Der Schutzdämon (Michiyo & Lysios)

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    • Der Schutzdämon (Michiyo & Lysios)

      Fantine
      Zufrieden folgte die junge Dame mit dem wallenden Haar ihrem Schützling. Sie folgte ihm nicht mit Schritten. Nein, viel eher schwebte sie ihm hinterher, den liebevollen Blick nicht von ihm abwendend. „Magnifique“, seufzte sie beim Anblick seiner strahlend blonden Locken, die die von der Sonne geküsst vom Spiegel reflektiert wurden, als er sich für die Universität fertig machte. Alles hatte Fantine für William gegeben, ihn beschützt und behütet wie eine Bärenmutter und gut daran getan jeden schändlichen Einfluss aus seinem Leben zu verbannen, so schnell sie nur konnte. Andere Schutzengel hatten ihr oft zu verstehen gegeben, dass sie ihre Rolle zu ernst nahm, den armen Jungen zu sehr verwöhnte und behandelte wie ein rohes Ei. Doch Fantine war gänzlich taub für solcherlei Kritik. Wie könnte sie irgendwas davon auch ernst nehmen, wenn ihr kleiner Junge so perfekt geraten war? Sicherlich, er hatte einige… starke Charakterzüge. Nicht jeder kam mit seiner Art zurecht. Und das war gut so! Fantine hatte lediglich dafür gesorgt, dass er direkt wusste, wer seine Freunde gewesen sind und wer nicht.
      Ihre Träumereien mussten enden, als der junge Mann sich schließlich auf den Weg machte und das Haus verließ. Bedauernd wendete sie den Blick von ihrem perfekten Jungen ab und konzentrierte sich auf das schmutzige Leben um ihn herum. Die Welt hatte sich verändert, seit sie selbst auf ihr gewandelt war. Überall bewegte sich alles nur noch schnell und es musste noch schneller gehen, egal um welchen Preis. Zu ihrer Zeit… Verbissen hinderte der Schutzengel sich selbst daran an ihr verflossenes Leben zu denken. Stattdessen achtete sie darauf, dass jede Ampel, die William auf seinem Weg passierte grün war. Selbst Spritzer von Pfützen ließ sie nicht sein Auto bespritzen, das ihm so teuer gewesen ist und für das er so viel Stolz empfand. Alles war wie immer, ein Morgen wie jeder andere. Fantine badete den Jungen in Glück und überhäufte ihn nur mit positiven Dingen.
      Es könnte so schön sein… würde sein Weg ihn nicht geradewegs zu diesem… Mann führen. „Oh! Mon dieu, non!“, protestierte sie, als William auf Alan zuging, der wie ein begossener Pudel durchnässt auf einer Bank auf seinen Freund wartete. Der grobschlächtige Mann mit den weißen Haaren blickte auf und hob unbeteiligten Blickes die Hand, als er William sah. „Guten Morgen“, grüßte er ohne ein Wort der Erklärung.
      Fantine schnaubte verächtlich und verschränkte die Arme vor der Brust, während sie sich nach diesem Nichtsnutz umsah. Er konnte nie weit sein, wenn man auf Alan traf. Ihre Augen fingen an angriffslustig zu funkeln, als sie den feuerroten Haarschopf erblickte. „Was hast du nun schon wieder getan? Ist es nun um dich geschehen, möchtest du den Jungen endlich von seiner Qual erlösen? Soll er an einer Lungenentzündung sterben?“, ratterte sie direkt auf den ihr verhassten Dämonen ein.

