Rent a Girlfriend |Ukizilla & Alea CroniX|

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    • Rent a Girlfriend |Ukizilla & Alea CroniX|

      Rent a Girlfriend

      mit @Ukizilla und @Alea CroniX
      Vorstellung

      Eyleen saß gerade an ihrer kleinen Küchenzeile und trank ihren morgendlichen Tee. Nur in einem seidenen Bademantel gehüllt scrollte sie auf ihrem Tablett über die Homepage der "Eros" Agentur. Mit dem Fuß wippend betrachtete sie die verschiedenen Profile der Novias und Novios, die Frauen und Männer, die man sich als Freundin oder Freund buchen konnte.
      Wenn man sich in der Wohnung umsah, stellte man fest, dass Eyleen recht minimalistisch lebte. Die Küchenzeile bestand aus einer Theke mit zwei hohen Stühlen, mit zwei Herdplatten, einem Backofen und einer Mikrowelle. Der Kühlschrank beherbergte nur verschiedenste Sorten von Alkohol und ein paar andere Getränke. Außer Obst konnte man hier keine Nahrungsmittel finden. Wozu auch? Eyleen ist eine grauenvolle Köchin. Selbst beim Nudeln Kochen oder Rührei Braten schafft sie es etwas Ungenießbares zu kreieren. Man könnte meinen, sie sei dafür einfach zu dumm. Doch Eyleen war einfach nur desinteressiert. Sie war der Meinung, dass sie dieses Handwerk nicht zu lernen braucht, da es überflüssig ist. Wenn sie etwas Gutes essen will, besucht sie in ein Restaurant oder auch Bistro.
      Die Küchenzeile befand sich im Wohnraum, der mit einer kleinen Couch, einem TV-Bildschirm und einem Regal mit verschiedensten Romanen und Theaterstücken. Ein großes Fenster spendete genug Tageslicht und bot bei Nacht einen Ausblick auf die bunt leuchtenden Lichter der Stadt.
      Die Bilder, die Eyleen gerade erblickte, waren die verschiedenen Profile der Novias und Novios.

      "Rebecca, Rang1: Händchen halten, leichte Küsse und Berührungen. Diese Novia ist ideal für schüchterne Männer. - Simon, Rang 2: Es wird leidenschaftlicher. Mit diesem Novio kann man das flirten erlernen. - Eyleen, Rang 3: Es wird intim. Diese Novia kann dem/der Klient*in einen Einblick in eine richtige Beziehung bieten. Doch bitte beachten Sie: Unseren Angestellten ist es frei zu entscheiden, wie weit sie mit ihren Kunden gehen möchten. Denken Sie immer daran, Ihnen wird eine Partnerschaft vorgespielt."

      Der Eros-Agentur war es sehr wichtig, dass sie nicht mit Bordellen in denselben Topf geworfen wurden. Daher wird immer wieder betont, dass die Novios und Novias selbstbestimmt agieren können. Außerdem gibt es nicht so viele Angestellte, die den Rang 3 innehaben. Die meisten Kunden brauchten oft nur für eine kurze Zeit einen Partner. So wurde eine heile Welt den besorgten Eltern vorgespielt, oder einem hartnäckigen Verehrer klargemacht, dass kein Interesse besteht. Die Menschen versuchten so unangenehmen Konflikten aus dem Weg zu gehen und spielten lieber etwas vor. Viele sind auch einfach nur neugierig oder mancher auch einsam. Doch für jeden Wunsch hatte das "Eros" den oder die richtigen Partner oder Partnerin.

      "Die neue Webseite sieht wirklich gut aus." dachte sich Eyleen und legte ihr Tablett beiseite. Das Management hat die Internetseite der Agentur überarbeitet und modernisiert. Seit dem gestrigen Tag war diese nun abrufbar und der erhoffte Erfolg blieb nicht aus, besuchten alleine in der ersten Stunde mehr als Tausend Personen die Seite, die alle potenzielle Kunden werden könnten. Ihre Tasse ausgetrunken und schnell abgewaschen, lief sie in ihre Schlafzimmer, um sich für den Tag fertig zu machen. Zwar war ihr Wohnbereich recht bescheiden gehalten, was aber definitiv nicht für Eyleens Schlafzimmer galt. Ein zwei mal zwei Meter großen Himmelbett beschlagnahmte den meisten Platz des Raumes, gefolgt von dem riesigen Kleiderschrank, der ihre unendlichen Outfits beherbergte. Dicke Vorhänge hielten das Sonnenlicht davon ab einzudringen und eine kleine Stereoanlage war an der Wand installiert. Die Schwebetür des Schranks beiseite geschoben glitten ihre Finger über die verschiedenen Kleidungsstücke bis sie nach einem Kleid griff und es auf ihr Bett lag. Den Morgenmantel ließ sie von ihrer zarten Haut rutschen und hängte ihn auf, bevor sie in schwarze Unterwäsche schlüpfte. Das Indigo farbige Kleid betonte ihre weiblichen Kurven schmeichelhaft und legte sich wie eine zweite Haut um ihren Körper. Im Bad betrachtete sie sich noch ein Mal in Spiegel, zog die Ärmel, die dreiviertel ihrer Arme bedeckte, glatt, so wie den Rock, der knapp über ihren Knien endete. Eine feine, lange Silberkette mit Sichelmondanhänger angelegt, lenkte den Blick auf den verspielten Ausschnitt des Kleidungsstückes. Eyleen trug dann ein leichtes Tages-Make-up auf und hüllte sich in ihrem Lieblingsparfüm ein, das ein schweres und süßliches Aroma verbreitete. Ihr langes Haar steckte sie an den Seiten etwas hoch und besah sich mit einem zufriedenen Lächeln ein letztes Mal im Spiegel, ehe sie in den Eingangsbereich lief zu ihrem enormen Schuhschrank. Fein säuberlich, waren ihre Highheels und Pumps angeordnet und ein Schwaz farbiges Paar wurde ausgewählt. Ein leichter, heller Trenchcoat sollte sie vor der frischen Frühlingsluft schützen und so verließ sie mit ihrer dunkeln Handtasche ihre Wohnung, um das "Eros" aufzusuchen und sich nach neuen Aufträgen zu erkundigen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Es war einer der seltenen Tage an denen Luca frei hatte und dennoch war er schon wieder seit Stunden wach. Nachdem er morgens einige Zeit im Fitnessraum seines Appartement-Gebäudes verbracht hatte, hatte ihn ein Anruf wieder zurück in die Realität geholt gehabt. Der Erste war noch ziemlich schnell erledigt gewesen, denn seine Sekretärin hatte nur einige Nachfragen gehabt. Anders als er hatte sie nicht frei und nutzte den heutigen Tag um den Papierkram aufzuholen. Immer wieder schimpfte sie darüber, dass er eigentlich zwei von ihrer Sorte brauchte um aufzuholen was liegenblieb, denn er machte immerhin regelmäßig Überstunden. Kaum hatte er aufgelegt und wollte nun in Richtung der Duschen verschwinden kam der unschönere Anruf. Schon als er den Namen las verzog er kurz den Mund und überlegte kurz nicht ran zu gehen, doch wusste der Dunkelhaarige auch, dass dies nur noch schlimmer enden würde. Es entwich ihm ein Seufzen, ehe er den grünen Hörer drückte. "Guten Morgen, Mutter. Was gibt es?", fragte er so höflich wie möglich, auch wenn er wusste was sie wollte. Sie war aber seine Mutter und fern von dem Thema kam er recht gut mit ihr aus, immerhin war sie nicht so stur wie sein Vater.
      Es folgte die übliche Unterhaltung, dass es langsam an der Zeit war sich zu binden und sie Enkelkinder wolle. Auf die Idee ihm zu erst zum Geburtstag u gratulieren kam sie gar nicht. Schon seitdem er Mitte 20 war gab es jedes Jahr diesen Anruf, ehe sie dann ihm eine Tochter einer ihrer Freundinnen aufdrängen wollte und sich beschwerte, dass er nicht mal an seine Mutter dachte, die ihn immerhin unter Schmerzen geboren hatte. So ließ er es über sich ergehen, wie eine kalte Dusche. Stillhalten und die Augen schließen bis es vorbei war, dann sich davon erholen. Dieses Jahr hatte er es aber satt und nach einem langen Seufzen als seine Mutter grade mit einem Date für ihn aufwarten wollte kam von ihm der Einwurf: "Ich sehe wen, also kein Bedarf." Dies hatte gereicht um sie verstummen zu lassen und so zu verwirren, dass sie kurz darauf das Gespräch beendete.
      Es war nicht so, dass es Luca an Bewerberinnen für den Posten einer festen Freundin fehlte, es war eher so, dass es es nicht wollte. Doch nun hatte er den Salat. Mit dem Handy noch in der Hand fuhr er sich mit der anderen durch die Haare und starrte noch immer das Display an. Ihm entwich ein Seufzen, ehe er beschloss nun erstmal duschen zu gehen.
      Ein Stunde später saß er nun vor seinem Laptop und surfte auf der Website von Eros. Alleine schon der Name war lachhaft, aber da er den Fehler gemacht hatte seiner Mutter eine Freundin vor zu lügen hatte er nun die Website aufgerufen, die ihm einer seiner Freunde empfohlen hatte. Dieser hatte damit eine Ex abgewimmelt. Luca würde sie einmal mit zu einer Vernissage mitnehmen. Es würde sicher lustig werden mal mit einer Person aus solchen Kreisen unterwegs zu sein und auch würde seine Mutter davon hören und er hätte eine Schonfrist. Nach einigem hin und her blieb er bei Eyleen hängen. Sie sah interessant aus und immerhin nicht wie ein zu braves Mädchen oder zu wenig wie sein Typ, dass man es ihm nicht glauben würde. Schnell klickte er sich durch die Anmeldung und die Seite durch um alles zu regeln und mit jedem Bisschen stieg seine Freude an dem Ganzen. Es würde sicher spaßig werden.
      Wie kann man nur so hirnlos sein?



