till death do us part [ Sohira & Lavellan ]

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    • till death do us part [ Sohira & Lavellan ]

      ☽ till death do us part Vorstellung ☾


      Rollen:
      Toma Higuyashi - @Sohira
      Jiro Shibasaki - @Lavellan











      Zärtlich strich Jiro über den kühlen Rand seines zweiten Old Fashioned.
      Der Geschmack des Bourbons hatte ihm schon immer gelegen, überraschend wenn man dachte das sein Vater Alkoholiker gewesen war und der Geruch von Alkohol in seinem Leben eher als etwas negatives behaftet sein sollte.
      Langsam lehnte sich der Braunhaarige auf seinem Platz in der Zimmerecke der Bar zurück, seine Augen glitten mit einem eher verträumten Beigeschmack aus dem großen Fenster hinaus auf die Straße.
      Das Wetter war heute wirklich schrecklich... Kurz hatte er überlegt heute sogar gar nicht erst loszufahren.
      Dazu war es bereits dunkel geworden, die Straße wurde lediglich von den Neonschildern der verschiedenen Bars und Clubs, vereinzelten Straßenlaternen und vorbeifahrender Autos erleuchtet. Selbst bei Regen wie diesem schien die Stadt nie zu schlafen.
      Mit einem stillen seufzen schloss der Bibliothekar seine Augen, das Ambiente der Bar auf sich wirken lassend. Ja, er genoss diese Umgebung wirklich. Sie war lebhaft und an jeder Ecke fand man verzweifelte Seelen welche ihre Sorgen ertränkten, Jugendliche in ihrer schönsten Zeit, Menschen auf der Suche nach Liebhabern, wie auch Leute wie ihn: Diejenigen, welche sich an den flüchtigen Einblicken auf all die Leben welche einem offenlegt wurden, amüsierten.
      Doch er suchte wie immer nach etwas bestimmten.
      Einen jungen Mann mit diesem... bestimmten Etwas.
      Bei was es sich bei diesem handelte war dem Brünetten bis heute noch nicht klar geworden, es war ein einfaches Gefühl in seiner Magengegend welches ihm einfach sagte: 'Dies ist er... Er ist der Richtige'
      Und vielleicht fand man diesen Richtigen besonders in einer so trostlosen Nacht wie dieser.
      Das handgeschnitze Eis gab ein helles Geräusch von sich als es beim Heben des Glas gegen das durchsichtige Porzellan stieß. Das Schmelzwasser gab den Cocktail einen herausragenden Geschmack, viel besser als das elendige Sprudelwasser, mit welchem andere Bars das Getränk mischten.
      Zu schade das er auch diese Bar nicht erneut aufsuchen würde, Jiro empfand diesen Ort von all den Pflastern welche er in seiner Suche aufgesucht hatte bisher als einer der angenehmsten. Die Bedienung war nett und die Getränke kamen schnell, dazu gab es hier auch die interessantesten Gestalten.
      Das schwere Glas schwenkend huschten seine grünen Augen nach der kurzen Pause erneut über all die heutigen Gäste.
      Gestern war er auch schon hier gewesen und hatte sogar einige Bekanntschaften gemacht... doch es war nichts wirkliches dabei gewesen.
      Dabei suchte er eigentlich gar nicht aktiv, viel eher war es... eine Sucht. Wie auf einen Flohmarkt auf welchen man ging, nur um zu trödeln und sich die Dinge anzusehen, bis einem etwas ins Auge fiel was man einfach mit nach Hause nehmen musste!
      Mit der Freude am Morden hatte es nichts zu tun, jedenfalls zu beginn nicht.
      Das Lächeln einer fülligen, jüngeren Frau erwidernd widmete sich Jiro sogleich wieder seinem Getränk, nicht das diese noch dachte er wäre für einen Flirt zu haben...
      Wäre nicht das erste mal das ihm irgendein betrunkenes Weib das Ohr abquasselte.
    • "Toma?"......"Toma?" hörte er die Stimme seines Chefs ihn rufen, doch versuchte der blondhaarige nicht darauf einzugehen.
      Wie oft hatte er von ihm schon eine Standpauke zu hören bekommen wie er seinen Job zu machen hatte?
