The crystals of the elements ΞCailemia & AleaΞ

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    • The crystals of the elements ΞCailemia & AleaΞ

      The crystals of the elements
      mit @Cailemia und @Alea CroniX

      Vorstellung


      Pan

      Endlich! Endlich war der Tag gekommen, an dem Pan ihr 18. Lebensjahr vollendete und sie sich auf ihre unbestimmte Reise auf großes Abenteuer begeben durfte. Mit ihrer Adoptivfamilie saß sie noch am Frühstückstisch, plauderten und lachten, doch spürte man die gemischten Gefühle, die in der Luft lagen: Freude, Stolz, Abenteuerlust, aber auch Angst, Sorge und Trauer.
      Pan hatte es immer gut bei ihren Zieheltern gehabt, zwar wusste sie schon früh Bescheid, dass sie nicht ihre leibliche Tochter war, gerade weil sie dunkelhaarig war und die anderen alle blond, doch sie fühlte sich immer dazugehörig und geliebt. Blut alleine reichte nicht, um eine Familie zu sein. Das war eins der ersten Dinge, die sie von ihren Eltern gelernt hatte. "Pan, du kommst doch wieder zu uns zurück, oder?" fragte Henry, ihr kleiner Bruder während er sein Butterbrot aß. "Hast du keine Angst? Es gibt doch überall Ungeheuer und wilde Tiere." wollte auch ihre große Schwester Hannah wissen, die selber etwas schreckhaft war. "Natürlich Henry. Und dann bringe ich euch ein paar Andenken aus meinen Abenteuern mit. Und nein, Hannah, ich fürchte mich nicht. Außerdem hat mir Papa den hier gegeben." versicherte die Schwarzhaarige und präsentierte den Hammer, dessen Kopf mindestens so groß war wie eine Faust eines erwachsenen Mannes. "Pan, bitte nicht am Esstisch." ermahnte die Mutter sie und versuchte die beiden Jüngeren etwas zu beruhigen, waren die Geschwister so hibbelig, dass sie kaum was aßen. Sofort steckte die Schwarzhaarige das Werkzeug wieder in ihren Gürtel zu einem zweiten, etwas kleineren Hammer. Dieser war ihrer, der sie schon fast ihr ganzes Leben begleitet hatte, wahrlich ein treuer Freund. "Man könnte meinen, ihr beiden würdet das Haus verlassen." lachte der Vater auf und klopfte Pan auf die Schulter. "Sie schafft das schon. Also macht euch keine Sorgen." sprach er all seinen Kindern Mut zu.
      Nach dem Frühstück packte die junge Frau ihren Reisebeutel zusammen und packte auch noch die Lebensmittelrationen ein, die noch ihre Mutter mitgegeben hatte. Bereit für die Reise erwartete schon ihre Familie sie vor ihrem kleinen Haus für den Abschied. Die Geschwister umarmten sich herzlich, tauschten noch kleine Neckereien aus und dann drehte sich Pan auch zu ihren Eltern. "Pass auf dich auf Schatz. Und wenn es dir zu gefährlich wird oder du einfach nicht mehr willst, kannst du immer wieder zurückkommen." gab die Mutter mit einem leisen Schniefen von sich. "Mama, bitte nicht weinen. Sonst fängt Hannah an und dann ich." flüsterte sie der blonden Frau zu und kämpfte selbst schon mit den Tränen. "Vergiss nicht, was ich dir alles beigebracht habe. Ich weiß, dass du stark bist und clever noch dazu. Also komm unversehrt wieder zurück, damit wir zusammen deinen Geschichten lauschen können." sprach der großgewachsene Mann´seine Ziehtochter an und nahm sie dann auch noch ein letztes Mal in den Arm. "Ich weiß nicht wann, aber ich werde bestimmt wieder kommen, versprochen." verabschiedet sie sich von allen und machte den ersten Schritt in ihre ungewisse Zukunft.
      Pan war nun eine ganze Woche unterwegs. Manchmal kampierte sie unter freien Himmel, doch die meiste Zeit kam sie in einer Scheune oder ähnlichem unter. Den Gastgebern bot sie als Dank ihr handwerkliches Geschick an und reparierte oft wichtige Gegenstände, wie ein Radwagen oder eine Türe, ein undichtes Dach oder ein verbeulter Eimer. Da sie auf viel bereisten Wanderrouten lief, war ihr noch kein wildes Tier oder gar Monster begegnet, doch bald kam sie zum Wald der Vorsehung und was dort auf sie wartete, konnte sich Pan in ihren kühnsten Träumen nicht ausmalen. Auf dem Weg las sie auch immer wieder diesen Brief durch, den ihr ihre Eltern mit dreizehn gegeben haben. Er war wohl von ihren richtigen Eltern, die sie sich bei ihr entschuldigten, dass sie nicht bei ihr sein konnten. Er enthielt nur ihren Namen und dass sie mit 18 Jahren zum Wald der Vorsehung aufbrechen sollte. Dort würde jemand auf sie warten, der all ihre Fragen beantworten konnte, die sie im Laufe der Zeit bei ihr angesammelt hatten. Das Papier war schon überall etwas eingerissen, hatte sie den Brief so oft schon gelesen und Fragen hatte sie eine Menge. Aber die wichtigste war, wieso sie nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen konnte. Außerdem hat Pan schon seit immer so ein Gefühl, dass ihr irgendetwas im Leben fehlte. Vielleicht fand sie auch darauf die Lösung beim Wald, der immer näher und näher kam. Am Waldesrand angekommen blickte sie sich suchend um, doch konnte keine Menschenseele entdecken. Nun, es war möglich, dass die andere Person einen längeren Anreiseweg hatte, daher war es wohl das beste einfach zu warten. Um nicht nur tatenlos herumzusitzen, suchte sich die junge Frau Steine, Holz und trockenes Gras zusammen, damit sie eine Feuerstelle errichten und ein Lagerfeuer entfachen konnte. Wartend saß sie jetzt davor und versuchte ihre Gefühle zu ordnen. Sie war gespannt, wer hier auftauchen würde, hatte aber auch Angst, dass man enttäuscht von ihr sein könnte, da sie vielleicht nicht dem entsprach, was man erwartete hatte. "Mach dir nicht so viele Gedanken." ermahnte sie sich selbst und fing an vor sich hin zu pfeifen und summen um sich etwas zu beruhigen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle

    • Nankara

      Nankara wuchs in bescheidenen Verhältnissen beim Nomadenvolk der Aztolohz auf. Ein Mann mit schwarzen Hörnern und Narben im Gesicht mit dem Namen Greyen. Obwohl er wie eine Vaterfigur für das Mädchen war, hatte sie ihn nie als solchen bezeichnet und auch er schien sich nicht daran zu stören, dass das Mädchen, welches er als Baby im Wald gefunden hatte, ihn stattdessen bei seinem eigenen Namen nannte.
      Selbst wenn Greyen gewollt hätte zu verheimlichen, dass sie nicht sein Kind gewesen war, so wäre ihm dies wohl nicht gelungen, da Nankara schon früh bewusst war, dass sie sich von den Anderen unterschied. Sie besaß keine Hörner, wie alle anderen ihrer Karawane und auch keine Schuppen zierten ihren Körper. Außerdem fiel schnell auf, dass sie deutlich langsamer als die anderen Kinder wuchs, oder vielleicht war es besser zu sagen, dass sie schlicht und einfach kleiner war als alle anderen.
      Dennoch mochte Greyen das Mädchen, auch wenn es oft nicht mit den anderen spielen wollte, anstrengend war wenn es um ihren Unterricht mit dem Messer oder anderem Sport ging und sehr gerne mit dem Mann über jede Kleinigkeit diskutierte, so dass dieser oft verzweifelte, ob er überhaupt jemals an sie ran kommen würde.
      Sie waren vielleicht keine perfekte Familie, manchen mögen sie nicht einmal als solche bezeichnen, doch für die beiden waren sie das: eine einfache, kleine Familie und umso schwerer fiel es dem Mann Nankara von dem Brief zu erzählen, welcher bei ihr gelegen hatte, als er sich gefunden hatte.
      Er wusste, dass er ihn ihr spätestens zu ihrem 18.Geburtstag geben müsste und je näher sie diesem kamen, desto schwerer fiel es ihm.
      Selbstverständlich war dem Mädchen aufgefallen, dass Greyen sich komisch verhielt, als nur noch wenige Wochen von ihrem 18.Geburtstag entfernt waren, doch sagte er auch nach längerer Diskussion nichts.
      Erst wenige Tage davor, konnte er sich endlich dazu durchringen mit ihr darüber zu reden.