    • Bei der Agentur angekommen, betrat Eyleen das mehrstöckige Gebäude und fuhr mit dem Lift in den siebten Stock. "Was für ein Klischee." dachte sich die Weißhaarige jedes Mal, wenn sie mit dem Aufzug hochfuhr. Als wollte das Eros einen falschen siebten Himmel darstellen. Die Glastüre zu den Räumlichkeiten geöffnet, wurde sie auch gleich von der Rezeptionistin empfangen. Der Eingangsbereich war in den Tönen Rot, Weiß und Gold gehalten und mit einem edlen roten Sofa ausgestattet bei dem ein weißer Marmorcouchtisch stand. Auf diesem konnte man eine Art Katalog finden, der nochmal all die Novios und Novias vorstellte.
      "Guten Tag Eyleen. Gerade ist eine Anfrage für dich angekommen." begrüßte sie eine groß gewachsene junge Frau mit blauen Augen und langem, lockigen braunen Haar. "Hallo Sylvia. Danke für die Info. Ich werde die Anfrage gleich bearbeiten." entgegnete Eyleen ihrer Kollegin und betrat eines der Großraumbüros, wo sie an einem Kleiderständer ihre Jacke aufhing. An einem freien Platz setzte sie sich hin und loggte sich gleich in ihren Account ein. Kaum angemeldet, ploppte auch schon ein Fenster auf, mit der Aufschrift "Dringend!". Etwas verwundert über diese Zusatzangabe, klickte sie auf das Dokument, das die Anmeldung des Klienten beinhaltete. "Oh lala! Nicht schlecht." dachte sich Eyleen als sie das Profil des jungen Mannes betrachtete. "Wellington... Der Name kommt mir sehr bekannt vor." ging es ihr auch durch den Kopf, konnte aber sich nicht mehr genau daran erinnern, in welchem Kontext sie den Namen schon mal gehört hatte. Jedenfalls stand für sie fest, dass sie diesen Auftrag annehmen würde. Alleine die Adresse ließ erahnen, dass der Mann zur gehobenen Gesellschaft gehörte und nur ein Mal dort Mäuschen spielen zu dürfen, war es ihr wert. Einmal unter den Schönen und Reichen zu wandeln, wie sie es sich so oft erträumte. Eyleen war zwar schön, aber nicht reich und ihr Ziel eine bekannte Schauspielerin zu werden, rückte auch immer mehr in weite Ferne.
      Kurz atmete sie tief durch und formulierte die Antwort für Mister Wellington.


      Sehr geehrter Herr Wellington,

      wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass die Novia Eyleen ab sofort zur Verfügung steht.
      Um auf nähere Details und Wünsche eingehen zu können, würden wir es begrüßen, wenn Sie uns vor Ort in der Agentur "Eros" besuchen würden. Ihre Wunschpartnerin wird sich Ihnen dann vorstellen und Sie haben noch einmal die Möglichkeit, sie in Augenschein zunehmen.
      Dieses erste "Kennenlernen" werden wir so angenehm wie möglich für Sie gestalten und wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit und höchster Diskretion stattfinden.
      Wenn es Ihnen möglich ist, wäre heute Nachmittag um 16 Uhr ein Termin für Sie reserviert.
      Falls Sie diesen Termin nicht wahrnehmen können, nennen Sie uns doch bitte ihren Wunschtermin.
      Wir freuen uns auf Ihren Besuch,

      hochachtungsvoll

      "Eros" Agentur

      Zwei bis drei Mal las sich Eyleen den Text nochmal durch, ehe sie ihn dann versendete. Dann erhob sie sich wieder und ging in einen weiteren Raum. Dieser sah aus wie eine kleine Bar. An einer schwarzen Theke standen mehrere silberne Barhocker mit dunklen Ledersitzen. Im Raum verteilt standen weitere Tische für Zwei, was ein Ambiente von einem Restaurant vermitteln sollte. Alles war in dunklen Farben gehalten und das gedimmte Licht, gab allem einen Flair von Nachtclub. Es gab noch zwei weitere von diesen "Kennenlern-Räumen". Der zweite war mehr wie ein Büro eingerichtet und sollte den Klienten noch einmal nahe bringen, dass dies eine geschäftliche Übereinkunft war. Dieser Raum wurde eher selten genutzt, war aber sehr gut, wenn man den Verdacht hatte, dass sich der Kunde oder die Kundin sich zu sehr in die falsche Beziehung hineinsteigerte. Der dritte Raum wurde wie ein Café gestaltet. Er war sehr hell und das Mobiliar bestand aus weißem Holz. Einige Pflanzen und Blumen dekorierten den Raum ansehnlich und sollte einen Eindruck von Natur erwecken.
      Eyleens Wahl fiel auf den ersten Raum, war dieser auch der Favorit unter den Angestellten. Sie warf einen Blick in den Kühlschrank, der sich hinter der Theke befand und nickte zufrieden, als sie noch ein paar Sektflaschen fand. Damit war für die richtige Atmosphäre alles gerichtet. Nun musste sie nur noch auf die Antwort des Herren warten.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