      Klar, er war wirklich gut bezahlt gewesen und konnte sich auch so sein Studium leisten aber wenn es nach ihm ginge, würde er sofort etwas anderes suchen und arbeiten nur um diesen Typen aus dem Weg zu gehen.
      Aber zurzeit blieb ihm keine andere Wahl als hier zu bleiben.
      "Ja ja, ich weiß. Ich kümmere mich sofort darum" sprach er genervt aus und machte sich gleich ans Werk, da er genau wusste was seinm Boss nicht gefiel.
      Toma's Leben verlief bis heute nicht wirklich gut......zuerst schmissen ihn seine eigenen Eltern aus dem Haus, danach flog er nach 2 Jahren auch bei seiner Tante raus, dessen alkoholischer Freund anscheinend wichtiger war als die eigene Familie, danach betrog seine Freundin ihn nach 3 Jahren Beziehung und nun stand er hier alleine, versuchte sich nur ansatzweise irgendwie sein Leben leisten zu können sowie sein Studium über die Bühne zu bringen ohne jegliche Ziele wohin das Alles eigentlich führen soll.
      Jeder anderer Mensch hätte sich vermutlich in seiner Situation schon das Leben genommen. Entweder erschossen oder aufgehängt.
      Warum hat er den Schritt noch nicht gemacht?
      An Angst doch zu überleben oder, weil er einfach nicht den Mut hatte sich selbst auszuknipsen?
      Vielleicht sollte er sich beim nächsten Überfall, wo auch immer dieser stattfand, sich hinbewegen und den Täter darum bitten ihn umzulegen?
      Bei den Gedanken konnte sich selbst der blondhaarige ein armseliges Lächeln auf den Lippen nicht verkneifen. Wie weit war er eigentlich bereits gesunken?
      Vermissen würde ihn auch niemand also könnte er von heute auf Morgen ruhig veschwinden?
      Einen kurzen Blick auf die Uhr verriet, dass er bereits über seine 8 Stunden Dienst drüber war und da heute schon Samstag war, hatte er somit morgen frei und konnte sich für einen Tag der ganzen Woche zumindest ausruhen. Naja, ausruhen war auch das falsche Wort, wenn er daran dachte, dass noch einiges an Stoff nachzuholen war.
      "Ich mach Schluss für heute" meinte er noch zu seiner Kollegin, welche ihm stets immer ein sanftes und freundliches Lächeln schenkte. "Alles klar. Ich wünsche dir ein schönes Wochenende" verabschiedeten sich die beiden voneinander als er nach hinten zu seinem kleinen Spint ging, seine Sachen wie Schlüssel, Handy und Börse rausnahm, zog sich seine Jacke drüber um anschließend dann durch den Hinterausgang das Dinner zu verlassen. Seine Kollegin, Yuki, war immer eine herzensgute Person gewesen. Die beiden verstanden sich gleich von Anfang an echt gut aber richtig sein Typ war sie nicht. Zum anderen war sie auch noch verlobt gewesen, somit hätte es so oder so nicht geklappt.
      Die Hintertür geöffnet, merkte er erst da, dass es wie in Strömen regnete was ihn zum Seufzen brachte "das hat ja noch gefehlt" murmelte er leise vor sich her. Die Zigarette konnte er sich draußen gut sparen, da diese durch den Regen nicht lange brennen würde, weshalb er sich seinen Kragen richtete, seine Hände in die Jackentasche steckte und sich auf den Weg ins Stadtinnere machte.
      Um den Tag irgendwie hinter sich zu lassen, würde er wieder zur Bar gehen, in welcher er so gut wie fast jedes Wochenende gewesen war. Der Barbesitzer sah Toma schon sowas wie seinen Stammkunden, auch wenn er genug von diesen hatte, aber ihm fiel der junge Mann besonders früh auf, da es nicht üblich war, dass jemand in seinem Alter hier oft erschien. Schließlich lag die Bar auch nicht gerade in der schönsten Umgebung der Stadt.
      Nach gut 30min Fußmarsch durch die Nässe kam er beim Stammlokal an, rieb sich mit der Hand durch die Haare um so die Feuchtigkeit ein wenig rauszubekommen, als er die Türe öffnete und direkt Richtung Tracen zusteuerte.
      "Hey Sora" begrüßte er den Chef des Ladens, welcher selbst die Cocktails des Hauses mixte und Toma erblickte als er seinen Namen sagen hörte.