      Greyen setzte sich mit einem Seufzer an den runden Tisch, welcher nicht weit weg von ihrer Feuerstelle – welcher das Zentrum des Zeltes, das sie bewohnten, darstellte – stand und er wandte seinen Blick dem lesenden Mädchen zu, welches ihn mit einer Mischung aus fragend und skeptisch betrachtete, ehe dieser neben ihm auf einen der Kissen klopfte.
      Kurz zögerte Nankara, dachte darüber nach, ob sie nicht lieber weiter ihr Buch lesen wollte, doch selbst ihr entging nicht, dass, worüber auch immer Greyen mit ihr sprechen wollte, es ernst war.
      Somit gab sie ein Seufzen von sich, legte vorsichtig ihr Buch zur Seite, dessen Seite bereits langsam heraus fielen, so oft hatte sie es gelesen, ehe sie dem großen Mann den Gefallen tat und sich zu ihm setzte.
      Ihren Aufmerksamen Augen entging das Stück Papier nicht, welches er in seiner Hand hielt und schnell fiel Nankara auf, dass es ein Brief war.
      Doch wie sollte ein Brief einem wandernden Volk ausgeliefert werden? Und was hatte das mit ihr zu tun?
      „Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich dir diesen Brief überhaupt geben sollte...“, begann Greyen und der Blick der jungen, nun bald 18 Jahre alten, Frau wandte sich dem Gesicht des großen Mannes zu und die Frage in ihren Augen wurde nur größer. Es war offensichtlich, dass er sich viele Gedanken darüber gemacht hatte, während er sich zweifelnd über den Nacken strich und sich weigerte ihr in die Augen zu sehen.
      „Du bist klein und schwach, Nankara. Ich hab zwar mein bestes gegeben dir zumindest den Umgang mit einem Messer zu lehren, doch selbst das scheint dir nicht recht zu liegen, weshalb ich mir verständlicherweise große Sorgen mache.... aber wenn ich es nicht tun würde, würdest du es mir dein ganzes Leben lang vor halten, nicht wahr?“, gab Greyen nun einen belustigten Laut von sich und ein Lächeln lag auf seinen Zügen, als ginge er gerade schöne Erinnerungen durch.
      „Ich habe beschlossen, dass du alt genug bist deine eigenen Entscheidungen zu treffen. Wie auch immer, ich habe genug gesagt und du weißt, dass ich eigentlich niemand großer Worte bin. Hier, lies selbst.“, mit diesen Worten reichte der gehörnte Mann Nankara den Brief, welchem sie noch immer einen skeptischen Blick zuwarf, ehe sie ihn langsam öffnete und sich etwas zurücklehnte, um den Inhalt des Briefes lesen zu können.
      Mit großen Augen starrte sie den Inhalt des Briefes an, welcher ihr sogleich eröffnete, dass er von ihren leiblichen Eltern geschrieben worden sein musste, oder zumindest von einem Teil.
      Endlich wusste Nankara, woher sie diesen Namen hatte, wer ihn ihr gegeben hatte, hatte sie doch recht früh bemerkt, dass Greyen – welcher wirklich einen unglaublich schlechten Sinn für Namen hatte – es nicht gewesen sein konnte, doch egal wie sehr sie ihn damit genervt hatte, er hatte es ihr nie verraten wollen. Bis jetzt.
      „... der Wald der Vorsehung? Und ich soll da jemanden treffen? Greyen, was ist das? Wieso zeigst du mir das erst jetzt?“, war ihr deutlich anzusehen, dass sie nicht gerade froh darüber war erst so spät über die Existenz eines solchen Briefes erfahren zu haben.
      „Du hieltest den Brief mit deiner kleinen Hand fest, als wäre er das wichtigste auf der Welt, als ich dich gefunden habe. Ich weiß nicht, wer ihn dort gelassen hat, aber wie es scheint müssen es deine Eltern sein. Ich kann dir auch nicht sagen, was oder wer dich dort erwarten wird oder gar das warum. Ich weiß nur, dass du bald 18 wirst und es Zeit wird, dass du eine Entscheidung triffst, Nankara. Willst du diese Reise auf dich nehmen und uns verlassen oder nicht?“, wandte er seine ernsten Augen der jungen Frau zu, auf dessen Gesichtszüge ein nachdenklicher Blick lag und sie wandte diesen wieder auf den Zettel.
      „... kannst du mich nicht begleiten?“, gab sie fast kleinlaut von sich, doch schüttelte der Riese langsam den Kopf.
      „Du weißt, dass ich das nicht kann. Man braucht mich hier. Abgesehen davon ist das deine Reise, kleine Buffalo.“
      Nankara seufzte. Sie hasste es, wenn Greyen sie so nannte, beließ es aber am heutigen Tage dabei, war die Situation doch zu ernst, um sich darüber aufzuregen.
      Buffalos waren große, starke in schwarzes oder braunes Fell gekleidete Tiere mit großen Hörnern und ihre Augen waren mit welligem Haar verdeckt, was den Aztoloh an Nankaras Haare erinnert hatte, weshalb er sie gerne so nannte, seit sie klein war. Dabei verstand sie sich mit diesen Tieren nicht einmal richtig, welche ihre Wägen und Waren zogen, während sie von einem Ort zum Anderen reisten.
      Am passendsten war wohl zu sagen, dass sich diese Tiere den Büffeln ähnelten.
      Es war der jungen Frau anzusehen, dass sie über die Worte des Anderen grübelte. Er hatte recht und sie hasste es. Nankara war sich unsicher, würde sie es alleine bis zu diesem Wald überhaupt schaffen?
      „Moment... ist das etwa der Grund, wieso wir von unserem normalen Pfad abgewichen sind?“, fiel es ihr mit einem Mal wie Schuppen von den Augen und die junge Frau blickte verwundert auf, ehe Greyen nickte.
      „Genau. Wenn du an deinem Geburtstag aufbrichst und nach Wesen weiter gehst, solltest du den Wald der Vorsehung erreichen können. Ich habe mich vorher natürlich schlau gemacht, da ich bezweifle, dass du den Weg kennst.“
      „... okay. Ich mach es.“, entschied sich die Braunhaarige letztendlich diesen Schritten zu gehen, ihn zu wagen. Sie müsste lügen zu behaupten, sie hätte keine Angst davor alleine in der Wildnis zu sein, doch wusste sie auch, dass sie es bereuen würde, wenn sie es nicht wenigstens versuchen würde.
      Sie war neugierig darauf, wen sie wohl treffen würde, spürte verwundert, dass sie sich gar freute, als wüsste sie unterbewusst, wer auf sie wartete und selbstverständlich wollte sie wissen, woher sie kam, wer ihre Eltern waren und wieso diese sie einfach in einem Wald liegen lassen haben, wie es wohl jedes Kind in ihrer Situation getan hätte.

