedrohen und Athena anzufahren. Aus purer Laune. Immerhin waren die Beiden bis jetzt stillschweigend hinter ihnen her gelaufen.

      Als die Gruppe den Geräuschen folgte zeichnete sich ein recht unerwartetes Bild ab. In Mitten der Verwüstungsschneise des Sturmes, lag ein Kutsche in merkwürdiger Seitenlage. Nicht gerade dass was die kleine Gruppe in diesen Teil des Waldes, in dieser Position und in diesem Zustand erwartet hatte. Noch weniger hatte sie die Gesichter erwartet, welche sich in der Nähe des Gefährtes aufhielten. "Das ist doch-" brach Athena heraus als sie das blonde Haar eined gewissen Barden leichten sah. Sein Erscheinungsbild in dieser Landschaft war genauso unwirklich- wie solch eine edele Kutsche selbst. Auch Indra sah verwundert auf. Cedric blieb ruhig, auch wenn ein Zucken durch sein Gesicht fuhr. Ein stummes Zeichen der Zustimmung. "Bei den Göttern?! Was soll das denn werden? Fuhr die Rothaarige fort. Unterstützung wurde sie dabei von einen längeren Miau-Ton des Katers. Zugegeben, das Bild wie sich der Barde aus der brschliegenden Kutsche zwängte war wirklich amüsantes. "......Verdammt. Das sind anderen Maden, nicht diese gottverdammten Hurensöhne!" Fluchte Nora unzufrieden. Eigentlich wollte sie die Gruppe zum weitergehen bewegen, da fiel ihr Blick auf ein bekanntes Gesicht. Dieser Haudegen von gestern Abend. Ob er diese Männer gesehen hatte? Irgendwer musste die Kutsche ja in diesem Zustand gebracht haben. Wütenden Schrittes stapfte sie heran. Bereit sich die Kehle aus den Leib zu schreiben. "Hey! Du! Donnerass! Hast du solche unnützen Garsthammel hier vorbeiziehen sehen? So welche wie die erbärmlichen Gestalten die gestern Abend bei der Tarverne herum schlichen." Ihre Mine wurde finsterer. Ungeduldig knackte Nora mit ihren Zähne. "Nun sag schon! Ich kann nicht ewig meine Zeit mit Wegelagerern wie Euch verschwenden."


      “If you were happy every day of your life, you wouldn’t be a human. You’d be a game show host.”

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