      Quelle
    • Irgendwie fand es der Schwarzhaarige belustigend, dass er es war, der sich bewerben musste oder zumindest kam es ihm so vor. Nachdem er alle Fragen ausgefüllt hatte, tauchte auf dem Bildschirm eine Nachricht auf, dass er sich gedulden sollte und man sich bei ihm melden würde. Luca entwich ein leises Lachen. Er wusste nicht, ob die Agentur Eros nur sehr vorsichtig war und eben sicher oder, ob man sich nur wichtig machen wollte. Dennoch hatte dies noch mehr sein Interesse geweckt und er beschloss wirklich zu warten.
      Nun hätte er seinen freien Tag einfach genießen können, doch als wirklicher Workaholic ließ er es selbst nicht zu. So war es auch kein Wunder, dass er schon im nächsten Moment seine Mails checkte und einige Anrufe tätigte bis er eine Mail von Eros bekam. Interessant und es ging wirklich ziemlich schnell, nicht, dass es ihn störte. Schnell bestätigte er mit einem kleinen förmlichen Schreiben den Termin und sah auf die Uhr. Etwas Zeit war noch und so machte er sich, ganz der Anwalt, der er war, dran sich auf den Geschäftstermin vorzubereiten. Als was anderes sah er das Ganze immerhin nicht. Geschäftlich und zu seiner Belustigung.
      Als es langsam Zeit wurde beschloss er sich passend zu kleiden. Da es sich um einen nicht so formellen Termin handelte beschloss er, dass eine Anzughose und ein normales weißes Hemd reichte. Das Jackett und die sonst übliche Krawatte sparte er sich. Nun machte sich Luca auf den Weg zu der Agentur und dies wie immer über pünktlich. Wenn er etwas hasste, dann war es warten und zu spät kommen. Da er es nicht bei anderen mochte war es auch eine Eigenschaft, die er sich selbst nicht erlaubte und so steuerte er seinen Sportwagen souverän und pünktlich zu dem angegebenen Gebäude ehe er den Fahrstuhl in den siebten Stock nahm. Noch während er den Knopf drückte formten seine Lippen ein charmantes Lächeln, denn er fand es irgendwie aufregend in so eine Welt einzutauchen. Auch wenn er schon viel erlebt hatte, so hatte er sich noch nie ein Mädchen buchen müssen um mit dieser Zeit zu verbringen.
      Oben angekommen musterte er die Einrichtung noch während er sich zielstrebig zu dem Tresen begab und der Frau dahinter ein selbstsicheres Lächeln schenkte. "schönen guten Tag. Mein Name ist Luca Wellington und ich bin mit Miss Eyleen verabredet zu 16 Uhr." Während der ganzen Zeit hatte sein Lächeln nicht einmal geschwächelt und seine Stimme war höflich und freundlich, ebenso wie selbstsicher und dies spiegelte auch sein Blick wieder.
      Wie kann man nur so hirnlos sein?