      In nur wenigen Tagen war es dann bereit. Gemeinsam mit ihren Freunden und ihrer zu groß geratenen Familie, als welche sich hier alle sahen, feierten sie in traditioneller Manier ihren Geburtstag. Mit viel, gutem Essen, für dass alle gemeinsam mitgeholfen hatten, Musik und Tänzen um das Lagerfeuer herum, an welchen Nankara am liebsten nicht teilgenommen hätte, da sie es nicht mochte sich zu bewegen, doch an diesem Tag machte sie eine Ausnahme, da ihr bewusst war, dass es der letzte Tag sein könnte, an welchem sie die Anderen wieder sehen würde.
      Selbstverständlich würde sie versuchen wieder zurückzukehren, sie kannte die Wege, welche die Nomaden nahmen, doch konnte niemand sagen, wann sich diese nicht änderten.
      Die Feierlichkeiten wurden früher beendet, als gewöhnlich, obwohl Nankara wusste, dass die Anderen ohne sie weiter feiern würden und sie verabschiedete sich von den Anderen, ehe sie ihre kleine Reise in den Wald der Vorsehung begann.

      Immer wieder zuckte die junge Frau zusammen, bei jedem einzelnen Schritt auf einen gebrochenen Ast oder jedem Rascheln im Gebüsch und sie fand sich mehr als nur einmal mit ihrem Messer in der Hand wieder, fast schon panisch in jede Himmelsrichtung blickend, doch wurde sie zu ihrem Glück kein einziges Mal auf ihrem Weg von einem wilden Tier angegriffen, während sie dem besagten Wald immer näher kam.
      Nankara hielt inne, als sie ein leises summen vernahm und sie runzelte die Stirn. Banditen? Wegelagerer? Oder eine einfache Reisende? Mit vorsichtigen Schritten näherte sich die Braunhaarige der Stimme, welche immer lauter wurde, doch ein weiterer, knackender Ast verriet die junge Frau, woraufhin sie kurz leise fluchte, ehe sie vom Boden aufblickte und in die Augen einer Fremden blickte, welche an einem Lagerfeuer saß.
      Nein, es war keine Fremde. Zu ihrer Überraschung erkannte sich Nankara in diesem Gesicht wieder, als hätte jemand eine Person nach ihrem Bilde gezeichnet, aber irgendwie auch... anders. Sie konnte es nicht recht beschreiben. Wieso sah diese Person ihr so ähnlich?
      „.... wer bist du?“, wollte die junge Frau nach kurzem Zögern von der Fremden wissen und das Misstrauen war ihr deutlich anzusehen.
    • Pan saß gerade an einem Stückholz, dass sie gefunden hatte und schnitze gerade etwas daraus während sie nebenbei vor sich hin summte. Überall lagen Spähen verteilt herum und noch sah der Klotz sehr unförmig aus. Man konnte noch lange nicht erahnen, dass es eine Blume werden sollte, als sie mitten in der Bewegung erstarrte, nach dem sie ein Knacken vernommen hatte. Sie wandte sich zu der Fremden, die mit einem Messer in der Hand vor ihr stand und sie mit einem argwöhnischen Blick musterte und sie fragte, wer sie sei. "Oh. Hallo. Ich heiße Pan und warte hier auf jemanden." antwortete sie ehrlich und legte Holz und Messer beiseite. Kurz hatte sie sich erschreckt, aber Angst hatte sie vor der jungen Frau keine. Eigentlich war sie auch recht erleichtert, dass es sich um einen Menschen handelte, der auf sie gestoßen war und nicht ein Untier oder ähnliches. "Kennen wir uns?" fragte sie ihr Gegenüber neugierig, deren Gesicht ihr so vertraut vorkam und stand dann auch langsam auf. Wieso hatte sie das Gefühl, dass ihr diese Person bekannt war? "Vielleicht ist sie ja die Person, die ich hier treffen sollte?" kam der Schwarzhaarigen der Gedanke und sah sich noch ein mal um. Doch außer diesem Mädchen war niemand hier. "Und wie heißt du?" wollte sie nun ihren Namen erfahren und schenkte ihr ein leichtes Lächeln um zum Ausdruck zu bringen, dass von ihr keine Gefahr ausging, denn das Messer machte sie trotzdem leicht nervös. Sie sah sich die Frau noch einmal genauer an. Ihr Kleid war recht vornehm und schick, nicht wie ihre dunkle zerschlissene Hose und ihr einfaches Leinenhemd. Sie hatte dunkles, langes und welliges Haar, das in der Sonne schon fast glänzte. Pan hingegen besaß einen sehr kurzen Haarschnitt, der mehr an einen Mann erinnerte. Auch sonst waren ihre Gesichtszüge fein und hatte die Statur von einer Puppe. Die Schwarzhaarige hatte recht raue Hände von der Handwerkerarbeit mit Holz und Metall. Auch sonst war sie eher muskulös, waren die Aufgaben bei ihrer Familie nicht gerade leicht gewesen und benötigten manchmal rohe Gewalt. Irgendwie fühlte sie sich gerade sehr klein und auch unansehnlich in der Gegenwart dieser hübschen jungen Frau. Pan hatte sich eigentlich noch nie Gedanken darüber gemacht, wie sie aussah, wurde sie immer nur nach ihren Fähigkeiten bemessen. Doch jetzt konnte sie gerade das Vergleichen nicht lassen. Das warf auch gleich eine andre Frage auf; was machte diese Person hier, die so gar nicht in diese Umgebung passte.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Nankara