      Alan Winfield
      Hach ja, heute ist auch für den jungen Alan ein ganz gewöhnlicher Tag gewesen; Zuerst hatte er sich am Türrahmen fürchterlich den Kopf gestoßen, dann hat sein Hund die Socken gefressen, die er sich herausgelegt hatte, der Träger seiner Tasche ist gerissen, weswegen er letzten Endes ohne Materialien für die Uni losgegangen ist, nur damit sich hier seine hervorragende Glückssträhne des heutigen Tages fortführen konnte. Der Bus ist einfach an ihm vorbei gefahren, obwohl Al wie immer ein wenig zu früh an der Haltestelle war, weswegen er zu Fuß los ist und die erste Vorlesung verpasst hat. Er ist aus Versehen über einen Obdachlosen gestolpert, der ihn daraufhin angeschrien und Streit angefangen hat, bis Al ihm das letzte Bisschen Kleingeld überlassen hat das er hatte, zur Besänftigung. Und zu guter letzt stand er am falschen Zeitpunkt unter dem falschen Fenster und wurde übergossen mit einem Eimer Wasser, den man auf die Straße auskippen wollte.
      Für einen Moment hatte Alan schwer durchatmend dagestanden und versucht sich zu beruhigen. Keines von diesen Ereignissen hatte ihn besonders getroffen. Nichts davon war neu für ihn. Er war sein ewiges Pech doch schließlich gewöhnt. Was er allerdings nicht gewöhnt gewesen ist, war die Gestalt, die er seit heute Morgen permanent in seinem Sichtfeld sah und hartnäckig bereits den ganzen Morgen ignorierte. Der Mann mit den roten Haaren war kein Mensch, das war Alan direkt klar. Doch weigerte er sich jetzt auch noch den Verstand zu verlieren und wahnsinnig zu werden. Wieder ignorierte er den Mann einfach und kam nun endlich bei der Universität an, wo er sich schwer auf eine Bank fallen ließ, auf der er auf William wartete.
      „Guten Morgen“, grüßte er ihn mit gehobener Hand, als er den hübschen jungen Mann erblickte… Und erkannte auch an seiner Seite eine Gestalt, die dicht auf seinen Fersen war. Bei ihm ist es eine junge Frau gewesen. Sie stürmte regelrecht an Alan vorbei und konfrontierte sogleich den Mann hinter ihm. Der weiß-haarige fühlte sich wie angeschossen und behielt die Augen regelrecht zwanghaft auf William und drehte sich langsam zu ihm, als er sich neben ihn auf die Bank setzte. Sein Körper wirkte noch steifer als sonst und ohne Spott oder Scherz in der Stimme beugte er sich leicht zu Will vor. „William? Würdest du mir bitte eine runterhauen?“ Er beugte sich noch ein bisschen weiter vor und legte die Hand an seine Schulter, um ihm ins Ohr zu flüstern. „Ich denke ich halluziniere…“

      @Michiyo
    • Zachariah

      "Ach krieg dich ein Lockenkopf! Der Junge ist robust, nicht so wie dein Prinzesschen. Der hält das aus." spielte der rothaarige Dämon die Einwände der schwebenden Schönheit runter. Warum musste sie sich denn ständig in seine Arbeit einmischen, er hing ihr schließlich auch nicht in den Ohren, dass sie ihren Schützling komplett fernab der Realität großzog. "Es würde deinem Goldkind nicht schaden auch mal ein paar Blessuren mitzunehmen" riss er beide Augenbrauen nach oben während sich ein breites Lächeln über sein Gesicht erstreckte und seine spitzen Zähne zum Vorschein brachte. Das Kopfkino vor seinen Augen begann den Film zu spielen noch ehe er den Satz komplett ausgesprochen hatte. Nur zu gerne hätte er dem Blondschopf einige Streiche gespielt, ihm vielleicht sogar einige Knochen gebrochen nur damit er mal wusste was Schmerz bedeutete. Wieso Fantine den Jungen so sehr schützte verstand der rothaarige ganz und gar nicht. Seiner Meinung nach würde dieses Verhalten des Schutzengels William früher oder später ziemlichen Ärger bereiten. "Ich meine allein dieser Name William Jonathan Bamford. Was soll das sein ist er ein Adliger? Warum mobbt den Jungen den keiner?" bei der Frage betonte der Dämon den Namen des Glückskindes abwertend als wäre er ein gesuchter Verbrecher. Schulterzuckend wandte er sich wieder seinem eigenem Schützling - oder besser gesagt Opfer zu. Die Verschnaufpause, die Zac ihm während der Unterhaltung mit Fantine gegönnt hatte war nun wirklich lange genug. Mit einem Fingerschnippen ließ er die fremde Passantin, die gerade an der Bank der beiden Studenten vorbei ging, stolpern und dabei ihren Coffee-to-go auf den Klamotten von Alan ergießen. Da die belockte Grazie von Engel bereits wie wild fuchtelte um ihren gottgleichen Sprössling zu schützen, traf natürlich kein einziger Tropfen den Sitznachbarn Als. Dieser Anblick war einfach ein Genuss und vor lauter Lachen hielt sich der rothaarige den Bauch. "Ach ihr macht mich fertig!" prusterte er los, da nicht nur der bedröppelte Blick Alans eine wahre Augenweide war, sondern auch Fantine vor Entsetzen nur zu köstlich aussah. Nachdem er sich wieder gefangen hatte und sich eine winzige Träne vom Auge wischte atmete Zachariah einmal tief ein und aus ehe er die Hände in die Hüften stemmte. "Alan kann uns übrigens schon sehen. Wenn ich mir Blondi anschaue, scheint er noch nicht so weit zu sein?" fragte er nun die braunhaarige Schönheit und nickte dabei in die Richtung der beiden Menschen.