    • Es dauerte nur wenige Minuten, als auch schon die Zusage des Herren ankam. "Ist da jemand etwa ungeduldig?" schmunzelte Eyleen, nach dem sie die Bestätigung für den Termin heute Nachmittag durchgelesen hatte. Kurz ging sie auf die Damentoilette und besah sich im Spiegel. Ihr Outfit brauchte sie nicht wechseln, war das gewählte Kleid vom Morgen passend genug. Alleine ihr Make-up würde sie etwas auffrischen und noch einmal ihr Parfüm auftragen. Aus ihrer Handtasche holte sie einen Miniflakon hervor, so wie ihre Utensilien zum Schminken und packte wieder alles bei Seite, nach dem sie zufrieden ihr Ebenbild betrachtete. Nun musste sie noch die Förmlichkeiten vorbereiten und den individuellen Vertrag für Herrn Wellington ausdrucken.
      In diesem wurde festgehalten, wie lange die Novia in Anspruch genommen wurde, und ob es besondere Vorlieben gab, auf die eingegangen werden sollten. Natürlich wurde auch der Stundenlohn festgehalten und man konnte weitere Zusätze ausmachen, damit der Klient seine "perfekte" Freundin hatte. Diese Extras konnten alles sein, von bestimmter Kleidung, die nur getragen werden sollte, bis zu Fetische die der Kunde ausleben wollte. Es wurde sogar festgehalten, ob Geschlechtsverkehr erwünscht war oder nicht, mit der Zusatzklausel, dass dies am Ende im Ermessen der Novia lag. Um es aber nicht zu kompliziert zu machen, war der Vertrag wie ein Fragebogen gestaltet, mit den verschiedenen Auswahlmöglichkeiten zum Ankreuzen.
      Die Papiere in einer schwarzen Mappe verwahrt brachte sie diese in den Kennenlern-Raum und arrangierte alles. Auf einem der Tische stellte sie zwei Sektgläser und eine Flasche im Kühler. Auf eine Kerze verzichtete Eyleen, fand sie das zu übertrieben. Doch sie wählte eine angenehme Hintergrundmusik aus, die nicht zu sehr ablenkte. Beinahe hätte sie den Kugelschreiber vergessen, den sie mit der Mappe auf den ausgewählten Tisch legte. Prüfend ließ sie ihren Blick durch den Raum schweifen, sollte einfach alles tadellos sein und so strich sie noch einmal die Tischdecke glatt und rückte die Stühle akkurat zurecht. Ein kurzer Blick auf die Uhr verriet der jungen Frau, dass es auch schon so weit war. Leichte Nervosität machte sich in Eyleen breit, doch war das Gefühl nicht anders als bei dem ersten Auftritt vor einem großen Publikum.
      "Eyleen, Mister Wellington ist so eben angekommen." vernahm sie auch sofort die Stimme von Sylvia, als sie den Raum wieder verließ. "Ich wünsche noch einen angenehmen Aufenthalt, mein Herr." verabschiedete sich die Rezeptionistin und entließ den jungen Mann in die Obhut der Weißhaarigen. Elegant schritt sie auf ihren Gast zu und reichte ihm zur Begrüßung ihre Hand. "Guten Tag Mister Wellington. Es freut mich, dass Sie so kurzfristig noch Zeit finden konnten, um uns zu besuchen. Ich bin Eyleen Silvers." Sie schenkte dem Brünetten ein freundliches Lächeln und führte ihn dann zum Kennelern-Raum. "Wenn Sie mir bitte folgen würde." forderte sie ihn höflichst auf und öffnete die Türe zu dem gezeigten Raum. Sobald der Herr eingetreten war, schloss sie die Türe wieder und geleitete ihn an den präparierten Tisch. "Ich hoffe, Ihnen sagt das Ambiente zu. Noch kenne ich Sie ja nicht." fügte sie an und setzte sich dann auf einen der Stühle mit überschlagenen Beinen. "Mister Wellington. Am besten wir klären das Wichtigste zuerst. Bleiben wir beim "Sie" oder wechseln wir zum "Du"?", fragte sie ihn so gleich und sah ihm dabei direkt in die Augen.
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    • Nachdem Luca sein Anliegen vorgetragen hatte hieß es warten. Noch immer war es in seinen Augen sehr faszinierend. Sicher hatte er schon mit Escort-Agenturen zu tun gehabt, aber dies hier war ein ganz anderes Level und bis jetzt machte Eros einen unglaublich guten ersten Eindruck hinterlassen. Noch würde er einen Rückzieher machen können, wenn diese Eyleen doch zu seltsam sein würde, aber was hatte er zu verlieren? Lucas Mundwinkel gingen unweigerlich nach oben. Wenn alles klappte, dann würde er sich wenigstens für einige Monate seine Mutter vom Hals halten.
      Als er nun hörte wie die Rezeptionistin Sylvia an eine Person wand, drehte er sich auch in die Richtung und erkannte Eyleen sofort, auch wenn nicht ihr Name gefallen wäre. Sie sah in echt mindestens genau so gut aus wie auf dem Profil und auch was man nicht auf dem Bild hatte sehen können sah wirklich gut aus. Bei ihr würde man ihm auch glauben, dass sie ein Paar waren. "Guten Tag Miss Silvers.", meinte er nur knapp und gab nahm ihre Hand an, ehe er ihr folgte. Er wollte nun nicht zu viel hier bereden, immerhin war Diskretion auch sein Wunsch. Es zeigte sich auch hier ein gut eingerichteter Raum, der einen gewissen Stil repräsentierte und nachdem sie sich gesetzt hatte hielt er ihren Blick mit seinen Augen fest. "Auf Grund der Situation und dem was hieraus folgen wird wäre ich wirklich für das "Du", immerhin macht dies viele Dinge einfacher. Der Raum ist wirklich sehr passend und ich bin sehr gespannt wie alles hier ablaufen wird muss ich sagen. Aber darf ich dir erstmal etwas zu trinken anbieten?", fragte er und deutete auf die Flasche. Auch wenn er hier nicht Zuhause war und auch wenn er nicht mal der Gastgeber war, so war es seine Art der Höflichkeit einer Frau gegenüber.
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    • Bei seiner Frage, ob er ihr etwas zum Trinken einschenken durfte, musste Eyleen, doch leicht schmunzel. "Sehr gerne, Luca" stimmte sie zu und wechselte auch gleich zum "Du". Den Vornamen ihres Gastes sprach sie dabei so aus, als ob sie eine deliziöse Köstlichkeit auf ihrer Zunge zergehen lassen. Während der Dunkelhaarige die Sektflasche von seinem Korken befreite und ihnen den prickelnden Alkohol eingoss, schob sie ihm die dunkle Mappe hin, mit den Vertragsunterlagen. "Da du ja Neukunde bist, erhältst du auch für deine erste Buchung einen kleinen Rabat." informierte die junge Frau auch gleich den Kunden. "Das hier sind die Papiere für den Vertrag. Den musst du auch nicht sofort unterzeichnen. Wir von Eros verstehen, dass solch eine Entscheidung eine Bedenkzeit braucht." erklärte sie dann weiter. Die Agentur legte sehr viel Wert darauf, dass der Kunde seine Entscheidung bewusst fällte und nicht aus einer Laune heraus. Das wäre weder für ihn, noch für die Agentur gut und könnte im schlimmsten Fall sogar zum Rechtsstreit führen. Dagegen wollte sich das Eros natürlich schützen. "Bestimmt hast du auch die ein oder andere Frage an mich, die ich dir gerne beantworten werde." bot sie Luca an. Es ist immer einfacher, wenn man sich vorher etwas kennengelernt hatte, worauf ja dieses Treffen abzielte. "Um ehrlich zu sein habe ich eine kleine Frage an dich." gab Eyleen gleich zu und fuhr sich mit der Hand durch ihr langes Haar. "Wie kommt es, dass ein so gut aussehender Kerl wie du, es nötig hat sich eine "Freundin" zu buchen." rückte sie auch gleich unverblümt und direkt mit der Sprache heraus. Das beschäftigte sie doch schon seit dem Augenblick, wie sie ihn gesehen hatte.
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      Monkey D. Ruffy