      Es wirkte auf sie schon fast komisch, wie einfach und schnell die Fremde ihr erzählte, wer sie war und was sie hier machte – etwas, was Nankara nicht einmal gefragt hatte – und sie betrachtete die Fremde noch eine Weile argwöhnisch, auch, nachdem sich nach ihrem Namen erkundigt wurde.
      Sie konnte sich nicht erklären, wieso ihr gegenüber auf sie wirkte, als würde sie in einen Spiegel blicken, dabei könnten die beiden verschiedener nicht sein, wie sie nach kurzer Betrachtung feststellen konnte.
      Letztendlich beschloss sie, dass von der Fremden keine Gefahr ausging und sie ließ ihr Messer wieder in ihren weiten Ärmeln verschwinden, ehe sie sich daran machte die Frage der Fremden zu beantworten.
      „... Nankara. Und... ich glaube nicht, dass wir uns kennen? Ich bin mir ziemlich sicher, eine Person, die mir so ähnlich sieht, hätte ich nicht einfach vergessen. Naja... zumindest was die Gesichtszüge angeht.“, fügte sie nach kurzem zögern hinzu, da die beiden sich abgesehen von ihrem Gesicht wirklich kaum ähnelten.
      „Das hier ist doch der Wald der Vorsehung... oder?“, erkundigte sich Nankara und blickte sich um, konnte jedoch nichts besonderes an diesem Wald erkennen, der ihm einen solchen ominösen Namen eingehandelt haben könnte. Auch eine Person, die sie hier treffen sollte... Moment.
      „... hast du gerade gesagt, du wartest hier auf jemanden... doch nicht etwa auf mich, oder?“, kam es zweifelnd von der jungen Frau, wirkte ihr Gegenüber doch kaum groß älter als sie und sie bezweifelte stark, dass diese Pan diesen Brief vor 18 Jahren hätte geschrieben haben können.
      „... zufällig bin ich auch hier, um jemanden zu treffen.“, fügte sie hinzu.
    • Pan
      Pan ist einfach keine Person, die gleich vom schlechtesten im Menschen ausgeht. Sie war schon immer allem und jedem positiv aufgeschlossen und so dachte sie sich auch nichts dabei, dem fremden Mädchen gleich ihren Namen zu verraten. Außerdem hatte sie schon immer die Auffassung gehabt, dass man mit Freundlichkeit im Leben weiter kam. Und damit sollte sie erstmal auch recht behalten, ließ die Fremde ihr Messer auch wieder verschwinden. "Nankara…" wiederholte die Schwarzhaarige und lächelte sie freundlich an. "Das ist ein sehr schöner Name. Den habe ich auch nie zuvor gehört." Verlegen tastete sie ihr Gesicht mit ihren Fingen ab. Auch ihr schien die Ähnlichkeit aufgefallen zu sein, und dabei sah Nankara doch so viel graziler aus. "Ja, das ist der Wald der Vorsehung." bestätigte Pan mit einem Nicken. "Auf dich?" verwirrt runzelte sie Stirn und ihre Verwunderung wurde nur noch größer, als sie die letzten Worte der Dunkelhaarigen hörte. "Vielleicht warten wir auf dieselbe Person?" kam es zögerlich von ihr. Doch das wäre ein recht sonderbarer Zufall. "Wir können ja zusammen warten. Also, wenn du willst." schlug sie Nankara vor und bot ihr mit einer Handbewegung einen Platz am Lagerfeuer an. Noch war es hell, doch falls sie auch hier über Nacht kampieren mussten, wäre es schon von Vorteil zusammen zubleiben. Pan setzte sich dann einfach wieder auf einen der vielen großen Steine und nahm wieder ihre Schnitzerei zur Hand. "Komisch, dass du auch hier bist. Du besitzt nicht zufällig einen Brief, der dich hier her geschickte hat, sobald du 18 Jahre alt geworden bist?" fragte sie die junge Frau eher aus Spaß heraus. "So ist das nämlich bei mir. Aber das wäre schon ein unheimlicher Zufall." plauderte sie einfach, weiter, da sie ihrer Meinung nach nur Spinnereien von sich gab. Während sie sprach, schnitze sie weiter an ihrer Blume und versuchte die Späne immer wieder ins Feuer zu befördern, die mit einem kurzen Aufflammen verbannten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Nankara