      William Jonathan Bamford

      Auch wenn der blonde junge Mann bisher nicht wusste womit er all sein Glück verdient hatte, so war er doch immer schon der Meinung einen ganz besonderen Schutzengel zu haben. Er war zwar wirklich ein toller Kerl und grenzte in seinen Augen an Perfektion aber trotzdem wusste er, dass in seinem Leben einiges richtig zu laufen schien. In jüngeren Jahren spielte er seinen Segen noch herunter, meinte einfach, dass die anderen sich zu sehr anstellen und ihre Ausstrahlung das Pech heranzog aber mit der Zeit begriff auch William ein besonderes Leben führen zu dürfen. Der Blondschopf war der einzige seiner Familie, der es so leicht hatte und es den Anschein machte, als würde ihm mühelos alles in den Schoß fallen und auch wenn sich alle um ihn herum darüber häufiger Mal beschwerten so konnte er sich nicht beklagen. Wer würde denn nicht gerne ein perfektes Leben führen? Fantine hatte also verdeckt beste Arbeit geleistet doch einen Dank erhielt sie dafür bisher noch nicht, schließlich wusste er noch nicht von ihrer Existenz.
      Der Morgen war so schön wie jeder andere auch. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten und die blonde Haarpracht glänzte wie frisch vom Friseur. Wie auf Sternenstaub wandernd machte er sich auf den Weg zur Universität, wo er auch seinen Freund durchnässt auf einer Bank antraf. "Was ist denn jetzt schon wieder mit dir passiert?" fragte er schmunzelnd und versuchte sich das Lachen so gut es ging zu verkneifen während er neben Alan Platz nahm. Wenige Momente später fragte ihn der weißhaarige auch schon ob er ihm eine verpassen könne. "Ähm...Al? Alles gut?" legte er besorgt auch seine Hand auf die Schulter seines Gegenübers und schaute ihm in sein hellen Augen, die so leer waren wie nie zuvor. "Du siehst gar nicht gut aus. Ist irgendwas vorgefallen?" fragte er lieber nach statt ihm gegenüber Gewalt anzuwenden. "Was siehst du denn?" flüsterte er nun und bewegte sein Gesicht in die Richtung Alans um sehen zu können worauf sein Blick fiel.
      A heart's a heavy burden.