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    • Schon in den ersten Augenblicken hatte Luca begriffen, dass sie gut in ihrem Job sein musste, denn immerhin schaffte sie es, dass er sich wohl fühlte und sie versuchte schon jetzt ihm das Gefühl zu vermitteln, dass sie mit im flirten würde. Doch er war erwachsen und selbstbewusst genug um zu wissen, dass dies nur eine Show war und er nicht gleich an Liebe denken musste. Ja, es würde alles nur eine Show werden und genau dies wollte er. Doch auch sie schien ein wirklicher Profi zu sein und noch während er ihnen einschenkte legte sie ihm die Vertragsunterlagen auf den Tisch und Luca schmunzelte. Ihm gefiel es wie intim es war und doch so geschäftlich. Scheinbar war er hier wirklich richtig und würde bekommen was er wollte. Nachdem nun je in Glas vor ihr und an seinem Platz stand lehnte er sich wieder nach hinten und sah die Mappe erstmal nur flüchtig an. Sicher würde er so etwas schnell prüfen können als Anwalt und doch wollte er nun nichts überstürzen und die Sache langsam angehen. Weil wozu einen Vertrag unterzeichnen, wenn sie sich nachher doch nicht einig wurden oder sich nicht riechen konnten. Und auch hier wurde er von seinem Bild, was er bis jetzt von Eros hatte, nicht enttäuscht. Sie erklärte ihm nun, dass er Zeit hatte die Unterlagen zu prüfen und sich zu überlegen, ob es passen würde und er lächelte sie nun charmant an. Somit war der erste geschäftliche Kennenlernrahmen gesteckt und er fragte sich was nun folgen würde als auch schon Eyleen mit einer Frage raus rückte. Eben mit dieser hatte er gerechnet, aber nicht, dass sie gleich mit der Tür ins Haus fallen würde und so entwich ihm ein kleines Lachen. "Sehr direkt und offen. Gefällt mir.", meinte er, ehe er einen Schluck von Champagner nahm und sein Glas wieder vor sich abstellte. "Eigentlich ist es ganz einfach und sicher hast du dies auch schon einige Male gehört: Ich brauche eine Freundin, will aber nicht die Bindung und den Stress, den eine Echte mit sich bringt. Meine Eltern finden, dass ich heiraten sollte und meinen sich da einzumischen. Ich aber habe keine Lust auf eine Ehefrau nach ihren Bedingungen. Stelle ich ihnen wen vor, dann habe ich erstmal Ruhe. Sicher könnte ich da eine finden, aber diese würde es eben nicht nur spielen wollen... und echte Trennungen sind der Horror. Ich hasse es, wenn Damen Drama machen. Schreien und nachher noch meinen etwas meiner Sammlung zu zerstören." Erneut entwich ihm ein Lachen. "Meine letzte Ex hat meinen Bugatti zerkratzt und da hört mein Verständnis auf." Ihm fiel gar nicht auf, dass sie ihn wirklich ins Reden gebracht hatte und er sicher auch viel zu viel Unnötiges gesagt hatte. "Und du? Ich meine: Wie kommt man auf die Idee so etwas zu machen? Ich will nicht unhöflich sein, aber es ist doch nicht grade der Job den man seinem Freund sagt oder seinen Eltern. Zumindest meine würden so etwas nie dulden." Doch auch ihm war klar, dass nicht jeder solche Eltern hatte, die mit so viel Strenge vorgingen und so auf die äußere Wirkung achteten.
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    • Während sie Luca zuhörte, nahm auch Eyleen ihr Sektglas und nippte etwas davon. "Ach ja. Die fürsorglichen Eltern, die es zu gut meinen und dem Kind nur die Luft zum Atmen nehmen." schmunzelte sie etwas, gab es diesen Fall doch recht oft in der Agentur. Eine Alibifreundin oder ein Alibifreund waren eins der meisten Anfragen ihrer Klienten, aus welchem Grund auch immer. "Das mit dem Stress verstehe ich gut. Und das Konzept der Ehe finde ich auch altbacken, heiraten die meisten heutzutage vor allem wegen der Steuervorteile." konnte sie ihm nur zustimmen und schwenkte dabei ihr halbvolles Glas. "Sie hat deinen Bugatti zerkratzt?" kam es dann doch etwas schockiert von ihr. "Das arme Auto. An der Stelle deiner Ex hätte ich das Schmuckstück nicht beschädigt, sondern eher als Entschädigung mit genommen." kam es recht verschlagen von der Weißhaarigen und konnte sich bei dem Gedanken ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Lee hatte ein großes Faible für teure und schnelle Autos, auch wenn sie sich selber keins leisten konnte, genoss sie es, wenn ein Klient einen diese schönen Luxusflitzer besaß. Das Schnurren des Motors und die rasche Beschleunigung von null auf hundert, was immer dieses aufregende Kribbeln im Bauch verursachte, waren nur einer der vielen Gründe, wieso sie diese Modelle so gerne mochte.
      Auch seine Frage wurde ihr öfters gestellt, konnte nicht jeder diese Berufswahl ganz nachvollziehen. Kurz trank sie den Rest ihres Champagners aus und stellte ihr Glas vor sich ab, dabei die Finger noch am Fuß und drehte es langsam hin und her. "Keine Sorge, diese Frage ich muss ich jedes Mal beantworten." kam es eher gelassen von Eyleen, da sie mit dem Thema recht entspannt und offen umging. "Einen Freund habe ich nicht, rechne ich auch nicht damit, dass das überhaupt einer händeln könnte. Nicht nur Frauen können sehr eifersüchtig sein." erklärte sie und sprach gleich weiter. "Außerdem würde ein fester Partner gar nicht in meine jetzige Lebenssituation passen. Und meine Eltern... Sie sind kein Teil mehr von meinem Leben." antwortete sie recht vereinfacht. Dieses düstere Kapitel, brauchte sie jetzt nicht anzuscheinen, würde es nur die Stimmung ruinieren. "Klar ist das kein Beruf, den man beim Arbeitsamt vermittelt bekommt, bin ich eher per Zufall darauf gestoßen. Aber ehrlicherweise muss ich zugeben, dass mir dieser Job recht viel Spaß macht. Man lernt interessante Menschen kennen und es wird nie langweilig." schmunzelte sie etwas bei ihrer Erzählung und blickte dabei Luca immer wieder in die Augen. Eigentlich strebte Lee eine Schauspielkarriere an, doch gehört dazu wohl sehr viel Glück und noch mehr Vitamin B. Leider reichte ihr Glück nicht aus und ihre Bekanntschaften sind keinesfalls bedeutsam genug, dass sie die Türe zu Hollywood nur einen Spalt hätten öffnen können. "Aber genug von mir." lenkte sie das Gespräch wieder auf den Dunkelhaarigen und schnappte sich die Schampus-Flasche um sich selbst und auch Luca etwas nachzuschenken. "Was sind so deine Hobbys, die deine Freundin auf jeden Fall tolerieren sollte? Und gibt es absolute Tabus bei dir, welche nicht gebrochen werden dürfen?" hakte sie nach, um zu sehen, ob das Zusammenspiel zwischen ihnen auch funktionieren würde.
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      Monkey D. Ruffy


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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Alea CroniX ()

    • Natürlich kannte Eyleen die Art von Geschichten zur Genüge und auch so schien es nicht viel zu geben was sie schocken könnte. Nun jedoch, nachdem er seinen Part erstmal gesagt hatte und sich dabei wie bei einem Jobinterview vorkam, war Eyleen dran und fing an ihn nun auszuquetschen und seine Fragen zu beantworten. Es war immer noch eine seltsame und dennoch auch angenehme Unterhaltung. "Wenn es klare Regeln gibt, sicher.", sprach er nur knapp rein als sie meinte, dass ihr der Job Spaß machte. Er konnte es nachvollziehen. Sicher war es kein Job, den er machen würde und auch, wie sie schon meinte, keiner, den seine Freundin machen würde, aber es war besser als so manches. Jeder Mensch brauchte Geld und dies wusste er und außerdem war es immerhin hier ein Eskort und keine Vermittlung für Sexbekanntschaften. Solange hier niemand zu etwas gezwungen wurde, und dies war sicher nicht der Fall, war für ihn nichts Schlimmes an dieser Arbeit. Doch scheinbar war es nun erstmal genug an Informationen für ihn und er war an der Reihe. Ruhig hörte er ihren Fragen zu und ließ sie sein Glas und ihres auffüllen. Eine Frau, die nicht nur bedient werden wollte von einem Mann und dennoch auch kein Problem zu haben schien, wenn er das Ruder übernahm.. Schon mal eine Sache, die gut war und so formte sich wieder ein breiteres Lächeln auf seinen Lippen. "Eine Menge Fragen. Fast wie ein echtes erstes Date, wobei ich da auch schon Frauen hatte, die nicht zuhören konnte und nur von sich reden wollten. Und damit hast du schon mal ein No-Go bei mir, aber fangen wir mit den ersten Fragen an. Meine Hobbies sind recht leicht: Ich bin ein Workaholic, aber wenn ich Zeit habe, dann geh ich gerne auf Reisen, fahre mit einem meiner Autos, mache regelmäßig Sport oder gehe aus. Shoppen mag ich nicht sonderlich für mich, aber es macht Spaß, wenn ich Geld für eine Frau ausgeben kann, die es wert ist und es dennoch nicht verlangt von mir. Ich bin ein Kaffee, Tee und Whiskey-Junkie, wobei Letzteres natürlich in Maßen. Aber Whiskey statt anderen Dingen. Ich mag eher Rotwein als Weißwein...mhm... Komm mir nicht mit Hunden und Kleinkindern. Sie sind anstrengend." Kurz trank Luca etwas vom Schampus und überlegte. "Aber zu Beziehungen, weil da sind sicher einige Augen auf uns gerichtet: Zu viel klammern oder zu viel Freiraum. Wenn ich eine Freundin hätte soll sie auch Zeit haben für mich und Interesse zeigen an mir. Ich will nicht das Gefühl haben ihr hinterher zu laufen. Treue ist wichtig und Fremdgehen ein absolutes Tabu. Ehrlichkeit ... mhm ... die Standartdinge." Kurz zuckte er mit den Schultern. Etwas, dass er selten tat und doch wusste er nicht genau was sie noch wissen wollte. "Hast du noch mehr Fragen oder spezifischere Sachen, die du wissen willst?"
      Wie kann man nur so hirnlos sein?