      Die junge Frau blickte Pan aus großen, ungläubigen Augen an und starrte diese für einige Momente an, da sie kaum glauben konnte, welche Worte die eigentlich Fremde gerade von sich gegeben hatte.
      „Ein unheimlicher Zufall... tatsächlich.“, gab Nankara von sich, ehe sie nach dem Brief in ihrer Rocktasche griff und diesem Pan entgegen hielt.
      „Ich nehme an, du hast auch einen? Willst du damit sagen, dass du als Neugeborenes ebenfalls im Wald ausgesetzt und von Fremden gefunden und aufgezogen wurdest? … also wenn ich nicht deine Schwester bin, dann ist das wirklich ein gruseliger Zufall. Wie alt bist du eigentlich?“, wollte Nankara sofort wissen, ob sie die ältere war oder nicht.
      Sie hatte erwartet hier auf ihre Eltern zu treffen, oder wenigstens jemanden, der ihre Eltern kannte und ihr erklären würde, warum sie ausgesetzt worden war, bevor sie wieder nach Hause gehen und Greyen und die anderen wieder einholen könnte... aber die junge Frau merkte, dass das naiv von ihr gewesen war.
      Nun waren sie also schon zu zweit, was bedeutete das?
    • Pan
      Sie bemerkte gar nicht, wie die Augen sich von Nankara weiteten, als Pan von ihren Umständen erzählte. Erst als diese ihr einen Brief entgegenhielt, sah die Schwarzhaarige etwas verblüfft auf und stoppte mit ihrer Schnitzerei. Die Farbe des Umschlags kam ihr sehr bekannt vor, hatte er ein leichtes Blau wie ihrer, der das Schreiben beinhaltete, das sie überhaupt hier hergebracht hatte. Mit den dreizehn Jahren hatten ihre Zieheltern ihr diesen Brief gegeben, der bei ihr lag als sie Pan im angrenzenden Wald fanden. Sie lag in einem holen Baumstamm, dick eingewickelt mit ein paar Wolldecken und den Brief hielt sie in ihren kleinen Händen, als wäre er das wichtigste, was sie noch besaß. Das Schreien des Säuglings hatte die beiden Zieheltern auf sie aufmerksam gemacht. Und mit der Übergabe des Briefs später erzählten sie Pan alles. Wie sie sie gefunden haben und dass sie den Brief selber nie gelesen hatten. An diesem Geburtstag wurden viele Tränen vergossen, dutzende Fragen gestellt, welche die beiden Erwachsenen leider nicht beantworten konnten. Aber auch das Band noch fester geknüpft, das sie und ihrer Zieheltern verband.
      Aus ihrem Wanderbeutel zog auch sie einen Umschlag hervor, mit derselben Farbe und Größe. Immer wieder wanderte ihr Blick zwischen den beiden Papierstücken hin und her, ehe sie der Dunkelhaarigen antwortete. "Ich bin vor kurzem erst 18 Jahre alt geworden." erzählte sie Nankara und sah dieser wieder ins Gesicht. "Schwester." hallte noch das Wort in ihrem Kopf nach, das ihr Gegenüber ausgesprochen hatte. Und wieder hatte sie das Gefühl, als würde sie sich selbst vor sich stehen sehen. Plötzlich rannen ihr Tränen über die Wangen, die sie einfach nicht aufhalten konnte. Pan war aber auch nicht traurig, sondern eher erleichtert. Dieses Gefühl in ihr, dass irgendetwas fehlte, sie verstand langsam, was es sich damit auf sich hatte. Ihr fehlte nicht etwas, sondern jemand. Schnell wischte sie sich die Nässe aus dem Gesicht und versuchte ruhig zu bleiben. Ihre Gefühle waren gerade ein reinstes Wirrwarr. Glück, Erleichterung, aber auch Angst machten sich in ihre breit. Was, wenn sie wirklich Schwestern waren, aber Nankara sie nicht mochte oder noch schlimmer, verabscheute. Gerne hätte sie die junge Frau umarmt, aber sie waren wie zwei Unbekannte für einander. "Glaubst du wirklich, dass wir verwandt sein könnten?" fragte Pan zögerlich und versuchte sich wieder auf das Schnitzen zu konzentrieren. Sie musste ihre Gedanken und Gefühle erst ein Mal ordnen, sonst würde sie noch verrückt werden. Und würde hier vielleicht noch jemand auftauchen, der ihnen bei der Aufklärung dieser fast schon absurden Situationen helfen könnte? Wenn ja, würde er oder sie vielleicht erst morgen erscheinen, bewegte sich schon die Sonne dem westlichen Horizont entgegen. Vielleicht sollten die beiden die Zeit nutzen, um sich etwas kennenzulernen...
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    • Nankara