      "Hallo Toma" begrüßte er ihn freundlich als sich dieser ihm gegenüber auf einen der Hocker setzte. "Scheint ja draußen ein Scheißwetter zu sein, was?" deutete er dabei auf seine nassen Haare, wobei die Tropfen von den Spitzen runterflogen. "Wieder das übliche?" fragte er gleich nach woraufhin der blondhaarige nur nickte, seine Zigaretten aus der Tasche holte, den Aschenbecher zu sich zog um sich gleich darauf eine anzuzünden.
      Es dauerte nicht lange bis Sora ihm seinen Cocktail zuschob "Harte Woche hinter dir?" begann er mit ihm eine Konversation, was eigentlich schon total normal bei den beiden war.
      "Kann man sagen, ja" kam es ruhig aus ihm heraus als er einen Zug von der Zigarette machte und die Asche vorne in den Becher fallen ließ.


      "Live your Life......you only have this one chance !"
    • Die grünen Augen blieben für einen längeren Moment stumm auf den Eisball in seinem Cocktail gerichtet, für den Brünetten war in diesem Moment die Zeit stehen geblieben.
      Bewegungen aus seinem Augenwinkeln kamen zum Stillstand und die Geräusche der belebten Bar fielen nur noch gedämpfter in seine Ohren... Vielleicht konnte man es mit dem Hörsinn unter Wasser vergleichen, oder eher wie durch dicke Watte.
      Die Beleuchtung der Decke spiegelte sich in dem kristallklarem Eis, sowas erreichte man nur wenn man destilliertes Wasser fror, als handelte es sich bei diesem um einen Diamanten eines teuren Hochzeitrings.
      In Augenblicken wie diesen dachte Jiro immer einen Moment über sein Leben nach.
      Er dachte daran was er getan hatte. Hielt er das ganze wirklich für eine gute Idee? Hatte er es richtig durchdacht, den Preis welchen er selbst zahlen musste berücksichtigt, die Konsequenzen, welche es für andere mit sich zog, die Leben die sich für immer veränderten?
      Das Lächeln welches in diesem Moment auf seine Lippen trat war düster genug das sich die interessierte Frau, welche sich noch immer in der Nähe befand und ihm im Auge behielt, ein wenig alarmiert abwandte und sich nach einem neuem Mann in der Bar umsah.
      Nein, das hatte er nicht... und ihm war es genau bewusst das dies so war.
      Sein Körper entspannte sich nach einem tiefen Seufzen und langsam öffnete er seine grünen Augen wieder, an die dunkel gehaltene Decke blickend.
      Langsam trat das Leben um ihn herum wieder in Bewegung, der Ton wurde klarer.
      Von sich selbst würde er nicht behaupten das es sich bei ihm um einen schlechten Menschen handelte.
      Lediglich das man ihn unfair behandelt hatte und... vielleicht auch ein wenig missverstand.
      Das Getränk zu seinen Lippen führend wäre beinahe sogar, während seines inneren Monologs, ein Schulterzucken über ihn gekommen.
      Man könnte es als egoistisch bezeichnen... Doch so war es der einzige Weg wie er selbst leben konnte.
      Der kühle Luftzug zog seine Aufmerksamkeit zurück ins hier und jetzt, um genau zu sein zu der Tür der Bar welche sich geöffnet und die eisige, nasse Luft hineingelassen hatte.
      Das erste was ihm jedoch auffiel war nicht der junge Blonde Mann sondern, viel eher die Dunkelheit welche dieser mit sich zog.
      Nicht nur der harte Tag war ihm anzusehen, sondern auch das harte Leben. Allein die leichten Augenringe unter seinem Augen erzählten eine Geschichte.
      Seine Brust zog sich zusammen und Jiro setzte sich automatisch ein wenig auf.
      Er war jung... Wenn er schätzen müsste, würde er seine Hand dafür ins Feuer legen das er keine zwanzig war.
      Und dennoch wirkte er so als würde er mit Absicht nicht nach einem Auto sehen wenn er die Straße überkreuzte. Überraschend wenn man davon absah das der Raucher sein Leben verzweifelt schien sein Leben noch zusammen zu halten.