    • Luca schien ein eher unkomplizierter Klient zu sein, gut betucht und mit einem erlesenen Geschmack. Viele seiner Ansichten teilte Eyleen, somit sollte das Zusammenspiel kein Problem sein. Gedanklich machte sich die Weißhaarige ein paar Notizen und notfalls konnte sie auch improvisieren. "Nein, ich habe keine Fragen in der Hinsicht an dich. Du hast sehr ausführlich deine Vorstellung einer Freundin dargelegt und denen gerecht zu werden sollte kein Problem werden." erklärte sie ihm auf seine Nachfrage hin. "Aber da du meintest, dass einige Augen auf diese Beziehung gerichtet sein werden, würde ich gerne wissen, ob du lieber so eine Art "Eingewöhnungszeit" haben möchtest oder ob du mit einem abrupten Wechsel klarkommst? Die Beziehung soll ja authentisch wirken." erwähnte sie diese Herausforderung, mit der jeder anders zurecht kam. Um Luca zu verdeutlichen, was Eyleen genau meinte, stand diese von ihrem Stuhl auf und schritt langsam hinter ihn. Während er noch auf seinem Stuhl saß, legte sie ihre Hände federleicht auf seine Schultern und glitt mit ihnen zärtlich hinunter zu seiner Brust. Dabei schmiegte sie ihren Oberkörper gegen seinen Rücken und näherte sich mit ihren Lippen ganz nah seinem Ohr. "Nicht jeder kann einen Schalter umlegen und auf verliebt machen." raunte sie ihm zu und hauchte etwas provokant sachte ihren Atem gegen seinen Hals. "Daher kann man sich auch vorher schon ein paar Mal treffen und sich so an eine "Partnerschaft" gewöhnen." So plötzlich wie sie die intime Nähe aufgebaut hatte, so schnell löste Eyleen sich auch wieder davon und setzte sich mit überschlagenen Beinen dem Dunkelhaarigen gegenüber. "Ich hoffe, ich habe dich jetzt nicht überrumpelt. Aber nur mit etwas Händchen halten und aufgesagten Liebesschwüren, kann man keine Beziehung als echt verkaufen." verdeutlichte sie ihm sachlich die Situation. "Außerdem brauchen wir auch eine kleine Geschichte, wie wir uns kennengelernt haben. Das ist eigentlich immer das erste wonach Verwandte und Freunde fragen. Daher sollten wir ihnen das Gleiche erzählen. Also natürlich nur, wenn du mich noch als Freundin haben möchtest." Was den Klienten in diesem Gespräch oft klar wurde, war, dass sie ein enormes Lügenkonstrukt anfingen aufzubauen. Viele verloren sich darin und verstrickten sich in Widersprüche. Daher sollten die Lügen, wenn man sie denn brauchte, eher einfach sein. "Hättest du da schone eine Vorstellung? Und wann und wo wolltest du mich denn der Öffentlichkeit präsentieren?" Sie ging nicht davon aus, dass Luca der Typ war und alle auf eine Familienfeier einlud, um der Familie seine bessre Hälfte vorzustellen. Sie dachte da schon an etwas Ausgefalleneres, doch genau was, konnte sich Lee noch nicht vorstellen.
      "Vergessen ist wie eine Wunde. Es mag zwar verheilen, aber dabei wird es eine Narbe hinterlassen."
      Monkey D. Ruffy


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    • Scheinbar hatten sie sich auf das Wichtigste geeinigt und es ging problemloser als er gedacht hatte. Aber es war ihm auch ein wenig unangenehm wie viel er geredet hatte ohne klar nachzudenken, doch grade in so einer Situation war es wohl besser mit offenen Karten zu spielen und immerhin waren es nun mal seine Ansichten. Auch was sie dann sagte machte ziemlich viel Sinn für ihn. Man musste sich wirklich mehr kennenlernen als nur einfach gleich los zu ziehen und dann einen auf verliebt zu geben. So was konnten vielleicht wirkliche Schauspieler machen und es sicher herüber bringen, aber er nicht. Leise lachte Luca und lehnte sich dann im Stuhl zurück. "Mir gefällt die Arbeitsweise hier wirklich, muss ich sagen. Schön und logisch durchdacht, kein einfaches Lospreschen, fast wie bei einer guten Gerichtsverhandlung. Man muss alles planen und sich am besten mehrere Strategien zurechtlegen." Er nahm noch einen Schluck, ehe er das Glas etwas in seiner Hand drehte und nachdachte. "Bis zur "offiziellen Vorstellung" ist noch etwas Zeit. In zwei Wochen findet eine Ausstellung statt, die meine Mutter mit organisiert hat und auf der die Bilder zu einem guten Zweck versteigert werden. Für dieses Event brauche ich eben ein Begleitung, denn da werden viele Freunde und Bekannte meiner Eltern sein. Das bedeutet, dass wir noch zwei Wochen haben und mir jeder Preis und Aufwand recht ist bis dahin alles so glatt zu bekommen wie wir es brauchen. Wir müssten auch für dich einige Dinge planen und ausdenken, denn immerhin bewege auch ich mich in gewissen Kreisen und so müssten wir uns auch kennengelernt haben. Wobei da am besten etwas wäre wie eine gemeinsame Party. Wir sollten uns also einige Male so treffen und dann einen Probelauf in einer Woche machen bei einer Party von meinem Kumpel. Also.. nur so als Vorschlag. Einfach morgen mal Essen gehen um uns über Dinge zu unterhalten wie Essensvorlieben und so was. Was isst du gerne? Ich würde gleich irgendwo für uns reservieren."
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    • Luca verstand sofort, was Eyleen meinte und das erleichterte die Arbeit um einiges. "Ich hätte gerne mehr Kunden wie dich, die gleich sehen, welcher Aufwand dahinter steckt, eine Beziehung oder auch nur Freundschaft vorzuspielen." entgegnete sie ihm ehrlich. "Heißt das, ich brauche auch einen angemessenen Beruf? Wenn ja, welchen würdest du da vorschlagen?" hakte sie gleich nach, als um die "gewissen Kreise" ging. "Das mit der Party klingt gut. Einfach und viele Zuschauer." stimmte sie ihm bei dem Vorschlag zu. "Was das wohl für eine Party wird?" fragte sie sich auch gleich insgeheim. Bei der Highsociety gab es in der Hinsicht manchmal außergewöhnliche Überraschungen, wie Poolpartys oder Mottopartys. "Ich bin beeindruckt. Du scheinst dich wirklich nicht davor zu scheuen auch etwas in dieses Schauspiel zu investieren." gab sie mit einem feinen Lächeln von sich und damit meinte sie nicht Geld, sondern seine Zeit und die Lernbereitschaft. "Was ich gerne esse? Wann wurde ich denn das zuletzt gefragt?" ging es Lee bei seiner Frage durch den Kopf. "Ich esse gerne italienisch oder französisch." antwortete sie nach kurzer Überlegung dem dunkelhaarigen Gentleman. "Dann würde ich sagen, wir haben eigentlich schon alles geklärt. Die ausgefüllten und unterschriebenen Dokumente kannst du mir dann bei einem unserer Treffen wiedergeben." erklärte sie ihm. Eyleen hatte ein sicheres Gefühl, dass er den Vertrag auch wirklich unterschreiben würde und hier keine Spielchen spielte, um für lau mal das "Eros" auszuprobieren. So trank sie ihren Sekt aus und stand auf, um ihren Gast wieder hinauszugeleiten, da sie eigentlich fertig waren. Lee ging schon mal vor und öffnete für Luca die Türe. Da fiel ihr auch noch ein, dass er ihre Visitenkarte brauchte. Schnell lief sie zu Sylvia und bat um eines ihrer Kärtchen, die die Brünette ihr gleich in die Hand drückte. Sie trat dann an Luca heran und überreicht ihm, die kleine Karte. "Unter dieser Nummer kannst du mich immer erreichen." erklärte sie ihm und verabschiedete sich bei ihm, wie man es in Frankreich machte, mit einem Küsschen links und rechts auf die Wange. "Schreib mir einfach wann und wo das Essen ist und ich werde da sein." zwinkerte sie ihm noch zu.
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    • Noch immer kam Luca nicht über den Gedanken weg, dass es alles so leicht ging. Er hatte irgendwie immer noch nicht so ganz das alte Bild von Escorts vergessen an das wohl jeder dachte und wie zwielichtig diese manchmal waren. Hier war es wirklich eher so als würde man sich einfach nur eine normale Freundin aussuchen, die dann vielleicht hier und da log, aber mit der man sich auch normal unterhalten konnte. Und als sie nun seine Aussage mit dem Job aufgriff war auch er etwas überfordert und ging im Kopf die Jobs seiner Exen durch. Stewardessen, Models, Schauspielerinnen und Ärztinnen, einmal hatte er sogar eine Anwältin gehabt mit der er zusammen studiert hatte, doch dies war eher in Fachgesprächen geendet. Doch nichts hatte ihn so sehr genervt und gelangweilt wie die Frauen, die seine Mutter im angeschleppt hatte, die nur vom Beruf her Tochter waren. Nachdenklich sah er noch immer etwas an die Decke als das Gespräch sich fortsetzte, denn immerhin ließ es ihm auch nicht so schnell Ruhe. Die Glaubwürdigkeit der Geschichte war alles.
      "Dann denke ich haben wir einen groben Plan und bei unserem ersten Essen habe ich dann auch mir genauere Gedanken gemacht und wir können dann in aller Ruhe dabei die nächsten Details bereden. Ich bin erstaunt wie einfach und logisch die ganzen Sachen doch waren.", meinte er und ließ sich nun von ihr herausgeleiten, ehe ihr einfiel, dass er noch eine Karte brauchte. Luca nahm sie entgegen und lächelte ihr nun zu als er ihre Küsschen erwiderte. "Ich danke dir auf jeden Fall jetzt schon Eyleen. Es ist super und interessant gewesen und ich freue mich auf das Essen. Meine Sekretärin wird sich dann bei dir melden mit den wichtigsten Daten." Für ihn war es vollkommen normal, dass sie seine Termine machte.