    • Fantine
      In all der Zeit, die Fantine diesen furchtbaren, skrupellosen Dämon nun schon kannte, hatte er sie bereits einige Male echauffiert, beleidigt, bewusst und unbewusst gekränkt und empört. Doch noch nie hatte er es geschafft dem Engel solch blankes Entsetzen ins Gesicht zu treiben. Sprachlos sah sie mit an, wie der rot-haarige schon wieder einen seiner unzähligen Streiche spielte und regelrecht im Autopilot sorgte sie dafür, dass ihr Schützling nichts von dem Kaffee abbekam. Hatte sie sich vielleicht verhört? Oder hat sie es schlichtweg falsch verstanden? „Er kann… was?“ Will ist natürlich nicht ihr erster Schützling gewesen. Gewiss nicht. Doch ist sie selbst nie in die Situation gekommen, dass sie sie sehen konnten. Wahrscheinlich lag es irgendwo auch daran, dass sie einfach nicht gesehen werden wollte. Umso entsetzlicher ist die Vorstellung gewesen, dass dieser große, rüpelhafte Junge sie wahrnehmen können soll. Besorgt versuchte sie seine Gesten zu deuten. „Pardon? Ist es wahr, dass du…“ Sie musste gar nicht zu Ende sprechen, da Al tatsächlich seine Augen zu ihr hob und als wäre Fantine diejenige gewesen, die einen Geist gesehen hätte, schrie sie erschrocken auf und schoss regelrecht in die Höhe und landete mit einem ordentlichen Satz hinter Zachariah. „Mon dieu!“ In Anbetracht der Situation vergaß sie auch gänzlich ihre sonstige Abscheu gegenüber dem rot-haarigen.
      Sie hielt sich an ihm fest und schüttelte ihn in panischer Manier. „Terrible! Das ist grauenhaft! Zachariah, wie kannst du das nur so entspannt hinnehmen? Und dann spielst du ihm auch noch weiterhin deine furchtbaren Streiche! Was, wenn er sich das Leben nimmt? Nur um dich zu bestrafen für deine Grausamkeit?“ Fantine sah wieder zu ihrem Schützling. „Oder noch schlimmer! Was, wenn seine Anwesenheit diese Fähigkeit auch in William weckt?“ Nervös fing sie an auf und ab zu wandern. „Ich kann meine Arbeit dann nicht mehr machen wie bisher! Wie soll ich ihn denn dann nur beschützen? Und vor Unheil bewahren? Wenn er weiß und sieht wie ich ihm helfe, was wenn er sich dann zu sehr blind auf mich verlässt und in Gefahr bringt?“ Für Fantine ging die Welt unter mit dieser Entdeckung. Wieder versteckte sie sich hinter Zachariah und schielte äußerst skeptisch zu dem Mann mit dem weiß gefärbten Haar.

      Alan Winfield
      Schwer ausatmend machte Alan nicht einmal Anstalten sich gegen den Kaffee zu wehren. Er wusste, dass es keinen Sinn machte und ließ es einfach über sich ergehen und sah mit an, wie William kein einziger Tropfen erreichte, da diese Frau ihn wie mit einem Schutzschild davor bewahrte. Was für ein schlechter Witz. Er war einfach so unglaublich erschöpft. Das Mädchen sprach ihn an und Al zuckte etwas zusammen bei ihrem Aufschrei und verfolgte dann für einen Moment ihr panisches Gerede, ehe er sich einfach an seinen Freund wendete. Ehe er sich versah landete Alans Kopf kraftlos auf Williams Schulter. „Es ist etwas vorgefallen“, murmelte er mehr zu sich selbst, als das man es wirklich als Antwort auf des Blonden Frage betrachten könnte. „Ich habe erfahren, dass es einen Grund für mein Leben gibt. Oder besser gesagt wie es mit mir umgeht. Es ist so banal und… absurd. All die Jahre voller Pech sind so sinnlos gewesen.“
      Der große Mann ist eindeutig kein Freund davon gewesen offen seine Gefühle zu kommunizieren. Doch gerade übermannte ihn seine Hilflosigkeit und Verzweiflung einfach. Schwer seufzend richtete er sich wieder auf und rutschte soweit von der Bank, dass er den Kopf nach hinten auf die Rückenlehne legen konnte und hob einfach die Hand auf seinen Dämonen zeigen. „Ich sehe meinen Schutz… Geist. Und es ist ein verfluchter Dämon, der mich hasst. Ich bin jetzt einer von diesen Menschen, Will. Ich dachte alle, die behaupten ihre Schutzengel zu sehen sind einfach nur Spinner, die zu oft vom Wickeltisch gefallen sind. Und jetzt steht da dieser Typ einfach vor mir und ich kann ihm nicht einmal eine reinhauen.“
      Die ganze Zeit über sah Al Zachariah bei diesen Worten in die Augen. Er war es an dem Punkt leid gewesen ihn zu ignorieren. Der Schutzengel, der noch immer lediglich um den Dämonen herum lugte schaute zu dem rot-haarigen auf. „Siehst du? Du wirst gehasst und er denkt du hasst ihn auch“, flüsterte sie, unfähig mit dem Gedanken umgehend, dass sie auf etwas was sie tat oder sagte tatsächlich achten zu müssen. „Deinen Schutzengel sehe ich auch.“, erzählte Alan einfach weiter und Fantine zog erschrocken die Luft ein. „Non, non! Bitte, nicht!“ - „Sie ist eine Frau ungefähr in unserem Alter. Und sie hat dich gern. Sie gibt sich wirklich Mühe mit dir.“ Unbeeindruckt schaute Alan in die Augen dieser Frau. Ihm war nach ein wenig Grausamkeit. Er empfand gerade nichts als Abneigung gegenüber diesen Wesen. „Sie sagt, dass du vielleicht auch in der Lage sein wirst sie zu sehen, wenn du in meiner Nähe bleibst.“
    • Zachariah

      "Ach wer wird sich denn hier umbringen? Der Bengel weiß, dass ich das nicht zulasse also entspann dich." rollte er mit seinen ebenso roten Augen wie seine Mähne als sich das Engelchen hinter ihm versteckte und schon beinahe vor Angst zitterte. Die Arme vor den Körper verschrenkend posierte er vor den beiden Herren, die es sich auf der Bank gemütlich gemacht hatten währen der weißhaarige mit nacktem Finger auf die Schutzbeauftragten zeigte. "Das ist aber echt unhöflich von dir Al." nannte er seinen Schützling beim Spitznamen als wären sie schon seit Ewigkeiten die dicksten Freunde. Als nun auch der Blick des Blonden auf ihm ruhte war sich der Dämon ziemlich sicher, von beiden gesehen werden zu können. "Gut also wenn die Katze jetzt aus dem Sack ist können wir ja anfangen richtig Spaß miteinander zu haben!" mit diesen Worten trat er näher an die beiden Zuschauer heran und quetschte sich zwischen die beiden um anschließend seine Arme um beide Nacken zu legen. Breit grinsend lehnte er sich an die Rückenlehne der Straßenbank. "Na was sagst du zu deinen Jungs? Könnten doch glatt als Boyband durchgehen!" scherzte er lachend und schaute einmal zur einen und dann zur anderen Seite in die verdutzten Gesichter der beiden Studenten. "Ich gebe dir auch gern eine Prise meiner Magie ab." flüsterte er in das Ohr des Schönlings ehe er sich wieder erhob und sich neben die Lockenpracht stellte. "Jetzt schau doch nicht so bedrückt, der Bursche wird dich schon nicht hassen. Der kriegt höchstens einen Herzinfartk." beruhigte er mit Ironie seine Kollegin und stupste sie leicht an der Schulter an, da sie anscheinend in einer Art Schockstarre verweilte. "Sag doch auch mal was dazu." nickte er nun zum Glückspilz, der die ganze Zeit über nur stillschweigend auf eine Stelle starrte.

      William Bamford

      Perplex lauschte er jedem Wort, dass seinem Freund über die Lippen lief. Für gewöhnlich hätte William ihn für verrückt erklärt und einfach nur über diese Behauptungen gelacht, doch in genau dem Moment, in dem er dem Blick des größeren folgte schien in seinen Ohren das Zerbrechen einer Glasscheibe zu hallen. Mit einem Mal sah auch er die fragwürdigen Gestalten vor sich stehen. Eine wunderschöne kleine Frau mit einer wilden Lockenpracht und einen bedrohlich aussehenden, muskulösen Rothaarigen. Bei diesem Anblick weiteten sich seine Augen und obwohl er am liebsten wild das Stottern begonnen hätte ließ seine trockene Kehle keinen Ton hervorbringen. Für einen Moment wünschte sich der Blonde einfach wieder die Wärme Alans an seiner Schulter zu spüren und ihm ein wenig Trost zu schenken, statt nun selbst der jenige zu sein, der Antworten suchte. Noch bevor er eine Frage stellen konnte rückte ihm der Dämon auch schon auf die Pelle. Verwundert starrte er ihn an, da er das Gewicht des Rothaarigen spüren konnte. Das schien alles andere als ein böser Traum zu sein. Nachdem sich Zac erhoben hatte machte es ihm Will gleich und blieb nicht länger tatenlos auf seinen vier Buchstaben sitzen. Geistesabwesend blickte er in die himmelblauen Augen seines Engels ehe er ihr um den Hals fiel und sie in eine Umarmung schloss. Obwohl der Dämon hektisch eingreifen wollte und sich mit den Worten "Hey nicht handgreiflich werden!" einmischte, ließ er erst von ihr ab nachdem er auch ihre Hände auf seinem Rücken vernahm. "Oh Fehlalarm, ich dachte schon ich müsse dich in meine Arbeit integrieren." entschuldigte sich der Dämon mit den Händen in seinen Hosentaschen und erhielt nur einen finsteren Blick von William. "Ich danke dir, für alles! Ich bin Will..aber naja das weißt du ja vermutlich schon." wandte er sich wieder an die bezaubernde Kreatur, die wohl der Grund für sein sorgloses Leben war. Auf dem Absatz kehrt machend schwang er seinen Körper erneut auf die Bank und winkelte dabei ein Bein an, dass er an seine Brust heranzog. Mit seinem Gesicht näherte er sich dem von Al und presste seine Lippen beinahe auf dessen Ohr. "Und wie werden wir deinen Unglücksboten wieder los?" hauchte der sanfte Atemzug aus dem Blonden heraus, in der Hoffnung von dem aufbrausenden Muskelprotz nicht gehört zu werden. "Also flüstern hat da schon mal gar keinen Sinn. Privatsphäre gibt es mit uns nicht. Wir haben unsere Augen und Ohren überall und du mein lieber wirst mir immer sympatischer, noch so ein Spruch und nicht mal Fantine wird dir helfen können." drohte ihm dieser als Antwort und verschränkte gereizt die Arme vor seinem Körper.
      A heart's a heavy burden.