      "Toma...", rollte Jiro der Name über die Lippen welchen er trotz der Entfernung zur Theke aufschnappen konnte. Nicht das er es gehört hatte, nein... er konnte es von den Lippen des Inhabers ablesen.
      Normalerweise hatte er nicht unbedingt etwas für Blonde, Dunkelhaarige lagen ihm eher, doch irgendetwas... hatte dieser an sich.
      Das Kribbeln welches durch seinen Körper schoss konnte man beinahe sogar mit einem Schwall der Erregung vergleichen, vielleicht nicht ganz so intensiv.
      Mit seinen Augen bereits auf dem Preis huschten diese rasch zu einem jüngeren Mitarbeiter herüber welcher gerade einige Bestellungen von den Kunden aufgenommen hatten, welche wie er in der Bar verteilt und nicht an der Theke Platz genommen hatten.
      Der Junge hatte violette Haare welche so wirkten als wäre ein Friseurtermin zu teuer gewesen sodass er selbst zur Schere gegriffen hatte. Um die Fehler zu verstecken hatte dieser sich nun die kurzen Haare zur Seite gestylt.
      Hierbei handelte es sich dazu offensichtlich um einen Nebenjob, wahrscheinlich ging der Kurzhaarige noch immer zur Uni und verdiente sich so etwas dazu.
      Aufmerksam war er jedoch...
      Die Bedienung blickte sogleich auf nachdem er die Augenpaare des Bibliothekaren auf sich spürte. So etwas war eigentlich die perfekte Voraussetzung für einen Job in der Gastronomie.
      Alles was es nun brauchte war das vorsichtige Heben seiner rechten Hand und schon war er in seine ebenfalls grünen Augen gefallen.
      Sich nickend von einigen Kunden verabschiedend hatte es keine zwei Minuten gedauert bis der Mitarbeiter an seinem Einzeltisch aufgetaucht war, das Gerät zum Aufnehmen von Bestellungen und dem Ausdrucken der Quittungen baumelte an einem Gürtel an seiner Hüfte.
      "Kann ich ihn noch etwas bringen?"
      "Nein nein...", lächelte Jiro den Angestellten schwach an welcher sogleich verunsichert wirkte weshalb man ihn hergerufen hatte.
      Die Stille welche daraufhin eintrat war beinahe lang genug das der Lilahaarige aus der Luft gegriffen hätte das der Kunde vielleicht zahlen wollte, doch erneut schüttelte Jiro beschwichtigen seinen Kopf.
      "Siehst du den jungen Mann da?", meinte er Bibliothekar ruhig, sorgsam auf den blonden Neuankömmling an der Bar deutend, "Ich... möchte heute seine Getränke bezahlen, magst du ihm das Ausrichten?"
      Jiros Augen wanderten über den Körper des Jüngeren als dieser sich ebenfalls zu Toma umwendete um ihn zu erspähen.
      Der Junge hatte wirklich einen erbärmlichen Job gemacht wenn er versucht hatte den Knutschfleck an seinem Hals durch den hohen Kragen seines Hoodies zu verdecken...
      Wieso dieser ihn nicht wirklich angezogen hatte...? Er hatte eine Art von Sorglosigkeit in seinem Ausdruck welchen ihn mit einem Anflug von Missgunst erfüllte.
      Dabei sollten es genau die fröhlicheren sein welche in seinem Radar landeten...
      "Meinen Sie Toma?", hinterfragte der Kellner, damit Jiros Verdacht auf seinen Namen bestätigend. Den unangenehm langen Blick hatte dieser zum Glück nicht mitbekommen.
      "Ich weiß nicht wie er heißt.", entgegnete der Braunhaarige direkt, weiterhin das schwache Lächeln auf den blassen Lippen.
      Einen Blickkontakt suchend schien der Angestellte noch rasch sicher gehen zu wollen ob es dem Braunhaarigen nun doch wirklich ernst war jemanden ein Getränk zu bezahlen welchen man nicht kannte... So etwas kam normalerweise eher vor wenn sich das Ziel um das andere Geschlecht handelte.
      Jedoch war der Kunde König! Dann musste er nur nachher ein Auge auf ihn haben das er nicht ohne zu Zahlen abdampfte.
      Schwach nickend auf die Bitte einstimmend begab er sich sogleich einen Schritt zurück, "Zu Nett von Ihnen...!", es folgte ein heben seiner Hand welches in diesem Moment nur zur Begleitung seiner Worte galt.