      So verabschiedete er sich nun und beschloss sich gleich am nächsten Tag um dies zu kümmern. Immerhin war schon Nachmittag und er hatte eigentlich frei, doch es passierten manchmal doch Wunder. Statt nun endlich seine Freizeit zu genießen machte er sich daran im Internet die Restaurants, die er kannte und die vielleicht ihren Geschmack trafen genauer unter die Lupe zu nehmen. Normalerweise investierte er nicht mal so viel Zeit in seine echten Dates. So kam es, dass er ihr schon gleich am Nachmittag schrieb und für den nächsten Abend in ein schönes französisches Restaurant einlud. Wenn es ihr nicht passte, dann könnte sie ihm immer noch absagen und sie einen anderen Termin anbieten.
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    • "Dafür brauchst du mir doch nicht zu danken, Luca. Das ist mein Job." gab Eyleen mit einem Schmunzler von sich und winkte ihm kurz, ehe der gutaussehende Mann wieder im Aufzug verschwand. "Gut gelaufen?" wurde sie dann von Sylvia gefragt, welche die Verabschiedung ja mitangesehen hat. "Bis jetzt ja. Ich bin sehr gespannt, wie sich das entwickeln wird." gab die junge Frau von sich und ging wieder zurück in den "Kennenlernraum" um diesen etwas aufzuräumen, auch wenn sie nicht wirklich etwas dort durcheinander gebracht hatte.

      Im Laufe des Tages bekam sie auch schon eine Nachricht für das geplante Abendessen. "Das ging ja schnell." dachte sich Lee und mit einem kleinen Grinsen. Das ausgesuchte Restaurant kannte sie und es war sehr exklusiv. Sie selber hat noch nie dort essen können, waren die Tische schon Wochen im Voraus reserviert. "Es ist halt doch vom Vorteil eine bekannte Nummer zu sein." ging es ihr durch den Kopf, sagte Luca für den Termin auch gleich zu und freute sich schon auf den Abend. Sie ging schon im Kopf ihre Outfits durch, damit sie auch anständig gekleidet dort auftauchte.