    • Fantine
      Ihre schlimmste Angst wurde wahr. Alles würde und musste sich ändern. Niemals ist es ihr Wunsch gewesen, dass William mitbekommen würde in wie weit sie sich tatsächlich in sein Leben einmischte. Wie viele schlechte Einflüsse sie bereits vertrieben hatte, wie viele Möglichkeiten sie abgelehnt hatte, weil es ihm ihrer Meinung nach nicht gefallen würde. All die Kritik, die sie je bekommen hat prasselte plötzlich vor ihrem inneren Auge auf sie ein und während sie sich zuvor hinter ihren eigenen Gefühlen und dem Gefühl der Unfehlbarkeit verstecken konnte, sah sie nun dem einen Menschen in die Augen, dessen Meinung sie wirklich treffen konnte. Ihre Finger zitterten und seit sie ein Engel geworden war hat sie sich nicht mehr so klein und verletzlich gefühlt.
      Ebenso wie dem Blondschopf schien auch Fantine einen dicken Kloß im Hals zu haben. Sie rührte keinen einzigen Muskel, beinahe als könnte er doch noch durch sie hindurch sehen, wenn sie nur ganz still dastand. Zachariah störte sich nicht im Entferntesten daran. Im Gegenteil, es war schmerzhaft offensichtlich wie lange er schon darauf gewartet hatte seinen Schabernack zu treiben und dafür „Anerkennung“ zu bekommen. Und nur deswegen stand nun auch Fantine da und musste unter der Wirkung seiner Aggressivität leiden. William stand ruckartig auf und das Mädchen mit den wilden Locken zuckte heftig zusammen, als erwarte sie einen Schlag ins Gesicht. Er kam einen Schritt auf sie zu und noch einen und wäre sie nicht wie im Boden festgewachsen, wäre sie wahrscheinlich weggerannt.
      Die Augen zusammenkneifend nahm sie seine Umarmung entgegen. Fantine spürte seinen aufgeregten Herzschlag und für einen Moment war sie davon überzeugt es wäre ihr eigener gewesen. Unsicher hob sie langsam ihre Hände und legte sie zaghaft auf die Schultern des jungen Mannes. Es war kaum mehr als eine hauchende Berührung; als befürchte sie sich an ihm zu verbrennen. „Ha…“, sie musste sich räuspern und nickte anstatt eine verbale Antwort zu geben. Dass sie panisch die Luft angehalten hatte realisierte sie erst, als Will sie wieder los ließ.
      In dem Moment schaffte sie es auch sich aus ihrer Starre zu befreien und stolperte mehrere Schritte zurück. „Ich bin Fantine…“, kam es ihr unsicher über die Lippen. Beinahe klang es nach einer Frage. Das gesamte Geschehen zwischen den Männern ging gänzlich an ihr vorbei. Sie war zu beschäftigt mit dem Chaos in ihrem eigenen Kopf. Er hatte sich bedankt. Noch. Bisher. Wann würde er anfangen ihr Vorwürfe zu machen oder zu verstehen wer oder besser was sie tatsächlich gewesen ist. Zachariah streute Salz in die Wunde und betonte, dass ihre Schützlinge nichts vor ihnen verstecken konnten. Da platzte ihr nun wirklich ein wenig der Kragen und sie schnappte sich den rot-haarigen an seinem Shirt und zog ihn kräftig von den beiden Männern weg. „Jetzt reicht es aber! Hör auf, Zachariah! Die Situation ist nicht witzig und erst recht nicht dafür gedacht um dich zu amüsieren. Wäre es so viel verlangt das ein bisschen ernster zu nehmen?!“

      Alan Winfield
      Alan ist inzwischen alles egal gewesen. Sein gesamtes Leben hat er damit zugebracht sich alles gut zu reden. So schlimm war es schon nicht. Immerhin hatten seine Geschwister und Eltern mehr Glück als er. Vielleicht ist das ganze ja auch einfach ausgeglichen gewesen. Obwohl er alles andere als abergläubisch gewesen ist, hat er sich gerne vorgestellt, dass für sein Pech seine Familie dafür eine Portion Glück erhielt. Doch nein. Das Leben war nicht gerecht und fair. Es war einfach nur dieser rot-haarige Bastard der seine Späße mit ihm trieb ohne Alan eine Möglichkeit zu geben sich gegen die Schikane zu wehren. Er war unglaublich sauer. Und in Anbetracht seines Charakters ist es wirklich sehr schwierig gewesen, ihn dermaßen aus der Fassung zu bringen.
      Mit bitterbösem Blick starrte er seinen Dämonen nieder, als er den Spaß seines Lebens zu haben schien. Alan drehte erst wieder seinen Kopf, als William ihm zuflüstern wollte. Die Nähe des jungen Mannes ist tröstlich gewesen. Alan hat nicht viele Freunde gehabt, die gewillt gewesen sind an seiner Seite zu bleiben und nicht schnellstens wieder abzuhauen, wenn sie die Möglichkeit dazu hatten. Und dass William mit ihm befreundet blieb obwohl der Grund für seine Umstände diese rot-haarige Pest gewesen ist, ließ ihn in seiner Achtung für ihn noch steigen. Die Hand auf Alans Schulter war wie eine kleine Erinnerung daran, dass nicht alles schlecht gewesen ist und dass er sich beruhigen musste.
      Angespannt atmete der große Mann mit dem ohnehin sehr grimmigen Gesicht ein und wieder aus. „Ich weiß es nicht.“ Er ahnte bereits, dass es nichts bringen würde die Stimme zu senken. Tatsächlich wollte er das aber auch gar nicht. „Keine Ahnung wie ich ihn los werde. Anscheinend findet er mich ja seit der Kindheit schon besonders… spaßig.“ Alan ließ seine steifen Schultern kreisen. Plötzlich spürte er wirklich jeden einzelnen Muskel in seinem Körper und schaute wieder zu dem Dämonen. Jedes Mal, wenn er den Blick hob, hoffte er inständig er wäre doch einfach verschwunden und Al verlor schlichtweg den Verstand. „Ich schätze das Beste wäre ihm seinen Spaß zu nehmen.“ Diese Fantine versuchte ebenfalls ihnen beiden zu helfen, doch Alan verspürte in diesem Moment keine Dankbarkeit. Schweigend erhob er sich. „Ich gehe mich umziehen. Ich habe keine Lust mehr den begossenen Pudel zu mimen. Ich habe plötzlich das Gefühl ich hätte das schon viel zu lange über mich ergehen lassen.“
    • Zachariah
      "Warum seid ihr denn alle so schreklich angespannt? Mach dich locker Fantine, der Junge mag dich. Heile Welt, Friede, Freude Eierkuchen." leicht genervt rollte der Dämon mit seinen Augen als der Engel von seinem Shirt abließ und die Moralpredigt beendete. Wieso regte sie sich so auf? William war ihr doch dankbar für ihre Taten und ihren Schutz. Natürlich würde sich das gemeinsame Leben der beiden nun verändern und früher oder später wahrscheinlich zu Streitereien kommen aber so lief das Business nunmal. Sie waren nicht die einzigen, dessen Schützlinge plötzlich die Fähigkeit entwickelten die Wesen zu erblicken. Alles Klagen und Jammern würde nicht helfen, es war nunmal so. Obwohl sich Zac kaum Sorgen um die Meinung Alans machte so wäre es auch ihm lieber gewesen im Verborgenen sein Unwesen zu treiben, das machte einfach viel mehr Spaß. Schulterzuckend wandte er sich den beiden Männern zu, bereits dabei waren einen Plan gegen den rothaarigen auszuhacken. "Mir meinen Spaß nehmen, wie stellt ihr euch das denn vor?" etwas genervt widerholte er die Worte seines Schützlings und setzte sich dabei auf eine nah gelegene Mauer, überschlug dabei elegant die Beine. "Ich weiß gar nicht was euer Problem ist. Hier und da erlaube ich mir mal einen kleinen Streich da ist doch wirklich nichts gegen einzuwenden." mit einem verschmitzten Lächeln lehnte er sich zurück und genoss die Diskussion. "Dann gehen wir uns mal umziehen." grinsend folgte er dem weißhaarigen Burschen auf Schritt und Tritt als sich dieser von der Bank erhob. Er hatte doch nicht wirklich erwartet, allein seine Klamotten wechseln zu gehen? Soviel musste er ja nun realisiert haben, egal wohin er ging Zachariah würde an seiner Seite bleiben.


      William Bamford
      Privatsphäre gab es mit den wundersamen Wesen also nicht? Irgendwie dämmerte es dem Blonden als der Dämon seinem Freund an den Fersen klebte und sich gemeinsam mit diesem verabschiedete um den Worten Taten folgen zu lassen. Die Röte schoss dem jungen Mann ins Gesicht als er mit der Lockenpracht von Frau alleine war und langsam realisierte was das Ganze bedeutete. Sie war sein täglicher Begleiter, erlebte mit ihm zwar alle schönen Momente war aber auch immer dann bei ihm, wenn es ihm nicht bewusst gewesen war. Ein Bursche in der Blüte seiner Jahre, auf der Entdeckung seines Körpers und seiner Sexualität hatte der zarte Engel wirklich alles gesehen und miterlebt? "Ahh...also ähm wie lange also ich meine...bist du ständig." irgendwie redete er sich um Kopf und Kragen so wie er das unbeholfene Stottern begann. Wollte er wirklich eine Antwort darauf haben? Seufzend senkte er den Blick, schaute noch einmal in die Richtung, in der die beiden Männer verschwunden waren. Mit einem Mal war die Situation um einiges befremdlicher und etwas ungeduldig wünschte er sich seinen Freund zurück an seiner Seite. Selbst die Anwesenheit des Rothaarigen Teufels wäre ihm nun lieb gewesen. Alles um diese merkwürdige Stille zu durchbrechen. Der Gedanke daran stets zwei Augen auf sich gerichtet zu haben während er all die privatesten Momente erlebte war alles andere als angenehm. All sein Glück hatte wohl also doch seinen Preis. So wie es einige Vorteile mit sich brachte, so gab es natürlich auch immer eine Gegenseite von der man das Ganze betrachten konnte. Sich zu lange mit diesen Themen auseinander zu setzten hätte dem Schönling auch nichts als Kopfschmerzen gebracht deswegen verabschiedete er sich kopfschüttelnd von dem Kraussell, in das er zusteuerte. "Schon gut." wank er ab und wollte das Thema ruhen lassen. Vielleicht würde es helfen die Brünette besser kennen zu lernen schließlich würden sie nun jeden Tag gemeinsam verbringen und durchs Leben schreiten. "Bleibst du für immer an meiner Seite oder ist das sowas wie in Kindheitstagen mit imaginären Freunden, die man nur bis zu einem gewissen alter hatte?" wo er die Worte aussprach verzog er kurz nachdenklich seine Augenbrauen. Vielleicht war er Fantine ja schonmal begegnet und konnte sich einfach nicht mehr daran erinnnern? So richtig schlau wurde er aus der Sache noch nicht und zu viele Unklarheiten schwirrten Will im Kopf herum. "Ich schätze du weißt ziemlich viel über mich aber ich weiß so gut wie gar nichts über dich. Wäre doch nur fair, wenn wir das ändern was meinst du?" erkundigte er sich vorsichtig danach was der Engel von der Idee hielt ein wenig von sich selbst Preis zu geben und den Jungen mal umgekehrt in ihre Welt eindringen zu lassen bis die beiden anderen zurück kehrten.
      A heart's a heavy burden.