      Damit hatte er sich auch schon abgewandt um Jiro hinter sich zu lassen und die Theke aufzusuchen.
      Erst im besseren Licht konnte man den Namen >> Rintaro << auf einem Schildchen an seiner Brust lesen. Die Schrift war etwas ausgebleicht, wahrscheinlich wurde das Namensschild bereits mehrmals aus Versehen mitgewaschen worden...
      Um nicht komplett ulkig dazustehen hatte sich der Student noch ein feuchtes Glas gegriffen welches er mit einem Handtuch begann so geschickt zu polieren das man erkennen konnte, das er diesen Minijob wohl schon eine ganze Weile machte. Kurz konnte man sogar befürchten er würde in das Glas spucken, wie in einem dieser Wilder Westen Filmen.
      "Hey, Toma...", grinste Rintaro schwach hervor nachdem er sich neben seinen Chef gesellt hatte. Die Aura zwischen den Beiden war eine andere als zwischen ihm und dem Inhaber der Bar... wahrscheinlich weil er den blonden Stammkunden noch nicht so gut kannte und sich daher so fühlte als wäre er gerade in einem schlechten Moment aufgekreuzt.
      "Man bezahlt dir deine Getränke heute.", sollte er sagen dass... das Angebot von einem Mann kam? Nicht das er sich Hoffnungen machte nun eine neue Schnecke kennen zu lernen...
      Von weitem jedoch spürte er wie der Kunde ihn beobachtete wie er die freudige Nachricht überbrachte... Irgendwie erfüllte es ihn mit einer merkwürdigen Nervosität.
    • Wann war es überhaupt jemals eine leichte Woche gewesen?
      Auch wenn er einen guten Job im Dinner machte und auch sein Studium erledigte, hatte der blondhaarige das Gefühl gehabt als würde es von Woche zu Woche immer stressiger und schwerer werden.
      Nichts und niemanden konnte er zufrieden stellen mit seiner harten Arbeit aber wollte er das überhaupt?
      Toma hatte schon so gut wie möglich in sein Leben falsch gemacht sowie auch erleben müssen, warum also kämpfte er damit noch jemanden nur ansatzweise zufrieden stellen zu wollen?
      Reichte es denn nicht irgendwann mit seinem Leben zufrieden zu sein?
      Aber wenn er sich dies genauer betrachtete, könnte man nicht mal ansatzweise etwas finden was man als 'glücklich' bezeichnen könnte.
      Irgendwie hatte er einfach nur das Gefühl in die selbe Richtung zu laufen....wie ein kleiner Hamster im Rad, der versuchte weiter als nur im Käfig zu kommen aber jedes Mal auf den Boden fiel.
      All diese Gedanken schossen ihm durch den Kopf während die Asche seiner Zigarette immer größer und größer am Stummel wurde und mit der Zeit auch in den Aschenbecher flog ohne es wirklich zu realiseren.
      Erst als der Chef ihm den Cocktail zuschob mit einer kleinen Servietten drunter, kam er zurück in die Realität.
      "Ich sag immer, es kann nur besser werden" versuchte Sora ihn aufzubauen aber wirklich gebracht hat es noch nie etwas.
      Toma selbst schenkte ihm ein sanftes Lächeln um diesen zuzustimmen, nahm sein Cocktail in die Hand und machte schon einen großen Schluck daraus um die ganze Woche so runterzuspülen. Man sagte ihm zwar immer, dass Alkohol keine Lösung war aber in der Hinsicht musste der blondhaarige widersprechen.
      In seinen Augen war Alkohol sogar eine sehr gute Lösung gewesen. Es half zwar an dem heutigen Abend aber morgen haben ihm die ganzen Sorgen wieder vollkommen unter Kontrolle.
      Warum also heute nicht alles hinter sich lassen?
      "Sag mir wann es soweit ist, dann heiße ich es herzlich willkommen" kam es sarkastisch aus ihm heraus als er erneut einen großen Schluck vom Cocktail machte.
      Gerade als die beiden das Gespräch weiterführen wollten kam Rintaro zu ihnen um den blondhaarigen auszurichten, dass seine Getränke heute von jemand anderen übernommen werden würden.