      „Vor kurzem.... aber das kann nicht sein! Ich bin auch...“; gab die junge Frau zunächst verwirrt von sich, ehe es ihr dämmerte. Sie waren nicht einfach nur Schwestern. Sie waren Zwillingeverdammt nochmal! Was für verrückte Eltern hatten die beiden bitteschön, dass sie ihre beiden Zwillingstöchter nicht nur aussetzten, sondern trennen mussten?! Welche Umstände könnten soetwas bitteschön rechtfertigen?! Nankara konnte es wirklich nicht erwarten, die Hintergründe zu erfahren, aber wie es schien, würde sie sich zunächst Gedulden müssen.
      „Wenn es nicht das ist, wie willst du dir dann erklären, dass wir den selben Brief mit dem selben Inhalt bekommen haben? Abgesehen davon, würde das erklären, wieso wir uns so ähnlich sehen. Das wäre schon ein großer Zufall, wenn du mich fragst.“, war Nankara recht froh, dass Pan schnell ihre Tränen fortgewischt hatte und nicht zu weinen begonnen hatte, da sie dann nicht gewusst hätte, wie sie mit ihr hätte umgehen sollen, und sie sich stattdessen auf pragmatischere Dinge konzentrieren konnte.
      „... erzähl mal. Wo bist du aufgewachsen? Mich selber hat ein wanderndes Volk von Aztoloth gefunden, naja, einer, um genau zu sein und ich bin mit ihnen gereist und bei ihnen aufgewachsen. Wie siehts mit dir aus?“, erkundigte sich Nankara, da sie nicht wusste, was sie sonst hätte sagen können.
    • Pan

      Schweigend hörte die Schwarzhaarige ihrer angeblichen Schwester, vielleicht auch Zwillingsschwester zu, da auch Nankara dasselbe Alter wie Pan hatte. "Du hast recht. Das wären doch sehr viele Zufälle auf einmal." stimmte sie der Kleineren zu. "Ein Wandervolk? Dann musst du bestimmt schon sehr viel von der Welt gesehen haben." staunte sie und unterbrach ihre Schnitzarbeit. "Mich hat eine Handwerksfamilie gefunden, da sie in der Nähe des Waldes leben, in dem man mich ausgesetzt hatte." erzählte nun Pan von ihren Zieheltern. "Sie haben auch zwei weitere Kinder und haben mich immer als Familienmitglied behandelt, auch wenn mir schnell klar wurde, dass wir nicht blutsverwandt waren. Sie sind alle strohblond." erklärte sie mit einem kleinen Schmunzler. "Alles was ich weiß und kann habe ich von ihnen gelernt und auch etwas von der Schule." sprach sie weiter und nahm dabei ihre Schnitzerei wieder auf. "Diese Aztoloth. Wie sehen die aus. Um ehrlich zu sein bin ich nie wirklich weit von Hause weg gewesen. Das hier ist jetzt das weiteste, wie ich gereist bin." gab Pan etwas verlegen zu.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Nankara