      An jenem Abend stand auch Eyleen pünktlich vor dem französischen Restaurant "La petite joie". Ihr Haar hatte sie wieder in ihre übliche Frisur hochgesteckt und dazu trug sie ein schwarzes Kleid mit weißem Kragen und goldenen Knöpfen. Passend dazu, hatte sie eine feine weiße Perlenkette gewählt sowie Perlenohrringe. Ihre eleganten Highheels waren in Schwarz mit roter Sohle und der leichte und stylische Trenchcoat, der über ihren Schultern lag, hatte ein bordeauxrot. In ihrer Hand hielt sie eine schwarzweiße Klatsch und immer wieder sah sie sich nach Luca um. Saß er vielleicht doch schon im Restaurant?
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    • Hatte denn niemand mehr ein Privatleben? Eigentlich hatte Luca alles perfekt durchgeplant und dennoch war er nun zu spät dran. Der Termin bei Gericht hatte länger gedauert, weil sie auf den letzten Drücker mit irgendwelchen neuen Beweisen gekommen waren und so hatte es sich alles noch mehr hingezogen. Dennoch hatte er gewonnen und dies machte es noch schlimmer für ihn, eben weil es sinnlos gewesen war. Nicht mal wirklich Zeit zum Umziehen hatte er gehabt, lediglich hatte er sich schnell frisch gemacht in seinem Büro und war dann schnell zum Restaurant. Schon immer hatte er es gehasst zu spät zu kommen und dann war auch noch nicht mal ein Parkplatz direkt vor dem Haus frei wieso er um der Ecke parken musste. Luca verstand den Hype nicht um diese Restaurants und das Platzsparen in der City. Dadurch gab es einfach keine Parkplätze mehr bei den Restaurants.
      Endlich hatte er es nun geschafft und kam auf Eyleen zu. Kurz gab er ihr ein Küsschen links und rechts und sah sie an. "Wow... jetzt wo ich dich gesehen haben tut es mir noch mehr leid, dass ich zu spät bin. Du siehst wirklich umwerfend aus. Ich hoffe, du wartest noch nicht zu lange, aber der Fall vor Gericht hat sich gezog. Wollen wir?", fragte er nun und machte eine Handbewegung Richtung Eingang, ehe er ihr sogleich die Tür aufhielt.
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    • "Nur ein paar Minuten. Nichts Wildes. Und danke für das Kompliment." erwiderte sie Lucas Worte, nach dem sie ihn nach französischer Art begrüßt hatte. Eyleen nickte mit einem sanften Lächeln und betrat das Restaurant, zu dem ihr die Tür aufgehalten wurde. "Hat dich die Arbeit aufgehalten?" erkundigte sie sich und nahm automatisch den Arm des Brünetten, um sich darin unterzuhaken. "Ich hatte schon angst, du würdest mich versetzen." gab sie gespielt etwas bestürzt von sich, während sie ein der Bedienung schon empfing und nach der Reservierung fragte. Kaum wurde die genannt, nahm man Eyleen den Mantel ab und die beiden wurden an einen Tisch für zwei gebracht. Der Garçon zog für die Dame den Stuhl noch zurück und fragte dann die Gäste nach einem Getränkewunsch. "Da richte ich mich nach dir." sprach sie Luca an, nach dem sie sich hingesetzt hatte. Das Restaurant besaß einen großen Kronleuchter in der Mitte des Raumes und alles war stilvoll in dunklen Farben eingerichtet. Auf jedem Tisch war ein kleines Blumenbukette zu finden, so wie einen hohen Kerzenständer. Wenn man sich umsah, konnte man nur gut gekleidete Menschen entdecken, die an ihren Handgelenken oder Hälsen teuren Schmuck ausführten. Es war schon fast etwas einschüchternd, wenn man diese gut betuchte Gesellschaft nicht gewohnt war. Doch Eyleen ließ sich nicht anmerken und behielt ihr Augen sowieso bei ihrem Date.
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    • "Niemals.", kam es auf ihre gespielt bestürzte Frage. Dies Erklärung wieso er zu spät war hob er sich lieber für den Tisch auf. Stattdessen genoss er es nun mit der hübschen Frau an seiner Seite anzugeben, denn er bemerkte hier und da die Blicke der anderen Leute, was sicher auch an seinem Bekanntheitsgrad lag. Er ließ sich mit Eyleen zu ihrem Platz führen und nachdem beide Platz genommen hatte lachte er vor sich hin, dass sie ihn bestellen ließ. "Wir nehmen erstmal einen neutralen Aperitif und wenn wir dann ausgewählt haben würde ich wünschen, dass Sie uns einen passenden Wein aussuchen.", meinte er zu dem Kellner, der nickte. "Aber natürlich Sir. Der Aperitif kommt gleich und ich werde Ihnen auch die Karte bringen." Kurz verbeugte er sich und ging nun wieder. "So ist es am einfachsten, denke ich. Champagner können wir nachher immer noch ordern oder was härteres, wenn dir eher danach ist." Noch einmal ließ er seinen Blick durch den Raum wandern und auch über Eyleen. "Ach, wegen deiner Frage vorhin: Ja, ich hatte heute einen sehr langweiligen Termin bei Gericht. Eigentlich war alles unter Dach und Fach. Ein einfacher Sieg für mich, doch dann meinte der Anwalt der Gegenseite mit einem neuen Beweis anzukommen. Natürlich vollkommen haltlos, aber dadurch hat sich eben alles gezogen. Und wie war dein Tag heute?"
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    • "Mal schauen, was der Abend noch so bringt." meinte sie mit einem Schmunzeln, als Luca Schampus oder Spirituosen ansprach. "Das klingt ärgerlich. Vor allem, da es nichts gebracht hat, außer euch Zeit zu stehlen. Vielleicht sollte man mal dagegen klagen." scherzte Eyleen etwas. Als sie von ihrem Tag erzählen sollte, überlegte sie kurz, ob sie von ihrem echten Job sprechen sollte oder von ihrem fiktiven. Dabei hatten sie diesen noch nicht einmal festgelegt. Wobei ihr gerade dazu eine Idee einfiel. "Ich habe einen Mandanten, gerade aus einer sehr schweren ehelichen Krise geholfen. Aber du weißt ja, dass ich als Lebensberaterin, nicht mehr darüber sagen darf. Was du bestimmt in deinem Beruf auch kennst." zwinkerte sie zu, als sie ihren "neuen Job" erwähnte. Dafür musste sie sich nicht einmal Geschichte ausdenken, sondern konnte einfach aus ihrem echten Beruf ein paar Geschichten erzählen. Natürlich ohne Namen zu nennen. Da kam auch schon der Ober wieder und reichte ihnen die Karten und den Aperitif, einen Granatapfel-Icetea-Sekt. "Warst du schon mal hier?" fragte sie dann Luca während Lee die Karte studierte.
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    • Der Stress des Tages wich nun schon während Luca sich nur kurz mit Eyleen unterhielt. Vielleicht lag es auch daran, dass er sie immerhin bezahlte und deshalb nicht auf Zehenspitzen rumlaufen musste um sie nicht zu verschrecken. Er konnte einfach er selbst sein und offen über seine Arbeit reden. Die meisten seiner Bekanntschaften hatten es immer sehr langweilig gefunden, immerhin war sein Job ihnen nicht glamourös genug gewesen. „Schlechte Anwälte greifen eben nach jedem Strohhalm.“, kam es nur mit einem kurzen Lachen von ihm ehe er ihr auch schon bei ihrer kurzen Ausführung zuhörte und schmunzeln musste. So fern von der Realität schien es nicht zu sein, immerhin war ihr Job doch so etwas in der Art und doch ganz anders. Es gefiel ihm und da würde sie sich sicher auch nicht so schnell in etwas reinreiten oder zu viele Fragen aufwerfen. Dann wäre dieser Punkt also auch schon abgeharkt von ihrer Liste, doch ehe Luca weitere Fragen stellen konnte kam der Kellner und brachte den Aperitif, sowie die Karte, die er auch sogleich aufschlug. Ein schiefes Grinsen legte sich auf seine Lippen. Es war einer dieser Läden, die schon bei der Karte zeigen wollten für wie edel sie sich hielten. Alles war auf Französisch und geschwollen ausgedrückt. Luca fand es immer wieder erstaunlich, wenn er dies sah und dazu die Preise, auch wenn seine Mutter ihn stets für solche Dinge tadelte. Auf ihre Frage hin sah er zu Eyleen und dann an die Decke um nachzudenken. Wie lange gab es diesen Laden schon und hatte er hier schon mal gegessen? „Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht genau. Es ist die Sorte Laden, die meine Mutter bevorzugen würde, wobei sie kein Freund der französischen Küche ist und ich kann mich da zumindest in einigen Bereichen ihr anschließen. Aber wie dem auch sein: Ich vermeide ihr über den Weg zu laufen und deshalb weiß ich es nicht. Und du?“ Er schloss die Karte und sein Blick ruhte nun auf ihr. Auch wenn es beruflich war, so konnte er sich mit ihr frei über solche Themen unterhalten und dies war schon mal ein Vorteil.
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