      "Wie bitte?" kam es mit einem überraschten als auch eher gefühloseren Ton aus ihm heraus. War das etwa ein Scherz gewesen? Erstens wieso sollte jemand anderes einfach so seine Getränke übernehmen und zweitens was war die Absicht? Dachte die Person etwa, dass er diese nicht selbst zahlen konnte?
      Was solche Freundlichkeit en betraf war Toma eher ein Feind davon gewesen. An Zufälle oder Schicksale glaubte er schon gar nicht, daher konnte es hier auch kein Zufall sein, dass jemand dies aus Freundlichkeit tat.
      Rintaro hatte plötzlich doch ein eher schlechteres Gewissen gehabt als er merkte, wie Toma darauf reagierte und suchte den Blick zu seinem Chef, welcher selbst anscheinend überrascht über diese Tatsache war. Toma kam nun schon solange zu ihm in die Bar aber noch niemand hatte jemals freiwllig sich dazu entschlossen seine Getränke zu übernehmen.
      "Wer ist denn diese freundliche Person, Rintaro?" fragte ihn sein Boss, woraufhin sein Angestellter schon auf den jungen braunhaarigen Mann hinten am Ecktisch deutete.
      Selbst Toma wandte sich um, um sich die Person genauer anzusehen und erblickte dabei selbst diese woraufhin ihm aber dessen Gesichtsausdruck doch etwas misstrauisch machte.
      "Kennt ihr diesen?" wollte Toma von den beiden wissen während sein Blick fest auf den Unbekannten blieb "Nein...aber er war auch gestern Abend schon hier gewesen und das stets immer ohne Begleitung. Auch der Platz an dem er sitzt, ist genau derselbe...so als würde er schon seit Ewigkeiten herkommen" gab ihm Sora bekannt während er den nächsten Cocktailmix für einen anderen Kunden in eines der sauberen Gläser schüttete, noch eine Frucht auf einem kleinen roten Spieß dazu gab sowie einen Schirm und diesen servierte.
      Er war also gestern auch schon hier gewesen und das ebenfalls auf diesen Ecktisch?
      Warum sollte jemand wie er seine Getränke heute bezahlen?
      "Entschuldigt mich für einen kurzen Moment" mit diesen Worten erhob er sich von seinem Barhocker und begab sich, ohne zu zögern, zu dem braunhaarigen rüber um kurz darauf vor dessen Tisch zum stehen zu kommen sodass der Tisch das Einzige noch war, was die beiden voneinander trennte.
      "Danke für die freundliche Idee meine Getränke zu bezahlen aber das ist wirklich nicht notwendig. Ich bin schon groß und bin durchaus in der Lage diese selbst zu übernehmen" kam es gefühlslos aus ihm heraus während er diesen musterte.
      Solche Freundlichkeiten waren ihm einfach zu skuriel.
      Er kannte ihn nicht und der Unbekannte kannte Toma nicht.
      Und wenn es nach ihm ginge, konnte das auch ruhig zu bleiben.
      Auf neue Bekanntschaften oder Liebesbeziehung hatte er nun wirklich keine Lust gehabt.
      Auch wenn es eine Frau gewesen wäre, welche vielleicht Interesse an ihm gezeigt hätte, war die Tatsache was in seiner letzten Beziehung gewesen war, schon eine Lehre genug. Daher wäre selbst dies komplett in die Hose gegangen.
      Mit diesen Worten wandte er sich wieder um und begab sich zurück zu seinem Platz um sich erneut eine Zigarette anzuzünden da die Letzte eher wegen seinen Gedanken von selbst schon ausgegangen war.
      "Und?" wollte Sora wissen als er merkte, dass sein Stammkunde zurückkam.
      "Keine Ahnung" zuckte er dabei auch mit seinen Schultern "Ich habe ihm nur mitgeteilt, dass es nicht notwendig ist meine Rechnung zu übernehmen" erklärte Toma bevor er schon einen Zug aus der neuen Zigarette machte und Sora seufzte.
      "Du und neue Leute kennenlernen.....eine große Herausforderung" musste er dabei etwas sanft lächeln.
      "Ich weiß einfach was ich will und was nicht und neue Bekanntschaften gehört eher zu zweiteren Kategorie. Außerdem habe ich nie darum gebeten"


      "Live your Life......you only have this one chance !"