      „Hmmmm... dann scheinst du es doch ganz gut erwischt zu haben. Wenn ich so darüber nachdenke, hätten wir genauso gut in der Wildnis einfach sterben oder gefressen werden können... was für verantwortungslose Eltern würden sowas schon zulassen?“, schnaufte Nankara genervt, dieser Gedanke gefiel ihr nicht und sie war sich mit einem Mal nicht mehr so sicher, ob sie überhaupt wissen wollte, wer ihre Eltern eigentlich waren. Vielleicht hätte sie doch... nein, dafür war sie schlicht und einfach zu neugierig. Außerdem war es doch die Gelegenheit ihren leiblichen Eltern einmal die Meinung zu geigen! Oder war auch immer sich ihre Beschwerden anhören würde müssen.
      „Hm? Du bist noch nie einem Aztoloth begegnet?“, starrte die junge Frau die Andere mit großen, verwirrten Augen an, „Du musst in einem wirklich kleinen oder abgeschiedenen Dorf aufgewachsen sein, wenn sie dieses nie besucht haben. Hmmm... wie soll ich sie am besten Beschreiben...?“, sah die Dame im Kleid – welches von der Reise hier und da dreckige Stellen aufwies, doch zu Nankaras Leidwesen war sie noch auf keinen See gestoßen, wo sie es hätte waschen können – nachdenklich zur Seite, ehe sie sich wieder Pan zuwandte und ihre Hände an die Seiten ihres Kopfes legte, so dass sie mit dem Zeigefinger Hörner hatte darstellen können.
      „Sie sind allesamt groß gewachsene, mit Hörner und Schuppen ausgestattete... Menschen.... würde ich sagen. Ah, aber versteh mich nicht falsch. Es ist nicht so, dass ihre gesamte Haut von Schuppen bedeckt wären... nur hier und da. Oftmals am Hals... auf dem Handrücken oder vereinzelnd über der Brust.“, zeigte Nankara zu den Stellen, die sie erwähnte, im Versuch es ihrem Gegenüber anschaulicher zu machen, „Wir reisen von Stadt zu Stadt, verkaufen handgefertigte oder eingekaufte Ware und führen eine Herde von Tieren mit uns, die uns mit ihrem Fleisch und ihren Produkten am Leben halten.“
      Die junge Dame wollte gar nicht mehr aufhören zu reden, ehe ihr bewusst wurde, dass sie begonnen hatte zu viel zu erzählen, selbst, nachdem sie die Frage von Pan bereits beantwortet hatte.
      „Also... ja. Das sind die Aztoloth. Ich glaube du kannst dir vorstellen, dass es kein Hexenwerk war herauszufinden, dass ich keiner von ihnen bin.“; beendete Nankara damit ihr Erzählung und streckte ihre Hände dem Feuer entgegen, da es begann langsam kühler zu werden.
      „Und ja, ich habe recht viel von der Welt gesehen. Aber wir nehmen Jahr für Jahr die selben Wege... in diesem Teil dieser Welt war ich bisher nicht. Was schnitzt du da eigentlich?“
    • Pan

      "Ja. Wir haben wohl beide Glück gehabt." stimmte sie Nankara zu und fragte sich, ob ihre Eltern wirklich so herzlos waren oder sie etwas dazu gezwungen hatte. Jedenfalls waren ihre Zieheltern immer sehr aufopferungsvoll, wenn es um ihre Geschwister und sie ging. Daher war es doch schwer zu glauben, dass Eltern allgemein, einfach so ihre Kinder weggaben. Den Gedanken behielt sie aber erstmal für sich. Interessiert lauschte sie dann den Worten der Dunkelhaarigen, die ihr beschrieb, wie ein Aztoloth aussah. Langsam nickte Pan und konnte sich an eine ähnliche Beschreibung erinnern, von der ihr Ziehvater erzählt hatte, wenn er in die nächstgrößere Stadt ging, um ihre Handwerkprodukte zu verkaufen. "Das scheint jedenfalls ein sehr friedliches und freundliches Volk zu sein, wenn sie dich ohne weiteres aufgenommen haben." stellte die Schwarzhaarige fest. "Ich würde einen mal zu gerne treffen." fügte sie dann noch an. Als Nankara sie fragte, was sie da schnitzte, hielt Pan in ihrer Arbeit inne. Sie reichte ihr das unfertige Stück und kratzte sich verlegen am Kopf. "Das soll mal eine Kamelie werden. Ich habe auf dem Weg hier ein paar gesehen und mir sagen lassen, wie die Blume heißt." erklärte sie ihr. "Hast du eine Decke oder etwas Ähnliches da? Abends kann es doch manchmal sehr kühl werden. Wenn nicht, ich habe eine zweite dabei. Die kannst du gerne heute Nacht haben." erkundigte sie sich bei Nankara. Pan stand dann auf und warf noch etwas von dem herumliegenden Holz ins Feuer, das ihnen Wärme spendete und Tiere wie Insekten weghielt.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle